1890 Mittwoch den 12. Februar Nr/ 36. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Gratisbeilage: Gießener Kamilienbkätter. Lunahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Die Gießener MamittenVtLiter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme deS Montags. vierteljähriger AvonnementspreiOr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mar! 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schatßraße Ar.7. Fernsprecher 51. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Gießener Anzeiger Generat-Mnzeiger. Amtlicher Tbeil. Bekanntmachung. In Berichtigung unserer Bekanntmachung vom 3. gebt, d. I. — Anzeiger Nr. 31 — bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß 1) an Stelle des Stadtverordneten Herrn Professor Thaer Herr Rechtsanwalt Curtman zum Wahlvorsteher für den zweiten Wahlbezirk der Stadt Gießen, 2) an Stelle des Herrn Stadtverordneten Rendant Grüneberg Herr Stadtverordneter Kaufmann Richard Scheel zum Wahlvorsteher und Herr Kaufmann Louis Plank zum Stellvertreter des Wahlvorstehers für den fünften Wahlbezirk der Stadt Gießen, 3) an Stelle des verlebten Großh. Beigeordneten Atzbach das Gemeinderathsmitglied Herr GeorgSchmandtll. zu Hausen zum Stellvertreter des Wahlvorstehers der Gemeinde Hausen ernannt worden ist. Gießen, am 11. Februar 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, am 11. Februar 1890. Betr.: Die Reichstagswahlen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grvßh. Bürgermeistereien Gießen und Hausen. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie, soweit dieselbe Ihre Gemeinden betrifft, aLSbald ortsüblich veröffentlichen lasten und wie geschehen anzeigen. v. Gagern. —।—-- Deutsches Reich. Darmstadt, 10. Februar". Heber den Aufenthalt des Großherzogs in Rom wird noch gemeldet, daß derselbe nebst der Prinzessin Alix am Nachmittag des 2. Februar bei prächtigstem Wetter im offenen Wagen eine Spazierfahrt nach dem Monte Pineio und der Billa Borghese machte. Bei der Rückkehr in die Stadt stattete der Großherzog dem deutschen Botschafter Grafen zu Solms-Sonnenwalde und dem englischen Botschafter Lord Dufferin Besuche ab. Am folgenden Tage, Montag den 3. Februar, besuchten der Großherzog und die Feuilletsn. Der Collega des Herrn Ziadtmufikus. Humoreske von Carl Cassau. (Schluß.) Und der arme Lebrecht weinte wie ein Kind, als er den Fremden auf die Kammer führte, wo zwei saubere Betten standen. Der Fremde stieß die Fenster aus, daß der Helle Mondschein mit den Düsten der Julinacht zugleich hereinströmte. „Ich kann nicht schlafen!" jammerte Lebrecht. „Ich auch nicht!" brummte Ole Bull. Er dachte an feine Kasette, aber sie war erst geleert und der Inhalt heimwärts geschickt/ Aber man konnte ja hier ein Concert geben! Mein, das dauerte zu lange. Doch halt, Mister Cavendish, der verrückte Engländer, sollte helfen. Während nun Lebrecht sich an die eine Seite des unter den Fenstern stehenden Tisches setzte, nahm Ole Bull an der andern Platz, und der arme Junge erzählte dem Fremden sein ganzes Liebesleid und jener zog ein wunderliches Gesicht ; offenbar war sein Geist weit, weit weg. Dann sprang er plötzlich auf und rief: „Wo haben wir Licht, Feder, Tinte und Papier?" Lebrecht schaffte das Geforderte herbei. „Wollt Ihr noch schreiben?" //Ja!" „Nun, so schreibt. Aber Ihr seid sicher doch etwas anderes als Ihr scheint!" meinte Lebrecht noch. — „®ute Nacht, will doch versuchen, ob ich nicht den Gram verschlafen kann." „Gute Nacht! Wenn Ihr Euren Gram noch verschlafen könnt, junger Mann, so ists noch nicht zum Aergsten! Echter Gram frißt Tag und Nacht am Herzen!" „Kennt Ihr den?" „O ja, ich denke." Prinzessin Alix die Kirche Santa Maria maggiore, die Peters- kirche, den Batican und das Colosseum. — Bei der Zweiten Kammer ist ein Antrag des Abg. Schröder eingebracht worden, welcher die erweiterte Unterstützung von Gemeinden bei Schulhaus - bauten zum Gegenstände hat. Für eine solche Unterstützung wurden bisher im Staatshaushaltsetat für je eine Finanzperiode (3 Jahre) 120,000 Mk. (wenn wir nicht irren, gegen früher 100,000 Mk.) ausgeworfen, die auch von den Ständen stets anstandslos bewilligt wurden. Auf das Jahr kommen demnach im Ganzen nur 40,000 Mk., das macht für den einzelnen Kreis nur 2200 Mk. und in 3 Jahren 6600 Mk. In den letzten 10 Jahren wurde zwar in erwähnter Beziehung viel gebaut, allein das Bedürfniß ist noch groß und für mehrere Finanzperioden zurückgeblieben, namentlich hinsichtlich einer Anzahl kleinerer und ärmerer Gemeinden. Eine entsprechende Erhöhung der hierfür im Budget vorgesehenen Summe wäre daher am Platze. Um nun gewisse Anhaltspunkte für die Höhe des hier bestehenden Bedürfnisses zu gewinnen, ist es nothwendig, daß die Kreisschulcommissionen nach Anhörung der betr. Gemeindevorstände die nöthigen Erhebungen veranstalten, um den Ständen eine bezügliche Vorlage machen zu können. Demgemäß wird beantragt: 1) Die Kammer möge die Großh. Regierung ersuchen, Erhebungen über die nothwendige Zahl der in den nächsten Jahren zu erbauenden Schulhäuser, über die Höhe der hierfür erforderlichen Geldmittel und über die finanzielle Lage der betreffenden Gemeinden zu veranlassen, 2) auf Grund dessen eine höhere Summe als die zuletzt dafür eingestellten 120,000 Mk. für die Finanzperiode in dem neuen Staatshaushaltsvoran- schlag zur Unterstützung von Gemeinden bei Schulhausbauten einstellen zu wollen. Darmstadt, 9. Februar. Der Wortlaut der von dem Abgeordneten Reinhart an die Regierung gerichteten Interpellation über dieMißstände in den WohnungsVerhältnissen der Arbeiterbevölkerung, namentlich in den Städten mit ausgedehnter gewerblicher Thätigkeit, ist folgender: „Mit der raschen Entwickelung von Industrie und Gewerben in den Jndustriebezirken des Großherzogthums hat die Entwickelung der Wohnungsverhältnisse für die arbeitenden Bevölkerungsklassen nicht gleichen Schritt gehalten. Eine nicht kleine Anzahl von Arbeitern und Arbeiterfamilien ist gezwungen, wenn sie überhaupt unterkommen will, erbärmliche, ungesunde, eines Menschen unwürdige Wohnungen zu beziehen. Die auf dem Lande wohnenden Arbeiter sind, wenn die bewohnten Räume theilweise auch klein sind, wessentlich besser daran, als die Arbeiter in den Städten. Seit dem Erlaß —■Wett’ —1^— ,,So habt Ihr auch einmal geliebt?" „Geliebt? O ja, ich habe geliebt- es war eine kurze, selige Zeit!" „O, dann versteht Ihr mich!" „Ja, ich verstehe Euch!" „Ich laufe morgen davon." „Thut es nicht. Vaters und Mutters Worten soll man gehorchen! Beim Ungehorsam kommt nichts Gutes heraus, kommt heraus Unglück, nichts als Unglück." Er schwieg, aber feine Feder flog wie der Blitz über das Notenpapier, bis es von oben bis unten voll war, er löschte das Licht und lehnte aufathmend zum Fenster hinaus. Lebrecht schlief fest, draußen und im Haufe war alles still. Es war eine köstliche Nacht. — Leise öffnete der Meister den Ebenholzkasten, nahm wie kosend eine seine, alte dunkle Geige heraus und suhr mit dem Bogen leise über die Saiten. Es war, als ob die Nachtigall in Blüthenbäumen ihr Liebeslied finge und Lebrecht war beim ersten Ton erwacht, hielt sich aber ganz still und leise. Und der Bogen flog immer feuriger über die Saiten, immer voller und singender ward der Ton, immer schwindelnder die Läufe, die Passagen, die Octavgänge immer mehr durchsetzt mit Staccatos und Piccatos, immer volltönender und vielstimmiger das Ganze: schwermüthig hörte man das Wasser rauschen, dann kicherten die Kobolde auf dem Felsen, als Margareth die Hände flehend faltete; und o, wie betete sie innig und herzlich! Dann ein krasser Ton — ein Rauschen und Murmeln, ein Sprudeln — sie war hinunter, der Trollhätta hatte sein Opfer verschlungen. Und der Geiger zog nun einsam durch die Lande, jagte dem Ruhme nach und sand — keine Befriedigung. Herr Kilian Zingst war eben erwacht. War es ihm nicht, als höre er ein wundervolles Geigenspiel, wie er es gar nicht für möglich gehalten? Er sprang aus dem Bette, so daß Frau Livia ihn tadelte und meinte: „'S ist nichts, alter Narr! Wirst Dir noch einen Schnupfen am offenen Fenster holen." btr neuen Bauordnung ist die Errichtung mißständiger neuer Wohnungen nicht mehr möglich, aber die alten Mißstände sind geblieben, deren Beseitigung eine Notwendigkeit erscheint. Gerade diese ganz kleinen, ungesunden Miethswohnungen, wie sie in den Städten noch vielfach Vorkommen, müßten einer gesetzlichen Controle unterzogen sein. Sie sind der Herd von Krankheiten und nähren mit Recht die Unzufriedenheit ihrer Bewohner, sie sind daher vorzugsweise geeignet, die sociale Gefahr zu vermehren. Es erscheint mir deshalb eine Pflicht des Staates zu fein, auf diesem Gebiete einzugreifen, um den materiell Schwächeren zu schützen, besonders gegen die Gefährdung seiner Gesundheit. In Baden hat man, gestützt auf §§ 87 a, 116 des Polizei-Straf-Gesetzbuches, § 366 Ziff. 10 des Reichs-Straf-Gesetzbuches die Verordnung vom 27. Juni 1874 erlassen, die Sicherung der öffentlichen Gesundheit und Reinlichkeit betreffend, welche fragt: § 12. Der Bezirksrath kann nach Benehmen mit dem Gemeinderath Untersuchungen der Miethswohnungen, in welchen durch ihre bauliche Beschaffenheit, durch den Mangel an Lust und Licht, durch Feuchtigkeit oder die Einwirkung von Ausdünstungen die Gesundheit der Bewohner gesährdet wird, durch den Ortsgesundheitsrath der größeren Städte oder besondere Commissionen anordnen. In die Letzteren sind jedenfalls der Bezirksarzt, dem die Gemeinde Angewiesen ist, ein Mitglied des Gemeinderaths und ein Bauverständiger zu berufen. Die Commission hat dem Bezirksrath über die Ursache der Gesundheitsgefährdung und die Mittel zur Abhilfe zu berichten. Sind die Mißstände eine Folge der Handlungen oder Unterlassungen des Eigenthümers, so wird der Bezirksrath nach Maßgabe der bestehenden polizeilichen Vorschriften bestimmen, in welcher Weise und in welchen Fristen derselbe für die Abhilfe zu sorgen hat. Wird der Auslage nicht entsprochen oder rühren Mißstände nicht von dem Eigentümer her, oder ist eine Abhilfe nicht thunlich, so kann der Bezirksrath die weitere Vermietung zu Wohnungen unterfragen. § 14. Gastwirthen und Vermietern von Schlafstellen kann das Bezirksamt vorschreiben, wieviel Personen sie äußersten Falles zur nächtlichen Beherbergung in den einzelnen Räumlichkeiten aufnehmen dürfen. — Auf Grund meiner vorstehenden Ausführungen gestatte ich mir die Frage: „Ist die Großh. Staatsregierung geneigt, im Sinne meiner Interpellation gesetzgeberisch oder auf dem Verordnungswege vorzugehen?" Berlin, 8. Februar. Am Sonntag Abend wird Major Liebert vom Großen Generalstab seinen dreimonatlichen Urlaub nach Ostafrika antreten, um in Unterstützung von Major Wißmann die Action gegen die Araber des Sudans beginnen zu können. Zugleich mit Major Siebert werden Ja, es war Alles still und Herr Kilian legte sich wieder schlafen. Aber ein Anderer hatte um so viel besser gehört- an der Gartenhecke tauchte ein Plaid, Mr. Cavendish auf; er hatte andächtig zugehört. Kaum erblickte ihn der Künstler, so rief er: „Pst, Mister Cavendish!" Der Engländer war in drei Sprüngen unter dem Fenster. „Was wünschen Sie, Mister Ole Bull?" „Pst, leise! Suchen Sie eine Leiter!" „Eine Leiter? 0 yes!“ Er war schnell mit einer solchen bei der Hand und erschien nun am offenen Fenster. „Was wollen Sie?" „Sie wollten ein Autograph?" „Well! For tausend Pfund!" „Haben Sie das Geld bei sich?" „Yes! Gutes Papier!" „So gebt, hier ist das Autograph!" Der Engländer zog kaltblütig seine Brieftasche und legte den abgezählten Pack Banknoten in des Künstlers Hand. So ward der sonderbare Handel abgeschlossen, ohne daß Lebrecht recht dahinter kam, um was es sich handele. „Nun geht," forderte Ole Bull den Enthusiasten ausi „Geht und verrathet mich nicht!" „No, no, ick werde mir zeigen dankbar! Börs haben fertig die Kutsch und Sie können morgen früh weiterfahren !" „Ist das wahr?" „0 yes, ick haben noch nie gelugt." „So sagt Börs —" Das Andere ging dem horchenden Lebrecht wieder verloren. Darauf verschwand der Engländer, das Fenster toarl* geschloffen. selbe lautet: „Der Ausschuß des Thierschutz-Vereins zu Gießen beschließt in seiner heutigen Sitzung, den Hauptverein in Darmstadt zu ersuchen, für die beste Arbeit, welche zeigt, wie auf gesetzlichem Wege dem Katzenunsug gesteuert werden kann, eine Geldprämie zu gewähren." Alsdann machte der Vorsitzende des Vereins, Herr Lehrer Curschmann, die freudige Mittheilung, daß der Verein 37 neue Mitglieder ausgenommen hat. Weniger erfreulich ist die Thatsache, daß 17 Mitglieder die Zahlung ihres Beitrags verweigert haben, ohne ihren Austritt vorher schriftlich erklärt zu haben, was gegen § 13 der Statuten verstößt, worin es heißt: „Die Anmeldung des Austritts hat bei dem Vorsitzenden schriftlich zu geschehen und wird durch diesen dem Vorstand des Hauptvereins übermittelt. Der Beitrag des lausenden Jahres, in welchem der Austritt erfolgt, ist aber noch zu entrichten."^ Die Interessenten werden hiermit auf obigen Paragraph aufmerksam gemacht, um ihren Pflichten binnen vier Wochen genügen zu können, widrigenfalls die Namen derjenigen, welche bis dahin noch keine Zahlung geleistet haben, im Protokollbuch gewahrt werden. Hieraus hielt Herr Curschmann einen Vortrag über den Nutzen der einheimischen Vögel. Der Referent bezeichnete 22 einheimische Vögel, welche nach den übereinstimmenden Beobachtungen des Herrn Prof. Dr. Othmar Lenz und der Gebrüder Müller nur nützlich sind. Hieran knüpfte er den Wunsch, man möge diesen nützlichen Thieren allen möglichen Schutz angedeihen lassen. Zum Schlüsse sprach Herr Curschmann sein Bedauern darüber aus, daß viele dieser nützlichen Vögel aus ihren Zügen in Italien sogar auf die grausamste Weise umgebracht werden. Für die interessanten Ausführungen wurde Herrn Curschmann der Dank der Versammlung ausgesprochen. Bemerkt sei noch, daß diejenigen Vereinsmitglieder, welche keine Statuten besitzen, dem Vereinsdiener davon Mittheilung machen können, worauf ihnen dieselben unentgeltlich eingehändigt werden. Die nächste Sitzung findet am 4. März, Abends 8 Uhr, im Postkeller statt. — Heute Vormittag gegen 9 Uhr brach in der Scheuer des Oeconomen Hofmann in Heuchelheim (Kirchstraße) Feuer aus, welches dieselbe in kurzer Zeit vollständig zerstörte. Dank der zwischen der abgebrannten und den Nachbarscheuern stehenden Brandmauern wurden die Giebel der letzteren nur i unbedeutend beschädigt. Ueber die Entstehungsursache des Feuers, das an derselben Stelle ausbrach, wo in der Neujahrsnacht 1878/79 der große Brand wüthete, ergeht man sich in verschiedenartigen Vermuthungen. Heute Mittag wurde von der Gendarmerie der 17 Jahre alte Taglöhner Heinrich Möckel aus Langenhain hier eingebracht, welcher verdächtig ist, die Scheuer in Brand gesetzt zu haben. Möckel, welcher früher 8 Jahre lang bei Hofmann in Pflege gewesen und I wiederholt wegen Diebstahls bestraft worden ist, ist erst I gestern per Schub von Frankfurt a. M. in Heuchelheim ein- I getroffen. s. Gießener Concertverein. Berichtigung. In die letzte Besprechung hat sich leider ein sinnstörender Druckfehler em- geschlichen. Es muß statt „Concert in A-moll aus der Rossi'schen Arie" heißen: „und der Rossi'schen". Außerdem muß in der 24. Zeile das letzte „ist" Wegfällen. Jetzt aber sprang Lebrecht aus dem Bette und fiel Ole Bull zu den Füßen. ,,Und Sie sind doch Ole Bull, Herr! Ich wußte es gleich." „Nun ja", antwortete der große Mann gleichmütig, „was ist denn dabei? Ich wollte mich vor dem verrückten Engländer, der mir schon vierzehn volle Tage nachläuft, verbergen und kam in Euer Haus als Collega. Bin ich das I nicht?" „Nein, nein, Sie sind etwas Besseres!" „Davon seid still. Zieht Euch an, Ihr sollt mich nach dem „weißen Roß" führen, ich muß mein Herzeleid noch diese Nacht weiterschleppen. Aber erst will ich noch ein paar Worte an Euren braven Vater schreiben." Er machte wieder Licht und schrieb aus ein Stück Notenpapier : „Ich Ole Bornemann Bull schenke hiermit Herrn Lebrecht Zingst ein Capital von tausend Pfund Englisch unter der Bedingung, daß sich dieser mit Minna Kraut, des hiesigen Cantors Tochter, verlobe und darnach drei Jahre aus eine Musik-Hochschule gehe. Nach dieser Zeit hat er die genannte Jungfer Kraut zu ehelichen oder ihr im anderen Falle die Hälfte des Vermögens abzutreten. ' Giersberg, den 27. Juli 1843. Mit eigener Namensunterschrist Ole Bull." In diese Schrift packte er die Banknoten und adressirte sie an den Rathsmusikus. „Vergeßt nicht, den Bries morgen früh sogleich abzugeben, er ist um Eures Glückes willen geschrieben. Nun kommt!" Der Tag brach an, als sie leise zum Hause hinausschlichen. Vor dem „weißen Roß" hielt die Kalesche. „Alles fertig?" fragte Ole Bull. „Alles, Herr!" antwortete Börs. Schotten, 10. Februar. Der Candidat der deutschsreisinnigen Partei, Herr Dr. phil. von Kalkstein aus Berlin, wird am Donnerstag den 13. Februar, Abends 7 Uhr, in der Turnhalle zu Schotten sein Pro^rmm entwickeln. Friedberg, 10. Februar. Der Candidat der Nationalliberalen, Herr Graf Oriola aus Büdesheim, wird Sonntag den 16. Februar, Nachmittags 3 Uhr, im Saalbau dahier sein Programm entwickeln. Ruppertenrod, 7. Februar. Ein schrecklicher Unglückssall hat sich heute Mittag in dem benachbarten Brückerwalde zugetragen. Beim Baumfällen fiel nach dem Ausgraben der Wurzeln eine mächtige Buche aus eine andere- hierdurch prellte der Wurzelstock aus der Erde und erfaßte den Holzhauer Heinrich Philippi. Derselbe gerieth unter die Wurzeln, fiel nieder und war nach wenigen Minuten eine Leiche. Als man die Leiche des jungen Mannes auf einem Wägelchen nach Hause brachte, strömten die Einwohner herzu und tiefe Ergriffenheit malte sich aus allen Zügen. Die Theilnahme an dem Schicksal des stillen braven Mannes ist um so größer, als derselbe erst 24 Jahre alt war und erst auf Weihnachten aeheirathet hatte. Seine Eltern liegen dazu schwer krank darnieder. Alss. Kreisbl. Büdingen, 8. Februar. Se. Erlaucht Gras zu Solms- Laubach, Präsident des landwirthschastlichen Vereins von Oberhessen, theilte in der Ausschußsitzung vom 18. October in Gießen folgendes über die Haushaltungsschule in Lindherm mit: Die letzthin ftattgehabte Prüfung der Schülerinnen der I landwirthschastlichen Haushaltungsschule zu Lindheim gibt mir Veranlassung zu bemerken, daß die Prüsung, sowie die ganze Einrichtung den befriedigendsten Eindruck gemacht habe. Von Verlesung des Rechenschaftsberichtes der Anstalt sah der Präsident ab, da derselbe demnächst in der landwirthschastlichen Zeitschrift zum Abdruck komme, fügt aber noch die Bemerkung an, daß man mit Errichtung dieser Schule aus der rechten Fährte sei, was sich schon daraus auch beweise, daß bereits jetzt für kommenden Cursus nicht nur alle Stellen besetzt, sondern auch für den weiter folgenden Cursus elf I Anmeldungen eingelaufen feien. ________ Loccslcs nnd Lrovlnzielles. Gießen, 11. Februar. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 13. Februar 1890, Nachmittags 4 Uhr: 1. Mittheilungen. 2. Vergütung für Straßenauffüllung in der Ludwigstraße. 3. Gesuch des Gg. Schubecker um pachtweise Ueberlassung von städtischem Gelände. 4. Voranschlag der Armenkasse Gießen pro 1890/91. 5. Desgl. der Plock'schen Stiftung. 6. Desgleichen des Realgymnasiums und der Realschule für die Finanzperiode 1891/94. 7. Voranschlag des Gas- und Wasserwerkes pro 1890/91. 8. Die Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen für 1888/89. 9. Desgl. des Gas- und Wasserwerkes pro 1888/89. — Am 4. d. M. hielt der Ausschuß des Thierschutz. Vereins zu Gießen eine Sitzung ab. Als erster Gegenstand kam die Katzenfrage zur Verhandlung. Da die Katzen in Gärten, auf Wiesen und Feldern eine Menge der nützlichsten Vögel wegfangen, wurde ein diesbezüglicher Antrag des Oberamtsrichters Herrn Langsdorff einstimmig angenommen. Der- Pans, 10. Februar. Deputirtenkammer. Der I Abgeordnete Cazenove (Monarchist) bringt einen Antrag ein, das Gesetz vom 22. Mai 1886, betreffend die Ausweisung der Prätendenten, abzuschaffen. Er führt aus, daß dieses Ausnahmegesetz die patriotischen Gefühle verletze und den Abkömmling einer berühmten Familie von Kriegern verhindere, | seinem Vaterlande zu dienen. Der Redner verlangt die I Dringlichkeit für seinen Antrag. Der Justizminister Thevenet weist den Antrag zurück. Er sagt, man könne unmittelbar nach einer so bewegten Zeit die Ausweisungsgesetze nicht aufheben, er nehme jedoch die Dringlichkeit der Debatte an. Lamarzelle und Robert Mitchel unterstützten den Antrag. Schließlich wird derselbe mit 378 gegen 171 Stimmen abgelehnt. London, 10. Februar. Der „Times" wird aus Zanzibar den 9. d. gemeldet: Emin Pascha ist gänzlich wieder hergestellt und beabsichtigt demnächst nach Zanzibar zu kommen. — Der Versuch Banaheris, die Massais gegen die Deutschen aufzuwiegeln, ist fehlgeschlagen, weil Lieutenant Gravenreuth die zu diesem Zweck gesandten 200 Ladungen umfassenden Geschenke' erbeutete; Lieutenant Gravenreuth nahm auch den Bruder Bushiris gefangen, welcher gehängt wurde. Dundee, 10. Februar. Die hiesigen Dockarbeiter haben heute die Arbeit eingestellt, dieselben verlangen eine Lohnerhöhung. Der Verkehr in den Docks steht vollkommen still. Rom, 10. Februar. In Castiglione della Valle stürzte der Fußboden des Schulzimmers ein, in welchem im Beisein von 150 Zuschauern eine Theatervorstellung stattfand. Die Katastrophe forderte nach den bisherigen Ergebnissen 14 Todte und 50 Verwundete. Unter den letzteren sind mehrere schwer verwundet. Belgrad, 10. Februar. Die Meldung mehrerer Blätter, wonach zahlreiche in Bulgarien compromittirte Personen, namentlich Zankowisten, sich nach Serbien geflüchtet und hier gastliche Aufnahme gefunden hätten, wird als gänzlich unbegründet bezeichnet, da sich keine bulgarischen Ueber- läuser in Serbien aufhielten. Privatnachrichten zufolge versuchten einige Personen den Uebertritt- diese seien jedoch von den serbischen Behörden zurückgewiesen worden. Massauah, 10. Februar. Die italienischen Truppen sind nach Asmara und Massauah zurückgekehrt. Rewyork, 10. Februar. Nachrichten aus Rio zufolge gedenkt die provisorische Regierung vor den allgemeinen i Wahlen die Armee um 10,000 Mann zu verstärken. Vermischtes. * Frankfurt, 10. Februar. Unter der Führung zweier Offiziere passirte heute Vormittag von Berlin kommend eine Abtheilung von 24 Unteroffizieren, die sich freiwillig aus verschiedenen Regimentern für den Dienst in Kamerun gemeldet haben, den hiesigen Hauptbahnhof, um sich mit dem Zuge 8 Uhr 15 Min. der Main-Neckarbahn nach ihrem Bestimmungsorte zu begeben. Die Leute machten in ihrer den afrikanischen Verhältnissen angepaßten Kleidung einen wohlgefälligen Eindruck. Ihr Anzug bestand in einer grauleinenen Jacke, ebensolchen Hosen, einem weichen, runde« noch zehn Offiziere nach Ostafrika gehen : Lieutenant Scherner, Premierlieutenant a. D. Heymons vom 7. Rheinischen Jn- fantcrie - Regiment Nr. 69, Lieutenant v. Zitzewitz vom 3. Posenschen Infanterie-Regiment Nr. 58, Lieutenant Hogrcfe, Lieutenant v. Elpons vom Grenadier-Regiment Graf Kleist von Nollendorf (1. Westpreußisches) Nr. 6, Lieutenant Schenk, Lieutenant Podlcch vom Eisenbahn - Regiinent, Lieutenant Burger vom 121. Infanterie-Regiment (3. WürtembergischeS), Lieutenant Wolfram vom 1. Bayerischen Fuß-Artillerie-Regi- ment, Lieutenant v. d. Knesebeck vom 1. Garde-Regiment zu Fuß. Außerdem wird Assistenzarzt Dr. Streuber vom Kürassier-Regiment v. Seydlitz (Magdeburgisches Nr. 7) hinausgehen. Etwa 30 Unteroffiziere sind für den Dienst in Ostafrika angeworben. „Dann lebt wohl, gedenket mein!" Er reichte Lebrecht die Hand, welche dieser begeistert küßte, stieg ein und die Kalesche sauste davon. Am anderen Morgen, als Herr Kilian den Brief ge- ' lesen, sagte er zu Frau Livia: „Nun, hatte ich nicht doch Recht?" „Was ist denn?" Er reichte ihr Brief und Einlage, wonach sie beide Hände zusammenschlug. „Ole Bull, Ole Bull? Mein Gott, und wir haben ihn Er genannt! Nein, das ist nicht zu verzeihen!" „Beruhige Dich nur, Livchen!" Ehe an demselben Morgen der Umzug stattfand, gingen Herr Kilian Zingst und Lebrecht im Feststaat zum Nachbar Kraut und hielten feierlich um Minnas Hand an. Der Cantor wußte nicht, wie ihm geschah, sagte aber gerührt ja. Auf sein Befragen nach der schönen Musik wurde er erst gewahr, welchen Gast das Nachbarhaus beherbergt und wer das Glück der jungen Leute begründet. Diese feierten im Lustzelte draußen Nachmittags ihre Verlobung. Dann reiste Lebrecht nach der Akademie ab und kehrte als wohlbestallter Capellmeister zurück. Er wurde nach einer größeren Stadt versetzt, heirathete seine Minna und Ole Bull stand bei dem ältesten Sohne Gevatter. Er war noch ebenso schwermüthig wie sonst, so daß die junge Frau Capellmeister ihn herzlich bedauerte. „Ihm kann nur Gott helfen," meinte Herr Lebrecht. Dem jungen Pathchen aber schenkte der große Künstler eine ansehnliche Summe Geld, damit er werde — ein tüchtiger Collega. Neueste Nachrichten. WoM telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 10. Februar. Die „Berliner Polit. Nachr." schreiben: Bei der vorläufigen Erörterung der Frage, ob nicht die bevorstehende allgemeine Er h öh un g d er Be am t e n- I gehälter zu Verbesserungen in der Einrichtung des Besoldungswesens — Ascension nach bestimmten Altersstufen auch ohne eintretende Vacanz in höhere Gehaltsstufen zu I benutzen sei, ergebe sich dem Vernehmen nach, daß die Be- I schlußfaffung hierüber nicht ohne zeitraubende Vorarbeiten möglich und daher die definitive Erledigung derselben im In- I teresse der Beschleunigung der geplanten Gehaltserhöhungen einer späteren Zeit vorzubehalten sei. Berlin, 10. Februar. Der „Post" zufolge trifft der Prinz von Wales am 22. März hier ein und nimmt am Capitel des Schwarzen Adlerordens, sowie am Ordensfeste Theil. Leipzig, 10. Februar. Das Reichsgericht hob das m der Vorinstanz gefällte Urtheil gegen Henning wegen Beleidigung des Fürsten von Greiz auf und sprach Henning frei. Metz, 10.Februar. Gegen Pfarrer Colbus ist wegen Angriffs auf die Staatsgefetze, verübt durch den im„Lorrain" veröffentlichten Brief, das gerichtliche Verfahren eingeleitet worden. Teplitz, 10. Februar. Der gestern hier versammelte deutsch-böhmische Parteitag nahm einstimmig eine Resolution an, in welcher derselbe seine Befriedigung über | die Vereinbarungen der Ausgleichsconferenz ausspricht und die weitere Pflege des deutschen Volksstammes als Pflicht aller Kreise der deutschen Bevölkerung bezeichnet. Der Parteitag sandte ferner ein Telegramm an den Ministerpräsidenten Grasen Taaffe, in welchem die Huldigung und treue Dankbarkeit für den Kaiser ausgesprochen wird. Paris, 10. Februar. Den Abendblättern zufolge sungirt der Advocat Roufse als der Hauptvertheidiger des Prinzen von Orleans. Die heutige Advocatenconferenz brachte dem Stabträger Cresson wegen seiner Thätigkeit in der Sache des Prinzen eine lebhafte Ovation dar. — Der Senator Challemel-Lacour hielt in Marseille eine Rede, in welcher er für die Erneuerung der Handelsverträge eintrat, ba man die nationale Industrie gegen plötzliche Veränderungen schützen müsse. — Nach dem „Temps" sagte der Senator bezüglich der Lage Frankreichs: Wir stehen einer unvermeidlichen schrecklichen Zukunft gegenüber. Wir müssen uns deßhalb alle Zeit bereit halten und dürfen bei keinem unserer Schritte vergessen, daß bei dem Spiel der Allianzen unsere Existenz der Einsatz ist. Jedenfalls sind wir fest entschlossen, die Ereignisse nicht zu beschleunigen. Paris, 10. Februar. In Parlamentskreisen verlautet, daß in Folge der Haltung der Legitimisten die Regierung in der Angelegenheit des Prinzen von Orleans eine weniger milde Stellung einnehme und denselben wenigstens einen Theil der gesetzlichen Strafe abbüßen lassen werde. Eine etwaige Begnadigung würde nicht vor dem Nationalfest am 14. Juli d. I. eintreten. iS Zu haben bei J. M. Schulhof. 852 Holzversteigerung. Holzversteigerung Nutzholz ,e -A. -f . Fr«itagd«n14 Frbruarl I. DienStag d«n 18. F-bruar cvitltniicrunu.* sollen tm Gemeindewald Hausen, Di- werden in dem Gemeindewald, Di- IS b.,#,» strikten Bokerswald und Bruch, ver- strict Stockweier, versteigert: DienStag den 18. dieses 38ü Äiefanflämme non 5 bis 19 M onats kommt in der Gemarkung Meter Länge, von 14 bis 39 156 211 [935 Holzversteigerung I Holzversteigerung. « «iek-n-r Stadtwalde. .. Samstag den 18. d. M billigsten Preisen im Gießener Stadtwalde. Spar- und Leihkasse Gießen 105 u HO mit 20 n 14 H Seibert. 1196 Langsdorfs. Eine Gegenstände Die Dersteigerui-g ffa- 3) 7000 1) 217 Haus-«erkauf feinere «raufen), genickte Einsätze, Wohnhaus in Mitte der Stadt, geeignet schwarze Perlgarnitnren Besatz- für fast jeden Handwerker, Backer, Metzger, c 4 zr____.r* h«»r ir iiinprfniifpn. 1198,1214 Gerichtsvollzieher. 42 54 3420 1150 16 37 Centimtr. mittlerem Durchmesser, enthaltend circa 160 Festmtr. Der Ansang tft Morget s 9Vu Uhr. 4 739 1 2* 58 370 11 34 30 21 9 18 29 13 70 14 9 fm Inhalt, Nadel - Reisslängen i g. In die letzte Drucksehler ein- •moll aus der nz/. Außerdem Len. Nadel-Knüppelholz, Nadel-Stockholz, Buchen-Reifig, Nadel-Reisig. Quantität Nadelreisig ti // n » H // große Rmtr. 242 56 BaUhandsehuhe in reichster Auswahl empsiehlt zu Gasbeleuchtungs- — Lebensführung und Einkommen mit einander in Einklang fcu bringen, das ist das Problem, das jeder Hausfrau vom ersten Tag der Ehe an beständig vorfchweben sollte. Datz aber trotz allen Bemühens das häusliche Budget ost mit Fehlbeträgen abschließt, ist bei dem geringen Wirthschaftsgeld mancher Hausfrauen eine bekannte Sache. Da muß dann die geplagte Hausfrau auf neue Ersparnisse sinnen und dies Bemühen wird auch mit Erfolg gekrönt werden, wenn sie das anerkannt procttsche, billigste und verbreitetste Hausfrauenblatt ,MrS HauS" (Preis vierteljährlich 1 Mk.) liest. Es aibt kein GeoUt tm weilen Bereiche des Hauswesens, das nicht in ^Fürs Haus" in practischer ersparnißfordernder Weise besprochen würde. Die erfahrensten Mitschwestern sind es, die sich in dem beliebten Blatte ihre Kenntnisse mittheilen. Und da „Fürs Haus auch anziehende Gedichte, fesselnde Erzählungen, Preisrathsel, das Beiblatt für Kinder „Fürs kleine Volk" und eine Handarbeits- beilage bringt, ist die große Verbreitung dieser Wochenschrift voll erklärt. Stomag den 17. Februar 1890, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem Di- stricte Hangelstein nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. Holz-Versteigerung im Lich er Stadtwalde. Donnerstag den 13 d. M , Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in der Forstwartei Großhäuserberg folgende Holzsortimente zur Versteige- versteigert: ö Dutzend Arbeiterhemden, eine große Varthie Spitzen (darunter Länge — 43 F stmeter, Nadelstangen von 6 Etmtr. Durch- ■ Vormittags 9 Uhr, sollim Ruppert-, burger Geweiadewald, Di- stricten Röthe und Buchwald, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 185 Stück Nadel-Stämme mit 70 fm in der scheuer iftw) Feuer Ez zerstörte, ^achbarscheueru :r letzteren nur lnzsurfache des nderNeujahrs- eht man sich in tag wurde von öhner Heinrich lcher verdächüg Möckel, welcher ze zewesin und en ist, ist erst Heuchelheim rinder deutfchsrei- ein Ms Berlin, ends 1 Uhr, in entwickeln. at der National- i, wird Sonntag Saalbau dahier Wilsbach nachstehendes Holz zum Verkauf: I. Distrikt Kriegwald 9: 284 Stück Eichen-Stämme — 102,91 Fstmtr. (Grubenholz). II. Distrikt Struth (Viehweide). 5 Stück Eichen-Stämme — 18,45 Die Zusammenkunft ist am Steinbruch. Gießen, am 11. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Guauth. 1242 -Stangen — 22,62 Fstmtr. Zusammenkunft Vormittags >0 Uhr im Dcstrict Braichte 20c. Wilsbach, den 8 Februar 1890. Der Bürgermeister: fammt und 1 Comptoirpult Geißler, Gas- Weiße Seidenstoffe von 95 Pfge. bis 18.20 p. Met. — glatt gestreift und gemustert (ca. 150 verschied. Qual.) — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-DSpöt G. Henneberg (Ä. u. K- Hoflief.) Zurich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 H Porto. 56» Jedes Mitglied des hiesigen Spar- und Leihkasse.V:reirrs ist berechtigt, der Ausschußsitzung desselben Freitag den 14t Februar I I., Nachmittags 3 Uhr, im Sparkassehaus beizuwohnen. Gießen, am 5. Februar 1890. Die Direktion des Spar- und Leihkasse-Vereins. Knüppel, Buchen- und Eichen-Reisig- Wellen, Rmtr. Buchen-, Eichen-, Nadel- und Linden-Stöcke. 0,5 fm Inhalt, Hainbuchen - Derbstangen mit 2 fm Inhalt, Eichenstämme mit 59,83 Festmtr. und 17—60 6tmtr. Durchmesser, Fichtenstämme mit 1,69 Festmtr., Fichten-Derbstangen mit 17,37 Festmtr. B. Brennholz. FilzM und Schuhen aus Segeltuch. Außerdem führt ein Feder noch bei sich eine Feldflasche, einen grauseidenen Schirm, eine wollene Decke und einen braunen Reisesack. Das Reise^ iel geht zunächst nach Basel, Gens über Lyon nach Marseille, woselbst die Einschiffung erfolgt. Wann-Wiese-Schneise zunächst dem Rüdlings-Winkel. Llch, am 8. Februar 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. 11?2 Koch u. Heizapparate bewährtester Konstruktion steigert werden: Nadelstämme bis zu 33 Ctmtr. Durchmeffer und 18 Meter' Schuhmacher,Schneider rc rc,zuverkaufen. Laden kann eingerichtet werden. 161 Zu befragen in der Exved. d. Bl. Mittwoch, is.Febr.,^-------- __ Nachmittags 2 Ubr, Spar- und Leihkaffe Gießen werden i. d. Restauration M. Die Wellen sind sehr gute Forstwellen. Die Zusammenkunft ist in der .Matzken-ünzüge und Dominos in sehr großer und schöner Auswahl zu ver- leihen bei [891 Gustav Gerhardt. Aufträge nach Auswärts werden besten- besorgt. empfiehlt eich durch Reinheit, Aroma und Ergiebigkeit als die beste und preiswertheste A 7iintZ Sßl Ww. Kaln u- Könlgl. Hofi, Harke. oc,‘ Bonn, Berlin. Bekanntmachung. Damit die zum weiteren Ausbau der Stadtfernsprecheinrichtung in Gießen erforderlichen Vorbereitung»arbeiten rechtzeitig in Angriff genommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen bezw. Geschäftsräume rc. im Lause dieses Jahres mit der genannten Stadt- serniprecheinrichtung verbinden wollen, ersucht, ihre Anmeldungen recht bald, spätestens bis zum 1. März d. I. an das Kaiserliche Postamt tn Gießen einzusenden. Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse für den L Bauabschnitt des laufenden Jahres in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüsse können erst im nächsten Bauabschnitt zur Ausführung gelangen. Darmstadt, den 4. Februar 1890. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. Clavel. empfiehlt bestens Stad isches Gas- und Wasserwerk werden i. d. Restauration Der Umtausch der Sparkaffenscheine gegen Büchelchen Klinaenbera Tische, findet von jetzt ab nur an den feststehenden Zahltagen, Mittwochs von «inderwaaen 8-12 Uhr Vormittags und von 2-4 Uhr Nachmittags, und Samstags tilgte, 9,^ Uhr Vormittags, statt. Gießen, am 11. Februar 1890 Der Rechner der Spar- und Leihkaffe Gießen. Doering. Fstmtr. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im District Kriegwald 9. ! Mittwoch ben 19. dieses Monats: Inhalt, Nadel - Derbstangen mit Literatur mnd ICunffc — Katechismus des HrrfbefchlageS. Zum Selbstunterricht für jedermann von E. Th. Walther, Amtsthierarzt und Lehrer en der landwirthschaftlichen Schule zu Bautzen. Dritte, vermehrte iinb verbesserte Auflage. Mit 67 in den Text gedruckten Abbildungen. VIII und 107 Seiten. In Leinwand gebunden. Preis 1.50 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Von welcher Bedeutung für jeden Pferdebesitzer die genaue Kenntniß des Hufbefchlages ist, beweist die Thaisache, daß von hundert lahmen Pferden neunzig und mehr huflahm oder durch fehlerhaften Hufbeichlag lahm geworden sind. Diesir zum Selbstunterricht bearbeitete und mit 67 vorzüglichen Abbildungen versehene Katechismus des Hufbeschlages behandelt in 13 Abschnitten die Anatomie des Pferdefußes, unregelmäßige und fehlerhafte Hufe, Stellung und Bewegung der Gliedmaßen, Hufpflege, Behandlung des Pferdes vor und während des Beschlagens, Beschlag sesmider Hufe, deutsche Hufeisen, ausländische Beschlagarten, Winterbeschlag, Beschlag unregelmäßiger Hufe, Beschlag unregelmäßiger Stellungen nnb Gangarten, Beschlag kranker Hufe, Verletzungen und Zusammenhangstörungen am Hufe, Beschlag der £>ufe beS; @fel8 unb JWauL thieres, sowie der Klauen des Rindes, und wird wesentlich dazu beitragen, die Begriffe über den Hufbeschlag, deren Verbesserung ein allgemein anerkanntes Bedürfniß ist, zu läutern und die Kenntnitz desselben zu verbreiten. Willi. Wirsig, Seltersweg 10 — Handschuhsabrik. Handschuhe werden schön gewaschen. 115!] Heu zu verkaufen H. Lchürz, yilttere Bleiche. jcher Ungliicksjall Vrückerwalde zu- 1 Ausgraben der mbete; Mrch Erfaßte tat HM 1 LÄt. «I einem Wägelchen herzu und tteje Die Theilmhw ist um fo ä*r' ft auf Htel! dazu sch»«. gßf. Kr-lsbl^ Gr°i - »St* SA && if<^ nfle Stellen let hl11« Rmtt. Buchen- 95 Eichen- 76 Raummeter Buchen-Scheitholz, Buchen-Knüppelholz, Eichen-Knüppelholz, «9 «6et beit gezeichnete ■'"llimtnenben !e"i und der '* -r de» e? »«glichen shtrrCuG * nützlichem „ »tMsniuste ■“Eningen omminng aus, ■glieber, welche °"Mittheilnng ^tgeltlich ein: Abends 8 Uhr, Mittwoch den 12 Februar, btt : Nachmittags 2 Uhr, an x** 1 • werben in der Restauration Klingenberg 12IO — früher Bramm — gegen Baarzahlung --------------- tn B-mertt"wird, daß das im District Se-grasmatratz-, dreith. Buchwald sitzende Brennholz nicht mit Keil, 1 Kinderwagen, vorgezeigt wird. 2 eiserne Bettstellen, 1 Die Zusammenkunft ist im District Was^hbütte von Eichen Röthe an der Eisenbahnstrecke. < - , sekc ante Ruppertsburg, 10. Februar 1890. hol,, 1 Vattpu KP» ßurc Gr. Bürgermeisterei Ruppertsburg. Herrenkletder, 2 Damen Lehr. 1249 Wintermäntel, 1 pr. lange —----— --——--- Etiefel, ei« vollst Bett, Mittwoch den 12. Fedrunr^ Kieiderfchrank sneu), und die folgenden Tag", Vormittags 1 Kranken- 11 Uhr, sollen im Pfandlocal Commode, 1 TtyretvPUer, L Mronrnv Uhren, Tische, Schreibsecretäre, Kleider- sahrstuhlmeistvieteno Verschränke, Kassenschränke, 1 Oeconomie- ’ J ’ wagen und 2 Pferde gegen Baarzahlung steigeren versteigert werden. [1229] Horn. < «rweiel er 3*1 eW ,riin ,r um i10*, törto1 ’ **» e* Liu *L" “ »igt, iit ti °"Mich.^ 9cnfai[§ bje 0,70—0,00, Hübrer vr. Siück M 1,50-170, babnen pr. St. 1,60—2,00, Enten pr- Stück JC 2,00—2,^0, 50-60 4, Oäfenfleito pr. $fb 66-72 ^..»ub-und Rindfleisch 56—60 4, Schweinefleisch 60-70 L, Hammelfleisch oO—66 4, Äalb’ fleisch 56- 60 X Kartoffeln pr. 100 Kilo V&-W Ä“? pr St. 6-8 4»., Zwiebeln per Centner JL 9,00—10,00, Milch vr. Liter 12 18 Frankfurt, 10. Februar. (©etreibemarFt). Weizen hiesiger JL 20,70—20,91), fremder 20,00—22,2o, Roggen hiesiger ^18,25 bis 00,00, fremder jl 00,00-00,00, Gerste, Brauerwaare bis 23,00, do. zu Mahlzwecken JL —, Hafer hiesiger JL 16,75—17,2d, fremder JL —,—-—- »rantfurt, 10 Februar. (Viehmarkt, Angetrieben waren. 342 Ochsen, 11 Bullen, 233 Kühe, Stiere und Rinder, 281 Kälber, 178 Hammel, 228 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 spfunb Schlachtgewicht: Ochsen 1. Oual- ■JC 68—70, 2. Oual *^ 60 bä, Bullen 1. Qual. JL 51-52, 2. Oual M. ^0. Kühe, St ere und Rinder 1. Qual. JL 61-62 2 Oual. ^. 48-50, Jal6cr l.OuaL pro Psund Schlachtgewicht 68—70 ^, 2^ Oual- 88—62 1. Qual. 58—60 -S>, 2 Qual. 40—45 Schweine 1. Qual. 68—69 H, 2 Oual. 65-66 kcheith. «nnppelh Ltockh. Rei h “ ' • Rmtr. Wellen- rung kommen: Rmtr. Buchen-Scheite, , Buchen- und Eichenmesser und 13 Meter Länge Langsdorf, den 10. Februar 1890. = 1K,5 Festmeter, ' Großh Bürgermeisterei Langsdorf. Raummeter Buchen-Knüppel [ Köhler. 1232 „ N^del-Knüppel, Hunoert Buchen-Durchforstungs- Wellbn, , Nadel-Wellen, Raummeter Nad.l- - töcke. Kammgarne, rerve Wolle, nadelfertig, ca. 140 cm breit, ä Mk. 3.45 per Meter (1168! bis 8.75 versend jed- belieb. Quantum das Buxkln-Fabrlk-Depot , Oettinger & Co., Frankfurt a. M. — Muster-Ausw- umgeh, franco Kirchliche An?eigen der evangelischen Gemeinde. Bibelstunde am Mittwoch den 12. Februar, Abends 8Uhr, in der Kleinkinderschule, Offenbarung Joh. Cap. 2, von Vers 8 an, das Schreiben des Herrn für die Gemeinde zu Smyrna. Pfarrer vr. Naumann. Missionsftunde am Donnerstag den 13. Februar, Abends 8 Uhr, in der Kirche: die evangelische Mission in Deutsch-Ostafrika. Pfarrer Dingeldey. verkehr, Land- rind volk-wirthschaft. — Die Altersbestimmung der Hühner. (Nachdruck ocr- bolen.) Wir buben kürzlich darauf hingewieien, wie hoch wichtm cs tft, damit die Geflügelzucht rentabel fein soll, daß die Legcycnnen mit dem 4. und 5. Lebensjahre ausrangirt werden, weil später kewe nennenswerthe Eieradla^e mehr stattfindet. Wenngle ch der stolze getragene Körper, die Weichheit und das frische Aussehen btr Hautlappen am Kopfe, die zarten Beine und Füße dcr jungen Hühner, gegenüber einer mehr gedrungenen Gestalt, verhornten Haut lappen, Beinen und Füßen der alten Hennen einen ungefähren Anhalt für das Älter geben, so wird es doch besonders dem Anfänger schwer, hiernach allein das Alter seines Geflügels festzustellen. Beim Hahn zeigt die Größe des Spornes das Alter an. Jeder Jnthum ist ausgeschlossen, wenn man seine Hübner, sobald sie ausgewach en sind, mit einem Fußringe versieht. Solche Ringe werden aus Hartgummi, einfacher noch aus einem weichen Blech, hergeslellt und mit der Jahreszahl, wo die Hühner in die erste Legeperiode eintreten, versehen. Es geschieht dieses ohne jeden Nachtbeil für die Tbiere. — Lorfstreir in Pferdestülle«. (Nachdruck verboten.) Die sich überall als ausgezeichnetes Stteumaterial bewährende Torfsiieu bat für unsere Pferdeftälle befonders noch die Vorzüge, daß sie bas Hufhorn in einem besonders guten Zustand erhält, da ihm dmch die Torfstreu der richtige Grad an Feuchtigkeit erhalten bleibt. Es erhält sich beweglich und ist vor Aufspalten geschützt. Bringt man die Pferde geschwitzt in den Stall, so wälzen sie sich gerne auf der Streu, diese bleibt an den nassen Haaren hängen und beschleunigt das Abtrocknen des Körpers ungemem. Auch auf die Beschaffenheit der Luft, welche besonders in unseren Pferdeställen häufig zu wünschen übrig läßt, ist die Torfstreu von ungemein günstigem Einfluß, da sie nicht allein den hohen Ammoniakgehalt, der fo vielfach zu Augen- franfbeiten und anderen Leiden Veranlassung gibt, bedeutend herabsetzt, sondern auch der Kohlensäuregehalt der Atmosphäre bet Tors- einftreu ein namhaft geringeres ist als bei Stroheinstreu. Es w'.rd somit auch die Leistungsfähigkeit unserer Ardeitsthiere durch die Torfeinstreu tnbirect günstig beeinflußt. Der Kohlensäuregehait der Lust wurde von Born (Berlin) in zwei Ställen mit je 50 Pferden gefunden: mit Torfeinstreu 0,1 Procent, mit Stroheinstreu 0,14 bis 0,29 Procent. — ^ttt Entfernung von Petrotenmstecken aus den Fußboden bedient man sich eines Gemenges von drei Gewicbtstheilen trockenen Thonpulvers und einem Gewichtstheile koblensauren Natrons, wovon man beim Gebrauch nur etwas mit Wasser anzmühren und in Form eines BreieS auf die Flecke aufzustreichen braucht. Schon nach sechs dis acht Stunden sind bie Flecken verschwunden, worauf der Fußboden gewaschen wird. Gießen, 11. Februar. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0,95-105 Hühnereier 1 St. 6—7, 2 St. H, Enteneier 1 St- 7—8 H, 2 St. — I Gänseeier 10-11 Käse pr. St. 4—7 Käsematte pr. St. 3 I Erbsen pr. Liter 18 Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar ---T - D-r Anfang ist Vormittags 9 Vs Uhr ll i‘ifl,Ut M«< 20.. i ®"* =>"-«'*■" 6™”23l j 15 Fstmtr. Nadelhotz - Nutzreisig I__Sern^--------------- (Spalierlatten). III. District Raedern 21 und 22. 148 Stück Nadelholz-Stämme und Schellfisch- treffen heute (Dienstag) ein. Ferd. Drebes, 1244] 21 Marktplatz 21. r Aebtungk | ♦ 1238] Die so beliebten ♦ ♦ Glücks - Eier * i (Oster-Eier von Glasur - Zucker), { 5 gefüllt mit Brochen, Ringen, Me-? T baiHonS rc., versenden in Kistchen? T Don 200 Stück, per Hundert Stück? T nur 1 JL 50 $ exclusive Verpackung T T per Nachnahme (2 Kistchen — 1 Post- ? T sendung) X Bach & Graßmann, Erfurt, X J Honigkuchen- u. Zucker waaren- £ X Fabrik. I Steins Garten. Donnerstag den 13 Februar: Erinnerungs-Feier« = Am Todestage Richard Wagners, auf Anregung des Wagner-Bereins r GROSSESCONCERT ausgeführt von der Capelle deS 2. Grotzh. Heg. Jnf.-RegtS. Nr. 116, unter Leitung des Großh. Musikdirectors Herrn C. Krautze. Karten, im Vorverkauf d 50 Pf., sind in der Musikalienhandlung von RudolphS Nachfolger bei Herrn Ernst Challier zu haben. 1192 Anfang präeiS 8 Uhr. Entree 75 Pf. 34F DaS Rauchen ist in diefem Concert nicht gestattet. Gefellfchastsverein. Die in Masken erscheinenden Besucher des Fastnachtballes können die Einlaßkarten Samstag den 15. l. M., Nachmittags von 3—5 Uhr, Sonntag den 16. l. M-, von 11—1 Uhr, in dem Weinfaal des Gesellschaftshauses in Empfang nehmen. Gießen, den 11. Februar 1890. Gebhardt. 1228 Entree für Herren ä 1 bei Herren Gustav Gerhardt, Kretzschmar, Seltersweg 41, und G. Gühlholtz, „Cafe 367] 1233 5 Italiener Rente Dresdener „ „ 174 40 Gotthard- „ „ Berliner Handelsaesellsch -Antheile 185,50 Schweizer Nordost-Bahn-Actten Oesterr. Credit-Actten 275.00 „ West- StaatSbahn-Actten 187.25 Lombard. Eisenbahn - 115 37 Tendenz: matt. Telegraphischer Csursbericht der Berliner Börse vom 11. Februar 1890. 176 40 DtTcontL-Eorru-AntherU 4 |5 pCt. Buderus-Obligaltoue« 104.50 Riegelpfad 12. gesucht. 234.40 169 80 93 60 106.90 238.00 225 00 89.00 210.00 35950 194.25 168-25 135 30 36 70 174 50 85 SS 88 80 94.40 76.40 69.10 DiSconto-Commandit-Antheile Darmstädter Bank-Actten O. Luft »zum Löwen". 172.75 Bochumer Gußstahlactien Tendenz: flau. Buschtherader Etsenbahn-Actten Elbethal-Bahn-Actien 106.6t) Oesterr. Silberrentei 102.90 Rufs. Orient UL. arperer »stpreußeu Billete Lindenplatz, A. Leib". Billete Die tieftrauerudeu Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 3 Uhr statt. sanft verschieden ist. Lieh, den 10. Februar 1890. - ■ ■ Gg. Scherer & Co., Langen. Alleinige Niederlage G. C. Windecker Selter* weg 2, Ecke am Kreuz. Gelsenkirchener Bergwerks-Äctte» Oesterr. Alpine-Montan- , 1245] Ammen, Köchinnen und Mädchen zum Melken werden unentgeltt. Stellen besorgt durch Frau Reinhardt, Bremen, Osterthorsstetnweg 27. Oesterr. Credttactien Oesterr. StaatSbahn-ALtt^ Dortmunder Union-Actie« Darmstädter Batrkacttel von Mk. 1.50 an von Sämmtliche Radfahrer werden aus Mittwocb den 12 d. M , Abends 8 Uhr, zur Beratbung eiires wichtigen Gegenstandes in die Wirthschast von M. Weiner, Dammstraße (verlängerte Flügelsgasie) höflichst eingeladen 1241 Hochfeine Wein-Essige, vorzügliche Speise- und Einmach- Essige, per Liter 15, 18 und 24 Pf. Feinsten deutschen Conrsberiebt von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. frankfurter Börse vom 11. Februar 1880. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. Cafe Leib. Donnerstag den 13. Febr.1890: Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß heute Abend unsere theuere Gattin, Mutter, Tochter, Schwester, Schwiegertochter und Schwägerin Zohaim§tte Bauer, geb Stein, 4 pCt. Gießener Obligattone« —15 pCt. Buderus-Obligalioue» ReickSbank-DtScont 5 pCt. Frankfurter Bank-Diskont 5 pEt. ärztlich empfohlen — Liter - Flasche Mk. 2.—. — Rum, Arac, Punsch-Essenzen etc., etc., Vi Flasche von Mk. 2.—, J/2 Flasche 4 pCt. ReichSauleihe 3 Vi , 4 „ Preuß. ConsolS 3Vi , Beyer süßer Zwetschenhonig, per Pfund 2S Pfg., Feinst« Obstmarmclade, per Pfund 4 0 Pfg., zu haben bei [1119 Fr. Seibel. 107.40 4 pCt. Ungar. Goldrente 102.90 ' hei 20 Mille iuschneideu des'- felben. Offerten unter M. Z. Nr- 20 an die Exped- d- Bl. 1218] Am Sonntag Aberd ist in der Garderobe des Caf6 Leib ein Winter« Überzieher »rrthümlich mitgenommen worden- Es wird gebeten, denselben an Dienftmann Nr. 6 zurückzugeben, als sonst Anz- bei der Polizei erstattet wird- W4»O Mark gegen sichere Hypotheken und pünküiche Zinszahlung zu leihen gesucht. Offerten unter A. z. an die Expedition dieses Blattes._______________________[1166 1206) Ein Mädchen empfiehlt sich im Anfertigen und «usbeffern von Weitzzeug in und außer dem Hause. Näheres___Flügelsgasse 23- S2 Neuenweg 22. An- und Verkauf von: Möbeln, Betten, Kleidern, Haus- baltungsgegenständen, Gold- und Silbersachen. Kupfer, Zinn, Messing, Blei, Zink, Eisen und alten Oefen, alterthümlichem Porzellan, Münzen, alten Büchern, Papier und Acten zum Einstampfen, Flaschen u. a. gebrauchten Gegenständen. _____Neuenweg 22. [331 KindermaSken von 5 H an. ZMaSkenanzüae, Dominos, sowie Zöpfe, Perrückeu und Bärte werden billigst verliehen. Größte Auswahl in Gefichtsmasken- ß Ir.Welcker, Neustadt 33. 1138] Eine Wittwe wünscht ein Kind in gute Pflege zu nehmen. Näheres zu erfragen in der Expedition dieses Blattes. _____________________ 1227] Ein j. solider Kaufmann mit guten Zeugnissen, sowie m. d. Buchführ. vollst, vertr, findet in e. Engros-Geschäst per 1- April dauernde Stellung. Nur Offerten mit bestimmten Gehaltsanspr- werden berücksichtigt und von der Exped. d- Bl. «ub 8. 49 befördert_______________ 1143] Ein Kellnerlehrling für sofort 96^^- r Näheres in der Exped. d. Bl-_________ 1222] Ein Mädchen, das kochen kann, für Küche und Hausarbeit per 25. März gesucht. Frau Auguste Plank, Neustadt. ’Ä A Technicum MittweidT\€\ x % \ a) ÄiMhieee - iBgeaienr • Befreie \ ’n bf Werkmeister«Schale. \ » — Vonmierrteht frei. — \ | August Schlessinger, Giessen, Spedition, Rollfuhrwerk und Lagerung, empfiehlt seinen regelmässigen Sammelladung^- verkehr von und nach allen Richtungen, wie auch seinen regelmässigen Paket verkehr nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika und Canada. — Telephon Nr.\2. — [659 Refcactton: $L Tcheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ihr. Pietsch) in Gtetze»