' Anzeiger“. | t b”6 8^ >*£' »5 -n bis 2Uln - Di? ftÄ; '"fe.iu erwerben Ä1 Ä8 ?"&"* I vu2 uflr OOrV— taff»» ■ ’ A lv5°, monatlich I gart, j wöSg iläne $ michte Anzeigen. ien-Pension von Landrath Ochs, rburg a. d. Lahn- idch.n jeden UM finden zur bes HaushLÜe^ un> tzejell- Au-.d^duntz Uedevoüe Äus- mfionspTeis 600 JL 423 d>- b" u w«< cif-;1'?, t- * HS*"1z'" in, »tieK b®:____ iaäÜ!L^f0»Ärort I“ ® ZE? 1. April o?n co. o Zimmern und Zucht zum Preise von 5-60U A unter X. an die Sxped^d. jn'JT y7i7eiiro£g22. fiohuf von Möoeln, Haus- eaenständen, Gold uno S« der, i>ier, Messing, Blei, W Sier und Mten zum E - Köcher, Flalchen ic. I tgL^MenW-^' in tüchtiger junger Mann, mit nmiraibelten oolljtandlg ver^ 5SSS2 Ms? sss®5ä igeln und Wm %1 -KLSZL» ;%r li^-d »■ --- yte. 12._________________________Mittwoch den 15. Januar_____________________ 1890. Der chießeuer ^wjdfler «scheint täglich, mit Au-nahme btl MontagS. Die Gießener Aamitie«»rsiter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Bierteljährigor ^SsuuementspreiS r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezagea 2 Mark SO Pf^ Redactian, Txpeditiaa und Druckerei: Siß»tßrak-Ne.'r. Fernsprecher 61. Amts- und Anzeigeblatt für den Nreis (tiiefzen. Annahme von Anzeige» zu der Nachmittag- für dm folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießmer Kamikienökätter. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Au-landeS nehmm Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. zeigen ist. I. V.: Jost. Nr. 2 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 9. d. M., enthält: (Nr. 1881.) Verordnung, betreffend die Wahlen zum Reichstag. Vom 8. Januar 1890. Gießen, am 13. Januar 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. G a g e r n. ___________ Amtlicher Theil. Bekanntmachung. ßs wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlag« von Fünf vom Hundert, pro Monat D ecember für den Lieferungsverband Gießen pro 100 kg betragen: Hafer «X 16.40, Heu «X. 7.90, Stroh Jt. 6.80. Gießen, den 12. Januar 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. politische Ueverficht. Gießen, 14. Januar. An diesem Mittwoch tritt der preußische Landtag zu seiner Wintersession zusammen und hiermit langt die parlamentarische Thätigkeit im neuen Jahre auf ihrem Höhepipikt an. Im Mittelpunkt des gesetzgeberischen Materials für die neue Landlagssession stehen nicht unwichtige Eisenbahn-Vorlagen, welche sich sowohl auf den Bau weiterer Linien, als auch aus den Umbau, resp. die Erweiterung verschiedener Bahnhöfe und auf die Vermehrung des Oberbau-Materials wie des rollenden Materials beziehen- der Credit, welchen die Regierung zu diesen Zwecken in Anspruch zu nehmen gedenkt, soll daher wiederum ein recht beträchtlicher sein. Was die neuen Bahn- Gießen, den 14. Januar 1890. Betr.: Maßregeln gegen die Weiterverbreitung der Influenza. Die Großh. Kreis-SchulcommWon Gießen an die Schulvorstände de- Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben in rubr. Betr. benachrichtigen wir Sie weiter, daß der erfolgte ev. erfolgende Wiederbeginn der geschloffenen Schulen sofort bei uns anzu- Unten anbelangt, so dursten die Vorlagen nahezu die sämmt- lichen Projecte zur Ausführung Vorschlägen, deren Bearbeitung seit Jahr und Tag den Eisenbahn-Directionen aufgetragen ward. Ob den Landtag diesmal endlich auch die immer wieder auf die lange Bank geschobene Gehaltsaufbesserung für eine Reihe unterer Beamten-Kategorien beschäftigen wird, erscheint noch ungewiß. Doch bildet diese Frage nach officiösen Andeutungen schon längere Zeit den Gegenstand sorgsamster Prüfungen im Schooße des preußischen Staatsministeriums und soll es nach mancherlei Anzeigen nicht unmöglich sein, daß „in naher Zeit ein positives Ereigniß derselben in Aussicht steht." Die hier und da in österreichischen Blättern ausgesprochene Erwartung, es würde der Abschluß der Wiener Ausgleichs- Verhandlungen für Anfang dieser Woche zu gewärtigen sein, hat sich nicht erfüllt. Vielmehr dürften der am Montag abgehaltenen elften Sitzung der Ausgleichsconferenz noch eine ganze Reihe von Sitzungen folgen, beim jetzt ist die Conferenz noch immer mit der Berathung der Justizangelegenheiten in Böhmen beschäftigt und scheinen in dieser wichtigen Frage ernste Schwierigkeiten zu überwinden zu fein. Ueber die Einzelheiten der Ausgleichsverhandlungen beobachten deren Theil- nehmer, zu denen übrigens seit vorigem Samstag auch der czechisch-feudale Graf Clam-Martinitz gehört, fortgesetzt strengstes Stillschweigen. In Oesterreich scheint endlich die formelle Regelung der seit dem Tode des Kronprinzen Rudolf schwebenden Thron- solge-Frage in Aussicht zu stehen. Es heißt, Erzherzog Karl Ludwig, welcher als Bruder des Kaisers Franz Josef zunächst zur Thronfolge berufen wäre, sei gesonnen, zu Gunsten seines ältesten Sohnes, des Erzherzogs Franz Ferdinand von Oester- reich-Este, auf die Thronfolge zu verzichten und würde letzterer alsdann offieiell zum Thronfolger proelamirt werden. Die kürzliche Anwesenheit des ungarischen Justizministers Szilagy wird mit dieser Angelegenheit in Verbindung gebracht - auf dieselbe sind jedenfalls auch die auf den Kaiser Franz Josef bezüglichen Abdankungsgerüchte zurückzuführen. Die angebliche Reise des Präsidenten Carnot nach Brüssel anläßlich des Negierungsjubiläums des Königs Leopold hält in Frankreich die Chauvinisten aller Parteien noch immer in „patriotischer" Erregung. Obwohl die „Agence Havas" schon in aller Form das betreffende Gerücht als unwahr bezeichnet hat, will der Deputirte Gerville Reache demnach das vermeintliche Reifeproject des französischen Staatsoberhauptes zum Gegenstand einer Anfrage in der Kammer machen. Dem Vernehmen nach ist Ministerpräsident Tirard auch bereit, die Anfrage zu beantworten und will er hierbei den Ursprung jener Erfindungen enthüllen, außerdem auch zugleich Gelegenheit nehmen, die umlaufenden Gerüchte über den Rücktritt oder die theilweise Erneuerung deS gegenwärtigen französischen Ministeriums zu widerlegen. Deutscher Retchstug. 41. Plenarsitzung. Montag den 13. Januar 1890, 1 Uhr. Präsident v. Levetzow macht dem Hause folgende Mittheilung: Ich habe die Ehre, dem hohen Hause mitzutheilen, daß Se. Majestät der Kaiser das Präsidium des Reichstages gestern in längerer Audienz empfangen hat, um den Ausdruck unserer ehrfurchtsvollen Theilnahme über das Hinscheiden weiland Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta entgegenzunehmen. Se. Majestät lassen dem Reichstage für die bewiesene Theilnahme herzlich danken, indem Allerhöchstderfelbe hervorhob, daß das Andenken der Dahingeschiedenen weit über die Grenzen des Reiches hinaus nicht blos durch ihre Fürsorge für die Verwundeten, sondern auch durch die Pflichttreue und durch die Lauterkeit ihres Characters erhalten bleiben wird, wie das der Königin Luise. Se. Majestät sprach dann über die Lage der Arbeiten des Reichstages und über die allgemeine politische Lage, nach welcher zur höchsten Genugthuung des Kaisers der Frieden vollständig gesichert erscheine. (Bravo!) Se. Majestät hob dabei besonders bervor, daß unsere geographische Lage es.nöthig mache, unsere Rüstungen im besten Stande zu erhalten und zwar nicht blos für die Landarmee, sondern auch für die Marine. Se. Majestät läßt deshalb dem Reichstage besonders danken für die in zweiter Berathung erfolgte Annahme des Marine-Etats. Nachdem Se. Majestät noch auf die Frage des Reichstagsbaues eingegangen und dabei namentlich aufgestoßene Bedenken erörtert hatte, wurde das Präsidium huldvollst entlassen. Das Haus trat sodann in die Tagesordnung ein. Die Vorlage betr. Aenderungen des Reichsmilitärgesetzes — Erhöhung der Zahl derArmeeeorps von 18 auf 20 — wird ohne Debatte in zweiter Lesung angenommen. Bei der Berathung des Militär-Etats (Minister 36000 Mk.) bringt der Abg. Richter (dsr.) Klagen über die Behandlung von Lehrern, namentlich Volksschullehrern, beim Militär vor. Es sind ihm zahlreiche Beschwerden über Vergehen der Vorgesetzten gegen Lehrer aus allen Theilen des Reiches zugegangen. Lieutenants, die selbst der Schulbank noch nicht lange entwachsen sind, scheinen ihren ganzen Unmuth über früher erlittene Behandlung an den Lehrern Feuilleton. Gberhessen im Jahre 1813. Vor einiger Zeit gelangte der Oberhessische Geschichtsverein durch freundliche Schenkung in den Besitz eines sehr selten gewordenen Buches, das erst nach und nach die hohe Bedeutung für die Loealgefchichte erkennen läßt. Sein Titel lautet: „Nachrichten und Bemerkungen aus den Feldzügen oev Jahres 1813 und 1814, aus dem Tagebuche eines Feldgeistlichen in dem Preußischen Heere." Berlin 1814. Handschriftlich ist dabei noch auf dem Einbande bemerkt, daß dieser Feldgeistliche der nachmalige Professor der Theologie und Consistorialrath Dr. Rhesa in Königsberg war. Er erzählt mit behaglicher Breite, wie er im April 1813 seine Heimath verließ, um zu dem preußischen Heere zu stoßen, wie er dann mit diesem den Sommer über durch Brandenburg, Sachsen, Schlesien und Böhmen zog, er schildert sehr anschaulich die Schlacht bei Leipzig und die furchtbaren Folgen derselben für das französische Heer auf der Flucht nach dem Rhein. Bei der Verfolgung desselben durch die Preußen kam Rhesa zum erftenmale über Hersfeld, Alsfeld, Friedberg und Homburg nach Gießen, aber die Verfolgung der Franzosen vollzog sich so rasch, daß dem Verfasser für seine Tagebuchsnotizen keine Zeit blieb. Doch wurde ihm auch diese zu Theil, als wegen zu massenhaften Truppenandrangs in der Gegend von Frankfurt ein Theil des preußischen Heeres zurückverlegt wurde, um in der Gegend von Laubach Cantonierungsquartiere zu beziehen. Lasten wir ihn nun selbst erzählen: „Am 8. November 1813 trafen wir in Laubach em, welches dem Grafen von Solms gehört. Wir waren schon am Rheine gewesen, mußten aber wegen Futtermangel und vor dem großen Gedränge bei Frankfurth einige Tagereisen zurückgehen. Das Städtchen Laubach liegt am Fuße dev Vogelsbergs in einer wilden und rauhen Gegend, die als eine Fortsetzung des Thüringer Waldgebirges anzusehen ist. Die Fulda fließt östlich durch diese Bergwildnisse- westlich entspringen die Wetter, Nidda, Lahn und andere kleine Ströme auf diesen Anhöhen, müssen aber durch tiefe Schluchten sich krümmen und winden, bis sie ihr Tröpflein Wasser dem groß- gebietenden Vater Rhein zntragen. Wer sollte es glauben, daß in diesen abgesonderten Wald-Einöden die freundlichen Musen wohnen? Ich fand zu Laubach eine schöne Bibliothek von beinahe 30,000 Bänden auf dem Schlosse des Grasen, der ein ausgezeichneter Freund der Literatur ist. Alle Prachtwerke der deutschen, englischen, französischen und italienischen Classiker finden sich hier in schönem Einbande beisammen. Auch alle nur möglichen Zeitschriften. Für unsere Offiziere ist dies ein anziehendes Gastmahl: Schillern, Goethen und Wieland wird am freundlichsten zugesprochen." Ueber die geographisch sehr unklare Ansicht des Verfassers über die Lage des Vogelsbergs als Fortsetzung des Thüringer Waldes dürfen wir uns bei der Mangelhaftigkeit der damaligen Karten nicht wundern, noch weniger darüber, daß die Gebirgs- und Waldgegend einen ganz besonders schauerlichen Eindruck auf den Verfasser machte. Kam er doch aus einer absolut flachen und sandigen Gegend. Geboren auf der kurischen Nehrung im Dorfe Karwaiten, h.ytte er vor dem Feldzuge nur die Dünen gesehen, die sich an der Küste der Ostsed hinziehen und von welchen eine schon zu Anfang dieses Jahrhunderts sein Heimathsdors mit Flugsand verschüttete- jetzt erhebt sich der Karwaitensche Berg zu einer Höhe von 183 Fuß. Aber was wollen diese Flugsandhügel gegen die Höhen des Vogelsbergs sagen, die Rhesa nun während längeren Aufenthalts kennen lernte. Was uns als freundliche Thäler erscheint, waren für ihn tiefe, fürchterliche Schluchten, ein mäßiger Bach wird zum reißenden Strom, der im Felsenthale braust. „Das Städtchen Schotten, wo ich Gottesdienst und Abendmahlsfeier hielt, liegt so versteckt und unzugänglich im Gebirge, daß die Leute sich verwunderten, wie hier einmal Kriegsvölker zu ihnen gekommen sind. Sonst waren sie von den Kriegsstürmen verschont geblieben, denn die Wogen, die Europa erschütterten, schlugen an ihre Felsen an, ohne sie zu erreichen. Sie leben in glücklicher Verborgenheit von Tuchweberei und Spinnen. Fleiß und Genügsamkeit sind ihre Tugenden. Den Namen soll der Ort von schottischen Colo- niften haben, die sich zuerst hier ansiedelten. Auch das erste Licht des Christenthums kam aus Schottland hierher. Boni- faeius, der von den Friesen erschlagen wurde, irrte vor tausend Jahren lange in dieser Gegend herum, bis er an dem Orte, wo itzt Fulda steht, einen Platz im Walde fand, um ein Kloster zu bauen, welches vor den Anfällen der Sachsen verborgen und gesichert läge. Ein edler deutscher Jüngling Namens Sturm leistete ihm dabei die größten Dienste. Das Kloster wurde bald das, was jenes auf Casfino für Italien: die Pflanzschule der Wissenschaft für ganz Deutschland. Die größten Männer wurden hier gebildet. Vor Entstehung der Universitäten waren die Klöster die einzigen Sammelplätze der Gelehrsamkeit. Nur ein Fremdling in der Geschichte kann den großen Werth derselben für jene Zeiten — verkennen. Man versündigt sich an dem Menschengeschlecht, wenn man diese Anstalten aufhebt, ohne sie für Schulen und Erziehungsanstalten zu verwenden. Schade, daß wir diese Gegend so bald verlassen mußten. Schon am 16. November erhielten wir Befehl, nach Alsfeld aufzubrechen, welches nordwestlich vom Vogelsberge gelegen ist. Das romantisch auf einer Anhöhe prangende Schloß Altenburg ward dem Generalstab als Aufenthalt zu Theil. Es gehört der ehemaligen Gesandtin am preußischen Hofe, der Frau v. Riedesel, die sich als Schriftstellerin bekannt gemacht hat und eine eifrige Freundin Preußens ist. Ein reißender Strom stürzt sich unter den Schloßfenstern brausend in das Felsenthal hinab und schlängelr sich in vielen Krümmungen erst durch das unten liegende Dorf, dann um die Stadt Alsfeld und verliert sich dem Auge hinter vielen auszulassen. Es ist zu hoffen, daß diesen Verhältnissen entschieden entgegengetreten werde. Kriegsminister v. Verdy: Es ist zu bedauern, daß Beschwerden über solche Pflichtwidrigkeiten nicht sofort angebracht werden. Gerade von den Lehrern muß dies gewünscht werden. Uebrigens müssen die Lehrer wegen der ihnen gewährten Vergünstigung im Dienste sich auch durch größeren Fleiß und Pflichttreue auszeichnen. Abg. Richter: Die sechswöchentliche Dienstzeit der Volksschullehrer ist im Interesse des Volksschulunterrichrs festgesetzt,- es kann diese Einrichtung in keiner Weise eine strengere Behandlung dieser Leute rechtfertigen. Bayrischer Bevollmächtigter Generalmajor v. X y l a n d e r: Wo in Bayern Klagen begründet worden sind, ist auch Remedur eingetreten. Abg. Frhr. v. Ellrich Hausen: In Deutschland sind die Militärlasten noch nicht so schwer, als in anderen Staaten, tzr wird für alle Mehrsorderungen stimmen. Abg. Richter (dfr.) bedauert, daß in Bayern allein die Oeff'entlichkeit des Militärgerichtsverfahrens besteht,- man sollte dieselbe auch in Norddeutschland einsühren, dann würden die Fälle von Mißhandlungen der Soldaten mehr abnehmen. Aus eine Anfrage des Abg. Rickert (dfr.) erwidert Minister v. Verdy, daß durch den Brand der Gewehrschäftefabrik in Danzig die Gewehrsabrikation nicht gehemmt werde. Der Frage der Unfallversicherung der in der Militär-Verwaltung beschäftigten Arbeiter, sowie der Frage, ob Arbeiter im Alter über 40 Jahren in den Militärwerkstätten nicht mehr eingestellt werden sollen, wird der Minister näher treten. Abg. v. Unruhe-Bomst (Np.) hofft, daß die Fälle von schlechter Behandlung der Volksschullehrer beim Militär forrfallen werden, wenn dieselben mit den Ersatzreservisten 1. Klasse zugleich ausgebildet werden. Abg. Richter bemerkt, daß die von ihm vorgebrachten Beschwerden jüngsten Datums sind, also aus einer Zeit, wo die Lehrer mit der Ersatzreserve zugleich ausgebildet wurden. Der Titel wird bewilligt. Bei dem Capitel „Naturalverpflegung" bemerkt Commissar Generallieutenant Stockmar auf eine Anregung des Abg. v. B u o l (Ctr.), daß die Regierung aus die Magazin- Verpflegung der Truppen bei den Manöver» nicht verzichten kann. Staatsseeretär v. Maltzahn bemerkt, daß die Regierung einer etwaigen Erhöhung der Position nicht entgegenstehe. Der Titel wird bewilligt und zwar mit der von der Commission vorgeschlagenen Erhöhung. Bei Capitel 34 liegt folgender Antrag des Abg. Br. Haarmann (natl.) vor, die Regierung zu ersuchen: die Position im nächsten Etat angemessen zu erhöhen, um den Mannschaften des stehenden Heeres im Falle der Urlaubs- ertheilung alljährlich für eine Reise in die Heimath freie Fahri auf den deutschen Eisenbahnen zu gewähren. Abg. Frhr. v. Ellrichshausen (Rp.) erklärt sich bereit, den Antrag zu unterstützen. Abg. Richter (dfr.) beantragt, den Antrag an die Budgetcommission zu verweisen, da er in der Form mangelhaft sei. Man dürfe die Urlaubsertheilung nicht mit dem finanziellen Interesse in Verbindung bringen. Das Haus beschließt nach dem Antrag Richter. Der Titel wurde genehmigt, ebenso der Rest der dauernden Ausgaben. Bei den „Einmaligen Ausgaben" erklärt Abg. Richter, daß die Abstriche der Commission seinen Freunden nicht weit, genug gehen- dieselben werden gegen mehrere im Etat enthaltene Neubauten von Kasernen und Garnisonkirchen stimmen. Abg. Baumbach (dsr.) bittet die erste Baurate für die Garde-du-Corps-Kaserne in Potsdam zu streichen. Man habe für die Bemessung der Summe den Werth des in Charlotten- burg, wo die Kaserne sich gegenwärtig befindet, frei werdenden Grund und Bodens nicht mit berücksichtigt. Minister v. Verdy: Der Grund und Boden in Char- lottenburg gehört nicht dem Reich, sondern ist königliches Dörfern und Hügeln wie ein flatternder Silberstreifen. In der umliegenden wildschauerlichen Gegend hielt ich wohl an zwölf verschiedenen Orten Predigt und Communion mit den Truppen. Am 1. Advent auch hier in der Schloßcapelle, wo der General und sämmtliche Offiziere feierlich zum Abendmahle gingen. Unser längere Aufenthalt hieselbst führte mich zur genaueren Bekanntschaft mit dem Hessenlande. Ein schöner Menschenstamm, die alten Katten, schlank, groß und stämmig, blondgelockt, blau von Augen und fast trotzig von Blick. Die Männer tragen ein Oberhemd aus weißer Leinwand über die andern Kleider, auch weiße Stiefeletten mit einem rothen Reif am Knie. Sie fahren mit Ochsen, seltener mit Pferden, und reden zu ihnen eine ganz andere Sprache, als unsere Fuhrleute, um die Fahrt zu beschleunigen oder einzuhalten. Es ist eine Art von Gesang, mit welchem sie längs den Straßen ziehen. Ihre Wagen haben nur zwei Näder, die sehr weit auseinander stehen und hoch sind. Außerdem sind auch Handkarren gebräuchlich mit einem Vorderrade, vor welche sie Hunde spannen. Es ist ein sonderbarer Anblick, den Hund hier im Zugseil traben zu sehen, während der Führer sich mit ihm unterredend den Karren nachschiebt. Der Esel gehört hier auch zur Hausgenossenschaft. Sein Geschäft ist, die Säcke nach der Mühle zu tragen- er geht aber desto schneller, je mehr ihm aufgebürdet wird, wahrscheinlich um die Last desto eher los zu werden. Beim Pfluge spannt man wohl einen Ochsen und ein Pferd zusammen, bisweilen auch vor den Wagen, jedoch hängt man ersterem einen Flor vor die Augen, damit diese nicht vom Staube beschädigt werden. So schön und schlank auch das männliche Geschlecht der Hessen ist, so häßlich und bis zur Carricatur entstellt erscheint das weibliche durch die unschickliche Kleidung, die e5 trägt. Privateigenthum. Trotzdem wird der Boden auch später dem MilitärfiScus erhalten bleiben. Die Position wird bewilligt. Bei der Position „Wiederherstellung der St. Pantaleonskirche" in Köln (Garnisvnkirche), 145,000 M. erste Baurate, wünscht Abg. Struckmann (nl.) einen anderen Bauplatz in Erwägung zu nehmen. Die Position wird bewilligt, nachdem vom Regierungstische her die für die Wahl des Bauplatzes maßgebenden Gründe dargelegt worden waren. Bei der Position „zur Errichtung eines Garnisonlazareths in Freiberg 140,000 M.", welche die Commission zu streichen beantragte, bittet Abg. Marbach (Rp.), die Summe in den nächsten Etat wieder einzustellen, da diese Anstalt für Freiberg ein dringendes Bedürsniß sei. Die von der Commission beschlossene Streichung wurde vom Hause angenommen. Der Rest des Militäretats wird überall nach den Anträgen der Budgetcommission genehmigt, nur die 2 Titel „Artillerie und Waffenwesen" werden zurück- gestellt. Nächste Sitzung: Dienstag 1 Uhr: Rest des Militäretats - Mandatsprüfungen (Delbrück sRp.j und Dr. Websky [nl.]) — Schluß 4i/4 Uhr. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 13. Januar.* Die „Nordd. Allg. Ztg." consta- tirt unter dem Hinweis darauf, daß die Meldung einiger Blätter von einer energischen Neujahrsansprache des Kaisers an die Corpscommandanten, obgleich dieselbe von besser insorrnftten Blättern bereits als falsch bezeichnet worden sei, gleichwohl den Weg in ausländische, namentlich in französische Blätter gefunden habe, um der frivolen und böswilligen Ausbeutung jener Nachricht entgegenzutreten, daß der Kaiser überhaupt keine Anrede an die Corpscommandanten gehalten habe und daß der bezüglichen Nachricht jede thatsächliche Unterlage fehlt. Aachen, 13. Januar. Die heutige von etwa 300 Arbeitern des E schwell er Bergwerksvereins abgehaltene Versammlung wählte eine sechsgliedrige Deputation zur Verhandlung mit der Direction des Bergwerksvereins über die Gewährung des vollen Schichtlohnes als Krankengeld, bessere Regelung der Gedinge, eine Lohnaufbesserung für Schlepper, die alten Häuer, sowie endlich den Wegfall des Wagennullens resp. Zuziehung zweier Bergarbeiter zur Besichtigung der bemängelten Wagen. München, 13. Januar. Dem Leichenbegängnisse v. Döllingers wohnten ein Flügeladjutant als Vertreter des Prinzregenten, die Minister v. Crailsheim und v. Leonrod, der preußische Gesandte Graf Rantzau, mehrere Hofwürdenträger, verschiedene Generäle, der Polizeipräsident, die Rectoren der Hochschulen, beide Bürgermeister, zahlreiche Mitglieder des Reichsraths und der Abgeordnetenkammer, viele Gelehrte, Künstler und Schriftsteller bei. Professor Friedrich celebrirte die Messe, Professor Braun widmete dem Verstorbenen Namens der Akademie der Wissenschaften einen Nachruf. Stuttgart, 13. Januar. Oberhofprediger Gerok ist an der Lungenentzündung schwer erkrankt. Heidelberg, 13. Januar. An der Influenza ist der bekannte Mediziner Prof, von Dusch gestorben. Pest, 13. Januar. Die Influenza ist hier im Abnehmen begriffen. Zur Ausnahme der Jnfluenzakranken ist heute das Barackenhospital eröffnet worden. Hermannstadt, 13. Januar. Die Influenza hält hier in ungeminderter Stärke an. Fast keine Familie ist verschont geblieben. Madrid, 12.Januar. Der König verbrachte eine sehr ruhige Nacht. Die Aerzte erklärten, die Wahrscheinlichkeit seiner Genesung sei vermehrt, die Gefahr jedoch noch nicht beseitigt. Madrid, 13. Januar. Das heute Nachmittag 3 Uhr ausgegebene Bulletin constatirt die fortschreitende Besserung in dem Befinden des Königs. Eine spitze, kegelförmige Haube, in Form eines Zuckerhuts, macht das schöne runde Menschenhaupt zur Keilgestalt. Ein dicker Wulst um die Hüften nebst fünf bis sechs Röcken treiben den Unterleib wie ein Faß empor, welcher gegen den geschnürten Oberleib desto mehr absticht. Hohe Absätze machen den Fuß, welcher nebst dem rothgezwickelten Strumpf bis an die Knie zu sehen ist, wackelnd und unsicher. Am Sonntage erscheinen sie schwarz gekleidet. Nichts wird von ihnen in der Hand, sondern alles auf dem Kopfe getragen- sogar den Wasser-Eimer, den sie mit leichter Mühe in der Hand tragen könnten, stellen sie mit vieler Beschwerde und Grazie auf den Kopf, zu welchem Behuse sie ein kleines Kissen auf dem Blatte tragen. Für dieses unnatürliche Tragen rächt sich die Natur an ihnen durch einen niedergedrückten Hals und einen frühzeitigen Kropf, welchen sie aber eher für eine Schönheit als für einen Fehler zu halten scheinen. In ihrem Hauswesen herrscht nichts weniger als Reinlichkeit- sie lieben vielmehr den Schmutz dergestalt, daß sie den Löffel niemals waschen, sondern ihn der compendiösen Kürze wegen bloß durch den Mund ziehen- auch finde» sie es bequemer, aus der ungespülten Tasse zu trinken. Bei Tische zu beten wird für unanftäning gehalten, und die fünf Hauptstücke zu lernen, ist bei Kindern höherer Stände nicht üblich. Ich lernte die vierzehnjährige Tochter eines Predigers kennen, welche die zehn Gebote nicht wußte, «nfr doch sollte sie eben confirmirt werden." (Fortsetzung folgt.) Lissabon, 13. Januar. Das Ministerium hat demissionirt. Loudon, 13. Januar. Das Bureau Reuter erfährt, da- Gerücht der Londoner Zeitungen, die letzte Depesche Salisburys an die portugiesische Regierung habe die Räumung des Gebiets nördlich vorn Ruoflusse durch die Portugiesen verlangt, für durchaus unbegründet. England verlangte, daß Portugal sich positiv verpflichte, keinen Act der Jurisdiction in den Districten auszuüben, über welche England das Protectorat beanspruche. Die Antwort Portugal- gestand dies unter der Bedingung der Gegenseitigkeit zu und fügte hinzu, daß Portugal bereit fei, sich in dieser Frage einem Schiedsgerichte ober einer Conserenz zu unterwerfen. Portugal richtete gleichzeitig an alle Mächte die Bitte um ihre guten Dienste im Streite mit England. Alle Mächte antworteten mit dem Beweise ihrer freundschaftlichen Gesinnung. Jedenfalls habe dieser Schritt jetzt kein practisches Ergebniß, da England durch die Antwort Portugals hinreichend zusriedengestellt, um darin einzuwilligen, daß die Verhandlungen fortgesetzt würden. Charleroi, 13. Januar. Die heute Nachmittag abgehaltene zweite Versammlung der Arbeitgeber nahm die Forderungen der Grubenarbeiter auf einstündige Re- duction der Arbeitszeit und allmähliche Lohnerhöhung an. Der Strike ist damit beendet. Am Mittwoch erfolgt die Wiederaufnahme der Arbeit. Petersburg, 13. Januar. Anläßlich des Neujahrsfestes verlieh der Kaiser zahlreiche Orden, Ehrenzeichen und Beförderungen. Die Minister Durnowo, Manassein und Wyschnegradski sind zu Wirklichen Geheimen Räthen ernannt. Der Kriegsminister Wannowski erhielt den Wladimirorden 1. Classe - dem Minister-Staatssecretär für Finnland, Ernrot, dem Verweser des Marineministeriums, Tschichatschew, und dem Minister der Verkehrsanstalten, Hübbenet, wurde der Alexander-Newsky-Orden verliehen. Die Neujahrsbetrachtungen der Zeitungen sind größtentheils inneren Angelegenheiten gewidmet - es wird darin der Freude über die vorzügliche Finanzlage und dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die wirthschaftliche und innere Entwickelung des Landes gleich günstige Erfolge ausweisen möge. Newyork, 13. Januar. Der gestern Abend in Clinton (Kentucky) ausgebrochene Orkan zerstörte 55 Häuser. Els Personen wurden getödtet, gegen fünfzig verletzt. Cocales tinö provinzielles» Gießen, 14. Januar. — Herr Privatdocent Dr. Ferd. Diimmler hier wurde zum außerordentlichen Professor der philosophischen Facultät der Landes-Universität ernannt. — Herr Carl Georg Ludwig Kammer von hier wurde zum Oberrechnungs-Probator bei der Großh. Oberrechnungs- kamrner ernannt. — Reichstagswahl. Mit Bezug auf unsere gestrige dies- bezügl. Nachricht wird uns von zuverlässiger Seite mitgetheilt, daß dieselbe wohl nicht ganz correct sei. Weder die National- liberalen noch die Deutschfreisinnigen hätten bereits ihre Reichstagscandidaten nominirt, vielmehr seien beide Parteien noch auf der Suche nach einem Candidaten. — Wie uns mitgetheilt wird, hat auch die Rudergesell- schäft die Feier ihres Stiftungsfestes bis auf Weiteres verschoben - dagegen hält dieselbe am nächsten Donnerstag, den 16. d. M., ihre Hauptversammlung ab, gelegentlich welcher Jahres- und Kassenbericht erstattet wird und Neuwahl des Vorstandes stckttfindet. Die Arbeiten für den Boothaus- Neubau sind bereits ausgeschrieben und dürfte bei günstiger Witterung bis zum Beginn der Rudersaison der Rohbau unter Dach kommen. -d. Am 1. Februar wird der Gesangverein Heiterkeit im Saale des Cafe Leib eine Fahnenweihe nebst Ball abhalten. Die bei dieser Gelegenheit geweihte Fahne wird von der Fahnenfabrik des Herrn Schulze geliefert. An die Vorstände der hiesigen Gesangvereine Bauer'scher Gesangverein, Concordia und Harmonie,' sowie an den „Orpheus" in Butzbach sind Einladungen ergangen. — Eine Zuchthausstrafe van 1 Jahr 6 Mon. verhängte heute die hiesige Strafkammer über den Bierbrauer Carl Nüsser aus Sulzbach a. Murr, welcher in der Nacht vom 11. auf den 12. December auf dem Friedelhäufer Hofe aus den verschlossenen Kleiderschränken den Knechten eine Menge Kleider stahl. Der Verurtheilte, obgleich erst 20 Jahre alt, ist bereits mehrfach wegen Eigenthumsvergehens vorbestraft. Grünberg, 13. Januar. Auch hier und in der Umgegend ist die Zahl der an der Influenza Erkrankten eine sehr erhebliche. Die Schulen sind seit einigen Tagen geschlossen. Alsfeld, 12. Januar. Heute Morgen zwischen 5 und 6 Uhr wurden die Bewohner unserer Stadt durch Feuer- lärm erschreckt. Da die Sturmglocke läutete, mußte man annehmen, daß das Feuer in der Stadt zu suchen sei. Glücklicherweise war dies nicht der Fall, denn bald stellte e5 sich heraus, daß das Treibhaus eines hiesigen Gärtners in der Nähe des Friedhofs in Flammen aufgegangen und total abgebrannt war. Der Mann ist, zumal er auch nicht versichert war, in einen ganz enormen Verlust gerathen. Eine Anzahl hiesiger Bürger hat sich deshalb zusammengethan, um durch Einleitung einer Sammlung dem Abgebrannten eine Unterstützung zukommen zu lassen. Alsfeld, 12. Januar. Der hiesige Turnverein zählte Anfang 1889 151 Mitglieder, darunter 7 Ehrenmitglieder, in 1889 sind eingetreten 55 Mitglieder, ausgetreten durch Wegzug rc. 36 Mitglieder, es beträgt sonach der jetzige Stand der Mitglieder 170 einschl. 7 Ehrenmitglieder. In die im November 1888 gegründete Turnersparkasse wurden von 34 Mitgliedern 346 Einlage« gemacht und zusammen 505 JL 50 eingelegt. Auf Anregung des 1. Turnwarts wurde für die nächste Generalversammlung als Tagesordnung „Erbauung einer Turnhalle" festgestellt- die Aufbringung jrunbet. $ Pox- pflichte f - M bpr Üen Ä Je,n'n ? z nbft hj.tj "kr JJ '>. sich i, * 5“ >>»b «feiens - tr fegt ■ »4. »M um ■ ^'««dschaftij^^'e citt ier i ^ttoort Portua^^Es -er am N-r »ahm h-iche?,S!' 'S- fe "«-vtzr 9it«iaU urn°wo°MamNÄ r für? ^Iablmirotben IUI Finnland, Ernrot ^„T!chichatschew,7nd dubbenet, wurde der E Neujahrsbetracht- «s «mm Angelegen- -r Freude über die vor- e Ausdruck gegeben, datz ckklung des Landes gleich estern Abend m Clinton -rstörte 55 Häuser. Elf nszig verletzt. vinzielles. Gietzeu, 14. Januar. d. Tümmler hier wurde philosophischen Faeultät Kammer von hier wurde er Großh. Oberrechnungs- ig auf unsere gestrige dies- erläffiger (Beite mitgetfjeilt, t fei. Weder bie Nationalgen hätten bereits ihre nehr seien beide Parteien tdidaten. hat auch die Mergefell- :s bis aus Weiteres ver- n'ächsten Donnerstag, den g ab, gelegentlich welcher c wird und Neuwahl des ieiten fiii den Boothaus- [ und dürste bei gßnfriger M* der Rohbau unter r Geslmgverem heittcklt im weihe nebst Ball abhalten. hte Fahne wird von der Mett. An die Borstande r Gesangverein, Concordia rpheus" in Butzbach smo ! ^ahr 6 Mon. verhängte /den Bierbrauer Carl * in der R-cht * ÄÄ »*„■•£** ?"rite-* 2* 9" e v!°rgen r-rS-ad- u-" an flo-ke ?Glück- Zmd. zu«- tf sich |, Denn bald > . jR ber hiesig" “„[> total °b- °u'g'^"5ao-h * T. ;limal er «UDf , Emc n Lerlusi 9«an, um *»'$> * i dem v 3 „erein jW“ crun-e- ' ’ tteten W» C'il* i geniE „ un6 de ii«» Punkt 3 der Tagesordnung ergriff der Gerbergehilse Ludwig Bücking das Wort und regte die Gründung eines Arbeiter- ? ^Anforderungen genügen konnten. welche von etwa 50 erschienenen Arbeitern an- vereins an, genommen wurde, die sich durch Namensunterschrift verpflichteten, demselben sofort beizutreten. der Erkrankungssälle dürfte von unseren Aerzten wohl am freudigsten begrüßt werden, welche, selbst zum größten Theile von der Krankheit mehr oder weniger heftig ergriffen, nur mit dem Aufgebot ihrer ganzen Willenskraft und Hintansetzung ihrer eigenen Gesundheit den plötzlich so colossal gesteigerten der Mittel soll durch eine allgemeine Sammlung in hiesiger Stadt erfolgen. — In der auf Sonntag hier anberaumten Arbeiter- Versammlung, zu welcher auch die Arbeitgeber und die hiesigen Bäckermeister geladen waren, um gemeinschaftlich mit ihnen über die Verbefferung der Lage der Arbeiter, resp. Preisermäßigung des Brodes zu unterhandeln, waren die Arbeitgeber und die Bäckermeister nicht erschienen. Bei vermischter. * Darmstadt, 12. Januar. Wie der „Tägl. Anz." nach an gut orientirter Stelle eingezogeuer Erkundigung mittheilt, hat die seit Mitte December vorigen Jahres in unserer Stadt aufgetretene Jnfluenzaepidemie mit dem Ende der verflossenen Woche ihren Höhepunkt erreicht. Mau nimmt m maßgebenden Kreisen an, daß etwa drei Viertheile der Bevölkerung an Influenza erkrankt waren,- es ist dies eine so I überaus große Verbreitung, wie man es glücklicherweise niemals von einer Krankheit in unserer Stadt erlebt hat und hoffentlich erleben wird. Die nunmehr eingetretene Abnahme Verkehr, Land- und volkswirthschaft. Gießen, 14. Januar. sMarkt bericht.] Auf dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd. x 0,8o—0,85, Hühnereier 1 St. 8-, 2 St. —. H, Enteneier 1 St. 0— H, 2 St. — H, Gänseeier — Käse pr. St. 4—7 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen vr. Liter 32 4, Tauben pr. Paar X 0,60—0,70, Hühner pr. Stück X 1,20—1,70, Hahnen pr. St. X 1,50-2,00, Enten pr. Stück X 1,70—2,00, Gänse pr. Pfd. 64—62 4, Ochsenfleisch pr. Pfd 66-72 4, Kuh- und Rindfleisch 56—60 4, Schweinefleisch 60—70 4, Hammelfleisch 50—66 4, Kalbfleisch 56-60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 4,00-0,00, Weißkraut pr- St. 6—8 4, Zwiebeln per Centner X 8,00—9,00, Milch pr. Liter 12-18 4 Möcheutliche Ueberficht der Todesfälle in Gieße«. 2. Woche. Vom 5. Januar dis 11. Januar 1890. Einwohnerzahl: 20 200 (fad. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 51,4 °/M. Kinder Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen Es stnrbm au: Zusnmmm: Erwachsene: im vom Lebensjahr: 2.—15. Jahr: 1. Diphtherie 1 (1) — - 1 (1) Lungenschwindsucht 5 (3) 5 (3\ Lungenentzündung 5 (1) 5 (1) . — — Lungenerweiterung 1 1 — — Gehtrnschlagfluß 1 (1) 1 (1) —— —— Gehirnerweichung 1 1 — —- Krämpfen 1 — 1 — Nierenentzündung 1 (1) 1 (1) — — Altersschwäche 2 2 — — Unbekannter Ursache 2 — 1 1 Summa: 20 (7) 16 (6) 2 2 (1) In einem Falle von Lungenschwindsucht wurde durch das Hinzutreten von Influenza der Tod beschleunigt, bei den an Lungenentzündung Verstorbenen wurde ein Zusammenhang mit Influenza nicht angegeben. Bekanntmachung. Im Genoffenschaftsregister des unterzeichneten Gerichts ist eingetragen, daß der Consumverein der Main-Weser- Hütte zu Lollar den Zusatz „eingetragene Genoffenschast mit unbeschränkter Haftpflicht" in seine Firma ausgenommen und laut Beschluß vom 28. November 1889 folgende Statutenänderungen beschlossen hat: 1. Gegenstand des Unternehmens k ist: Einkauf von Lebensbedürf- niffen im Großen und Verkauf derselben im Kleinen gegen Baarzahlung; 2. Bekanntmachungen der Genossenschaft erfolgen unter deren Firma, gezeichnet von zwei Vorstandsmitgliedern ; 3. das Geschäftsjahr beginnt mit 1. Juli und endet mit 30. Juni jeden Jahres; 4. Willenserklärung und Zeichnung des Vorstandes muß durch zwei Vorstandsmitglieder erfolgen; die Zeichnung geschieht durch Beifügen der Namensunterschriften zu der Firma der Genoffenschaft. Ferner ist eingetragen, daß der Vorstand nunmehr aus folgenden Personen besteht: Franz Feller zu Lollar, Heinrich Blgge daselbst, Karl Schiemangk daselbst. Gießen, 7. Januar 1890. Großh. Amtsgericht. Kullmann. 461 Bekanntmachung. Das Concursverfahren über das Vermögen des Carlo Heinrich Schreiber in Zwickau, vormals in Gießen, wird eingestellt, da sich ergeben hat, daß eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Maffe nicht vorhanden ist. Gießen, am 10. Januar 1890. Großh. Amtsgericht das. Kullmann.______460 Stammholz verkauf. Die am 9. d. M. im Beuerner Gemeinde-Wald abgehaltene Versteigerung ist nicht genehmigt und soll deshalb sämmtliches vorhandene, circa 30 fm Eichen- und circa 150 fm Nadel-Stammholz, darunter von beider Gattung viel Schnittholz, im Submissionsweg vergeben werden. Schriftliche Angebote sind unter Bezeichnung „Submission auf Stammholz" versehen bis zum Eröffnungstermin, den 20. Januar d. I., Vormittags 11 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen. Nähere Auskunft ertheilt der Forst- wart Dort, sowie der unterzeichnete Bürgermeister. Beuern, den 12. Januar 1890. Großh. Bürgermeisterei Beuern. __ Otto._________482 Versteigerung. Donnerstag de» 16. Januar und die folgenden Tage, jedesmal Vormittags 11 Uhr, sollen im Pfandlocal Schreib- Lecretäre, Commoden, Kleiderschränke, Tische, Stühle, Uhren, Waschtische, Oeco- »omiewaaen, ein Landauer, Sophas, ein Tafelclavier u. a. m. gegen Baarzahlung versteigert werden. [488] Horn. 466] 30—40 Centner gute- He« iu verkaufen. Lehrer Heldach, Königsberg. Mittwoch Nachmittag 2 Uhr: Fortsetzung der Versteigerung in ber Wohnung des verstorbenen Herrn Canzleirath Clemm, Südanlage 17, und kommen neben den schon angezeigten Gegenständen zum Ausgebot: Goldene Brillen, eine neue Deeimalwaage mit Gewichten, eine Stempelwaage (ganz neu), mehrere noch nicht gebrauchte Neisekoffer, gerahmte größere Bilder gute Stiche, Fenster- Vorhänge und Rouleaux, 3 Wafchbütten von Eichenholz und viele andere Haushaltungsgegenstände. 457 Gießen, den 14. Januar 1890. Im Auftrag: Großherzogliche- Ortsgericht. Vogt. Holzversteigerung im Gietzener Stadtwalde. Montag den 20. Januar 1890, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem Districte Blumenberg nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 5 Buchenstämme mit 5,15 Festmeter, 29 Eichenstämme „ 12,95 „ B. Brennholz. Scheith. Kuüppelh Stockh. Rr sh Rmtr. Rmtr. Rmtr. äßeüen. Buchen 190,4 38,5 44,7 2248 Eichen 28,3 16,7 28,7 742 Erlen — 1 — — Die Zusammenkunft ist an der Alten-Tischwiese. Gießen, am 13. Januar 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 459 Dienstag den 25. Februar L A, Nachmittags 2l/z Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Restaurateur Heinrich Schieferstein und Ehefrau in Gießen zustehende ideelle Hälfte an nachbenannten Immobilien: Flur 40 Nr. 161-Via — 691 Meter Hof- raithe im Gartfeld bei der Stadtmühle, Flur 40 Nr. 162« 10 - 2163 Meter Acker daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 13. Januar 1889. Großh. Ortsgericht. Bogt. 486 Zttkgeöotenes. Gmser Krähnchen, Sellerswaffer frisch eingetroffen bei 490] Emil Elschbach* 450] Eine Hofraithe, bestehend aus Vorderhaus, Hinterhand, nebst daranstotzendem Garten, mitt, in hies Stadt geleg, welche sich weg. den großen Räumlichk. z. jed. Gesch. eignet, f. Handels!-, Handwerker, Fabrikanl. rc. rc-, ist preisw. unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen durch I. Blitz. Schaufenster-Rouleaux in feinster Ausführung liefert billigst Heinrich Hochstatter, 470] Schloßgaffe 19. Kreppel täglich frisch bei [410 A«g. Noll im Stern. Veilchen - Seife Rosen-Seife in vorzüglicher Qualität empf.: h Packet (3 Stück) 40 4 [& H. Tichy (O- Petri »we. Nachf.) Gegen Influenza, Husten u.s.w. Mch-Cxlract undMsh-Extrsct- Husten-Csrsmellen von L H. Pietsch & Co., Breslau, Seit 12 Jahren in guter sanitärer Wirkung, durch Erfahrung und tausende von Dankschreiben festgestellt, unübertrefflich bei Uebeln der Ath- mungSorgane, und daher ärztlich gern empfohlen bei Husten Heiserkeit, Verschleimung, HalS- und Brustleideu rc. rc. Zu haben in Gießen bei 483] Ferd. Drebes. Stickerei-Kleider von den billigsten bis hochfeinsten in großer Auswahl neu eingetroffen. Tülle, Spitze«, Jabot-, Schärpenbänder, Sammt,Ärla-,Moir«bänder in allen Farben und Breiten, Neuheiten in Go^dbefätzen empfiehlt Robert Haas, Seltersweg 18. 133 438] Ein fehlerfreie- Pferd, Fuchs- Stute, Dopp.-Ponny, gut im Zug und flotter Läufer, zu verkaufen. Näheres in der Exped. d- Bl. 464] Eine Kaute Kuhmist ist billig abzugeben. Wallthorstratze 86. Für Kenner! Garaniirt beste« fnuijöf. Cognac verkaufe in Literflaschen und zur Probe auch jedes gewünschte kleinere Quantum. Otto ruft, 367] Löwen". Gleiten mit unbeschreiblicher Leichtigkeit über jedes Papier, weil die Spitzen eine Kugel bilden, “fjg Vorräthig in allen Papier- und Schreib waaren-Handlungen. [210 Königs-Reisstärke 2J.« SrttwC jtfntipyrin. Feinsten Medici«. Cognac Medicin. Rothweine. Tb.ee gegen Hunten und Heiserkeit, Husten-Bonbons. Salicylsaures Natron. Linbenblüthen. Sennesblätter. Carlabader Salz, 471 Pastillen. RieinuSSl. — RicinuSölgelatinecapfeln. Pepsinessenz, sowie alle anderen gesetzlich freigegebenen Medicinalwaaren zu haben in der Drogenhandlung (MloSchaaf 39 Seltersweg 39 Weidig’s P-r '/.Fl. '/>FI Tokayer Ausbruch 1881er.....2— 1.15 Tokayer „ 1876er..... 2401.35 Tokayer „ Cabinet 1868er 3.— 165 Menescher „ rother Med.-Wein 2.— 1.15 Carlowitzer Ausbr- „ „ 1.80 L— Rüster Ausbruch „ 1.80 1 — Chemisch untersucht von Hrn. Geh. Hofrath Prof. Dr. B. Fresenius u-von ärztlichen Autoritäten allen schwächlichen Personen empfohlen- In Gietzen zu haben bei [469 Herrn Herr». Drebes, Marktplatz 21 u. Herrn C. L. Kalkhof Wwe., Frankfurterstri. Gasbeleuchtungs- Gegenstände, Gas- Koch- u« Heizapparate bewährtester Constructiou empfiehlt bestens 265 Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. Frische Schellfische u. Cabliau treffen jeden Mittwoch und Donnerstag ein in [279 Carl Scbwaabs Delikatessenhandlung. 465] Einen Lehrling sucht W. Wipper, Handelsgärtner, Mäusburg 1. Daselbst finden einige tüchtige Arbeiter Beschäftigung.____________________________ 467] Ein braves zuverlässiges Kindermädchen gesucht. Ludwigsstraße Nr. IO, 3. Stock. ”473] Ein Mädchen mit guten Zeugnissen, am liebsten vom Lande, suchen Geschw. Holberg, Bahnhofstraße 10. 476] Einen Burschen von 17 bis 20 Jahren mit guten Zeugnissen sucht Carl Steinberger, Backereibesitzer. 478] Für ein Mädchen vom Lande, aus guter Familie, das in allen häuslichen, sowie in Handarbeiten erfahren ist, wird Stelle als Stütze der Hausfrau gesucht. Auf hohen Lohn wird nicht gesehen, wohl aber auf anständige Behandlung. Näheres __________ Ludwigsstraße 57 I ~481] Ein kl. Hündchen, grau und schwarz gefleckt, abhanden gekommen. Dem Wiederbringer eine Belohnung ____________________Ludwigsstraße 28. 262] Ein tüchtiger cautionsfähiger Wirth für eine gut gehende Wirtschaft mit Metzgerei in der Nähe Gießens gesucht. Näheres bei _______«ebr. Möhrle in Gießen. 97 Eine tüchtige Dieustmagd auf sofort oder später gegen hohen Lohn gesucht. ______________________Neuenweg 33. 377] Ein unoerheiratheter Kutscher zu» 1. Februar gesucht. Näheres in der Exped- d. Bl. 452] Ein Kutscher gesucht. ___________Karl Huhn junior. Neuenweg 22. An- und Berkaus von: Möbeln, Betten, Kleidern, Haus- haltungsgegenständen, Gold- und Silbersachen, Kupfer, Zinn, Messing, Blei, Zink, alterthümlichem Porzellan, Münze«, alten Büchern, Papier und Acten zum Einstampfen, Flaschen u. a. gebrauchte« Gegenständen. Neuenweg 2 2. [331 Capital." Auf ein Anwesen, welches vom QrtS- gericht zu 30,000 Mark taxirt worden ist, werden bis zum 1. Mai oder später 20,000 Mark z. L g Offerten an die Exped- d. Bl. unter Chiffre H. J. [290 263] Zu miethen gesucht: eine Wohnung von 4—5 Zimmern, 2 Kammern und sonstiges Zubehör per 1- April. Offerten an die Expedition dieses Bl. unter F. F. Musikal. Hausfreund Blatter f. ausgewähtteLalonmufik. m. Jahrgang. Monatlich 2 Nummern (mit Text- Beilage). Preis pro Quartal 1 X Probeoonmern gratis und franco. Leipzig C. A. Koche Verlag. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, dass unser lieber Gatte und Vater Reallehrer R. Dietz heute Vormittag 11 Uhr nach kurzem schweren Leiden sanft entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen 458 Gaedke'8 CACAO gefunden. 463 102.95 193.00 Gotthard- Dresdener Dresdener * joo.uu ^oriyaro- „ „ Berliner Handelsgesellsch-Antheile 203.50 Schweizer Nordost-Bahn-Actien Oesterr. Eredit-2lctien 282.50 „ West- w ,, Staatsbahn-Actten 202.75 Gelsenkirchener Bergwerks-Actiei Lombard. Eisenbahn- „ 119 75 Oesterr. Alpine-Montan- Gelsenkirchener Bergwerks-Äctien Lombard. Eisenbahn- Tendenz : lebhaft. 8810 94.50 76 60 71 50 250.10 182.80 106.75 Oesterr. Silberrente 103.55 Nuss. Orient UI. Disconto-Commandit-Antheile Darmstädter Bank-Actien 36025 193.25 U69.20 132 40 37 90 217 80 96 60 Wir bitten um stille Theilnahme. Giessen, den 13. Januar 1890. enthält ca. 8% mehr Nährstoffe bei besserer Löslichkeit und feinerem Aroma als holländische erste Marken. 456 Buschtherader Eisenbahn-Actien Elbethal-Bahn-Actien Ein Laden mit oder ohne Logis sofort zu vermiethen. 442] C. Loth. Todes-Anzeige. Wir erfüllen die traurige Pflicht, Freunde und Bekannte von dem nach kurzem Leiden im 80. Lebensjahre erfolgten Ableben unseres lieben Vaters, Grossvaters, Onkels und Grossonkels, Herrn Johannes Stumpf III.) früher Grossh. Bürgermeister zu Burkhardsfelden (1841—1868), in Kenntniss zu setzen. Die trauernden Hinterbliebenen. Burkhardsfelden, Sigmaringen, Frankfurt a. M., den 11. Januar 1890. Die Beerdigung hat dem Willen des Verstorbenen gemäss schon in der Stille statt- Die Beerdigung findet statt: Mittwoch Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause (Ostanlage 15) aus. ConrSbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Aranrfirrter Börse vom 14. Januar 1880» Schlußcours? 1 Uhr 15 Min. Kaufmännischer Verein. Samstag den 18. d. Mts, Ab-nds 8V2 Uhr im Cafe-Restaurant „Bavaria" (L. Keidel) in den oberen Sälen: Oeffentlicher Vortrag des Herrn Willi» Köser über: „Die mißliche Lage der deutschen Ereditver- hältniffe, ein Krebsschaden an der Entwickelung unserer Dolkswyhlsahrt", wozu unsere Mitglieder, sowie auch Nichtmitglieder des Vereins freund- lichst eingeladen werden. 470 Eintritt frei. Der Vorstand. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere hebe Gattin, Mutter und Großmutter, Iran Elisabeths Euler, geb. Weeg, heute Morgen Va6 Uhr nach kurzem Krankenlager im Alter von 81 Jahren sanft durch den Tod in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten 468 Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 14. Januar 1890. Die Beerdigung findet Donnerstag den 16. Januar, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause (Neustadt 17) aus statt. Todes-Anzeige. Verwandten und Freunden die traurige Mittheilung, daß es Gott dem Allmächtigen in seinem unersorschlichen Rathschluffe gefallen hat, unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Elisabeth Seitz, geb. Breufing, im 61. Lebensjahre nach kurzem Krankenlager heute früh Uhr zu sich zu rufen. _ 480 Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Joseph Seitz, Amtsgerichtsdiener. Gießen, am 14. Januar 1890. Die Beerdigung findet Donnerstag den 16. Januar. Nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause (Justizgebäude) aus statt. Die kirchliche Trauerfeier findet Freitag Vormittag 8 Uhr in der katholischen Pfarrkirche statt 107.20 4 pCt. Ungar. Goldrente 122.25 5 „ Italiener Rente 4 pCt. Reichsanleihr 4^ * Preuß. ConsolS 31/» w v * Vermischte Anzeigen. Gießener Kindviehassecuraty. Die Taxation des 1. Quartals 1890 liegt im „Gasthaus zum Schwanen" offen 489]__Der Vorstand 487] Ein in unmittelbarer Nahe der Stadt im Bauplan gelegener, zwei Morgen großer Garte« — auch zur Gärtnere: geeignet —, mit Gartenhaus und Brunnen, ist zu vermiethen oder zu verkaufen. Anfragen unter K. R. befördert die Expedition d. Bl.__ "462] Vergangene Woche blieb in einem Laden (Mäusburg oder Seltersweg) ein Regenschirm stehen mit dem Monogramm C. C. mit Krone. Man bittet, denselben Alicestraße 13, zwei Treppen, gegen I eine Belohnung abzugeben. Nedaction° A. Sckevda — Drirci und Verlag der Brühl'schen Drucks! Chr. Vietsch) in Gießen. inr Betbeiliaung an der ffir fßre Z6eUne6mer in der Serie bereits gezogene St-atsanlehensl°°s- be- welche für pre •tpeunteu. her-uskomm-n müssen. Am 1. Februar ds. Js. der CölmMindener 100 Thl. Sertenloose, Haupttreffer 165,000 Jahres- WVs^-krt-ljährlich X «4* 4-. ProsP-ete versenden 20 »rantfurt a. M., Eschenheimer Anlage 14. “Basler Lebens-Verslcherungs-Gesellschall. (Gegründet 1864). Concessionirt in allen deutschen Staaten. Aotien-Capital und Reserven......... . . ca. Mk'g ^gq’qqq’ Versicherungsbestand . • - ...... 23,900,000, An die Versicherten bis er aus 6 un*d ^,gden8faii, Aussteuerverslcherungen, uL v'«°d^ge. auch.für den Kriegsfall. Ferner Einzel-U nf all-V ersicherang gegen die ökonomischen Nachtheile körperlicher Unfälle. ” Antragsformuiare etc. hereitwiUi^nd^te^o^G™ Heute Morgen verschied nach kurzem schweren Leiden unser innigstgeliebter Gatte, Vater und Onkel Feter Knaus was wir mit der Bitte um stille Theilnahme üesbetrübt mittheilen. Gießen, den 13. Januar 1890. 471 Tie Beerdigung findet Mittwoch den 15. Januar, Vormittags 11 Uhr, vom Trauerhause (Rittergaffe 17) aus statt. Hermietl-ungen. 491] Der mittlere Stock, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Wasserleitung nebst Zubehör, ist bis zum 1- April d I. zu vermiethen. , „ „ M. Langsdorf, Ludwigsstraße 57. 485] Eine Mansarden - Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör (Wallthorstraße) preisw- zu vermiethen. Reflectanten belieben sich an B. Katzenstein, Schiller- straße 27, zu wenden. ________________. 492] Eine Mansardenwohnung mit Wasserleitung zu vermiethen. / M. Langsdorf, Ludwigsstraße 57._ 478] Ein Logis, sowie möbl. Zimmer zu vermiethen.__________S. Clfoffer. 253] Schönes Logis, 5 Zimmer mit allem Zubeh., per 1. März zu vermiethen, nahe der Nordanlage. _______________Verläng- Asterweg 44. 252] Per fofort zwei LogiS, ä 4 Zimmer mit Zubehör, das eine mit Wasserleitung, zu vermiethen. ____________M» Levi, Settersweg. ~245] Ein kleines ^amilienlogis an ruhige Leute per 1. März l. I. zu vermiethen._________________Schloßgasse 7. 219] Ludwigsstraße 36: dritter Stocks 6 Zimmer und Zubehör, per 1. April zu vermiethen.___________________ 114] Ein kleines Familienlogis ist anderweit zu vermiethen. A. Wattenfels Wwe., ____________________Kirchenvlatz 21.______ 176] Der zweite Stock meines Hauses Kreuzplatz 3 per 1 April a. c. anderweit zu vermiethen. Hermann Mettenheimer. 95] Die Bel - Etage meines Hauses, Ludwigsplatz 9, ist in Folge Berufung des Herrn Professor von Hippel nach Königsberg zum 1. April d. I. zu vermiethen._________________MyliuS. 25] Ludwigsstraße 19: mittlerer Stock, 6 Zimmer, Badez. u- s- w-, per 1. April zu vermiethen. Anton Petri Wwe., Neuenweg 41. 84] Möbl. Zimmer zu vermiethen. ________ Alicestraße 19, Nebenhaus. 185] Schön möblirtes Zimmer sofort zu vermiethen- Bahnhofstraße 61 III. 406] Zwei gut möblirte Zimmer zu vermiethen._________Südanlage 22 III 484] Möblirtes Parterre - Zimmer, 10.— per Monat, sofort zu vermiethen. ________Bahnhofstraße 48, Cig.-Laden. Laden, sehr geräumig, mit zwei großen Schaufenstern, zu vermiethen 474]_______I. Happel, Neustadt 56. 334] Laden mit oder ohne Logis zum 1. März zu vermiethen. Zu erfragen in der Exped- d- Bl- 231] Mäusburg 1 ist der Laden mit ober ohne Logis per 1. Avril zu vermiethen-