SQQqqq w. nü9„?ä,BW‘«^W «"« 81. «adcheu lung. L®6to«on_Ho^ ^rrgtselle auf dauernd J sowie ein Lehrling H' Keßler, Lollar. 13. August, '/- Uhr: «tliche lainmfang Iclmett. Bericht über kreis, Gau unb Verein. i StiftlMgchft. Der Vorstand. 1C. I Badens § 8 lung. mb, zeige ich ergebend en Handarbeiten dem möglich ist, Theil den sMarktstraße 26) etS werben stets billig Weise water besorgt. 20, sowie in meinem I Wwe. tzftiiiÄtlk. zchall in ©•<8e“ Sieb« uni W„ G. Hlelnhenn Ifdjaft in Ntlk> -oiv. «iss». lelq-sB btn 6560 1S»0' Id- Sä- oft entr L 411^ 209-75 161'60 4bK 93(0 174.30 14620 85 70 8980 9460 79‘CO 75-20 . v w“s lfi S» Ä 4* Samstag den 9. August Rr. 183. iüvd Der chietzever Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener MsmitteuSlälter werden dem Anzeiger DSchentlich dreimal beigelegt. Kichemr Anzeiger Keneral-Mzeiger. Vierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Rebackion, Expedition und Druckerei: Schntstraße Ar.'»« Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für» den Areis Gietzen. chratisöeitage: Gießener Jamitienökatter •5. mehr als 4 Stück dürfen nicht auf einmal gewogen 30 u. s. w. . 10 $ f/ rr 15 3 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Stück ff rr u über 10 Gentner von 1 Stück. . . . 3) für andere Gegenstände, als: Heu, Stroh, Frucht, Kartoffeln, Steinkohlen, Fäffer u. f. w. für 3 Centner und weniger . . für jeden weiteren mitgewogenen Centner in Massage und schwedischer Heilgymnastik, in einer Kaltwasserbadeanstalt und endlich in der mit den besten Erfolgen therapeutisch verwertheten ozonhaltigen Gradierluft. Diese mit günstigen klimatischen Verhältnissen verbundene Fülle der Kurmittel und Heilapparate weisen Nauheim in der Concurrenzliste der europäischen Bäder eine feste, unverrückbare Stelle ein. Es ist wahr, in Nauheim kann man sich vielleicht nicht so amüsiren, wie in Wiesbaden, Baden-Baden oder Monaco. Aus diesem Grunde fehlt es wohl auch nicht an Stimmen, welche das Leben in diesem Bade als langweilig und öde verschreien. Wer aber das Hauptgewicht aus die Kur legt, dürste seine Erwartungen in jeder Weise befriedigt finden. Wenn der Kurort selbst und seine unmittelbare Umgebung auch nicht jene landschaftlichen Reize und Naturschönheiten wie etwa Homburg und Wiesbaden bietet, so ist doch dieser Theil der Wetterau keineswegs uninteressant und die geschäftige, erfindungsreiche Hand des Menschen hat das ihre gethan, die Anlagen um Kurhaus und Bäder anmuthig und abwechslungsreich zu gestalten. Von dem in etwa einer Viertelstunde erreichbaren reben- und waldbestandenen Johannisberge hat man die günstige Uebersicht des Stadt- und Landschastsbildes. Aus der Platte des kleinen Aussichts- thurmes, woselbst auch dem unbewaffneten Auge die ganze Gegend von Gießen bis Frankfurt sreigegeben ist, sieht man, wie die breite, langgedehnte Parkstraße eine scharfe Grenze rieht zwischen dem Nauheim des Fremdenverkehrs und dem Nauheim der seßhaften Bevölkerung. Letzteres hat einen ausgesprochen dörflichen Character und unterscheidet sich, abgesehen von dem Plus einiger Läden, in nichts von Nachbarorten, wie Groß-Karben und Lang-Göns. Ersteres besteht aus dem ganzen Complex von Gebäuden, die zu einem regelrechten Bade gehören. Hotels, Logirhäuser und elegante § 6. Sogleich nach stattgefundener Wiegung sind die vorbemerkten Wieggebühren nebst 5 Vergütung für jede Wiegung an den Wiegmeister oder deffen Stellvertreter auszubezahlen. § 7. Am Schluffe jeden Monats hat der Wiegmeister das Tagebuch in der Art abzuschließen, daß sowohl die im Lause des Monats gewogenen Gegenstände, als auch der erhobene Gebührenbetrag summirt werden. Ferner ist ein Auszug aus dem Tagebuch über die im verflossenen Monat gewogenen Gegenstände zu fertigen, die Richtigkeit desselben von dem Wiegmeister zu bescheinigen und der Bürgermeisterei zu überreichen, woraus die erhobenen Wieggebühren dem Gemeinde-Einnehmer nach Maßgabe des oben aufgeführten Gebührentarifs in Einnahme decretirt und von dem Wiegmeister ausbezahlt werden. § 8. Der Wiegmeister und dessen Stellvertreter werden von dem Ortsvorstand auf Widerruf ernannt und von dem Großh. Kreisamt verpflichtet und unterliegen als Gemeindebeamten den für solche geltenden Disciplinarvorschristen. Gießen, den 5. August 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost, Regierungsrath. Gießen, den 6. August 1890. Betr.: Den Termin für die Einsendung der Gemeinde- Rechnungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien deS Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 11. Juni 1885 — Amtsblatt Nr. 4 — beauftragen wir Sie, sobald der Gemeinde-Einnehmer die Rechnung der Gemeinde für 1889/90 an Sie abgeliefert hat, uns hiervon Anzeige zu erstatten. Sofern der für die Ablieferung der Rechnung an Sie bestimmte späteste Termin — Ende September — von dem Rechner nicht eingehalten werden sollte, haben Sie an uns am 1. October zu berichten. I. V.: Jost, Regierungsrath. Magazine haben sich gleichfalls nach dieser Seite hin con* centrirt. Der gewisse Comfort, welcher mit jedem größeren Bade nothwendig verbunden sein muß, tritt uns selbstredend auch in Nauheim, aber ohne jede Aufdringlichkeit auf Schritt und Tritt entgegen. Die vornehme stilvolle Einrichtung des stattlichen Conversationshauses mit seiner schönen, breiten Terrasse, die mit Teppichbeeten ä. la Frankfurter Palmengarten überkleidet ist, die zweckmäßige Decoration und Ausstattung jedes einzelnen Raumes, wir erwähnen nur die geschmackvolle Behandlung des Vestibüls, des Speise-, Lese- und Conversationssaales und den kleinen stimmungsvollen Theaterraum, der natürlich auch für Concertzwecke zu dienen hat, — alles das ist dazu angethan, selbst dem verwöhntesten Europabummler ein Gefühl der Befriedigung und Werthschätzung abzugewinnen. Für Unterhaltung und Zerstreuung ist seitens der Kurdirection reichlich Sorge getragen. Abgesehen von den täglichen Concerten, welche eine gut geschulte Eapelle gibt, bieten der Lese- und Theatersaal treffliche Zufluchtsstätten vor der Langeweile, die den Mann und auch die Frau zu ergreifen Pflegt, wenn sie „fern sind von den Geschäften". Im Lesezimmer liegen nicht weniger als über 70 Journale auf, die großen Weltblätter hart neben der localen hessischen Presse. Gleichzeitig mit dem neuesten französischen Roman im Feuilleton des „Figaro" kann man hier die letzte Nachricht aus der Provinz studiren. Auf der Bühne im Theatersaal, die sich durch eine hübsche Tiefe und solide Einrichtung von den üblichen kleinen Sommertheatern vor- theilhaft unterscheidet, bekommt man in der Regel die neuesten Neuigkeiten der Saison vorgesetzt. „Die berühmte Frau", „die beiden Leonoren" sind hier in Scene gegangen. Sophie König aus Frankfurt gibt häufig Gastrollen im Operettengenre, und die Direction Wiedmann sorgt stets für ein an* nehmbares Ensemble. gezwungen werden können. h. Der Betrag der erhobenen Wieggebühren. & 4. Der Wiegmeister hat dem Käufer oder Verkäufer einen dem Eintrag ins Tagebuch gleichlautenden Wiegschem auszustellen, aus dem sowohl das Gesammtgewcht und eventuell der Kaufpreis der einzelnen verwogenen Gegenstände als auch der erhobene Gebührenbetrag zu ersehen ist. Gebührentarif: § 5. An Wieggebühren sollen erhoben werden: 1) für Kleinvieh, als: Schweine, Schafe, Kälber, Ziegen von 1 „ 2 , 3 . 4 werden; 2) für Großvieh, als Ochsen, Kühe, Rinder u. s. w. unter 10 Centner von 1 Stück . . . 25 . 20 „ ♦ 30 „ . 35 „ Feuilleton. Luftkurorte, Bäder und Sommerfrischen des Großherzogthums Hessen. Plauderbriefe für den „Gießener Anzeiger" von E. M. (Nachdruck verboten.) IV. Bad Nauheim. Von Jahr zu Jahr gelangt das am nordöstlichen Abhänge des Taunus 140 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Soolbad Nauheim mit seinen circa 3000 Einwohnern zu immer größerer Blüthe, zu immer kräftigerem Aufschwung. Die häufige Anwesenheit hoher fürstlicher Persönlichkeiten, die dem Orte in letzterer Zeit so viel Prestige gegeben, ist bedingt durch die intensive Heilkraft- Nauheim ist weit weniger Luxus-, als Genesungsbad. Die verschiedenen Bädersormen, die hier gegeben werden, sind: Kohlensäurehaltige Thermalbäder, Strom- oder Wellenbäder, einfache Wasserbäder mit beliebigen medicinischen Zusätzen, Douchebäder, Sitzbäder, einfache Soolbäder und elektrische Bäder. Eine Specialität von Bad Nauheim bilden die moussirend en Sprudelbäder. D:r 1855 erbohrte, 28 Gr. warme Riesensprudel, der milchweiß in einem armdicken Strahl 2 bis 3 Meter hoch steigt, der Friedrich-Wilhelm- und der Gassprudel sind Soolquellen mit reichem Kohlensäuregehalt. Zur Trinkkur dienen zwei salinische Quellen, Kurbrunnen und Karlsbrunnen, und ein alkalischer Säuerling, Ludwigsbrunnen; des Morgens zwischen 6 und 8 Uhr werden dieselben in Quantitäten von 2 bis 4 Bechern rl 6 Unzen eingenommen. Die sonstigen Kurmittel bestehen in einem nach neuem System eingerichteten Inhalations-Salon für zerstäubte Soole, in welchem sich auch Vorrichtungen zum Jnhaliren beliebiger Medicamente befinden, Amtlicher Theil. Statut lur Benutzung der Gemeinde-CentefimalMehnmage ;u Laasen. Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 29. Juli 1890 zu Nr. M. I. 20056 und unter Zustimmung des Kreisausschuffes des Kreises Greßen wird wegen Benutzung der Gemeinde-Centestmal-Viehwaage zu Saasen bestimmt: , § 1. Alle zur Verwiegung gebrachten Gegenstände muffen durch einen verpflichteten Wiegmeister gewogen werden. Außer dem Wiegmeister oder deffen Stellvertreter hat Niemand das Recht, auf der Waage zu wiegen. § 2. Der Wiegmeister oder deffen Stellvertreter haben der ihnen zugehenden Aufforderung zum Wiegen alsbald Folge zu leisten; die Aufforderung hat von den Betheiligten (Käufer oder Verkäufer) direct an den Wiegmeister zu geschehen. .Wenn der Wiegmeifter der Aufforderung nicht entspricht, so ist sich an die Großh. Bürgermeisterei zu wenden, welche denselben zum Wiegen anhalten und nöthigensalls Großh. Kreisamt Anzeige erstatte, wird. § 3. Der Wiegmeister oder deffen Stellvertreter haben über die von ihnen besorgten Geschäfte ein Tagebuch zu führen, in welchem unter fortlaufenden Ordnungs-Nummern anzugeben sind: a. Der Ort des Wieggeschästs. b. Der Name des Verkäufers. c. Der Name des Käufers. d. Datum der Verwiegung. e. Die Art der gewogenen Gegenstände. f. Das Gewicht der einzelnen Gegenstände. g. Der Verkaufspreis per Centner, insofern Käufer oder Verkäufer denselben angeben, wozu sie jedoch nicht Bekanntmachung, die Abhaltung landwirthschaftlicher Vorträge betreffend. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Landwirthschastslehrer Leithiger von Alsfeld 1) Sonntag den 24. August 1890, Nachmittags 2*/2 Uhr, einen Vortrag über: die Aufzucht und Pflege des Jungviehes in dem, Locale des Herrn Wirths Theiß in BKeitershain; 2) Sonntag den 31 August 1890, Nachmittags 2i/2 Uhr, einen Vortrag über: landwirth- schastliche Buchführung in dem Locale des Herrn Wirths Konr. Weil 111. zu Lang-Gon»; 3) Sonntag den 7. September 1890, Nachmittags 2 Uhr, einen Vortrag über: Molkereiwesen im „Rappen" zu Grünberg; 4) Sonntag den 14. September 1890, Nachmittags 2 Uhr, einen Vortrag über: die Trockenlegung der Grundstücke in dem Locale des Herrn Joh. Heiland zu Lich; 5) Sonntag den 21 September 1890, Nachmittags 2Vr Uhr, einen Vortrag über: Molkereiwesen in dem Locale des Herrn Wirths Konr- Weil III. zu Lang-Gon-; 6) Sonntag den 28. September 1890, Nachmittags 2 Uhr, einen Vortrag über: landwirlh- schaftliche Buchführung in dem Gasthofe „Zum Rappen" zu Grünberg; 7) Sonntag den S. Oktober 1890, Nachmittags 2 Uhr, einen Vortrag über: Anlage von Gewannwegen iu dem Locale des Herrn Joh. Heiland zu Lich halten wird. Alle Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksvereins, der landwirthschaftlichen Localvereine und alle Freunde der Landwirthschaft werden zu diesen Versammlungen hierdurch ergebenst eingeladen. Die Herren Bürgermeister der Gemeinden, in welchen Vorträge gehalten werden, sowie die der benachbarten Gemeinden werden hierdurch ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken. Gießen, den 8. August 1890. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Jost, Regierungsrath. Deutsche» Reich. Darmstadt, 7. August. Das gestern ausgegebene Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogthums Hessen Nr. 8 enthält: u. A. I. Dienstnachrichten. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Aller- Helgoland, 7. August. Eine heute durch Anschlag veröffentlichte Mering gnädigst geruht: am 9. Juli dem ^v. Pfarrer Waas von Lampertheim die erste ev. Pfarrstelle zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. August 1890z am 17. Juli dem ev. Psarrver- walter Heinrich Loos zu Flonheim die ev. Psarrstelle zu Flonheim, am 25. Juli dem ev. Pfarrer Otto Wissig zu Rodheim die ev. Pfarrstelle zu Lampertheim zu übertragen- am 27. Juli dem Lehrer an der ersten Knabenschule zu Schotten Karl Kleberger den Charakter als Mitprediger zu verleihen. Am 11. Juni den ersten ev. Stadtpsarrer und Decan zu Darmstadt, Kirchenrath Peter Ewald unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. August 1890 unter gleichzeitiger Verleihung des Charakters als Geh. Kirchenrath in den Ruhestand zu versetzen. II. Concurrenzeröffnungen. Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben: die evangelischen Pfarrstellen zu Bechtolsheim, Decanat Alzey, Lang- Göns, Decanat Gießen, Appenheim, Decanat Mainz, Allendorf a. d. Lumda, Decanat Gießen. Nachdem der Lichersiraße unb du unb Licherstratze die der Art. 7 der altz daß der Plan aus b Gießen, 6.2b G Bekanntmachung des Gouverneurs Empfang durch die Admirale Commerell und Gordon statt. Der Kaiser schritt die Ehrenwache ab, besichtigte die Kriegsschiffe, die Dampsmaschinenfabrik und das Torpedolager und begab sich sodann zu dem großen Bassin. Mittags sand ein Gabelfrühstück im Admiralitätshause statt und Nachmittags ging es zur Königstreppe, von wo auf einer Dampspinasse eine Fahrt nach dem Torpedo-Uebungsschiff „Veron" und nach Whale Island unternommen wurde, wo interessante Torpedoübungen stattfanden. Die Landung erfolgte in Portsmouth programmmäßig. Die Matrosen des „Serapis" und der „Victory" bemannten die Raen, als der „Alberta" mit dem Kaiser und den Prinzen am Dockyard anlangte, wo eine Ehrenwache des Uorkshire-Regiments aufgestellt war. Der Kaiser und der Prinz von Wales trugen englische Admiralsuniform, der Herzog von Connaught Generalsunisorm. Das Wetter ist schön. Portsmouth, 7. August. Als der Kaiser heute Nachmittag mir der Dockeisenbahn nach dem Admiralitätshause zurückkehrte, fuhr, als der Kaiser den Eisenbahnwagen verließ, die Equipage des Admirals Commerell zu nahe an den Wagen. Der Kaiser sprang behend zur Seite, wodurch jede Collision verhütet wurde. — Gegen 2 Uhr hatte der Kaiser die Besichtigung der Dockyards beendet. Er verbrachte den größten Theil der verfügbaren Zeit in der Fabrik für Torpedomaterial „Vulkan". Eastney, 7. August. Nach dem gestrigen Diner wohnte der Kaiser mit den englischen Prinzen den Manövern verschiedener Truppentheile bei, welche eine neue Angriffsmethode veranschaulichen sollten und er drückte wiederholt seine Befriedigung über die Leistungen der Truppen aus. Nach dem Vorbeimarsch derselben kehrte der Kaiser nach Osborne zurück, wo Abends Familientafel stattsand. Cardiff, 7. August. Die Versuche, eine Einigung bezüglich der Forderungen der Strikenden herbeizuführen, sind gescheitert und ein Ausstand der Eisenbahnbediensteten, Bergleute und Dockarbeiter ist gestern hier und im südlichen Theile von Wales ausgebrochen. Der Eisenbahndienst ist eingestellt und die Post wird zu Pferde befördert. Gleichwie an 5on SWfurt q A iu welchem auf ben Frankfurt t c.f . Gießen, M Monbere 0 einmalige,, Asahtt b vermischtes. * Die Beamten und Bediensteten der Hess. Ludwigs- bahn in Mainz, die bei der kürzlich erfolgten Gehaltsregulirung vom 1. Januar ab mit einer Gehaltszulage bedacht wurden^ erhielten dieser Tage eine kleine Ueberraschuwg durch die Steuerbehörde, von der sie nicht sonderlich erbaut gewesen sind, nämlich einen sogen. Nachtragssteuerzettel. Das Steuer- commissariat in Mainz hat sich nämlich veranlaßt gesehen, diese Erhöhung in den Etat pro 1890/91 nachträglich noch einzubeziehen und alle Diejenigen, die nunmehr durch ihr.' jetziges Diensteinkommen in eine höhere Steuerklasse aufgerückt sind, haben die Differenz für das laufende Jahr nachzuzahlen- * Marburg, 6. August. Ueber das am vergangenen-- Samstag Nachmittag stattgefundene schwere Hagelwetter geht der „Oberh. Ztg." aus Amöneburg nachfolgende Mittheilung zu. Das von Holzhausen über Mardorf kommende, schwere Gewitter kam mit solcher Geschwindigkeit herangezogen, daß es den auf dem Felde beschäftigten Leuten nicht mehr möglich war, sich dem furchtbaren Hagelwetter entziehen zu können. So. hatte sich unter anderen ein Amöneburger Land- wirth mit seinen Leuten zur Erde geworfen, sich fußhoch mit Korngarben bedeckt, um nicht der Gefahr ausgesetzt zu sein,, daß ihnen die Köpfe von den herunterfallenden Eisstücken kurz, unt> klein zerschlagen würden und so mußten diese armen Leute in halb erstickendem Dunst ca. 10 Minuten lang mit Todesangst ausharren. Als sie sich erhoben, was bot sich ihren Blicken dar? Nichts als ein Gräuel der Verwüstung^ Hier das Korn, dort der Waizen, dort die Gerste und Hafer u. s. w., Alles kurz und klein zerschlagen auf dem Boden liegend. O Gott, welch eine Verheerung, riesen diese Leute» Noch heute kann man von den schwer Heimgesuchten die Worte hören: Wir sind mindestens auf 10 Jahre ruinirt. Ich glaube nicht irre zu gehen, wenn ich sage, daß die Gemeinde Rüdigheim, welche an und für sich wohl arm zu nennen ist, am härtesten betroffen wurde. Hier soll es nicht einmal Kraut und Kartoffeln mehr geben, von Frucht ist gar keine Rede mehr. Auch von unserer Gemarkung ist der östliche Theil — Umgebung des Brückerwirthshauses — hart mitgenommen worden. So ist z. B. einem Landmann, welcher in der Nähe dieses Hauses einen Acker mit Weizen bestellt hatte, voll-- ständig ausgeschlagen worden, derselbe hatte einen Werth von mindestens 900 Mk. Wovon soll nun dieser Mann zahlen, da seine ganze Hoffnung vereitelt worden ist? Man kann wohl annehmen und es als ein Glück ansehen, daß die Höhe unseres Berges dazu beigetragen hat, daß das Gewitter östlich gezogen ist, sonst wäre unsere schöne Feldmark gänzlich vernichtet worden. Es wäre gewiß human zu nennen, wenn von oben herab die Sammlung milder Beiträge.Istr die vom Schicksal Heimgesuchten angeordnet würde. 0, * Merlin, 1. August. Eine Berufsstatistik hat am ZD- ^uli der Deutsche Radfahrerbund ausgenommen. Danach Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 7. August. Zu Ehren des medicinischen Congresses fand heute ein glänzender Festball im Wintergarten des Centralhotels statt. Bei zahlreichster Betheiligung der deutschen Aerzte waren auch die ausländischen Koryphäen fast sämmtlich anwesend. Die fremden Militärärzte erschienen in ihren Uniformen. Berlin, 7. August. Hervorragende Mitglieder des Aerzte- Congresses aus Deutschland, England, Rußland, Oesterreich, Italien, Amerika, Dänemark, Holland, Spanien rc. nehmen heute an einem Diner bei dem Geheimen Commerzienrath v. Bleichröder theil. Berlin, 7. August. Minister v. Bötticher trifft Samstag mit einem Kriegsschiff in Helgoland ein, um die Insel als deutschen Besitz von dem englischen ^Gouverneur zu übernehmen. Paris, 7. August. Das französisch-britische Abkommen betreffs Afrikas wird nur in einem Theile der Presse besprochen. Die Mehrzahl der Blätter will die Veröffentlichung des Wortlautes abwarten. Der „Temps" sagt, die öffentliche Meinung werde das Uebereinkommen in Betreff Madagaskars befriedigt aufnehmen. Ribot habe ebenfalls einen klaren Blick für Frankreichs Interessen bewiesen, was am besten aus der Banketrede Salisburys hervorgehe. Die „France" entnimmt der Banketrede, daß noch nicht alle Streitpunkte zwischen Frankreich und England beseitigt seien. „Paris" bemerkt, das Abkommen sei kein diplomatischer Triumph, aber auch nicht gerade ungünstig für Frankreich. — Der Ministerrath beschloß principiell, der nächsten Kammer-Session einen Gesetz-Entwurf über den Bau der Sahara-Bahn vorzulegen. London, 7. August. Bei dem gestrigen Ministerbankett im Mansion-House sprach Lord Salisbury über die europäische Lage, welche er als eine durchweg friedliche bezeichnete. Das Abkommen mit Deutschland wegen Afrikas habe gefährliche Streitursachen zweier Nationen beseitigt, welche stets auf dem Friedensfuße leben sollten. Egypten mache stetige Fortschritte, in finanzieller wie in anderer Hinsicht könne es aber die britische Verwaltung, welcher es alle Reformen verdanke, nicht entbehren. England könne sich von der ihm durch die Ereignisse ausgedrängten Aufgabe noch nicht zurückziehen. London, 7. August. Dem Bureau Reuter wird aus Djeddah (Rothes Meer) gemeldet, daß dort die Cholera am 1. August ausgebrochen ist und täglich 100 Todesfälle vorkommen. Portsmouth, 7. August. Der Kaiser verließ heute Morgen um 9 Uhr Cowes und traf, begleitet von dem Prinzen von Wales und den Herzögen von Edinburgh und Connaught, um 10 Uhr hier ein. An der Landungsstelle war eine Ehrenwache unter Leycester Smyth aufgestellt. Es fand ein formeller publicirte das Ceremouiell der am Samstag erfolgenden Uebergabe. Der deutsche Repräsentant wird danach mit 17 Salutschüssen der Kriegsschiffe und vom Gouverneur in Begleitung der Beamten, sowie von den Einwohnern empfangen. Bei der formellen Uebergabe verliest der Gouverneur den Artikel des deutsch-englischen Abkommens, welcher die Uebergabe betrifft. Hiernach wird die deutsche Flagge neben der englischen gehisst und von den britischen und deutschen Kriegsschiffen mit 21 Schüssen salutirt. Beide Flaggen werden bei Sonnenuntergang gleichzeitig eingeholt. Am folgenden Morgen wird die deutsche Flagge allein gehisst. Der britische Gouverneur verabschiedet sich, nachdem die Flagge salutirt worden ist, und begibt sich an Bord der „Enchantreß". Er wird vom deutschen Gouverneur bis zum Landungsplatz begleitet und mit 17 Schüssen begrüßt. — Das Comite der Helgoländer trifft nach Besprechungen mit dem Geheimerath Wermuth Vorkehrungen zu einem würdigen Empfange des Kaisers am Sonntag. An der Landungsbrücke werden Tribünen errichtet, die Treppen und Queensstreet werden mit Palmen geschmückt. Helgoland, 7. August. Seit gestern Abend ankern im Nordhafen die englische Fregatte „Calypso" und der Aviso „Seamon", um heute die Jnselgeschütze von den Felsen zu holen. Im Südhafen liegen zwei deutsche Torpedoboote und Depeschenschiffe. Brüssel, 7. August. Die meisten Blätter veröffentlichen Artikel, wonach Kaiser Wilhelm bei seinem Aufenthalt in Belgien Alle durch Herzlichkeit und Leutseligkeit entzückte - aus seinen Worten sei hervorgegangen, daß er den Frieden wünsche, erstrebe und schätze- aus Achtung vor den Rechten Aller müsse derselbe gesichert werden- in diesem Sinne sei die Aufgabe aller Souveräne aufzufaffen. Madrid, 7. August. In der Provinz Toledo ist ein Todesfall an Cholera vorgekommen. Rom, 7. August. Der Ausstand der Schlächtergehilfen ist heute beendet worden. Athen, 7. August. Infolge von Meinungsverschiedenheiten zwischen hervorragenden Führern der Oppositionspartei scheint eine Spaltung derselben bevorzustehen. Sansibar, 6. August. (Meldung des Bureau Reuter.) Der englische Generalconsul Euan Smith besuchte den Sultan, um demselben den Glückwunsch der Königin anläßlich des kürzlich erlassenen Gesetzes gegen die Sklaverei zu übermitteln. Bukarest, 7. August. Der Sanitätsrath beschloß, in den Häfen von Sulina und Küstendje Vorsichtsmaßregeln gegen die Provenienzen aus den von der Cholera inficirten Ortschaften zu ergreifen, wenn diese Provenienzen nicht bereits in der Türkei einer sanitären Beobachtung unterworfen wurden. New-Hort, 7. August. Nach einer Reuter-Meldung aus Mexiko wurden am 4. August 3000 guatemalische Aufrührer durch die regulären Truppen Guatemalas unter Predro Barillas, dem Bruder des Präsidenten, geschlagen und zerstreut. Buenos Ayres, 7. August. Die Ernennung Pellegrinis zum Präsidenten wird von den Blättern günstig beurtheilt. In gut unterrichteten Kreisen verlautet, das neue Cabinet werde aus Roca, Costa, Jrigoyen, Lastra und Levalle zusammengesetzt werden. Buenos Ayres, 7. August. Die Wahl Pellegrinis zum Präsidenten wurde günstig ausgenommen. Die Stadt ist beflaggt und illuminirt. Pellegrini hat den Belagerungszustand aufgehoben und dckretirte die Preßfreiheit. Die Finanzlage hat sich zusehends gebessert. Das Ministerium ist noch nicht definitiv gebildet. knotet. Cocales rrnd provinzielle». Gießen, 8. August. — Dem hiesigen Geschichtsverein wurden für seine Ausstellung bei Gelegenheit der Festlichkeiten am 28. Juli eine große Anzahl Bilder geliehen. Die Rückerstattung der Bilder' konnte indeß bis jetzt nur theilweise erfolgen, weil es bei ber Raschheit der Vorbereitungen nicht möglich gewesen, die Namen der Eigenthümer zu verzeichnen. Es ist deshalb den Eigentümern von ausgestellt gewesenen Bildern zu empfehlen^, entweder schriftlich oder am nächsten Sonntag zwischen 11 und 12 Uhr persönlich ihr Eigenthum zu bezeichnen, damit ihnen dasselbe zugestellt werden kann. — Aus Anlaß des fünfzigjährigen Stiftungsfestes des- Corps Starkenburgia sand gestern Abend unter Betheiligung vieler alter Herren ein imposanter, von drei Musikchören begleiteter Fackelzug statt, dem ein Commers in Steins Garten folgte. — Gestern feierte auf dem Lony'schen Bierkeller dahier- der Locomotivsührer Dam bi er von der Oberhessischen Eisenbahn sein 25jähriges Dienstjubilänm. Das zahlreiche Erscheinen seiner Freunde und Collegen von nah und fern, wie auch- seiner Vorgesetzten, die vielfachen Geschenke und Gelegenheits-- reden bewiesen die Anerkennung, welche der noch im rüstigen Mannesalter stehende Jubilar in seinem verantwortlichen gefahrvollen Berus durch Pflichttreue gesunden hat. — Heute Mittag 12 Uhr wurde auf der Pulvermühle dem Corps „Starkenburgia" die Fahne und Receptionsdecke überreicht, worauf ein Zug unter Vorantritt der Musik nach. Steins Garten züm Frühschoppen stattfand. — Heute Vormittag ertrank in der Militär-Schwimmanstalt ein Soldat bei den Schwimmübungen- wie man uns mittheilt, geschah das Unglück dadurch, daß die Leine, an welcher der Mann angebunden war, zerriß. □ Liederbach, 7. August. Unter einem großen Gefolge- Leidtragender wurde gestern die sterbliche Hülle des so früh verstorbenen tüchtigen Lehrers Lot ^dahier zu Grabe getragen. Die Lehrer des Kreises, welche im benachbarten Alsfeld zur Kreisconferenz versammelt waren, hatten den Weg nicht gescheut und waren zahlreich hierher geeilt, um dem geehrten und beliebten Collegen das letzte Geleit zu geben. Schon traten Thränen in die Augen der Versammelten, als der Gesangverein „Harmonie"-Alsfeld, dessen Dirigent der Verstorbene jahrelang gewesen, einen ergreifenden Grabgesang, anstimmte. Gar manches Auge feuchtete sich noch im weiteren Verlauf der tief erschütternden Grabesseier. Herr Pfarrer Trautwein hielt in beredten Worten die Grabrede- mit sicht- barlicher Rührung gedachte darauf Herr Kreisschulinspector Müller im Auftrag der Kreisschulcommission des früh Heimgegangenen. Sodann legte der Obmann des Bezirksvereins,- Biedenkopf—Altenburg, unter einer trefflichen Ansprache einen Kranz auf das Grab des treuen Collegen, das bald weitere Kränze bedeckten. Ein Schlußgefang des Gesangvereins beendete die allen Theilnehmern unvergeßliche Grabesseier. Ruhe der so früh feiner Familie und feinem Berufe Eintrissene iw Frieden! Setuf3nbu|t fr*”' „b Pos* «*' 248 *"" W* fi“*b» Ä SW* ” $ er h°l-" jU W Ebert, täsli °n Mae Gnstenlaftes ebenso fmM'ge, ° auf der TE -M Er dem do, Matz' „So, i« - « lobe, f!" m * Zur Braulsch jti sich am Dienst laden, bei welchem c Wüstungen angerichte Gewitter als Opfer jinb Don wahrhaft ti ihren Eltern wohnl Berliner Kaufmann zeit stattfinben. K erhielt Marie h. wohnenden Freundii der Nähe des geöf zeigte ihrer Freunbi erhaltenen Halsfchm erfolgte ein Blitz i einer anderen Stu! das Zimmer, wo t lagen. Sie wurde Freundin auch bald regungslos dalag. Hilfe war Dergebens lag Marie Hofsmai Bette. Als Wohlthat haben wir in Nauheim empfunden, daß man daselbst mit den sogen. „Andenken" und „Erinnerungszeichen" nicht verfolgt wird wie anderswo. Wer von diesem Artikel Heimzuschleppen begehrt, hat natürlich hinreichende Gelegenheit dazu, denn die sich längs der Parkstraße hinziehenden Bazare enthalten kleine und große Galanterie- waaren, wie man sie netter und zierlicher auch unter den Wiesbadener Colonnaden schwerlich erwerben kann. Der naßkalte Juli wird freilich in diesem Sommer die Kauflust nicht sonderlich gefördert haben. Daß er indeß der Frequenz des Bades, die sich durchschnittlich auf 8000 bis 9000 Gäste stellt, Abbruch thut, ist nicht anzunehmen. Zu kurz kommen dürste dabei nur der Besuch der Umgebung Nauheims. . Ueber diese verlohnen sich wohl noch einige Worte. (Fortsetzung folgt.) * Aus dem Württemberger Unterland erzählt man den „M. N. N." folgende g'spassige Geschichte. Ein Bäuerlein fährt zweispännig zur Station und trinkt sich nach des Tages Mühen einen „ordentlichen" an. Dann wird ber Bauer auf feinen Wagen gehoben und führt tapfer ber Heimath zu. Boshafte Hände hatten aber vorher den Gestellnagel entfernt und bald löste sich der Vorderwagen los. Die Pferde trabten damit lustig weiter, das Bäuerlein schläft in der stehen gebliebenen Hinteren Wagenhälfte ruhig den Schlaf des Gerechten weiter, bis es von Vorübergehenden geweckt wird Da reibt es sich die Augen, schüttelt den Kopf und thut den salomonischen Spruch: „Entweder bin i's, oder i bin's uet. Bin i's, so Han i meine Gäul verlora, bin i's net, .bann Han i a Wägele g'funda." liTNe mittans t ®ieh “(it ° L>-"- S: £ ■ 'S«! wurden J* ■•ten gat E '*9=11, i»ei(^®tr '^'k-s-n, djZ der t|t desbkss, . b Navren Bilde? ! £» Eigen- "«m Steins 8»? i *«JBierteffer bäte ?nn°7^ Erscheine. 7 “nb f"», wie au*. 5"? unbEckzenheiis- bet "°ch M W°en 'ein.em verantwortlichen gesunden hat. ö,e QUf der Pulvemühle 9ne und Receptionsdecke i «ritt der MO „aÄ- «fand. .der Mlitar-Schwimm- | Zungen; wie man uns i -ch, daß die Leine, an I zerriß. r einem großen Gefolge 1 'liche Hülle des so sch ! rhier zu Grabe getragen. enachbatten Msfelb zur itten den Weg nicht geteilt, um dem geehne/r eleit zu geben. Schon I Versammelten, als dn ■ essen Dirigent der Ver- rgreisenden Grabgesang ete sich iloch im weiteren । besserer. Herr Pfarrer die ©rabrebe; mit sicht- , Herr Kreisschulinspectot 1 nmiffwn des früh Heimann deö SezirksvereinS/. rWen Ansprache einen I egen, das bald wertere i des Gesangvereins be- - gliche Grabesseier. Ruhe in Berufe Eintrifsene in , r». eten der Hess. Ludwigs- I •folgten Gehaltsregulimg rszulage bedacht wurden, Ueberraschung durch die sonderlich abw' (M« fteuerjettel. D-SS-m- mlich ejWlf”' 890/91 die nunmehr durch , ntitbi Jahr naWN' •»ess »-sah- tetiallcnbieie . io mußten yjft L'-rtS* ich »rrfw»9- d-r- di-« B°dm :rWn 7, bleiet’ k-ruuS, ^Vtenbie®01*6 ,r glaube i°br-rm"^,^eKdig- Ldi-S-- 'ist,- irirt . Ll Kraut ein& y if -°Lz6eii / • 's- 6tt ° enB-" M, iar'”' 8 ,0{ ■ ■ ■. «-ich--r°°- Lite »-«hl-"' , d'-S* / ..r.irf 9a\ 10^ ’ ' , ’ii ppiit vt aDl waren unter seinen 12 735 Mitgliedern 5795 Kaufleute und Handlungsgehilfen, 1062 Mitglieder, welche einen bestimmten Berus nicht erwählt oder genannt haben, 850 aus Handwerkerkreisen, 825 Industrielle, 676 Berwaltungs-, Eisenbahn-, Steuer- und Postbeamte, 557 Ingenieure und Architecten, 497 Kunstgewerbler, 396 Studenten und Schüler höherer Klassen, 303 Gastwrrthe, 255 Bankiers, Bank- und Kassenbeamte, 248 Pharmaceuten und Chemiker, 236 Rentner, 179 Geistliche und Lehrer, 170 Aerzte, 159 Land-und Forst- wirthe, Kunstgärtner, 108 Gelehrte, Professoren, 87 höhere Justizbeamte und Rechtsanwälte, 82 Offiziere und Militärärzte, 77 Künstler sür Musik und Theater, 68 Damen, 57 Militärbeamte und 48 Wund- und Thierärzte, sowie Zahntechniker. * Humoristisches. R e s e r v i r t. Im Centralbureau einer Eisenbahnverwaltung ist es verboten, während der Amtsstunden Bier holen zu lassen, was aber die Herren Beamten nicht hindert, täglich den alten Canzleidiener Mayer um einige Krüge Gerstensaftes zu schicken. Der Zufall Willes, daß der ebenso kurzsichtige, als spitzfindige Präsident den alten Mayer auf der Treppe mit zwei vollen Krügen betrifft. „Was trägt Er denn da, Mayer?" — „Tinte, Herr Präsident!" — „So, so — wie ist denn die Tinte?" — ,,D' Herre loben s'!" * Im Brautschmucke vom Blitze gelobtet. Ueber Berlin hat sich am Dienstag Morgen ein schweres Gewitter entladen, bei welchem der Blitz an mehreren Stellen starke Verwüstungen angerichtet hat. Auch ein Menschenleben hat das Gewitter als Opfer gefordert und die begleitenden Umstände find von wahrhaft tragischer Art. Die in Reinickendorf bei ihren Eltern wohnhafte Marie Hoffmann war mit einem Berliner Kaufmann verlobt und im October sollte die Hochzeit stattfinden. Kurz vor dem Ausbruche des Gewitters erhielt Marie H. den Besuch einer in der Nachbarschaft wohnenden Freundin; die beiden jungen Mädchen standen in der Nähe des geöffneten Fensters und die glückliche Braut zeigte ihrer Freundin einen vor Kurzem von ihrem Bräutigam erhaltenen Halsschmuck, welchen sie umlegte. 'In dem Moment erfolgte ein Blitz und ein mächtiger Donnerschlag. Die in einer anderen Stube befindlichen Eltern der Marie eilten in das Zimmer, wo die beiden Mädchen ausgestreckt am Boden lagen. Sie wurden sofort aus ein Bett gelegt, wo die Freundin auch bald wieder zu sich kam, während die Braut regungslos dalag. Man holte rasch einen Arzt, aber alle Hilfe war vergebens; angethan mit dem bräutlichen Schmucke lag Marie Hoffmann vom Blitze getroffen tobt auf dem Bette. Das Vorkommen von Viehseuchen in Hessen während des Monats Juni 1890. Milzbrand wurde festgestellt am 7. Juni in Büdesheim im Kreise Bingen bei einem nothgeschlachteten, am 11. Juni in einer Mühle bei Alten-Buseck, Kreis Gießen, und in Lonsheim, Kreis Alzey, bei je einem crepirten, und am 16. Juni in Semd, Kreis Dieburg, bet einem nothgeschlachteten Rindoiehstücke. Rotz. Wegen Verdachts der Ansteckung stehen je 3 Pferde bei zwei Besitzern in Seligenstadt im Kreise Offenbach unter polizeilicher Beobachtung. Die Maul- und Klauenseuche in Bensheim und in Ober-Beerbach, Kreis Bensheim, in Nieder-Modau, Kreis Dieburg, in Traisa und Roßdorf, Kreis Darmstadt, ferner in den Orten des Kreises Büdingen: Rohrbach, Wallernhausen, Unter-Schmitten und Nidda, und in den Orten des Kreis Schotten: Götzen, Eschenrod, Ulfa, Helpershain und Ulrichstein ist erloschen. In Stockstadt, Kreis Groß-Gerau, ist die Seuche in drei weiteren Gehöften mit 15 Rindviehstücken und 10 Schweinen, und in Brandau, Kreis Dieburg, noch in einem Gehöfte mit 6 Rindern und 4 Schafen aufgetreten. Von Neuem festgestellt wurde die Seuche in Gräfenhausen, Kreis Darmstadt, am 3. Juni in fünf Gehöften mit 23 Rindern und 13 Schweinen, in Roßdorf, in demselben Kreise, am 11. in einem Gehöfte mit 2 Rindern und 2 Schweinen, und in Affolterbach im Kreise Heppenheim, am 5. Juni in einem Gehöfte mit 8 Stück Rindvieh. In den drei letztgenannten Orten ist die Seuche wieder erloschen. Weitere Feststellungen der Seuche fanden statt in Fürfeld im Kreise Alzey am 16. in einem Gehöfte mit 4 Rindern, in Wendelsheim in demselben Kreise am 18. in einem Gehöfte mit sechs Rindern und 4 Schweinen, in Hungen im Kreise Gießen am 13. in drei Gehöften mit 17 Rindern und bei einer Schafheerde von 260 Stück, in Nonnenroth in demselben Kreise am 20. in drei Gehöften > mit 16 Rindern und 11 Schweinen, in Lich in demselben Kreise am 25. in drei Gehöften mit 7 Rindern und 1 Ziege, in Langsdorf in demselben Kreise am 27. in fünf Gehöften mit 28 Rindern, 1 Ziege und 16 Schweinen, in Büdingen am 24. in zwei Gehöften mit 3 Rindern und 6 Schweinen, in Deckenbach, Kreis Alsfeld, am 24. in drei Gehöften mit 15 Rindern, 2 Ziegen und 6 Schweinen, in Gontershausen in demselben Kreise in einem Gehöfte mit 2 Rindern und 2 Schweinen und in Weitershain in demselben Kreise am 30. in drei Gehöften mit 9 Rindern und 8 Schweinen. Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh in Arheilgen, Kreis Darmstadt, in Blofeld, Kreis Büdingen, und in Planig, Kreis Alzey, ist erloschen. — In Bellersheim, Steinheim und Grüningen im Kreise Gießen, in Steinberg, Kreis Schotten, und in Esselborn im Kreise Alzey herrscht die Seuche fort. — Festgestellt wurde die Seuche am 20. in Leusel, Kreis Alsfeld, und am 27. in Lörzweiler, Kreis Oppenheim. Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in den Orten des Kreises Alsfeld: Arnshain, Liederbach, Brauerschwend, Romrod, Vockenrod und Nieder - Gemünden, in den Orten des Kreises Büdingen: Gelnhaar, Bergheim und Usenborn, und in Engelrod, Kreis Lauterbach._______________________________________ — Für die durch Hagelschlag Beschädigten in Königsberg gingen ein: Von Frau Gerlipp 1 JL, Frau Hensel (Südanlage) 10 JL, S. F. 10 v*, H. H. 2 JL, Haack 1.50 vtl, Gühlholtz 1 JL, Winter 0.50 Zusammen 26 JL Weitere Gaben nimmt gern entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". verkehr, £anö< unb Vslkrwtrthschaft. — Patente von im Großherzogthum Hesse« wohnenden Erfindern. Patent-Anmeldungen. Kl. 33, L. 6112. Bügel- verschluß; Hermann Lehmann in Offenbach a. M. — Kl. 45, B. 10,765. Einrichtung an Pflügen, um in der gepflügten Furche eine besondere Rinne zum Einlegen von Saatkartoffeln zu bilden; Friedrich Boxheimer in Boxheimer Hof, Post Bürstadt. — Kl. 80, Q. 189. Halbtrocken-Ziegelpresfe; Steph. Quast in Osthofen, Rbein- hessen. — Patent-Erthetlungen. Kl. 22, Nr. 53,357. Verfahren zur Darstellung eines wafferlösltchen beizefärbenden Baum- wollfarbftosts aus Indulin; K. Oehler in Offenbach a. M.; vom 30. Juli 1889 ab. — Kl. 83, Nr. 53,362. Ankerhemmung mit verminderter Reibung; F. K. Kaltenthal er in Worms; vom 13. November 1889 ab. — Bekanntlich ist vor Kurzem die Aufhebung des französischen Verbots der Einfuhr von Bieh aus der Schweiz erfolgt. Nunmehr sind die ftanzösischen Grenzbehörden angewiesen worden, Schafe, welche zwanzig Tage in der Schweiz gestanden haben, nach Frankreich einführen zu lassen. Buxkiu Stoff genügend zu einem Anzuge reine Wolle nadelfertig zu Mk. 5.85 Pf. für eine Hose allein bloS Mk. 2.35 Pf. durch das Buxkln-Fabrlk-Dhpöt Oettinger & Co., Frankfurt und der Enthüllung des Liebig - Denkmals 8 0 erschienene 0 | Fest-Nummer | | des Giessener Anzeigers § O ist im Neudruck erschienen und kann von der 0 o Expedition des Giessener Anzeigers, o wie durch die Zeitungsträger bezogen werden. g o g 0000000000000000000000000000000000000000000000 Veilchen - Seife, Rosen-Seife in vorzüglicher Quglttät empf. ä Packet (.3 Stück) 40 H [5428 H. Tichy lGg- Petri Wwe. Nachf.) Hauptniederlagen der ächten Friedrichsdorfer Zwiebacke. 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