84.95 85.80 104.55 104.10 270.50 S»'90 ' 269. 64.50 100.95 100.80 84.40 nsM mit erhalt sich Gaben über ÜaUenijdjer 52 deutsche t die Mehr- .s schwächer, 64.25 100.65 101.- > 83.75 2./V. 9./V. 93.701 93.80 ®$23. MN. UÄ, W allem nfarbe za 1 beziehen. WU örFjuneF; ^roegj^ iHrHH ua_ ® Beiter '22 U iu oet; -M. i zu vn- lner unb ' Zu ver. aff££_ iamilienl «*«l® 123.80 121 86.651 87.10 02.60 102.50 18.50 18.70 105.60 104.55 87.10 89.40 ä 164.60 166-60 111.201111^ ergerichtete Herleitung, Watte bei- vermiethen. Rr. 35. 'es (ö Zim- ff. Cchulstt. 41 tf 1890 Dienstag den 13. Mai Nr. 110 Amts- unb Anzeigeblertt für den Kvcb Gieren Anrttichev Theil bürg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lörbach, an Alle Annoncen-Bureaux des In« und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die Verständigung zwischen den Deutschböhmen und den Altczechen macht erfreuliche Fortschritte, was sich auch in dem zwischen beiden Theilen abgeschlossenen Compromiß für die Delegationswahlen zeigt. Die deutschböhmischen Reichsrathsabgeordneten erhalten demzufolge vier Mandate für die Delegationen und sind als Candidaten für dieselben die Abgeordneten Plener, Ruß, Baernreither und Stöhr, mit dem Abgeordneten Siegmund als Ersatzmann, ausgestellt worden. In Paris scheint wieder einmal eine kleine Scandal- affaire im Anzuge zu sein. Die Verwaltung des großen Geldinstitutes, des Credit foncier, wird von den Boulangisten schmutziger Geschäfte beschuldigt und kam es hierüber in der französischen Deputirtenkammer in voriger Woche zu erregten Verhandlungen. Dieselben endeten mit dem Beschlüsse, daß die Kammer auf die Wachsamkeit der Regierung gegenüber dem Credit foncier zähle und sind nunmehr die Finanzinspec- toren Massat, Jacquin und Jely zu Regierungscommissaren ernannt worden, mit dem Auftrage, die Untersuchung der Geschäftsführung des Credit foncier vorzunehmen. Gegenüber den immer wieder auftauchenden Zeitungsmeldungen von einer vermehrten Thätigkeit bulgarischer Emigranten in Serbien und einer von denselben demnächst beabsichtigten Action gegen Bulgarien erklärt eine officöse Belgrader Meldung, es sei hiervon nichts bekannt und gäben die tatsächlichen Verhältnisse zu keinerlei Besorgnissen Anlaß. demselben Tage wurde dem Schullehrer Franz Joseph Bernd zu Herbstein eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein- Krotzenburg , an demselben Tage wurde dem Schullehrer Johann Philipp Dörsam zu Löhrbach die Lehrerstelle au der Gemeindeschule zu Aschbach, am 22. April wurde dem Schulverwalter Richard Karner zu Heidesheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wackernheim, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Karl Palzer aus Gabsheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gau-Algesheim, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Adam Krämer aus Böllstein die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Haister- bach übertragen- an demselben Tage wurde der Johannes Hildenbeutel zu Darmstadt zum Steuercommissariatsgehilsen ernannt- am 24. April wurde dem Schulamtsaspiranten Jos. Uihlein aus Castel eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Heidesheim, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Johannes Etling aus Ober-Breidenbach die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bannerod, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Aloys Müller zu Offenbach eine Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Herbstein, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Knabenschuh aus Butzbach die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Allmenrod, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Heinrich Vonderheit zu Leeheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hergershausen, am 26. April wurde dem Schulamtsaspiranten Karl Brendel aus Fürfeld eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Ingelheim, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Mink aus Kesselbach die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Engelrod übertragen - am 27. April wurde der provisorische erste Lehrer und Dirigent der höheren Bürgerschule zu Pfungstadt Gustav Magel, unter Verleihung der Rechte eines definitiv angestellten Volksschuttehrers zum ersten Lehrer und Dirigenten der genannten Schule, mit Wirkung vom 1. Mai an, ernannt. Nachweis der Befähigung zur Uebernahme eines Kirchenamtes. Ueber den Besitz der nach Art. 1 und 4 des Gesetzes vom 5. Juli 1887, die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen betreffend, zur Uebernahme eines Kirchenamtes noth- wendigen Eigenschaften ist der Nachweis erbracht worden bezüglich der Candidaten der evangelischen TheologieOtto Schreiber aus Gießen, Valentin Brück aus Alzey, Julius I Diefenbach aus Eudorf, Emil Mahr aus Framersheim, Karl Michel aus Ostheim, Hermann Schmidt aus Friedberg und Gustav Weißgerber aus Gießen, sowie bezüglich der Alumnen der katholischen Theologie: Franz Joseph Hinkel aus Heppenheim a. d. B. und Johann Adam Jöst aus Löhrbach. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 5. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Höchst mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalte von 1000—1150 Mk. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den filzenden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigst geruht: Am 11. April dem Pfarrverwalter Eugen Schönfeld zu Hofheim und Nordheim die evangelische Pfarrstelle zu Hofheim, am 19. April dem zweiten Pfarrer Eduard Eckstein zu Nidda die evangel. Psarrstelle zu Alsbach zu übertragen- am 20. April den an der erweiterten Volksschule zu Rimbach i. O. in der Kategorie der Volksschullehrer angestellten Dirigenten und ersten Lehrer Conrad Grein zum Lehrer an der Realschule zu Alsfeld, an demselben Tage den an der erweiterten Volksschule zu Homberg a. d. O. in der Kategorie der Volksschullehrer angestellten Dirigenten und ersten Lehrer Dr. Heinrich Pitz zum Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Gießen zu ernennen.' Am 28. März wurde dem Schullehrer Christ. Bangert zu Battenfeld eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bingenheim übertragen- am 5. April wurde der an dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach in der Kategorie der Volksschullehrer angestellte Lehrer Adolf Bergheimer nach Uebernahme dieses Gymnasiums als staatliche Lehranstalt zum Lehrer an dieser Anstalt, unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer, mit Wirkung vom 1. April an, ernannt- am 14. April wurde dem Schullehrer Philipp Jacob Filz zu Gießen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Allen- dors a. d. Lda., an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Andreas Eck aus Heppenheim a. d. B. eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein-Winternheim, an demselben Tage wurde der Lehrerin Katharina Weber zu Münster eine Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Mombach, am 19. April wurde dem Schulamtsaspiranten Adam Schmidt aus Oppershofen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sulzheim, an demselben Tage wurde dem Schullehrer August Lenz zu Stammheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Ramstadt, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Weitzel aus Düdelsheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ulrichstein, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Conrad Renker aus Friedberg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Astheim übertragen- an demselben Tage wurde der von dem Herrn Grafen zu Stolberg- Wernigerode-Gedern aus die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Glauberg präsentirte Schulamtsaspirant Heinrich Henkel aus Vierteljähriger Avonnemeutsprels: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redactton, Expeditiov und Druckerei: Schxtstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Gießen, am 12. Mai 1890. Betr.: SterblichkeitS - Uebersicht. Das Grotzh. Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien de- Kreises. Diejenigen unter Ihnen, welche mit der Einsendung der Todeszeugnisse und Sterbesallszählkarten für März und Aprll d. I. noch im Rückstände sind, erinnern wir an die Erledigung dieses Geschäftes binnen 3 Tagen. I. V.: Dr. Balser. Deutsches Reich. Darmstadt, 9. Mai. Das Großh. Regierungsblatt (Beilage Nr. 10) enthält u. A.: Bekanntmachung Großherzoglicher Brandversicherungs- Commission, die Ausbringung des Bedürfnisses der Groß- herzoglichen Landes - Brandversicherungs - Anstalt für 1889 betreffend. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1. April 1890 bis 1891 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal- bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Darmstadt. Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener A.mittenötSlter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. politische lUberftdH. Gießen, 12. Mai. Bei dem am vorigen Freitag stattgefundenen Empfang des neuen Reichstagspräsidiums durch den • Kaiser hat sich der Monarch namentlich über die Militärvorlage ausgelassen, deren Wichtigkeit er hervorhob, betonend, daß die in ihr erhobenen Forderungen aus die dringendsten Bedürfnisse beschränkt seien. Der Kaiser schloß seine Ausführungen mit dem Hinweise darauf, daß die Vorlage das Ergebniß langer und Wohlerwogener Berathungen der Generale bilde und daß sie -lediglich im Interesse der Aufrechterhaltung des Friedens eingebracht sei. Alsdann unterhielt sich der Kaiser mit den einzelnen Herren in leutseligster Weise und entließ sie schließlich huldvollst. Das preußische Herrenhaus führte am Freitag die Be- rathung des Etats zu Ende und nahm denselben im Ganzen an. Der weitaus größte Theil der Sitzung war indessen der Berathung des vom Grafen Pfeil beim Cultusetat ge- stellten Antrages gewidmet, die Regierung um Erwägung von Maßregeln zur Beseitigung der Uebelstände zu ersuchen, welche sich aus der Ueberzahl jüdischer Schüler auf preußischen höheren Lehranstalten dadurch ergeben haben, daß infolge dieser Ueberzahl eine Veränderung des Lehrplanes an jüdischen Sabbathen und Feiertagen hat stattfinden müssen. Graf Pfeil begründete den Antrag durch statistische Belege über die Ueberfüllung der öffentlichen höheren Lehranstalten Preußens mit jüdischen Elementen, durch welchen Mißstand die Möglichkeit einer christlich-nationalen Entwickelung des deutschen Volkes in Frage gestellt werde, und plaidirte schließlich für Errichtung besonderer jüdischer Schulen. CultuSminister Dr. v. Goßler zeigte sich in seiner Erwiderung ziemlich reservirt gegenüber dem Anträge Pfeil, er wies darauf hin, daß die jüdischen Schüler lediglich wegen ihrer Confession nicht von den staatlichen Schulanstalten zurückgewiesen werden könnten und legte im Weiteren die technischen Schwierigkeiten dar, welche der Durchführung des Planes getrennter Schulen entgegenstehen. Entschieden gegen den Antrag Pfeil und seine Tendenz sprachen sich die beiden Oberbürgermeister Dr. Miquel und Bötticher aus, dagegen verwandten sich für denselben ebenso entschieden die Herrenhausmitglieder v. Kleist-Retzow And G^af v. d. Schulenburg-Beetzendorf vom christlich-germanischen Standpunkt aus. Auf denselben stellte sich auch die Mehrheit des Herrenhauses, denn dasselbe genehmigte den Antrag Pfeil gegen die Stimmen einer Anzahl von Herrenhausmitgliedern; unter letzteren befand sich auch Graf Moltke. Angesichts der Erklärungen des Cultusministers ist schwerlich anzunehmen, daß der Antrag eine besondere practische Wirkung haben werde. Die socialpolitischen Debatten im österreichischen Abge- ordueteuhause, zu denen die Erörterungen verschiedener Etats- positionen führte, sind noch immer nicht abgeschlossen. Auch in der Freitagssitzung kam es zu einer hervorragenden social- Politischen Discussion, die sich beim Etat des Ackerbauministeriums entspann. Minister Graf Falkenhayn verbreitete sich ausführlich über die sociale Frage und wandte sich hauptsächlich gegen die vorgeschlagene politische Organisation der Arbeiter, welche den socialen Kamps zu einem dauernden gestalten würde; auch von den Arbeiterkammern wollte der Minister nichts wissen. Weiler vertheidigte er das Capital gegen die vorgebrachten Angriffe, betonte aber, daß das Capital nicht zum goldenen Kalbe werden dürfe und deßhalb sei es auch nothwendig, die Religion zu schützen. Der deutschliberale Abgeordnete Plener griff den Minister wegen dessen Auslassungen über das Capital scharf an und als Gras Falkenhayn nicht minder scharf erwiderte, erklärte zwar Plener, die Stelle über das goldene Kalb falsch verstanden zu haben, hielt aber trotzdem seine Angriffe zum Theil aufrecht. ießener Anzeiger Aenerat-Unzeiger. Berlin, 10. Mai. Der Bundesrath ertheilte in der am 8. dss. Mts. unter dem Vorsitze des Vice-Präsidenten des Staatsministeriums, Staatssecretärs des Innern Dr. v. Boetticher, abgehaltenen Plenarsitzung dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Abänderung von Bestimmungen des Strafgesetzbuchs, und dem Anträge Sachsens, betreffend die Verlängerung des Privilegiums der landständischen Bank des Königlich sächsischen Markgrafthums Oberlausitz zur Ausgabe von Banknoten, die Zustimmung. Der vom Reichstage dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesenen Petition der Actiengesellschaft für Bergbau-, Eisen- und Stahl-Industrie „Union" zu Dortmund wegen Erstattung von Roheisenzoll und einer Eingabe wegen Errichtung eines Schlachthauses an der österreichischen Grenze beschloß die Versammlung keine Folge zu geben. Eine Eingabe, betreffend die Einfuhr von Schlachtvieh aus Oesterreich, wurde dem Vorsitzenden des Bundesraths, die Petition des Vorstandes des elsaß-lothringischen Thierschutzvereins zu Strgßburg wegen Ausführung des Gesetzes über den Schutz der Vögel in Elsaß-Lothringen der elsaß-lothringischen Landesregierung überwiesen. Den zuständigen Ausschüssen wurden zur Vorberathung übergeben die Vorlagen, betreffend die Aenderung der Postgebührensätze für Drucksachen, und wegen Abänderung des § 27 der Bahnordnung für deutsche Eisenbahnen untergeordneter Bedeutung vom 12. Juni 1878. Von Seiten der Ausschüsse für Zoll- und Steuerwesen und für Rechnungswesen wurde über die ............ — i gemeinschaftlichen Einnahmen an Zöllen, Tabak-, Rnbenzucker-, Gedern für diese Stelle bestätigt- am 20. April wurde dem Salz-, Branntwein- und Brausteuer, sowie aus der Ueber Schulamtsaspiranten Philipp Präsried aus Echzell eine Lehrer- gangsabgabe von Branntwein und^Bier,ferner^er b'e Cm- stelle an der Gemeindeschule zu Dornheim, am 21. April nahmen aus dem Spielkartenstempel für das Etats,ahr 188 I wurde dem Schullehrer Friedrich Schachner zu Klein-Krotzen- bis 1887 Bericht erstattet. Endlich wurde über mehrere | ^rg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lörbach, an I Gesuche um Zulassung zur Schlfierprüsung Beschluß gefah. Hamburg, 10. Mai. Die Schuppenarbeiter am Amerikaquai legten die Arbeit nieder, weil sie sich weigerten, die Schutenarbeiten auszuführen, welche den Ewersührern zukämen. Greiz, 10. Mai. Die Webereiarbeiter verlangen zehnstündige Arbeitszeit, Wiederherstellung des Lohntarifs von 1882, eine besondere Lohnerhöhung von 15 Procent für complicirte Arbeir und die Einführung von Lohnbüchern. Der Verein der Fabrikanten geht hierauf nicht ein; er lehnt es ab, mit dem Arbeitercomite, das aus Führern der Socialdemokraten besteht, zu verhandeln. Ein Theil der Arbeiter legte in Folge dessen die Arbeit nieder. Arrslairv. Befieges, 10. Mai. In dieser Nacht versuchten Unbekannte, die Ventilatoren mehrerer Gruben abzustellen. Die Ingenieure bemerkten und verhinderten rechtzeitig das Attentat. Das Massenmeeting der Bergleute beschloß, den Aus st and bis zum Aeußersten durchzusühren. Die Belegschaft von Grandcombe arbeitet vollständig. Die Ruhe ist vollständig. Sofia, 10. Mai. Der Präfect von Phillippopel, Dimitrow, ist zum diplomatischen Agenten in Belgrad ernannt worden, wohin er im Lause des Monats Mai abreist. Bukarest, 10. Mai, Die Kammer nahm mit 93 gegen 55 Stimmen die Vorlage, betreffend die Fortification s- cred ite, an, nachdem der Ministerpräsident und der Minister des Aeußern erklärten, daß die Fortificationen nur einen defensiven Charakter trügen und keineswegs eine politische Tragweite in sich schlössen. Catargiu erklärte die gestrige, für die Allianz mit dem Dreibund plaidirende Rede Earps als ein Motiv für die Ablehnung des Fortisicationscredites. Konstantinopel, 10. Mai. Djevdet Pascha wird durch den Minister Risa Pascha ersetzt. An dessen Stelle tritt der gegenwärtige Minister der öffentlichen Arbeiten, Zihni Pascha, welcher durch den Director der indirecten Steuern, Rais Pascha ersetzt wird. An die Stelle des Letzteren tritt Hassan. Der Gouverneur von Pera, Emroulah Effendi, ist abgesetzt worden- sein Nachfolger ist Nazim Bey, Hussein Bey, einer der Secretäre des Sultans und Präsident der Munizipalität von Pera, ist zum Gesandten in Bukarest anstatt Feridum Bey ernannt worden, welch Letzterer den Gesandten in Belgrad, Nahmud Neddim ersetzt, der sich nach Athen begibt. Neueste Nachrichten. WolfiS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 11. Mai. Um zu vermeiden, daß nach dem Ablauf des Socialistengesetzes eine größere Schaar Ausgewiesener auf einmal zurückkehrr, werden, dem Vernehmen der „Köln. Ztg." nach, die Ausweisungen nach und nach aufgehoben. In Hamburg ist in diesem Sinne bereits verfahren. Berlin, 12. Mai. Der „Reichsanzeiger" meldet: Gegen die Hagelversicherungsgesellschaft „Germania" in Berlin wird wegen vorgekommener Unregelmäßigkeiten nächstens das Verfahren der Concessionsentziehung eingeleitet werden. Es wird als wünschenswerth bezeichnet, daß dies öffentlich bekannt werde, da in der Presse fortwährend Ankündigungen erscheinen, die Landwirthe zum Beitritt zur Gesellschaft auffordern. Dresden, 11. Mai. Hierselbst ist heute die Bildung eines Orts-Ausschusses für Errichtung eines Bismarck-Denkmals erfolgt. Ober-Bürgermeister Dr. Stue bel und Geheimer Hofrath Ackermann wurden zu Vorsitzenden gewählt. Hamburg, 11. Mai. Der hiesige Verband für Eisenindustrie macht durch Inserat bekannt, daß sich der größte Theil der Betriebe auf dem Gebiete der Eisenindustrie im Strike befinde, und bittet die Auftraggeber deshalb um Nachsicht. Die Polizeibehörde hat eine Bekanntmachung erlassen, in der sie die Arbeiterkreise darauf aufmerksam macht, die Polizeiwachen und Patrouillen seien angewiesen, den Nicht- Srrikenden gegen etwaige Störungen oder Belästigungen bei der Arbeit jederzeit Schutz zu gewähren. €ocak> und provinsiclics. Gießen, 12. Mai. — Die von uns für Samstag Abend gemeldete Durchreise Ihrer Königl. Hoheiten Prinz und Prinzesfin Heinrich von Preußen erfolgte, da die Abreise verschoben wurde, erst Sonntag früh 8 Uhr 3 Min. Auch Se. Durchlaucht Fürst von Waldeck kam gestern Morgen 5 Uhr 9 Min. hier an und reiste 5 Uhr 21 Min. nach Balduinstein weiter. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Dienstag den 13. Mai 18 9 0, Nachmittags 4 Uhr: 1. Organisation der Feldpolizei. 2. Gesuch des Lahnthal- Sänger-Bundes um kostenlose Ueberlassung des Gases an den Festtagen. 3. Die Prüfung des Gases, hier Normalkerzen. 4. Vergrößerung des Verwaltungsgebäudes der Gassabrik. 5. Decretur von Kostenrechnungen. 6. Ausübung der offenen Armenpflege. — Gießener Concertverein. Das sechste Eoncert des Gießener Concertvereins setzte sich aus einem sehr reichhaltigen orchestralen Theil und Gesangsoorträgen von Fräulein Lina Hilß aus Frankfurt zusammen. Die erste Stelle nahm die Ls-äur-Symphonie von Mozart ein, die unter dem Namen Schwanengesang zu den populärsten des Meisters gehört. Von allen Mozart'schen Symphonien kommt sie Haydns Art am nächsten, nicht nur hinsichtlich der Form und Technik, sondern namentlich auch mit Bezug aus ihren geistigen Inhalt. Hauptsächlich wirksam zeigt sich Haydns Borbild in dem marschartigen Character des Andante und dem srohgemuthen und leichtbeschwingten Finale-Allegro, während wir durch den schwermülhigen Schluß des einleitenden Adagios an den Don Juan gemahnt werden und das darauf folgende Allegro eine gewisse Heldenmäßigkeit zeigt, wie sie Haydn fremd ist. Ein Kind ähnlichen Griftes ist die Suite op. 113 in d-moll von Fr. Lachner, während die Ouvertüre zum „Wasserträger" von Cherubim und das Vorspiel aus „Manfred" von Reinecke ein ganz anderes Gepräge tragen. Die Ausführung sämmtlicher Nummern erfolgte mit der Sorgfalt und Schönheit, die die orchestralen Aufführungen des Concertvereins unter Leitung des Herrn Universitätsmusikdirectors Adolf Felchner schon immer auszeichnen. Alles klappte und ging vorzüglich, die Einsätze erfolgten klar und bestimmt, plastisch traten die Themen hervor, eine energische und schwungvolle Auffassung trug das Ganze. Lebhafter Beifall lohnte die trefflichen Leistungen, namentlich auch nach dem reizenden Vorspiel aus „Manfred". Der solistische Theil -fand dadurch ein erhöhtes Interesse, daß Fräulein Lina Hilß mit seiner Ausführung betraut war. Die Dame ist dem Gießener Publikum keineswegs unbekannt, sondern steht mit ihren Liedervorträgen noch vom vorigen Jahre her im besten Andenken. Sie hat inzwischen behufs weiterer Ausbildung im Gesang, dem sie sich ganz zu widmen gedenkt, das Conservatorium in Frankfurt bezogen. Daß Fräulein Hilß, von der schon damals der Referent des „Gießener^Anzeiger" schrieb, „daß sie sich wie wenige in die Herzen der Menschen zu fingen verstünde", in der kurzen Zeit seitdem noch ganz erhebliche weitere Fortschritte gemacht hat, bewies ihr Auftreten am Samstag. Ihre glockenreine Intonation und muftergiltige Textaussprache haben wir von jeher hervorzuheben gehabt. Ihre Stimme hat an Umfang und Größe noch ganz bedeutend gewonnen, ohne daß dadurch der süße Wohllaut, der dem Organe von Fräulein Hilß seinen ganz eigenen Reiz verleiht, irgendwie Abbruch erlitten hätte, und ebenso entzückt die Sängerin nach wie vor durch ihre nunmehr noch vertiefte und verinnerlichte Auffassung und ihre poetische und duftige Vortragsweise. Durch die seelenvolle Wiedergabe der Arie aus „Tannhäuser" und derjenigen aus „Samson und Delila" von St. Säens bekundete Frl. Hilß, mit welchem Erfolge sie sich das Studium des dramatischen Gesanges angelegen sein läßt. Von den überhaupt reizend gelungenen Liedern, zu denen Frl. G r o o s die Begleitung geschickt ausführte, seien das Brahms'sche „Immer leiser wird mein Schlummer", das zu ergreifendem Ausdruck gelangte, und das allerliebst vorgetragene Hildach'sche „Mein Liebster ist ein Weber", das Frl. Hilß auf lebhaftes Verlangen zugab, besonders hervorgehoben. Das animirte Publikum spendete dem Gesänge der jungen Künstlerin lauten Beifall und sprach damit für fein Theil den Wunsch aus, diese recht bald wieder hier begrüßen zu können. — Der Lahnthal - Lehrerbund, zu welchem die Bezirks- Lehrervereine Marburg, Frohnhausen, Gießen, Lollar und Wetzlar gehören, hält seine diesjährige Frühjahrsversammlung Mittwoch den 14. d. M., Nachmittags 3 Uhr, im Restaurant Hoffmann in Marburg ab. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Lehrers Steitz-Marburg über „Die Reformbestrebungen auf dem Gebiete des deutschen Unterrichts". Lehrer und Freunde der Schule sind herzlich willkommen. — Lebensmittel-Preise Ende März 1890. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik kosteten: etsch nd 'S uQ S_» K te-2- 5^ ä 55 ä 5~ca, jQCt ZL Schwein per Pfu Hammelfl per Pfu Gemisch Brod Rogger Brod -ee.2. Milch 1 Liter öl ZE) Städte mit Octroi Darmstadt 70 64 70 72 66 14 12 89-99 17 6-8 Mainz 72 50 70 70 65 15 13 94-103 19 5-6 Offenbach 70 60 70 70 60 15 14 96-105 22 5-7 Worms 70 64 70 72 60 13 12 99-108 16 6-8 Gießen 70 60 60 68 65 14 12,5 97—103 17 5-6 Städte ohne Octrot Bingen 70 65 60 70 70 13,5 13 99-120 19 5-7 Bensheim 64 60 64 70 60 12,5 10 84-101 17 7-8 Alzey 65 60 70 70 70 15 12 88- 98 17 6-7 Friedberg 70 60 60 64 50 14 13,5 90-100 16 6 Alsfeld 60 55 55 60 — 14 12 94 14 5 Lauterbach 56 56 50 64 50 15,5 12 100 14 4 -c- Lich, 11. Mai. Heute Nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr brach in der gemeinschaftlichen Scheuer des Imkers K. und Landwirths L. Feuer aus. Diese Scheuer ist bis auf die Grundmauer nieder- und die angrenzende Scheuer des Landwirths R. angebrannt. Heber die Entstehungsursache ist bis jetzt noch nichts bekannt. Vor einigen Wochen brannte in einer der jetzigen Brandstätte gegenüberliegenden Hofraithe ebenfalls eine Scheuer ab. ■+ Laubach, 11. Mai. In unserer Stadt rüstet man sich allmählich zu der am 22. Juni d. I. stattfindenden Einweihung unseres neu errichteten Kriegerdenkmals. Von Seiten des hiesigen Kriegervereins sind bereits die Einladungen an die auswärtigen Kameraden ergangen. Das Denkmal wird in der Eisengießerei des Herrn 'Römheld auf der Friedrichshütte bei Laubach verfertigt. Es erreicht die Höhe von 8 Metern und trägt die mehr als lebensgroße Figur der Germania, desgl. die Büste des Kaisers Wilhelm I. und das Bild unseres allverehrten Großherzogs Ludwig IV. t Hungen, 12. Mai. Für die am 29. Mai in Hungen stattfindende Haupt-Versammlung des Vogelsberger Höh en-Clubs ist folgendes Programm festgesetzt worden: I. Empfang der Zweigvereine am 29. Mai, Morgens, an den Bahnzügen um 7 Uhr' 50 Min. aus der Richtung von Gießen und 8 Uhr 44 Min. aus der Richtung von Nidda. Von 9—11 gemeinsames Frühstück im Gasthaus zur Traube — bei günstiger Witterung im Garten. Musik. II. Von 11 Uhr an Hauptversammlung. Dieselbe wird sich u. A. mit folgenden Anträgen beschäftigen: a. Antrag des Vorstandes des Gesammtvereins auf Verwendung des Taufstein-Thurmbausonds zum Ankauf des neuen trigonometrischen Signals auf dem Taufstein, sowie zur besseren Besteigbarmachung. desselben durch Herstellung von Treppen. b. Antrag des Zweigvereins Alsfeld auf Bewilligung eines Beitrags von 200 Mk. aus der Kaffe des- Gesammtvereins behufs Errichtung eines Aussichtsgerüstes auf dem Baumgartskopf. III. 2 Uhr: Gemeinschaftliches Mittagessen im Gasthaus zum Solmser Hof. — Musik, Gesang und gesellige Unterhaltung. (Gedeck mit Wein 2.50 Mk.) Zur Bestreitung der Kosten werden von den teilnehmenden Herren je 50 Pfg- gegen Aushändigung eines Festzeichens erhoben. □ Vom Vogelsberg, 11. Mai. „Es blüht das fernste^ tiefste Thal — das Blühen will nicht enden." In reichster Blüthenfülle prangen die Obstbäume, namentlich die Birnbäume. Die Kirschbäume, die gleichfalls reichen Blüthenansatz zeigten, haben ' bereits abgeblüht. Die Apfelbäume und Zwetschenbäume, die ihre Blütheuknospen noch nicht gesprengt, haben dagegen geringen Blüthenansatz. Eine ganz eigen- thümliche Erscheinung macht sich Heuer in der Zeit des Blühens verschiedener Bäume und Sträucher bemerkbar. So blühte der Schlehdorn noch vor und theilweise mit den Kirschen, während er doch gewöhnlich erst nach diesen und oft viel später blühte, so um die Zeit der drei Eisheiligen, so daß man hier stets von einem „Schlehenwinter" sprach. Hoffen wir, daß die drei Eismänner, die heute mit Mamertus ihre vorübergehende Anwesenheit eröffnen, uns mit ihren gefürchteten Nachtfrösten verschonen. Auch die Eiche treibt vor der Esche, was sagen soll, dann hält der Sommer große Wäsche. So unwahrscheinlich ist ein nasser Sommer gerade nicht, da der Winter sehr wenige atmosphärische Niederschläge gebracht hat- Ein nasser Sommer brächte auch ein schlechtes Bienen- jahr, was ebenfalls nicht unwahrscheinlich ist, da das verflossene Jahr ein ausgezeichnetes für den Imker war, zwei gute Bienenjahre in der Regel aber selten aufeinander folgen. Bis heute allerdings sind die Aussichten für den Bienenzüchter die besten. Die Bienen entwickeln sich vortrefflich und tragen reichlich Honig ein, so daß in Bälde zahlreiche Schwärme zu erwarten stehen. -f Inheiden, 12. Mai. Dem Pfarrer unseres Kirchspiels, Herrn Dekan Wahl zu Trais-Horloff, wurde die evang. Pfarrstelle zu Nieder-Florstadt übertragen. Kurz nach Pfingsten wird derselbe seinen Umzug nach dorten bewerkstelligen. Während seiner 12jährigen Amtsthätigkeit bei uns hat sich Herr Dekan Wahl die Liebe und Verehrung der Gemeinde- wie Dekanatsglieder in vollem Maße erworben. * Mainz, 10. Mai. Die Schuhfabrikanten von Mainz und Umgegend erlassen eine öffentliche Erklärung, nach der sie heute ihrem sümmtlichen Personal kündigen, weil ein großer Theil der hiesigen Arbeiter gesetzwidrig geftrift hätte. Die Lohncommission erkennen die Schuhfabrikanteu nicht an und wollen Unterhandlungen nur mit den Arbeitern ihrer Etablissements, nicht mit dieser Commission führen. *= Frankfurt a. M., 11. Mai. Das Maimeeting des Rheinischen Rennvereins, welches sich auf den gestrigen und heutigen Tag erstreckte, ist leider nicht ganz ohne Unfall verlausen. Bei der großen Steeple-Chase um den Ehrenpreis des Kaisers stürzte gestern Premierlieutenant Hanson mit „Philemia" und wurde besinnungslos vom Platze getragen. Glücklicherweise har die ärztliche Untersuchung im städtischen Krankenhause, wohin der Verunglückte gebracht worden ist, ergeben, daß die Verletzungen nicht lebensgefährlich sind. Immerhin scheint es, daß der Offizier erheblich beschädigt ist. Auch der heutige Tag brachte zwei kleine Unfälle. Beim Verkaufs-Hürdenrennen brach ein Pferd dicht vor dem Ziel zusammen und beim Corps-Jagdrennen stürzte ein Jockei an der vorletzten Hürde. Beide Unfälle gingen- ohne ernsten Schaden ab. * Berlin, 7. Mai. *Nur immer nobel. Ein großer Finderlohn sollte dem Fuhrherrn Woschne bescheert sein, welcher neulich in dem Hinterverdeck seiner Droschke erster Klaffe Schmucksachen im Werthe von 36,000 Mark gefunden hatte und dieselben sofort in dem Polizeirevier Albrechtstraße ablieferte. Eigenthümerin dieses Schmuckes ist eine Schauspielerin , welche dem glücklichen Finder 9 Mark, in Worten Neun Reichsmark, als Finderlohn bieten ließ!! Als man aber auf dem Polizeibureau der Dame resp. ihrem Vertreter erklärte, daß der gesetzliche Finderlohn in dem vorliegenden Falle 495 Mk. betrage, wollte die Besitzerin des Schmuckes sich nicht zu deren Zahlung verstehen, so daß der Fuhrherr Woschne jetzt den Klageweg gegen die Dame beschreiten muß- £lt«atu< und Knnft — Das Journal für moderne Möbel (Renaissancestil), herausgegeoen von praclifchen Fachmännern, das im Verlag von W. Kohlhammer in Stuttgart erscheint, beginnt mit dem uns heute vorliegenden 1. Hefte eine neue, nämlich seine siebente Ab- theilung. Diese Abtheilung wird 6 Hefte (jedes um 1.50 Mk. in jeder Abtheilung zu haben) umfassen und mit Jahresschluß vollständig vorliegen; alle 2 Monate erscheint ein Heft. Das 1. Heft enthält eine vollständige Schlafzimmereinrichtung: Zwei Bettladen, großen dreitheiltgen Kleider- und Wäscheschrank, zwei Weißzeug- schränke, Waschcommode, Wäscheschränkchen, Nachttischchen, Stuhl; es ist somit außerordentlich reichhaltig. Betgegeben sind genaue Grundrisse und Settendurchschnitte, Zeichnungen aller Details in natürlicher Größe auf zwei großen Doppelbogen und genaue Preisüberschlage. Die Maße sind in Centimetern angegeben, Maßstab 1 : 10. Wir können jedem Interessenten, sei er nun Meister oder Geselle, ein Abonnement auf diese Abtheilung warm empfehlen; auch gewerbliche Fortbildungsschulen und ähnliche Anstalten werden sicher mit Nutzen diese Vorlagen verwenden können. Verkehr, £anö» rind Volkrwirlhscbaft. M. Lauterbacher Frrrchtnrarktpreise vom 10. Mai. Angefahren waren: 1350 Kg. Gerste, 17,25 Jt, 200 Kg. Erbsen, 18.- A 50 Kg- Wicken, 16.- A 400 Kg. Kartoffeln, 3.- Handel flau. Grünberg, 10. Mai. (Fruchtpreisei. Weizen Jt 21,00, Korn JL 18,80, Gerste JL 18,70, Hafer JC 17,70, Erbsen Jt 19,90, Wicken X 00,00, Lein JL 00,00, Kartoffeln X 3,00, Linsen Jt 00. — Die Zeit der Sommerfrischen beginnt, und zu den nothwendigen Ausrüstungen, welche für das Landleben getroffen werden müssen, gehört in erster Reihe das vortreffliche »Liebig'sche Aleisch-Extraet". Besonders da, wo man nicht immer gutes Fletsch zur Hand haben kann, das man zur Bereitung einer Bouillon braucht, sind die Dienste, welche „Liebigs Fleisch-Extract" leisten, ganz wesentliche, weil man durch dieses treffliche Küchenpräparat in kurzer Zett eine angenehm schmeckende und wohlthuende Brühe erzielen, sowie fast alle sonstigen Speisen verbessern kann. Schiff-nachrichten. Bremen, 10. Mai. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Aller, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher Iam 30. April von Bremen und am 1. Mai von Southampton abgegangen war, ist heute 11 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 10. Mai. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Poftdammer Rhein, Capt. W. Kuhlmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 24. April von Bremen abgegangen war, ist vorgestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in Baltimore angekommen. Scbiffsnacbricbten. Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 9. Mai wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Lpielplan der vereinigten Frankfurter Ltadttheater. Opernhaus. Dienstag den 13. Mai: Tannhäuser. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 14. Mai: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Gasparone. Hierauf: Die Puppenfee. Außer Abonnement. Donnerstag den 15. Mai: Die Jüdin. Gewöhnliche Preise. Freitag den 16. Mai: Gastspiel der Kammersängerin Frau Minute Hauck. Neu einstudirt: Die Widerspänstige. Große Preise. Samstag den 17. Mai: Der Maskenball. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 18. Mai: Mignon. Gewöhnliche Preise. ß 8 Dienstag den 13. Mai: Die Hochzeitsreisenden. Hierauf: Zum ersten Male wiederholt: Compromittirt. Zum Schluß: Zum ersten Male wiederholt: Durch den Kaufmännischen Verein. Gewöhnliche Preise. Mittwoch dm 14. Mai: Don Carlos. Gewöhnliche Preise. Donnerstag dm 15. Mai: Ehre. Gewöhnliche Preise. Freitag dm 16. Mai: Kreuzelschreiber. Gewöhnliche Preise. Samstag den 17. Mai: Der arme Jonathan. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 18. Mai, Nachmittags 3Vz Uhr: Die Ehre. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Jonathan. Gewöhnliche Preise. Montag dm 19. April: Fedora. Gewöhnliche Preise. Temperatur der Kahn und der Lust am 12. Mai, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14*/-, Lust 21 Gr. Rübsamen. Briefkasten. F. S. Friedberg. Für heute kam Nachr. leider zu spät, infolge dessen wahrscheinlich nicht zu verwenden. Bekanntmachung. I Die Holzversteigerungen vom 5. und 8. Mai in der Freiherrlichen Oberförsterei Rabenau sind genehmigt. Die Absuhrscheine können vom 23. Mai ab aus Freih. Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden. Ueber- weisung des Holzes und erster Fahrtag Montag den 24. Mai. Kesselbach, den 16. Mai 1890. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Schlotterer. 4275 Ärbeitsversteigerung. Freitag de» 16 d M, Nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Alten - Buseck Chaussirarbeiten, veranschlagt zu 1300 Mark, sowie das Schlagen und Decken von 40 cbm Unterhaltungssteinen öffentlich vergeben werden. Alten-Buseck, am 7. Mai 1890. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Krämer. 4269 Dienstag den 13. Mai, Nachmittags 2 Uhr, werden im Gasthaus „zum Adler" am Markt: Möbel, als: zwei vollständige Betten, zwei Sophas, ein Küchen- schrank, ein ovaler Tisch, mehrere runde und viereckige Tische, ein Schreibtisch, sog. Diplomatentisch, Commoden, Stellleiter , Petroleumherd, elegante Damenkleider, Weißzeug, Teppiche, ein Taseltuch mit sechs Servietten, 18 ausgestopfte Vögel, wobei ein Auer- Hahn, 1 Pendule versteigert. Im Auftrag: 4188 ft. Hoffmann. Iieitgebolenes. 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Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 5 Uhr vom Sterbehause (Schützenstraße 13) aus statt. 4281 4282 Gießen, den 11. Mai 1890. 3583 Tendenz: ruhig. Tendenz: unverändert. 13. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Meßen. LourSbericht der Berliner Börse vom 12. Mai 1890 Die tiefbetrübten Eltern: Peter Worch und Frau Monatsversammlung, Mittwoch den 14. d. M., von Abends Va9 Uhr! ab, im Bereiu-loeal (Bavaria). [4268 sowie Georg Costes Bohnermasse allein ächt bei: Friedrich Seibel« -Mäusburg Statt besonderer Anzeige die traurige Mttheilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Nichte Louise Klotz, geb. Stohr, gestern Nachmittag 31/» Uhr nach langem schweren Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Gießen, den 12. Mai 1890. Die trauernden Hinterbliebenen. 21 Bleichstrasse 21 Hochachtungsvoll H. Hansel« Brüder Schmidt, Seltersweg 2, empfehlen ihr Lager in: Prima Werkzeugen für Schreiner. Glaser und Aimmerlente, sowie in sämmtlichen Ban- und Möbelbeschlagen. Ferner: Schaufeln. Spaten, Dung- und Heugabeln, Ketten, Striegel rc. t r Tafelwaagen, Decimalwaagen, Petroleum-Apparate u. dergll ---- Gartengeräthschaften. ---- Verwandten und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß auch nun unser einzig geliebtes Söhnchen Heinrich nach kurzem schweren Leiden im 8. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Thellnahme bei unserem schweren Verluste, für die zahlreichen Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann sagen ihren innigsten Dank August Schultheis und Kinder. Gießen, den 11. Mai 1890. [4298 Danksagung. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres unvergeßlichen Gatten und Vaters, für die zahlreichen Blumenspenden, für die trostreichen Grabreden der Herren Pfarrer Dsichert, Lehrer Wagner und Großh. Bürgermeister Stephan, für den erhebenden Grabgesang des Gesangvereins Germania, sowie für die äußerst rege Betheiligung des Kriegervereins Concordia sagt innigsten Dank Familie GengnageL Akademischer Gesangverein. Die nächste Probe kann erst Freitag den 16. d. MtS. um 8 Uhr stattfinden. [4287] Der Vorstand. Verloosung. Bei der am vorigen Samrtag auf dem Großh. Polizeiamt vorgenom. meneu Verloosung von 73 Gegenständen sind folgende Loos- nummern mit Gewinnen gezogen worden: Loos Nr. 1. 34. 116. 121. 130. 136. 159. 171. 225. 233. 238. 297. 322. 343. 345. 349. 379. 385. 412. 430. 470. 484. 485. 515. 517. 554. 583. 599. 610. 611. 656. 677. 690. 709. 710. 773. 784. .95. 820. 822. 844. 954. 959. 960. 982. 988. 1047. 1050. 10o3. 1055. 1098. 1109. 1114. 1129. 1179. 1266. 1287. 1301. 1326. 1414. 1432. 1440. 1486. 1494. 1501. 1507. 1527. 1545. 1567. 1574. Io8o. 1618. 1647. . m . Die Gewinne können von morgen an an jedem Werktage in meiner Wohnung abgeholt werden gegen Rückgabe der Loose. Die nicht abgeholten Gewinne werden den Gewinnern demnächst überbracht werden. Gießen, den 12. Mai 1890. 4289 Dr. Maumann, Pfarrer. Vonrsdericht vou E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Mittmrfrrrter Börse »om 12. Mai 1800. Schlußeorrrs- 1 Uhr 16 Miu . Steins Garten. Am Himmelfahrttage: GROSSES MILITAR-CONCERT ausgeführt vou dem Trourpeter-Corps des L Hess. 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