1890 Sonntag den 14. December Drittes Blatt Nr. 292 [10178 Amts- tmb Anzeigeblatt für den "Kreis Giefzen. Hratisöeilage: chießmer KaimKenöMIter Anzeigen für den „Gießener Anzeiger * ■ [rünstr.25. •sse? autzerfl gunplg gewayir, uciui cs imyt UC.UI -uuyiiyuit. und sprinat beim Betreten der Stadt aus das Vortheilhasteste ! Nachdem schon im Herbste 1888 mit den ! in die Augen. Nnnabn», ton Anzeigen zu der Nachmittag» für den Wflmeru log erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Die Gießener M.mitteu-rstt-r werden dem Ln-ei-er wöchentlich dreimal beigelegt. Der Htetzener Kazetzer erscheint täglich, mit Ausnahme deL Montags. tZterlettal-ngr« AvounementSPretL i 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohi. Durch die Post bc.^^e« 2 Mark 50 Ply. Redactton, Txpedin»». und Druckerei: -chulsir«-e M.S. Fernsprecher 5i Vei solchen Stellen, welche keine Stempelkasten besitzen, liefere zu den Messingstempeln: St emp elka st en von Blech mit Bürste und Farbe zu jt 1.50. Zu den Kautschukstempeln desgl. von Holz mit Verreiber und Farbe zu X —.65. Beide Sorten Stempel sind aus einer der renomrnirtesten Fabriken und wird der Kautschuk nicht hart und brüchig. Heinrich Elbert. entgegen. *—e® C&cAtes rr«d ptwitijkaei. Gießen, 13. December. — Verzeichniß der Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen pro IV. Quartal 1890: Montag den 15. December gegen Christian Weisel an§ Freicnseen wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Theobalds Ver- theidiger Rechtsanwalt Hirschhorn. wir es zunächst zu danken, daß unsere Stadt ein neues Kreisamtsgebäude erhalten hat, welches derselben in jeder Hinsicht zur großen Zierde gereicht. Die Lage ist äußerst günstig gewählt, denn es steht nahe dem Bahnhose Mainz, 12. December. Zu der den kommenden Sonntag hier stattfindenden Hessischen Katholikenversammlung liegt jetzt die Tagesordnung vor. Dieselbe umsaßt vier Punkte und zwar: 1) die Ordenssrage: Referent Rechtsanwalt Brentano-Friedberg, 2) die Schule: Psarrcurat Forschner« Mainz, 3) die sociale Frage: Referent Pfarrer vr. Schmitz- Crefeld, 4) die römische Frage: Referent Stadtverordneter Metzler-Mainz. Eine Schlußrede hält der Reichstagsabgeordnete Professor Dr. Schaedler-Landau. — Die Hessische Ludwigsbahn läßt anläßlich der Katholikenversammlung eine Reihe von Extrazügen gehen. * Mainz, 12. December. Unter den Lehrkräften des hiesigen Gymnasiums sind zur Zeit so viele Erkrankungen, daß der Unterricht eine wesentliche Beschränkung erleiden muß. * Mainz, 10. December. Die Findigkeit der Post hat sich auch hier wieder einmal bewährt: Vor acht Tagen übergab eine hiesige Buchhandlung der Post ein Kreuzband unter folgender Adresse zur Beförderung: „An den Feldwebel der Flügelcompagiue des deutschen Heeres." Diese Sendung kam in die richtigen Hände und zwar an Herrn Böttcher, Feldwebel der 12. Compagnie des 145. Regiments in Metz. Aus der Adresse hat die Post richtig geschlossen, daß daS Streifband au den Feldwebel der linken Flügel-Compagnie des letzten Regiments bestimmt sei. (Die Post hätte übrigens an dem Ruhm ihrer Findigkeit nichts eingebüßt, wenn sie die Sendung nicht beförderte- denn wer darauf ausgeht, mit mehr oder minder geistreichen Adressen die Post zu belästigen, muß es sich gefallen lassen, seine Sendungen nicht befördert zu sehen.) * Berlin, 10. December. Wegen der drohenden Verseuchung Berlins durch Schwindsüchtige haben Ausgrabungsarbeiten begonnen worden war, ging der Bau im Lause dieses Sommers seiner Vollendung entgegen und konnte Mitte October d. I. bezogen werden. Sowohl die Wohnungsräume des Großh. Kreisraths, als auch die schönen hellen Bureaulocalitäten präsentiren sich stattlich. Auch der Stadt Schotten gebührt Anerkennung, denn sie hat den Grund und Boden zu Bau und Garten kostenfrei zur Verfügung gestellt. Herr Kreisrath Schönfeld hatte zur Feier dkr Einweihung seine Beamten, die Mitglieder des KreisausschusjeS und des Kreistages, die Mitglieder der Kreis-Schul-Com- mission, die Geistlichkeit, den Stadtvorstand und eine Anzahl weiterer Beamten der Kreisstadt aus den 29. November d. I. zu einem Festmahle zu sich eingeladen. Das Mahl sand in dem schönen Sitzungssaale des Kreisamtsgebäudes statt und wurde durch manche treffliche Rede gewürzt. Herr Kreisrath Schönfeld betonte unter dem Ausdrucke des herzlichsten Dankes an den Landesherrn und die Großh. Regierung für den schönen Bau, daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog durch die Ertheilung der Genehmigung zu diesem Gebäude auch wohl zugleich alle Zweifel darüber beseitigt habe, daß der Sitz der Kreisverwaltungsbehörde von Schotten wieder verlegt werden könne. In das am Schlüsse dieser Festrede ausgebrachte Hoch auf Se. Königl. Hoheit den Großherzog und das gesammte Grobherzogliche Haus wurde mit großer Begeisterung eingestimmt. Die Feier der Einweihung des Kreisamtsgebäudes selbst verlief in der schönsten Weise und wird jedem Theilnehmer noch lange im Gedächtnisse bleiben. (D. Z.) x Hungen, 11. December. Dem Besitzer der in unmittelbarer Nähe hiesiger Stadt gelegenen Mühle, der sogenannten Ober-Mühle, Herrn Steller, wurden wiederholt zur Nachtzeit mit Steinen und Holzstücken die Fenster seiner Wohnung eingeworfen und ebenso die Thüren und Dächer beschädigt. Auch sind demselben mehrere Male die Viehställe des Nachts geöffnet worden, wodurch die Schweine frei umherliesen und es Mühe kostete, dieselben wieder einzufangen. In seiner Behausung sand Steller einen Brief, in dem ihm mitgetheilt wurde, daß ihm nach dem Leben gestrebt und demnächst seine Mühle in Flammen stehen würde. Obwohl die Mühle von hiesigen Bewohnern und Polizei wiederholt bewacht wurde, kamen doch immer wieder Sachbeschädigungen vor. Es wurde zwar ein Mann wiederholt gesehen, sogar einige Schüsse nach ihm abgegeben, doch war derselbe, da er verfehlt wurde, nicht zu erlangen. Es scheint hier ein Racheact gemeinster Art vorzuliegen, und setzt dieses Vorkommniß die Bewohner unserer Stadt in nicht geringe Erregung. X Langd, 11. December. In den hiesigen fiscalischen Waldungen wurden von dem hiesigen Förster Adolph fünf Wildschweine bemerkt, doch hat man die Spur derselben schnell wieder verloren. Wie es scheint, haben die Sauen sich aus diesen Waldungen wieder verzogen. Derrttzche» Reich. Darmstadt, 11. Dccember. DaS Großh. Ober-Con- siftorium hat im Interesse deS consessionellen Friedens eine Eingabe an das Großherzogl. Staatsministerium gerichtet, in welcher dasselbe gebeten wird, im Bundesrathe gegen die Wiederzulassnng der Jesuiten im Deutschen Reiche ein- zutretcn. — Kaiserpansrama. Mit heutigem Tage gelangt im hiesigen Panorama eine neue Serie zur Ausstellung und zwar: „Die Schweiz, Cyclus II". Die Reise erstreckt sich dieses Mal auf die Cantone St. Gallen, Graubünden, Uri, Engadin 2c., so daß sich uns außer vielen interessanten Punkten auch die weltberühmte Via-Mala, die Rheinquellen und Gletscher, das Panorama von Prättigau, Tiesenkasten rc. präsentiren werden. Diese Punkte aus der Alpenwelt bieten, was imponirende Majestät und erhabene Naturschönheit anbelangt, unendlich viel. Auch wollen wir an dieser Stelle ausmerksam machen auf die Erkerausstellung der Samoa- Inseln nebst Kriegsschiffen, welche sehr interessant ist. — Zur Jnvalidiläts. und Altersversicherung. Wer innerhalb der ersten fünf Jahre der Giltigkeit des Gesetzes, also in den Jahren 1891 bis 1895, erwerbsunfähig wird, erhält die Invalidenrente schon nach einem Beitragsjahre, also schon Ende 1891, wenn er glaubhaft Nachweisen kann, daß er in den Jahren 1886 bis 1890 mindestens 188 Wochen in einem solchen Arbeits- oder Dienstverhältniß gestanden hat, in welchem er nach dem jetzt giltigen Gesetze versicherungspflichtig gewesen wäre. Wer ferner am 1. Januar 1891 bereits 40 Jahre alt ist, also alle diejenigen Arbeiter und Arbeiterinnen, Diener, Köchinnen, Dienstmädchen, Knechte und Mägde, welche vor dem 1. Januar 1851 geboren sind, empfangen von ihrem 71. Lebensjahre ab die Altersrente, sofern sie nachweisen können, daß sie in den Jahren 1888—1890 mindestens 141 Wochen lang in einem nunmehr versicherungspflichtigen Dienst- bezw. Arbeitsverhältniß gestanden haben. Es ist daher für alle Arbeiter — männlichen und weiblichen Geschlechts —, für Diener, Köchinnen, Dienstmädchen, Knechte und Mägde 2c. durchaus wichtig, schon jetzt, bis zum 1. Jan. 1891, die Nachweise über ihre Arbeitswochen in den Jahren 1886—1890 und 1888—1890 sich zu verschaffen. Die Dienstherrschaft stellt die Bescheinigung aus, die Bürgermeisterei har die thtterschrift des Ausstellers der Bescheinigung zu beglaubigen. — AuS de» Staatsbudget. Die Zahl der Ueberweisuugen von Bettlern und Landstreichern an die Landespolizeibehörde steht in der Provinz Oberhessen nicht erheblich hinter derjenigen in der Provinz Rheinhessen zurück und erschien es daher zweckmäßig, hier auf Errichtung eines Frlialarbeits- Hauses nach Art der in Worms bestehenden und bewährten Einrichtung hinzuwirken und zu diesem Behuse dem die Errichtung übernehmenden Communalverbande einen angemessenen Staatsbeitrag zur Verfügung zu stellen. Derselbe ist mit Rücksicht auf die in Worms gemachten Erfahrungen und die Zahl der in Oberhessen stattfindenden Verweisungen in das Arbeitshaus auf 1650 Mk. bemessen. Aus Oberhessen, 12. December. Betreffend die Gründung einer Molkerei-Genossenschaft Ulfa-Raberts- hausen-Rodheim ist zu berichten, daß Sonntag den 21. Decbr., Nachmittags * *1/23 Uhr, zu Ulfa eine große Versammlung abgehalten werden wird, zu der zahlreiche Interessenten aus dem Ulfa- und Nidda-Thale erscheinen werden. In dieser Versammlung werden Herr Kreisrath Haas von Offenbach, der Anwalt der sämmtlichen deutschen landwirthschaftlichen Genossenschaften, Herr Verbandsrevisor Ihrig von Offenbach und Herr Landwirthschaftslehrer Dr. Ullmann von Büdingen Vorträge unter Berücksichtigung der maßgebenden örtlichen Verhältnisse halten. Grünberg, 11. December. Wie au anderen Orten, so beabsichtigt man auch in Weiters Hain die Gründung eines Spar- und Leih-Vereins für Weitershaiu und Umgegend. Zu diesem Zwecke wird Herr Landwirthschaftslehrer Leithiger Sonntag den 14. d. M. in genanntem Orte einen Vortrag über „Genoffeuschaftswesen" halten. D. Ztg. Unter-Widderkheim, 11. December. Die älteste Person im ganzen Kirchspiel, vielleicht im weiteren Umkreise, Anna Catharina Bind in g, ist heute Morgen um 4 Uhr im 94. Lebensjahre sanft verschieden. Dieselbe ist in ihrem ganzen langen Leben nie ernstlich krank gewesen und war vor 4 Wochen noch so rüstig, daß sie ihre im hiesigen Orte wohnenden Angehörigen täglich besuchte. Schotte», 11. Dccember. Der Anregung des Großh. Kreisraths Herrn Wolf, welcher einige Jahre dem hiesigen Kreise als Verwaltungsbeamter vorstand und dann besonders dem weiteren Bemühen des Herrn Kreisraths Schönfeld haben In Messing: «X 4 — „ 3.50 „ 2.90 SÄ*'« Alle Aimonccn-Bnrcuux de» In» und Auslandes nehme» Gießener Anzeiger Kenerat-MnzWger. und der Justiz bestimmt: Wenn die Quittungskarte durch die Gemeindebehörde (Bürgermeisterei) ausgestellt wird, so ist zur Abstempelung das Bürgermeisterei-Siegel zu verwenden. Findet die Ausstellung der Quittungskarte durch eine Krankenkasse ($ 135 des Ges.) statt, so hat diese ihr Siegel zu benutzen. Ist die Kaffe noch nicht im Besitze eines Siegels, so hat die Aufsichtsbehörde dieselbe zur alsbaldigen Beschaffung eines solchen (aus dem insbesondere der Sitz der Kaffe ersichtlich sein muß) anzuhalten. . Wenn die Ausstellung der Quittungskarten durch eme besondere örtliche Stelle geschieht (vgl. Ziffer 3 des lithogr. Ausschreibens vom 28. v. Mts. zu Nr. M. I. 27460) so hat der für die Stelle ernannte Bedienstete (z. B. der Gemeinde-Einnehmer, oder ein anderer Gemeindebeamter, oder ein sonstiger geeigneter Gemeinde-Angehöriger) ein besonderes Siegel zu führen, welches in der Umschrift die Worte: „Invalid.- u. Alters-Versicherungsstelle" und in der Mitte den Namen der Gemeinde zu enthalten hat. Wir verweisen aus das nebenstehende Muster und machen wegen Bezugs solcher Siegel auf die nachstehende Offerte aufmerksam, ____ indem wir noch bemerken, daß Stempel der letzteren Form weder von den Gemeindebehörden (Bürgermeistereien), noch von den Krankenkaffen benutzt werden dürfen. , v t Wir sehen Ihren alsbaldigen Berichten darüber entgegen, ob Sie damit einverstanden sind, daß wir die erforderlichen Siegel für Sie bestellen, oder ob Sie solche schon besitzen. v. Gagern. In Kautschuk: 1.75 „ 1.50 „ 1.25. raturen* 8‘ÄSS Blind. , DecetiM', GaMi eine a Ortsgruppe etition an den auf Wieder- hen soll. Hessens, ancn ler des Vereins ist eingeladen. Vorstand. ibtriiiifl. #•** 10321 Darmstadt, 5. December 1890. (Ernst-Luk)wtgLstraße 25.) Stempel zur» Abstempeln der Oaittungdkarten cfferire: Bei Abnahme von 1 Stück 12 „ 100 „ Umtiidytr Lherl. Gießen, den 9. December 1890. Betr.: Die Ausstellung der Quittungskarten, hier insbesondere den von der ousstellenden Stelle zu verwendenden Stempel. Das Grohherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien, die Vorstände der Fabrik-- und rknappschaft-kasseu und der «Ortskrankenkasse Gießen. In der im Regierungsblatt Nr. 44 enthaltenen Anweisung, das Verfahren bei der Ausstellung rc. der Quittungskarten betr., ist unter A, Ziffer 7, Abs. 2 „Ausfüllung des Formulars" bestimmt, daß auf den Quittungskarten rechts oben an der durch Vordruck bezeichneten Stelle der Stempel der ausstellenden Stelle abzudrucken ist- Mit Rücksicht hierauf hat Großh. Ministerium des Innern l Darmstadt. £ »W’ ferner äA« sowohl im Medicmal-Eollegium wie im Polizeipräsidium und der Gesundheitspflege-Deputation des Magistrats eingehende Berathungen stattgefunden. Von diesen Gesichtspunkten aus hat, wie wir der „Voss. Ztg." entnehmen, das Polizeipräsidium den Entwurf einer schleunigst zu veröffentlichenden Polizeiverordnung dem Magistrat vorgelegt. In Anerkennung der Dringlichkeit der Sache ist der Magistat am Sonnabend zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengetreten. Es handelt sich hierbei um die Ausdehnung der für ansteckende Krankheiten bereits bestehenden Desinsecüonsvorschriften. Polizeilicherseits schien die Neigung zu bestehen, die Desinfection aus alle Kranke ununterschiedlich auszudehnen. Der Magistrat wünscht diese Zwangsdesinsection dagegen nur bei öffentlichen Unter- kunftsstätteu (der Entwurf wählt den Ausdruck „Aufenthalts- Einrichtungen") angewendet. Darunter sind Gasthöfe, Herbergen, Pensionate, Chambregarnies und Schlafstellen zu verstehen- Pensionate, Chambregarnies und Schlafstellen jedoch nur in dem Falle, wo sie einen öffentlichen Charactcr haben. Mit dieser Einschränkung hat der Magistrat, entsprechend dem Beschluß seiner Gesundheitspflege-Deputation, die Polizei- Verordnung angenommen. * Eine Anzahl Berliner Geistlicher im Verein mit einigen anderen Personen lassen, wie die „Voss. Ztg." mittheilt, einen Ausruf umgehen, der Berliner Stadmission einen Saal als Predigtstätte sür Herrn Hofpredigcr Stöcker zu beschaffen. Die Kosten sür den Ankauf eines Grundstückes und den Bau eines Saales in günstiger Gegend werden auf 300000 Mark veranschlagt. Unterzeichnet ist der Ausruf von den Herren : Berlin, Pastor, M. Braun, Pastor, Burckhardt, Pastor, Diestelkamp, Pastor, Dumrese, Pastor, Ebert, Rentier, Ernst Evers, Johannes Gerold, Kaufmann, Kraft, Pastor, Krückeberg, Superintendent a. D., K. I. Müller, Buchhändler, O. Paasche, Philipps, Pastor, Riemer, Pastor, Schlegel, Pastor, Schwartzkopf, Baumeister, C. L. Vogel, Kaufmann, Dr. Zeidler, Rechtsanwalt, Louis Ziegler, Kauf- mann, Ziethe, Pastor, Zumpe, Geh. Registrator. * Zur Zonentarif-Frage. Wie der Offenbacher Touristen- Club mirtheilt, sind die Mitglieder der deutschen Touristen- vcreine in einer Eingabe an den Minister von Maybach, die 44,000 Unterschriften zählt, betreffs, der Einführung des | Zonentarifs vorstellig geworden. Die Gründe, welche für I eine Ermäßigung der Eisenbahn-Personentarife sprechen, sind darin nachdrücklich hervorgehoben. Es fehlt uns leider art Raum, um auf dieselben näher eingehen zu können. Citerahtt und Kunft — Paris Mode. Das eben in Paris erschienene Heft dieser Modezeltschrttt, welche bekanntlich die französische Ausgabe der „Wiener Mode" ist, gehört zu den geschmackvollsten Neuheit»! des Zeltschriftenmarktes. Der farbige Umschlag bringt ein Mode-Genre- VUd von bestechender Anmulh, eine Composition, welche vor einigen Jahren, bevor die „Wiener Mode" noch ihre künstlerisch aufgefahten Modezeichnungen publictrte, eine Porträtstudie genannt worden wäre. Und in derselben künstlerisch weilstrebenden Art ist das ganze Heft gemacht. Daß der Pariser Verleger, ohne Nennung des Ursprungs „Paris Mode“ für eine französische Publikation ausgibt, ist an sich ein Compliment für die Verleger der „Wiener Mode". Daß diese neue Pariser Fachschrift, welch; in ihrem geläuterten Geschmack alle französischen Modezeitungen überragt, in Paris den Erfolg erringen wird, den die „Wiener Mode" in deutschen Landen gehabt, scheint uns zweifellos. Sd?$ff»nacb»id>ien. Der Postdampfer „Waeslond" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 10. December wohlbehalten in New- york angekommen. den 16. December 1890, 10313 M Practisches Festgeschenk! NB. 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Wir haben für beinahe 200 KnKer den Christbaum zu schmücken und den Tisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder au die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u bergt, besonders aber auch an (Selb, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegebe«. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine be>r nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Fräulein Amalie Bansa lNordanlage 41), Frau Oberbürgermeister Bramm (Grünbsrgerstraße 1), Frau Dr. Brüel (Neuen Bäue 41), Frau Amtsrichter Gebhardt (Garten- straße 15), Fräulein Emilie Langermann (Südanlage 21), Frau PfarrU Naumann (Südanlage 8), Frau Louise Ottens (Bismarckftraße 11); Frau Auguste Schwan (Seltersweg 64), Fräulein Louise Wortmann (Ästerweg 16). Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 10 November 1890. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. I Sonnenstraße 5. W Sorrnenstraste 5. Geschäfts-Eröffnung, Dem geehrten hiesigen wie auswärtigen Publikum zeige ergebenst an, daß ich mit dem 8. b« 30t. ein I3W Geschäft W eröffnet habe in HAorzrlkan», Gla-», Steingut- und Tüpfer- waaren (aus Schlesien und Sachsen), sowie in sonstigen HauS« und Küche» geräthen aller Art. Große Auswähl! Schöne Weihnachtsgeschenke! Unter dem Versprechen reeller und billigster Bedienung zeichnet 10256 Hochachtungsvoll C. Ranft. Sounenstraßc 5. SW Sonnenstraße 5. 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