Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 4. März. Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: An Stelle des schwer erkrankten Generalconsuls Dr. Arendt ernannte der Kaiser den Generalconsnl Dr. Göhring in Amsterdam zum zweiten Bevollmächtigten für die Brüsseler Anti-Sctaverei-Conferenz. — Die Nachricht, daß französische Missionare mit Dr. Peters am Tana zusammengetrosten seien, wird nun auch von Borchert durch folgendes, dem geschäfts- sührenden Ausschüsse des Emin-PaschaComites zugegangene Telegramm aus Zanzibar widerlegt: „Die englische, sowie die französische Meldung ist durchaus unrichtig/ sie verwechseln mich mit Peters. Derselbe weilt vermuthlich in Kavirondo. Ich sende durch Uganda Missionare Nachricht an Peters. Borchert." Barmen, 4. März. Die gestrige, von etwa 80 Fabrikanten und Riemendrehereibesitzern besuchte Versammlung beschloß, der „Köln. Z." zufolge, den letzthin gefaßten Beschluß sestzuhalten und die Forderung der Riemendreher auf zehnstündige Arbeitszeit abzulehnen. Dagegen soll in den Betrieben, wo über elf Stunden gearbeitet wird, die Arbeitszeit auf elf Stunden herabgesetzt werden. Wer gegen die Vereinbarung verstößt, soll 100 Mk. Conventionalstrafe pro Riementisch zahlen. Mehrere Fabrikanten bewilligten zehnstündige Arbeitszeit unter dem Vorbehalt, daß die übrigen Betriebe das Gleiche thun. Barmen, 4. März. Der Strike der Riemendreher nimmt größere Dimensionen an. Gestern Mittag wurde in fünf Fabriken die Arbeit eingestellt. Man erwartet weitere Einstellungen. Einige Fabriken bewilligten vor dem Strike die Forderungen der Arbeiter. Die größeren Riemendrehereien werden von der Polizei bewacht. Hamburg, 4. März. Sämmtliche Quaiarbeiter, incl. die Krahnmeister und Handwerker in den Maschinenwerkstätten, reichten durch eine Deputation ihr Gesuch um einstündige Verkürzung der Arbeitszeit und Lohnerhöhung ein. — Die Plätterinnen von Hamburg und den Vororten stellten ihre Arbeit ein, weil die Forderung von zehnstündiger Arbeitszeit, 10 Mk. Minimalwochenlohn und freier Station abgelehnt worden. Die Plätterinnen Altonas, Ottensens und Umgegend beschlossen, keine Arbeit für die Hamburger Bleicher zu verrichten. Paris, 4. März. Die Journale aller Parteien sind darin einig, daß die Stellung des Ministeriums trotz des lit 192 ’e innigst- 1890 statt. Sowsta Coneert 'M«. [1® unges Marche« m : ju mielben gefch. Leltersmg o. ier Junge kann in MM s iWjrtw eintnten. Ph. Lü-cling. , TienstmLdchen au t der hiesigen fcN ilten Nachhülfe i-ckr 's in der Exped- Ul. rdige Arbeiter fim irhallen per Tag 1 Neuenweg s bei dt. eanzkckrg^iu. indermädchtntaM Neuenweg^- Pnbroifljpl^ 1L btr für« ManusacturwaarenO wei Me mit M >gagemeotvcrl.M ÄÄ» MlhW' (8W »oldrente gzj! ' Nrnte 75} ente 685* ^#1*' *81'1 Gießen, am 3. März 1890. 8etr.: Ausstellung der Jmpflisten für 1890. Das Großh. Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Grotzb. Bürgermeistereien, Standesämter und Schulvorstände des Kreises. Die Listen für die diesjährige Impfung werden den Gr»ßh. Bürgermeistereien in den nächsten Tagen zugesandt meiden; wir ersuchen dieselben, die Formulare für die Wiederimpfung den Herren Borsttzeuden der Schulvorstände alsbald zur Ausfüllung zu übergeben. — Für die Aufstellung der Liften bemerken wir folgendes: I. In den Listen für die Erstimpfung werden von den Standesämtern unter B alle Kinder eingetragen, welche im Laufe des Jahres 1889 geboren wurden und am Ende desselben noch am Leben waren. Demnach sind auch die aus tineu Gemeinde etwa verzogenen Jmpspflichtigen aufzuführen, dagegen sind die Kinder, welche im Lause ihres Geburtsjahres Nieder verstorben sind, wegzulaffen. Nach geschehener Auf- siellmng ist die Liste von dem Standesbeamten mit Datum imb Unterschrift zu versehen. Hierauf sind von den Bürgermeistereien diejenigen Erst- implpflichtigen unter 0 einzutragen, welche von anderen Orten zugezogen sind; sind solche nicht vorhanden, so ist dies aus- dmcklich anzugeben: C. Augezogen — Niemand. Drrnn erst ist dre Liste auch von dem Bürgermeister zu unterzeichnen und zu datiren. In Spalte 27 dürfen Bemerkungen (z. B- Angabe des trtes, wohin Jmpfpflichtige verzogen sind, Todestag von -indern, welche in den ersten Monaten 1890 gestorben sind) nur mit Bleistift eingeschrieben werden. II. In den Listen für die Wieder-Impfung sind unter B die Namen derjenigen Schüler aufzunehmen, welche im Laufe dieses Jahres das 12. Lebensjahr erreichen, einerlei, welcher Klasse sie angehören. Diese Einträge haben ausschließlich nach dem Schülerverzeichnisse — nicht nach dem Kirchenbuche — zu geschehen. Es bleiben also weg: die Geworbenen , die Verzogenen und Kinder, welche nicht in ihrer heirnath, sondern an anderen Orten die Schule besuchen. — Jnaben und Mädchen sind in getrennter Reihenfolge auszu- Hren. Die Unterzeichnung und Datirung dieser Aufstellung erfolgt Ärch den Schulvorstand. Als zugezogen sind unter C ausschließlich solche Jmpfpflichtige einzutragen, welche an ihrem seitherigen Aufenthaltsort bereits erfolglos geimpft wurden; de übrigen zugezogenen Jmpspflichtigen erscheinen unter B. Henn unter U kein Eintrag vorzunehmen ist, ist anzugeben: <' Zugezogen: Niemand. Die Rubrik C wird von dem Bürgermeister unterzeichnet Mv datirt. In der Spalte 28 sind etwaige Bemerkungen mit Bleistift Wjuschreiben. Die Listen sind bis zum 1. April an uns zurückzuschicken. I. V.: Dr. Balser. Sie Frage des internationalen Arbeiterschudes, Sie seit Jahrzehnten in Büchern, Zeitungen, diplomatischen Schrift- ftßfen und Arbeiterversammlungen besprochen worden ist, ohne recht vorwärts zu kommen, rückt durch das thatkräftige Vor- gehem des deutschen Kaisers Plötzlich in den Vordergrund des iffemtlichen Interesses. Man arbeitet in Berlin mit zielbeNr. 55. Der Athener Anzeiger krlcheint täglich, «rk Ausnahme des Montags. Die Gießener PimtkienSkätter Derben dem Anzeiger aöchentlich dreimal beigelcgt. Donnerstag den 6. März 7 Kenerat-Mnzeiger. 1890 Vierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchntstrahe Ar.I. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gietzen. 3M—apxa&KKi——p—MfM■ 11111>111w nmmmrsvrvLütü u ‘imnir ii«M—anw Aintlrcher Thcil. Bekanntrnachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Gnoßherzogliches Dtinisterium des Innern und der Justiz dem Vorstände der „Ständigen Ausstellung für Kunst und IMnstgewerbe" zu Weimar die Erlaubniß erlheilt hat, die Lpl»se einer im Juni und December l. IS. zu veranstaltenden Wl loosung von Gegenständen der Kunst und des Kunstgewerbes jiylerhalb bcö Großherzogthums zu vertreiben. Hierbei dürfen nach dem von der zuständigen Behörde Zmchmigten V.erloo'ungsplan 400,000 Loose ä 1 aus- gelben werden und müssen 200,000 Jt. zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden. Gießen, den 3. März 1890. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Ga g ern. wußter Raschheit und Entschlossenheit. Das soeben veröffentlichte Einladungsschreiben und Programm zu einer „Conferenz behufs Regelung der Arbeit in industriellen Anlagen und Bergwerken" ist in vorsichtiger Weise zunächst in Fragenform abgesaßt und beschäftigt sich nur mit der Regelung der Arbeit in Bergwerken, mit der Sonntagsarbeit, der Kinderarbeit, der Arbeit jugendlicher Personen, der Arbeit weiblicher Personen und endlich mit der Ausführung der vereinbarten Bestimmungen. Die schwierige Frage des Normalarbeitstages für Erwachsene, die sowohl in England wie auch in Frankreich aus Widerspruch zu stoßen scheint, ist fallen gelassen und nur die Beschränkung der „Schichtdauer für Bergwerke, in denen die Arbeit mit besonderen Gefahren für die Gesundheit verbunden ist", lvird angeregt. Die meisten von der deutschen Reichsregierung aufgestellten Fragen können ohne große Schwierigkeiten von der Mehrzahl der Staaten schon jetzt in einem den Arbeitern günstigen Sinne entschieden werden. Damit ist die Bahn für eine internationale Reform der Arheitergesetzgebung geöffnet und diejenigen Staaten, welche zustimmen, können auch noch auf vielen anderen Gebieten nützliche Vereinbarungen verabreden. Das Wichtigste an der Sache ist, daß man aus diesem Wege dem Weltfrieden überhaupt vorarbeitet und daß Deutschland als einer der mächtigsten und bestgerüsteten Staaten die moralische Verpflichtung für das wichtigste Friedenswerk, die Verbesserung der Lage der arbeitenden Klassen, übernimmt. Die gewaltige Aufgabe, welche sich das Deutsche Reich gestellt hat, kann aber nicht allein von oben herab und aus internationalem Wege gelöst werden. Sie muß zugleich überall von unten und aus lokalem Wege in Angriff genommen werden. Dieser Gedanke ist in Dresden am 2. März an einem zahlreich besuchten Volksunterhaltungsabende von dem Vorsitzenden des Vereins Volkswohl, Dr. Böhmen, in folgenden Worten zum Ausdruck gebracht worden: „Man spricht jetzt viel von einer neuen Zeit und von den großen socialen Aufgaben der Gegenwart. In wenigen Wochen werden wir in Berlin Diplomaten vieler europäischer Staaten vereinigt sehen, Um über internationale Maßregeln zum Schutz der Arbeiter zu berathen. Das bedeutsame Programm für diese interuatiouale Zusammenkunft ist vor einigen Tagen erschienen. Wir heißen die hochherzige Anregung unsers thatkräftigen deutschen Kaisers und die Bereitwilligkeit vieler europäischer Regierungen zur Mitarbeit freudig willkommen, denn um die Menschheit vorwärts zu bringen, müssen alle Staaten und Regierungen zusammenwirken - aber gleichzeitig muß die Heilung der socialen Schäden auch von unten, aus unS selbst, aus unfern Familien und Gemeinden ausgehen. Die Lösung der socialen Frage muß ebenso auf localem wie auf internationalem Wege in Angriff genommen werden. Und zur localen Mitwirkung sind wir alle berufen. Jeder von uns kann zunächst durch eigne Arbeitsamkeit, Mäßigkeit, Sittlichkeit und Pflichttreue, vor allem durch freundliche Gesinnung für seine Mitmenschen, sowie durch Zusammenwirken mit Vereinsgenossen auch die allgemeine Wohlfahrt und den socialen Frieden unter den verschiedenen Volksklassen fördern helfen. Dies muß auch in Zukunft das Ziel und die Losung aller Vereine für Volkswohl sein." Derrtsiches Reich. Darmstadt, 3. März. Das heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 4) enthält: Verzeichnis der Vorlesungen, welche auf der Großh. Hessischen Ludewigs - Universität zu Gießen im Sommerhalbjahre 1890 gehalten werden und am 28. April ihren Anfang nehmen. nn. Darmstadt, 4. März. Unter dem Vorsitze des Präsidenten Kugl.er trat heute Morgen um V2IO Uhr die zweite Kammer der Land stände zu mehrtägigen Verhandlungen wieder zusammen. Am Regierungstische befinden sich: Ministerialpräsident Weber, Oberbaurath Dr. Schäffer, Oberbaurath Rohns, Ministerialrat!) Draudt, Oberbergrath Brauns, Obersinanzrath Ewald, sowie Betriebsdirector der oberhess. Bahnen, Altvater. Nach Verkündigung einer Reihe neuer Einläuse und Berichtsauzeigen durch den Präsidenten Kugler interpellirt der Abg. v. Rabenau persönlich den Regierungsvertreter darüber, welche Anstände der Erstattung des Berichts über die Vorlage der Nebenbahnen entgegenstehen, da dieses nach Aussage der Berichterstatter erst in der Mitte des April stattfinden könne. Beantwortung wird für morgen Seitens Großh. Regierung zugesagt. Die Kammer tritt sodann in die Berathung der heutigen sehr umfangreichen Tagesordnung und erledigt zunächst den Bericht über die Wahl eines Abgeordneten für den fünften Wahlbezirk der Provinz Starkenburg (Fürth-Reinheim). Gewählt wurde Hauptsteueramts-Rendant Hermann mit 26 Stimmen und wird dessen Wahl als giltig erklärt. Bezüglich der Rückäußerung erster Kammer, den Antrag des Abg. Jöckel wegen kauf- oder tauschweiser Abtretung der sogen. Seewiese in Friedberg, beschließt die Kammer einstimmig, dem Beschluß erster Kammer : „Großh. Regierung zu ersuchen, auf Grund eines möglichst niedrig bemessenen Kaufpreises mit der Stadt Friedberg wegen käuflicher Ueber- lassung des Objects in Verhandlung zu treten und über die Resultate den Ständen behufs Genehmigung Vorlage zu machen", beizutreten, dagegen wegen des Antrags Arnold auf Aushebung des Wassersallzinses auf dem früheren zustimmenden Beschluß zu beharren. Auch die Rückäußerung erster Kammer bezüglich des Gesuches von Steuereommissariats - Gehilfen um Regelung ihrer Gehalts- und Pensions-Verhältnisse findet mit 20 gegen 13 Stimmen nach dem Antrag erster Kammer die Genehmigung des Hauses. Die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, betr. Bewilligung weiterer Localzulagen von 250 Mk. jährlich für 2 Dammmeister in Worms, findet nach einer kurzer Debatte einstimmige Annahme. Ebenso wird die Vorlage Großh. Regierung, die Ueber- weisung eines Restbetrages von 19,608 Mk. zur theilweisen Deckung der eleetrischen Beleuchtungsanlage im Großh. Hos- theater, ohne Debatte genehmigt. Berlin, 3. März. Ergebnisse der Reichstagswahlen. Die „Nat.-lib. Cvrr." berechnet die Stärke der Parteien im Reichstage, nachdem die Stichwahlresultate bis auf 7 bekannt sind, folgendermaßen: 40 Nationalliberale, 68 Deutschconservative, 24 Freiconservative, 68- Deutsch- freisinnige, 10 Demokraten, 37 Socialdemokraten, 104 Centrumsmitglieder, 9 Welfen, 4 Antisemiten, 15 Polen und 11 Elsässer. gestrigen Votums vollständig erschüttert sei. DaS „Journal des DübatS" bemerkt, selten habe ein parlamentarisches Cabinet ein kläglicheres Schauspiel geboten, als gestern. Frankreich habe in Wahrheit ein neues Cabinet, dessen eigeut sicher Präsident Bourgeois unter den Anspielen FloqnetS und ClemenceanS sei. DaS Ministerium habe an Festigkeit nichts gewonnen, die Kammer aber sehr viel an Ansehen und Würde eingcbüstt. Die „Rcpubliquc Franyaise" sagt: Wofür verlangte man gestern ein Vertrauensvotum? Für das radikale Programm von Bourgeois oder für das Programm von Thevenet? Hierdurch ließen sich die zahlreichen Stimm Enthaltungen der gemäßigten Partei erklären. Paris, 4. März. Tirard, der sich schon nach dem heutigen Ministerrathe unwohl fühlte, wird aus einige Tage 1111(111(1 nachsnchen. Paris, 4. März. Die Untersnchnngs Commission genehmigte die . Pensionirung des Generals Hubert C a st e x. London, 4. März. Unterhaus. Smith erklärte, die Antwort auf die Einladung Deutschlands zur Arbeiterconserenz werde vorgclcgt werden, sobald diese der deutschen Regierung zugegangen. Bis dahin seien Mittheilungcn darüber un- thunlich. — Im Oberhanse erklärte Salisbury, der Bericht der Partiell-Commission werde dem Oberhause vorgelegt, sobald das Unterhaus darüber entschieden habe. Die Behandlung desselben im Oberhause werde von derjenigen im Unterhause nicht wesentlich verschieden sein. London, 4. März. Nach den letzten Nachrichten aus Brisbane vom 3. März sind die bei dem Schiffbruch des Dampfers „Quetta" geretteten Personen, darunter der Capitän, in ThurSday Island eingetroffen. — Wie die „Morning Post" erfährt, unterhandelt die Britische südafrikanische Gesellschaft mit der Afrikanischen Seen Gesellschaft bezüglich käuflicher Erwerbung des Eigen- thumS und der Rechte derselben in Nhassaland und anderwärts. , Sofia, 4. März. Bulkow itsch ist nach seiner Audienz bei dem Fürsten Ferdinand nach Konstantinopel zurückgereist und erhielt der „Agence Balcanique" zufolge detaillirte Instructionen, auf die Anerkennung des Prinzen hinzuwirken. Petersburg, 4. März. Das „Journal de St. Petersburg" dementirt die Nachricht des „Standard", daß gewisse russische Offiziere bezeichnet seien, Bulgarien zu verwalten, ebenso die Nachricht der „Politischen Correspondenz", daß Verhandlungen zwischen dem russischen Gesandten in Athen und einem Führer des krctcn fisch en Auf stand es statt gefunden Härten. Petersburg, 4. März. Das Befinden Villaumes ist unverändert. Athen, 4. März. Nachdem die Kammer das Budget angenommen hatte, wurde die Session geschlossen. Die Kammer wird wahrscheinlich zu einer außerordentlichen Session zusammcntreten. Zanzibar, 4. März. Major Liebert und 29 deutsche Offiziere sind gestern hier angekommen. ■ ■ ■■■ — ■, . n, ■ .1 iiiini , ...... ■.. , Locales rrnd provinzielle». Gießen, 5. März. — Kürzlich wurde beim Auöheben der Erde zur Funda uientirung des neuen Möhl'fchen Hauses, Ecke der Bahnhof- und Marktstraße, eine Anzahl mittelalterlicher Töpfe etwa 30 cm unter der Oberfläche des Bodens ge sunden. Dieselben sind sehr roh aus Thon ans der Hand geknetet, unten spitzlich, so daß sie nicht frei stehen können. Sie waren einer neben dein anderen aufrecht in den Boden gestellt und mit dunkler schlammiger Erde gestillt. Wie viele von diesen Töpfen von Vorübergehenden mitgenommen, wie viele von den Arbeitern zerschlagen wprden, ließ sich nicht mehr jeststellen. Doch gelang cS dem GeschichtSverein, acht derselben noch für das Gießener Museum zu retten. Dieselben haben die größte Aehnlichkeit mit den Töpfen, die vor etwa 2 Jahren im Hofe des Antoniterklosters zu Grünberg gefunden tvurden und von welchen der GeschichtSverein auch einige erwarb. Bei dieser Gelegenheit muß daraus hingewiesen werden, wie in dem Volke so wenig Sinn für Erhaltung des Alterthümlichen und geschichtlich BemcrkenSwerthen verbreitet ist. Die Folge davon ist, daß vieles zertrümmert oder verschleudert wird, waS als geschichtliches Denkmal des Ausbewahrens werth ist. Eine Wiederbelebung des geschichtlichen Sinnes ist aber leicht, wenn man in der Schule da- mit ansängt, nicht in der Stadt allein, sondern auch aus dem Lande, aber ohne dadurch die Anzahl der Lehrstunden zu vermehren und einen neuen Lehrgegenstand einzusühren. Kürzlich erschien eine große Tafel mit Text und Abbildungen der wichtigsten „Alterthümer aus unserer Heimath", gezeichnet von deni als Alterthumskundigen berühmten Major von Trö lisch. Dieselbe enthält nach der Zeitsolge eine gemeinverständliche Darstellung der bekannteren Fundgcgen stände der vorrömischcn, römischen und alemannisch fränkischen Zeit, verschiedene Arten von Arbeitsgeräthen, Waffen und Schmucksachen. Wird diese Tafel im Schulzimmer ausge- hängt, so wird auch der erklärende Text gelesen und die Formen prägen sich mit der Erklärung von selbst dem Ge- dächtniß ein. In der Stunde hat auch der Lehrer bei der Erklärung von Lesestücken oder anderen Unterrichtszweigen Gelegenheit, auf die Bildcrtasel erklärend zu verweisen. In Württemberg und Bayern ist von den betr. Ministerien und in ber Schweiz vom Züricher Erziehungörath die Anschafstmg der -^afcl für alle Schulen dringend empfohlen worden. Dabei ist der Preis der Tafel trotz ihrer Größe und bei achtfarbigem Druck überraschend billig. Sie kostet unauf- I gezogen nur 1 Mk. und auf Leinwand mit Stäben 1 Mk. 80 P!g-/ größerem Bedarf und unmittelbarem Bezug vom Verleger, W. Kohlhammer in Stuttgart, unaufgezogen nur 50 Pfg. und aufgezogen 1 Mk. Bad Nauheim, 2. März. Zum Besten der Kleinkind e r f ch u l e wird am nächsten Freitag Geh. Medicinalrath Dr. Bode 1. einen öffentlichen Vortrag über „Alt-Nauheim vor 50 Jahren und das heutige Bad-Nauheim" im Sprengel- schcn Saale halten. Niemand ist mehr berufen, ein solches Thema zu behandeln, als der ehrwürdige, jetzt nahezu 80jährige Greis, der vor 53 Jahren als erster Badearzt hierher kam und das Bad, damals noch ein schwaches Kindlein, zu einem lebenskräftigen Baume sich entwickeln sah, eine Entwickelung, zu der er selbst auf das Kräftigste und Segensreichste einwirkte. Alsfeld, 4. März. Nach den beinahe vollständig vorliegenden Wahlresultaten auö den einzelnen Ortschaften unseres Wahlkreises erhielt Zimmermann (Antisemit) 7861, v. Kalkstein (bfr.) 2729 Stimmen. Lauterbach, 4. März. Das Großh. Kreisamt macht bekannt, daß nach ihm gewordener Mittheilung Großh. Kreis- amtes Büdingen in dem Rindvieh- und Schweinebestand zu Nidda die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist, demzufolge die Gehöftsfperre angeordnet wurde. Lauterbach, 3. März. Turnhallebau. Wie wir hören, hat Großh. Ministerium des Innern und der Justiz das Gesuch des Turnhallcbau-Comitüs um Gestattung einer Geldlotterie aus principiellen Griinden abgeschlagen. Herbstein, 2. März. In den letzten Tagen wurden drei Wilderer aus Lanzenhain und ein solcher aus Eichclhain gefänglich eingezogen und wurden dieselben heute in das Provinzialarresthaus nach Gießen verbracht. Derjenige aus Eichelhain stand schon lange im Verdacht der Wilderei und des Fischfrevels. Da er zugleich Jagdpächter war, konnte ihm aus seinem häufigen Wibpretversandt nichts bewiesen werden. Ein Forstwartaspirant ging ihm schließlich 14 Tage lang nach, bis er ihn endlich auf der That ertappte. Die Schüsse, welche unlängst bei Rudlos gefallen, dürften hiermit auch ihre Erklärung finden. Angersbach, 3. März. Gestern Abend gegen 7 Uhr brach in der Hosraithe des Konrad Möller in Angersbach Feuer aus. Ein als Strohschuppen dienendes Gebäude brannte total nieder und der Hintere Theil des Wohnhauses des Conrad Kimpel wurde durch das Feuer beschädigt. Dank dem rechtzeitigen Eingreifen der Angersbacher Feuerwehr wurde ein weiteres Umsichgreifen des Brandes verhütet, lieber die Ursache desselben ist bis jetzt noch nichts ermittelt. L. A. Vermischtes. * Darmstadt, 1. März. Po st personalnach richten. Ernannt sind die Postassistenten Groh in Offenbach (Main), Ritzinger in Mainz, Schulius in Worms und Wetzel in Oppenheim zu Ober-Pvstassistenten. — Uebertragen ist dem Ober-Postkassen-Buchhalter Bitsch eine Kassirerstelle bei der Ober-Postkasse in Darmstadt, dem Postseeretair Marchand eine Ober-Postseeretairstelle bei dem Postamte in Offenbach «Main) zunächst probeweise. — Versetzt sind der Ober-Postdirectionsseeretair F i l tz i n g e r von Darmstadt nach Straßburg (Elsaß), behufs Uebernahme einer Postkassirer- stelle, die Postsecretaire Ob en aus von Berlin nach Darmstadt und Ockcl von Gießen nach Darmstadt behufs Uebernahme von Bureaubeamtenstellen 1. Klasse, der Postseeretair Ziertmann von Potsdam nach Darmstadt behufs Uebernahme einer Buchhalterstelle bei der Ober-Postkasse, der Postseeretair Schweiger von Hameln nach Bensheim, der Postverwalter Storck von Lollar nach Gießen. * Darmstadt, 4. März. Gestern Abend ist hier der Großh. Rabbiner des hiesigen Rabbinats, Dr. Julius Landsberger, gestorben. Die Israelitische Religionsgemeinde widmet dem Verstorbenen, der 30 Jahre lang sein Amt treu und gewissenhaft versah, einen ehrenden Nachruf. * Leipzig, 3. März. Drei in der elterlichen Wohnung sich allein überlassene Kinder von zwei bis zu fünf Jahren sind heute früh 9 Uhr bei einem Brande elendlich umgekommen. * Ein Reinfall. In einer Berliner Gesellschaft kam, wie der „L. A." erzählt, kürzlich das Gespräch auf die That- sache, daß die mittlere Durchfahrt des Brandenburger Thoreö nur von den königlichen Wagen benutzt werden dürfe. Ein Qntoefeii^er Sachse bestritt das jedoch lebhaft und es kam darüber zu einer Wette zwischen ihm und dem Rentner S. Nachdem die Bedingungen der Wette vereinbart waren, konnte sich Herr S. nicht enthalten, seinen Gegner zu fragen, von welcherlei Wagen er denn eigentlich annehme, daß sie ebenfalls durch den mittleren Durchgang deö Brandenburger Thores fahren. „Nu Herrjefes, die Sprengwagen", lautete die gemüthliche Antwort, die mit homerischem Gelächter begrüßt wurde. Daß auch die in Rede stehende Durchfahrt der Segnungen eines Sprengwagens bedürfe, daran hatte Niemand gedacht, es wurde aber vou keiner Seite bestritten. Nee, wie Helle! * Die größte Zeitung der Welt. Unter den Beständen des Aachener ZeitungSmuseumö befindet sich die größte Zeitung der Welt, nämlich die im Jahre 1809 in Newyork erschienene „Jlluminated Quadruple Constellation". Sie hat, der „Köln. Zeitung" zufolge, „Billardformat", ist 8i/,Fuß hoch und 6 Fuß breit. Dieses Ungethüm von Zeitung erschien am Tage der Unabhängigkeitöfeier, enthält 8 Seiten und je 18 Spalten, deren jede 48 Zoll hoch ist. DaS Papier des Blattes, welches alle hundert Jahre nur einmal erscheint, ist sehr dauerhaft und stark- das Ries davon wiegt drei Ecntner. Vierzig Personen haben 8 Wochen unausgesetzt gearbeitet, um diese erste Nummer zu Stande zu bringen. Sie kostete damals 50 Cent und wurde in 28,000 Exemplaren gedruckt, von denen heute wohl nur noch wenige vorhanden sein mögen. Der Text der Nummer, der auch sauber auögesührte Holzschnitte enthält, könnte einen mäßigen Quartband füllen; merkwürdigerweise findet sich keine Reklame darunter. Die kleinste Zeitung der Welt, „El Telegramm", in Guadalajara (Mexiko) geht etwa zweihundertmal auf diese Riefennummer. * Buchdruckergewerbe. Die Vorstände des deutschen Bnchd^tckervereins, d. h. der Prinzipale, und des Unter stützungsvereins deutscher Buchdrucker, d. h. der Gehilfen machen öffentlich bekannt, daß sie sich der Stettiner Resolution, wonach „zur Durchführung des Tarifs es dringend nöthig ist, daß Seitens der tariftreuen Prinzipale nur Ge Hilfen eingestellt werden, welche nachweislich zu tarifmäßigen Bedingungen gearbeitet und in tarifzahlenden Geschäften aus- gelernt haben", angefchlossen und sich verpflichtet haben, die Resolution durch gemeinschaftliches Zusammenwirken zur Durchführung zu bringen und vom 1. October d. I. ab in Kraft treten zu lasser. Im Anschluß hieran ersuchen die genannten Vorstände die Eltern und Vormünder, deren Pflegebefohlene die Buchdruckerkunst erlernen wollen, im Interesse des späteren Fortkommens der letzteren nur t ari f z ah lende Geschäfte als Lehr druck er ei zu wählen. * Ein seltener Fall von Auto-Suggestion, das heißt auf gut Deutsch: von Einbildung wird von der „Deutschen Medi einalztg." aus Berlin mitgetheilt: Der praetische Arzt Dr. S . . . . wurde unlängst in der Nacht zu einem 55jährigen Herrn gerufen, welcher, wie es hieß, in Folge Verschluckens seines künstlichen Gebisses dem Erstickungstode nahe war. In der That fand der Arzt den Patienten in furchtbarer Erregung- sein Gesicht war cyanotisch, die Augen hervorstehend und geröthet, die Zahl der Pulsschläge sehr erhöht und die Respiration erschwert. Bei Untersuchung der Speiseröhre vou außen fand sich linkerseits am Halse über dem Schlüsselbein eine etwas härtere, hervorstehende Stelle. Da die Dyspnoe (Athemnoth) sich beständig steigerte und gefahrdrohend wurde, während bte Einführung einer Fangsonde kein Resultat gab, entschloß sich S. zur Oesopha- gotomie (Ausschneiden der Speiseröhre), welche vom Patienten energisch verlangt wurde. Zum großen Erstaunen fanden sich auch nach Eröffnung der Speiseröhre keine Fremdkörper in letzterer. Als der Patient sich von der Chloroformnarkose erholt hatte und erfuhr, daß man nichts in der Speiseröhre gefunden, fühlte er plötzlich heftige Schmerzen im Magen, die stetig zunahmen. Zum allgemeinen Erstaunen fand man endlich am folgenden Tage das künstliche Gebiß — unter dem Sopha des Patienten! Sobald es ihm vorgezeigt wurde, schwanden die Schmerzen in der Magengegend und der Patient erholte sich schnell, nachdem die Operationswunde in drei Wochen ohne Beschwerden geheilt war. * Der Senior der bayerischen Handwerksburschen, der 87jährige Sebastian Schmid von Gvssersdors, gen. „Wasterl"^ ist vor einigen Tagen in der Handwerksburschen-Herberge in Straubing plötzlich gestorben. Er war 40 Jahre auf Reisen und während dieser Zeit nie in ein Bett gekommen. Alle zugereisten Handwerksburschen gaben ihm das letzte Geleite. ie 7 i ®tn 1H 11 De" S jl A5 OtltztO Wit d-°U,A ■ S3Ä ' deutscher AeMh , i|ir EinOrung ■ Aleichieit'g tnt [ Wen Tarifs vom 1 :runfl von Leichen,!! , den Tb eren, Theil ■%rer ist letzterer zum W üMMxpedltlMrl' Gehen, bett 1-II' U19'ö'i Grohhi Äiiir« ' la/) ^5 6r tU[i "w> verlan8e 11 ® 18.201"®^ M DQ. HM' _____ Sei» Das Conculs- i Vermögen des 6 -Weller II. in i Beschluß Großh. : uoitt 27. Februc i worden, da sich ei t den Kostendes Ver ! Maße nicht vorh Untvevfitäts - Nachviehten. — Das Nectorat der Universität Tübingen wurde für da- Studienjahr 1890/91 dem Professor Dr. o. Jolly an der ftaatS- wisfenschaftlichen Facultät übertragen. Bonn, 2. März. Für den verstorbenen Professor Hälschner ist, wie zuverlässig verlautet, Professor Hermann Seufsert t» Breslau (früher in Gießen) in die juristische Facultät hiesiger Universität berufen worden. Land- unö Dottswirttyfd^aft — DaS Verschieben von Briefen und Postkarte« iw Drrrcksachensei,düngen bildet immer noch oie Utfache von unliebsamen Brief Verschleppungen. Eine gründliche Beseitigung dieses Uebelstandes wäre nur dadurch erreichbar, daß das Publikum sich daran gewöhnte, die Drucksachen in einer das Verschieben hindernden Weise zu oei packen. Leider werden aber Drucksachensendunge« oft in so mangelhafter Verpackung aufgeliefert, daß sie zu Fallen für ihre kleineren Reisegefährten werden. Die Postverwaltung hat gummirte, mit 3-Psennigmarken versehene Poststreifbänder eingesührt, welche in Mengen von 10 Stück für 35 H von den Postanstalten veikauft werden und deren Verwendung wir nicht dringend genug empfehlen können. Wenigstens aber sollte man sich bet Anfertigung der Bänder für Drucksachen die Maßoerhältnisse der amtlich ein geführten Streifbänder zum Vorbild nehmen. Bei einer gut verpackten Drucksacheniendung muß das Papterband überall etwa drei Viertel der Außenfläche bedecken. Die Zeitungen u. s. w. müssen möglichst schmal zusammengefaltet werden, weil sich andernfalls das Band nicht f.st umlegen läßt, und weil die Möglichkeit der Verschiebung um so geringer wird, je schmäler die Sendung verpackt ist. Dem Ganzen ist zweckmäßig durch kreuzweise Umschnürung mit Bindfaden noch vermehrte Festigkeit zu geben. Werden offene Briefumschläge benutzt, so ist zu empfehlen, die Ueberfallklappe nicht einzuschlagen, sondern in gewöhnlicher Lage offen zu lassen, zuvor aber, um das Zukleben zu verhindern, den gummirten Rand wegzuschnetden. Bei großen Umschlägen, oder wenn die darin ve> packten Drucksachen umfangreich sind, ist außerdem eine Umschnürung der Sendung zweckmäßig, wozu sich die oietfach im Gebrauche befindlichen Gummi' bändchen gut eignen. (Daß ein Verschieden von Briefen Öfter vorkommt, als angenommen wird, haben wir erst heute wieder erfahren. Während wir vorftchende Notiz zum Satz gaben, fanden wir in einer uns aus Königsberg ^gegangenen K> euzbandsendung eine« nach Försterei Wortung bei Alt-Ehrislburg, Westpreußen, adressirten Brief. Der Brief trägt den stempel Kölligsberg t. Pr. und ist wahrscheinlich schon dort in die für uns bestimmte Kreuzbandsendung gelangt, in welcher er die weite Reise bis Gießen machte, ohne entdeckt zu werden. Zu welcheir Unannehmlichkeiten es führen kann, wenn auf diese Werse Briese, wie der uns vorliegende, mi circa 4tägiger Verspätung an ihre Adresse gelangen, mag sich Jedermann denken, der öfter wichtige Nachrichten erwartet. Red. d. Anz.) — Ermäßigung deS Personengeldtarifs. Wie die,tgl. Rundschau" Höri, r|i für bte preußischen Slaatsoahnen eine wesentliche Vereinfachung des Ptrsonengeldtariss zugleich mit einer nicht unerheblichen Ermäßigung desselben in Aussicht genommen. Von der Einführung eines Zonentarifs nach dem Vorgänge der ungarischen Staatsbahnen wird abgesehen. Frankfurt, 3. März. iGetreidemarkt). Weizen hiesiger 20,70—20,90, fremder JL 20,00—21,25, Roggen hiesiger JL 18,25 bis Oo.OO, fremder JL 00,00—Oü,00, Gerste, Brauerwaare 20,00 bis 23,00, do. zu Mahlzwecken JL —, Hafer hiesiger JL 17,25—18,00, fremder.M —,—---,—. Frankfurt, 3. März. (Viehmarkt). Angetrieben waren: 402 Ochsen, 21 Brillen, 365 Kühe, Stiere und Rinder, 276 Kälber, 2il Hammel, 271 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 66—68, 2. Qual X 68—60, Bullen l. Qual X 51—52, 2. Qual X 48—50, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. X 59—61, 2. Qual. X 44—5 , Kälber 1 Qual- pro Pfund Schlachtgewicht 68—72 2. Qual 58—62 H, Hümmel 1 Qual. 60— 62 -5), 2. Qual. 40—45 Schweine 1. Qual. 67—18 2 Qual. 64-65 11904 6 rMllvoch -kl Nachmitki ffoll die hiesige Gen ifiiii 6 Jahre verp Lindenftruth, bi Großh. Bürgermi Ä Ver H Bau EsA fcA I I **?. Hvlzllrs Freitag bet mittags 9 Uhr lLeihgesterner C c verzeichnetes Hch 6 Raummeter 91 12 122 : hierunter 9 _ Meter Läna 200 BuchenM 3400 Eicheu-Welle !|040 Radel-Welle, 28 brchM'Aätr Meter, i U Eichea-Derb Meter. ^lnmenkuaft ^ihgesiern, am Ärgerm lebten, ngen wurde fürM iolly an der Ni' ai Prostssor nm Stufteri ti facultät piefiger M »tz k M- a«; h*St wi* )cl°ber b cv n ift Mi llon' das heikt et^e*n^ äm; Le” zuil den $at;,h Ktz 47"hl eilt iur Qiio*. ’ ®rftaunen fanba r^'"C ^-«dkSh» ^hlorosormnM m der Speiseröh? '^rzen im Mage° Staunen sand mcr Gebiß - untn M vorgezeigt wuch gend und der Patik« tionswunde in drei ^diverksburschen, dn ’rf, gen. „Master?, Irschen-Herberge in Jahre aus Reis» ;tt gekommen. Sfl» n das letzte Geleite. Mrch^chast. und Postkartn ii j Die U. sache dk® iche Beseitigung M atz das Publikum dd Verschieben binberubti rucksachmsendungt» »st baß sie zu Falle« svr t PoftverwalMg h« Istreisimder eingrsührl^ von den PostaustaUm nicht dringend genug in sich bei Anfertigung n-sse der amtlich ein Lei einer gut ver- >anb überall etwa drei un«m lij* il sich andernfalls d-, iUiög'ichkelt der $«■ die Sendung oerpatfi ert|,Uml»nürimi* Betötn ofr« ®* itafiMW»»#* w,pÄrÄ Atos »Wjftr. 5» ^uS e ohne eub reyen maf7ibrcn tad, »keilen WJ (lttl i.-s’iä»! sSZ Sb54 .»»s Sirfi#«-*1' MU i )täl^ -.zoieltl «Lette in Oberheffen im Monat März 1890. Den 10. in Echzell Schweinemarkt. Den 10. in Hungen Vieh- und Krämermarkt. Den 17. in Langsdorf Vieh- und Krämermarkt. Den 18. in Ortenberg Vieh-, 19. Krämermarkt. Den 18. und 19. in Gieß en Viehmarkt. Den 19. in Schotten Markt. Den 25. in Gedern Vieh-, 26. Krämermarkt. Den 26. in Friedber g Vieh- und Krämermarkr. Den 27. in Gründerg Vieh- und Krämermarkr. Schwarze und farbige Seidenstoffe lirekt ans der Fabrik von von Elten & Kenssen, Crefeld, iIbo aus erster Hand, in jedem Maas zu beziehen. Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten. 118 Weiße Seidenstoffe von 95 Pfge. bis 18.20 p. Met. — glatt gestreift und gemustert (ca. 150 ver- ' schied. Qual.) — vers. roden- und stückweise porto- und zollfrei | das Fabrik Dspöt G. Henneberg (K- u. K- Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 H Porto. 564 > Unter Freunden wird der vorzügliche HollLud. Tabak allseitig moishlen, 10 Pfd. fco. 8 Mk. nur dircct bet B. Becker in Seesen o. Hirz. 156 — Die „Jllustr. Handwerker-Zeitung" Nr. 14, 1887, Seite 165, und die „Handels- und Industrie-Zeitung" Nr. 28, 1887, schreiben wörtlich: „Neue Erfindungen. Herr Plüß-Staufer, Ostringen (Schweiz) hat einen Kitt eifunben, der sich für Glas-, PorzeUan- und Steingutwaaren, sowie für alle möglichen anderen zerbrochenen Dinge vorzüglich eignet, wie wir uns selbst überzeugt haben. Die mit diesem Kitt wiederverbundenen Stücke hasten schon nach einigen Tagen so fest aneinander, daß die reparirten Gegenstände eher an einer anderen Stelle zerbrechen als an der alten. Kaltes Wasser ist ohne Einfluß auf die mit diesem Universalkitt behandelten Gegenstände und auch heißes Wasser löst den Kitt nicht, wenn sie nicht gar zu lange in solchem liegen. Es ist dieser Kitt somit erfahrungsgemäß das beste Mittel, um zerbrochenes Tafel- und Küchengeschirr zu flicken. Wrr machen daher nicht nur die Glas- und Porzellanwaarenhandlungen auf diesen Plüß - Staufer'schen Universal-Kitt aufmerksam, sondern möchten demselben auch in jeder Werkstatt und Haushaltung Eingang verschaffen." Verkaufsstelle in Gießen bei H?rrn Otto Hochstätter. empfiehlt sich durch Reinheit, Aroma und Ergiebigkeit als die beste und prCM"a?kehPS,e A. Zuntz sei. Ww. *=-'?,■ “• ww. Hon. marue. - Bonn, Berlin. Zu haben bei J. M. Schulhof. 852 Wöchentliche Aeberficht der Todesfälle in Eichen. 9. Woche. Vom 23. Februar bis 1. März 1890. Einwohnerzahl: 20 500 (tnd. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 45,7 o/oo. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im 1. Lebensjahr: vom 2.-15. Jahr: Diphtherie 1 (1) — — 1 (1) Scharlach 1 — — 1 Lungenentzündung 3 1 2 — Lungenschwindsucht 1 — — 1 Miliarer Tuberkulose Tuberkulöser Hirnhaut- 1 1 — entzündung Tuberk. Verschwärung 1 — — 1 der Wirbelsäule 1 1 — — Gehtrnschlagfluß Chronischer Nieren- 1 1 — — entzündung 1 1 — — Blasenenlzündung 1 Innerem Darm- (1) 1 (1) — — Verschluß 1 1 —' — Krebs 4 4 — — Unbekannter Ursacke 1 — 1 — Summa: 18 (2) 11 (1) 3 4 (1) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betteffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen -ilkkhksßslhe Eisknbütznkk. Mit dem 1. April d I. gelangt unter hltebung des Tarifs vom 1 April 1887 und hier Nachträge I—IV hierzu ein neuer deutscher Eisenbahn - Gütertarif, Theil I zur Einführung. Hlmchieitig tritt an Stelle des bezüglicher Tarifs vom 1- Juli 1888 ein neuer deutscher Eisenbahntarif für die Beförderung von Leichen, Fahrzeugen und lebenden Thieren, Theil I in Kraft. öfterer ist zum Preise von 50 H, letzter-er zum Preise von 25 von den Uter>xpcditionen käuflich zu erhalten. Mißen, den 1. März 1890. 1933 Großherzogliche Direktion. Bekanntmachung. Das Concursverfahren über das Aemögen des Gastwirths Ludwig W-Ver II. in Wieseck ist durch Beschluß Großh. Amtsgerichts Gießen rom 27. Februar 1890 eingestellt moriien, da sich ergeben hat, daß eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Massie nicht vorhanden ist. Bühner, 1904 H.-Gerichtsschreiber. Zagd-Verpachtung. Mtwoch den 12. d. Mls., Nachmittags 2 Uhr, foQ b-ie hiesige Gemeindejagd nochmals ms T Jahre verpachtet werden. Lirndenstruth, den 4. März 1890 Goß!h. Bürgermeisterei Lindenstruth. Krug. 1927 Holzversteigerung. I Freitag den T März, Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Lkihg esterner Gemeindewald uach- Mzeuchnetes Holz versteigert werden: 6 Raummeter Buchen-Scheit, 91 „ Eichen-Scheit, 12 „ Bucheu-Kuüppel, 122 „ Eichen - Knüppel, hierunter 9 Rmtr. von drei Meter Länge, 200 Bucheu-Welleu, 3100 Erchen-Wellen, £040 Nadel-Wellen, 98 Raummeter Eicheu-Stöcke, 28 Eichen-Stämme mit 7,89 Festmeter, 14 Eichen-Derbstangen, 0,70 Festmeter. Zusammenkunft in Abtheilung Lucht- Leihgestern, am 4. März 1890. chroßh. Bürgermeisterei Leihgestern. __________Heß._________1912 Verding wu Bauarbeiteu Die bei Errichtung eines Wohn- juules für Herrn Dr. med. D ickors i^Lvllar nothwendigen Bauarbeiten, lli Maurer-, Zimmermann-, Dach jdei., Spengler -, Schreiner-, Dosier-, Glaser- und Weißbinder- Weülen sollen im Verding vergeben S: wilden. Werkriffe und Kostenanschlag liegen ii der Zeichenstube des Unterzeich- Kten vom 6 bis 8. März (Nach- mittags) zur Einsicht offen und 1 Dtiben daselbst diesbezügliche Au- i jtbote bis spätestens den 10. März >««tWeugenommen. 1929 Ang. Hug, Architekt in Gleßen. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in Folge Erkrankung des Stadtrechners Enders der Bürgermeistereigehülfe, Fiuarz- aspirant Doepfer bis auf Weiteres mit der Führung der Stadt- und Realschulkaffegeschäste beauftragt worden ist Gießen, den 5 März 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________________Gnauth._____________________1922 Verlag von Becher 8$ Laris, Berlin und Gießen. Lnßist Taßetteu jur Bestimmung des Cubik-Inhsltes runder Hölzer. Von Eugen Laris, Redacteur des „Handelsblatt für Walderzeugnisse". I. Große Ausgabe für hin Bureau- und Comptoir Gebrauch, (Format 22/17), enthält: Cubiktabelle zur Bestimmung des Cubikinhaltes runder Hölzer in Cubikmetern mit zwei Decimalen. — Kreisflächen-Tabelle als feinere Cubiktabelle nach Metermaß und zur Cubirung nach Fuß und Zoll, beide Tabellen mit praclischen Beispielen und Bemerkungen- Preis 1 Mark. Diese Cubiktabelle bietet dem Holzhandel Cubirungstafeln, wie sie in Bezug auf Vollständigkeit, Uebersichtlichkeit, großem klaren Druck, bequemer Handhabung, neben außerordentlicher Billigtet, noch von keiner anderen Seite geboten worden sind II- Taschenformat-Ausgabe zur Cubirung nach Metermaß. Vreis 0.40 Mark. Diese Cudcktabellen sind die billigsten und practischsten für den Holzhandel, da bei ihrer Aufstellung speciell auf die Bedürfnisse des Holzhandels Rücksicht genommen ist. Durch jede Buchhandlung zu beziehen. Carl Geismar, Uhrmacher 3MS* SelterSweg 25 TfifrtZ empfiehlt sich im Repariren von Taschenuhren, Regulators, Pendules, Weckern etc. und werden Reparaturen gut und billig ausgesührt. 1561 Die Flaschenbierhandlung von Daniel Heil Lmdenplatz 3 empfiehlt: Bier der Aclien-Bmuerei Gießen: Lagerbier, hellfarbig (Wiener Brauart) per Flasche 18^ do. dunkelfarbig (Bayr. Brauart) „ „ 20 „ Exportbier, hellfarbig (Wiener Brauart) „ „ 23 „ Jedes Quantum frei in’s Haus. 153 GäEDICE'8 CÄCAO enthält ca. 8e/e mehr Nährstoffe bei besserer Löslichkeit und feinerem Aroma als holländische erste Marken. 456 Bahnhofstr. AIB!» ■ Bahnhofstr. 27 ^.ouis Lony 27 empfiehlt ein reichhaltiges Lager m Küchen- und Haushaltsartikeln, Bürsten-, Korb- und Küferwaaren. Z 120 E M -0 r Stangen- und Bruch- Spargel Schnitt- und Wachsbohnen Steinpilze etc. Die Svargelconseroen der Firma Lampe haben sich einen sehr guten Ruf erworben und werden dieselben von keiner Firma Braunschweigs übertroffen- Apricosen, Birnen, Kirschen, Erdbeeren, Ananas, Mirabellen, Reineclauden, Pfirsiche, Melange, Quitten, Pflaumen etc. in Gläsern und Büchsen aus der Oppenheimer Cons-Fabrik von Monzlinger und Heer le in, Hoflieferanten. Essig-, Salz-, Pfeffer- und Senfgurken, Preiselbeeren Rotherüben u. s w. (auch in Anbruch), Perlzwiebeln, deutsche u. engl. Mixed-Pickles empfiehlt zu billigen Preisen Oebig Bahnhofstr. 30. Erbsen in 4 Qual., 1 £ Prinzess- und Kern-/ S höhnen, \ Dicke Bohnen, extrafein, / g Erbsen und Carotten, I £ Champignons etc. 1 § Die Firma Moit ter liefert in obigen Artikeln anerkannt das Beste, was in Deutschland fabricirt wird. Weckte Maiglöckchen- und Blumen-Eau de Cologne von Johann Maria Aarina gegenüber dem Gereonsplatz empfiehlt [1728 H Tichy Parfümerie-Hdlg, Georg Petris Nachfolger- Niederlage für Gießen bei Herrn Ph. Bauer II., 554] Bahnhofstraße. Plüß-Staufers Aniversat-Aitt in Schraubengläsern, bekanntlich das Beste zum raschen und dauerhaften Flicken aller zerbrochenen Gegenstände, wie Glas, Porzellan, Holz, Horn, Marmor, Gyps, Stein u. s. w., empfiehlt Otto Hochstätter, 1141]Marktstraße 28. Dir ec t importirte Habana-il Brasil-Cigarren, div. Cigaretten u.Cigaretten-Tabake, in- und ausländische Weine, Cognac, ärztlich empfohlen, Thee, Chocolade, t acao rohen und gebrannten Kastee in verschiedenen Preislagen empfiehlt § Aug. Voigt, ®d‘^6w,e 1910] Ein Kapital von Mk. 30,000 gegen z. Hypothek, Bürgschaft und 10% Zinsen, zu leihen gesucht Offerten unter U. 50 d d. Exp d. Bl. Debrlings-Ntelle ist sofort oder Ostern in unserem Geschalte zu besehen. Gute Schulbildung erforterlich. Nowack & Schlüter, 1926 j Colonialwaaren Logro8-Gr schäft. Ankauf alter Bücher n. Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die [57a J. Ricker’sche Buchhandlang Holzversteigerung im Feldheimer Walde. Montag den 10. März L I. sollen öffentlich versteigert werden: 4 Fichten-Stämme mit 0,88 fm, 1 Obstbaum-Stamm „ 0,21 „ 150 Fichten-Stangen „ 6,81 „ (Sparren, Gerüsthölzer, Baumstützen 2C ), 27 rm Fichten-Reiserstangen, 51 „ Buchen-, 2 rm Eichen-Scheit- holz, 105 „ Buchen-, 37 rm Eichen- und 9 rm Weichholz-Prügelholz, 17 „ Buchen- und 38 rm Eichen- Stockholz, 54 „ Eichen-Reiser-Prügelholz, 260 „ Buchen-, 510 rm Eichen- und 350 rm Radelh.- und Weich- holz-Reiserholz. [1911 Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im District Hinterwald bei Rr. 41. Kausliebhaber für das Reiserholz wollen dasselbe vorher ansehen. Arnsburg, den 4. März 1890. Gräfliche Revierverwaltung. Apfelsinen, Blut-Orangen und Citroneu, heute prachtvolle Früchte eingetroffen in C. G. Kleinhenns Delicatessen-, Fisch- u Geflügel-Handlung, Bahnbofstraße 59. [1928 SW" Große Auswahl in fr. Fischen und prima Mastgeflügel. Der Gesangs-Komiker. Ausgewählte Couplets, Duette, Soloscenen rc. mit Pianoforte-Be- gleitung. 23 Bände (Bd. 20—23 neu) ä Sb-1 Jk Jnhaltsverzeichnitz gratis und franco. Vadcmocum für Dilettanten. Eine theoretisch-praktische Anleitung zum öffentlichen Auftreten. Von Max Traufil. Geh. Preis 1 JL 20 Die besten Deklamationen u. komische Dorträge für frohe Menschenkreise. IC. Aufl. Geh. Preis 1 JL 50 Die BauchrednerKunfl von Gustav Lund. Mit Illustrationen. Geh. Preis 50 H. C. A. Koch'S Verlag, Leipzig. Mosel-Cognac aus nur Wein gebrannt, ohne den geringsten Spritzusatz, in Brüssel mit der silbernen MedaMe gekrönt, empfiehlt die Cognac-Destillerie von A. L Elfen, Trier a/Mosel. 1924] Tüchtiges Dienstmädchen, das kochen kann, gesucht- Kreuzplatz 6. der Grosshersaogliche Erste Staatsanwalt Herr Emil Zimmermann Darmstadt, den 4. März 1890. Eduard Zimmermann Sandgasse 34. verrnietben- [1915 Rechner. Director. miethen. Mühlgasse 19. liehen Vaters sagen innigsten Dank 1909 Robert, Julius und Hermann Kehr. pCt Reichsanleihe 4 102.16 —L°nkfurt 1919 Tendenz: matt. Telegraphischer Soursbericht der Berliner Börse vom;*. März 1890 173 901 DtScorN!)-Lom.-ArttheÜe Tendenz: fest. 113.60 U?62 '4'W. 96 20 87.50 167.40 237.00 21650 95-5 188.09 K zu 88 OO 93 4') 7530 6800 DtSconto-Cornm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelsges. Oefterr. Credit-Act. Wiener Bankoereins-Act. Oefterr SraatSbabn Lombard. Eisenbahn 36275 19000 164.00 1343'1 36-00 170.00 14800 83 40 231.10 16200 154 80 175.10 266 87 104.75 191 50 112 00 Harper er Ostpreußen Bochumer Gußstshlocti« 106 60 Oefterr. Silberrente 102 30 Ruft. Orient III. Oefterr. Ereditacrieu Oefterr. GtaatSbahn-Bctien Dortmunder Union-Actieu Darmstädter Bankactien Für die vielen Beweise herzlicher Theil- nahme bei dem Hinscheiden unseres unvergess- Offerten mit Preisangabe sind sub an die Expedition dieses Blattes richten. SÄlußcourie 1 11$? 15 Min. 107.10 4 pCt. Ungar. Goldrente von 1889 daselbst offen liegt. Tagesordnung: 1) Abhör der Rechnung pro 1889, 2) Ergänzungswahl des Aufsichtsrathes, 3) Verschiedene Veremsangelegenheiten. Alten-Buseck, den 4. März 1890. August Th. Krämer, Heinricd Seuliug I., Oberstlieutenant im Feld-Artillerie-Regiment Scharnhorst (1. Hannöversches) Nr. 10. 1906] Möblirtes Zimmer, sofort beziehbar, zu oermiethen. Kirchenplatz 15. Buschtherader Elbethal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost „ West Gelsenkirchener Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. Oefterr. Alpine-Montan D. Ö. A. V. Section Gießen. Freitag, 7. Mürz: Versammlung Hotel Victoria. Vortrag: Die Schwankungen der Gletscher. [1903] 5 „ Italiener Rente Spi ttt Steins Warten Der Vorstand Bürgerclub. Sonntag den 16. d. W., Abends präcis 8 Ahr Theater und Tanziiiilerfiailiing Dio Beerdigung’ findet Donnerstag den 6. März, Nachmittags 4 Uhr statt. 1880] Tüchtiges Dienstmädchen auf Ostern gesucht H. Kühn, Seltersweg 36. Heute verschied nach längerem Leiden unser unvergesslicher Bruder, Onkel und Schwager Cottrsbericht von B. Wasserschieben, Bankgeschöll. «rouksurter Börse vom 8. Mürz t«80. BürgergeseUschaft. Montag den 10. d. Mts., Abends 9 Uhr, im Cafö Schnell: Generalversammlung. Tagesordnung: 1) Bericht. 2) Rechnungsablage. 3) Vorstandswahl. 4) Verschiedenes. An - und Bbmel irn^err wolle man bis zum 1. April er. an uns gelangen lassen.[1931] Der Vorstand. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Boot, Wmitm i. ßttgtoiu, SonnniHr. 14. GROSSES CONCERT der bestrenomwrrten Varivtv - Gesellschaft Jos. Weist. (3 Damen, 2 Herren.) 1932 1885$=* Stellensucheude jeden Berns- placirt schnell Reuters Bureau in Dresden, Maxftraße 6. 9825 im M Donners Uerrngarten unt mieden, 20 Eich Wolf, 45 Rmtr. i iVerkauft werden. Hungen, m 1907] Eine zuverlässige alleinstehende Frau, die im Kochen rote in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist, sucht Stelle in einer kleinen Haushaltung. Näheres in der Exped. d. Bl. uj,,., ®™ setbrtei Virilen, daß mttn st E Vormiltaqs d Mnrmaen zu könn. Dir geehrten M-hb fit W* •Spar- unö Iiorldjiißuereüi zu fl(ten=| ttuskck (£. ^.miluuhefdjr. ljafl|illid)t. ' Einladung. Die Mitglieder des Spar- und Vorschußvereins werden zu einer ordentlichen Generalversammlung auf Freitag den 14. d. M., Nachmittags 1 Uhr, in das Local des August Th. Krämer eingeladen. Gleichzeitig werden die Mitglieder benachrichtigt, daff die Jahresrechnung National-Versicherung geg. Trichinen- Gefahr zu Cassel. Ginzel- und Abonnements- Versicherungen zu billigsten Prämiensätzen. Gntschädigung TageSmarkt- resp. CtnkaufS- preiS voll — ohne Abzug. Vertreter 1913 für Metzen gesucht. 4 pCt. Gietzener Obligationen —15 pCt. BuderuS-Obligalionen ReichSbank-Discont 4 pCt. — Frankfurter Bank-DiSkont 4 pCt. Statt jeder besonderen Anzeige S **' fesS- Lw« 8r,eii1 Kdmgmz iu 'Liichrnbr°ndb-H° ■fir den Platz - * Htddtkö^tl sich vor eim L MM den 'Ichützk"- * 'x HWÜ W* chic Decke $un«t V nach «Oe, !a"d itteien feiner s fiW bis -n de * Durch trat rtinex achtbaren lerntet, befand i LSpaziergange, a metejt/ deren eine ibte er neckend d rschlüpfte das Tb! gähnten Leonie klammernd. Da iivetvuhtloö zu Bc deinen Eltern, bi j sitzen, brachte, t i sinnung und gab Mie man vermu! , Wunde mitgethei! i ob das Opfer r Wehirnschlag erleg j * Die Schrs jgrauen durch ihn besondere durch „C am 23. Februar i Redaction: A. Schepda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. henttge Rümmer umfatzt 6 Sette« 1908] Ein junges gebildetes Mädchen geprüfte Handarbeitslehrerin, musikalisch, sucht in einem feinen Hause Stellung zu Kindern oder einzelner Dame in Gießen oder Umgegend. Gefällige Offerten bittet man innerhalb 8 Tagen aus dem Haupt« Postamt Gießen unter Chiffre A. Z. niederzulegen__________________________ 1914] Gesucht feinere Agenten z Ve.k. v. Hamburger Cigarren an Private, Hotels rc. g. 1500 .*L Fixum od. hohe Prov. A. Rieck & Co., Hamburg. 3Vi w , 4 „ Preutz. ConsolS 3V» „ vermischte Anzeigen. 1920] Junger Kaufmann sucht möbl. Zimmer, möglichst mit Pension in anständiger Familie. Offerten unter A B. an die Exped d. Bl. 1905] Ein Herr sucht ein gut möb- lirteS Zimmer, eventuell Zimmer mit Cabinet, vom nächsten Monat ab zu miethen. 1917] Fein möbl. ger. Zimmer mit Cabinet per 1. April c. zu oermiethen. _________________________Marktplatz 2 1918] Kleines Familienlogis zu ver- Wermiethungen. ' 1854] In m. Neubauten an d. Grabenstr. nächst d. Bahnhofstr. sind Wohnungen von 3 u. 4 Zimmern mit Zub. u. Gartenanth zu üerm._________________I. Stein. 1925] Schlafstelle, sowie Familienrooh- nung zu verm. H. Frech, Kaplaneig. 9. 1921] Freundliche Wohnung zu ver- miethen Sandgasse 54. Näheres ___________________Neustadt 15. 1928] Zwei ineinandergehende schön moblirte Zimmer zu vermiethen. Louis Petri I. Wittwe, __Neuenweg 39___ 193' ] Ein Stübchen mit Zubehör zu en: liges Dienstmädhn: Kühn, SrltrrS^ 'a D. S. A. V Stciion Men. Freitag. 7. Müi _ BttfatnmXuw fctUV Wtori-. Vortrag: Dikki^ rzlicher Theil- res unvergess- 1k 190a hingen MWl [19(8! lann Kehr. md-esOsl } 1880. K! Koldrentr ler biente $ TTtnte 6 in. $’ 19)1 M B n=ld. B a £lura6i®:8l(L 9* ipMntan .< OjlrtM B jüiiudi* Donnerstag den 6. März. (ßte^ner 2lnzergsv. Beilage zu Nr. 55. - 1890. =1----■ ■■ - - ■ --------- ---- vemnischtes. * Krankfurt a. M., 4. März. Als gestern Nachmittag Im in der St. Georgenstraße in Bornheim wohnende Frau nach kurzer Beschäftigung im Keller in ihre Wohnung zurück- k ijrte, fand sie ihren 11 Jahre alten Sohn an dem Drücker bin Zimmerthür erhängt vor. Trotz angestellter Wiederbelebungsversuche konnte der hinzugerufene Arzt nur den Tod c onstatiren. Der Knabe litt schon längere Jahre an Scropheln. P ist zweifelhaft, ob ein Selbstmord vorliegt oder ob Iw Knabe durch Unvorsichtigkeit (Spielerei) ums Leben gekommen ist. * Frankfurt a. M., 2. März. Der Magistrat Hal schlossen, dem Verein für Feuerbestattung einen Platz von 600 Quadratmeter zur Errichtung einer Urnenhalle aus dem Mischen Friedhose zum Preise von 10,000 Mk. unter der Veüiirgung zu überlassen, daß für jede Aufstellung eines Leicht nbrandbehältnifies in dem Columbarium eine Gebühr von 20 Mk. zu erlegen sei. Die Friedhofs-Commission hatte (jih den Platz 21,600 Mk. verlangt. * tzeddersheim, 1. März. Ein heiteres Geschichtchen ereig- metc sich vor einigen Tagen bei einem hiesigen Bäckermeister. Ilm n ämlich den angemachten Brodteig vor der Kälte zu ßchützrn, legte er über denselben eine Decke. Der Sohn des ^usls, der nach einiger Zeit in etwas heiterer Stimmung tnid) Hause kam, glaubte sein Bett vor sich zu haben, schlug die Decke zurück und legte sich in das vermeintliche Bett. M »lach einigen Stunden der Vater ans Backen gehen wollte, fand er dann zu seinem größten Erstaunen und Strecken seinen Sohn süß schlummernd im Teige liegend und gmr bis an den Kops „zugedeckt^. (?)! * Durch eine Kröte gelobtet wurde die 18jährige Tochter einer achtbaren Familie in Montabaur. Dieselbe, Leonie Rem et, befand sich in Begleitung einer Freundin aus einem Spezi ergänze, als ihnen zwei bekannte junge Leute begeg- Htieit deren einer eine große Kröte soeben eingefangen hatte, die er neckend dem Mädchen entgegenhiclt. Plötzlich ent- Wpffte das Thier seiner Hand jedoch und sprang der oben ermähnten Leonie an den Mund, sich an der Lippe fest- Ilammernd. Das bedaueruswerthe Mädchen fiel sofort belvußtlos zu Boden und obgleich man dasselbe sofort zu » Men Eltern, die am Orte eine ausgedehnte Gärtnerei be- ' sitzen, brachte, erwachte die Aermste nicht wieder zur Be- i pnnnmg und gab zwei Stunden später ihren Geist auf. — Sie rnan vermuthet, hat das Thier sein Gift dem offenen QSunb-e mitgetheilt, doch ist es bis jetzt noch nicht festgestellt, ob drns Opfer nicht einem durch den Schreck verursachten lIrhirmschlag erlegen ist. I Die Schrisstellerin Nataly v. Eschstruth, den deutschen graue n durch ihre zahlreichen Romane und Novellen, ins- '»cjonb-ere durch „Gänseliesel" und „Hofluft" bekannt, hat sich । em 23. Februar mit dem Premierlieutenant v. Knobelsdorfs- ! Brenkenhoff vom Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2 vermählt. Die jetzige Frau v. Knobelsdorff ist am 17. Mai 1860 in Hofgeismar als die Tochter eines kurhessischen Offiziers geboren. * Eine klassische Wahlrede soll, wie eine Localcorrespon- denz nachträglich berichtet, ein zum Wort verstatteter Arbeiter in einer socialdemokratischen Versammlung in Berlin gehalten haben, die am vorigen Dienstag in der Belsorterstraße veranstaltet wurde. Der gute Mann äußerte sich folgendermaßen : „Meine Herren, ick bin Arbeiter in einer Fabrik und verdiene die Woche 12 Mark, un davon soll ick eine Familie ernähren. Nun war ick neulich krank und habe jarnischt verdient un mußte mein Sofia verkoofen, uff den ick sor jewöhnlich schlafe. Un jetzt lieje ick uff de Diele un decke mir mit der Stubendiere zu! Meine Herren, wenn Se also nich ooch uff de Diele liefen un sich mit de Stubendiere zudecken wollen — dann wählen Se Auerbach!" (Schallende Heiterkeit.) * Aus dem Odenwalde, 26. Februar. Zwei benachbarte Gutsbesitzer der Gemeinde N. bei O. leben seit einiger Zeit nicht im besten Einvernehmen. Das Vieh des Einen wurde kürzlich von der Maul- und Klauenseuche befallen, während das Vieh des Anderen von dieser Seuche verschont blieb. Aus Neid hierüber beauftragte jener seine Dienstboten, den Brunnentrog, woraus des Nachbars gesunde Kühe trinken, mit dem Speichel seines seuchebehasteten Rindviehes zu beschmieren und Petroleum in den Trog zu gießen. Der teuflische Plan gelang vollständig und jetzt noch ist des an- geseindeten Nachbars Vieh an der Seuche erkrankt. Die Dienstboten, welche später entlassen wurden, erzählten aber den Schurkenstreich, den nunmehr der Urheber bitter zu bereuen haben dürfte. * In einem Orte des Kreises Lauban sand der Wahlvorsteher in der Urne eine Rechnung über eine von ihm entnommene, aber noch nicht bezahlte Fuhre Kohlen. * Ewige Jugend, nicht mehr und nicht weniger, verspricht nach der „Allg. med. Ztg." Dr. Malinconico in Neapel der ganzen Menschheit. Genanntem Arzt ist es nämlich, nach seiner Angabe, gelungen, den Mikroben zu entdecken, der mit der Zeit den menschlichen Organismus verwüstet, der das Altern desselben und schließlich die Vernichtung herbeiführt! 1 Der Mikro-Organismus wird natürlich durch Heredität übertragen. Der italienische Forscher hofft auch Mittel und Wege zu finden, diesen Mikroben unschädlich zu machen, so daß die Menschen nicht mehr altern. Diese großartige Entdeckung ist gerade noch zur rechten Zeit, vor Thorschluß des Fasching, gemacht worden. Verkehr, £mt&» ttnö Volkrroirthschaft. — -lachtheile des zu kurzen Häcksels für Pferde. (Nachdruck verboten.) Im Anschluß an unsere Mittheilung über „Bedeutung des Häcksels u. s. w." bringen wir die Nachlheile des zu kurzen Häcksels, welche Brümmer anführt: 1. Das Futter wird nicht genügend mit Speichel, welcher bei der Verdauung der stärkemehlhaltigen Stoffe sehr wichtig ist, vermengt. Auch ist es erwünscht, daß der Speichel recht lange mit dem Futterstoff in der Mundhöhle in Berührung bleibt, wenngleich nach neueren Untersuchungen der Speichel die spaltende Wirkung auf Stärkemehl, die Umwandlung desselben in Zucker auch im Pscrde- magen noch eine Zeitlang behält, was man stüher bezweifelte, indem man annahm, daß die sauren Magensäfte den Speichel sofort neutraltsiren. Je mehr Speichel beigemischt und verschluckt wird, desto länger hält die Wirkung desselben im Magen an, well zur Neutraltstrung dann bedeutend größere Mengen von sauren Magensäften erforderlich sind. 2. Gut gekautes Futter gibt den Verdauungssäften weit mehr Angriffspunkte als Futter, das ungekaut verschluckt wird. Kurz geschnittenes Stroh verfehlt gänzlich seinen Zweck, insofern es nicht, wie lang geschnittenes, die Pferde zwingt, das untergemischte Kraftfutter (Hafer u. s. w.) vor dem Verschlucken gehörig zerkleinern zu müssen. Bei Verwendung von 5—7 Millimeter langem Haferstrohhäcksel findet man sogar die einzelnen Haferftückchen ganz unverändert und ungebrochen im Kothe wieder. 3. Der verhältnißmätzig kleine Magen des Pferdes wird bei rascher Futteraufnahme, wie es bei feingeschnittenem Häcksel der Fall ist, zu schnell angefüllt, so daß Nahrung, welche nur kurze Zeit mit den Magensäften in Berührung gewesen, in den Dünndarm Übertritt, oder es entsteht dadurch Magenübersüllung. 4. Kurzer Häcksel übt zu wenig Reiz ans die VerdauungSorgane aus, schichtet sich im Blind- und Dünndarm fest und gibt dadurch Veranlassung zu der gefährlichen Kolik, der sogen. Strohkolik, welche nicht selten allen Heilmitteln Trotz bietet. 5. Die Herstellungskosten sind bei kurzem Häcksel nicht nur doppelt so hoch, sondern es treten dabei auch leicht Unregelmäßigkeiten ein, zumal wenn die Schneidemaschine etwas abgenutzt ist. Die Frage, ob man an Pferde, besonders an Rindvieh überhaupt Häcksel oder Langfutter reichen, ob man trocken oder naß füttern soll, haben schon oft lebhafte Debatten in landwirthschaftlichen Vereinen heroorgerufen, aber sind bisher noch nicht endgültig entschieden worden. Für den Erfolg der Fütterung ist es aber nicht einerlei, ob das Futter in dieser oder jener Form gereicht wird. Wir empfehlen über die „Häckselfrage" in dem Buche über „Zubereitung der Futtermittel" von Dr. Brümmer nachzulesen. - Garterrwirthschaftliche MittheUnngerr. (Nachdruck verboten.) Erfahrungssache ist es, daß ein zu tief gepflanzter Baum niemals gedeiht und im Falle er nicht in ganz kurzer Zeit zu Grunde geht, was das Wahrscheinlichste ist, doch niemals Früchte trägt. Um die Nachtbeile des zu tiefen Pflanzens recht deutlich zu beweisen, hat ein französischer Pomolog folgende Versuche angestellt: Im Monat November hob er aus seiner Baumschule 6 Birnbäume von gleicher Stärke aus, von denen er zwei gleich tief, wie sie in der Schule gestanden hatten, zwei 16 Etm. tiefer und zwei 32 Etm. tiefer ein- pflanzte. Währmd der zwei folgenden Jahre trieben die zwei erstm Birnbäumchen lange und kräftige Schöffen, während die anderen nur schwache und kurze Triebe heroorbrachten. Darauf entblößte man die zu tief eingesetzten Bäumchen bis an den Wurzelhals von Erde und bedeckte die Wurzeln der beiden kräftig gediehenen mit 32 Etm. Erde. Im folgenden Jahre zeigten die Bäumchen, von deren Wurzeln die Erde theilweise entfernt worden war, einen ganz kräftigen Wuchs, während diejenigen, deren Wurzeln stärker bedeckt worden waren, zu wachsen aufhörten. In den darauf folgenden Jahren fuhr man fort, die Wurzeln der Bäumchen abwechselnd seichter zu legen und stärker zu bedecken und es zeigte sich stets ganz derselbe Erfolg. Diese Versuche beweisen überzeugend genug, daß eine der Hauptursachen des häufigen Mißlingens junger Pflanzungen in dem zu tiefen Einsetzen der Bäume wohl zu suchen ist. Holzversteigerung im Mfllichen Herrngarten bei Mingrn. Donnerstag den 6. dS. Mts., Morgens 10 Uhr, sollen im Srrri garten und Dietrichsberg 270 Fichten-Stangen, 30 Buchen-Lang- »leberi, 20 Eichen-Stangen (Wagnerholz), nebst 20 Rmtr. Buchen-Scheit- 45 Rmtr. Buchen-Stamm-Prügel, 630 Rmtr. Stamm-Reiser öffentlich iH^auft werden. Zusammenkunft am Langder Weg am Dietrichsberg. Hungen, den 3. März 1890. v 0 Fürstliches Rentamt . 1 372 Demme. Corsels, Emil Beck. 1890. Langen zu können. Die geehrten Damen finden Dem geehrten Publikum Gießens, sowie Umgegend erlaube ich mrr mrtzu- • Alm, daß mein Fräulein von heute ab im Hotel Einhorn wohnt. .Daffelbe ntrv Vormittags die werthen Kunden besuchen, um Nachmittags solche tm Hotel Frankfurt a. M, 3. März Das Neueste m Spazierstöcken von dkl billigsten bis ?u den stinflen msehlen in reicher Auswahl 1672 Moritz Gregori K Sohn. daselbst eine sehr große Auswahl aus meiner 1844 zu können. meine Kinder • Gonfection Zu recht zahlreichem Besuche zeichne indessen mit aller Hochachtung WkllN um allen Ansprüchen genügen Gütige Auftrage für 5 iiÄimi das Fräulein entgegen, i Irrst ich Sie höflichst ein und Kainil (Wiesendünger) M Kifft dieser Tage eine größere Paitbie bei mir ein, und empfehle ich den- jelbem, sowie alle übrigen künstlichen Düngemittel zu bMgsten Tagespreisen. W Katz, Gießen. Donnerstag den 3 April l. I, Nachmittags 2V- Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Heinrich Lind in Gießen gehörige Hofraithe: Flur I Nr. 773,6 — 113 Meter auf dem Marktplatz öffentlich meistbietend versteigert werden Gießen, 19. Februar 1890. Großherzogliches Ortsgericht Gießen Bogt. 1465 Donnerstag den 6. Mär?, Nachmittags von 2 Uhr an, [1760 werden im Auftrag des Herrn Auguft Schmidt, Maiktstraße Nr- 26, nachbenannte Möbel meistbietend versteigert: 1 Sopha, Commode, Kleider- und Weißzeug - Schrank , 2 Bettladen, Bettwerk, 2 Tische, Gla-ffchrank, Stühle, Zuber, mehrere Fässer, große Waschbütte, Ackergeräthe u. s. w. Aeii'geöotenes. Kinderwagen M. größter Aus- wähl zu billigsten Preisen bei [511 OH«. Kilvirtger, L. Senners Stchf. ~' WWe Syugsquelle in Hüten (v. JL 1.50 an u. höher), Schirmen „ „ 1.40 „ „ „ Mützen „ „ 0.70 „ „ , sowie Kragen, Binden, Handschuhe, Hosenträger, spazierst öcke rc. in größter Auswahl bei Heinricü Hepp, 1359] 5 Lindenplatz 5.______ Ausverkauf. Sämmtliche im Geschäft des Herrn Ohr. Ludw. Thomas vorhandenen Delieatefsen, Weine, Cigarren u. s. w. werden zu ermäßigten Preisen auSverkaust. F. Hoffmann, 11611] Soncursverwalter. 81 Nouveautes 88 in schwarzen reinwollenen WM GW Damen - Kleiderstoffen $• GG empfiehlt in großer Auswahl DM DD zum Preise von «A 1.70, Jl. 1.80, 2.— und «Ak 2.25 »G HD das Meter DD OG Frit® Aovvack, DW DD 1704 Selters weg. DD Verlag von Becker Laris, Gießen und Berlin. Der kleine Holzberechner für den Holz-Handel und -Verkehr. Von Gugen LariS, Redacteur des „Handelsblatt für Walderzeugniffe/ Dieses Büchlein, welches in den interessirten Kreisen sich schnell Eingang verschaffte, hat folgenden Inhalt: Cubiktabelle zur Bestimmung des Cubik-Jnhaltes runder Hölzer. — Tafel zur Verwandlung rheinischer Cubikfuß in Cubikmeter. — Erläuterung der metrischen Maß- und Gewichtseintheilang. — Tafel zur Verwandlung von Cubikmetern tu rheinische Cubikfuß. — Kreisflächentafel. — Verhältnißzahlen — Tafeln zur Bestimmung des Cubikinhaltes der gangbarsten Brettersorten, Balken und Kanthölzer. — Wichtige Zahlen und Formeln zur Körper- und Flächen-Berechnung. — Tafeln zur Verwandlung von Metern in rheinische Fuß. — Tafel zur Verwandlung rheinischer Fuß in Meter und Zoll in Centtmeter. — Tafel zur Bestimmung der Dimensionsoerhältniffe beim Rundholz-Beschlag. — Tabelle zur Maß- und GewtchtS- vergletchung in den deutschen und außerdeutschen Staaten. — Verhältnißzahlen. — Kurze Notizen über die Einheitsmaße im Holzhandels-Verkehr zur See. — Preis- oergleichungs-Tabelle zwischen dem rheinischen Cubikfuß und Cubikmeter. — Preis- vergleichungs-Tabelle zwischen dem Cubikmeter und dem Quadratmeter (Bretter). — Pretsoergleichungs-Tabelle zwischen Fuß (rhein ) und lauf. Meter; Ruthen und lauf Meter und HiRuthen und lauf. Meter. — Preisvergleichungs-Tabelle zwischen dem Quadratfuß und Quadratmeter. — Preisoergleichungs-Tabelle zwischen dem Schock und dem lauf. Mtter; Bretter, Latten rc. — Tabelle zur Ablesung des Cubik-Jnhaltes eines Schock rc Durch jede Buchhandlung zu beziehen. — Preis Mark !♦—♦ Kopslar-uaturwiffenschaftt. Perlag üoh Vito Weisert, Stuttgart. Rahmer, Physiologie, broschiert M.5.— gebunden M. 6.— Alsberg, Anthropologie, drosch. M. 6.— gebunden M. 7.— Roßmühler-Engel, Die Geschichte de; Erde, 4. Aufl., br. M. 6, gcb.M.7. Rotzmäßler, Die vier Jahrrszeile» 6. Aufl.. br. M. 5, geb. M. 7. Claras Sterne, Die allgem. Weltanschauung, br. M. 6., geb. M. 7.50. Klein, Allgem. Himmelökunde, 2. Aufl. br. M. 5.—, geb. M. 6.—.______ Hetz, Prof. Dr. W., Spezielle Zoologie, Bd. I., br. M. 4., geb. M. 5. Ledebur, Die Metalle, br. M. 3.50, geb. M. 4.50. Clarus, Die ratirnelle tzrnährung, d. SO Pf. 122 Hübner, A. G., PflanzenatlaS, 6. Ausi., neue Auso, karr. M. 4.50. von Mertens u. Äcmmler, Flora von Württemberg und Hohenzollern, Band I u. II., drosch. M. 10.50. *-*=*■ ^ lager in v Werkzeugen,Eiseowaaren^ Haushallungsgegenstähden. ® W 778 in MHI?» 1697 PI ATIH-AHSTRICH-FARBEN Die reichgalligste aller Jlioörn-Beitungen Apfelsinen, 1686 Entöltes Maisprodact. Für Kinder u. Kranke mit Milch' gekocht epeciell geeignet. — erhöht die Verdaulickeit der Milch. — In Colonial-1. Drog-Hdlg, in Pack, k 60 nnd 30 29 von Lind er platz. 1708 Laden in der Buchbinderei von 1625 R Schmidt, Marktstraße 27. Marktplatz. bi [1131 1706 Lindenolatz Offerten erbeten unter K J. 500 ♦ 1 postlagernd Butzvach. Redaction: 21. Schepda. — Druck unD ibeUu» bei Druhfaieu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in (Ließen. 1776] Ein neues ' Break zu verkaufen bei Th. Bogt, Löwengasse 17. führte Illustrationen und an Moden und Handarbeiten endlich noch Folgendes: jährlich über 75 Artikel mit über 300 Abbildungen, 12 große farbige Modenbilder, 8 farbige Muster- blaiter für künstlerische Handarbeiten und 8 Extra Blätter mit vielen Illustrationen, so daß die Zahl der letzteren an 3000 jährlich hinanreicht. Kein anderes illustrirtes Blatt überhaupt, innerhalb oder außerhalb Deutschlands, kann nur entfernt diese Zahl aufweisen; dabei beträgt der vierteljährliche Abonnements- Preis nur 2 Mk. 50 Pf. Einzelne Hefte kosten 50 Pf. oder 30 Kr. — Die „Große Ausgahe mit allen Kupfern" bringt außerdem jährlich noch 36 große farbige Modenbilder, also jährlich 64 besondere Beigaben, und kostet vierteljährlich 4 Mk. 25 Pf. (in Oesterreich-Ungarn nach Cours). Abonnements werden jederzeit angenommen bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. — Probe-Nummern gratis und franco dmch die Expedition Berlin W., Potsdamer Straße 38, Wien I. Operngasse 3. 1690] Ein Accordant zum Back- I steinmachen gesucht von I. Dern, jyrantfrrrterstratze 86« mit andrenlenbem großem Comptoir und schöner geräumiger Wohnung, sowie Wasserleitung, per 1. April d I. zu ver- miethen. I. Klein- „zur Stadt Berlin". 183 ] Ein gutgehendes Specerei« oder Kurzwaarengeschäft (mit Woh« nung) in einer kleineren Stadt oder auf dem Vanbe wird per sofort zu übernehmen gesucht. Leibwäsche überbaut pt genügend für den ausgedehntesten Bedarf. — Dr UnterhoUunge-theil bringt außer Novellen, einem vielseitigene Feuilleton uuo Briefen über das gesellschaftliche Leben in den Großstädten und Bädern regelmäßige Mitthei- lungen aus der Frauenwelt, Kunstgewerbliches, Fürs Haus, Gärtnerei und Briefmappe, sodann viele künstlerisch ausge- 1472] Zur Aushülse wird auf einige Wochen ein solider, tüchtiger Lchloffer- geselle gesucht. Näheres zu erfragen in der Expedition diesem Blattes. 1785] Lehrling mit guten Vorkenntnissen gesucht. H. Kaetz Nachf.. Manufacturw.-Gesch. 1809] Ein Wohnhaus, in Mttte der Stadt, mit geringer Anzahlung zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. Bauernbrod täglich frisch bei Fritz Schreruer, Gg. Scherer & Co., Langen. Alleinige N ietleriage G. C. Windecker Seitenweg 2, Ecke am Kreuz. Wegen Umzugs in das von mir gekaufte Hautz, Kirchenplatz 6, neben dem Einhorn, verkaufe unter Garantie bis zum 1. April sämmtliche goldene und silberne Taschenuhren, Regulateure, Uecker, Ketten etc. zu herabgesetzten billigen Preisen. iRnahmrvon sMrvden ganz außergewöhnlich große und schöne Früchte, empfiehlt Emil Orbig, Bahnhofstraße 30. LouiS Schurmann, Schloßgasse. [403 ist die Jllrrftrirte Arauen-Zeitung. Dieselbe bringt in jdbrltd) 24 Doppelheften 24 Moden und Unterhaltungs- Nummern mit Beiblättern, in reizvollen . farbigen Umschlägen. Die Moden-Num mern sind der „Modenwelt" gleich, welche mit ihrem Inhalte von jährlich über 2000 Abbildungen sammt Text weitaus mehr bietet, als irgend ein anderes Modenblatt. Jährlich 12 Beilagen geben an Sch itttmuftern zur Selbstanfertigung dec 'Z (Starbei obe für Damen und Kinder wie der J1ientljolin, bestes Mittel gegen Schnupfen und dessen Folgen. Zu haben in Blechdosen a 25 bei i73i Fr* SsiböL X Photographie» 5 q» Bringe mein neues Atelier in > & empfehlende Erinnerung. ♦ * Gustav Mook, norm Th. Woode, ch < 39 Neuen Bäue 39. 11145* Gesucht auf sogleich eit« tüchtiges gewandte» Mädchen für Küche und Hausarbeit von Frau Professor Birnbaum, 1^86] Alicestrahe II II. Gifendreher werden bei gutem Lohn auf dauernde Arbett gesucht von Wilh Momma in Wetzlar, 1833] Werkzeug-Maschinen-Fabrik. Krümel-Chocolade in frischer Sendung bei [1732 Fr. Seibel. ärztlich empfohlen — Liter - Flasche Mk. 2.—. — Ediem Mittag» Mitglieder des sijungeN' veremn »'kitgehende rvlit falle zu zieh-n, scheinen. Die bieyim j den vollzogenen Abschlüsse gelaiu Abgeordneten ir nochmalige Wah Walilergebnissc _ mahlen nöthig j feien imbenomme zu betheiligen. vorherzusehen ist : i Zusammensetzunc giltigen Charaki sammentritte ci Stärkeverhältni Reichstages mv schon jetzt feststc Linke, greifinnii traten, ca. 120 i Polnischen und i ordnete stark sein ।. konservative, gn migejähr ebensot maßen unklar e die elsässischen ; bestimmten Par geordneten Dr. ■ ; seits die kleinere emnehmen wer! ' Elsässer, noch n lchlaggebend ine ! 3» den p j Hauung, daß l Vorläufer der ' sei, obwohl die kusts zunächst mi sein Winct Mnrd) erzielt, d ;er Abstimmung . landen einer stjl ^mggleichkom, ^lamente beute gezählt fi - Wn, theils | £abe eme U 2, "M i“ i=h l,6.n,enn nicht de» tz 'lraril§ bieten i tl«fianb(unqen n Ni i-r ihr tonet «tat, Ulm i.uiuiimug Fernsprecher 51. Briefpapier und Couverts mit _□ liefert die BrBhl'sche Druckere (Fr. Chr. Pietsch) 7. Schulstrasse 7. Klavierstimmen, Klavier-Reparaturen unter Garantie tadelloser Ausführung zu billigen Preisen. Wilh. Rudolph, Pianohandlung, Neuenweg 6.