Mittwoch den 7. Mai Nr. 105 1890. Der Hießerrer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamitienötatter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger. Vierteljähriger ASckrnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblatt für den ALreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jamilienblätter. Alle AnnonceN'Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtfid?er Theil. Bekanntmachung. Es wird zur Kenntniß der Interessenten gebracht, daß -er Vorstand der Tiesbau-Berussgenoffenschast zu Berlin die Ingenieure Georg Haupt und Hugo Urbahn, beide wohnhaft zu Berlin, als Beauftragte gemäß §§ 82 ff. des Unfallversicherungsgesetzes und § 44 des Bauunfallversicherungsgesetzes bestellt hat. Der Dienstbezirk beider erstreckt sich auf das deutsche Reich. Gießen, am 1. Mai 1890. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Fräulein Julie Faber von Gießen nach Zeugniß der Großh. Direction der Entbindungsanstalt zu Gießen zur Ausübung der Hebammenpraxis für sehr gut befähigt erklärt und als Hebamme verpflichtet wurde und zur Ausübung der Hebammenpraxis berechtigt ist. Gießen, am 2. Mai 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, am 5. Mai 1890. Betr.: Die Bildung der für das Jahr 1890/91 nöthigen Weinsteuer-Einschätzungscommissionen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen die Großh. BürgermeiAereien der Landgemeinden de- KrerseS. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung unserer Auflage vom 12. v. Mts. — Anzeiger Nr. 89 — rm Ruck- stände sind, werden hieran mit Frist von 10 Tagen erinnert. v. Gagern.__________________ Gießen, am 5. Mai 1890. Betr.: Die regelmäßigen Feuervisitationen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreise-. Sie wollen binnen 8 Tagen berichten, welche Beträge -für Abhaltung der regelmäßigen Feuervisitationen und der Nachrevisionen in den beiden letzten Jahren 1888/89 und 1889/90 aus Ihrer Gemeindekaffe gezahlt worden sind. v- Gagern. Feuilleton. Pie Wohnungsfrage. Eine Spatzengeschichte. Vor einigen Tagen saß ich Morgens an meinem Schreib- -Lisch und spitzte Bleistifte. Es ist dies für mich eine der Langweiligsten Beschäftigungen, die ich immer so lange ausschiebe, bis mit keinem der vielen Stifte, welche auf meinem Tische umherliegen, auch nur ein Halbwegs anständiger Strich mehr fertig zu bringen ist. Wie ich nun so schnitt und schabte, gingen mir allerlei Gedanken durch den Kopf, und so kam mir auch ein Vorfall ins Gedächtniß zurück, der sich kürzlich in unserer Nachbarschaft ereignet hatte. Einem säumigen Miether war von seinem Hausherrn gekündigt worden. Der Mann hatte sich wahrscheinlich nicht rechtzeitig um eine neue Wohnung bemüht oder bei der allgemeinen Wohnnngsnoth keine gefunden, kurz, als der neue Miether einziehen wollte, weigerte sich der alte, das Haus zu verlassen. Ersterer pochte aus sein Recht- der Hausbesitzer wurde gerufen und bald flogen böse Worte herüber und hinüber. Schließlich sollten die Möbel deS Widersetzlichen mit Gewalt aus die Straße geschafft werden- hierbei kam es zu Thätlichkeiten, und das Ende vom Liede war, daß der Hauswirth und beide Miether von der Polizei abgesührt wurden. Während ich noch über diesen Fall nachdachte, erhob sich plötzlich aus dem Apfelbaum, der vor meinem Fenster steht, ein Heidenlärm, durch welchen ich jäh in meinen Betrachtungen gestört wurde. Ich stand auf und trat an das 'Offene Fenster, um zu sehen, was es gäbe. Auf einem Aste des Baumes saß eine Schaar von ungefähr dreißig Spatzen — die ganze Nachbarschaft schien sich Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffenttichen Kenntniß gebracht, daß das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz dem Oberheff. Bienenzüchterverein gestattet hat, in Verbindung mit der am 23. Juli d. I. zu Alsfeld stattfindenden 28. Wanderversammlung eine Verloosung von Bienenvölkern, Bienen- producten und Utensilien zu veranstalten. Nach dem Verloosungsplan dürfen nicht mehr als 2500 Loose ä 50 ausgegeben werden; auch sind mindestens 62% des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden. Der Vertrieb der Loose in der Provinz Oberheffen ist gestattet. Gießen, den 5. Mai 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Es ergeht wie alljährlich die Mittheilung an die Handelsund Gewerbetreibende unseres Bezirks, daß unser Bureau Dienstags, Abends von 6—8 Uhr, geöffnet ist. Gießen, am 5. Mai 1890. Großherzogliche Handelskammer. Koch. Deutsches Neich. Berlin, 3. Mai. Schon ganz in der Kürze werden die Infanterie - Truppentheile wieder mit dem Seitengewehre älteren Modells ausgerüstet. Das Gardecorps und die Unteroffizierschulen haben das alte Modell weiter getragen, welches bekanntlich mehr wie doppelt so schwer als das neue ist. — Das neue Gewehr (Modell 88)'hat 3 Visiere: Standvisier 250 Meter, kleine Klappe 350 Meter, große Klappe 450 bis 2050 Melev. Ium 9M)mcit weiter Ziele dient ein Schieber, welcher auf- und abbewegt werden kann. Die geraden Zahlen stehen links, die ungeraden rechts, beide in mehr als doppelter Größe als diejenige des Gewehres 71/84. Der Lauf des neuen Gewehres hat ein Kaliber von 7,9 Mm. gegen 11 Mm. beim alten Gewehr. Das alte Geschoß wiegt 25 Gr., das neue nur 14,5 Gr. Das alte Gewehr wiegt 4,6 Kgr., das neue nur 3,8 Kg., ist also 800 Gr. leichter und außerdem 50 (Zentimeter kürzer. Berlin, 4. Mai. Die zu erwartende Militärvorlage bezweckt in erster Linie die nothwendig gewordene Verstärkung der Feld-Artillerie durch Formation von 70 Batterien (in der gesammten deutschen Armee), sowie der dazu erforderlichen Abtheilungs-Stäbe, außerdem die Ergänzung der neu errichteten beiden preußischen Armee-Corps an Special- Truppen. ! m .............. ■mir" . hier ein Stelldichein gegeben zu haben. Die größte Aufregung herrschte unter ihnen, Alles lärmte und schrie durcheinander, es war ein Mordsspectakel. Ich war es zwar gewohnt, daß die Spatzen auf dem Apfelbaum ihr Wesen trieben, aber so laut waren sie noch nie gewesen- es mußte etwas ganz Außergewöhnliches vorgegangen sein. Die Spatzen ließen sich durch mein Erscheinen am Fenster durchaus nicht'stören und so fand ich Muße, mir die Gesellschaft etwas genauer anzusehen. Auf dem Zweige, der meinem Fenster am nächsten war, saß ein draller Spatzenjüngling neben einer rundlichen Spätzin- zweifellos ein Brautpaar, denn ohne sich um das Treiben der Uebrigen zu kümmern, ko'sten sie miteinander, warfen sich verliebte Blicke zu — und pickten dabei eifrig die jungen Fruchtansätze ab. Welch eine Ungezogenheit! Es ist ja eine alte Geschichte, daß sich Brautleute selbst in der größten Gesellschaft meistens nur mit sich selbst beschäftigen, aber aus reinem Uebermuth die jungen Triebe zu zerstören, aus denen die schönsten Aepsel hätten werden können, das ist doch wahrhaftig keine Unterhaltung für ein Liebespaar. Ich wollte ine Beiden Anfangs verscheuchen, fürchtete aber damit auch die anderen zu vertreiben, und ich wollte doch wissen, worüber die Spatzenschaft sich so sehr aufregte. Der ärgste Schreier des ganzen Schwarmes war ein stämmiger, untersetzter Spatz von ganz gewöhnlichem Aussehen. Er redete heftig auf einen Spatzengreis ein, der ihm mit bedächtigem Kopfnicken zuhörte. Ich kannte die beiden ganz genau. Der Jüngere hieß Lude und wohnte in einem Schwalbennest unter einem Fensterbogen des Nachbarhauses. Er war, wenn ich im Winter die Reste meines Frühstücks auf das Fensterbrett gestreut hatte, immer der Erste und Unverschämteste, der nicht einmal seiner Die bisherigen Verstärkungen der Artillerie, sowie die Erhöhung der Etats der am 1. April d. I. in die Reichslande vorgeschobenen Jnsanterie-Truppentheile hatten, unter Festhaltung der durch das letzte Septennat-Gesetz gegebenen Präsenzziffer nur durch Schwächung der Infanterie stattfinden können. Die Verhältnisse bei unseren Nachbarn gestatten nicht, weitere Vermehrungen auf diesem Wege eintreten zu lassen. Unsere Infanterie kann nicht weiter geschwächt werden, ihre Cadres bedürfen selbst dringend der Verstärkung. Die zur Zeit gültige Präsenzziffer ist unter diesen Umständen nicht mehr festzuhalten, und wird daher eine neue Präsenzziffer bis zum Ablauf der jetzt gültigen Septennatsperiode gefordert werden. Ferner stehen Etatserhöhungen, hauptsächlich bei den Infanterie- und Cavallerie-Truppentheilen an der West- und Ostgrenze, in Aussicht. Diese Truppentheile müssen bei Eintritt eines Krieges sofort, ohne das Eintreffen der Reserven abwarten zu können, an die Grenze vorrücken, um etwaige feindliche Einfälle abzuwehren und den Aufmarsch der aus dem Innern des Reiches herankommenden Heereskörper zu sichern. Zur Erfüllung solcher Aufgaben bedürfen sie eines höheren Präsenzstandes im Frieden. In den Reichslanden hat deßhalb die gesammte Infanterie bereits einen erhöhten Etat mit Ausnahme der 4 dort jetzt garnisonirenden Jäger- Bataillone. Für diese letzteren, sowie auch für die in Elsaß- Lothringen stehenden Cavallerie-Regimenter, welche bisher nur auf normalem Etat standen, wird eine Erhöhung des Friedenspräsenzstandes für erforderlich erachtet. Auch an der Ostgrenze werden, wenn auch in geringerem Maße, Etats- Verstärkungen der in erster Linie stehenden Truppentheile beabsichtigt". Diese Maßnahmen werden die Sicherheit unserer Grenzprovinzen erhöhen und unsere Mobilmachung erleichtern. Tlnc luciiere Aoroerung wiro ourcy oie oeuüfitfjügtv Neuformation einer Königlich bayerischen 5. Division bedingt. Die gleichmäßige Gliederung der größeren Schlachtenkörper — zugleich Grundlage der Friedensausbildung, wie der Führung im Kriege — ist in Sachsen bereits seit längerer Zeit erreicht, in Preußen durch die Formation der beiden neuen Armee-Corps angestrebt worden- eine solche muß nunmehr auch in Bayern, wo die vorhandenen 2 Armee-Corps übermäßig stark sind, hergestellt werden. Endlich wird der Einführung von Unteroffizier-Dienstprämien entgegenzusehen sein, da das Beneficium des Civil- versorgungsscheines allein sich nicht als ausreichend erweist, um der Armee einen an Zahl und Güte ausreichenden Unteroffizier-Ersatz zuzuführen und im Besonderen ältere Unter- i Offiziere in genügender Zahl im activen Dienst zu erhalten. Frau einen guten Brocken gönnte. Der alte Spatz, welcher Philipp gerufen wurde, wohnte unter der Dachrinne unseres Hauses. Ein sonderbarer Bursche war der alte Philipps Mit seinem grauen, von Borsten umgebenen Schnabel und seinem struppigen Gefieder machte er den Eindruck eines verkommenen Landstreichers, dabei blinzelten aber seine Augen so listig und verschlagen in die Welt hinein und auf seinem ganzen Gesicht lag ein so unverkennbarer Zug von Spott und Sarkasmus, daß man sich unwillkürlich für den Vogel interessirte. Bei den anderen Spatzen stand Philipp in sehr großem Ansehen. Wenn es etwas zu fressen gab, ließen sie ihm, sogar der gierige-Lude, immer das Beste- das Seltsamste jedoch war, daß zur Winterszeit, in der doch das Futter so rar ist, seine Mitspatzen dem Alten noch von ihren spärlichen Krümmchen zutrugen, ganz so, als wenn brodlose Arbeiter ihren letzten Heller zu Agitationszwecken hingeben. Wie ein richtiger Demagoge war mir der alte Philipp immer vorgekommen - wenn es unter dem Spatzenvolk solche gibt, so ist er sicherlich einer der verwegensten. Ich hatte mich bis dahin vergeblich nach der Ursache der allgemeinen Aufregung umgeschaut. Von den Reden der Spatzen konnte ich bei dem großen Lärm nichts verstehen als einzelne Worte, wie: „Bande", Mückenjäger", „'raus werfen", ohne daß ich einen Zusammenhang dazwischen zu finden vermochte. Da fiel mein Blick zufällig auf das Nachbarhaus, und sofort wurde mir alles klar. In dem Schwalbennest, das Lude bewohnte, saß mit ausgebreiteten Flügeln dessen Frau und blickte heraussordernd nach einem auf dem Dache des Nebenhauses sitzenden Schwalbenpaar. Dies waren jedenfalls die rechtmäßigen Eigenthümer des Nestes, das konnte man aus ihrem ganzem Gebahreu deutlich erkennen. (Forts, folgt.) I Die jährlichen laufenden Kosten für die beabsichtigten Maßnahmen werden für sämmtliche (Kontingente des Reichs- Heeres die Summe von 18 Millionen Mark nicht übersteigen. Berlin,4. Mai. Das diesjährige Flottenmanöver wird sich zu einem so großartigen Schauspiele gestalten, wie es in dieser Art schwerlich jemals in den deutschen Gewässern gesehen worden ist, denn, wie man hört, werden außer den deutschen mehr als dreißig fremdherrliche Kriegsschiffe vor der Insel Alsen und Angesichts der Düppeler Höhen versammelt sein. England entsendet, nach amtlicher Meldung der britischen Admiralität, das ganze Canalgeschwader, Oesterreich ein aus vier größeren Kriegsschiffen bestehendes Geschwader, Schweden, Norwegen und Dänemark mindestens je ein Kriegsschiff. Altenburg, 4. Mai. Der zu Ehren Seiner Majestät des Kaisers veranstaltete Aufzug der altenburgischen Bauern hatte, von dem prächtigsten Wetter begünstigt, einen glänzenden Verlauf. Se. Majestät empfing eine Abordnung der Bauern, welcher Allerhöchstderselbe seinen Dank aussprach. Später wurde eine Umfahrt durch die festlich geschmückte Stadt unternommen, wobei Seine Majestät überall mit enthusiastischem Jubel begrüßt wurde. Um 8 Uhr erfolgte die Abreise Sr. Majestät. A«»tand. Madrid, 4. Mai, Abds. Es haben heute Arbeiterversammlungen stattgesunden in Valencia, Bilbao, Tarragona, Burgos, Valladolid und anderen Städten. Nach einem Umzug durch die Straßen überreichten dieselben in den meisten Fällen den Gouverneuren Petitionen an die Cortes zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages. — In Barcelona war um 6 Uhr Abends alles ruhig. Daselbst fand ebenfalls Nachmittags ein großes Arbeitermeeting statt, das auch eine Bittschrift an die Cortes stellte. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Burean. Berlin, 5. Mai. Dem geschästsführenden Ausschuß des deutschen Emin-Pascha-Comites ist der telegraphisch bereits angekündigte Brief des Herrn Dr. Peters nunmehr zugekommen. Derselbe ist datirt „Kapte in Kamassia, den 16. Januar 1890. Baringo-Nyanza" und enthält kurze Mittheilungen über den Verlauf der Expedition. Danach ist Dr. Peters mit der Expedition den ganzen Tana bis in dessen Quellgebiet hinaufmarschirt. Vom 16. bis zum 26. November lagerte die Expedition in dem Bergland Mumoni und versuchte dort eine Brücke über den reißenden Tana zu schlagen. Als dieser Versuch zweimal gescheitert war, zog die Expedition am rechten Tana-Ufer entlang nach Kikuju und durch Leikipia bis zum Baringo-See. Der Marsch war durch vielfache Kämpfe mit den Eingeborenen erschwert. Am 22. December fand bei Elbejet am Ngare-Gobis ein erbittertes Gefecht mit den Massais statt, in welchem ein Askari der Expedition an der Seite von Peters fiel. Auch in der Christnacht hatte die Expedition einen Uebersall oer Mass ms zu bestehen. Am 7. Januar traf dieselbe in Nyemps am Baringo-See ein, von wo sie am 13. Januar nach 'dem Victoria-Nyanza aus- brach. Die Colonne bestand am 16. Januar, außer Dr. Peters und Lieutenant v. Tiedemann, noch aus 50 Trägern, 10 Soldaten, 3 Kameelführern, 2 Küchenjungen und 3 Dienern ; sie führte 2 Kameele, 6 Esel und 315 Schafe mit sich. Köln, 5. Mai. Der „Köln. Volksztg." zufolge beschlossen die Vertreter der Fettkohlen-Zechen des Oberbergamtsbezirks Dortmund in einer am Samstag in Bochum stattgehabten Versammlung mit Rücksicht auf die Haltung der Eisenbahn - Directionen, den jüngst gemeldeten Preis von 135 Mk. für Locomotiv kohlen aus 120 Mk. herab- zusetzen. München, 5. Mai. Der Prinz-Regent hat, wie nunmehr offiziell mitgetheilt wird, die Verleihung der Rechte einer Privat-Kirchengesellschast an die Altkatholiken auch auf die Diöcesen Bamberg, Augsburg, Passau, Speyer und Würzburg ausgedehnt. Bern, 5. Mai. Im Cünton Bern wurde gestern durch Volksabstimmung das fortschrittliche Steuergesetz verworfen. Im Canton Glarus wurden die Gesetze über die obligatorische Mobiliarversicherung und die unentgeltliche Beerdigung verworfen. In Basel (Stadt) sind die Stichwahlen sür den Großen Rath für die Freisinnigen günstig ausgefallen. In Zürich wurden die bisherigen Mitglieder des Regierungsraths wiedergewählt. Im Cantons- rath erlangte die demokratische Partei eine größere Vertretung. In Bern und Zürich sind die socialdemokratischen Candidaten theils durchgefallen, theils kommen sie in die Stichwahl. Paris, 5. Mai. Bei den gestrigen Municipalr ath s- Stich wählen wurden 52 Republikaner verschiedener Schattirungen, 6 Conservalive und 1 Boulangist gewählt. Die Zusammensetzung des neuen Municipalrathes wird von derjenigen des bisherigen nicht bemerkenswerth abweichen. — Die Zeitungen aller Parteirichtungen sehen die gestrigen Wahlen für den Municipalrath von Paris als eine vernichtende Niederlage Boulangers an, die boulangistischen Organe selbst erklären sich für besiegt. Paris, 5. Mai. Wie die Blätter melden, ist General Jarras, der 1870 Generalstabsches der Metzer Armee war, gestorben. — Die Lage in Roubaix und Tourcoing hat sich neuerdings verschärft. Die Zahl der Strikenden dieses Districts wird aus etwa 100,000 geschätzt. Auch im Departement Puy de Dome dauert der allgemeine, sowie unter den hiesigen Gasarbeitern der partielle Strike fort. — Der„Temps" meldet aus Cotoun, die Armee des Dahomey habe den Rückzug bis 60 Kilometer nördlich von Porto Novo angetreten. Der König führe etwa zweihundert Gefangene mit sich, darunter Weiber, Kinder und Greise. London, 5. Mai. Reuters Bureau meldet ans Mom- bassa vom 4. ds.: Der Vertreter der britisch-ostafrikanischen Gesellschaft, Mackenzie, hat eine Proclamation erlassen, daß fortan kein Eingeborener, der zu einem der Küstenstämme gehört, die mit der britisch-ostasrikanischen Gesellschaft Verträge abgeschlossen haben, als Sclave erkannt werde. Alle Sclaven sollen sogleich ihre Freiheit erhalten, ohne eine Vergütung an die Eigenthümer derselben. Berlin, 6. Mai, 12 Uhr 30 Min. Nachm. Der Reichstag wurde soeben von Sr. Majestät den Kaiser in Person erb*} net. In der Thronrede begrüßt der Kaiser den Reichstag, der bedeutsame Fragen ihrer Lösung entgegenzusühren habe, vornehmlich durch Ausbau der Arbeiterschutzgesetzgebung. Die in einigen Landestheilen vorgekommenen Ausstandsbewegungen veranlaßten eine Prüfung darüber, ob die Gesetzgebung innerhalb der Staatsordnung den berechtigten Wünschen der Arbeiter Rechnung trage. Die Sonntagsruhe, die Beschränkung der Frauen- und Kinderarbeit, Anordnungen gegen Gefahren für Leben, Gesundheit und Sittlichkeit, Ergänzung der Vorschriften über Arbeitsbücher, Stärkung des elterlichen Ansehens gegenüber Zuchtlosigkeiten jugendlicher Arbeiter werde eine besondere Vorlage behandeln. Weiter werde erstrebt die Regelung der gewerblichen Schiedsgerichte und deren Organisation als Einigungsämter. In dieser Fürsorge liege die wirksamste Stärkung, um jedem Versuche, an der Rechtsordnung gewaltsam zu rütteln, unbeugsam cntgegenzutreten. Diese Reformen dürften die vaterländische Gewerbsthätigkeit nicht gefährden, es habe deshalb ein Meinungsaustausch mit Staaten gleichartiger Wirthschaftslage stattgefunden. Der Verlauf der dieserhalb stattgehabten Conferenz erfülle mit besonderer Befriedigung; die dauernde Erhaltung des Friedens sei das unausgesetzte Ziel, wodurch es gelungen sei, bei allen Regierungen das Vertrauen auf die Zuverlässigkeit dieser Politik zu befestigen. Die Pflege der mit allen Mächten bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zur Ver- theidigung geschlossener Bündnisse sei Aufgabe des Reichs; zu deren Durchführung bedürfe es entsprechender Heeres- macht, jede Verschiebung der Machtverhältnisse gefährde das Gleichgewicht im Erfolg. Die Friedenspolitik erfordere erweiterte Heereseinnchtungen infolge von den Nachbarn veranlaßter Militärvorlagen. Der Wiederherstellung der Ruhe in Ostafrika könne entgegengesehen werden. Die Verbesserung der Besoldung eines Theiles der Reichsbeamten wird angekündigt. Cocates und provinzielles. Gießen, 6. Mai. — Der Geschichtsverein hat abermals einen wesentlichen Beitrag zu seiner Sammlung von Photographien hiesiger Professoren zu verzeichnen. Herr Photograph W. Becker hat die Güte gehabt, demselben eine größere Anzahl solcher Porträts zu übergeben, sodaß jetzt schon das Album ganz anseylllich ist, obgleich immer noch viele geschätzte Namen fehlen. Jeder weitere Beitrag wird mit herzlichstem Danke angenommen. — Das Fest der goldenen Hochzeit feiert künftigen Donnerstag das Ehepaar Elieser G r ü n e b a u m in Gießen. Die Jubilare, welche das 76. bezw. 81. Lebensjahr bereits überschritten haben, erfreuen sich eines zufriedenstellenden Wohlbefindens, namentlich ist es die Ehefrau, die noch mit seltener, fast unverminderter Rüstigkeit im Kreise der Familie zu wirken im Stande ist. Herr Elieser GrMebaum ist geboren zu Hermannstein bei Wetzlar im Jahre 1814, Frau Regine Grünebaum zu Nieder-Farrnbach bei Fürth in Bayern im Jahre 1809; seit fünfundzwanzig Jahren sind dieselben dahier seßhaft. Möge die Ehe der Jubilare, die stets eine glückliche war, obgleich es in ihr auch an trüben Tagen nicht gefehlt hat, noch recht lange bestehen und dem Ehepaare vor Allem Gesundheit bis ans Ende beschieden sein! Aus Oberhessen, 4. Mai. Daß nicht blos die Jagden, sondern auch die Fischereien nach und nach ein schönes Stück Geld einbringen und dadurch im Gemeindevoranschlag bestens willkommen geheißen werden, beweist die Fischereiverpachtung der Nidder in der Nähe von Ortenberg. Dort wurde vor einiger Zeit ein Stück verpachtet, welches früher 2.50 Mk., also 250 Pfg. Pacht, jetzt aber 250 Mk. einträgt. Einige Frankfurter Herren haben das, allerdings in reizender Gegend liegende Stück gepachtet und sie können sich einen solchen Luxus schon erlauben, auch wenn das Pfund Forellen 20 Mk. kostet. — In unseren Feldern und Wiesen sieht es sehr gut aus. Alle Früchte haben sich schön bestockt, Wiesen und Klee versprechen einen guten Ertrag und auch die Obstbäume zeigen reichliche Blüthen. Die Frühjahrsarbeiten waren sehr von der Witterung begünstigt und der Regen seither war erwünscht, weil Februar und März wenig Feuchtigkeit gespendet hatten. Darmst. Tägl. Anz. schriftlichen Examens bei der mathematisch-naturwissenschaft--^ lichen Section der philosophischen Facultät der Züricher Hochschule die Würde eines Dr. phil. erworben. * Vom Odenwald. Um den Touristen die reichen und wechselvollen Schönheiten des Odcnwaldes zugänglicher und die Bewohner des Odenwaldes der aus dem Touristen- Besuch fließenden Vortheile in größerem Maße theilhastig zu machen, ist vom Odenwaldclub eine systematische Bezeichnung von Touristenwegen in diesem Gebirge mittelst Farbe unternommen und zum großen Theil bereits ausgeführt. Die zum richtigen Gebrauch dieser Markirung nöthige Erläuterung wird bei beendigter Ausführung durch ein besonderes Kärtchen mit Text, im Einzelnen und zum Theil daneben auch durch Tafeln, welche an vielen der berührten Orte angebracht werden sollen, gegeben werden. * Einen kostbaren Säbel beabsichtigt der Kaiser dem Saltan zum Geschenk zu machen. Der bereits fertiggestellte Säbel, ein Erzeugniß der Berliner Industrie, ist ein Kunstwerk seltener Pracht. Es hat etwa die Form unseres neuen Jnfanteriesäbels. Der Griff, für den ein besonderes Modell gefertigt wurde, zeigt einen silbernen, stark vergoldeten Löwenkopf, dessen Augen aus prächtigen Rubinen gebildet werden. Auf dem Bügel prangt das goldene, reich mit Brillanten besetzte Monogramm des Sultans, vorn am Griff ist das gekrönte W gleichfalls in Gold und Edelsteinen angebracht. Die Klinge ist aus damascirtem und reich vergoldetem Stahl, die Stahlscheide ist fein vernickelt. Das Koppel ist aus goldener Treffe, das Koppelschloß ist reich mit großen Brillanten besetzt und mit dem Monogramm des Sultans geschmückt. * Büches, 3. Mai. Eine eigenthiimliche Mißgeburt wurde heute dahier von einer Kuh zur Welt gebracht. Das- Geschöpf sieht einem jungen Seehunde nicht unähnlich; die Hinterbeine sind etwa fingerlang. Anstatt der Nase sind an dem ungeschlachten Kopse zwei Löcher vorhanden und darunter quer eine Oeffnung ohne Lippen, welche das Maul vertritt. Auf dem Rücken der Mißgeburt steht ein kleiner Schwanz, der aber aufwärts gekrümmt ist, wie derjenige eines Hundes. Die Creatur ist mit Haaren bedeckt. — Manche Curiositäten- sammler könnten hier eine ganz brauchbare Acquisition machen. * Hagen i. W., 2. Mai. Heute Morgen 53/4 Uhr wurde der vom hiesigen Schwurgericht wegen eines im August v. I. zu Hannen bei Iserlohn begangenen Lustmordes am 11. Februar dss. Js. zum Tode verurtheilte Taglöhner H. Walch aus Hannen durch den Scharfrichter Reindel aus- Magdeburg mittels des Beiles hingerichtet. Walch hatte den Mord in der Verhandlung bis zum letzten Augenblick geleugnet und erst später im Gefängniß eingestanden. * Jena, 4. Mai. Besteuerung der „Ren ommir- hunde". Der Gemeinderath beschloß mit Rücksicht auf die vielfachen Belästigungen des Publikums durch große Hunde auf den Straßen (sogenannte Renommirhunde der Studenten u. s. w.), den Gemeindevorstand um Vorlegung eines Ortsgesetzes zu ersuchen, durch welches die Steuer für große Luxushunde aus jährlich 30 Mk. erhöht wird. * Chicago. Hier gehören neuerdings weibliche Straßenräuber nicht mehr zu den Seltenheiten. Vor Kurzem wurde ein Arbeiter auf dem Heimwege von zwei Ritterinnen der Nacht, die sich maskirt hatten und drohend ihre Revolver schwangen, angehalten. Sie erbeuteten sieben Dollars in Baar, außerdem eine Uhr und einige sonstige Werthsachen; dann aber machten sich beide schleunigst aus dem Staube, so daß es nicht möglich war, die „schönen Masken" wieder aufzufindcn. * Es ist ein Armuthszengniß, wenn man nur von feinem Reichthurn zu reden weiß. * Die Gesundheit geht auf tausenderlei Arten verloren und wie wenige gibt es, sie wieder zu erlangen. Verzeichnis der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen vom Monat April 1890. Je 50 Kilogramm kosten: JL JL M. Weizen ..... 10 75 Kartoffeln. . . 2 02 Hafergrütze. . . 19 75 Korn (Roggen). 9 39 Erbsen..... 15 — Gerstengrütze . 19 50 Gerste...... 9 75 Bohnen .... 15 50 Zwiebeln.... 12 75 Hafer...... 9 10 Linsen..... 20 50 Braunkohlen. . — 70 Heu....... 3 04 Reis...... 19 75 Steinkohlen . . 1 30 Stroh...... 2 94 Graupen, ord. 19 50 Je Vr Kilogramm kostet: _ —— M. § JL JL Butter..... 1 09 Weißmehl. . . — 21 Schweineschmalz Ochsenfleisch . . 7( Roggenmehl. . — 18 Vi kg 80 Kuh- und Rind- Roggenbrod. . — 27 Bier. . . . 1hl 21 — fleisch..... — 60 Kaffee, gebr.,in Branntwein 1 hl 53 — Kalbfleisch . . . — 60 Bohnen. . . 1 70 Milch ... 11 — 16 Hammelfleisch . — 65 Salz...... 10 Petroleum 1 1 20 Schweinefleisch. — 70 Speck, geräuch. 90 Eier • 10 Stück 53 Vermochte». * Darmstadt, 4. Mai. Die Abhaltung der ersten Prüfung (Hochschulprüfung) der Staatsdienst - Aspiranten für das Hochbau-, Bau-Ingenieur- und Maschinenfach betr., bringt das Großherzogl. Prüfungsamt zur Kenntniß, daß im October d. I. Vor- und Schlußprüfungen stattfinden. Gesuche um Zulassung zu diesen Prüfungen sind bis zum 20. Juli dss. Js. nebst den erforderlichen Anlagen bei dem Secretariat Großh. Ministeriums der Finanzen, Abtheilung für Bauwesen, einzureichen. * Darmstadt, 4. Mai. Fräulein Ada A. Keller, eine geborene Darmstädterin, hat in diesem Frühjahr nach mehrjährigem Studium auf den Universitäten Leipzig und Zürich auf Grund einer Inauguraldissertation „Heber Protoplasmaströmung im Pflanzenreich" und eines mündlichen und Verkehr, rrnv Velk-rrirthschaft. Gießen, 6. Mai. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0,90—1,00, Hühnereier 1 St. 5, 2 St. 9- H, Enteneier 1 St. 5— H, 2 St. - Ganseeier 9—10 H, Käse pr. St. 5—8 H, Käsematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 18 X Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar JL 0,60—0,80, Hühner pr. Stück 1,30—1 60, Hahnen pr. St. JL 1,50-1,80, Enten pr- Stück JL 2,00—2,30, Gänse pr. Pfd. 50—60 Ochsenfleisch pr. Pfd 68—72 Kuh- und Rindfleisch 60—62 H, Schweinefleisch 60-70 H, Hammelfleisch 56—68 H, Kalbfleisch 52-60 Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 3,60—4,00, Weißkraut pr. St. 6—8 Zwiebeln per Centner JL 14,00—00,00, Milch per Liter 12—18 H. — Der neue Pofttarif für Nachnahmesendungen^ welcher mit dem 1. Juni zur Einführung gelangt, bestimmt: 1) Das Porto für Briefe und Packete ohne Nachnahme. Falls eine Wcrthangabe oder Einschreibung stattgesunden hat, tritt dem Schwarze Seidenstoffe von 95 Pfge. 8.65 p. Met. — glatt gestreift und gemustert (ca. 180 versch. | am Durch vortheilhasten Einkauf bin ich in der Lage, einen großen engl. 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Als ich vor einigen Tagen Klebringe von Obftbaumen abnahm, um mich zu überzeugen, was denn alles darunter Schutz gesucht habe, fand ich zu meiner Ueber- raschung ganze Eolonien des „Aepfelblüthenstechers". Ich legte die Klebgürtel wieder um, nachdem ich zuvor die Käfer vernichtet hatte, und sah nach einigen Tagen wieder nach. Wiederum überraschte ich ebenfovtele Käferchen als das erste Mal. Auf diese Weise habe ich a» einer armstarken Winter-Goldparmäne gewiß 50 Aepfelblüthen- stecher vernichtet und noch mehr an einer grauen französischen Reinette. — Bei dicken Bäumen hatte ich Polborns Raupenleim direct auf die Rinde aufgetragen. Um diese legte ich einfach oberhalb des Leimringes Papierstreifen von festem Papier. Nun sehe ich alle Tage nach und fange eine ganze Menge der verderbenbringenden Gäste ab. — Wir wollen in unserem Obstbauverein vereint vorgehen und gedenken auf diese Weise des Ungeziefers Herr zu werden. — Aber Vorsicht beim Abnehmen der Papierstreifen, die Thierchen lassen sich bei der geringsten Beunruhigung zur Erde fallen. Jedes Bettstück wird auch einzeln zu gleichen Preisen abgegeben. Fertige Deckbett- und Hissen-Bezüge gesäumte Betttücher und Handtücher fti jeder Art zu sehr billigen Preisen. C. R6fcr & C®. 84 Bahnhofstraße 84._______ Bettstellen in Eisen ä 8—, 10,-, 11,—, 12,— Bettfedern doppelt gereinigt, pr. Pfd. 1,50, 1,75, 2,—, 2,50 u. 3,— JL Schulbücher und Hefte re., sowie sämmttiche Hchulutenfitien, Gesangbücher in einfachen wie auch in eleganten Einbänden. Sonnen- und Regenschirme für Damen und Herren, in reichster Auswahl zu außerordentlich billige« Preisen in dem Hut-) Schirm- und Pelzwaaren-fweschäft von 3543 5 Lindenplsh II. 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Die mit diesem Kitt wiederverbundenen Stücke haften schon nach einigen Tagen so fest aneinander, daß die reparirten Gegenstände eher an einer anderen Stelle zerbrechen als an der alten. Kaltes Wasser ist ohne Einfluß auf die mit diesem Universalkitt behandelten Gegenstände und auch heißes Wasser löst den Kitt nicht, wenn sie nicht gar zu lange in solchem liegen. Es ist dieser Kitt somit erfahrungsgemäß das beste Mittel, um zerbrochenes Tafel- und Küchengeschirr zu flicken. Wir machen daher nicht nur die Glas- und Porzellanwaarenhandlungen auf diesen Plüß - Staufer'schen Universal-Kitt aufmerksam, sondern möchten demselben auch in jeder Werkstatt und Haushaltung Eingang verschaffen." Verkaufsstelle in Gießen bei Herrn Otto Hochstätter. frei insHausgeliefer! j „Secare“ 325 Apparat für Einwickelpapier, Laden-Controlkassen. Alleinvertretung für Gießen: H. Kühn, Papierhandlung. 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Credtt-Act Wiener Bankvereins-Act- Oesterr. StaatSbahn Lombard» Eisenbahn Gg. Scherer & Co., Langen. AJ leimige Niederlage G-. C. Windecker Selters weg 2, Ecke am Kreuz. ä n 9 Tagen Buschtherader Elbethal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost , West Gelsenkirchener Ber. Kön.- und Laurahütte-Act. Oesterr. Alpine-Montan Oeschäftsverlegnug. Erlaube mir meiner werthen Kundschaft, sowie dem hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß sich mein Geschäft nebst Wohnung von heute ab Schulhof & Con-ijr. I BankrA Wechsel^es'chäft SchluHcovrse 1 Uhr 15 Min. 107.50 4 pCt. Ungar. Goldrentr von Mk. 1.50 an von 4104] Pferdeknecht sofort gegen hohen Lohn gesucht. K. Euler, Hammstr. 5. Oesterr. Ereditactten Oesterr. Staatsbahn-Actten Dortmunder Union-Actiev Darmstädter Bankactirn Der heutigen Nummer liegt für die Stadtauflage ein Prospeet de- Ostdeutschen Tapeteu-Bersandt-Geschäfte- iu Bromberg bei. [^22 (in dem früheren Goldenberg'schen Hause) Hochachtungsvoll H. Scherst, Glasermeister. Vermischte Anzeigen. An die Zimmerer! Sämmlliche Zimmergeseven Gießens und der Umgegend werden zu einer wichtigen Berathung Sonntag den 11. Mai, um 2 Uhr Nachmittags, auf den Schiffeuberg entgefaben.[4101 Neues Theater (Lase Leib) Donnerstag den 8. und Freitag den 9. Mai 1890: Grand Soireen, gegeben von dem Illusionisten und Escamoteur Mr. F. RoobertS. Nur epochemachende,sow.sensationelle Experimente kommen zur Aufführung. Neu! Verwandlung--Wunder Neu! oder Verwechslung zwischen Herrn und Dame. Giessen Marktstrasse 4 Je] 4103] Ein ordentliches Dienstmädchen aus sofort gesucht; auch kann dasselbe das Kleidermachen nebenbei erlernen- Frau Gerhard-, Kreuzplatz 3 II. St. 4105] Ein zuverläss. Dienstmädchen auf Johanni gesucht von Frau Gymnasiallehrer Kutsch, AliceWaße 27 II._______ Gonrsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Urautfurter Börse vorn 6. Mai 1880. Hochfeine Wein-Essige, vorzügliche Speise- und Einmach- Essige, per Liter 15, 18 und 24 Pf. 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