,y "»usm-nnM »für MShs Qsverändenjnn. ?Uu*ft foäie .y ;•■£.«. Wl vb wohne. ®e«§ Piafi, ---^Endermaiher. ‘ !lel)en |'r s * L^'K! .1 Ä!-t ____jy«M££2_ ^burscheß _ Wrtzstkingaffk 7, esüthF"5 >"Ms'«-r 801MB, Mlchir ; Kaufmann zu setn braucht, mer Filiale in einer größeren 7 Derselbe muß ein tüch- >ser sein, das Einkassiren 'gen und eine Caution von fn tonnen Offerten unter ■ Erp-d. d. Bl. erbeten- l'üchliges Rädchen, das im ßeln und Naben erfahren ist )ßeren Kindem um^ugehen ) gesucht non rau Profeffor Zöppritz Frankfurterstiaße 33. ttchen für Küche und Haus utr Stellen durch lenberger, Seltersweg 52. INS - yagWWte eichtt futbet frtitag »« Ijm Schüsse dahin statt. Kratz, rstl. Kammerrath. en, 8531 AuEfQhrungxnbQMgen Neuenweg £ eerofe, * jemüsehaildlei N ‘ nafit erbitte Ä t" 9410 18 CO 31‘CO 1890 Donnerstag den 9. Oktober Nr. 235 Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Amts- und Anzergeblntt ffir den 'Kvcts Gieren | chratisöeitage: Hießener JamikienökätLer. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die Gießener M»«ttie«6tLlter «erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Der Giehener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Vierteljähriger Avonnemenispreis» 2 Mark 20 Pfg. mir Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchntstraßeWr.A. Fernsprecher 51. Amtlicher» Theil. Bekanntmachung. Der auf den 13. Oktober angesetzte Bieh- -markt zu Lauterbach fällt wegen der in einigen Nachbarorten herrschenden Maul- und Klauenseuche aus. Lauterbach, den 2. October 1890. Großherzogliches Kreisamt Lauterbach. Dr. Wols. politische Uebersicht. Gießen, 8. October. Der zur Stunde wieder beendigte Gegenbesuch Kaiser Wilhelms beim Kaiser von Oesterreich hat in einem Theile der österreichischen wie der deutschen Tagespresse seltsame politische Erörterungen hervorgerufen, die daran anknüpften, daß diesmal beim Empfang deS deutschen Kaisers in Wien keiner der österreichischen Minister zugegen war. Die aus diesem Umstand vielfach gezogenen politischen Folgerungen erweisen sich aber als völlig haltlos, wie aus einer Erklärung von augenscheinlich halbamtlichem Charakter in der „Nordd. Allg. Ztg." über die betreffenden Erörterungen hervorgeht. Das genannte Blatt betont, daß der jüngste Besuch Kaiser Wilhelms in Wien kein officieller gewesen sei, wie vor zwei Jahren, da der deutsche Kaiser lediglich Wien passirte, um einer Jagdeinladung des Kaisers Franz Josef Folge zu leisten, auch weist die „N. A. Z." daraus hin, daß die preußischen Minister beim Besuche des österreichischen Kaisers in Rohnstock ebenfalls nicht anwesend waren. Der Reichskanzler v. Caprivi hat seine Antrittsbesuche beim Könige von Württemberg, sowie bei den Großherzögen von Baden und Hessen beendigt und ist die dem neuen Leiter der Reichspolitik bei den süddeutschen Monarchen zu Theil gewordene Aufnahme überall eine überaus huldvolle gewesen. Vom Großherzog von Baden wurde Herr v. Caprivi durch Verleihung des Hausordens der Treue besonders ausgezeichnet. Später gedenkt der Reichskanzler auch dem Prinz-Regenten von Bayern, welcher in der letzten Zeit im bayerischen Hochgebirge Jagden oblag, seine Aufwartung zu machen. Der längst erwartete Wechsel in der Leitung des preußischen Kriegsmiuisteriums hat nunmehr stattgesunden, indem laut amtlicher Mittheilung im „Reichsanzeiger" General von Kaltenborn»Stachau, Commandeur der zweiten Garde-Infanterie-Division, zum Kriegsminister ernannt und gleichzeitig General Verdy du Vernois von diesem Posten entbunden worden ist. Nur wenig über ein Jahr bat demnach Herr v. Verdy an der Spitze der preußischen und deutschen Heeresverwaltung gestanden und es müssen zwingende Gründe gewesen sein, welche ihn veranlaßten, nach verhältnißmäßig so kurzer Zeit wieder aus diese hohe, aber auch verantwortungsreiche Stellung zu verzichten. Man wird schwerlich irren, wenn man die Ursachen, welche Herrn v. Verdy zu seinem Rücktritt bestimmten, in jenen tiefgehenden principiellen Meinungsverschiedenheiten der oberen militärischen Kreise Preußens sucht, welche allerdings nur hinter den Coulissen spielen, für deren Vorhandensein aber schon bislang verschiedene untrügliche Anzeichen sprachen. Nunmehr haben diese Vorgänge und Differenzen auch zum Rücktritte Herrn v. Verdys geführt und offenbar trugen hierzu namentlich die Hindernisse bei, welche sich den militärischen Reformplänen des bisherigen Kriegsministers, speciell was die Frage der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland auf möglichst breiter Grundlage anbelangt, entgegenstellten. Herr v. Verdy hat nicht vermocht, diese Hindernisse hinwegzuräumen, so ist er denn schließlich gegangen und unter den so gearteten schwierigen Verhältnissen tritt nun General von Kaltenborn-Stachau sein neues Amt an. Was die Personalien des neuen Kriegsministers anbelangt, so steht er im 55. Lebensjahre und führte seit September 1888 das Commando der zweiten Garde-Infanterie-Division, nachdem er kurz vorher zum General-Lieutenant ernannt worden war. Früher hatte Herr v. Kaltenborn nach einander die Stellungen des Commandeurs des Kaiser-Alexander-Garde-Grenadier- Regiments, des Chefs im Generalstabe des Gardecorps und des Commandeurs der zweiten Garde-Jnfanterie-Brigade bekleidet. In allen diesen Stellungen hat sich Herr von Kaltenborn den Ruf eines energischen, kenntnißreichen und entschlossenen Militärs erworben und man darf wohl erwarten, daß er den hohen und ganz neuen Anforderungen, welche sein nunmehriges Amt an ihn stellt, im Interesse einer gedeihlichen Weiterentwickelung des preußischen und deutschen Heereswesens gerecht werden wird. Die Volksabstimmung der Tesfiner über die Frage der Verfassungsrevision hat den Sieg der liberalen Partei mit einer Mehrheit von allerdings nur 94 Stimmen ergeben und es wird demnach die ltberalerseits geforderte Verfassungsrevision vorzunehmen sein. Dieselbe soll nach einem weiteren, mit großer Mehrheit erfolgten Volksbeschluffe nicht dem Großen Rathe des Cantons Tessin, sondern einem besondern Ver- fassungsrarhe übertragen werden und steht nur zu hoffen, daß letzterer die Abänderung der Cantonsversassung behufs Herstellung eines gerechteren Wahlsystems nicht auf die lange Bank schieben wird. Erfreulich ist, daß bei der Volksabstimmung im Tessin ungeachtet der aus Seiten der Liberalen wie der Couservativen herrschenden großen Erregung keine Ausschreitungen vorgekommen sind, was wohl unzweifelhaft den umsichtigen, vom Bundescommiffar Künzli zur Aufrechterhaltung der Ordnung getroffenen Maßregeln zu danken ist. Deutsches Reich. Darmstadt, 7. October. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 11. August den Professor an der Königlichen Baugewerkschule zu Stuttgart Richard Stribeck zum ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule, insbesondere für das Fach der Maschinenbaukunde, mit Wirkung vom 1. October 1890 an zu ernennen und in gedachter Eigenschaft zu berufen. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 7. October. Dem „Militärwochenblatt" zufolge ist General von Verdy mit Pension zur Disposition gestellt und gleichzeitig zum Ches des Infanterie-Regiments Nr. 14 ernannt. Detmold, 7. October. Cabinetsminister W o l s s g r a m m erklärte den Antrag der Linken, die in der Vorlage vorgesehene Befugniß des Fürsten, den Regenten allein zu ernennen, durch einen berathenden und mitbeschließenden Regentschaftsrath zu beschränken, als für die Regierung unannehmbar. Detmold, 7. October. «Landtag. In der heutigen Specialdebatte sprach der Abgeordnete v. Lengerke sich gegen jede Personalunion zwischen Lippe-Detmold und einem der benachbarten kleinen Fürstenthümer aus. Die Bevölkerung Lippes wünsche, daß der Regent mit ganzem Herzen dem Lande angehöre. Wien, 7. October. Das „Fremdenblatt" bespricht die verschiedenen Deutungen der Blätter über das Nichterscheinen der staatlichen Functionäre bei der Anwesenheit des deutschen Kaisers und führt aus: In Oesterreich sei es Sitte, daß bei dem Empfange am Bahnhof nur die Spitzen der Ortsbehörden anwesend seien, während die obersten Hos-Staatsfunctionäre sich in der Hofburg versammeln. Wegen des nur zweistündigen Aufenthalts des Kaisers, welche Zeit derselbe größtentheils außerhalb der Hofburg zubrachte, war auch ein besonderer Empfang sowohl Feuilleton. Die Miniatur. Novellette von Robert Misch. (Nachdruck verboten.) Es ging ihr schlecht. Schon lange plagte sie sich mit dem Leben um ihr Stückchen Hungerbrot herum, aber so schlecht war es ihr noch nie ergangen. Und dabei sollte man immer noch den'äußeren Schein aufrechterhalten. Doch nein, sie hatte genug von dem Schein, den die Mutter aus ihrem früheren, besseren Dasein mit hinübergenommen, der aber bei ihrer Armuth lächerlich, mehr als das: eine Sünde war! Wie gut konnte es ihnen jetzt gehen, wenn die Mama ihr damals erlaubt hätte, sich zur Buchhalterin auszubilden oder in ein Geschäft einzutreten. Aber das wollte sie durchaus nicht zugeben. Es schien ihr doch gar zu sehr unter ihren Stand herabgestiegen, wenn ihre Tochter Hinz und Kunz bedienen, sich Artigkeiten von jungen Laffen und Grobheiten von mißmuthigen Käuferinnen oder vom Prinzipal sagen laffen mußte. Nein, nein, Minnie sollte einen Berus ergreifen, den man in seinen eigenen vier Wänden ausüben könne. Sie hatte als kleines Mädchen Clavierunterricht bekommen und schlecht und recht auf dem Piano herumgepaukt wie tausend andere Kinder aus guten Familien. Und darin sollte sie sich nun vervollkommnen, sie sollte Künstlerin werden. Aber sie hatte von dem großen und doch so verzettelten Talente ihres Vaters nichts geerbt. Als aus der „Künstler- schäft" nichts wurde — umsonst wollte man die mittelmäßige Spielerin nicht weiter ausbilden und Geld sollte sie ja verdienen, nicht bezahlen — da wurde sie Clavierlehrerin für fünfzig und fünfundsiebzig Pfennig die Stunde. Kleinen Mädchen und Knaben, den Sprößlingen von Subalternbeamten und Handwerkern, mußte sie das ABC des Marterinstruments beibringen. Daß Clavierunterricht zu den Höllenstrafen gehört — Dante hätte es ganz sicher in sein „Inferno" ausgenommen, wären das Instrument und seine Behandlung schon damals bekannt gewesen — erfuhr sie jetzt an sich selbst. Die letzten Trümmer ehemaliger Größe wendete die Mutter aber für ihre malerische Ausbildung auf. Minnie hatte als Kind ganz niedlich gezeichnet und mit Tuschfarben gepinselt. Wenn sie auch kein großes Talent besäße, zu einer leidlichen Blumen- und Porzellanmalerin könnte sie es doch noch bringen, meinte die Mutter. Und damit könne man heutzutage viel Geld verdienen, hatte man ihr gesagt,- das Kunstgewerbe brauche zahlreiche geschickte Hände zur Ausschmückung der zierlichen Hausgeräthe, die es für die reichen Leute anfertigt. Minnie bekam also Unterricht in Blumen- und Stillleben-, in Wasser-, Majolika- und Oelmalerei. Aber ach, sie war und blieb auch darin nur eine Stümperin! Wenn ihre höher begabten Mitschülerinnen mit leichter Hand die zartesten Farbennüancen auf das Papier oder das Porzellan hauchten, wenn unter deren kunstfertigen Fingern Blüthen- zweige, Vögel und phantastisches Arabeskenwerk in anmuthiger Fülle hervorquoll, dann mühte und quälte sie sich mit einigen steifen Ornamenten ab, die sie irgendwoher abzeichnete, denn ihre eigene Phantasie versagte ihr sogar dafür den Dienst. Und als der Cursus durchgemacht war, traten die Talentvollen in feste Vertragsverhältniffe zu großen kunstgewerblichen Firmen. Einige wuchsen sich sogar durch ausgestellte Ofenschirme mit Still- und Thierleben zu richtigen Künstlerinnen aus, denen die Aufträge nur so zuflossen. Bet ihr tröpfelte es kaum. Was die anderen verschmähten, das Handwerksmäßige, Schlechtbezahlte, gab man ihr, um es ihr dann schließlich wieder zu entziehen, da ihr Können auch dafür kaum ausreichte. So war es denn mit der Malerei so wenig als mit der Musik und sie mußte sich begnügen, sich und ihre Mutter als kleine, schlecht bezahlte Lehrerin durchs Leben zu schlagen. Und das that denn auch das schöne, kluge und tapfere Mädchen und schielte nicht einmal nach den verbotenen Früchten, die ihr allerlei listige Vogelsteller zum Anbeißen vorhielten. Aber es ging immer mehr abwärts mit ihrem Wohlstand, das konnten sie sich nicht verhehlen. Das Leben in Berlin ist theuer,- die großen Entfernungen bedingen noch dazu mancherlei Ausgaben, die anderswo wegfallen. Auch ist das Angebot für den Unterricht größer als die Nachfrage. Und im Sommer, wenn die wohlhabenden Leute ihres Standes fröhliche Reisepläne schmiedeten, dann verlor sie noch dazu die meisten ihrer Stunden. Denn auch viele der „kleineren" Leute, deren Kinder sie unterrichtete, entflohen der heißen, staubigen Millionenstadt in kleine Städte und Dörfer, zu Verwandten und Freunden. Und der standesgemäße Aufwand, den sie für ihre und der Mutter Toilette machen mußte, er war nicht mehr zu erschwingen. Die fröhlichen, blauen Augen füllten sich oft mit Thränen, die sie aber heldenmüthig verbarg. Die Mutter durste von den ärgsten Sorgen, von dem tapferen, täglichen Kampf ums Brot, den sie rastlos kämpfte, nichts ahnen. Sie wollte die tiefen Falten, die das Leben in das Antlitz der alten Frau gegraben, nicht noch mehr vertiefen. Hatte doch diese einst viel, viel bessere Tage gesehen. Frau Hanna war das einzige Kind eines der reichsten Fabrikanten ihrer heimathlichen Provinz. Mit ihrem Musiklehrer, einem jungen, genialen Virtuosen und Componisten, dem der Vater hohnlachend die Hand seiner Tochter verweigerte, entfloh sie heimlich nach Amerika. Sie wurde sein Weib und dieser Ehe entsproßte Minute. In Boston, der geistigen Hauptstadt der Union, fand der junge Künstler eine glänzende Stellung als Orchesterdirigent und Letter der Symphonie - Concerte; auch wog man ihm bald seinen Unterricht mit Gold auf. Und so verlebte Minnie eine glückliche, ungetrübte Jugend, denn noch ahnte sie nicht, daß eine Wolke das Glück ihrer Mutter verdunkelte, daß diese oft heimlich heiße Thränen vergoß- (Fortsetzung folgt.) * ®*u W . bin d! ol8 fit d°sM' dn»°D0" greife» sr^t' si':S Wl'Ä’S srfis- Mh°ld Aunb-ch, ® z?r«ch»°g-l, Mappe, in der bie^ri aas der Stadt Mainz Mainzer Arbeit, pe 1 Oelhasen dortselbst g Feste die den Dichter die mit den anderen im ftäbtifötn Museum für d> Unfotrf - Wan ffattit btt nuferer technischen Hochschi chlgt: Professors. R. schic Stelle wurde Prosessc Mkschule zu Stuttgart, boufunbe berufen. Privat mde zum außerordenUtc mimt unb in dieser Ei Emstadt berufen. - Aus Heidelber Mieben: Mit dem he Trennung der phllosophisl getreten. Es wird also Dtrftlilen, eine philologisch Wellung und eine mal her philosophischen Facul^ - Aus Straßbu Professor Fürstner von Berlin übersiedelnden Prc her medicinischen FacM Director der psychiatrisch ein gemeinsamer, wie der anderen Minister und des Botschafters Szechenyi nickt im Programm vorgesehen. Radmer, 7. October. Bei der heutigen Jagd am Gerstenberg erlegten der Kaiser von Oesterreich einen Hirsch, Kaiser Wilhelm fünf Hirsche, der König von Sachsen einen Hirsch und drei Thiere. Die Rückkehr von der Jagd erfolgte um 2 Uhr Nachmittags. Die Witterung ist günstig. Morgen findet Jagd am Schreibach statt. Paris, 7. October. In der gestrigen Sitzung des obersten Gesundheitsraths wurde offiziell mitgetheilt, daß in Lusscl und Herault zwei aus Spanien eingeschleppte choleraartige Fälle vorgekommen, jedoch vereinzelt geblieben sind. — Den Blättern zufolge beschäftigte sich der höhere Kricgsrath gestern mit mehreren Projecten betreffs der Abänderung des Vertheidigungs - Systems an der Südostgrenze. Paris, 7. October. Das von der Commune zerstörte Palais des Rechnungshofes wird aus Antrag des Arbeitsministers um den Mindestbetrag von 4 300 000 Frs. verkauft. — Anläßlich der Ueberschwemmungen im Süden beabsichtigt der Minister der öffentlichen Arbeiten längs der Wildbäche ein telegraphisches Warnungssystem einzurichten. St. Etienne, 7. October. Die Bergarbeiter von Fir- miny und Roche la Moliere beschlvffen einen Gesammt- strike- derselbe beginnt morgen. London, 7. October. Eine Depesche aus Glasgow meldet, daß der Strike der Hochofenarbeiter fortdauert und noch keine Aussicht auf Beilegung desselben vorhanden ist. Die Eisenhändler beginnen ihre Waaren zu verkaufen, um die gegenwärtige Lage auszunutzen, wodurch eine Preisreduction herbeigeführt wird. 6000 Bergarbeiter in Fifeshire beschlossen zu striken, wenn die geforderte Lohnerhöhung von 15pCt. nicht bewilligt werde. Bellinzona, 7. October. Gestern Nachmittag fand in Luigano eine große Kundgebung der Liberalen statt. Sie zogen unter Glockengeläute und Kanonendonner nach dem Riformaplatze, wo sie einen Freiheitsbaum errichteten und Reden hielten. Musik und Gesänge schlossen die durchaus --friedlich verlaufene Feier. — Der Bundescommissar Künzli reist Nachmittags mach Bern, um neuerdings mit dem Bundesrath über die Lage zu conferiren. Newyork, 7. October. Der Mormonen-Congreß in Saltlake-City beschloß die Abschaffung der Polygamie gemäß der Proklamation des Präsidenten Woodruff vom 24. September. In Folge dieses Beschlusses dürften 42 wegen Polygamie eingesperrte Mormonen sreigelassen werden, wofern sie versprechen, sich den Gesetzen der Union zu unterwerfen. Newyork, 7. October. Die deutschen Bürger der Unionsstaaten feierten gestern in verschiedenen Städten den zweihundertsten Jahrestag der Landung der ersten deutschen Einwanderer. Melbourne, 7. October. (Meldung des Bureau Reuter.) Infolge des Aus st an des der Bergarbeiter erschöpften die hiesigen Hüttenwerke ihren Kohlenvorrath. Viele Hüttenarbeiter sind bereits entlassen. Ein allgemeinrr Betriebs stillst and ist zu gewärtigen. CocaUs unb Gießen, 8. October. — Herr Professor Dr. Emil Schürer wurde zum ordentlichen Professor in der theologischen Facultät der Universität Kiel ernannt. — Jnvaliditäts- und Altersversicherung. Es ist im Interesse aller derjenigen Personen gelegen, welchen auf Grund des demnächst in Kraft tretenden Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889 vom Eintritte der Erwerbsunfähigkeit oder von Erreichung des 70. Lebensjahres ab der Anspruch aus eine Rente zusteht, sich schon jetzt die hierfür erforderlichen Nachweise zu verschaffen. — Nach Maßgabe des Reichsgesetzes über die Jnvaliditäts- und Altersversicherung sind von männlichen und weiblichen über 16 Jahre alten Personen versicherungspflichtig : a) alle unselbstständigen Arbeiter, Gehilfen, Lehrlinge, ohne Rücksicht aus die Höhe ihres Lohnes, ferner Betriebsbeamte, sofern ihr Jahresarbeitsverdienst 2000 Mk. nicht übersteigt,- b) Dienstboten,- c) Handlungsgehilfen und Handlungslehrlinge (ausschließlich der in Apotheken beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge), deren Jahresarbeitsverdienst 2000 Mk. nicht übersteigt; d) Personen der Schiffsbesatzung deutscher Seesahrzeuge und von Fahrzeugen der Binnenschifffahrt. — Als Lohn nnd Gehalt gelten auch Tantiemen und Naturalbezüge- bloße Gewährung freien Unterhalts dagegen macht nicht versicherungspflichtig. Die vorgedachten Nachweise erstrecken sich auf die amtliche Feststellung, wie lange die betheiligten Personen seit dem 1. Januar 1886 in einem versicherungspflichtigen Arbeits- oder Dienstverhältniß gestanden. — Die Bescheinigungen der bestandenen Arbeitsoder Dienstverhältnisse erfolgen entweder a) durch directe Bescheinigungen der Arbeitgeber, welche zur Ausstellung solcher verpflichtet sind, deren Unterschrift aber amtlich beglaubigt werden muß, oder b) auf Grund der an amtlicher Stelle vorgelegten Arbeits- oder Beschästigungszeugniffe. Es sei deßhalb hiermit allen Arbeitgebern nahegelegt, die bei ihnen beschäftigten versicherungspflichtigen Personen daraus aufmerksam zu machen, wie wichtig die Beschaffung eines Beschäs- ligungsnachweises bis zum Jahre 1886 zurück ist, und wie nothwendig es erscheint, insbesondere beim Wechsel des Arbeits- oder Dienstverhältnisses unverzüglich eine Arbeitsbescheinigung auszustellen. — Theater. Donnerstag den 9. October kommt im Neuen Theater das berühmte Concurrenz-Preis-Lustspiel „Die Tochter Belials" von Rudolf Kneisel zur Aufführung. Die Besetzung ist eine gute und machen wir noch besonders darauf aufmerksam, daß Herr Director Reiners auch wieder einmal beschäftigt ist. — Einem Reisenden, welcher zu sehr vertrauensselig gewesen zu sein scheint, wurde gestern Hierselbst von einem fremden Gauner das Portemonnaie mit ca. 300 Mk. Inhalt aus der Hosentasche gestohlen. Es gelang, den Dieb heute Nacht am Bahnhof dingfest zu machen und in sicheren Verwahr zu nehmen. — Einem Recruten, welcher vorgestern Nacht aus feiner Reise nach Berlin sich am hiesigen Bahnhof im Wartesaal einige Zeit aufhielt, wurde das Portemonnaie aus der Tasche gezogen. Ein der That dringend verdächtiger Manu wurde verhaftet und in das Provinzial-Arresthaus abgeliefert. Friedberg, 5. October. sObstausstellung.'j Nachstehende Ehren-Urkunden wurden Seitens der Preisrichter erkannt: I. Für Wirthschastsobst resp. au Hochstämmen gezogene Früchte erhielten Ehren-Urkunden I. Klasse: Nr. 22 Fürstliche Obstbaumschule Lich,- Nr. 69 PH. Wehrheim XI., Rodheim v. d. H.; Nr. 87 Lehrer Metzler, Nieder-Erlen- bach; Nr. 98 Gemeinde Kloppenheim; Nr. 102 Gemeinde Ostheim- Nr. 114 Gemeinde Oppershofen. Ehren-Urkunden II. Klasse: Nr. 70 M. Hofmann, Nieder-Mörlen- Nr. 72 I. Hensel, Rodheim v. d. H.- Nr. 88 Gemeinde Okarben- Nr. 99 Gemeinde Ober-Wöllstadt- Nr. 113 Gemeinde Gam- bach - Nr. 124 H. Forbach, Butzbach- Nr. 138 Bürgermeister- Jäger, Münzenberg- Nr. 142 Hosgut Wickstadt- Nr. 146 A. Breidenbach, Dorheim. Ehren-Urkunden III. Klasse: Nr. 3 W. H. Bechtold, Nieder-Wöllstadt- Nr. 18 H. Ziegler, Griedel - Nr. 57 W. Kreutz, Nieder - Erlenbach- Nr. 71 H. Reitschmidt, Eberstadt - Nr. 121 H. Keppler, Butzbach- Nr. 129 Obstbauverein Langsdorf- Nr. 145 I. Huber, Nieder-Weifel. Lobende Erwähnung erhielten: Nr. 2 H. Fatum, Lindenstruth - Nr. 12 H. I. Hahn, Dorheimer Bergwerk- Nr. 15 Lehrer Jeckel, Ockstadt- Nr. 90 Bürgermeister Beith, Ilbenstadt- Nr. 115 Pfarrgarten Oppershofen - Nr. 123 A. Düringer, Butzbach- Nr. 135 M. Jung, Ockstadt - Nr. 139 Konr. Schmidt, Fauerbach v. d. H.- Nr. 141 Schimpf, Nieder-Weisel - Nr. 144 Haub VIII., Nieder-Weifel - Nr. 149 A. Damm, Friedberg- Nr. 161 A. Kalbfleisch, Butzbach. II. Für Tafelobst resp. an Zwergstämmen gezogene Früchte erhielten Ehren-Urkunden I. Klasse: Nr. 10 Gemeinde Groß - Karben - Nr. 17 Freiherr von Rabenau, Großen-Buseck- Nr. 25 Gebr. Siesmayer, Vilbel- Nr. 28 bis 47 Obstbauverein Bad-Nauheim- Nr. 63 Pomologischer Garten Friedberg- Nr. 67 Gräfliche Hofgärtnerei Assenheim- Nr. 68 W. Graulich, Friedberg- Nr. 104 Jnspector Gabriel, Gießen. Ehren-Urkunden II. Klaffe: Nr. 9 Freiherrlich v. Leonhardi'sche Gärtnerei Groß-Karben - Nr. 23 Reallehrer Lang, Friedberg - Nr. 60 Gemeinde Södel - Nr. 77 H. Dickert, Nieder-Eschbach - Nr. 95 Gräflich von Oriola'sche Gärtnerei Büdesheim- Nr. 152 W. Lamp, Vilbel - Nr. 160 Bürgermeister Feldmann, Lauter. Ehren-Urkunden III. Klasse: Nr. 66 Schlenke, Hardthof bei Gießen- Nr. 84 Th. Breidenbach, Bad-Nauheim- Nr. 97 Dr. Gebb, Friedberg - Nr. 156 K. Martin, Vilbel. Lobende Erwähnungen erhielten: Nr. 24 H. Geibel jun., Klein-Karben - Nr. 58 M. Scheibe!, Friedberg- Nr. 126 Gemeinde Hausen. Für Obstbäume erhielten Diplome I. Klasse: 1) Für Formbäume: Gebr. Siesmayer, Vilbel - Ernst Lüttich, Oberursel - 2) für Hochstämme: Goos & Könemann, Nieder-Wallus (in Anbetracht dieser ganz hervorragenden Leistung bedauern die Preisrichter, keinen höheren Preis zur Verfügung zu haben)- Ernst Lüttich, Oberursel. Diplome II. Klasse: 1) Für Formbäume: Goos & Könemann, Nieder-Wallus - 2) für Hochstämme: Gebr. Siesmayer, Vilbel. Diplome III. Klasse: Walter & Lehmann, Steinfurth, für Hochstämme - Reinermer in Cronberg für Hochstämme. Geräthe: Diplom II. Klasse: Wagner Wirth in Langsdorf für eine fahrbare Baumleiter. Diplome I. Klasse: Val. Waas, Geisenheim, für Dörren zum Kleinbetrieb - Phil. Maysarth & Co., Frankfurt a. M., für Dörren zum Großbetrieb. Obstproducte: W. Geh, Vilbel, für Obst- und Beerenweine- E. Engel, Friedberg, für Apfelwein- Pomologischer Garten Friedberg, für Beerenweine. Haustrunk: Wirth Baßmann, Okarben, für Apselhesenbranntwein - W. Hensel, Okarben, für Johannisbeerwein. E. Eichenrod, 2. October. Unser Bürgermeiser Jo h. Hansel beging heute sein 25jähriges Dienstjubiläum. Das ihm aus diesem Anlaß von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog verliehene Ehrenzeichen wurde dem Jubilar von Herrn Kreisrath Dr. Wolf von Lauterbach überreicht. Das Dors war festlich geschmückt. Namens der Gemeinde wurde dem Jubilar ein Sessel und eine Remontoiruhr durch Herrn Beigeordneten Weber überreicht. X X Stockheim, 7. October. Seit acht Tagen ist die hiesige Zuckerfabrik in Thätigkeit. Die Rüben haben seit Beginn des trocknen, warmen Wetters mindestens 2 Procent an Zucker gewonnen. Die große Trockenheit beeinträchtigt das Ernten etwas, weil die Rüben sehr fest in dem harten Erdreiche stecken und leicht abbrechen. — Der Durchschnittszuckergehalt ist etwa 14 bis 15 Procent, im vorigen Jahre 17 bis 18 Procent. Doch sind auch Rüben vorhanden, welche 18 bis 19 Procent Zucker haben. Man hatte verbreitet, die Rüben hätten 20 bis 22 Procent, was aber Erfindung ist. Der niedrige Wasserstand ist der Verarbeitung hinderlich. Da die Maul- und Klauenseuche hier herrscht und Gemarkungssperre angeordnet ist, so können die Kühbauern mit ihren Fuhrwerken nicht zu Stockheim herein. —: Im Obstgeschäste geht es immer noch sehr lebhast zu. Es wird ununterbrochen aus den Güterexpeditionen verladen und versandt und die Wagen sind kaum alle aufzutreiben. Verrutschtes. Darmstadt, 7. October. sSchwurgericht.j Sitzung vom 6. October. Als der 20 Jahre alte Leonhard Orth von Höchst hörte, daß am 20. Juli d. I. im „Lamm" Tanzmusik sein solle, nahm er ein langes feststehendes Messer, welches einem mit ihm im Steinbruch beschäftigten Arbeiter- gehörte, an sich. Er schärfte es aus beiden Seiten, schliff es spitz zu und machte kein Hehl daraus, daß er es mit §ur Musik nehmen wolle. Seiner Mutter, die ihn warnte, sagte er: „Wer mir quer kommt, dem steche ich das Herz ab!" Bei der Musik war er denn auch gehörig zu finden, mit Burschen hatte er aber Unglück, denn diese warfen ihn, als er Streit anfing, einfach hinaus. Deshalb suchte er seine Rohheiten an Mädchen auszulassen. Gleich bei der Christine Wenzel von Hetschbach, die er herum riß, kam er jedoch übel an, diese ließ ihn gehörig ablaufen. Das Mädchen brach alsbald mit seiner Freundin, der Anna Maria Hofferberth, aus, um wieder nach Hause zu gehen. Als sie vor das Haus- traten, war Orth, den man trotz der Dunkelheit an seinen weißen Hosen kannte, auch wieder da und rupfte nebst Anderen die Mädchen herum. Die Hofferberth riß sich los und lief davon, hinter ihr her Orth, der sie mit der Wenzel verwechselte und im Lausen ihr fünf Stiche, den letzten mitteit durch's Herz, beibrachte. An einer dunklen, einsamen Stelle- brach das Mädchen lautlos todt zusammen. Beim Zurückgehen begegnete dem Mordbuben ein anderes Mädchen, welches er für die Wenzel hielt und es sofort in die Stirne stach. Es war aber seine Geliebte Katharine Bohländerv Diese beruhigte er leicht, setzte sich später mit ihr auf einen Baumstamm, nahm sie aus den Schoß und verbrachte so längere Zeit mit ihr. Ein Stein war ihm vom Herzen gefallen, als das Mädchen auf der Straße seinen Hut fand,, den er vorher bei der Hetzjagd verloren hatte. Natürlich konnte aber seine dunkle That nicht verborgen bleiben, man sand die Leiche und verhaftete den Thäter, der das lange Messer in einen Schuh gesteckt hatte. Er schützt heute Trunkenheit vor und will gar nicht wissen, wie Alles gekommen fei, an einen Mord habe er nicht gedacht. Die Zeugenaussagen lassen aus hochgradige Trunkenheit des Orth nicht schließen, man hat es bei ihm, wie es scheint, mit einem verthierten Menschen zu thun. Die Verhandlung endete heute mit der Verurteilung des Orth zum Tode. (N. H. V.) * Marburg, 7. October. Eine eigenartige Erfindung ist unserem städtischen Baumeister Herrn B r ö g geglückt. Dieselbe besteht in der Erbauung eines sogenannten Motorwagens, welcher sich nach langwierigen Versuchen und Verbesserungen bei den in den letzten Tagen stattgehabten Probefahrten als brauchbar erwies. Das Vehikel besteht aus einem dreirädrigen Wagengestell von Holz und Eisen, in welchem fünf Personen Platz haben. Zur Fortbewegung dient ein kleiner Petroleum- Motor. Was die Schnelligkeit der Fahrt anbelangt, so legte der Wagen bei seiner gestrigen Probefahrt von Marburg nach Fronhausen den 31/2ftünb)igen Weg in 5/4 Stunden zurück, wobei sich die Kosten der Fahrt nur aus 50 Psg. Petroleum stellten. Die Herstellungskosten des Wagens beliefen sich auf 2500 Mk., dürften jedoch in Rücksicht auf deu billigen Betried nicht zu hoch erscheinen. * Frankfurt, 7. October. Bei der heutigen öffentlichem Vergebung der Bierlieferungen und des Cafes für die inter- nationale electrische Ausstellung wurden geboten:: Auf das Cafe von Herrn Brandl Mk. 1200, von den Herren- Milan: und Wasserbauer Mk. 1150- auf die nördliche Bierhalle von dem bürgerlichen Brauhaus zu München Mk. 8000,. auf die südliche Bierhalle von Hildebrand-Pfungstadt Mk. 2000j- für die Lieferung von Pilsener Flaschenbier vom bürgerlichen Brauhaus zu Pilsen Mk. 300. Für die Bierhalle am Main,, die Volksbierhalle (Cantine) und die Lieferung von hiesigem: Flaschenbier waren nur zahlreiche Wirthe als Steiglicbhaber erschienen. Da jedoch nach dem Bedingnißheft zunächst nur Brauereien zugelassen werden sollten, die großen Frankfurter Brauereien aber wegen der Zulassung einer bayerischen Bier- wirthschaft sich nicht betheiligten, ]o konnte die Vergebung im. Termine nicht erfolgen. Dieselbe wird nunmehr auf privatenr Wege stattfinden und soll darüber noch eine Bekanntmachung, erlassen werden. * Die Getreideeinfuhr im Deutschen Reiche betrug im Vergleich zu den hier in Klammern beigefügten Einfuhrziffern des Vorjahres im August d. I. 1368 389 (277 932). DoPP.-Ctr. Weizen, 777 037 (708142) Dopp.-Ctr. Roggen, 260 514 (302 513) Dopp.-Ctr. Hafer, 415473 (338 917). Dopp.-Ctr. Gerste, 641465 (235 088) Dopp.-Ctr. Mais und Dari. — In der Zeit vom 1. Januar bis Ende August betrug die Einfuhr 5 101 994 (3 642 383) Dopp.-Ctr. Weizen, 6300436 (7 184113) Dopp.-Clr. Roggen, 1 679 097 (1739 239) Dopp.-Ctr. Hafer, 4187 394 (3 489 317) Dopp.- Ctr. Gerste, 4 391 942 1 930 817 Dopp.-Ctr. Mais und Dari^ * Karlsruhe, 3. October. Das unglückliche Mädchen, die hoffnungsvolle 17jährige Tochter des hiesigen Schneidermeisters Lersch, die bei einer Vergnügungsfahrt auf dem Rhein bei Maxau aus dem Boot fiel und ertrank, ist jetzt, nach zwei Jahren, dem „Bad. Beob." zufolge, gefunden worden. Die Ueberreste waren förmlich in einen Kalkklumpen verwandelt und nur an einem Strumpfe konnte die Identität festgestellt werden. * Aus Thüringen, 3. October. Schwere Ausschreitungen von Reservisten, die für die Betheiligten böse Folgen nach sich ziehen dürsten, werden aus Coburg gemeldet. Bei der letzten Vorstellung aus dem Kasernenplatze verweigerte u. A. ein Reservist dem Vorgesetzten den Gehorsam, ein anderer ries vor versammelter Mannschaft: „Hoch lebe die Socialdemokratie !" * Der Firma Junker & Ruh in Karlsruhe, Fabrikanten der rühmlich bekannten Junker & Ruh-Oefen (Permanentbrenner mit Mica-Fenstern), ist aus der Landwirthschastlichen Jubiläums-Ausstellung in Köln ein Ehrendiplom für vorzügliche Leistungen zuerkannt worden. * München, 6. October. Heute wurde die Versteigerung von 350 000 Cbm. Holz vorgenommen, welche infolge der durch die Nonnenraupen angerichteten Verheerungen gefällt werden mußten. Die Gesammtsumme der höchsten Angebote ergab 80 Procent der normalen Holzpreise. * Eich, 2. October. Zusammenstoß mit einem ' Hirsch. Gestern Nacht wurden drei Handwerksburschen von Gericht« - i stricht. &ln für bat das Rei-WM trlafftn. btm erfolglos Unteintbm fn> unelblid)tn Mm frecher der Bestrafung rtiflimg im Sinne de? Mtfum leider Ditliath b unter demW ™et in, auf der iolii Stafetten etatäSt- Ä m«n durch rint ®£tnS »WMli vrIir« ist. $nL ta«, b«6 Miff », bit i?'' « mit jur id, lg§ ™tc, sagte Wri° ,„N °b!^ m bieje löiLfil,ben, mit Desh-ib S als ■n*» r‘6 sich t°s 5 L°"d°r Wenzel tä*.> milto . Ult/ eiufouten Stelle ukmn. Bm bte Ä bit SÄw t**"« B°hlä«d,r. ij tet mit ihr ouf ei„„ unb verbrachte [» "5 >hm Dom Herzen ge- ®lra6e simm Hat M '«'»reu Ja«,. Ktüriich Morgen bleiben, man ^^Eer, der das lange Er schützt heute Trunken- wie Alles glommen fei, it Die Zeugenaussagen des Orth nicht schließen, nt, mit einem verthierten ung endete heute mit der M. H. B.) ne eigenartige Erfindung ist nBrög geglückt. Dieselbe nannten Motorwagens, suchen und Verbesserungm ^gehabten Probefahrten als steht aus einem dreirädrigen in welchem süns Personen dient ein kleiner Petroleum- \x Fahrt anbelangt, so legte obesahrt von Marburg nach .eg in 5/4 Stunden zurück, mr auf 50 Pfg. Petroleum es Wagens beliefen fich aus icht auf den billigen Betrieb i der heutigen öffentlichen des Cafes sür die inter- llung wurden geboten: k. 1200, von den Herren . aus die nördliche Bier- ,'s zu München md-PsuiigstadtMtM0h ichenbier nont bürgerlichen ir die Bierhalle «n ®W hip Lieferung von hiesigem LAalsS-i«^ Kedingnißh-st i«* ttn, bit gwt« t' -iner bayenschen Bier- ”tr” 3 389 (2^932) d. 3- 10 /Ttr Roggen, ii42) «jMsFin o88)Äwf*^ rnnnar W w &lje„ 12383) W-11,679o97 6tt. *5311)».’ Mis andDar" 1 Mdche", Das nag uck « @i)lltii(p Mit d-s WL mf w* c,( und unoen °Lb/ z^^ KaMnlNpen 7 o,ich in einens;e3bentltot sonn"" fonntc dre J h-rs"5 Labar» ° DttWei0‘tte °s> ,V° . Pb-ik°-"°" Ä'S-H ia®,Lbt«<,!8 dem über unseren Ort herziehenden Gewitter überrascht und wollten dieserhalb Schutz in einer im Hoffmann'schen Park aus der Sandwoogbrücke stehenden Hütte suchen. Kaum waren dieselben durch den den Park umziehenden Drahtzaun hin- Lurchgekrochen, als sie von einem Hirsch angegriffen wurden. Während zwei das Weite suchten und auch fanden, wurde der dritte von dem Hirsch so jämmerlich zugerichteck, baß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Der Schwerverletzte heißt August Klauderg und stammt ans Sagan. *△ Schweinfurt, 6. October. Bei dem großen Rückerts eft, das hier anläßlich der Enthüllung des Rückert- Denkmals stattfindet, wird eine literarisch höchst interessante Sammlung die Festbesucher erfreuen. Es ist dies eine Zusammenstellung von 21 Originalbriesen und -Handschriften der ersten deutschen Schriftsteller aus dem Jahre 1878, welche sämmtlich sich in wärmster Weise über die Bedeutung Rückerts äußern. Nur Namen ersten Ranges, wie Emanuel Geibel, Berthold Auerbach, Scheffel, Freytag^, Dahn, Dingelstedt, Brachvogel, Heyse, Lingg, Gerok re. sind vertreten. Die Mappe, in der die Briese aufbewahrt sind, ist ein Festgeschenk aus der Stadt Mainz- Titelblatt und Zubehör ist ebenfalls Mainzer Arbeit, sie sind in der Buchdruckerei von Friedrich Oelhafen dortselbst gefertigt worden. Gewiß wird beim Feste die den Dichter Rückert so hochehrende Briefsammlung, die mit den anderen Nückertaudenken während der Festtage im städtischen Museum zu sehen sein wird, einen Hauptanziehungspunkt für die Festgäste bilden. UntoerfUäb - N^rchpichteu. — Man schreibt der „Franks. Ztg." aus Darmstadt: An unserer technischen Hochschule sind folgende Personal Veränderungen erfolgt: Professor, R. R. Werner ist in den Ruhestand getreten; an seine Stelle wurde Professor Richard Stribeck, bisher an der Baugewerkschule zu Stuttgart, als ordentlicher Professor der Maschinenbaukunde berufen. Privatdocent Dr. Otto Warschauer aus Leipzig wurde zum außerordentlichen Professor der Staatswissenschaften ernannt und in dieser Eigenschaft an die Technische Hochschule zu Darmstadt berufen. — Aus Heidelberg wird der „Franks. Ztg." vom 1. d. M. geschrieben: Mit dem heutigen Tage ist die schon länger geplante Trennung der philosophischen Facultät in zwei Abheilungen in Kraft getreten. Es wird also künftig, wie an mehreren anderen Universitäten, eine philologisch-histortsch-staatswissenschastlich-philosophische Abtheilung und eine mathematisch-naturwissenschaftliche Abtheilung der philosophischen Facultät geben. — Aus Straßburg wird berichtet: Der badische Hofrath Professor Fürftner von Heidelberg ist nunmehr an Stelle des nach Berlin übersiedelnden Professors Jolly zum ordentlichen Professor in der medicinischen Facultät der Straßburger Universität und zum Director der psychiatrischen Klinik daselbst ernannt worden. Gerichtliche Entscheidungen. — Strafbarkeit ««vereidigter, falscher ArrSfagen vor Gericht. Ein für das große Publikum wichtiges Erkenntntß hat das Reichsgericht erlassen. Dasselbe hat entschieden, daß bereits in dem erfolglosen Unternehmen der Verleitung eines Anderen zu unwahren, uneidlichen Aussagen im Ermittelungsverfahren, um einen Verbrecher der Bestrafung zu entziehen, der Thatbeftand der Begünstigung im Sinne des $ 257 des Strafgesetzbuches zu finden ist. Diese Entscheidung ist insofern von großer Bedeutung, als in dem Publikum leider vielfach die Meinung verbreitet ist, daß man nur vor Gericht unter dem Eide die Wahrheit zu sagen brauche, daß aber gestattet sei, auf der Polizei seine Wissenschaft zu verschweigen und so die Einleitung eines Strafverfahrens gegen Bekannte oder Personen, welche man durch eine wahrheitsgemäße Aussage aus sonstigen Gründen nicht „unglücklich" machen möchte, thatsächlich zu Hintertreiben. Diese Anschauung findet ihre vollkommene Widerlegung in obiger Entscheidung und ist damit festgeftellt, daß auch die nicht eidliche, falsche Aussage vor Polizeibehörden, wenn sie in der Absicht geschieht, einen Schuldigen der Strafverfolgung zu entziehen, unbedingt strafbar ist. titeratur und ICnnft — Unter der großen Zahl giftiger Substanzen animalischer, vegetabilischer und mineralischer Herkunft, die alle ihrer großen Gefährlichkeit wegen von dem Apotheker unter strengem, nur ihm allein zugänglichen Verschluß gehalten werden müssen, sind manche darunter, die die heilsamsten und die verderblichsten Eigenschaften in sich vereinigen. Heber die bemerkenswerthesten derselben handelt ein „Gifte und Gegengifte" überschriebener Artikel von Paul Schwanfelder, der hn 2. Hefte des neuen, 39. Jahrgangs der allgemein bekannten und beliebten ^Jllustrirte« ®cU* (herausgegeben von Prof. Joseph Kürschner, redigtrt von Wilhelm Wetter, Stuttgart, Deutsche Verlags- Anstalt) erschienen ist. In eingehender, allgemein verständlicher Art und Weise bespricht der Verfasser eine Anzahl der befannteflen giftigen Substanzen, zuerst die, welche auch als Heilmittel verwendet werden können, und bann die absolut tödtlichen, und weiß dabei seinem Stoffe eine unterhaltende und zugleich belehrende Form zu geben. Er beginnt mit dem allgemein bekannten und so viel gebrauchten Chloroform, das die heilsamsten und verderblichsten Eigenschaften in sich vereinigt und doch vom Laien gewöhnlich gar nicht als Gift angesehen wird. Dann folgt der Alkohol, der Tabak, Opium oder Morphium, das Kohlenoxyd, die Blausäure u. s. w., bis den Schluß das Tikuna, das Pfeilgift der Indianer, bildet, das angeblich aus mehr als dreißig verschiedenen Kräutern bereitet wird. Es wird Jedem von Nutzen fein, wenn er den betreffenden Artikel aufmerksam lieft. Dergleichen leichtfaßliche und doch gründliche gemein- nütze Aufsätze bringt das schöne Heft neben dem rein Unterhaltenden noch eine ganze Reche und verbindet so in schönster Weise das Angenehme mit dem Nützlichen. — Die ,M«fttalifche Jirgerrdpoft" hat sich nach dem Urtheil der maßgebenden Krtttk als eine Zeitschrift erwiesen, die das Interesse aller Eltern verdient, die für Weckung und Förderung des musikalischen Sinnes bei Kindern im Aller von 7—14 Jahren eine wirksame Stütze brauchen. Der uns vorliegende dritte Quartalband (Preis 1 Mk.) enthält 14 ausgewählte Clavierstücke für zwei und vier Hände und Lieder, für Geschmack und Hände der Jugend berechnet, sowie 18 allerliebste Erzählungen, Humoresken und Märchen, meist mit musikalischem Hintergrund und zum Theil künstlerisch illustrirt. Daß im Programm eine Reihe werthvoller, belehrender Aufsätze, Gedichte, Spiele, Theaterstücke nicht fehlen, versteht sich bei der bekannten Vielseitigkeit des Blattes von selbst. Im Hinblick aus das demnächst beginnende 4. Quartal theilen wir mit, daß die Verlags- Handlung (Carl Grüninger in Stuttgart) an jede ihr aufgegebene Adresse eine Probenummer gratis und franco versendet. — Meisterwerke der christlichen Kunst. Erste Sammlung. Ein Großfolioheft mit 21 Holzschnitttafeln auf Kupferdruckpapier. Vierte Auflage. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Preis 2 Mk. Dies herrliche Werk, dem die Verlagshandlung im Frühjahr d. I. eine „Zweite Sammlung" folgen ließ, enthält ganz ausgezeichnete Holzschnitte aus dem Gebiete der christlichen Malerei, deren Originale sich zumeist in der Dresdener Galerie befinden. Da ist die „Madonna della Sedia" von Rafael, Correggios „Heilige Nacht", „Die Anbetung der heiligen drei Könige" von Rubens, Rembrandts „Hundertguldenblatt" und Lionardo da Vincis „Abendmahl", „Mariä Himmelfahrt" von Murillo, die „büßende Magdalene" von Batoni u. s. w. Die Holzschnitte wetteifern an Schönheit und Klarheit mit einander, und es ist in der Thal ein Museum christlicher Kunst im Kleinen, welches sich derjenige erwirbt, welcher sich diese Sammlung anschafft. Dabei ist der Preis so äußerst billig, daß man kaum begreift, wie es möglich war, dieselbe dafür herzustellen. Elegante Mappen^ in Carton und Leinwand zu 1 und 3 Mk. vervollständigen und erhöhen ihren künstlerischen Werth. Wir irren wohl nicht, wenn wir diese köstliche Weihnachtsgabe bereits im Geiste unter zahllosen Chrtstbäumen liegen sehen. Jn der That, ein passenderes, lieblicheres, schöneres und für Jeden geeigneteres Geschenk dürfte es in diesem Jahre kaum geben. — JllustrirteS Gartenbarr-Lexikon, herausgegeben von Th. Rümpler, Generalsecretär des Gartenbauvereins in Erfurt. Zweite, neubearbeitete Auflage. Mit 1205 Textabbildungen. Ein starker Band in groß Lexikon-Octav. Berlin 1890. Verlag von Paul Parey. Preis 20 Mk. Gebunden 23 Mk. Die Zahl guter gärtnerischer Special- und Sammelwerke ist keine kleine; aber trotz aller und neben allen diesen Büchern muß ein „Jllustrirtes Gartenbau-Lexikon" jedem Gärtner und Garten- liebhaber, jedem Gärtner-Gehilfen und Lehrling, jeder gärtnerischen Vereinsbibliothek unb jedem fachlichen Institut eine außergewöhnlich willkommene Erscheinung sein. In zahllosen Fällen erfordert die Beantwortung von Fragen, wie sie sich täglich im gärtnerischen Betriebe aufwerfen, das Suchen und Nachlesen in den verschiedensten Werken; das Gartenbau-Lexikon gibt eine augenblickliche, klare und bündige Antwort, und wo das Wort allein nicht genügt, antwortet zugleich eine Abbildung. Mag es sich darum handeln, irgend eine gärtnerische Verrichtung ober ein Fremdwort erklärt, eine Blumen-, Obst- ober Gemüse-Sorte, ein Geräth beschrieben, bte Biographie eines oerbienten Gärtners, bte Specialität einer größeren Hanbels- gärtnerei rc. ermittelt zu sehen, bas Jllustrtrte Gartenbau-Lexikon — aufgeschlagen an ber betreffenden Stelle bes Alphabets — gibt sofortige Auskunft! Mit bteser Ankünbigung trat bas Jllustrtrte Gartenbau-Lexikon zuerst vor bte gärtnerische Welt, unb ber ungeheure Beifall, welchen es gefunben, barf als Beweis dafür gelten, baß es im Wesentlichen bas gehalten hat, was Mitarbeiter, Herausgeber unb Verleger erstrebt unb versprochen haben, mußte ihnen aber such ein Sporn sein, jetzt bei ber zweiten Auflage, soweit es in ihren Kräften stanb, alle bie Mängel zu beseitigen, welche sie selbst sowohl, wie Freunde bes Gartenbaues unb bes Werkes darin erkannt haben. Die auf dem Titel genannten Fachmänner haben sich vereinigt, um jeden einzelnen Artikel des Lexikons an ber Hanb ber neuen Resultate von Wissenschaft unb Praxis zu prüfen, neue Artikel einzuschalten, bie blumifttschen unb anberen Neueinführungen ber letzten Jahre, soweit sie sich bewährt, zu berücksichtigen, kurzum eine wirklich in allen Theilen vermehrte unb verbesserte Neubearbeitung dieses unentbehrlichen, bewährten Hausbuches ber Gärtner unb Gartenliebhaber zu schaffen. Verkehr, Cond» und PotTiuHribfcbaft. Frankfurt, 8. October. Obstpreife. Die verschiedenen Obstsorten haben im Verkauf in größerer Menge folgende Preise: Zwetschen Mk. 9—12, Pfirsiche Mk. 20-30, Trauben Mk- 25, italienische Mk. 35—40, Kochäpfel Mk. 6-10, Borsdorfer (ital.) Mk. 35, Graureinette Mk. 14—15, Goldreinette Mk. 16, Kochbirnen Mk. 10, Mollebouche Mk. 18—20 pro Centner. — Aufbewahrung von Weißkohl» Man schlage die Kohlköpfe in trockenem Lande eng aneinander derart ein, daß die Wurzeln nach oben gerichtet sind unb aus der Erbe hervorragen. Bei starker Kälte beckt man sie mit Stroh, Laub rc. zu, welches jeboch bet Eintritt milberer Witterung jebesmal zu entfernen ist. — Blumen für de« Winter. Eine ber bantbarften Pflanzen, bte währenb bes Winters ihre Düfte spendet, ist bte Reseda. Jedoch nicht nur ihres schönen Duftes wegen empfiehlt sie sich alsZimmer- blume, sondern auch als Schmuck kann sie sich namentlich zwischen anderen Pflanzen sehen lassen. Man säe im October Samen in einige Topfe unb stelle sie an ein sonniges Fenster, weiterer Pflege als ein regelmäßiges Begießen bebarf bie Reseda nicht. Wo man im Garten Resedapflanzen hat, da kann man auch diese in Töpfe setzen, denn auch sie werden bie Arbeit burch viele Blüthen lohnen. Selbst zu kleinen hochstämmigen Bäumchen lassen sich einzelne Reseba- pflanzen heranziehen, zumal wenn man bie Pflege auf mehr als einen Winter ausbehnt._________________________________________________ Ball - Seidenstoffe von 95 Pfge. bis 14.80 p. Meter — glatt, gestreift unb gemustert — versendet toben» unb stückweise porto- und zollfrei bas Fabrik-D6M G. Henneberg (K. u. K. Hoflief. Zürich. Muster um» gehenb. Doppelte« Briefporto nach der Schweiz.8382 Unter Freunben wirb ber vorzügliche Hollünd. Tabak allseitig empfohlen, 10 Pfb. fco. 8 Mk. nur birect bei B. Becker in Seesen a. Harz. 156 MM M sättige SeiöeMe . direkt aus der Fabrik von von Elten & Keufsen, Crefeld, E also, aus erster Hand in jedem Maa^ zu lrezichen. Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten. Sehistrnachriehten. Bremen, 7. October. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Fulda, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Äoyd in Bremen, welcher am 27. September von Bremen und am 28. September von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Wöchentliche Aeberficht der Todesfälle in Gießen. 40. Woche. Vom 28. September dis 4. SDctober 1890. Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 17,8 °/oo. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1.Lebensjahr: 2.—15.Jahr: Lungenschwindsucht 3 (2) 3 (2) — — Bauchfellentzündung 1 (1) 1 (1) — — Schlagflußd. Gehirns 1 (1) 1 (1) — — Krebs 1 (1) 1 (1) - - Unbekannter Ursache 1 1 — — Summa: 7 (5) 7 (5) — — Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in ber betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen Berzeichniß der Mittelpreife der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen vom Monat September 1890. Je 50 Kilogramm kosten: Weizen..... 9 § 82 Kartoffeln. . . JL 2 § 86 Hafergrütze. . . 19 4 Korn (Roggen). 8 50 Erbsen..... 13 50 Gerstengrütze . 18 — Gerste...... 8 50 Bohnen .... 14 — Zwiebeln.... 5 75 Hafer...... 7 75 Linsen..... 18 75 Braunkohlen. . 70 Heu....... Stroh...... 2 2 65 25 Reis...... Graupen, ord- 19 18 50 Steinkohlen . . 1 10 Je V2 Kilogramm kostet: Butter. . . . Ochsenfleisch. Kuh- unb Rindfleisch. - . . Kalbfleisch . . Hammelfleisch Schweinefleisch JL — 99 72 Weißmehl. . . Roggenmehl. . _ 21 17 Schweineschmalz _ Roggenbrot). . 26 Bier.... 1 hl 21 — — 62 Kaffee, gebt., in Branntwein 1 hl 53 — — 62 Bohnen. . . 1 80 Milch ... 1 1 16 —— 6i Salz...... _ 10 Petroleum 11 20 — 76 Speck, geräuch. — 96 Eier . 10 Stück — 64 J anerkannt leißungssahlgeHerrenklej-ttfabrik } C. F. Schwarz Söhne * Wettergasse Giessen Marktstrasse J empfiehlt ihr neu affortirtes Lager in * fertigen Anzügen, Paletots. Kaisermänteln, & Havelocks, Jagdjoppen, Jagdüberröckev, Fracks re. d. 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Eisenbahn 432 60 21125 161.60 148 20 9960 179.60 157 00 85.00 9010 94 10 78 20 82-00 168.00 3.50 52.00 DiSconto-Eomm- Darmstädter Bank-Act Dresdener Bank-Act- Richard le Goullon. Georg v. Fritzschler. Elisabeth Bischoff. Adam Reiners. Karl Rupp. Karl Schreiner. Heinrich "Winolt. Rudolf Biebraeh. Adelheid Martin. Emma Rellstab. Hermine Nissen. 106 001 Oesterr. Silberrente 99 55> Rufs. Orient HL zu ii ii ii tt 160.40 Bochumer Gußstahlaettev Tender? : matt. 579.40 992 — 20.00 51.12 24.00 eX ff If ft II Joseph Weiland Theologe Ferdinand v. Wamberg Clara Wallfried, Sängerin Gallapfel Casseler Postfachschule. Genießt d. Wohlwollen Koh. Kaiserl. Ober-Postdir. — Christl. religiöse Erziehung. — Sichere Vorbereitung z. P. • Gehülfenprüfung. Prüfung in Cassel selbst, daher Reisegelder erspart. Prospecte gratis durch 7392 Director Bo lz. G-ld UN» Silber. Sinn. 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Seipp. Gießen, Wieseck und Ober-Bessingen, den 7. October 1890. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause (Rittergasie 11) aus statt. [8366 Grster Rähabend Freitag den 10. October, Nachmittags 6 bis 8 Uhr, im alten Rathhause. Telegramm. Wegen Krankheit des Herrn Junkerman« findet der auf Sonntag den 12. October angefetzte Reuter- Dortrag nicht statt, sondern erst in circa 8 Tagen. Tag und Stunde wird bekannt gegeben. 8365 3) Aufsetzen der Pflastersteine 4) Lieferung von zwei Waggon Schlackensand IH. Anfertigung von Kanaleinläufeu an der Hungener Straße: 1) Maurerarbeiten veranschlagt zu «M. 58.50 2) Lieferung von gußeisernen Kanalrosten . „ „ „ 34.00 IV. Unterhaltung der Abfahrten an Staatsstraßen und Feldwegen: 5 „ Italiener Rente Allgemeine Arbeiterversammlung Donnerstag de« 9. October, Abends 8 Uhr, In der Restauration »ramm, Neustadt- Tagesordnung: Die ThLtigkeit des Reichstag«. 8381 Referent: Herr Paul aus Hannover. Um zahlreiches Erscheinen bittet Da» Cowitä. per Pfund 28 3\, 10 Psd. für 2.60, 25 „ n „ ^5. Fr. Seibel jiÄ; inflen auf dem . AsL ’“I’ÄäS «UtIJh.320 - 75 $ W dm Weiden, M 7 Nr 31-182-)! se'bst' Äur V Nr. 439 - 103 über dem Fabr den Fluthgrab' Flur VIII Nr- 83 - 8 auf der große: Flur VIII Nr. 84 - daselbst, , Flur IX Nr. 270 - 1 über dem Sch Flur XXII Nr- 20 - am obersten 2 Chauffee, Flur MI Nr-153- auf dem Au Weiher, Flur XXX Nr. 45 - am Mftlbufä Mur XXX Nr. 59 - c am HMsch kauterweg öffentlich meistbietend vei Gießen. 4. Ocivber 18 Großh. Ortsgerili I- A.-. Ve Ossfties. Hammelbraten 9V2 Pfd- franco Nachn. 5Vr 8354 8. de Beer, Emden. 8355] Eiserne «eldkiste 82 cm tfl, 55 cm h. und 48 cm br. (lichte Maße), Berliner Handelsges. mit Untersatz zu verkaufen- Oesterr. Credtt-Act- Gießen, Südanlage 23. — “ - Freitag, 10. Octbr.r Hotel Bictoria. MonatS- Dersammlung. __[8361] Neues Theater, Giessen. (Direction: Adam Reiners). Donnerstag den 9. Oetober 1890: Die Tochter Belials. 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