5?25 64.95 94.15 93.2c 85.10 6715 64 70 94 95 93 80 8480 105.251 99.35 67.40 100 55 •00.40 86.70 •05.50 67.20 •00.50 •00.70 87 50 Wbtn Do. bö. r®Olb in ^ßornt ZK 165‘ r 172- 173 50 ■g 266J0 W» & 286 60 *u. MM.= nbbr. . YP.-Bank- Psandbr. •0150 ioi 5o 9630 , 96 30 100.10 94,80 101.50 101.50 »Thlt.- - ßooje. bn.£oofc 1(6.30 ictz- -.-13150 138.20| 138,— 4. rlington 27 . . ia Pacis. 8915 89.05 hlb.1912 somicon- 105.90 105.60 JL r. 1920 107,60 107.10 kelv.Don- I itf).äl05 | 104.50 WschLft. rMV. Goldrenk tr Rente reute EL 90.90 94,00 79,70 0130 (aurahütterAct. Asntan 44550 21525 160.70 147 30 993d 182.80 1hl 40 8820 218 20 101.90 169.50 iDtt 4 Ccto6tr^ 227 90 SNN | I ti I» i-p 1 rf;ilÄn*. Lnn etl b B-____ eg' ctober: Ufa 189V Sonntag den 5. October Amts- und Anzergebltttt für den ICreis Gieren Hungrig wie man war, suchte Dorfe E Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. man hier ein Wirthshaus aus, sand den Eingang jedoch mit einem zum Abladen bestimmten Grummetwagen derartig verstellt, daß ein Passiren der Hausthüre unmöglich war. Ein Blick und der auf dem Wagen beschäftigte Besitzer hatte die Situation begriffen, mit einem kräftigen „Anne Katrin, mach den Bohrlöchern getroffen werden. — Die drei Karrenführer des städtischen Kehrpersonals, das sind diejenigen Personen, denen die Reinhaltung von Straßentheilen an solchen Tagen obliegt, an denen dies von den Kehrcolonnen nicht geschieht, haben um Lohnerhöhung nachgesucht,- es wird ihnen eine solche von 10 Pfg. pro Mann und Tag zu Theil. — Ueber die Anlage eines neuen Kehrichtlagerplatzes, in Ausführung eines früher gefaßten Beschlusses, nach welchem der Lagerplatz am Mittelweg aus Rücksicht gegen die Bewohner der dortigen Gegend nicht mehr benutzt werden solle, wird Beschluß noch nicht gefaßt. Die als Kehrichtlagerplatz in Aussicht genommene Steinbach'sche Sandgrube hinter dem Nahrungsberge ist aus dem vorhandenen Wege für Fuhrwerk schwer passirbar, weshalb die Baudeputation eine ca. 1600 Mk. kostende Wegverbesserung vorgeschlagen hat. In der Versammlung wurden einestheils Bedenken gegen die Aufwendung einer für diesen Zweck hohen Summe laut, anderentheils sprach man sich deshalb für die Wahl eines anderen Lagerplatzes aus, weil die Benutzung des Steinbruchs doch nur aus eine kurze Reihe von Jahren beschränkt sei. Es wird die Beschlußfassung bis zur Ermittelung eines anderen Lagerplatzes resp. event. Erwerbung eines solchen ausgesetzt. — Im Verfolg des in vorvoriger Sitzung gefaßten Beschlusses, die Ealdaunenabgänge des Schlachthauses (für welche sich Abnehmer nicht finden) nach einem Grundstücke des Wartberges zu schaffen und dort mit Straßenkehricht zu Eompoft zu verarbeiten, ist ein Voranschlag über die Ehaussi- rung des hinter dem Tonnenschuppen gelegenen Theils des Wartweges aufgestellt worden. Der Voranschlag beläuft sich aus Mk. 1415. Es wird Genehmigung des Voranschlags und, soweit möglich, unentgeldliche Abgabe des Ealdaunendüngers an Private beschlossen. — Großh. Ober-Rechnungskammer hat behufs Prüfung die Vorlage der Rechnung der Friedrich- Bücking-Stiftung, für welche eine besondere Verwaltung besteht, beansprucht. Da für die Stadt kein Grund vorliegt, Großh. Ober-Rechnungskammer die alljährliche Rechnung vorzuenthalten, wird der aus Unterbreitung derselben gerichtete, von Herrn Dr. Gutfleisch formulirte Antrag angenommen. — Betreffs der Ausübung der offenen Armenpflege theilt Herr Oberbürgermeister Gnauth die vollzogene, aber weniger belangreiche formelle Aenderung einiger Paragraphen der Satzungen und ferner mit, daß die Vorarbeiten zur Bildung der Pflegerbezirke, zur Ernennung der Armenpfleger rc. im Gange seien, so daß das Institut der offenen Armenpflege mit 1. Januar 1891 in Kraft treten könne. — Die Rechnung der Armenkasse für 1889/90 giebt, nachdem der Herr Oberbürgermeister eingehend über die Hauptpositionen derselben erläuternd berichtet, zu sonstigen Bemerkungen aus der Mitte der Versammlung keinen Anlaß. Die Rechnung schließt ab mit einer Gesammteinnahme von Mk. 70 879, der eine Gesammtausgabe von Mk. 68 508 gegenübersteht. — Sierteljährt^rt AOonnrmrntspretei 2 Mark 20 Pfg. mit Bringrrlohn. Durch dlc Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Rcdaction, Expedittor und Druckerei: -chutstraße Kr.'t. Fernsprecher 51. Vennr-chtes. * Marburg, 1. October. [8anbtbtyllj Dieser Tage machte eine kleine Marburger Gesellschaft einen Ausflug in die nächste Umgebung Marburgs und kam auch nach dem Nr. 232. Zweites Blatt Coc*U» nnd provinzielles Gießen, 4. October. — Sitzung der Stadtverordneten am 2. October. Anwesend : HerrOberbürgermeisterGnauth, Herren Beigeordneten Keller und Langsdorfs, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Georgi, Grüneberg, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Hornberger, Jughardt, Keller, Petri, Dr. Ploch, Scheel, Schmall, Schopbach, Schiele, Prof. Dr. Thaer und Wallenfels. Außer dem Gesuche des Herrn PH. Bob um Ertheilung der Eoncession zum Wirthschastsbetrieb kommen einige nicht aus der Tagesordnung stehende Gesuche in gleichem Betreff zur Verhandlung, die sämmtlich nach den Anträgen der Commission unter Bejahung der für die Stadtverordneten-Versammlung in Betracht kommenden Bedürfnißfrage befürwortet werden. Herr PH. Bob will in dem Hause Neustadt 11 (Lotz) eine Wirtschaft errichten, Herr Carl Schütz will seinen Wirth- schaftsbetrieb nach dem srüher Montanus'schen Hause an der Bahnhofstraße, Herr Louis Feldhaus den Wirthschastsbetrieb aus dem „Deutschen Kaiser" nach der Schulstraße (Lind'sches Haus) verlegen, Herr Maximilian Jascowsky für Rechnung einer Wormser Brauerei-Actiengesellschaft im Klein'schen Hause am Asterweg, Herr Gregor Behner für Rechnung der Gebrüder Röhrle im „Postkeller" Wirtschaft betreiben. Das Gesuch des Herrn A u g. Lang (Katharinengasse) um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein war unter der Voraussetzung befürwortet worden, daß dem Gesuchsteller überhaupt die Eoncession zum Wirthschastsbetrieb gestattet würde. Vom Kreisausschuß wurde indeß nur der Wirthschastsbetrieb ohne Ausschank von Branntwein gestattet, weshalb sich Gesuchsteller unter Ausdehnung seines Gesuches um Erlaubniß zum Gasthofsbetrieb nochmals um die fehlende Eoncession zum Branntwein-Ausschank bewerben will- das Gesuch soll befürwortet werden. Auch bezüglich des Gesuches des Herrn G eiße um Erlaubniß zum Verkaus von Branntwein über die Straße (aus dem von dem Gesuchsteller erworbenen Windecker'schen Geschäfte am Kreuzplatz) erkennt die Stadtverordneten-Versammlung, entgegen dem Gutachten Großh. Polizeiamts, ein Bedürfniß als vorliegend an. — Der stattgehabtcn Versteigerung eines Geländestückes hinter dem Brücher'schen Hause an der Ostanlage ertheilt die Versammlung Genehmigung. — Herr Georg Koch, welchem unter Bekanntgabe einer Reihe von Bedingungen die Vornahme von Bohrungen und Schürfungen im Stadtwalde nach Thonerde gestattet wurde, hat sich mit den Bedingungen einverstanden erklärt, will aber anstatt der geforderten 12 Mk. per Schürfloch nur 2 Mk. bezahlen. Die Versammlung spricht sich für Beharren auf dem geforderten Preise und dafür aus, daß die Vornahme von Bohrungen aus Wiesen in der Zeit vom 1. October bis 1. März gestattet werde, sofern Seitens des Unternehmers Sicherheitsvorkehrungen gegen Unfälle bei Der Hietzrner Anzeiger erscheint täglich, Nit Ausnahme de- Montags. Die Gießener KamIkieuVlLtler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. __ -- L'-SSSE— '1 ---- Gratisbeilage: Gießener KamilienMIter. Gießener Anzeiger General-Anzeiger. ■ !-■ — ' - ________■ÜÜTB Alle Annoncen-Bureaux des In» und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die Rechnung der Plock'schen Stiftung schließt ab mit einer Einnahme von Mk. 10 743 und mit einer Ausgabe von Mk. 10 210. Es wird hierzu auf Antrag der Armendeputation beschlossen, den Satz für Pfleglinge der Plock'schen Stiftung, sowie sonstige Pfleglinge im Hospital ausMk. 1.20 pro Tag und Person zu sixiren. — Recht schmeichelhaft für A. Juukermann, dessen Vorträge zu hören uns für Sonntag den 12. October hier, im Saale des Gesellschastsvereins, Gelegenheit gegeben ist, lauteten die Berichte des „Newyorker Herald" und des „Newyorker Journal" vom Jahre 1887, aus welchen wir folgenden Passus entnehmen: Und wie hat August Junkermann, der Gast des Thalia- Theaters, ihn gespielt! Nein, nicht gespielt, denn alles eigentlich Schauspielerische, alles Gemachte trat in der Leistung des Künstlers so völlig hinter dem Eindrücke des vollen, echten Lebens zurück, wie er mit gleicher Frische zu den allerseltensten und weihevollen Genüssen eines ständigen Theaterbesuchers gehört. August Junkermann ist ein Künstler von einer Natürlichkeit des Tons, des Mienenspiels, reder Bewegung, welche Menschen von Fleisch und Blut schafft und keine Theaterpuppen, die den Zuschauer auch nicht einen Augenblick in die Illusion wiegen, ein Stück Lebm vor sich zu haben. Den „Entspecter Bräsig" hat Junkermann mit einer solchen Einheitlichkeit, einer so echten aus dem eingehendsten Studium strömenden Lebenswahrheit, einem so keuschen Verzicht auf alle Mätzchen des Bühnenrouttnters wiedergegeben, mit einer so realistischen Ausarbeitung jedes Details und doch den ganzen Mann als ein volles, abgeschlossenes Eharacter- btld erscheinen lassend, wie es in gleicher künstlerischer Vollendung Newyork noch bet keinem der bedeutenden deutschen Schauspieler, die den Weg zu uns gefunden haben, vereinigt gesehen hat. Der vorjährige Bräsig des Herrn Emil Thomas war eine gute schauspielerische Leistung, der diesjährige des Herrn August Junkermann ist mehr als das, er ist das Meisterwerk einer dem Reuter'schen Eharacter congenialen künstlerischen Individualität. August Junkermann hat mit dieser einen Rolle gezeigt, daß er das . ist, als was ihn sein Ruf ankündigte: ein Seelenmaler allerersten Ranges, der den Zuschauer das Theater vergessen läßt, indem er ihm echte, leibhaftige Menschen vorführt. Sein Bräsig ist eine der erquicklichsten, wohlthuendsten Bekanntschaften, die ein mit allen Raffinements der Unnatur, der Schminke, des üblichen Bühnenpathos übersättigtes Publikum machen kann. Das Newyorker Publikum fühlte mit dem ersten Augenblicke, daß das, was sich da vor seinen Augen auf der Bühne bewegte, doch etwas anderes als die althergebrachte, bet diesem etwas geschickter, bei jenem etwas ungeschickter und verdeckter Schablone sei und anerkannte diesen seltenen Genuß durch stürmischen spontanen Beifall. __________________ Fenilletsn. Luftkurorte, Räder und Sommerfrischen des Großherzogthums Hessen- Plauderbrtefe für den „Gießener Anzeiger" von E. M. (Nachdruck verboten.) VIII. Michelstadt. Von Darmstadt aus bringt uns die Hessische Ludwigs- bahn in etwa zwei Stunden nach dcm rühmlichst bekannten Curorte unseres Odenwaldes. Die ganze Strecke wird durch Orte markirt, deren landschaftlichen Reize zum Verweilen locken müßten, wenn sich der Reisende nicht eben ein bestimmtes Ziel gesetzt hätte. Hinter Station Zell tritt die eigenartige Schönheit des Odenwaldes voll zu Tage. Das Mümlingthal wird hier ganz eng. An herrlichen Waldungen, dem großen Eisenwerk „Unterer Hammer" und dem malerisch gelegenen Schloß Fürstenau vorbei fährt das Dampfroß nach Michelstadt, welches durch seine anmuthige Lage in einem Thalkessel, der theils von waldbesetzten Höhen, theils von frischem Wiesengrund und fruchtbarem Ackerland eingeschloffen ist, aus Sommerfrischler und Curbedürftige den wohlthuendsten Eindruck hervorbringt. Was Michelstadt für den Touristen besonders anziehend machen muß, das ist die Fülle der historischen Erinnerungen, welche sich hier ausdrängen und die ihre sichtbaren Zeugen in verschiedenen Baudenkmälern und anderen Ueberresten eines alterthümlichen Culturlebens besitzen. Da ist zunächst Kirche und RathhauS zu nennen. Die erstere ist hochinteressant durch ihre werthvollen Renaissance-Grabdenkmäler im Innern, und letzteres, das aus dem 14. Jahrhundert stammen soll, rechnet ob seiner merkwürdigen Bauart zu den Sehenswürdigkeiten des Städtchens, dessen Geschichte bis zu Karl dem Großen hinauf reicht und das bereits im frühesten Mittelalter eine Stätte christlicher Cultur und ein Centralpunkt des Odenwaldes gewesen ist. Die alte Stadtmauer mit Thürmen, Graben und Wall weist aus die Zeit hin, da der Platz befestigt war und unter Burgmannen stand. Die günstigen klimatischen und meteorologischen Verhältnisse, deren sich Michelstadt erfreut, machen es zu einem höchst angenehmen Aufenthaltsorte. Die Luft ist völlig rein von allen der Gesundheit schädlichen Beimischungen und weder rauh, noch verweichlichend, auch hat Michelstadt weder anhaltend sehr hohe, noch anhaltend sehr niedere Temperatur.. Durch die Bestandttheile des Bodens zeigt das Wasser allenthalben eine ganz außergewöhnliche Reinheit, welche seiner therapeutischen und diätetischen Anwendung vorzüglich zu Statten kommt. Für die berühmte Wasserheilanstalt des Dr. CH. Scharfenberg, gegründet von dessen Vater im Jahre 1842, waren hier tatsächlich alle Vorbedingungen in seltener Weise vereinigt. In der Anstalt kommen sämmtliche Heilmittel der wissenschaftlichen Wasser- Heilkunde in streng individualisirender Weise zur Anwendung: kalte, warme, Dampf- und Fichtennadel-Bäder, Douchen, Abreibungen, nasse und trockene Einwickelungen rc., außerdem Electricität, Massage und Heilgymnastik. Unter Umständen, besonders im Winter — die Anstalt ist das ganze Jahr hindurch geöffnet — auch rein diätetische Euren. Das Curhausgebäude, welches unter Rücksichtnahme aus alle Regeln der Hygieine im modernen Stil erbaut ist, enthält 60 Logirzimmer, einen Speisesaal und einen Conver- sationsraum mit Billard, Clavier und Bibliothek. Im Lause der Jahre hat es sich den Bedürfnissen entsprechend noch weiter vervollkommnet und vervollständigt. Nicht weit von dem Curhause liegt als Dependence das alte Anstaltsgebäude, das jetzt hauptsächlich zur Ausnahme von Sommerfrischlern dient. Beide Gebäude werden umgeben von großen, parkartigen Gartenanlagen, welche mit Sitz- und Spielplätzen bestens ausgestattet sind. Wie wir hören, hat der Odenwald - Club — für die Section Michelstadt ist Dr. CH. Scharfenberg der Vorsitzende — durch Anpflanzung von schattenspendenden Bäumen an den Straßen und Wegen, die nach dem Walde führen, Anbringung von Wegweisern nach beliebten Punkten rc. viel dazu beigetragen, dem anwesenden Fremden den Aufenthalt lieb und angenehm zu machen. Herr Dr. Scharfenberg theilte uns noch mit, daß eine Eigenthümlichkeit seiner Anstalt, welche diese in den langen Jahren ihres Bestehens beibehalten hat, durch daS Bestreben ihrer Besitzer bedingt ist, alles zu vermeiden und fernzuhalten, was die Anstalt einem Hotel ähnlich machen könnte. Die Gäste leben im Hause des Arztes mit ihm und seiner Familie, in gesellschaftlicher Vereinigung in den gemeinschaftlichen Sälen oder auf ihren Zimmern, ganz nach Belieben. Nur dadurch war es möglich, daß von jeher nicht nur Damen, sondern auch junge Mädchen ohne Begleitung die Anstalt besuchen und sich unter dem Schutze des Arztes und seiner Familie wohl ausgehobcn fühlen konnten. Außer den Kranken finden auch Recon- valescenten oder sonstige Erholungsbedürftige in der Anstalt Aufnahme. den Stall uff, 's komme vornehme Leit!" schaffte er Rath, und bald darauf zog die kleine Gesellschaft durch den geöffneten Stall in die Wirthschaftsstube ein. „Was dabei zu lachen wäre", meinte die biedere Wirthssrau, als man durch diesen römischen Einzug in die heiterste Stimmung versetzt wurde. * Stadthagen, 30. September. Ein Fall hervorragender Pflichttreue ereignete sich in den letzten Tagen auf der Eisenbahnftrecke Wunstorf—Löhne. Das Töchterchen eines Weichenstellers war bei einem Kartoffelfeuer von den Flammen ergriffen worden und eilte hülfeflehend dem elterlichen Hause zu. Der Vater, der die große Lebensgefahr seines Kindes sah, verließ, da gerade der fällige Schnellzug im Anfahren war, seinen Posten nicht, versah vielmehr seine Weiche und eilte erst dann zu seinem brennenden Krude, welches bald darauf seinen Brandwunden erlag. * Zur Nachachtung! Herr Commerzienrath Eilig, so erzählt der „Dorfbarbier", hatte die Gewohnheit, augenblickliche Einfälle, um sie festzuhalten, auf den Manchetten zu vermerken. Eines Tages erinnert er sich an das nahe Ge- burtsfest seiner Gattin und schreibt: „Geburtstag meiner Frau — was diesmal geben?" Am anderen Morgen, als er die Notizen des vorigen Tages überfliegt, liest er darunter: „Nichts persönlich kaufen, treffe Geschmack nie — anstän- digen Credit auf Kasse eröffnen!" * Die Geschichte einer Ehe. Um die Mitte der sechsziger Jahre lernte ein Oberlieutenant eines in Pest stationirten Husaren-Regiments die überaus reiche Frau G. kennen- der Offizier kam ihr nur mit pflichtgemäßer Artigkeit entgegen, da die verwittwete Dame nahezu 60 Jahre alt war. Um so größer war feine Ueberraschung, als ihn Frau G. zu sich bitten ließ. Er erschien bei ihr und fand sie schwer krank- die Mienen der ihr Bett umstehenden Aerzte ließen das Schlimmste befürchten. Die Kranke sagte dem Offizier mit schwacher Stimme, daß sie ihn lieb gewonnen habe und, da er vermögenslos sei, wolle sie ihm ihren auf Hunderttausende bewertheten Besitz hinterlassen- damit aber ihre entfernten Verwandten keine Einwendung erheben könnten, wäre es gut, wenn er sie zur Frau nehmen würde, da sie ja ohnehin nicht mehr zwei Tage lebe. Der Offizier erbat sich einen Tag Bedenkzeit und fragte seinen Obersten, ob es seiner Carriöre schaden würde, wenn er eixe reiche, alte Wittwe auf deren Todtenbett heirathe. Die Antwort war, dies werde nicht der Fall sein, da diese Carriere in dem Augenblicke zu Ende sei, in welchem er eine solche Gesinnung verrathen. Er qnittirte sofort und wurde — erst 27 Jahre alt — mit der 58 jährigen Frau getraut. Und das Wunderbare geschah: die Alte ward gesund und lebte noch 23 Jahre, das Leben ihres Gatten durch Eifersucht verbitternd- vor einigen Tagen ist sie im Alter von 81 Jahren gestorben. * Göttliches Gebot und höhere Ueberzeugung befreien nicht von der Militärpflicht. Der Kaiser hat das Gesuch eines Reservisten, Friedrich May, ihn von der ferneren Ausübung der Militärpflicht zu befreien, abschläglich beschieden. May hat sich nun nochmals schriftlich an den Kaiser gewandt und ihm als dem obersten Kriegsherrn den Gehorsam aufgesagt, weil er laut seiner inneren Ueberzeugung und göttlichem Gebot gemäß Niemand tobten dürfe, noch werde, weder in Kriegs- noch in Friedenszeiten. Wiederholt wurde May von Militärärzten auf seinen geistigen und körperlichen Zustand untersucht und als vollkommen gesund und zurechnungsfähig erklärt. In dem Reserve-Unteroffizier Haase, von Beruf Buchhalter und ebenso wie May Mitglied der Neukirchengemeinde, hat letzterer bereits einen Nachfolger gefunden. Haase hat im Instanzenwege beim Landwehrcommando Berlin, unter Angabe derselben Gründe, um seine Entlassung aus dem Militärverbande gebeten. * In dem Hygienischen Volkskalender spricht aus Grund eines reichen Materials Dr. Kübner über den Einfluß der Ehe auf Gesundheit, Lebensdauer und Lebensglück so erbaulich, daß vielleicht einige hartgesottene Junggesellen davon weich werden. Er greift den Herren an den Egoismus, und das ist ja bei den Junggesellen eine besonderes empfindliche Seite. „Während ein Ehemann die Aussicht hat, 60 Jahre alt zu werden, muß sich ein Junggeselle mit 45 Jahren begnügen, und während der 4. Theil der Ehemänner 70 Jahre alt wird, erreicht nur der 20. Theil der Junggesellen dieses Alter. Die Gründe der nachgewtesenen längeren Lebensdauer der Verheirateten werden in einer Menge von Vortheiten, welche der Ehestand für körperliche und geistige Gesundheit bietet, gesucht und namhaft gemacht. Dabei legt der Arzt auf geeignete Wartung, Pflege in Krankheiten, zu deren glücklicher Begleichung, unbeschadet des Jndividiums, besonderes Gewicht. Stets aber wirkt in gesundheitlicher Beziehung die Ehe vor- theilhaster beim männlichen, als beim weiblichen Geschlecht. Unter 100 Ehemännern bringen 21, unter 100 Frauen 17 mehr, als unter ebensoviel Unverheirateten, ihr Alter über 70 Jahre. Man würde irren, wenn man die Ursache dieser größeren Sterblichkeit vielleicht in der unregelmäßigeren Lebensordnung der Unverheirateten suchen wollte. Im Gegentheil, je eingezogener der Unverheiratete lebt, desto früher scheint ihm sein Lebensziel gesteckt. Nach den in Paris angestellten Erhebungen hat sich ergeben, daß innerhalb einer gewissen Zeitperiode nur wenige Klostergeistliche und Klosterfrauen das Alter von 80 Jahren erreichen, daß die Weltpriester, welche mehr Freiheit haben, älter werden als dir Mönche und Nonnen, und daß die Hagestolzen aus dem Laienstande länger leben, als die Geistlichen, während die Verheirateten die längste Lebensdauer erlangen." * Sauer Schwabenheim, 30. September. Die Ehefrau eines Taglöhners legte ihr halbjähriges Kind ins elterliche Bett und begab sich ins Feld. Als sie des Abends heim kam, fand sie das Kind todt. Dasselbe hatte sich in die Kissen verkrochen und war erstickt. Heute Morgen fand in Anwesenheit des Kreisarztes die gerichtliche Leichenschau statt. * Meißen, 30. September. Ein historisches Sch lacht ew roß wurde hier dieser Tage vom Leben zum Tode befördert. Der arabische Schimmelhengst des dortigen Bezirksthierarztes Schleg hatte im Feldzuge 1870/71 den französischen General Brion getragen und wurde beim Ueberfall von Etrepany in der Nacht vom 28. zum 29. November verwundet. In seinem Schmerz lief das Thier in die feindliche deutsche Armee, seinen im linken Bügel hängenden Reiter hinter sich schleppend. Dem General war dabei der ganze Hinterkopf zerschlagen. Als das Pferd geradenwegs auf den Lieutenant von Boddien vom 17. Ulanen-Regiment zujagte und denselben sicher niedergetreten hätte, sprang der Ulan Lehmann (jetzt Weichenwärter am Meißener Bahnhof) aus das Pferd zu, riß es zur Seite und rettete so seinem Herrn das Leben. Lehmann wurde damals reichlich beschenkt und steht noch heute bei der Familie von Boddien in gutem Andenken. Der Lieutenant hat nun das Pferd während des übrigen Feldzuges geritten und es dann später verkauft- so kam es in die Hände des Herrn Schleg. Am Tage vor dem Tode des Thieres erschien Herr Rittmeister a. D. von Boddien, zeichnete und photographirte das Roß und gab ihm das letzte Geleite. Natürlich wurde auch der Ulan Lehmann hinzugezogen- dieser hielt das Thier beim Zeichnen und begleitete es dann zum Abdecker. * Das Brautkleid der Prinzessin Victoria von Preußen, welches von einer bedeutenden Berliner Confectionsfirma angefertigt wird, ist von überraschender Schönheit und ausgesuchtem Geschmack und liefert den Beweis, daß dieser deutsche Industriezweig mit dem Pariser durchaus auf gleicher Höhe steht. Die Schleppe namentlich ist geeignet, allen Damen einen Ruf des Entzückens zu entlocken. Dieselbe wird von einer Lehrerin am Königlichen Kunstgewerbe-Museum angefertigt und schreitet demnächst ihrer Vollendung entgegen. Die Schleppe besteht aus weißem Broeatstosf und ist durch Silberstickereien in erhabener Arbeit geziert. Ein auf derselben zur Darstellung gebrachter Rosenzweig hebt sich prachtvoll von dem weißen Untergründe ab. Umsäumt wird die Schleppe von einem Myrthenkranz, welcher durch weiße Orangenblüthen durchbrochen ist. Die Orangenblüthe, in bürgerlichen Kreisen ein Wittwenschmuck, ist bei Hose an Brauttoiletten seit längerer Zeit Mode. * Der letzte Wagen. Calin, so erzählt der „Figaro", besteigt einen Eisenbahnzug und wird von dem durch ein Trinkgeld ausgemunterten Condueteur darauf aufmerksam gemacht, ja nicht in den letzten Wagen zu steigen, weil derselbe bei einem Unglücksfalle für seine Insassen der gefährlichste sei. „Der Gefährlichste", erwidert Calino verwundert, „weshalb hängt man ihn denn überhaupt an?" Landwirthschaftliche Winke und Rathschläge. A Oberhesse«, Anfang October. Zwei Feinde hat der Landwtrth zu bekämpfen, mit denen er fast niemals fertig wird. Der eine, das Unkraut auf den Feldern und hier den Kleemörder: die Flachsseide. Der andere ist die Blutlau- auf den Bäumen, die ebenfalls schwer auszurotten ist. Zur Beseitigung des Unkrautes ist jetzt die geeignete Zett. Der Landwtrth pflügt die verunkrauteten Stücke ganz ftach; der Unkrautsamen geht bald auf, kann aber wegen der vorgeschrittenen Jahreszeit keinen Samen mehr bilden und stirbt daher beim Eintritt der rauhen Jahreszeit gänzlich ab. — Beim Abnehmen ves Obstes ist der Landmann in der Lage, die Stellen an den Bäumen leicht ausfindig zu machen, wo sich die Blutlaus etngenistet hat, er kann ihr also gründlich zu Leibe gehen. Ein großer Fehler wird von vielen Landwirthen dadurch gemacht, daß sie die Wiesen z« lange im SpLtherbste beweiden lassen. Wer genügend Futter hat, sollte ein Beweiden der Wiesen nach der Grummeternte möglichst vermeiden. Der abgelaufene diesjährige September hat mit seiner vortrefflichen Witterung allerdings noch schönes Futter productrt und es gibt Leute genug, welche glauben, das Futter sei verloren, wenn es nicht weggenommen würde. Das ist ein Jrrthum, denn das abgestorbene Gras bildet eine Decke, welche die Wurzeln der Graspflanzen im Winter gegen heftige Kälte schützt und sie im nächsten Frühjahre, beim Wiedererwachen der Natur, kräftigt. Der Unterschied zwischen abgehüteten und geschonten Wiesen ist darum nach harten Wintern ein sehr deutlich erkennbarer. Der Landwtrth sorge also nur für eine gute Grasdecke im Winter, sie wird sich im folgenden Jahre wohl rentiren. Es ist aber noch ein zweiter Grund vorhanden, der für Schonung der Wiesen spricht, nämlich: Wenn feuchtes Wetter eintritt und der Wiesenboden weich wird, zertritt das Weidevieh die Grasnarbe in bedenklicher Weise. Es bilden sich Wasserpfützen, die wegen ihrer stockenden Nässe sauere Gräser Hervorrufen, wodurch die Wiese verschlechtert wird. Ferner werden die Ab- und Zulettungsgräbchen vielfach zugetreten, was der Wiese schädlich ist. Feuchte Wiesen sollte man darum im Herbste unbedingt nicht mehr beweiden lasten. Für die Hausfrauen, besonders auch für diejenigen, welche in den Städten wohnen, möge hier ein Wink in Bezug auf ihre Kartoffelvorrstthe folgen. Die diesjährigen Kartoffeln haben, wenn sie nicht in leichtem Sandboden wuchsen, Neigung zum Faulen. Selbst bei großer Sorgfalt läßt es sich nicht vermeiden, daß eine angekränkelte mit in den Keller kommt. Diese wird bald ihre Nachbarn anstecken und die Folge wird sein, daß der Vorrath ins Faulen geräth. Hier bleibt nur übrig, daß der Vorratb in Zwischenräumen von 2 bis 3 Wochen ungeschaufelt oder, was besser ist, umgelesen und die kranken Knollen beseitigt werden. Das erfordert nun allerdings Zeit, folglich auch Geld. Aber der ausgegebene Taglohn rentirt ganz außerordentlich. Zugleich bewirkt man durch das Umlesen und Umschaufeln, daß die Kartoffeln nicht so leicht keimen, was gewöhnlich im Nachwinter aufzutreten pflegt. Durch das Keimen verliert die Kartoffel bedeutend an Werth; sie keimt nur, wenn sie in Ruhe gelassen wird. Man laste ihr also keine Ruhe und man kämpft erfolgreich gegen Krankheit und Auswachsen. Zum Schluste noch etwas über ein für die Landwirthschaft nützliches, aber aus Unverstand oft verfolgtes Thier, den Igel. Dieser plumpe, polternde Geselle ist der vorzüglichste Mäusejäger, den man sich denken kann; dabei harmlos und unschädlich. Die Mäuseplage scheint sich da und dort zu zeigen, der warme September hat Vorschub geleistet. In Mühlen und Bäckereien ist der Igel fast unentbehrlich, denn er leistet mehr als mehrere Katzen. Außerdem beseitigt er Schnecken, Würmer, Schaben und Kerbthiere aller Art; selbst die giftigen Schlangen: Kreuzotter und Ringelnatter, überwältigt er und verzehrt sie, ohne Schaden zu nehmen. Der Landwirth sollte darum den Igel hegen und schützen wo er kann. Statt besten entsteht ein Geschrei, wenn sich einmal ein Igel zeigt und die liebe Jugend ruht gewöhnlich nicht eher, als bis der harmlose Geselle zu Tode gequält ist. Wer das thut, schadet sich selber und wer sich selber Schaden thut, den heißt man nach einem Bibelworte einen Erzbösewicht. Der Postdampfer „Waesland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 2. October wohlbehalten in New- york angekommen. Unseren verehrten Leserinnen wird es gewiß erwünscht sein, zu erfahren, daß der Herbst - «atalog deS Versandt- Geschäfts Mey & Edlich in Leipzig-Plagwitz erschienen ist. Von Jahr zu Jahr eine immer reichere Auswahl bietend, erregt die aufgeführte Menge der verschiedensten Artikel, die das genannte Weltgeschäst auf Lager hält, geradezu Erstaunen. Und dabei ist dieser Her bst-Cal alo g doch nur ein Auszug aus dem Haupt- Preisverzeichniß, das auf Wunsch den bestellten Maaren beigelegt wird. Selbstverständlich wird der Jahreszeit — dem Herbst und Winter — Rechnung getragen; alle Neuheiten auf dem Gebiete der Damen - Conseetion, Herren-Garderobe, Pelz« «nd Wäsche- Branche u. s. w. sind vertreten, während auch die Auswahl anderer Artikel, wie Uhren, Dchmncksachen u. dgl. nicht minder überrascht. Der Herbst-Tatalog wird auf Verlangen unberechnet und porto- frei zugesandt.____________________________________________ 7560 ** Zum Ueberwintern von Blumen, für Wein- und Milchkeller, Vorrathsräume, Speicher, gegen Erfrieren, zum Austrocknen, für Bienenstöcke, Geflügelhäuser, Corrtdore, Garderoben, Closets u. bergt ist der mit goldenen u. Staatsmed. prämiirte tragbare, ohne Schornstein rauch- und geruchlos brennende Carbon-Nairon-Ofen einzig. Man verlange gratis Prospect durch die Carbon-Natron-Heiz-Cie.. Dresden. 7563 Aufforderung. Nachdem der ftühere Großherzogliche Gerichtsvollzieher Karl Bühner in Gießen in Folge Uebertritts in den Gerichtsschreiberdienst aus dem Gerichtsvollzieherdienste ausgeschieden und er um Rückgabe der von ihm geleisteten Dienstcaution gebeten hat, ergeht die Aufforderung, etwaige Ansprüche aus dem Dienst- verhältniffe des rc. Bühner als Gerichtsvollzieher, binnen drei Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte schriftlich oder zu Protokoll des Gerichtsschreibers anzumelden, als sonst die gedachte Caution zurückgegeben werde. Gießen, 30 September 1890. Großherzogliches Amtsgericht. Fresenius. 8153 Aeilgeöolenes. 7851] Täglich frische Hefe bei ________PH. Vov, Bahnhofstraße 11. 8023] Guter Kuhmist zu verkaufen bei Karl Plank im »Pfau". Bankgeschäft von Schulhof & Comp. Telephon 44 Marktstrasse 4. Burggraben I. Geschäftsbetrieb: An- u. Verkauf von Staatspapieren unter billigster Provisionsberechnung. Einlösung sammtlicher Coupons (1 Monat vor Verfall ohne jegl. Abzug). 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Für das mir in so reichem Maße geschenkte Vertrauen spreche Ihnen hiermit incmett verbürdlichsten Dank mit der höflichen Bitte aus, dasselbe auch gütigst auf meinen Herrn Nachfolger übertragen zu wollen. Hochachtend 8147 ;< .ßahn*^ schte Anzeigen. das Comptoir eines hie- schästes wird ein MtlW Kenntnissen gesucht- b EL 100 an die Exp- d-Bl- Njeknecht KZrs \dam Reine18)' ion: lda . r iggO: . n 5 October __ p e r 8 o n en . 'ffsgoli. ::S K^Ser Ann» choff ft#* og.«r. imniifl J L £arl öC vi-v^ Wir empfehlen: Medic. Leberthran, heibgeib I do. do. wasserhell i in allen Packungen. CÖ FvnnfttaRinii aus der Freiherrlich Riedesel’schen öleSi Brauerei in Lauterbach ist zu haben Tincturen. Parfümerien, Seifen, Q 3 Farben, Firnisse, Lacke, Bronzen, Pinsel. 900 Stück Wirsing, 11 R [7b98 Qualität, billigst bet Akobert Stuhl, Neustadt 23. 1 J. Pfeffer 7746 Pilsener ÖT^hEIM.L» Giessen — Seltersweg 67 — 2980 Gr jö. Gebauer, Garantie-Victoria-Kamm. M « - §D Pfund für CO Pfund la. 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