Vermischte« Worms, 2. October. An die gestrige Delegirten-Ver- sammlungdeS HcssischenLandeslehrer-Vereins schloß sich heute die Hauptversammlung in würdigster Weise an. Wohl nahe an 800 hessische Lehrer hatten sich in dem Festhause, das, Vielen noch unbekannt, an und für sich schon den Meisten ein hohes Interesse einflößte, eingesundcn. PräciS 11 Uhr wurde die Versammlung durch den Obmann des Landeslehrer-Vereins, Herrn Lehrer Backes-Darmstadt, eröffnet. Nachdem durch einen herrlichen Orgelvortrag deS Herrn Lehrer Zimmermann und den vollendeten Vortrag der Motette: „Herr, Deine Güte reichet so weit" durch einen Knabenchor das Ganze in erhebendster Weise eingeleitet, erfolgten zunächst die verschiedenen Begrüßungen. Der Obmann führte die seinige mit der Erläuterung dessen aus: „Was wir sollen!" an der Hand des Motto: „Immer strebe zum Ganzen" und verstand es, die Ausgaben des Lehrerstandes und der Schule präcise zu kennzeichnen. Dem Redner wurde reicher Beifall zu Theil. Herr Geh. Oberschulrath G r c i m, mit lebhaftem Jubel begrüßt, brachte der Versammlung in herzlichen und zündenden Worten den Glückwunsch der Oberschnlbchörde dar und betonte, daß das schöne Band gegenseitigen Vertrauens zwischen der Behörde und dem Lehrerstand, so wie es jetzt bestehe, hoffentlich für alle Zeiten bestehen bleiben werde. Hieraus begrüßte Herr Oberbürgermeister Küchler die Anwesenden im Namen der Stadt Worms. Die Aussührnngen des Redners über die trefflich organisirten Schulverhältnisse der Stadt Worms erregten das Interesse wie den Beifall der Anwesenden. Dann sprachen noch die Herren Lehrer Heyd, ein Vertreter des Badischen Volksschullehrer-Vereins, und Lehrer S ch u mache r von hier Namens des hiesigen Bezirkslehrer-VercinS Worte der Begrüßung. Von Herrn Abg. Schröder-Darmstadt war ein Begrüßungsschreiben eingelausen, in welchem derselbe bedauert, verhindert' zu sein, der Versammlung beizuwohnen. Es folgten nun die geschäftlichen Arbeiten, die lediglich, soweit erforderlich, die Sanctionirung der gestern von der Dele- girtenversammlling gefaßten Beschlüsse, die Verlesung der Rechenschaftsberichte re. betrafen. — Nnn ergriff Herr Schul- inspector Scherer daS Wort zu seiner Festrede zur hundertjährigen Gedächtnißfeicr DiesterwegS. Der Redner entwarf in einstündigcr Rede ein fesselndes Lebensbild deS großen Pädagogen, dessen Andenken in unserer Stadt besonders lebhaft ist. Nach Schluß deS Vortrags schloß der Obmann. h ü mgbdte bekannt« . L'*n ®=lonial. 'M keucht L? "bet,» p'b diese» Blatte» werde» Näheres i„T m der ---------8210 STTr^ä" Handlanger »sbursche 'hm gesucht. __bVr^Kallerifrls^ dekuecht sucht. ««M rchlesfiuger, temacher. r Arbeiter gesucht. der Exped. d. Bl. Junge, der das Lchvh- ft erlerne will, gesucht. der Exped. d. Bl. s gewandtes Mädtzm für us gesucht von i Professor Binrbaum, Alicestraße 11II. lüöchrn gesucht, equentes Colonialwaarcn- ein nicht mehr sehr junges i ht und schriftliche Offerten, seitheriger Beschäftigung e Exped. d. Bl. erbeten. - ' s schon in ähnlicher Stellung bevorzugt.__| irhrere tüchtige Mädchen ii<« ue» «u»»4rö. u Schneider, [8iob iw., BaMUmbM f“. achricht; dass 8214 ). jrbliebenen: ler Nachmittag statt. 9100 -00 8010 8230 t lll. 1890 Rr. 232. Erstes Blatt. Sonntag den 5. Oktober Der ericheint täglich, ntit Ausnahme deS Montagü. Die Gießener gie*iru*irä(ft< vstrbtn dem Anzeiger «Schmtlich dreimal deigelegt. reßener Anzeiger Kenerat-Unzeiger. viertoltähriger KSsnne«en1-,retAH 2 Mark 20 Pfg. mH Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 60 Pfg. -kcdaction, ExpedNto» nnd Druckerei: Fernsprecher 61. Amts* und Anzeigeblatt füv den Ureis Gieszen. I Kratt-Seil««-- Hi-ß-n-r Jamitt-nölätt-r. Aintlilcher ThoU. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflafterarbeiten bleibt die Strecke der Bahnhofstraße zwischen der Wi seckbrücke und der LiebigS- straße vom nächsten Montag bis auf Weiteres für Fuhrwerk, Reiter und Viehtrieb gesperrt. Gießen, am 4. October 1890. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Gefunden: 1 Regenschirm, 1 Messer, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Vorstecknadel, 1 Wagenkette, 1 Stück Gurt, 1 Kinderkleidchen, 1 Laterne, 1 Peitsche, 1 vergoldetes Arm- Land, 1 Packet sgez. W. & R.) und 1 Hundemaulkorb. Zugelaufen: 1 kleine Dogge. Gießen, am 4. October 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. politische Uebersicht. Gießen, 4. October. Der BundeSrath hielt am Donnerstag seine erste Plenarsitzung nach Ablauf der sommerlichen Ruhepause ab und war die Tagesordnung dieser ersten Sitzung eine sehr reichhaltige. Doch waren die zu erledigenden Gegenstände meist untergeordneter Natur und nur die Entwürfe, betr. die Verordnung über das Verfahren vor den auf Grund des Alters- und Jn- validitätsverstcherungsgesetzes errichteten Schiedsgerichten, und betr. das Gesetz wegen Abänderung des Gesetzes über die Krankenversicherung der Arbeiter, verdienen Erwähnung. • Der von den preußischen Bischöfen auf ihrer diesjährigen Fuldaer Conserenz beschlossene Hirtenbrief über die sociale Frage ist nunmehr zu Veröffentlichung gelangt. Die bischöfliche Kundgebung besteht zu einem großen Theile aus religiösen Betrachtungen, denen sich Commentare des jüngsten, ebensalls der socialen Frage gewidmeten, päpstlichen Schreibens anschließen. Weiter erörtert der Hirtenbrief die Nothwendigkeit, durch den Einfluß der Kirche die Menschen zu bessern, in ausführlicher Weise und empfiehlt in materieller Beziehung die Pflege der katholischen Vereine. Zur Vorgeschichte der Aufhebung des Socialistengesetzes hatte die „Köln. Ztg." die Mittheilung gebracht, daß die Fortdauer des Gesetzes vom Kaiser und sämmtlichen Vundes- fürsten, sowie von allen Ministern gewünscht worden sei und wären dieselben bereit gewesen, einem dauernden Specialgesetze in der nationalliberalerseits angebotenen Form, nämlich mit Weglassung der Ausweisungsbefugniß, zuzustimmen. Fürst Bismarck allerdings sei anderer Ansicht gewesen. Diese Meldung des rheinischen Blattes wird jetzt von der „Nordd. Allg. Ztg." als in der Hauptsache richtig bezeichnet, doch weist auch letzteres Blatt auf die sich von selbst ausdrängende Frage, warum denn aus dem vom Kaiser angeblich selbst gewünschten Specialgesetze nach dem Falle Bismarcks nichts geworden ist, keine Antwort zu finden und cs bleibt darum die Vorgeschichte des Erlöschens des Socialistengesetzes noch sehr der Ausklärung bedürftig. Der Wiederbeginn der parlamentarischen Thätigkeit im ungarischen Abgeorduetenhause ist am Donnerstag vom Finanzminister mit dem üblichen Expose eingeleitet worden. Nach den Darlegungen des Herrn Weckerle gewährt das ungarische Budget sür das Jahr 1891 ein recht günstiges Bild, insofern, als die ordentliche Gebahrung einen Ueberschuß der Einnahmen über die Ausgaben von 20 919 148 Gulden aufweist, während die Bilanz mit einem Ueberschuß von 4040 Gulden schließt. Auch die Schlußrechnungen für das Etatsjahr 1889 haben einen höchst beträchtlichen Ueberschuß ergeben, welcher sich auf ll/2 Millionen Fl. beläuft, was um so bemerkenswerther erscheint, als der Finanzminister sür 1889 ein Deficit von 6 Millionen in Aussicht genommen hatte. Im Uebrigen constatirte der Minister die völlige Consolidirung der ungarischen Staatsfinanzen und versicherte, die Verhandlungen wegen Regelung der Valuta schritten günstig fort; die Regierung werde in der Valutafrage schon demnächst eine wichtige Erklärung abgeben. Der schweizerische Nationalrath brachte am Donnerstag die Debatten über die Vorgänge im Tessin nach viertägiger Dauer zum Abschuß. Wie zu erwarten stand, hat der Nationalrath in seinem Schlußvotum die vom Bundesrathe zur Wiederherstellung der Ordnung im Canton Tessin bislang getroffenen Maßregeln gebilligt und zwar mit 97 gegen 35 Stimmen, auch wurde der BundeSrath zur Ergreifung etwaiger weiterer Maßregeln ermächtigt. Die Mac Kinley-Bill tritt am 6. October in Kraft, wie nunmehr eine Washingtoner Meldung bestätigt und von diesem Tage an wird also das Vereinigte Staaten-Gebiet durch eine hohe Zollmauer gegen Europa abgesperrt sein. Ob indessen die neue Bill der Union den von den Vätern der Zollerhöhungen erträumten großen wirthschastlichen und industriellen Aufschwung bringen wird, bleibt denn doch noch abzuwarten, denn jedes Uebermaß auch aus dem Gebiete der Zollerhöhungen pflegt sich früher oder später sür den betreffenden Staat zu rächen. Neueste Nachrichten. WoM telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 3. October. Der '„Reichöcmzeiger" meldet: Nach einem Telegramm des Generalconsuls von Sansibar sind in W i t u g e t ö d t e t: Landwirth Küntzel (Eppenreuth), Kaufmann Staus (Siegen), Holzschläger Urban (Brunnthal), Zimmermann Jarwiccki (Sparley), Zimmermann Claus (Nymwegen), Bäcker Karl Horn und Schlosser Friedrich Horn (Neustadt i. d. Pfalz), Drottlef (Siebenbürgen). Berlin, 3. October. Der Magistrat genehmigte die Vorschläge der gemischten Deputation, anläßlich der 90. Geburtstagsfeier Moltkes 50,000 Mk. zur Gründung einer Zweigstiftung der Kaiser-Wilhelm-Augusta-Altersversorgungs- Anstalt unter dem Namen „Moltkestiftung", ferner 10,000 Mk. für die Moltkestiftung in Parchim zu bewilligen, endlich am Geburtstage des Gefeierten eine Glückwunfch- adresfe zu überreichen. Der Magistrat beschloß, die Genehmigung der Stadtverordneten hierzu einzuholen. München, 3. October. Der für Moltke bestimmte Ehrenbürgerbrief der Stadt München soll eine vorzügliche künstlerische Ausstattung erhalten. Detmold, 3. October. Der Lippc'sche Landtag beendete soeben, Abends 8 Uhr, seine erste Sitzung. Die Regentschaftsvorlage hat in der gegebenen Form, mit der nur theilweisen und vorläufigen Festlegung der Thronfolge- Verhältnisse, keine Aussicht aus Annahme. Wien, 3. October. Kaiser Wilhelm verlieh anläßlich seines Besuches zahlreiche Ordensauszeichnungen an österreichische Würdenträger, darunter den Feldzeugmeistern Gras Grünne und Baron Schönfeld das Großkreuz des Rothen Adlerordens, dem Statthalter Grafen Kielmannsegg den Rothen Adlerorden zweiter Klaffe mit Stern. Pest, 3. October. Aus Szegcdin wird berichtet, daß es trotz des orkanartigen Sturmes gelungen ist, den Brand in Kistelek zu localisircn. Ganz eingeäfchert sind nur acht Häuser. Paris, 3. October. Für die Herkünste aus Aden ist in den französischen und englischen Häfen Quarantäne angeordnet. — Aleppo meldet an der Cholera vom Mittwoch 40 Erkrankungen und 28 Todesfälle. Die Einwohner wandern aus. Moutceau-les Mines, 3. October. In Folge einer Minen- Explosion sind drei Arbeiter, darunter zwei tödtlich, verwundet worden. London, 3. October. Nach einem Telegramm aus Chatam erhielten 500 Mann Marineinfanterie und 200 Mann Linientruppen den Befehl, heute Morgen zum Abmarsch nach Woll- wich sich bereit zu halten, wo Ruhestörungen seitens der Arbeiter in den Gassabriken befürchtet werden; sie beabsichtigen, die Arbeit niederzulegen. London, 3. October. Eine Deputation unionistischcr Gasarbeiter erklärte heute den Directoren der Gesellschaft: die den Woolwicher Gasarbeitern nachgesagten Absichten beständen nicht, sie wünschten die Arbeit nicht einzustellen. Sofia, 3. October. Fürst Ferdinand spendete aus seiner Privatschatulle 20,000 Franken für die bei dem Brande in Salonichi und bei der Ueberschwemmung im Vilajet Adria- nopel Geschädigten. Für die letzteren Nothleidenden spendete auch die Prinzessin Clementine 5000 Franken. Teheran, 3. October. Der englische Gesandte Sir Henry Drummond Wolfs ist schwer erkrankt und wird unverzüglich nach England abreisen. mnö protHitskflw, Gießen, 4. October. — Ein hiesiges Dienstmädchen, welches den Namen ihrer Dienstherrschaft dadurch mißbrauchte, daß sie fälschlich Zettel anfertigte und daraus in hiesigen Geschäften Waaren erlangte, ist gestern wegen Urkundenfälschung, Betrugs und Diebstahls verhaftet worden. + Aus Oberheycn, 3. Octobcr. In letzer Zeit ist ein ühlbarer Mangel an Apothekerlehrlingen und Apotheker- gehilsen eingetreten. Bei dem kürzlich in Darmstadt abgehaltenen Examen beseitigten sich 9 junge Leute, von denen 8 bestanden. Vier erhielten die Note II und vier die Note III. ES lief von auswärts ein Schreiben ein, welches einem bestandenen jungen Manne, einerlei welcher, eine sehr annehmbare Offerte zum Eintritt in eine größere Apotheke unter günstigen Bedingungen machte. Die jungen Leute waren aber schon größtentheilö anderweit eugagirt. Zeitungsofferten haben, da Mangel herrscht, wenig Erfolg. J. Altenstadt, 3. October. Binnen wenigen Tagen ist reges Leben in daS Obstgeschäft gekommen und mit der entstandenen Bewegung entstand eine energische Hausse. Während am 30. September zu Ortenberg pro Doppelcentner 6 Mk., zu Stockheim Mk. 6,75, zu Effolderbach 7 Mk., zu Düdelsheim 8 Mk. bezahlt wurden, verlangt und erhält man hier 9 Mk. sür das Schüttelobst. In Folge davon wollen die Leute nicht ausbrechen, weil ihnen die Arbeit zu viel ist und sie für das gebrochene nur wenig mehr erhalten. Andere wollen jetzt per Malter 10 und 11 Mk. haben, sie werden sich aber wahrscheinlich sehr irren. Mit dem Obstgeschäste geht es fast gerade so wie mit den Speculationspapieren an der Börse; heute stehen sie hoch, morgen liegen sie 10 pCt. drunten. Es gibt dieses Jahr massenhaftes Obst, exorbitante Preise sind nicht wahrscheinlich — ober „Patsche" kann eS hintennach geben. — Die Maul- und Klauenseuche hat jetzt unser ganzes Dors ergriffen; fast in jeder Straße hängen mehrere Tafeln mit der verhängnißvollen Aufschrift an den Häusern. Ein Glück ist, daß das Nebel nur sehr milde auftritt und keine Opfer fordert. Für Denjenigen, der seine Wintersaatbestellung mit Hornvieh bestellen muß, ist die Seuche sehr hinderlich, weil das Vieh nicht benutzbar ist und das trockene Wetter das Umbrechen der Aeckcr nicht erlaubte; es liegen also zwei Hinderungsgründe vor. Lauterbach, 2. October. Laut Bekanntmachung Großh. Kreisamts fällt der auf den 13. dü. anberaumte Viehmarkt aus. Der Krämermarkt findet, wie angesetzt, an diesem Tage statt. mit einigen Worten die 20. ordentliche Hauptversammlung des Hessischen Landeslehrer-Vereins. * Mainz, 2. October. Das Gouvernementsgericht schreibt nicht weniger wie zwölf Soldaten der Regimenter Nr. 87, 88 und 117, einen Militärgesangenen und einen Zeugsergeanten aus, welche sich aus der Garnison entfernt haben. Die Soldaten sind sämmtlich „alte Knaben", denn sie sind in den Jahren 1844 —1853 geboren. * Frankfurt a. M., 3. October. Gestern Abend kam ein junges Pärchen angeblich von Helgoland hier an unb kehrte in einem Hotel der Innenstadt ein, wo es sich ein Zimmer geben liefe. Heute Morgen um 11 Uhr wurde der Mann tobt, bas Mäbchen noch lebenb mit einer Schüfe- wunbe im Kops aufgefunben. Der junge Mann, ber sich als „Techniker Marko von Helgoland" in bas Frembenbuch eingetragen hatte, hat zuerst bas Mäbchen, bie als „Labnerin Barth aus Darmstadt" eingeschrieben war, unb bann sich selbst erschossen. Nach einem zurückgelassenen Briese hat unglückliche Liebe bie That veranlafet. — Frankfurt a. M., 3. October. Die Vorstellungen von Buffalo Bills Wild West im Neugarten des Palmengartens in Frankfurt a. M. erfreuen sich eines sehr starken Besuches, namentlich die Nachmittagvorstellungen sind fast stets überfüllt. Es läfet sich auch nicht leugnen, dafe es für Jedermann von Interesse ist, Buffalo Bills Wild West zu sehen, umsomehr, da die Gelegenheit dazu nicht so leicht wieder geboten wird. Das tägliche Programm ist ein sehr reichhaltiges und findet stets ungemeinen Beifall. Es sollte daher keiner versäumen, sich die Truppe anzusehen. Gestern wurde die Vorstellung von Se. Königl. Hoheit Prinz Nicolaus von Nassau besucht. *A Schweinfurt, 3. October. Bei Gelegenheit des grofeen Rückert fest es am 18. October dahier wird noch eine weitere Unternehmung zu Ehren des grofeen Dichters durchgesührt. Im alten Gymnasium dahier, dessen Schüler- Rückert war, soll ein bleibendes Rückertzimmer mit Rückert- museum eingerichtet werden, das solche Gegenstände ausnehmen soll, die geeignet sind, die pietätvollen Erinnerungen an den Dichter wachzuhalten. Gleichzeitig aber soll es auch den Sammelpunkt bilden für die Rückertliteratur, für Darstellungen nach Rückert, für Bilder, Medaillen, Büsten des Dichters in Original und Nachbildung. Auch bislang unveröffentlichte ober nur wenig bekannte, in Zeitschriften verstreute Rückerterinnerungen sollen dort pietätsvoll gesammelt werden. Es ergeht hiermit das Ersuchen an Alle, welche gewillt und in der Lage sind, das Unternehmen zu unterstützen, darauf bezügliche Mittheilungen und Einsendungen an Neallehrer Oscar Stemel, Mitglied des Rückertcomites, zu richten. * Die folgenden, die äußerlichen Wirkungen des Socialisten- Gesetzes darstellenden Zahlen sind von Interesse. Aus Grund des Gesetzes wurden 892 Personen, darunter 504 Verhei- rathete mit über 900 Kindern aus bestimmten Districten ausgewiesen ; 611 Jahre, 6 Monate, 23 Tage, oder will man den Elberfelder Geheimbundprozefe einbegreifen, an 1000 Jahre Gefängnife verhängt. Verboten wurden 17 centralisirte, 78 locale Gewerkschaften, 3 centralisirte, 20 locale Unterstützungs-Vereine, 106 politische und 108 Vergnügungs-Vereine, im Total 332 Vereinigungen, ferner 1299 Druckschriften der verschiedensten Art. * Zum Einzüge des deutschen Kaisers in Wien hatte ein Weingrofehändler in der Schönbrunnerstrafee seinen Balkon in ein Schiff umgewandelt. Das Fahrzeug führte den Namen „Allianz", es war mit Matrosen bemannt und ein Schornstein sandte Rauchwolken in die Luft. Aus dem Schiffe waren die österreichische Flagge mit der Inschrift „Viribus unitis“ und die deutsche Flagge mit der Inschrift: „Der Curs bleibt der alte!" gehifet. * Wir nehmen Veranlassung unsere Leser in kurzen Worten aus den Vorzug der Verwendung des Gases zu Heizzwecken hinzuweisen. Abgesehen von den anerkannten sanitären Vorzügen des Gasofens gegenüber der Kohlenheizung, seiner bequemen Handhabung und reinlichen Bedienung ist seine so^ fertige Wirkung hochzuschätzen. Es entstanden in neuerer Zeit zahlreiche Gasapparate mehr oder minder guter Con- struction, von denen speciell Heiz- und Badeöfen ihres prac- tischen Wevthes wegen hervorgehoben werden müssen und ist es, um mit dem Urtheil der Fachautorität zu reden, die Firma I. G. Houbcn Sohn Karl ans Aachen, welche auf diesen Gebieten das Vollkommenste und Beste producirt. Ihr unter dem Namen, Aachener Badeofen weltbekannten Apparat liefert sofort und beständig warmes Wasser in beliebiger, augenblicklich regulirbarer Temperatur, eine Leistung, bie einfach nicht übertroffen werben kann, währenb ihr Heizofen infolge rationellster Ausnutzung ber Wärme eine enorme Heizkraft entwickelt, dabei doch garantirt geruchlos functionirt. Es resultirt aus diesen feststehenden Thatsachen, dafe allen Interessenten die Apparate dieser Firma warm empfohlen werden können. * Mit Rücksicht auf die Fleischvertheueruug wird demnächst ein „Allgemeiner Verein für Kaninchenzucht unb Kaninchenverwcrthung" mit bem Sitze in Berlin ins Leben treten. Schon binnen Kurzem sollen in Berlin mehrere Verkaufsstellen für geschlachtete Kaninchen errichtet werben. * Ein Gefreiter in Magdeburg, ber als sogen. Königsurlauber nach zweijähriger Dienstzeit entlassen werben sollte, hatte zur letzten Vorstellung eine rothe Eravatle mit ber Inschrift „Gedenke des 1. Mai" umgethan. Er wurde deshalb nicht entlassen, sondern mufe nun auch das dritte Jahr abdienen. * Ausgesperrte Dienstmädchen. Eine Verfügung eigener Art hat die Polizei in Landsberg a. d. W. getroffen. Die dortigen Dienstherrschaften klagen nämlich darüber, dafe die Dienstboten in den Nächten der Sonn- und Feiertage häufig sehr spät vom Tanzboden zurückkehren. Um diesem Uebelstande abzuhelsen, ist es nun den Wächtern seitens der Polizeibehörde streng untersagt worden, von jetzt ab weiblichen Dienstboten nach 10 Uhr das Haus zu öffnen. Die Wächter sollen die Mädchen vielmehr nach der Polizeiwache bringen, wo sie bis zum anderen Morgen verbleiben. Man- streitet in der Bürgerschaft darüber, ob die Polizei das Recht hat, eine derartige Verfügung zu erlassen. Derftbe, Cowfr und MfsuHrW^oft» — Patente von Im Grotzherzo-thrrm Hefte« wohnende« Erfindern. Patent - Erthetlungen. — Kl. 33, Nr. 53966. Toilette-Einsatz für Reisetaschen; Huppe u. Bender in Offenbach am Main; vom 1. November 1889 ad. — Kl. 67, Nr. 53956. Schleif- oorrichtung sür Bohrerspitzen; L. Schmidt in Offenbach a. M.; vom 2. Mai 1890 ab. — Kl. 74, Nr. 54074. Druckknopf für Haustelegraphen; H. Messing in Offenbach a. M.; vom 3. Mat 1890 ab. Gieße«, 4. October. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. x 0,85—0,95, Hühnereier 1 St. 7, 2 ®L---- 4, Enteneier 1 St.--4, 2 St. — 4, Käse pr. St. 4—8 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar X 0,50—0,70, Hühner pr. Stück X 0,90—1,00, Hahnen pr. St X 0,60—0,90, Enten pr. Stück X 1,50—1,70, Ochsenfleisch pr. Pfd 70-74 4, Kuh- und Rindfleisch 60-64 4, Schweinefleisch 70-80 4, Hammelfleisch 62-08 4, Kalbfleisch 60-64 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 4,60-7,00, Weißkraut pr. St. 4—6 4», Zwiebeln per Centner X 6,50—0,00, Milch per Liter 12-18 4. Jeder Versuch bringt dauernde Abnehmer des Hollürrb. Tabors, 10 Psd. fco 8 Mk. nur bei B. Becker in Seefe« a. Harz. [156 Arrszreg aus den Standesanrt-regiftern der Stadt Gieße«. Aufgebote. September: 27. Christian Becker, Kreisamtsgehulfe zu Gießen, mit Anna Katharina Wolsschmidt zu Schotten. 29. Isaak Barnaß, Fabrikant dahier, mit Caroline Guthmann zu Darmstadl. 29. Adalbert Ludwig Friedrich von Erhardt, Haupimann und Compagnie-Chef zir Gießen, mit Marie Henriette Sopyie Caroline von Seebach zu Berlin. 29. Josts Weinert, Schriftsetzer dahier, mit Emma Christiane Else Marie Luise Unverzagt dahier. 30. Carl Georg Franz Schmitts Gymnasiallehrer zu Gießen, mit Sibilla Christina Braun zu Viersen. October: 2. Carl Victor Hube't Lang, Kaufmann zu Remscheid, mit Bertha Helena Bullesbach zu Gießen. 2 Christian Staffel, Zimmermann dahier, mit Johanna Malte Babette Philtppine Bechthold hierselbst. 2. Heinrich Klee, Schneider dahier, mit Lisette Konrad hierselbst. 2. Nestor Ludwig August Narb, Buchhalter zu Hochheim am Main, m Ceitwrife in prachknollnn Sarbmfrnit#. ^^pochttndiq in 7—8 hbUilunqr» t 2 Mi. in etwa )ah,»»frift^^^ : Dr. Ernst Berner, Rgl. preist. äa»»2lvchivar. ( r QurB«iuD*traKofi«e au» IdftDct Urtbiorr 1L, nwi I Nr. 314 - 12m ... . MiststLtir bajdb Flur I Nr. 320 - 75 S daselbst, Flur V Nr. 30 - iW < _ , den Weiden $Ut V selbst ~ ^25 $UT Nr. 439 — 1Q5 üb» dem Fabr 81urvnib,^l«»' obersten Aa L-m 43 — ins faxxxWjjMl 01 ’lt- 59 - aco •i’u ?* «rtl 711111,1, ftl|| ». I sich Gnauth. 8236 8276 8230 Zeisel, Weichensteller t.Pv 8257 A. Junkermanns „Reuterab ende“ J. Ricker’schen Buchhandlung. 8239 re. Gute payicrc! .wähl * •b •ei^° 8267 ES ladet ergebens? ein Gastwirth K. Häuser. Flur Flur Flur 79 1 1 1 1 öffentlich weiter verpachtet. Zusammenkunft um 1 Uhr am Neustüdterthor bezw. um Va3 Uhr am Neuen- wegerthor. Gießen, 1. October 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießm. Julius Cellarius Buchdruckerei und Pupierwaarenfabrik äsendüchern rou rinde. ldomLudwigMe, Kutscher th Mummei, Tochter deS -ert, Kutscher zu Gießm, ist die Jllrrstrirte Franen-Zett««-. Dieselbe bringt in lahrlick 24 Doppel- heftm 24 Moden- und Unterhaltungs- Nummern mit Beiblättern, in reizvollen farbigen Umschlägen. Die Moden-Num- mern sind der „Modenwelt" gleich, welche mit ihrem Inhalte von jährlich über 2000 Abbildungen sammt Text weitaus mehr bietet, als irgend ein anderes Modenblatt. Jährlich 14 Beilagen geben an Schnittmustern zur Selbstanferttgung der Garderobe für Damen und Kinder wie der Leibwäsche überhaupt genügend für den ausgedehntesten Bedarf. — Der Unterhaltungstheil bringt außer Novellen, einem vielseitigen Feuilleton und Briefen über das gefellfchaftliche Leben in den Großstädten und Bädern regelmäßige Mttthet- lungen auS der Frauenwelt, Kunstgewerbliches, Fürs Haus, Gärtnerei und Briefmappe, fodann viele künstlertfch ausge- rtansm-tt- g 12 X 70 4. Mu m 1. 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Etwaige Bewerber wollen sich unter Vorlage von Führung-Attesten bei unseren Gerichtsdienern Ko rell und Gümblein, bei welchen auch die Dienstleistungen und die damit verbundene Vergütung zu erftagen sind, bi- z«m 10. o. M° anmelden. Gießen, den 4. October 1890. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Fresenius. 8256 ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Mr den Minterbedarf. ♦ Empfehle vorzüglich gute Speise- ♦ karioffeln und feinste gelbe Salat« Kartoffeln. 8246 Flügel von M. 1000 an. Harmoniumsvon M. 80 an. Nirgends so billig!? Garnirte Damen-Hüte von 2 an. Hut-Aormen, neueste Farons, 20u-30^. Flügel, 20, 30, 4ü, 50 Einen großen Posten Uilzhüte, nur Neuheiten, unter Preis. GroßeFedern (Gelegenheils- Kauf), neueste Farben, sehr billig, Reichhaltige Auswahl in feinsten Modell-Hüten. Bänder, Sammete, Schleier. H. Ellinger, 8282 Ufterweg 6, 1 Treppe. 8223] Arr verkaufen 1 Schreibpult, 1 gute Nähmaschine und 1 große Waschbütte (Eichen). Schloßgasse Nr. 9. Plante ■? Hlähabend. Es werden in diesem Winter zwei Nähabende eingerichtet werden, jedesmal Dienstag und Freitag, Abends von 6 bis 8 Uhr, im Saale des alten Rathhauses. Zur Theilnahme werden vor allem die eonfirmirten Mädchen eingeladen, und es wird darum an Eltern und Herrschaften die Bitte gerichtet, ihnen zum Besuch des Nähabends behilflich zu fein. Mädchen, welche noch die Schule besuchen, können nur zugelassen werden, wenn sie dem ältesten Jahrgang angehören. Etwaigen Wünschen wegen Verlegung auf spätere Stunden, etwa von Seiten von Fabrikarbeiterinnen und Dienstboten, werden wir gern entgegenkommen. Gießen, den 3. October 1890. I. A.: 8272 Schlosser. Mein Geschäft und Woh- nung befinden fich von jetzt ab Steinstrasse 19 Die reichhaltigste aller Jnoöen-Seitungen bildungen, 12 große farbige ModenbUder, 8 färbte Musterblätter für künstlerische Handarbeiten und 8 Extra-Blätter mit vielen Illustrationen, so daß die Zahl der letzteren an 3000 jährlich hinanreicht. Kein anderes illustrirtes Blatt überhaupt, innerhalb oder außerhalb Deutschlands, kann nur entfernt diese Lghl aufweisen; dabet beträgt der vierteljährliche Abonnemmts- Prets nur 2 Mk. 50 Pf. Einzelne Hefte kosten 50 Pf. oder 30 Kr. - Die „Große Ausgabe mit allen Kupfern" bringt außerdem jährlich noch 36 große farbige Modenbilder, also jährlich 64 besondere Beigaben, und kostet vierteljährlich 4 Mk. 25 Pf. (in Oesterretch-Unyarn nach CourS). Abonnements werden lederzeit angenommen bet allen Buchhandlungen und Postanstalten. — Probe-Nummern gratis und franco durch die Expedition Berlin W., Potsdamer Straße 38, Wien L, Operngasse 3. Jagdverpachtuug. Freitag den 17. October d. I., Nachmittags um 2 Uhr, soll die der Gemeinde Lohra zustehende Wald- und Feldjagd, umfassend circa 450 Hectar Wald und 600 Hectar Feld, öffentlich in der Wohnung des Unterzeichneten verpachtet werden. Lohra, am 30. September 1890. Der Bürgermeister __________Schorge. 8285 Mittwoch drnI5.Brtbr.t.I., Nachmittags 2Va Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht erb- vertheilungshalber die dem verstorbenen Jacob Magel in Gießen gehörigen Immobilien : Flur I Nr. 307 — 25 Meter Hofraum mit Scheuer in der Kaplansgasse, Flur I Nr. 313 — 19 Meter Hofraum, Stall und Mtststätte daselbst, Flur I Nr. 314 — 12 Meter Hofraum, Miststätte daselbst, ’dÄjL Peruüelyungen. 7451] Logis im 2. Stock, 3 Zimmer neblt Zubehör, alsbald zu oermiethen. Frankfurterstraße 7b'. Joh. Der«. 8260] Kleines Logis zu vermie'ben. ___________________Kathoi -nengasse 10. 8251] Der 2. Stock m Hinterhauses zu vermietüen und sofort beziehbar. W. Werber Wwe, Lindenplatz 5 l. 8280] Mansardenwohnung;u verm Bahn Hofstr. 48—50 bet Jag. M erj. 8204] Grünbergerstraße 12 schönes Mansardenlogis mit Wasserleitung versetz ungshalber per 1. Roo- zu vermicthen. 72Ö5] Zwei möblirte Zimmer per sofort zu oermiethen Hess. Hof. Zu erfragen im 1. Stock.____________ 8225] Uurnöblirtes Zimmer an einzelne Person sofort zu oermiethen. __Kempf, Neustadt 70. 8101] Ein fein möblirtes Zimmer zu oermiethen. Neuen Baue 16, 1- Stock. 8232] Schon möblirtes Zimmer sofort __ oermiethen._______Kaplansgasse 14. 826^] Gut möblirtes Zimmer zu ver- mietben- Fr^nkfurterstratze69, in nächster Nähe der neuen Kliniken._______________ 8266] Einfach möblirtes Zimmer zu oermiethen Neuen Bäue 12, 3. Stock- 82'58] Guter gewölbter Keller sofort > zu oermiethen. Kirchmplatz 11 lSchloßg) Vermischte Anzeigen. Reßauration K. KÜUtubkrg (früher Bramm). 8265 Heute Samstag und morgen Sonntag: 3NF Großes GLnsekegeln. (D'e fünf Höchsten gew. je eine Gans.) Stadt Marburg. Heute SamStag Abend und morgen Sonntag den 5. Oktober r Gänsekegeln. 8245 ________Hcli. Carl£. Hoch! Hoch! Hoch! Dem Metzgerburschen Wilhelm Winheim zu seinem Geburtstag ein dreifach donnerndes Hoch, daß das Harms' sche Haus sammt der ganzen Neustadt donnert und kracht. 8254 Mehrere Kollegen T. C. Heute Samstag Herrenabend. 8264 Wegzugshalber ist das HauS Weflanlage 21 zu verkaufen oder der untere Stock zu oermiethen. 8227) 250 Klafter Garten auf der Hohl mit 33 Obstbäumen ist zu verpachten. Näheres Westanlage 2!.______________ Goldener Siegelring mit grav. Wappen und Krone gefunden. 8224 Abzuholen Schiffenbergerweg 52. Verloren drei Schlüssel am Schiffenbergerweg I Gegen Belohnung „Neuenweg 15" abzugeben._______________________8274 Die Beleidigung gegen Winter u StraSheim nehme ich zurück Leihgestern, den 4 October 1890. 8234___________Mattern Wer nimmt Antheil an einem Waggon Kohlen? (noch Sommerprris). Gest. Offerte unter M. F. an die Ex- pedition ds. Bl_____________________8271 8277] Mehrere Mädchen, in Küche u- Housarb gut erfahr., such. Stell sof. u. später durch Frau Strack- Erleng 15. 8278] Ein lüchliges Mädchen, das im Waschen, Bügeln und Nähen erfahren ist und mit größeren Kindern umzugehen versieht, wird gesucht von Frau Professor Zöppritz _____FrankfurtersHaße 33. 8263] Gesucht wird für Ende October ein gesetztes Mädchen, das in der Kranken- pfl-ge erfahren ist und etwas von der Mche versteht. Guter Lohn und gute Behandlung zuglsichert. Zu erfragen __Gartenstraße 1). II. 8273] Pferdeknecht gesucht. __Bäcker Löber, Brandgasse 8249] Brave Mädchen mit guten Zeugnissen, in aller Arbeit erfahren, wünschen Stellen für gleich und später. Frau Schmidt, Vermietherin, Seltersweg 15. 8253] Suche einen kräftigen Lehrling. E. Euler, Schmiedern-. Asterweg In. 8213] Ein jui ger Kaufmann sucht Stelle. Näheres _______________________Alicestraße 27 I 8222) Ein Schreirr«r«eselle gesucht. F. Wiedmeyer, Verl. Bismarckstraße. Tüchtige Stkinhaueru. Taglöhner gefugt 8247 H. $Btnn. Börfenwocheuberkrht von E. WÄsseryehlelieu, Bankgeschäft. Wenn die Börrse glaubte, daß nach Beendigung d.'r L'quidation der Verkehr an Festigte l gewinnen, vielleicht sogar eine Wiederaufnahme der Haussetendenz erfolgen würde, io hat sie sich in ihren Hoffnungen getäuscht gesehen; denn trotz mancher Anregung, die geeignet war, die Stimmung günstig zu beeinflussen und mancher thatsächl'chen Anläufe zum Besseren, war der Verlauf fast aller Börsen matt und führte zu einer Ermäßigung der Course. Dieser Rückgang vollzog sich im Anschluß an eine Herabminderung des Coursnioeaus an den auswärtigen Börsen, ihren letzten @cunD finden sie j-doch in einer wetteren Entwertburg des Silbers und einer V rstetfung des Geldmarktes, die erst nach dem 1. October, anstatt des erwarteten Rückflusses eintrat, und dadurch um so überraschender wirkte. Die Gründe dieser zunehmenden G ldknopphett sind auch heute noch nicht ganz klar. Wahrscheinlich ist, daß mit Rücksicht auf die großen bevorstebendeu Emmissionen namhasre Beträge fortgesetzt dem Maikt entzogen werden. D ese Verminderung der Circulationsmittel mag für den Inländischen Markt als Erklärung ausreichen, aber die Vertheuerung des Geldes an den auswärtigen Plätzen, die zum Theil weit drückender erscheint als bet uns, ist ein Symptom, das nicht ganz ohne Besorgniß angesehen werden darf, und falls dieselbe nicht nachläßt, zweifellos in nächster Z-sit einen schwerwiegenden Factor in der Coursentwicklung bilden wird. In der That hat sich auch namentlich die Wiener Börse stark beeinfl.sscn lassen und ihre Realisationen drückten die Course fortgesetzt herab. Dort erhielt die Geldknappheit eine besondere Illustration dadurch, daß die österreichisch-ungarische Bank sich gezwungen sah, eine weitrre Disconterhöhmig vorzunehwen, aber auch in London begannen Befürchtungen laut zu werden, und Angesichts der großen Geldbeträge, welche der Bank von England Tag für Tag entzogen werden, erwartete man bereits am Donnerstag, daß dieselbe die gleiche Maßregel in Anwendung bringen würde. Das ist n'cht geschehen und darin spricht sich das Vertrauen aus, daß wie in früheren Jahren, so auch diesmal ein ausgiebiger Rückfluß nicht ausbleiben werde, wenngleich die Anspannung gegen die Regel sich über den 1. October hinaus fühlbar macht. Die Londoner Börse wurde daher auch weniger durch die Geldsorgen als durch die Schwa nkungen des Sflbercoll.ses beeinflußt. Die Preisbewegung des Silbers, die schon in der letzten Woche beschleunigtes Tempo angenommen hatte, führte am Dienstag zu einem förmlichen Courssturz, unter welchem namentlich die Indischen Ruper Anleihen zu leiden hatten. Das Jntereffe für diese Anlage ist durch anhaltende Reclame seit Kurzem auch in Deutschland angeregt worden, und die Aufmerksamkeit, mit welcher man hier die Entwicklung der Dinge im Londoner Markt verfolgt?, war nicht ganz frei von subjectivem Empfinden. Nach heftigen Rückgängen ist nunmehr auch in London eine Erholung etngetreten. Bet gewichenen Coucsen haben sich Käufer eingestellt; namentlich für Indische Rimessen machte sich ein starker Begehr geltend und hat die Preise schnell wieder über den tiessten Stand emporgeboben. Zu gleicher Zett hat sich in NermAork ein Syndicat gebildet, welches das Material des zersprengten Consortiums aufnimmt und eine neue Aufbesserung der Course anstrcbt. Dadurch haben auch die deutschen Märkte an Stabilität gewonnen, aber die Coursbeweguug der österreichischen und russischen Valuta hat sich von den Schwankungen des Silberpreises emanc'pirt, und namentlich die letztere verfolgt eine selbständige Entwicklung. Die starken Rückgänge, welche dieselbe in der Vorwoche erfuhr, haben sich nicht fortgesetzt, aber noch immer sind die Schwankungen groß und die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung bleibt bestehen. Das Ereigniß der Woche bildete die Schaffung eines neuen Typus deuts Anlagewerthe durch Begebung eines Postens von zusammen 235 M llionen 3% Deutscher Reichsanleihe und Preußischer Consols an ein Consortium erster Ban'en. Dieser bedcutungsvolle Schritt eröffnet dem Anlagemarkt eine wette Perspective, die zwar bei den gegenwärtigen Geldoerhältnissen nicht voll zur Geltung kommt, aber sicherlich früher ober später ihre Würdigung finden wird. Die Ausgabe der neuen Fonds wird zu einem Courfe erfolgen, der selbst hinter den gegenwärtigen Notizen der gleichwerthigen deutschen Anleihen nicht unerheblich zurückbleibt und einen hin reichenden Anreiz bictm wird, auch das große Publicum zum Erwerb zu veranlassen. Welt aussichtsooller gestaltet sich aber noch die Anlage, wenn man die Comse in Betracht zieht, welche Frankreich und England für ihre 3% Rente erzielen, und es steht daher zu erwarten, daß die Aussicht auf eine Ausgleichung dieser gegenwärtig abnormen Differenzen das Publikum zu einer günstigen Aufnahme der neuen Rente bestimmen und dadurch die schwierige Uebergangsperiode zu einer neuen Rentensorm erleichtern wird. Man hegt ferner die Absicht, zugleich mit dieser Emission das Zeitgeschäft in deutschen Fonds einzuführen, um auch hierdurch darauf hinzuwirken, daß dieses wichtige Gebiet die Stetigkeit erhält, w'lche ihm zum großen Schaden für das Reich und dessen Gläubiger so außerordentlich mangelte. Banken blieben bei sehr ruhigem, unbedeutenden Geschäft annähernd behauptet. Nur Ottoman Bank begegneten auf die bekannten Gerüchte über türkische Finanzoperationen und die Einführung in Berlin größerem Interesse. Creditaciien erwarben sich am letzten Tage der Berichtsperiode die Gunst der Börse durch die Aussicht auf die Fortsetzung der Conoertirungsoperationen in Ungarn. O'sterretchtsche Badnen litten unter den Realisationen des Wiener Platzes. Nmnntltcö Duxer, Staatsbahn und Lombarden wurden davon betroffen und erfuhren größere Verluste, während sich die Course der anderen Bahnen meist nur um Br acht heile abfchwächten. Bet den zwei letztgenannten Actien wirkt mit, daß die Frage der Einsührung eines Güterzonentarifs für die Staatsbahnen ventilirt wird, und im Falle der Annohms die beiden Gesellschaften zu einer bedeutenden Ermäßigung ihrer Frachtsätze zwingen würde. Den größten Umfang erreichen die Verluste bei Schweizer Bahne«?. Es verloren Gotthard, Nordost und Unionbahn je 2°/o, C ntralbahn 1%, wobei zu berücksichtigen, daß der Schlußcours der vorigen Woche bereits eine sehr niedrige V:rgleichsztffer Hefei t, während die feste Tendenz der heutigen Schlutzbörse die Course nicht unbeträchtlich über das tiefste Niveau emporhob. Von deutschen Bahnen erlitten nur Pfälzer Bahnen, wahrscheinlich im Zusammenhang mit der zunehmenden Geldknappheit, größere Verluste. Montanwerthe, namentlich Kohlenactien, waren fest, und selbst auf Eisenwerke machte die neuerliche Ermäßigung der Verkaufspreise des Walzeisenverbandes nur geringen Eindruck. Die übrigen Werthe sind wenig verändert, nur Chem. Fabrik Weiler notlren 7% besser. Im Rentenmarkt sind die nicht unbeträchtlichen Coursbesserungen der Valutaanleihen b^M'rkenswerth, da sie sich vollzogen, ohne eine gleichmäßige Ausbesserung des Valutacourses selbst. Italiener, Ungarn und Serben zeigen mäßige Cours- bksserungen, Türken sind eher etwas schwächer. Auf deutsche 3Va°/o wirkte der Abschluß der erwähnten neuen Anleihe befestigend, während 4%tße ihren Cours ermäßigten. Im Allgemeinen ist im Anlagemaikt die Wirkung des Octodertermins noch wenig zu bemerken, man erhofft hier mit Beginn des Rückflusses ein lebhafteres Geschäft. Ich übernahm in Gemeinschaft mit der Deutschen Genossenschafts- bauk eine 3Va0/o Anleihe der Stadt Gießen im Betrage von 1000000 Mit Verkäufen werde ich bereits in den nächsten Tagen beginnen können und, da sich der Verkaufspreis nur auf 96 o/, stclllen wird, so erlaube ich mir jetzt schon auf diese günstige Anlage aufmerksam zu machen. Besondere Veröffentlichungen hierüber werden folgen. Course der Frankfurter Börse. eUaieanUihttt. Coars vom 26./IX. 3./X. Cours vom 26./IX. 3./X. 4o/o Hessische Obligation. 104 35 104 60 4V?/oPortug,-A.88u.89 91 90 91.20 N Bauern .... 105 80 105 90 5% amort. Serb. Gold- „ Baden..... 103.90 103 90 Rente .... 88.15 88 30 3% Sächsische Rente. . 90.— 89.— 5o/aSerbischeEisenbahn-- 3V,o/gBremerStaatsanl. 98 35 —.— Hyp.-Obl. L. A. . 91.95 92.80 „ Hamb.Staatsrente 98 10 98 50 4o/oSchwed.Oblig.l880r 102.10 102.40 4°/c Oestr. Goldrente . 96.40 96.35 lo/o Türken conv. . 18 90 18.85 „ GriechischeMonopol- 50/0 Argent. Gold-Anl. Anleihe . . . 78.50 78 20 v. 1887 ... 83.40 82.— bo/„ Rumänische Rente . 99 65 100.35 3'/?/o Egypt..... 93.90 93.55 4,;«o/o Russische Aal.. . 103 10 102.50 Deutsche Reichsbank . Berlin. Handelsgesellsch. Deutsche Bank . . . De utscheGenoffenschftsb. v.Soergel,ParrisiusLCo. Varrt.Artten. 146.50 145 90 17290 172 60 168.80 \ 168.30 130 70 ! 131 20 Dresdener Bank. . . Mitteldeutsche Creditb. . Wiener Bank-Verein . Württemb. Vereinsbank 164.90 । 164.10 113.— 113.— 1081/g 1087/g 127.20 127 25 Gise«bLhv-PrrvrttLte«. 4° o Pfälz. Ludwigsbahn 50/0 Süddahn Lombarden 105.25 105.50 (Bexbach) . . . 102.30 103.— 4% do. do. 99.35 —.- „ Hessische Ludwigsb. 3% do. do. 67.40 67.20 68/69 garant . 101.95 102.20 40/0 Prag-Duxer Gold . 100 55 100.50 w Elisabethb. steuerfrei , Rudolf Gold (Salzt.) 100.40 100.70 Gold .... 101.20 101.40 „ Franz-Josef Silber 86.70 87 50 50/^, Oestr. Staatsbahn. — 107.50 30/0 staatl. garant. Jtal. 57 15 4r/j do. do. 100.50 100.20 Eismbahn . . 57 25 3% do. do. 3% Livorneser . . . 64.95 64 70 I.-VUI.Emiss. 84.45 84.— 40/0 Ruff. Südw Eisend. 40/0 Wladikawkas garnt. 4% gar. Sardin.Sec.stfr. 94.15 94 95 3% do. Ergänzungsnetz 5°/o Nordwestbabn Gold 81.10 108.30 81.05 108.25 93.20 85.10 93 80 84 80 «iseirbahrr-Actten. Ludwigshafen-Bexbach. 231 60 229.50 Lübeck-Büchner . . • 172.— 173 50 Hessische Ludwigsbahn. 119 60 120.35 Mecklenburger . . . —.— —.—- Pfälzische Nordbahn . 122 30 122.— Gotthardt ..... 165.— 161.90 Marienburger-Mlawka. 71.15 69.50 Jtal. Mittelmeer . . 114.30 114.50 Jrrdustrie-Paplere. Binding-Brauerei . . 166 — 165.00 Deutsche Verlagsanstalt 266.10 265 40 Stern- do. (Oberrad) 135 80 135.— Farbwerke,vorm.Meister, V«d. Anilin- u. Soda- LuciuS & Brüning. 286 60 286.— fabrif .... 284 50 284.— Riebeck'icheMontanwerke 185 40 183.40 Vfarrdbriese. 4o/o Franks. Hyp.-Pfdbr. 4o/oDeutscheGrundschld.- v. 86 ab . . . 102.— 102.— Bk.-Piandbr. 101 50 101 50 3l/20/oFrnkf.Hyp.-Pfddr. 97.30 97.50 3/r0/oKö!n-Mindn.Loose 138.20 138.— «meriikauisch« «isendahn-BondS. 6l'/oChic.Milw.f.St.Paul 4% Chicago Burlington Prt., rückzahlb. 1910 . 5^)Chic.Milw.f.St.Paul 113.65 113.50 Nebraska 1927 . . 41/2% California Pacif. I. M., rückzahlb. 1912 89 15 8905 Prt., rückzahlb. 1921 . 103 20 103.25 105.90 105.60 6% Centr. Pacif. I.Mrtg. 6^Pacif.ofMissouri con- rückzablb. 1896 . . 107.90 107.75 soiidated I. M. r. 1920 107.60 107.10 Diverse Obligationen. 5°/o BuderuS-Obligat. . 104 25 4Vs0/oGcafHenkelv.Don- 104 20 | nersmark, rückz. A 105 104.50 vo« E. Wassersehlebes, Bankgeschäft. »s» 4. Oktober <890. BchkHeovrl« 1 Uhr 15 Min 4 pCt. Reichsanleihe 106.25 4 pCt. Ungar. Goldrente 90,90 3 Vs • * 4 , Preuß. Consols 99 65 5 „ Italiener Rente 94.00 106 20 Oesterr. Silberrente 79,70 81-30 »Vs . 99 70 Ruff. Orient LH. DiSconto-Comm. 126 60 Buschtherader 445 50 Darmstädter Baick-Ait. 1 210 Elbethal-Babn-Act. 215 25 Dresdener Bank-Act. 162.90 Gottharb-Bahn-Act 160.70 Berliner Handelsges. Oesterr. Credit-Act. 170 5" 275 87 Schweizer Nordost , ' West 147 30 99 30 Wiener BankvereinS-Act 108 87 Gelsenkirchener 182.80 Oesterr. Staatkbllhn 222 75 Ber. Kön.- und LaurahÜtte-Act. 1hl 40 Lombard. Eifenk.Lhn 134 00 Oesterr. Alvine-Msntan 88 20 Lk-ndenz: matt. Telegra-HLjHer LsmsLrricht to Berliner Börse vom 4 Oktober Oeffser. Trebitsettra 73 751 Sivrontok'Lom.r-KntHcrLä 227 90 (Oesterr. Btastshahn-rBepeu 112 401 Harner er 218 20 Dortmunder Union-ALti"v 94 701 Ostpreußen 101.90 Darmstädter Büulsccrur 161.901 Bochumer AutzsiechlaLleri 169.50 rentev : matt Reich8^-nk-DiSconi 5 pCt. — Frankfurter Bouk-DtScom b pCt. wozu ergebest einladet [8281] Phil Weller Wwe. Der heutigen Nummer liegt der Herbst-Prei-eourant der Firma S. Reiuach & Co. in Gietzeu bei. 8240 Verwandten, Freunden und Bekannten die schn-erzliche Mitlheilung, daß C5 Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren unoeigeßlichen Galten, Vater, Sohn, Bruder und Schwager nach langem, schweren Leiden zu sich zu rufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 4. October 1890. Die Beerdigung findet Sonutaa den 5. October, Nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause, Nodheimerftraße 20, ans statt. 8270 Wellersburg. Sonntag den 5. Octobes: "ZMG Denen, die bei dem schweren Verluste unseres nach dreitägigem Krankenlager in Gießen verschiedenen unvergeßlichen lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Heinrich Hofmann II. Laudwirth zu Lollar Theil nahmen und zur Ruhestätte in Lollar ihn geleiteten, sagt innigsten Dank Mr die trauernden Hinterbliebenen: 8258 Louis Hauß. Gießen und Lollar, den 4. October 1890. Rcfcactton: R. Scheydg. — Druck unb «erUg der «rühl'scken Druckerei (Fr Ehr. Viel ich) tu ' Die heutige Nummer umfaßt 10 Setten. Coc«4< ui "'m Drr «5? I Viont-gs- - Sitzung dkl wesend: HerrOb^ geller und Lnngsdor Hemn Georgi, Grur berger, Jughardt, Ke Schopbach/ Schiele,^ Außer dem Gesu der Concesston zum ü aus der Tagesordnung Verhandlung, die säm unter Bejahung der in Betracht kommende Herr Ph. Bob will Wirthschast errichten, schastsbetrieb nach bei Bahnhossttaße, Herr betrieb aus dem ,/ flind'jches Haus) verl sür Rechnung einer Klein'schen Hause am Rechnung der Gebri betreiben. Das Ges gasse) um Erlaubir unter der Boraussei steüer überhaupt tu stattet würde. Vo Wirthschastsdetr/eb o wttyalb jid) &efud)ft um Wni§ zum ( Concesfion zum Brai Gesuch soll besürwori des Herrn Geiße v wein über die Stras worbenen Windecker die Stadtverorbnetei Großh.Pvt^iamts, stattgehabten Berste Brücher'schen ha sammlung Genehmi unter Bekanntgabe Ame von Bohrun -t-honerde gestattet verstanden erklärt per Echürfi-och mit H ur &6«rrai 0 06 d'- i 5, • ^ober bis Mltutortt, g $lwbtibtk|e fü. 6,4on2at*bi Martine dea, gJ901 »irö 7>chem to. rct the „ ®»8 to”r6rin« Ratk,^. ?