»8« 1890 Nr. 58 Zweites Blatt Sonntag den 9. März & Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger 2Nnts- und Anzeigeblutt für den Areis Gieren chratisöeikage: Gießener Jamilienbkätter Anrtlichev Theil leider eine lg von bem kob, begrüßte und ä" Dom 28./1I. 95,50 83.70 ..k. 10L 88.30 t( M 57.95 wieder eine Preisreduction eintrete. Die Fabrikanten machten IOÜ 0 lltngton 91.I6 107.- 100- 87.- 102.75 17.80 157.50 113.— 107.50 125.- 87.40 101.50 i «V» Bieber gedachte. 92.30 W 81501 86). Nj ie 10160 98.50 W IM '.'1 1N> yp.Henk- Pjrndbr. Mischung der wirksamen Bestandtheile ermöglicht werde, während sonst die Hälfte des Stickstoffes und fast die Gesammt- menge der Phosphorsäure im festen Dünger, die andere Hälfte des Stickstoffs und das Kali in den flüssigen Theilen ir 1(0 :j Alber mi. M. alle Nähr- so kämen enthalten seien und bei getrennter Verwerthung unrichtige Düngung zu Stande kommen könne. Ein Hauptgrundsatz bei der Düngung sei, stoffe im Ueberschusse zuzusühren, fehle einer, Die Gießener A «milienvtälter i erben dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. milie: niet . . 104.25 M / 102.30 99.05 64.10 101 — 101.20 83.- 20^ ]0?i!l £ M- |gj Alle AnnonceN'Burcaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Lörse. L88u.89 | b. Gold- do. do. Gold. 5« « Gießen, am 5. März 1890. Betr.: Die Errichtung von Ortsbauplänen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises (mit Ausnahme der Großh. Bürgermeisterei Gießen). Wir sehen Ihrem Berichte darüber entgegen, ob in Ihren Gemeinden seit Erlaß dec neuen Bauordnung Ortsbaupläne an'sgestellt wurden und welche Kosten dadurch erwachsen sind, v. Gagern. auch die übrigen nicht zur Ausnahme. Ein gemischter Dünger, der alle Nährstoffe enthalte, sei daher immer der beste und deswegen der Stalldünger durch künstliche Dungmittel nur- schwer zu ersetzen, während als Ergänzungs- und Beidünger jene Stoffe von der größten Bedeutung für die Landwirth- schast wären. Beim Lagern des Stalldüngers bilden sich gassörmige Zersetzungsproducte. Dieselben müsse man, um sie nicht zu verlieren, entweder auffangen, was man durch Bedecken der auf dem Felde errichteten Düngerhaufen mit Erde oder durch Einstreuen von Superphosphatgyps, wobei das Ammoniak ganz erhalten bleibt, erreiche, oder man müsse die Fäulniß durch Zusatz fäulnißnehmender Stoffe, z. B. Kainit, verhindern. Bei Zusatz von Superphosphatgyps erhält man auf diese Weise einen Dünger für schweren, humusarmen Boden- durch Zusatz von Kainit einen solchen für leichteren, namentlich Sandboden. Die Kosten der Einstreu seien dabei für die Viehhaltung nicht zu rechnen, da ja die betreffenden Zusatzstoffe mit in den Boden kämen und als Düngercapital Zinsen trügen. Es frage sich nun, ob die im Stalldünger dem Boden zugeführten Pflanzennährstoffe ausreichten. Dabei komme es auf die pro Morgen gehaltene Stückzahl Vieh an. In den meisten Fällen halte für unsere jetzige Productionsweise, wobei die Erträge möglichst gesteigert werden müßten, um Rente zu erzielen, die Zufuhr von Nährstoffen der Ausfuhr nicht die Waage. Der Boden enthalte zwar ungefähr 100mal so viel Phosphorsäure, als ihm in einer mittleren Ernte entzogen werde, aber die Phosphorsäure des Bodens sei zu langsam löslich; es müsse daher ein Ueberschuß von schnell zur Verfügung stehender Phosphorsäure vorhanden sein. Der Stickstoff gehe im Boden am leichtesten verloren in den Untergrund- der Gehalt an Kali sei ein sehr verschiedener in verschiedenen Böden, je nach ihrem Ursprung. Namentlich leichte Böden wären meist ärmer an Kali und dankbarer für Kalidüngung. Phosphorsäure könne man nun in Superphosphat oder Thonmsschlacke geben. Letztere wäre, wenn sie halb so viel koste, wie Superphosphat, anzuwendcn auf sauren, humusreichen Böden, ferner, wo schon viel lösliche Phosphorsäure früher gedüngt sei, zu Früchten mit langer Vegetationsdauer, z. B. Kartoffeln, Rüben, Hülsenfrüchten, Futtergewächsen, Winterraps, Wintcrhalmsrüchten, bei Anlage mehrjähriger Futterfelder — überall aber solle sie so zeitig wie möglich ansgebracht werden, da sie lange zur Zersetzung brauche. 4—5 Ctr. pro Morgen Thomasschlacke sei eine hohe, 1—14/4 Ctr. eine schwache Düngung. Superphosphat brauche man nur die Hälft? zu geben. Bedauerlicher Weise sei der Preis der Thomasschlacke durch einseitigen Vertrag der Fabrikanten in die Höhe getrieben worden. Die deutsche Landwirthschaftsgesellschast und der Verband der Consumvereine ermahne daher die Land- j Zismb. 19 gann. .Lec.stfr. man die Vorfrüchte vor Kartoffeln mit Kali- Gerste liebe viel leichlösliches Kali. Redner schloß mit den Worten: Das Thema sei so umfangreich, daß eingehend die einzelnen Punkte nicht besprochen werden könnten- auch lasse sich in einem Vortrage nicht alles lernen. Der Einzelne müsse eben mehr Selbststudien machen, indem er landwirthschastliche Zeitschriften und Bücher lese. Vor Allem aber gebe man der Jugend Gelegenheit, in den Ackcrbauschulen sich für ihren künftigen Beruf so vorzubereitcn, wie es die neuere Betriebsweise erfordert. An einer kurzen an diesen Vortrag anschließenden DiS- cussion betheiligten sich außer dem Vorsitzenden die Herren Sch lenke und Oeconomierath Müller. Der zweite Gegenstand der Tagesordnung betraf d?n Vortrag des Herrn Prof. Dr. Thaer aus Gießen über das Thema „Untersuchungen über Grundsteuer-Reinertrag, Pachtzins und Pächtercapital". Prof. Thaer theilte Untersuchungen mit, welche er über das Verhältniß von Grundsteuer-Reinertrag, Pachtzins und Pächtercapital in Bezug auf die im Jahre 1891 pachtfrei werdenden Königlich Preußischen Domainen, 28 an der Zahl angestellt hat. — Einige besondere Punkte aus denselben sind hervorzüheben. Bei den betreffenden Domainen betrage der feststehende Grundsteuer-Reinertrag 20.8 Mk., der Pachtzins 42.2 Mk., das Pächtercapital 206.4 Mk. pro Hectar. Die Schwankungen für die einzelnen Domainen aber seien sehr erheblich. Einige Vorwerke wiesen nur 8 Mk. an Grundsteuer-Reinertrag auf, andere 62, der Pachtzins schwanke von 12 Mk. bis" 109 Mk. pro Hectar, das Pächtercapital von 91 Mk. bis 387 Mk. - letzteres noch mehr. Wenn man die absoluten Zahlen zu Grunde legt, nämlich von 6000 Mk. bis 210 000 Mk., also um das 35fache. Diese Zahlen bewiesen, daß wenn auch für die Gesammtheit der Domainen ein gewisses Verhältniß von Grundsteuer- Reinertrag zu Pachtzins und Pächtercapital sestzustehen scheine, doch für den einzelnen Fall die Grundsteuer keinen Maßstab abgebe. Noch mehr trete dies hervor, wenn man die früheren und die jetzt erzielten Pachtpreise zu Grunde lege. Referent wähle die Verpachtungen der preußischen Domainen vom Jahre 1871 und 1889. Während das Gesammtergebniß aller in diesen Jahren neu verpachteten Vorwerke eine kleine Steigerung nachweise von im Ganzen 22 000Mk. und sonach auch eine Aenderung zum Grundsteuer-Reinertrag wie 1.65 zu 1.75, so setze sich diese Mehreinnahme für den Staat doch aus sehr großen Extremen zusammen, nämlich aus 67 000 Mk. Mehrerlös und 43 000 Mk. Mindererlös. Manche Domainen seien in ihrem Verhältniß zum Grundsteuer-Reinertrag um das Doppelte gestiegen, andere seien um das Vierfache gesunken. Auch das Pächtercapital habe dafür keinen allgemeinen Ausschlag gegeben — nur das eine Resultat habe sich festgestellt, daß Domainen, welche mit hohem Betriebscapitak bewirthschaftet wurden, auch die Höhe des Pachtzinses festhalten konnten. — Referent knüpfte daran eine Betrachtung über die Verzinsung des umlaufenden Betriebscapitales in der Landwirthschaft und über die Nothwendigkeit einer schnelleren Circulation desselben, wenn die Landwirthschaft mit den übrigen Gewerben concurriren wolle. Das Jnsolventwerden einer- größeren Anzahl gut situirter und tüchtiger Domainen- pächte.r beweise die andauernde Krise im landwirthschastlichen Betrieb. Zu dem weiteren Gegenstand der Tagesordnung, Antrag des Herrn Oeconomen I. Güugerich auf Ausbildung junger Grobschmiede in der Reparatur und dem Schärfen der Pflüge neuerer Construction auf Kosten des Vereins wurde beschlossen, nach Anfrage bei verschiedenen Schmiedemeistern einen Betrag für den genannten Zweck in das Budget einzustellen. In Erledigung des letzten Punktes der Tagesordnung, den Bezug von Saathafer betreffend, wurde eine Commission, bestehend aus den Herren Georgi, Schlenke und Schuchard gewählt und dieselbe mit dem Einkauf von Saathafer auf dem Frankfurter Saalmarkte beauftragt. Hierauf wurde die Versammlung geschlossen. Gießen, am 4. März 1890. Jost, Regierungsrath. dem gegenüber geltend, daß Rohmaterial, Arbeitslöhne und Arbeitsmaschinen im Preise gestiegen seien und sie aufschlagen müßten. Es sei zu wünschen, daß die Differenz recht bald gehoben werde, denn es lasse sich nicht leugnen, daß für gewisse Fälle die Thomasschlacke durch keinen anderen Phosphorsäuredünger ersetzt werden könne. Bei Stickstoffdünger handle es sich um Ammoniaksalz, Chilisalpeter und Anbau Stickstoff sammelnder Pflanzen. Ammoniaksalz könne nur auf kalkreichen, gut bearbeiteten Boden zur Anwendung kommen, Chilisalpeter dürfe nie zu. frühzeitig, theilweise sogar erst als Kopfdünger verwendet werden, weil er im Boden frei beweglich bleibe und leicht ausgewaschen werde. Der Anbau von Leguminosen sei das billigste Mittel, Stickstoff durch Unterpflügen oder, wenn dieselben verfüttert würden, indirect in den Boden 'zu bringen. Die Kleearten, Bohnen, Wicken, Erbsen, könnten nämlich den Stickstoff der Lust aufnehmen, der nichts koste- nur müßte Ueberschuß von Phosphorsäure und Kali zuerst im Boden sein, um diese Eigenschaft der Pflanzen möglichst zu steigern. Kali kommt durch Düngung mit Kalisalzen (Kainit, Carnallit) in den Boden. Bei starker Kainitdüngung müsse der Boden auch kalkhaltig sein. Aus leichteren Boden dünge *!■ -JL- * . .i . ■ ii ...... Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenben Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Mtbet Besihvertheilung, MeicommißverlMtniffe, Pachtverhältnisse 2c. im Großherzogthum Hessen sind folgende dem Bericht des Sonderausschusses über die landwirthschastlichen Enqueteergebnisse entnommenen, in den „N. Hess. Volksbl." veröffentlichten Mittheilungen von Interesse. 85 Procent aller Grundbesitzer inHessen haben nurGrund- stücke im Umfange von unter 20 Morgen. Die En- isansialt 274. trüntng. f ' Miüj, Nachmittag! W [2061 Von den hieraus folgenden geschäftlichen Mittheilungen I ist das Folgende zu erwähnen: 1. Zur Ausführung der Vichpreisvertheilung zu Vilbel 11 turn’ von Seiten des Staates der Betrag von 1600 Mk. | b «willigt worden. Von diesem Betrage sind 720 Mk. übrig ■ geblieben. Es wurde nun nach längerer Debatte beschlossen, i bei l hiervon dem Verein voraussichtlich bewilligt werdenden A trag zur Prämiirung von Zuchtvieh Vogelsberger und Dinmcmhaler Rasse auf dem Hungener Markt zu verwenden. 2. Von den Offerten mehrerer Saatgeschäfte wurde der , Pk rsammlung Kenntniß gegeben. 3. Die wesentlichsten Punkte des Programms der vom 112.—22. Juni d. I. zu Berlin stattstndenden allgemeinen ! deutschen Pferdeausstellung sowie der vom 5.—12. Juni d. I. zu Straßburg i. E. stattfindenden Ausstellung von Vieh und । landwirthschastlichen Productcn wurden zur Kenntniß der ’i Aewsammlung gebracht. 4. Von dem Anerbieten der Firma Moritz Weil jun. zu Frankfurt a. M., dem Verein eine Nutenwalzendrillmaschine ; probeweise gegen Uebcrnahmc der Gefahr, Transportkosten - iiub Erstattung der Abnutzungskosten zur Verfügung zu stellen, Immrde beschlossen, Abstand zu nehmen. 5. Ueber die Constituirung des „Zuchtvereins Lauterbach" Ierfolgte eingehende Mittheilung. 6. Seitens folgender Sparkassen sind dem Verein Unter- ‘ |iii billigen bewilligt worden: Gießen 500 Mk., Grünberg 350 Mk., Hungen 20 Mk., Lanbach 17.80 Mk. In Erledigung des ersten Punktes der Tagesordnung iprach Herr Dr. von Peter aus Friedberg über „Die Handlungsweise und Verwendung des Stall- biiiit g e und künstlichen Düngers". Redner führte Folgendes aus: Der Stalldünger sei die Seele der Landwirthschaft, ein 'siattlicher, gut behandelter Düngerhaufen solle der Stolz des ^'aildwirths sein. Wie sehe es aber häufig aus? Den theuersten Bestand- Ichcil desselben, das Ammoniak, lasse man gasförmig in die Vierteljähriger AVonncmeutLpreisr 2 Mark 20 Pfg. mU Bringerlohn. Durch bie Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Rebaction, Expebitioa unb Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. «cht. U" Wer A.B Allein der Verlust an gasförmigen Bestandtheilen betrage bei dieser Behandlungsweise des Stalldüngers pro Stück Großvieh ca. 20 Mk. im Jahr, also den Werth von 2 Ctr. Shilisalpeter. Es bedeute dieses für das Großherzogthum Hessen mit 300,000 Stück Großvieh einen Jahresverlust von 6 Millionen Mk., die dann für künstlichen Stickstoffdünger ausgegeben werden müßten oder im Minderertrag der Felder 'ich geltend machten. Daher solle man entweder, wenn es die Verhältnisse unid der Boden .gestatten, den Dünger sofort unterbringen, oder, wenn er lagqrn müsse, ihn wenigstens zu conserviren, d. h. in seinen werthvollen Bestandtheilen zu erhalten suchen. Au dem Zwecke sei dafür zu sorgen, daß die flüssigen Bestand- chmle des Düngers nicht verloren gingen, es seien die Fußböden der Ställe und Düngerstätten, Jaucherinnen und Zauchegruben wasserdicht herzustellen, ferner sei die Dünger- siaitte vor austrocknend«n Winden und directer Sonnenbestrahlung möglichst zu schützen. Um die Umsetzung der Stoffe aus zusammengesetzten in einfache zu beschleunigen und zu erleichtern, müsse der Stall- tihnger feucht gehalten werden. Hierzu verwende man die Zauche aus der Jauchegrube, wodurch auch eine gleichmäßigere , 175 -; Ul' 163.80 163. 164.-163' 108.35,10' duft gehen, die löslichen, höchst werthvollen Bestandtheile ^wirthe, sich des Bezugs von Thomasschlacke zu enthalten, bis tiimc man oft genug in den Straßenrinnen lausen sehen. \ 7 ~’ 7 des verschiedenen Mitgliedes Bürgermeisters Allcudorf a. d. Lda. in ehrenden Worten 64.50 . 92.40. IW ßC 1«^ t Bott, K W' ¥ \V z Bericht über die am 15. Januar d. J. ;u Gießen abgehaltene General-Versammlung des landw. Besirksvereins Gießen. Der Vorsitzende, Negierungsrath Jost, eröffnete die i Vl rsammlung, indem er die erschienenen Mitglieder und Gäste, \ Von letzteren besonders den Landesöconomierath Müller, xptctc nimmt an, daß die Grenzen, innerhalb welcher ein Besitz genügende Beschäftigung für eine mittlere Haushaltung von 4 bis 5 Kopsen biete, und zugleich in seiner Ausnutzungs- sähigkeit mäßigen Ansprüchen einer solchen Haushaltung genüge, je nach den natürlichen nud wirthschastlichen Pruductions- bedingungen etwa zwischen 5 und 10 Hectar wechseln. Danach wären 85 Procent aller Landbesitzer Hessens nicht im Besitze des zum Existenzminimum erforderlichen Landes. Diese Ziffer wird allerdings erheblich günstiger in Folge der durch die Industrie vielfach gebotenen Nebenverdienste, zuweilen auch durch die mehr gartenmüßige Benutzung des Bodens. Von wesentlichem Einflüsse auf die Gestaltung der Besitzvertheilung ist das Erbrecht. Wenn bei der seitherigen Art des Erbrechts in Hessen der Besitz des» Bauern durch die Zahl seiner Kinder getheilt wurde, so liegt, wie der Bericht des Sonderausschusses ausführt, der Gedanke nahe, durch die Beseitigung dieser gleichen Theilung eine 'Hauptquelle der Dürftigkeit unseres Bauernstandes zu verstopfou. Das Anerbenrecht, welches nur Eines der Kinder in die Gutssolge läßt, scheine hierzu die Mittel zu bieten. Bei Prüfung dieser Frage kommt der Bericht aber zu dem Ergebniß, daß die Ein- sührung des Anerbenrechts bei uns nicht angängig sei. — Gründe: das Fehlen einer vernünftigermaßen als Voraussetzung festzuhaltenden Minimalgröße des Hosbesitzes, der Mangel eines einheitlichen ehelichen Güterrechts, auch widerspreche die Bevorzugung eines Kindes zur ausschließlichen Uebernahme des Besitzes der Familie direet der Geschichte, den Gewohnheiten und Anschauungen unserer Bevölkerung- cs könnte sich also nur um das faeultative Anerbenrecht handeln, welches als Voraussetzung die in dem freien Willen des Besitzers stehende E i n t r a g u ng des Besitzes in die Höfe- rolle hat. Diese Eintragung würde aber in Hessen sicherlich nur in den seltensten Fällen erfolgen. Selbst von den zweckmäßigen Bestimmungen des hessischen Gesetzes vom 11. September 1758 über die landwirthschaftlichen Erbgüter sei kaum jemals Gebrauch gemacht worden. Nach den Erfahrungen anderer Länder würde auch das Anerbenrecht weit weniger zur Erhaltung kleiner und mittlerer, als zur Agglomeration großer Hofbesitzungen in fideieommiß- ähnlicher Weise und weit über den Rahmen hinaus benutzt werden, in welchem eine Zusammenhaltung des Grundbesitzes für wünschenswerth zu erachten sei. Die Einführung der Höferolle würde danach für Hessen ohne nützliche, vielleicht von schädlicher Wirkung sein. Dem immerhin vielfach bestehenden Bedürfniß aber, daß der Vater an Stelle der Naturaltheilung Einem seiner Kinder vorzugsweise seinen Besitz zuwende, werde im Rahmen der in Hessen üblichen Gutsanschläge genügt. Bedenklich hierbei sei nur die zuweilen hervortretende Neigung der anschlagenden Eltern, chr Altentheil zu hoch zu bestimmen. Auch mehrten sich die Fälle, wo der Besitzer sein Land viel zu früh abtrete, zu einer Zeit, in der er noch recht wohl leistungsfähig sei. Auch riefen die Verträge mancherlei Streitigkeiten hervor. Gegen solche Auswüchse könnten nur Bildung und Gesittung wie Belehrung Abhülfe schaffen. Nachdem seit einigen Jahren bemerklich sei, daß die Bevölkerung in Hessen in den ärmeren ländlichen Bezirken nicht erheblich anwachse, dürfe die Frage der Zunahme des Kleinbesitzes wohl vorerst nicht brennend sein. Es frage sich andererseits, ob nicht die Besitzanhäufung, insbesondere in Form der Familienfideicommisse, Bedenken biete. Es sei nun in der That nicht zu verkennen, daß es als ernster Mißstand erscheine, wenn m den Provinzen Starkenburg und Oberhessen mit einem Gesammtflächengehalte von ca. 630,000 Heetar etwa der dritte Theil an Feld und Forst mit 200,000 Hectar sich in der Hand von 16 Standesherren befinde. Wenn auch der Wald, als naturgemäß zum Kleinbesitz nicht geeignet, hier auszunehmen sei, so komme andererseits die nicht unerhebliche Zahl von Fideicommissen des niederen Adels hinzu, und falle die Thatsache besonders nachtheilig ins Gewicht, daß die große Summe Landes, welche solchergestalt dem freien Verkehre entzogen ist, sich auf die Gemeinden des Landes ganz ungleichmäßig vertheile. Die Bevölkerung mancher Gegenden sei hierdurch in Bezug auf die Antheilnahme an den Wohlthaten des Landbesitzes in einen Nothstand versetzt, zumal mehrentheils die Bewirthschaftung der Fideicommisse in Form des Großbetriebs durch Ver- * Walter oder Großpächter stattfinde, das Landbedürsniß der mittleren und kleinen Bauern also auch nicht auf dem Wege der Pachtung befriedigt werde. Freilich handle es sich hier um weitreichende Eingriffe in wohlerworbene Rechte, zu denen sich der Gesetzgeber nur schwer entschließen werde. Die Bewältigung dieser ernsten und schwierigen Materie werde früher oder später einmal zu den unabweislichen Pflichten der Gesetzgebung des Landes oder Reiches gehören. ( Es möge mir, soweit cs sich nicht um Forst besitz handle, die Regierung ersucht werden, daß sie bei Prüfung der Voraussetzungen landesherrlicher Bestätigung eines neuen Fidci- eornmisses stets auch Bedacht nehme auf das Bedürfniß der betheiligteu Gemeinden nach landwirthschastlichein Besitz. — Der Domanialbesitz in Hessen ist, wie der Enquetebericht bemerkt, mit seinem 1800 Hectar landwirthschaftlich benutzten Bodens nicht mächtig genug, um einen greifbaren Einfluß aus den Erfolg der Besitzvertheilung zu üben. Der Bericht des Sonderausschusses wünscht indessen, daß auch die Regierung bei ihren Donnlnialerwerbungen stets des Interesses der betheiligtcn Gemeinden an landwirthschaftlichem Besitz eingedenk sei und daß sie zeitweise, etwa in jeder Legislatur Periode, einmal den Ständen eine summarische Uebersicht über die Verkeilung des Domanialbesitzes aus die einzelnen Gemeinden zur Kemitnißnahme vorlegen möge. 1 -i1 — ।±iiJ"*LLU■ ———■ Localer nnb provinzieller. m Bad Nauheim, 3. März. Die am Samstag Abend im Saale des Hotel Sprengel dahier abgehaltene gemeinschaftliche Generalversammlung des hiesigen Spar- und Vorschuß-Vereins, sowie der Pfennigsparkasse, erfreute sich eines sehr guten Besuches. Aus der Jahresrechnung sei Folgendes hervorgehoben: 1) Die Mitgliederzahl hat sich um .6 vermehrt, beträgt nunmehr 310. 2) Ein Verlust ist nicht vorgekommen. 3) Der Gesammtumsatz beträgt ca. 2*/2 Million. 4) Die Stammantheile umfassen 127 340 Mk. 5) Der Reservefonds beträgt 24 238 Mk. 6) An Verwaltungskosten wurden verausgabt 3159 Mk. 7) An Reingewinn wurde erzielt 13 115 Mk. Dem von Herrn Professor vpa. Wagner erstatteten Jahresbericht der Pfennigsparkasse sind folgende Angaben zu entnehmen: Die Pfennigsparkasse hat in den 81/2 Jahren ihres Bestehens im Ganzen 29 239.69 Mk. gesammelt und 1453.36 Mk. Zinsen gutgeschrieben. Ende 1888 fummirten die verbliebenen Guthaben 11 153.07 Mk., wofür 423 Sparer eingeschrieben waren. Zugang in 1889: a) Neue Einlagen 3 953.80 Mk. (373.05 Mk. mehr als in 1888) b) Zinsen 238.27 „ gibt Gesammtsumme 15 345.16 Mk. Abschreibungen in 1889 geschahen für 4 219.55 „ bleibt Guthaben der Sparer 11 125.61 Mk. Das Guthaben der Pfennigsparkasse bei dem Spar- und Vorschußverein beträgt 11 427.88 „ Also mehr und den Reservefonds bildend 302.27 Mk. Die Zinsberechnung pro 1889 ergibt: an Einnahme 320.75 „ an Ausgabe an die Sparer 238.29 „ Ueberschuß' 82.46 Mk. Aus diesem Zinsen-Ueberschuß sind verschiedene Kosten, sowie eine Beihilfe von 50 Mk. an den Localgewerbverein dahier zu Zeichenmaterial für unbemittelte Schüler der Handwerker- Zeichenschule bestritten worden. Vorher und einleitend spricht der Psennigsparkasse-Bericht von der Mahnung unseres Kaisers, daß dem wirtschaftlich schwachen Theil des Volkes mehr geholfen werden müsse. Eine Hilfe dieser Art gewähren auch die Psennigsparkassen. Sie verzweigen, als Handlanger der groß gewordenen Geld- genossenschaften, diese in die breiten Schichten des Volks, damit sie, die Volksbanken, wieder das werden, was sie sollen und einst waren, nämlich: volksthümllche wirthschastliche Hilfsvereine. Diese Gedanken führt der Pfennigsparkasse-Bericht weiter aus, wozu unsere Zeit in der That recht ernst ausfordern dürste. Vermischter. * Im Hinblick auf die reichen Mahlzeiten, welche der Herzog von Orleans im Gefängniß zu sich nimmt, erinnert ein Pariser Blatt an den fabelhaften Appetit der meisten Bourbonen. So war Ludwig XIV. ein unerhört starker Esser. Seine Schwägerin, die Prinzessin von Psaltz-Zwei- brücken, schreibt darüber in ihren Memoiren: „Ich habe wiederholt gesehen, daß bei einer einzigen Mahlzeit der König vier volle Teller verschiedener Suppen, einen ganze» Fasan, ein Feldhuhn, einen großen Teller Salat, zwei große Schnitte Schinken, Hammel mit Brühe und Knoblauch, einen Teller Gebäck und dann noch Früchte und harte Eier zu sich nahm." Als er dann in Folge seines Gargantua-Appetites krank geworden war, vermochre er es doch nicht, sich bei Tische zu mäßigen, ein Uebelstand, über welchen in dem „Journal des Mvdecins" die Aerzte des Königs ebenso untere, thänigst wie bitterlichst sich beklagen. Im Jahre 1708, den ersten Tagen des Juni mußte der König, der damals siebzig Jahre alt war, in Folge seiner Unmäßigkeit sich einer strengen Diät nnterwersen. Was that er? Das „Journal des MedecinS" erzählt wörtlich: „Der König, abgenuutet und schwach, konnte die Fasten am Freitag nicht halten- er gestattete daher, daß man ihm zum Mittag nur gevöftetc Krüstchen, eine Taubensuppe und drei gebratene Hühner, des Abends aber Fleischbrühe nebst Brod vorsetze." Tags daraus als er sich etwas besser sühlte, begnügte er sich mit Krüstche/ Suppe mit einem Stück Geflügel und drei gebratenen Hähnen/ von denen er, wie am Tage vorher, die Brust, vier Flügel und einen Schenkel an saß. Der Appetit Ludwigs XV. dem Ludwigs XIV. nichts nach. Der König bezahlte nwum- lich 25 000 Lires Gehalt an seine Köche. Nichts war für feinen Gaumen zu theuer: eine Schildkröte, die man feiner Laune zu Liebe in London einkaufte, kam auf mehr als 3 000 Thaler zu stehen. Der erste Koch Ludwigs XVI. erhielt 84 000 Franken jährlich. Ludwig XVIII. stand Nachts auf, um zu e ff en. Auch Ludwig Philipp war ein starker Esser. * Königsberg, 6. März. Ein Opfer seinerWähler Pflichttreue wurde ein hiesiger Gelehrter, Professors Derselbe lag am Wahltage schwer krank zu Bette, bestand indessen daraus, sein Recht und seine Pflicht als Wähler aus- üben zu wollen, und machte sich schließlich trotz aller Bitten seiner Angehörigen, von einem Freunde begleitet, auf den Weg nach dem Wahllocale. Mehrere Male mußte der 70 Jahre alte Herr auf der Straße stehen bleiben, da ihm die Kräfte versagten, schließlich stellte sich sogar ein Ohnmachtsanfall ein, aber kaum hatte sich Herr Prof. B. von demselben erholt, als er mit Zufarnmenraffung seiner ganzen Willenskraft den Weg nach dem nahegelegenen Wahllocale weiter fortsetzte und dasselbe auch schließlich glücklich erreiche Dort gab der alte Herr seinen Stimmzettel ab, um sich dann auf den Heimweg zu machen. In der Nacht stellte sich als Folge der Anstrengungen ein starkes Fieber ein und zwei Tage später machte der Tod dem Leben ein Ende. Meys Stoffkragen, Manschetten und Vorhemdchen sind aus Hartem, pergamentähnlichen Papier gefertigt und mit einem leinenabnlichen Webstoff überzogen, was sie bet Leinenwäsche im Aussehen täuschend ähnlich macht. Jeder ftragtr. kann bis zu einer Woche getragen werden, wird aber, wenn unbrauchbar geworden, einfach weggeworfen und trägt man daher immer nur neue Kragen rc. 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Alleinige Niederlage 24 80 16- 3 2685 128 56 10 26 11 1 15-48 von 8—9 4 82 12 6 591 24 2 .5 174.5 n ii u ii H H n ii cm mit cm mit 1,2 107 Buche Siche Nadel 3 4 7350 Fich'enstämme von 12—30 Durchm., 8—18 m Länge 227,55 fm, Kiefernstämme von 20—37 Durchm-, 5—15 m Länge 17,24 fm, == 30,00 Festm. und von 15 Meter = 187,00 Festm. — O 77 Festm. Holzversteigerung im Steinbacher Gemeindewald. Mittwoch den 12. März d. I. sollen in den Districten Lärchenstämme von 17—39 cm Durchm-, 7—15 m Länge mit 7,75 fm, Fichtenderbstangen von 6—11 em Durchm , 8—15 m Länge mit 31,76 fm, Fichtenreisstangen mit 1,08 fm, rm Nadelknüppel in Schichten von 3 m Länge. •:ä Gesucht auf sogleich ein tüchtiges gewandtes Müdche« für Küche nnd Hausarbeit von Holzversteigerung. Dienstag den 11. und Mitt woch den 12. März er, Vormittags von 9 Uhr an, sollen in den hiesigen Gemeindewaldungen, District Heegstrauch, Wanne, Launscheid, Rimberg, Hain und Dünstberg nachver- Holzversteigerung. Miittwoch den 12. März d. I., Vormittags 10 Uhr anfangend, kommt im hiesigen Mark- und Ge- meiAdewald folgendes Gehölz zur Der- ßcherung: Buchen-Knüppel, EicheN'Knüppel, KirscheN'Knüppel, Buchen-Reisig, Eichen-Reisig, Fichten-Reisig, Kiefern-Reisig, rneffer, 7,6 Meter Länge, 1,81 fm, Eichenstämme von 16—40 cm Durchmesser, 4—10 Meter Länge, 17,60 fm (zu Wagner- und Schwellenholz geeignet), Fichtenstämme von 16—36 cm Durchmesser, 10—18 Meter Länge, 98,37 Festmeter, Fichtenderbstangen, zu Sparrenholz geeignet, Fichtenreisstangen, 9,68 Festmeter, Raummeter Buchenscheit, „ Eichenscheit, Buchen- und Eichen - Durch- Derselbe ist nach einem in den meisten Ländern patentirten Verfahren aus edlen Cacaosorten hergestellt und gibt durch einfachen Aufguss von kochendem Wasser oder siedender Milch ein gebundenes, hygienisches, leicht verdauliches und nahrhaftes Getränk. Der Stollwerck’sehe schnelllösliche Cacao ist verbürgt rein und frei von chemischen Zusätzen, welche bei dem sogenannten holländischen Verfahren (Bearbeitung mit Soda und Pottasche) die Löslichkeit bewirken. Zu haben in Büchsen von 500, 250 und 125 Gramm allerorts in den besseren Conditoreien, Kolonial- u. Delicatessen-Geschäften, sowie in den Apotheken. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. Fertige Betten in guter Ausführung, Lackirte Bettstellen mit Sprungfedermatratzen und Keilkissen von 38 Mark an, Tüllgardinen in großer Auswahl, abgepaßte in creme und weiß, von 3 Mk. an, sowie alle Sorten lebend, ital. Geflügel gut u. billig beziehen will, verlange Preisliste von Hans Maier in Ulm a. D. Grosser hnnort it Produkte. 2. 611 Wiesbaden direct Import., ausgezeichnete frische und sehr preiswerte Thees m Paketen von Vi, Vr, Pfund zu Jt. 2.50, 3.—, 3.20 und 4 — prr Pfd. bestens empfohlen. Niederlage in Gießen bei Msh- Extrart und Malj-Extrsrt- Husten- Caramrllen von L. H. 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Buchen- und Tannenholz, in guter trockener Maare, per Meter und per Centner, billigst bei 343 Andrea# Euter* Fe Lachmann, Südanlage 15 I. u.v. 5 MeterLänge----O,12Festm. und von 4—12 Meter Länge ----- 56,81 Festm. und von 3—7 Meter Länge = 27,19 Festm. ganz außergewöbnlich große und schone Früchte, empfiehlt Kmil Orbrg, Buhnhofstraße 30. Hochfeine Wein-Essige, vorzügliche Speise- und Einmach- Essige, Direct importierte Habana-u. Brasil-Cigarren, div. Cigaretten u.Cigaretten-Tabake, in- und ausländische Weine, Cognae, ärztlich empfohlen, Thee, Chocolade, Cacao, rohen und gebrannten Raffet in verschiedenen Preislagen empfiehlt = Aug. Voigt, "f" Holzverstcigcrung. Dienstag den U. und Mittwoch den 12. März sollen in Vw Stadtwald zu Hungen nachstehende Holzsortimente in nachverzeichneten Ut rieten: Hubbach, Großer Nocksberg, Pfaffenwiese, Wellenhau, Galgen- mW, Eichenstücke, Heckenwald und Ehrbügel versteigert werden. 1. Dienstag den 11. März in den Districten Hubbach, Großer- Zlocksberg, Pfaffenwiesen, Wellenhau und Galgenwald: Fiiirjung.Schuhmacher. In einem reichen Dorfe der Wetterau, wo »rin nur ein Schuhmacher wohnt, ist tim neues HauS und drei AeSer bei gerringer Anzahlung zu verkaufen. Näheres in der Exped. d- Bl- [1851 Ameisenkopf, Heegheck, Todtenzipfen, und Embach versteigert werden: Eichenstamm von 55 cm Durch- Bekanntmachung. Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern für arme Confirmanden aus Ostern 1890, bestehend in Knaben-Anzügen von fchwarzem Tuch, schwarzem krchemir, weißem und farbigem Flanell, soll im Submissionswege vergeben «erden und sind deßsallsige Offerten unter Beischluß von Mustern bis Westens zum 12. d. Mts. im Bürgerhospital verschlossen abzugeben. Gießen, am 6. März 1890. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Gnauth. Vlüß-StsrrferS Aniversal-Kitt in Schraubengläsern, bekanntlich daü Beste zum raschen und dauerhaften Flicken aller zerbrochenem Gegenstände, wie Glas, Porzrllsa, Holz, Horn, Marmor, Gyps, Stei« zeichnetes Holz als: Eichen-Stamm von 13 lsd. Mr. Knüppel Reisig Raummeter: forstungs-Wellen. Der Anfang ist Morgens 9Va Uhr aus dem Ameisenkopf am Buseckerweg am Fichten-Stammholz, von Nachmittags 2 Uhr an in der Embach am Brandholz. Steinbach, am 4. März 1890. Gr. Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. 1941 Eichen-Stämme, 17 bis 20 Ctm. Durchm., 5 bis 7 Mtr- Länge, Fichten-Stämme, 12 bis 24 Ctm. Durchm., 11 bis 15 Mtr. Länge, Fichten-Derbstangen, 24,73 Fm. haltend, Fichten - Reisstangen, 1,96 Fm haltend, Kiefern-Stämme, 13 bis 20 Ctm. Durchm., 6 bis 13 Mtr. Länge, Rm. Buchen-Scheitholz, Holzversteigerung. Aus den Districten Wüstekops, Zudenzipsen und Tempel werden versteigert: 1. Dienstag den 11. und Mittwoch oen 12. März: Gichen: 67,6 rm Scheiter, 43,6 rm Knüppel, 200 Wellen, 33 rm Stöcke, Nadel: 266,8 rm Scheiter, 400 rm Knüppel, 8710 Wellen, 289,6 rm Stöcke, Weichholz: 21370 Wellen. lang, 42 Ctm. Durchmesser — 1,80 Fstm, Nadel-Stämme von 6—15 Mr. lang und bis 26 Ctm. Durchmesser — 66,85 Fstm., Rmtr. Schichtnutzholz (zu Grubenholz geeignet), Stück Fichten-Stangen I. u. II. Klasse, Rmtr. Buchen-Scheitholz erster Qualität, Rmtr. Buchen-Knüppel, „ Eichen-Scheitholz, „ Buchen- und Nadel-Reiser, * Mb Vorhenüj öefntigt und- überzogen, was f» ff Ät. Jeder lq wird aber, wem !en und trägt man k :n aber die Leinevkn i'e sich, ohne den Hi!- aie das unangenehme, l!- zu wenig oder zu n weiterer Vorzugs ^icht, was ein ang^.- opslöcher sind so N h i btr Halsweite gan, ui- n Bezug auf Vorzugs equemes Passen unb: unerreicht da. Zte tintne Msche. Mit ein miße fofttt, (MbtiM l) bis 12 Wochen auSrck mmti zart mit ihrer M tu m mir du. tys * h :e Wäsche auf Mmi tnti Form und Mir oft jeder Stadt in * i kenntlich sind; auch A it durch Inserate in t -rin diese PerkaMckv ' gratis und W oeriendei, auch die L« Erhielt einen Transport großer Gin lege - G cd w e i n e und lade Käufer dazu höflichst ein. [1951 Kessier, Neuenweg 33. p Auskuuft ertheHen: d von der Becke & Marsily, Antwerpen F. J. Bothof. Generalagent, Mainz, W. Klippstein in Langsdorf. 371 * feitet“' Ä ?'ib' bli M h-rr Pni ”e,nr«N feiner 1 ' “^gelegenen te lI,e6(,4 ertfj- °b, um ßch t W Jadjt stellt, U ts lieber ein ein @ni)e. Verlag von Becker Sf Lari», Gießen und Berlin. Der kleine Holzberechnev für den Holz-Handel und -Verkehr. Von Eugen Lari», Redakteur der „Handelsblatt für Walderzeugnifle." Dieses Büchlein, welches in den interessirten Kreisen sich schnell Eingang verschaffte, hat folgenden Inhalt: ~ . r Cubiktabelle zur Bestimmung des Cubrk-Jnhaltes runder Hölzer. — Tafel zur Verwandlung rheinischer Cubtkfuß in Cudtkmeter. — Erläuterung der metrische« Maß- und Gewichtseintheilang. — Tafel zur Verwandlung »n Cubikmetcrn in rheinische Cubikfuß. - Kreisflachentafel. - Derhälttrißza-l« - Tafeln zur Be. stimmung des Cubikinhaltes der gangbarsten Brettersortrn, Ball« und Kanthölzer. — Wichtige Zahlen und Formeln zur Körper- und Flüchen-Berechmum. — Tafeln zur Verwandlung von Metern in rheinische Fuß- — Tafel zur Verwandlung rheinischer Fuß in Meter und Zoll in Centtmeter. - Tafel zur Bestimmung der Dimensionsoerhältnisse beim Rundholz-Beschlaa. — Tabelle zur Maß- und Gewichts- vergleichuna in den deutschen und außerdeutschen Staaten. — Verhaltnißzahlen. Kurze Notizen über die EtnheitSmaße im Hol^andelS-Verke-r jur See. - PreiS- vergleichungs-Tabelle zwischen dem rheinischen Cubtkfuß und Cutikmeter. Preis- oergleichungs-Tabelle zwischen dem Cubikmeter und dem Ouadratmeter (Bretter). — Preisvergleichungs-Tabelle zwischen Fuß (rhein.) und lauf. Meter; Ruthen und lauf. Meter und O Ruthen und lauf. Meter. — PreisoerglrichunaS-Tabelle zwischen dem Quadratfuß und Quadratmeter. — Preisvergleichungs-Tadelle zwischen dem Schock und dem lauf. Meter; Bretter, Latten rc. — Tabelle zur Ablesung des Cubik-Jnhaltes eines Schock rc Durch jede Buchhandlung zu beziehen. — Pret» JUn >♦—♦ 102 „ Stockholz versteigert werden. — Bemerkt wird, daß am ersten Tage das Werk- und Nutzholz und am zweiten Tage das Brennholz zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist jedesmal um die, bestimmte Stunde, am Dienstag im'District Heegstrauch und am Mittwoch im District Hain am Orte Bieber. Rodheim a. d. Bieber, am 7. März 1890. Der Bürgermeister: Schneider. 1984 SÄ» i fODdö* p 1472] Zur Aushülfe wird auf einige Wochen ein solider, tüchtiger Schlöffe«- geselle gesucht» . Näheres zu erfragen in der Expeditten dieses Blattes. 1990] Ein braves MLdcheit sofott gesucht. Frau H. Hautz, Löwengaffe 1 m M eta will man nicht mmftai 2. Mittwoch den mlv und Ehrbügel: Scheit „ -Reisstangen Haus-Verkauf. Wohnhaus in Mitte der Stadt, geeignet für fast jeden Handwerker, Bäcker, Metzger, Schuhmacher, Schneider :c. rc-, zu verkaufen. Laden kann eingerichtet werden 161 Zu befragen in der Exved. d. Bl- u. f. w., empfiehlt per Liter 15, IS und 24 Pf. L,n Ott° HochstättCT, _ . . . . . I1141] Feinsten deutschen —Je COGNAC Ost-Indische TheehandliiKg ärztlich empfohlen ©eutfl F. 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Nachmittags 2 Uhr in der früher Brammsschen Hofraithe: 2 Amerikaner-Oefen, 1 Sopha, 1 Commode, 1 Consol, 2 Kleiderschranke, 1 Brandkiste, 2 Betten und sonstige Mobilien; ferner: 100 Coriets, etwa 70*) Meter Gardinen, ca 4009 Meter Spitzen, 24 Paar gestickte Schuhe, 6o Kinderhüte, 1000 Cigarren rc. (Spitzen und Gardinen werden auch in kleineren Parthien ausgeboten). Weide Verfieigerungen bestimmt. Meßen, den 6. März 1890. Engel, 1992 Gerichtsvollzieher. empfiehlt zu den billigsten Preisen Möbelhaodlullg C. Leissler. Neuenweg, Ecke der Weidengasse. MAk iitiitgsiiutllc Ankauf alter Bücher n. Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die [579 J. Ricker’sche Buchhandlung O-iessexx. Ausverkauf. = Durch Erweiterung meines Arbeiter-Confections Geschäftes habe ich mich ent- schlossen, einen Theil meiner WV" Schnittwaaren "3NG auszugeben und einem Ausverkauf zu unterwerfen. 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