ÖQ re. Mabeus lllmachmg. S. May Ii'i S?Ä ÄS5SE 8>. S Hutner C. F. M;bü oQinad)t§urtunben beharr- t» U Jtitt mein Client zu 1 Earung sich veranlaßt, l: °on lbm dem Rentner M/sertW fleweienen mch Widerruf längst er- 'd daß Rentner C F. Walz echtigt ist, meinen Clienten, atsbesitzer I. May in. in >wie zu verpflichten oder Zertreten. (Hessen), 24. Juli 1890. oollmächtigte des Guts- May HI. in S.aden. Sejd, echtsanwalt. 6548 uche aus Michaeli oder stiges Mädchen für Küche L u Rechtsanwalt Lauer. deknecht gebucht. Licherstratze 6. lahme bei dem to imb Schwagers »88, herzlichen Dank ntMbm: 6577 outen die traurige Schwiegermutter, KlW ft entschlafen Fanülien: j Bemuth. tM. ^nkgtllh^ '"1 Holdren fr»* Nr. 184. Erstes Blatt. Sonntag den 10. Llugust 1890 Der Hietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener -amilienVlLtler werden dem Anzeiger «üchentlich dreimal beigelegt. Meßmer Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Aöonnementspreks, 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchnlstraße Ar.L. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Kww Gieren, i;» chratisöeicage: Hießmer K-mitimölätter. Anrtlichsv Cdeil. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Bataillone des Großh. Infanterie-Regiments Nr. 116 in dem Gelände südwestlich Treis a. d. Lda. am 15. und 16. August l. I., an beiden Tagen um 7 Uhr Morgens beginnend, ihr gefechtsmäßiges Abtheilungsschießen abhalten werden. Die Schußlinie läuft in südöstlicher Richtung gegen das Oberseilbacher Feld hin. Es wird daher gewarnt, das Gelände zwischen folgenden Wegen: Daubringen —Alten-Buseck, Alten-Buseck—Beuern, Beuern—Climbach, Climbach—Treis a. d. Lda., Treis a. d. Lda.—Mainzlar, Mainzlar—Daubringen (besonders auch nicht die an oben genannten Orten in das Gelände führenden Wald- und Feldwege, sowie die von Großen-Buseck nach Daubringen, Treis d". d. Lda. und Climbach führenden Wege) an den beiden genannten Tagen von 5 Ubr-^ rügens ab zu betreten. Das Betreten der Wege £rei-'> 'te R^a.—Beuern, Treis a. d. Lda. —Climbach, Climbachs-Beuern und des directen Weges Alten-Buseck—Beuern wird für die genannten beiden Tage untersagt, dagegen können die Straßen Treis a. d. Lda.— Mainzlar, Mainzlar—Daubringen, Daubringen—Alten- Buseck , Alten-Buseck—Großen-Buseck—Beuern betreten werden. \ Gießen, den 8. August 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J.V.: I o st, Regrerungsrath. Gießen, den 8. August 1890. Betr.: Schießübungen des Infanterie-Regiments Nr. 116. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien Daubringen, Alten-Buseck, Beuern, Climbach, TreiS a. d.Lda. und Mainzlar» Sie wollen die vorstehende Bekanntmachung alsbald in Ihrer Gemeinde ortsüblich publiciren lassen. I. V.: Jost, Regierungsrath. Bekanntmachung, Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche (des Rindviehes, der Schafe, Ziegen und Schweine) betr. Die Maul- uud Klauenseuche ist in den Gemarkungen des Kreises Schotten erloschen. Die Großh. Bürgermeistereien des Kreises sind ermächtigt, bei der Verbringung von Schlachtvieh, d. h. von Vieh, welches zum Schlachten bestimmt ist und ohne wesentliche Verzögerung nach dem Orte der Schlachtung verWacht wird, Bescheinigungen des Inhalts auszustellen, daß der Ort und das Gehöft, aus dem das Vieh stammt, seuchenfrei sind und daß der Bürgermeisterei auch kein Seuchenausbruch in den Nachbarorten im Umkreise von 3 Stunden bekannt geworden ist. Dieser Scheine bedarf der Viehhändler; der Landwirth, der selbstgezogenes Vieh ausführt, und der Metzger dagegen nicht. Ueberhcmpt bedarf nur der Viehhändler, welcher Vieh verbringt (also auch zu oder von einem Markte), des Gesundhertsscheines eines hierzu ermächtigten Thier- arztes, durch welchen bescheinigt wird, daß das fragliche Vieh sich mindestens seit 7 Tagen in seuchensreiem Zustande am Orte der Untersuchung befunden habe. Diese Scheine müssen enthalten: Ort, Datum der Ausstellung, Namen des Besitzers der zu transportirendeu Thiere, jedes mitzuführende Stück Rindvieh nach Geschlecht, Alter, Farbe, Abzeichen, die Zahl der mitzuführenden Schafe, Schweine und Ziegen. Führt der Händler das Vieh von einem nichthessischen Orte ein, so muß in der von dem Thierarzte ausgestellten Bescheinigung noch weiter bescheinigt sein, daß die Gemarkung,' aus welcher das Vieh eingesührt wird, vollständig seuchensrei ist. Alle hier einschlägigen Zeugnisse sind 5 Tage gültig, müssen datirt, unterzeichnet und mit dem Dienstsiegel der zuständigen Behörde versehen sein. Schotten, den 2. August 1890. Großherzogliches Kreisamt Schotten. Schönfeld. Gefunden: 1 Säbellasche, 1 Tabakspfeife, 2 Manschettenknöpfe, 1 Handschuh, 1 Schürze, 1 Arbeitsbeutel, 1 Schirm, 1 Hut, 1 Feuerzeugbüchse, 1 Cigarrenetuis.^ Zugeflogen: 1 Kanarienvogel. Gießen, den 9. August 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V-: Kraemer. politische Uebevsicht. Gießen, 9. August. Von einem Unfall, der dem Kaiser am Donnerstag Nachmittag, als er von der Besichtigung der Docks, Torpedolager u. s. w. in Portsmouth nach dem Admiralitätsgebäude zurückkehrte, zustieß, berichtet eine offieiöse Meldung. Hiernach fuhr in dem Augenblick, als der Kaiser den Eisenbahnwagen verließ, die Equipage des Admirals Commerell zu nahe an den Wagen heran. Der Monarch sprang behend zur Seite, wodurch jede Collision vermieden wurde und der hohe Herr völlig unbeschädigt blieb. Von Schloß Osborne aus richtete Kaiser Wilhelm ein Glück- und Dankwunschtelegramm an den Sultan Said Chalifa von Zanzibar wegen des Erlasses dieses Herrschers gegen die Selaverei. Aus gleichem Anlaß ließ die Königin Victoria dem Sultan ihre Glückwünsche durch den englischen General- consul in Zanzibar ausdrücken. Die formelle Uebergabe der Insel Helgoland an Deutschland hat sich am heutigen Samstag nach dem von der englischen Regierung vorgeschlagenen und deutscherseits angenommenen Cere- moniell vollzogen. Der Vertreter der deutschen Regierung, Staatssecretär und Staatsminister v. Bötticher, wurde von den vor Helgoland eingetroffenen britischen Kriegsschiffen mit einem Salut von 17 Schüssen empfangen, woran sich die Begrüßung durch den bisherigen englische Gouverneur, Mr. Barkley, und die Einwohnerschaft der Insel schloß. Bei dem alsdann folgenden Uebergabeact verlas der Gouverneur die Artikel des deutsch-englischen Abkommens betreffs der Uebergabe von Helgoland, worauf die deutsche Flagge neben derjenigen Englands unter dem Donner der Geschütze der englische Kriegsschiffe und der Schiffe des deutschen Manövergeschwaders gehißt wurde. Bei Sonnenuntergang wurden beide Flaggen wieder eingeholt, worauf am Sonntag die Wiederhissung der deutschen Flagge allein stattfindet. Noch am Samstag Abend verläßt der Gouverneur nebst den übrigen englischen Beamten unter den Salutschüssen des deutschen Geschwaders die Insel an Bord der „Enchantreß". Die Verwaltung Helgolands wird vermuthlich einstweilen in den Händen des preußischen Regierungsrathes Wermuth und des Corvettencapitains Geißler ruhen, welche Herren bereits vor einigen Tagen auf Helgoland eingetroffen waren. Auch deutsche Postbeamte sind daselbst schon in Thätigkeit getreten. Der Ankunft des Kaisers auf Helgoland wurde für Sonntag Mittag entgegengesehen und waren zum Empfange des hohen Besuches von einem Comits Helgoländer Einwohner und Badegäste umfassende Vorbereitungen getroffen worden. Da osficiell kein Mitglied des englischen Königshauses bei dem Uebergabe- acte anwesend war, so konnte demselben aus Gründen der Etikette auch der Kaiser nicht beiwohnen. Die persönlichen Streitigkeiten zwischen den socialistischen Führern nehmen ihren ungehinderten Fortgang. Der Abge- geordnete Bebel kanzelt in einer spaltenlangen Erklärung im „Berl. Volksblatt" die frondirende „Sächs. Arbeiterzeitung" und deren Gesinnungsgenossin, die Magdeburger „Volksstimme", resp. deren Redacteure und Hintermänner, ganz gehörig ab. Die fortgesetzten Angriffe der genannten Blätter auf die socialdemokratische Parteileitung werden von Herrn Bebel in den schärfsten Ausdrücken gerügt, der socialistische Parteiches spricht unter heftigen persönlichen Ausfällen gegen die Herren Dr. B. Wille und Hans Müller, die leitenden Redacteure der beiden Blätter, von nörgelnder Kritik, von unbefriedigtem Ehrgeiz und Demagogenwirthschaft, von kleinlichem Neid und privater Jnteressenwirthschaft, und fordert dann Beweise für die gegen die Parteileitung geschleuderten Anschuldigungen. Schließlich verweist Bebel aus den bevorstehenden socialdemo- kratischen Parteitag in Halle, wo er also unter die Genossen treten und „fürchterliche Musterung" halten wird — ob dann die unbotmäßigen Elemente der Partei zu Kreuze kriechen werden? Der Gouverneur von Kamerun, Freiherr von Soden, welcher schon seit längerer Zeit zur Wiederherstellung seiner durch das Fieberklima von Kamerun erschütterten Gesundheit in Deutschland weilt, wird nicht mehr aus seinen Posten zurückkehren. Wie es heißt, wäre der im westasrikanischen Colonialdienste bewährte bayerische Landgerichtsrath Zimmerer, früher deutscher Commissar im Togo-Gebiet, als neuer Gouverneur von Kamerun seitens des Auswärtigen Amtes in Aussicht genommen. Das französisch-englische Abkommen wegen Afrikas wird von der französischen Presse noch ziemlich zurückhaltend besprochen, man will erst die für Montag angekündigte Veröffentlichung des Wortlautes des Vertrages abwarten. Doch meint der „Temps", die öffentliche Meinung Frankreichs werde das Uebereinkommen, soweit es sich auf Madagscar beziehe, beifällig ausnehmen. Minister Ribot habe jedenfalls einen klaren Blick für Frankreichs Interessen bewiesen, was am besten aus der jüngsten Banketrede Lord Salisburys hervorgehe. Von andern Pariser Blättern meint die „France", aus der Banketrede Salisburys sei zu entnehmen, daß noch nicht alle Streitpunkte zwischen Frankreich und England beseitigt seien, und „Paris" bemerkt, das Abkommen sei zwar nicht als ein diplomatischer Triumph Frankreichs zu betrachten, aber doch nicht ungünstig für dasselbe. — Der französische Ministerrath beschloß im Princip, in der nächsten Kammersession einen Gesetzentwurf über den Bau einer Bahn durch die Sahara vorzulegen. — Die Senatssession ist am Donnerstag geschlossen worden. Nach Meldungen aus Mekka ist nicht nur die in dieser Stadt ausgebrochene Choleraepidemie im Zunehmen begriffen, sondern sie hat auch bereits den Hafenplatz Dschedda am Rothen Meere ergriffen. Letzterer Umstand ist namentlich deßhalb so bedenklich, weil sich in Dschedda die aus Egypten, der Levante und der europäischen Türkei stammenden Pilger bei Antritt der Heimreise einzuschiffen pflegen, die Gefahr einer Verschleppung der Cholera nach den Häfen des südöstlichen Europas liegt hiermit sehr nahe. Deutsche» Reich. ][ Darmstadt, 8. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog sind mit dem bekannten Gefolge gestern Nachmittag 3 Uhr wohlbehalten in Peterhos eingetroffen und auf dem dortigen Bahnhof vom russischen Kaiser und sämmtlichen Großfürsten empfangen worden. Ihre Kaiserl. Hoheiten der Großfürst und die Großfürstin Sergius, letztere bekanntlich eine geborene Prinzessin Elisabeth von Hessen, waren dem Großherzog bis Gatschina entgegengefahren. Heute begleitet der Großherzog das russische Kaiserpaar für drei Tage nach Krasnoje-Selo. Darmstadt, 8. August. Das gestern ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 21) enthält': 1. Bekanntmachung, die von den stimmberechtigten adeligen Grundbesitzern vorzunehmende Wahl zweier Mitglieder der Ersten Kammer der Stände betr. 2. Üebersicht der bei Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1890—91 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürf- nissen in den Gemeinden des Kreises Heppenheim. 3. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigst geruht: Am 25. Juli der Anna Maria Schum aus Momart, z. Z. im Dienst bei Landwirth Johannes Lutz V. zu Lengfeld, die Silberne Medaille des Ludewigsordens, am 28. Juli dem Geh. Regierungsrath Professor A. W. v. Hofmann zu Berlin das Comthurkreuz 1. Klasse mit der Krone des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, an dems. Tage dem Bildhauer Professor Fritz Schaper zu Berlin die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft zu verleihen. 4. Namensveränderungen. 5. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigst geruht: Am 17. Juli dem Schulamtsaspiranten Ludwig Böcher aus Eichelsdors die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Stornsels zu übertragen; am 19. Juli wurde der von dem Herrn Fürsten von Löwenstein-Wertheim- Rosenberg und dem Herrn Grafen von Erbach - Schönberg auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rimborn präsentirte Schulamtsaspirant Johann Peter Dietz aus Schaafheim für diese Stelle bestätigt. 6. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sprendlingen im Kr. Alzey mit einem Gehalte von 1000 Mk. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrcspondenz-Bureau. Berlin, 8. August. Gegen fünfhundert geladene Gäste des Aerzte-Congresses folgten Nachmittags einer Einladung des Kaisers, welcher durch den Prinzen Leopold ver- treten sein wird, §11 einer Hossestlichkeit nach Potsdam. Der Extrazug fuhr um 5 Uhr ab. Berlin, 8. August. Beim Garteu-Coucert im Neuen Palais, das heute zu Ehren der Mitglieder des mediei- nischen Congresses gegeben wurde, vertrat Prinz Friedrich Leopold den Kaiser; außerdem wohnten der Reichskanzler und die Minister v. Goßler, Herrfurth, Miquel, v. Wedell, Staats- fecretär Frhr. v. Maltzahn und v. Oehlenschläger der Veranstaltung bei. Die Musik wurde von den Capellen des 1. Garde-Regiments und der Gardes du Corps ausgesührt. Der Prinz unterhielt sich mit allen Gruppen und verabschiedete sich um 7 Uhr Abends. Hieraus wurde ein kaltes Buffet im Saale servirt. Sodann fuhren die Gäste in Equipagen nach der Wildparkstation. Die Rückkehr nach Berlin erfolgte Abends 9 Uhr mittelst Sonderzuges. Berlin, 7. August. Der Minister für Handel und Gewerbe hat die Ober-Bergämter beauftragt, Ermittelungen über den vorhandenen Kohlenreichthum in den preußischen Bergbaubezirken zu pflegen und die Resultate je nach Teufen von unter 700, zwischen 700 und 1000 und über 1000 Meter getrennt zusammenzustellen. Es sollen hierbei nicht blos die zur Zeit betriebenen Gruben berücksichtigt werden, sondern auch die Kohlenfelder derjenigen Zechen, welche jetzt nicht in Betrieb sind. Hoffentlich wird dadurch eine befriedigende Beantwortung der Frage, wie lange der nach den bisherigen Ausschlüssen vorhandene Kohlenreichthum Preußens noch Vorhalten kann, ertheilt werden, als es bisher möglich war. Stralsund, 8. August. Die Kaiserin ist um 12^ Uf)r hier eingetroffen und am Bahnhose von einer zahllosen Menge enthusiastisch begrüßt worden. Die Schiffe im Hafen und zahlreiche öffentliche und private Gebäude waren reich beflaggt. Nach halbstündigem Aufenthalte setzte die Kaiserin die Reise nach Heiligendamm fort. Heiligendamm, 8. August. Die Kaiserin traf Nachmittags ein und wurde von einem zahlreichen Publikum herzlichst begrüßt. Schneeberg, 8. August. Das obere sächsisch - böhmische Schwarzwasserthal wurde Nachts durch Regengüsse überschwemmt. Der Eisenbahndamm ist mehrfach durchbrochen, Straße und Brücke sind weggeriffen, die Station Erlabrunn ist unter Wasser. München, 8. August. Der 4. deutsche Gabel s- berger'sche Stenographentag hat im alten Rath hause seine Beratungen begonnen. Nach der Begrüßung der Dele- girten durch den Bürgermeister Borscht wurden zu Vorsitzenden Senator Eggert, Rechnungsrath Uhl - Berlin und Landgerichtsrath Seelig-München, zu Schristsührern Langbein- Nürnberg, Jung-Jnnsbruck und Küßner-Königsberg gewählt. Anwesend sind gegen 400 Vertreter Gabelsberger'scher Stenographenvereine, darunter solche aus Oesterreich - Ungarn, Seandinavien, Spanien und den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Der vom Direetor Pupetz - Prag über einen Zeitraum von 6 Jahren erstattete Bundesbericht hebt besonders die höchst erfolgreich betriebene Propaganda hervor. Helgoland, 8. August. Die Großherzogin von Sachsen-Weimar ist heute Nachmittag 3 Uhr hier eingetroffen und im Schweizerhause abgestiegen. Helgoland, 8. August. Alle Hände sind mit der Ausschmückung der Insel beschäftigt. Zwischen der Brücke und dem Strandpavillon werden netzgeschmückte Boote mit Fischeremblemen ausgestellt. Vor der Brücke und zwischen dem Konversationshaus errichtet man Ehrenpforten. Die Treppenstraße, die Treppe, Falrn und der Weg bis zum Couvernements-Gebäude sind besonders reich deeorirt. Den Kaiser werden sechszehn Helgoländerinnen in der Nationaltracht empfangen und ihm einen Blumenstrauß in den Helgoländer Farben überreichen, mit Blumenanker und Schlüssel als Emblemen. Wie es heißt, treffen zehn deutsche und vier österreichische Kriegsschiffe ein, deren Offizieren der Kaiser ein Frühstück gibt. Das Gefolge des Kaisers kommt morgen. Telegraph und Post werden Sonnabend von der Reichsverwaltung übernommen, deren Beamte eingetroffen sind. (Fr.Z.) Helgoland, 8. August. Der Leichnam des jüngst bei einer Bootpartie ertrunkenen Consuls Rohlfen ist heute Morgen in der Mähe der Unglücksstelle aufgefunden worden. Wien, 8. August. Eine amtliche Liste zählt bei dem Eifenbahn-Unfall bei Blowitz 4 Todte, 10 Schwer- und 32 Leichtverletzte. — Ein offieielles (Kommunique der Generaldireetionen der Staatsbahnen gibt das Resultat der Untersuchung betreffend die Eisenbahnunfälle bei Voels (Innsbruck) und Blowitz (Pilsen) und eonstatirt, daß lediglich elementaren Ereignissen, keineswegs aber der Außerachtlassung von Vorsichtsmaßregeln ober Dienstvorschriften die Schuld an den Katastrophen beizumeffen (et. Prag, 8. August. Aus verschiedenen Theiletl Böhmens werden Wolkenbrüche gemeldet, die theilweise größere Verheerungen angerichtet haben. London, 8. August. Eine Anzahl Bedienstete eines zwischen London und Chatham verkehrenden Eisenbahnzuges weigerten sich, zur Arbeit anzutreten, indem sie Vorgaben, daß ihr Dienst ein übermäßig anstrengender fei; hierauf ver- barrikadirten sich dieselben in den Magazinräumen des Bahnhofs, ergaben sich jedoch schließlich. Zwanzig von ihnen sind zu einem Monat Gesängniß verurtheilt worden. Portsmouth, 8. August. Nach dem Dejeuner wohnte gestern Kaiser Wilhelm den Schießübungen bei Whale Island bei und betheiligte sich an einigen mit Erfolg. Dann fanden Hebungen der Torpedoboote statt. Abends kehrte der Kaiser nach Osborne zurück, wo Familientafel stattfand, wozu auch Lord Salisbury geladen war. Bei einbrechender Dunkelheit wurden die Schiffe und Dachten in der Bucht glänzend erleuchtet. In West-Cowes wurde zu Ehren des Kaisers ein prächtiges Feuerwerk abgebrannt. Nachmittags um 4 Uhr erfolgt die Abreise des Kaisers von Osborne. Cowes, 8. August. Nach dem gestrigen Diner in Osborne unterhielt sich der Kaiser fast ausschließlich mit Lord Salisbury. Auf Ersuchen des Prinzen von Wales wird das österreichische Geschwader morgen von Spithead nach Cowes segeln. Turin, 8. August. Eine Feuersbrunst zerstörte die Seidenweberei Faleo und ergriff äuch die benachbarten Häuser. Der angerichtete Schaden ist bedeutend. Petersburg, 8. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen ist gestern Abend in Peterhof eingetroffen; er wurde vom Kaiser und anderen Mitgliedern des kaiserlichen Hauses am Bahnhofe empfangen. Pretoria (Transvaal), 8. August. Der Volksraad ratijkirte mit 20 gegen 10 Stimmen die Vereinbarung zwischen England und Transvaal klüglich des Swazilandes. Kairo, 8. August. Die egypnsche Regierung beschloß, an allen Punkten des Rothen Meeres, wo die Ausschiffung von choleraverdächtigen Pilgern zu gewärtigen ist, Militärdetachements aufzustellen und Militärposten zu errichten, ferner einen besonderen Kreuzer im Suezeanal zu stationiren, um die etwaige Landung von Pilgern aus Mekka u. f. w. zu verhindern. Inzwischen rafft die Cholera in Djeddah täglich Hunderte von>Personen dahin. Cocaki ui* provinzielles. Gießen, 9. August. *— Auch dieses Jahr soll, wie voriges Jahr auf dem Auerbacher Schloß und vor zwei Jahren auf der Ludwigshöhe in Edenkoben, ein großer Parteitag der nationalliberalen Partei von Baden, der Pfalz, Hessen und Frankfurt abgehalten werden und zwar soll derselbe am 31. August auf dem Heidelberger Schloß stattfinden. Die Großh. Badische Domänen-Direetion hat bereits die Räume des Schlosses, Landhaus und Keller, zur Verfügung gestellt. Die fünf Hauptreden, auf den Kaiser, die Bundesfürsten, das Vaterland, auf Bismarck und das deutsche Heer (90jähriger Geburtstag Moltke's) werden Redner von Heidelberg, Mannheim, aus der Pfalz, Darmstadt und Karlsruhe übernehmen. — Berichtigung. Der Bahnzug für den Ausflug des Männerturnvereins Gießen am Sonntag Mittag nach Kloster Arnsburg geht nicht, wie im gestrigen Inserat angegeben, 1 Uhr 25 Min., sondern 1 Uhr 20 Mitt. -r. Lich, 8. August. Sonntag den 10. d. Mts. feiert der hiesige Turnverein fein Stiftungsfest. Aus dem ausgestellten Programm können wir mittheilen, daß sich Nachmittags ein Festzug durch die Straßen der Stadt nach der Turnhalle bewegen und hierauf Schauturnen auf dem Turnplätze stattfinden wird, während dessen die Grüninger Musik- capeQc(concertirt; für Abends ist Tanzunterhaltung festgesetzt. — Seit heute werden in hiesiger Stadt Beiträge zur Deckung der Kosten des diesjährigen Sedanfestes gesammelt. §§ Schotten, 8. August. Nächsten Montag den 11. und Dienstag den 12. d. Mts. findet dahier der weitbekannte Sommermarkt statt. Da in den letzten Monaten die Maul- und Klauenseuche in der Provinz aufgetreten und der Viehhandel gehemmt war, wird unser Sommermarkt voraussichtlich stark besucht werden. Man nimmt an, daß ea. 4000 Stück Rindvieh, ea. 1000 Stück Schweine und einige 100 Fohlen aufgetrieben werden. Bereits heute bringen die Bahnzüge große Viehherden. — Auf dem hiesigen Sommermarkt wird ein enormes Geld umgeschlagen und zwar nicht bloß von den Viehhandelsleuten, sondern weil die Landwirthe der Umgegend, die Geschäftsleute und Handwerker die Zahl- und Pachttermine auf den Schottener Sommermarkt verlegen. Anch für Unterhaltung wird gesorgt. Wer ein Stück Volksleben des Vogelsberges sehen will, der hat auf dem Schottener Sommermarkt Gelegenheit dazu. Gedern, 7. August. Kürzlich holten drei Fuhrleute aus Zahmen am hiesigen Bahnhof Steine und stellten ihre Pferde bei Gastwirth Becker ein. Als der erste derselben anspannen wollte, fand er das eine Pserd in der Kette verwickelt; wie er näher kam, um zu helfen, bekam er einen so heftigen Huftritt, daß er ohnmächtig unter die Pferde fiel und im ersten Augenblick für tobt gehalten wurde. Niemand wagte sich bei das etwas scheue Pserd, bis endlich einige beherzte Gederner Bürger den Muth faßten, den verunglückten Fuhrmann aus seiner gefährlichen Lage zu befreien. Ein herbeigerufener Arzt erklärte die Verletzungen für ungefährlich und nachdem Herr Becker etwas Wein verabreicht hatte, erholte sich der Bewußtlose wieder. Dieser Vorfall erregte in unserem sonst so ruhigen Städtchen einen großen Straßen- auflans. Die Fuhrleute aber entfernten sich ohne ein Wort des Dankes. Dermifcbte». * Darmstadt, 5. August. Postpersonalnachrichten. Versetzt wurde der Postassistent Jochim von Deutsch-Avri- court nach Darmstadt. A Mainz, 8. August. Bei den schweren Gewittern, die gestern in hiesiger Gegend niedergingen, 'hat, nach hier eingelaufenen Nachrichten, der Blitz in der Umgegend mehrfach eingeschlagen. In Schierstein fuhr der Blitz in den Schornstein der Cementsabrik und zertrümmerte denselben. Auf dem Schornstein war ein Blitzableiter angebracht, doch befand sich derselbe in einem mangelhaften Zustande; zwischen Erbenheim und Kastel zündete der Blitz einen Haufen Korn, der vollständig in Flammen aufging. Vor der Lohmühle bei Mosbach schlug der Blitz in ein einzelstehendes Gehöfte, zertrümmerte die Umfassungsmauern und zündete einen Stall, aus welchem mehrere Stück Vieh getöbtet würben. — Einiges Aussehen erregte bie unfreiwillige Seereise, die ein junger hiesiger Geschäftsmann Anfangs bieser Woche angetreten hat. Derselbe hat vor kaum Jahresfrist die Tochter eines sehr reichen Rentiers geheirathet und hierauf ein großes Modegeschäft gegründet. Das Geschäft ging statt vorwärts rückwärts und mußte der Herr Schwiegerpapa große Summen ausbringen. Schließlich entschloß sich der Letztere, Hßs Geschäft auszugeben und für seinen theuren Schwiege^ohn ein frequentes altes Geschäft zu kaufen, das derselbe am 1. Juli übernehmen sollte. Inzwischen hat der Schwiegersohn seine auf die Neige gehenden Mittel auf nicht sehr legalem Wege zu vermehren gesucht, so daß die Schwiegereltern eine rasche Auswanderung desselben geboten erachteten. Gegen die Unterschrift, daß er mit der Ehescheidung einverstanden sei, wurde der Schwiegersohn mit reichen Geldmitteln ausgestattet und dampfte ab. * Mainz, 6. August. Das Beschmutzen der Häuser durch ungezogene Buben wurde schon mehrfach gerügt. Jetzt hat sich auch das Polizeiamt der Sache angenommen und die Schutzleute angewiesen, gegen diesen Unfug mit aller Energie einzuschreiten, so daß die Betroffenen Verhaftung und empfindliche Bestrafung und die Eltern Haftbarmachnng für den Schaden zu gewärtigen haben. Aber auch an bas Publikum richtet bas Polizeiamt bas Ersuchen, die Polizei zu unterstützen und bei Ermittelung und Habhastwerdung der Schuldigen mitwirken zu wollen. Sache der Schule wäre es insbesondere, immer wieder die Jugend darauf aufmerksam zu machen, daß das Beschmutzen der Häuser durch Kohle, Kreide und sonstige Dinge ein Unfug ist, der die Hausbesitzer schädigt und ihnen die Lust benimmt, ihre Häuser im schmucken Zustartde zu erhalten. (Eine derartige Warnung dürfte sich auch für Gießen empfehlen. Red.) * Marburg, 8. August. Die Ausstellung hessischer Drucke im hiesigen Rittersaale ist gestern geschlossen worden. Zu diesem Zwecke hatte sich der Ausstellungs-Ausschuß vollzählig sowie eine Anzahl Mitglieder des hessischen Geschichtsvereins in den Ausstellungsräumen versammelt, woselbst Herr Archivrath Dr. Könnecke einen vorläufigen kurzen Bericht über den Besuch und das Resultat der Ausstellung gab. Demselben war zu entnehmen, daß die Ausstellung sehr stark und zwar insgesammt von etwa 9—10000 Personen besucht wurde, sodaß sich, da die Ausstellung 40 Tage geöffnet blieb, hiernach der tägliche Besuch auf etwa 250 Personen berechnet. * Frankfurt a. M., 8. August. Auf dem königlichen Amtsgericht wurde gestern ein Hausbesitzer, welcher Miether als „brav" bezeichnet hatte, die sich bei seinem Nachfolger als „faul" erwiesen, d. h. ihre Miethe nicht zahlten, zuns Ersatz des Schadens verurtheift, der durch seine Auskunft dem Kläger entstanden war. _____ * Dresden, 8. August. SItct am 4. Juni vom königl. Schwurgericht wegen Mordes zum Tode verurtheilte Handarbeiter Paul Hermann Hannas wurde gestern früh 5 Uhr mittelst Fallschwertes im Hose des königlichen Justizgebäudes auf der Pillnitzerstraße enthauptet. Der 32 Jahre alte Verbrecher hatte am 13. Januar d. I. auf Batzdorfer Flur in der Nähe von Meißen seine Ehefrau mittelst Erwürgen (Aufhängen) ermordet und den Leichnam am übernächsten Tage in die Elbe geworfen. * Jügesheim im Rodgau, 7. August. In unserer Gemeinde herrscht noch die Unsitte, selbst die Kindtanssfeierlich- keiten durch Abgabe von Freudensalven zu verherrlichen. Der Bursche Peter Josef Werne, welcher am 15. Juni gelegentlich einer solchen Feier aus dem ersten Stockwerke der Jakobi'schen Winhschaft einen Gewehrschuß abgab, war habet so unglücklich, die 17jährige Kath. Clara Rückert an den Weichtheilen des linken Schulterblattes zu treffen und eine jetzt noch nicht ausgeheilte Wunde zu' verursachen. Das Seligenstädter Schöffengericht verurtheilte heute den leichtsinnigen Schützen wegen fahrlässiger Körperverletzung in eine vierwöchige Gefängnisstrafe und zur Tragung der sehr erheblichen Kosten. (N. H. V.) * Hamburg, 6. August. Die „Hamb. Nachrichten" veröffentlichen ein Schreiben Schliemanns an den Fürsten Bismarck, datirt aus Troja vom 22. Juli, in welchem der Gelehrte über den Stand der Ausgrabungen berichtet. Er theilt viele Einzelheiten mit. Die Mauern von Pergamos sind danach ganz ansgegraben, ihre Hohe hat 20 Meter betragen. Es wurden vier große Thore darin aufgedeckr. Von der unteren Stadt konnte man, obgleich siebzig Mann und drei Eisenbahnen fortwährend an der Fortführung des Schuttes arbeiteten, bisher nur wenig aufdecken, da die Schuttmassen bis dreißig Meter tief sind. Die Ausgrabung, Reinigung und das Photographien der Hausmauern hat viel Zeit verlangt. Schliemann stellte die Weiten am ersten August ein und nimmt dieselben am ersten März 1891 wieder auf; er bezeichnet die schätze, mit denen er die nach dem neuen Museum in Berlin kommende trojanische Sammlung bereichern werde, als „herrliche". Für reiselustige Damen ist es häufig das größte Hinderniß, daß es ihnen an orts- und reisekundiger Begleitung fehlt, und in ihrer Aengstlichkeit verzichten sie lieber ganz auf eine Reise, als daß sie dieselbe allein machen. Zumal Berlin gilt ihnen in dieser Beziehung als ein Ort des Schreckens. Wenn es so früher war, jetzt ist dies nicht mehr und alle Damen, welche nach Berlin reisen wollen, aber keine Begleitung dahin ober keinen willigen Führer dort haben, werden mit Vergnügen erfahren haben, daß eine mit den Berliner Verhältnissen auss Beste vertraute Dame, Frau Hedwig Angyalfi, Friedrichstraße 123, ein Unternehmen ins Leben gerufen hat, welches der Führung von Damen, die Berlin besuchen, dient. Daß dieses Unternehmen einem that- sächlich in weiten Kreisen gefügten Bedürsniß entspricht, brauchen wir nicht erst besonders anzuführen. Ist es schon für einen Mann, der eine fremde Stadt besuchen will, eine Annehmlichkeit, einen Bekannten dort zu haben, der ihn herumsührt, so ist dies für eine Dame geradezu Bedürsniß, zumal in dem großen Berlin. * Zur Nachahmung empfohlen. In Elberfeld ist dieser Tage ein junger „Herr" abgesaßt worden, der mit dem neuesten Pariser Spielzeug^ „Pst Pst" die Leute zum Narren hielt. Nachdem ihm das Spielzeug von einem Schutz- manne abgenommen und er wegen Verübung groben Unfugs zur Bestrafung notirt war, konnte er feiner Wege gehen. Y-At 83» Äs Kitt!' Schreibt- ' roenn ’ ®«l 9efllä „en SW EL ihr N( 6 t6 die @täbi WÜ S’ Inf fd)ün gcebneien® neben H® u"b »nerfeimen on Men »«gehören, ° btt Erwachsenen arg der lieben Wer 9 auf diefe Weise bete bcffereü. Ab-- die rnitmachen müpen, stets eine Stelle em trage: „ffie erhalt- will sie hier zn gen« nicht blei ans die @ Haupt aus die W bei Spaziergängen i liebte Arzt: Mich erfüllt es vor der Stadt Farn gilt, wenn die & trottelnden Eltern 1 tone zurückbeordert schüchterne Abschwi Solche bemitleiden! müssen gewöhnlich Lungenreiz Verzicht aber noch wenig ge laut sein". Welch eine tl geborene schreit sich Stimme nicht ordent daß die kleine, in gefaltete Lunge sich das Kind sich sowei zu Gebote stehen, i gibt, so verfallt es, gewisse andere, den! ^atig steigernde Ans! Sprechen, Kufen, L A"en des Jubels, swd nur verschiedem Gs. Die „nervös lie ihren Kindern au für die Lungen Abends „Ruhe!" i lech läfet sie sich außerordentlich anc M dieselben keine Me bekommen, »Was das für £j Vaterlandsvertheidi Intern zurück! er ^rr &ol *L Die @(ter; Ä“tm N Hl,eichbar, dem vird ertiaZ ?? "ur / *‘*e »ff8 ®ln «Id, f leint®u4 „ l,,l®e «ersetzt, T Mt SS'" öie ( ftSft Reuten I ' das ?%?*5 e -SÄL j'Ä l«Ä ’ v,7rr Offenen fe /“ J6;r auch an das ^lchit/ die Potj,°: H°bh°ftirerdu«g d« L " Schule Ue ^JN -ufm-rk- 5H °s« durch Kohle, ' dle hansbesiher iBWuXt ! Tarnung dürste ffch Stellung hessischer geschloffen worden. itellungs-Ausschuff voll- : )e§ hessischen Geschichts- : nommelt, woselbst Herr ^ußgen kurzen Bericht der Ausstellung gab. e Ausstellung sehr stark 0 OOO Personen besucht | 40 Tage geöffnet blieb, 250 Personen berechnet. _ Aus dem königlichen esitzer, welcher Micher i) bei seinem Nachfolger ethe nicht zahlten, zuy urch seine Auskunst dm m 4. Juni vom königl. wde verurteilte hand- de gestern früh 5 Uhr nigiichen Justizgebäudes Der 32 Jahre alle I. aus Batzdorfer Flur stau mittelst Erwürgen in am übernächsten Tage gust. In unserer Ge- die Kindtaussseieckch- L verherrlichen. Der am 15. Juni gelegent- erjten Stockwerke der itjdjuB abgab, roar Mei . Clara Wt-rt an d-n ui treffen und eine "zu «emrsachen, Da- tbtilte heute dm leicht- Körperuerletzung.in tW r Tragung d°r sehr erst!, h, $■) üatnb. M-Weu" m- 57nus an dmNrstt° Muern von yya : m 20 s»r61 LOebft^ fyffäS' n, M ° ' Reinigung Ausgrabung, ■ loyi A dem neue» er die ^ bereichern ucheSainnilungo idjfeit W jn Zachen. ' ..raute ms cm U<*en/ die i - 5 *' RESWw* »“’wyTir ^-nbren- 0 .Q eine .. besucht der V JTjl i- d^ i-‘>r . neM <_..ä Eine stitgemähe Mahnung. Schreiber dieses hat neulich eine Fußwanderung durch sächsische, böhmische und schlesische Gebirgsgegenden unternommen und, um es gleich herauszusagen,, er hat sich jedesmal geärgert, wenn ihn sein Weg aus einem armen Weberbezirke in einen Kurort geführt hat, wo gerade die reichen Leute der Städte ihre Ferien verlebten. Tr hat nichts dagegen, daß die Städter aufs Land gehen, aber daß sie alle ihre städtischen Eitelkeiten uud Vorurtheile mit in die Dörfer nehmen, das verdrießt ihn. Wenn man in der herrlichen Gebirgsluft leben darf, soll man doch seinen Körper kräftig ausarbeiten durch Lausen, Klettern, Springen, auch durch Singen und Jodeln, damit recht viel städtischer Dunst und Kohlenschmutz aus der Lunge heraus- und recht viel reine Luft in die Lunge hineinkommt, da soll man sich einfach und bequem kleiden, daß man von den Dorfleuten nicht zu sehr absticht . . . aber statt dessen sieht man die „Herrschaften" aus schön geebneten Straßen in den neuesten feinsten Sommermoden langsam und vornehm promeniren, damit es ja Jedermann erkennen könne, daß sie den höheren und höchsten Kreisen angehören, daß sie vielleicht gar Berliner sind. Wegen der Erwachsenen ärgerts mich am wenigsten- wenn sie von der lieben Mutter Natur nicht mehr haben wollen, als sie aus diese Weise bekommen, so verdienen sie am Ende nichts besseres. Aber die armen Kinder, die all die steife Eitelkeit mitmachen müssen, können einem leid thun. Mir fällt da stets eine Stelle ein aus Dr. Meinerts vortrefflichem Vortrage : „Wie erhalten wir unsere Lungen gesund?" und ich will sie hier zu gemeinem Nutzen abschreiben, wenn sie auch nicht blos auf die Sommerkurorte Bezug hat, sondern überhaupt auf die Mißhandlung der Kinder durch die Eltern bei Spaziergängen im Freien. — Folgendes sagt der beliebte Arzt: Mich erfüllt es immer mit Betrübniß, wenn ich draußen vor der Stadt Familien begegne, bei denen es als sittsam gilt, wenn die Kinder gemessenen Schrittes den voran- trottelnden Eltern nachschleichen, um sofort im Unteroffiziers- tone zurückbeordert zu werden, sobald sie sich einmal eine schüchterne Abschweifung ins verlockende Gelände gestatten. Solche bemitleidenswerthe Opfer einer philiströsen Erziehung müssen gewöhnlich außerdem auf einen anderen gesunden Lungenreiz verzichten, der im Leben der Kinder eine große, aber noch wenig gewürdigte Rolle spielt. Sie „dürfen nicht laut sein". Welch eine thörichte Forderung! Schon das Neugeborene schreit sich ins Leben hinein, und wenn es seine Stimme nicht ordentlich ertönen läßt, fürchtet 'man mit Recht, daß die kleine, im Zustande vor der Geburt zusammen- gesaltete Lunge sich nicht genügend aufblähen möchte. Hat das Kind sich soweit entwickelt, daß ihm gemäßigtere Laute zu Gebote stehen, durch die es seine Wünsche zu erkennen gibt, so verfällt es, wie aus plötzlichen Eingebungen, auf gewisse andere, den Luftwechsel in den Lungenbläschen wohl- thätig steigernde Anstrengungen seines Stimmorgans. Lautes Sprechen, Rusen, Lachen, Singen und all die unbenannten Arten des Jubels, welcher die Kinderbrust schwellen macht, sind nur verschiedene Ausdruckssormen des nämlichen Bedürfnisses. Die „nervöse" Mutter ahnt nicht, welche Entbehrungen sie ihren Kindern auferlegt und welche Entwickelungshemmung es für die Lungen derselben bedeutet, wenn sie von früh bis Abends „Ruhe?" für ihre schwachen Nerven fordert. Vielleicht läßt sie sich im Uebrigen das Gedeihen ihrer Kinder außerordentlich angelegen sein. Es erfüllt sie mit Sorge, daß dieselben keinen rechten Appetit haben, keine Farbe und Fülle bekommen, lang aufschießen und sich schlecht halten. „Was das für eine erbärmliche Figur für einen künftigen Vaterlandsvertheidiger ist", so schilt sie auf ihren Erstgeborenen. „Schultern zurück! Brust heraus!" aber nach 5 Minuten steht der Herr Sohn schon wieder krumm da wie ein Fragezeichen. Die Eltern begreifen nicht, wje ein gutes Kind die treugemeinten Rathschläge seiner besten Freunde auf der Welt so in den Wind schlagen kann. So ein armes Kind, wie es im Geiste jetzt vor uns steht, ist einem Vogel vergleichbar, dem man die Schwungsedern gestutzt hat. Wer wird erwarten, daß der Vogel sich in die Lüfte erhebt? Sie jagen ihn wohl auf, er flattert mit Anstrengung einige Secunden am Boden hin — dann aber läßt er müde die Flügel hängen. Wie in aller Welt kann man solchen Jammergestalten Don Kindern, denen die Muskeln nach jahrelanger Vernachlässigung wie morsche Bindfäden um die Rippen bangen, zu- muthcn, „sich gerade zu halten". Stramme Haltung wird nur durch kräftige Muskeln geleistet. Auch die knochenfesteste Gestalt sinkt hilflos in sich zusammen, wenn nicht derb entwickelte Muskelzüge sie in fortwährender Spannung erhalten. Ein Kind, das immer nur, wenn es dazu aufgemumert wird, seine Muskeln in die zur aufrechten Haltung nöthige Spannung versetzt, ist muskelschwach. Denn' ein Kind mit kräftigen Muskeln und normalem ^celett hält sich unwillkürlich aufrecht. Nicht durch das beliebte fortwährende Commandiren strammt man die jungen Rücken und wölbt man die jugendlichen Brustkästen, sondern durch die frischen und fröhlichen Kraftproben in der freien Gottesnatur, zu denen man täglich seinen Kindern die Gelegenheit verschafft. Verkehr, Catiö« nnö L>olk»wirthjchaft Gießen, 9. August. (Marktbericht). Auf dem heurigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. x 1,05—1,10, Hühnereier 1 St. 6,-2 St. — H, Enteneier 1 St. 6—7 H, 2 St. — Käse pr. St. 5—8 H, KLsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 H, Linsen pr. Liter 28 H, Tauben pr. Paar X 0,60—0,80, Hühner pr. Stück X 0,90—1.30, Hahnen pr. St X 0,60-1,00, Enten pr. Stück X 1,50—1,70, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60—64 A, Schweinefleisch 68-70 H, Hammelfleisch 50—68 H, Kalbfleisch 56-60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 5,00-9,00, Weißkraut pr. St.--H, Zwiebeln per Centner X 7,50—8,00, Milch per Liter 12-18 H. — Der Verein Esncor-ia (zur Förderung des Wohles der Arbeiter) mit dem Sitze in Mainz hat im vorigen Jabr ein Preisausschreiben erlassen für eine Haushaltungsschrtft für Mädchen aus den ärmeren Elasten. Auf dasselbe sind im Ganzen 42 Concurrenz- arbeiten eingelaufen, welche nunmehr von dem aus den Damen Frau Professor Weber-Tübingen, Fräulein Auguste Förster-Cassel und den Herren Provinzialschulrath Kannegießer-Cassel und Handelskammer- secretär Stegemann-Remscheid bestehenden Preisgericht durchgearbeitet sind. Das Preisgericht hat sich einstimmig dahin ausgesprochen, daß keine der eingelaufenen Arbeiten den Anforderungen des Vereins voll entspreche und beschlossen, den Preis von 1000 Mark an die Verfasser der 5 besseren Arbeiten als ein Entgelt für die aufgewandte Mühe zu vertheilen und zwar in der Weise, daß zwei Arbeiten mit je 300 Mk. und die drei übrigen mit je 140 Mk. bedacht werden. △ Aus -er Wetterau, 8. August. Stand der Zuckerrüben. In meinem Berichte vom 1. ds. Mts. über den gegenwärtigen Stand der landwirthschaftlichen Culturpflanzen waren die Zuckerrüben aus dem Grunde nicht erwähnt worden, weil diejenigen Orte, bet denen die Rübencultur besonders im Schwünge ist, vorher noch einmal besucht werden sollten, um ein richtiges Ur- theil zu haben. Der Besuch hat nun stattgefunden, weshalb ich mich über den gegenwärtigen Stand äußern kann. Etwa bis zum Jacobitage (25. Juli) waren die Aussichten auf ein gutes Rübenresultat recht bescheiden. Wohl hatten die Pflanzen eine starke Blättermasse entwickelt, aber in der Erde stack nichts und das Letztere ist doch die Hauptsache. Dabei war der Zuckergehalt der Rüben gering, etwa 7Vs bis 8 Procent, während das Vorjahr um dieselbe Zeit bereits 10 bis 11 Procent aufzuweisen hatte. Freilich findet sich ein solches Sonnenschein- und Zuckerjahr wie das 1890er nickt bald wieder. Die 14 Tage von Jacobi bis dato haben aber doch sehr bedeutend gewirkt und es ist — wettere gute Witterung vorausgesetzt — immer noch eine gute Mittelernte zu erwarten. Die in den beiden letzten Tagen herniedergegangenen Wassermassen haben die schönen Fortschritte der vorigen Woche retardtrt. Werthvoll bleibt bei dem Regen die Wärme; feuchtwarm ist besser als naßkalt für die Rübe. Inzwischen aber hat sich an vielen Orten ein gefährlicher Rübenfeind, der Engerling, entwickelt und gemästet. Dieses gefräßige Jnsect richtet an vielen Orten der südlichen und südöst- licken Wetterau, z. B. Langenberghetm, Rommelhausen, Hainchen, Düdelsheim, Ltndhetm u. a. O. sehr empfindlichen Schaden an. Man sieht Rübenäcker, deren Culturen mitunter von 25 bis 40% abgefressen sind. Aber auch die Dickwurzeln und Kartoffeln werden zerstört und selbst auf den Getreidefeldern und Wiesen zernagt der Engerling die Wurzeln der Halmfrüchte und Gräser. Wenn man an manchen Stellen die Grasnarbe der Wiesen etwas lüftet, kommen 3 bis 4 Engerlinge zum Vorschein. Es wird nichts übrig bleiben, als jene Wiesen eine Zeit! ng unter den Pflug zu nehmen. Der Schaden durck Engerlinge zeigt sich da am Geringsten, wo tief gepflügt und fleißig gehackt wurde. Das ist das einzige Mittel, den gefräßigen Gast los zu werden: man darf ihm keine Ruhe lassen. Der Dachs frißt dieses Ungeziefer sehr gern; er wühlt den Boden auf, wo j.ch viele Engerlinge aufhalten. Durch das Umherwühlen verdirbt er dann aber auch gewöhnlich soviel als er nützt. Staare, Dohlen und Raben vertilgen das Ungeziefer, indem sie hinter dem Pfluge herlausen und die Würmer auflesen. Hauptsache ist und bleibt, daß jedes Jahr — einerlei ob Flugjahr oder nicht — der Maikäfer vernichtet wird, ehe das Weibchen seine Eier ablegt. Nur so ist dem Uebel zu steuern. — Das Stützen der ObflbLume. (Nachdruck verboten.) Uebergroße Last von Früchten auf den Obstbaumen hat jdjon oft zu großem Schaden geführt, einmal erschöpfen sich die Obstbäume derart, daß sie in vielen Jahren keine genügende Ernte mehr bringen können, andererseits brechen die Zweige leicht ab oder reißen ein, was Anlaß zu Wundfäule u. s. w. geben kann. Hat man nicht frühzeitig genug aufgepaßt und die Ueberzahl von Früchten zu einer Zett entfernt, wo sie dem Baum noch nicht viel Säfte entzogen, da stütze man die Zweige wenigstens, damit sie der nächste Wind nicht sammt den Früchten abbricht. Die Stützen müssen aber fest in den Boden gesteckt sein, weil sie ihren Zweck sonst nicht erreichen, sondern beim nächsten Winde umfallen. Die Pfähle aller Obstbäume sind in dieser Zeit zu prüfen, ob sie auch morsch geworden sind, event. sind sie durch neue zu ersetzen, denn die Herbststürme, welche von den belaubten Bäumen ganz aufgefangen werden, stehen vor der Thür. — Die Wichtigkeit -es guten Melkens. (Nachdruck verboten.) Es liegen aus der Praxis viele Beweise vor, daß mechanische Reizungen des Euters durch Saugen und Melken von größter Bedeutung für die Ausbildung und Thätigkeit der Milchdrüse sind und es unterliegt keinem Zweifel, daß durch viele Generationen hindurch durchgeführte beständige Anregung des Euters, d. h. durch das Melken, aus den wenig Milch spendenden wilden Rindern unsere jetzigen mtlchreichen Rassen herangebildet sind, und daß die Anlage der Eigenschaft, viel Milch zu geben, durch sorgfältige Züchtung und Gattung in den Thieren erblich geworden ist. So viel Wahres auch das alle Sprichwort: „Die Kuh milcht durch das Maul" enthält, so wird es dock häufig mißbraucht. Keiner von uns wird leugnen wollen, daß gute Nahrung nöthtg ist, um gute und viel Milch zu produciren, aber Jedermann wird auch zugeben müssen, daß auch bei der zweckmäßigsten Ernährung und Züchtung die höchste MUchmenge nicht erreicht werden kann, wenn nicht gleichzeitig dem Euter eine angemessene Behandlung zu Theil wird. — Frischer Mist als Vermittler -es GetreidebrandeS. (Nachdruck verboten.) Nur zu häufig ist frischer Mist der Ueberlräger des Getreidebrandes, sodaß wir trotz der sorgsamsten Behandlung des Saatgutes diesen Schmarotzer nickt los werden. Nach neuen Untersuchungen des berühmten Pi-zforschers O. Bitfeld ist nun festgestellt, daß sogar eine Vermehrung der Pilze im Dünger statt Hal. Auf der anderen Seite ist festgestellt, daß die neugebildeten Pilze nach einem halben bis einem Jahre die Fähigkeit verlieren, in Nähr- pflanzen Eindringen zu können. Alter Mist kann somit ohne Gefahr auf den Acker gebracht werden. Literat«« »n6 Nrin st Naturgeschichte des Pflanzenreichs. Großer Bilderatlas mit Text für Schule und Haus. Herausgegeben von vr. M. Fünfstück, Privatdocent am Polytechnikum in Stuttgart. 4. Auflage. 40 Lieferungen ä 50 Pfg. Verlag des Süddeutschen Verlags-Instituts in Stuttgart. Die vorliegenden 9 ersten Lieferungen zeigen, daß hier ein Pracklwerk im Entstehen begriffen ist, welches wett über das Niveau des Mittelmäßigen heroorragl und alle volhandenen ähnlichen an Gediegenheit und Brauchbarkeit übertreffen wird. Schon das ist ein ausgezeichneter Vorzug, daß auch die für den Welthandel wichtigen exotischen Gewächse, wie Cocos-, Sago-, Dattelpalme, Ingwer, Kardamom, Vanille u. s. w. ihren gebührenden Platz in Wort und Bild finden. Namentlich seitdem Deutschland selbst Colonien erworben bat, deren Hauptreichthum stellenweise in solchen Producten besteht, ist das Interesse an demselben noch lebhafter geworden. Schule und Familie haben jetzt das entschiedene Bedürfnitz, eine Anschauung von diesen längst verwendeten Erzeugnissen tropischer Breiten zu gewinnen. Ebenso ist die Sorgfalt hervorzuheben, welcke auf einer ganzen Reihe von prächtigen Großfoliotafeln in diesen ersten Heften neben anderen Kryptogamen den Pilzen gewidmet wird. Welcher Natur-, fpeclelX Pflanzenfreund hat nicht schon den Wunsch empfunden, eine geordnete Folge von so naturgetreuen, colorirten Abbildungen dieser schwierigen, gefährlichen und doch so schätzbaren und hochinteressanten Vegetadilien zu besitzen, welche größtentheils gar nicht oder doch nur höchst mangelhaft in Herbarien zu conserviren sind. Der außerdem mit zahlreichen Holzschnitten veranschaulichte Text bringt in sorgfältig geordneter Uebersicht das physiologische und biologische Material und darauf die concis und practtsch gehaltene Determination. Ueberall sind den lateinischen die gangbarsten deutschen Namen hinzugefügt. Mit großem Interesse sehen wir dem weiteren Erscheinen dteses nützlichem und schönen Werkes entgegen, in welchem das Wissenschaftliche mit dem Practischen so geschickt vereinigt wird, daß es mit gleichem Nutzen von dem botanischen Fachgelehrten und vom bloßen Liebhaber gebraucht, wie auch dem Schüler in die Hand gegeben iderben kann. Wo die übrigens im Verhältniß zu dem Gebotenen geringen Mittel zur Verfügung stehen, bietet sich hier ein ausgezeichnet dienliches Geschenk für solche Kinder dar, welche entweder schon Neigung für dieses anmuthende und edle Studium besitzen oder in welchen man solche zu erwecken wünscht. Für Lehrer, Studirmde, Pharrnaceuten, Landwirthe, Forstleute und alle irgendwie an der Natur Jnteressirten gibt es kein besseres und förderndes Hilfsmittel. Meys Stoffkragen, Manschetten und Vorhemdchen sind aus starkem, pergamentähnlichen Papier gefertigt und mit einem leinenähnlichen Webstoff überzogen, was sie der Leinenwäsche im Aussehen täuschend ähnlich macht. Jeder Kragen kann bis zu einer Woche getragen werden, wird aber, wenn unbrauchbar geworden, einfach weggeworfen und trägt man daher immer nur neue Kragen rc. Meys Stoffkragen übertreffen aber die Leinenkragen durch ihre Geschmeidigkeit, mit welcher sie sich, ohne den Hals zu drücken, um denselben legen und daher nie das unangenehme, lästige Kratzen und Reiben von zu viel oder zu wenig oder zu hart gebügelten Leinenkragen herbeiführen. Ein weiterer Vorzug von Meys Stoffkragen ist deren leichtes Gewicht, was ein angenehmes Gefühl beim Tragen erzeugt. Die Knopflöcher sind so stark, daß deren Haltbarkeit bei richtiger Auswahl der Halsweite ganz außer Zweifel ist. , , MeyS StoffwLsche steht daher in Bezug auf vorzüglichen Schnitt und Sitz, elegantes und bequemes? Passen und dabei außerordentliche Billigkeit unerreicht da. Sie kosten kaum mehr als das Waschlohn für leinene Wäsche. 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Bonn, Berlin. — Für die durch Hagelschlag Beschädigten in Königsberg gingen ferner ein: Von G. W. 3 X, N. N. 3 X, A. S. 2 X, F. Weiß 1 X, Heyligenstaedt 10 X, Wilson 10 X, Jost 1X, L.jF. 1 X, M. Hornberger 5 X Zusammen 36 X Jnsgesammt 62 X Weitere Gaben nimmt gern entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". Auszug aus -en Stanöesaintsregistern der Stadt Gietzeir. Aufgebote. August: 4. Conrad Jacob Koch, Hausbursche dahier, mit Pauline Sahm Hierselbst. 6. Dr. Philipp Franz Kübel, Jnstituts- vorsteher dahier, mit Carolina Theresia Pecoroni zu Neckarsulm. Eheschließungen. August: 6. Heinrich Carl Semmler, Kaufmann dahier, mit Theodore Luise Katharine Gimbel dahier. 8. Eduard Obermüller von Paierdstig, Brauer dahier, mit Maria Mohr von Annerod. Geborene. Juli: 27. Dem Steuer-Commissariats-Gehilfen Carl Möbus eine Tochter, Amalie. 28. Dem Gärtner Johann Aloys Odenwaller ein Sohn, Wilhelm Friedrich. 28. Dem Fuhrmann Kaspar Schott ein Sohn, Friedrich. 30. Dem Metzger Johann Jacob Matthias Gustav Adolf Koch ein Sohn, Karl Wilhelm. August: 1. Dem Buchhalter Jacob Zeyen eine Tockler, Anna Margaretha. 2. Dem Schlosser Aloen Schnabel ein Sohn, Karl Albert. Gestorbene. Auguste: 1. Wilhelm Dern, 6 Jahre alt, Sohn von Zlegelei- b.sitzer Johannes Dern III. dahier. 2 Wilhelmine Schmidtborn, geb. Keil, 67 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Gustav Schmidtborn Dabier. 4. Heinrich Groß, 20 Jahre all, Sattler und Polsterer dahier. 4. Katharine Gregorius, 9 Monate alt, Tochter von Oeconom Philipp Gregorius babier. 6. Wilhelmine Löber, geb. Koch, 80 Jahre alt, Wittwe von Spenglermeister Daniel Löder dahier. Auszug aus den Tttrchenbücherm der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getränte. Den 6. August. Heinrich Karl Semmler, Kaufmann in Gießen, und Theodore Luise Katharine Gimbel, Tochter des verstorbenen Bahnmeisters i. P. Karl Ludwig Gimbel in Gießen. Getaufte. Den 2. August. Dem Wirth Karl Klingenberg eine Tochter, Amalie Johanna Margarethe, geboren den 2. Juli. Den 3. August. Dem Schuhmacher Heinrich Lepper eine Tochter, Emilie Marie Helene, geboren den 29. Juni. Denselben. Dem Straßenkehrer Emmerich Schäfer eine Tochter, Anna Maria, geboren den 12. Januar. Den 4. August. Dem Lokomotivführer Johannes Seth eine Tochter, Mathilde Auguste, geboren den 6. Juni. Den 7. August. Dem Bahnhofsrestaurateur Jean Kirch eine Tochter, Mimt Julie Erna, geboren den 15. Mai. Beerdigte. Den 3. August. Wilhelmine Schmidtborn, geb. Keil, Ehefrau des Kaufmanns Gustav Schmidtborn, alt 67 Jahre, gestorben den 2. August. Temperatur der Lahn und der Lust am 9. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17, Lust 18 Gr. Rübsameu. M. des Schlachthauses soll DienStag Todes-Anzeige 6605 Herr Carl Schulze nach kurzem Leiden sanft verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen Giessen und Wiesbaden, den 9. August 1890. F. Jordan miethen. At miethen. Ludwigsplatz 3. Die Beerdigung findet Sonntag den 10. August, Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause (Seltersweg 1) aus statt. 6622 Mäusburg 9, vermiethen. 6601] Ein schön möblirtes Zimmer zu Steins Garten vermiethen- Westanlage 28. vermiethen. Schloßgasse 12. Harrskmrsche I Hoppes Bntterpulver gesucht. 6620 Concursverwalter. 6608 eintreten. Brandplatz 12. Garten versteigert. 6626 99.9OlRuff. Orient HL 6630 - Tendenz: fest. ttocknend, 6606 ReichSbank-Di Scout 4 p®t =■ Frankfurter Bank-DiScont 4 vCt. 223 20 158 80 159.60 167.90 270.25 105.75 209.50 125.25 223 10 20460 98.75 165 50 5961] Schöne neu hergerichtete Wohnung, 5 Zimmer u. Zub., Wasferl-, alsbald zu vermiethen- I. B. Singer, vis ä-vie Steins Garten. 66üö] Kleines Familienlogis zu ver- 89.80 94 40 79.10 75-20 I- V.: Keller, Beigeordneter. den 12 d. MtS., Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle meistbietend öffentlich versteigert werden. Gießen, 9. August 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 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[6534 An der Kasse Einzelbillets Hoffmann^ Hermietfiungen. 6594] Kleines Logis, 2 Zimmer nebst Küche und Zubehör, per 1. Septbr. zu vermiethen.___________Ostanlage 9. 6602] Kleines Logis zu vermiethen. ___________________Krofdorferstraße 17. 6249] Ein Logis, 6 Zimmer nebst Küche, sofort oder per 1. Septbr. zu vermiethen. __________________________Ederstraße 4. 6625] Ein Logis zu vermiethen. ______________________Wetzsteingasse 32. 6629] BiSmarckstratze^ 6, Parterre- Logis, 5 Zimmer nebst Zubehör, zu ver- Der Dünger aus zwei Gruben birne« ist zu verkaufen. ----- . Westanlage 16 nedj i