* M«; *isefstras von Ta »t möbl. Zimmer zu oermiethen üila. Bleichßraße 28 lll. nn schönes großes möbltrtes 1 oermiethen. Dammstr. 29. Herrschaft!. Stallang ?r 2 Sterbe, eventuell mit vermieden. ber (fypeb. b. Bl. f814O -ea in besserer GeschMagr gesucht. Osterien mier C. 15 d. d. Bl. erbeten- rilchte Anzeigen, hrmädcheu A Packer -'-S'Z KSiS * 1932^________" Vorstellön^.jKn“ „ * ——' [8440 .nkeln10^ " ' ,fr.« ""tobterEl'^Fribscbler. bfflelh»üSen ^i° gcbrein«- K”! BS0«eti' »ch Mar*6 Jfl8 ,, 1 ic Gofll,o°' bti^11, Ricbardh tfi/^ n Heinnc“ rfOfe 'm'r ,r bei Jang- 1 r Zisseo- 1 wW“ flenn*116 - Dienstag den 14. Oktober Nr. 239. »ickener Anzeiger Kenerat-Mzeiger. Di« Gießmer Aa«itte«-tLtter »«den dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt. Der A«»ei-er «rscheim täglich, Mt Ausnahme deS MontagS. 1890. Lierteltähriger AVonuements-rel»^ 2 Mark 20 Pfg. mti Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedttir» und Druckerei: -chststratze Ar.ö« Fernsprecher 61. Amts- und Anzeigeblntt für den Avers Greben. Annahme von Anzeigen zu dn Nachmittag- für den fügenden Tag erscheinmden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. 3 GratisSeitage: Gießener Kamikienökätter. Sä Alle Annonten-Lureaux deS In- und AuSlande- nehm« Anzeigen für den ^Gießener Anzeiger" mtgeg«. pottttsche Neberficht. Gießen, 13. October. Der Bundesrath nahm in seiner jüngsten Plenarsitzung Vie Neubildung der Ausschüsse für Handel und Gewerbe, Eisen- Lahnen, Post und Telegraphen, für Zoll- und Steuerwesen, •für Justizwesen, Rechnungswesen, ferner für die auswärtigen Angelegenheiten, für Elsaß-Lothringen, für die Verfassung und für die Geschäftsordnung vor, welche Formalität stets M Beginn einer neuen Bundesrathssession zu vollziehen ist. Die Ernennung der Mitglieder der Ausschüsse für das Landheer und die Festungen, sowie für das Seewesen ist durch den Kaiser erfolgt, gemäß des ihm nach der Verfassung ausschließlich zustehenden Rechtes zu dieser Ernennung. Die amtliche Veröffentlichung der zur Zeit den zuständigen Bundesrathsausschüssen zur Vorberathung unterliegenden umfangreichen Novelle zum Krankenkasieugesetz enthält außer dem, was über den wesentlichen Inhalt des Entwurfes schon bekannt geworden war, manches Neue. Die betreffenden Neuerungen beziehen sich namentlich auf die Berechnung des ortsüblichen Tagelohns, auf die Bekämpfung der Simulation, aus die Dauer der. Krankenunterstützung, auf die Zuweisung neuer Personenklassen in eine Ortskrankenkasse, dann auf die Reservefonds der Krankenkassen, auf die Fürsorge für Genesende, auf die Wöchnerinnen - Unterstützung, aus die Ersetzung der sonstigen Kranken - Unterstützung durch freie Cur und Verpflegung in einem Krankenhause u. s. w. — Viele der einschlägigen Bestimmungen charakterisiren sich als wesentliche Erleichterungen der Handhabung des bisherigen Krankenkassengesetzes, dann auch als wünschenswerthe Ergänzungen desselben, anderseits läßt sich aber auch nicht leugnen, daß' die Novelle besonders für die freien Hilfskassen manche Erschwerungen in sich birgt, die hoffentlich bei der Berathung des Entwurfes durch den Reichstag wieder beseitigt werden. Im Uebrigen bildet den Kernpunkt der Vorlage die Ausdehnung der Versicherungspflicht künftig auch auf die Handlungsgehilfen, auf die bei Rechtsanwälten, Notaren und Gerichtsvollziehern angestellten Personen, aus die Gehilfen und Lehrlinge in Apotheken, auf die in Reichs-, Staats- und Gemeindebetrieben beschäftigten Personen, auf welche die Versicherungspflicht nicht durch anderweitige reichsgesetzliche Vorschriften erstreckt ist, und aus diejenigen in der Land- oder Forstwirthschaft beschäs- tigten Betriebsbeamten, deren Verdienst an Gehalt oder Lohn 62/3 Mark pro Tag nicht übersteigt. In Halle a. d. S. hat am Sonntag die Eröffnung des socialdemokratischen Parteicongreffes stattgefunden, welcher die Zwistigkeiten in der socialdemokratischen Partei beseitigen und über deren künftige Gesammthaltung Beschluß fassen soll. Die socialdemokratische Wählerschaft von 155 Reichstagswahlkreisen ist auf dem Congreß durch über 300 Delegirte vertreten, ferner hat auch die Socialdemokratie des Auslandes ihre Vertreter zur Berichterstattung nach Halle entsendet. Die schweizerische Bundesversammlung ist am vorigen Samstag nach nur kurzer Tagung wieder geschlossen worden. Dieselbe wurde im Wesentlichen durch die Erörterungen über die revolutionären Vorgänge im Canton Tessin und über das hierdurch veranlaßte bewaffnete Einschreiten der Bundesgewalt im genannten Canton ausgesüllt und hatte der Bundesrath die Genugthuung, daß seine bisherigen Maßregeln im Canton Tessin schließlich die Zustimmung der Mehrheit des Nationalrathes wie des Ständerathes fanden. Außerdem ist der Bundesrath von beiden Häusern ermächtigt worden, erforderlichen Falles weitere Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Canton Tessin zu treffen, was aber in Anbetracht der daselbst herrschenden Ruhe kaum nothwendig werden dürste. In Oesterreich-Ungarn bereitet sich allem Anscheine nach ein bedeutsames Ereigniß vor, nämlich die Regelung der W'ährungsfrage, aus welche Angelegenheit sich die kürzlichen Con- ferenzen zwischen dem österreichischen Finanzminister, v. Duna- jewski, und seinem ungarischen Collegen, Baron Wecker le, bezogen. Die Valutaregulirung in Oesterreich-Ungarn bezweckt die Einlösung der Staatsbanknoten und die Schaffckvg eines geregelten Geldwesens durch Einführung der Goldwährung in Oesterreich-Ungarn, womit den bisherigen schwankenden Münzzuständen im Donaukaiserreiche ein Ende gemacht werden soll, an denen das gesammte wirthschaftliche Leben Oesterreich- Ungarns so lange krankte. Ueber die Einzelheiten des ganzen Planes wird Wohl schon die nächste Zeit näheren Ausschluß bringen. DerrtHetzes Aleictz. Darmstadt, 11. October. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 8. October den ordentlichen Professor an der evangelischen theologischen Facultät der Landes-Universität vr. Emil Schürer aus sein Nachsuchen aus seinem Dienste, mit Wirkung vom 1. October l. I. an, zu entlassen. Darmstadt, 11. October. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Hauptmann Weimer vom 2. Großh. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116, den Hauptmann der Landwehr ersten Aufgebots Busch, Controlosfizier des Hauptmeldeamts Gießen, den Bürgermeisterei-Secretär Demuth aus Gießen. Berlin, 11. October. Der Kaiser empfing vor seiner heutigen Abreise nach Hubertusstock den italienischen Botschafter, der Namens des Königs von Italien dessen Büste überreichte. Berlin, 11. October. Die Co nferenz zur Berathung der dem Reichstage vorzulegenden Gesetzentwürfe, betreffend die Abänderung der Patent-Musterschutz-Gesetze tritt am 17. d. M. im Reichsamt des Innern zusammen. Berlin, 11. October. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Uebersicht der Ernteergebnisse vom Jahre 1890. Dieselbe bezeichnet das Ernteergebniß als ein ver- hältnißmäßig noch immerhin günstiges, wennschon im Juli die Erwartungen mehrfach nicht erfüllt wurden. Halmfrüchte lieferten einen durchweg reichen Strohertrag,' der Körnerertrag war im Allgemeinen ein mittlerer. Roggen war vielfach weniger befriedigend, der Ausfall ist jedoch durch ein besseres Ergebniß der übrigen Getreidearten, insbesondere des Hafers und der Gerste einigermaßen ausgeglichen. Besonders wichtig wegen der Viehzucht ist der reichliche Ertrag der Futterkräuter und des Klees, das Ergebniß der Wiesen befriedigend. Die Berichte über die Kartoffelernte sind im Allgemeinen ungünstig. Die Futterrüben lassen einen mittleren bis guten Ertrag erhoffen. Der Zuckerrübenstand ist meist befriedigend, der Zuckergehalt wird indessen mehrfach als ein geringer gemeldet, gegenüber den Vorjahren. Hülsenfrüchte und Raps sind im Allgemeinen befriedigend. Hannover, 11. Oktober. Die heute hier abgehaltene Generalversammlung des deutschen Sparkassen-Ver- band es beschloß, den Sitz des Verbandes nach Berlin zu verlegen. Breslau, 11. October. Der „Schles. Ztg." zufolge beschloß die heute in Ratibor stattgehabte erste allgemeine Jahresversammlung des Verbandes oberschlesischer Städte eine Bittschrift an den Kaiser zu richten um Wiederzulassung der Einfuhr russisch-polnischerSchweine undRinder in die Schlachthäuser des Regierungsbezirks Oppeln. Jede Stadt soll einzeln die Bittschrift absenden. Dirschau, 11. October. Die Kellner'sche Colonie hier- selbst ist heute Nachmittag theilweise abgebrannt- 55 arme Familien sind obdachlos. Landsberg a. d. Warthe, 11. October. Der Termin zur Wahl eines Reichstags-Abgeordneten zum Ersatz für den verstorbenen Abgeordneten Stadtrath Witt ist auf den 25. October festgesetzt. Elbing, 11. October. Die Ausräumungsarbeiten bei der Entgleisungsstelle Güldenboden wurden Nachts bei Fackellicht fortgesetzt. Der Verkehr wurde heute voll wieder Feuilleton. Wie es kam. Novellette von H. Rens. (Fortsetzung.) Ein gellender Pfiff. Wie eine feueräugige Schlange windet der Schnellzug sich durch die Finsterniß und hält an dem unbedeckten, nassen Bahnsteig. Mitten durch die Regenschirme tragende Menge drängt, vom triefenden Harro gefolgt, der Amtsrichter. Mitleid mit dem heimathlosen Mädchen, in dessen gastlichem Vaterhaus er früher frohe Stunden verlebt, hat ihn, trotz Scat und Unwetter, herausgetrieben. Vergebens blickt er in die sich schnell leerenden Coupes, vergebens schreitet er den Zug entlang. „Sie scheint nicht mitgekommen, vielleicht ist sie unterwegs in eine falsche Richtung gerathen. Eine Unvernunft, solch ein Kind allein reisen zu lassen," meinte er verdrießlich, dem Ausgange zuschreitend. „Onkel Amtsrichter," rief eine Helle Stimme, „gut, daß •ich Sie endlich finde. Ich habe mich unter den vielen Menschen schon recht gefürchtet." Hastig wandte er sich um. Eine hochaufgeschossene Mädchengestalt im Trauerkleid und mit schwarzumschleiertem Hütchen stand vor ihm. „Sie haben mich wohl nicht erkannt?" „Nein, liebe Lisa. Sie sind so sehr groß geworden." „Nicht wahr?" meinte sie treuherzig. „Aber zu verwundern ist es doch eigentlich nicht. Bin ich doch schon achtzehn Jahre alt." „Wirklich?" Der Amtsrichter faßte an die Stirn und kam sich schrecklich alt vor. Richtig, vor fünf Jahren war er als eben angestellter Richter zum letztenmale in der alten Heimath gewesen. Das Jahr darauf starb Lisas Vater, und nun vor wenig Monaten auch die Mutter. Arme Lisa! Wie verlassen sie doch war! „Ist aus Segenfelde Niemand gekommen, mich zu holen?" fragte sie schüchtern. „Nein, wir wollen den Wagen suchen, aber wie naß Sie sind! Nehmen Sie schnell meinen Schirm, während ich suchen gehe." „Ach nein, nehmen Sie mich mit," bat sie, „ich fürchte mich, hier allein zu bleiben." „Aber, Lisa, Kind, ich werde Sie doch nicht verlassen," tröstete er, und faßte ihre Hand, die kleine, kalte Hand, die vor Kälte und Nässe wie der ganze Körper bebte. Nun stand er neben ihr aus der hohen, zugigen Treppe, der Wind zerrte an ihren Kleidern und trieb ihr den Regen ins Gesicht. ' 9 „Kein Wagen unten aus Segenselde?" ries er hinab. „Nein, nur städtische Droschken," klang es zurück. „Brauchen Sie eine, Herr Amtsrichter?" „Wir wollen noch einmal im Wartesaale nachsehen, vielleicht ist der Kutscher dort," schlug der Amtsrichter vor, während Lisa leise weinend neben ihm herging. Auch dort nichts, alles leer. Was nun beginnen? Die Thurmuhr unten in der Stadt schlug neunmal, und der Regen rauschte wie ein Wasserfall, als er mit seiner Begleiterin wieder ins Freie trat. „Sie müssen die Nacht hier im „schwarzen Adler" zubringen," sagte er hastig. „Morgen in aller Frühe kommt sicher der Wagen Sie holen." Sie nickte und ließ sich von ihm durch die halbdunklen Straßen mit den großen Regenlachen führen. Sie sprach nicht, aber ihr banges Athemholen und leises Schluchzen schnitt ihm ins Herz. „Sie sind ja ganz erstarrt, Kind; vor allen Dingen eine Tasse heißen Thee," ries er, als er endlich neben ihr in der leeren Gaststube des Hotels stand. „Der Kellner soll Ihnen schnell alles bringen, ich gehe inzwischen hinauf, Ihnen ein warmes Zimmer zu bestellen und Sie dem Schutz der Wirthin, einer braven Frau, ganz besonders zu empfehlen. Nur nicht verzweifeln! Kopf oben! Auf der Reise passiren oft solche fatale Dinge." Als er wiederkehrte, hatte sie Mantel und Hut abgelegt und kniete auf der Diele vor Harro, der ihr eben zierlich ihr Taschentuch apportirte. „Wie drollig er ist!" ries sie, während ein flüchtiges Lächeln ihr blasses, verweintes Gesichtchen bedeckte. „Wie niedlich sie ist und wie unschuldig," dachte er, doch laut sagte er: „Mögen Sie wirklich die Hunde, Lisa?" „Gewiß, wir hatten zu Hause immer welche. Erinnern Sie sich nicht, wie ich mit Vaters Jagdhund durch den Garten tollte?" Ob er sich erinnerte! Ihm war Plötzlich zu Muthe, als seien die letzten fünf Jahre, die er doch einzig zwischen Amtsstube und Stammtisch zugebracht, eigentlich nicht recht des Lebens werth gewesen. Der Kellner brachte warmen Thee,' sie schlürfte ihn mit Behagen, während der Amtsrichter ein Bärenfell ihr unter die Füße schob und zu seiner Erleichterung bemerkte, daß wieder Lebenswärme in ihre fröstelnde Gestalt kam. (Schluß folgt.) * Pfarrer: „Ja, liebe Frau, der Herr hat Sie schwer geprüft und Sie müssen Ihr Kreuz mit Ergebung auf sich nehmen. Aber sagen Sie doch: hat der Heimgegangene noch schwer zu leiden gehabt? Wie waren die letzten Augenblicke?" — Fran: „Ach, Herr Pfarrer, es is gar plötzlich gekumme. Er lag so da wie in Ohnmacht. Us emal rief er ganz laut: Lisbeth! und wie ich hinkam un net gleich verstand, was er wollt, da Word er bös und schimpft' und trat noch einmal nach mir mit sein Bein selig, und daun war er hin." ausgenommen. Die Züge passiren die beschädigte Stelle langsam. Detmold, 11. October. Bei der Schlußabstimmung über die Regentschastsvorlage erklärte der Minister den Paragraphen 5 mit dem Institute des Regentschastsrathes, dessen Befugnisse für später zu bestimmen seien, für unannehmbar, da er das monarchische Princip verletze, und zog die ganze Vorlage zurück. Der Landtag ersuchte die Staatsregierung, baldigst durch Gesetz verfassungsmäßige Fürsorge für die Eventualität zu treffen, daß nach dem Ableben der Mitglieder des jetzt regierenden Fürstenhauses in Folge der bereits lange dauernden Streitigkeiten zwischen den Seitenlinien der Thron eine Zeit lang erledigt bleibe, wodurch die Existenz des ganzen Staatsorganismus zeitweilig gefährdet sei. 'M« .. ■JL..L11!—!---- Ausland. Bern, 11. October. Eine auf heute nach Bellinzona einberusene öffentliche freisinnige Volksversammlung wurde durch den Commissar Künzli verboten und die Abhaltung derselben durch Militär verhindert. In einem Gasthose sand eine größere private Versammlung statt, welche gegen die Wiedereinsetzung der früheren Negierung protestirte. Es sind keinerlei Ruhestörungen vorgekommen, noch ist Widerstand gegen das Militär geleistet worden. Wien, 11. October. Der Handelsminister dehnte wegen der Gefahr, daß die Cholera eingeschleppt werden könnte, die für die aus dem Golfe Alexandrette kommenden Schiffe bestehende siebentägige Beobachtung auf alle von dorr bis Tripolis herkommenden Schiffe aus. Paris, 11. October. Der „Liberte" zufolge arbeitete der Arbeitsminister einen Entwurf für die Transsahara- Eisenbahn aus und übergab denselben dem Kriegsminister zur Begutachtung. — Der „France" zufolge soll mir dem Bau einer strategischen Eisenbahn zwischen Belfort unb den Vogesen demnächst begonnen werden. Honfieur, 11. Oetober. Der englische Dampfer „Ad- tz an ce", welcher am 1. October in der Nordsee die Mannschaft des norwegischen Dreimasters „Elise" gerettet hat, ist mit derselben hier eingetroffen. Die Geretteten werden vom norwegischen Consul in Havre in ihre Heimath zurück- Lefördert. London, 11. October. Der internationale literarische Congreß wurde gestern geschlossen. Aus die Einladung deS Deutschen Schriftstellerverbandes, des Vereins Berliner Presse und der literarischen Gesellschaft in Berlin wurde beschlossen, den nächstjährigen Congreß in Berlin abzuhalten. London, 11. October. Der der Ermordung des Staatsraths Rossi beschuldigte Castioni erschien heute abermals vor der Polizei. Sein Rechtsbeistand zeigte an, er werde die Frage aufwersen, ob ein politisches Verbrechen vorliege, auch Zeugen dafür vorladen lassen, daß Castioni gar nicht aus Rossi geschossen habe. Die Verhandlung wurde daraus bis zum 20. October vertagt. London, 11. October. Dem englischen Empfangscomite für die im nächsten Jahre in London abzuhaltende deutsche Ausstellung sind ferner beigetreten: der Herzog von Leicester, die Lords Wharn und Wharncliff, Powerseoourt, Hillingdon, Douglas, Goldsmid, Reed, Thompson, der Schauspieler Irving und der irische Abgeordnete und Schriftsteller Justin M'Carthy. Tipperary, 11. October. Der hiesige Gerichtshof beschloß, den Proceß gegen die irischen Abgeordneten auch in Abwesenheit O'Briens und Dillons, welche geflüchtet sind, fortzusetzen. Liffabon, 11. October. Das neue Ministerium wird sich voraussichtlich aus folgenden Personen zusammensetzen: Abreue Sonza Präsidium und Krieg- Antonis Candido Inneres und Unterricht - Sabrandao Justiz- Metlo Pouvea Finanzen- Antonio Enneo Marine - Barbosa Borage Auswärtiges - Thomas Ribairo Arbeiten. Die Vorgenannten traten Machmittags zu einer Berathung bei dem General Abreu zusammen. Dieselbe dauerte von Mittags 1 bis Abends 6 Uhr. Es soll sich dabei namentlich um innere und auswärtige Angelegenheiten gehandelt haben. Ueber die gefaßten Beschlüsse wird vollständiges Stillschweigen beobachtet, doch verlautet, dieselben ließen die Lösung der Krisis erwarten. Petersburg, 11. October. Die russische „Petersburger Zeitung" bespricht die bevorstehende Wahl des neuen orthodoxen Patriarchen in Jerusalem und bemerkt, die Vertreter Rußlands in Constantinopel und Jerusalem seien bereits instruirt. Die meisten Aussichten für die Wahl habe Bischof Petrus von Arabien. Ne«este Nachrichten. WolfsS telegraphisches Torrespondenz»Bureau. Berlin, 12. October. Die hiesige Altkatholische Gemeinde hielt heute in der alten ihr überwiesenen Heiligen Geistkirche den Eröffnungsgottesdienst ab, wobei Pro- feffor Weber-Breslau den vom Bischof ernannten Pfarrer Ledwina einsührte. Dresden, 12. October. Heute früh 4*/- Uhr stießen am Uebergange der Lösnitzstraße beim Schlesischen Bahnhofe der von Görlitz kommende Güterzug und ein Rangier- zug auseinander. Fünf Personen sollen schwer verletzt sein, unter ihnen auch der Locomotivführer und ein weiterer Beamter. Der Personenverkehr hat durch den Unfall keine Unterbrechung erlitten. Die Verwundungen der Verunglückten bestehen hauptsächlich in Arm- und Beinbrüchen und Quetschungen. 20 Wagen find beschädigt. Halle a. d. Saale, 12. October. Die zum Congreß hier eingetroffenen Mitglieder der socialdemokratischen Fraktion des Reichstages hatten heute Nachmittag eine Zusammenkunft. Heute Abend findet eine Begrüßungsversamm- lung statt, in der die Mandate von 375 angemeldeten Dele- Airteu geprüft werden sollen. Halle a. d. S., 12. October. sSoci allsten congreß.) Die heutige Begrüßungs-Versammlung wurde von Liebknecht mit einem Rückblick auf den letzten Congreß eröffnet. Singer und Dietz führten den Vorsitz. Delegirte sind anwesend: aus Deutschland 341, aus England 2, aus Frankreich 3, aus der Schweiz 1, aus Oesterreich 3, aus Rußland 5, aus Belgien 1, zusammen 366, darunter 5 Frauen. Paris, 12. October. Der deutsche Botschafter Graf Münster ist heute vom Präsidenten Carnot empfangen worden. Lyon, 12. October. Der Deputirte Bürde au, Berichterstatter für das Generalbudget, besprach vor seinen Wählern die Mac-Kinley-Bill und erklärte, man müsse den von den vereinigten Staaten eröffneten wirthschastlichen Krieg in gleicher Weise erwidern. Frankreich werde bald erkennen, daß es zum Schaden Amerikas große Ersparungen machen könne, wenn es das Petroleum in Rußland und das Getreide in Oesterreich-Ungarn kaufe. Constantinopel, 12. October. Nach einer Meldung der „Agence de Constantinopel" wurde durch ein heute ergangenes Jrade dem Vertreter der Gruppe der Deutschen Bank, Alfred Kaulla, die Concession zum Baue der Eisenbahnlinie Salonichi über Karafera nach Monastir in einer Länge von 205 Kilometer ertheilt. Die von der Regierung zu gewährende Garantie von 14300 Frcs. per Kilometer wird durch die Zehnten gesichert, welche von der internationalen Verwaltung der öffentlichen Schuld in Salonichi und Monastir eingenommen werden sollen. — Kaulla übernahm zugleich die Verpflichtung unter den gleichen Bedingungen eine Zweigbahn von Karaseria zur serbischen und griechischen Grenze zwischen Velendsche und Kalabak herzustellen, sowie sofort Studien für eine Bahnlinie von Monastir zum adriatifchen Meere nach Avlona oder Durazzo vornehmen zu lassen und eventuell diese Linie auf Wunsch der Regierung zu bauen, wobei Vereinbarungen über Preis, Garantie und Bauzeit besonderer Verständigung Vorbehalten bleiben sollen. Zum Verständnis der Invalidität»- und Alters- Versicherung. (Schluß.) 3) Sofortige Geltendmachung der Altersrente und der Invalidenrente. Wie bereits erwähnt, können die über 70 Jahre alten Arbeiter, etwa 140 000 an der Zahl, sofort nach Eröffnung der Versicherung und die sonstigen älteren Arbeiter, sobald sie 70 Jahre alt geworden sind, Anspruch auf Altersrente geltend machen, wenn von ihnen folgende Bedingungen rechtzeitig erfüllt werden: a. Schon jetzt müssen alle älteren Arbeiter und Arbeiterinnen sich die Zahl der Arbeitswochen (die Saisonarbeiter auch die Arbeitsunterbrechungen) und den Jahresarbeitsverdienst in be» Jahren 1888/90 bescheinigen lassen, was kostenlos von bem betreffenben Arbeitgeber ober von ber unteren Verwal- tungsbehörbe bes Beschäftigungsortes (Orts- ober Gemeinbe- vorstanb, Polizeiverwaltung) zu geschehen hat. Im ersteren Falle müssen bie Bescheinigungen von einer öffentlichen Be- hörbe kostenlos beglaubigt werben. b. Daneben ist es von Wichtigkeit, sich auch bie etwa in ben Jahren 1888/90 burchlebten Krankheitswochen von den Krankenkassen ober von ber unteren Verwaltungsbehörbe bescheinigen zu lassen. c. Alle Arbeiter unb Arbeiterinnen müssen Sorge tragen, baß sie rechtzeitig versichert werben. Auch bie weniger alten Arbeiter können, falls sie in ben Jahren 1891 bis 1895 durch Krankheit oder sonstige Ursachen ihre Arbeitsfähigkeit -verlieren, Anspruch auf eine Invalidenrente erheben. Zur Geltendmachung des Anspruchs auf Invalidenrente ist es ebenfalls nothwendig, sich die oben erwähnten Nachweise jedoch schon von Ende November 1886 ab zu beschaffen. Nur bedarf es hier einer Bescheinigung über den Jahresarbeitsverdienst nicht. Wichtig ist hier Jbie Vorlegung der Militärpapiere, weil die in den Jahren Ende 1886 bis Ende 1890 geleisteten Militärdienste als Beitragszeit angerechnet werden. 4) Verficherungspflicht. Zu versichern sind vom 16. Lebensjahre ab die nicht mit Staats- oder Communal-Pensionsberechtigung angestellten und nicht selbstständig ein Gewerbe :c. ausübenden Personen (Arbeiter, Gehilfen, Gesellen, Lehrlinge u. f. w.) ohne Unterschied des Geschlechts, welche gegen Lohn oder Gehalt in der Land- und Forstwirthschast, Jagd und Fischerei, in der Industrie und im Bauwesen mit Einschluß des Handwerks, in Handel und Verkehr, im Haushalt (Dienstmädchen rc.) und in allen anderen Erwerbszweigen beschäftigt werden. Betriebsbeamte, Handlungsgehilfen und -Lehrlinge jedoch nur, wenn deren Jahresarbeitsverdienst 2000 Mark nicht übersteigt. Nicht zu versichern sind die in Apotheken beschäftigten Gehilfen unb Lehrlinge. Die Versicherung wirb baburch bewirkt, baß bie zu versichernde Person sich bei ber unteren Verwaltungsbehörbe ihres Beschäftigungsortes ober bei ben sonstigen bekannt gemachten Stellen sofort nach bem 1. Januar 1891 eine Quittungskarte ausstellen läßt, was kostenlos geschieht. In bie Quittungskarte wirb von bem Arbeitgeber ober Dienst- Herrn für jebe angefangene Arbeitswoche eine bei ber Post- anstalt des Beschäftigungsortes zu erwerbende Beitragsmarke eingeklebt, deren Werth zur Hälfte von dem Versicherten zu erstatten ist und vom Arbeitgeber oder Dienstherrn bei ber Lohnzahlung einbehalten werden kann. 5. Beitragsmarken. Die in die Quittungskarte einzuklebenden Beitragsmarken richten sich nach der Lohnklaffe, in welche die zu -versichernde Person auf Grund bes für dieselbe maßgebenden Jahresarbeitsverdienstes eingeschätzt wird. Als Jahresarbeitsverdienst gilt, wenn nicht Arbeitgeber ober Dienstherr und die zu^ver- sichernbe Person vereinbaren, baß ein höherer Lohn in An^ wenbnng kommt, 1) für bie in ber Lanb- unb Forstwirthschast beschäftigten Personen, welche keiner Krankenkasse angehören, ber für sie von ber höheren Verwaltungsbehörbe unter Berücksichtigung von Naturalbezügen rc. festzusetzenbe burch- schnittliche Jahresarbeitsverbienst beziehungsweise ber für Betriebsbeamte nach § 3 bes lanb- unb sorstwirth- schriftlichen Unfallversicherungsgesetzes zu ermittelnde Jahresarbeitsverdienst - 2) für die bei der Seeschifffahrt beteiligten Personen der für die Seeunfallversicherung maßgebende Jahresarbeitsverdienst- 3) für Mitglieder einer Knappfchastskasse der dreihundertfache Betrag des vom Kafsenvorstande festzusetzenden durchschnittlichen täglichen Arbeitsverdienstes der betreffenden Arbeiterklasse, jedoch nicht weniger als ber breihunbertsache Betrag des ortsüblichen Tagelohns gewöhnlicher Tagearbeiter des Beschäftigungsorts- 4) für Mitglieder einer Orts-, Betriebs- (Fabrik-), Bauoder Innungs-Krankenkasse der dreihundertfache Betrag, des für ihre Krankenkassenbeiträge maßgebenden durchschnittlichen Tagelohns beziehungsweise wirklichen Arbeitsverdienstes - 5) im Uebrigen der dreihundertsache Betrag des ortsüblichen Tagelohns gewöhnlicher Tagearbeiter des Beschäftigungsorts. Beträgt hiernach der Jahresarbeitsverdienst bis zu 350 Mk. einschließlich, so ist eine Beitragsmarke der Lohnklasse I zu 14 Psg., beträgt derselbe über 350 Mk. bis einschließlich 550 Mk., so ist eine Beitragsmarke der Lohnklasse II zu 20 Pfg., beträgt derselbe über 550 Mk. bis einschließlich 850 Mk., so ist eine Beitragsmarke der Lohnklasse III zu 24 Pfg. und beträgt derselbe über 850 Mk., so ist eine Beitragsmarke der Lohnklasse IV zu 30 Pfg. für jede Arbeitswoche in die Quittungskarte einzukleben. Von erheblicher Bedeutung für die Versicherten ist es,, bei zeitweiser Arbeitslosigkeit ihr Versicherungsverhältniß dadurch fortzusetzen, daß sie für jede Woche der Arbeitslosigkeit bei ber nächsten Poftanstalt eine Doppelmarke zum Preise von 28 Pfg. erwerben unb biefe selbst einkleben. Dasselbe gilt für biejenigen Personen, welche burch Selbstänbigwerben rc. aus bem Versicherungsverhältniß ausscheiben unb die erworbenen Anrechte nicht aufgeben wollen. Auch biefe müssen, wenn sie später in ben Genuß einer Rente gelangen wollen, Zusatzmarken erwerben unb in bie Quittungskarte selbst einkleben. Bei Unterbrechung bes Arbeitsverhältniffes Seitens ber Saisonarbeiter genügt bie Einklebung einer 20 Pfg.-Marke für jebe Woche. 6) Erlangung ber Renten. Will nun ein Versicherter in ben Genuß einer Rente gelangen, so hat er weiter nichts zu thun, als feinen Anspruch unter Überreichung seiner Quittungskarte, sowie der sonstigen zur Begründung des Anspruchs dienenden Beweisstücke bei ber für feinen Wohnort zustänbigen unteren Verwaltungsbehörde (Landrath, in Stadtkreisen Magistrat, Polizeibehörde rc.) anzumelden. Alles weitere wird dann von der zuständigen unteren Verwaltungsbehörde veranlaßt. Beansprucht ber Versicherte Altersrente, so muß er auch fernerhin Beiträge entrichten. Nur beim Eintritt ber Arbeitsunfähigkeit hört bie Beitragsleistung aus unb tritt bann an bie Stelle ber Altersrente bie höhere Jnvalibenrente. Cocale» «nö pvoHnjkltef. Gießen, 13. October. — In ben Ausschuß bes Landesgewerbevereins würben in ber Generalversammlung am 11. October aus der Provinz Oberhessen gewählt: Geh. Commerzienrath Buderus in Hirzenhain, Mühlenbesitzer Erck in Nidda, Fabrikant Heyligenstaedt in Gießen, Hosdecorationsmaler Hieronimus in Friedberg, Fabrikant Schäfer 'in Büdingen, Fabrikant Schirmer in Alsfeld, Ingenieur Schiele in Gießen und Bierbrauereibesitzer Windcckcr in Friedberg. — Gymnasium. Am Samstag machten die Schüler be£ Gymnasiums einen Ausflug nach Frankfurt, um sich dort die Prodiictionen des Buffalo Bill anzusehen. Es kann nur anerkannt werden, wenn derart von Seiten der Schule den Schülern noch über die nächste Unterrichtszeit hinaus Belehrung geboten wird. — Gestern Nachmittag hielt die Gießener frcito. Feuerwehr ihre Schlußübung ab. Die Uebung bestand in Planübung auf Oswalds Garten und in einem Brandmanöver, mit dem alten Hofgerichtsgebäude als Brandobject. Diese Uebung, zu welcher Herr Provinzialbirector Frhr. v. Gagern, die Stadtverordneten, Ehrenmitglieder des Corps, bie frcito- Gail'sche Feuerwehr u.s.w. gelaben waren, hat der Feuerwehr bas allgemeine Lob Derer eingetragen, bie berselben beiwohnten, ein Lob, welches selbst burch bie infolge an der markirten Branb- stätte geänberten Angriffsbispositionen hervorgetretenen kleinen Mängel nicht abgeschwächt werben kann unb in unsere Feuerwehr bie Hoffnung setzt, baß bie oft erprobte Tüchtigkeit in Stunben ber Gefahr auch ferner bie Wehr auszeichnen wird. Der Hebung folgte ein zahlreich besuchter Commers in Steins Garten. — Die aus Anlaß des 450 jährigen Znbilänms der Buch- druckerkuust zu den verschledenen Festlichkeiten in den Druck- städten Deutschlands hergestellten Fest-Drucksachen, wie Programme, Festschriften, Karten u. f. w., befinden sich eben aus einer Wander-Ausstellung durch alle bedeutenderen Druckstädte. Diese Drucksachen sind heute Abend im Vereinslocale der hiesigen Buchdrucker-Gehülfen (Stadt Gaffel, eine Treppe hoch) ausgestellt. Die Sammlung gewährt einen erfreulichen Einblick in die Leistungsfähigkeit des deutschen Kunstdrucks. — Ein größere Anzahl der zum Socialisten Cougreß nach Halle reisenden Delegierten aus Frankfurt und Umgegend, denen sich Collegen auS Südbeutschland angeschloffen hatten, pafsirten am Sonntag früh 1% Uhr bie hiesige I an 6er. Waiund fi M# 'S SolM'" S-3*S » Midi» 9=1*trn ° U\ Mm EL 11 I sefrutflieinltetoS/ “ kt hi-r äannionuenl Igimwts SRr. 24 Mm- 3emI -Lj; Mige md em Drei w 1. Oetober hm I »mMgi» wurden I u V Minzen, Aepselweiiipr^ucentel meins beschäftigt unb I herzuftellen, ber weit bürg, Berlin, Stettin vortrefflicher Qualitä I Monat October geerni || pnb. Man zahlt hier pro Doppelcenter Mol '[ plötzlich ein Preisrück !! Letterau und andere j| daß die Wagen in I standen und auf Abn I mehr bezahlt, wie |[ „Patschen", vor bene weil die Leute mit 9 ! dreizehn Mark Verla I Madäpseln, Borsdor gegen höher bezahlt. I bügen, welche zehn B : war, ist nun nahez werden. — In 1 Markt", im Volksuw Umgegend die Maul zu befürchten, daß l herbeizieht, beeinträd , Mainz, 12. gerichte wurde am ve aus Königsberg zu f ü Unter Mitnahme eine Unterossiziere stahl, n Aergedun Materi Montag d Markung Dors, 6 veranschlagt: 1 j"*Wgn Nrenlegm Z) Anmg der mm Lil । ber i 4J UiNnig ber' 51 optier. • bitte1 d-r $tt«or 8444) Ar Milcher«, . 400 n 4 » , 1 F • ^ter( • 6 ' ?krer . 1 ' Web, . r ' W i .3 * «Ufe . l ' Me ' SOoV^ftrtet * ,«0 04 'N • 1 n rc. feftmcT r Veriick- di-nst bt‘h6enbt durch. 3 d-s hVÄ6 bet Ssgesetzrz '"°s°rstl°ir,h- iu Mitteln , >e •*»ä™S£ ’Ä'lfr*» »iÄ* 'S*5ä, A° Bettug des ,rts- dnl'cher Tageurbeiter des iresarbeitsverdieust bis $lt L-'tngSmurk- der Sch- : 1 ui" 35OK bis ein- T?9§mQrfe derLohnklch II o50 Mk. bis emichlieW nke der totyitlafie III w bn 850 M., j0 ist eilt 30 Psg. für jede Arbeits- Eeben. iür die Versicherten ist es,, ihr Versicherüngsverhältch jede Woche der Arbeitslosig- eine Doppelmarke zum Preise e selbst einkleben. Dasselbe e durch Selbständigwerden x. usscheiden und die erworbenen Auch diese müssen, wem sie e gelangen wollen, Zusatz« ittungskarte selbst emkleben- eitsverhältnisses Seitens der ebung einer 20 Psg.-Marke eih ^^erer g0(.n . . . . Ohn Ul Au, I LZÄtz !en «. BeM )cr Renten. in den Genuß einer Rente i zu thun, als seinen Anspruch igSfarte, fotvie bet sonstigen enenben fleiveiäftürfe bei bet uteren Verwaltungsbehörde rat, Polizeibehörde re.) an- dann von der zuständigen anlaßt. Beansprucht der er auch sernerhin Beitrage r Arbeitsunsahigkeit hört die nn an die Stelle der Alms- lrovinzkller. Men, 13. October. gA in Gi-b-n ^er0, ,..n b;cSchüler des »tag lnach^u b(jrt die ill Qn5ufei"iten b« ®*ule SrÄ*- *1 '-5ÄS* iS*®* »ie ¥tt- -tzsK'. /r:; titen <> - e«'“11’ unb w (K oflb , hE , eü°" 71* bl ffÜ 111 Station. Die Delegirten reisen, einer ergangenen Weisung zufolge, durchweg in vierter Wagenklasse. — Verhaftet wurden gestern Abend zwei hier in Arbeit stehende Burschen (ein Schreiner und ein Schlosser) aus BücheS, welche eine Ruhepause bei der Tanzmusik in einer Wirthschast an der Marburgerstraße dazu benutzten', in der Nähe eine Anzahl junger Bäumchen umzubrechen. Von im Tanzlocale verkehrenden Soldaten wurde die Polizei aus den Baumfrevel aufmerksam gemacht. — In voriger Woche wurde ein unterhalb der unteren Mühle in der Lahn befindlicher Fischkasten erbrochen und seines lebenden Inhaltes beraubt. Mehrere noch schulpflichtige Jungen wurden gestern als die Fischdiebe ermittelt. Bad-Nauheim, 11. October. In dem Garten der Frau Pfarrer Hüffel dahier steht ein Aepfelbäumchen dermalen zum zweitenmale in Blüthe. Butzbach, 11. October. Bei der diesjährigen Cavallerie- Rekruteneinstellung, welche am 4. October erfolgte, wurden der hier garnisonirenden 3. Escadron des Leib-Dragoner- Regiments Nr. 24 46 und der 4. Escadron 42 Mann überwiesen. Ferner traten am 1. October zwei Einjährig-Freiwillige und ein Dreijährig-Freiwilliger hier ein. Von den am 1. October hier zur Entlassung gekommenen Einjährig- Freiwilligen wurden fünf zu Unteroffizieren befördert. *** Büdingen, 12. October. Unsere großen hiesigen Aepfelweinproducenten sind lebhaft mit Herstellung des Aepfel- weins beschäftigt und sie wissen einen ausgezeichneten Stoff herzustellen, der weit nach Norddeutschland: Bremen, Hamburg, Berlin, Stettin u. a. O. zur Versendung kommt. Von vortrefflicher Qualität sind diejenigen Aepfel, welche im Monat October geerntet wurden, also vollkommen ausgereift sind. Man zahlt hier als Durchschnittspreise 61/2 bis 7 Mk. pro Doppelcenter Mostobst. — In Frankfurt ist dieser Tage plötzlich ein Preisrückschlag erfolgt, weil die Zufuhr aus der Wetterau und anderen Gegenden eine so enorme gewesen sei, daß die Wagen in langen, langen Reihen hintereinander standen und auf Abnehmer harrten. Es wurde aber nicht mehr bezahlt, wie in hiesiger Gegend. Das sind die „Patschen", vor denen Ihre Zeitung schon vor Wochen warnte, weil die Leute mit 9 Mk. nicht zufrieden waren und elf oder dreizehn Mark verlangten. Fein aussortirte Tafeläpfel aus Madäpseln, Borsdorfern, Goldparmänen u. dgl. werden dagegen höher bezahlt als je. — Die Kreisstraße nach Rinderbügen, welche zehn Wochen lang des Umbaues wegen gesperrt war, ist nun nahezu beendigt und kann wieder befahren werden. — In 14 Tagen findet der Ortenberger „kalte Markt", im Volksmund der „kahle Mäat", statt. Da in der Umgegend die Maul- und Klauenseuche sehr grassirt, so ist zu befürchten, daß der Viehmarkt, der die Leute hauptsächlich herbeizieht, beeinträchtigt werden wird. Vermißtes» *△ Mainz, 12. October. Von dem hiesigen Militärgerichte wurde am verflossenen Freitag der Pionier Lohaus aus Königsberg zu fünf Jahren Zuchthaus verurtheilt. Unter Mitnahme einer kleinen Summe Geldes, die er einem Unteroffiziere stahl, wurde Lohaus aus seiner Garnison Castcl fahnenflüchtig und trieb sich mehrere Jahre, allerlei Betrügereien, Diebstähle, Unterschlagungen rc. rc. verübend, in Norddeutschland umher, bis er endlich abgefaßt und zu seiner Aburtheilung hierher transportirt wurde. Zu einer Reihe seiner Betrügereien benutzte Lohaus ein Schriftstück, das der Graf Waldersee ausgestellt hatte und in welchem dem Inhaber von dem Chef des Generalstabs die besten Zeugnisse über Verhalten und Befähigung als Hauslehrer bei dem Grafen ausgestellt wurden. Mit diesem vorzüglichen Zeugniß war es Lohaus ein Leichtes, sich zu seinen Gaunereien Eingang bei einer Reihe von Personen zu verschaffen, deren Vertrauen er nachher in schnöder Weise mißbrauchte. Die Untersuchung hat ergeben, daß das Schriftstück echt und von der Hand des Grafen Waldersee herrührte- dagegen war Lohaus nicht der- rechtmäßige Eigenthümer des Zeugnisses, sondern ist aus dem Wege des Diebstahls in dessen Besitz gelangt und hat zu dessen Beurkundung den Namen des Lehrers fälschlich angenommen. * Frankfurt, 11. October. Das 19 Jahre alte Hausmädchen Johanna Kaiser aus Coburg, im Hause Friedberger Landstraße 17 in Diensten, machte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag seinem Leben freiwillig ein Ende. Es hatte sich zu diesem Zwecke für 20 Pf. Vitriol gekauft und getrunken. Nach großen Schmerzen trat erst nach 9 Uhr Vormittags der Tod der inzwischen ins Heiliggeist-Spital verbrachten Lebensmüden ein. Das Mädchen hat mit einem Postgehülfen ein Liebesverhältniß gehabt, das dieser in Folge übler Nachrede über die Verstorbene löste. Aus Verzweiflung hierüber schritt das Mädchen zum Selbstmord. Landwirthschastliche Umschau. A AuS Oberheffen, 10. October. Die erste Dekade des Weinmonats October ist verstrichen. Sanct Gallus ist vor der Thüre, ein frostiger Hciliger, der Nebel, Schneegestöber, Sturm und Regen im Gefolge hat und von dem die Bauernregel sagt: „Auf Sanct Gall, bring Kraut und Rüben in Stall!" Mit diesen Arbeiten ist der Landwirth seit etlichen Wochen beschäftigt. Das Obst ist fast alle herunter gemacht zum Nachtheile der Qualität. Gestern klagte mir ein Bürgermeister über das unsinnig frühe Abmachen. „Schon Mitte September wollten die Leute an das Herunter- fchlagen; denken Sie sich diesen Unsinn. Bis heute haben wir das herrliche Wetter; wie könnte sich das Obst veredeln, wie würden die Tragästchen für das nächste Jahr geschont! Sehen Sie unter diesen Baum, da liegt die halbe nächstjährige Ernte. Es muß mit allen Kräften darauf hingewirkt werden, daß die Obsternte nicht zu frühe vorgenommm wird und es müssen Beschlüsse gefaßt werden, daß Strafen eintreten dürfen, wenn gegen die Bestimmungen des Gemeinde- rathes gehandelt wird". Der Mann hat vollkommen recht. Jeder Einsichtige sollte mitwirken, daß die Leute aufgeklärt werden. Die Ausstellung der Wintersaaten hat begonnen. An manchen Plätzen ist sogar der Roggen bereils so groß, daß er sich im Winde bewegt. Zwar ist die Witterung etwas zu trocken und der vom 7. auf den 8. d. Mts. niedergegangene Regen hat nicht viel geholfen, für die übrigen Herbstarbeiten aber ist das trockene, sonnige Wetter ganz ausgezeichnet. Vor allem kommen die Kartoffel« und Dickwurzeln rein, klar und sauber in den Keller, was sehr werthvoll ist; nasse, schmutzige Knollen neigen leicht zum Kränkeln. Die Dickwurzel«, obererdige Kohlrabeu, gelbe und weitze Rüben haben einen sehr respectablen Umfang gewonnen, und Weißkraut- Häupter, Rothkraut, Wirsing, Blumenkohl und die übrigen Gemüse sind so stark, daß sie auseinanderspringen. Das trockene Wetter eignet sich besonders für Beseitigung der Quecken, einem Unkraute, das sich bandwurmartig in die Aecker verläuft und nur mit großer Mühe und Sorgfalt zu bekämpfen ist. Auf Beseitigung der BlntlanS wurde schon früher hingewiesen. Heute sollen die Landwirthe und Obstbaumzüchter noch auf einen anderen sehr wichtigen Gegenstand aufmerksam gemacht werden und zwar deshalb, weil die Ausstellung der Wintersaaten wegen der herrschenden Trockenheit sich etwas hinausschiebt, so daß also ein oder zwei geeignete Tage sich finden lassen werden. Es ist: das Anlegen von Kleberingen um die Obstbäume, damit diese vor den Zerstörungen des verderblichen Frostnachtspanners geschützt werden. In der Zeit vom October bis November, ja sogar noch im Decemver entschlüpfen die Frostnachtspanner ihrer Puppe. Die geflügelten Männchen schwärmen umher, die flügellosen Weibchen klettern an den Stämmen der Obstbäume empor, über die Aeste hinaus nach den äußersten Zweigen und Knospen und in diese legen sie ihre Eier ab. Die Eier überdauern die Winterkälte mit Leichtigkeit. Im Frühjahre kriechen aus den Eiern kleine Raupen und diese fangen sofort an zu fressen. Sie haben es sehr bequem, denn sie sitzen in den Blüthen und vernichten diese in Folge ihrer großen Gefräßigkeit sehr bald. Bis man im Frühjahre den Schaden merkt, ist es in der Regel schon zu spät, wie man in der Blüthezeit des Frühjahres 1888 merkte. Das Geschmeiß nahm so urplötzlich und in so gewaltiger Ueberzahl überhand, daß die angewandten Mittel aanz eindruckslos blieben- Hauptsache ist im vorliegenden Falle, daß die Ursache beseitigt wird, wenn man die Wirkung verhindern will, d. h. man mutz den Weibchen den Zutritt zu den Zweigen und Knospen verwehren, dann können sie ihre Eier nicht in jene für die Brut unentbehrlichen Futter- und Weideplätze legen und sie muß zu Grunde gehen. Legt man also um jeden Baum einen Klebering von Brumataleim, dann bleibt das Geschmeiß auf dem Leime bängen, muß hier elend creptren und mit dem Eterablegen in die Blüthen- und Fruchtknospen ist cs nichts. — Man darf mit der Arbeit des Kleberinglegens jedoch nicht zu lange warten, denn das Ausschlüpfen beginnt schon zur jetzigen Zeit. Viele Obstbaumzüchter warten damit, „bis die Arbeit gethan ist", d. h. bis alle Herbstarbetten erledigt sind, das ist etwa gegen Ende November. In einem solchen Falle kann es passiren, daß der Klebering ganz zwecklos ist, weil die Weibchen schon ihre Eier abgelegt haben. Was eine Obsternte, insbesondere auch ein einzelner Baum werth ist, konnte man diesen Herbst wieder recht wohl taxtren lernen. Ein Bekannter erntete 10Va Malter Aepfel aus einem einzigen Baume und erhielt 8.50 Mk. pro Malter, das macht 89.25 Mk. von einem Baume und dabei war noch nicht einmal der höchste Preis erzielt und der Baum hing noch nicht so voll, wie in früheren Jahren. Wer ein zweite- Stockwerk auf seine Aecker bauen will, der pflanze Obstbäume, hege und pflege sie, er wird es nie bereuen. Verkehr, tanb« rind Vsttrmirthschaft. Grünberg, 11. October. (Frachtpreise). Weizen X 19.20, Korn X 16.70, Gerste X 15.—, Hafer X 13-50, Erbsen X 16.—, Linsen 26.—, Lein — —, Wicken —, Samen 24.60, Kartoffeln 5—-. Marktpreise in Berlin, am 10. October, nach Ermittelungen des Königlichen Polizei-Präsidiums. Weizen per 100 kg guter von 19,40—18,80 Mk., mittlerer von 18,60—18,00 Mk., geringer von 17,80—17,30 Mk. Roggen per 100 kg guter von 17,60—17,40 Mk., mittlerer von 17,20—17,00 Mk., geringer von 16,90—16,70 Mk. Gerste per 100 kg gute von 20,50—18,30 Mk., mittlere von 17,50 bis 16,00 Mk., geringe von 15,80—14,60 Mk. Hafer per 100 kg guter von 15,40—14,80 Mk., mittlerer von 14,60—14,20 Mk., geringer von 14,00-13,60 Mk. Stroh, Richt- per 100 kg von 4,50—4,20 Mk. Heu per 100 kg von 6,40—3,50 Mk. Erbsen per 100 kg von 30,00 bis 22,00 Mk. Speisebohnen, weiße per 100 kg von 40,00—20,00 Mk., Linsen ver 100 kg von 56,00—26,00 Mk. Kartoffeln per 100 kg von 7,50—5,00 Mk. Rindfleisch von der Keule per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Bauchfleisch per 1 kg von 1,40—1,00 Mk. Schweinefleisch per 1 kg von 1,80—1,20 Mk. Kalbfleisch per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Hammelfleisch per 1 kg von 1,60—1,20 Mk. Butter j per 1 kg von 2,80—1,80 Mk. Eier per 60 Stück von 5,20—2,80 Mk. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde. Bibelftunde heute Montag den 13. October, Abends8 Uhr in der Kleinkinderschule; Jakobusbrief Cap. 1, das christliche Verhalten in Anfechtungen. Pfarrer Dr. Naumann- Vergebung von Drainage-Arbeiten u. Materiallieferungen zu Dorf-Gill. Montag den 20. b* Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaufe die bei Drainirung der Fluren VI, VII und VIII Gemarkung Dorf - Gill vorkommenden Arbeiten und Materiallieferungen veranschlagt: Mark Pfg. 1) Fertigung von 14486 lsd. m Draingraben incl. des Röhrenlegens und Wiederzufüllens der Gräben . 2028 04 2) Lieferung der erforderlichen Drainröhren von 37 bis 137 mm Lichtweite mit circa 49200 Stück . . 1738 08 3) Anfuhr der Ziegelröhren mit ca. 1719 Gentner . 343 78 4) Lieferung der Mündungssteine von Haustein nebst Eifengitter............. 45 00 5) Lieferung der Nivellirpfähle....... 20 00. an die Wenigstnehmenden in Äccord gegeben werden und sind Lusttragende hierzu eingeladen. Dors-Gill, am 13. October 1890. Der Vorstand der Waffergenoffenschast Dorf-Gill. Kuhl, Bürgermeister. 8515 Bekanntmachung. 8444] Für die Grobherzoglichen neuen Klincken sollen pro 1. November 1890 bis 31. März 1891 auf dem Submissionswege vergeben werden: 1) Die Lieferung von: Backwaaren, Fleischwaaren, Specereiwaaren, Milch, Butter und Eier, Bier, Eis, Schreibmaterialien, circa 12 Centner Aepfel, „ 400 , Kartoffeln, „ 4 Ctr. untererd. Kohlraben, „ 1 obererd. , „ 6 , Zwiebeln, n i „ rothe Rüben, , 2 „ weiße „ » 3 „ gelbe y „ 1 „ Meerrettrg, , 300 Stück Weißkraut, „ 80 „ Rothkraut, , 250 „ Wirsing, circa 150 Stück Lauch. „ 200 „ Sellerie, „ 10 Centner Kornstroh; 2) das Reinigen der Wäsche für Beamten und Dienstpersonal; 3) das Reinigen des Heerdes und der Oefen; 4) die Abgabe von Knochen, Gespül, leeren Oxhostsäffern und Mineral- wafferflaschen. Die Bedingungen können auf dem Verwaltungsbureau des akademischen Hospitals an den Wochentagen Nachmittags von 3 bis 5 Uhr eingesehen werden. Offerten, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 13. Oktober 1890, Vormittags 12 Uhr, aus dem erwähnten Bureau abzugeben. Gießen, den 10. October 1890. Großherzogliche Direction der neuen Kliniken. 7752] lleberzählige |oon ca. 600 Liter Inhalt verkaufen Gebrüder Itattt in Gießer. intmlmntcl kauft man billigst im Ausverkauf | Selters weg 57. Arbeitsversteigerung. Montag den 20. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, soll in dem Wirch - schastslocale der Johannes Müller IV. Wittwe zu Kirch-Göns die zur Er, Neuerung eines Kanals in der Ortsdurchfahrt zu Kirch-Göns zu 386 JL 20 veranschlagte Maurer- und Chaussirarbeit wenigstnehmend versteigert werden. Gießen, den 11. October 1890. Großh. Kreisbauamt Gießen. I. V.: 8530 Frenay, Großh. Baumeister. Okffentli-e Kekanuimchung. In dem Concursverfahren über das Vermögen des Schuhmachers Friedrich Vogel von Wieseck ist in Folge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsvergleiche Vergleichstermin auf Donnerstag den 20 Novbr- 1890, Nachmittags 3 Uhr, vor dem Großherzogl. Amtsgerichte Hierselbst anberaumt. Gießen, den 7. October 1890. Der Gerichtsschreiber de- Großherzoglichen Amtsgericht». I. V.: Bauer. 8511 Donnerstag, 16. Drtober, Nachmittags 2 Uhr, werden versteigert im hiesigen Pfandlocal iSeltersweg), ein Küchenschrank mit Aufsatz, zwei große eine Standuhr. Gulda«, KreiSbote. Versteigerung von Schuhwaaren Mittwoch den 15. Klober, Nachmittags 2 Uhr, werden im „Adler" dahier — Marktplatz — gegen Baarzahlung eine große Parthie Schaftenstiefel, Arbeiterschuhe, Knabensibnürschuhe und Herrenzug» stiefel ferner noch zwei Küchenschränke mit Glasaussatz und eine Ladentheke versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Geißler, 8516 Gerichtsvollzieher zu Gießen. Montag den 24. November, Nachmittags 2'/r Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Hermann Werner Eheleuten in Gießen gehörigen Grundstücke: Flur 27 Nr. 77^00 — 88 Meter Grabgarten am kleinen Steinweg, zieht theils über die Wieseck, Flur 27 Nr. lG3a87/100 _ 90 Meter Grab- garten in der Stcffansmark öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 13 October 1890. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. 8518 Loose Friedberg (Pferdemarkt) k , 150 Grünberg (Turnhalle) & „ 1.— Frankfurt a/M. ^Kunstgew.) fc.xl — bei [8003] Heinrich Wallach. Pstauzenkübel in großer Auswahl empfiehlt Louis tztony, 8235 Bahnhofstraße 27. Nutzkohlen, erste Sorte, in Ladungen und kleineren Quantttäten, empfiehlt 8289 A. Kröll. Feinste Toilettefeifen große Auswahl bei [8311 Otto Schaaf, Drogenhandlung. 8peise-Aartosseln. Eine vorzügliche Magnum bonuni zu verkaufen bei Friedrich Textor, 8131 Hardt. _ 8227 250 Klafter Garte« auf der Hohl mit 33 Obstbäumen ist zu verpachten. Näheres Westanlage 21. 8418] Fa^oniren und Färben der Filzhüte für Damen nach den neuesten Vorlagen wird rasch besorgt bei A. Fangmann, Bahnhofstraße 29. Zahnarzt Hoddes Marktplatz 21 715 Spnchstundku: 9—12 u- 3—6 Uhr. „ 8250] Al« Leicheuwürteui« empfiehlt sich Frau Jacob Jünger »we., Dammftraße 4. «gemeinschMicher Musikunterricht. Mit Beginn dieses Semesters eröffne ich Unterrichts - Curse, sowohl für Anfänger als auch für Vorgeschrittene, in Abheilungen von zwei, drei und mehr Schülern und Schülerinnen in folgenden Fächern: ClavierspLel, Solo, und Chvrgtsang, Ensemble- spiel, Harmonielehre, Conträpunkt und (Sompo» fitionslehre Mit Ausnahme von Montag nehme ich täglich von 12—1 Uhr Mittags Anmeldungen in meiner Wohnung, Ludwigstraße 4 II, entgegen. Gießen, im October 1890. Adolf Felchner, 8524 Großh. UniversitSts-Mustkdirec^or. LMwirthslhaMcher Consumverein Obbornhofen eingetr. Gerrvfseuschaft mit unbeschr. Haftpflicht^ Bilanz. Gesammteinnahme von 1889 3900.94. Gesammt-Ausgabe einschließlich der Verwaltungskosten „ 3894.55^ 8537 Ueberschuß «X 6 39. Eingetreten im Laufe des Jahres 1889 . . — Genoffen, Ausgeschieden 2 „ Mitgliederzahl Ende 1889 . . . . 52. Hermann Dietz Atelier und Zeichenschul® Brandplatz Mr. 18 altes Schloss II. 8424 Gothaer ^ebensverficherungsbank. Bersich.'Bestand am 1. October 1890: 74700 Pers, mit 581600000 Mark Bankfonds am 1 August 1890 164450 000 „ Versicherungssumme ausbezahlt seit Beginn . . • 212 690000 „ Dividende der Versicherten im Jahre 1890 ... 6187 866 „ und zwar nach dem allen System mit DividendeU'Nachgewährung aus bu letzten 5 Jahre: 38°/0 der Jahres-Normalprämie; nach dem neuen „genttschten" System: 29 % der Jahres-Normalprämie und 2,40/0 der Reserve, wonach sich die Gesammtdividende für die ältesten Versicherungen bis auf 125 °/0 der Normalprämie berechnet. Die Versicherungen Wehrpflichtiger bleiben ohne Zuschlagprämien auch im Kriegsfälle in Kraft. 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Schwache,Magenleidende und als Kindernahrung unentbehrlich für jede Mutter, welcher bte kräftige Entwicklung ihres Kindes am Herzen liegt- Zum Gebrauche selbst für Kinder im zartesten Alter unb für solche, welche bte beste Milch nicht vertragen. 1 -Orig.-Kistchen a 120 St. zu M. 2.80 bei 2 Orig.-Kistchen ä 120 St. zu M. 5.00 franco nach ganz D utschland- [8514 Zwieback'Aabrik Hofheim a/TaunuS Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes sagt innigen Dank im Namen der Hinterbliebenen: Friederik® Becker. Todes Anzeige Freunden unb Bekannten bte schmerzliche Mitttzeilung, baß es Gott bent Allmächtigen gefallen hat, unseren unvergeßlichen Gatten, Vater, Bruber unb Schwager Ludwig Grösser nach langem, schwerem Leiden zu sich zu rufen. Um stille Theilnahme bitten: Gießen dm 12. October 189). Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag den 14. October, Nachmittags Va4 Uhr, vom Sterbchause Neuenweg 18 aus statt- [8520 Berauschte Anzeigen. Neues Theater, Giessen. (Dii'ection: Adam Reiners). Dienstag den 14. October 1890: Der Bureaukrat. Lustspiel in 4 Acten von G. v. Moser. Personen: [8525 Graf Meng Karl Schreiner. Ella, seine Tochter Elisabeth Bischoff. Graf Eberhard Meng Georg Fritzschler. Rechnungsrath Rosen Heinrich Winolt. Lemke, Rendant Max Jaskowski. Karoline, seine Frau Marie Jaskowski. Gertrud | beider Adelheid Martin. Anna I Töchter Emma Rellstab. Leo Kraft, Musiker Emil Medak. Sebald, Schriftsteller Rudolf Biebrach. Charlotte,Dienstmäd. Antonie Roland. Friedrich, Diener bei Meng Karl Rupp. Kassenöffnung T1/» Uhr. Anfang 8 Uhr. Donnertag den 16. October 1890: „ Das letzte Wort“. Hüte werden zum Färben und Faooniren angenommen. [8523 Th. Faber, Wettergaffe 3. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 13. October 1890. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 4 pCt- Reichsanleihe 3Va w , 4 o Preus» EonsolS 8Vi , 105 50 99 00 105.30 99 00 4 pCt. Ungar. Goldrentr 5 d Italiener Rente Oesterr. Silberrentei Ruff. Orient m. 89 80 93 70 7850 81-50 DiSconto-Comm 223 00 Buschtherader 43100 Darmstädter Bank-Act. 159.50 Elbethal-Bahn-Act. 212.50 Dresdener Bank-Act. 158 70 Gotthard-Bahn-Act. 161.40 Berliner Handelsges. Oefterr. Credtt-Act. 166 50 Schweizer Nordost 147 50 27175 , West 98 90 Wiener BankoereinS-Act. 106 CO Gelsenkirchener 176.30 Oefterr. Staats bahn 220 87 Ver. Kön.- und LaurahÜtte-Act. 142 00 Lombard, Eisenbahn 130-37 Tender Oesterr. Mpine-Montan cz: matt- 82 30 Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 13. Oktober 1890- Oesterr. Lredttattten Oefterr. EtastSbahn-Aettcn Dortmunder Union-Slctten Darmstädter Baukactien 17070 111.00 87.75 159.50 DtSconto-Gom.-Authttle Harpever Ostpreußen Bochumer Gutzstahlaettev 22275 205.80 99.50 160.60 Tendenz: matt. -tebacllsu: Ä. Scheyds. — Druck unb Verlag der Brühl'schea Druckeret (Fr. Ehr. Pietsch) In Gtetzue. -lk. “Jü: A, An Ni ^01 1. Prüsung der Ergö 2. Neuwahl eines 3 I. Abteilung im die Periode 1890/ 3. Wahl der Sachver Kriegsleistungen Abschätzungen. 4. Wahl der Sachve die Truppenübung 5. Wahl je einer W Arbeitgeber und \ schuh der Landeri und Altersverjrche 6. Gesuch -er Stabt intfollinbin Quote 7. fäfadj her Stabt Mn de« recurrens 8« Gesuch des Wetter eines Zujchu^rs au1 Ke Mittwoch -e stdet eine außerorden^ Gießen im Regierung Tagesordnung statt. Gießen, den 1 Der Vorsitzende $e' dm Abbruch bet . Unter der 6i0 gebro^en unb rofrb W ®eftaltet ist bi artiger AbWchim, ErlaMst eim WndreknEchuhN ®lt6en, den 1 Der zuSnohv« bt8 ^ontagl- jrtt Sichnirr 1°, die 2"" der Twh an h '*•*. 5i* Mr, @je hpn.b bftrin S UJ"rd)ten? feit 6( “ni> toi£ diel r >°>- et ,z ! P’tbti «'18 im J,6fe W toarh fe'ergt. "^'gierig t »i-dtt fee ich rj 1 Noch // 1,0 Wfr, * «* % hnn sS Q»vr : Sbt ttnfe S r S Hä..' «btt ftr »ütbt, fit