„Herr Forth!" rief ich, „Sie haben soeben etwas fallen lassen." Er nickte mir dankend zu und verließ den Saal, nachdem er das Büchlein aufgehoben und eilends zu sich ae- steckt hatte. Meine Vermuthungen erwiesen sich als richtig- nach einem Monat entließen wir ihn mit unseren besten Wünschen - er war völlig geheilt. Allein er war viel zu schüchtern und schämig, als daß er mir irgend welche Mittheilungen über sein Leid hätte machen mögen. Vielleicht hatte er auch nicht die rechte Stunde gefunden, denn ich war damals gerade, da unser Chefarzt erkrankt war, mehr denn je von schwerwiegenden Pflichten in Anspruch genommen worden. Ein Jahr war seitdem vergangen. Ein kurzes Jahr — und wie ganz anders sah es in den amerikanischen Ländern aus. Der Krieg war da! Niemand hatte an ihn geglaubt - selbst alte, weise Politiker wiesen die Idee, daß es blutiger Ernst werden könne, weit von sich. Compromiß war auf Kompromiß gefolgt, — seit langen Jahren hatte man sich gemüht, den tiefen Riß zwischen dem Norden und dem Süden zu verkleistern, ein Conzessiönchen war auf das andere ge« folgt, — doch zuletzt mußte doch der Appell an die Waffen erfolgen, es war zu spät, es ging nicht mehr. Das Volk des Nordens erhob sich wie ein Mann, um dieUnior^velche die Väter gestiftet, zu erhalten. Der Ton der TroMM hat einen gar magischen Klang. Sie verließen den Mbstuhl und die Dreschtenne, die Fabriken und die Schreibstuben, um die Flinte und den Säbel zur Hand zu nehmen. Ich gab meine Stelle aus und wurde Assistenzarzt bei einem Newyorker Artillerieregiment. •( Es war am Tage vor der blutigen Schlacht bei Med- ricksburg, gegen Abend. Das Wetter war so mild und lieblich, daß ich mich aus eine Stunde auf den Hügel hinaus- r **71 Uhr: präcis y2S Uhr« a»s II Uhr. 3 Mk., nichtnummerirte ä 1 Mk. sind in der rrsitz ä 3 Ml- ; ▼ üudolphs Nachf.) J ana, Rhapsodie TOn J°h. Brahma, i'gner,. Lieder, W. Gade. icert $ch-Prell, t a. M. Stober, ♦ ,6rlins; 4 Wert ! den r. en, r Ansfitiirung m j, Neuenweg es Kott dem Allster, Großmutter tn totn P W n Mabliebmen: [f, Weichensteller- Nachmittag e$e> Lßlct- *in 0^' 1890 Mittwoch den 12. November Rr. 264 ießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger unb Anzeigeblatt fflr den KreU Gieren. chratisöeikage: chießmer Aamikienökätter Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes neb«"** Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegn. - .."■?!*—!2-'--L—LLÜ-'L-JSS-JS Ättnobmt von Anzeigen zu der Nachmittags für den .'wißenden Tag erscheinenden Nummer bis Borin. 10 Uhr. SReboction, ExoedMr» und Druckerei: -chut-rs-e Ar.-» s^erusorcchee 51. viertrljahrtger ASo«nemen1r»re?»L 2 Mark 20 Pfg. oft Bringerlohn. Durch hie Post bezog«, 2 Mark 50 Pfg, Die Gießener -««ikievStäller »erden dem Anzeiger «Schenttich dreimal deigelegt. Der Vtltatt >ttidge$ ^scheint:äglich, «tt AuSnabme deS MontagS. Anrtlicher Ttzdl. Gießen, am 8. November 1890. Betr.: Den Schutz der Telegraphenleitungen. Die Großh. Kreis-Schulcommifsion Gießen an die Schulvorstände de- Kreises. Nachfolgende hohe Verfügung theilen wir Ihnen zur Kenntniß mit und ordnen hiermit an, daß die Lehrer den Schulkindern zum öfteren Belehrung und Verwarnung in dem Sinn der hohen Verfügung zu Theil werden lassen- Abschrift von dieser Verfügung wollen Sie auch zu den Schulacten des Lehrers geben. v. Gagern. Darmstadt, am 28. October 1890. Betr.: Wie vorher. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz Abtheilung für Schulangelegenheiten an die Großh. KreiS-Schulcommisfionen. Nach Mitthellung der Kaiserlichen Ober - Postdirection Darmstadt ist es wiederholt vorgekommen, daß noch schulpflichtige Knaben die Isolatoren der Telegraphenleitungen (Porzellandoppelglocken) durch Steinwürfe muthwillig zertrümmert und dadurch die Leitungen ihres Jsolationsmittels beraubt haben. Andererseits sind mehrfach schulpflichtige Knaben dabei betroffen worden, daß sie sich bemühten Papierdrachen rc-, welche sich in den Telegraphenleitungen verfangen hatten, durch lange Stangen aus den Leitungen auszulösen, hierbei aber die Leitungsdrähte derart ineinander verwirrten, daß der Telegraphenbetrieb längere Zeit unterbrochen wurde, weil an den Berührungsstellen der einzelnen Leitungsdrähte Stromübertragungen stattfanden. In den meisten Fällen ist es zwar gelungen, die Thäter zu ermitteln und sofern sie das zur Erkennung der Strafthat erforderliche Alter erreicht hatten, ihre Bestrafung durch die Staatsanwaltschaft herbeizusühren, andererseits mußte aber in vielen Fällen wegen Minderjährigkeit der Thäter von der Strafverfolgung Abstand genommen werden. Dem an die betreffenden Schulvorstände gerichteten Ersuchen, die jugendlichen Thäter verwarnen bezw. disciplinarisch bestrafen zu lassen, ist nur in vereinzelten Fällen stattgegeben worden. Da sich der beregte Unfug fortdauernd wiederholt, so sehen wir uns im Interesse des öffentlichen Telegraphenverkehrs und zur Begegnung der immer weiter greifenden Unzuträglichkeiten veranlaßt, die Schulvorstände durch Sie auffordern zu lassen, daß sie unter Hinweisung auf die §§ 317 und 318 des Reichsftrafgesetzbuchs durch öffentliche Verwarnung in den Schulen rc. die Schüler von der Gefährlichkeit der Telegraphenleitungen zurückhalten und gegebenen Falls durch Disciplinar- strafen dem Unfuge thunlichst zu steuern suchen. Dabei sprechen wir noch besonders die Erwartung aus, daß die Schulvorstände den ihnen von Seiten der Post- und Telegraphenbehörden zugehenden Ersuchen Folge geben oder im Anstandsfalle diesen Behörden ihre Bedenken mittheilen werden, v. Knorr. Achenbach. Gießen, den 8. November 1890. Betr.: Wie vorher. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an da- Großh. Polizeiamt Gießen, die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreise- al- Ort-polizeibehörden und die Großh. Gendarmerie de- Kreises. Unter Bezugnahme auf die oben abgedruckte Ministerial- Verfügung und die in Nr. 274 des Gießener Anzeigers von 1881 publicirte Bekanntmachung beauftragen wir Sie, das Polizeiaussichtspersonal wiederholt anzuweisen, sich die Ueber- wachung der Telegraphenleitungen ganz besonders angelegen sein zu lassen und jede muthwillige und fahrlässige Beschädigung derselben, wie überhaupt jede Zuwiderhandlung gegen die §§ 317 und 318 des Reichsstrafgesetzbuchs behufs deren Bestrafung zur Anzeige zu bringen. v. Gagern. Lehrer-Conferenz des Conferenz - Bezirks Grün berg: Mittwoch den 19. November, Vormittags 10 Uhr, in Grünberg. — Lieder: 21. 152. Gießen, den 11. November 1890. Büchner, Schulrath. Uebekficht. Gießen, 11. November. Die zu Mailand stattgefundene erstmalige Begegnung zwischen dem neuen Kanzler des Deutschen Reiches und dem leitenden Staatsmann Italiens ist am Sonntag zu Ende gegangen und kehrte Herr v. Caprivi alsdann direct nach Berlin zurück. Ihm ist während der ganzen Zeit seines Aufenthaltes aus italienischem Boden seitens der Bevölkerung eine überaus sympathische Begrüßung zu Theil geworden und daß gerade die als so franzosenfreundlich verschrieene Einwohnerschaft der lombardischen Hauptstadt dem deutschen Reichskanzler eine so warme, ja begeisterte Aufnahme bereitete, kann nur mit Genugthuung erfüllen. Der persönliche Verkehr aber der Herren v. Caprivi und Crispi mit einander trug den denkbar herzlichsten Character und ist es für die angeknüpften freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staatsmännern gewiß bezeichnend, daß Caprivi noch auf der Heimreise, in Como, eine sehr herzliche Begrüßungsdepesche des italienischen Ministerpräsidenten erhielt. Ueber die Ergebnisse und Bedeutung der Mailänder Ministerbegegnung dürste bereits die bevorstehende Banketrede Crispis in Palermo einigen Aufschluß bringen. Mit besonderer Auszeichnung ist 'Herr v. Caprivi von König Humbert in Monza behandelt worden Und die Verleihung des italienischen Annunciatenordens an den deutschen Reichskanzler, welcher hierdurch zum „Vetter des Königs" wird, darf als ein Act von hervorragender politischer Bedeutung betrachtet werden. In Italien selbst hat die Mailänder Zusammenkunft bis weit in die Reihen der Opposition hinein den günstigsten Eindruck gemacht. Vicotera z. B., einer der Oppositionsführer, äußerte zu Salerno vor seinen Wählern, die italienische Regierung müsse die getroffenen Vereinbarungen streng beobachten, was fast einer Billigung der auswärtigen Politik Crispis seitens dieses Oppositionsführers gleichkommt. Es bestätigt sich, daß in den Besprechungen zwischen Caprivi und Crispi auch das zollpolitische Verhältniß Deutschlands zu Italien zur Erörterung gelangt ist und stehen hiervon gewisse gegenseitige Zollerleichterungen zu erwarten. Alle Mittheilungen über die Ergebnisse der kürzlich im Reichsamte des Innern zu Berlin stattgefundenen Vorbesprechungen in Sachen der handelspolitischen Annäherung Oesterreichs an Deutschland werden jetzt vom „Hamb. Corresp." als größtentheils unbegründet bezeichnet. Das Resultat jener Erörterungen könne zur Zeit nicht der öffentlichen Discussion unterstellt werden, falls man nicht deutsche Interessen erheblich schädigen wolle. Die in einigen österreichischen wie ungarischen Blättern verzeichneten Gerüchte von einem angeblichen Plötzlichen Unwohlsein des Kaisers Franz Josef werden von zuständiger Seite als völlig unbegründet bezeichnet. Der Kaiser erfreue sich vielmehr des besten Wohlbefindens. Graf Kalnoky, der Leiter der auswärtigen Politik Oesterreich-Ungarns, ist am Sonntag von Paris, wo er vier Tage im strengsten Jncognito weilte, wieder abgereist- über das weitere Reiseziel Kalnokys weiß man noch nichts Näheres. Die Gerüchte, denen zufolge die Stellung des Generalgouverneurs von Warschau, General Gurko, ernstlich erschüttert sein sollte, werden in unterrichteten Petersburger Kreisen be- Fenilleton. Nr. 586. Sctzze von Ernst Otto Hopp. (Nachdruck verboten.) In dem großen Staarsirrenhause zu Utika in dem Staate Newyork war ein neuer Kranker eingeliefert worden. Der Inhaber der Nr. 586 war gestorben und so erhielt der eben Angekommene, wie es dort üblich ist, die vacante Nummer. Er war durchaus nicht friedfertig, sondern in den ersten Wochen einer der bösartigsten Irren, der schrecklichen Tob- suchtsansällen anheimftel und mehr wie einmal seine Wärter mit ungewöhnlicher Kraft angriff, sich aus dem Fenster zu stürzen versuchte und allerlei lebensgefährliche Versuche anstellte, so daß er eine Gnmmizelle erhielt und streng bewacht werden mußte. Ich war als Assistenzarzt an der Anstalt thätig und da der Kranke Lehrer gewesen war und deutsch sprach, interessirte ich mich für ihn. Die Wuthansälle wurden immer schwächer und hörten endlich ganz auf. Es waren neun Monate vergangen und Walter Forth — so hieß er — sah seiner Genesung entgegen. Er war an sechs Fuß lang, baumstark und blondhaarig. Ich sehe ihn noch vor mir stehen mit seinen wasserblauen Augen und seinem langen, träumerischen Gesichte. Als ganz unschädlicher Kranker genoß er viele Freiheiten. Er spielte gerne auf dem Pianino, das im Betsaale der Anstalt stand, und horchte den Klängen der alten Hymnen, wenn der Geistliche am Sonntage kam und sich an das Instrument setzte. Bevor die Kranken in den Saal einmarschirten, pflegte der Pfarrer, der ein großer Musikliebhaber war, etwas zu phan- tasiren. Das war Walter Forsts beste Stunde- er lauscht? den schlichten Weisen mit einer rührenden Andacht. Eines Sonntags traf ich ihn so, wie er ans die Musik horchte. Die Fenster waren geöffnet, denn es war ein köstlicher Frühlingstag- der Duft der blühenden Gesträuche aus den Gärten drang in den Saal, der Himmel war blau und die Vögel zwitscherten im Hellen, warmen Sonnenschein. Da die Betkapelle ziemlich hoch lag, so hatte man eine herrliche Aussicht weit über das grün prangende Land. Der Kranke hatte sich an die Eisenstäbe des Gitters geklammert und sog den frischen Odem der blühenden Gotteswelt mit sichtlichem Behagen ein. Dann, wie die Klänge aus dem Flügel eben verhallten, liefen einige große Thräuen seine Wangen herab. Ich stieß den Geistlichen leise an und wies aus die Nr. 586. Es war ein gar zu rührender Anblick. In seinen Blicken lag es wie ein großer tiefer Jammer, aber auch wie eine unendliche Herzenssehnsucht. „Wie steht es mit ihm?" flüsterte der Pfarrer mir zu. „Ich denke, er ist gerettet," erwiderte ich, „er kann in drei bis vier Wochen die Anstalt verlassen." „Es scheint ihn ein großer schwerer Kummer zu bedrücken, aber mitgetheilt hat er sich wohl Ihnen gegenüber noch nicht?" „Nein — er ist schweigsam und verschlossen- aber ich glaube, die Stunde wird kommen. Seine Wahnvorstellungen sind stufenweise milder geworden, — vielleicht wird eine milde Melancholie noch lange bleiben, aber auch die kann schwinden, sobald er in das thätige Leben zurückgekehrt sein wird." Er hatte jetzt doch bemerkt, daß wir zusammen flüsterten und uns vielleicht mit ihm beschäftigten. Er drehte sich hastig, wie ein junges Mädchen erröthend, um- bei dieser plötzlichen Bewegung fiel ihm ein Büchlein aus der Brusttasche. der Ihnen meinen Dan ' zündeten wir unsere * Praktischer Vorschlag. Tochter: „Papa, willst Du des die Geheim, Kraatz, Scheel, Wortmann. Es liegt vor ein Rescript Großh. Ministeriums Innern und der Justiz, betr. Gesetzentwurf der aus Handlungsreisenden und das Hausirgewerbe bezüglichen stimmungen. Es wird hierzu das Gutachten der Kammer in LoeKZ.es rrnH Gießen, 11. November. — Sitzung Großh. Handelskammer vom 28. October. Anwesend waren die Herren Klingspor, Gail, Heichel- und ich bin noch nie dazu gekommen, auszusprechen. Ich schüttelte seine Hand. Dann Cigarren an und plauderten allerlei. (Schluß folgt.) Attsla«-. Bern, 9. November. In Folge der Wiedergenehmigung der Einfuhr lebender Schweine aus Italien in das Großherzogthum Baden nach den Schlachthäusern der Städte Constanz, Freiburg, Karlsruhe und Mannheim sind die schweizerischen Thierärzte an der schweizerisch-italienischen Grenze angewiesen worden, nach Baden bestimmte Schweinetransporte aus Italien nach stattgesundener thierärztlicher Untersuchung zum Transit durch die Schweiz über die Zollstationen Basel, Constanz oder Singen zuzulassen. Paris, 9. November. Die Mitglieder des hiesigen demokratischen belgischen Vereins hielten heute im Tivoli em von 1500 Personen besuchtes Protest-Meeting wegen des Verbotes der belgischen Regierung gegen die Veranstaltung einer Kundgebung anläßlich des Jahrestages der Schlacht von Jcmappes. Nach den Reden von Defuisseaux, Hubbard und Chauviere beschloß die Versammlung eine Resolution, welche gegen das Verbot protestirt und Sympathien für Frankreich ausdrückt. Paris, 9. November. Graf Kalnoky ist nach viertägigem Ausenthalte, während dessen er weder Besuche abstattete noch empfing, heute Mittag von hier abgereist. Deutle» Zteidfr« Darmstadt, 10. November. Zum Vorstand der Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Starkenburg ist der Großh. Eisenbahnbaumeister Stahl in Darmstadt, zum Vorstand der Großh. Baubehörde in Oberhessen der Ingenieur Grafs in Gießen und zum Vorstand der Großh. Baubehörde in Rheinhessen der Ingenieur Kling in Mainz bestellt. Darmstadt, lO.November. Das Amtsb latt des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, Nr. 12, enthält Ausschreiben an die Grobherzoglichen Amtsgerichte, d. d. Darmstadt, 27. October, betreffend die Sühneverhandlung im Strafverfahren. Rom, 9. November. Der heute hier abgehaltene Arbeitercongreß beschloß, an den nächsten politischen Wahlen sich nicht zu betheiligen. stahl, an dessen Fuß unser Regiment campirte. Es war ziemlich dunkel geworden, wie ich oben anlangte. Meilenweit lagen zu meinen Füßen die Lagerzelte des großen Heeres, deren Feuerschein sich düster und schwarzgelb abspiegelte. Tausende von Lichtern zitterten und blinkten nach jeder Richtung hin, viele erstreckten sich in parallelen Linien oder in Curven wie die Straßenlaternen einer großen Stadt. In weiter Ferne spielte irgendwo ein Musikcorps, und von jenseits her, von der anderen Seite des Stromes, erschollen hier und da Hornsignale. — Ich saß in tiefen Gedanken auf einem Baumstamm, der daneben lag. Plötzlich legte sich eine schwere Hand auf meinen Arm. Ich schrak aus und erhob mich. „Nummer 586!" ries ich unwillkürlich aus und verbesserte mich sosort: „Herr Forth — Sie hier? Sie stehen im Heere — bei welchem Regiment?" — Ich hatte ihn trotz der Dunkelheit sofort erkannt. „Seit drei Tagen bei dem Ihrigen," erwiderte er, „aber Sie verzeihen, daß ich Sie störte. Sie waren immer so freundlich gegen mich — auch in der Anstalt damals — mir nicht ein Velociped kaufen? Meine Freundin Alma hat mich wiederholt aufgefordert, dem Radfahrerinnen Club beizutreten!" — Vater: „So, so- na, weißt Du, wenn Du durchaus strampeln mußt, dann will ich Dir lieber eine Nähmaschine taufen." zweifelt. Sie sind bekanntlich infolge.der mysteriösen Erschießung dreier Freiwilligen des in Szedlicz* garnisonirenden Dragoner-Regiments aufgetaucht und soll die Verurtheitung der drei Dragoner durch das Warschauer Kriegsgericht und sofortige Vollstreckung des Todesurtheils auf das directe persönliche Eingreifen General Gurkos zurückzuführen sein. Nun wird aber, wie bekannt, behauptet, die Unglücklichen seien unschuldig erschossen worden und habe ein anderer Soldat das ihnen zur Last gelegte Verbrechen — Ermordung eines Vorgesetzten — begangen. Nun hieß es, Gurko sei wegen feines voreiligen Verfahrens vom Czaren direct zur Verantwortung gezogen worden und sei seine Verabschiedung demnächst zu erwarten. Diesen Versicherungen wird jetzt aber von anderer Seite bestimmt widersprochen und weist man hierbei daraus hin, daß die ganze Affaire von Szedlicz noch sehr der Aufklärung bedürfe. Offenbar wird das Weitere in letzterer Beziehung, wie hinsichtlich der den General Gurko betreffenden Gerüchte noch abzuwarten sein. Der griechische „Kirchenstrike" in der Türkei ist noch immer nicht beendet. Die „Agence de Constantinople" bemerkt in einem dieser leidigen Angelegenheit gewidmeten Artikel, der Ausgleich zwischen dem griechischen Patriarchen und der Pforte scheine wieder in weite Ferne gerückt, nachdem das Patriarchat auf der Forderung bestehe, die Pforte solle sich verpflichten, keine weiteren Bestallungsurkunden an bulgarische Bischöfe zu ertheilen, welche Zumuthung die türkische Regierung entschieden ablehne. Uebrigcns begegnet der orthodoxe Patriarch in Constantinopel mit seinem, die Schließung aller griechischen Kirchen verfügenden Erlasse nicht allenthalben Gehorsam unter der ihm unterstellten Geistlichkeit ; mehrere Bischöfe weigerten sich entschieden, die griechischen Kirchen ihrer Districte schließen zu lassen. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 10. November. Wie die „Nationalzeitung" hört, stehe eine Veröffentlichung eines kaiserlichen Erlasses 1 an das Staatsministerium über das Unterrichtswesen | bevor. Dasselbe verlange eine Einschränkung des Auswendig- I lernens bei dem Religionsunterricht, sowie, daß aus die sitt- I liche Seite des Unterrichts aller Nachdruck gelegt werde. Für I die höheren Schulen sind die deutsche und die preußische Ge- I schichte bis zur neuesten Zeit sortzuführen und werde betont, I daß die preußischen Könige immer für die bedrückten I Klassen gesorgt haben, so durch die Bauernbefreiung Anfangs dieses Jahrhunderts und durch die social- I politische Reichsgesetzgebung des letzten Jahrzehnts. Die Schule soll an der Bekämpfung der Socialdemokratie theil- I nehmen durch die Befähigung der künftigen Staatsbürger, I die socialifttschen Irrlehren als solche zu erkennen. Daher seien auch die Volksschullehrer in den Seminaren mit den wichtigsten Lehren der Volkswirthschaft bekannt zu machen. Berlin, 10. November. Der Präsident des Reichstags benachrichtigte die Mitglieder, er beabsichtige, den Reichstag zwischen dem 25. und 27. November, spätestens bis zum 2. December zusammentreten zu lassen. Berlin, lO.November. Den vereinigten Kreissynoden Berlins ging ein Schreiben des Cultusministers zu, betreffend die anderweitige Abgrenzung der Berliner Parochien. Ein Antrag auf Regelung der Gehaltsverhältniffe der Berliner Geistlichen durch Alterszulagen wurde nahezu einstimmig angenommen. Berlin, 10. November. Der heutigen, durch den Unters taatssecretär Marcard eröffneten Sitzung des Landes- I öconomieeollegiums lag der Antrag des Landesdirectors Hammerstein (Hannover) vor, dem Landwirthschastsminister zu erklären, daß die gegenwärtige Lage der Landwirthschast eine irgendwie erhebliche Ermäßigung der Getreidezölle nicht I gestatte, noch weniger irgendwelche Ermäßigung der ohnehin I niedrigen Viehzölle, ebenso würde eine Aushebung der veterinär- lolizeilichen Grenzmaßregeln gegenüber Oesterreich-Ungarn mb Rußland eine Schädigung des Viehstandes zur Folge I )aben und das Wiedergewinnen der Viehausfuhr nach England und Frankreich unmöglich machen. Nur bei Aufrechthaltung der Schutzzölle könne die Landwirthschast den Muth gewinnen, die Hebung der Viehzucht mit allen Kräften anzugreifen. Das Collegium beschloß nahezu einstimmig, den Antrag als dringlich auf die Tagesordnung dieser Session zu setzen. , Berlin, 10. November. Das Landesöconomie-Collegmm erkannte die Einführung der Einheitszeit für den inneren Eisenbahndienst in Deutschland als wünscheuswerth an, hielt es aber noch nicht für angezeigt, die Einheitszeit für das ge- sammte bürgerliche Leben im Deutschen Reiche einzuführen. Der morgigen Nachmittagssitzung gedenkt der Kaiser beizu- | wohnen. Altona, 10. November. Am Samstag Abend entspann sich ein blutiger Kamps zwischen strikeudeu hiesigen und arbeitenden fremden Glasarbeitern im Stadtbezirk Ottensen aus dem Hof der dortigen „Vereinigten Glashütten". Seitens der Strikenden fielen Revolverschüsse, wodurch ein fremder Glasarbeiter am Kopse verwundet wurde. Drei der Haupträdelssührer sind verhaftet worden; die Untersuchung ist in vollem Gange. Breslau, 10. November. Fürstbischof Kopp hat sich heute früh nach Wien zur Thciluahme an der Bischoss-Con- fercnz begeben. Dresden, 10. November. Es verlautet, daß mit Rücksicht auf die bevorstehende Volkszählung und auf die erhöhte gewerbliche Thätigkeit vor Weihnachten die für November und December angeordneten umfangreichen Uebungen von Mannschaften des Beurlaubtenstandes auf den Januar bezw. Februar verlegt worden seien. Hamburg, 10. November. An der Magellanstraße in Südamerika wurden Indianer in Uniformen der Besatzungs- rnannschasr des verschollenen Schiffes „Virgilia" gesehen. Kopenhagen, 10. November. Nach einer Meldung des „Morgenbladet" aus Malmö ist unter dem Schwein e- bestande der Ortschaft Skurup bei Malmö eine Seuche ausgebrochen, welche sich in einer rasch eintretenden Lähmung der einzelnen Glieder äußert und ein schnelles Verenden der Thiere herbeisührt. Paris, 10. November. Infolge des am Samstag vorgekommenen Zwischenfalls tn den Wandelgängen der Kammer, wobei Deroulöde seine Verachtung gegenüber Laguerre ausdrückte, wurden Zwecks Herausforderung zum Duell zwischen den beiden Deputirteu Zeugen gewechselt. London, 10. November. Beim Lordmayor-Bankett in Guildhall erklärte Hamilton in Beantwortung eines Toastes aus die Flotte, die für die Verstärkung der Marine genehmigten Schiffe werden innerhalb der in Aussicht genommenen Zeit sertiggestellt werden- die jüngste Witu-Expedition beweise aufs Neue die Nothwendigkeit einer starken englischen Flotte selbst in Friedenszeiten. Stanhope antwortete aus einen Toast aus die Armee und dementirte das Gerücht, als habe das englische Heer mit dem Magazingewehr einen Mißerfolg erlitten - er hofft vielmehr, daß man im nächsten Jahre das gesammte reguläre Heer im ganzen Reiche damit werde bewaffnen können. Dann sprach Salisbury. Der Premierminister erklärte, alle Anzeichen deuteten auf die Erhaltung des europäischen Friedens. Der Besuch des russischen Thronsolgers in Indien sei hierfür eine gute Vorbedeutung. Bezüglich der Antisclaverei-Conserenz sagte der Minister, Holland allein drohe die Conferenz zu vereiteln. Salisbury sprach die Hoffnung aus, die Unterhandlungen mit Italien behufs Abgrenzung der Interessensphären in Afrika würden bald abgeschlossen werden- die Unterhandlungen mit Portugal seien frei von jedem Anlaß zu ernstlicher Besorgniß, zumal heute mit jenem Lande ein Provisorium vereinbart worden wäre. London, 10. November. Der englische Generalconsul in Zanzibar, En an Smith, erhielt den Bathorden 2. Klasse und die Berechtigung, das Prädikat „Sir" zu führen. Rom, 10. November. Die „Risorma" sagt: „Mailand ist ein würdiger Dolmetscher der Gefühle Italiens gewesen, als es mit spontaner Herzlichkeit und Achtung den hohen Gast begrüßt und ausgenommen hat, der für seine Person und Namens der Regierung des Landes, das er vertritt, Italien einen Beweis seiner Sympathie und Hochschätzung hat geben wollen. Die durchaus friedlichen Zwecken dienende Freundschaft zwischen Deutschland und Italien hat eine neue Bestätigung erhalten, an welcher sich beide Nationen erfreuen. Caprivi hat Italien wieder verlassen und sicherlich die Ueberzeugung von der Aufrichtigkeit und Zuneigung Italiens mitgenommen, in Italien aber die angenehmsten Erinnerungen zurückgelassen. Sofia, 10. November. Fürst Ferdinand empfing gestern die Mitglieder der Synode in feierlicher Audienz. In einer dem Fürsten heute von einer Deputation der Sobranje überreichten Adresse der letzteren heißt es: Die Vertreter der Nationen hätten mit Begeisterung die Versicherungen entgegengenommen, daß der Fürst, sowie die ihr volles Vertrauen genießende Regierung entschlossen seien, die bisherige Politik auch weiter zu befolgen, sie schätzten sich glücklich, den Fürsten versichern zu können, daß das bulgarische Volk vor keinerlei Opfern zurückweichen werde, um den endgiltigen Sieg dieser Politik herbeizusühren. Patras, 10. November. Der Großfürst-Thronfolger ist von Triest hier eingetroffen und wird Olympia und Mycenä unter der Führung des Generaldirectors der Antiquitäten besichtigen. Am Mittwoch wird der Zarewitsch in Athen erwartet. Ncwyork, 10. November. Das amerikanische (Somit© zur Unterstützung der Not h leid end en in Irland zog seinen Aufruf zu Sammlungen zurück, weil Dillon und O'Brien erklärt hätten, daß der Aufruf einen nachtheiligen Einfluß auf die Politik der Irländer haben könnte. Das (Somit© fügt hinzu, der Aufruf habe die englische Regierung bereits bestimmt, die zur Minderung der Noth erforderlichen Maßregeln zu ergreifen. Richtung verlangt, ob nach den im hiesigen Bezirk gemachten Beobachtungen ein Verbot bezw. eine Beschränkung des Detailreisens, sowie des Hausirhandels über das bestehende Maß hinaus nothwendig oder doch wünscheuswerth erscheine. Die Kammer hat sich bis jetzt stets diesen auf Beschränkung der Gewerbefreiheit gerichteten Bestrebungen gegenüber ablehnend verhalten und sich deshalb durch motivirte Eingabe an Gr. Ministerium für Beibehaltung des seitherigen Zustandes ausgesprochen. Zu der nächsten Sitzung des Bezirks-Eisenbahnraths zu Köln hat die Kammer einen Antrag angemeldet, dahingehend, daß auf der Strecke Deutz-Gießen einem schon lange empfundenen Verkehrsbedürfnisse entsprechend ein schnellfahrender Zug in jeder Richtung oder wenigstens ein solcher auf der halben Strecke Betzdors-Gießen eingelegt werde. Mit Rücksicht auf die zur Zeit bestehende Fleischthenerung hat die Kammer an die Großh. Staatsregierung das Ersuchen gerichtet, in dem Bundesrath durch ihren Vertreter auf Aufhebung der Einfuhrverbote unter Einführung stenger sanitärer Controle hinwirken zu lassen. Bei der gegen Schluß der Sitzung vorgenommenen Neuwahl eines Vertreters und Stellvertreters zum Eisenbahn- beirathe Darmstadt w.rden die seither diese Stellen bekleidet habenden Herren Koch und Heichelheim einstimmig wieder- gewählt. — In der neuerbauten medicinischen Universitätsklinik dahier wurde am 1. d. M. die Krankenpflege von Pflegerinnen des Alice-Frauenvereins übernommen, welche bisher in 3er chirurgischen Universitätsklinik in Bonn thätig waren. Ihren Abschied von diesem Krankenhause hat der Director der betreffenden Klinik, Herr Pros. Trendlen- burg, nicht vorübergehen lassen, ohne mit warmen Worten der Anerkennung der elfjährigen Wirksamkeit derselben unter seiner Oberleitung zu gedenken. Der berühmte Professor der Chirurgie erklärte in Gegenwart seiner Assistenten, daß ihm während seiner langjährigen klinischen Thätigkeit noch niemals eine Krankenpflege zur Seite gestanden habe, welche ihn mit solcher Zuverlässigkeit und Treue bei der Erzielung der Heilerfolge unterstützt habe, wie dies von Seiten der Pflegerinnen des Alice-Frauenvereins geschehen fei. — Im Interesse hiesiger Kunstfreunde sei bemerkt, daß die Elsenbahnzüge nach Marburg und zurück den Besuch des am Donnerstag den 13. d. M. stattfindenden ersten Concerts des dortigen Akademischen Concert - Vereins, als den der Generalprobe zu demselben mittelst Retourbillet bequem ermöglichen. p. Theater. „Von sieben die Häßlichste", Schwank ! in 6 Abtheilungen von L. Angely. Es ist betrübend, daß man sich bereits wieder genöthigt sieht, aus die Anstrengungen und pecuniären Opfer unserer Theaterdirection besonders 1 hinzuweisen, um ihren Leistungen eine entsprechende Gegen- ©eitw " b«6 3= d°» 1" «» ““ ilt bi des " ßrn s-s 16 6ina" „, «trabe na« b«at ® tot Stabt * Pß * wi e Sic SU*1 rol ", tinaefunben W W ftrtfaM „ttet MMken* ytungenen unb ge» na»* Hm » Ida Uni” iflMittberW die nicht allein untei triften. &fonierS mit dem Herr 3t uo bewältigt hatte und Partie entledigte. W in solchen Rolle wirkenden waren tl Martin usw., theil - Ankniipsent intttefianltt hausinsc der Vergessenheit ent gebracht war, resp. i ist. Das fragliche j welches srliher Waagh ein- und ausgehende gemöllert. Durch befindliche gewölbte in der Mitte befand seines Dienstes nml denselben ein Proce nounnen, der in bi allsteitäglich verfiel ganz hübsche Einna trat. Dies voran1 fie lautete: Lies M Als Herr Von Hol Stan&entob, 1 legend ein „Oh bildet, dem gegenw f . K- Bellmuth, herrscht schon feit t erschreckender Weis zwei Kinde .selben hingerasst e>u Kind Don 9 Iah derselben liegt noch y««; bie :""ienei« SJg Mche @ene r «Str" ,u f. " Rlaji, der ’ Ai= 'chkeit uÄ?“1''118 «n hat, Ä?”9.bw Wm, bJ” |ei® « sriedliche, ^^ htand unb %r eren ter fi* < .'5tall«t bat oerlaffen md Uu»d BuneigungÄ le ""genehmsten fo bÄ en*8 t. „ ' u> leterlicher b Deputation 1 6ur,t, loivie bie ”? EntW(offen seien, die °9en' fte schätzten sich 1 ^nnen, daß das bnl- Zurückweichen werde, um ^rbeizuführen. ?rosisürst-Thron- M und wird Olympia 's Generaldirectors der och wird der Zarewitsch amerikanische Counts zur 1 'n 3tlanb zoz seinen 'eil Dillon und O'Brien ien nachtheiligen Einstich 1 könnte. Das Comits iglische Regierung bereits >!oth erforderlichen Maß- whQidki. Iitjttt, 11. November. wer vom 28. October. ior, Gail, heichel- INN. :oßh. Ministeriums des etzentwurs der aus die zewerbe bezüglichen Be- n der Kammer in der Mgen Bezirk ^machten Beschränkung des Detail- ber das bestehende Maß Möwenh erscheine. Die sen aus Beschränkung der ngen gegenüber ablehnend motivirte Eingabe an Gr. seitherigen Zustandes au^- Bezirks-Eisenbahnraths zu , o geme(bet, b**b- »S-äS »■•’S"* ttDeTtxetIe Xaen betieibet tanitnpM gbenioHinre1’/ «n°-r-'°r " in 8onlt U"w«s"°Lenh-ck^k )ti biefe® R - rtt«dl-n- M " , berielb« *'n" »Ä“J 6®10(1 t6 1 f(t ' jurtitf b‘ ßencert» 1 »tLw bCn d-- """ . i 64®°"! 5*** leistung von Seiten des Publikums zu gewinnen. Man sollte doch meinen, daß Jeder sich darüber klar sein könnte, daß seltsamer Weise auch bei einem Theaterunternehmen die Leistungsfähigkeit des Unternehmers zu dem Entgegenkommen des Publikums in directem Verhältnisse steht und daß man, wenn man im Ernste die Absicht hat, Kunstinteressen zu pflegen, im Anschluß an solid gelegte und bewährte Grundlagen einem solchen Streben viel erfolgreicher obliegen kann, als wenn mau ins Blaue hinein ohne die nöthige Kcnntniß der einschlägigen Verhältnisse mit fast rührender Naivität die Möglichkeit eines eigenen Thcaterbaues und sonstige über das naheliegende und erreichbare Gute mit schrankenloser Phantasie hinausschweifende absonderliche Pläne ins Auge faßt. Indem man derart gerade in Kreisen, die das geistige Wshl unserer Stadt fort und fort im Munde führen, in wahrhaft trans- cendentalen Träumen schwelgt und sein Genüge findet, vergißt man hier, welche Pflichten man in Bezug auf eine mögliche und wirkliche Förderung unseres Theaters eigentlich in Wahrheit hätte. Um so erfreulicher berührt einen in Mitte einer Wüste schlecht besuchter Wochenvorstellungen die Oase eines nahezu ausverkausten Hauses am Sonntag, wie vorgestern wieder. Die Besucher wird es schwerlich gereut haben, sich so zahlreich eingefunden zu haben. Denn sowohl die drastische und überaus wirksame Comik des Schwankes selber, wie das launige Spiel aller Mitwirkenden gestalteten die Vorstellung zu einer höchst gelungenen und genußreichen. Uebcrwältigend comisch waren namentlich Herr Adam Reiners als Ambrosi und Frl. Ida Unger als Moorpilz. Graziös und lieblich, wie immer, zeigt sich in der Rolle der Ernestine Frau Anni Reiners, die nicht allein unter den sieben „Häßlichen" als die reizendste erschien. Besonders anerkennenswerth ist der große Fleiß, mit dem Herr Rudolf Biebrach seine umfangreiche Rolle bewältigt hatte und die gewandte Art, mit der er sich seiner Partie entledigte. Wir hoffen den strebsamen Herrn in solchen Rollen öfter zu sehen. Die übrigen Mit- wirkendeu waren theils gut, wie Herr Winolt, Frl. Martin usw., theils befriedigend. — Anknüpfend an die wiederholten Mittheilungen interessanter Hausinschristen dürfte man wohl auch eine solche der Vergessenheit entziehen, die an einem hiesigen Hause angebracht war, resp. wohl unter dem Bewurf noch vorhanden ist. Das fragliche Haus ist das Schulhaus in der Neustadt, welches früher Waaghaus war- hier wurden die in die Stadt ein- und ausgehenden Früchte und Mehl gewogen und — gemoltert. Durch zwei an den beiden Enden des Hauses befindliche gewölbte Thore fuhren die Wagen ein und aus- in der Mitte befand sich die Waage, an der der Wiegemeister seines Dienstes waltete. Die Säcke wurden gewogen und denselben ein Procentsatz des Inhaltes, „der Molter", entnommen, der in die Wand befindliche Kästen geschüttet und allfreitäglich versteigert wurde. Dies brachte der Stadt eine ganz hübsche Einnahme, an deren Stelle später das Octroi trat. Dies vorausgeschickt, möge die Inschrift hier folgen, sie lautete: Dies Waghaus ist im 1580 Jahr Als Herr Oswald Bauherr war Von Holz aus dem Bersröder Wald Zugericht; Gott laß es kalt. Stangenrod, 9. November. Heute hat sich in hiesiger Gegend ein „Ohm-Lumda-Thal-Sängerbund" gebildet, dem gegenwärtig 13 Vereine angehören. K. Bellmuth, 10. November. In unserer Gemeinde herrscht schon seit einiger Zeit die Diphtheritis in ganz erschreckender Weise. Innerhalb acht Tagen sind einem Manne zwei Kinder im Alter von 6 und 12 Jahren v^r derselben hingerafft und der Schwester desselben Mannes ist ein Kind von 9 Jahren daran gestorben und das andere Kind derselben liegt noch sehr hoffnungslos darnieder. * Frankfurt a. M., 10. November. In einer hiesigen Familie wurde gestern ein seltenes Fest gefeiert; ein Familienvater ließ nämlich seine sechs Kinder, von denen das älteste 14 Jahre alt ist, taufen. — Frankfurt a. M., 10. November. Am 24. d. Mts. finden Hierselbst dieStadtverordneten-Ergänzungs- w ah len statt- 19 Stadtverordnete sind neu zu wählen. Die drei Parteien, welche bisher im Hause Limpurg vertreten waren, die Demokraten, Fortschrittler und National- liberalen, haben diesmal sich dahin verständigt, von einem Wahlkampf unter sich abzusehen. Diese Friedensbestrebungen passen aber den Socialdemokraten nicht. In einer gestern | Vormittag stattgehabten Versammlung erklärte der Herr Neichstagsabgeordnete Wilhelm Schmidt, er würde, weil sich in der socialdemokratischen Partei im Augenblick schwer Leute finden ließen, um einen Wahlkampf richtig zu führen, auch diesmal davon abgerathen haben, bei den bevorstehenden, Stadtverordneten-Wahlen selbstständig vorzugeheu und das Eintreten für die focialdemokratischen Caudidaten befürwortet haben, wenn die drei im Collegium vertretenen Parteien nicht zu dem überraschenden Entschluß gekommen wären, die Streitaxt zu vergraben, um — dem demnächst einziehenden neuen Stadtoberhaupt kein Bild des Unfriedens und Streites zu geben. Unter solchen Umständen könnten die Socialdemokraten nicht mit den Demokraten gehen. Es wurde denn auch von allen Rednern befürwortet und endlich auch be- fchloffen, selbstständig bei den Wahlen vorzugehen, erst am Tage vor der Wahl den ober die Candidaten zu nominiren und den Schlachtplau bekannt zu geben. Die Socialdemokraten beanspruchen als stärkste Partei, auch im Stadtrath vertreten zu sein. Sie fordern Erbauung von Arbeiter- Häusern, um der WohnungSuoth zu steuern (an kleinen Wohnungen mag's.fehlen, 2200 größere st.ehen leer!), städtischen Betrieb der Gasanstalten und Trambahn, Errichtung eines Schwimmbades, Beseitigung des bestehenden Ccnsus bei den Stadtverordneten-Wahlen, andere Handhabung bei Vergebung städtischer Stipendien, damit nicht immer die Kinder besserer Stände bedacht würden, und vieles Andere. — Statt friedlich, werden allem Anscheine nach die nächsten Stadtver- ordneten-Wahlen erst recht erregt verlaufen. * Coblenz, 7. November. Als gestern Nachmittag in einem Hotel die Table d’höte beginnen sollte, trat ein älterer Herr in Begleitung eines Schutzmannes in den Speisesaal und ließ einen fein gekleideten Herrn und eine junge, kaum 16jährige Dame verhaften, die hier als „Eheleute" angekommen waren und fein lebten. Morgens hatten sie einen Ausflug zu Wagen nach Arenberg gemacht und für Nachmittags war wieder der Hotelwagen bestellt. Wie polizeilich festgestellt ist, war das Mädchen in einer Pension in einem Orte bei Diedenhofcn und unterhielt von da aus mit dem 33jährigen Arbeiter ihres Vaters ein Liebesverhältnis Der Plan zu der gemeinsamen Reise ist von dem Mädchen ausgegangen. Das Pärchen war mit reichen Mitteln ausgestattet, die das Mädchen der Kasse des Vaters entnommen hatte. Gestern Abend ist der Vater mit der jugendlichen Liebhaberin nach Hause abgereist, der Arbeiter wurde entlassen und reifte ebenfalls nach seiner Heirnath in der Rheinpfalz ab. * Erledigte Stellen für Militäranw'ärter im Bezirk des 11. Armee-Corps. Eisenbahndirection Frankfurt (Main), Königl. Hauptwerkstätte, Magazinaufseher, beim Eintritt auf Widerruf, später auf Kündigung, vorläufig 75 Mk. Monatsbesoldung. Hanau (Stadtverwaltung), Stadtrath, Hilfsthurw- wächter, auf Kündigung, 480 Mk. jährlich. Eifenbahn- Betriebsamt Cassel, Telegraphenaspirant, auf einmonatliche Kündigung, später auf Lebenszeit, 80—100 Mk. Monats- besoldung. Witzenhaufen, Polizeifergeant und städtischer Vollziehungsbeamter, auf Kündigung nach Maßgabe § 56 der Hessischen Gemeindeordnung vom 23. October 1834, 500 Mk. jährlich. Im Bezirk der Großh. Hessischen (25.) Division: Darmstadt, Großh. Ober - Staatsanwaltschaft Darmstadt, Gefangenwärter am Gefängniß in Darmstadt, auf Widerruf, eine baare Remuneration von 1000 Mk. jährlich. * „Sagen Sie, Herr Doctor, welche Aussicht kann ich mir von dieser Haartincrur versprechen?" — „Die Aussicht aus eine Mondlandschaft." Universität»«Nachrichten. Marburg, 8. November. In der philosophischen Facultät unserer Hochschule habilittrte sich heute Dr. Ferdinand Wrede aus Frankfurt a. O. für das Fach der deutschen Philologie mit einer Schrift zur ostgothischen Grammatik und einer Antrittsvorlesung über die Walthersage. Berlin, 6. November. Der Herr Justizminister hat im Ein- verständniß mit dem Herrn Cultusmtnister bestimmt, daß die Universität Freiburg in der Schweiz nicht als eine Universität anzusehen ist, an welcher ein Rechtsstuvium im Sinne des $ 2 des Deutschen Gerichtsverfassungsgejetzes betrieben werden kann. — Der bisherige Privstdocent vr. Karl Uphues zu Halle a S. ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Facultät der Universität Halle-Wittenberg ernannt worden. Verkehr, £and« rind L> »lk-rsirthschaft. Gietzen. 11. November. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pft. 4t 0.85—1,00, Hühnereier 1 St. 7—8, 2 St. — H, Enteneier 1 St.--2 St. - H, Käse pr St. 4—8 H, Käsematte pr. St. 8 H, Erbsen vr. Liter 16 4, Ansen vr. Liter 28 H, Tauben pr. Baar 0,50—0,70, Hühner pr. Stück JL 0,85—1.00, Hahnen pr. St- X 0,60-1,00, Enten pr. Stück X 1,40—1,60, Ochsenfleisch pr. Pfd- 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60—64 Schweinefleisch 70—80 H, Hammelfleisch 62—68 Kalbfleisch 60-64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3.50-5A), WeKkraut vr. St. 3—7 3», Zwiebeln per Centner X 6,00—0,00, Milch per Liter 12—18 H Gänse pr. Pfd- 46—60 SttSfcld, 8. November. Fruchtmarkt. Weizen JL 1850, Korn «X 17.16, Hafer at 13.90, Erbsen JL 16.50, Kartoffeln JL 4.80. A TlrrS der Wetterau. 10. November. Je nach Klima und Bodenbeschaffenheit entstehen Eulturen, die für manche Agenden eine ungewöhnliche Bedeutung erlangen. Ein solcher Fall findet sich im N'ddathale in den Dörfern Dauernheim, Ober- u«d Nieder- Mockstadt. Diese drei Dörfer und darunter wieder die beiden Mockstadt zeichnen sich durch eine vorzügliche Zwiebeleultnr aus. Was Griesheim bei Darmstadt in Bezug auf ZlotebelproducUon für die Provinz Starkenburg, die Residenzstadt Darmstadt und noch weiter hinaus bedeutet, das sind die beiden Mockstadt und Dauern- heim für die Stadt Frankfurt, die Provinz Oberhesfen und weit ins Preußische hinein. Es ist für den Landwirth nicht blos, sondern für Jedermann, besonders für unsere Hausfrauen, die die Zwiebel weder entbehren können, noch wollen, interesfant, einiges Wenige über die Mockstädter Eulturen zu erfahren. Der Boden im Niddathale ist mild und kräftig, warm und thätig. Die Leute bestellen die Zwiebeläcker in Bezug auf Umbrechen und Düngen mit großer Sorgfalt. Der Samen wird mit der größten Aufmerksamkeit geerntet, gereinigt und aufbewahrt. Sobald die kleinen Zwiebeln im Frühjahr so stark geworden sind, daß ihnen das Umdrücken nicht schadet, beginnt das Reinigen der Eulturen von Unkraut, denn dieses ist der größte Feind der Zwiebel, es nimmt ihr Kraft, Luft und Sonnenschein weg. Das Reinigen ist ein beschwerliches Geschäft, denn tagelang müssen die Leute (meistens Frauenzimmer) auf den Aeckern sitzen ober knieen und arbeiten. Dies geschieht so zeitig im Frühjahre, daß es noch recht empfindlich kalt dabei ist. Das Reinigen muß mehrmals wiederholt werden. t Ist der Boden richtig zubereitet und verdirbt die Witterung nichts (naßkaltes Wetter verträgt die Zwiebel nicht) dann gehen bie Eulturen freudig voran. Ein tüchtiger Zwiebelzüchter meinte: Wenn die Sache ganz richtig sein soll, müssen die Zwiebeln so stehen, daß vier sich berühren und aus dem Zwischenraum muß noch eine fünfte herauswachsen, deren Wurzeln in der Erde stecken, während die Zwiebel selbst von den anderen vier nach und nach emporgetragen wird. In der That hat Einsender oft diese Stellung der Zwiebel zu beobachten Gelegenheit gehabt. Im September, zum Theil auch schon im August beginnt das Ernten und auch sogleich der Handel. Die Erträge sind Mch den Jahrgängen sehr verschieden; sie schwanken zwischen 70 und 150 Clr. — Wenn die Zwiebeln nun gute Preise Haven, dann kann ein ganz bedeutender Ertrag erzielt werden. Ist der Preis aber niedrig, dann ist die Zwiebelcultur nicht lohnender, als diejenige der Halmfrüchte, der Zuckerrüben, des Magsamens, der Kartoffeln, des Rapses u. v. A. In der Regel bringen die Leute die Arbeitskosten nicht in Anschlag. Sie calculiren: Zu Hause sind sie doch; im Vorfrühjahre gibt es nicht viel zu thun, die Zeit ginge dahin, auch wenn die Zwiebel nicht cultivirt würbe, also ist es das Richtigste, Zwiebel, nicht aber Zuckerrüben ober Anderes zu bauen. Dieses hat viel Wahres für sich, weil gerade der Boden dort für die Zwiebel sehr geeignet ist. Wenn nun aber die Zwiebeln gute Preise haben, also etwa 4—6—8 Mk., im Frühjahre gar 10 Mk. pro Eentner, dann ist die Zwiebelcultur eine sehr lohnende. In der Regel halten sie gute Mittelpreise. Bei einem Ertrage von 100 Eentnern und einem Preise von 5 Mk. kommt' schon eine recht stattliche Nettoernte zum Vorschein. „ ,r o __ Diese Erträge drücken sich auch in den Guterpreisen aus. Es ist keine Seltenheit, daß 15 bis 1600 Mk. für den Morgen Ackerboden bezahlt werden. Die Leute wissen trotzdem eine Rente zu erzielen und Viele haben sich dadurch etwas erworben. Aus der Zwiebelcultur aber läßt sich die Lehre ziehen, daß der Ackerbau, wenn richtig geführt, immer noch seinen Mann ernährt. Die Cultur von HandelSgewLchfen muß daher dem kleinen Landwirthe von Zeit zu Zett ins Gedächtniß zurückgerufen werden. Zwiebel, Zuckerrüben, Magsamen, Raps, Tabak, Hopfen liefern da, wo die erforderlichen Vorbedingungen in geologitcher und klimatologischer Beziehung vorhanden sind, befriedigende Erträge. Wo Letzteres nicht der Fall, ist Alles umsonst. Daher sagt man auch mit Recht wieder: Eines schickt sich nicht für Alle. Außer den genannten Orten Ober- und Nieder-Mockstadt und Dauernheim findet auch zu Staden, Ranstadt und Stammheim Zwiebelbau statt, wenn auch nicht in so intensiver Weise wie in den drei erstgenannten Dörfern. Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, jnie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nack Gießet! gebrachte Kranke kommen Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen. 45. Woche. Vom 2. November bis 8. November 1890. Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär). SterdUchkeitsziffer: 30,4^ Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Diphtherie 1 (1) 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: 1 (1) Lungenschwindsucht 2 2 — — Lungenerweiterung 1 1 — — Tuberculose d. Gekrais- drüse u. Gedärme 1 (1) 1 (1) — — Vergrößerung der Prostata 1 (1) 1 (1) — - — ftrcbS 2 (1) 2 (1) - — Altersschwäche 4 4 — — Summa: 12 (4) 11 (3) 1 (1) Adler- Mkdilma!- iinb technische Drogen, Eheimknlirn. IEMB OttO Kucke, Farben, Mnterinlwgnren, Specialität: Drogerie. 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[9436 den Eingang särnmtlicher Neuheiten für Herbst und Winter 1890,91 Steinheim, den 11. November 1890. Grcßherzogliche Bürgermeisterei Steinheim. Nicklas. Disconto-Command.-Anth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankoer.-Act. Oest. Credit-Act. Oest. Staatsb.-Act. 9437] Es wird sofort ein Pferdrstall zu miethen gesucht. Offerten unter C K an die Exped. d. Bl. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 86 40140/g Ung. Gold-Rente 97.85 50/0 Jtal. Rente 86 401 41/5o/c Oest. Silber-Rente 97.7015o/o Ruff. HI. Orient Was die Competer üe zuständig ohne 9tüi' (ür Streitigkeiten über Auflösung eines Arbei hiindigung oder den < nisses, ferner über msprüche aus dem i Anrechnung der von Versicherungsbeiträge Grund derllebernahme bejjelben Arbeitgebers to Gewerbegeri Serben bei Streitigkeit! ’ibtr die Bedingungen ber Arbeit. Die St LMMnoiverbMdes 1 von Gutachten über schließlich ist das welche die seiner Ge rühren, selbstständig. tMungen von Connn 4g 4gj 4g 4g 4g .4g 4g 4g 4g £®b L»b L»b L-b CoursveNicht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 11. November 1890. Ferd. Drebes 9435] 21 Marktplatz 21. Christbescheerung der Kleinkinder * Bewahranstatt. Am 4. Adventssonntag, den 21. December d. I., soll die Cbristbefcheeruvg für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben für beinahe 200 Kinder den Christbaum zu schmücken und den Tisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn dec Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u. dergl, besonders aber auch an Geld, das uns die gleichmäßigste Beschcerurig sür unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nickt herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Fräulein Amalie Bansa lNordanlage 41), Frau Oberbürgermeister Bramm (Grünbergerstraße 1), Frau Dr. Brüel (Neuen Bäue 41), Frau Amtsrichter Gebhardt (Garten- straße 15), Fräulein Emilie Langermann (Südanlage 21), Frau Pfarrer Naumann (Südanlage 8), Frau Louise Ottens (Bismarckstraße 11), Frau Auguste Schwan (Seltersweg 64), Fräulein Louise Wortmann (Asterweg 16). Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 10 November 1890. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. IPisnMos AM vermiethen. Monatliche Mietpreise : 3, 4, 5, 6 Mk. und höher. Freie Stimmung. Auf einzelne Tage zu Hochzeiten, Concerten, Tanzunterhaltungen etc. 6, 7, 8, 9 Mk. und höher (einschliesslich der Transportkosten). [8220 Wilh. Rudolph, Pianohandlung, Neuenweg 9. Vorträge im Gewerbe-Verein von Herrn A. Egts Technische Anwendungen der GertriciM A«b 3*b L-b A*b A»b A-b A»b A»b £*b A»b A*b A-b A»b 3»b ^•b ^b A»b Avb A»b A»b 3* «.Rolshaus fr^NSegt. Rr Gustav Haustein, Asterweg 6. Aeitsverste! Hw? 6St,cb«3m ^'Wmheriirtett ®ieta- d°« io. N» LstÜ, 9133] Schlafstelle zu vermiethen. Asterweg 9, Hinterhaus links- «SS* thf Redaction: 2L Scheyda. — Druck und U) erlag der Brüvl'ichen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. au I?cutis« »eateete nmsatzt 6 «eite». | 9127] Tüchtiger Schreiner findet dauernde Wtnter-Beschästigung bei | Schreiner Schäfer, Wallthorstraße 59, loVait. 8941 Bekauutmachuug. Der »oranfchlag der Gemeinde Steinh.im für 1891/92 liegt vom 12. November l. I an 8 Tage lang zur Emstcht aller Betheü,gten auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen. Vermischte Anzeigen. Verloren dm Sonntag von der oberen LudwigstraHe durch dieBleich- straße nach dem Club eine goldene Brocke mit blauem Stein (Saphir) und Dia- manten. DemWiederbriuger eine gute Belohnung. 9422 LudwigstraHe 08. 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Von ganz besonderem Interesse sind die mit eingedickter Fleischbrühe hergestellten Suppentafeln, Erbswurst, Gemüsetabletten, die durch einfaches Aufkochen mit Wasser innerhalb kürzester Zeit eine vorzügliche Suppe, resp. ein schmackhaftes Gemüse liefern, ohne daß irgend eine weitere Zuthat nothig wird. Jeder Hausfrau, welche auf Ersparniß an Brennmaterial, Zeit und Geld steht, dabei aber dennoch etwas Vorzügliches Herstellen möchte, wird daher in ihrem Interesse angerathen, nur Knorrs Suppen, Suppeneinlagen und getrocknete Gemüse zu verwenden. , , m „ Warnung vor täuschend «achgeahmter Verpackung. des Paßzwanges waren es Truppen aus Brüssel und Namur, die zeitweilig für theueres Geld recht Mittelmäßiges leisteten. 126'62 41800 gt)650 157-40 140.40 116 00 591» Der Postdampfer „Pennland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 7. November wohlbehalten in New- york angekommen. ________ I^ons, chic- rmanteln, Mröhnvvv vndeil kann. * Minden, 6. November. Heute Nachmittag kam der Heizer Harth aus Ostenbach aus dem Dampfer Wittekind der Kurbelwelle zu nabe und wurde durch einen Schlag auf den Kopf sofort getödtet. Der arme Bursche hatte erst vor drei Tagen das Elternhaus verlassen und noch heute einen Brief vom Vater erhalten, in welchem ihm Vorsicht aufs Dringendste anempfohlen wird. modernster und solider Ausführung in Seide-, Friso-, Plüsch- und Gobelinstoffen, sowie mehrere Speisk- imb SchLafziMMereinrichtungerr in Eichen und Nußbaum zu FabrikationSPeeiftK «Lb. [7640 Möbelfabrik von Srückrath, Asterweg 47. & Wegen Geschäfts- Verlegung in das von mir erkaufte Hans „Mäusburg 5" wird mein großes Wsare«iag«r gänzlich ansveekauft. Spielplan der vereinigten frankfurter Stadttheater. OpeimhonK. Mittwoch den 12. November: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Wallensteins Lager. Hierauf: Die Piccolomini. Außer Aboni^menü13 November: Die Fürstin non Athen, hierauf: Loreley. Große Preise. Freitag den 14. November: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Wallensteins Tod. Außer Abonnement. Samstag den 15. November: Das Vaterland. Gewöhn- Sonntag den 16. November, Nachmittags 3Vr Uhr: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Der arme Jonathan. Außer Abonnement. Abends 7 Uhr: Der Troubadour. GroßePreise. Schauspielhaus. Mittwoch den 12. November: Die schöne Helena. Ge- wöhnl^e Pr^ise-^ 13 November: Der selige Touptnel. Hierauf' Durch den kaufmännischen Verein. Gewöhnliche Preise. 'Außer Abonnement Freitag den 14. November geschloßen. Samstag den 15. November: Zum ersten Male: Das verlorene Paradies. Schauspiel in 3 Acten von L. Fulda. Ge- ^ö^Sonmag^den 16. November: Zum ersten Male wiederholt: , Das verlorene Paradies. Gewöhnliche Preise. Montag den 17. November: Der seelige Toupinel. Vorher: Einer mutz heirathen. Gewöhnliche Preise. on UI, Zaquets «ävl»cn mib rmChiss-U' Wck-HFich«' 'tens enqWe- Neuheiten in Umhängen, Tüchern, Shm^is in Seide, Chenille und Wolle, Caputz«« und Cup-tcho-t, Pellerin«« in Chenille und Wolle, Peluschkragen, Handschuh« jeder Art, sowie Mädchen, und Anabeukappen empfiehlt billigst $420 vt. SÄ SÄ SÄ :2ä £ä SÄ SÄ SÄ Ah AÄ sä SÄ AÄ SÄ ZÄ Sä sä ZÄ LÄ sä AÄ V* SÄ Sä Sä SÄ SÄ ZÄ SÄ SÄ Sä ZÄ SÄ Hin- @olb^nte jil Drf® * Berlin, 6. November. Wie wohl erinnerlich, findet seit dem Jahre 1888 Preisschießen in der Armee statt, um den Eifer für gutes Schießen in der Armee zu heben. Für jedes Armeecorps bezw. die Jäger-Bataillone, Infanterie- Schulen, Fuß-Artillerie, Pionier-Bataillone und Eisenbahntruppen sind je zwei Preise, einer für den besten Schützen aus dem Offiziercorps und einer für den besten Schützen aus den Unteroffizieren, bestimmt. Das 11. Armeecorps erhält abwechselnd 2 bezw. 3 Preise. Lchtere bestehen für die Offiziere ist einem Degen (Säbel) mit bezüglicher Inschrift, , für die Unteroffiziere in einer werthvollen goldenen Ankeruhr, ebenfalls mit entsprechender Jnschrist. In 7 Schüssen, von denen 3 stehend aufgelegt und 4 stehend freihändig abgegeben werden, wird aus 150 Mtr. Entfernung nach einer Ringscheibe mit 24 Ringen geschossen, sodaß der beste Schütze insgesammt 7 Mal 24 Ringe, also 168 Ringe erlangen kann. Dieses hohe Ergebniß ist, wie Berliner Blätter melden, auch diesmal nicht erreicht worden. Der beste Schütze hatte die immerhin hohe Zahl von 164 Ringen erschossen. Wie die soeben erfolgte Zusammenstellung ergiebt, bewegen sich die Ergebnisse sämmtlicher Armeecorps zwischen 140 und 164 Ringen. Wie eine Vergleichung der Ergebnisse dieses Jahres unter sich und gegen diejenigen von 1888 und 1889 ergiebt, hat das Infanterie-Regiment v. Gäben Nr. 28 (8. Armeecorps) I zum dritten Male beide Preise erschossen. * Französisches Theater in Metz. Man schreibt der „Franks. Ztg." aus Metz vom 6. d. M.: Vor Einführung des Paßzwanges gastirte die Truppe des Stadttheaters zu Nancy während zweier Jahre einmal in der Woche in Metz und gewährte so den eingeborenen Metzern den Genuß des von der Stadt subventionirten Theaters. Nach Einführung Neuester Fahrplan aller in Gießen ankommender» und abgehenden Gifenbohnzüge ist bei unseren Zeitungsträgern so wie auf unserem Bureau zum Preise von 20 Pfg. zu haben. Crpkditton des „Gießener Awelger". Wollene, halbwollene u. baumwollene Unterhofen, Hemden und H^utjacken für Männer und Frauen, Gestrickte und gewebte Jacken und Jagdwesten, Leibhöscken für Kinder, Handschuhen, Strümpfen, Socken und Filzschuhen re. re. 8600 Jäger-Bats. Nr, 10, Frhr. v, Kirchbach, Major von dems. Regt., zum Bars.-Commandeur — ernannt - v. Briesen, Hauptmann, bisher Comp.-Chef von dems. Regt., zum überzähl. Major — besördert. * Darmstadt, 8. November. Am 6. November fand die Beurtheilung der Entwürfe, Modelle rc. statt, welche infolge des Preisausschreibens des Landesgewerbverems | behuss Gewinnung neuer Muster für Elfenbeinschnitzerei und I Holzbildhauerei eingelausen waren. Das Preisgericht, bestehend aus den Herren Bildhauer Barth zu Mainz, Prof. Herm. Müller zu Darmstadt, Elfenbeingraveure Bach zu Gießen und Hartmann zu Michelstadt, sowie Pseisenfabrikant Eich zu Erbach i. O. erkannte zwei erste und vier zweite Preise zu. Für Schnitzereien in Elfenbein rc. erhielt einen ersten Preis Herr Carl Gärig in Idar, zweite Preise die Herren Otto Glenz in Hanau, Gottlob Wilhelm in München und Edmund Malsch in Ruhla, welch letzterem noch zwei I lobende Anerkennungen zu Theil wurde». Für Holzbildhauerei erhielt den ersten Preis Herr Carl Mohr in Frankfurt a. M., während Herr Bildhauer Butscher in Kassel einen zweiten Preis davon trug. Lobend erwähnt wurden außerdem die Herren Willy Blecke in Berlin und A. Voigt in Freiburg i. B. I Leider konnten zwei an und für sich ausgezeichnete Arbeiten, welche die Herren Wilh. Klippel in München und Herm. Stürer in Mainz eingesendet hatten, bei der Preisvertheilung I nicht berücksichtigt werden, da die Forderungen des Aus- I schreibens nicht eingehalten waren. Eine Reihe von Gegen- ‘«s»* liche Anträge stellen. . Die Zusammensetzung der Gewerbegerichte ist folgende, fiür jedes ist ein Vorsitzender und mindestens em Stellvertreter, welche weder Arbeitgeber noch Arbeiter sem dürfen, zu berufen. Bei Gewerbegerichten mit mehreren Abteilungen können auch mehrere Vorsitzende bestellt werden. Sie werden durch den Magistrat, und falls ein solcher nicht vorhanden ist, oder falls das Ortsstatut dies so bestimmt, durch die Gemeindevertretung gewählt. Bei weiteren Communal- verbänden sind deren Vertretungen die gesetzlichen Wahlkorper. Die Wahl erfolgt auf mindestens ein Jahr. Die wenigstens .......... v , vier Beisitzer sind zur einen Hälfte aus den Arbeitgebern senden wurde zum Ankauf empfohlen, und zur andern aus den Arbeitern zu wählen, und zwar wählt jede Kategorie für sich ihre Vertreter auf mindestens -in, höchstens sechs Jahre. Das Amt der Beisitzer tst em Ehrenamt, wobei indessen Vergütung für etwaige Reisekosten und Zeitversäumniß gewährt wird. In der Regel verhandelt und entscheidet das Gewerbegericht in der Besetzung von drei I Mitgliedern - wenn dasselbe als Einigungsamt thätig ist, mutz dasselbe neben dem Vorsitzenden vier Beisitzer haben. Selbst. verständlich sind bei jeder Zusammensetzung Arbeitgeber und Arbeiter in gleicher Zahl als Beisitzer zuzuziehen. Was die Competenz der Gewerbegerichte betrifft, so smd sie zuständig ohne Rücksicht auf den Werth des Streitobjectes ür Streitigkeiten über den Antritt, die Fortsetzung oder die Auflösung eines Arbeitsverhältnisses, sowie über die Aushändigung oder den Inhalt des Arbeitsbuches oder Zeugnisses , ferner über die Leistungen und Entschädigungsansprüche aus dem Arbeitsverhältniß, über die Be- und Anrechnung der von den Arbeitern zu leistenden Krankenversicherungsbeiträge und über die Ansprüche, welche auf Grund der Uebernahme einer gemeinsamenjArbeit von Arbeitern desselben Arbeitgebers gegeneinander erhoben werden. Das Gewerbegericht kann als Einigungsamt angerufen werden bei Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitern über die Bedingungen der Fortsetzung oder Wiederaufnahme der Arbeit. Die Staatsbehörden oder der Vorstand des Communalverbandes können das Gewerbegericht zur Abgabe von Gutachten über gewerbliche Fragen veranlassen und schließlich ist das Gericht berechtigt, in gewöhnlichen Fragen, welche die seiner Gerichtsbarkeit unterstehenden Betriebe berühren, selbstständige Anträge an Behörden und an Vertretungen von Communalverbänden zu richten. 894i Fr* Seibel* ^ben, $reijt «zweite fiu 9314 Vermischtes * Darmstadt, 8. November. fMilitärdienstnachrichten.f Es ist nun der Rauch wieder PSqarÄS Nr! °115^m Commankeu^dek Hamwv'. I am nächsten Mittwoch mir Halevhs „Jüdin" beginnen werden. Arbeitsversteigerung. Donnerstag den 13. L M», Vorm. 9 Uhr, sollen im alten Rathbause versteigert werden: veranschlagt zu Schreiner- oder Zimmerarbeit 487,33 Weißbinderarbeit „ 181,45 Gießen, den 10. November 1890. I. A.: 9417 ©tief, Stadtbaumeister. Reue HThM* eingetroffen Gendung 6ct 9277 F. Lachmann. Herman» SCatz Settersweg 20 MMusactur-, MMwaarm unö Oamenconfectioiv 9204 Gummi- ÄX Paris. Feinste Specialitäten. 4447 Zollfr. Versandt durch W. H. Mielck, Frankfurt a. M. Special-Preisliste in verschloss. Couvert ohne Firma geg. Eins, g. 20 Pfg. in Briefm. ZchVW Uh sllrdlge SeiheOffe 8 direkt aus der Fabrik von Elten & Zteuffen, Crefeld, s gfio aus erster fegnb in jedem Maas; zu belieben. ' ------ yjian verlange Muster mit Angabe des Gewünschten. Thmmßkr KAsenstjilhte: | Heller-Linsen, per Pfund 22 10 Pfund für 2.—, Mittel-Linsen, per Pfund 18 H, 10 Pfund sür JL 1.60, Weiße Bohnen, per Pfund 16 H, 10 Pfund für u4L 1.40, Dietoria-Erbsen, per Psd. 16 10 Pfund für X 1.40, dv. geschält, per Pfund 19 10 Pfund für 1.70, garantirt guter Kochart, empfiehlt ♦ Die Waaren-Handlung twii Robert Stuhl, Neustadt 83 £ empfiehlt ihr reich affortirtes Lager in nachfolgenden Das Gesetz, betreffend die Errichtung von Gewerbe- - . --richten, ist mit dem Tage seiner Berkündlgnng, dem 29. Juli 1890, insoweit in Kraft getreten, als es sich um die orgam- «torischen Einrichtungen handelt, wahrend die thatfachllche Wirksamkeit des Gesetzes erst mit dem 1. April k. I». be- imnt. Die Einrichtung der Gewerbegerichte erfolgt nach dem Scsetze entweder sür eine Gemeinde durch Ortsstatut oder auch für mehrere Gemeinden, wenn dieselben sich durch uber- eim'timmende Ortsstatute zur Errichtung eines gemeinsamen Gewerbegerichts geeinigt haben, oder auch für einen weiteren 6ommunalverband. Ferner kann die Landescentralbehorde dann die Errichtung von Gewerbegerichten anordnen, wenn ungeachtet einer solchen Aufforderung dieselbe nicht erfolgt ist. Betheiligte Arbeitgeber oder Arbeiter können diesbezug- 5'/. P®' 1- ft' A ^»6 (Siebener Anzetgev Beilage zu Rr. 264. - 1890. ittwoch den 12 November. Kehlkopfes, bei Heiserkeit, Husten und Verschleimung. 8lf: Äi 9334 befindet. vermischen Liebigstratze 29 8282 Steins Garten. 9262 I HK«. 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Ferner fahren Dampfer des Norddeutschen Lloyd » Gemäß § 39 t Protokoll über die ar Sitzung des Kreista Äenntch gebracht. Gießen, den $ Der Vorsitzende Geschl Pimchlvr Weisser Streusand | kann täglich geladen werben bet guter Einfahrt. [9378 Jacob Helfenbein, Marburgerstr 83 9328| Einen Gesellen sucht Aug. Schneider, Spengler, vorm. L. Hilgarbt, Ederstraße 5 Gußwaaren. Aüllregulirofen, Requlir- Fodiofcn, WirthfehaftS ofcit, Herde re. re. empfiehlt zu billigsten Preisen müssen meine fämmllichen Idealitäten geräumt fein, da öieselben theils vermiethel, theits verkauft find. Model werden ?u jedem annehmbaren Preise abgegeben. Hochachtungsvoll Kari Berger 9415] Ein HauSvursche auf sofort gesucht von Hermann Bogt, Bäcker, _ Betr.: Ahresbel Das Große! an die Diejenigen von 22. v. MtS. - Anhaben, werden hier! erinnert. 1) der ÄorHmt von Gager! 2) Großh. 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