kNwi tt-'M n n rrcB 8900 9380 7740 73.40 40100 Koo 162.20 13640 s -s rvost 1 üflur^ J*1’ S“ «»»,: ' *ol»no8"mug n|ff* halber bi« ,«bcn 18. Juli ^5"- [5861 iWw*te*e" 66. sskraß^--' <2, If'•* 3 nrer Mitglieds. s^L^stand. 164 SO ^gsbank. 515600000 Wrf 163050000 - 909720000 ' ' 6 187 866 , »•SÄ“w Hs- nie berechnet. ch.< 3*"“" MlB U IW» , HLmmittatze Nr. 5. Re-nrfchim ist vor ttbtn geblieben. , Ltroh, Goldarbeiter. inständiger -rllnn voir en gesucht. jkonys vierkelltt. 1Ä ag« $ Uhr: ihe 5844 8. Lchon^ ton mm wähl bw rPchmzscWmisswn ‘ff*. N"lche fäon »ot r,n gewählt routiie, [5859 [MMlikdn. ■t trifft nächstm '«n 16. Ju« mit rt schweinen ubach am Schweine- einehändler Krug. Hausmäuse ii 20 L). [5855 Znstitvt, Liebigstr. 12. rloren nd eine waffttdichtt dem Weg von Franken- n. Der redliche Kinder .eM___M 1890 Sonntag den 13. Juli Rr. 160 Zweites Blatt icßener Anzeiger Keneral-Mnzeiger Redaction, Expedition und Druckerei: -chutstr«ge 2lx.1e Fernsprecher 61. vierteljähriger AkonuemeutrprejA- 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezog» 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener M»«ikie«ßtStter »erden dem Anzeiger G-chentlich dreimal beigelegt. Der Atrtzeuer Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme deS MontagS. Amts- und Anzeigeblatt für den Avers Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamilienblätter. ■■it"ifji। MiHWiiiiiiwwiiiiTeriiririmi Alle Bnnoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Statut, -Le Benutzung der Centefimal - Biehwaage der Gemeinde Geil-Haufen betreffend. Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 2. Juli l. I. zu Nr. M. I. 8792 und unter Zustimmung des Kreisausschuffes des Kreises Gießen wird wegen Benutzung der Gemeinde-Viehwaage zu Geilshausen bestimmt: § 1. Alle zur Verwiegung gebrachten Gegenstände müssen durch einen verpflichteten Wiegmeister gewpgen werden. Außer diesem hat Niemand das Recht aus der Waage zu wiegen. 8 2. Der Wiegmeister hat der ihm zugehenden Aufforderung Zum Wiegen alsbald Folge zu leisten. Die Aufforderung hat von den Betheiligten selbst an den Wiegmeister zu geschehen. Wenn derselbe der Aufforderung Zum Wiegen nicht entspricht, so ist sich an die Großh. Bürgermeisterei zu wenden, welche denselben zum Wiegen anhalten und nötigenfalls Großh. Kreisamt Anzeige erstatten wird. , 8 3. Der Wiegmeister hat über die von ihm besorgten Geschäfte ein Tagebuch zu führen, in welchem unter fortlaufenden Ordnungs- Nummern anzugeben sind: a) der Ort des Wieggeschästs, b) der Name des Verkäufers und Käufers, c) Datum der Verwiegung, d) die Art der gewogenen Gegenstände, e) das Gewicht der einzelnen Gegenstände, f) der Verkaufspreis, per Centner, insofern Verkäufer oder Käufer denselben angeben, wozu sie jedoch nicht gezwungen werden können, g) den Betrag der erhobenen Wieggebühren. 8 4. Der Wiegmeister hat dem Verkäufer oder Käufer einen dem Eintrag ins Tagebuch gleichlautenden Wiegschein aus- zustellen, aus dem sowohl das Gesammtgewicht und eventuell der Kaufpreis als auch der erhobene Gebührenbetrag zu ersehen ist. Gebührentarif. 8 5. An Wieggebühren sollen erhoben werden: 1) für Kleinvieh, als: Schweine, Schafe, Kälber, Ziegen u. s. w., von einem jeden Stück . . 5 H, 2) für Großvieh, als : Ochse, Kühe, Rinder u. s.w. unter 10 Ctr. von einem Stück.... 15 „ über 10 Ctr. von einem Stück . . . . 20 , 3) für jeden anderen zur Verwiegung kommenden Gegenstand, als: Frucht, Kartoffeln, Steinkohlen u. s. w. bis zu 3 Ctr......10 „ für jeden weiteren Ctr. . . 2 „ 8 6. Sogleich nach stattgesundener Wiegung sind die vorbemerkten Wieggebühren nebst 5 H Vergütung an den Wiegmeister zu entrichten. Für ortsfremdes Vieh oder sonstige Gegenstände sind 10 H Vergütung für jede Wiegung an den Wiegmeister nebst den unter § 5 angeführten Wieggeldern zu bezahlen. 8 7. Am Schluffe eines jeden Vierteljahres hat der Wiegmeister das Tagebuch abzuschließen, sodann hat er einen Auszug aus dem Tagebuch über die im verflossenen Vierteljahr gewogenen Gegenstände zu fertigen, woraus sowohl das Gewicht der gewogenen Gegenstände, als auch die erhobenen Gebühren ersichtlich sind. Diesen Auszug hat er in beglaubigter Form der Bürgermeisterei zu überreichen. Die erhobenen Wieggebühren werden dann dem Gemeinde- Einnehmer in Einnahme decretirt und dann von dem Wiegmeister an denselben ausbezahlt. 8 8. Der Wiegmeister wird von dem Ortsvorstand auf Widerruf ernannt und von Graßh. Kreisamt verpflichtet; er unterliegt als Gemeindebeamter den für solche geltenden Disciplinar- vorschriften. Gießen, den 8. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 12. Juli. Bei dem hier am Donnerstag stattgefundenen zweiten Schützen-Banket gelangten auch die dankenden Kundgebungen der drei verbündeten Monarchen für die ihnen gewordenen Begrüßungstelegramme der Schützen zur Verlesung. Kaiser Wilhelm drückte in einem aus Christian- Feuilleton. Siegfried. Ein Bild aus dem Leben von Emma Dorn. (Nachdruck verboten.) Sie waren sehr glücklich mit ihren drei Mädels, Herr und Frau Baumeister Stern, und hatten auch allen Grund dazu. Etwas Reizenderes als ihre beiden blonden Zwillings- löchterchen Lotte und Käthe konnte man gar nicht sehen; strotzend von Gesundheit und Lebensfreude, bildhübsch, dabei in glücklichster Weise beanlagt, waren sie der Stolz der Schule, die sie besuchten,- und das wollte etwas heißen, denn es gingen viele niedliche und gescheite kleine Mädchen in diese Schule. Seit einiger Zeit hatte sich noch ein kleines Wesen im Hause eingesunden, welches noch nicht auf seinen eigenen kleinen Beinen stehen konnte, sondern in kleinen Tragkleidern umhergetragen wurde. Das war die kleine Erika, die sich ins Leben eingeschmuggelt hatte, als man sie kaum noch erwartete. Sie hätte von Rechts wegen ein Junge sein müssen- wenigstens hatten Tanten und Basen so lange auf die Frau Baumeister hineingeredet, bis sie sowohl als auch ihr Herr Gemahl fest von dem Jungen überzeugt waren, und den Namen Siegfried für ihn auswählten. Die Mutter sah ihn schon vor sich, ihren Siegfried, in seinen ersten Höschen, dann mit dem Schulranzen, und am längsten und liebsten als hochgewachsenen, flotten Studenten, die bunte Mütze auf dem dunklen Kraushaar. Da schlug die kleine Erika ihre dunklen Augen aus und, wie eine scknllernde Seifenblase zerplatzt, so versank vor den Augen der Mutter der große Student mit der bunten Mütze. Die erste Enttäuschung war jedoch bald überwunden, und alle waren voll herzlicher Freude über den kleinen Ankömmling, der übrigens prächtig gedieh. Nur im Herzen der Mutter saß ein kleiner, ganz kleiner Stachel, sie wußte es wohl selbst kaum. Es war zu Ausgang des Winters, als die Frau Baumeister mit einigen Damen um den Kaffeetisch einer Freundin saß. Das Gespräch drehte sich durchaus nicht um den lieben Nächsten. Gott bewahre! Keine der Damen war boshaft oder klatschsüchtig- sie hatten dazu gar keine Zeit, sie waren viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, mit ihren eigenen Leistungen und Verdiensten. Jede fand in der Stille ihres Herzens, daß sie an Fleiß, Sparsamkeit und jeder häuslichen Tugend ihre Nebenmännin weit übertreffe, daß aber die Bescheidenheit es verbiete, dergleichen Meinungen laut werden zu lassen. Dann sprang das Gespräch auf die Kinder über und hier war es, wo sich die Bande aller Bescheidenheit und Rücksicht lockerten, wo die eine der andern ins Wort fiel, wo sich Gesicht und Wangen, sogar die Nasen rötheten, der Kaffee kalt wurde und die Hausfrau mit Entsetzen wahrnahm, daß die Doctorin in der Hitze des Gefechts den ganzen Rest der Schlagsahne in ihre Tasse that. ,/Jch gehöre durchaus nicht zu den eingebildeten Müttern, aber das muß ich doch sagen, mein Walter ist ein vorzügliches Kind," benutzte die Frau Apotheker eine Pause, in der ihre Nachbarin nothwendig Athem schöpfen mußte. „Stets hat er gute Censuren, nie ist er bei einer Prügelei oder sonstigem Unfug. Aber solche Kinder haben ihre Neider, und die Schneebälle neulich....." Ein vorwurfsvoller Blick streifte ihr Gegenüber. //Nun ja," sagte dieses, eine wohlgeHihrte Dame mit einem gutmüthigen Gesicht, „sehen Sie, die Kinder sind sich nicht alle gleich. Ein zehnjähriger Bube ist doch kein Predigt- amtscandidat, und mein Victor ist ein gesunder, frischer Bursche, der beste Schwimmer und Schlittschuhläufer, ich möchte den Jungen gar nicht anders haben. Das bischen Uebermuth, du lieber Gott . . ." Sie kam nicht weiter. Die Hausfrau, welche sich vorhin leise entfernt hatte, trat wieder ein, triumphirend ihre drei Sprößlinge vor sich sand datirten Telegramme seinen Dank für die ihm übermittelten Wünsche der in Berlin vereinigten Schützen aus. Durch ein Schreiben des österreichisch-ungarischen Botschafters wurde ferner der Fest-Versammlung der Dank des Kaisers Franz Josef für die Huldigung der Schützen ausgedrückt und der Dank König Humberts wurde durch ein seitens des Chefs der italienischen Schützen verlesenes Telegramm den versammelten Schützen zur Kenntniß gebracht. Auch der König der Belgier ließ den Schützen durch eine Depesche feiheit Dank für die ihm gewordene Begrüßung ausdrücken. Die Verkündigungen wurden von der Versammlung mit lebhaften Hochrufen ausgenommen. Im weiteren Verlaufe des Bankets brachte Valitzes-Wien einen Trinkspruch auf den Dreibund als festes Friedensbollwerk aus. — Im Befinden des Reichscommissars v. Wiß- mann will sich leider noch immer keine Besserung zeigen. Wie aus feinem gegenwärtigen Aufenthaltsorte Lauterberg am Harz gemeldet wird, leidet Herr v. Wißmann seit einigen Tagen an neuralgischen Beschwerden und muß das Bett hüten. Zum Besuche des Reichscommissars traf der Chef der ost- afrikanischen Schutztruppe, Premierlieutenant v. Gravenreuth, in Lauterberg ein. — Der Wortlaut des deutsch-englischenAbkom- mens ist vom „Reichsanzeiger" in deutscher wie englischer Sprache veröffentlicht worden. Wie verlautet, bereitet der Reichskanzler auch eine ausführliche, eingehende Denkschrift vor, in welcher die Einzelheiten des Vertrages begründet werden, welcher Schritt im Hinblick aus die tiefe Verstimmung, die der Vertrag in colonialen Kreisen Deutschlands hervorgerufen hat, nur mit Genugtuung zu begrüßen wäre. Inzwischen nehmen die Vorbereitungen zur Ueber gabe Helgolands an Deutschland einen rascheren Verlauf, als ursprünglich zu vermuthen stand. Da das englische Oberhaus die Bill über die Abtretung Helgolands am Donnerstag in zweiter Lesung angenommen hat, so steht auch die Erledigung der Bill durch das Unterhaus zu erwarten und könnte alsdann wohl schon Ende Juli die einstweilige Uebergabe der Insel an Deutschland erfolgen. Da Helgoland von der englischen Regierung an den deutschen Kaiser abgetreten worden ist, so wird in dessen Auftrag zunächst das Reichsamt des Innern die vorläufige Verwaltung' der Insel durch einen Commissar führen und erwartet man demnächst den Staatssekretär v. Bötticher zur Einleitung der nöthigen Schritte auf Helgoland. her schiebend. „Gebt ein Händchen und sagt hübsch „guten Tag", ermahnte sie, dabei mit mütterlichem Stolze die Köpfe der drei Jungen tätschelnd. „Sie kommen soeben vom Spazierengehen, sonst hätten sie die lieben Gäste schon früher begrüßt," fügte sie entschuldigend hinzu. „Die lieben Gäste" wünschten sich im Stillen Glück zu diesem Umstande, denn sie wußten es, daß die Kinder fortan im Zimmer bleiben, mit ihren fetten Kuchenfingern die Kleider bedrohen und einen Höllenlärm vollführen würden, während sie — die Gäste nämlich — verpflichtet waren, über die reizende Natürlichkeit der lieben Kinder in Entzücken zu gerathen. „Ach so, sie kommen vom Spazierengehen," nahm die Frau Müller wieder das Wort, „daher auch die schönen rothen Backen- für gewöhnlich sind Ihre Kinder doch recht blaß." „Das ist wohl ein Jrrthum, liebe Frau Müller," meinte die Mutter gereizt, „meine Kinder haben immer rothe Backen, jeder findet es, wie wäre es auch anders möglich, bei der Pflege —" „Und sieht Fritzchen nicht etwas scrophulöS aus," beharrte die Müllern, „die Nase kommt mir ein wenig aufgetrieben vor, oder irre ich mich?" Der vorsichtige Zusatz nahm der Behauptung keineswegs den Stachel, erbost fuhr die Mutter auf: „Das ist unsere Familiennase, sie entwickelt sich später erst zu ihrer richtigen Form. Scrophulös, meine Kinder scrophulös, bei d er Pflege!" „Jetzt nimmt sie richtig den letzten Pfannkuchen, ich will ihn haben!" . . . Zornesroth im Gesicht schrie es der älteste Sprößling, mit dem Finger auf ein ältliches Fräulein deutend, das erschrocken seine Beute fallen ließ. Ein allgemeines Gelächter erfolgte, unter welchem die Mutter schnell die Jungen mit kuchengefüllten Händen zur Thüre hinausschob. (Schluß folgt.) Vermischtes. 85L Zu haben bei J« M« Schttlhof« Dienstsg den 15. Juli- D©UiiSChe SchaUttlWelXl-FabrilK Wachenheim (Rheinpfalz) i GOOOOGOOsOOGOOOWG Grosser teverM. $ 17) Johannes Koch Ecben XXIX 60. 18) Johannes Loth und Johann Heinrich Loth XVII. 109. XXIU. old. _ ’ 'y 7 , . o-t.- Tr vvty 99 Ieilgeöotenes. Neuenweg 17. d MW- TawStag» bleibt da» Geschäft geschloffen. erdandstosteff^ade^ngredkenzk Medicinischc Weine, Pastillen, i 5 feine Gesur Ml superfeine Var Sreuenweg 22. « K, (C K> versteigere ich im Hinterhause deS Herrn Kaufmann Kroll/ Srlter-weg 12, den Nachlaß der Frau Noll, wie: Möbel, sehr gute Frauenkleider und Weißzeug, Belten, 30 HauSmacher-Tischtücherzeug ein neues Wagentuch und Einmachfäfser re., sowie einen eiuthür.Kleiderschrank, Com- mode, Tische, Stühle und sonstigeHauShaftungsgegen- Parsümerien und Totlettcmittel, Echt chinestsche TfteeS. 5fr. hat man seinen chinesischen empfehlen, was jede Hausfrau nach Verbrauch von nur einem —ist Meys StoffwLsche die bequemste, da erfahrungsgemäß leinene Wäsche auf Reisen meist ^Weniger^als^ein^Du'tzend von einer Form und Weite wird Wegen beabsichtigter baulicher Veränderung, sowie vollständiger Aufgabe von Arbeiterkleidern und entsprechenden Artikeln verkaufe meinen Vorrath: Hemden, Blonsen, Jacke«, Hosen- Westen, Säckchen, Juppen, «naben- anzüge zu Einkaufspreisen gegen Kasse. 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XXIX. 15. 32. auf Grund Ersitzung zugeschrieben werden, und die bisherigen Etgenthumer, wie deren Recktsnachlolger unbekannt sind, werden alle, welche auf das Elgenthum Ansprüche erheben zu können glauben, hierzu mit Frist von aufgefordert, als sonst Anerkennung der Ansprüche der Antragstellerin angenommen und die zum Eintrag im Grundbuch nöthige Urkunde ausgestellt werden wurde. Homberg, den 28. Juni 1890. 5796 Großherzogliches Amtsgericht. Sä Preisen verkauft. Für 3—. - Hopf. Die französischen Haare sind gesuchter, vorausgesetzt, daß sie nicht braun sind, in welchem Falle sie nicht viel mehr werth sind als die chinesischen. Die blonden werden schon sehr aut bezahlt, aber die silberweisen sind, so scheint ev, fast unerschwinglich. Eine aus diesem kostbaren Stoffe gefertigte I Perrücke erreicht mit Leichtigkeit den Preis von 200 1000 fr, je nach der Beschaffenheit des Haares und der künstlerischen Ausstattung. Marseille ist der große Zwischenplatz sur den Handel mit Menschenhaar. Mehr als 20 000 Kilo dieser seltsamen Waare werden dort jährlich eingeführt, zumal au^ Italien und insbesondere aus Sieilien, Neapel und der Campagna Roms. Ein bescheidener Theil kommt aus Spanien und aus den Departements Frankreichs. Die Bretagne und Auvergne, wo die moderne Cultur bekanntlich noch am wenigsten einqedrungen und die Armuth zum Theil recht groß ist, haben von diesem menschlichen Tribut den Löwenanthell abzutragen. : In diesen Gegenden erscheinen die ehrenwerthen Händler zumal I an den Markttagen, und das junge Mädchen, welches sich gegen einen bunten Tand oder ein hübsches Kleid semes schönsten Schmuckes berauben lassen will, erklimmt emen lener hohen Barbierstühle, die man in den genannten Provinzen noch h§ute häusig antrifft, woraus denn nach vollendeter Ver- ’ stümmelung ein Feilschen entsteht: als wenn es sich um See- Pfarrer, Lehrer, Gutsbesitzer. Beamte re rauchen mit Vorliebe d Holländ. Tabak von B. Becker in Seesen a. H., 10 $fb. lofc in 1 Beutel fco. 8 JL löb 57181 Ein braver Arbeiter kann ein-1 Ein tüchtiges Dienstmädchen gesucht, irrten bei E». «linftl, Bahnhosstr. 8.15807 Ludwtgstr. 34. M * Ein Eewehrwunder, das seine Entstehung dem berühmten Erfinder Giffard verdankt, ist soeben von der Handels- ] kammcr in St. Etienne mit einem Prcl» von 10000 Franc» und einer goldenen Medaille prämiirt worden und erregt nicht nur in Frankreich großes Aussehen. Ob letzter^ auch berechtigt ist, wird die Zukunft lehren. Das neue Gewehr wird nicht mit Pulver, sondern mit verflüssigtem Ga^ geladen, das in einem starken Stahlbehälter enthalten ist, Welcher an den Lauf geschraubt wird. Beim Druck auf den Hahn wird ein Tropfen frei, dessen plötzliche Ausdehnung die Kugel gänzlich geräuschlos und natürlich auch ohne Spur von Dampf oder Rauch aus dem Lauf treibt- der Behälter reicht für dreihundert Schüsse. In St. Etienne erwartet man von dieser Waffe, welche alle Sprengstoffe aus der Schießkunst beseitigen soll, eine vollständige Umwälzung. * Paris, 6. Juli. Hebet die in Frankreich verwandten falschen Haare (postiches) bringt die „Köln. Ztg. folgende recht lehrreiche Einzelheiten. Vor Kurzem langten aiw Marseille 16 Ballen chinesischer Hgare an, welche zur Herstellung von Zöpfen und faux-chignons bestimmt fmb. ®a8 chinesische Haar, offenbar weil es nicht so fein und leicht ift . 8naben> bte ja v-ranniua, mqi immci ““‘.‘»"‘..“T'r' als das europäische, wird hier zu außerordentlich billigen «mgehen,, i * nd M.N« St°f,k-ag.«außer o^rd - n tti ch^z w » Darmstadt 10. Juli. In den Monaten April bis Staaten Nordamerikas im Mutterland würdig zu repraien-it a. Juni l I haben sich im Großherzog.hum bei dem ärztlichen Auch die Familien, welche em-ge Schutzen m.t schft>hr°n nnd v-ttrlnärärztlichen Personale die nachstehenden Berände- nnf Kosten der Newporter Gilde. E,n kleines Fest Wagner, Wilhelm Bogel und Wilhelm Sielzner m Darmstadt, Otto F r c s e n i u s, Benno Herzog und Friedrich Mülbergcr in Gießen, Siegfried Popper '"Mainz, I Mar Eisner in Eberstadt bei Darmstadt, Heinrich Mau I in Framersheim, Karl Hiemenz in Mombach, ^u(n^ Bayerthal in Worms, Johannes Stoll und Martin Bruck in Bad-Nauheim, Theodor Schmitt m Ulrichstein, I Curt Streicher in Bingen, Eugen Str ein m Griesheim, I Emil Nebel in Sprendlingen (Starkenburg) und Ernst I Grein in Offenbach - von praetifchen Veterinärärzten: Philipp Reck in Gau-Odernheim und Georg Decker m Sprendlingen (Starkenburg). Verzogen sind die praetifchen I Aerzte Karl Hiemenz von Mombach nach Trais a. d. M., I Mar Borchmeier von Framersheim nach Herte (Regvez. I Münster), Ludwig Forschner von Mainz unbekannt wohin, Hermann Lossen von Darmstadt nach Alexandria, sowie die Kreisassistenzärzte Otto Wiesner von Schotten nach Gedern und Hermann Stigell von Gedern nach Mamz. Gestorben ist der praetische Arzt Dr. Ernst Jochem in Griesheim. * Zur Uebergabe Helgolands an Deutschland wird den Hamb. Nachr." aus London, 6. Juli, berichtet: In eng- likben Marinekreisen wird versichert, daß bxe Uebergabe Helgolands an Deutschland Seitens beider Mächte unter Entfaltung eines großartigen Ceremoniells erfolgen soll. Eine englische Flotte unter dem Befehl des Herzogs von Edinburgh und eine deutsche mid--Kaiser Wilhelm an Bord werden an ein und demselben Tage auf der Rhede von Helgoland erscheinen. Die britische Flagge wird von der deutschen Flotte salutirt werden und sobald die Insel förmlich an I Deutschland übergeben worden ist, wird die britische Flagge gesenkt und die deutsche unter Salutschüssen der britischen Flotte gehißt werden. Die OsfizieiE des britischen Geschwaders werden hernach an Bord des deutschen Admiralsschiffes von Kaiser Wilhelm bewirthet werden. * Confervirte Leichen. Aus Hermannstadt (Siebenbürgen) berichtet man, daß 300 Leichen von Honveds aus einer Salzgrube, in welche sie vor 41 Jahren nach der Schlacht hineingeworsen wurden, vollkommen erhalten indem Salzwasser wieder aufgefunden worden seien. * Die amerikanischen Schützen, auf welche sich augenblicklich das Hauptinteresse des Berliner Publikums concentrirt, aehört der reichsten Schützengilde der Welt an, denn dieselben verfügen über ein Vereinsvermögen von rund 23 Millionen Dollars- ein Vermögen, welches eben nur unter amerikanischen Verhältnissen zu sammeln möglich gewesen ist. Die in Berlin anwesenden Newyorker Schützen, insgesammr reiche Männer, unter denen sogar mehrere Millionäre vertreten sein sollen, r numuicuma machen die Schützcnfahrt auf Kosten ihrer Gilde und sind I zungen, Langusten und Hummern handelte. Umzugshalber müsse« wir bis zum A 1, October d. I. uaser Geschaftslocal 17 M geräumt haben und verkaufen deshalb ] sämmtliche W * Schmählicher Undank. „Man weiß wirklich nicht mehr, wie man es ansangen soll", meinte kürzlich ein Vater mehrerer Töchter zu seinem Freunde. „Da hatte ich nun endlich « würdigen Junggesellen gefunden, der auf n,eme^e*teV Auge geworfen zu haben schien. Se.t emem°tw° habe ich ihn täglich zu Tische geladen und da "Wt metto,. daß er ein Feinschmecker sei, mir eine perfeete Köchin. ang - schafft, eine wirkliche Perle, die nur da^ Allerbeste ai s Tafel brachte - und was meinen Sie geschieht? dcuu P — „Der Kerl heirathet jetzt die Köchin!" •86 Sas empfiehlt^ich durch Reinheit, Aroma und Ergiebigkeit jls die beste und preiswertheste A. ZUfitZ SeLWW. Ka,fc£n,Ä2. ßltU KC» ...... reisen aus Kosten der Newyorker Gilde. Ein kleine^ Festessen, welches die Amerikaner gleich nach ihrer Anüinft in 11 * fnftotp mehrPTP. jTQUienO Seitens des Schatzamtes derselben angewiesen worden, in feiner Weise zu sparen, sondern die Deutschen der Vereinigten Staaten Nordamerikas im Mutterland würdig zu reprasenttren. Nachdem die Gemeinde Rüddingshausen beantragt Hat, daß ihr die^nach- verzeichneten Grundstücke, Gemarkung Rüddingshausen, welche im Grundbuch den beibemerkten Personen ohne Titel zugeschrieben sind: 1) Johannes Dietz 1. XXVII. 100. 2) Elisabeth Dietzler XXIX. 31. 3) Johann Deucker Wittwe XXIX. 69. 4) Heinrich Dietzler XXVIII. 348,3. / 5) Daniel Dorr XXIX. 36. 6) Johann Heinrich Dietz II. XXIX. 109. XXVIII 343. 7) Jakob Dietz I. XXIX. 72. 8) Konrad Dietz XXIX. 7. 9) Jacob Feldbusch XXVIII. 323. XXIX. 861/2- 10 Johannes Fink XXIX. 49. 51. 11) Heinrich Feldbusch I. XXIX. 40 12) Johann Heinrich Friedrich I. XXIX. 124. 13) Seibert Friedrich XXVIII. 324. 14) Georg Heid XXIX. 135. R 346. XXIX. 80. stände. A .1. Rothenberger, -W 5814 Ger.-Taxator. Mk Ang-Zalonfi-n ww*^i7vcitcrflcibcr . t,)llanufacturroflflrene Ailnttdans?"-?"" W '»>»“• 5 ■ g Herren- u. Knaben-Garderove F • zu jedem a««ehmbarerr Preise. GebCu Baer, • Ernst Blödner, emMehli in nur besten Ausliiüten und duuerstssier Arbkii 5011] Selt-rsweg. »«han* Gtllhl. Mpuftdbt 23. kacke, Farben, Materialwaaren, Specialität: Chemikalien. Adler- Drogerle- FnWodenanstrichc. hb» Otto Schaaf, Giessen Seltersweg Nr. 39. Nachmittags 2 Mr, Fortsetzung der Versteigerung im Lind'jchen Hauke, Katharinengaffe Nr. 11, und kommen insbesondere Kleider, Möbel, als: Küchenschrank, Kleiderschrank, Tische, Stühle u s.w- zum Ausgebot. Im Auftrag: 5837 F. Hoffman«. \ Mittwoch den 16. Juli, Nachmittags 2 Uhr, Räucherartikel, --------——------- Fabrikation chemisch-techiiischer Präparate für Haushaltung, LandwirthschanundGewe^u^^^^^ 5613 Die feine Gesundheits-Chocolade ■■ mra doch sonst die Einkochzeit langst vorüber. 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Hiermit die ergebene Mittheilung, daß ich mich hier als Hebamme niedergelaffen habe und halte mich den geehrten Herrschaften vorkommenden Falls bestens empfohlen. . Gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam, daß ich lange Jahre m den Kliniken bei Herrn Professor Kehrer in Heidelberg als Wärterin und Hebamme thätig war. Hochachtungsvoll Julie Muller, Neustadt 21. Gießen, den 9. Juli 1890 s5779 Southampton anlaufend Oceanfahrt <& 7 Tage im Glas und Flaschen bei: C. Roth II, Wallthorflraße 5. W. Schomber, Neuen Baue 10. I. Häuser, Ludwigstraße 36. I. Georg, Ederstraße 2. H. Zipp, Ostanlage 9. Musikalische Abende. Der dritte Abend wird 5766 Sonntag den 20. Juli, Abends S Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins abgehalten werden. in Giessen vis-ä-vis dem Friedhof empfiehlt sich zum Anfertigen von toteMIm, Monumenten eit. Grabeinfassungen In systematischer Anordnung und zur Einführung in das Studium der wissenschaftlichen Pädagogik bearbeitet von Heinrich Scherer, Schulinspector in Worms. 12 Bog. gr. 8° eleg. Ausstatt, mit dem Porträt und Facsimile Diesterwegs. Aus dem überaus reichen Inhalte, seien nur folgende Abschnitte heroorgehoben: Die ^geschichtliche Entwickelung der deutschen Volksschulpädagogik und der deutschen Volksschule. — Adolf Diesterweg. sein Leben und Schaffen. — Aufgaben der Pädagogik, Quellen, Theorie und Praxis — Object der Erziehung; die menschliche Natur und die Gesetze ihrer Entwicklung. — Bestimmung und Aufgabe des Menschenlebens; Zweck, Ziel und Weg der Erziehung. — Mittel der Erziehung. — Allgemeine Unterrichtslehre. — Lehrerbildung ; Lehrkunst; Fortbildung. — Aeußerlichkeiten in der Schule. — Spezielle Unterrichtslehre (Methodik). — Spezielle Erziehungslehre (Schuldisciplin)—Schul- organisation- — Characteristik der Diester- weg'schen Pädagogik. — Anhänge, litter- arischer Wegweiser für Fortbildung der Lehrer. Preis Mk. 2.— franco bei Einsendung des Betrags. Herr Friedrich DitteS in Wien schreibt an den Verfasser: „Erst heute Vormittag konnte ich mit der Lectüre Ihres vortrefflichen Buches zu Ende kommen. Ich sage Ihnen nur kurz, daß Ihr Buch nach meinem Ermessen das beste ist unter allen denen, welche das Diesterweg-Jubiläum hervorgerufen hat u. s. w." — Herr Director Dr. Bartels in Gera sagt darüber u. A.: „Mit größtem Interesse habe ich das Manuscript studirt und es ist mir eine Freude, ein wirklicher Genuß gewesen, die so fleißige Arbeit durchzu arbeiten. Dem Altmeister der Pädagogik, Diesterweg, setzen Sie ein herrliches Denkmal und der Lehrerwelt erweisen Sie durch die Herausgabe einen großen Dienst. aus der Freiherrlich Riedesel’schen Brauerei in Lauterbach ist zu haben 3341 Der beste Kamm der Welt, ich tausche jeden Kamm, welcher binnen Jahresfrist im Gebrauch zerbricht, gegen einen neuen um, nur allein echt zu haben bei 4971] Gustav Gerhardt. Die Kübsamen’sche Kade- und 8chwimln-ünstail ist eröffnet. Unterrichtsstunden «nd Badezeit für die Schuljugend find am den Wochentagen Vormittags von 10—12 Uh« und Nachmittag» von 3—7 Uhr. In diesen Stunden wird gut« und streng« Aufficht geführt, sodaß die verehrlichen Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein könne«. Geöffnet ist die Anstalt von Morgens 6 Uhr bi» Abend» 8 Uhr, an Sonntagen nur Vormittag» von 6—12 Uhr. Ich lade zum Abonnement ergebenst ein und bemerke, daß alles Nähere in der Anstalt, wo auch die Liste zur gefl. Einzeichnung offen liegt, zu Für Müller. Empfehle meine echte Schweizer Seiden-Gaze zu Fabrikpreisen und liefere Cylinder-Ueberzüge fix und fertig zum Aufschnüren unter Garantie. [5851 I. L. Krieg, Miihlsteinfabrik, Frankfurt a. M., Wingertstraße 11. Im Verlage von Emil Roth in Giessen ist soeben erschienen: Adolf Diesterwegs beginnt soeben ei« neue- Quartal. Ru beziehen in Wocheu-Nummeru (Preis JL 1.60 vierteljährlich) oder in jährlich 14 Heften ä 50 oder 28 Halbheften ä 25 H durch die meisten Buchhandlungen. Die Wochen-Ausgabe auch durch die Postämter- Das dritte Quartal der „Gartenlaube" eröffnet ein neuer Roman von Hermann Helberg: „Elfi IRtinn“. Das erste und zweite Quartal der „Gartenlaube" 1890, u. a- den Roman »Alarumenzeichen* von E. Werner vollständig enthaltend, werden auf Verlangen zum gleichen Preise nachgeliefert Deutsche Febcnsverficherungs-GeseUschast I in Lübeck. Dreizehnte Dividenden-Vertheilung an die Versicherten der Abtheilung A. Die Dividende pr. ult. 1889 auf die, vor dem 1- Januar 1858 gezeichneten Policen, welche in den Jahren 1890/93 zahlbar ist, beträgt: 3,75 pro Cent des versicherten Capitals. _ . ~ ~ Die neuen Dividendenscheine sind von den Police-Inhabern gegen Vorzeigung der Policen, bezw. der über dieselben ertheilten Depositalscheine und gegen Quittung bei den betreffenden Agenten, bezw, im Haupt- büreau der Gesellschaft in Lübeck, entgegenzunehmen. Vertheiluug des Gewiunautheils an die Versicherten der Abtheilung B. Der am 1. Juli 1890 zahlbare Gewinnantheil aus den Jahren 1886/89 betragt: c.^^sclasse 1874: 53,70 pro Cent einer Jahresprämie „ „ „ 1878: 38,70 „ „ „ ' „ 1882: 24,70 „ „ „ „ " „ 1886: 9,40 „ , „ Die Gcwinnantheilsscheine sind von den Inhabern der, m den Jahren 1874, 1878, 1882 und 1886 nach den Tabellen 1 d-5 gezeichneten Policen gegen Vorzeigung der Policen, bezw. der über dieselben ertheilten Depositar« scheine nnd gegen Quittung bei den betreffenden Agenten, bezw- im Haupt- bureau der Gesellschaft in Lübeck, entgegenzunehmen. Lübeck, im Mai 1809. Die Deutsche Lebens'VerfichernngS-Gesellschaft in Lübeck. Der Director: Bernh. Sydow- [5105 1 von Emil Kalbfleisch | Placat-Falirpläiie | «! " d" | g Expedition des „Giessener Anzeiger“, g Hamburg - Amerikanische “ Postdampfschiffahrt MH 1 Mineral-Brunnen. Menser-^* S. Elsoffer, Oiessen, L. Waldbaum in Wohnbach, Jos. Gottlieb in Nidda, Jobs. Walther in Stockheim, Leopold Stern II. in Schotten, Theod. Andreas in Bad-Nauheim, Louis Gnifkowsky in Homberg a/v. □wum—iw«,«.-. Hamburg—Havana. Hamburg—Baltimore. Hamburg—Mexico. Ausserdem regelmässige Postdampfer-Verbindung zwischen . Hamburg—Westindiern MiS Gin B,l> «„nahm« v°a d folgtnbtn Tag wj #r. 20 des 3 enthält: (Nr. 1905.) Nachtrags zum S 1890/91. $omc Mr. 1906.) rweiten Nachtrags jahr 1890/91. V Mr. 1907.) dncku MW W 1890|9l ? Mr. 1908? leihe für Zwecke Poß und Teleg: Gießen, Gi Mn, 13. Woche seine Thc der Bnndesrathsj die sommerliche K eingelreten sind, denden Tagessrag endigung der pa Grundlage für di Bereits haben bei Beder des preutzi begonnen und ist ordnet worden, d sein werden, tz Reichskanzler v. nehmen, da beit Äemter hineinzuc entwickelt eine z N mit Ausste den preuh -uunocsi toQ, en 'e^un9 zu einer 5“ einer ReG iiltliche^.1^ ■ S(firprf Mulch 55* "tzL Ä //^>h!" "?reiN reil'tn $„ di° ’ilrtei/1?"91 8tiu [,er.,c”r e fiften. £lbcr- ! vrit Kg/!"1 es ki«r> di ihre tz 'änsall *4j i *' 'S«, Ler •**Ä «it ÜH«*1 Vonlap- Dir «Mr '-",7S »üchentlich » btW Gasthaus „z.weissen Ross“ 5459 Kopulär-uatmmffenschaftl. Verlag von Gtto Deisert, Stuitgart. 5686 täglich srisch, empfiehlt Äug. Guhr, Bahnhofstraße 12. Cours vom 5./VII. 12./VII. Cours vom 5./VIL12./VII. 93.80 " °^ei?8v?aaren^wT 83.50 1124 Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießm. 86.80 87.60 102.3fr 18.10 101.80 billigstes Logirhaus. Gauerbrauten, ä Portion Würstchen nach Frankfurter Art Ein vorzügliches Bier, V2 Liter Ueber die Straße Ein Kännchen Frucht Ueber die Straße Ein Kännchen Branntwein 5831 15 H, 15 H, 12 11 12 ^1, 10 7 Prima Heideweer- und Strcuhei- (GH-) Kuchen Für Bahnen kam vorübergehend wieder ein günstig lautender Erntebericht in Betracht und im Allgemeinen hat sich daher dieses Gebiet am besten gehalten. Auf Böhmische Westbahn und Buschtherader drückt die noch schwebende Angelegenheit des Kreuzerzonentarifs, doch haben sich die letzteren bei Schluß der Woche wieder erholt. Lombarden waren begünstigt auf eine Nachricht, daß der Kauffchillmgs-» prozeß in ein für die Gesellschaft günstiges Stadium getreten fer Staatsbahrr etwa IV2 fl- besser wegen günstiger Etnnahmeausweise. Schweizer Bahnen schwachem aus Anlaß des ungünstigen Reisewetters. nr .. . Renten schwach, namentlich Türken, Serben und Ungarn. Argentinier verloren IV2—20/0, Mexikaner 1% auf Unruhen in Mexico- r „ rzI „ . J Von Jndustrieactien waren Veloce stark rückgängig auf ungünstige Privatnachrichten, der Verlust ist jedoch gegen Ende der Woche wieder ausgeglichen worden° Rückgängig sind auch einzelne Brauereien, Electricitäts-Actien (—5.90 0/0), Frankfurter Trambahn (—2,50 %), Türkische Tabak (—4%). Gelsenkirchener ( 2i/z)> in Steins Garten. Der Vorstand, Course der Frankfurter Börse Staatsanleihen. Reiseuder-Gesuch Gut empfohlener Reisender unter günstigen Bedingungen für ein hies. Engros- Geschäst gesucht- — Solche, welche für die Colonialwaaren-Branche Hessen u. Nassau schon mit Erfolg bereift haben, erhalten den Vorzug. Off- unter z. 300 an die Exped. d Bl. erbeten. 5687 Börsenwochrnbericht von E. WasserscBilebeii, Bankgeschäft. Rahmer, Physiologie, broschiert M.5.— gebunden M. 6.— Alsberg, Anthropologie, brosch. M. S.- gebunden M. 7.— Roßmählex-Engel, Die Geschichte dex Erde, 4. Aufl., br. M. 6, geb.M. 7. Rotzmätzler, Die uier Jahreszeiten 6. Aufl.. br. M. 5, geb. M. 7. Clarus Sterne, Die allgem. Weltan« schaumig, br. M. 6., geb. M. 7.50. Klein, Allgem. Himmelskunde, 2. Aufl. br. M. 5.—, geb. M. 6.—.______ Kinderwagen 'in größter Aus-«-« wähl zu billigsten i Preisen bei [511 2 A. Kilbinger, L- Senners Nchf. • - Heß, Prof. Dr. W-, Spezielle Zoologie, Bd. I., br. M. 4., geb. M. 5. Ledebur, Die Metalle, br. M. 3.50, geb. M. 4.50. 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Die Sommermonate pflegen in der Regel einem lebhaften Börsengeschäft ungünstig zu fein, aber es wäre doch falsch, die jetzt herrschende Geschasts- stille der Reisezeit und dem verminderten Börsenbesuch zur Last zu schreiben. Schon in den Frühjahrsmonaten war die Geschäftsstille vorhanden, sie wich dann aus kurze Qett unter dem Eindruck einer lebhaften Propaganda, die für zahlreiche Emissionen und neue Börsengeschäfte gemacht wurde, und kehrt jetzt doppelt drückend zuruck, da die Mehrzahl der Emissionen den gewünschten Erfolg nicht gehabt haben. Es wird zwar versichert, daß fast in jedem einzelnen Fall Ueberzeichnungen stattgefunden haben und daß die angemeldeten Beträge reducirt werden mußten; das mag richtig fein, und dennoch wird man nicht bestreiten können, daß von diesen Neu-Emissionen nur der geringste Theil untergebracht ist. Es kommt bei allen Subskriptionen sehr die Qualität der Zeichner in Betracht, denn es ist den Emissionshäusern wenig gedient wenn große Beträge von Spekulanten erworben werden, die nur auf einen günstigen Moment zum Verkauf warten und sich aber auch nicht scheuen, wenn dieser ausbleibt, die neu erworbenen Effecten zu jedem Cours loszuschlagen. Deshalb erfahren Zeichnungen, von welchen spekulatives Interesse vorausgesetzt werden kann, von vornherein erhebliche Reduktionen, und die Ftnanzhäuser entschließen sich, lieber erhebliche Beträge zu behalten, als sich der Gefahr auszufetzen, die kaum verkauften Effecten in ihre Schränke zurückwandern zu sehen. Bestätigungen, daß der Erfolg der Emissionen doch nicht so glänzend gewesen ist, als man glauben machen wollte, hat diese Woche mehrere gebracht. Man erinnert sich noch, daß im Frühjahr dieses Jahres ein Syndicat zur Gründung einer italienischen Bodencreditanstalt gegründet wurde, dem nicht weniger als einige fünfzig deutsche Firmen beitraten. Heute bringt der Telegraph die Nachricht, daß die deutschen Bankiers aus dem Consortium ausgetreten seien, und man erzählt sich ziemlich offen, daß der Grund dazu in der Unmöglichkeit zu suchen fei, noch wettere Beträge italientfcher Werthe im deutschen Markt unterzubringen. Auch bei einer Guatamala-Anleihe, welche von deutschen Firmen übernommen wurde, findet die Subscrtption mit Umgehung der heimischen Märkte in London und Paris statt, sicherlich nur aus dem gleichen Grunde. Solche Symptome lassen doch aus eine bedenkltcheUeberlastung des Marktes schließen und mahnen zu äußerster Vorsicht, denn es kann leicht sein, daß die Folgen derselben sich verderblicher erweisen, als man bisher glaubte furchten zu müssen. Es bleibt mmer zu bedenken, wie schwere Erschütterungen der Markt bisher durchgemacht Hat, wie zahlreich die Enttäuschungen waren, welche das Publikum erfahren hat und täglich noch erfährt. Neue Enttäuschungen, noch dazu auf dem Gebiet der Renten, wo sich das Publikum am wenigsten der Ueberraschungen versteht, vermögen le cht neue Erschütterungen herbeizuführen. Allerdings ist die Contremine heute nicht mehr entfernt in der Lage, eine ähnliche Rolle zu spielen, wie beim Zusammenbruch der Bergwerksspcculation, und das mag immerhin zur Beruhigung bknen. Ueber- haupt ist der gänzliche Mangel jeder speculativen Tätigkeit ein eigenthumliches Symptom der gegenwärtigen Börsenstgnatur. Derselbe geht so weit, daß Ereignisse von tiefgehender Bedeutung nicht vermögen, die Börse aus ihrer^Lethargie au- zurütteln. So hat in dieser Woche die kontgl. Eisenbahn-Direction Elberfeld sammt- ltche bet einer Schienenverdingung etngelausenen Offerten wegen zu hoher Preise zurückgewiesen. Diese Weigerung des Staates, überhohe Preise zu bezahlen, scheint einen Bruch mit dem bisherigen, ost gerügten System anzukündigen, und wird zweifellos bedeutende Preisermäßigungen zur Folge haben, aber der Eindruck auf die Börse war so gering, daß Laurahütte nur etwa 2o/o zurückgingen. Der Kohlenmarkt ist in einer etgenthümlichen Lage. Die Preise weichen, man hört von Abschlüssen bis auf 85 JL herab, aber die Vereinigung der Zechen setzt jetzt alle Hebel in Bewegung, um die Preise nicht weiter fallen zu lassen. Nötigenfalls soll Förderung und Tagesversandt bis auf 7000 Wagen, d. i. ca. -/g der bisherigen Förderung, herabgemtndert werden. Wie weit das freilich gelingen wird, tft eine andere Frage. Immerhin ist die Lage der Eisenproducenten keine be- neidenswerthe: Auf der einen Seite künstlich hochgehaltene Kohlenpreise, aus der anderen die Nothwendigkeit einer Preisermäßigung der eigenen Produkte. Es ist kein Wunder, daß sie diese Nothwendigkeit möglichst hinauszuschieben oder zu umgehen suchen und zur Erreichung dieses Zieles auf die wunderlichsten Pro- jecte verfallen. So sollen an verschiedenen Plätzen Centrallager errichtet werden, an welche die Werke ihre Produkte abliefern, um sie erst wieder bei gestiegenen Preisen zu verwerten. Ein solcher Vorschlag ist kaum ernst zu nehmen, denn die wenigsten Werke verfügen über Geldmittel, die groß genug sind, eine derartige Aufstapelung ihrer Produkte auch nur wenige Monate lang durchzufuhren. Außerordentlich peinlich berührten in dieser Woche die Nachrichten aus Argentinien. Es wird jetzt offen zugestanden, daß die National- und Prootnzial-Bank in Buenos-Ayres schon im April dieses Jahres dem Ruin nahe waren, und nur dadurch gerettet wurden, daß die Regierung ihnen die Ausgabe bereits außer Cours gesetzter Noten gestattete. Die Regierung verlangt jetzt nachträglich die Sanktion dieser ung-MIch-n Maßregel und wird st- auch erhallen, aber -s E, wunder- bar zugehen, wenn solche Eröffnungen den Credit der Banken nicht gänzlich untergraben, so daß die Depositen bis auf den letzten Pefo zurückgezogen werden- Die Noth in Buenos Ayres muß groß fein. Der Goldcours ist wieder auf 314