Samstag den 8. Februar Nr.? 33. 1890 Der Kietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Il«mikienvtä1ter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger AvonnenrentspretLr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Aveis Gieren. folgenden Tao erscheinenden Nummer bis Borm. T Gratisöeikage: Gießener Aamikienökätter. Alle Annoncen-Bureaux dcS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Gießen, am 7. Februar 1890. Betr-: Die Einsendung der Waisenbüchsengelder. Das GroWrzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Unter Hinweis auf unser Amtsblatt Nr. 3 vom JO. Febr. 1877 erinnern wir Sie an Einsendung der Waisenbüchsengelder und zwar durch eine Kosten nicht veranlassende Gelegenheit. v. Gagern. Nr. 5 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 4. d M., enthält: (Nr. 1884.) Verordnung, betreffend den Verkehr mit Arzneimitteln. Vom 27. Januar 1890. Gießen, den 6. Februar 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsche- Reich. Darmstadt, 6. Februar. Das gestern ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 5 enthält: 1. Bekanntmachung Gcoßherzogl. Staatsministeriums/ den Erlaß polizeilicher Vorschriften für die Beförderung von Petroleum in Kastenschiffen auf dem Rhein betreffend. 2. Bekanntmachung der Großherzogl. Ministerien des Innern und der Justiz, die Inkraftsetzung der § 18 und 140 des Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetzes betreffend. Ans dem Großherzogthum Hessen, 5. Februar. Die Reihe der von den Nationalliberalen im Einverständniß mit den Conservativen aufgestellten Caudidaten stellt sich in den neun hessischen Wahlkreisen wie folgt: Darmstadt-Groß- geran: Rechtsanwalt Dr. Osann-Darmstadt (nl.), Rechtsanwalt Munckel-Berlin (dfr.), Bildhauer Müller-Darmstadt (ioc.); Bensheim-Neustadt-Erbach: Scipio, bisheriger Abgeordneter (nl.), Professor Dr. Stengel (dfr.)- Offenbach- Babenhausen-Dieburg : Böhm, bisheriger Abgeordneter (nl.), Rechtsanwalt v. Brentano-Friedberg (cL), Ulrich-Offenbach soc.)- Worms-Heppenheim: v. Marquardsen, bisheriger Abgeordneter (nl.), Oberlandesgerichtsrath Franck-Darmstadt (cl.); Mainz-Oppenheim: Redacteur Jakoby-Mainz (nl.)- Racke, bisheriger Abgeordneter (cl.), Jöst-Mainz (soc.)- Alzey- Bingen : Bürgermeister Michel-Nenbremberg (nl.), Bamberger, bisheriger Abgeordneter (dfr.); Gießen: Schlenke-Hardthof bei Gießen (nl.), Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch-Gießen (dsr.); Friedberg-Büdingen: Gras Oriola-Büdesheim in Oberhessen (nl.), Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch-Gießen (dfr.) - Alsfeld : Kalle, bisheriger Abgeordneter (nl.). Bisher sieben Kreise LenrlleLon. Der Collrga des Herrn Stadtmusikus. Humoreske von Carl Cassau. Motto: Das böse Gewissen erkennt man an seiner Scheu, aber sonst steht nicht jedem an der «Stirn geschrieben, wer er ist. Bor langen Jahren war es und herrliche Sommernacht. Ein Wagen rollte schnell auf der Landstraße dahin. In der Ferne erblickte man einen dickbauchigen Thurm und rothe Ziegeldächer zwischen den grünen Wipfeln der Buchen und Kastanien, ein Bild, das im Abendsonnenstrahl einen wohlthuenden Eindruck hervorbrachte. Der Kutscher aus dem Bocke, der bisher stumm neben seinem Begleiter, einem hochgewachsenen Menschen in einfacher Dienertracht gesessen, hob die Peitsche ilnd zeigte nach drüben : „Das ist Giersberg!" „Giersberg? So? Hm!" Dies Wenige sagte er mit fremdländischem Accent. Man kam während dieses Gespräches an eine massive neue Steinbrücke, welche über ein tief in das Wiesengrün einschneidendes Flüßchen führte. „Morgen ist dort Kirchweih !" hob der Kutscher wieder an. „Kirchweih? Hm, so!" Es schien, als ob der Diener diefe letzten beiden Wörter gepachtet habe. Das mochte auch der Kutscher denken, denn er brummte etwas Unverständliches von hochmüthigem Musikantenpack in den Bart, versah aber dabei, die Pferde links zu reißen und fuhr mit dem rechten Vorderrade der Kalesche so gegen einen Brückenstein von Granit, daß die Achse wie eine welke nationalliberal, eiiier clerical (Mainz), einer deutschsreisinnig (Alzey-Bingen) vertreten. Neueste Nachrichten. WoW telegraphisches Correspondenz-Bureau. i Berlin, 6. Februar. Der Reichskanzler gab Nach- mittags den Beamten des Handelsministeriums ein M i t t a giesse n, wobei er dem Unterstaatsssecretür und den Vortragenden Räthen seinen Dank für die treue Unterstützung aussprach, welche sie ihm während seiner zehnjährigen Leitung des Handelsministeriums zu Theil werden ließen. Zum Diner war auch der neue Handelsminister v. Berlepsch anwesend. — Von den National liberalen wird im Abgeordnetenhause beantragt, die Regierung zu ersuchen, die Ueber- nahme der aus dem Jahre 1807 herrührenden Kriegsschuld der Stadt Königsberg, sowie der übrigen aus dem französischen Kriege herrührenden Kriegsrestschulden, namentlich der Niederlausitz, Neumark und Kurmark auf Staatsfonds in Erwägung zu nehmen. Berlin, 6. Februar. Als Subscriptionspreis der neuen 3^/2 procentigen Deutschen Reichsanleihe wird 1021/2 genannt. Berlin, 6. Februar. Herrenhaus. Der Präsident, Herzog v. Ratibor, berichtet über das dem Kaiser anläßlich des Hinscheidens der Kaiserin Augusta ausgesprochene Beileid und übermittelte den königlichen Dank für dasselbe, ebenso £ür die Glückwünsche anläßlich des Geburtstages des Kaisers, nebst einem kaiserlichen Schreiben. — Die auf der Tagesordnung stehenden Vorlagen wurden sämmtlich angenommen. Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr: Gesetzentwurf betreffend die Unterhaltung nicht schiffbarer Flüsse Schlesiens. Berlin, 6. Februar. Das Abgeordnetcnyaus verwies den Antrag Broemel betreffend die Ermäßigung der Personen-, Gepäck und Gütertarife an eine Commission von 28 Mitgliedern. Nächste Sitzung Freitag 11 Uhr: Eisen- bahneiat. Stuttgart, 6. Februar. Der „Staatsauzeiger" theilt über das gerichtliche Verfahren gegen den Attentäter Martin Müller Folgendes mit: Der Oberamtsarzt in Ludwigsburg erklärte, Müller leide au primärer Verrücktheit. Dteselbe Ueberzeugung gewann der Untersuchungsrichter. Das Medicinalcollegium sprach aus, die Unzurechnungsfähigkeit Müllers sei unzweiselhast. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft entschied das Landgericht, Müller sei hinsichtlich der Beschuldigung des Mordversuchs (begangen an dem Prinzen Wilhelm) und des Hochverraths außer Verfolgung zu setzen. Da außer Zweifel steht, daß Müller geistesgestört sei, so wird derselbe nunmehr in eine öffentliche Irrenanstalt verbracht. ■HNBfiKSMl 11m— < um fray -< tram wi uru i muh Kohlrübe mitten durchbrach und der Wagen sich aus die rechte Seite neigte. Der Kutscher war schon mit einem Fluche hinunter, aus dem Fond der Chaise aber fragte jetzt eine tiefe Stimme: „Was gibts hier, Börs?" „Mir scheint ein Achsenbruch vorgefallen zu fein, gnädiger Herr!" entgegnete der Diener. Darauf sagte die Stimme drinnen einige Worte in einer fremden Sprache — es mochte norwegisch oder schwedisch sein — worauf der Diener ebenfalls vom Bock stieg und seinem Herr behilflich war, aus der Chaise zu klettern. Es war eine hohe, etwas gebeugte Gestalt, ganz in dunkle Stoffe gekleidet, ein Mann von etwa sechsunddreißig Jahren mit einem etwas dicken Kopse und breitem Gesicht, aber mit geistreichen Augen, welcher sich jetzt aus dem Wagen herausschälte und theilnahmlos sich die wirklich schöne Landschaft an- schaute. Er mochte wohl Besseres gesehen haben, denn er wandte sich an den Diener: „Börs, meine Amati!" Der Diener sprang in die Chaise und holte einen Geigenkasten von Ebenholz daraus hervor. „Ich werde sie wohl verwahren, gnädiger Herr!" „Nein, nein", meinte jener aber besorgt, „ich nehme sie selbst zu mir, Börs! Bleibe Du bei den Koffern. Ich gehe zu Fuß in die Stadt - suche einen guten Gasthof! Das Ding da ist klein, wir werden uns treffen schon!" Damit war er leichtfüßig davon und schritt die Landstraße hinab durch das Thor, an dem einzigen dienstthuenden Stadtsoldaten mit dem obligaten Strickstrumpf in der Hand vorbei, bis an eine Schmiede, wo der Meister noch eifrig mit drei Gesellen am Ambos hantirte. „Habe draußen Unglück gehabt, Meister," redete diesen Stuttgart, 6. Februar. Der Personenzug von Göppingen fuhr heute früh in Canstatt auf den Güterzug, welcher entgleiste. Dem „Neuen Stuttgarter Tageblatt" zufolge sind mehrere Wagen zertrümmert. Das Geleise der Remsbahn ist gesperrt. Niemand wurde verletzt. Wien, 6. Februar. Die Blätter begrüßen befriedigt die beiden Erlasse des Justiz Ministers für Böhmen. Die „Neue Fr. Pr." erkennt an, daß dieselben nicht nur tm Wortlaute, sondern auch im Geiste den Conserenzbeschlüssen entsprechen. Die „Presse" erblickt in der raschen Initiative des Justizministers einen Beweis für den Eifer und das warme Interesse desselben für den Ausgleich. Wien, 6. Februar. Kaiser Franz Joses reiste heute Abend nach Budapest ab. — lieber die Erlasse des Deutschen Kaisers äußert sich die gesammte hiesige Presse sehr anerkennend- so schreibt das „Frerndenblat:": Die Erlasse werden vom deutschen Publikum zweifellos freudigst begrüßt werden und auch auf die Wahlen nicht ohne Einfluß bleiben. Sie sind geeignet, auch im Auslande allseitige Aufmerksamkeit zu erregen. Die „Presse" meint, es sei dies eine politische That ersten Ranges, welche für die sociale Frage in ganz Europa lange Zeit epochemachend sein werde. Für die Wahlen bildeten die Erlasse ein Programm, durch welches die Arbeit auf den socialen Gebieten zum Zwecke des Friedens vorgezeichnet sei. Die „Neue Freie Presse" sagt, die Bedeutung der Erlasse reiche weit über den Rahmen des vorübergehenden Wahlkampfes hinaus. Wien, 6. Februar. Die „Polit. Corr." ist ermächtigt, zu erklären, daß die Darstellung einiger Blätter unrichtig sei, wonach durch die beabsichtigte Einführung des rauchlosen Pulvers in der beendigten Ausrüstung der Infanterie mit dem achtmillimeterigen Repetirgewehr Veränderungen nothwendig würden, welche neue finanzielle Belastung und Störungen, bez. der Schlagfertigkeit der Armee befürchten ließen. Bei der Construction des Repetirgewehrs fei auf die Einführung des rauchlosen Pulvers bereits von vornherein Rücksicht genommen worden. Die nothwendig werdende Veränderung des Gewehrs beschränke sich ausschließlich aus eine Correctur der Visirvorrichtung und wird weder die Schlagfertigkeit stören, noch eine namhafte finanzielle Belastung Hervorrufen. Wien, 6. Februar. Wie die „Abendpost" vernimmt, sind im Ministerium des Innern die Vorarbeiten zur Reform der böhmischen Landtagswahlordnung und Errichtung nationaler Curien im, böhmischen Landtage im Sinne der Beschlüsse der Ausgleichs^onferenz bereits in vollem Zuge. Ein Gesetzentwurf betr. den Gebrauch der Landessprachen bei den autonomen Behörden Böhmens wurde bereits am 29. Januar behufs Vorlage an die Landesvertretung nach der Fremde an, „eine Achse gebrochen! Wann kann sie fein wieder fertig? Habe Eile!" Der Schmied ließ den schweren Hammer auf die Erde sinken, stemmte die Hände in die Seite und sagte: „Achse gebrochen? Hm, schöne Geschichte!" „Wann wird sie fertig wieder?" fragte der Andere nochmals ungeduldig in fremdländischem Accent. „Heute nicht," lautete die lakonische Antwort. „Morgen denn?" „Morgen ist Kirchweih, da wird nicht gearbeitet!" „Aber ich werde gut bezahlen, Meister Schmied!" „Dann will ich sehen- vielleicht morgen Mittag." Pink, pank, bink, bunk, hieben nun alle Vier wieder aus ein Stück Eisen, welches der Lehrjunge unterdeß glühend gemacht, so daß die Funken dem Fremden um die Ohren flogen und er scheu zurücktrat. Er stand noch eine Weile, faßte dann grüßend an den breitrandigen Hut und ging davon, in die Stadt hinein, an der Kirche mit dem schon beschriebenen Thurm vorbei, während er die Häuser der Nachbarschaft musterte. Vor einem derselben stand ein corp ul enter, pausbackiger Mann von etwa 45 Jahren in Hemdsärmeln und rauchte aus einer kurzen Pfeife. Er musterte den Fremden mit dem Geigenkasten scharf und sprach ihn dann folgendermaßen an: „Der Herr ist wohl Musiker?" Der Fremde lächelte leicht: //Ja, so viel das tägliche Brot verlangt!" „So, so? Glaubte schon, der Herr wolle hier ein Con- cert geben?" „Ah, morgen zur Kirchweih? Nicht übel!" „Das meinte ich nicht", entgegnete der Pausbackige und that einen tüchtigen Zug aus der Tabakspfeife. „Der Herr muß nämlich wissen, daß ich hier im Orte die göttliche Musika Prag gesandt. Auch der UnterrichtSminister erließ entsprechende Weisungen behufs Ausarbeitung von Gesetzentwürfen, welche erforderlich sind, um die Vereinbarungen betr. die Zusammensetzung lind Einrichtung des Landesschulraths in Prag und der sog. Minorirätsschulen durchzuführen. Paris, 6. Februar. Der Untersuchungsrichter verfügte nunmehr die gerichtliche Verfolgung gegen Laveissiere, Joubert und Seereton, Administratoren der „Societe des Metaux", und Hentsch, Präsidenten deö Verwaltungsraths des (alten) „Comptoir d'Escompte". Die Anklage lautet aus Verkeilung fictiver Dividenden. Seereton ist außerdem des wucherischen Aufkaufs von Maaren angeklagt. London, 6. Februar. Heute Morgen fand eine Explosion schlagender Wetter statt in der Kohlengrube Abersychau in der Nähe von Newport in Südwales. Alle Verbindung mit der Grube, in der sich dreihundert Arbeiter befinden, ist abgeschnitten. — Bis zwei Uhr sind vierzig Leichen in der Grube Abersychau aufgefunden worden. London, 6. Februar. Bis heute Mittag 3 Uhr waren sechzig Leichen aus der Kohlengrube Abersychau zu Tage gefördert. — Wie das „Reuterbureau" erfährt, ist diplomatischen Berichten aus Athen zufolge das Cabinet Trikupis fest entschlossen, die durch den kaiserlichen Firma» auf Kreta geschaffene Lage nicht zu acceptirten, vielmehr treffe man heimlich Vorbereitungen, um gegebenen Falles in eine Action zu Gunsten der Kretenser eintreten zu können. Die centralen Mächte hätten der griechischen Regierung wiederholt deutlichst zu verstehen gegeben, daß Griechenland in solchem Falle die Folgen seiner Handlungen allein zu tragen haben werde. Das Gerücht, die Mächte beabsichtigten Schritte zu thun, nm die Zurückziehung des Firmans zu erlangen, ist unbegründet. Die englische Regierung beschränkt sich aus wachsame Beobachtung der Ereignisse aus Kreta. Loudon, 6. Februar. Der Gasheizer-Strike ist beendet und zwar durch einen Vergleich, wonach die South Metropolitan Gas-Compagnie die achtstündige Arbeitszeit wieder einführt nnd die alten Arbeiter engagirt, wenn Vacanzen eintreten. Stockholm, 6. Februar. Gestern legten 'n den Gränges- bergs-Eisengruben (Dalarne) 400—500 Bergleute die Arbeit nieder. Da dieselben gegen Personen und Eigenthum gemalt sam vorgingen, mußte Militär requirirt werden. Rom, 6. Februar. In Beantwortung der Inter pellationen betr. die häufigen Unruhen an Universitäten, speciell in Neapel, wurde von Seiten der Negierung erklärt, daß das Vorgehen der akademischen Behörden in Neapel wie auch anderwärts, die nach Erschöpfung aller gütlichen Mittel an die öffentliche Macht appellirten, vollkommen gerechtfertigt sei. Hoffentlich werde die Universität Neapel bald wieder eröffnet werden können, ohne daß man eine Erneuerung der Unruhen zu befürchten habe. Andernfalls müßten Regierung und Parlament zu energischen Maßregeln greifen. — Aus die Anfrage Jmbrianis bez. des amtlichen Verbots gegen die Gedenkfeier der römischen Republik 1849 antwortete Crispi, die Regierung glaube, daß es sich hierbei nicht um die Feier der historischen Thatsache handle, sondern darum, Ereignisse in Erinnerung zu bringen, welche Frankreich unangenehm berühren könnten. Italien befinde sich aber in ausgezeichneten Beziehungen zu Frankreich und wolle dieselben erhalten. Sofia, 6. Februar. Die „Agence balcaniquc" meldet: Weinhändler Kalopkoff in Rustschuk, gewesener russischer Offizier, wurde gestern verhaftet; bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden compromittirende Papiere vorgefunden, welche beweisen, daß Kalopkoff mit dem Dragoman der russischen Gesandtschaft in Bukarest in Beziehungen stand. Kalopkoff unterhielt seit Langem einen ununterbrochenen intimen Verkehr mit Panitza. Die Ruhe des Landes ist nicht gestört. Außer den bereits gemeldeten wurden keine weiteren Verhaftungen vorgenommen. Boston, 6. Februar. Das hier eingetroffene Schiff „Thanemore" nahm am 26. Januar den Capitän und sieben repräsentire- bin der Stadtpfeifer und Rathsmusikus Kilian Zingst !" „Große Ehre, Herr!" Und der Fremde faßte an den Hut. Dann schien ihm em Gedanke zu kommen und er meinte: „Dann hat der Herr Collega wohl eine geräumige Wohnung von stadtwegen, um können zu beherbergen einen reisenden Collegen?" Herr Zingst musterte den anständig Aussehenden nochmals, kraute sich dann hinter den großen Ohren und meinte: „Meine Eheliebste, Frau Livia, wird ja wohl nichts dagegen haben. Aber da fällt mir ein, Er kann ja sein Nachtquartier und Atzung abverdienen/ der Stradel aus Jppershausen, der lange Fiedler genannt, ist Plötzlich krank geworden, hat den Tick" — er zeigte nach der Stirn — „wahrscheinlich von den vielen Persicos*), die er nimmt, da brauche ich morgen einen andern Mann!" Den Fremden schien dieses sehr zu belustigen, er lachte laut auf und meinte : „Abvecdienen? Ja, ja !" „Topp, so komme Er nur mit herein!" Sie traten in das Haus, auf dessen Flur eine hochgewachsene, nicht unschöne Frau mit kräftiger Stimme ihnen entgegenrief: „Nun, Kilian, wo steckst Du denn? Die Abendsuppe wird kalt und die Leute warten!" „Bin schon da, Livchen," schmeichelte er dagegen, „habe aber einen Gast mitgebracht! 's ist einer von der Musik, Livchen, der morgen mitspielt!" (Fortsetzung folgt.) ♦) Persico war ein in alter Zett belebter Fruchtschnaps. I von der Mannschaft des Schiffes „Josephine" auf, von New- I York nach Danzig unterwegs, welches sinkend verlassen worden • war. Sechs von der Mannschaft sind ertrunken. totale# rrnd provinzielle#. Gießen, 7. Februar. — Stadtverordneten-Bersammlung vom 6. Februar. Im Anschluß an die im vorigen Jahre getroffenen Bestimmungen über die A r m e n p f l e g e und die Zusammensetzung der Armendcputation wurden der gestrigen Stadtverordueten- sitzung in Ergänzung der Bestimmungen über die Gesammt- Armenpflege in der Stadt Gießen die Satzungen, betr. die Ausübung der offenen Armenpflege, zur Berathung und Beschlußfassung vorgelegt. Die Anregung zu einer Aenderung der Bestimmungen der Armenpflege datirt aus dem Jahre 1881; sie wurde untcrm 17. Januar desselben Jahres durch Herrn Pfarrer Schlosser gegeben, der die Annahme des Elberfelder Systems empfahl, welches sich in der Hauptsache durch Eintheilung der Stadt in viele Armenpflegerbezirke und demgemäße Zuweisung nur sehr weniger Armen (3—4) an den einzelnen Pfleger, sowie auch dadurch kennzeichnet, daß den zu schaffenden Bezirksversammlungen der Armenpfleger eine seither nur der Armendeputation zustehende Befugniß zur Bewilligung von Unterstützungen eingeräumt werden soll. Wie aus dem letzten Verwaltungsbericht Großh. Bürgermeisterei ersichtlich, bezogen 289 Personen ständige, eine große Anzahl Personen zeitweilige Unterstützung, die lediglich ans Grund der in den 4 Armenbezirken der Stadt Gießen thätigen 8 Armenpfleger von der Armendeputation bewilligt wurde. Der von der Armendeputation zur Annahme empfohlene Entwurf neuer, die offene Armenpflege regelnder Satzungen weist, abweichend von der seitherigen Praxis, den zu ernennenden Armenpflegern ein bedeutend kleineres Arbeitsfeld zu, legt ihnen aber für das Gebiet desselben erhöhte Verpflichtungen in Bezug auf Beobachtung aller die zu unterstützenden Familien betreffenden Umstände, Veränderungen im Familienstande, in der Erwerbsfähigkeit u. s. w. auf. Der nach den neuen Satzungen zu ernennende Armenpfleger muß sich mit den Verhältnissen der wenigen ihm zngcwiesenen Unterstützungsbedürftigen so vertraut machen, daß er in den Bezirksversammlungen (die Stadt soll in 6 Bezirke eingekeilt werden) genaue Auskunft über alle bei Bewilligung von Unterstützungen in Berücksichtigung zu ziehenden Punkte zu geben vermag. Nicht voll einverstanden erklärt hat sich die Armendeputation damit, daß den Bezirksversammlungen der Armenpfleger die endgültige Entscheidung über die eintaufenden Gesuche übertragen werden solle, dieselben sollen vielmehr in collegialer Weise beschließen und für ihre Beschlüsse die Genehmigung der Armendeputation Vorbehalten werden, ausgenommen in besonders dringenden Fällen, in denen diese Genehmigung nachträglich einzuholen sein würde. Nach Vorlage des auf Grund des Elberfelder Systems von Herrn Pfarrer Schlosser im Jahre 1882 ausgearbeiteten Entwurfs, für welchen auch die in Darmstadt, Offenbach und Worms in Kraft befindlichen Satzungen über die dortige Armenpflege in Berücksichtigung gezogen worden, fanden weitere Be- rathungen statt in den Jahren 1883 und 1884. Im Jahre 1884 hatte Herr Pfarrer Dr. Naumann sich gutächt- lich über den Entwurf neuer Satzungen dahin geäußert, daß an der bisher geübten Armenpflege nicht viel zu regeln, ein neuer Entwurf nicht nöthig sei. Heber die zwischen den beiden Herren Pfarrern angebahnte Verständigung, ohne welche eine Aenderung in der Armenpflege vorzunehmen nicht für gerathen erachtet worden, vergingen 3 Jahre, bis im Jahre 18»7 deren gemeinschaftliche Anträge der Stadtverordneten - Versammlung unterbreitet werden konnten. Eine weitere Verhandlung im Schooße des Stadtvorstandes resp eine endgültige Entschließung kam in Folge von Umständen, unter die insbesondere die Krankheit des Herrn Oberbürgermeisters Bramm zu rechnen ist, nicht zu Stande. An den Berathungen des der gestrigen Versammlung vorgelegten Entwurfs der die Ausübung der offenen Armenpflege betreffenden Satzungen in der Armendeputation war Herr- Pfarrer Dr. Naumann theilzunehmen verhindert; feine hierzu schriftlich abgegebenen Erklärungen werden der Stadtver- ordneten-Verfammlunq vorgelegt. Herr Pfarrer Dr. Naumann wendet sich gegen jede Einschränkung der Befugnisse der Armeudeputation, durch die Bezirksversammlungen würde diese nicht, wie beabsichtigt, unterstützt, sondern durch dieselbe ersetzt, eine einheitliche Armenpflege nicht erreicht, solche vielmehr durch die in 6 Bezirksversammlungen zu Tage tretenden verschiedenen Practiken erschwert, der Armendeputation verbleibe nur ein schwaches Bestätigungsrecht gegenüber den in den Bezirksversammlungen gefaßten Beschlüssen, die Aenderung in der Art der Armenpflege entspreche auch keinem Bedürsnrß, höchstens liege ein Bedürsniß nach Vermehrung der Armenpfleger (vielleicht aus 20) vor, das Elberfelder System sei für Gießen, dessen Armenpflege noch durch die Armendeputation übersehen werden könne, ungeeignet, in Ausübung der Armenpflege sei auch noch der Allgemeine Verein für Armenpflege thätig, die Annahme des Elberfelder Systems würde zu Zersplitterungen führen und unter den Unterstützungsbedürftigen Unkenntniß über die Stellen, an die sie sich zu wenden haben, verbreiten. Herr Pfarrer Dr. Naumann bittet am Schluffe seines um fangreichen Gutachtens dringend, die neuen Satzungen nebst den Dienstanweisungen für die Armenpfleger abzulehnen und das Armenwefen nach anderweitigen Grundsätzen, unter Aufrechterhaltung der der Armendeputation seither zustehenden Befugnisse und allenfallsige Eintheilung der Stadt in 6 Be zirke zu ordnen. Herr Bürgermeister Gnanth berichtet hierauf über das Ergebniß der in Darmstadt, Offenbach und Worms über die Zweckmäßigkeit des in diesen Städten in der Armenpflege angewendeten Elberfelder Systems eingeholten Erkundigungen. Die Erfahrungen in Darmstadt mit der Neuordnung der Armenpflege haben befriedigt, ebenfalls in Worms, woselbst bis zu 20 °/e Ersparniß erzielt worden sei, nicht befriedigend äußert sich dagegen Herr Oberbürgermeister Brink in Offenbach, der einem in Planen eingeführten System den Vorzug giebt. Der vorgeschrittenen Zeit wegen wird in bie Einzelbcrathung der Satzungen nicht mehr eingetreten, in ber Gefammtberathlmg, an welcher sich die Herren Georgi, Dr. Gutflei sch, Beigeordneter Langsdorfs, Bürgermeister Gnanth, Löber, Schwall, Hehligenstädt, Vogt, Scheel bethei- ligen, spricht sich die Versammlung im Allgemeinen zu Gunsten der Anwendung des Elberselder Systems für die hiesige Armenpflege ans, hält cs aber auch theils für geboten, die Vorschläge des Herrn Dr. Naumann in Berücksichtigung zu ziehen- es wird, namentlich in Rücksicht auf diese Vorschläge, beschlossen, die Satzungen nochmals an die Armendeputation zurückzuverweisen, nachdem der Antrag des Herrn V o g t, eine besondere Commission mit der nochmaligen Berathung zu beauftragen, von dem Antragsteller zurückgezogen worden. Die Einzelberathnng der Satzungen soll in nächster Sitzung statt- findeu. (Schluß folgt.) — Das preußische Cultusministerium hat den ordentlichen Professor der Augenheilkunde Dr. Schmidt-Rimpler in Marburg beauftragt, das unter Leitung des Herrn Prof. Schiller stehende Gymnasium in Gießen auf feine hygienischen Einrichtungen und Anordnungen hin einzusehen. Die Veranlassung zu diesem Auftrage bildet die v. Hippel'sche Schrift über die Maßnahmen der Schule gegen Kurzsichtig feit, über deren Inhalt wir s. Z. kurz berichteten. Die relativ ungemein günstigen Ergebnisse, die v. Hippels Untersuchungen über die Augen der Gießener Gymnasiasten ergeben haben und die er vorzugsweise der besseren Fürsorge der Schulleitung zuschreibt, haben offenbar die Aufmerksamkeit der maßgebenden Kreise erregt. Theater. Am Sonntag gelangt das liebliche March en- stück „Goldhärchen" zur Aufführung. Frau Anni Reiners wird die Titelrolle spielen und uns darin gewiß wieder mit einer duftigen, poetischen Darstellung erfreuen. Komische Scenen nach dem Sinne der Kinder finden sich in großer Zahl »eben ernsten vor. Die Moral ist eine sehr löbliche, indem bas ganze Märchen ein Preislieb auf bie Kinbesliebe darstellt. Grünberg, 6. Februar. Durch bie nicht hoch genug zu schätzenbe Unterstützung bes bei Großh. Ministerium bes Innern in landwirthschastlichen Angelegenheiten functionirenben Herrn Regiernngsraths Nover hat ber Vorsitzenbe der hiesigen Zuchtgenoffenschaft für Rindvieh Vogelsberger Raffe, Großh. Banrath Dr. Dies fenb ach dahier, durch vorstellige Bitte bei Großh. Ministerium des Innern, welches den Interessen der landwirthschastlichen Bevölkerung namentlich in ärmeren Bezirken in höchst anzuerkennender Weise Rechnung trägt, bas Resultat erzielt, baß ihm zum Zwecke der Hebung obiger, für den ärmeren Theil des Vogelsberges fo nützlichen Rind- viehrasse heute bereits die Summe von 350 Mk. baar zuge stellt worden ist. Die Lebensfähigkeit besagter hiesiger Zucht- genossenschast erscheint daraufhin, da auch die Mitglieder der- ' selben einen mäßigen Beitrag leisten können und werden, und die Stadt Grünberg bind) Naturalleistung eine unerkennens- werthe Unterstützung geben wird, als begründet. (Gr. A.) Griinberg, 6. Februar. Der Bericht über die Neubildung eines un Anschluß an den Landesgewerbeverein zu gründenden Localgewerbevereins in Grünberg (s. Nr. 30 deS „Gießener Anzeiger") bedarf insofern der Berichtigung, als der neu für denselben gewühlte Vorstand nicht bloS ans acht, sondern aus n e n n Mitgliedern besteht, unter welchen sich auch der mit großer Stimmenmehrheit gewählte frühere Vorstand des seitherigen Gewerbevereins dahier, Großh. Banrath Dr. Dieffenbach befindet, welcher nachgewiesen, daß er ebenfalls diesen Anschluß an den Landesgewerbeverein nach Abgang des früheren Präsidenten des letzteren, Herrn Fink, an- geftrebt hatte. Ferner wird mitgetheilt, daß nicht Herr Georg Schmidt von Oueckborn, sondern Herr Ch-r. Hauth* von Reiu- hardshain in den Vorstand gewählt wurde. — Herr Gastwirth PH. Pfaff in Grünberg erklärt durch Inserat in Nr. 11 des „Gründ. Anzeiger"^ daß er feinen Saal jedem Redner, einerlei, welcher Partei er angehört, gegen eine Vergütung von 10 Mk. zur Verfügung stelle^ — Am Sonntag den 9. Februar, Nachmittags 21/4 Uhr, wird Herr Sch lenke in einer allgemeinen Wählerversamm- lung im Saale des Rappen zu Grünberg sprechen. Butzbach, 6. Februar. Die äußerst rührige und auch schon von den schönsten Erfolgen begleitete Mafchinenwerkstätte A. I. Tröster in Griedel erhielt behufs Erweiterung ihres Betriebes eine von der Firma Heyligenstaedt n. Comp. in Gießen erbaute Drehbank, die das stattliche Gewicht von 70 Gentnern bei einer Länge von 7 Metern hat. Auf zwei starken Wagen passirte gestern dieselbe unsere Stadt. Bemerkt sei, daß diese Drehbank eine der größten ist, ivelche genannte Firma bis jetzt verfertigt hat. Durch Aufstellung dieser Drehbank soll Herr A. I. Tröster in der Lage fein, auch den weitgehendsten Anforderungen auf dem Gebiete deS landwirthschastlichen Maschinenbaues eutspreche'.k zu können. Alsfeld, 6. Februar. Wahlversammlungen der deutschfreisinuigeu Partei, in welchen der Candidat der Partei für die bevorstehende Reichstagswahl, Herr Dr. v. Kalkstein aus Berlin sich den Wählern vorstelleu wird, finden statt: Sonntag den 9. Februar 1890, Nachmittags 3 Uhr, in Homberg a. d. Ohm im Frankfurter Hof bei Herrn Gast- wirth Deeg- Sonntag den 9. Februar 1890, Abends 7 Uhr, in Kirtorf bei Herrn Gastwirth Stumps. Laubach, 6. Februar. Außer den größeren Verwendungen in 1870/71 für Unterstützung der Soldaten im Felde, und ferner den bedeutenden Zuwendungen an wohlthätige Anstalten der Provinz und des Landes hat die Laubacher Sparkasse au die Gemeinden des Sparkassenbezirks in den Jahren von 1872—1889 einschließlich verwilligt- für EinartS- hausen 4531 Mk. 98 Pfg., für Freienfeen 8637 Mk. 48 Pfg., für Gonterskirchen 6078Mk. 73 Pfg., für Lardenbach 3759 Mk. 74 Pfg., für Solms-Ilsdorf 973 Mk. 96 Pfg., für Rupperts- hurg 7167 Mk, 49 Pfg., für Wetterfeld 6079 Mk. 92 Pfg., 5$ > rren a' ,n h-Lr :d|eel d-.h iPh , 'M K ' , lc hiesizr ^^ten, bi, 'Möge *°9t,einc t|Urt« zu btl ^rden. Die f'^ng statt- ?^°rd-nt- °^"n»ler H°N» ttof. ™ hWm- iWn. Ax n N*q DK «it JW» Unter, Wen ergeben umsorge der ^erksamkeit der Marchell- Wnni Reiners wieher eiL Komische dl in großer W Wiche, ie Kindesliebe hoch genug zu >UU1 desImern nirenden Herrn - der hiesigen Rasse, Grosih. orstellige Bitte den Interessen ich in ärmeren Rechnung trägt, hebnng obiger, nützlichen Rind- Mk. baar zuge- • hiesiger Zucht- Mitglieder der- nb werben, und le aMrfentten& bet. MA.) über die 'Rtw- ixitxWxün '6u (i. Är. 30 des Berichtigung, als t blos ans acht, welchen sich auch Tiiöere Vorstand Lositz. T^uralh >n, bas er eben- merein nach Ad- Herrn Fink, an- nicht Herr Georg Hauth von Rein- Irünberg erklärt nzeiger", dasi er ■ Partei er ange- Lerfügung stelle. SahlerversaVNt.' preßen. ihrige und ou» etrocitet“^ t( J( SeM M bat Mszw-' r« Ir- -i«e ®UÄ!»"' 'N ‘".Jtte der i W f tonen. rech-» 5» w w*l,w» «.? fcW itott: »s-* tcn »- « it bte 1 in rtaütn6t£($inatti‘ "iÜä48^' 6079 für Laubach 22 146 Mk. 99 Pfg., für Inheiden 4104 Mk. 23 Pfg-, für Trais-Horloff 3108 Mk. 70 Psg., für Utphe 5997 Mk. 91 Pfg., und für Wohnbach 7384 Mk. 42 Pfg., zusammen den Betrag von 79 971 Mk. 55 Pfg. — Guter Nath aus Erfahrung. (Bon einem alten Wetterauer Lehrer.) Als ich in jener Zeit mit 200 Gulden in W. als Lehrer angestellt wurde, wollte ich doch gerade auch keinen schlechten Tabak rauchen. Ich rief einen Schulknaben und beauftragte ihn, mir ein Packetchen Tabak für neun Kreuzer zu holen und legte ihm einen Sechser und einen Groschen in die offen gehaltene Hand. In der Meinung, er habe meinen Auftrag nicht verstanden, wiederholte ich denselben. Auch dann blieb der Knabe noch und fixirte mich scharf. „Nun, was hast Du noch?" — „Der vorig (Lehrer) raucht auch dererscht für neun un hernoch für sechs Kreuzer!" sprach er und eilte hinweg. — Und es ging mir gerade so. vermischtes. * Darmstadt, 6. Februar. Der Bäcker Jacob Zöller II. in Biblis, welcher vom Schwurgericht wegen Ermordung seiner Frau zum Tode verurtheilt wurde, hat gegen dieses Urtheil beim Reichsgericht Revision eingereicht. Diese Revision rügte Verletzung des materiellen Rechts, sowie prvcessuale Verstöße, insbesondere daß der Bruder des Angeklagten eidlich vernommen sei, ohne daß vorher hierüber ein Gerichtsbeschluß gefaßt war. Das Reichsgericht erachtete indessen sämmtliche Beschwerden für unbegründet und verwarf die Revision. *△ Mainz, 6. Februar. In Folge der bekannten Rede Eugen Richters im Reichstag über die Behandlung verschiedener zu mllitärischen Uebungen einberufener Lehrer sind auch von Lehrern von Wiesbaden und der Umgegend mehrfache Beschwerden bei den oberen Militärbehörden eingelaufen, die Anlaß zu einer umfangreichen Untersuchung gegeben haben. Die Untersuchung wird von dem hiesigen Militärgericht geführt und richtet sich dieselbe außer gegen verschiedene Unterossiziere auch gegen einen Offizier. * Worms, 4. Februar. Mit der Erbauuug von zwölf Arb eiterw oh nHäusern für 24 Familien auf den Dörr Reinhart'schen Lederwerken — die Firma hat bekanntlich zu diesem Zweck 100 000 Mk. gestiftet — wird soeben begouneu. An den Berathungeu über die Einrichtung der Wohnungen hat ein Arbeiterausschuß theilgenommen und vorzügliche Dienste geleistet. * Coblenz, 5. Februar. Die verstorbene Kaiserin Augusta bat der Stadt Coblenz- testamentarisch die Summe von 115 000 Mk. vermacht. Hiervon sollen, laut der „Cobl. Volksztg.", 85 000 Mk. bezw. die Zinsen davon, zu Zwecken der Rheinanlagen verwendet werden, 15 000 Mk. zur freien Verfügung der Stadt stehen und 15 000 Mk. für mildthätige Anstalten zu verwenden fein. * Coblenz, 6. Februar. Im August dieses Jahres wird hier das Turnfest des Mittelrheinkreises, dem etwa 32000 Turner angehören, gefeiert werden. Die ersten vorbereitenden Schritte sind bereits geschehen. Die Festausschüsse wurdeu unter lebhafter Betheiligung aller Berufsklassen gebildet- den Vorsitz im geschäftsführenden Ausschüsse hat der Oberbürgermeister Schüller übernommen. Für den Garantiefonds sind in wenigen Tagen nahezu 60000 Mark gezeichnet worden. Aus dem Clemensplatze soll eine stattliche Festhalle mit zwei Thürmen nach dem Plane des Stadtbaumeisters errichtet werden. Bei der günstigen Lage unserer Stadt und den Reizen ihrer Umgebung ist zu hoffen, daß das XVIII. Mittelrheinische Kreisturnfest viele Tausende deutscher Turner und Turnfreunde hier zusammenführen wird. * Regensburg, 5. Februar. Von hier sind drei Einjahrig-Freiwillige flüchtig gegangen, nachdem sie Nachts auf der Straße einen Unteroffizier mit blanker Waffe mißhandelt hatten. * Berlin, 4. Februar. Fortunas merkwürdige Launen hat ein hiesiger Architect erfahren, der 1350 Loose der Lotterie gekauft hatte, welche im vorigen Jahre bet Ge legenheit der Unfallverhütungs-Ausstellung veranstaltet worden war. Die Ziehung bestand, wie man weiß, einfach darin, daß entweder die geraden oder ungeraden Zahlen, also jedes zweite Loos gewinnen sollte. Dem Architecten nun ist hierbei das Glück zu Theil geworben, daß er außer drei Gemälden nickt weniger als 83 farbige Reproductionen des Prell'schen Kaiserbildcs und 581 Erinnerungsblätter an die Ausstellung davongetragen hat! Geschenke für seine Verwandten und Freunde braucht der glückliche Gewinner nun wohl in seinem Leben nicht mehr zu kaufen. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst Sonntag Sexagesimä, 9. Februar. Vormittags 9«/- Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heiliges Abendmahl tm Vormtttags- gottesdienft. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche, Vormittags HV< Uhr, Pfarrer Schlosser. Btbelftunde am Mittwoch den 12. Februar, Abends 8Uhr, in der Kleinkinderschule, Offenbarung Joh. Cap. 2, von Vers 8 an, das Schreiben des Herrn für die Gemeinde zu Smyrna. Pfarrer vr. Naumann. ~CD Missionsstundeam Donnerstag den 13. Februar, Abends 8 Uhr, in der Kirche: die evangelische Mission in Deutsch-Ostafrika. Pfarrer Dingeldey. n ,, , Die.PsarrgeschLfte in der Woche vom 9. bis 15. Februar besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Sonntag Sexagesimae, 8. Februar. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um W Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um W Uhr Austheilung der hl. Communion; um V,8 Uhr Frühmesse; um 3/4io Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um '/-3 Uhr Christenlehre und Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. 8. Februar. Freitag Abend 5«o Uhr, Samstag Morgen 8^ Uhr, Samstag Mittag 3°° Uhr, Samstag Abend 550 Uhr. Gutkochende _ Pfg. Heller-Linsen, Psd. 22 bei 10 Psd. „ 20 Mittel-Linsen, „ 18 bei 10 Psd. , 16 Thür, weiße Bohnen, „ 16 bei 10 Psd. „ 14 gelbe Victoria Erbsen, „ 16 bei 10 Psd. „ 14 geschälte Biet.-Erbsen, „ 18 bei 10 Psd- „ 16 empfiehlt [1118 Fr. Seibel. Die Unterzeichnete will ihr Land, wie e§ unten beschrieben steht, aif 6jährige Zielzahlungen und unter sonst günstigsten Bedingungen aus freier Hand verkaufen: Klftr- Meter Acker im Altenfeld rechts 1929 „ im Altenfeld links auf den Weg am Kreuzweg 416 „ am Schlangenzahl am Aulweg 2114 , am Hasenkoppclsweg 1198 w nm Halbenzehnten' r- (Neustädterseld) I»Z- 940 „ a. Läufertsröver-i « weg §1-1687 „ daselbst \~*b09 „ Krofdorserweg /nag 897 „ amKrofdorferwegi A « u. Wismarerwegl (Heuchelheimer- 1 § fcld) /* 593 , auf der kleinen Weid 384 „ am Schäferbrunnen, Schwarzlach 950 12058 2600 13212 8000 5875 10543 3125 5506 3696 5937 Wiesen. Wiese auf der Gänsweid 1667 10418 „ an der Heuchelheimer Chaussee 491 3068 „ Schwarzlach 277 1731 m Heegstrauch 818 5112 „ am Erdkauterweg 1324 8275 „ in den Rödern 968 6050 „ an der Schiffenberger Chaussee 683 4268 Restectanten wollen sich mit mir benehmen. Frau Anna Becker Ww., geb-Schwan, ________ Südanlage 7._________3]0 Besten süßen Zwetschenhonig, per Pfund 2 5 Pfg, Feinste Obstmarmelade, per Pfund 4 0 Pfg., zu haben bei [1119 Fr. Seibel. 11' 9] Ein gut erh. Pianino sFirma Gebauer, Berlin), billig zu verkaufen- _______Grünbergerstraße 44 Zu verkaufen, ein scbwarzer Pudel Männchen), 3/< Jahre alt, sehr schönes Thier, bei 112b] Richard Krank, Weilburg- Kinderwagen in größter Aus, wähl zu billigsten Preisen bet [511 A. Kilvinger, L- Senners Nchf. 1120] Ein Damen • MaSkenanzug bill. zu oerk. Wo? sagt die Exp. d- Bl. Salz von der Großherzogl. Saline Bad-Nauheim aus gradirter Soole dargestellt, ausgezeichnet durch seine Schärfe und Leichtlöslichkeit, Kochsalz, Viehsalz, Badesalz, Eissalz, Mutterlauge, letztere in Salinenkannen, alles bester Qualität, wie allgemein anerkannt, ist stets vorräthig und zu den billigsten Preisen zu beziehen bet Herrn Kaufmann Carl Bieler auf dem Kreuz in Gießen. Grossh. Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. Jäger.__________[653| 878] Mehrere gebrauchte Perrücken find billig zu verkaufen. ___________Karl Gerlipp Wwe. Getrocknete Jerusalem-Apricosen SMT ohne Stein, feinste Compot- Frucht GeM ischteS getrocknetes Obst empfiehlt 1058 Delicateffenhandlung. Erbsen in 4 Qual., I L Prinzess- und Kern-| I höhnen, \ | Dicke Bohnen, rxttasem,/ Erbsen und Carotten, | ~ Champignons etc. ] g Die Firma Moitr ier liefert in obigen Artikeln anerkannt das Veste, was in Deutschland fabrictrt wird. Stangen- und Bruch-\ L» Spargel I Schnitt- und Wachs-J g bohnen l ö| Steinpilze etc. / |“ Die Svargelconseroen der Firma Lampe haben sich einen sehr guten Ruf erworben und werden dieselben von keiner Firma Braunschweigs übertroffen Apricosen, Birnen, Kirschen, Erdbeeren, Ananas, Mirabellen, Reineclauden, Pfirsiche, Melange, Quitten, Pflaumen etc. in Gläsern und Büchsen aus der Oppenheimer Cons-Fabrik von Monzlinger und Heerlein, Hostieferanten. Essig-, Salz-, Pfeffer- und Senfgurken, Preiselbeeren Rotherüben u. s w. (auch in Anbruch), Perlzwiebeln, deutsche u. engl. Mixed-Pickles empfiehlt zu billigen Preisen ®ntil Orbig, 120 ______________Bahnhofstr. 30.______ 364] Die berühmten Wiesbadener Hausmacher Nudeln von C. Weiner, keine sog Fabriknudeln, empfehlen Schonrber und 6. Roth. Iruerverficherungsbank für Deutschland ju Gotha. Auf Gegenseitigkeit errichtet im Jahre 1821. Bekanntmachung. Nach Dem Rechnungsabschluß der Bank für das Geschäftsjahr 1889 beträgt der in demselben erzielte Ueberschuß: 77 Procent der emgezahlten Prämien. Die Banktheilhaber empfangen, nebst einem Exemplar des Abschlusses, ihren Ueberschuß'Antheil in Gemäßheit des § 7 der Bankverfassung der Regel nach beim nächsten Ablaus dec Versicherung, beziehungsweise des Versicherungsjahres, durch Anrechnung auf die neue Prämie, in den im gedachten § 7 bezeichneten Ausnahmefällen aber baar durch die unterzeichnete Agentur, bei welcher auch die ausführliche Nachweisung zum Rechnungsabschluß zur Einsicht für jeden Banktheilnehmer offen liegt- Gießen, im Februar 1890. ij» Schultheis, 1107 Agent der Feueroeesicherunqsbank f. D. zu Gotha- fjemöennadjJTiaß von JL 3.— an mit rein lein. Einsatz I unter Garantie für guten Sitz empfiehlt Haan jr., 1064] Kreuzplatz. Für Ke « r, er ! Garantirt besten sranzös. (Cognac verkaufe in Literflaschen und zur Probe auch jedes gewünschte kleinere Quantum. O. 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Gnauth.1043 P r o g r a m 1. Symphonie op 93 Nr. 8 „ 2. Arie aus „Mitrane“ . „ 3. Clavierconcert op 54 „ 4. Lieder: a) Mignon . . „ b) Es blinkt der Thau „ c) Mailied . . . . „ 5. Solostücke für Pianoforte : a) Etüde op. 25 Nr 1 „ Karl Spamer Lebensjahre. Holzversteigerung. Montag, den 10» d. Mtb, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Alten - Busecker Gemeinde- wald, District See, nachverzeichnetes Vermischte Anzeigen. Warnung. Ich warne hiermit Jedermann, meiner Frau irgend etwas zu borgen, da ich derselben jedes Contrahiren von Schulden verboten habe und für nichts hafte. Muschenheim, am 5. Februar 1890. Solisten: Agnes Schöler aus Weimar (Mezzo-Sopran), Elisabeth Rouge aus Berlin (Clavier). ^versteigeruRg Samstag den 8. Februar l. Js., Nachmittags 2 Ubr, versteigere ick in der Restauration Klingenberg (früher Bramm): 1 Büffet, 1 Veriicow, 1 Ladentheke, 3 vollständige Betten, Sophas, Com- moden, Tische, Waschtische, Nachl- schranke, Spiegel, Nähmaschinen, Regulatoren und Standuhren, Kleiderschränke, Bilder, 2 eiserne Bettstellen, 1 Stehlampe, goldene und silberne Taschenuhren, goldene Ringe, Ohrringe und Brachen, Kanarienvögel und Gänse Versteigerung theilweise bestimmt, ins- Neues Theater, Giessen (Direktion: Adam Reiners). 1134 Sonntag den 9. Februar: Erlen-Wellen, 27 Haufen Nadelreisholz, 160 Rm. Buchen- und Eichen-Stöcke- Dienstag den 11. Februar. Festm-, 580 Fichten-Reisstangen mit Festm B. Brennholz. Holz-Versteigerung in der Königlicken Oberförsters i Keofdorf. SamStag den 15. Februar er., Vormittags 9 Uhr, bei Wirih Kablert in Krofdorf, Schntzbezirk WaldhauS, District SHwarzegründe 55, Eichen r 4 rm Knüppel. Buchen: 67 rm Scheit, 197 rm Knüppel, 632 rm Reiser Weich« Holz: 1 rm Scheit. District Lichtenberg 56, Buchen: 83 rm Scheit, 13' rm Knüppel, 545 rm Reiser. District Totalität 50, 51, 52, 53. 55, 56 57, 57c, Eichen: 44 Stämme III. und IV. Klasse mit 12,55 tm c. 1, 7 rm Klafter- i Nutzholz, 4 rm Scheit, 5 rm Knüppel, 4 rm Stockholz, 15 rm Reiser Buchen: 94 rm Scheit, 55 rm Knüppel, 50 rm Stocke, 312 rm Reiser. Nadelholz: 4 Stämme IV. Klasse mit 0,34 fm c. I., 12 Stück Stangen II Klasse, 8 Stück Stangen III. Klasse. Krofdorf, den 5. Februari 1890. Der Königliche Oberförster: Vortragsoyclus von Frl. Dr. E. Mensch. 1. Vortrag: „Das Drama der Norweger". SamStag den 8. Februar- Nachmittags 3—6 Uhr Länge, Fichten-Reisstangen. Der jedesmalige Anfang ist Vormittags 91/2 Uhr im District Lahnkopf an der Staatsstraße in der Tiefenbach und kommt das Eichen- Bauholz zuerst zur Versteigerung. Staufenberg, am 4. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. 1019 Drittes Concert Sonntag den 9. Februar 1890, Abends 5 Uhr, im Saale des Gesellschaftsverelns, Erwiderung. Auf die Erklärung des Herrn Dr. F. Böckler in Großen - Buseck, daß sein Name dem Wahlaufruf der deutsch-freisinnigen Partei gegen seinen Willen beigefügt worden sei, bemerken wir, daß mir bei Herrn Di . Böckler, welcher unseren Aufruf von 1884 mit unterzeichnet brieflich angefragt hatten, ob wir seinen Namen auch unter den diesmaligen Wahlaufruf setzen dürsten und daß wir seine Zustimmung annebmen würden, wenn er bis zum 20. Januar d. I. nicht eine ablehnende Erklärung abgebe. — Herr, Böckler hat eine solche Erklärung nicht abgegeben und mutzten wir demnach annehmen, daß er mit Unterzeichnung unseres Wahlaufrufs einverstanden sei. — Wie Herr Böckler hiernach erklären kann, daß sein Name ohne sein Wissen unter den Ausruf gekommen sei, verstehen wir nicht. 1126 Der Vorstand. Conrsdeeicht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft VraMfirrler Bttfe vor» 7. Februar <880. Schlußcourie 1 Uhr 1b Mtn. Maskm-llnzüge und Dominos in sehr großer und schöner Auswahl zu verleihen bei [891 ] Gustav Gerhardt. Aufträge nach Auswärts werden __bestens besorgt._________ 1115] Ei« junges Mädchen a«S ««stündiger israelitischer Familie gegen gutes Salair als Büffetdame gesucht- Cafe Goldschmidt, Frankfurt cu M. m. Beethoven. Rossi (1686). Schumann. Der Concertflügel von Bechstein ist aus dem Pianofortelager des Herrn W. Rudolph hier. Eintrittskarten zu X 2,50 (Sperrsitz X 3,50), sind bei Herrn Ernst Chailier (Rudolphs Nachf.) zu haben. [235 Fichten - Stämme, 14 Ctm. Durchm., bis 14 Meter den 8. Februar 1890 in Steins Saalbau. — Anfang 8 Uhr 11 Min. Geheimkarten für Mitglieder sind bei I. G. Schneider, Schillerstr. Nr. 8, Geheimkarten für Nichtmitglieder sind für Damen zu 0,20 JL, für Herren zu 0,50 JL bei C. Fr. Conrad, Mäus- burg 15 und Fr. Welcker, Neustadt 33, zu haben. — Herrenkarten zur Theilnahme an Maskerade und Ball für 1 ebendaselbst. 895 Der Vorstand. NB. Die Masken werden per 'Trambahn in den Saat befördert (ä Person 10 H). TUE Hundert Buchen-Wellen, 14^/z „ Eichen-, Nadel- und Ccheith. Kuüppelh. Stockh. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Nadel- 44 365,4 75,9 4920 Personen: Marie Jaskowski, CJeschäftsllocati in bester Lage der Stadt, fast zu jedem Geschäfte geeignet, ist alsbald mit oder ohne Logis zu verrniethen. __erfragen in der Exped d. Bl. [7i7 1046] Laden mit Logis sofort zu verrniethen. C. Loth, Licherstraße 21. 107.65 -1 pCt. Ungar- Goldrente 10275 5 „ Italiener Rente 106 75 Oesterr. Silberrente 102 95 Ruff. Orient III. 2850 Buchenwellen, 450 Eichen- „ 1966 Nadel- „ Die Zusammenkunft ist nannten District. Dienstag den 11. Februar, Nachmittags von 2 Uhr an, werden im Hause des Herrn Schmied Walter, Neustadt 3, die zum Nachlaß des Frl. Louise Wührum gehörigen Mobilien, wie: 1 vollständiges Bett mit saft neuer Bettstelle, 1 schöner eichener Tisch, 1 guter Kleiderschrank (einthürig), Commode, Uhr, Porzellan, Weißzeug, Kleider, 2 Paar neue Schuhe, Bilder, Küchengeräthe rc. versteigert. I. A.: HOI LouiS Rothenberger, Gerichistaxator. Montag den 10. Februar, Nachmittags 2 Uhr, sollen im Hause des Herrn Metzger Heßler, Marktplatz 19, die zum Nachlaß der Frau Hebamme Charl. L00S gehörigen Gegenstände: Kleiderschrank, Commode, Tische, Stühle, Sopha, Spiegel, Küchenschrank mit GlaS- aussatz, Bettstellen mit und ohne Sprungsedereinlagen, sehr gute Federbetten und Weißzeug, sehr schöne, meist sehr gut erhaltene Frauenkleider und Frauenwüsche, KüchengerLth, ein schöner Schreib- secretür und andere Gegenstände ver- Eichenscheit, Buchenknüppel, Eichen- „ Nadel- „ Buchenstöcke, 4 pCt- Reichsanlethe 3Va „ , „ r 4 „ Preutz. ConsolS 3V» w Disconto-Commandit-Antheüe Darmstädter Bank-Actien Dresdener „ „ Berliner Handelsaesellsch-Antheile Oesterr. Credit-Actien w StaatSbahn-Actten Lombard. Eisenbahn- , Schüler-Vorstellung: Anfang Nachmittags 4 Uhr: „Prinzessin Goldhärchen“. Kindermärcben mit Gesang in 6 Bildern. Alten-Buseck, 6. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Krämer.______1125 Nutzholz-Verkauf. Freitag den 14 d. M., Vormittags V2IO Uhr, sollen in dem Park dahier ca. 200 Stämme Pappeln- und anderes Nutzholz mit 157 Festmeter Inhalt öffentlich unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Die Versteigerung beginnt am alten Kurhaus. Bad-Nauheim, am 5. Febr. 1890. Großh. Badedirection Bad-Nauheim. 437] Ein Logis, 3 Zimmer und (Sabinet, an ruhige Leute sofort oder später »er; miethet_____________Eduard Noll. 745] 2. ©iocf, 4 Zimmer m- all. Zud., Gartenantheil, ptr 1. Avril preisw. zu verrniethen. Psass, Steinstraße 55 7961 Schöne Wohnung von 4 Zimmern mit Wasserleitung rc zu verrniethen. _________________Grünbergerftraße 27. 1127] Logis so»», mövl. Zimmer vermietbet S. Glsoffer Marktstr. 27. 55uj Südanlage 23, Nedenhauü, zuiet Zimmer mit Küche, an kinderlose Leute z» oermiethen.___ 436] Ein kleines moblirtes wimmer zu verrniethen. Eduard Roll, Neustadt. 937] Ein unmöblirtes Zimmer zu ver- a) Nacht und Tag . „ b) Klein Anna Kathrin „ c) Widmung . . . „ 7. Festouverture op. 82 von (zum erstenmale). Wermielyungen. 1133] Eine neu hergerichtete Wohnung, 4 Zimmer, Wasserleitung u. s. w, per sofort an ruhige Leute zu oermiethen __M. Levi Seltersweg. 1110] Eine kleine Familienwohnung (zwei Zimmer nebst Küche und Zub.) zu oermiethen bei Dr. Weber (Mittelhaus) 601] Hammftraße 12 ein freundliches Familien Logis von 3 Zimmern und Zubehör zu oermiethen. Näheres ___Lahnstraße 11. 1053] Ein kl. Familienlogis an ruhige Leute zu oermiethen. Seltersweg 3. Telegraphischer CourSbrricht der Berliner Börse vom 1. Februar 1890^ Df. Otto Böckel hätigkeit warme mungen Februar ins für Reiches, smarck Feinden, »ewiffcns haben. -Politik i würde gen die irth ein > Volks ;n oder :et sind, d somit en von archie indlichen ändnisie sie noch schreiten t wird, at nicht rre als Partei- 4 Bild, wie die t wird, d. Js., SHeirfjStaaSroahltrciä Marbura-Kirchhain, roeldjen Dr. Bö-I-l während der verflossenen Legislaturperiode vertreten hat und in "tuexb,mAt,m^rrU,n, flch um e.?LL1LÄwikd ÄS» »W welches da Dr. Bä ekel auch im M. Wahttreis randid.rt, für dte Wohler d.eses WohNre.ses n.cht ohne Jnterefle scin dürste und daher auch hier zur allgemeinen Kenntniß gebracht werden soll. Der Inhalt des Flugblattes lautet. Mitbürger! Die erste Frage, die Ihr an Euch bei der Wahl eines Volksvertreters zu richten habet, ist: ist der Mann geeignet vermöge saiuer LKreuKaktiaKeit 'seiner ZSoklanstäudigkeit, seiner Moral und seiner Befähigung, Sitz und Stimme in einer Volkskörperschaft zu haben? Zu den ersten und vornehmsten Pflichten des deutschen Volkes gehört es, den Relchstag nicht beschmutzen, seine Hohe nicht herabzuz,ehen, seine ... -.»»,» vermag. Man untersuche demnach genau: Wem man diese höchste Mrgerehre zu Wert werden laßt. Der Wähler hat vor der Wahl also drei Fragen an sem Gewissen zu richten: M der uns vorgeschlagene Kandidat ehrenwerth? Ist er berufen, zu den „Besten der Besten" Deutschlands zu zählen, vermöge ferner Moral und seiner Charaktereigenschaften?! m ,9 Ist er ein erprobter, verläßlicher Bürger, der em Herz für das deutsche Volk hat i Mitbüraer uud Wähler! Diese drei Fragen habt Ihr vornehmlich Ench vorznlegen in unserem R-ichstagswahlkreise Seit der xääsäs s ä ms *ä »USÄttÄ’OÄ*.»tsy. geringfügigste Frage sachlich ;ii besprechen, ^ß dL- gaM hoh , d Lächerlichkeit verfallen"; daß der frühere Reichstagspräsident und jetzige werden"; daß Dr. Bockel im Reichstage nicht das Mindeste Nlr ^el Y -im,et lick 'um Nedner über ernste Dinge, nicht Jeder besitzt die Begabung, Äi! SÄ »U4 -nS «u. ..d feiner Charaktereigenschaftei. den Vorzug, unter «njitabjj«. 5J* »fragen z« trotz seiner skandalsüchtigen rMWMSMUZZMZMMMs 2 als Jn'densrcfscr ausgab, „der die Welt befreien könne von allen Schattenseiten des gesellschaftlichen und w'rthschastlichen Lebens . z / /= ben Serrn Dr. Vöcket sehr genau, genauer, als es rhm angenehm sern Kanu. Herr Böckel kämpft, so versichert er täglich, für Deutschthum^ndefsen^liegendes Milftärs^olch'nw überall hin" Militärpflicht nicht ständig in Frankreich leben können. eb t Frar bleiben will. Deutschland ist das schlechteste Land; - schreibt Dr. Böckel an seme Eve „^chI '* »üxjer Böckel der sein Nest beschmutzt, zu Herrn St. ich gehe nach Frankreich oder Amerika. - So äußerte icy o s , , Wucherer Herr Gustav Adolf Böckel war, welcher in Frank- Herr Böckel kämpft gegen den ,ndnften des Herrn Dr. Otto Böckel, der sich als Steinmetz- surt den unglaublichsten Hauserwucher g v & . £ 1855_ 1860 rDÜ|e[ erwarb, um seinen Sohn studiren lassen zu können und dann ein ausgebrei- polier beim Franksurter Synagogeuvau in oen ' «PWkiNM», u. >-.W. n*. «Sßfi&STÄSSlÄB nnb Geld." — Als besorgter Jamikienvater ist er bestrebt, seiner Br , nqlücklich — durch die Geburt von Kindern gemacht werde Als fur- sorgluche^ Stützbeines^ armeu^ülfkose^ v°n^^Ekhbit uiid ^E^ibt^dfeser 'ebl e 3t ep r äfVn ta n t6 Be^ * b e^tf d) c 11°® ol f eg:C y'st U--»-ääSSä *äJ•»«*'*-»*«*«bi*sdl" ' üikschichteu hiuwcgschlüpfeu möchte. In seinem „Reichs-Herold schrewt er bDrt erlaubt, dcu Vater Dr. Böckels öffentlich zu be- «eschichteu hm g'°> ploh.nsolms. Ein Jude Salomon L°b °us Frankfud a y befi solche Schimpfereien glaub der ?yhntSt überSauPt nichts, denn Wes, was aus Judenmund kommt, .st Luge. - fThatsächlich ist alles notariell beglaubigt.) Holzvc im Gießent Montag 1890, von Vo im Gießener C stritten Waldshi verzeichnetes Hl A. Bau«, W 72 Fichtenstäm 234 Fichten'De Festm-, 580 Fichten-Rc Festm. B. 3 Ccheith. K Rmtr. i Nadel- 44 ! Die Zusamm Licherstraße, 2. Gießen, am < Großh. Bürc _______G Holzvei In den Wal Staufenberg, Schwalbengrabe! kommen nachverz zur Versteigerun Montag de 370 Rm. Buch 44 „ Eich« 6 , Erle 74 „ Buck 10 „ Nad 72 Hundert \ 14% „ l ( 27 Haufen N 160 Rm. Buch- Dienstag d< 43 Eichen-S Ctm. Dur 5 Buchen-E Ctm. Dur 76 Fichten-S Ctm. Dw Länge, 16 Erlen-Stä Durchm, 1325 Fichten-Dl Ctm. Dm Länge, 3002 Fichten-Re Der jedesmali mittags 9Vr U köpf an der < Tiefenbach und Bauholz zuerst Staufenberg, Großh. Bürgern St Holzver Montag, de von Vormtt soll im Alten - wald, Distritt Cc Holz versteigert 296 Rmtr. Bu 10 „ Eil 40 „ Bu 10 „ Eil • 118 „ Ra 72 „ Bu 2850 Buchenwel 450 Eichen- „ 1966 Nadel- „ Die Zusamw nannten Distritt Alten-Buseck, Großh. Bürgern ___________Jti Nutzhol Freitag d Vormittags %1« Park dahier ca. 2 und anderes Ni meter Inhalt öf Termin bekannt Bedingungen vei Die Versteiger Kurhaus. Bad-Nauheim Großh. Badedii I „P. Solche Vorkommnisse sind leicht zu begreifen, wenn man bedenkt, mit sehr jeder Antisemitenft'chrer gehaßt wird und daß das Judenthum alles ausbietet, reden zu stürzen, der ihm entgegentritt. Ein echter deutscher Manu läßt sich dadurch' nicht von seinem Führer abwendig machen, sondern hält nur um so treuer fest." „Herr K. hier. Wir können Ihnen nur den guten Rath geben, Ihre Rase in Ihre eigene Angelegenheiten zu stecken. Wir kennen Ehemänner, die nicht vor, sondern während der Ehe ihren Dienstmädchen die Cour machten. — Wünschen Sie nähere Auskunft?" icht Herrn Böckels Freundeskreis mögen solche Ehemänner wohl vorkommen, aber im deutschen Volke sind Vorgänge wie die Böckel-Silkert Gott sei Dank sehr vereinzelt.) y „N. Die von der Juden- und sozialdemokratischen Presse aufgebauschte Geschichte verhält sich also: Ein vor 3 Jahren bei Dr Böckel beschäftigtes Dienstmädchen hat gegen denselben Privatklage aus Zahlung von 215 Mark erhoben. Da Dr. Bocket verreist war hatte er Dr. Winkler nut seiner Vertretung beauftragt. Dieser telegraphirte jedoch wegen schwerer Erkrankung seiner Frau in letzter Stunde ab Da sich m der kurzen Zett Niemand fand und die Gefahr, den Prozeß zu verlieren, bei Nichterscheinen des Verklagten vorhanden war beaab lich rz-rau Dr. Bockel (fett November 1887 verheiratet) auf das Gericht, um ihren Gatten zu vertheidigen. Da'die Juteresseu des Mannes auch die der Frau fmd, und eine jede Frau deu Schwur vor denl Altar „in Freud und Leid ihrem Maiine treu zur Seite zu stehen" in keiner Lebenslage vergessen darf, so ist wohl das Auftreten derselben keine Ungehörigkeit." Das sind die Antworten des Dr. Böckel auf angebliche Fragen im Briefkasten seines „Neichsherold". ,,Ein echter Parteigenosse glaubt Juden überhaupt nichts." Damit glanbt Herr Dr. Böckel seine unglaublichen Verstöße gegen deu Coder der bürgerlichen Sitten aus der Welt geschafft zu haben. 4 Nicht doch Herr Dr Böckel! Wir fordern Sie aus, klagbar auszutreten, damit Sie an Gerichtsstelle neuerdings ebenso einen Denkzettel erhalten, wie m dem Falle Ottern, wo der Jude M. Steru, der augeborgt wurde, von Ihnen zwar wegen dieser Mitteilung verklagt worden ist in welchem rZ-alle Sie aber ebenfo rechtzeitig die Klage zurückzuziehen resp. nicht wieder auszunehmeu verstanden, wie Sie es im Falle Eva Hilkert nicht mehr konnten. Und was Ihre Ableugiiung im Falle der Wucherfälle Ihres Vaters betrifft, so liegen diesbezüglich eine stattliche Anzahl amtlicher Urkunden in unferen Händen. ' y 0 ’ ’ , _ Da aber Herr Dr. Böckel sich mit der Phrase „ein echter Parteigenosse glaubt so etwas nicht", stets ans der Schlinge zu befreien sucht, so lassen wir die Gerichtsverhandlung Bockel contra Hilkert hier folgen. ' 1/1 Civilkammer I des Großherzoglichen Landgerichts Mannheim, 18. Dez. 1889. Vorsitzender Landgerichtsdirektor Cadenback, Vertreter Dr. Böckels Rechtsanwalt Dr. Köhler; Vertreter der Eva Hilkert Dr. Wittmar. cnoenüaaj. ° , .P,1'- Sockel aus Marburg gegen Eva Hilkert von Sulzbach bei Weinheim, die Herausgabe des vou letzterer geborenen Kindes Otto ^akob Hilkert betrcstend; die Civilkammer I. des Großherzoglichen Landgerichts hier hat uitterm 12. Juni d. I. beschlossen das Beweisverfahren einzulelten. Nachdem nunmehr die Zengen beider Streitparteien vernommen und die Aktenstücke einqefordert war Termin nut heute Vyrmtttag anberapirit. v i / wuuu uu< ta Unter Vorsitz des Herrn Landgerichtsdirektor Cadeubach stattgehabten Verhandlung will nun zunächst Herr Rechtsanwalt Dr. Kohler im Auftrag feines Klienten, des Dr. Böckel, die erhobene Anklage zurückziehen, worauf jedoch der Vertreter der Beklagten Hilkert, Herr Rechtsanwalt Dr. Wittmar, nicht eingeht, vielmehr um ein, den Kläger mit der erhobenen Klage abweisendes und in die Kosten verfallendes Urtheil bittet. Hierauf begründet der Vertreter des Klägers, Herr Dr. Köhler, den von ihm schon in der ersten Sitzung vom 5. ^um gestellten Antrag, welcher auf Herausgabe des Kindes an den Kläger event. an eine tmn der Obervormundschaftsbehörde zu bestimmende dritte Person zur Erziehung und Pflege lautet, dahin: Der Kläger habe, wie er glaube, damals alleinig näheren Umgang mit der Angeklagten gepflogen und das von ihr geborene Kind später anerkannt. Der Kläger sei zu dieser Zeit ledigen Standes gewesen unt> verlange nun die Herausgabe des Kindes mit der Behauptung, daß die Mutter in sittlicher Beziehung die nöthige Qualifikation zur Erziehung des Kindes nicht besitze, vielmehr die Erziehung vernachläsfige. Die Beweise feien, das müsse er gestehen, nicht zu Gunsten seines Klienten ansgesallen, weshalb er die Zurückziehung der Klage verlange und könne auch nicht begreifen, welchen Hweck die Verbandluna für die Beklagte haben soll. ' 3 tpcrr Dr. Wittmar führt aus: Böckel sei schon vou der Vormuudschaftsbehörde abgewiesen worden und habe doch wieder eine Klage erhoben, nur um die Beklagte wegen ihres Kindes nicht in Ruhe zu lassen. Dann wirft der Anwalt einen Rückblick auf die Vorgeschichte dieses Prozesses. Im Jahre 1880 lernten, so führte er aus, sich beide Theile in Heidelberg kennen. Kläger war Student und die Beklagte Dienstmädchen nn selben Hause, wo derselbe wohnte. Mit diesem Dienstmädchen trat Böckel nun in nähere Beziehungen und verfprach Bockel demfelbcn schon damals es zu ehelichen. Sie schenkte ihm Glauben, ließ sich demzufolge mit ihm ein und gebar im Jahre 1881 ein todtes Kind. Von 1881 bis 1885 war sie zu Hause; er auswärts. Dann schrieb er ihr häufig und bat sie, zu ihm nach Marburg zu kommen, wobei er wieder nicht versäumte, in seinen Briesen den ihm vertrauenden Mädchen das Heirathen zu versprechen. Im Jahre 1885 nahm Bockel die Hilkert dann zu sich als Haushälterin, indem er ihr sagte, es ginge noch nicht mit dem Heirathen, er hätte noch nicht die nothlgen Geldmittel. Die Folge war, daß sich das Mädchen zum zweitenmale ais Mutter fühlte uud in der Wohnung des Klägers vorzeitig niederkam. Bel der Geburt des drttteu Kindes (Anfang 1887), um das es sich in dem vorliegenden Prozeß handelt, schickte er das Mädchen m die Klinik nach Heidelberg. Als die Hilkert kaum das Wochenbett verlassen konnte, erfuhr sie plötzlich daß der Kläger ihr untreu geworden und sich anderweitig verheirathen wolle. Auf diese Nachricht reiste sie sofort uach Marburg um womöglich diese Heirath zu hintertreiben. Aber mtt Hohn wurde das Mädchen von ihrem ehemaligen Liebhaber und seiner neuen Braut empfangen. Seitdem lebt die Hilkert bei ihrer Mutter in Sulzbach. Nicht einmal die versprochene Alimentation von monatlich 30 Mark leistete der Vater aus die Dauer und als Böckel nach einer von der Hilkert angestrengten Klage zur Zahlung verurtheilt wurde, erhob er Klage aus Herausgabe des Kindes. Nach diesen Ausführungen wendete sich Herr Rechtsanwalt Dr. Wittmar gegen die Anklageschrift selbst. Die gegenwärtige Klage führe ans, das Kind sei von Böckel anerkannt worden, was aber unrichtig wäre. Die Eintragung im Standesbuch sei erst am 13. Juni d. I. erfolgt, während die erste Verhandlung bereits am 5. Juni stattgefunden habe. Schon aus diesem Grunde sei die Klage abzuweiseu. Gegenüber der Behauptung, der Kläger zahle regelmäßig seine Alimente, habe er schon früher darauf hingewiesen, daß derselbe nicht einmal die 30 Mark, wohl das Mindeste, was mau von einem anständigen Menschen verlangen könne, bezahlte, sondern beim Landgericht Marburg zur Zahlung verurtheilt werden mußte. Es werde nun weiter behauptet, die Hilkert besitze nicht die nöthige Qualifikation und Bildung zur sittlichen Erziehung des Kmdes. Hiergegen befinde sich aber in dem vorliegenden Beweismaterial ein von der Vormundschaftsbehörde ausgestelltes Leumundszeugmß der Beklagten, wonach dieselbe eine.redliche, sparsame, fleißige und durchaus gute Person sei. Es wäre wirklich eine Anmaßung seitens des Klägers, wenn er der Hilkert den Vorwurf mache, sie habe mehrere uneheliche Kinder geboren. Die Kmder rührten doch alle vom Kläger her, die dieser selbst zugebe. Nur mit ihm hatte die Beklagte Umgaug, nur von ihm ließ sie sich umgarnen, weil er ihr immer und immer wieder die Heirath versprochen habe. Ein Beweis der Ünsittlichkeit könne ihr nicht erbracht werden. In letzter Lime werde von dem Kläger noch behauptet, das Kind werde schlecht behandelt. Nun haben aber eine Reihe Zeugen und auch der Arzt, welcher das Kind einmal behandelte, hievon das Gegentheil bestätigt. Aus allen diesen Gründen wiederhole er als Vertheidiger der Beklagten den oben gestellten Antrag. Das Urtheil des Gerichtshofes lautet: Dr. Böckel wird mit seiner Klage kostenpflichtig abgewiesen. Nun Herr Dr. Böckel! „Man glaube Juden und Judengenossen nicht", aber Ihnen, der Sie an Gerichtsstelle dieses Kainszeichen erhielten? Mitbürger und Wähler! So sieht im Spiegelbild der Mann aus, der sich zum wiederholten Male um ein Mandat für den Reichstag deutscher Nation bewirbt. In der Thal, ein wahrer Mrger- und Mauernfreund, der den Bürgerstolz durch sein herzloses Benehmen schändet und der den Landmann so schützen will, daß er ein armes Bauernmädchen entehrt, betrügt, sie uud ihre ehemals besser situirte Bauernfamilie an den Bettelstab bringt, sich um die Noth seines eigenen Kindes nicht kümmert, dessen Mutter durch Alimentations-Entziehung einer kleinen Land- gemeinde.zur Last legen wollte, — so sieht der urdeutsche Biedermann aus, der die jüdischen Mitbürger verhöhnt. Das ist die deutsche Treue, deutsche Ehrlichkeit, deutsche Biederkeit und deutsche Moral des Dr. Böckel. Mitbürger, Wähler! Und dieser Mann bewirbt sich um die Stimme ehrenwerther ^Männer ffür^ den Reichstag ^deutscher Nation! Neweiset durch Kuren Stimmzettel, daß Kuch die Reinheit und Größe des deutschen Watertande^Herzen liegt und daß Ihr das deutsche Reichsparlament, den Hüter über das Wohl und Wehe des deutschen Volkes, nicht entweihen lasset durch Elemente wie einen Dr./Uöcket, die dem Reichstage nicht zur ßhre gereichen! Brülil'schr Druckeroi (Kr. Ehr. Pietsch) in (Sieben. \ SpecK, Koch Aioerr uiinon. Darmstädter Banlattien Franzis Martin. 1053] Ein kl. Famillenlogis an ruhige Ungeschick, Küchen- Leute zu oermtethen. Seltersweg 3. junge gesucht- Cafe Goldschmidt. Frankfurt "» »->*"» d-s fdWMi,™ K»-«.- °°d 'm Bcsmidern °°rd° er sich widmen der Federung der Landmrthschast^^^ fQ (ange bie Landwirthschaft ihrer bedarf zum Schutze ihrer redlichen Arbeit gegen die Maffen-Ginfuhr fremden Getreides, das unter Bedingungen erzeugt und auf den Markt geworfen wird, nut denen dem deutschen ^andwir h c Wettbewerb Nicht möglich^ Uebelstände im Handel und Geschäftsleben, insbesondere die wucherische Ausbeutung des Volks aper er wird nicht in den Fehler der Antisemiten verfallen, dafür einseitig eme ganze Bevolterungsklaffe verantwortlich zu machen nno somrr inittelbar und nninittelbar Haß und Verhetzung gegen Schuldige und Unschuldige zugleich , Professor. Dr. Birnbaum, Professor. Bernhard, Oberpostsekretär. Block, Forstinspektor. Bruns, Zugführer. Burger, Rechnungsrath. Bücking, L. Buderus, Carl. Dr. Bose, Professor. Brück, C., Goldarbeiter. Dr. Buchner, Otto, Professor. Buss, Bahnmeister. Böger, P. Casper, Stations-Assistent. Dr. Diez, Universitäts-Amtmann. Drüge, Schaffner. Demnth, C.. Kohlenhändler. Dr. Dieffenbach (>. Eitester, Redakteur. Eberhard, Ingenieur, Margarethenhütte. Einhäuser, Lademeister. Dr. Erb, Rud., Realgymnasiallehrer. Felchnor, Ad, Univ.-Musikdirektsr. Ferber, Wm., Buchhändler. Fresenius, Oberamtsrichter. Fischer, Johs., Rentner. — Otto, Kohlenhändler. - Adolf, Geiger, W., Realgymnasiallehrer. Georgi, F. Gerhard, Georg, Zeichenlehrer. Dr. Grossmann, Bezirksstrafrichter i.P. Günther, Rangirmeister. Groth, Zugführer. Dr. med. Haupt, Arzt. Heydt, Stations-Vorsteher.» Hess, Georg, Direktor. Helfrich, Fr. Henzerling, Kaufmann. Dr. Hess, Professor. Hess, August. Heyligenstaedt, Fabrikant. Hobel, Schaffner. Hahn 9., Lokomotivführer. Haas, Lokomotivheizer. Heilmann 2., H., Schaffner. Hirschhorn, R., Rechtsanwalt. Holzapfel, Rechtsanwalt. Jann, K., Reallehrer. Klose, Werkmeister. Köllner, Stations-Assistent. Koch, C., Bauunternehmer. Kirch, Jean. Klees, Carl, Agent. Kennel, P. Krüger, Oberpostsekretär. Kreiling, Lokomotivführer. Kaiser, Bremser. Krausgrill. Krug 3., Bremser. Dr. Kattenbusch, Professor. Dr. Krüger, Professor. Keller, Carl, Kliniksverwalter. Keller, Chr.. Repräsentant. Landau, Stations-Einnehmer. Labroisse, Rechtsanwalt. Lotz, Louis, Gerbereibesitzer. Dr. Linkenheld, Landgerichtsrath. Leszinski, Telegraphen-Aufseher. Lauer, Packmeister. Mayer, Aug., Weinhändler. Dr. Molly, Lehrer. v. Münchow, Druckereibesitzer. Mayer, Postsekretär. Meissinger, Stations-Assistent. Martin, Lokomotivführer. Dr. Mettenheimer, A., Apotheker. Dr. Naumann, Professor. Napp, Zugführer. Nicolaus, Heinrich, Architekt. Neidhart, Gerichtsschrciber. Dr. Ducken, Geh. Hofrath u. Prof. Pflüger, Bahnmeister. Petri II., Louis, Bauunternehmer. Prowarsneck, Telegraphist. Dr. Pasch, Professor. Ritsert, Postdirektor. Rusag, Stations-Assistent. Dr. von der Ropp, Professor. Rothenberger, Louis, Gerichtstaxator. Rullmann, Revisor. Ruppel, Jakob. Dr. Riegel, Professor. Schaumann, Stations-Assistent. Schellhorn, Dr. Schäfer, La 'dgci i htsrath. Schäffer, Universitäts-Sekretär. Semmler 1., Stations-Assistent. Seipp, Reallchrer. Dr. Siebeck, Professor. Dr. Streng, Geh. Hofrath u. Prof. Stroh, Rendant. Schrader, Stations-Diätar. Schepers, Zugführer. Dr. Spengel, Professor Dr. Schmidt. Kreisassistenzarzt i. P. Dr. Schmidt, Professor. Thaler. Vogt, Hrch. Wagner, Joh., Hilfsführer. Wolfram 1., Stations-Diätar. Dr. Weiffenbach, Gymnasiallehrer. Weihrich, Realschuldirektor. Wiener, Landgerichtsdirektor. Wolff, Ed., Rentner. Dr. med. Weber, Arzt. Dr. Wilbrand, Professor. Dr. Wimmenauer, Professor. Wenzel, Hülfstelegraphist. Wenzel, I. L., Wagenmeister. Wortmann, G. Zinsser, Gg. Zinsser, Revisor. Ziegler, Bahnmeister i. P. Zurbuch, Adolf, Fabrikant. Zurbuch, Wm., Fabrikant. * Großen-Buseck. Passavant, P., Gutspächter. Jung, Lehrer. Rückert, Lehrer. Meyer, C., Landwirth. Büchsler, St., Gärtner. Rau, Aug. Reif, Heinr. Fr., Uhrmacher. Schmidt 6., H., Landwirth. Grünberg. Bähr, Steuerkommifsär. Bertram, Lieutenant a. D. Böttcher, Amtsrichter. Brückmann, Bahnmeister. Christ, I., Rentner. Br. Dieffenbach, Baurath. Dieffenbach, Forstassessor. Diehl, F, Grubenverwalter. Dippel, C., Glasermeister. Dörr 4., O., Landwirth. Yen Eifl, Bäckermeister. Von Eiff, R., Postmeister i. P. Fnldner, Lehrer. Frank, Gerbermeister. Fischer, Vorstand. Fischer, K., Schneider. Dr. Geist, Kreis-Veterinärarzt. Giller, H., Oekonom. Görnert, I., Bahnbedienter. Giller, I., Gemeinderath. Hof, Lehrer. Dr. Hille, Arzt. Haas, Chr., Zimmermann. — Karl, Zimmermann. Henericy, I. Kaufmann, Hoffmann, Hermann, Oekonom. Hamburger, Lehrer. Karl, Rechner. Kunkel, Lehrer. Koch, Pfarrer. Kraft, Wachtmeister i. P. Jockel, Gemeindeeinnehmer. Linker, H., Buchhalter. Dr. Maihenhauer, Arzt. Maringer, Techniker. Mickel, Oberamtsrichter. Mohr, K., Lehrer. Müller, Distriktseinnehmer. Reuss, Lehrer. Bühl, Gendarm i. P. Robert, H., Buchdrucker. Rühl, Hilfsgerichtsschreiber. Schäfer 2., Rechner. Schäfer, I. Rechner. Schilling, Steueraufseher. Schnitzel, Kreisbaumeister. Schmidt, Apotheker. Schober, Oberförster. Stammler, August, Fabrikant. Stein, G., Schneider. Spatz, Bauaufseher i. P. Ubrich, Postmeister. Volt, F., Fabrikant. Wallschmidt, Gerichtsvollzieher. Wissner, Gerichtsschreiber. Wlscynski, O, Privatier. "Weiss, I., Landgcrichtsaktuar i. P. Zöckler, H., Metzgermeister. — 2«, K., n Hattenrod. Braun, A., Lehrer. Hirzenhain. Arnold, Christian, Schmiedmeister. Beck, Johs. Bourgignon, Gemeindeeinnehmer. B uderns, H., Hüttenbesitz., Geh. Com.-R. Emrich, I., Louisenluft. Emmrich, Friedrich, Former. — Heinrich, Former. Eschbach, Hermann, Gastwirth. Giller, Fr., Hüttenbeamter. Gussmann, Bürgermeister. Henche, Heinrich, Formermeister. — Konrad, Former. Hofmann, Karl, Former. Hensel, H- Lehrer. Ilirzol, Louis, Buchführer. Henkel, Forstschütz, Louisenluft. Jungmann, G., Gastwirth. Jäger, Johs., Gemeinderath. Jäger, August, Former. — Karl, Eisendreher. Jäger, Heinrich. Korndörfer, Gg., Hüttenbeamter. Klein, Anton, Schleifermeister. Kühn, Louis, Former. Landmann, G-, G stlvirth. Matthesius, A, Mühlen esitzer. Müller, Konkav. Nies, Gemeinderath. Neull, I., Postagent. Nagel, Heinrich, Former. Offhauss, A., Hüttenbeamter. Osswald, Heinrich, Gießmeister. Plitt, Georg, Schlossermeister. Roseck, Julius, Modelleur. Sinner, Heinrich, Former. Schaum, H., Ingenieur. Schramm, Hüttenbcamter. Steinert, M., Pächter. Storger, Ferd. Vogel, Robert. Wahl, Pfarrer. Weber, Polizeidiener. Wensky, Carl, Schlossermeister. Hof-Graß. Klingelhöfer, O., Pächter. Hungen. Snell, Steuer-Commissar. Heineck, Geometer. Jokel, N., Steindecker, v. Oven, Gutspachter. Bast, Gemeindeeinnehmer. Dr. Rouge, prakt. Arzt. Lotz, L., Obersteiger. Göbel, Hch., Stcuer-Com.-Gehülfe. Vogt, F. Inheiden. Baum, Moritz. Kastner, Adolf. Koch, Rechner. Reitz, Bureaugehilfe. — Bürgermeister. Raab, Karl. Köhler, Philipp. Dietz, Michael. Jakab, Ludwig. Kohden. Dr. Krämer, Gomnafialdirektor a. D. Kloes, Wm., Schuhmachermeister. Fink, Ludwig. Fleischer, K. PH. Rühl, Karl. — Konrad. Langd. Ronthaler, Bürgermeister. Nicklas, Hrch. Konr., Ortsgerichtsmann. W alther, Georg, Landmann. Römer, Ludwig, Polizeidiener. Klös 2., Heinrich, Landwirth. Koch, Georg, Gemeinderath. Fritz, Reinhardt, Landwirth. Nagel, Wilhelm, „ - 1., Ernst, — 2., Ernst, Fritz, Otto „ — o., Konrad, „ Diefenbach, Pfarrer. Sann, Otto, Wagnermeister. Best, Lehrer. Nies, H., Landwirth. Gerhardt, Heinrich, Landwirth. Hübner 2., Wilhelm, Zimmermeister. — 2., Otto, Landwirth. Fritz, Friedrich, Landwirth. — Emil, Landwirth. Ronthaler, Louis, Beigeordneter. Beppler, Will), Bergmann. Steeg, Frdr., Schmied. Heckmann, Konrad, Landwirth. — Johs., Schneider. Schäfer, Friedrich, Glöckner. Köhler, H., Gemeinderath. Walther, Otto Georg, Landwirth. Roth, Georg, „ Ronthaler, G. Konrad, „ — 2., Otto, Klös 3., Heinrich, „ Gerhardt 4., Johs. „ — Wilhelm, Müller, Georg, „ Reitz, Philipp, „ — Wilhelm, „ Meyer, Otto, „ — Wilhelm, „ Appel, Karl, „ Kaiser, Christian, „ Gall, Wilhelm, Metzger. Langgöns. Boensel. Lehrer. Mann, Lehrer. Rompf 12., Joh- — Wilhelm. — 8., Anton. — Konrad Wilheim. — 7., Anton. - 12., Johs. - 13., Johs. Kiefer, Hrch., Zimmermeister. Holler, Forstwart. Wreber 2., C. — 5., Johannes. — 4., Johs. Weil 7., Johs. — Wilhelm. - Johs. — 8., Johs. — August. — 3., Konrad. Spies 2., Konrad. Bröckel, Wilhelm. — Konrad Karl. — 10., Konrad. — 2., Heinrich. — 3., Johs. Konrad. — 10., Johs. Ebel, Anton Johs. Faber 2., F. Wenzel 7., Anton. v. Hinten, C. Veite, Konr. Johs. - 14., Johs. — Johs. Konrad. — 2., Konrad. Wagner 9., Johs. Ebel 2., Konrad. Stahl 2., Anton. Müller 23., Anton. — 3., Johs. Karl. — 23., Konrad. — Konrad Wilhelm. — 21., Anton. — 5., A. H-, Schreiner, — 26., Anton. — Johs. Konrad. — 21., Konrad. — 25., Anton. W entzel, Anton Karl. — Adam. — Heinrich. — 3., Konrad. — 2., Anton Karl. Bopf, Johs., Maurermeister. Schmidt, Hrch., Landwirth. Kiefer 2., Konrad. Wissig, Johs. Stoll, Heinrich. Reuseh, Johann Konrad. Velten 2., Joh. Konrad. — 8., Anton. — Konrad Karl. Kromp, Bernhard. Boller, Anton. Bopf, Anton Johs. Schmidt, Hrch. - Ph- — Konrad. Stoll 3., Anton. — Hrch. Hartmann, Konrad Johs. Textor, Wilhelm Anton. — 3., Anton. Puhl, Jobs. Bopf, Johs. — 6., Anton. Berg, Karl. Bopf 6., Johs. Beppler, Anton. Schneider, Karl. Bausch 2., Johs. - 4., Johs. Stern 6., Anton. Ohly 2., Konrad, Fruchthändler. — Konrad. Haub, Friedrich. Hess, Wilh. Budolph, Johs. — Joh. Georg. Datz, Hrch. Mai, Anton. Görliz, Wilhelm. Hess, G. Heinrich. Arzt 2., Konrad. Spies, Konrad Hrch. - Wilh. — 4., Konrad. Krumbach, Johs. Fuchs, Joh. Anton. Ulme, Johs. Becker 3., Hrch. Rausch 4., Johs. Frey, Konr. Johs. Boller, Heinrich. Langsdorf. Dr. Köhler, H., Thierarzt. Lauter. Böcher, Heinrich. Feldmann, Bürgermeister. Gross, Heinrich. Hahn, Johannes. Heres, Johannes 5. Kratz, Heinrich. Mönchen, Heinrich. — Karl. Rinker, Karl. — Adolf. Reldt, Beigeordneter. Reck, Heinrich 5. Schlörb, Konrad 1. Schwarz, Philipp. Schmidt, Ludwig. — Georg Heinrich. — Kaspar. — Heinrich. — Wilhelm. — Johannes 8. — Heinrich 2. — Georg 7. Sann, Heinrich 4. — Heinrich 5. Scheuermann, Johannes. Scherf, Konrad. Viehl, Karl. Volz, Adolf. Zimmer Heinrich 1. — Heinrich 2. — Julius. — Ernst. Lehnheim. Seng, Bürgermeister. Janisch, Polizeidiener. Eckhardt, Ludwig. Dickhardt, Landwirth. Gemmer, Peter. Erb, I. — 3., Hrch. Horst, Adam. - 6., Johs.. Kipper, Ludwig. Kauss, Johs. Hahn 3., Hrch. Pflug, H. Vierheller 2., G. Klös, Andreas. — Kaspar. Neumann, Karl. Appel, Kaspar. Biedenkopf, Wilhelm. Thraum, Georg. Schmidt 1., Peter. — Johs. — Wilh. — Ludwig. — 3. Wilhelm. Neumann, Nikolaus. Honig 1., Hlch. Dörr 2., Georg. Hahn, Wilhelm. Jüngel, Hermann. Leihgestern. Jäger, Adam, Schmied. — Joh. Martin, Schuhmacher. Hess, Bürgermeister. — 5., Georg Landwirth. — 6., Georg. — 3., Peter. — 3., Landwirth. Häuser, Balthasar, Landwirth. Seipp, Job., Beigeordneter. Pauli, Joh. Wagnermeister. Linz, 6., Johannes. Arnold, 2., Wilhelm. Faber 4., Georg, Landwirth. — 10., Joh. Dörn 5., Georg, Lnndwirth. — 2., Joh. Georg. — 6., Georg. Will, Georg Johann, Landwirth. Wagner 3., Joh. Georg. — Konrad. Langsdorf, Georg. - 6., Joh. Seipp, Joh. Georg, Schäfer. Baur, Hirsch, Handelsmann. — Baruch, „ Pauli, Adam. Faber 2., Johann Georg. — 3., Johann Georg. Waldschmldt, Kaspar. Velten 2., Georg. Pauli, Kaspar. Binz, Kaspar. Will, Peter. Arnold 5., Johannes. Pauli, Georg. Schuchard, C. Lich. Stotz, Postverwalter. Wagner, H., Lehrer. Schön, K>, Bauinspektor. Ihring, I., Bäcker. Zimmer, W., Lehrer. Jäger, W., Lehrer. Schönborn, Aug. Sauer, Lehrer. Kratz, Kammerrath. Kämmerer, Rechner. Dr. Kreuder, Weber, Apotheker. Güngerich, Hofpachter. Kutsch, Kammerdirektor. Seipp, H., prakt. Arzt. Winheim, Stiftsrcchncr- Burg, Stations-Vorsteher. Kreiling, Rentmeister. Rühling. Schäfer, Hrch. - Gg. H. Glöckner, Hrch. Schmidt 3., H. Lindenstruth. Deines, 2., Heinrich. Rau, August, Lehrer. Lollar. Feller, F. W., Ingenieur. Seidensticker, Ingenieur, M.-W.-H. Bögge, Hüttenbeamter. Buderus, Georg. Stahl, Ernst. Bautz, Christ. Geissler, C. Seipp 4., Ludwig. Schön, I. - H. Schmidt 3., Karl. Schwall), Gerhardt. Nuhn, L., Zimmermeister. Deihel, Chr., Maurermeister. Wilke, Stations-Vorsteher. Korell, Lehrer. Storik, F. G., Postverwalter. Bogunicnoski, Eisenbahn-Stat.-Diätar. Londorf. Schäfer, Adam Lehrer. Rabenau 3., Joachim, Landwirth. Wallenfels, Adam, Landwirth. Wecker, Christian, Landwirth. Schnecker, Heinrich, Steinhauer. Becker, Friedrich, Steinhauer. Braun, Peter, Fuhrmann. Baum, S., Handelsmann. Kammer, Carl, Gastwirth. Unger, M., Bauverwalter. Lich, M., Schuhmacher. Lumda. Schultheiss, Bürgermeister. Sauer, Johs. Theiss, Karl. Keil, Joh. Konrad. Biedenkopp, Hrch. Klös, Peter. Cchombert, Wilhelm. Kauss 8., Peter. Schnell, Johs. Kappes 3., Peter. Rau, Ferdinand. Keil I., Johs. Höres, Wilhelm. M^iss, Wilhelm. Klös, Heinrich. Kappes 2., Peter. Kratz, Hrch. Zahrt, Jakob. Michelnau. Diehlmann, Bürgermeister. — Karl. Hofmann, Karl. Wenzel, Gemeinde-Einnehmer. Koch 2., Konrad. Albus, Polizeidiener. Bach, Heinrich, Wagner. Nidda. Erck, W., Mühlenbes. u. Landtagsabg. Braun 2., W., Mühlenbes. u. Bcig. Rullmann, L., Bürgermeister. May, Kreisveterinärarzt. Kuhn, Gerichtsvollzieher. Hammel, Stationsvorsteher. Susmann, Georg, Kaufmann. Ringshausen, Karl. Bechtold, C. L. Lynker, Kreisbauaufseher. Roth, Hrch, Gerber. Stork, Fr., Gerber. Jost, F., Kaufmann. Roth, Heinrich Jakob, Schneidermeister. Rullmann, Heinrich, Metzger. Cloos, H. W., Holzhäudler. Reuter, E., Bauunternehmer. Weimer, Gg., Rechner. Benning, August, Gemeinde-Einnehmer. Uhl, (5. L. Kraft, Bezirks-Bauaufseher. Eberwein, Rechtsanwalt. Bechtold, Philipp, Wcißgerber. Ruppel, Ludwig, Hutmacher. Runk, Ludwig, Schneider. Schuler, Louis, Steuerkontroleur-Geh. Lorenz, C. Luft, Fr., Schreiner. Roth, Otto, Schneider. Ferro, E., Heilgehülfe. Hotz, Lehrer. Floss, Ludwig, Buchdruckcreibesitzer. Roth, Hermann, Gerbereibesitzcr. Ober-Hörgern. Alles, Bürgermeister. — 1., Joh. Georg. — 4., Joh. Georg. — 5., Johs. — 4., Johs. — Eberhardt. Müller, Philipp, Beigeordneter. — 4., Joh. Konr. — Lehrer. — Jakob. — 5., Hrch. — 6., Hrch. — 4., Joh. Georg. — 3., Joh. Konrad. Düringer 2., Johann Georg. Holler, Joh. Georg. Schmidt, Hrch. Helmes, Eberhard, Mühlenbesitzer. Göriach, Joh. Georg. Lotz, Heinrich. Gorr, Johannes. Düringer, Wilhelm. Bingel, Karl. Ober-Lais. Daubert, Bürgermeister. — Ernst, Landwirth. — 8., Heinrich, Landwirth. Ludwig, Konrad, Lehrer. Schauermann, Ehrhard, Landwirth. — Louis, Wirth und Spezereikrämer. — 4., Johs., Landwirth. Becht 2., Karl, Landwirth. Pfannstiehl, Gustav, Polizeidiener. Fritz, Konrad, Gemeinderath. Rack, Karl, „ — 4., Adam, Landwirth. — Ernst, Böck 2., Karl, „ — Ehrhard, Schuhmacher. Engel, Karl, Landwirth. Seum, Johs. Karl. Landwirth. Bocher, 1., Frdr., Gemeinderath. Ober-Seeme». Reimann, Richard. Ober-Widdcrsheim. Weis, Otto, Bürgermeister. Eckel, M., Forstwart. Walther, G. PH., Landwirth. Kammer, A. F., „ — Joh. Kaspar Schäfer 3., PH. Ortenberg. Roth, Gr. Bürgermeister. Stammler, Oberamtsrichtcr. Presger, Will)., Gemeinderath. Hilss, J„ Stadtrechner. Dersch, N. W., Gemeinderath. Emrich, Th., Ortsgerichtsmann. Juncker, C., Gräfl. Baubeamter. Bohn, Louis — Frdr., Gemeinderath. Eissner, I., Beigeordneter. Schulze, Albert, Kaufmann. Tamm, Carl, Bczirksbauaufscher. Frech, H. Schaake, Förster. Brack, August. Hiltz, G. Bechthold, Gg., Gemeinderath. Kreiss, Wilh, Gemeinderath. Uhrig, Verwalter. Vallbracht, Gefangenwärter. Schember 2., H., Gemeinderath. Emrich 3., Jakob, Gemeinderath. Kraft, Lehrer. Hebbel, Gg. Hrch. May, Gustav, Qrtsgerichtsmann. Gerhard, Joh., Kreisstraßcnwart. — Christian. Schmidt, Hrch. Döpp, Hrch., Schreiner. Roos, Jakob, Schreiner. Wolf, Polizeidiener. Rabertshausen. Widdersheim, Bürgermeister. Bast 3., Johs. Stegk, K. Eich, Theodor, Haubenmühle. — Ludwig, Pfarrer i. P. Reichhardt, Philipp. Hofmann, Konrad. Jäger, Gustav. Haas, Ernst. Faber, Konrad. Kröll, G. Konrad. Dietz, Hrch. Konrad, Johs. Rodheim. Schäfer, Bürgermeister. Hofmann, Adolf. Nicolai, Beigeordneter. Uhl, Karl. Oehr, Moritz, Pfarrer. Koch, Lehrer. Hofmann, Otto. — Gustav. Kröll 6., Georg. Borckhard 2., Philipp. Riiddingshausen. Scherer, Bürgermeister. Ruppertenrod. Reiber, W., Kaufmann. Ruttershausen. Krämer, Ludwig. Schlapp, Heinrich. — 2., Ludwig. Felda, Konrad. Schwarz 2., Johs. — 3., L. Schön, Hrch. Kann, S. Geissler 4., Johs. — Hrch. Löwenstein, Levi. Spoor, Georg. Saasen. Schmidt L, Ludwig. Glatthaar, Georg. Schepp XU., Johann. Schmitt, Jakob. - IX., Johs. Salzhausen. Schenk, Forstmeister. Fink, Carl. Geiss, Philipp, Schmidt, Heinrich. Weil, Joh. Zell, Philipp. Schwickartshausen. Seum, Bürgermeister. — 3., Heinrich. Selters. Schwabe, Pfarrverwalter. Stangenrod. Nau, M. — Peter. - h, H- Stansfenberg. Stephan, Bürgermeister. Kaiser, Forstwart. Steinbach. Krämer, Bürgermeister. Gerhard 3., Carl, Ortsgerichtsmann. Horn 2., Hr, Wagner. Reuschling, Hr., Fruchthändler. Herbert 3., Hr., Ortsgerichtsmann. Serth, Hr., Landwirth. Stockhausen. Faust, Bürgermeister. Trais-Horloff. Ernst, Friedrich. Engelhard, Julius. Rohleder, David. Treis a. L. Amendt, Oberförster. Stein, Förster. Schick, Forstwart. Berner, Bürgermeister. Trohe. Koch, H., Landwirth. Unter-Schmitten. Schneider, Amand., Landwirth. Döll, Johs., Wagnermeister. Becker, Conr., Schreinermeister. Ruppel, Carl, Mühlenbesitzer. Seiler, Heinrich K., Landwirth. Seibert, Wilh., Lehrer. Bach 2., H., Landwirth. Widdersheim, Otto, Landwirth. Uhl 2., Jost Peter, Landwirth. Unter-Widdershrim. Schneider, Bürgermeister. Eiser, Rechner. — 3., Heinrich. Höcher, Georg Philipp. — Beigeordneter. Utphe. Storch, Hr. Fiilberth, A., Pachter. Sack 2., Ernst. Schneider, A., Beigeordneter. Schreiber, Wm. Willingen. Koch, Bürgermeister. — Georg, Landwirth. — 4., Konrad, Landwirth. — 6., Konrad, Landwirth. — Karl, Landwirth. Wolf, I., Oekonom. Zimmer 3., K., Bürgermeister a. D. Leidner 2., Friedrich Will)., Beigeord. Repp, Lehrer. Homann. Kall, Peter, Landwirth. Graf, Heinrich Ph., Bäcker. Klein 3., Johannes, Forstwart. Pfarrer 6., Wilhelm, Landwirth. Graf, Christian, Landwirth. Döll, Friedrich, Schuhmacher. Schwarz, Christian, Landwirth. Bolkartshain. Winnecker, Bürgermeister. Weber, Hrch. Ernst, Polizeidiener. — Philipp, Landwirth. - 9., Johs. „ Kneipp, Johs. Peter, Landwirth. Schäfer, Forstschütz. — 2., Leonhard, Landwirth. Weikcrtshain. Truoller, Bürgermeister. Opper, Beigeordneter. Zimmer, Kaspar, Feldschütz. Winnerod. Hermann, A., Gutsinspektor. Schmidt 1., Hrch. — 2., Hrch. — 3., Wm. Wippenbach. Diehl, W., Lehrer. Müller, Bürgermeister. — Beigeordneter. Winter, Gr. Förster i. P. Meyer, Gr. Forstwart. Lotz, Polizeidiener. C. v. Münchow, UniversitätS-Buch- und Steindruckerci, Gießen. Mn ifii’ Mlii liier des ersten hessischen Reichstagswahlkreises. Es sind drei Jahre vergangen, seitdem wir zum letzten Mal zur Wahlurne schritten. Damals handelte ey sich nach unserer Auffassung in erster Linie darum, solche Abgeordnete zn wählen, die entschlossen waren, dem durch das Ausland bedrohten Reich die zur Abwehr der Gefahren nöthigen Mittel zu gewähren. Daß diese Gefahren mcht, wie schon damals behauptet wurde und heute noch manchmal behauptet wird, eingebildete waren, sondern wirklich bestanden, hat später das Geständniß der französischen Machthaber erwiesen. Der am 21. Februar 1887 gewählte Reichstag hat die ihm gestellte Aufgabe redlich erfüllt. Die militärischen Forderungen der Regierung wurden von ihm bewilligt, zur Bestreitung der Kosten wurden dem Reiche neue und dauernde Einnahmequellen eröffnet. Wenn trotz dem zweimaligen Thronwechsel der Friede drei Jahre erhalten blieb, so ist das überaus dankenswert-, und ein reichlicher Antheil des Dankes gebührt dem Reichstag. Am 20 6. M finden HCUC Wahlen statt. Die Abgeordneten werden von da an »olle fünf Jahre dem Reichstag angehöreu. Es find aber grobe und schwere Ansgaben, die dem künftigen Reichstag zufallen. Die Wehrkraft des Reichs muß auf ihrer Höh- erhatten, es soll auch dann, wenn das Septennat im Jahr 1894 zu Ende geht, jedem Versuch, an dem festen Bestand des Heeres und der Marin- zu rüttetn, mit voller Entschiedenheit entgegen getreten werden. Di- Landwirthschast braucht nicht nur den Schutz, d-n ihr die Getrcidezölle gegenwärtig gewähren, sondern st- hat anch anderweitig Fürsorge von Seiten des Staates fort und fort nöthig, wenn fi- di- fette Grundlage der Volkswohlfahrt bleiben foll. Das Handwerk muß vor weiterschreit-ndem Verfall bewahrt, es foll ihm die Möglichkeit gegeben werden, durch Bildung lebensfähiger, dem modernen Betrieb angepabier Verbände sich selber zu helfen. Dem Handel sollen nach Ablauf d-r jetzt bestehenden Handelsverträge di- seitherigen Abfatzgebiele gewahrt und neue eröffnet, auch weitere Absatzwege gebahnt werden. Der Ansbeutung des arbeitenden Volkes durch Wucher UNd Börsenspiel ist erustlich zu wehren und zwar mit einschneidenden GesetzeSmaßregeln, nicht aber mit unfruchtbarem Gelärm, wie es der Antisemitismus vernicht. Eine ganz besondere Fürsorge bedürfen die wirkhschastlich schwachen und nokhleidenden Waffen des Volks ES ist das die große Frage der Zulnnft, welcher d-r Kaiser feilte ganze Theilnahme schenkt, von deren Lösung 'das Wohl und Wehe unseres BolkS abhäugt und mit der sich auch der künftige Reichstag jedenfalls $ Innerhalb dieses Jahres läuft die für das Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der 50CUtl- demokratie festgesetzte Frist ab, und es handelt sich daun darum, was geschehen soll, um einer Wühlerei und B-r- betzuna welche die Grundlagen unserer Gesellschaftsordnung bedroht, wirklich und gründlich zu steuern. ' Der von den Nationalliberalen unseres Wahlkreises ausgestellte Candidat, Herr GuksllkffHkt Säffktlkt, versvrielJn seinem Wahlanstus an der Löinng der Aufgaben, wie sie nach nuferer lleberz-ngung dem kommenden Reichstag zusallen, ernstlich mitzuwirken. Wir haben deshalb von der Ausstellung eines eigenen, eonservativeu Can- didatei, abgesehen und empfehlen unseren Gesiunnngsgeiiofien die Wahl des Herrn schlciile. wiige jeder «nfenmtw «finale Wan toenta, rnelihe Gefahr« dm et! wt 19 Mm iMiMiindetea Sri» linilt m innen md ««fi« toll«! M,e tt die tot, mit der er ««Met md Sei» fefihält, Mn« tau««. d«fi er m Wahtt«, feine Wiiht tli«t! leitet 0t am 20. Kd«« feine Stimme ad für Kkllll Glltsbkßtzer Gietzen im Februar 1890. Das koiiktoiiliiii' WahlioM Adolph, Heinrich, Schneider, Klein-Linden. Albohtt, Ludwig, Landwirts; in Lich. Alles IV., Ober-Hörgern. Artz II., Conrad, Lang-Göns. Artz III., Conrad, Lang-Göns. Artz, Johannes, Lang-Göns. Artz, Conrad Anton, Lang-Göns. Aumann, Georg, Landwirt!), Londorf. Bender, Ziegeleibesitzer, Langsdorf. Bergk IX., Johannes, Lang-Göns. Beppler, Anton, Lang-Göns. Boller, Anton, Schreiner und Kirchenvorsteher, Lang-Göns. Boller, Conrad, Lang-Göns. Boller II., Heinrich, Lang-Göns. Boller, Heinrich, Lang-Göns. Bach, Lehrer, Langsdorf. Bast, Bürgermeister, Beltershain. Becker, Friedrich Ludwig, Landwirtl), Londorf. Becker, Major a. D., Hungen. Berg, Karl, Lang-Göns. Bernhard, Lehrer, Großen-Linden. Busch, Adolf, Hauptmann der Landwehr und Cigarrenfabrikant, Gießen. Dr. Clemm, Gymnasiallehrer, Gießen. Eurtman, Rechtsanwalt, Gießen. Tamm, Friedrich, Allendorf a. d. Lda. Tauber, Ludwig, Landwirth, Londorf. Teines, Wilhelm, emer. Lehrer, Annerod. Töring, Sparkassenrechner, Gießen. Düringer, Wilhelm, Ober-Hörgern. Eckstein, Pfarrer, Nidda. Engelhardt, Bürgermeister, Annerod. Erb, Oberverwalter, Lich. Erb, Heinrich, Verwalter, Colnhausen bei Lich. Erb, Christian, Verwalter, Häuser Hof b. Echzell. Faber I., Joh., Kirchenvorsteher, Lang-Göns. Faulstich, Heinrich, Landwirth, Londorf. Fischer II., Karl, Kirchenvorsteher in Lich. Frank I., Phil., Lollar. Franz, Pfarrer, Queckborn. Guntrum, Bürgermeister, Münster. Günzer, Pfarrer, Londorf, Georgi, Pfarrer, Steinbach. Germer, Bürgermeister, Klein-Linden. Germer II., ^Johannes, Landwirth, Klein-Linden. Cörlach II., Phil., Landwirth, Holzheim. Görlach, Joh. Georg, Ober-Hörgern. Gorr II., Joh., Landwirth, Dorf-Gill. Dr. Gottschick, Prof. d. Theologie, Gießen. Gras, Lehrer, Dorf-Gill. Graulich, Jakob, Landwirth, Hattenrod. Grieb II., Heinrich, Landwirth, Dorf-Gill. Grieb II., Wilhelm, Gemeinderath, Holzheim. Grieb VII., Konrad, Landwirth, Holzheim. Grieb V., Balthasar, Grieb V., Wilhelm, Grieb IX., Konrad Großhaus, Karl, Lang-Göns, von Harnier, Baron, Echzell. Hildebrand, Pfarrer, Echzell. Haas II., Joh., Annerod. Heinrichs, Pfarrer, Gedern. Hermann, Gutsadministrator, Winnerod. Heß I., Johannes, Münster. Dr. Henser, Custos a. d. Univ.-Bibliothek Gießen. Hillgärtner, Peter, Bürgermeister, Allertshausen. Holler, Konrad, Kirchenvorsteher, Eberstadt. Horn IV., Phil., Annerod. Jacob, Bürgermeister, Nonnenroth. Jnderthal, Bürgermeister, Rödgen. Fox, Ludwig Philipp, Ettingshausen. Jung II., Ludwig, Fruchthändler, Heuchelheim. Jung, Ludwig, Kaufmauu, Holzheim. Jung IX., Peter, Gemeinderath, Holzheim. Jnng XL, Jakob, Landwirth, Holzheim. Jung, Joh. Georg, Maurermeister, Holzheim. Jnng, Konrad, Gemeinderath, Holzheim. Jünger, Karl, Rechner, Reißkirchen. Kansmann, Eugen, Fabrikant, Gießen. Dr. Kempff, Carl, Gießen. Korbacher, Wilh., Landwirth, Londorf. Kramer, Gemeinde-Einnehmer, Ruttershausen. Keil L, Joh., Ettingshausen. Keßler, H., Rechner, Annerod. Klingelhöffer, Stiftspfarrer in Lich. Kloos, K., Lehrer, Allertshausen. Klotz, Bürgermeister, Holzheim. Klotz, Will)., Gemeinderath, Holzheim. Klotz, Martin Heinrich, Landwirth, Holzheim. Köhler, Pfarrer, Eberstadt. Köhler, Bürgermeister, Langsdorf. Krök II., Jakob, Heuchelheim. Kühn, Christian, Ober-Bessingen. Knhl, Bürgermeister, Dorf-Gill. Kutsch, Kammerdirektor, Lich. Laubinger, Lehrer, Londorf. Launspach, K., Bürgermeister, Ettingshausen. Launspach, Kirchendiener, Hattenrod. Laux II., Martin, Gemeinde-Einnehmer, Holzheim. Laux III., Martin, Landwirth, Holzheim. Laux, Heinrich Ernst, Gemeinderath, Holzheim. Laux II., Wilhelm, Landwirth, Holzheim. Leidich, Lehrer, Langsdorf. Lenz, Joh., Schreinermeister, Gießen. Lenz IX., Ludwig, Gemeinderath, Klein-Linden. Lich, Joh. Emil, Landwirth, Londorf. Lich VII., Heinrich, Landwirth, Londorf. Lindenstruth, Rechner, Beuern. Lotz, Melchior, Schreinermeister, Londorf. Ludwig, Heinrich, Kirchenvorsteher, Lich. Magel, Daniel, Landwirth, Londorf. Dr. Matthäi, Gymnasiallehrer, Gießen. Merkel I., Andreas, Allendorf a. d. Lda. Menget, Bürgermeister, Hattenrod. Mefferschmidt, Conr., Schmiedemeister, Dorf-Gill. Mohr, Wilh., Müller, Ettingshausen. Müller, Polizeidiener, Dorf-Gill. Müller, Verwalter, Eberstadt. Müller, H., Rechner, Hausen. Müller, Hch. Ernst, Dreschmaschinenbes., Holzheim. Müller, Joh., Polizeidiener, Holzheim. Müller II., Martin, Landwirth, Holzheim. Neeb, Carl, Hattenrod. Lhly V., Joh. Gg., Landwirth, Holzheim. Ohly, Moritz Matth., Landwirth, Holzheim. Oeser, Pfarrer, Rodheim. Otto, Hrch., Bürgermeister, Beuern. Pein, Rechner, Nieder-Bessingen. Dr. Philippi, Adolph, Prof, der Philologie, d. Z. Rektor der Landesuniversität, Gießen. Pichler, Professor, Gießen. Prätorius, Pfarrer, Geis-Nidda. Nabenan III., Joachim, Landwirth, Londorf. Nau, Herm., Metzger, Lich. Rau, August, Lehrer, Liudenstruth. Reitz, Martin, Landwirth, Holzheim. Reuhl II., Matth., Landwirth, Holzheim. Reuhl, Gg. Hrch., Gemeinderath, Holzheim. Renhl, Martin, Landwirth, Holzheim. Reuhl IX., Hrch., Landwirth, Holzheim. Reuhl III., Konrad, Landwirth, Holzheim. Rinker I., Joh., Ober-Bessingen. Römer, Ludwig, Ettingshausen. Sauer, Hrch., Schuhmacher, Londorf. Schlapp, Gemeinde-Einnehmer, Mainzlar. Schmidt, Ludwig, Kirchenvorsteher, Lich. Schneider, Philipp, Landwirth, Londorf. Schmidt, Steuerkontroleur, Nidda. Sames I., Hrch., Dorf-Gill. Sames III., Martin, Dorf-Gill. Schäfer, Balthasar, Landwirth, Dorf-Gill. Schaum, Emil Konrad, Laug-Göns. Schmidt, Joh. Gg., Gemeinderath, Klein-Linden. Schneide^ Jakob, Stadtrechner in Lich. Sellin, Lehrer, Climbach. Simon I., A., Metzger, Londorf. Fürst zu Solms Hohensolms-Lich in Lich. Graf zu SolmS-Laubach in Laubach. Spieß IV., Conrad, Lang-Göns. Spieß, Gemeinde-Einnehmer, Ober-Hörgern. Stamm, Pfarrer, Gettenau. Stamm, Professor, Gymnasiallehrer, Gießen. Thaer, Dr., Professor an der Universität Gießen. Unger, M., Bauverwalter, Londorf. Veller, Pfarrer, Hungen. Belte, Joh., Landwirth, Göbelnrod. Vigelius, Direktor der höheren Töchterschule, Gießen. Bogt IV., Karl, Metzger u. Kirchenvorsteher in Lich. Volz Dr., Gymnasiallehrer, Gießen. Wahl, Dekan, Trais-Horloff. Walther III., Joh., Ober-Bessingen. Weber, Friedrich, Landwirth, Londorf. Weber, C., Pfarrer, Münster. Weber, Th., Pfarrer, Lisberg. Wetz I., Balthaser, Gemeinderath, Holzheim. Wetz, Konrad, Rentner, Holzheim. Wagner IV., Balthasar, Gemeinde-Einnehmer, Allendorf a. d. Lda. Wagner, Johannes, Gemeinde-Rath, Allendorf a. d. Lda. Wagner, Bernhard, Allendorf a. d. Lda. Walther, Georg Konrad, Kirchenvorsteher, Langd. Weigel IX., L., .Gemeinde-Rath, Klein-Linden. Weber, Pfarrer, Londorf. Weimer, Gemeinde-Einnehmer, Daubringen. Weitz, Rechner, Dorf-Gill. Wießner VII., Heinrich, Kaufmann, Londorf. Wießner, Heinrich, Landwirth, Londorf. Wilker, Revisor, Gießen. Windccker, Gustav, Kaufmann, Gießen. Windecker, Pfarrer, Rödgen. Wolff, Oekonom, Villingeu. Zeiß IX., Konrad, Landwirth, Holzheim. Zeiß X., Peter, Landwirth, Holzheim. C. l). M ünchow, Universitäts-Druckerei, Giesjcu.