totale» «nö proviitikUe». Gießen, 8. November. — Se. Königl. Hoheit der Großherzog trifft heute Nachmittag 4 Uhr 58 Min. mittelst Sonderzug von Zell- Romrod hier ein. Die Abreise erfolgt um 5 Uhr 3 Minuten. — Bei der heutigen Control-Versammlung wurde Herrn Hauptmann der Landwehr Busch, Controlosfizier beim hiesigen Hauptmeldeamt, das ihm von Sr. Majestät dem Kaiser verliehene silberne Verdienstkreuz überreicht, nachdem er erst vor Kurzem durch Verleihung des Ritterkreuzes I. Classe des Philippsordens von seinem Landesherrn ausgezeichnet wurde. p. Theater. Einen Lobgesang auf den Segen von Hei- rathS-Bureaus und -Annoncen stellt der lustige Schwant 1890 Sonntag den 9. November Erstes Blatt Nr. 262 Amts- und Anzergeblatt für den Areis Giehen Graüsöeilage: Gießener AamikienMtter Amtlichem Theil Ludwig. (L. 8.) Finger. Hanodm» von Anzeigen zu der Nachmittags für den fslgrndcn Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Die Vietzener W««ikienStLlter »erden dem Anzeiger »ächentlich dreimal deigelegt. Der Ochrtzoer Kuzeiger eriche'm -.üglich, wtt Ausnahme deS Montag-. Nachdem Wir beschlossen haben, Unsere getreuen Stände kraft dieses auf Dienstag den 25. November 1890 einzu- gesinnen an Unsere getreuen Stände, daß Sie sich an dem genannten Tage in Unserer Haupt- und Residenzstadt Darmstadt zur Ausübung Ihrer verfassungsmäßigen Rechte vereinigen und die Vorlagen entgegennehmen, welche Wir an Sie werden gelangen lassen. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrist und des beigedrückten Großherzoglichen Siegels. Darmstadt, den 1. November 1890. Gefunden : 1 Kinder kragen, 1 Paar Manschetten, zehn Mark, eine Brieftasche, ein Portemonnaie mit Inhalt, 1 Vorstecknadel, 1 Hundehalsband, 1 Stock, 1 blaue Brille, 2 Schleier, 1 Handschuh, 1 Halstuch. Gießen, am 8. November 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. vierttttShriger KvsunrmeutspreiOL 2 Mark 20 Psg. mR Bringerlohn. Durch die Post bezog«« 2 Mark 60 Pfz. Nedaction, LxpedittO» und Druckerei: -chnlstraße Fernsprecher 61. Derrt-ctze» Neich. Darmstadt, 7. November. Das heute ausgegebene Großberzogliche Regierungsblatt Nr. 44 enthält: Edict, die Einberufung des XXVII. Landtags betreffend. Ludwig IV. von Gottes Gnaden Grobherzog von Hessen und bei Rhein rc. rc. Bekanntmachung, die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch aus die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvoll- -ständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthurn Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Briefpapier) zu verwenden- Auch erscheint es zweckdienlich, wenn die nähere Adresse angegeben wird. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; b) ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, wwie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; o) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und den sonstigen mllitärberechtigten Lehranstalten) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit ober ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach dem Schema 18 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg. - Bl. Nr. 5 von 1889 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, Ä9, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen- Großh. Prüfungs - Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. land die Berathungen mit den Vertretern von zwölf Textilfirmen. Triest, 7. November. Der Czarewitsch traf um 11 Uhr mit einem Sonderzuge auf dem festlich geschmückten Bahnhose ein. Er wurde von dem Statthalter Ritter Rinaldini, dem Militärcommandanten und anderen Amtspersonen empfangen, worauf er sich, von der Volksmenge aufs Lebhafteste begrüßt, behufs Einschiffung auf die „Sanan- drea" begab. London, 7. November. Gestern Nacht und heute wüthete ein heftiger Nordweststurm und an den britischen Küsten furchtbarer Seegang. Mehrere Schiffbrüche an der Westküste, auch Menschenverluste werden gemeldet. Auf dem Lande ist vielfach die Telegraphenverbindung gestört. Amsterdam, 7. November. Das Befinden des Königs ist nach neueren Nachrichten nicht so ungünstig wie einige Blätter gestern meldeten. Die Kräfte nehmen zwar langsam ab, aber die Ernährung erfolgt in genügendem Maße. Die Gehirnfuncüonen haben sich nicht gebessert. Es besteht keine augenblickliche Gefahr, vielmehr ist es wahrscheinlich, daß die gegenwärtige Situation längere Zeit andauern wird. Brüssel, 7. November. In der gestrigen Sitzung der Commission zur Ausarbeitung des Tarifs für die Eingangszölle des Congostaates gab der holländische Bevollmächtigte Erklärungen ab bezüglich des offiziösen Charac- ters seiner Theilnahme an der Conferenz. Die Frage, ob für den ganzen Congostaat ein gemeinschaftlicher Zolltarif herzustellen sei, wurde noch nicht zur Entscheidung gebracht. Lissabon, 7. November. Es verlautet, daß England bis zum Abschluß des neuen Vertrages einen modus vivendi mit Portugal annahm, nach welchem Portugal die Schifffahrt auf dem Zambesi und Schirefluffe freigibt und freien Durchgang nach Pungaland gestattet, während England Portugal bei der Grenzfestsetzung diejenigen Gebietstheile zusichert, die ihm in der Konvention vom 20. August zugefallen wären. Mailand, 7. November. Kurz vor 12 Uhr Mittags stattete der Ministerpräsident Crispi dem Reichskanzler General von Caprivi einen Besuch ab. Nach dem Dejeuner sand eine Unterredung statt, welche ungefähr eine Stunde dauerte. Um 3 Uhr empfing der Reichskanzler den Bürgermeister und eine Deputation der städtischen Behörden, die denselben auch später bei der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt begleiteten. Die vor dem Hotel Cavour versammelte Menschenmenge begrüßte den Reichskanzler ehrerbietig. Crispi hat das Hotel nicht verlassen. Um 5 Uhr wurde der Thee im Hotel servirt; später empfing der Reichskanzler den Militärattache der italienischen Botschaft in Berlin, Oberst Zuccari, der sich augenblicklich in Mailand auf Urlaub befindet. Petersburg, 7. November. Das „Journ. de St. Peters- bourg" bespricht den herzlichen Empfang des russischen Thronfolgers in Wien und sagt, derartige Zeichen der Sympathie müßten einen wohlthätigen Einfluß auf die Beziehungen der Nachbarvölker ausüben, indem sie zur Aufrechthaltung und Befestigung der friedlichen Lage beitrügen, wie Alle wünschten. Newyork, 7. November. Nach den bis jetzt ziemlich vollständig vorliegenden Wahlresultaten gewannen die Demokraten im Ganzen 87 Sitze, davon in Alabama 1, Arkansas 2, Connecticut 2, Florida 1, Illinois 6, Iowa 5, Kansas 6, Kentucky 1, Louisiana 1, Maryland 3, Massachusetts 5; Michigan 3, Minnesota 2, Missouri 4, Montaua 1, Nebraska 2, Newhamsphire 2, Newyersey 2, Newyork 8, Northcarolina 2, Ohio 8, Pennsylvania 7, Rhode Island 1, Tennessee 1, Virginia 4, Westvirginia 2 und Wisconsin 5. Zanzibar, 7. November. (Meldung des Bureau Reuter.) Heute wurde das englische Protectorat über Zanzibar pro- clamirt. Der englische Cousul und Admiral Fremantle statteten dem Sultan einen Besuch ab. Gleichzeitig wurden englische Flaggen gehißt und Salutschüsse abgegeben. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphilcheS Correspondenz-Bureau. Berlin, 7. November. Der Galavorstellung im Opernhause am 17. November zu Ehren der Vermählung der Prinzessin Victoria mit dem Prinzen von Schaumburg geht ein Diner von 120 Gedecken beim Kaiserpaare voraus. Am 18. November findet ein Diner bei der Kaiserin Friedrich statt. Zu der Hochzeit und zum Diner sind sämmtliche Missionschefs, Militärattaches und deren Gemahlinnen geladen. Am 21. November findet ein Frühstück bei den Neuvermählten in Potsdam statt. Berlin, 7. November. In der gestrigen Sitzung des Bundesraths wurde vor der Berathung der Anträge Bayerns und Sachsens in Betreff der Rindvieh-Einfuhr aus Oesterreich beschlossen, den Reichskanzler zu ersuchen, über den gegenwärtigen Gesundheitszustand der Schlachtthiere in Oesterreich-Ungarn, sowie über den dort vorhandenen Schutz gegen Einschleppung Yon Seuchen von Osten eingehende Erkundigungen einzuziehen und das Ergebniß dem Bundesrath mit- zutheilen. Der Entwurf einer Verordnung wegen Aushebung des Einfuhrverbots dänischer, schwedischer und norwegischer Schweine, sowie von Schweinefleisch und Würsten, wurde den Ausschüssen überwiesen. Berlin, 7. November. Der „Reichsanzeiger" meldet, die Einfuhr lebender Schweine aus Bielitz-Biala und Steinbruck in die Schlachthäuser von Stendal, Staßsurth, Witten, Bochum, Hagen, Dortmund, Gelsenkirchen und Lippstadt ist widerruflich gestattet. Berlin, 7. Novbr. Die Arbeiterschutzcommission nahm heute die Paragraphen 120 A (betreffend den Schutz der Arbeiter gegen jede Betriebsgefahr)^tnd 120 C (betr. Schutz der Arbeiter unter 18 Jahres hinsichtlich Gesundheit und Sittlichkeit) unverändert an, dagegen § 120B mit einer die Bestimmung über die Trennung der Geschlechter mehr prä- cisirenden Aenderung und § 1201) (betr. polizeiliche Maßregeln zur Einrichtung der erforderlichen Schutzanlagen resp. Beschwerden dagegen) mit einem Antrag Stumm, demzufolge eventuell bei Beschwerden der Vorstand der Berufsgenoffen- schast des Beschwerdeführers gutachtlich zu hören sein soll. Köln, 7. November. Die Stadtverordneten bewilligten 1500 Jk für das Kaiser-Friedrich-Denkmal in Wörth. Braunschweig, 7. November. In der Landessynode wurde ein mehrfach unterstützter Antrag eingebracht, die Negierung möge auf die Aushebung aller Staatslotterien von Reichs wegen hinwirken. Ferner wurde ein Disciplinargesetz für Geistliche eingebracht. Chemnitz, 7. November. Bei den Stadtverordnetenwahlen sind die Soeialdemokraten trotz angeftrengtefter Agitation in allen Bezirken unterlegen. München, 7. November. Der „Allgemeinen Zeitung" zufolge genehmigte der Minister des Innern Geldsammlungen in ganz Bayern für einen Colonialdampfer auf den afrikanischen Binnen-Seen. Speyer, 7. November. Eine Versammlung von etwa 700 Arbeitern der Schuhwaarenbranche in Pirmasens beschloß den allgemeinen Strike, wenn die Fabrikordnung des Vereins der pfälzischen Schuhwaarensabrikanten nicht sofort abgeändert und die Arbeitszeit nicht verkürzt würde. Detmold, 7. November. Im hiesigen Seminar ist die Influenza ausgebrochen. Während der letzten Tage sind, wie das „Lippe'sche Wochenblatt" meldet, von 39 Seminaristen 17 erkrankt. Luxemburg, 7. November. Der Herzog reist morgen Mittag um 1 Uhr ab; er verbat sich alle Manifestationen bei der Abreise. Er empfing heute die Spitzen der Behörden und präsidirt morgen Vormittag einem Ministerrathe. Wien, 7. November. Der Kaiser und Prinz Leopold von Bayern mit Gemahlin sind in Gödölli eingetroffen. Erzherzog Franz Salvator mit Gemahlin treffen morgen ein. Wien, 7. November. Einer Meldung der „Presse" zu- ßm« Anzeiger General-Anzeiger. I folge begannen die Vertreter des Handesministeriums anläß- berusen, so verkünden Wir solches hierdurch öffentlich und | lich der bevorstehenden Verhandlungen mit Deutsch- Alle Annoncen-4öurcaux der In- nub Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. en Nan über die durch 4. September d. 3, ftjx Nf bringen wir bies Mng mit dem Anfügen Ütabtbauamt Jedermann ibe, Chenille und Wolle, in Chenille und Wolle, oroie Mädchen- unb 8420 \gmann ■RSHUHEl INE BENEDICT INS £CAMP (France) en Appetit and ^fördernd. ■ei Man achte HNB । darauf, dass sieh oger auf jed. Flasche • II die viereckige 1» Etiquettem.der ___aJ nebenstehenden rs befindet. . Etiquette, sondern auch sebe ist ieder Nachahmung oder dmithin ernstlich gewarnt er zu gewärtigenden ge- k hin^tlicb der für die achtheile. , Ve®*™ S°E°° -pflichtet-, keine >«->>< so lttd< (l ntr 10OO Mk-aD- ' n 10VU .fk, 80 W- UH18 v0D 8230 nr'p’lflW' mtä’ f .. caran*16' mL I. fett ab. affe* ae neMe* . Vfarkt 0. „Papas Liebschaft" in ergötzlichster Weise vor: nicht weniger als drei Liebespaare in verschiedenem Lebensalter werden, nachdem sie durch des Schicksals Tücke getrennt sind, vermittelst jener humanen und zeitgemäßen Institutionen wieder zusammengeführt. Gespielt wurde das originelle seine Stückchen im großen Ganzen recht gut. Frau Anni Reiners legte wiederum als Dora Amberg ihre oft gerühmte Grazie und liebliche Natürlichkeit in so gewinnender Weise an den Tag, daß es Frl. Elisabeth Bischof als Adolfine trotz ihrem lebhaften und warmen Spiel oft nicht ganz leicht wurde, neben ihr zu bestehen. Den alten Schwere- nöther Gosebrecht stellte Herr Heinrich Winolt characte- ristisch dar. Ebenso war das Spiel des Herrn Richard Goullon in der Rolle des schüchternen Postpracticanten Kügelchen durchaus zufriedenstellend, wie auch Herr Fritsch- ler seinen Gustav recht leidlich spielte. Herr Schreiner als Commissionär Stettenborn gefiel diesmal nicht. Besonders hervorzuheben ist dagegen das famose Spiel von Frl. Unger als Frau Lick und die wirksame römische Darstellung des Herrn Biebrach in der Rolle des Dieners Kropfgans. — Ein bedauerliches Mißverständniß möchten wir zum Schluß ausklären. Wie uns zu Ohren gekommen ist, sind unsere Ausführungen über die Wünsche des „Sonntagspublikums" gänzlich mißverstanden worden. Wir haben nicht im Mindesten mit dem angeführten Ausdrucke einen geringschätzigen Sinn verbinden wollen, sondern nur gemeint, wenn man Sonntags ins Theater gehe, also zum Sonntagspublikum gehöre, so wolle man sich einmal amüsieren. Der Schreiber dieser Zeiten bekennt mit dem größten Vergnügen, daß er dabei in erster Linie an seine eigenen persönlichen Anschauungen und Sonntagswünsche gedacht hat, sich selber also am schwersten beleidigt hätte, wenn jene Mißdeutung des Ausdruckes „Sonntagspublikum" richtig wäre. Ebensowenig stehen wir an zu erklären, daß viele Sonntagsstücke mit Gesang, wie „die beiden Reichenmüller", oder gar „Mein Leopold" gerade so viel Kunstverständniß voraussetzen, als die meisten modernen Lustspiele, wie sie an Werktagen aufgeführt werden. Nach unserer Ansicht ist aber der Sonntag, wie Ibsen in den Gespenstern sagt, der Tag, an dem man sich amüsieren soll, auch im Theater und zwar gründlich. Wir bitten demnach höflichst, jenen bedauerlichen Jrrthum auszugeben und können jedem, der unsere Ansichten theilt, gleich den Rath geben, nächsten Sonntag die Vorstellung des Stückes „Von sieben die Häßlichste" zu besuchen, da dieses nach unserer Erinnerung ein höchst amüsanter Schwank ist. — Theater. Unser Theater, welches von Herrn Dir. Reiners nun schon im dritten Jahre auf das Vorzüglichste geleitet wird, hat in letzter Zeit sehr stark unter einer doppelten Concurrenz, Gesellschaften, Conzerten u. dgl. zu leiden. Es wäre doch sehr wünschenswerth, wenn das sonst so kunstsinnige Gießener Publikum dem Theater etwas mehr Beachtung schenken wollte, weil es sonst für einen Theaterdirector, der hier in Gießen überhaupt nicht aus Rosen gebettet ist, unmöglich ist, eine festgesetzte bestimmte Zeit auszuhalten. Sonntag kommt die ausgezeichnete Posse „Von sieben die Häßlichste" zur Aufführung. Die Hauptrollen liegen in Händen von Fr. Reiners, H. Biebrach und Dir. Reiners. — Das Kaiser-Panorama bietet von Woche zu Woche immer schönere Ansichten- so gelangt mit dem heutigen Tage die schöne Riviera und das Gestade des Mittelmeeres zur Ausstellung, es werden die schönsten Häfen und Seebilder in der Serie gezeigt, ferner das schöne Nizza, Monaco und Monte-Carlo mit seinem berühmten Spielsaale u. s. w. Wir machen unsere Leser besonders auf die prachtvolle Darstellung dieses Panoramas aufmerksam, indem die Ansichten durch das nur bei diesem Panorama enthaltene Farbenbeleuchtungs- System einen großartigen Effect bieten. Eine Reise nach diesem herrlichen Stückchen Erde ist eine überaus lohnende. Lang-Göns, 7. November. Auf dem am 4. d. M. dahier abgehaltenen Markte waren angefahren ca. 270 Stück Rindvieh und 1160 Stück Schweine, größtentheils Jung- schweiue, und wurden ca. 200 Stück Rindvieh und 800 Stück Schweine verkauft. Friedberg, 6. November. Beim Turnen verunglückte gestern ein Seminarist dadurch, daß er ungeschickt vom Pferde sprang und dabei das Bein oberhalb des Knöchels brach. Friedberg, 6. November. Die Eröffnung der Ackerbauschule fand heute mit 29 Schülern unter Betheiligung einer größeren Anzahl von Vätern und Verwandten statt. Wir machen darauf aufmerksam, daß in die Unterklasse bis Montag den 10. dss. Mts. noch Schüler ausgenommen werden können. Lauterbach, 7. November. Heute Morgen brannte eine mit Getreide angefüllte Scheuer des Herrn H. Backhaus in Rudlos vollständig nieder. Laubach, 6. November. Nachdem nunmehr die einschlägigen Berechnungen abgeschlossen sind, ergibt sich, daß die Spar- und Leihkasse dahier außer den für wohlthätige Zwecke verwilligten Beträgen von im Ganzen 770 Mk. noch ferner 11,000 Mk. den Gemeinden des Sparkassebezirks tu 1890 zuwendet, aus denen erhalten: Einartshausen 629 94 M. Freienseen 10-17,69 Mk., Gonterskirchen 824,02 Mk.,Larden- bach 465,47 Mk., Solms - Ilsdorf 136,54 Mk., Laubach 3154,55 Mk., Ruppertsburg 1024,67 Mk., Wetterfeld 799,35 Mk., Inheiden 587,17 Mk., Trais-Horloff 463 83 Mk Utphe 838,81 Mk. und Wohnbach 1027,96 Mk. ' R. Ranstadt, 6. November. Ein aus Ostpreußen hierher verzogener junger, recht braver und fleißiger Mann hat heute morgen durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. Derselbe war erst eine kurze Zeit hier verheirathet. Augenblickliche Stellenlosigkeit, welche Familienzwist hervorgerufen hat, scheint die Ursache dieser That zu sein. △ Trais-Horloff, 6. November. Auf der hiesigen Braun- kohlen-Grnbe und Briketts-Fabrik „Friedrich" gerieth ein Junge von 16 Jahren gestern Abend mit der Hand unter das Rad eines Eisenbahnwagens und zerquetschte sich die Finger dermaßen, daß dieselben heute abgenommen werden mußten. Professor Dr. Heinrich Will Noch vor wenigen Wochen sah man die hohe stattliche Gestalt des ehrwürdigen 78jährigen Greises mit den durchgeistigten Zügen die Straßen Gießens auf- und abschreiten, von Jedermann hochverehrt. Nun deckt der kühle Nasen den unvergeßlichen Forscher, und das Grab bedeutet für ihn die Ruhe nach jahrzehntelangem ernstem Streben und Arbeiten im Dienste der Wissenschaft, die er so unendlich geliebt. Die Trauerkunde von Wills Tode, den am 15. October d. I. ein Herzschlag dahinraffte, hat die ganze naturwissenschaftliche Welt schmerzlich berührt, und insbesondere für unser Hessen- land bedeutet sein Heimgang einen schweren Verlust. Er war einer der letzten der noch lebenden Gelehrten, die einst im Vereine mit dem genialen Liebig den Ruf Gießens, eine der ausgezeichnetsten Pflegestätten der Wissenschaft zu sein, begründeten, und die alma mater Ludoviciana, deren Ruhm unter den Schwesteruniversitäten Deutschlands hell erglänzt, wird jenen weltbekannten Männern ewig Dank wissen, die ihr dazu verhalfen. Heinrich Will wurde als der Sohn eines städtischen Beamten zu Weinheim a. d. B. am 8. December 1812 geboren. Wie sein Vorgänger Liebig und viele andere später berühmt gewordene Naturforscher widmete sich Will nach erhaltener geeigneter Vorbildung der Pharmacie. Im Jahre 1834 sehen wir den 22jährigen Pharmaceuten als Studenten in Heidelberg, und schon zwei Jahre später war er Assistent im Laboratorium des verdienstvollen Chemikers Hosrath Gmelin- 1837 wurde er von Liebig nach Gießen berufen, um daselbst die Asststentenstelle bei dem großen Meister zu bekleiden. Hier begann erst recht die Zeit wissenschaftlichen Strebens für Will, der 1839 aus Grund seiner „Untersuchung über die Constitution des ätherischen Oeles des schwarzen Senfes" von der philosophischen Facultät die Doctorwürde erhielt und sich als Privatdocent für Chemie habilitirte. Einen Ruf, der im Jahre 1846 als Director an das neugegründete Chemical College in London an den inzwischen berühmt Gewordenen erging, lehnte er mit Rücksichtnahme auf das engere Vaterland ab; er wurde bald daraus außerordentlicher Professor für Chemie, und 1852, beim Abgänge Liebigs nach München, dessen Nachfolger. Im Studienjahre 1869/70 bekleidete Will das Rectorat der Landesuniversität- seine beim Antritte desselben gehaltene Rede über „Materie und Kräfte vom chemischen Standpunkte aus" steht als ein wahres Meisterstück da. Im Jahre 1882 trat der nunmehr Verstorbene nach 40jähriger Dienstzeit in den wohlverdienten Ruhestand, im vorigen Jahre feierte er im Kreise seiner Angehörigen und Freunde das 50jährige Doctorjubiläum, welche Feier ihm so recht zum Bewußtsein brachte, wie große Liebe und Verehrung ihm von seinen vielen, über den ganzen Erdball zerstreuten Anhängern und Schülern entgegengebracht ward. Die Brust deS bescheidenen Gelehrten zierte das Ritterkreuz 1. Klasse des Ludewigs- und Philippsordens. — Die vielen wissenschaftlichen, in Liebigs „Annalen der Chemie" niedergelegten Arbeiten Wills sind vorwiegend analytischer Natur, unter denen wir vor allem die Will-Varrentrapp'sche Methode der Stickstoffbestimmung in organischen Verbindungen erwähnen. Einzelne Arbeiten haben die Chemie der Pflanzenstoffe zum Gegenstand. Ein ganzes Jahrzehnt redigirte er die „Jahresberichte über die Fortschritte der Chemie". Aber neben dem tiefen Gelehrten und scharfsinnigen Forscher war Will auch ein ganz hervorragender Lehrer, dem es ernst mit seinen Schülern war. Hohe, edle Begeisterung für die Wissenschaft strahlte aus feinem Angesicht, wenn er blitzenden Auges zu feinen Jüngern sprach- alles, was er sprach, war so klar durchdacht, so logisch aufgebaut und in so formvollendeter, durch ein treffliches Organ unterstützter Sprache vorgetragen, daß Wills Colleg zu einem der fesselndsten und anregendsten wurde, die man besuchen konnte. Im chemischen Laboratorium brachte er jedem einzelnen Schüler volle individuelle Würdigung entgegen, mit ernster Milde ermahnte er zum Fleiß, über die Kenntnisse und Fortschritte des einzelnen unterrichtete er sich fast täglich. Einer der besten Belege für seine pädagogische Veranlagung sind seine „Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse" und feine „Analytischen Tafeln", die 1883 in zwölfter Auslage verlegt und in viele fremde Sprachen übersetzt wurden. — Will ist tobt, von seinen Angehörigen und Freunden beweint, von der wtssenschaftlichen Welt in gerechter Würdigung seiner Verdienste betrauert, aber der Geist Wills wird, deß sind wir gewiß, unter seinen Schülern stets sortleben. R. in der „Darmst. Ztg." Vermischtes. * Darmstadt, 6. November. Gestern starb hier der Lehrer i. P. und Gründer der seinen Namen führenden Antiquariats-Buchhandlung, Herr H. L. Schlapp, im 93. Lebensjahre als einer der ältesten Bewohner unserer Stadt. (Herr Schlapp ist ein geborener Niddaer.) * Mainz, 7. November. Das hier, in Worms und in Offenbach garnisonirende 4. Großh. §eff. Inf. - Regiment (Prinz Carl) Nr. 118 feiert am 23. und 24. Januar n. I. das Fest des 100jährigen Bestehens. Die Haupt- festlichkeiren finden in Mainz statt. * Duisburg, 5. November. Der 18jährige Wagennotirer Schröder gerieth auf dem Centralbahnhof unter einen von Mülheim kommenden Güterzug und wurde sofort getödtet. * Hirschberg, 6. November. Förster Weniger aus Schreiberhau ist mit Wilddieben zusammengestoßen und von diesen erschossen worden. * Hamburg, 4. Nov. Ein hiesiger Kaufmaltn sand, alb er dieser Tage von einer Reise zurückkehrte, seinen Buchhalter im Geschäft nicht mehr vor, jedoch einen Brief, in welchem derselbe ihm mittheilte, daß er den Chef nach und nach um 4500 Mk. betrogen habe und nun, nachdem er noch 500 Mk. entwendet, nach Amerika durchgegangen fei, um dort fein Glück zu versuchen. Wenn es ihm gelänge, ein Vermögen zu erwerben, woran er nicht zweifle, werde er das Veruntreute zurückerstatten. Er bitte indeß, sich seiner verlassenen Familie anzunehmen, seine Frau sei schuldlos. Der Kaufmann erkundigte sich daraufhin, wie die „Hamb. Nachr." erzählen, nach der Frau und hörte nur Gutes von ihr. Er begab sich zu der Frau und -gab der Verzweifelten, welche einen ähnlichen Brief wie er erhalten hatte, eine Anweisung aus 1000 Mark mit dem Bemerken, er wolle annehmen, ihr Mann habe ihn nm 6000 Mark betrogen und deßhalb dessen Conto mit dieser Summe belasten. Durch die erhaltene Summe ist die Frau vorläufig von jeder Sorge befreit. Der Kaufmann hat sich erboten, noch weiter für die Familie zu sorgen. Das ist ja recht einladend für Durchbrenner! * Ein böses Ende nahm eine Hochzeit in Zweibrücken. Nach dem Abendschmaus kamen Braut und Bräutigam in Wortwechsel, welcher letzteren so aufregle, daß er die junge Frau ohrfeigte. Der Schwager sprang darauf mit offenem Messer auf ihn zu und es entstand eine bedenkliche Prügelei. Dld ganze Gesellschaft wurde versprengt, die aufgetragenen Speisen flogen unter bwi Tisch und das Eßgeschirr wurde kurz und klein geschlagen. * Bartenftein (Ostpreußen), 6. November. An hiesiger Gerichtsstelle erschien dieser Tage ein älterer Herr aus der Pr. Eylauer Gegend, um sein Testament zu machen. Nachdem dasselbe zu Protocoll genommen, dem Testator vorgelesen und von diesem unterschrieben war, verstarb derselbe plötzlich im Gerichtszimmer infolge eines Herzschlags. * Mit dummen Fragen pflegt man sonst in der Regel höchstens Grobheiten einzuernten, daß man damit aber einen Preis erringen kann, ist doch etwas so Seltenes, um eine Erwähnung zu rechtfertigen. Die „Berliner Gerichtshalle", ein Blatt im Stile der amerikanischen illnstrirten Criminal- zeitungen, hat nämlich ihren Lesern die Preisaufgabe gestellt, die dümmste Frage, die ihr bis zum 16. ds. Mts. eingesandt wird, mit 10 Mk. zu honoriren. Man darf in der That gespannt darauf sein, welcher Frage dieser Preis zu- erkannt werden wird. * Zur Nachahmung empfohlen. Das „Badener Wochenblatt" enthält folgende Anzeige: „Sehr zu heftigen Erkältungen geneigt, sehe ich mich nach dem nunmehrigen Eintritt der rauhen Jahreszeit veranlaßt, meine verehrten Freunde und Bekannte zu bitten, mir gestatten zu wollen, "daß ich sie während der Wintermonate grüße, ohne den Hut abzunehmen. Hermann Weber." tinö L>otksu*irthkciraft — Eine für unsere Jäger wichtige und doch noch wenig bekannte Bestimmung für die Beförderung von Hunden besteht auf den preußischen Staatsbahnen. Inhaber von Rückfahrkarten, welche Hunde bet sich führen, können bei Antritt der Reife auch gleich eine Rückfahrkarte für den Hund lösen. Zu diesem Zweck erhalt der Reisende zwei gleichlautende Hundefahrkarten nach der Ztel- station, von denen die eine den schriftlichen Vermerk betreffs der Rückfahrt erba t. Die Gültigkeitsdauer ist dieselbe wie bet gewöhnlichen Rückfahrkarten für dieselbe Strecke. Vielfach herrscht bet den Jägern die Meinung, daß die Jagdhunde in den Coupees mitgeführt werden könnten. Dies ist jedoch nur bei Unzulänglichkeit der im Zuge befindlichen Hundecoupees ausnahmsweise im Personenwagen dritter Klasse gestattet. Im Personenwagen erster und zweiter Klasse ist die Mttsührung von Hunden in keinem Falle zulässig. Metzen, 8. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. JC. 0,95—1,00, Hühnereier 1 St. 7—8, 2 St. — H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. — JL Aäse pr. St. 4—8 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Paar JL 0,50—0,70, Hühner pr. Stück 0,85—1 00, Hahnen pr. St- JL 0,60—1,00, Enten pr. Stück JL 1,40—1,60, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60-64 H, Schweinefleisch 70-80 Hammelfleisch 62-68 H, Kalbfleisch 60—64 Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00—6,00, Weißkraut pr. St. 3—7 H, Zwiebeln per Centner JL 5,00—0,00, Milch ver Liter 12-18 Gänse pr. Psd. 46-60 — Zur Düngung der Obstbärrme empfiehlt Professor Dr. P. Wagner, Vorstand der landw. Versuchsstation in Darmstadt, das Nachstehende: Man streue im November eine Mischung von einem Theil 50o/o Chlorkalium und einem Theil 20% Super- phosphat breitwürfig unter den Bäumen aus, bei jungen Bäumen auf je ca. 4 qm und spate dann den Boden um. Will man Thomas- schlacke anwenden, so berechne man die Mischung auf gut das Doppelte an Phosphorsäure. Man verwende von der Kalisuperphosphat- mischung 6 ko pro 100 qm. Im Februar streue man auf die noch liegen gebliebene Erde pro 100 qm in trockener Lage 4, in feuchter 2 ko Chilisalpeter. □ Vom BogelSverg, 7. November. Die Trauben des Vogelsbergs, die Schlehen, sind im heurigen Herbste wieder in ganz besonderer Vollkommenheit und Reichhaltigkeit gediehen. Längst hat man e§ gelernt, die sonst gar nicht beachteten Früchte des Schwärzdorn-- im Haushalte zweckdienlich zu machen. Und in der That, die Schlehen geben in Essig und Zucker eingemacht, eine ganz vortreffliche Zugabe zu jeder Fleischspeise, sie Übertreffen an würzigem Geschmack manche andere im Ruf viel höher stehenden Einmachfrüchte. Und doch wirb ihr Werth noch lange nicht genügend geschätzt und noch tausendfach gehen sie unbenutzt zu Grunde. Unsere Hausfrauen darauf aufmerksam zu machen, wie sie durch Einmachen der jetzt am besten sich eignenden Schlehen eine vortreflUche Beigabe zu allen Fleischgerichten erhalten können, möge Zweck dieser Zeilen fein. Dabei sind die Kosten und die Mühe des Einmachens so gering, daß sie füglich gar nicht in Bet, acht gezogen zu werden brauchen. „ — Nur eine Mark kostet die Schachtel, enthaltend 50 Prllen, der achten Apotheker Rrchard Brandt's Schweizerptllen. Sclbst bet täglichem Gebrauch reicht eine Schachtel für einen Monat, fo daß die Kosten nur wenige Pfennige pio Tag ausmachen. Hieraus geht hervor, daß Bltterwässer, Magentropfen, Salzpasttllen, R cinusök und wie die vielen Mittel alle heißen, dem Publicum viel theuerer als die ächten Apotheker Richard Brandt's Schweizerpillen zu stehen kommen, dabei werden sie von keinem anderen Mittel in der angenehmen, unschädlichen und sicheren Wirkung bei Magen-, Leber-, Gallen-, Hämorrhoidalleiden rc. rc. übertroffen. Man sei stets vorsichtig, die ächten Apotheker Richard Brandt's Schwerzerpillen zu erhalten, da täuschend ähnlich verpackte sogenannte Schweizerp'lleu sich im Verkehr befinden. Haupt-Depot: Adler »Avotbeke in Frankfurt a. M., Trierscher Platz. 935^ «(» & K übrt«1, n«8®116!?11 Hub blllL ia auä irgend 1 Mstw Der Botan(c liegt vom 11. bis ff eines jeden Betheilü dem Bürgermeisterei Mach, am ' Gr -M November: 5. Ar SÄ*», ® SLuhmnn d°h Meisag, Rentner dah , ? Earl Wiener- SA I Mer. 1. WaWs S Marine Elisabeth Hei Ociober: 31. Del . Sohn, M. 31. Dem Me. November. !. ' ; £ Dem Llquemfabrikant October: 31. W Mmber: 1. Minna 8 von Burcaugehülfe Loui- 1 ilt, Handelsmann dahier | Tochter von Schneidern Versteig eines Host auf den A Jteitaa de« I WmütäftS 1 272 Ijbe. Meter Sp in eignen Mm. M- Md LattmW hmüch von Raber Mischen dem Gründe: Weg bei Großer oietenb in einzelnen Ort und Stelle verfl Andorf, den 7. H 9387 Ser, lkrwirthschast. unb doch noch weM dr- a von Hundt« besteht igber von Nüäiahckarteii, t Antritt bet Reise auch defahrknten nach der Ztü- tchen Vermerk betrrsts der jst dieselbe wie bet gcwohn- Mfach HE bei dm . in den Coupees milgesuhrd bei Unzuläaftlichkeit der im Sim ,en erster und zweiter Kaffe >m Falle zulasfig. ,r(*t Aus dem heutigen ^MOO, Hühnereier jf* J _ 3, 2 *iÄä 8® ft1«**» * ®IWUH« «J!Mt n II20’/. ®“’,p । rin,M.i irnatli Säum<» «au8- m ua- R L d°S D°p- VKx« i’»»* L Die^"?gM^bcsott- Stz-H “5 Jtt’lci’1"1 !°»d, «lg »tu SBriej“1 Nulter. ‘M nod)' " rotld)t» ^tnt n n , 'M um °» le ^\500 ®L lMn3t', X |rilt tverdi er X ®ermösen fiVietner?8®«1"'- WuftlH. D«k"? e"7'6.Nr?$ »o« Ijt (j M L"Ä- ■x^'«d)brennerl ’* » ^«ibrürfen. mn'?6 ,ne iedmkilch-N^. "A d>° ^getragenen bQ§ Eßgeschirr wurde ^ember. An hiesiger 1 vierer Herr aus der zu machen. Nachdem ^cstator vorgelesen und n b derselbe plötzlich im czschlags. tun sonst in der Regel । man damit aber einen ' so Seltenes, um eine Berliner Gerichtshalle", :n illustrirten Criminal- ie Preisausgabe gestellt, zum 16. ds. Mts. ein- iren. Man darf in her Frage dieser Preis zu-- Las „Badener Wochen- 5ei)r zu heftigen Erdem nunmehrigen Ein- i§t, meine verehrten r gestatten zu wollen, : grüße, ohne den Hut . •’11 -cha>E pille» Brodpreise 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod (4 M.) Weißbrod 2 ein Gießen, den 8. Nov. 1890. von mit 1 2 1 27 54 25 50 Katharine Elisabeth Heinz von Wetzlar. Geborene. Rödelsperger, 70 Jahre alt, Lehrer L P. dahier. 2. Rudolph Wa'.d- schmtdt, 6 Jahre alt, Sohn von Kaufmann Julius Waldschmidt, Wetzlar. 2. Johannes König, 53 Jahre alt, Straßenwärter von Etchelsachsen. 3. Marie Wenzel, geb. Heinrich, 81 Jahre alt, Wittwe von Taglöhner Johannes Wenzel dahier. 3. Johann Christ, 37 Jahre alt, Bürgermeister von Hachenburg. 4 Heinrich Moll, 56 Jahre alt, Spenglermeister dahier. 4. Eltsabethe Schmidt, geb. Jaas, 69 Jahre alt, Wittwe von Bahnarbeiter Georg Peter Schmidt dahier. 5. Johann Heinrich Völker, 76 Jahre alt, Flurschütze i. P. dahier. 5. Christian Horn, 83 Jahre alt, Ackersmann von Ailertchen. 6. Charlotte Walther, 39 Jahre alt, ledig dahier. 7. Sophie Haberkorn, geb. Stürz, 80 Jahre alt, Wittwe des Geh. Regierungsraths Dr. Georg Haberkorn dahier. 7. Peter Gerth, 58 Jahre alt, Taglöhner dahier. vom 9. bis 23. November 18 90. Bei den Bäckern. Gestorbene. October: 31. August Böhner, 46 Jahre alt, von Serkenrode. Nov.'mber: 1. Minna Auguste Antonie Roll, 2 Jahre alt, Tochter von Bureaugehülfe Louis Noll dahier. 1. Johann Herr, 42 Jahre alt, Handelsmann dahier. 1. Anna Marte Leinweber, 20 Jahre alt, Tochter von Schneidermeister Peter Leinweber dahier. 1. Johannes Auszug au£ den Stair-esamt-reglftenn Der Stadt Gießen. Aufgebote. November: 1. Georg Müller, Hefenfabrikant dahier, mit Anna Diehl zu Einartshausen. 4. Johann Wilhelm Wahl, Hilfsbremser dahier, mit Margarethe Zeiß zu Holzheim. 4. Georg Heinrich Meister, Metzgermetster dahier, mit Emilie Karoline Ernestine Bender von Kirberg. 7. Johann August Martin Schneider, Spenglermeister dahier, mit Marie Möser hielsilbst. Denselben. Dem Bezirksbauaufseher Johann Peter Senßsilder ein Sohn, Otto Jakob Eduard, geboren den 20. September. Beerdigte. Den 3. November. Johannes Rödelsperger, Lehrer t. P., alt 70 Jahre, starb den 1. November. Den 4 November. Anna Leinweber, ledige Tochter des Schneidermeisters Peter Leinweber, alt 20 Jahre, starb den 2. November. Den 5. November. Marie Wenzel, geb. Heinrich, Wittwe des Taglöhners Johannes Wenzel, alt 81 Jahre, starb den 3. November. Den 6. November. Heinrich Moll, Spenglermeister, alt 56 Jahre, starb den 4. November. Denselben. Elisabeth Schmidt, geb. Jaas, Wittwe des Bahn- arbeiters Georg Peter Schmidt, alt 69 Jahre, starb den 4. November. Den 7. November. »Johann Heinrich Völker, Flurschütz a. D., alt 77 Jahre, starb den 5. November. 2 3 i 1 2 3 29 bei W. Löber 28 ..... 58 bei W. Löber 56 Eheschließungen. November: 5. August Deibel, Bäcker zu Wieseck, mit Sophie Henriette Henkel von hier. 7. Karl Reidt von Alt-Hattenrod, Kutscher dahier, mit Elisabethe Braun von Maar. 7. Josef Weinert von Lippstadt, Schriftsetzer dahier, mit Emma Unverzagt dahier. 7. Carl Zink, Schutzmann dahier, mit Louise Kraus Hierselbst. 7. Ludwig Preisag, Rentner dahier, mit Elisabeth Georgine Noll hierseldst. 7. Carl Gläsener, Sptnnmeister zu Cottbus, mit Luise Beplcr hier. 7. Eustachius Schmider von Schapoach, Bäcker dahier, Großh. Polizeiamt Gießen. Fresenius. Attszttg atts den Airchendüchevn der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Ten 1. November. Ludwig Kronenberg, Bäckermeister, ein Wittwer, und Helene Sieglinger, Tochter des verstorbenen Häfners Johannes Sieglinger von Homberg a. d. Ohm. Denselben. Nestor Ludwig August Yard, Buchhalter zu Hochheim a. M., und Elisabeth Bender, Tochter des Vereinsdieners Johann Georg Bender zu Gießen. Den 2. November. Heinrich Christian Hansel, Schlossermetster, und Marie Konradine Wtßner, Tochter des verstorbenen Landwirths Jakob Wißner zu Gießen. Den 5. November. August Deibel, Bäcker zu Wieseck, und Sophie Henriette Henkel, Tochter des verstorbenen Fuhrunternehmers Maximilian Henkel zu Gießen. Den 7. November. Karl Reidt, Kutscher, und Elisabeth Braun, Tochter des verstorbenen Taalöhneis Konrad Braun von Maar. Denselben. Eustachius Schmider, Bäcker, und Katharina Elisabeth Heinz von Blasbach. Getaufte. Den 2. November. Dem Realgymnasiallehrer Heinrich Müller ein Sohn, Otto Heinrich, geboren den 30. August. Denselben. Dem Gensdarm i. P. Karl August Bergmann eine Tochter, Emilie Luise Wilhelmine, geboren dm 1. September. Denselben. Dem Pofthtlfsboten Karl Beck ein Sohn, Wilhelm Karl August, geboren den 12. September. Denselben. Dem Schuhmacher Karl Bonarius eine Tochter, Anna Karoline, geboren den 20. September. Schon ein fluchtiger Einblick in die mit einer Menge zierlicher Abbildungen ousgestalteten Special - Cataloge über Uhren, Schmucksachen u. f. w. des Versandt-Geschäfts Mey & Edlich, Leipzig-Plagwitz, wirb von der umfafsrndm Auswahl der geführten, ausnahmslos geschmackvollen Gegenstände überzeugen. Und diese prächtigen Sachen bewähren sich trotz aller Billigkeit vorzüglich, wie das von Maaren der weltberühmten Firma ja auch nicht anders erwartet werden kann. Wer wirklich solide Schmucksachen irgend welcher Art, Taschen- und Wand Uhren, Regulatoren, Musikwerke zu kaufen beabsichtigt, der möge die Special-Cataloge über Uhren und Schmuckgegenftände verlangen. Dieselben erhält man unberechnet und portofrei. 7744 October: 31. Dem HUfsbremfer Michael Nonnenbroich Sohn, Karl. 31. Dem Schreiner Karl Horn eine Tochter, Elly Helene. November: 1. Dem Maurer Johannes Lepper I. ein Sohn. 4. Dem Liqueurfabrtkant Louis Löser ein Sohn, Marco. Bei den Brodverkäufer« Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod........ n (4 „ ) u ; <4 : | » (6 (2 Pfd.) Schwarzbrot) 1. Sorte (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sort- bei K. Haas, I. Lein, L. Keil 75 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte , ) Schwarzbrod 1. Sorte „ ) Schwarzbrod 1. Sorte „ ) Schwarzbrod 2. Sorte , ) Schwarzbrod 2. Sorte , ) Schwarzbrod 2. Sorte Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde Albach 'pro 1891/92 liegt vom 11. bis 18. November, beide Tage einschließlich, zur Einsicht eines jeden Betheiligten und Entgegennahme etwaiger Einwendungen aus dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen. Albach, am 7. November 1890. Grcßherzogliche Bürgermeisterei Albach. Balser. 9379 Akisgcöoienes. Weisser Streusand kann täglich geladen werden bei guter Einfahrt. I9o78 Jacob Helfe nvcin. Marburgerstr. 83. Buckskin - Keße zu Knabenanzügen, Holen u. f. w. paffend, haben in großer Menge auf Lager und verkaufen solche bedeutend unter Preis [9360 Gebrüder Scheel, Neustadt, Tuchhandlung en gros und en detail. 8t risMk wolle (prima Qualität) empfehlen billigst Greschw. Hesrz, 8718) Neue-iwrg 1. Wafferdicbte Pferde-, Wagen u. WaggonVecken zu Fabrikpreisen bei Louis Wittich II.. Sattler, 7533] Neustadt 6. Versteigerung eines Holzspaliers auf den Abbruch. Freitag den 14. d Mts, NachwLltssts 1 Uhr. sollen 272 lsde. Meter Spalier, bestehend in eichenen Pfosten, sowie Fichten- Leit- und Lattenhölzern um den Freiherrlich von Rabenau'jchen Garten zwischen dem Grünberger und Beuerner Weg btt Großen Buseck meistbietend in einzelnen Abtheilungen an Ort und Stelle versteigert werden. Londorf, den 7. November 1890. 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