iJfe» ««arten, muibt 'ffri 5 Woche hatte Ä%riS8 desCmses «Mjr and) die Gourfe btr unbelraditlid), ba, abgesehen era tonen Anlaß zu Verlausen 11 ^gar. Goldrente, (kopier Russische Goldanleihen, ’« haben. DMMchm ab Mgebvtm. Es verloren ^50, Gelsenkirchener reich- Comsverluste, und zumThetl Mainzer Brauerei 9°/o nted- - 2°/o, Arctricttlits-Ges. 3o/o, t Börse. Ceari vom 3. X. 10./X. ag.-jl.88u.89 Serb. Gold- te . . . . heEismbahn- i/DbL L. A.. ).Cblt0.188Or ! conv.. . Gold - Anl. 887 . . . 91.201 9080 88.30 8880 92.80 94.- 102.40 102.05 18.85 18.40 82- 80.90 93.55, 92.50 I 57.15 64.80 94.45 93.35 84.95 100.50 100.70 87.50 99.90 100.20 84.- 57.15 64 70 94.95 93.80 84.80 rLowdardm do- do. uxerGold. lolb (Salzt.) soses Silber aTont. Stal, chahn • • :ser . . • Ldw -Eiseno. rwkaS garnl. chtn.Sec.stsr. 105.50 105.10 99.35 67.20 66.65 173.50 168.80 161.90 159.20 ' 111150 H2.7O iner . ger - intttr Sank. - • fu Sredltb.. rk-Leretn . Leretnsbanl 113.- -n io»-/. 127.25 12« 9i> imjo ;S 26540 250.- 286 - 284.90 —------ M ..Psandbr. • S<* 105.80 rtaufg^, ii. »eig. i|e Sllhdr^ lü6< . - •,/ 131.50 'N Loose - 138- WsiO. Wt. 238. Zweites Blatt. Sonntag den 12. October Der ®U|e*tr Aureiser erlcheinl täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener W,«Nte«»rL1ier GMtben dem Anzeiger vrhchentlich dreimal beigelegt. ießener Anzeiger Keneral-Ztnzeiger. vierteltähriger KvsunementsPretor 2 Mark 20 Pfg. mN Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, ExpedNio» und Druckerei: LchutstrsKe Vr.S. Fernsprecher 51, Amts- unb Anzeigeblatt für den Areis Gieren. I Kmtisöeicage: Ki-ßener ImnilimSlätt«. - - ■■ i l -'.. ■ -"■ 'L’nai Alle Annoncen-Burearrx des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegne. Amtlicher Theil. Gießen, den 9. October 1890. Betr.: Die Einrichtung der Fortbildungsschulen. Die Großh. Kreis-Schulcommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Die von Ihnen eingesendeten Verzeichnisie werden Ihnen in den ersten Tagen l. M- wieder zugehen. __v. Gagern.___________________ Bekanntmachung, Maul- und Klauenseuche auf dem Hardthof bei Gießen betr. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß unter dem Rindvieh des Landwirths Schlenke auf dem Hardthof bei Gießen die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und daß Gehöstsperre von uns verfügt worden ist. Gießen, den 10. October 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________v. Gagern.__________________ Gießen, den 10. October 1890. Betr.: Den Termin für die Einsendung der Gemeinderechnungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien de- Kreises. Soweit Sie sich mit Erstattung der Berichte über Ablieferung der Rechnungen pro 1889/90 noch im Rückstände befinden, erinnern wir Sie hieran mit Frist von 5 Tagen. v. Gagern. Bekanntmachung, die Herbstübungen der Großherzoglichen (25.) Division im Jahre 1890 betreffend. Das nachstehende, an Großh. Ministerium des Innern und der Justiz gerichtete Schreiben wird hiermit zur Kenntniß der Kreisangehörigen gebracht. Gießen, am 8. Octvber 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. £ Darmstadt, am 29. September 1890. Bon militärischer Seite mußten während der soeben beendeten Manöver hohe Ansprüche an die Behörden und Bewohner der betheiligten Kreise gestellt werden; theilweise war eine recht starke Belegung der Ortschaften unvermeidlich. Die Unterkunft der Mannschaften würde ohne das Entgegenkommen der Quartiergeber vielfach auf große Schwierigkeiten gestoßen sein; es ist jedoch allen Wünschen auf das Bereitwilligste entsprochen worden. Ich nehme gern Gelegenheit, im Namen der Division meinem wärmsten Dank sür die gute Aufnahme der Truppen Ausdruck zu geben und bitte das Großherzogliche Ministerium sehr ergebens!, den Behörden und Quartiergebern in geeignet erscheinender Weise diesen meinen Dank übermitteln zu wollen. (gez.) v. Bülww Generallieutenant und Divisions-Commandeur. Polizei - Reglement, die polizeiliche Beauffichtigung de« Spinnstuben in der Gemeinde Muschenheim betreffend. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 4. October 1890 zu Nr. M. I. 25592 wird hiermit nachstehendes Polizei-Reglement für die Gemeinde Muschenheim erlassen: 1) Spinnstuben dürfen nur bis zu der festgesetzten Polizeistunde stattfinden. Wer über! diese Stunde hinaus eine Spinnstube hält oder an einer solchen Theil nimmt, wird mit Geldstrafe bis zu 30 «X bestraft. 2) Gegenwärtiges Polizei - Reglement tritt mit dem Tage'seiner Verkündigung in Kraft. Gießen, den 9. October 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Verstoss Reich. Darmstadt, 10. October. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aüergnädigst geruht: Am 8. d. M. den provisorischen Steuereinnehmer Heinrich Fischer aus Groß-Eichen zum Steuereinnehmer bei dem Steueramt Stockheim, an demselben Tage den Gerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Seligenstadt Johannes Feick zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Friedberg, den Genchtsschreiber bei dem Amtsgerichte Fürth Franz Wende berg zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Seligenstadt, und den Hilssgerichts- schreiber bei dem Amtsgerichte Darmstadt I. Heinrich Schmeckenbecher zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Fürth — zu ernennen. Darmstadt, 10. October. Ernannt wurden: Am 6. October der Hilssgerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Reinheim Friedrich Kalt zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Groß-Umstadt, mit Wirkung vom 15. October d. I. an- an demselben Tage der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Lauterbach Heinrich Vogt zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Zwingenberg mit Wirkung vom 15. October 1890 an. Darmstadt, 10. October. Das heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 38 enthält: 1. Gesetz, die Einführung des Verwaltungsstrafbescheids bei Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend- 2. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Abänderung der bahnpolizeilichen Vorschriften für die Nebenbahn Mannheim-Weinheim betr. Darmstadt, 9. October. Das heute ausgegebene Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogthums Hessen Nr. 10 enthält: Ausschreiben Nr. 18, vom 3. October 1890, betr. die antisemitische Agitation. Das Großherzogliche Ober - Consistorium an die evangelischen Geistlichen. Es ist Ihnen nicht entgangen, daß in den letzten Jahren, hauptsächlich aber seit den im Februar l. Js. vollzogenen Reichstagswahlen, in den verschiedensten Gegenden des Großherzogthums antisemitische Bestrebungen zu Tage getreten sind, die bei der Art, wie solche Agitationen betrieben werden, für den Frieden unter der Bevölkerung ernste Gesahren in sich schließen. Während wir in der stets und auch bei der letzten Reichstagswahl als richtig bewährten Voraussetzung, daß die evangelische Geistlichkeit bei Erfüllung ihrer politischen Pflichten von selbst denjenigen Bestrebungen ihre Mitwirkung versagen werde, die dem evangelisch-christlichen Volksleben nachtheilig sind, uns nicht veranlaßt sahen, die politische Thätigkeit der Geistlichen zu beeinflussen, sondern deren politische Meinungsfreiheit stets geachtet haben, so müssen wir doch jetzt, wo verschiedene Meinungsäußerungen in Versammlungen von Geistlichen und aus Decanatssynoden darauf schließen lassen, daß nicht wenige Geistliche der erwähnten Bewegung sympathisch gegenüber stehen, aus unserer Zurückhaltung heraustreten. Wir fühlen uns verpflichtet, die Stellung, die unseres Erachtens die evangelische Kirche als solche in ihren Behörden und ihren Dienern einnehmen muß, unumwunden nach beiden Seiten hin darzulegen, und verlangen sür diese Darlegung die ernsteste Beachtung aller uns unterstehenden Geistlichen. Feuilleton. Wie es kam. Novellette von H. Renö. (Nachdruck verboten.) „Warum der Amtsrichter Schäfer nur nicht heirathet? Er ist solch ein stattlicher Mann und noch in den allerbesten Jahren," meinte die Fi;au Justizräthin Schmidt, von ihrem blumenumblühten Parterrefenster aus dem Amtsrichter neugierig nachblickend, der, die Acten unter dem Arme, von seinem geschickt den Stock nachtragenden Pudel gefolgt, eben in das Hotel „zum schwarzen Adler" zum Frühschoppen ging. Fräulein Dora Schmidt hob ihren rothblonden Tituskops vom Zeichenbrett in die Höhe. „Vielleicht fürchtet er, daß eine junge Frau dieses abscheuliche schwarze Hundevieh, das schon mit ihm studirt hat, wie er überall erzählt, schlecht behandelt," sagte sie, den Kreidestift auf den langen, geschonten Nägeln probirend. „Nun, mir dürfte er ihn schon nicht auf den guten Teppich und die neuen Sophas bringen." „Man sollte das Thier heimlich vergiften," schlug die Mama vor. „Dann müßtet Ihr aber auch alle Spielkarten verbrennen und den Spatenbräu versiegeln lassen, das sind auch Ehefeinde," lachte die älteste Tochter, mitten in ihren Finger- iibungen abbrechend. Ihre Stimme klang etwas schrill und Las seine Profil zeigte trotz Puder und gebrannter Frisur schon eine bedenkliche Schärfe. „Seht nur," fuhr sie fort, „Lina Böhm ist heute zu spßt gekommen, sie trifft ihn nicht rnehr." „Und wieder ein neues Herbstcostüm, rothbraun mit Krimmer," meinte Fräulein Dora gereizt, „solch eins muß ich auch haben." „Aber, Kinder, der Papa wird brummen," seufzte die Justizräthin. „Ja, wenn eine von Euch den Amtsrichter singe! Warum er nur nicht heirathet?!" In der altdeutschen Trinkstube des „schwarzen Adlers" wurde eben dasselbe Thema behandelt. „Warum heirathen Sie nicht, Amtsrichterchen?" fragte Rath Schneehuhn den jüngeren College«. „Ein schönes Einkommen haben Sie bereits. Warten Sie einmal, ohne Wohnungszuschuß 3500 Mk. Damit läßt eine Frau sich doch ganz anständig ernähren." „Ernähren wohl, aber kleiden kaum," erwiderte der blonde Mann des Rechts, seinem Pudel den krausen Kopf streichelnd. „Ich will gar nicht nachrechnen, was die Kleider, Hüte, Mäntel u. s. w. kosten mögen. Und dann bieten die modernen höheren Töchter, so wenig Garantien für eine einfache Häuslichkeit. Die eine malt in Oel, die andere studirt Musik und die dritte schreibt gar für Zeitschriften. Wenn man aber dann nach dem Kochen fragt, wird einem verächtlich ins Gesicht gelacht. Dazu sind ja Dienstboten da. Wer steht heutzutage noch am Küchenherd und näht dem Manne die abgerissenen Hemdenknöpfe an? Und dann erst die Schwiegermütter! „Lieber Sohn, unser Kind ist für anständige Verhältnisse erzogen," heißt es dann. „Sie können doch nicht verlangen, daß sie immer dasselbe Kleid trägt, und eine Wohnung von vier Zimmern bezieht heutzutage kaum ein Subalternbeamter." Colossale Ansprüche, ewiger Unfriede im Haus. Nicht wahr, Harro, so leben wir beide glücklicher!" Der Pudel blinzelte verständnißvoll und streckte sich zwischen seinem Herrn und dem schnell beiseite rückenden Rath auf dem Sopha behaglich aus. „Ein expresser Brief sür den Herrn Amtsrichter." Damit überreichte der Kellner ein Schreiben. „Ah, von einem alten Corpsbruder, der in einem Wendendorf als wohlbestallter Pastor sich bemüht, seine zahlreiche Familie kümmerlich durchzubringen. Was kann er nur wollen? So, ich soll Lisa, die srühverwaiste Schwester, heute Abend aus dem Bahnhofe erwarten, um sie und ihr Gepäck in den wartenden Wagen des Onkel Amtsrath aus Sengenfelde zu befördern. Netter Auftrag in dem strömenden Regen an einem kalten Herbstabend. Ich glaube, der Schnellzug kommt erst gegen acht Uhr an." Er nahm noch einmal den Bries vor. „Herzlose Menschen", murmelte er, „die arme Kleine nach Sengenfelde zu der kranken Frau und dem polternden Alten zu schicken. Freilich, sie sind sroh, die Sorge für die junge Schwägerin aus andere Schultern wälzen zu können- im Hause mag es ja so wie so knapp genug zugehen. Aber schrecklich ist es doch, wie eine Waare über sich verfügen zu lassen. Fast bezweifle ich, daß der Amtsrath sie gern ausnimmt. Arme Lisa! Als ich sie zum letzten Male sah, war sie ein fröhliches Kind mit kurzen Kleidchen und langen, fliegenden Zöpfen. Ob ich meine alte Auftvärterin auf den Bahnhof schicke, oder gehen wir selbst, Harro?" „Mit Vergnügen, Amtsrichterchen," meinte der Rath boshaft. „Wenn die Fräulein Schmidts oder gar Lina Böhm Sie in Ihrer Rolle als Waisenvater doch bewundern könnten! Ich glaube, in den Augen unserer jungen, eleganten Damenwelt sänken die Actien doch um ein Bedeutendes." Verdrießlich zuckte der Amtsrichter mit den Achseln. „Ich werde doch wohl meine alte Minna schicken," sagte er ausstehend. „Um acht Uhr beginnt ja meine Scatparthie, und was würde der Doctor sagen, wenn ich fehlte!" — (Fortsetzung folgt.) * Wilhelm: „Na, Guste, warum ziehst Du denn schon wieder? War denn Deine Herrschaft nicht jut?" — „Jut war se schon, aber nich dumm jenug." * Aber, Mensch, können Sie sich denn sür gar nichts begeistern?" — „Schau'n S', wenn i mi für waö begeister, besauf' i mi halt immer!" Es sind zweifellos große Nothstände unseres Volkslebens und schwere Versündigungen, zumal an unserem Bauernstände, begangen, welche eine Bewegung wie die antisemitische erklärlich machen, und wir müssen es für ein Unglück halten, daß rnan auf jüdischer Seite die Berechtigung gewisser Klagen über das Verhalten vieler Geschäftsleute und Literaten nicht genug einzusehen scheint. Aber wir können uns doch unmöglich verbergen, einmal, daß an den genannten Dingen sich auch Viele, die den Christennamen tragen und deutscher Nationalität sind, beiheiligt haben, und sodann, daß die verderbliche Macht, welche Mammonsdienst,' Börsen-Speculationswuth, Schwindel- und Wuchergeist, Ausbeutung der wirthschastlich Schwachen erreicht haben, eben doch zum guten Theil aus der Schwäche beruht, mit der die sich christlich nennende Bevölkerung ihre bessere Einsicht, höhere sittliche Erziehung und angeborene deutsche Art verleugnet hat. Und darum können wir unter keinen Umständen für das, was eine gemeinsame Schuld ganzer Volksklassen ist, und wofür diese, sofern sie wirklich Christen sind, Buße zu thuu und Besserung zu suchen haben, die jüdischen Staatsbürger, in deren Reihen es doch wahrlich an Beispielen wirklicher Milde und Gutthätigkeit, an Mustern pietätvollen Familiensinnes nicht fehlt, und zwar diese ohne Unterschied allein verantwortlich machen. Wenn aber gar unter Anrufung des Christenthums eine Art Kreuzzug gegen die Juden gepredigt wird, so müssen wir unter Berufung aus Wort und Vorbild unseres Heilandes, der mit der Verkündigung der uneingeschränkten Samariterliebe das Judenthum seiner Zeit beschämt und in dem Leben der Völker statt des Nationalstolzes und Racenhasses das Panier der allgemeinen Liebe aufgerichtet hat, solches mit aller Entschiedenheit als unchristlich zurückzuweisen. Wir müssen es aber auch als eine verhängnißvolle Mißleitung der dunkeln Instinkte des deutschen Christenvolkes ansehen, wenn man da, wo es gilt, vor Allem die eigenen Fehler einzusehen, die Unzusriedenheit der Massen aus angebliche Urheber ihrer Drangsale hinlenkt, die es nur zum Theil, und sicherlich nicht ohne erhebliche Mitschuld der christlichen Bevölkerung selbst sind. Der dadurch entfesselte Geist der Unbotmäßigkeit und Zuchtlosigkeit, der Begehrlichkeit und des Hasses, kann dann, wenn sich — nur zu bald! — Herausstellen wird, daß die Versprechungen jener augenblicklich volks- Ihümlichen Agitatoren unerfüllbar sind und bleiben, nur denen zu Gute kommen, die auf die wachsende Unzusriedenheit der breiten Volksmassen ihre Umsturzpläne unseres gesammten Staats- und Kirchenwesens gründen. Nicht bier wir wollen es annehmen, in gutem Glauben von dem sogenannten Antisemitismus angerufeneu deutschen und christlichen Instinkte, sondern die Triebe des Neides und Hasses werden aus dieser Agitation die kräftigste Nahrung empfangen, und der evangelischen Kirche wird dadurch ihre Aufgabe der Befriedigung und Sittigung des Volkslebens nur erschwert. Wir halten darum die Betheiligung an antisemitischen Agitationen, wenn wir auch nicht verkennen, daß sie aus einem treuen und wahren, für die Rechte des Christenthums und Deutschtums und für das Wohl des Landvolkes schlagenden Herzen kommen können, für nicht vereinbar mit den Christenpflichten und Amtspflichten eines Geistlichen. Andererseits aber können wir nur auf das Lebhafteste wünschen, daß der löbliche Eifer, dem Volke, besonders dem Landvolke, aus so manchen, namentlich auch materiellen Nöthen zu Helsen, wo er bei Geistlichen und Laien erwacht ist, sich der Heilung jener Uebelstände zuwende, welche die Ursachen der antisemitischen Unzufriedenheit sind. Was die Geistlichen innerhalb und außerhalb ihres Amtes auf der Kanzel, in der Seelsorge, in der Schule, im Verkehr jeder Art mit dem Volke zur Begründung eines gesunden Creditwesens für den Landmann, das ihn vor der Gefahr der Auswucherung bewahrt, was sie zur Beförderung und Verbreitung guter, in christlichem Geist gehaltener Preß- erzeugnisse und zur Verdrängung schlechter und das Christen- thum entwürdigender thun können, muß unseren ganzen Beifall haben, und das wird zweifellos von größerem Segen begleitet sein, als die Theilnahme an einer im letzten Grunde ziel- und zwecklosen Agitation, auch wenn diese augenblicklich dem Geistlichen zu einer gewissen Popularität verhelfen sollte. Durch mannhaftes Eintreten für jede Maßregel, die den Armen und Nothleidenden wirklich Hilst, durch ebenso mannhafte Zurückhaltung von jeder lärmenden und, statt mit durchdachten und aussührbaren Verbesserungsvorschlägen, nur mit Schlagwörtern arbeitenden Massenkundgebung wird es der evangelische Geistliche dahin bringen, immer auf der Seite des Rechts und der Wahrheit, der Liebe und des Friedens gefunden zu werden, wo sein Stand ist, und dadurch leistet er auch in diesen stürmischen Zeitläufen seiner Kirche den besten Dienst, deren Stärke nicht der fleischliche Arm der Massen, sondern der Geist von Oben ist. Dr. Goldmann. Eckhardt. Zum Verständniß der Jnvaliditäts- und Alters- Versicherung*) veröffentlicht der „Reichsanzeiger" folgendes: Die Jnvaliditäts- und Altersversicherung beginnt voraussichtlich mit dem 1. Januar 1891. Zweck dieser Versicherung ist, allen Arbeitern und Arbeiterinnen 1) im Alter durch eine Altersrente einen Zuschuß zu dem dann in der Regel herabgemindertcn Arbeitsverdienst zu gewähren und 2) im Falle frühzeitigen Eintritts der Arbeitsunfähigkeit für die Dauer derselben eine den Betrag der Altersrente übersteigende Invalidenrente zu sichern. 1) Die Altersrente kann sofort vom Beginn der Versicherung ab (1. Januar 1891) von denjenigen versicherten Arbeitern beansprucht werden, welche das Alter von 70 Jahren vollendet haben und nachweisen, daß sie in den Jahren 1888, 1889 und 1890 mindestens in 141 Wochen gearbeitet haben. Bei diesen 141 Wochen werden auch die Wochen bescheinigter Krankheiten und die Unterbrechungen bei Saisonarbeitern mitgezählt, wie wenn es Arbeitswochen wären. Diejenigen Arbeiter, welche beim Beginn der Versicherung (1. Januar 1891) noch nicht 70 Jahre alt, jedoch mehr als 40 Jahre alt sind, haben gleichfalls von dem Zeitpunkt ab, mit welchem sie das 70. Lebensjahr vollenden, Anspruch aus Altersrente, wenn sie die vorhin angegebenen Nachweise führen können und vom Beginn der Versicherung (1. Januar 1891) ab regelmäßig ihren wöchentlichen Beitrag entrichten. Die Höhe der zu gewährenden Altersrenten wird nach Lohnklassen verschieden bemessen. Die Altersrente beträgt mindestens 106.40 Mk. und höchstens 191 Mk. jährlich. Bei Berechnung der Rente werden 1410 Beitragswochen (Beiträge) zu Grunde gelegt, so zwar, daß jede einzelne Beitragswoche eine Erhöhung der Rente um 4 Pfg. bewirkt in Lohnklasse I, // ,, ,, ,, ,, II, // 8 „ „ „ „ III, // 10 „ „ „ „ IV, Die Lohnklasse I gilt sür einen Jahresarbeitsverdienst bis zu 350 Mk. jährl., „ „ II „ „ mehr als 350—-550 „ „ „ „ III „ „ „ „ 550 850 „ „ // // IV „ „ „ „ 850 „ n Hat ein Arbeiter 10 Wochen-Beiträge nach dem 1. Januar 1891 für Lohnklasse III entrichtet und kann er nachweisen, daß sein durchschnittlicher Jahresarbeitsverdienst in den vorhergegangenen drei Jahren 1888 bis 1890 875 Mk. betragen hat, so sind für die 10 Beiträge die Rentensätze der Lohnklasse III mit 8 Psg. und für die übrigen 1410 — 10 — 1400 Beiträge die Rentensätze der Lohnklasse IV mit 10 Psg. in Ansatz zu bringen. Die Jahresrente berechnet sich demnach aus 10 x 8 Pfg. + 1400 X 10 Pfg. = 140.80 Mk. Hierzu gibt das Reich 50 Mk. als Zuschuß, sodaß die Jahresrente insgesammt 190.80 Mk., die Monatsrente also 15.90 Mk. betragen würde. 2) Die Invalid enr ente kann erst nach Zurücklegung einer Wartezeit, d. h. nach Entrichtung einer bestimmten Anzahl von Beiträgen, bewilligt werden. Allgemein find als Wartezeit fünf Jahre, jedes Jahr mit Rücksicht auf zeitweiltge Arbeitslosigkeit anstatt zu 52 nur zu 47 Beitragswochen gerechnet, vorgesehen, sodaß insgesammt 5 x 47 — 235 Beiträge entrichtet sein müssen. Solche Personen indessen, welche bereits in den ersten fünf Jahren nach Beginn der Versicherung, also in den Jahren 1891/1895, arbeitsunfähig werden, können gleichfalls Anspruch auf Invalidenrente machen, wenn sie a. wenigstens 47 Wochenbeiträge entrichtet haben und b. nachweisen, daß sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit in den noch fehlenden 188 Wochen gearbeitet haben. Auch hier werden bescheinigte Krankheitswochen, sowie die Dauer militärischer Dienstleistungen und diejenigen Wochen mitgezählt, in welchen Saisonarbeiter re. ihr Arbeits- oder Dienstverhältniß unterbrechen mußten. Die Höhe der Invalidenrenten richtet sich, wie die Altersrente, nach den Lohuklassen, für welche Beiträge entrichtet worden sind, und nach der Zahl der wirklich entrichteten Beiträge. Bei Berechnung der Rente wird für alle Lohnklassen ein gleicher Grundbetrag von 60 Mk. angesetzt und sodann für jeden Wochenbeitrag *) Es ist dringend zu wünschen, daß die weiten Kreise, die es angeht, rechtzeitig vor dem Inkrafttreten der Jnvaliditäts- und Altersversicherung über die Bedeutung des Gesetzes, über ihre Obliegenheiten, um die Vortbeile desselben zu erlangen, über den Umfang der Versicherungspflicht, über das Verfahren bet Erhebung der Beiträge 2c. aufgeklärt werden. Zu diesem Zweck bringen wir eine allgemeine Uebersicht über Rechte und Pflichten der zu versichernden Personen. für Lohnklasse I eine Reutensteigeruug von 2 Pfg. u // H // // // 0 „ // // m // n ff o „ // ff IV „ „ // 13 „ in Anrechnung gebracht. Für bescheinigte Krankheitswochen und für die Wochen militärischer Dienstleistungen, welche als Beitragswochen gezählt werden, kommt für jede Woche die Reutensteigerung der Lohnklasse II in Ansatz. Hat z. B. ein invalider Arbeiter der Versicherung etwas über 18 Jahre angehört und kann er 50 Beiträge in Lohnklasse II, 300 „ „ „ III, 600 „ „ „ IV und 10 bescheinigte Krankheitswochen aufweisen, so berechnet sich sein Rentenanspruch bei der Versicherungsanstalt auf 60 Mk. -ft 50 x 6-Pfg. -ft 300 x 9 Pfg. + 600 x 13 Pfg. + 10x6 Pfg. = 168.60 Mk. Hierzu gibt das Reich, wie bei der Altersrente, einen Zuschuß von 50 Mk., sodaß die Jahresrente insgesammt 168.60 -ft 50 — 218.60 Mk. oder die abgerundete Monatsrente 18.25 Mk. beträgt. (Schluß folgt.) vermischtes. * Paris, 9. Oetober. „Heiße Masser"-Automatem Die Reihe der Waage-, Chokolade- und Parfümerie-Automaten, mittels deren sich der Spaziergänger au verschiedenen Punkten der meisten Großstädte rasch wägen, parfümireu oder mit Bonbons versehen kann, ist um eine neuartige Nummer bereichert worden. Auf der Plaee Dupuytren, in der Nähe des Boulevard St. Germain functionirt seit einigen Tagen ein automatischer Apparat, der gegen die übliche Bezahlung von fünf Centimes den Wanderer mit — neun Litern brüh- heißem Wasser versorgt. Der Passant, welcher plötzlich in die Lage kommt, kochenden Wassers zu benöthigen, braucht nur ein Fünseentimes-Stück in eine für diesen Zweck in den Automaten geschnittene Spalte gleiten zu lassen, und das dampfende Naß ergießt sich nach wenigen Sekunden durch ein Rohr. Nachdem das Rohr neun Liter heißen Wassers abgegeben hat, versiegt die Quelle, bis neue fünf Centimes ihren gehemmten Laus abermals entfesseln. Der Apparat, über dessen Zweck man sich auf den ersten Blick hin nicht ganz klar werden dürfte, ist bestimmt, die in den Pariser Miethwagen untergebrachten Wärmeflaschen im Winter mit warmem Wasser zu füllen. Aber auch Junggesellen, denen die Herbeiführung des Siedezustandes des Wassers öfter Schwierigkeiten bereitet, werden die neue Einrichtung mit Freuden begrüßen. Mey's Stoffkragen, Manschetten und Vorhemdchen, aus starkem pergamentähnltchen Papier gefertigt und mit leinen- ähnlichem Websioff überzogen, sehm ganz wie Letnenwäsche aus. Mey's Stoffkragen übertreffen die Leinenkragen dadurch, daß sie niemals kratzen oder reiben, wie es schlecht gebügelte Leinenkragen stets thun. Mey'S StoffwLsche steht in Bezug auf Schnitt und bequemes Passen trotz außerordentlicher Billigkeit unerreicht da. Sie kostet kaum mehr als das Waschlohn leinener Wäsche und beseitigt doch sowohl alle Differenz« mit der Wäscherin, als auch den Aerger der Hausfrau über die beim Waschen oder Plätten verdorbene Leinenwäsche. Mey's Stoffkragen sind ganz besonders practisch für Knaben jeden Alters. Auf Reisen ist Mey's Stoffwäsche die bequemste, weil bei ihr das Mtttühren der benutzten Wäsche fortfällt. Mey'S Stoffwäsche wird fast in jeder Stadt von durch Plakate kenntlichen Geschäften verkauft, welche auch von Zeit zu Zeit durch Annoncen in dieser Zeitung namhaft gemacht werden. Sollten dem Leser diese Verkaufsstellen unbekannt sein, so wolle er sich an das Versandt-Geschäft Mey & Edlich in Leipzig-Plagwitz wenden, welches auf Verlangen auch das Preisverzetchntß über Mey'S Stoffe Wäsche unberechnet und portofrei versendet. 7188- Milde, wohlschmeckend und seit zehn Jahren bewährt ist der Holländ. Tabak von B. Becker in Seesen a. Harz, 10 Pfd. 8 v4L 156 empfiehlt eich durch Reinheit, Aroma und Ergiebigkeit als die beste und PreiMarkeheSte ß- Zutltz Sei. Ww. Kal’' narae. Bonn, Berlin. Zu haben bei J. M. Schulhof. 852 vermehr, nnd Vsttswin hf Dupuytren, in der Nähe Mxx\ Wt einigen Tagen 8eu die übliche Bezahlung mit — neun Ätern brüh- ssant, welcher plötzlich in 's zu benöthigen, braucht ie für diesen Zweck in den ■eiten zu lassen, und das j wenigen Sekunden durch ein ■ biter heißen Wassers abge- > neue fünf Centimes ihren j ein. Der Apparat, über en Blick hin nidjt ganz klar n den Pariser Miethwagen ! Vinter mit warmem Wasser i, denen die Herbeiführung ler Schwierigkeiten bereitet, Freuden begrüßen. hetteu und Vorhmdchen, >ier gefertigt und mit leinen« in) wie Leinenwasche aus. bie leinen fragen babuiä), baß schiech/ gebügelte leinen fragen m auf Schnitt und beauemeK liqkit unerreicht da. Sie leinener Wäsche und be eitigt Wäscherin, als auch dm Aerger sdn Platten mdotbm Leinen- besonders practisch für Anaben blt btqutmile, wdl tri I- auVtiin säten t™ oerzeichntv über Mth k in et«'«* "• ** 156 HM ’S* gnciitnfdink 8394 Zur RachriM L. 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Häuser, Ludwigstraße 36. I. Georg, Ederstraße 2. H. Zipp, Ostanlage 9. Montag den 13. Oetvb-r, Abends 7 Uhr, beginnt der Unterricht in dsr biefigen Fortbildungsschule. Nach Art. 23 des Bolksschulgesetzes sind zum Besuche derselben alle Knaben verpflichtet, welche während der letzten drei Jahre aus der Volksschule entlassen worden sind und sich hier aushalten. An oben genanntem Abend haben sich einzufinden: a) die im Jahre 1888 aus der Schule Entlassenen im Schulhause aus Oswaldsberg, b) die im Jahre 1889 aus der Schule Entlasienen im Schulhause den Fluthgraben, VIII Nr. 83 — 8J3 Meter auf der großen Weide, VIII Nr. 84 — 8ö3 Meter daselbst, IX Nr. 270 - 1463 Meter über dem Schafstall, und Lederwaaren rc. mit Stickerei-Einrichtung. ____ 3MF Kindsrorbeiten jeder Art. Anfertigung aller Häkelarbeiten und feiner Bunt- und Goldstickereien, Fahnen, Bandelire, Kiffen, Monogramme, sowie jede Zeichnung wird bestens und billigst ausgeführt. 8284 J. H. Fuhr. 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September 1890. Großh. Ortsgericht Gießen- I. A-: Vogt. 7323 Miststätte daselbst, I Nr. 320 — 75 Meter Hofraithe daselbst, Flur V Nr. 30 — 1038 Meter Wiese in den Weiden, Flur V Nr. 31 — 1825 Meter Wiese daselbst, Flur V Nr. 439 — 1038 Meter Acker Wegen Aufgabe meines Detailgeschäftes verkante meine Waarenvorräthe, als Uhren, Gold- u. Silber-Waaren zu den denkbar billigsten Preisen. [5488 WiBD. Möger. aus der Freiherrlich Riedesel’schen Brauerei in Lauterbach ist zu haben 3341 Bekanntmachung. Zur Ausführung der am 1. December I. I- stattftndenden Volkszählung ist eine größere Anzahl geeigneter Personen, welche sich dem Geschäft eines Zählers unterziehen wollen, nothwendig. Es werden daher solche, welche sich an dem genannten Geschäfte, sei es unentgeldlich, sei es gegen Bezahlung, betheiligen wollen, aufqefordert, binnen 5 Tagen auf dem Bureau Großherzoglichen Polizeiamts Gießen sWeidengaffe Nr. 5) zu melden. Bemerkt wird, daß das Geschäft eine Dauer von 6—8 Tagen haben wird. Gießen, den 8. October 1890. Der Vorsitzende der Zählungs-Commission für die Stadt Gießen- Fresenius. Aachener Badeöfen für Gas. Liefern sofort heisses Wasser. Überraschend schnelle Erwärmung eines Bades bei 0.7 cbm. Gascon&um. g 6 goldene und Z silb.Medaillen. Beste und billigste Bezugsquelle für garantirt neue, doppelt gereinigt u. gewaschene, echt nortiM' Miedern. Mr versenden zollfrei, gegen Nachn. (nicht unter 10 Pfd.) gute neue Bcttfcdcru per Pfund für 60 Pfg., 80 W, 1M. u.l M. 25 Pfg.; feine prima Halbdaunen IM. 66 Pfg.; meiste Polarfcdern 2 M. «• 2 M. 50 Pg.; silberweiste Bcttfcdern 3 M., 3M. 50 Pfg., 4 M., 4 M. 50 Pfg. u. 5 M.; ferner: echt chinesische Ganzdaunen (sehr fülUrästig) 2 M. 50 Pfg. und 3 M. Der. paikung zum Äostenpreisc. — Bei Beträgen von mindestens 75 M. 5°/0 Rabatt. — Etwa Nicht- gefallendes wird frankirt bcreitwilligst zurückgcnommen. Pecher &. 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ÄüMbaufcn. Weftanlaae tS i Gießen, den 8. Oetober 1890. Heuchelheimer Vühto. Gebrochenes Obst, sowie feinste Sorten SpeLsekartoffeln zu verkaufen. 8290 Strickwolle, Marke M. & W., anerkannt beste Qualität, billigst bei [7698 Robert Stuhl, Neustadt 23. Bekanntmachung. Die Reinigung der Krankenwäsche für die medicinische Klinik in Gießen soll auf dem öffentlichen Submissions» wege vergeben werden. Es wird hierzu bemerkt, daß dem Unternehmer kleine Familienwohnung und Räume für Reinigung und Jn- standsetzen der Wäsche in den hinter den Bahnhöfen, an der Lahn, gelegenen Gebäuden überwiesen wird. Die Bedingungen können Nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau der chirurgischen und Augenklinik eingesehen werden. Offerten sind schriftlich bis zum 14o Oktober 1890, Vormittags 12 Uhr, einzureichen. 8412 Gießen, am 9. October 1890. Großh. Direction der medicin. Klinik Jagdvcrpachtuug. Freitag den 17. Oktober d. I., Nachmittags um 2 Uhr, soll die der Gemeinde Lohra zustehende Wald- und Feldjagd, umfaffend circa 450 Hectar Wald und 600 Hectar Feld, öffentlich in der Wohnung des Unterzeichneten verpachtet werden. Lohra, am 30. September 1890. Der Bürgermeister Regenerativ-Gasheizöfeii Abführung der Heizgase, für Salons, Wolm- Chaussee, Flur XXIII Nr. 153 — 1125 Meter Acker auf dem Aulweg, hinter dem Weiher, _ Flur XXX Nr. 45 — 1056 Meter Wiese am Atzelbusch auf den Weg, Flur XXX Nr. 59 — 3681 Meter Acker am Atzelbusch, rechts am Erdkauterweg öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 4- October 1890. Großh. Ortsgericht Gießen I. A.: Vogt.________8252 Donnerstag den 16. Moder, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht der dem KaSpar Schombrr in Gießen gehörige Antheil an nachvezeichnetem Acker: Flur 8 Nr. 17 — 7575 Meter auf dem Holzweg hinter den Schießgärten öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 3. September 1890. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A: Vogt. 7321 soliden Qualitäten. 8463 Wurzner Teppich- u. Velours-Fabriken Niederlage Frankfurt am Main, K«iSer8tra88e 13 empfehlen, namentlich auch in billigeren Preislagen, ihr stets reichhaltiges Lager von Teppichen und Möbelstoffen, Läufern, Angoratellen, Tisch- und Bettdecken, Portieren etc, in "nur Wintermäntel Ausverkauf Z Seitew« 5?. Zu Beginn des Wintersemesters beehren wir uns, unseren Journal-Lesezirkel bestens zu empfehlen. Derselbe enthält folgende Journale, jedes fast durchweg in 3 —7facher Anzahl, so dass die Journale möglichst neu und gut erhalten den Abonnenten geliefert werden können. Der vierteljährliche Abonnementspreis beträgt bei einer Auswahl von etwa 12 Journalen 3 Mk. 50 Pfg., falls die Journale jedoch durchweg neu, oder falls alle Journale verlangt werden, tritt nach Verabredung eine Erhöhung des Preises bis zu IO Mk. per Quartal ein. Neben diesem grösseren Zirkel besteht ein kleinerer, welcher nur folgende 7 Journale enthält: Bas neue Blatt — Buch für Alle — Daheim — Familienblatt — Gartenlaube — Bomanbibliothek — Illustrirte Welt. Dieser kostet 1 Mk. 80 Pfff. vierteljährlich. Die Journale werden einmal wöchentlich gewechselt. Der Eintritt kann jederzeit stattfinden. Nach auswärts können wir die Journale nur liefern, wenn für pünktliche Rücksendung derselben Sorge getragen wird, oder wenn nur ältere Journale verlangt werden, die nicht mohr im Zirkel gebraucht werden. Mk. 6.40 statt Mk. 1.20 99 99 89 7745 mit Personen: [8440 Steffel | Diener bei Hans Rudolf. Leutholdl Waltraut August Jung. Gate papieve! Saubere Arbeit! Hermine Nissen. Zwerge Richard le Goullon. Heinrich Winolt. Emma Rellstab. 99 99 Hick Heck Hock Huck Hack 1.50 5.50 1.50 2. 6.- fiir 99 Georg v. Fritzschler. Rudolf Biebraoh. Karl Schreiner. Karl Rupp. Marie Jaskowski. König Wankelmuth Max Jaskowski. Thusnelda, seine zweite Frau Adelheid Martin. Röschen,dess. Tochter Elisabeth Bischoff. Preise der Plätze: Sperrsitz 75 I. Platz 50 A, II, Platz 30 H, Gallerie 15 H. Kassenöffnung 2ei Beginn einer neu Die Ernennung der s Heer und die Festun den Kaiser erjolgt, c schlichlich Behender Die amtliche Bk Bundesrathsausschüs fangreichen Novelle z rvas über den wesen geworden war, man beziehen sich nameni Tagelohns, auf bi, Dauer der. Kranken Personenklassen in ei sonds der Kranken! aus die W'öchnennr sonstigen Kranken- pslegung in einem schlägigen Weltimnn ErleichterMgen der t WM tonn auch al anderseits lüßt sich a besonders sür die jre fid) birgt, die hoffen durch den Reichstag bildet den Kernyunk! sicherungspslicht fünf dle bei Rechtsanwal gestellten Personen, treten, aus die ^chästigten Person« durch anderweitige imb aus diejenigen ■ Ä^?bttieb8beam ß'l3 Mark pro Tal . . Halle a. d.' Mialdemokratischen S ötvistigkeiten in der Konta-s- —■— fHt Sleßkner 5--SS HinbeM 9^tnbet ■ rUr- MU» Ä®1 '«etter Stl* tttlnu. tnbcn wrgtz?^enit j4i,Si* fQ? ■» r "i ** hS 1i 1 dar,