Utntr, lürltn, Mm Lewnkenswerth ist rme dswleihe. lstigt und erzielten auch n 163 auf 169 fliegen. n größten TM wieder erwäsnte Gerüchte über Ugkmeine EleclricitäiL- sind aus diesem Grunde '—<^ 2802 *he "Vtonx12 Ud' as*** 6 Uhr bi« "°»ttas» Do» । fe, dlß oSes Mm ,nun9 * liegt, zu jBQwe. rm59« i* Dame!vo« in® charattervoüe» /,-Eear zu trete«. Uttärs bevorzugt. « wb J. m. §3% *, Dresden. J «eßilcke, sowie ganze 'erden fortwährend ;, sticken und genommen. Lüdanlage 15. Zöch. ire vor ,88il89 i. Gold- iMn; L.L. .1880t 28./VI | 94.10/ 86.60 89.75 M.35 18.70 102.80 88- 5./VII. 93 90 86.95 89.10 102.20 18.55 102.40 85.50 156.- tibttb- einsbank „ 269.- 276.- TUI101.9° M. ' 97.2° I 85.6« 101-6° SS.l° 106-8° 10S.Sb 105.40 99.65 66.25 100.70 100.80 84.50 58.15 6185 94.75 93.65 85.90 105.70 99.50 66.35 101.10 101.— 85.20 58.50 65.10 9130 93.40 8680 i*'J E S».Sb -06.5° 1016° -7.2° mbarbtn 1 bfc bo. teuft. (Sollt.) i gift« at> n - • Gtsenb- i aarnt. 5&U 'S* 269.95 A SrÄnS' 119.90 t01.8° jQXUp lö«.^ 1)2.20 . . ' ',3l.l° 1)8.60 167.601169.22 1 äS • H1.80H1330 . .- • K i’irf .—>• ' m.25 1« 'A l«ti” • ,5.75 12«^ Nr. 155. Dienstag den 8. Juli 1890 De: $it$cner Anzeiger erscheint täglich, »rit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener M««tkierrvkLtter «erden dem Anzeiger »Schentlich dreimal deigelegt. Gießener Anzeiger Kenerak-Mnz^er. Bierreljährlger AVonnementspret». 2 Mark 20 Pfg. m4 Bcingerlohn. Durch Die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Lxpedtn»» und Druckerei: Kchntftraße Nr.' f^ernlvrecher 5’ Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giefzem Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. aSKl'L'SIlL.’ 1 5S!Me=TMEL 1 ’■ ■ ■aiMW.. -1---------SS Gratisöeisage: Gießener Iarmtienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" mtgegen. Amtlicher Theil. Gießen, am 5. Juli 1890. Betr.: Landtagswahlen. Das Großherzogliche Kreis amt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien der Provinzial- Hauptstadt Gießen, deS 3. und 6. Wahl- ^bezirkS der Provinz Oberheffen. Unter Bezugnahme auf unsere Verfügungen vom 2. und 30. Juni l. I. — Kreisblatt Nr. 126 und 151 benachrichtigen wir Sie, daß durch Verfügung Großh. Staats- Ministeriums zu Wahlcommiffären ernannt worden sind: für die Provinzial - Hauptstadt Gießen: Großh. Regierungsrath Jost zu Giesten; für den 3. Wahlbezirk: Großh. Amtmann Wallau zu Friedberg; für den 6. Wahlbezirk: Großh. Amtmann Nebel in Gießen. Unverzügtiü) nach beendeter Wahl der Wahlmänner ist gemäß § 40 der Anleitung das WahlprotocoÜ nebst sämmt- lichen dazu gehörigen Beilagen und den in versiegeltem Umschlag beizufügenden Stimmzetteln an den bestellten Wahl- commissär einzusenden. __v. Gagern-________________________ Gießen, den 4. Juli 1890. Betr.: Den Termin für die Einsendung der Kirchenrechnungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen att die evang. Kirchenvorstände des Kreises. Der späteste Termin für die Ablieferung der Kirchenrechnung an Sie ist auf Ende August festgesetzt. Da die Erfahrung gelehrt hat, daß dieser Termin häufig von den Kirchenrechnern nicht eingehalten wird, die rechtzeitige Aufstellung und Prüfung der Rechnung aber für den geordneten Geschäftsbetrieb aller beteiligten Behörden nothwendig ist, sehen wir uns veranlaßt, Ihnen auszugeben, die erfolgte Abgabe der Rechnung für 1889/90 uns spätestens bis zum 1. September l. I. anzuzeigen, event. zu berichten, daß der Kirchenrechner den festgesetzten Termin nicht eingehalten hat. Mit dieser Anzeige ist gleichzeitig der Nachweis über den an den evang. Centralkirchensonds abzuliesernden Ueberschuß aus dem Einkommen der Pfarrstelle einzufenden, event. zu berichten, daß ein derartiger Ueberschuß nicht vorhanden ist. v. Gagern. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert, pro Monat Juni für den Lieferungsverband Gießen pro 100 kg betragen: Hafer =X 19.60, Heu JL 6.30, Stroh 6.10. Gießen, am 5. Juli 1890. Großherzogliches Kreis amt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Großh. Beigeordnete Konrad Wagner I. von Allendors an der Lumda zum Stellvertreter des Standesbeamten des Standesamtsbezirks Allendors an der Lumda ernannt und als solcher in Pflichten genommen worden ist Gießen, den 3. Juli 1890 Grobherzogliches Amtsgericht. Fresenius. Deutsche- Reich. Berlin, 5. Juli. Gegenüber den Zeitungsmeldnngen, betreffend die Auslassungen Wißmanns über die politische Thätigkeit der englischen Missionare können wir eonstatiren, daß Wißmann derartige Aeußerungen weder gethan, noch solche sich überhaupt auf deutsche Missionare hätten beziehen können. Berlin, 6. Juli. Deutsches Bundesschießen. Bei bewölktem Himmel und windigem, sonst günstigen Wetter passirte der Schützenfestzug, der über eine Stunde währte, die Feststraße, die in ihrer eolossalen Ausdehnung von Menschenschaaren dicht besetzt war. Das Publikum zeigte sich Anfangs spröde, eher in Ulkst^nmung, erwärmte sich aber schließlich lebhaft. Das Interesse war im Allgemeinen mehr dem Schaugepränge zugewandt und es zeigte sich weniger persönliche herzliche Theilnahme. An der Spitze des Zuges ritt ein Herold mit dem Reichsbanner, dann folgten die auswärtigen Schützen, nach Nationalitäten geordnet, voran die Amerikaner, ein Theil derselben in Equipagen. Die Italiener wurden besonders lebhaft begrüßt. Zwischen den einzelnen Schützengruppen schritten Scheibenträger, Musikbanden und die Fahnenträger. An die Schützenvereine schloß sich ein prachtvoller Costümzug, der die Entwicklung des Schützenwesens seit dem 13. Jahrhundert veranschaulichte, wobei jeder Zeitabschnitt durch charaeteristische Figuren und Gruppen hervortrat. Die Gruppen, welche das 16., 17., 18. und 19. Jahrhundert darstellten, schienen nicht zu lebhaft zu interessiren, einzelnes humoristische war jedoch wohl gelungen. Inmitten des Zuges wurden die hervorragendsten Ehrenpreise getragen. — Der zweite Theil des historischen Festzuges, die Festwagen, erregte theilweise großen Jubel. Der Wagen yMSBMKVM» UtTOir— „Frankfurt", welcher edel und ernst, vielleicht zu feierlich gehalten, mit einem Baldachin von Goldbrokat, machte den Anfang — eine schöne Gruppe von Kaufherren und Patrizierinnen. Die Frankfurter, Hessen und Nassauer sanden einen warmen Willkommen, der Bremer-Wagen (ein Hansa- schiff) war imponirend und der Wiener Wagen heiter und farbenfroh. Die Meraner Schützeneapelle und die Oesterreicher wurden jubelnd begrüßt. Der Stuttgarter Wagen war der wirksamste und lieblichste, auch der Düsseldorfer und der Münchener waren nicht übel. Die Bayern jauchzten und jodelten. Der „Jubiläumswagen Frankfurt" machte einen stolzen, aber etwas frostigen Eindruck, während der Festwagen „Berlin", welcher den Wagenzug schloß, einen reichen militärischen Charaeter zeigte. Vereine mit Fahnen und Musik bildeten Spalier. Der Festzug setzte sich vor 1 Uhr in Bewegung. Am Rathhaus, wo ein Trompetereorps jede einzelne Gruppe des Zuges mit Fanfaren begrüßte, hielt Oberbürgermeister v. Forckenbeck eine kurze Bewillkommnungsrede. Die Haltung des Publikums war in der ersten Hälfte der Feststraße gut ^ schwerere Unfälle sind bis jetzt nicht bekannt geworden. F. Z. Ausland. Christiama, 5. Juli. Der Kaiser^trat mit dem deutschen Geschwader um 3x/2 Uhr Nachmittags die Weitersahrt an. Paris, 5. Juli. Im Nihilistenprozeß verurtheilte das Zuchtpolizeigericht die Angeklagten, außer Frau Reinstein und Fräulein Bromberg, welche sreigesprochen wurden, zu je 3 Jahren Gesängniß und 200 Francs Geldstrafe. Höckel- mann-Landesen wurde in contumaciam zu 5 Jahren Ge- sängniß verurtheilt. Madrid, 5. Juli. Bezüglich der auswärtigen Politik des neuen Cabinets verlautet, daß dasselbe die bisherige Politik aufrecht erhalten werde; Canovas werde sich nicht in die europäischen Angelegenheiten mischen und mit allen Mächten freundschaftliche Beziehungen unterhalten. Lissabon, 5. Juli. Die Deputirtenkammer genehmigte mit großer Mehrheit die Vorlage, betr. eine sechsproeentige Erhöhung aller Steuern. Belgrad, 5. Juli. Der serbische Gesandte Simie begibt sich übermorgen nach Wien behufs Einleitung einer diplomatischen Aetion betreffs des Schweineeinfuhrverbots. Kairo, 5. Juli. Das amtliche Blatt veröffentlicht ein Deeret des Khedive, durch welches die neue Daira-Anleihe genehmigt wird. Washington, 5. Juli. Die republikanischen Abgeordneten der aus Mitgliedern des Repräsentantenhauses gebildeten Commission zur Prüfung der Silberbill trat heute zusammen- es wurde aber kein definitives Resultat erzielt F-uilleLsn. Heiteres aus dem Gerichtssaal. „Wenn bet de Herren der Schöpfung sind jsein sollen, denn kann sich de janze Welt bejraben lassen, un icE rathe 'ne jede deutsche Jungfrau, sich so'n Kerl zweemal jehörig anzukieken, ehe se sich mit ihm uffs Standesamt verkrippern dhut!" — Frau Woltz, welche vor dem Schöffengericht in Berlin mit diesen Worten ihrem Herzen Lust machte, ist eine kleine, offenbar von den Sorgen des Lebens belastete Frau, welche um ihren Kopf ein dickes Umschlagetuch gewickelt hat und aus demselben mit ihrem gerötheten und von Zornadern durchsetzten Gesicht nur mühsam herauslugen kann. — Präs.: „Liebe Frau, es handelt sich hier lediglich um die Scheibe, welche Sie muthwillig mit dem Schrubber zerbrochen haben- Ihre sonstigen Familienschmerzen interessiren uns sehr wenig." — Angekl.: „Herr Jerichtshof! Wenn der Mensch, un er is nu mal verheirath, denn will er doch ooch, so zu sagen, 'n Mann haben, aber keen Saufaus nid). Herrjott, warum bin ick blos feen Mann jeworden, denn brauchte ick mir von so 'ne miserablichte Cretur nid) uff meine alten Dage noch so schinderhannessen lassen! So wat hält feene Kuh aus!" — Präs.: „Wenn Sie sich mit Ihrem Manne nicht vertragen können, so geht das uns hier gar nichts an. Hier steht nur die Scheibe zur Frage." — Angekl.: „Verdragen nennen Se so wat? Als ick mit meinem Willem vor den Altar des Herrn jegangen war, da hat er mir versprochen, alle Weile immer en Mann sind zu wollen, vor den ooch Jürschten und Jrasen den Hut abziehen sollen. Darüber sind llu achtzehn Jahre ..." — Präs, (unterbrechend): „Um Gotteswillen, wollen Sie uns etwa die achtzehn Jahre Ihrer Ehe hier schildern? Dann entziehe ich Ihnen das Wort." — Angekl.: „Lieber Herr Jerichtshof, ick wollte Sie blos 'ne jedrängte Uebersicht von so'n Musterexemplar erjebenst vorführen, da würden Se 'ne helle Freide dadran haben und jar nid) bejreisen können, det mir die Falle noch nid) jänzlich ins Blut getreten is. Aber natürlich! Wir sind ja blos dazu da, de Herren de Knöppe anzunähen oder wenn mal det Schemisettenband abjerissen is — sonst aber können wir Rooch schnappen un Hungerpoten saugen, denn die Herren der Schöpfung verkreschen Allens in de Destille un trenn ooch ihre Plautze ..." — Präs.: „Jetzt ists aber zu viel des Schwatzens. Antworten Sie mir nur auf meine Fragen: Was haben Sie am Montag den 14. April bei dem Schultz gewollt?" — Angekl.: „Nich mehr un nid) weniger als wie meinen Mann. Ich menagerire mir schon beinahe, ihm noch so zu toosen, aber bis jetzt is et ja noch mein Mann." — Präs.: „Also ihr Mann befand sich wohl beim Gastwirth Schultz, und Sie wollten ihn, wie ich verstehe, zu Hause haben?" — Angekl.: „So ’ne Mannsperson is doch feene Spirituslampe! Wenn mein Mann so ’n halben Dag in die infamidjte Budike jesessen hat, dann brauch'n Se’n blos ’n Tocht in de Jurjel ziehen und Se haben det scheenste Licht. Ick jetrau mir zu jlooben, det so ’n Jndiwidebum doch ooch mal in seine vier Pfähle jehört, zu seine Jattin und seine nach Brod schreiende Jöhren — un Brod duht weh wenn es nich da is!" — Präs.: „Das ist sehr lobenswerth, wenn Sie Ihren Mann dem Bannkreise des Aleohols entreißen wollen, doch dürfen Sie dabei keinen Exceß ausüben." — Angekl.: „Herr Jerichtshof! Wenn Eener seinen Mann am Sonntag Abend de scheensten Pellkartoffeln mit brauner Mehlstippe vorsetzen duht und dabei allerlei Versprechungen von wegen Besserung un so, un denn immer „Mutterfen hier" und „Mutterfen da" un „Mutterfen jieb mich noch ’n Happen- pappen", un man is so janz jlücklich, daß der Himmel janz voll Jeijen hängt, un am nächsten Dag da sitzt der Jemahl schon wieder Vormittag in die Budike und sitzt ooch Nachmittag noch wie anjejossen — denn soll mir doch Eener jrüßen, wenn man da nicht aus alle Fassongs jetzt!" — Präs.: „Wir wollen Ihnen das gern glauben, wissen aber noch immer nicht, warum Sie die Scheibe entzwei gestoßen haben." Angekl.: „In meine janze jroße Kopplosigkeit loose ick zu Schultzen, un — wie finden Sie die Jemeinheit? — da sitzt mein Willem mit drei Sansbrieder und singt immer, det de Fenster klirren: „O, ihr Frauen, reizende Frauen, ihr seid der scheenste Schmuck der Natur!" Ick schreie dazwischen: „Jebt mich meinen Mann retuhr!" — aber so 'ne Sorte hat ja keenen Respect nich vor det zarteste Weib! Ick hörte blos noch wat von „Schachtel", „Schrulle", „Spinatwachtel", un denn konnte ick de Diehre von draußen zumachen." — Präs.: „Vor Wuth haben Sie sich dann den Schrubber geholt und die Scheibe zertrümmert?" — Angekl.: „Herr Jerichtshof, wenn ick det nich jethan hätte, wäre mein Willem in die Athmungsfäre janz jewiß jestickt. Die haben ja jequalmt, als wenn ’n Kossäthe backt! Da konnte Keener mit ’n Säbel durchhauen!" — Der Staatsanwalt beantragt 5 Mk. und der Gerichtshof erkennt auf 3 Mk. Geldstrafe, event. 1 Tag Gefängniß. — Die Angeklagte erklärt, daß sie dann wohl sitzen müsse, da sie „Ladewigs größtes Portemonnaie" nicht habe. * Ein Wortgefecht. Die Durchlaucht eines kleinen deutschen Staates empfängt den Bankier Goldberger in Privataudienz. Den Namen wiederholend, macht Durchlaucht die scherzende Bemerkung: „Ein Geldborger wäre mir- lieber", woraus der Bankier schlagfertig erwiderte: „Wenn Durchlaucht nur Buchstaben zu versetzen haben, wird Ihnen kaum Jemand Geld borgen." webhalb in der nächsten Woche eine weitere Sitzung stattfinden soll. ______________________ Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Berlin, 5. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Genehmigung des Reichskanzlers zur Einfuhr von Schweinen, Schweinefleisch einschl. Speckseiten und Würsten aller Art aus Dänemark bis Weiteres. Lebende Thiere würden unter der Bedingung eines Gesundheitsattestes eines dänischen Thierarztes und nach nochmaliger Untersuchung an der Grenze durch einen deutschen Thierarzt zugelassen werden. Berlin, 5. Juli. Vormittags, Mittags und Nachmittags trafen von allen Seiten Extrazüge ein, die Festgäste zum deutschen Bundesschieben hersührten. Alle wurden an den Bahnhöfen vom Empfangsausschusse empfangen und vom Publikum lebhaft begrüßt. Die Schützen marschirten in geordneten Zügen nach dem Rathhaus, wo sie die Fahnen abgaben und den Ehrentrunk einnahmen. Unter den Angekommenen sind 600 Bayern und Tyroler und etwa 300 Oesterreicher und Ungarn. Danzig, 5. Juli. Oberbürgermeister v. Winter erbat in einem Schreiben an die Stadtverordnetenversammlung seine schleunige Entlassung, da sein Gesundheitszustand, der durch längeren Urlaub nicht gekräftigt worden sei, ihm die Fortführung der Geschäfte verbiete. Dresden, 6. Juli. Das dem Bildhauer Ernst Friedrich August Ri et sch e l in seinem Geburtsorte Pulnitz errichtete Denkmal wurde heute unter äutzerst zahlreicher Betheiligung feierlich enthüllt. Professor Adolf Stern aus Dresden hielt die Festrede. Wien, 6. Juli. Das „Fremdenblatt" sagt unter Hinweis auf die gegen die Schweineeinfuhr aus Serbien ergriffenen Maßregeln, dieselben hätten durchaus keinen politischen Character/ auch handle es sich dabei nicht um eine allgemeine Ausschließung der Schweineeinfuhr aus Serbien, sondern lediglich um veterinärpolizeiliche Maßregeln gegenüber einer Einfuhr von kranken und seucheverdächtigen Schweinen. Christiania, 5. Juli. Bei der gestrigen Rückfahrt von Hönesos hielt Kaiser Wilhelm in Drammen und nahm die Begrüßung der Behörden und einer Deputation der Deutschen entgegen. Trotz dem heftigen Regen war die Bevölkerung von allen Stationen zusammengeströmt und begrüßte den Kaiser jubelnd mit Hurrahrusen. Nach dem Eintreffen in Christiania war Familiensouper und Marschallstafel. Der König hat sämmtlichen Herren des kaiserlichen Gefolges seine Photographie mit eigenhändiger Unterschrift geschenkt. Heute Vormittag begaben sich der Kaiser, der König, der Kronprinz und Prinz Eugen zur kaiserlichen Flotte und werden „Baden", „Oldenburg" und „Irene" besichtigen. Auf dem „Hohen- zollern" wird das Frühstück eingenommen. Um 3 Uhr Nachmittags erfolgt die Abfahrt des Kaisers, zunächst nach Bergen. Christiania, 5. Juli. Der Kaiser schiffte sich heute um 11 Vs Uhr zur Weiterfahrt ein. Die Verabschiedung war sehr herzlich und die Bevölkerung veranstaltete die wärmsten Kundgebungen der Sympathie. Paris, 5. Juli. Aus der Rhede von Brest fand gestern ein Zusammenstoß der vom Manöver zurückkehrenden Torpedoboote 66 und 72 statt. Die Beschädigungen sind nur leichte. Das Boot 66 war schon vorher beschädigt. Madrid, 5. Juli. Das neugebildete Ministerium ist folgendermaßen zusammengesetzt: Canovas del Castillo- Ministerpräsident, Herzog von Tetuan-Auswärtiges, Cosgayon- Finanzen- Silvema-Jnneres, Villaverde-Justiz, Jsasa-Handel, Azcurruga-Krieg, Beranger-Marine und Fabic Colonien. Valencia, 5. Juli. Den letzten Nachrichten aus dem Choleragebiet zufolge sind in den zehn Orten des Gebietes von Valencia insgesammt 21 Cholerasälle vorgekommen, von denen 13 tödtlich Verliesen. London, 7. Juli. Aus der Bowstreetstation versagten am Samstag 130 Schutzleute den Gehorsam wegen Versetzung eines Kameraden, welcher die Agitation geleitet. Es wurden sür den Nachtdienst Ersatzconstabler herangezogen. Die Delegirtenversammlung aller Polizeibezirke beschloß, daß Montag Abend die ganze Polizei ausstehe, wenn der Minister des Innern nicht aus das Gesuch um Solderhöhung befriedigende Antwort ertheilt. totales rrnd provhtjieUw* Gießen, 7. Juli. — Landlagswahl. Den in der Gemeinde Gießen zur Wahlmännerwahl stimmberechtigten wie den wahlberechtigten Staatsbürgern theilen wir mit, daß der nächsten Nummer des „Gießener Anzeigers" die amtliche Liste der stimmberechtigten und wählbaren Staatsbürger beigelegt werden wird. Wer also nicht in der Lage ist, die Liste auf der Bürgermeisterei selbst einzusehen, kann sich aus der dem Anzeiger beigelegten darüber vergewissern, ob sein Name in derselben steht. — Zur Landtagswahl. (Berichtigung der Localnotiz in Nr. 154, 2. Blatt). Wer ist bei den Urwahlen stimm - be.rechtigt? Stimmberechtigt bei den Urwahlen zur Wahl für die Wahlmänner sind alle Staatsbürger, welche: a. das 2H. Lebensjahr zurückgelegt haben, b. seit Anfang des Rechnungsjahres, in welchem die Wahl vorgenommen wird, zp £iner dir ecten Staats st euer herangezogen oder, wenn dies nicht der Fall ist, communalsteuerpflichtig sind und Mar an dem Orte, an welchem sie wohnen und nftliA mit der Entrichtung ihrer directen Staatssteuer bezw. ihf:er CöÄÄÜnalsteuer zur Zeit der Wahl sich nicht länger als" ^ Monate im Rückstände befinden, c. nicht durch die in OTt,. 8 pofe? 'V—3 des Gesetzes vom 8. November 18 7 auMsÜhMi Mängel von der Stimmberechtigung aus- Mchtvffen Md?'^ÄSer kann als W a h l m a n n gewählt werden? Wählbar zum Wahlmann ist jeder stimmberechtigte Urwähler, welcher in der Wahlgemeinde seinen Sitz hat und seit Anfang des Rechnungsjahres, in welchem die Wahl stattfindet, I an directen Steuern mindestens den einem Normalsteuercapital von 80 Mk. entsprechenden Betrag für eigenthümliches oder nutznießliches Vermögen entrichtet. Wer ist wählbar als I Abgeordneter zur Zweiten Kammer? Wählbar zum I Abgeordneten der Städte und Wahlbezirke sind alle stimm- I berechtigten Urwähler, gleichviel wo sie zur Zeit ihren Wohnsitz haben, jedoch mit den in Art. 13ff. des Gesetzes vom 8. November 1872 angegebenen Beschränkungen. Wie wird die Hessische Staatsangehörigkeit durch Aus- I nähme erworben? Jedem Deutschen, der in einem Bundesstaate um Aufnahme in die Staatsangehörigkeit nachsucht und I nachweist, daß er in dem Bundesstaate, in welchem er die I Aufnahme nachsucht, sich niedergelassen habe und keine sonstigen I Gründe gegen denselben vorliegen, welche nach den §§ 2—5 I des Reichsgesetzes über die Freizügigkeit vom 1. November 1867 eine Versagung seines Ansuchens rechtfertigen, wird durch eine von der höheren Verwaltungsbehörde auszusertigende I Aufnahme-Urkunde die Staatsangehörigkeit ertheilt. — Concertverein. Das sechste und letzte Concert für I 1889/90 wird am Mittwoch den 16. d. Mts., 5 Uhr I Nachmittags, in der Stadtkirche Hierselbst stattfinden und in seinem ersten Theile die Ouvertüre, sowie Arien und Chöre aus dem ersten Theile des Oratoriums „Der Messias" von Händel, in seinem zweiten Theile den „Lobgesang", eine Symphonie-Cantate nach Worten der heiligen Schrift, von Felix Mendelssohn-Bartholdy bringen. — Namhafte Solisten sind für diese Aufführung in Frau Frieda Hoeck- Lechnec aus Karlsruhe (Sopran) und Herrn Julius Zarneckow aus Berlin (Tenor) gewonnen. Den Chor | stellt der akademische Gesangverein und das Orchester ist wie 1 gewöhnlich durch auswärtige Künstler verstärkt, so daß ein würdiger Abschluß dieses Concertjahres zu erwarten ist. — Dem wiederholt geltend gemachten Mangel eines in den Vormittagsstunden zwischen den Zügen 8 Uhr 4 Min. und 11 Uhr 41 Min. zwischen Gießen und Frankfurt verkehrenden Personenzugs abzuhelsen, hat die König!. Eisenbahn- Direction Hannover einen neuen, 2. bis 4. Wagenklasse führenden Ömnibuszug eingelegt, der 9 Uhr 50 Min. Vormittags hier abgeht und 12 Uhr 5 Min. in Frankfurt eintrifft. Ebenso wurde zwischen den 2 Uhr 30 Min. und 5 Uhr 15 Min. Nachmittags von Frankfurt abgelassenen Zügen ein neuer Zug eingelegt, der um 3 Uhr 58 Min. in Frankfurt abgeht und um 6 Uhr 15 Min. Abends hier eintrifft. Dagegen fallen die zwischen Gießen und Fronhausen fahrenden Localzüge (ab Gießen 2 Uhr 54 Min. Nachmittags, ab Fronhausen 2 Uhr 17 Min. Nachmittags) aus. Es werden indessen mit dem um 1 Uhr 50 Min. in Gießen abführenden Güterzuge an Wochentagen Personen nach Lollar und Fronhausen befördert. Diese Fahrplanänderung tritt am 15. Juli in Kraft. (S. diesbezügliche Bekanntmachung). — Die zweite dramatische Vorlesung von Fräulein Natalie Köhler am letzten Freitag hatte zum Gegenstand „den Fechter von Ravenna" von Halm. Bekanntlich ist diese beste Tragödie des österreichischen Dramatikers, im Unterschied von seinen sonstigen Dichtungen, wie „Griseldis", „Wildseuer", „Sohn der Wildniß", mit ihren ausgetüstelten und zudem unzureichend durchgesührten psychologischen Problemen, gerade dadurch noch heute auch aus der Bühne wirksam, daß sie einen einfachen, großen und menschlich wahren Conflict behandelt. Für den Recitator bietet aber dieses wie alle Halm'schen Stücke die Schwierigkeit, daß seine allerdings wunderbar abgeglätteten und wohllautenden Jamben wie in einem Gusse dahinzugleiten scheinen und die treffende Charac- teristik der einzelnen Personen ganz erheblich erschweren. Diese Gefahr der Uniformirung wußte Frl. Köhler durch überaus kraftvolle, scharfe Nuancirung und Abtönung ihrer reichen Stimmmittel in geradezu frappirender Weise zu überwinden. Wer das Halm'sche Stück seither nur durch Lectüre kannte, war überrascht über das Leben und die scharf ausgeprägte Eigenart, das die handelnden Personen durch die meisterhafte Darstellung der Vortragenden gewannen. Als Glanzpunkt von Allem dürste die Characterisirung des heiseren, schwindsüchtigen Tyrannen Caligula zu bezeichnen sein. Wir können allen Kunstfreunden den Besuch der letzten Vorlesung Frl. Köhlers, „Oedipus auf Kolonos", aufs Wärmste empfehlen, denn die seitherigen Darbietungen der Künstlerin bieten volle Gewähr dafür, daß sie diese großartigste Tragödie des Alter- thums in vollendetster Weise zum Vortrag bringen wird. -b. Die hiesige Rudergesellschaft ist gestern wiederum siegreich, und zwar von der Regatta zu Heilbronn a. Neckar zurückgekehrt. Von den vier gemeldeten Concurrenten: Mannheimer, Mainzer, Stuttgarter und Heilbronner Ruder- gesellschast, die alle erschienen waren stellte sich nur der Heilbronner Sciffsahrer am Start, den aber Krailing bereits nach 500 Meter aussichtslos niedergerudert hatte. Der gewonnene, von den passiven Mitgliedern der Heilbronner Rudergesellschaft „Schwaben" gestiftete silberne Pokal ist in dem Schaufenster des Herrn W. Reiher ausgestellt. — Die gestern von einigen Festwirthen des Lahnthal- Sängersestes veranstaltete Nachfeier aus dem Festplatze war in Anbetracht des kühlen Wetters sehr gut besucht. Der billige Eintrittspreis und die vorzügliche Musik (13er Husaren), die Gelegenheit zum Tanzen und sonstige gebotene Belustigungen verfehlten die erwartete Anziehungskraft nicht, so daß die Veranstalter mit dem Verlaus der Nachfeier zufrieden sein werden. Es geht nunmehr energisch ans Nieoerlegen der Festbauten, und Oswalds Garten wird bald wieder sein gewöhnliches Aussehen haben. Romrod, 7. Juli. Der Gro ßh erzo g wird am Dienstag von Romrod nach Schloß Wolfsgarten übersiedeln. Butzbach, 5. Juli. Wie der „W. B." erfährt, beabsichtigen die Dreschmaschinenbesitzer der Provinz Oberhessen einen kleinen Preisausschlag sür das Dreschen eintreten zu lassen und soll dieser Aufschlag schon bei der demnächst beginnenden Dresch-Periode erfolgen. Wünschten wir auch einerseits, daß diese Preissteigerung im Interesse unserer Landwirthe unterbliebe, so müssen wir doch anderseits die Forderung der Dreschmaschinenbesitzer in Anbetracht der gesteigerten Arbeitslöhne und Kohlenpreise als gerechtfertigt anerkennen. )( Aus dem südlichen Vogelsberge, 4. Juli. Daß die Mutterliebe selbst furchtsame Geschöpfe zu muthigen Thaten treibt, davon bemerkte Einsender dieses heute früh, kurz nach Sonnenaufgang, ein hoch interessantes Beispiel. Zwischen zwei waldigen Hügeln zieht sich ein schmaler Wiesenstreif hinauf. Dort in einer Entfernung von 250—300 Gängen stand eine Reihgeis mit zwei Jungen und äste. Die Kitzchen, wohl Spätlinge, waren noch sehr zart, höchstens 10 bis 14 Tage alt. Die drei Thiere auf der Waldwiese, dazu Amsel-, Drossel- und Finkenschlag, gewährten einen Genuß, von dem der langschlasende Städter entfernt keine Ahnung hat. Aber der Kamps ums Dasein ruht auch hier nicht und das Verderben lauert in den Klüften. Aus dem jenseitigen Gebüsche bricht ein Fuchs hervor und rückt auf die Kitzchen los. Ich fasse meinen Stock und will mit Schreien und Rusen den Gauner verjagen. Doch ist mir die Rehmutter schon zuvor gekommen. Sie wirst sich dem Räuber entgegen, macht einen großen Sprung und' trifft den Feind mit ihren vier scharfen Läufen so gut, daß er drei- bis viermal ein Rad schlägt. Trotzdem versucht er zum zweitenmale vorzudringen und zum zweiten- male stößt ihm die Rehmutter — diesmal mehr schräg — in die Flanken, daß er mindestens 8—10 Schritte hinwegkugelt und die Haare davonfliegen. Nun schlägt sich Meister Reineke wie ein begossener Pudel schleunigst in die Büsche. Ich hätte Bravo rufen mögen, wenn ich nicht gefürchtet hätte, daß die Thierchen erschreckt würden. Während des Kampfes, der nicht länger Zeit in Anspruch nahm, als ich brauche, um die Sache zu schildern, standen die beiden Kitzchen aneinander gedrückt und schauten ängstlich zu. Nachdem aber Reineke abgeschlagen war, zog auch die Rehmutter mit den Jungen in entgegengesetzter Richtung waldwärts. -e- Von der Rabenau, 6. Juli. Mit Freuden ist in hiesiger Gegend die Nachricht begrüßt worden, daß unser seitheriger, langjähriger Landtagsabgeordneter, Herr Freiherr ! Adalbert von Rabenau zu Friedelhausen, ein Mandat zum Landtag wieder annehmen wird. Wir können dem Herrn v. Rabenau nur dankbar sein, daß er sich trotz seines Alters hierzu bereit erklärt hat, und hoffen, daß alle zur Wahl Berufenen in Anerkennung der unstreitigen Verdienste dieses Herrn um das Wohl des Volkes, besonders um die Landwirthschaft, ihre Stimmen auf diesen bewährten Candidaren vereinigen werden. D ermif d?te». * Darmstadt, 5. Juli. Militärdienst Nachricht en. Welter, Intendantur-Rath, Vorstand der Intendantur der Großh. Hess. (25). Division, zu der Corps-Intendantur des 10. Armeecorps, Lange, JntendanturMath, Vorstand der Intendantur der 29. Division, zu der Corps-Intendantur des 4. Armeecorps, Hartung, Intendantur-Assessor von der Corps-Intendantur des 4. Armeecorps, als Vorstand der Intendantur der Großh. Hess. (25.) Division, zum 11. Armeecorps versetzt. *△ Mainz, 5. Juli. Für die Ende dieses Monats stattfindenden Neuwahlen zu dem hessischen Landtag entwickeln die Socialdemokraten im Gegensatz zu allen übrigen Parteien bereits eine sehr rührige Agitation. In weiteren und engeren Ausschüssen werden die Verhältnisse der einzelnen Wahlbezirke erörtert, die Candidatensragen besprochen und Flugblätter und Druckschriften vorbereitet. Man gibt sich im socialdemokratischen Lager der Hoffnung hin, nicht nur die seither innegehabten zwei Sitze von Mainz in der Kammer wieder zu erhalten, sondern auch noch einige ländliche Wahlbezirke neu zu erobern. Große Hoffnung macht man sich auf den Wahlkreis Offenbach-Dieburg, der seit 12 Jahren von dem der Centrumsfraction angehörigen redegewandten Schriftsteller Wasserburg von Mainz vertreten ist. Genannter Wahlkreis hat eine sehr starke Arbeiterbevölkerung und glaubt man doch, daß dorten der Buchdruckereibesitzer Ullrich, der neben seinem Gesinnungsgenossen, dem jüngst in den Reichstag gewählten Holzschneider Jöst von hier, Mainz bisher in der Kammer vertreten hat, sicher aus der Wahlurne hervorgehen wird. Mit Rücksicht hierauf soll auch Ullrich hier nicht mehr ausgestellt werden und außer Jöst der im verflossenen Jahr in die Stadtverordnetenversammlung gekommene socialistische Schriftsetzer Dörr als Candidat sür Mainz ausersehen sein. *△ Aus dem Rheingau, 6. Juli. Die großen Hoffnungen, die man sich in Anbetracht der ungewöhnlich großen Zahl der Gescheine auf ein gutes Weinjahr vor einigen Wochen machte, sind jetzt bedeutend geschwunden. Das kalte Wetter hat die Fruchtansätze zu keiner gesunden Entwickelung kommen lassen. Die Blüthenzeit war nichts weniger wie günstig,' viele Gescheine sind in den Berglagen durchgesallen i und dazu tritt, daß der Heuwurm die Weinstöcke vielfach übel zugerichtet hat. Die Gescheine waren indeß so massenhaft vorhanden, daß ungeachtet der erwähnten mißlichen Umstände immer noch eine befriedigende Ernte zu erwarten ist, besonders wenn die heißen Tage nicht mehr allzulang auf sich warten lassen. * Kein Impfzwang in Frankfurt mehr. Unter dieser Spitzmarke schreibt das „Franks. Journ." vom 4. Juli: Der Strassenat des Oberlandesgerichts in Frankfurt a. M. verhandelte heute eine Frage von weittragender Bedeutung, ob nämlich Jemand, der sein Kind trotz erfolgter amtlicher Aufforderung und ohne gesetzlichen Grund der Impfung oder der ihr folgenden Gestellung entzogen hat, wiederholt in Strafe genommen werden könne, wenn er einer erneuten amtlichen Aufforderung nicht Folge leistet. Das Schöffengericht in Homburg hatte diese Frage bejaht, die Strafkammer sprach I den Beklagten frei, weil nach ihrer Ansicht der § 14a des Jmpfgesetzes nur eine einmalige Bestrafung zulasse, demgemäß durch die Vorstrafen des Angeklagten wegen Übertretung des Jmpfgesetzes dessen Zuwiderhandeln ein- für allemal hin- I reichend gesühnt sei / hält der Gesetzgeber durch diese Straf- uach bt Herich - Eheschuld beiden EheMm Sti Zwecken coniiabi l ftreitung der ehelich Gewerbes oder jur jchaft erwachsen stnl>. ßlwerbsgesellschast a Schulden zunächst a hilssweise, soweit da |u tilgen, cf. Mr, recht, Bd. U. $ 118, der Ehemann zum - die Familie ernährte, Dom Ehemann einsei trahirte Schuld anzr die Wau in der U W nich Salmler Landrecht nach der EheauW Ehesrau auch scha und zwar im Fal £e™er wird 4, (Ost) ab bstheim b. 'Wb Mt-Kaichen bie Züge 409 ber Grüterzug ; Wochentagen j Rannoye s>btt Nm, >es i* [. jfl ide® ' b18. ( Staats«"" kötilgl' K -S ?;S *«• •* ü«cifi“ W« eine tim*81 nicht vorhandenem Vom 15. / flirt 3 M. die na klasse). Zu • ■*= ? Ä«* - S|jJ 'S.1"* Wntaler "d äfte. D° ®‘* d« 2Ba(bi,itie \„ S 'af|.tlen einen Senuf .“‘f'tnt feinE Ahmn° dS •'T* "°d -dem jeweiligen Ge- ^Kitzchenles. Ich unb'Nnben®auntt * i»d°r gefomme«. ' ®aill einen gmtn Warfen Jiab Wlagt. Trotzdem '9'n “W jum zwciten- ^MhrMz-ji, ! dritte himoezfugeit 'S' ßch Meister Reineke die Büsche. Ich hätte fürchtet hätte, daß die des Kampfes, der als ich brauche, um >en Kitzchen aneinander Nachdem aber Reineke Mer mit den Jungen s. Mit Freuden ist in it worden, daß unser rrdnerer, Herr Freiherr Zriedeihauien, ein len wird. Wir können sein, daß er sich ttotz it, und hoffen, daß alle ] der unstreitigen Ser- s Lölkes, besonders um aus diesen bewährten ärdienstnachrichten. md der Intendantur der Corps-Intendantur des itur-Rath, Vorstand der - Corps-Intendantur des danrur-Assessor von der , als Vorstand der .vissvn, zum U.Armee- , Ende dieses Monats hessischen Landtag eaensatz zu allen übrigen Ration. In weiteren Mdltniffe deremzew **" 6e,prn?rVi ■reitet. Mw 9'“ M ” (.in nickt nur die MM :nUna macht man 1 - J9 fahren von 'N ist. & roall ilkenmg und g * ÄS v \ b* JeJ tl ^„Slenen J-h- der '« e rn Llif* z ftetotmnene f frf„. « ^ie aroi Juli- grohen :er ? eW” ... fieinjW1 $as falte ***ff5ks Ml n* 6ur»gef«“e” ... Ser-l-g^-che »telW°> ” die »ffu Mßen- „ i<» »L M»ai eltttfl^L»%» * Lit ^Äentg1" 'Lj < Üeb-"''§ «rtrV bestimmung den Impfzwang einführen wollen, so würde er ausdrücklich haben sagen müssen, daß auch im Wiederholungsfälle Bestrafung eintreten würde, sonst gelte der Satz: „ne bis in idem“. Hiergegen richtete sich die Revision der königl. Staatsanwaltschaft. Diese Revision wurde nun verworfen und die Kosten der Staatskasse auferlegt. Aus der Entstehungsgeschichte des Gesetzes ergebe sich, daß der Reichstag den Impfzwang nicht habe einführen wollen und zwar nicht nur aus der Weglassung der einen Zwang ausdrücklich constatirenden Bestimmungen des Entwurfs, sondern namentlich aus der Fassung des § 14 a in seinem jetzigen Wortlaut selbst. Den Verhandlungen im Reichstage zufolge wollte man nicht eine Verschärfung, sondern eine Milderung des Gesetzes herbeisühren, um so weniger also der Behörde das Recht geben, durch beliebig häufige Aufforderungen indireet einen Impfzwang wieder einzusühren. — Somit ist zur Freude aller Jmpfgegner wenigstens für den Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt a. M. höchstrichterlich entschieden, daß wegen Zuwiderhandelns gegen § 14 a des Jmpfgesetzes nur eine einmalige Bestrafung eintreten kann, ein Impfzwang aber nicht vorhanden ist. Gerichtliche Entscheidungen. — Eheschulden sind diejenigen Schulden, welche von den beiden Ehegatten gemeinsam oder von einem Ehegatten zu ehelichen Zwecken contrahirt sind. Als solche sind anzusehen, welche zur Bestreitung der ehelichen Lasten oder zum Betrieb des gemeinsamen Gewerbes oder zur Verwendung in das gemeinschaftliche Vermögen contrahirt, die im Interesse oder zum Vortheil der ehelichen Gemeinschaft erwachsen sind. Für diese Eheschulden stellt sich die eheliche Erwerbsgesellschaft als dte nächste Schuldnerin dar, und sind diese Schulden zunächst aus dem gemeinschaftlichen Vermögen, und nur Hilfsweise, soweit das letztere nicht zureicht, aus den Sondergütern zu tilgen, cf. Becker, Beiträge, § 19 Pag. 83; Roth, Deutsches Privat- recht, Bd. II. 8 118, Pag. 144, Note 3. Im gegebenen Falle hatte der Ehemann zum Betrieb seines Schuhmachergewerbes, womit er die Familie ernährte, Lederschulden contrahirt. Es ist dies als eine vom Ehemann einseitig, aber im Interesse der Ehegemeinschaft con- trahirte Schuld anzusehen, bezüglich deren nach Solmser Landrecht die Ehefrau in der angeführten Weise für die Hälfte haftet. Es steht nicht richtig, daß der Gläubiger mit seinen nach Solmser Landrecht gegen die Ehefrau begründeten Ansprüchen bis nach der Eheauflösung warten müsse. Es ist vielmehr zulässig, die Ehefrau auch schon vor Aufhebung der Gemeinschaft zu belangen, und zwar im Falle der Insolvenz des Mannes, bezw. wenn das Nichtvorbandenlein einer Errungenschaft sich nachwdsen läßt cf. B-cker I. c. Pag. 83; Roth und Matdom, kurhess. Prioatrechl 8 UL (Entscheidungen Großh. Landgerichts Gießen. O. 187/89.) — In Bezug auf 8 21 der Concursordnungt „Wenn in Folge der Eröffnung des Concursverfahrens die Nichterfüllung einer Verbindlichkeit oder die Aufhebung eines Rechtsverhältnisses des Gemetn- schuldners eintritt, so ist der andere Theil nicht berechtigt, die Rückgabe seiner in das Eigenthum des Gemeinschuldners übergegangenen Leistung aus der Concursmasse zu verlangen. Er kann eine Forderung wegen der Nichterfüllung oder der Aufhebung nur als Eon- cursgläubiger geltend machen, soweit ihm nicht ein Anspruch auf gesonderte Befriedigung zusteht", hat das Reichsgericht, I. Civilsenat, durch Urtheil vom 5. Februar 1890 den Satz ausgesprochen: Die Nichterfüllung einer Ve, bindlichteit des Gemeinschuldners in Folge der Eröffnung des Concursverfahrens steht der concursmäßigen Geltendmachung des als Conventtonalstrafe vereinbarten Erfüllungsinteresses nicht entgegen. — Die Bestimmung des 8 20 Abs. 2 des preußischen Gesetzes vom 8. Mai 1837 über das Mobtliar-Feuerversicherungswesen : „Eine wissentliche Ueberversicherung wird vermuthet, wenn, ohne daß eine amtliche Abschätzung vorausgegangen, bei Waarenlagern u. s. w. der Werth um 30 pCt. oder bei anderem beweglichen Vermögen um 50 pCt. überschritten ist" — ist nach einem Urtheil des Reichsgerichts, 3. Strafsenats vom 10. März 1890, seit dem Inkrafttreten der Reichs-Strafproceß-Ordnung nicht mehr anwendbar. Der Strafrichter entscheidet demnach bei einer Untersuchung wegen wissentlicher Ueberversicherung über die Ergebnisse der Beweisaufnahme hinsichtlich der Wiffentlichkeit nach seiner freien, aus dem Inbegriff der Verhandlung geschöpften Ueberzeugung. — Hat eine Stadtgemeinde bei der Vornahme ihrer Wasserbauten die erforderlichen Sicherungsmaßregeln schuldbafter Weise nicht getroffen, so haftet sie, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, 4. Civilsenats, vom 20. März 1890, gleich einer Privatperson unmittelbar für den durch ihre Unterlassung erwachsenen Schaden, ohne den Beschädigten an ihre Vertreter oder Beamten verweisen zu dürfen. Verkehr, Land- und Volkswirthschaft. Grünberg, 5. Juli. (Fruchtpreise). Weizen X 2150, Korn X 19.—, Gerste X 17.—, Hafer X 18.10, Erbsen X 18.50, Linsen ——, Lein —, Wicken —, Samen —, Kartoffeln 4.50. — ,$Ötnn einer eine Reise thut" — dann kann er von der Verbreitung und oer Beliebtheit des bewährten „Liebigs Fleisch- Extracts" erzählen. Schon während man sich noch auf der Eisenbahnfahrt selbst befindet, lernt man dieses treffliche Hülfsmittel unserer Küche schätzen; denn was heut zu Tage auf so vielen Stationen gut und schmackhaft vorzufinden ist, das ist eine mit Liebigs Extract bereitete Bouillon, welche schnell fertig und immer mundet. Kehrt der Reisende dann in ein gutes Hotel ein, so wird er bald bemerken, daß gerade diejenigen Speisen, welche sich durch besonderen Wohlgeschmack auszeichnen, die nähere Bekanntschaft von Liebigs Fteisch- Extract gemacht haben, jener trefflichen Würze, die ihm zu Hause saft unentbehrlich geworden. Ob in Paris oder London, Petersburg oder Madrid, Berlin oder Conftantinopel, durch die ganze Welt ist Liebigs Fleisch-Exiract verbreitet und erfreut sich überall des gleichen vorzüglichen Renommees. Scbiffsnacbricbten. Bremen, 3. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer München, Capttän A. Jäger, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 19. Juni von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bremen, 5. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Aller, Capttän H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 25. Juni von Bremen und am 26. Juni von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Hpirlplan der vereinigten Frankfurter Itadttheater. Opernha«-. Gesammt-Gastspiel der „Münchener", Mitglieder des Königl. Theaters am Gärtnerplatz in München, unter Leitung des Königl. bayr. Hofschauspielers Max Hofpauer. Dienstag den 8. Juli: Im Austragsstüberl. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 9. Juli: Almenrausch und Edelweiß. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Donnerstag den 10. Juli: Zum ersten Male: Hans im Glück. Volksstück mit Gesang und Tanz in 4 Acten von Max- Grube und Franz Koppel Ellfeld. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Freitag den 11. Juli: Zum ersten Male wiederholt: Hans im Glück. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Samstag den 12. Juli: Almenrausch und Edelweiß. Gewöhnliche Preise. Außer Abonnement. Sonntag den 13. Juli: Der Herrgottschnsitzer von Ammergau. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise._________ Gummi- S“? Parisi Feinste Speeialitäten. 4447 Zollfr. Versandt durch "W. H. Mielck, Frankfurt a. M. Special-Preisliste in verschloss. Couvert geg. Eins. v. 20 Pfg. in Briefen. Temperatur der Lahn und der Lust am 7. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Luft 13 Gr. Rüb samen. Bekanntmachung« Vom 15. Juli d. J. ab verkehren zwischen Giessen und Frankfurt a M- die nachstehenden neuen Omnibuszüge (mit 2.—4. Wagenklasse). Zug 414______________________Zug 413 9.50 ib Giessen.....an 6Jj> 10.02 u Grossen-Linden . . i 6.05 10.10 f Lang-Göns . . . . A 5.58 10.25 Butzbach .... 5.44 10.31 V Ostheim bei Butzbach a 5.37 10.44 i Bad Nauheim . . . R 5.24 10.50 m) _ . .. (ab 5.16 10.52 , Friedberg ... ab) (an 5.15 11.01 U Bruchenbrücken . . 5.06 11.07 Nieder-Wöllstadt . . A 4.59 11.17 Gross-Karben . . . 4.49 11.24 Dortelweil .... 4.42 11.32 Vilbel...... 4.34 11.38 Berkersheim . . . 4.28 11.43 Bonames..... I 4.23 11.49 Eschersh. (Hdh.) . . 4.16 11.58 Bockenheim . . . . p | 4.06 12.05 an Frankfurt Hptb. . . al 3.58 ..... 1 ' Ferner wird der Zug 277 Hanau-Friedberg wie folgt geändert: Hanau (Ost) ab 4.05, Hanau (Nord) ab 4.15, Bruchköbel ab 4.26, Ostheim b. Wind, ab 4.35, Heldenbergen -Windecken ab 4.40, Erb- stadt-Kaichen ab 4.51, Assenheim ab 5.02, Friedberg an 5.10. Die Züge 409 und 410 zwischen Giessen und Fronhausen fallen aus. Der Güterzug 731 befördert zwischen Giessen und Fronhausen an Wochentagen Personen in 3. Wagenklasse, ab Giessen 1.50, ab Lollar 2,18, an Fronhausen 2.31. Hannover, 3. Juli 1890. 5710 Königliche Eisenbahn-Direction. Bekanntmachung Bilanz des Spar- und Vorschußmreins Staufenberg <£. G. in Liquidation nach dem Bestand am 31. Deeember 1889. Actlva. Passiva* Summa der Activa |37675|21 Summa der Passiva |37o75|21 405 4209 24 97 X. 24370 8690 X. 35744 1079 851 1. Anlehen-Conio . . . 2. Stammantheil-Conto . 3. Reservesond-Conto . . 4. Darlehnszinsen-Conto . 94 05 22 1. Vorschuß-Conto . . . 2. Güterkaufschillings-Conto 3. Ausstehendes Ztnsen- Conto...... 4. Kassebestand . . . . Staufenberg, den 5. Juli 1890. Die Liquidatoren: [5714 Ludwig Geißler VII., Heinrich Benzler, Ludwig Kraft III., Director. Rechner. Gontroieur. 8itbergtanz-Jalzziegel. »WWW Ganz neu. ■■ Hiermit zeige ergebenst an, daß mir von der Dachziegelei Kaldenkirchen die Vertretung für die Provinz Oberheffen übertragen wurde. Der Silberglanz.Falzziegel ist nicht gefärbt, auch nicht glasirt, und übertrifft an Güte auf Wetterbeständigkeit, Billigkeit und Leichtigkeit alles bis jetzt bekannte Dachdeck Material. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. 557? J. J. "Wolf, Msurrrmrister in Vilbel. Bretter-Versteigerung. Am Mittwoch den 9. Juli, Morgens 9 Uhr, werden auf Oswalds Garten die Bretter der Gängerhalle versteigert. [5720 5728] Gut erhalt. Gommerüberz., X 8, und ein Paar Schläger, X 2, zu verkaufen. »Wiener Hof", 2. Stock. 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Mts., Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bramm'scheu Hofraithe dahier sollen gegen Baarzahlung durch den Unterzeichneten öffentlich versteigert werden: 1 Pferd, 2 Schweine, 1 Schleudermaschine, 1 Handkarre, 4 Wirths - tische, 1 Pianino, 2 Ladenschränke, 1 Spiegelschrank, 1 Secretär, 1 Garnitur Polstermöbel, 2 einzelne Sopha, 2 Betten, 2 Commoden, 2 Kleider- schränke, 1 Regulator, 1 Nähmaschine, 1 Parthie Cigarren, 1 Bierapparat, 2 Faß Branntwein, 1 Parthie Weißzeug, Porzellan, Bier - Krüge und -Gläser. Küchengeräthe rc. rc. Versteigerung voraussichtlich theilweise bestimmt. Gießen, den 5 Juli 1890. * Wir bringen! daß ßch aus der K heute ab eine Dan Gießen, an Groß Steinhauerarbeiten, Zimmerarbeit, Schreinerarbeit, Gußeisenlieferung, Schlofferarbeiten, Pflasterarbeiten, Gießen, 5. Juli Iermiethungen. 5731] Frankfurterstratze 11 im ersten Stock 5 Zimmer, 3 Kammern, Wasserleitung, Bleichplatz im Garten, eventuell auch Pferdestall mit Heuboden u. Burschenzimmer, per 1. October ru vermiethen. A. Austerlitz. Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mittheilung, daß es Gott gefallen hat, unsere liebe gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante Msadchc Stamm lüiut., geb. Hagel, nach kurzem aber schweren Leiden gestern Nachmittag im 61. Lebensjahre zu sich zu rufen. Gießen, den 7. Juli 1890. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 5 Uhr vom Engel, Gr. Gerichtsvollzieher. 1 Fleischwiege mit Klotz, 1 Ladentheke, 1 Parthie Hutfedern und eine Anzahl Damen- und Kinderschürzen. Geißler, i Großh. Gerichtsvollzieher. ♦ A. Docter, Seltersweg 57. t JL | 542.23 1 371.48: 272.40 : 56—i 56.40 j 137.- । 236.49 i Oberhesffsche Gesellschaft für Natur- und Heilkunde zu Giesten. Die Sommergeneralversammlung in Wetzlar findet unerwartet eingetretener Hindernisse wegen am 13. Juli nicht statt. Der Versammlungstag wird später mitgetheilt werden. 5674 _______Der Vorstand. Disconto-Comm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelsges. Oesterr. Credit-Act. Wiener BankvereinS-Act» Oesterr. Staatsbahn Lombard. Eisenbahn s Mittwoch den 9. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden im „Adler" gegen Baarzahlung versteigert: 1 Plüschgarnitur, bestehend aus Sopha und 6 Sesseln, 2 Verticow, 1 Chiffo- niere, 2 Hochs. Buffets, versch. Möbel, Wirtbsttsche, Wirlhsbuffet, 2 Wagen, 1 Stoßkarren, 1 Pferd, 2 Kühe, 107,3514 pCt. Ungar. Goldrente 122 22:5 , Italiener Rente 106 501 Oesterr. Silberrentei '00 851 Ruff. Orient in. kohlen, 30—50 mm Durchmeffer (Grube Mansfeld), fowie c) 25 Meter tannen Scheit- und Mein zu jedem Geschäft und Wirth- schaftsbetrieb geeignetes Wohnhaus nebst Stallung, zweifacher Einfahrt und großem Hofraum, soll am Dienstag den 8. Juli, Nachm. 6 Uhr, meistbietend versteigert werden. [5659 S. Kuder Wwe, Heuchelheim. Thierschausefl zu Metzlar. Au dem am Donnerstag den 10. und Freitag den 11. Juli stattfindenden . Thierfchaufest im Finsterloh bet Wetzlar laden ein geehrtes Publikum von Gießen und Umgegend zu recht zahlreichem Besuche ergebenst ein Die Festwirthe. NB. Der Festplatz ist von Station Dutenhofen aus zu Fuß in einer halben Stunde zu erreichen.5709 an 6fr @ Da nach ein Seitens der bulga: AGetzung mitte, "lankenanftalten e vird, |o empfiehlt 01 gleicher Weise zarischerStaatSana Wir beaultTQt s* N die Verpfi ^^gehöriger in T achnungen b1 eot*eben, bi unb bie ( ■W mit geeign Buschtherader Elbethal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Att. Schweizer Nordost „ West Gelsenkirchener Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. Oesterr. Alpine-Montan Großh. Bürgermeisterei Gießen Gnauth.5692 Prügelholz soll im Submissionswege vergeben werden. Die bezüglichen Bedingungen können in der Canzlei Großh. Staatsanwaltschaft Hierselbst (Justizgebäude, Zim- mer Nr. 43) eingesehen werden, woselbst die Offerten verschloffen und mit bezüglicher Aufschrift versehen bis zum SawStag 12. J^lr 1890, Vormittags 9 Uhr, einzureichen sind, in welchem Termine deren Eröffnung erfolgen wird. 'Gießen, den 7. Juli 1890 Der Großh. Erste Staatsanwalt. Iöckel.__5736 s Ausverkauf io iHaoufaetnr-9 Mode-Waaren Damei# ■Coofectioin Die zum Neubau der Dillbrücke vor der Neustadt Da scheint tS-l'ch' fltt Wnahwr deS Ulontagl- und des Holzes und zwar: 1000 Centner reine Steinkohlen, GsKUKheikicht vlM Er Wasserschleben, Bankgeschäft WSrs« vo» 7. Juli Illvo. Schlußeours- 1 Uhr 15 Mtn. Versteigerung von Bauplätzen. Samstag den 12. Juli d. I., Vormittags 11 Uhr, wird die den Theodor Lotz Erden in Gießen zustehende, auf die Ludwigstraße und die Wieseck bezw. Löberstraße stoßende, abzüglich des in die Löberstraße fallenden Geländes noch circa 2800 Meter haltende, in vier Bauplätze mit je circa 18 Meter Front und 40 Meter Tiefe zerlegte Miefe an Ort und Stelle unter den daselbst bekannt werdenden näheren Bedingungen einer freiwilligen Versteigerung ausgesetzt. Gießen, den 4. Juli 1890. Grobherzogliches Ortsgericht. I. A.: Keller. 5713 Innern*8on * ftlgtnbtti lag tlfch 5086] Das von Herrn Boller bewohnte Familien-Logis, Bahnhofstt. 55, ist per 15. Juli oder später anderweittg zu vermiethen. _______ Maurerarbeiten, veranschl. zu Telegraphischer Lourkdericht der Berliner Börse vom 7- Juli 1890. Oesterr. Lreditactierr 167 251 DiScpnto-Com-Ant-Lil5 221-50 Oesterr. Staatebahn-Acttrn 103 001 Harper er 201.50 Dortmunder Union-Actten 93 001 Ostpreußen 99 50 Darmstädter Bankacttev 157.501 Bochumer Gußstahlaett^ 169 00 »i, ®to6 53= fr Schäfer ^d°i "’S >.*'>- Ä“1- i; WM, 5567] In meinem neu erbauten Hause, Frankfurterstraße 83, ist per 1. August oder spater eine schöne Familienwohnung zu vermiethen. Wilh. Weidttnann. 5581] Eine Wohnung von 3—4 Zimmern mit Zubehör, sofort zu vermiethen, desgl. eine Familtenwohnung per 1. Aug. E. H. Müller, Weserstraße 7. 4 pCt. ReichSanlethe 4 „ Preuß. ConsolS 3V» , 5155] Ludwigstratze 19 r Parterre- Wohnung des Herrn Prof. Dr. Philippi per 1. Octbr. zu vermiethen. A. Petri Wwe., Neuenweg 41. 5545] Logis zu vermiethen Katharinen- gasse 13. Näheres daselbst Nachmittags. 5553] Dammstraße 30 ist ein möblirtes, geräum Zimmer an eine einzelne Dame sofort zu vermiethen._____________________ 5559] Eine Wohnung von 4 Zimmern, Küche, Speisekammer u. s. w., zu ver- Gesuch. 0721 Eine junge Lehrerstochter sucht Stelle zur Stütze der Hausfrau (mit Familienanschluß). Näheres in der Exped. d. Bl. Die «Sietzrntt bchtle-t. Werksteine, Hsenconstruction (Träger mitZores- ; belag und Gitter), sollen in öffentlichem Verding vergeben werden. _ r . Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Sonnabend, den 12. Juli, Mittags 12 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten einzureichen, wo auch die Zeichnungen, Anschläge und Bedingungen eingesehen werden können. Wetzlar, den 4. Juli 1890. Der Kreisbaumeister: In dem Herrn Schulinspector Scherer in Worms gehörigen Hause, Ludwigs- Platz 13 hier, der mittlere Stock, bestehend aus 4 Zimmern nebst allem Zugehör, Bleichplatz rc. ver 1. Octobec d. I. zu vermiethen. Nähere Auskunft er- theilt (5699j H. ff. Nassauer. 5635] Kleines Logis zu vermiethen. ______ Grünvergerstratze 31. 5717] Löwengasse 30 eine Wohnung zu vermiethen____________________________ 5726] Ein Logis von 2 Zimmern, Küche und Zubehör zu vermiethen- ____Grünbergerstraße^9. 5727] Kleine Familienwohnung zu oer- miethen._______________Kaplaneigasse 9. 5689) Eine Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern mit Zubehör, im 2. Stock per 1. October Grünbergerstraße 39 zu vermiethen. ff e A o ff Lacke, Farben und ru^boaenan^mene t ” zu allen Zwecken in besten liefert die Qualitäten Dregenhandlungr von Otto Schaaf, Selters-weg- 2D. Bberhrssisch—Bayerischer Güterverkehr. Durch Wegfall der Tarifzuschlagtabelle bezw durch Streichung der in dem Gütertarif vorgesehenen Zuschlagsentfernungen treten mit Wirksamkeit vom 1. August d. I. in vorbezeichnetem Verkehr für Güter verschiedener Tarifklassen Frachtermäßigungen ein. Nähere Auskunft hierüber ertheilen die Güterexpeditionen Gießen, den 4. Juli 1890. Großherzogliche Direction [5735 der Oberhessischen Eisenbahnen. Steinkohle« u. Holzlieferung Die Lieferung der für das Großh Provinzial - Arrestbaus dahier pro 1890/91 erforderlichen Steinkohlen 18. Lahnthalsangerfeß. Donnerstag den 10. d. M., Vormittags 11 Uhr, sollen in der Nest uration Spieß öffentlich versteigert werden: 1) Eisenzeug, bestehend aus Schrauben, Bolzen, Klammern, Thürbeschlägen u. s. w-, 2) Decorationsgegenstände, wie Fahnen, Wimpeln, Wappen u. s. w. 5733 Der Bauausschuß. Wein- und Möbel- Berffeigerirng Mittwoch den 9. Juli, Nachmittags 2 Uhr, Schulstratze 6, im Hause des Herrn W. Spruck (3-Stock) versteigere ich im Auftrage der Erben, zur Hinterlassenschaft des verlebten Herrn Rechtsanwalts Steinberger gehörige, nachbenannte Gegenstände: 130 ff laschen verschiedene Sorten Roth- und Weißweine, namentlich Oberingelheimer, AtzmannS- Häuser, Steinwein (sog. Bocksbeutel) rc. in einzelnen Parthien; sodann eine hochfeine Plüschgarnitur in schwarzem Holz (Seidenplüsch), bestehend in Sopha, zwei Seffeln, sechs Stühlen (neueste Fa-ons), hierzu passend Lambrequins für drei Fenster, Bertieow, großer Pfeilerspiegel mit Trumeaux, Ltregtisch, Blumentisch, ein. Pendule, Spiegel (oval mit Goldrahmen), Petroleumlüstre mit vier Flammen, eine Anzahl feine Oel- druckbilder in eleg. Rahmen, verschiedene Garnituren sehr schone Fenstervorhänge, gut erhallen, Rouleaux rc., Sopha mit Lederüber- zug, Tische, Stühle, Acten- und Bücherregale, Betten rc. rc- Sämmtliche Gegenstände sind wenig gebraucht und noch gut erhalten. Der Anfang wird mit dem Wein 5534] „Erlengasse Nr. 15" ein Logis zu vermiethen. Näheres ______________________Neuenweg 15. 3981] In meinem Hause, Altcestraße Nr. 26, ist der 3. Stock, 6 Zimmer, Küche mit Wasserleitung und Zubehör, -um 1. August zu vermiethen. Frau Professor Taschs Wwe. 5523] In den Neubauten am Oswalds Garten sind zwei Wohnungen von je 5—6 Zimmern zu vermiethen. Näheres bet Architect C. Ko»erbe