1890 Donnerstag den 6. Februar Nr. 31 Gießener Anzeiger General-Anzeiger. Aints- unb Anzeigeblatt für den Ttreis Gieren Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Burcaux deS In« und Auslandes nehm« Anzeigen für bett „Gießener Anzeiger" entgegen. Die Gießener W«arMe«SlLUer werden dem Anzeiger kvöchrntlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Vierteljähriger Avonnementspreis» 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schntstr-tzeAr.H. Fernsprecher 51. Gratisöeikage: Gießener JamikienötäLter. Atntlichev Tbeil. Bekanntmachung, die Reichstagswahlen betreffend. Die Wahlen zum Reichstage sind im ganzen Reiche aus Donnerstag den 20. Februar 1S90 festgesetzt. Die Abstimmung wird um 10 Uhr Morgens beginnen und um 6 Uhr Abend- geschloffen werden. Dieses wird nebst den weiter folgenden Anordnungen, welchen auch für etwaige Ersatzwahlen innerhalb des ersten Jahres nach den allgemeinen Wahlen Geltung beizulegen ist, hiermit zur öffentlichen Ker.ntniß gebracht. Jede Bürgermeisterei des Kreises mit Ausnahme von Gießen bildet »inen Wahlbezirk. Die Stadt Gießen zersällt in folgende Wahlbezirke: Erster Wahlbezirk: die Bewohner der Wallthorstraße, Lindengasse, Hundsgasse, Zozelsgaffe, FlügelSgaffe, des Asterwegs, der Schilter- straße, Nordanlage, Steinstraße, Schottstraße, Ederstraße, Weserstraße, Dammstraße, Marburgerstraße, am Rodberg und Wieseckerweg. Zweiter Wahlbezirk: die Bewohner des Kirchen- und Lindenplatzes, aus der Bach, der Wetzsteingaffe, Braugaffe, Brandgaffe, des Brandplatzes, der Ostanlage, Wiesenstraße, Schloßgaffe, des Canzleibergs, der Caplaneigasse, Schulstraße, Waagen- und Dreihäusergaffe, Neue Baue, Erlengaffe, Weidengafle und Sonnenstraße- Dritter Wahlbezirk: die Bewohner der Gartenstraße, des Ludwigsplatzes, der Grünbergerstraße, Wolfstraße, in den Eichgärten, der Licherstraße, am Nahrungsberg, des Schiffenbergerwegs, der Ludwigstraße, Löberstraße, Lonpstraße, Stephanstraße und der Gemarkung Schiffenberg. Vierter Wahlbezirk: die Bewohner des Marktplatzes, Neuenweges, der Südanlage, der Bismarckstraße, Göthestraße, Bleichstraße, des Selterswegs, der Maigaffe und Plockstraße. Fünfter Wahlbezirk: die Bewohner der Mäusburg, des Kreuzplatzes, der Caplans- gaffe, Katharinengaffe, des Burggrabens, der Markt- straße, Wettergasse, Sandgaffe, Rittergaffe, Neustadt, des Tiefenwegs, der Kornblumengaffe, der großen und kleinen Mühlgasse, der Lahnstraße, Rodheimerstraße, Hammstraße, Schützenstraße, Krosoorferstraße und des Wegs an der Hardt. Sechster Wahlbezirk: die Bewohner der Wolkengaffe, Läwengaffe, des Teufelslustgärtchens, der Bahnhofstraße, der Westanlage, Frankfurterstraße, Alicestraße, Liebigstraße, des Riegelpfads, Leihgesternerwegs, der Wilhelmstraße und an den Bahn- Höfen. Die selbstständigen Gemarkungen werden den Bürgermeistereien wie solgt zugethellt: Heibertshaujen zu Daubringen, Arnsburg zu Eberstadt, Schiffenberg zu Gießen (dritter Wahlbezirk), Hof Albach, Colnhausen und Mühlsachsen zu Lich, Hof-Güll zu Muschenheim, Appenborn zu Odenhausen, Ringelshausen zu Rabertshausen, Hof-Graß zu Rodheim, Bollnbach, Leilsberg und Wirberg zu Saasen, Friedelhausen zu Staufenberg. Zu Wahlvorstehern bezw. Stellvertretern werden ernannt: in Gießen: für den I. Bezirk Herr Stadtverordneter Homberger, Vorsteher, Herr Stadtverordneter Löb er, Stellvertreter; für den II- Bezirk Herr Stadtverordneter Profeffor Thaer, Vorsteher, Herr Stadtverordneter Hab en ich t, Stellvertreter ; für den III Bezirk Herr Bürgermeister Gnauth, Vorsteher, Herr Stadtverordneter Vogt, Stellvertreter; für den IV. Bezirk Herr Stadtverordneter Jughard, Vorsteher, Herr Stadtverordneter Keller, Stellvertreter; für den V. Bezirk Herr Stadtverordneter Grüneberg, Vorsteher, Herr Stadtverordneter Scheel, Stellvertreter; für den VI. Bezirk Herr Stadtverordneter Hoch, Vorsteher, Herr Stadtverordneter Heyligenstädt, Stellvertreter; in Allendorf a. d. Lda.: Großh. Beigeordneter Rein, Stellvertreter Gemeinderathsmilglied Apotheker Welker; in Birklar der zum Bürgermeister gewählte Großh. Beigeordnete Müller, Stellvertreter Gemeinderathsmitglied Kaspar Knorr. In allen übrigen Gemeinden hat der Großh. Bürgermeister als Wahlvorsteher, der Großh. Beigeordnete als Stellvertreter zu fungiren. Die Wahl ist in den einzelnen Gemeinden in dem Gemeindehause bezw. in dessen Ermarrge- lung im Schulhause abzuhalten und wird durch die Großh. Bürgermeistereien das Nähere noch ortsüblich bekannt gemacht werden. Gießen, den 3. Februar 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, am 3. Februar 1890. Betr.: Wie vorhergehend. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie, unsere heutige Bekanntmachung obigen Betreffs, welcher Sie noch die Bereichnung deS WahlloealS zuzusetzen haben, sofort — spätesten- am 11. Februar 1890 — in Ihren Gemeinden, sowie in den Ihnen etwa zugetheilten besonderen Gemarkungen ortsüblich bekannt zu machen. Ihrem Bericht über den Vollzug dieser Anordnung sehen wir unter Angabe deS Tage- der ortsüblich ersolgten Bekanntmachung zugleich mit der Namhaftmachung deS WahlloealS unfehlbar bis zum 13. Februar entgegen. v. Gagern. Gießen, am 4. Februar 1890. Betr.: Die Wahl der Einschätzungscommissionen für die Veranlagung der Einkommensteuer und der Capital- rentensteuer. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien deS Kreises, mit Ausnahme von Gießen. Nach Art. 36 des Einkommensteuergesetzes und Art. 17 des Capitalrentensteuergefetzes, beide vom 8. Juli 1884, ist zur Einschätzung in die Steuerklassen der Einkommensteuer zweiter Abtheilung und zur Veranlagung der Capitalrenten- steuer für jede Gemeinde eine örtliche Commission von dem betr. Ortsvorstand aus drei Jahre zu wählen. Da die Dienstzeit der im Jahr 1887 gewählten Commissionsmitglieder demnächst abläuft, so beauftragen wir Sie entsprechende Neuwahl vorzunehmen und das erwachsende Protocoll bis zum 1. März l. I. an uns einzusenden. Hierzu bemerken wir, daß für sämmtliche Gemeinden des Kreises, mit Ausnahme von Gießen, drei Mitglieder und zwei Ersatzmänner zu wählen sind. Von den zu wählenden Mitgliedern dürsen nicht mehr als zwei Dritthelle dem Gemeindevorstand selbst angehören, wenigstens ein Mitglied muß aber demselben angehören. Bei dieser letzteren Bestimmung bleibt der Bürgermeister, welcher als solcher ständiges Mitglied der Einschätzungscommission und Stellvertreter des Vorsitzenden ist, außer Betracht. In den einzusendenden Wahlprotocollen wollen Sie angeben, welche der Gewählten dem Ortsvorstand angehören. v. Gagern. Feuilleton. Das Jahrhundert des Wasserstoffs. (Ersatz für Steinkohle.) Ein auch nur oberflächliches Vertrautsein mit der Entwickelungsgeschichte unserer modernen Industrie, sowie der Eisenbahnen, Dampfschiffe und in neuester Zeit der Eleetricität, wird erkennen lassen, einen wie bedeutenden Einfluß auf deren ganzes Wesen das Feuerungsmaterial resp. die Steinkohle seit zehn Jahren ausgeübt hat. Es ist deshalb erklärlich, daß der Volkswirthschaft der Gedanke aussteigt, womit kann geholfen werden, wenn die Steinkohlen verbraucht sein werden, was wird aus unserer gesummten Industrie, was aus allen Errungenschaften unseres Jahrhunderts, was aus der ganzen Menschheit selbst werden? Es handelt sich deshalb für zukunstsbesorgte Keute vor Allem darum, für die scheinbar unentbehrliche Kohle Ersatz zu finden, sich von der gefährlichen Herrschaft derselben bei Zeiten unabhängig zu machen. Dieser Ersatz aber wäre leicht und mit hundertfältigem Vortheil gefunden, wenn es der Wissenschaft gelingen sollte, unser gewöhnliches Wasser aus einfache und billige Weise so in seine Bestandtheile, Sauerstoff und Wasserstoff, zu zerlegen, daß man die enorme Heizkraft des letzteren unseren Industrie-Unternehmungen dienstbar machen könnte. Wer jemals Gelegenheit gehabt hat, in einem Laboratorium die intensive Hitze des Wasserstoffs kennen zu lernen, wer gesehen hat, wie Metalle als Iridium, Platina re., die der größten Gluth eines Hochofens spotten, in die Wasserstoffflamme eines Knallgasgebläses gebracht, wie Butter an der Sonne schmelzen, der wird erkennen müssen, von welch ungeheurem Vortheile es für alle Industriezweige wäre, wenn die unerschöpflichen Wasservorräthe unserer Erde durch -rin rationelles Verfahren in Wasserstoff, d. h. in Brennmaterial verwandelt werden könnten. Es hat deshalb von jeher genug intelligente Köpfe gegeben, welche sich die Aufgabe stellten, dieses Problem zu lösen und es ist experimentell schon längst gelungen, sowohl durch Einwirkung von Säuren, überhitzter Luft, Eleetricität re. Wasser chemisch zu zersetzen und Wasserstoff herzustellen, aber der Versuch, dieses Verfahren ins Fabrikmäßige zu übertragen, scheiterte bisher stets an der Umständlichkeit und Gefährlichkeit, vor Allem aber an der Kostspieligkeit der bekannten Herstellungsarten. Umsomehr Aufsehen und lebhaftes Interesse erregte darum die seinerzeit durch die englischen Zeitungen gegangene Nachricht, daß sich in England eine Aetiengesellschaft gebildet habe, um zum ersten Male Wasserstoff fabriksmäßig zu erzeugen. Die Idee zu diesem Unternehmen und dessen später so erfreulichen Resultaten erstand sozusagen durch die Norhlage, in welche ein großartiges Industrie-Unternehmen, die „Leeds Forge-Company Works" in Leeds (England), durch eine technische Schwierigkeit gerathen waren. Dieses Industrie werk, welches sich vornehmlich mit der Herstellung sogenannter „verminderter Dampfkesselschornsteine" und Anfertigung von „geschmiedeten Stahl-Eisenbahn-Axen" besaßt, brauchte für seine hauptsächlich im Schweißverfahren hergestellten Metallarbeiten eine so große Hitze-Erzeugung, daß infolge erhöhter Ansprüche die Temperatur der größten Steinkohlengluth, ja selbst die Hitze der Siemens'schen Gas-Generatoren nicht mehr ausreichend war. In dieser Calamität wandte der technische Director der Fabrik, Herr Samson Fox, seine Aufmerksamkeit der Heizkraft des Wasserstoffgases zu und gründete am 29. September in den Forge Works zu Leeds den ersten Generator zur Herstellung von Wasserstoffgas im Großen. Die Arbeiten dazu wurden am 29. März 1888 vollendet- von diesem Tage an erzeugt der Apparat „stündlich" die colossale Menge von 40000 Cubikfuß Wasserstoff. Es handelt sich bei der in Leeds angewandten Methode nicht etwa um eine neue Erfindung, sondern das Verfahren besteht vielmehr aus einer sinnreichen Combination der verschiedenen Herstellungsarten, wie sie in den chemischen Laboratorien schon lange in Anwendung waren. Der Verlauf der Gas-Production ist ungefähr folgender: Wasserstoff entsteht bekanntlich dadurch, daß man Wasserdampf über höchlichst erhitzte Kohlen oder andere kohlenstoffhaltige Körper leitet. Diese Methode ist es nun auch, welche vornehmlich bei dem in den Forge Works zu Leeds aufgestellten eisernen Generator Anwendung findet. Die in demselben erzeugte Hitze wird mit Hilfe eines Gebläses 10 Minuten hindurch bis zur intensiven Weißgluth gesteigert, worauf das Gebläse entfernt und die Ventile fest geschlossen werden. Nun wird in den aus diese Weise erhitzten Generator auf die Dauer von vier Minuten Wasserdampf hineingeleitet, welcher sich infolge der hohen Temperatur in seine ursprünglichen Bestandtheile, Sauerstoff und Wasserstoff zersetzt. Die ganze Menge des erzeugten Sauerstoffs verbindet sich auf chemische Weise mit den in dem Apparat befindlichen kohlenstoffhaltigen Körpern, während der Wasserstoff als fertiges Product übrig bleibt. Derselbe wird nun theils sofort aus dem Regenerator als Heizmittel in die Feuerung des großen „Lancashire-Dampskessels" geleitet, welcher sämmtliche Dampfmaschinen des Eisenwerkes mit Dampf versieht, theils wird er, nachdem er einen sogenannten „Scrubber" passirt hat, wie gewöhnliches, in den Leuchtgasanstalten erzeugtes Kohlengas in einen Gasometer abgeleitet, von wo aus er zu Schmiede- und Schweißungszwecken Anwendung findet. Der Rest des Wafferstoffgases aber wird in besonders dafür eingerichtete Reinigungsapparate geführt, wo es mit Hilfe von Eisenoxyden von anhaftenden anderen Bestandtheilen gereinigt und dann zu „Beleuchtungszwecken" verwendet wird. Das ganze riesige Etablissement wird aus diese Weise mit Wasserstoffgas beleuchtet und es entspricht hierin allen an ihn gestellten Anforderungen aus das Glänzendste. Der oben beschriebene Gaserzeugungsprozeß wiederholt sich alle politifcbv Ikbcrfidyt. Gießen, 5. Februar. Die vom preußischen Abgeordneteuhause am Montag begonnene Specialberathung des Etats der directen Steuern gestaltete sich zu einer groß angelegten steuer- und zollpolitischen Debatte, die auch noch am nächsten Tage fortgesetzt wurde. Die sämmtlichen Parteien des Hauses entwickelten durch ihre in daS Gefecht gesandten Redner ihre Stellung zu den der Montagsdebatte zu Grunde liegenden Fragen. Nationalliberalerseits wurde die Aufhebung der Grundsteuer als Staatssteuer und die endliche Reform der Einkommensteuer unter Einführung der Declarationspflicht, weiter die Einführung einer Capitalrentensteuer und einer ergiebigeren Gewerbesteuer, endlich die vollständige Trennung der Commu- nalsteuern von den Staatssteuern befürwortet. Die conser- vativen Redner suchten zumeist die Haltung ihrer Partei bei den früheren Steuerreformanläusen gegenüber den liberalen Angriffen zu rechtfertigen und brachen im Uebrigen für das gegenwärtige Schutzzollsystem eine Lanze, wobei es an scharfen zollpolitischen Auseinandersetzungen mit dem Generalredner der Freisinnigen, Herrn Rickert, nicht fehlte. Letzterer erklärte sich gleich den Nationalliberalen für die Reform der Einkommensteuer unter Trennung der Frage einer Ueberweisung | der Realsteuern von der Reform und brachte im Weiteren ; eine Reihe steuerpolitischer Wünsche vor, um schließlich die ; Stellung seiner Partei zur Zollpolitik nochmals darzulegen. Namens der polnischen Fraction erklärte sich Abg. v. Czarlinski ebenfalls für die Elnkommensteuerresorm und vom Centrum betonte Abg. v. Huene, daß eine Steuerreform ohne eine gleichzeitige organische Reform der Ueberweisungssrage gar nicht denkbar sei. Regierungsseitig griffen Finanzminister Dr. v. Scholz und Generalsteuerdirector Burghardt in die Discussion ein, um hauptsächlich den Standpunkt der Regierung bezüglich verschiedener Specialfragen zu kennzeichnen. Titel 1 bis 7 des oben genannten Specialetats wurden schließlich unverkürzt bewilligt. Der unter den Bergleuten des Eschweilerer Revieres ausgebrochene partielle Strike ist nach nur mehrtägiger Dauer wieder beendigt, da die strikenden Arbeiter der Zeche „Nothberg" nach Besprechungen ihrer Delegirtcn mit dem Eschweilerer Bergwerksverein am Dienstag wieder angesahren sind. In Staßfurt, dem Sitze des bekannten Salzbergwerkes, ist es am vorigen Samstag anläßlich einer socialistischen Wahlversammlung zu argen Ausschreitungen der Arbeiter gekommen, bei denen Polizisten wie Civilisten verwundet worden sind. Der Regierungspräsident in Oppeln, v. Bitter, ist dem Vernehmen nach zum Oberpräsidenten der Rheinprovinz an Stelle des zum Handelsminister ernannten Herrn v. Berlepsch bestimmt. Die sensationelle Brochüre des französischen Obersten Stoffel über die Möglichkeit eines deutsch-sranzösischen Bündnisses unter Voraussetzung der Rückgabe Elsaß-Lothringens an Frankreich wird jetzt auch von der „Nordd. Allg. Ztg." einer Besprechung unterzogen. Das Kanzlerorgan bezeichnet zunächst die Mittheilung der Brochüre von einer 1868 zwischen Bismarck und Stoffel stattgehabten Unterredung für gänzlich erfunden und ebenso erklärt das Blatt die Aeußerungen Stoffels über die Haltung des Kronprinzen Friedrich Wilhelm im Hauptquartiere zu Nikolsburg für durchaus unrichtig. Gerade der Kronprinz sei es gewesen, der das Verlangen Bismarcks nach Frieden mit Oesterreich gegenüber der Absicht König Wilhelms, den Krieg sortzusetzen, kräftigst unterstützt habe. Weiter meint die „N. A. Z.", wenn Stoffel es als einen schweren Fehler des Berliner Cabinets bezeichne, daß Frankreich viel härtere Friedensbedingungen gestellt worden seien, als seinerzeit Oesterreich, so übersehe er ganz den Unterschied des Verhältnisses Deutschlands zu Frankreich und zu Oesterreich. Schonung würde bei Frankreich nichts genützt haben, da Deutschland Jahrhunderte hindurch den Angriffen seines gallischen Nachbars ausgesetzt gewesen sei und dies 15 Minuten und beträgt die auf diese Weise gewonnene Quantität 17 590 Cubikfuß rohes und 5000 Cubikfuß gereinigtes Wafferftoffgas. Der hauptsächlichste Gesichtspunkt, wenn es sich um Einführung eines neuen Systems bei einem Industrieunternehmen handelt, ist natürlich die Kosten- und Ersparnißfrage und in dieser Beziehung übertrifft der Wasserstoff an Billigkeit alles Heizmaterial um ein Bedeutendes. Seine Production per Tonne (20 Centner) Feuerung ist ungefähr 30 000 Cubikfuß und wenn man englischen Berechnungen solgend, die Kosten dieser Feuerung mit 8 Mark per Tonne annimmt und den Arbeitslohn mit 3 Mark 27 Pfg., so findet man, daß bei unausgesetzter Production die Herstellungskosten des Gases etwas weniger als 18 Pfg. per 1000 Cubikfuß betragen. Die aus neunmonaUiche Arbeit und gewissenhafte Nachforschung sich stützendedErsahrung hat ergeben, daß die Ersparniß durch Anwendung von Wafferftoffgas in den Forge Works zu Leeds ungefähr 200 000 Mark per Jahr betragen wird. Dieses brillante finanzielle Ergebniß bei Anwendung des Wasserstoffgases hat auch bereits Anlaß zur Gründung einer Aktiengesellschaft gegeben, die sich unter dem Namen: „The British Water Gas Syndicate“ unlängst in London constituirt hat. Vorläufig steckt das in der Überschrift angekündigte „Jahrhundert des Wasserstoffes" natürlich noch in den Kinderschuhen, aber angesichts des oben erwähnten bedeutenden Erfolges ist es zweifellos, daß der Wasserstoff noch einmal würde voraussichtlich auch int kommenden Jahrhundert der | Fall sein. Das einzige Mittel dagegen bilde die militärische Sicherstellung Deutschlands durch den Besitz Elsaß-Lothringens und letzterer bezwecke weniger die Deckung Berlins als vielmehr diejenige Süddcutschlands. Das norwegische Storthing ist am Montag durch den Kronprinzen Gustav Adols im Auftrage des Königs mittels Thronrede eröffnet worden. Deutsches Reich. Darmstadt, 3. Februar. Nr. 2 des Amtsb l att es des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, enthält Ausschreiben vom 5. Januar 1890, betreffend den Rechtshilfeverkehr mit der Schweiz. ■ JJ ■_____J1J J.-JJLBJR"'». I- ■■.WMWWWW* Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 4. Februar. Zum parlamentarischen Diner bei dem Reichskanzler sind eingeladen aus dem Abgeordnetenhause die Conservativen Limburg-Stirum, Erffa, Puttkamer (Groß-Ripkau), Bismarck (Kniephof), die Freiconservativen Kardorff, Zedlitz-Neukirch, Balan und Bülow, die Nationalliberalen Weber-Genthin, Benda, Enneccerus, Eynern, vom Centrum Reichensperger, Prinz Arenberg und Huene, aus dem Herrenhause Gras Udo Stolberg, Miquel, Fürst Hatzfeld und Bischof Kopp. Außer dem Kaiser und dem Kanzler nehmen noch die Grafen Herbert und Wilhelm Bismarck an dem Essen Theil. Berlin, 4. Februar. Dem Bundesrathe ging ein Gesetzentwurf, betreffend Einführung von Gewerbeschiedsgerichten, zu. Derselbe zerfällt in fünf Abschnitte, welche behandeln: die Errichtung und die Zufammenfetzung der Gewerbegerichte, das Verfahren vor den Gerichten, die Thätig- feit derselben als Einigungsamt, das Verfahren vor dem Gemeindevorsteher, Schlußbestimmungen. Berlin, 4. Februar. Ai den Erzählungen der „Autorits", Schleinitz habe 1868 der Gräfin Ponrtales ihre Vorliebe für Paris vorgeworsen und gesagt, wenn die Gräfin nicht zu uns zurückkehren will, werden wir das schöne Elsaß nehmen müssen, bemerken die „Berl. Pol. Nachrichten", daß Vorstehendes vollständig unrichtig sei, da Schleinitz zu den eifrigsten Gegnern eines Krieges mit Frankreich gehörte. — Zu den weiteren Bemerkungen desselben Blattes, Oberst Stoffel sei bei den Königsmanövern in Pommern 1869 in Stettin mit Steinen und Kies beworfen und Franzosenhund geschimpft worden, constatiren die „Polit. Nachr.", Stoffel sei in der liebenswürdigsten Weise ausgenommen worden. Er folgte nach der Beendigung der Manöver einer Einladung des Fürsten Bismarck nach Varzin und verweilte mehrere Tage als Gast des Kanzlers daselbst. Später kehrte er nach Berlin zurück mit den angenehmsten Eindrücken von Pommern und seinen Bewohnern. Eschweiler, 4. Februar. Da die gestrige Bergarbeiterversammlung in Alsdorf beschloß, sich nach den Beschlüssen der Eschweilerer Versammlung zu richten, so ist auch dort die Gefahr eines Ausstandes beseitigt. Straßburg, 4. Februar. Der Landesausschuß beschäftigte sich heute mit der Etatslesung. Unterstaatssecretär Schraut erklärte die Finanzlage für günstig, der Stand der Industrie sei hochbefriedigend und theilweise glänzend. Eine Verständigung in den Canalfragen wäre erwünscht. Das Reichsland werde in der Erhöhung der Beamtengehälter dem Vorgehen des Reiches und Preußens folgen. Aus eine Interpellation wegen des Paßzwanges antwortete Unterstaatssecretär Köller, die Maßregel fei zwar hart, aber nothwendig, und werde möglichst milde ausgeführt- er warnt vor Ueber- treibungen und Klagen über Härte, dagegen erklärte er sich gerne bereit, gerechtfertigte bestimmte Klagen entgegenzunehmen. Bern, 4. Februar. Der Bundesrath übertrug das Commando der achten Armeedivision (umfassend die Cantone Uri, Graubünden, Deutsch-Wallis, Glarus und theilweise Schwyz) an Stelle des verstorbenen Obersten Psysser dem Oberst und Kreisinstructeur Heinrich Wieland von Basel. Paris, 4. Februar. Die „Repnblique srancaise" meint, die Gemeinschaft der Interessen Rußlands und Frankreichs sei eine der Hauptsactoren der europäischen Politik, aber die Völker könnten ebensowenig wie die Individuen eines gewissen Stolzes entbehren. Es gebe Leute, die sich mit zu viel Eifer Rußland an den Hals würfen- einem solchen Betragen fehle die Würde und die Geschicklichkeit. Die einzige Politik sei: Viel Lebel-Gewehre und viele entschlossene Soldaten. Das Uebrige komme von selbst. — „La Presse" veröffentlicht einen Dankbries Boulangers an Laisant für das letzte Banket- der General drückt darin auch sein Vertrauen über die Wahlen vom 16. Februar aus. * Paris, 4. Februar. Der „Temps" meldet: In einer Sitzung der nationalen Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues besprach Präsident Foucher die Erneuerung der Handelsverträge. 1892 und betonte, der Artikel 11 des Frankfurter Vertrages könne, richtig angewendet, zum Schutze Frankreichs dienen. London, 4. Februar. Lord Salisbury kommt morgen nach London, um dem Ministerrathe behuss Feststellung der Thronrede zu präsidiren. Brüssel, 4. Februar. Die erste Commission des Anti- Sclaverei-Congresses berieth heute die Maßregeln durch, betreffend den Schutz der Karawanenstraßen und Verhinderung des Sclaventransportes zu Lande. Heber die Mehrzahl der nothwendigen Anordnungen wurde ein Eineine große Rolle in unserem Jndustrieleben spielen wird und es ist daher für jeden Industriellen und Fabrikbesitzer rathsam, sich bei Zeiten mit dieser Frage und ihrer Entwicklung zu beschäftigen. R* E. in der D. A. Z. f. Landw. verständniß erreicht. Bukarest, 4. Februar. Senat. Der Arbeitsminifier erklärte in Beantwortung der Interpellation Aurcljans wegen Errichtung einer rumänischen Donau-Damvsschiffsahrts'Gesell- schast: Er anerkenne deren Nützlichkeit, werde fremde Capi- talisten zur Bildung einer subventionirten Gesellschaft auffordern und, falls dies erfolglos sei, von der Kammer die ersorderlichen Credite verlangen. — In der Deputirtenkammer sprachen die Redner der Majorität tadelnd über den Bericht, betreffend die Versetzung des Cabinets Bratiano in den Anklagezustand. Pano (radikal) vertheidigte den Bericht, der heute kriüsirt werde, weil die Haltung der parlamentarischen Gruppen in Folge der politischen Interessen sich geändert habe. Madrid, 5. Februar. Der Herzog von Mont- pensier ist gestern Abend 8 Uhr plötzlich in San Lucar gestorben. Locale» and provinzielle». Gießen, 5. Februar. — Aus Anregung des Wagner-Vereins veranstaltet bei* Großh. Musikdirector Kr auße am Donnerstag den 13. Februar, dem Todestage Richard Wagners, ein Eoncerl. Es dürste Jedem bekannt sein, daß Herr Krauße ein Musiker ist, der nach Höherem strebt und der nicht nur seine Schaar zu einer der tüchtigsten Militärcapellen der Armee erzogen, sondern auch größere Ausgaben sich gestellt und gelöst hat. Es gibt kaum ein musikalisches Unternehmen, wo Krauße mit seiner Capelle zu entbehren wäre. Wir erinnern nur an die Clubconcerte und die eigenen Abonnementscoucerte rc. Wir glauben daher auch, daß die Erinnerungsfeier durch guten Besuch des musikalischen Publikums sich zu einer würdigen gestalten wird. Der Eintrittspreis ist ein sehr mäßiger (50 Pfg.), das Programm ein sehr gewähltes. Unter anderen: Rienzi-Ouverture, Tannhäuser-Ouverture, Vorspiel zu Tristan, und Isolde, Kaiser-Marsch, Trauermarfch aus der Götterdämmerung, Lohengrin rc. rc. Indem wir auf die in aller Kürze folgenden Inserate verweisen, empfehlen wir das schöne Unternehmen unseren geschätzten Lesern. Tffeater. Am Freitag wird das Benefiz für unseren in weitesten Kreisen beliebten und angesehenen ersten Liebhaber, Herrn Paul von Gallas, stattfinden. Zur Ausführung gelangt das Henle'sche preisgekrönte Lustspiel „Durch die Intendanz". — Am 2. d. Mts. gerietl) der Dienstherr einer Besitzung in der Lahnstraße mit seinem Dienstknecht in Streit, wobei ersterer eine Mistgabel ergriff und damit letzterem durch die Unterlippe in den Mund stach, infolge dessen der Verletzte gestern in der Klinik Ausnahme sand. Anzeige gegen den Thäter ist erhoben. — Vor Kurzem schlich sich eine stellenlose Dienstmagd des Abends in die Stube eines anderen Dienstmädchens auf dem Neuenweg, legte sich unter deren Bett und stahl in der Nacht während der Abwesenheit des Mädchens ein Portemonnaie mit über 8 Mk. Die Diebin wurde ermittelt und gestern Abend dahier verhaftet. — Gestern früh machte sich der Hausbnrsche eines hiesigen Geschäftes wiederholt über die Ladenkaffe seines Arbeitgebers und entwendete daraus Geld. Diesmal wurde der Dieb ertappt, zur Anzeige gebracht und verhaftet. Derselbe gab zu, daß er schon seit vorigem Jahr die Ladenkaffe im Gesammt- betrag von über 100 Mk. bestohlen habe. Butzbach, 4. Februar. Zur Einebnung der Baustelle für das Hauptgebäude der Zellenstrafanstalt sind ca. 30 000 Cubikmeter Grund zu graben und außerhalb der Einsriedigungsmauern anzuschütten. Diese Arbeit, die in drei Monaten beendigt sein soll, ist den Herren Adam Nummerich und Wilhelm Hans in Eschollbrücken zu dem Einheitspreise von 55 Pfennig pro Cubikmeter übertragen worden. Alsfeld, 3. Februar. Herr Reichstagsabgeordneter Fritz Kalle aus Wiesbaden wird am Sonntag den 9. Februar in Alsfeld, am Samstag den 8. Februar in Homberg an der Ohm zu feinen Wählern sprechen. Windhausen, 3. Februar. Die in Nr. 28 d. Bl. gebrachte Mittheilung aus Ober-Breidenbach über einen KindeSmord ist laut „Fr. Gen.-Anz." dahin zu berichtigen, daß noch nicht sestgestellt ist, ob die Stiesgroßmutter das Kind vergiftet und ihm die Pulsadern geöffnet hat. Diese Mittheilungen entstanden aus der unbarmherzigen Härte, mit welcher sie das Kind behandelt haben soll. Dessenungeachtet befindet sich die Frau in Untersuchung, lieber das Ergebniß der an der Leiche des Kindes vorgenommenen Obduction ist noch nichts bekannt. Schlechtenwegen, 3. Februar. Dem Bürgermeister Heinrich Schrimpf hier wurde von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen. Lauterbach, 4. Juli. In dem neulichen (auch von uns gebrachten) Bericht über die Schlägerei in der Hutfabrik zu Blitzenrod ist noch nachzutragen, daß an dem genannten Tage nicht ein Fäßchen, sondern nur zwei Liter Bier in der betreffenden Abtheilnng getrunken wurden. Der verletzte Oesterreicher war den ganzen Tag an seiner Arbeit. Der Messerheld hat dagegen nur den Vormittag gearbeitet, er ist 22 Jahre alt, erlernte eben das dritte Geschäft, erst war er Maurer, dann Metzger, nun nahm ihn sein Vater, der Hutmacher in Blitzenrod ist, zu sich, um ihn auch als Hutmacher auszubilden. Der Messerheld holte in seiner Wohnung ein Messer und sagte, wer ihm jetzt in den Weg komme, den stäche er todt- als er nun in die Fabrik zurückkam, begegnete er dem Oesterreicher, welcher im Begriff war, nach Hanse zu gehen- er zog das Messer und verletzte seinen Gegner in der bereits gemeldeten Weise. Vevinischtes. * Darmstadt, 31. Januar. Postpersonalnachrichten. Ernannt sind die Postassistenten Henrich in Worms und Wolsschmidt in Friedberg (Hessen) zu Ober- Postasststenten. Angestellt ist der Postassistent Gärtner in I Grünberg (Hessen). Gestorben ist der Postverwalter a. D- ! Bolz in Auerbach (Hessen). der Giltter- bie in alltr w bo§ fdjöne «Mont- 6a« Sitcar ?’ft ’«i= **®nter b't tan " *»« >♦ Februar, galtet der >13' s°- 5en«tt. 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Der Fuhrmann David Spring von hier war daselbst mit dem Ausladen von Eisenstein beschäftigt, als sich eine beträchtliche Masse des Gesteins loslöste und auf den Arbeitenden nieder stürzte. Spring erlitt hierbei so starke Bruchverletzungen am rechten Bein, daß er in die Gießener Klinik verbracht werden mußte. * Kassel, 1. Februar. Das häßliche Wort „Deficit" macht den Garantiezeichnern der vorjährigen Ausstellung, dieses vielbewunderten Schmuckkästchens, viel zu schassen. Die Garantiezeichner müssen 60 Procent ihrer Zeichnungen zahlen. Ein unangenehmes Nachspiel der schönen Ausstellung, welche seinerzeit auch der Schah bewundert hat. * Berlin. Mehr denn 70 Selbstmörder beiderlei Geschlechts, darunter sogar inehrere Knaben im schulpflichtigen Alter, sind im Monat Januar in das königliche Leichenschau- Haus eingeliefert worden. Diese Ziffer soll in dem gleichen Zeiträume bisher noch nie erreicht worden sein. Die weitaus größere Zahl der Selbstmörder ist durch Erwerbslosigkeit in den Tod getrieben worden. * lieber eine unerhörte Futternoth in Galizien berichtet die „Hippologische Revue" nach polnischen Blättern, daß bis jetzt schon etwa 100 000 Pferde verhungert seien. Die zahlreich an den Landtag und an die Behörden eingegangenen Petitionen entrollen ein erschreckendes Bild. Von 89 Kreisen haben 48 eine sehr schlechte, 18 gar keine Ernte in Futterstoffen gemacht. Nicht viel besser ist in vielen Kreisen die Getreide-Ernte ausgefallen, sodaß die Behörden einen Credit von 6 Millionen Gulden verlangen, um Brotkorn und Saatfrucht zu beschaffen. In den Bauernhütten ist das Schwarz- brod eine schwer zu erschwingende Dclicateffc geworden, mau hat nur Kartoffeln; selbst das elende Haserbrod, das man in der Tatra zu essen bekommt, gilt als ein Leckerbissen, den man sich nur Sonntags gönnen darf. Für die Menschen wurde bisher so gut wie möglich durch Zufuhr von Brodkorn gesorgt, für das Vieh Futter herbeizuschaffen, reichen die Mittel nicht aus- es ist auch nicht zu haben. Die Bauern schlagen nun ihre Pferde entweder todt oder jagen sie in den Wald, wo sie dem Hunger bald erliegen. Ein Bauernpferd ist für 2 Gulden zu haben, eine Ausfuhr dieser verkümmerten Thiere lohnt sich bei den hohen Bahntarifen nicht. In einzelnen Kreisen liegen die Pferdeleichen haufenweise auf den Straßen - im Kreise Kolbuszow wurden bis jetzt 1500, im Kreise Nisko 2500 Pserde theils erschlagen, theils sind sie von selbst verendet. In der Gegend von Wadowice kaufte ein Fischzüchter 1500 Pserde, um sie zur Fütterung der Fische zu verwenden. Im Kreise Dambrowa liegen aus einer Wiese 400 theils erschlagene, theils verhungerte Pferde. Im Kreise Biala, dicht an der schlesischen Grenze, soll es nicht viel besser sein. Im Kreise Lemberg verwendet ein Gutsbesitzer, zugleich Neichstagsabgeordneter, alljährlich die Ueberrefte von 120 Pterden, um Compost daraus zu machen - derselbe kaufte im vorigen Jahre aus den ihm nächstgelegenen Ortschaften 525 ausgehungerte Pferde zum Preise von 30 Kreuzern das Stück; angeboten wurden ihm zu diesem Preise nicht weniger als 1500 Stück. Nachdem in dieser Weise unter den Pferden aufgeräumt worden, geht man jetzt dazu über, auch die'Kühe zu tobten; Milch und Butter kosten in Lemberg jetzt schon 50pCt. mehr als in Wien, und wenn nicht bald Hülse kommt, ist zum Frühjahr vom ganzen Melkvieh wenig mehr übrig. llittoerfitäts • Nachrichten. - Nach der neuesten Übersicht über die Lehrer und Beamten der dem Kultusministerium unterstellten Anstalten sind am Berliner Seminar für orientalische Sprachen thätig: Als commiffar- ischer Director: Prof. Dr. Ed. Sachau, als commiffarischer Bibliothekar und Secretär: Dr. Moritz, als Lehrer des Chinesischen: Pros. C. Arendt, Kult Lin und Pan Fei Shing, als Lehrer des Japanischen: Pros. Dr. Rudolf Lange, als Leclor des Japanischen: Dr. Tetzujtro Jnouyö, als Lehrer des Arabischen: Prof. Dr. M. Hartmann, als Lectoren des Arabischen: Scheikh Hasan Taufik und Amin Myarbes, als Lector des Türkischen: I. I. Mauissadjian, als Lehrer des Suaheli: Mtssionsinspector Dr. E. G. Büttner, als Lector des Suaheli: Sleman Bin Said und als Lector des Persischen und Hindustani: Djami Chan Ghori. Lingesan-t. Gießen, 4. Februar 1890. Einsender dieses war heute Nachmittag Zeuge, wie ein Fuhrmann in der Frankfurterstratze vor dem „Russischen Hofe" seine beiden vor einen mit Steinen schwer beladenen Wagen gespannten Pferde auf das Grausamste mißhandelte. Es wäre im Interesse des Thierschutzes dringend wünschenswert, wenn die Polizei-Verwaltung die untere Frankfurterstraße durch Schutzmänner möglichst oft begehen lassen wollte, damit den sich dort fast täglich abspielenden ©einen der Thierquälereien mit Wirksamkeit entgeaenaetreten werden könnte.________________K. Schiffrinachrichten. Der Postdampfer „Waesland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 2. Februar wohlbehalten in Newyork anaekommen. Kirchliche Antigen der evangelischen Gemeinde. Bibelstunde heute Mittwochden 5.Februar, Abends 8Uhr, in der Kleinkinderschule, Offenbarung Joh. Cap- 2, von Vers 1 an, Sendschreiben des Herrn für die Gemeinde zu Ephesus. Pfarrer Dr. Naumann. IatzSverpachtlmg. Mittwoch den 12. Februar L I, Nachmittags 1 Uhr, soll die hiesige Gemeinde-Wald- und Feldjagd aus hiesigem Rathhause aus weitere sechs Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird, daß die Wald- und Feldjagd in 25 Minuten vom Bahn- Hos Hungen (Oberheff. Eisenbahn) zu erreichen ist. Langd, den 1. Februar 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Langd. ________Ronthaler._____989 Iagdverpachtung Montag den 17. Februar l. I, Nachmittags 2 Uhr, soll aus dem Bureau des Unterzeichneten die hiesige Gemeinde-Jagd auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Lindenstruth, 2. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Lindenstruth. __________Krug.________994 Jagd-Verpachtung. Mittwoch den 12. Februar L I., Nachmittags 1 Uhr, soll die hiesige Gemeinde-Jagd aus weitere sechs Jahre aus dem Rathhause öffentlich verpachtet werden. Climbach, am 31. Januar 1890. Großh. Bürgermeisterei Climbach. Stein. 953 IllgiwerpachluW der Stadt Mendorf a.d. Lumda. Mittwoch den 12. Februar l. I., Vormittags um 11 Uhr, soll die hiesige Gemeindejagd in zwei Ab- theilungen aus weitere sechs Jahre aus hiesigem Rathhaus öffentlich verpachtet werden. Die Bedingungen werden in dem Versteigerungstermine bekannt gemacht. Allendors a. d. Lumda, am 30. Januar 1890. [952 __Rein, Beigeordneter. Zagdvcrpachtung.' Montag den 10. Februar d. I., Nachmittags 1 Uhr, soll die hiesige Gemeindejagd auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier auf weitere 6 Jahre verpachtet werden- Allendors a/Lahn, 28. Jan. 1890. Gr. Bürgermeisterei Allendors a/Lahn. ___Volk._________871 Montag den 10. Februar, Nachmittags 2 Uhr, sollen im Hanse des Herrn Metzger Hehler, Marktplatz 19, die zum Nachlaß der Frau Hebamme Charl. Loos gehörigen Gegenstände: Kleiderschrank. Commode, Tische. Stühle, Sopha, Spiegel, Küchenschrank mit GlaS- arrssatz, Bettstellen mit und ohne Sprnngsedereinlagen, sehr gute Federbetten und Weißzeug, sehr schöne, meist sehr gut erhaltene Krauenkleider und yrauenwüsche, KüchengerLth, ein schöner Schreib- secretür und andere Gegenstände versteigert werden- Gießen, 4. Februar 1890. [1016 In Auftrag: 13» Rothenberger, Gerichts Taxator. Holzversteigerung. Freitag den 7.Februar d. I., wird in hiesigem Gemeindewald folgendes Nadelholz versteigert: 15 Stämme von 15 bis 35 Ctm. Durchmesser und 7 bis 11 Mtr. Länge, 431 Rm. Knüppel (hierunter 78 Rm. von 3 Mtr. Länge), 48 Rm. Stöcke, 4360 Wellen. Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr am Pflanzgarten. Großen-Linden, 27. Januar 1890 Gr. Bürgermeisterei Großen-Linden. ___________Leun._________872 Holz-Versteigerung in der Königlichen Oberförsterei Krofdorf. Donnerstag den 13. Februar er., Vormittags 10 Uhr, bei Wirtb Roth zur „Schönen Aussicht" bei Wetzlar. Schutzbezirk Stoppelberg, Distrikt 90, Schlag VIII. Eichenr v8 Stämme (darunter starke Schneidstämme) II-, III. und IV. Kl. mit 69,21 fm c. I., 21 rm Scheit, 6 rm Knüppel, 182 rm Reiser, sichten r 137 Stämme III. und IV. Kl. mit 44,56 fm c- I-, 55 Stück Stangen L, 81 II., 16 III. und 20 Reiserholzslangen IV. Kl-, 2 rm Knüppel. Distrikt 99 Schlag XIII Weichholz r 316 rm Reiser II. Kl Nadelholz: 53 Stämme III und IV. Kl. mit 10,85 fm c. 1, 48 Stück Stangen 1-, 24 II und 8 Siück HI. Kl, 1 rm Knüppel District Totalität 88 Schlag IV., 90 Schlag VIII. 91 SMlag XIII. u. XV., 93 Schlag XIX. rr. 94 Schlag XVIII. Eichen: 39 Stämme (darunter starke Schnetdstämme) H., HI. und IV. Kl. mit 17,20 fm c. 1,7 rrn Scheit, 6 rm Knüppel, 48 rm Reiser. Nadelholz r 33 Stämme ; V. Kl. mit 7,96 fm c 1, 14 Stangen I und 18 III- Kl, 0,10 Hundert Stangen V. Kl Krofdorf, den 4. Februar 1890. Der Königliche Oberförster: 1050 Müller. Nutzholz Versteigerung. Dien-tag den 11. Februar er., Vormittags 10 Uhr anfangend, soll im hiesigen Gemeindewald in den Districten Klöppelstrauch, Bannhardt und Giffelschlag folgendes Holz öffentlich meistbietend versteigert werden: 1) 70 Eichen - Stämme, zusammen 80,23 Festm. haltend, darrunter Stämme bis 12 Mtr. Länge und 85 Cmtr Durch- meffer, 2) 6 Rmtr. Eichen-Nutzholz-Scheit (Küserholz) und 3) 262 Nadel - Stämme, zusammen 51,87 Festm. haltend, von 7 bis 12 Mtr. Länge und 23 Cmtr. Durchmeffer. Die Zusammenkunft ist um die genannte Stunde bei der Dickeiche in der Wellerstraße. Waldgirmes, den 3. Febr. 1890. Der Bürgermeister: 1047 Bernhardt. Trockenes Brennholz bei [817] Zimmermeister Pttz. Versteigerung. Donnerstag den 6 Februar, von 9 Uhr Morgens ab, [1011 wird Ecke der Löwengaffe und Bahnhofstraße eine große Parthie alte- Bauholz (für Schreiner), Brennholz und Treppen, tenster und Thüren, alter ehm (zu Dünger geeignet, kann zu jeder Tageszeit geladen werden), meistbietend versteigert.________________ Freilag den 7. Februar, Morgens 9 Uhr, werden Bahnhofstraße Nr. 1 am ehemals Möhl 'schen Hause Treppen. Fenster, Thüren und Brennholz meistbietend versteigert. (1066 Keikgeöotenes. Irische Iische u. Geflügel heute und folgende Tage große Auswahl zu sehr billigen Preisen in C. G. Kleinhenns [1068 Delikatessen-, Fisch- und Gcflügel-Handlg. Slechte Kieler Sprotten. Pfund 60 H, , > Bücklinge, Srück h „ HenMimachMast von «X 3.— an mit rein lein. Einsatz unter Garantie für guten Sitz empfiehlt J. Kaan jr., 1064] Kreuzplatz. Arischen Kopfsalat Radieschen, Salattartoffeln. gute Speisekartof- feln empftebltl 974 H. 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Für den Umtausch der Sparkassenscheine gegen Büchelchen sind besondere GeschästStage anberaumt auf Donnerstag den 6. Februar 1. I Freitag „ 7. „ „ SamStag „ 8. ,, „ jedesmal Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 6 Uhr. Die Einleger zur Sparkaffe und Pfennig-Sparkaffe werden ersucht, an diesen Tagen den Umtausch vorzunehmen. Gießen am 4. Februar 1890. Der Rechner der Spar- und Leihkaffe Gießen. Döring. Wegen Umzugs in das von mir gekaufte Haus, Kirchenplatz 6, neben dem Einhorn, verkaufe unter Garantie bis zum 1. April sämmtliche goldene und silberne Taschenuhren, Regulateure, Uecker, Ketten etc. zu herabgesetzten billigen Preisen. Fritz Scharmann, Uhrmacher, 778_______________________________Schloßgasse 15.__________________ Atlas und Sammete Frische gr. Angel-Schellfische, Csbliau, „ Zander und Schollen empfiehlt Carl Schwaaba 1059 Delicatessenhandlung- Ausverkauf. Wegen Ausdehnung meines Pulzgesehäftes werden sämmtliche übrigen Artikel meines Lagers, wie Herren- und Knaben- Ailzhüte, Oberhemden, Kragen, Manschetten. Stzlipse, Regenschirme, Damen- und K-nderschürzen, Weitz- zeug, wollene Damen- n d Herren- «ntersachen rc. zu spottbilligen Preisen abgegeben uni) müssen bis 1. März geräumt sein. [«61 ASbcrt Behs eud^ ___________Marktstraße 32._____ V64] Ein gebrauchtes Tafetklavier billig zu verkaufen. _____________________Schützenstraße 14. Feiust«H Magdeburger Sauerkraut, Esstg- und Salzgurken empfiehlt 1072 C. Roth, Wallthorstraße 5 _ 878] Mehrere gebrauchte Perrücken sind billig zu verkaufen. ___________Karl Gerlipp Wwe. Medicinal-Tokayer in i/z Literflaschen 2 Mark, w 1/4 n 1 » 11 Vb „ 50 Pfg. Aechten ftan^ös. Cognac in 1/i und Flaschen in verschiedenen Preislagen empfiehlt 521 Daniel Heil, Lindenplatz 3. 1048] 60—80 Etr. brummet und eine Parthie Haserstroh, Haser- und Weizenspreu verkauft billig Eonrad Hermann, Beuern. 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Eintrittskarten ä 1 Jl., Geheim- und Gallerie-Karten a 20 H sind bei den Herren Daniel Heil. Lindenplatz, Friseur Stier, Schulstraße, und Handschuhfabrikant Wirfig Seltersweg, zu haben- Eintrittspreis an der Kaste: l 20 Gallerie-Karten 20 H. Geheimkarten können vom 10. d Mts. ab, Mittags von 12—11/2 Uhr, bei Herrn Hopfner, Bahnhofstraße 43, in Empfang genommen werden. Dienstag den 18 b. M.: Maskenkriinzclien, Anfang 71/2 Uhr. Cntree 80 Pfg [1052 NB. Nur Damen im Besitze von Einlaßkarten (bie vom Vorstande erhältlich) haben Berechtigung zum Ball.Der Vorstand. Der grosse Eiilm'-Ui'iMI findet Sonntag den 16. Februar in Steins (warten statt. 1045 Hurrrrrrra! Uff gep asst! Giessener Zither-Club (Wohlthätigkeitsverein). Grosser Maske;, ball im Saale des Cafe Leib Sonntag den 9 Ikedruar 1890 Anfang 7 Uhr 63 Minuten. 958 Der Vorstand. NB. Herrenkarten 1 -A Damenkarten 30 H sind zu haben bei Herren Friseur Conrad (Mäusburg), D. Heil (Lindenplatz. und Handschuhfabrikant Wirfig (Seltersweg). An der Kasse Herrenkarten 1.2) JL, Damenkarten 50 Galleritkarten 20 -5, bei Herrn Friseur Conrad und Abends an der Kasse. Cafe Leib. Donnerstag den 13. Februar er. Grosser - Entree ■ Maskenball. eeeeeeeeeeeieieeeeeeeeeeee X Wirthschafts Eröffnung. $ Ä Meinen Freunden und Bekannten, sowie meiner werthen W M Nachbarschaft mache ich die ergebene Mittheilung, daß ich meine M E Wirthschaft ä e Frankfurter* Strasse e • vie-ä-via der Neuen. Klinik • M mit dem heutigen Tage eröffne, und bitte das mir bisher geschenkte £ 8 Wohlwollen auch fernerhin übertragen zu wollen. Es ladet zu zahlreichem Besuche freundlichst ein £ a 1069 Johann Seibel. D GDHSGGHGGGGIGItzMGTOGGTGGOT x Lahnkalk Intluslrle X Aug. Gabriel jr. in Gietzen. Riugofenbetrieb. Große Production von Prima Marmor- Stiicktalk. Regelmäßiger Sommer- und Winterbetrieb- Bahnanschluß Kinzenbach bei Gießen- Abgabe ein,einer Fuhren nur gegen Baar 1054 Mrmiethungen. 1053] Ein kl. Familienlogis an ruhige Leute zu vermiethen. SelterSweg 3. 1063] Ludwigsstratze 12 mittlerer Stock, 5 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen H Bepler. 1057] 2 Stock, 4 Zimmer, Boden- kammer, Wasserl. und Zub, per Mai tu vermiethen. Näheres in der Exp. d- Bl 10a6] Ein schönes Familienlogis, vier Zimmer mit Wasserleitung und allem Zubehör, per 1. April oder später zu ver- miethen.__Seltersweg 23. 271] Passende Wohnung für einzelne Person im Hinterhaus zu vermiethen. ______________________Ludwigsplatz 4. 63] (Bitt schöne- Familienlogis im 1. «stock, bestehend aus 5 Zimmern, Kammer, Wasserleitung und allem Zubehör, ist per 1. oder 15. April zu vermiethen. Moritz Semmler, Wallthorstr. 15. 251] Logis, 3 Zimmer mit Zubehör, Hinterhaus, per 1. April zu vermiethen- ________________________Bleichstraße 12. 605] Logis (3—4 Zimmer nebst. Zubehör) an ruhige Leute. __________________Seltersweg 31. 816] Eine Wohnung von 3 bis 4 Zimmern nebst allem Zubehör zu vermiethen- Näheres Krünbergerstraße 16, 1. St. 839] Der zweite Stock Gtünbergerstratze Nr. ‘28 ist bis zum 1- Mai zu vermiethen. I. Witztier, Grünbergerstraße 20. 902] Der untere Stock Bahnhofstraße, Nr. 64: 6 Zimmer mit Zubehör per April zu vermiethen. Wilhelm Reiber, Bahnhofstraße 66. 946] Ein Logis, 6 Zimmer und Zubehör, vermietbet _ L. Huhn, Bleichstraße. 950] Mansardenstock, 4 Zimmer, Mass er leitung und Zubehör, zu vermiethen. _______________Verläng. Asterweg 43. 955| Ein schönes Logis, 3 Zimmer mit allem Zubehör-, per 1. April zu vermiethen. __L. Klinket, Bahnhofstraße 8. 966] Zwei kleine Logis vermiethet __C. Best. Flügelsgasse 16. 698] Ecke der Ludwigs- und Bleichstraße Nr. 26 ist der mittlere Stock (7 Zimmer mit Zubehör) per 1. April zu vermiethen________Aulius Hoch. 437] Ein Logis, 3 Zimmer und Cabinct, an ruhige Leute sofort oder später vermiethet___Eduard Noll. 7961 Schöne Wohnung von 4 Zimmern mit Wasserleitung rc zu vermiethen. ________________Grünbergerftraße 27. 745] 2. Stock, 4 Zimmer m oll. 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Der Vermißte war bekleidet mit einer Hellen Hose, Arbeitskittel , einer Schürze, zwei bunten Hemden, trug Schuhe mit 4 Reihen Nägel und führte eine neue Cylinder- Uhr, sowie 3-4 Mk. Geld mit sich. Alle Diejenigen, welche irgend welche Auskunft über den Verbleib des Obengenannten geben können, werden gebeten , Mittheilung an Heinrich Menget, Steinhauer in Nord eck, gelangen zu lassen. 1047 io Mk. Belohnung. Derjenige, der mir nachweisen kann, wer mir meinen gelben Hund, mit weißer Brust, gelbem Halsband (mit Namen I. Becker) eingefangen oder gelobtet hat, so daß ich ihn gerichtlich belangen kann, erhält obige Belohnung. 1075 I. Becker, Bahnhofstraße 8. SJ Trunksucht! ist ohne jede Berufastörung* heilbar. ■ Zum Beweise hierfür liefere ich aufVer- ■ g langen ganz umsonst gerichtlich geprüfte ■ end eidlich erhärtete Zeugnisse. -• Reinhold»RetzlaflT in Dresden. 10. ■ 1055] Muff liegen geblieben. Abzu- holen Mäusburg 12 im Laden. 10701 Ein Mädchen sucht Stelle. Näheres_____________Kaplansgasse 10. 1034] Kinderlose Frau sucht Lauf« stelle. Näheres in der Exped- d. Bl. 978] Eine gebildete, junge Wittwe sucht Verhältnisse halber Stellung nach Auswärts als Haushälterin, Gesellschafterin ober zu größeren Kinbern durch ftrau Hiittenberger, Selters- weg 52, Nebenhaus rechts-___________ 945] Zum l. April suche ich für die Hirschapotheke zu Gießen sowie für einen befreundeten College« je einen jungen Mann a«S guter Familie als Lehrling. M. Freundt, Apotheker, __Marktplatz 11._______ 1073] Ein ordentl. Dienstmädchen gesucht von Heinrich Gilbert, Pumpen- macher in Heuchelbeim._________________ 1009] Sauberer Junge als HauS- bursche gesucht. _______________Ar. Hennings. 1041] Neuenweg SS ein tüchtiger Pferdeknecht gesucht. Masken- Anzüge Jrah u. Domino va gSWt für Herren u. Damen von den billigsten bis ' « zu den elegantesten sind zu verleihen bei D. W. Karnbach 639 Kirchenplatz 18, 1 Tr. 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Lebensjahr unser unvergeßlicher Gatte, Vater, Sohn, Bruder, Schwiegervater und Schwager Melchior Müller, Bäckermeister in Mieseck, was wir Verwandten und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme tiefbetrübt mittheilen. Die tieftrauernden Angehörigen. Wieseck, den 4. Februar 1890. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag Uhr statt. 1062 Todes-Anzeige. Verwandten und Freunden die traurige Nachricht von dem gestern Abenb V-6 Uhr erfolgten Ableben unseres unvergeßlichen Gatten, Vaters, Sohnes, Bruders, Schwagers unv Onkels Johannes Atzbaeh III., Beigeordneter, nach langem schwerem Leiden im Alter von 44 Jahren. Haufen, den 5. Februar 1890. (1060 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 2 Uhr statt. Goursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Nörse vo« 5. Februar <890. Schlußeourse 1 Uhr 1b Min Tendenz: fest. 4 pCt Reichsanleihe 3Vs „ 4 „ Preuß. Consols 3V» , 107.60 103.00 106 85 103.15 4 pCt. Ungar. Goldrente 5 „ Italiener Rente Oesterr. Silberrente Russ. Orient m. 89 60 94 80 77 30 70 00 Disconto-Commandit-Antheile 243.70 Buschtherader Eisenbahn-Actien 362.50 Darmstädter Bank-Actien 176 50 Elbethal-Bahn-Actien 196.37 Dresdener „ . 183.50 Gotthard- „ „ 16920 Berliner Handelsgesellsch-Antheile 195.90 Schweizer Nordost-Babn-Actien 135 80 Oesterr. Credit-Actien 279 87 „ West- „ „ Gelsenkirchener Bergwerks-Actien 37 30 „ Staatsbabn-Acfien 190.00 189.00 Lombard. Eisenbahn- „ 117 50 Oesterr. Alpine-Montan- , 87.80 Telegraphischer Eoursbericht der Berliner Börse vom 5. Februar 1890. Oesterr. Creditactten Oesterr. StaatSbahn-Actten Dortmunder Union-Actten Darmstädter Bankactten 178-75 95 25 118.10 180.00 Dt»conro-tzom.-AnthLile Ha;per er Ostpreußen Bochumer Gußstahlactien Tendenz: fest. 258.75 247 10 8610 237 CO 4 p6t. Gießener Obligationen —.— 15 pCt- BuderuS-Obligationen 164.10 ReichSdank-Dtöcont 5 pCt. — Frankfurter Bank-Diskont 5 pCt. lledactwn: S. Scheyda. — Druck und Ö er leg der Brühl'fchen Druckerei (Fs. Thr. Pietsch) ta Gieß« An die Wähler 1. LeUchen Aeichstags-WaMreises! te um stille Ingen. %3 Uhr Rechtsamvalt Dr. (6utflei|dj in (hießen, •uigii© Ul (fcliaidi -aQ5) *.x£) piapni® stz>j.lhyr« I ietten lfU° wenn ungeachtet einer an die beteiligten Gemeuwen ober Staatssecretär Graf Herbert Bismarck und Regierungspräsi- den weitern Lommunalverband ergangenen Aufforderung dent Gras Wilhelm Bismarck in Hannover, letzterer mit innerhalb der Gesetzesfrist die Errichtung auf dem in Absatz 2 SM Leiden ter, Sohn, .. Sebras cht von dem mvergeßlichen )nkels 8960 SiSO 77 30 1000 362.50 196.37 16929 13580 37 30 18900 87-80 1890- 258.75 21710 861» 237(0 beim,'13. Dauernheimer Hof, 14. Schleifeld, 15. Echzell, Außerdem waren noch die beiden Söhne des Reichskanzlers, 16. Echzeller Markwald, 17. Eckardiborn, 18. Effelder- i ——--- m-c ”lfi ■* ""s bach, 19. Fauerbach, 20. GeirMidda, 21-/22. Gelnhaar | reit. (1060 ebenen- i ufr M >actw aiv • Msl. )0. ente rte [944 8-.L77' ----___JW71 giessen 6 hbruar’ W S? '•< Onkel“. Xon $ Kneisel m-. ?wlG«ll„ '** '„g. ^ifeiWR Frank, Jaskowski. Reiners. Helene Pauli Richard Lerch. -'Uise Maas. Februar: tendauz“. Ito» "J/- Als im Fahre 1887 unser damaliger Reichstagskandidat Herr Dr. Gutfleisch in Gießen mit seinem Programm vor seine Wähler trat, schloß er dasselbe mit b» Mahnung! „Möge die deutsche Nation aus der Betäubung, in welche man sie zu versetzen bemüht ist, z» dem Bewußtsein sich aufrasten, daß der Kamps nicht dem Auslande Leider sin^'diese" Worte ^vo/der^Mehrhett "er^Wähler unseres Wahlkreises nicht beachtet worden; man glaubte vielmehr denjenigen, "°lche versicherten, es handele sich lediglich um die Frage des Septennats. Als Berläumder wurden damals die Freisinnigen dargestellt, wenn ste behaupteten, es handele sich um die ^rage, ob da - deutsche Solt mit neuen indirekten Steuern und mit Erhöhung der bestehenden in namhaften Beträgen belastet werden solle; als Verlanmder wurden wir bezeichnet, wenn wir darauf hinwi sen, atz Angriffe aus die Verfassung namentlich bezüglich des Wahlrechts bevorstehen würden. L ü'sssS'raiS'^^ -»» -»»■« -inen Angriff auf öl. befiehende« Rcchi. der Wähler mochte 1°"^ '"27 UEmat'mord/ voran, der Regierung freiwillig ein Gesetz cntgeg.n, durch welches die Wahlperioden von 3 auf 5 Jahre verlängert und dadurch das Wahlrecht de> Volkes ^^h eingeengt wurde. Die Mehrheit des Reichslags hat zum Schluß ihre Bereitwilligkeit gezeigt, ein Ge etz zu verewigen, welches viele Tausende von Staatsbürgern lediglich wegen Bethätigung^ihrer politischen Gesinnungen autz-rhatb des Bodens der allgemeine« Gesetze stellt, obgleich die Nutzlosigkeit und Gefährlichkeit dieses Gejetzes von den weitesten Kreisen ^.^^^^^"^°^°^llcheidung über die weitere politische Entwickelung unseres Vaterlandes während des langen Zeitraums °on funs Jahren m Sie haben xu entscheiden ob es in der seitherigen Weise weiter gehen soll oder ob eine Umkehr eintreten und eingehalten werden soll mit ^ner ständigen Mehrl elaftung fees Volkes insbesondere der ärmeren Klassen und ob wieder der Grundsatz hochgehalten werden soll: „Gleiches Recht für Alle innerhalb der Schranken des allgemeinen Staawgesetzes"^ hochgehalte liberalen Grundsätze, welche bis zum Jahre 1884 auch die Nationalliberalen auf ihrem Programm stehen hatten, die aber "*&#, ÄÄÄiXft* M.m„d do-oo. M. ... d-m ».„.mm b.r WM- ~ ><” «2 Io sehr bedrohten freiheitlichen Interessen zu beeinträchtigen. Ihr wißt, was Ihr von derartigen Versicherungen zu halten habt. Wählt al!o. einen Mann, der gelobt elen den verfassungsmäßigen Rechten der Regierungen auch unbedingt festzuhalte« an den Rechte« des Volkes, der ablel,nt ;eden 6 hinsichtlich des allgemeinen und direkten Wahlrechts, der 'verspricht, hinzunnrken auf eine möglichste Abkürzung der acttven /"litardienst^icht, der Regie g.. vorlaaen nickt im blinden Vertrauen auf das beffere Verständniß des Reichskanzlers unbesehen genehmigt, sondern jede Vorlage frei von ^oreingenommenyett e uer )Ptg f äS e^e namentlich mit Rücksicht auf verschiedene Vorlagen der letzten Session besonders^ laffc/und auf diese Weise hinzuwirken auf eine Steuererleichterung, insbesondere Entlastung der ärmeren Klassen Wählt einer. Mann der nicht NevülkerunasklaKe vertritt sondern berücksichtigt, daß kein Stand den anderen entbehren kann und daß es gilt, die Interessen oer verschiedenen Berussriassen ourch gzera» mätriae Berücksichtiauna der Rechte Aller zu vereinigen. Wählt mit einem Worte einen Mann, welcher durch sein seitheriges Wirken Garantie dafür bietet, daß er e nach seinem Programm bekennt, in seiner parlamentarischen Wirksamkeit auch vertritt und nicht diese Grundsätze aus sogenannten Zweckmaßigkeits- giimben, hMb ^nu^ennu^n ^un^erem fragten^ „Wer bietet uns^eine solche Garantie?", so konnten wir keinen Augenblick darüber zweifelhaft sein, wer unser Mann in heutiger ernster Zeit sein muß! Es ist unser Reichstagsabgeordneter aus der Zeit von 1881—1884, Herr < .x fnft rnwnriaiäbriae anwaltliche Thätigkeit in Stadt und Land mit den Verhältnissen unseres Wahlkreises auf das Genaueste bekannt ist, hat durch seine 9Wrffnmfeit im Reichstaa während des vorgenannten Zeitraums, sowie durch seine vieljährige Wirksamkeit in allen öffentlichen Angelegenheit^!, durch sein Austreten im Land-, ß'rei& Prov7nzial^ daß er die von ihm einmal als richtig erkannten Grundsätze auch unerschrocken, treu und eonsequent nach alleu^Richtungen"vertritt. Er hat bei seiner vielseitigen Thätigkeit im öffentlichen Leben stets gezeigt daß er in jedem an ihn herantretenden Einzelfall nur aus fachlichen Gründen und nach Gründet nicht°'bestimmm 2n,"sich wiederum den Wählern unseres Wahlkreises persönlich als Kandidat vorzustellen es für heilige W ^nd unierer auten Sache gebracht hat, daß er Herrn Dr. Gutsleisch bei der bevorstehenden ReichstagSwahl seine Stimme giebt. bezeigen, die er dem öffentlichen Wolst und u s g ^uch das vorige Mal durch die falschen Kriegsgerüchte und sonstigen Vorspiegelungen der Gegner habt^trr- machen lässe«7 un? tretet am^Wahltag Mann für Mann ein für unser gutes Recht, für unsere liberalen Interessen durch die Wahl unseres Vertreters von 1881/84: Herrn Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch in Gießen. (Sietzen, den 2. Februar 1890. 1 Gras, Reinh. L, Vlllmge«. Grauüng, Joh., Landwirth, Ran;-adt. Grönüigcr, Emil, Grünberg. Grünewald, Wild-, Rechtsanwalt, Gieyeu- Haas, Gg. HL, Gedern. Habenicht, Fr., Fabrikant, Gießen. Habn, Th-, Wirth, Großen Buwck. Hahn, Wilh., Bellersheim. Hann, Jacob, Heuchelheim. Häuser, Steinhauermstr., Bobenhaufen. Hanau, Ed., Fabrikant, Gießen. Happcl, I., Holzhändler, Gießen. Haubach, Louis, Wcrkführer. Haubach, Tb., Kaufmann, Gießen. Heß, Balth. HL, Watzenborn. Hellmold, Louis, Weißbindermstr., Giegen. Heß, Gg. IX., Landwirth, Bleichenbach. Hartmann, Wilb., Rentier, Gießen. Heller, Ehr. II., Lich. Herzbcrgcr, I., Landwirth, Bersrod. Haggcnmiiller, I-, Locomotivführer I. P-, Giegen. Herrs, Job- IV., Landwirth, Lumda. Hrldcdraud, Ph-, Wieseck. Herbert, Caspar, Zimmermstr., Hausen. Hörle, H., Landwirth, Wettsaasen. Holnbcrgcr, Heim., Fabrikant, Gießen. Hombcrgcr, Louis, Fabrikant, Gießen. Hombcrger, M., Fabrikant, Gießen. Hoch, Julins, Rentner, Gießen. Hosmanu, Landwirth, Stangenrod. Hosnlan», Peter, Langsdors. Hosmanu, Magnus, Daubringen. Hosmaun, Ph-, Bersrod. Hoffmann, Gg., Burkhardsfelden. Hoffmann, Ehr., Klein-Eichen. Hühncmanu, Schuhmachermstr., Eckartsborn. Hülscher, Earl, Babenhausen. Jochim, Heinrich, Stockhausen. Jockel, Cour. V., Grünberg. Iughardt, H. E., Butterhändlcr, Gießen. Zughardt, Wilh., Kaufmann, Gießen. Jung, Wagnermstr., Villingen. Jüngling, Rechner, Bergheim. Junker, Beigeordneter, Inheiden. Kaiser, Gg., Steinhauermstr., Bleichenbach. Kammer, H-, Nidda. Kammer, Rechner, Ober-Widdersheim. Kehr, Gg. IV., Treis. Keil, Carl, Lederhändler, Gießen. Keil, Joh. David, Bobenhausen. Keil, Gg-, Mühlenbesitzer, Grünberg. Keil, Joh., Oberbessingen. Keil, LoniS, Bäckermstr., Gießen. Keller, PH-, Wieseck. Kern, Fritz, Wieseck. Kimmel, Carl, Wieseck. Kimmel, Heinrich, Wieseck. Klaum, Aug., Metzgermstr., Ortenberg. Klaun, Cour.,Schuhmachermstr., Lumda. Klingspor, C., Fabrikant, Gießen. Klös, Peter, Reinhardshain. Kinzenbach, Wilh., Werkführer, Gießen. Kvab, Landwirth, Wippenbach. Knaus, Schuhmachermstr., Echzell. Koch, F. C. B., Fabrikant, Gießen. König, Schuhmachermstr., Ober Lais. Körber, Wilb. IL, Alten Buscck. Kratz, Conrad, Reinhardshain. , Kreiling, Justus, Schlossermstr., Gikgen. Kreiling, PH-, Wieseck. Krick, Gg. V., Gettenau. Kullmann, Beigeordneter, Grunberg. Kühn, Chr., Ilsdorf. Krempel, Louis, Gastwirth, Eckartsborn. Lang, Gg., Uhrmacher, Gr.-Linden. Launebach, Landwirth, Annerod. Leib, Carl Fr., Kaufmann, Gießen. Lenz, H- W. II-, Effolderbach. Lepper, PH., Reiskirchen. Leopold, S-, Bleichcnbach. Lind, Wilh., Oberschmitte». Lindcnstruth, H. Ad., Beuern. , Löber, C., Zimmermeister, Heuchelheim. Loos, Carl, Kaufmann, Gießen. Loth, Gg. IV., Landwirth, Harbach. Lotz, Job-, Landwirth, Wippenbach. Lust, Cour., Schneidermeister, Geilshausen. Mann, Jos., Rentner, Gießen. Mauiel, Stadtrechner, Nidda. Marbach, Rechner, Leidhecken. Merz, Fr., Michelnau. Metz, Aug., Laudtagsabgeordneter, Gießen. Metz, Rechtsanwalt, Nidda. Möhl, Gg. Emil, Kaufmann, Gießen. Mohr, Hch., Pflastermeister, Annerod. Mook, Gg., Bauunternehmer, Blofeld. Müller, Casp. Fr., Bingenheim. Müller, Ludw., Bellersheim. Müller, Joh., Landwirth, Gelnhausen. Naumann, Hch., Bleichenbach. Neidcl, Jac., Wieseck. Nies, Maurermeister, Bergheim. Nowack, C. W., Kaufmann, Gieße». Pauly, Gastwirth, Langsdors. Pausch, Melchior, Wieseck. Peiu, Joh. HL, Niederbessingen. Pcppler, Ludw., Wieseck. Pcpplcr, Phil., Wieseck. Psannbecker, Jean, Kaufmann, Gießen. Psanncnmüller, Eo., Rabertshausen. Psaunschmidt, Landwirth, Effolderbach. Pfeiffer, Jac., Gr.-Buseck. Philippi, Fr., Landwirth, Utphe. Pirr, Phil., Gastwirth, Gr.-Lmden. Plank, Wilh., Gerbermeister, Gießen. Post, Gg., Landwirth, Gr.-Linden. Queckbörner, Carl, Grünberg. Raab, Joh. Fr. IL, Utphe. Rahn, Peter, Gr.-Eichen. Rau, Hch., Druckereibesitzer, Wieseck. Rau, Zimmermeister, Ruttershausen. Rcitschmidt, Hch., Schneidermeister, Ebcrstadt. Rcuschling, Werkmeister, Garbenteich. Ricker, Anton, Buchhändler, Gießen. Rinker, Joh^ Zimmermeister, Nonnenroth. Rohrmann, 3. H., Usenborn. Rosenberg, Dr. Rechtsanwalt, Greßen. Roth, C. I., Metzgermeister, Nidda. Rühl, Wilh., Gastwirth, Gr.-Buseck. Rnnk, Gastwirth, Dauernheim. Ruth, Hch. XI., Langsdors. Schäfer, Hch., Drechslermeister, Gießen. Schcpp, Lndw. IT., Lindenstruth. Schirmer, Gg. Hch., Fabrikant, Gießen. Schlüter, Carl, Kaufmann, Gießen. Schlund, Hch., Landwirth, Oppenrod. Schmeet, Wilh. III., Bettenhausen. Schmidt, Beigeordneter, Reinhardshain. Schmidt, Gastwirth, Niederseemen. Schmidt, Gg., Gr.-Buseck. Schmidt, Gg. L, Queckboru. Schmidt, Gustav, Gedern. Schmidt, Hch», Grünberg. Schmidt, Hch. U., Oberseemen. Schmidt, Wilh. IL, Saasen. Schneider, Hch-, Selters. Schneider, Joh., Wieseck. Schueidmütter, Jac., Alten-Buseck. Schnell, Chr., Kesselbach. Schreiner, Hch., Wieseck. Schultheis, L., Kaufmann, Gießen. Schwalb, Gastwirth, Lollar. Schwalb, Wilh., Gastwirth, Daubringen. Schwan, Balth., Schreinermeister, Gießen. Schwarz, Landwirth, Wettsaasen. Seip, H., Landwirth, Hattenrod. Seitz, Landwirth, Bergheim. Selheim, Mühlenbesitzer, Lißberg. Senner, Franz, Rentner, Gießen. Siebenborn, Otto, Geis-Nidda. Simon, Gg. Conr., Landwirth, Gießen. Sommer, Joh. V., Watzenborn. Spies, Cour. L, Lang-Göns. Spies, Joh., Gastwirth, Gießen. Spristerbach, Steinhauermeister, Bobenhausen. Steinberger, Emil, Rentner, Gieße,i. Steller, Hch., Annerod. Stephan, Chr. VI., Gr.-Buseck. Stephan, Chr. VII., Gr.-Buseck. Theiß, Beigeordneter, Weitershaiu. Thum, Schreinermeister. Selters. 111)1, Phil., Photograph, Gießen. Uhl, Phil. IL, Kohden. Bogel, Carl Chr., Gelnhaar. Bogt, Carl, Controleur, Gießen. Wägner, Hch., Wieseck. Wagner, Hch., Gewerbebankrechner, Gießen. Wagner, Hch. II., Geilshausen. Wagner, Hch. II., Landwirth, Rödgen. Wallenfels, Chr., Kaufmann, Gießen. Wallenfels, Wilh., Fabrikant, Greßen. Walther, Phil., Rentner, Gießen. Weber, Bernh., Volkartshain. Weber, Fr., Ranstadt. Weber, Jac., Göbelnrod. Weid, Carl, Dauernheim. Weidig, Ad., Rentner, Gießen. Weigand, Hch., Gr.-Linden. Weitz, Ludw», Birklar. Weller, Ga., Wieseck. Weller, Phil., Landwirth, Langsdors. Wirth. Joh. II., Niederbessingen. Winterling, Weißbindermeister, Selters. Wolf, Landwirth, Wallershausen. Wolf, Joh., Landwirth, Bisses. Zimmer, Ph., Bersrod. Zinnkann, Gastwirth, Lindenstrnth. Rtfroctitn; g. Gcheyd«. — Druck und Berits der Brühl'fchen Druckerei (F^ Sh*. Pietsch) in Gietz«