Nr. 234. Mittwoch den 8. October 1890 hr, vom 8322 bett 8» ßctobet, f S% Ult: leratammN 1889 90 ürn« K-im. JiM- (it^ine bei dem Tobe toblititw11' gfmann 8297 iorbnung: Gau und Verein, pe' Der Vorstand. 43350 21325 w 4670 99 20 182.00 SS 00 9060 9390 7850 3V30 lotboft zankgeslhliii- >i« B9®- Uerröw ft 1,flLu 217-00 s Bekanntmachung. die Ausblldung von Ackerbauschülern betreffend. Der landwirthschastliche Bezirksverein Gießen hat in dem Voranschläge pro 1890/91 eine Subvention von 200 für junge Leute, welche an dem Cursus einer Ackerbauschule Theil nehmen, in Ausgabe vorgesehen. Bei den Anforderungen, die jetzt an den Landwirth gestellt werden, erscheint es als eine Pflicht der Eltern auf eine bessere Berufsbildung ihrer Kinder hinzuwirken, damit dieselben später die Landwirthschast in rationeller und lohnender Weise zu betreiben im Stande sind. Ein rationeller Wirthschastsbetrieb kann aber nur auf wissenschaftlicher Grundlage beruhen- Es kann daher den Landwirthen nur empfohlen werden, die verhältnißmäßig nicht großen Opfer, die mit dem Besuche einer landw. Schule verbunden sind, aufzubringen und ihre erwachsenen Söhne zu dem Besuche einer solchen Schule anzuhalten. Die landw. Winterschule zu Alsfeld wiro am 27. October l. I., die zu Büdingen und Friedberg den 3. November l. I. eröffnet und Ende März k. I. geschloffen werden. Bewerber um Bewilligung einer Subvention von 50 bis 100 v*L werden zur alsbaldigen Einreichung ihrer Gesuche und etwaigen Zeugnisse bet der betr. Bürgermeisterei unter dem Anfügen aufgefordert, daß unter mehreren Bewerbern die Priorität der Anmeldung Anspruch auf vorzugsweise Be- cksichtigung gibt und daß die Subvention namentlich unbemittelten Personen zugewendet werden wird. Die Großh. Bürgermeistereien werden gebeten, dieser Bekanntmachung die thunlichste Verbreitung zu verschaffen, Anmeldungen entgegenzunehmen und dieselben unter Begutachtung der Gesuche an den Unterzeichneten bis zum 20. October l. I. einzusenden. Zugleich werden die Großh. Bürgermeistereien ersucht, geeignete Zöglinge für die genannten Ackerbauschulen ausfindig zu machen und zur Anmeldung zu veranlassen. Gießen, den 6. October 1890. Der Director des landwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen. Jost, Regierungsrath. Uebevfi^ht. Gießen, 7. October. Kaiser Wilhelm hat mit dem Kaiser Franz Josef und -dem König von Sachsen Schloß Mürzsteg nach Beendigung der dortigen Hofjagden am Sonntag wieder verlassen und sich nach dem Eisenerzer Jagdgebiete begeben. Das Befinden des hohen Herrn ist fortgesetzt das denkbar beste, obwohl er sich täglich nicht geringen Strapazen unterzieht. Der Prin-regent Luitpold von Bayern, welcher erst unlängst auf einer Ausfahrt in München beinahe unter die Räder eines Dampflramway-Wagens gerathen wäre, hat schon wieder tn Lebensgefahr geschwebt. Der erlauchte Herr beehrte /am Sonntag die mit dem Octoberfeste in München verbundene -landwirthschastliche Feier mit seinem Besuche und wohnte auch dem Vorführen der Preisthiere vor. Hierbei geschah es, daß ein Blendftier in der unmittelbaren Nähe des Prinz-Regenten scheu ward und heftig um sich schlug, so daß sich der Prinz- Regent nur durch rechtzeitigen Sprung zur Seite vor einer -vielleicht ernsten Beschädigung zu wahren vermochte. Ueber die Einberufung des preußischen Landtages scheint im Schooße des Staatsministeriums noch immer kein endgültiger Beschluß gefaßt worden zu sein. Indessen sind, wie 'i>ie officiösen „Berl. Pol. Nachr." zu berichten wissen, die -Vorarbeiten zu den Gesetzentwürfen über die Reform der birecten Steuern und über die Landgemeinde-Ordnung für die östlichen Provinzen soweit gefördert worden, daß in dem 'Stande der gesetzgeberischen Arbeiten kein Hinderniß mehr für die Einberufung des Landtages noch im Herbst zu erblicken wäre. Sollte das preußische Parlament trotzdem erst nach Neujahr einberufen werden, so würde dies wohl aus den Wunsch zurückzusühren sein, ein Nebeneinandertagen von Land- . lag und Reichstag wenigstens bis Weihnachten zu verhindern. | Bruder, n Der Oktzeuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener MamilienölLlter werden dem Anzeiger MSchentlich dreimal beigelegt. Hichener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Vierteljähriger Avonnemenlspreisr 2 Marl 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchulflraße Ar.H« Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Tkreis Gieren. Gratisöeitage: Gießener Aamitienökätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für dm folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Arntlicyev Theil. Nr. 28 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 2. d. M., enthält: (Nr. 1917.) Allerhöchster Erlaß, betreffend die Festsetzung des Zinsfußes für die zufolge der Allerhöchsten Erlasse vom 17. December 1888, 7. September 1889 und 17. März 1890 noch zu begebenden Anleihebeträge. Vom 17. Septbr. 1890. Gießen, den 6. October 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Die Gerüchte über den bevorstehenden Rücktritt des Ministers deS preußischen Hauses, v. Wedell-Piesdorf, haben zwar bislang noch keine Bestätigung gefunden, doch bezeichnet man sie in Berliner Hofkreisen als gerade nicht unwahrscheinlich. Es wird aber zugleich betont, daß ein etwaiges Ausscheiden des Herrn v. Wedell-Piesdorf aus seinem Amte keineswegs in persönlichen Differenzen, sondern in Fragen principieller Natur seinen Grund haben würde. Die hie und da aufgetauchte Vermulhung, Herr v. Wedell-Piesdorf gedenke wegen persönlicher Differenzen zurückzutreten, erscheint schon deshalb hinfällig, weil der jetzige königliche Hausminister bekanntermaßen persona gratissima bei Kaiser Wilhelm ist. Uebrigens heißt es, daß demnächst auch der Berliner Ober- Schloßhauptmann Gras Wilhelm Perponcher und der Ober- Stallmeister von Rauch aus ihren Stellungen scheiden würden. Ueber die Ergebnisse der am Sonntag im (Santon Tessin stattgesundene Volksabstimmung über die liberalerseits geforderte Verfassungsrevision lagen am Montag noch keine abschließenden Meldungen vor. Eine osficiöse Depesche aus Bellinzona besagt, daß sich etwa 8100 Stimmen für und 6800 Stimmen gegen die Revision ergeben haben, daß jedoch noch eine größere Anzahl von Gemeinden fehlten- bislang seien noch keine Ruhestörungen vorgekommen. ES läßt sich demnach auf Grund der erwähnten Depesche noch nicht beur- theilen, ob die Gegner oder die Freunde der Verfassungsrevision den Sieg davongetragen haben, da die noch ausstehenden Stimmen die Mehrheit von ca. 1700 Stimmen, über welche nach dieser ersten Nachricht die Befürworter der Verfassungsrevision verfügten, leicht wieder erschüttern, und vielleicht gar eine Mehrheit zu Gunsten der clericalen Gegner des Revisionsprojectes herbeisühren könnten. Die Ausstrenungen der serbischen Oppositionsparteien über angebliche Differenzen zwischen Exkönig Milan und der serbischen Regierung, sowie über hierdurch hervorgerufene Maßnahmen derselben werden jetzt von amtlicher Belgrader Seite als vollkommen unbegründet erklärt. Die Verhältnisse des Landes und die wiederholten loyalen Versicherungen Milans entzögen derartigen Muthmaßungen jede Berechtigung. Die privaten Berichte aus Belgrad, welche wissen wollten, daß namentlich die von Milan verfügte Enthebung des Gouverneurs des Königs Alexander, Dokic, von seinem Posten in den serbischen Regierungskreisen starke Verstimmung gegen Milan hervorgerufen hätte, scheinen demnach bedeutend übertrieben zu haben. Deutsche» Leich. Darmstadt, 6. October. Der Reichskanzler v. Caprivi traf heute zum Besuche Sr. Königl. Hoheit des Grobherzogs dahier ein und findet aus diesem Anlaß morgen Hoftasel statt, zu welcher zahlreiche Einladungen ergangen sind. Berlin, 6. October. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Se. Majestät her König haben Allergnädigst geruht, den Staats- und Kriegs-Minister, General der Infanterie von Verdy du Vernois auf sein Ansuchen von dem Amt als Staats- und Kriegs-Minister zu entbinden und den Com- mandeur der 2. Garde-Jnsamerie-Division, Generallieutenant von Kaltenborn-Stachau zum Staats- und Kriegs- Minister zu ernennen. Ausland. Mürzsteg, 5. October. Heute fand eine Morgen- Pürsche statt, an welcher die beiden Kaiser nicht theilnahmen. Nach der Rückkehr von der Pürsche begaben sich die beiden Monarchen mit Begleitung nach der Pfarrkirche, woselbst der Pfarrer eine stille Messe las. Um 10V2 Uhr Vormittags erfolgte die Abfahrt zu Wagen nach der Bahnstation Neuberg. Sowohl vor der Kirche als bei der Abfahrt bildete fast die gesammte Bevölkerung des Ortes Spalier und brachte den Kaisern begeisterte Ovationen dar. Genna, 5. October. Bei dem heutigen Banket der Municipalität zu Ehren des Marineministers Brin constatir- ten die Redner einen großen Fortschritt der heimischen Industrie und deren Emancipation vom Auslande bei dem Bau und der Ausrüstung der Schiffe. Lyon, 5. October. Die Appretirer der Sei den- sabriken verlangten eine Regelung des Tarifs und den zehnstündigen Arbeitstag, widrigenfalls sie am 1. November die Arbeit einstellen werden. Montevideo, 5. October. Die Einfuhrzölle sind erhöht und die Ausfuhrzölle wiederhergestellt worden. Neueste Nachrichten. Wolffö telegraphisches Lorrcspondenz-Bureau. München, 6. October. Der Prinzregent ernannte den Kriegsminister Sasserling zum General der Infanterie. München, 6. October. Der siebente Verbandstag der deutschen Frauenbildungs- und Frauenerwerbs- Vereine wurde vom Ministerialrath Auer, dem Ober-, regierungsrath Thelemann, dem Oberbürgermeister Wieden^ ' mayer, dem Geheimerath Schneider-Berlin (Namens des preußischen Kultusministers) begrüßt. Frau Schepler-Lette (Berlin) präsidirte. Frau Betty Name (München) referirte über Arbeiterinnenheim, Hilfskassen und Speise^nstalten. Sie hebt die kaiserliche Socialresorm als sehr wichtig für die Frauensragen hervor. Frau Biber-Böhm schilderte die Zustände in großen Städten als gefahrdrohend für die Sitten des weiblichen Geschlechts. Frau Löper-Honusselle (Jnspringen) besprach die Lehrerinnen-Frage. Morgen Schlußsitzung. München, 6. October. Kaiserin Friedrich mit ihren Töchtern ist heute Nachmittags eingetroffen und beabsichtigt einen zweitätigen Aufenthalt in München zu nehmen. Die Prinzessinnen dagegen reisten Abends nach Berlin weiter. Detmold, 6. October. Der Lippe'sche Landtag setzte die Berathung des Regentschaftsgesetzes fort. Die Linke beantragt, jene Bestimmung der Vorlage, welche den Fürsten zur Wahl des Regenten aus den Agnaten seines Fürstenhauses ermächtigen würde, durch die Einrichtung eines vom Landtage zu wählenden Regentschastsrathes zu beschränken. Wien, 6. October. Der deutsche Botschafter Prinz Reuß richtete an den Gründer der Freiwilligen Rettungsgesellschaft, Grasen Wilczek, ein sehr verbindliches Schreiben mit der Mittheilung, daß Kaiser Wilhelm, welchem das segensreiche Wirken der Gesellschaft vielfach bekannt geworden sei, derselben 500 Mark zu geeigneter Verwendung zugewiesen habe. Graf Wilczek dankte dem Botschafter und bat ihn, seinen Dank nnd den Dank der Gesellschaft für die Gabe dem deutschen Kaiser zu unterbreiten. Wien, 6. October. Der Bürgermeister Prix stattete heute dem Botschafter Prinzen Reuß einen Besuch ab und bat ihn, dem Kaiser Wilhelm seinen Dank für die ihm verliehene Ordensauszeichnung zu übermitteln. Radmer, in Steiermark, 6. October. Bei der heutigen Kaiser-Jagd am Weißenbachl, woran auch Prinz Arnulf von Bayern theiluahm, wurden 47 Gemsen zur Strecke gebracht. Zum Hosdiner um 7 Uhr Abends wurde auch der Bezirkshauptmann zugezogen. Die Tafelmusik lieferte die Leobener Stadtkapelle. Morgen wird am Gerstenberg gejagt: Daß die gemeinsame Abreise der beiden Kaiser auf Mittwoch angezeigt ist, wird officiell bestätigt. Bern, 6. October. Bei der Volksabstimmung im Canton Tessin wurde mit großer Majorität beschlossen, daß die Revision über die Verfassung nicht durch den großen Rath, sondern durch einen besonderen Versassungsrath vorzunehmen sei. Kopenhagen, 6.October. Der Reichstag wurde heute eröffnet. Der Finanzminister wird morgen das Budget vorlegen. Dasselbe weist an Gesammteinnahmen 54^ Millionen Kronen und an Gesammtausgaben 59 Millionen auf. Für die Befestigung Kopenhagens auf der Seeseite wird die zweite Rate mit 3 Millionen veranschlagt. Der Kassenbestand wird aus 30 Millionen und der Reservefonds auf 18 Millionen angegeben. Belgrad, 6. October. König Alexander und sein Vater Milan siedeln morgen aus dem Militärlager nach dem königlichen Konak in der Hauptstadt über. Die Meldungen, wonach Exkönig Milan das Obercommando über das serbische Heer verlangt haben und der Metropolit Michael pensionirt sein sollte, werden in Regierungskreisen als unrichtig bezeichnet. Konstantinopel, 6. October. Wendt Pascha, der älteste Deutsche in türkischen Diensten, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Cocates wtt» provittjiclte». Gießen, 7. October. — Samstag den 11. October l. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschuffes der Provinz Ober- heffen statt, in welcher folgende Gegenstände verhandelt werden: 1. Gesuch des Philipp Möser VI. zu Wieseck um Con- cession zu einer Schankwirthschaft. 2. Gesuch des Großh. FiscuS um Concessionirung einer Bewässerungsanlage für die fiscalische Seewiese jic Friedberg. 3. Klage des Bergwerksunternehmers Fernie zu Gießen gegen den Kalkbrenner Karl Haas zu Gießen auf Expropriation zu bergbaulichen Zwecken. — Internationales Kaiser-Panorama. Wie man uns witthcilt, wird Mitte dieses Monats im Laden Mäusburg 12 das berühmte Kaiser-Panorama aus Cassel eröffnet werden. Das Local ist zu diesem Zwecke aus vier Monate gemiethet und wird auf das Eleganteste für diese Sehenswürdigkeit eingerichtet (wie in Berlin in der Passage). Das Panorama, welches jede Woche andere Länder und Städte zeigt, ist ein Rolationsapparat. Bequem auf dem Stuhle sitzend, sieht man die prachtvollen naturgetreuen Ansichten an sich so deutlich vorüberziehen, als ob man sie in Wirklichkeit betrachte. Man schreibt aus Cassel, wo sich das Panorama ein Jahr lang befand: „Die von der Firma Kitz & Comp. ausgestellten Kunstwerke sind speciell nach eigener Methode angefertigt- sie sind einzig in der Welt. Infolge wunderbarer Plastik, Perspective und Farbenerscheinung ist die Wirkung eine zauberhafte, das Ganze naturwahr und zwar derart, wie solche der Pinsel des Künstlers nicht hervorzubringen im Stande ist. Die Sachkenntniß der Leipziger Gesellschaft, welche die wöchent- lichen Serien liefert und nur das Beste und Schönste der fünf Erdtheile zu wählen und zu anregenden Cyclen zu ordnen sich bemüht, steht hier im glänzendsten Lichte und tritt namentlich noch durch das prachtvolle Farbenbeleuchtungs- System (Erfindung der Herren Kitz & Comp. in Leipzig) selbst hervor." Zur Eröffnung soll eine großartige Serie, die Pariser Weltausstellung, gewählt werden. £ — Der Landesausschuß der landwirthschaftlrchen Vereine fiir das Großherzogthum Hessen hat einen für die hessische Landwirthschaft wichtigen Beschluß gefaßt und zwar handelt es sich um die Vornahme von Anbanversuchen von Kartoffeln, da in Folge der jetzigen Branntweinsteuergesetzgebuqg die Landwirthe mehr auf den Anbau einer besseren Speisekartoffel angewiesen seien. Der Berichterstatter über diesen Gegenstand, Herr von Oven, hat ein Programm entworfen, welches von der hierzu speciell eingesetzten Commission angenommen worden ist- wir entnehmen demselben Folgendes: „Zur Errichtung der Kartoffelculturanstalten resp. Versuchsfelder im Großherzogthum Hessen würden die landw.. Provinzialvereine um Angabe derjenigen Wirthschaften, unter Berücksichtigung der verschiedenen Bodenqualitäten und klimatischen Verhältnisse zu ersuchen sein, welche sich zum Anbau unter bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen herbeilassen. Jeder Provinzialverein hat drei Culruranstalten anzugeben; es sollen im Ganzen neun Stationen errichtet werden. Für die drei Provinzen sollen auf neun Versuchsstationen zwölf verschiedene Kartoffelsorten zum Vergleich angebaut werden, unter diesen zwölf Sorten dürfen vorerst drei ältere Sorten (aus jeder Provinz eine) sein, welche sich bis jetzt als erprobt erwiesen haben, so daß für alle drei Provinzen neun Versuchsfelder in Bebauung kommen. Die Versuchsfelder sollen eine Länge von 50 Meter und eine Breite von 2,5 Meter erhalten (circa i/,o Morgen) und das Aussaatquantum soll 60 Pfund betragen, das ganze Versuchsfeld ist mit 20 Pfund Phosphorsäure per Morgen zu düngen, und die Bearbeitung hat nach landesüblicher Art zu geschehen, wobei zu beobachten ist, daß das Versuchsfeld jederzeit von Unkraut reingehalten wird. — Eine beachtenswerthe Aendernng im Submisfionsverfahren brachten neuerdings vereinzelte Gemeinden der oberen Bergstraße zur Einführung. Wie allenthalben üblich, wurden bisher vor erfolgter gemeinheitlicher Arbeitsvergebung mit einer öffentlichen Bekanntmachung des Voranschlags die Ueber- nahmslustigen zur Submission in Procenten eingeladen. Nicht selten erlitten dann die Uebernehmer dadurch mitunter bedeutenden Schaden, daß sie ohne vorherige genauere Berechnungen Abgebote von beliebigen Procenten einlegten, im guten Glauben, immer noch an der Arbeit etwas zu verdienen. Die neuere Einrichtung dürfte diesen tiefempfundenen Mißstand nunmehr gänzlich beseitigen oder doch wesentlich mindern. Der Voranschlag wird nämlich nicht mehr öffentlich bekannt gegeben, vielmehr geheim gehalten, und nur die Art und der Umfang der auszuführenden Arbeiten wird veröffentlicht. Sache der Uebernehmungslustigen bleibt es nun, sich den Voranschlag selbst auszuarbeiten und erst nach genaueren Berechnungen und Erwägungen zu submittiren. Dieser Modus nöthigt die Arbeitnehmer zur selbstthätigen Ueber- legung, schützt vor Uebereilungen und bewahrt vor pecuniären Nachtheilen. — Lebensmittel-Preise Ende Augnst 1890. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik kosteten: Ochsenfletsch 1 per Pfund 1 | Rindfleisch per Pfund || Kalbfleisch per Pfund Schwetnefl. per Pfund Hammelfleisch per Pfund l Gemischtes Brod Roggen- Brod Butter per Pfund Milch 1 Liter 1 Eier 1 Stück Stüdle inti Octrot Darmstadt 76 70 70 72 66 14 12 106-121 17 6-8 Mainz 72 56 70 70 65 15 13 104—114 19 5—6 Offenbach | 66 52 66 66 56 15 13,5 114-127 20 5-6 WormS 74 68 72 72 70 13 12 100-110 17 6—8 Gießen Städte ohne Octrot 72 63 58 68 65 14 12,5 106-114 17 6 Bingen 75 70 70 75 70 13 12 5 93-115 19 6—7 Bensheim \ 66 60 66 70 60 12,5 10,5 85-105 17 7 Alzey I 65 60 70 70 70 15 12 100—109 17 6—7 Friedberg ! 68 60 60 60 60 14 13,5 120-130 16 7 Alsfeld 65 59 60 60 — 14 12 90—100 14 5—6 Lauterbach |'64 64 56 64 56 15,5 12 100 14 6 Butzbach, 4. October. Herr Reallehrer Otto wurde vom 1. October ab von hier an das Ludwig-Georgs-Gym- nasium nach Darmstadt versetzt. Vom gleichen Tage ab wurde der Lehramtscandidat Herr Schleußner, welcher seither in Darmstadt thätig war, als Reallehrer an die hiesige Realschule versetzt. *** Aus Oberheffeu, 5. October. „Es gibt nichts Neues unter der Sonne," sagte ich mit Ben Akiba, als ich dieser Tage die Mittheilung „Heiteres aus der dänischen Gesellschaft" in Ihrer geehrten Zeitung las, denn ein gleicher Fall pafsirte uns am schönsten Punkte des Odenwakdes, der in Ihren „Plauderbriefen" gebührend hervorgehoben worden ist. Doch nomina sunt odiosa! — Es war im herrlichen Sommer 1887,- wir hatten trefflich bei Wirth X. zu Mittag gespeist. Er ruht jetzt in der kühlen Erde. Seine Gäste verehrten ihn, denn er war das Muster eines Gastwirths. Große Portionen, reinlich, trefflich zubereitet und dabei spottbillig. Niemals unterließ es £., die Platten noch einmal herumzureichen und zum Zugreifen zu animiren, wenn auch Jedermann Gabel und Messer schon weggelegt hatte. Seine Mehlspeisen waren exquisit und daraus that er sich etwas zu Gute. Eines schönen Mittags hatten wir im Gartensaale zu Mittag gespeist; es sollte eine Parthie nach dem Rodenstein geben. Wohl etliche dreißig Personen waren zum Mitgehen bereit und machten sich etwas schneller mit dem Essen fertig als gewöhnlich. Da kommt 3c. mit seiner Serviette um den Arm geschlungen herbeigelaufen und ruft den ausstehenden Gästen zu: „Awwer so bleiwe Se doch nor noch ’n Aageblick sitze, 's kimmt gleich noch ebbes hinne druff!" — Die Wirkung dieser zündenden Ansprache ist schwer zu schildern. Man braucht nicht bis nach Dänemark zu reisen, auch im Odenwalde gibts Originale in solchen Ausdrücken. J. Hungen, 5. October. Das Gasthaus „Zum Prinz Carl" dahier ist von dem seitherigen Besitzer K. Kohlheyer an den Landwirth und Metzger Otto Bopp von Bellersheim für die Summe von 30000 Mk. verkauft worden. Ueber- gabe erfolgt am 1. November d. I. X. Trais-Horloff, 6. October. Herr Pfarrer Möbius, Vater des Herrn Landgerichtsrath Möbius zu Gießen, welcher vor mehreren Jahren längere Zeit als Geistlicher in unserer Gemeinde wirkte, feiert nächste Woche in B ö nft a d t sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum. X Trais-Horloff, 5. October. Dem Vernehmen nach wird die seit dem 8. Juni d. I. erledigte hiesige evangelische Pfarrstelle mit einem Vicar besetzt werden. Derselbe wird Sonntag den 12. October vorgestellt werden. Der Tag wird von der ganzen Pfarrgemeinde mit Freuden begrüßt werden, da von da an doch die Gottesdienste wieder regelmäßig gehalten werden. Bad-Nauheim, 3. October. Die Erdarbeiten an dem Bade Hausbau nehmen jetzt rührigen Fortgang und kann wohl in den ersten Tagen mit den Fundarnentirungsarbeiten begonnen werden. Bad-Nauheim, 5. October. Die ordentliche Generalversammlung des Zweigvereins für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde (rothen Kreuze) für den Amtsgerichtsbezirk Bad-Nauheim wird am Dienstag den 14. October, Abends 7 Uhr, im neuen Kurhause dahier abgehalten. Außer internen Angelegenheiten stehen folgende Gegenstände auf der Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht (Oberamtsrichter Bauer), 2) Mittheilung über die Krankenträger - Abtheilung (Medicinalrath Dr. Grödel), 3) Mittheilung über den neugegründeten Frauenverein (Geh. Medicinalrath Bode II.). (D. Ztg.) □ Vom Vogelsberg, 6. October. Der Herbststurm, mit welchem der October präludirte, hat den daran geknüpften Erwartungen nicht entsprochen und den sehr noth- wendigen Regen nicht gebracht. In Folge dessen droht die schon seit Monaten anhaltende Trockenheit des Erdbodens der Landwirthschaft nachgerade empfindlichen Schaden zu bringen. Das gilt hauptsächlich von der Wintersaat. Steinhart ist der Boden geworden und es ist dem Landmanne rein unmöglich, die harten Klee-, Erbsen- und andere unbebauten Aecker für die Wintersaat zu bearbeiten. Selbst die sonst sehr locker liegenden Kartoffeläcker brechen sich in Schollen, die keine Egge zerkleinern kann und die mit Hacke und Karst zerschlagen werden müssen. Wie kommt dabei die Kornsaat in die Erde? Die Körner gehen nur halb auf, da dem Boden die zum Keimen nöthige Feuchtigkeit mangelt. Die bereits dem Boden entsproßte Saat geht wieder zurück oder liegt welk am Boden. Der junge Klee aus den Gersteäckern sieht mitunter so welk aus, wie sonst nur in Dürrperioden des Sommers. Der Landmann macht angesichts dieser Umstände keine heitere Miene. Es ist noch viel Korn zu säen, das aber des trockenen Bodens wegen nicht gesäet werden kann. An die Weizensaat ist bei einem solchen Zustande der Aecker gar nicht zu denken. Die Aussichten des Landmannes wären in der That alles andere als günstig, wenn nicht bald oder wenn überhaupt vor Eintritt des Winters kein Regen mehr erfolgte. Und wenn diese Befürchtung wirklich eintreten sollte, so wäre es ein immerhin schon dagewesenes meteorologisches Vorkommniß. Die Witterung fällt eben gar leicht aus einem Extrem in das andere. Auf das nasse Frühjahr und den feuchten Vorsommer ist ein trockener Nachsommer und noch trockenerer Herbst gefolgt. Wie oft ist nicht schon die umgekehrte Folge eingetreten? Es wäre ja allerdings der trockene Herbst nicht schädlich, wenn nur nicht der Erdboden so knochenhart geworden wäre. Hoffentlich macht ihn bald ein gründlicher Regen wieder bearbeitungsfähig. Orleshausen, 5. October. Heute Nacht ll3/4 Uhr ge- rieth die Scheuer des Gemeinde-Einnehmers Laubach dahier in Brand. Den vereinten Anstrengungen der alsbald erschienenen Feuerwehren von Orleshausen, Vonhausen, Eckartshausen und Düdelsheim gelang es, die Ausbreitung des Brandes auf die Nachbargebäude zu' verhindern. Der Brand- beschädigte ist nicht versichert. (B. A.) Homberg a. d. O., 6. October. Am verflossenen Dienstag Abend brachte die hiesige freiwillige Feuerwehr, die Stadtvertretung: Herr Bürgermeister Repp, der Männergesangverein, der Turnverein, der Gesangverein „Frauenlob" und der Kriegerverein dem Herrn Oberamtsrichter Nüb- samen anläßlich seines fünfundzwanzigjährigen Wirkens in hiesiger Stadt einen Fackelzug mit Stündchen. Der Dirigent der beiden Gesangvereine, Herr Lehrer Müller, überbrachte die Glückwünsche der Vereine- der Jubilar dankte in bewegten Worten. Die trefflichen Gesänge, die munteren lebhaften Austauschungen beim Glase Bier im Hotel zum ,/Hessischen Hof" — sie kamen von Herzen und gingen zu Herzen! Am Abend des 1. Octobcr l. I. versammelten sich gegen achtzig Personen von Homberg und Umgegend zu Ehren des Herrn Oberamtsrichters Nübsamen in dem Hotel zum //Hessischen Hof" zu einem solennen Festessen. Vermischtes, * Darmstadt, 4. October. PostPers onalnachrichten. Ernannt sind: der Ober-Postkassenbuchhalter Bitsch zum Ober-Postkasfenkassirer, die Postsecretaire Ob en aus und Ockel zu Ober-Postdirectionssecretairen, der Postsecretair Ziertrnann zum Ober-Postkassenbuchhalter, sämrntlich in Darmstadt, der Postsecretair M a r ch a n d in Offenbach (Main) zum Ober-Postsecretair, der Postassistent Heß in Darmstadt zum Ober-Postassistenten. — Versetzt wurde der Postsecretair Sückau von Berlin nach Michelstadt. * Darmstadt, 6. October. Fabrikant Mühlberger (nationalliberal) wurde zum Landtags-Abgeordneten für Michelstadt gewählt. * Darmstadt, 3. October. Versammlung von Seifenfabrikanten. Gestern faul) im hiesigen Bahnhofshotel eine Versammlung von Seifenfabrikanten Hessens und der Pfalz statt, welche eine durch den enormen Aufschlag der Rohmaterialien zur unbedingten Nothwendigkeit gewordene allgemeine''Preiserhöhung der Seife um 6 bis 8 Mk. vereinbarte. * Alzey, 3. October. Zur Warnung! Gelegentlich der am Sonntag in Bergen stattgehabten Kirchweih genoß ein fünfjähriges Kind zu viel gefärbtes Zuckerzeug, so daß es an den Folgen einer Vergiftung unter fürchterlichen Schmerzen nach drei Tagen verstarb. (Mzr. Tgbl.) * Heppenheim, 3. October. Der 1. Preis der hiesigen Ausstellungs-Verloosung, eine Speisezimmer - Einrichtung, ist einer Arbeiterfamilie in Eberbach i. O. zugefallen, welcher der Erlös daraus wohl zu statten kommt. * Groß-Gerau, 2. October. Ein schöner Act der Wo hl- th ätigk eit wird aus unserem Kreise berichtet. Der Großh. Kreisarzt Herr Dr. Pfarmmüller widmete dem Vernehmen nach das ihm von der Groß-Gerauer Sparkasse für die Einrichtung, des dortigen Krankenhauses gewährte Honorar von 1000 Mk. dem Kinderhofpital Bad-Nauheim. Es soll dafür jährlich eine Anzahl armer scrophulöser Kinder unentgeltlich verpflegt werden. * Hessische Landes-Irrenanstalten. Der Bericht der Verwaltung der Unterstützungskaffe der Hessischen Landes-Irrenanstalten für das Rechnungsjahr 1889/90 ist jetzt erschienen. Bei der alljährlich wiederkehrenden Sammlung freiwilliger Beiträge zu Gunsten der Kasse haben sich während des mit: dem 31. März l. Js. zu Ende gegangenen 15. Geschäftsjahres 13,033 Geber mit zusammen Mk. 11,922,27 bethei- ligt. Die einzelnen Gaben schwankten zwischen 2 Psg. unb 100 Mk. Die Gesammteinnahme für 1889/90 schließt mit. Mk. 19,147,87 ab, an Unterstützungen konnten Mk. 12,574,61 verausgabt werden und das Capitalvermögen der Kasse steigt auf Mk. 40048,12. * Marburg, 6. October. In einer gestern in Webers Restaurant abgehaltenen Versammlung der hiesigen Socialdemokraten, welche von etlichen zwanzig Personen besucht war, wurde für den großen Parteitag in Halle Herr Gutsbesitzer Lauer-Niederwalgern und als dessen Stellvertreter Herr Schriftsetzer Zappay-Marburg gewählt. * Buffallo Bills Wild West im Palmengarten (Neugarten)' zu Frankfurt a. M. zieht fort und fort, begünstigt von dem warmen, klaren Herbstwetter, das Publikum in großem Maße an. Kurz nach der auf dem Programm vorgesehenen Anfangszeit öffnet sich der ungeheuere Vorhang zu der vier Morgen großen Rennbahn und unter den fremdartigen Klängew der Cowboys-Capelle sprengt die Truppe in einzelnen Ab- theilungen in rasender Carriöre herein und nimmt Ausstellung in der Mitte der Bahn. Auf den Wink des Obersten Buffalo Bill kommt die ganze, nahezu 150 Personen starke Schaar nach den Tribünen zugeritten, salutirt hier und sprengt bann in voller Carriöre wieder hinaus, um die einzelnen Nummern des Programms zur Ausführung bringen zu laffen. Es folgt ein Wettrennen zwischen einem Cowboy, einem Mexikaner und einem Indianer, welch letzterer ohne Sattel reitet. Dann producirt sich die berühmte Kunstschützin Fräulein Annie Oakley in geradezu unglaublicher Weise. Mehrere zugleich in die Suft geworfene Glaskugeln schießt sie, bevor sie herunterfallen, nacheinander entzwei. Neben ihr treten noch zwei andere Schützen mit ebenfalls überraschenden Leistungen vor das Publikum. Vielen Beifall sinden die Productionen der Cowboys, wie sie die wilden Prairiethiere einfangen und die Pferde zureiten. Trotz Bäumen, Ueberschlagen und Bocken, ist es den Thieren nicht möglich, sich der kräftigen Reiter zu entledigen, sobald diese sich erst einmal auf dem Rücken des Pferdes befinden. Die Fertigkeit dieser Reiter ist eine geradezu staunenswerthe. Sie lassen sich im rasendsten Lauf von den. Pferden halb heruntergleiten und heben die kleinsten Gegenstände vom Boden auf. Buffalo Bill selbst tritt öfters auf und erregt durch fein ausgezeichnetes Reiten und durch brillante Schießleistungen das berechtigtste Aussehen. Durch die übrigen Nummern des Programms wird der Zuschauer mit dem Leben der Prairie, den Sitten der Indianer, den Jagden auf Büffel und mit den Kämpfen zwischen den Jndiaoern mit den Grenzbewohnern bekannt gemacht. Unter letzteren Darstellungen findet sich auch der Ueberfall der historisch gewordenen alten Postkutsche, in der früher so viele Reisende das Leben verloren haben. Wer sich also für das Treiben im wilden Westen Amerikas interessirt und wer Gewandtheit und körperliche Geschicklichkeit gerne beobachtet, der wird nach einem Besuche Buffalo Bills nicht unbefriedigt zurückkehren. Die Truppe bleibt nur noch nächste Woche und gibt Sonntag den 12. October ihre letzten Vorstellungen. Änntm Bei dem unterzei iß die Stelle eines Substituten alsbald z mige Bewerber wc Vorlage von Führu unseren Gerichtsdiene Gümblein, bei r Dienstleistungen und bundene Vergütung bi- zum 10. d. Giehen, den' GrMerMchs Ai Srefen Bekannt™ gonrav Schlörbl ttbWißt. aut dtt M “inen Dampfkessel au^ Die Mc unb t 14 Lage lang,-am aegenwariißtr *n Platte an gerechnet au tnelfterti flaute lMbuugeii gegen Die J halb gleicher » bei 3 Muffes bei Großh Lavier vorzubrmaen. Gießen, 7. Oktober 11 Großh. Kmsam v. Gagei bi. bi Los-1 der Erd- Steinhauerarbeiten en teriallieserung. Lov- II btt \ Ausstellung des eise: M Bau einer Weg Bahnhof Niedn-Wöl Tmsch, den 18 Bonoittqz 'n nuferem Geschäft Zeichnungen, M 7« bei berRöni, BmcheltiEach SM M 150 sto™ ,Ä’X „Nbun, äS 5»« IttberM 8.11 Nnffij^Wru °°m 178'°-°°' im Amen k lchrisl TÄ""1 Ritten X'W «ufflegen „Sngi Ul 0. 8328 Der « «nfi-i»'7 zu dem friihbb^ Preße ", qlep el / U"6'Mp* ,Or »f;bie Ou°l> ne,A d« $6*1 ff# " .„ioen Wochen eme - elM» ™ ,g »inen Ä Abends 6 Uhr, m Hrer gniifT ltNt, J Ab, l,t Siet immun*e»« leb. cr l. h„ 0 9iiiqen lh 3 “nbHäenb,t(t'n “men dew ' Seliefien, ” i»m k$e’^55==,,*Be* '••fe’S*'.«. 2" £*•>;« 2 Buchhalter f^'ecret(tir V* ÄS &®»Slb=rflEr Bersamnililng ton ÄiWwwUu. f “ 'taten Hessens -n enormen Ansschlng der •httaenbigfeit jetwiiene te um 6 bis 8 Mk. ver- uwung ! GelegeMch ber ! ■wen Kirchweih genoß ein I Zuckerzeug, io baß es qiL sürchterlrchen schmerzen I A , iMzr. $gb(.) tex 1. Preis der hiesigen lseWwer - Einrichtung, ist i. O. zugesallen, welcher kommt. m schöner Att der Wohlreise berichtet. Der Großh. üdmete dem Vernehmen nach -Parkaffe für die Einrichtung rte Honorar von IOOO Mb Es soll dafür jährlich eine- nentgeltlich verpflegt werden, ttn. Der Bericht der Derer hessischen Landes-Jrren- 1889/90 ist jetzt erschienen, en (Sammlung freiwilliger iben sich während des mit gegangenen 15. Gefchäfts- »n M 11/922,27 betjeb '/en zwischen 2 Pfg. und für 1889/90 schlicht mit n konnten Mk. 12,574,61 vermögen der Kasse steigt einer gestern in Webers ig der hiesigen Social- zwanzig Personen b-sncht ag in Halle Herr Gu.S- als dessen Stellvertreter ng gewählt. s Palmengarten (9leugarten> und s°rt, begAW « " , WPeb nUSeüun5 *«“WDS®S SÄ I um b'e einLfren N ti* ‘äjlerif«"« unb ? r iet. r°"” ohne Sai'el QatkS in » Wehr«- W , ^'n?h/nSeif«whi .SÄ* .«fe; SM KÄS . ; " , ,i» unb ctb[ild)( * Frankfurt a. M., 6. October. Buffalo Bill veranstaltet am Mittwoch um 1 Uhr Mittags ein „Indianer- fr üh st ück^, zu dem er eine Anzahl Einladungen auch an Vertreter der Presse hat ergehen lassen. * Frankfurt a. M., 6. October. Im Hasen liegen große Sendungen A e p f e l, die bereits in die Schiffe verladen werden und für Holland bestimmt sind. Der diesjährige Aepfel- wein verspricht, sowohl nach Blume wie Geschmack, vorzüglich zu werden, die Qualität der Aepsel eignet sich in diesem Jahre ausgezeichnet für die Aepfelweinproduction. Die reichlich ausfallende Ernte, sowie die Thatsache, daß die Aepfel sehr- brühig sind, sorgen dafür, daß die Freunde des Hohenastheimers für ihr Getränk weniger anzulegen haben werden wie im vorigen Jahre. * Ein Pariser, Julius Nicolle, 18 Jahre alt, hat vor einigen Wochen eine Reise beendet, die in den Annalen des VelocipedSports einen ganz hervorragenden Platz einnehmen dürfte. Derselbe bestieg Sonntag den 17. August, Morgens 4 Uhr, in Rüsselsheim bei Frankfurt a. M. ein Bicycle „O P e 1»B l i tz" und traf am folgenden Freitag, den 22. August, Abends 6 Uhr, in Paris, nie Grange-Bateliere, ein, hat also in 5*/, Tagen eine Strecke von mehr als 600 Kilometern | zurückgelegt. VerSe-r, Cmefc* und äieherr, 7. Oktober. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. M 0,90—1,00, Hühnereier 1 St. 7, 2 St---H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. — Käse pr. St. 4—8 H, Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen pr. Ater 18 4, Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar JA 0,50—0,70, Hühner pr. Stück JA 0,90—1.00, Hahnen pr. St. JA 0,60-0,90, Enten pr. Stück JA 1,50—1,70, Ochsenfleisch pr. Pfd- 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60-64 H, Schweinefleisch 70-80 Hammelfleisch 62—68 H, Kalbfleisch 60—64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo JA 4,00-6,00, Weißkraut pr. St. 4—6 Zwiebeln per Centner JA 5,50—0,00, Milch per Liter 12-18 4- — Zimmerschmuck an- Herbstblätter«. Von der mannigfaltigen Pracht des deulfchen Herbstwaldes läßt sich ein kleines Stück bis zum Frühjahr als Zimmerschmuck cons-rviren, indem man die verschieden gefärbten Blätter, nachdem sie von Staub rc. gereinigt sind, mittelst eines Pinsels mit einem dünnen Lacküberzug versieht, wobei die Stiele nicht zu vergessen sind. Nachdem der Lack getrocknet I ist, können die Blätter zu einem Bouquet vereinigt werden und halten ' sich vorzüglich. — Von Sr. König!. Hoheit dem Großherzog wurde den hiesige» Abgebrannten eine Allerhöchste Beihülfe von 30- Mk. verwtlltgt, welche uns durch Großh. Provinzialdirection Oberheffen übermittelt wurden. Weiter gingen ein und werden quittirt: Lehrer Kammer, Mainzlar 10 Mk., Ungenannt, Londorf 2 Mk., Bürgermeister Geißler, Lollar 6 Mk., Anton Petri Wwe., Gießen, ein Pack Kleidungsstücke. Indem wir allen Gebern hiermit nochmals herzlich danken, schließen wir die Sammlung mit dem Anfügen, daß für gewissen- hafte Verwendung der Gaben gesorgt werden wird. Staufenberg, den 6. October 1890. Heintze, Pfarrer. Stephan, Bürgermeister. Frankfurter Stadttheater. Für Montag den 13. October ist im Frankfurter Opernhause abermals ein Gastspiel von ungewöhnlichem Jntereffe in Aussicht, indem an diesem Abende die berühmte Sängerin Frau Pauline Lucca auftreten wird. Die Künstlerin hat für dieses Gastspiel eine ihrer glänzendsten Partien, die Angela im „Schwarzen Domino" gewählt, welche Oper seit vielen Jahren in Frankfurt nicht zur Darstellung gelangte und speciell für das Auftreten der Frau Pauline Lucca neu einstudirt worden ist. Platzbestellungen für dieses Gastspiel werden von jetzt an täglich an der Kasse des Opernhauses entgegengenommen. Bekanntmachung. Konrad SchlSrb I. von Lauter beabsichtigt, auf der Walkmühle zu Lauter einen Dampfkessel auszuftellen. Die Pläne und Beschreibung liegen 14 Tage lang, vom Tage des Erscheinens gegenwärtiger Bekanntmachung in diesem Blatte an gerechnet, auf Großh- Bürgermeisterei Lauter zur Einsicht offen. Ein- wenbunflen ^egen bie Anlage sind inner halb gleicher Frist bei Meldung des Ausschlusses bet Großh Bürgermeisterei Lauter vorzubringen. Gießen, 7. October 1890. Großh. Kreisamt Gießen. v. Gagern. 8351 Bekanntmachung. Bei dem unterzeichneten Gericht ist die Stelle eines Gerichtsdiener- Substituten alsbald zu besetzen. Etwaige Bewerber wollen sich unter Vorlage von Führung-Attesten bei unseren Gerichtsdienern Korell und Gümblein, bei welchen auch die Dienstleistungen und die damit verbundene Vergütung zu erfragen sind, bi- zum 10. d. M. anmelden. Gießen, den 4. October 1890. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Frefenius. 8256 Verdmg. Loo- I der Erd-, Maurer- und Steinhauerarbeiten einschließlich Ma- teriallieserung. Loo- II der Anfertigung und Ausstellung des eisernen Ueberbaues zum Bau einer Wegeüberführung bei Bahnhof Rieder-Wöllstadt. Termin: Samstag, den 18. October 1890, Vormittags 10 Uhr in unterem Geschästslocale. Zeichnungen, Bedingungen u. s. w. können bei der Königlichen Eisenbahn- Bauinspection Marburg und dem Bahnmeister Gülke zu Friedberg eingesehen oder gegen kostenfreie Einsendung von 1,50 Mk. zu Loos I und 2 Mk. zu Loos II durch unseren Bureau-Vorsteher bezogen werden. Zuschlagsfrist 2 Wochen. 8206 Königliches Eisenbahn-Betriebs-Amt tMain-Weser-Bahn) zu Cassel. Vergebung von Chausfinmgsarbeiten. Die zum Bau einer Kreisstraße von Gießen nach Leihgestern erforderlichen Chaufsirungsarbeiten im Voranschlagsbetrag von 36110 M. sollen im Wege schriftlichen Angebots im Ganzen oder in einzelnen Loosen vergeben werden. Angebote sind bis spätestens 14. Oktober d. Js., Vormittags 10 Uhr, auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst der Voranschlag und die Bedingungen zur Einsicht aufliegen, abzugeben. Gießen, am 6. October 1890. Der Kreisingenieur: 8328____________Stahl. Die Angebote auf Lieferung der Menagebedürsniffe für das III. Bataillon Jnf.-Regts. Nr. 116 sind nicht bis 15., sondern spätestens bis 11. October d. Js., Vormittags 8 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. [8340 Müller, Hauptmann und Präses der Menage- Commission III/116. Arbeitsvergebuug. Die zur Bergrößerung einer CokeShalle erforderlichen Maurer-, Zimmer-, Dachdecker-, Weißbinder- und Spenglerarbeiten sollen im öffentlichen Sub- missionswege vergeben werden. Zeichnung, Kostenanschläge und Bedingungen liegen auf unserem Bureau zur Einsicht auf. — Verschloffene Angebote mit diesbezüglicher Aufschrift sind bis spätestens 13. ds. MtS, Abends 7 Uhr, daselbst einzureichen. Gießen, 6. October 1890. Städtische- Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. 8327 Keikgeöotenes. 8347] Acchte junge Dachshunde zu verkaufen.__Wiener Hof. Bestellungen auf Malztreber werden täglich angenommen, per Zuber 36 Pfg. [8350 Aktien-Brauerei Gießen- Beste Taschentuch-Parfüms in decorirten Gläsern und offen zum Auswiegen empfiehlt 8310] Otto Schaaf, Drogenhandlung. 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Consvl- ® ll e ® m Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 7. October 1890. peilen, Eredmrttten Oesterr. Etaatsbahn-Aettev Dortuumder Union-Acttev Darmstüdter Bautacttev Geschäfts-Verlegung. Einem geehrten Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich mit dem Heutigen mein Ladengeschäft von Lindenplatz nach Kirchenplatz 9 Verlegt habe und bitte das mir seither geschenkte Vertrauen auch fernerhin gütigst bewahren zu wollen. Gleichzeitig empfehle ich große Auswahl vou Blatt- und blühenden Topfpflanzen, sowie als Specialität: alle vorkommenden Murnenöindereien vou den billigsten bis zu den feinsten Ausführungen. Gießen, den 5. October 1890. Hochachtend Bekanntmachung Die Ziehung der Gewinne der „Lotterie für Hagelbeschädigte einiger Gemeinden der Kreise Wetzlar und Biedenkopf" findet Freitag ben 10. d. M., von Vormittags 8 Uhr an, im Fürstlichen Schlosse dahier statt. Lich, den 6. October 1890. 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Lieferung in der Reihe der eingehenden Bestellungen frei in den Keller. ' ' 8175 Gietzen (Hardthof), 2. October 1890. Schlenke. Die Sicher Hähabend. Es werden in diesem Winter zwei Nähabende eingerichtet werden, jedesmal Dienstag und Freitag, Abends von 6 bis 8 Uhr, im Saale -es alten Rathhauses. Zur Theilnahme werden vor allem die confirmirten Mädchen eingeladen, und es wird dämm an Eltern und Herrschaften die Bitte gerichtet, ihnen zum Besuch des Nähabends behilflich zu sein. Mädchen, welche noch die Schule besuchen, können nur zugelassen werden, wenn sie dem ältesten Jahrgang angeboren. Etwaigen Wünschen wegen Verlegung auf spätere Stunden, etwa von Seiten von Fabrikarbeiterinnen und Dienst« boten, werden wir gern entgegenkommen. DiSconto-Comm Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelüges. Oenerr. Credit-Äct. Wiener BankvereinS-Act Oesterr. Staatsbahn Lombard. Eisenbahn UiM T'« «Ig 105 95 4 pCt. Ungar. Goldrentr 99 45 5 , Jtalimer Rente 106 00 Oesterr. 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