Dienstag den 5. August 1890 Nr. 179 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger Amts- «nd Anzeigebl«tt für den Ureis Gieren. 1 chratisöeikage: Gießener AamilienökäLter. Amtlicher Theil. Feuilleton Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmm Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. 11 Uhr im kam njeitä abzurW. sch-ff. Die Gießener WamitieuölLlter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelcgt. Wittag 8 Uhr von [6395 Der Stehener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. 8970 9420 7860 7^ 1-9.60 Berlin, 2. August. Die Eröffnung der mit dem zehnten internationalen medicinischen Congreß verbundenen medici- nisch -wissenschaftlichen Ausstellung für das Publikum erfolgte unter Theilnahme zahlreicher hiesiger und auswärtiger Congreßmitglieder heute Mittag im Mittelsaale des Land'esausstellungsgebäudes. Der Generalsecretär des Con- gresses, Lassar, hielt eine Ansprache, woraus Virchow der preußischen Unterrichtsverwaltung, dem Senat der Kunstakademie, sowie den Ausstellern dankte. Der Director des Reichs- gesundheitsamtes, Köhler, begrüßte Namens der deutschen und der preußischen Regierung die Versammlung. An die Feier schloß sich ein gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellungsräume. Berlin, 2. August. Der bei dem Landwirthschastsminister Lucius gestern abgehaltenen Soiree wohnten der Reichskanzler, der Minister Herfurth, das Lehrercollegium der thierärztlichen Hochschule, die Studenten und zahlreiche auswärtige Gäste bei. Der Reichskanzler ließ sich mehrere der auswärtigen Gäste vorstellen und unterhielt sich längere Zeit namentlich mit dem Generalinspector des französischen Veterinärwesens, Chanveau. Aachen, 2. August. Heute sand die feierliche Einführung des neu ernannten Dompropstes Dr. Buschmann statt. Hamburg, 2. August. Die Blättermeldung, der Eisen- bahndirectionspräsident Krahn beabsichtige zurückzutreten, ist, wie der „Hamb. Corresp." aus bester^ Quelle ersährt, völlig unrichtig. Lauterberg, 2. August. Die Krankheitserscheinungen Mißmanns sind als gehoben zu bezeichnen. Die Kräfte nehmen langsam, aber stetig zu. Er fuhr gestern eine Stunde spazieren. Dr. Kohletock reiste heute ab. iermit die traurige gefallen hat, unser 409(0 21170 W 14390 9 I 167.20 143 J 838« Auslands Wien, 2. August. Der Kaiser richtete an Taüsfe ein Handschreiben, worin er für die vielen Beweise liebevoller Theilnahme anläßlich der Vermählung seiner Tochter seinen, der Kaiserin und seiner Kinder innigsten Dank ausspricht. Der ungarische Premierminister erhielt ein gleiches Dankschreiben. Pest, 2. August. Im Kohlenschachte bei Fünfkirchen wurden drei Arbeiter durch schlagende Wetter getödtet. Im Szaßvarer Schacht wurden infolge Gasausströmung 11 Arbeiter ohnmächtig- drei derselben sind gestorben. London, 2. August. Der deutsche Botschafter Graf Hatz- seldt hatte gestern eine lange Unterredung mit Salisbury, Der arme Joseph. Scizzevon Erich zu Schirfeld. (Schluß.) Der Hund bellte wüthend dazu und hatte anscheinend micht wenig Lust, sein weißes, scharfes Gebiß an ihm zu versuchen. So schnell es ihm der Schreck und seine Schwäche erlaubte, eilte er von dannen. Ja, der Bauer ist hart und macht wenig Umstände. Er mag auch wohl oft genug Grund dazu haben, und man kann es ihm nicht verdenken, wenn er ungastlich wird gegen fremde, herabgekommene Menschenkinder. Der Bauer hatte ganz recht, — ganz recht! — Trotzdem fühlte er Mittags, als sie am wohlgedeckten Tische saßen, so etwas wie Reue und meinte: „Wir hätten den armen Teufel doch nicht so hart behandeln sollen, es kann unter zehn Schlechten wohl ein Guter sein. Wir wollen künftig lieber zehn Unwürdige erquicken, als einen Würdigen darben lassen um der anderen willen." So sprach er, aber dem armen Joseph war damit nicht geholfen. Er schleppte sich weiter, der Hauptstadt zu. Seine müden Augen brannten wie Feuer und in der Brust fühlte er ein seltsames Stechen. Zwei Thränen stahlen sich über die hageren Wangen und erstarrten zu Eis im struppigen Bart. — Das war die Kälte und der schneidende Ostwind, der ihm das Wasser in die Augen trieb. — Sieh, die Gegend sollte dir doch bekannt sein, Joseph! Nun freilich, dort die vier Pappeln standen schon vor vielen Jahren. Damals waren sie freilich kleiner. Noch einige Jahre, dann werden sie abgehauen. Als er diesen Weg zum letztenmale ging, da war es auch Winter. Die Felder waren bedeckt vom Schnee und am Himmel stand wie heute der bleiche Mond. Sie — nämlich die Mutter und er — hatten sich früh aufgemacht, um vor Tage die Heimath zu erreichen, denn es Bekanntmachung. Wegen Herstellungsarbeiten bleibt die Flügelszasse (Dammstraße) von heute ab bis aus Weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Gießen, den 4. August 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Kraemer. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 3. August. In der Universität wurde heute die Gedächtnißfeier für König Friedrich Wilhelm III. in der üblichen Weise begangen. Der derzeitige Rector der war Festtag und die Geschwister warteten auf den Kuchen, den sie mitbrachten. Damals hatte ihn auch gefroren und die Mutter hatte sich ihres warmen Rockes entledigt und ihn ihrem Joseph übergezogen. Unter dem Halse band sie ihn zu und er ging einher wie eine wandelnde Glocke. Er hatte gelacht vor Vergnügen, nun er warm wurde. Daß die Mutter für ihn klaglos weiter fror, bedachte er ja damals nicht. O, Mutterliebe, Mutterliebe! Wenn sie sehen könnte, wie er jetzt, nach so langer Zeit, — ein verlorener Mann — dieselbe Straße zog. Er setzte sich aus einen Baumstumpf, legte den Arm auf die Knie und verbarg das Gesicht. — Damals! — Sein Geist kehrte zurück zu den Tagen seiner Jugend. Wenn er im Frühling durch die Felder zog, wo die Saaten grünten und die Lerche in der blauen Lust ihr fröhliches Lied sang — das war doch schön. Dann lag er wohl im wogenden Klee auf dem Rücken und sah träumend empor zum glänzenden Frühlingshimmel. Die Bienen summten um ihn her und Schmetterlinge tummelten sich im warmen Sonnenschein. Heber ihm aber rauschte der Wind in den Zweien der Pappeln und ihre Blätter flüsterten geheimnißvoll. Das war wie ein Wiegenlied der Natur, die ihn in süßen Schlummer sang. So versenkt in Erinnerung saß er da und fühlte nicht den kalten Wind, der eine klagende Weise anstimmte in dem dürren Geäst über ihm, und er fühlte nicht, wie der Tod herankroch an sein müdes Herz. — Ein Nabe flog krächzend vorüber. Joseph fuhr erschrocken empor. „So zu schlafen, hinüber zu schlafen in die Ewigkeit, das wäre — nein, das wäre ja Sünde!" rief er und rieb sich die Stirn mit Schnee. Arn Horizont tauchte der Tag herauf aus der Dämmerung und der Mond verblich im Glanze der Morgenröthe. Die Sonne weckte neues Leben selbst in der Welt des Winters, nur Joseph wankte, müder als je, seinem Ziele zu. Nun war er in der Hauptstadt, aber die Hoffnung, die ihn endlich hergeführt hatte, erfüllte sich nicht. Hier waren I 1880. Bekanntmachung. Zu Wißmar und Niederquembach (Kreis Wetzlar) ist die Schafräude ausgebrochen. Gießen, den 2. August 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost. Leute im Ueberfluß, hier verlangte Niemand nach ihm. Er sah verzweifelnd um sich. Zufällig gelangte er in die Gegend eines Bahnhofs. Vor dem Portal desselben standen viele Wagen und Männer in blauen Blousen. Jetzt mußte wohl ein Zug eingelaufen fein. Reifende strömten in großen Schaaren aus dem Gebäude, gaben ihre Sachen den Kutschern oder Dienstleuten und entfernten sich. Er hatte sich zu den Blousenmännern gestellt und wartete. Da kam ein feiner Herr, musterte die Reihe der Dienstleute, die sich zu ihm drängten, und winkte dann Joseph, den er mitleidigen Blickes fragte, ob er ihm seine Tasche tragen wolle. „Sie ist nicht schwer," setzte er hinzu. Joseph nickte dankbar. Aber als er sich anstrengte, die Last zu heben, taumelte er und stürzte lautlos zu Boden. Ein Schutzmann, der ihn schon lange beobachtet hatte, rief eine Droschke herbei. Joseph wurde hineiugelegt und in ein Krankenhaus gebracht. Der anwesende Arzt erkannte geübten Auges sofort das Leiden und ließ den Ohnmächtigen in ein warmes Bett bringen. Man flößte ihm einige Tropfen Wein und ein wenig Bouillon ein und über sein bleiches Gesicht flackerte ein rosiger Hauch. Dann ließ man ihn ruhen und stille ward es im Gemach. Nach einiger Zeit sah der Arzt wieder nach dem Kranken, der mit geschlossenen Augen dalag. Ein zufriedenes Lächeln verklärte seine Züge, er war ein* geschlafen, — er hatte eine Hejrnath gesunden. Der Arzt legte prüfend seine Hand auf Josephs Herz, und als er zurücktrat, glänzte es feucht in feinen Augen. „Er starb an den kalten Herzen feiner Mitmenschen," sprach er bewegt. Der Artikel aber, den die Zeitungen über diesen „Vorfall" brachten, schloß mit den Worten: „Als Todesursache nahm man ursprünglich Mangel an genügender Nahrung an. Diese Voraussetzung hat sich jedoch als falsch erwiesen, da man noch ein Zehupsemügstück bei iljnt vorgefunden hat. Der Verstorbene dürfte einem älteren Herz - oder Lungenleiden erlegen sein." Armer Joseph! Deutsches Reich. Berlin, 3. August. Kaiser Wilhelm hat auf seiner am Freitag in Begleitung der Manöverflotte angetretenen Reise nach England am Samstag in Ostende einen ebenso großartigen wie begeisterten Empfang gesunden, der hinlänglich davon Zeugniß ablegte, welcher Sympathien sich der kaiserliche Enkel Wilhelm I. auch in Belgien erfreut. Die gesummte belgische Königsfamilie war zur Begrüßung des hohen Gastes in Ostende erschienen, ebenso hatten sich daselbst fast sämmtliche Minister und zahlreiche sonstige höhere Staatsoder Hochwürdenträger Belgiens eingcfunden; außerdem war Ostende anläßlich des deutschen Kaiserbesuches zum Zielpunkt eines riesigen Fremdenzufluffes geworden. Die Begrüßung zwischen Kaiser Wilhelm und den belgischen Majestäten, sowie den übrigen zum Empfang erschienenen Mitgliedern des belgischen Königshauses trug einen ungemein herzlichen Charakter, ebenso diejenige zwischen Prinz Heinrich von Preußen und der belgischen Königsfamilie. Der Kaiser und Prinz Heinrich hatten ihr Absteigequartier im königlichen Seeschlosse genommen. Im Laufe des Sonntags verließ der Kaiser, nachdem ihm zu Ehren, trotz der beschränkten Zeit, eine Reihe von Festlichkeiten veranstaltet worden waren, Ostende mit der Flotte wieder und setzte die Fahrt nach England fort. In der Nacht zum Montag langten das deutsche Geschwader auf der Höhe von Dover an, der Landung des Kaisers in Cowes auf der Insel Wight wurde für Montag Nachmittag ent- ,gegengesehen. wobei die letzten Abmachungen über die Abtretung Helgolands vereinbart wurden. Madrid, 2. August. Aus der Provinz Valencia wurden von gestern 59 Erkrankungen und 34Todesfälle an Cholera gemeldet. — Die Strikes in Manresca und Malaga sind als beendet anzusehen. Lifsabon, 2. August. Osficielle Meldungen bestätigen den Ausbruch der Cholera in Badajoz. Die portugiesischen Behörden ergriffen energische Maßregeln, um die Einschleppung der Krankheit zu verhüten. Konstantinopel, 2. August. Der britische Botschafter White wurde nach seiner Rückkehr vom Sultan in Audienz empfangen. — Der russische Botschafter Nelidow hat sich nach Sewastopol eingeschifft. Sansibar, 31. Juli. Der stellvertretende Reichscom- missar kehrte heute von der Expedition gegen Mahenge hierher zurück. Die Masiti entflohen vor ihm und der letzte der aufständischen Häuptlinge, Pangire, unterwarf sich. Auch die Pacificirung der Nordprovinz bis Rufidji ist beendet. Es herrscht, entgegen der „Times"-Meldung vom 31. Juli, völlige Ruhe. Newyork, 2. August. Nachrichten aus La Libertad bestätigen die Niederlage des Generals Rivas in Salvador. Nivas flüchtete, wurde aber verfolgt, gefangen und am Freitag öffentlich erschossen und sein Leichnam aus der Plaza Armas ausgestellt. Verschiedene Personen sind stark compromittirt und eine Untersuchung ist eröffnet. Die Belagerung San Salvadors dauerte 40 Stunden. Die Stadt ist stark beschädigt, gegen 100 Personen sind getödtet. Die Regierungstruppen, welche sich an der Verschwörung bethei- ligten, haben sich unterworfen und sind bereit, nöthigenfalls an die Grenze zurückzukehren. Buenos Aires, 2. August. Der Congreß beschloß ein dreitägiges Moratorium. Die Börse wird wahrscheinlich am 15. August wieder eröffnet. Buenos Ayres, 2. August. Telegramm des Reuter'schen Bureaus. Die Ministerkrise ist noch nicht erledigt. Dr. Caruno, Generaldirector der Posten und Telegraphie, hat seine Entlassung gegeben. Die Ordnung ist nicht gestört, die Börse bleibt aber noch geschlossen. Vierteljähriger Aöonnemenlspreis» 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaclion, Expedition und Druckerei: Schutsiraße Zlr.7« Fernsprecher 51. 5*. — E ordosl \ Mge Sucht Pterin in die M § tiernuw u Müller, Lowengasse.^ «8«n etnhttt «tfuit Uice|traje 14,2. ®age. £ ü 12w 45_____— ö 12>° 442 8- 8-‘ — Soldreick ict Rente irrcnte m. ,1. w* 5 Ä c,»- «sS» »ot Wn-ahnzüge. AbfaU 435 4ö9 ß23 804* 9'o0 11« 4 ”442"^06 IM 8^. 'YM 2.-4. ftlafcC jz 127 347 809 9’1 n* 12'^ l40 $3*. ).> 127 lifw 12 4 440 E* 911. ,u /führt 2,—4. Klasse).__ »ui yw "1210 4415^7^821 Universität, Geheimer Justizrath Professor Hinschius, hielt die Festrede, in der er die Pflicht der Dankbarkeit gegen den Gründer der Universität betonte. Nach Mittheilung der Resultate der Preisausschreiben sowie Verkündigung der neuen Themata feierte der Redner die unablässigen Bestrebungen Kaiser Wilhelms II., im Sinne seines Großvaters die Segnungen des äußeren Friedens dem Lande zu erhalten, sowie den inneren Frieden durch Linderung der socialen Noth herbeizusühren und sicherzustellen und schloß mit dem Gelübde unentwegter Pflichttreue, deren Früchte der Universität zur Ehre, der deutschen Wissenschaft zum Ruhme, dem Vaterlande zum Heil und Segen gereichen würden. Wien, 3. Juli. Der „Wiener Zeitung" zufolge bewilligte der Kaiser dem Landespräsidenten der Bukowina, Freiherrn Pino von Friedenthal, unter Anerkennung der vorzüglichen, von ihm geleisteten Dienste die aus Gesundheitsrücksichten erbetene Entlassung und Uebernahme in den dauernden Ruhestand. Graz, 3. August. Der Kaiser Franz Joses traf heute Morgen 6 Uhr zur Eröffnung der Land es aus stell ung ein und wurde am Bahnhofe von den Spitzen der Behörden empfangen. Auf eine Ansprache des Bürgermeisters antwortete der Kaiser, er sei überzeugt, daß die Ausstellung den Beweis liefern werde von dem rastlosen Streben Steiermarks nach edlem Fortschritte und gedeihlicher Entwicklung aus dem Gebiete des geistigen und wirthschastlichen Lebens. Er freue sich sehr, einige Tage inmitten der Steirer sein zu können. Unter Glockengeläute und enthusiastischen Kundgebungen fuhr der Kaiser in die festlich geschmückte Stadt. Rom, 3. August. Dem „Capitan Fracassa" zufolge werden in diesem Jahre die Generale Pianell und Pelloux an Stelle von Cosenz die Grenzen inspiciren. Madrid, 3. August. In Arges, Provinz Toledo, sind vier Cholerafälle vorgekommen. Die portugiesische Regierung hat aus sanitären Rücksichten das Einlaufen von Eisenbahnzügen in das portugisische Gebiet untersagt und es werden daher sämmtliche Eisenbahnzüge an der Grenze angehalten. Lissabon, 3. August. Infolge einer Anordnung der Regierung werden die mit der Eisenbahn an der Grenze ankommenden Reisenden einer Quarantäne unterworfen. Das Eintreffen der Post wird dadurch um einen Tag verzögert. Petersburg, 3. August. Der Kriegsminister Wannowski erhi^i aus Anlaß seines heutigen sünszigjährigen Offiziersjubiläums ein sehr gnädiges, seine Verdienste würdigendes kaiserliches Rescript, welches unter anderen folgende Stelle enthält: „Unser Vaterland bedarf zweifellos einer starken und wohlorganisirten Armee, welche aus der Höhe der zeitgenössischen Entwickelung des Militärwesens steht; jedoch nicht sür agressive Zwecke, sondern einzig zur Wahrung der Integrität und Ehre des russischen Staates. Die unschätzbaren Güter des Friedens schützend, welche ich mit Gottes Hilfe Rußland noch lange zu erhalten hoffe, will ich die Wehrkräfte des Landes in gleicher Weise entwickeln und vervollkommnen, wie die anderen Zweige des Staatslebens, ohne die Grenzen der Mittel zu überschreiten, welche die wachsende Bevölkerung und die sich bessernden öconomischen Verhältnisse des Staates gewähren." Ferner wurde Wannowski anläßlich seines Jubiläums ä la suite des finnländischen Leib-Garde-Regiments gestellt und zum Ehrenpräsidenten der militär-medicinischen Akademie, sowie zum Ehrenmitgliede des Generalstabs der Akademie ernannt. focokc »nd provinzielle». Gießen, 4. August. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 26. Juli den Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen Professor Karl Pichler aus sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner mit Treue und Eifer geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 16. September an, in den Ruhestand zu versetzen. — Am 7., 8. und 9. d. M. feiert das Corps Starken- burgia dahier sein fünfzigjähriges Stiftungsfest. Das aus Activen und „alten Herren" des Corps bestehende Festcomite ist, gestützt auf recht beträchtliche Fonds, schon seit Wochen sehr rührig mit den Vorbereitungen beschäftigt und verspricht dementsprechend die Feier, nach Allem, was wir darüber gehört haben, eine recht gelungene zu werden. Ueber das Programm, soweit es für weitere Kreise von Interesse sein dürste, sind wir in der Lage folgende Mittheilungen zu machen: Donnerstag den 7. Aug., Abends 8 Uhr: Fackelzug, ausgehend von der Lahnbrücke. Darauf Festcommers in Steins Garten, zu welchem auch an Vertreter der Universität, des Osfiziercorps, sowie der staatlichen und städtischen Behörden Einladungen ergangen sind. Freitag den 8. Aug., Abends 8^2 Uhr: großes Feuerwerk an der Lahn, im Garten der Pulvermühle, dessen Schluß die Beleuchtung der Burgen Gleiberg und Vetzberg bilden wird. Samstag den 9. Aug., Mittags 5 Uhr: Gartenfest in Steins Garten mit anschließendem Tanz. Wir glauben ganz besonders aus das Feuerwerk am Abend des 8. August aufmerksam machen zu sollen, welches namentlich deshalb in das Programm gestellt wurde, um auch der Gesammtheit der Bewohner Gießens etwas zu bieten. Die Theilnahme an der Feier seitens der „alten Herren" scheint eine sehr lebhafte zu werden - eine sehr große Anzahl Festgäste, darunter solche aus Frankreich, Italien, Schweden, ja selbst aus Amerika sind angemeldet. — Entsprechend dem Wunsche dieser früheren Gießener Studenten, nach langen Jahren die alte Musenstadt wiederzusehen und an der liebgewonnenen Stätte frohe Jugenderinnerungen aufzufrischen, wurde Gießen zum Festorte bestimmt und glauben wir deshalb die Erwartung aussprechen zu dürfen, daß die Einwohnerschaft unserer Stadt ihrerseits die altbekannten Gäste -urch Beflaggen der Häuser während der Festtage entsprechend begrüßen wird. — Wie aus dem Jnseratentheil ersichtlich, veranstaltet die Capelle des 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 116 morgen (Dienstag) Abend ein Extra-Concert in Steins Garten. Wennschon die Leistungen der Capelle einen zahlreichen Besuch des Concerts verdienen, so darf bei diesem Concerte um so eher auf rege Theilnahme des Publikums gerechnet werden, als der Gesammt-Ertrag des Concerts dem „Jnvalidendank", Verein zur Förderung der Erwerbsthätigkeit deutscher Invaliden, überwiesen werden wird. — Gehört Wein zu den Arzneimitteln im Sinne des Krankenkassen-Gesetzes? Für einen der Kasse angehörigen, am Typhus erkrankten Arbeiter in Berlin war vom Arzte Portwein in Höhe von 59 Mk. aus der Apotheke verordnet worden. Die Berliner Ortskrankenkaffe verweigerte die Zahlung und stützte sich zur Begründung auf den Woedtke'schen Commentar zum Krankenversicherungs-Gesetz und auf den derzeitigen Commissionsbericht. Der Berliner Magistrat entschied im gegenteiligen Sinne, das Berliner Amtsgericht aber wies den Kläger ab. Die Sache kam darauf ans Landgericht und endete hier mit Verurtheilung der Kasse. Als Sachverständiger wurde neben dem Arzte, der ausdrücklich nach dem Vorgänge von Professor Liebermeister den Wein als Arznei verordnet hatte, auch der Geh. Medicinalrath Professor Senator in Berlin vernommen. -r. Alsfeld, 2. August. Von einer fremden (wie man hört Wiener) Actiengesellschaft wurde in der Nähe des hiesigen Bahnhofes Gelände angekauft zur Errichtung einer größeren Möbelfabrik. Eine vier Morgen große Wiese wurde mit 32000 Mk. bezahlt. Mach-Mücke oder Mach-Grimberg? Unter vorstehender Überschrift veröffentlichen die „Neuen Hessischen Volksblätter" ein längeres Eingesandt über den bekanntlich im letzten Landtag genehmigten Weiterbau der Nebenbahn Hungen-Laubach nach einem Punkte der Oberhessischen Eisenbahnen. Der Einsender führt aus, daß, wer aus der Karte die projectirten Linien Friedberg-Hungen und Grünberg- Londorf-Lollar verfolge, werde sich wundern, wie man überhaupt noch im Zweifel sein könne, wo der naturgemäße Anschluß nach Norden zu suchen sei, nämlich in Grünberg. Das letztere Project sei bereits ausgearbeitet und werde die Länge dieser Bahn nur elf Kilometer, die höchste Steigung 1 : 80 betragen. Anders lägen die Verhältnisse, wenn der Plan Sr. Erlaucht des Herrn Grasen zu Solms-Laubach zur Ausführung komme. Danach solle die Bahn in colossalem Bogen nach der Solms-Laubach'schen Standesherrschast Freienseen und von da nach Station Mücke geleitet werden. Diese Strecke würde aber eine Länge von 17 Kilometern und eine höchste Steigung von 1 : 50 haben. Die Oberhessische Bahn von Grünberg nach Mücke sei 5 Kilometer lang, sodaß nach letzterem Project die Strecke Laubach-Mücke-Grünberg 22 Kilometer betragen werde. In einer guten Stunde gehe man von Grünberg nach Laubach zu Fuß, — wem werde es da einsallen, die Bahn zu benutzen! Auch von Laubach nach Mücke selbst werde die Bahn über Freienseen über einen Kilometer verlängert. Von einer directen Linie Friedberg-Hungen- Alsfeld könne also über Freienseen keine Rede sein. Das Baucapital und die Kosten des Betriebs würden über Freienseen in Folge doppelter Fahrzeit und höherer Steigungsverhältnisse ganz außerordentlich erhöht. Hierzu komme noch, daß Laubach selbst wenig Verkehr habe, daß die Bahn Hungen-Laubach wohl am schlechtesten von allen bereits gebauten Nebenbahnen rcntiren werde, daß nur einigermaßen auf Rentabilität derselben gerechnet werden könne, wenn ihr durch vorteilhafte Weiterführung Verkehr zugeführt werde. Sei nun aber durch's Seenthal wirklich so viel Verkehr zu erwarten, daß es rentiren würde, die zu erbauende Strecke um das doppelte zu verlängern, einen kostspieligeren Betrieb einzurichten, die verkehrsreiche Stadt Grünberg ganz bei Seite zu setzen, und auf eine gerade Verbindung Londorf-Lollar ganz zu verzichten? Wenn Mücke noch ein Platz wäre wie Grünberg ober die Orte des Seenthals außer Freienseen hätten viel Beziehung und Verkehr nach Laubach, dann könne man ein Project Laubach - Mücke noch angehen lassen. Freienseen sei aber der einzige Ort, der eine etwas ergiebige Station dieser Linie werden könne und zwar durch Holzfracht, dürfte dann aber der Stadt Laubach ebenso Schaden bringen, wie Mücke der Stadt Grünberg. In Weickartshain, Klein-Eichen, Lardenbach und Stockhausen seien wohl etwas Weber, die aber sämmtlich für Grünberger Fabrikanten arbeiteten und nichts zu verfrachten hätten. Das Eifensteinbergwerk im Seenthal fei von keiner großen Bedeutung und könne als dauernde Abfatzquelle nicht in Betracht kommen. Die Mücke selbst sei eine verkehrsreiche Feldstation für viele Orte des Vogelsberges, die Thäler und Straßen dieser Orte liefen hier zusammen. Von diesem Verkehr aber habe Laubach nichts, die projectirte Bahnstation nur wenig zu erwarten. Ehe die Oberhessische Bahn gebaut gewesen sei, hätte sich dieser Verkehr in Grünberg concentrirt. Die Mücke hvbe letzterer Stadt einen großen Theil dieses Verkehrs entzogen und habe beigetragen, daß Grünberg, das in den letzten Jahren außerdem Kreisamt, Rentamt, Forstamt, mehrere Richter und eine Districtseinnehmerei verloren, beschnitten und geschädigt wurde, wie keine Stadt Hessens. Was sei dagegen für Laubach in den letzten Jahren von Seiten des Staates nicht Alles geschehen! Man solle doch der Stadt Grünberg nicht noch mehr Verkehr durch eine geradezu widernatürliche Umgehung derselben mit dieser Linie entziehen. Grünberg sei trotzdem noch immer ein anderer Platz als Mücke. Der stärkste und bedeutendste Frachtmarkt Hessens habe sich hier noch erhalten. Vogelsberg und Wetterau brächten theilweise ihre Erzeugnisse hier zu Markt. Laubach selbst habe noch viel Verkehr nach Grünberg. Trotz der Bahn nach Hungen kämen noch viele Chaisen von Grünberg nach Laubach. Von Londorf habe die Bahn Laubach-Hungen später einen bedeutenden Güterverkehr zu erwarten, wenn die reichen Lung- steinlager der Rabenau nach Erbauung der Bahn Gründe,rg--- Lollar aufgeschlossen werden könnten. Mache man aber der Stadt Grünberg den Vorwurf, daß sie sich seither nicht genügend um die Bahn bemüht habe, so sei dieser Vorwurf doch wohl nicht ganz gerechtfertigt. Seitens der Stadt feien f. Z. dem Vorsitzenden des Comites „zur Erbauung der Bahn Hungen-Grünberg" 500 Mark zu Vorarbeiten übergeben worden, die Spar- und Leihkaffe stelle ein zinsenfreies Capital von 25 000 Mark den betreffenden Gemeinden zur Erwerbung von Gelände zur Verfügung. Grünberg habe ebenso wie Hungen s. Z. seine Beihilfe in der Erwartung gegeben, daß. Seitens des Comites die möglichsten Schritte zur Erbauung einer Linie Hungen-Laubach-Grünberg geschehen würden. Wie viel weniger es Sr. Erlaucht dem Herrn Grafen zu Solms- Laubach um Erbauung der Bahn von Laubach nach Grünberg,, als von Laubach nach Mücke zu thun sei, das beweise fein energisches Eintreten. für letzteres Project im Landtage. Zum Schluffe seiner Ausführungen, die wohl nicht ohne Widerspruch bleiben werden, bemerkt Einsender, der bekannte Zusatz „Erbauung einer Nebenbahn von Laubach nach einem Punkte der Oberhessischen Eisenbahn zwischen Mücke und Grünberg mit möglichster Berücksichtigung des Seenthals" fei von Herrn Ministerialpräsident Weber dahin erläutert worden, daß sich die Regierung auch dann nicht an diesen Zusatz gebunden betrachte, wenn dieses Project (Freienseen-Mücke) als möglich^ jedoch nicht zweckmäßig befunden würde. vermischte». t Darmstadt, 2. August. Die Großherzogliche Train- Compagnie wird am 1. October ds. Js. nach Hinzutritt einer weiteren Compagnie in ein Bataillon formirt, welches die Bezeichnung „Großherzoglich Hessisches Train-Bataillon Nr. 25" führen wird. * A Mainz, 3. August. 17. Generalversammlung des deutschen und österreichischen Alpenvereins. Neben Vorbesprechungen zu der General-Versammlung war der gestrige Tag ausschließlich dem Vergnügen gewidmet, durch welche die Theilnehmer ein Stück unseres rheinischen Lebens zu kosten Gelegenheit hatten. Eine Besichtigung der großen Sectkellerei der Firma Kupferberg hier,, bei welcher manches herzliche Wort gewechselt und auch manches Gläschen schäumenden Weines auf die Verbrüderung zwischen Deutschland und Oesterreich geleert wurde, folgte um die Mittagsstunde mit dem Dampfer „Frauenlob" eine Rheinfahrt nach Rüdesheim, an welcher etwa 1500 auf das Beste gelaunte Personen, Herren und Damen, theilnahmen. Eine von den lebenslustigen Mainzern arrangirte Rheinfahrt nach Rüdesheim bedarf keiner Beschreibung mehr, denn Jeder, der den Rhein kennt, kennt auch jenes frohe, fröhliche Leben, welches den Dichterwunfch hervorgerufen: „Nur am Rhein da möcht ich leben, nur am Rhein begraben fein!" In Rüdesheim ging es unter Voranmarsch eines Musikcorps nach der Zahnradbahn, die die meisten der Festtheilnehmer nach dem Niederwalde brachte. Leider trat hier ein schweres Gewitter sehr störend ein und gerade in dem Augenblicke, als Director Dittmar von Mainz die der Germania huldigenden Rede vor dem Denkmal beendigt hatte, öffneten sich die Schleusen des Himmels und ein wolkenbruchartiger Regen zwang die Festtheilnehmer, in den Waggons der Hochwaldbahn Schutz zu suchen. Bei der Wiederankunft in Rüdesheim war es mit dem Regen zu Ende und im Nu war die durch denselben hervorgerufene gedrückte Stimmung auch wieder in das volle Gegentheil verwandelt. Wohl der schönste Theil des Ausflugs war die Rückfahrt mit dem Dampfer hierher. Durch das Gewitter war die große Hitze des Nachmittags beseitigt und in gehobener Stimmung gaben sich die Festtheilnehmer dem Anblick der herrlichen Ufer des Rheins hin. In der Gegend von Erbach trat Dunkelheit ein und begann unterhalb Eltville die Beleuchtung der Villen. Es war geradezu ein feenhaftes Bild, diese lange Reihe von prachtvollen Landhäusern und Villen, welche sich von Eltville bis gegen Biebrich hinzieht, mit herrlichen Lichieffecten sich in den Wellen des Stromes abspiegeln zu sehen. In den verschiedenen Orten stand die halbe Bevölkerung an den Ufern und begrüßte das Festfchiff mit tauten Zurufen, in welche sich der Donner von unzähligen Böllerschüssen mischte. Gegen 11 Uhr landete unter den Klängen einer Musikcapelle das Schiff wieder in Mainz, wo eine vieltausendköpfige Menge die Ufer belagerte und zu dem reizenden Nachtbild, das die Aurea Moguntia mit der herrlichen Beleuchtung der beiden großen Rheinbrücken bot, eine prachtvolle Staffage bildete. Die eigentliche Generalversammlung fand heute Vormittag unter dem Vorsitze des Landgerichtsraths Ritter von Adamek von Wien im Akademiesaal des Kurfürstlichen Schlaffes statt.. Mit äußerst warmen Worten dankte Ritter von Adamek bei der Eröffnung Mainz und feiner Bevölkerung für den herzlichen Empfang, den sie der Generalversammlung nach jeder Richtung hin bereitete. Namens der hessischen Regierung begrüßte Kammerherr v. Grancy und Namens der Stadt Oberbürgermeister Dr. Oechsner die General-Versammlung. Beide Redner dankten für die Wahl von Mainz, als Versammlungsort und verliehen beide Redner dem Gedanken Ausdruck, daß der Alpenverein dazu beitrage, daß die Allianz, welche zwischen den Monarchen von Oesterreich und Deutschland geschlossen, sich auch bei der Bevölkerung der beiden Staaten immer üppiger entwickele. Die sich hieran knüpfenden, für das größere Publikum nur getheiltes Jn- tereffe habenden geschäftlichen Verhandlungen des Vereins währten mehrere Stunden. Aus denselben ist nur mittheilens- ^erth, daß die nächstjährige Generalversammlung in Graz stattfindet. Um die im Allgemeinen etwas trockenen Verhandlungen einigermaßen anzufeuchten, hatte die Stadt Mainz in den Ncbenräumen ein Buffet aufgestellt, dem es an Zuspruch nicht fehlte. Au dem am Nachmittag stattfindenden allgemeinen Banket in der „Stadthalle" nahmen über 500 Personen Theil. Neben den üblichen offiziellen Toasten wurden Hochs auf Mainz, die Frauen 2c. in reichem Maße ausgebracht. * E Lg so Mragende SÄ-1 ine Abordnung von unb etwa jwoy ebenso W-nt-n d-s D°hmg- lichw Aü °°llr°g & MeSapeHe ließ °°r > welcher mnches Alis eines Chorals und et ertönen. h. Königsberg v entlud sich über uns wetter. tarn so b Wetter aushalten muß regnete und hagelte V Tag sei erschienen. $ eiern; er lag durchschl Ernte ist vernichtet; Aehren und die Halm, geschlagen, die Koruha den Obstbäumen Häm heruntergeMagen, so daran gewesen. Kar: überschwemmt und st namentlich Vögel, sm gerichtete Schaden ist gedenken hat die Eri tt'vko, Ä', aber auch solche Veri *= Frankfurt a laudesgerichtspr Kaiserlicher Geheimer Rath im Reichsjustizar Amtes übernommen, zu einmüthigem Zufar im Interesse des rechk *= Frankfurt a. wird der deutsche geistiger Getränk sammlung abhalten, «ung der Mä&igfei Ner Sttuckmann-Hil » Lande, TOi @r„ durchs Wütigen über b, Mldack abzuhÄtend (Wer Htrsch-Lm^ Ä** die Turner des l U,^picmgen. Die's unb ^et'°nen bchr! ™ war es ein W-gen i)ie0äji •>*Ä"» der top grauen M den Gruv^^'svei ßch J“ e u 6370 KtzD. f'=teb«n=r !° i=i bieÄ 1 Utiti bet k k utf r®r6«uuttg bet»1? °r«rbeiten | -e S8o5» bMmfreies $.in "H* 5?S- S’*5 "b®*iu60(^e Stiinbetg, [ ! b“ä beweise (ein s ; '®8anbtaqe L," ( S*e®Npn Eiannt= Sufab $ «en Punkte bet ! unb Griinberq mit * v UI ei?n o en' bQ6 sich .^uZchtz aMen ■n-^utfe) als mögtich^ j Herzogliche Train- • Js. nach Hinzutritt Uon fomirt, welches ches Train-Bataillon eneralversamm- ^ichischen Alpen- J der General-Ber- Äich dem Vergnügen r ein Stück unseres : hatten. Eine Be- :rma Kupserberg hier^ gewechselt und ach aus die Verbrüderung geleert wurde, folgte jer „Frauenlob" eine : etwa 1500 aus das Damen, Teilnahmen, arrangirte Rheinsahtt ung mehr, denn Jeder, srohe, ftöhliche Leben, en: ^Nur am Rhein begraben \ein!u In. ünesMusikcorps nach Festtheilnehmer nach hier ein schweres Ge- bem Augenblicke, als Zermania huldigenden le, öffneten sich die lkenbruchartigcr Regen igaons der Hochwald- eöeranfunft in Riides- . und im Nu war die Stimmung auch wieder M der schönste Theü 'beut ÜMi-r Wer- üite des Wlt* $gaben sch * Mr d-s fei eit ein und beg» bet SM »* •hf« X 1 $UtU ndite Gegm des S-gfJS >e" 6 ber beiden 8eleU r“ ff« e bild-te- ®‘Äe »f lun9j,Mä M- :)M>1 itS m te -- »'f1«W Raven-d°r genera^S^' 8* *J5 *5 ‘Stf 5 tn v^MnMernng A'nul S- -«K 3:^? 3? o^L * Wetzlar, 1. August. Nachdem gestern Abend die Leiche des bei Mainz verunglückten Einjährigen Adolf Guht hierher verbracht war, hat heute Nachmittag die Beerdigung des so früh Verblichenen in feierlicher Weise stattgesunden. Unzählige Leidtragende umstanden die Gruft, in welche die irdische Hülle des jungen Mannes versenkt wurde, der im Dienste des Vaterlandes sein junges Leben hergegeben hat. Auch das Regiment, welchem der Verblichene angehörte, hatte eine Abordnung von mehreren Offizieren, einem Wachtmeister und etwa zwanzig Dragonern zu der Leichenfeier entsendet - ebenso hatten die Einjährigen sämmtlicher Schwadronen es sich nicht nehmen lassen, ihrem Heimgegangenen Kameraden und Freunde die letzte Ehre zu erweisen. Wie die Friedhofscapelle , die in einen Schmuck duftigen Grüns gekleidet war, so wurde die Grabstätte, zu welcher die Dragoner den Sarg hintrugen, alsbald mit einem Hügel prächtiger Blumen- und Kranzspenden überdeckt, welche Liebe und Freundschaft dem Andenken des Dahingeschiedenen gewidmet hatten. Den kirchlichen Act vollzog Herr Oberpfarrer Roebenacke. Die städtische Capelle ließ vor und nach Beendigung der Feier, während welcher manches Auge feucht wurde, die feierlichen Klänge eines Chorals und eines Grabliedes über die Begräbnißstätte ertönen. h. Königsberg bei Rodheim a. d. B., 3. August. Gestern entlud sich über unsere Gemarkung ein furchtbares Hagelwetter. Es kam so schnell heran, daß fast alle Feldarbeiter im Wetter aushalten mußten. Es wurde finster, blitzte, donnerte, regnete und hagelte so stark, daß man glaubte, der jüngste Tag sei erschienen. Der Hagel fiel in Stärke von Taubeneiern ,- er lag durchschnittlich 20—30 Ctm. stark. Die ganze Ernte ist vernichtet,- fast keine Körner sind mehr in den Aehren und die Halmen sind wie gewalzt oder in die Erde geschlagen, die Kornhausen fielen um wie Kartenhäuser. An den Obstbäumen hängen die Aeste herunter, das Obst ist heruntergeschlagen, so daß es scheint, als wären die Raupen daran gewesen. Kartoffeln und Gemüse sind entwurzelt und überschwemmt und stehen da ohne Blätter. Viele Thiere, namentlich Vögel, sind erschlagen. Der im Dorfe selbst angerichtete Schaden ist ebenfalls beträchtlich. Seit Menschengedenken hat die Ernte hier nicht so schön gestanden, es ist aber auch solche Verwüstung derselben noch nicht dagewesen. *— Frankfurt a. M., 2. August. Der neue Oberlandesgerichtspräsident Dr. jur. Hagens, bisher Kaiserlicher Geheimer Ober-Regierungsrath und vortragender Rath im Reichsjustizamt, hat heute die Geschäfte seines neuen Amtes übernommen. In seiner Ansprache forderte derselbe zu einmüthigem Zusammenwirken sämmtlicher Justizbeamten im Interesse des rechtsuchenden Publikums auf. *= Frankfurt a. M., 2. August. Am 22. September wird der deutsche Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke in unserer Stadt seine Jahresversammlung abhalten. Auf der Tagesordnung steht: Die Stellung der Mäßigkeitssache zur Socialreform (Oberbürgermeister Struckmann-Hildesheim),- Das Branntweintrinken auf dem Lande, aus Grund einer aufgenommenen statistischen Untersuchung durch ganz Deutschland (Prof. Böhmert-Dresden). Mittheilungen über den am 3., 4. und 5. September in Christiania abzuhaltenden internationalen MäßigkeitH-Congreß (Pfarrer Hirsch-Lintorf und A. Lammers-Bremen.) * Coblenz, 3. August. Achtzehntes Mittelrhein. Turnfest. Die Feststadt hat sich in ein glänzendes Festgewand gekleidet, um die Turner des Mittelrheinkreiscs der Turnsache würdig zu empfangen. Die Festhalle, auf dem prächtigen Clemens- platz erbaut, ist ein Musterbau zu nennen und kann bequem 6000 Personen beherbergen. Dieselbe ist wasserdicht gedeckt und so war es ein Glück zu nennen, daß bei einem am Samstag Nachmittag Hierselbst niedergegangenen heftigen Gewitterregen die Gäste einen trockenen Aufenthalt finden konnten. Am Samstag Abend begrüßte Namens der Stadt Coblenz Herr Stadtverordneter Arndt die Gäste, sie herzlich willkommen heißend am schönen Rhein mit seinem guten Wein und schönen Frauen und Jungfrauen. Ihm dankte Namens der Gäste Herr Kreisvertreter Rothermel aus Darmstadt, den Gruß erwidernd und hoffend, daß der leider erkrankte, sich um die Turnsache hochverdiente Oberbürgermeister bald | wieder genese und, da er noch Junggeselle, sich doch eine schöne Coblenzerin zu eigen machen möge. Unter Absingen von recht schönen, dem Feste entsprechenden Liedern, wobei die hiesigen Gesangvereine ganz vorzügliches boten, unter weiteren zündenden Ansprachen und Toasten, gewürzt mit den Klängen einer herrlichen Musik, verschwanden nur zu rasch die frohen Stunden. Der Sonntag Morgen brachte dann per Schiff und Bahn unzählige Gäste, und bei dem lebhaften Temperament der Rheinländer dürste für heute ein Fest erwartet werden, wie man es nicht allein in Gießen, sondern auch hier gewohnt ist. Zwar zeigte am heutigen Sonntage der Himmel zuerst ein trübes Gesicht, er hellte sich jedoch aus und es ist eben ein Prachtwewer, bei welchem sich der Festzug recht imposant entwickeln konnte. An dem Zuge beteiligten sich außer ca. 3000 Turnern auch die hiesigen Gesang- und Sportsvereine, die Behörden rc. Im Festzug befanden sich 139 Fahnen und waren in demselben 12 Musikcorps vertheilt. An dem Wettturnen heute Nachmittag betheiligen sich 60 Musterriegen. + Aus Kurheffen, 3. August. Reichstagsabgeordneter a. D. Herrlein f. Eine der bekanntesten Persönlichkeiten im öffentlichen und parlamentarischen Leben des ehemaligen Kurstaates, der Abgeordnete Franz Joses Herrlein zu Margarethenhaun bei Fulda ist in der Freitagnacht gestorben. Der „alte Herrlein", wie er kurzweg genannt wurde, hat ein Alter von 72 Jahren erreicht, er ist an Altersschwäche gestorben. Im Jahre 1818 geboren, hat Herrlein seit Anfang der Fünfziger Jahre bei Allem, was in Kurhessen sich auf der Oberfläche des politischen Lebens bewegte, eifrig mitgewirkt, mitgerathen und mitgethan. Er war ein eifriger Verfechter klerikaler Ideen, ein Wortführer der Centrumspartei auf dem Lande. Nachdem er bereits in den Vierziger Jahren Mitglied des Bezirksrathes gewesen, wurde er 1852 als Vertreter der größeren Grundbesitzer Kurhessens in die zweiten Ständekammer gewählt, der er bis zum Jahre 1863 angehörte. Als hieraus die beiden Kammern in eine Ständeversammlung umgewandelt wurden, wählte man Herrlein selbstredend auch in diese Körperschaft, welches Mandat er bis zur Auflösung Kurhessens in eine preußische Provinz bekleidete. Von da an war er für die Interessen seiner ländlichen Heimath unausgesetzt als Mitglied des ständischen Verwaltungsausschusses, des kurhessischen Communallandtages Kreis-Deputirter, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Vereins u. s. w. thätig und verstand es meist mit Energie und Geschick dieselben erfolgreich wahrzunehmen, so daß die Fuldaer Gegend, die Rhön u. a. O. ihm manche segensreich gewordene Zuwendung für öffentliche Einrichtungen aus staatlichen und communalen Mitteln verdankt. — Im Sommer 1867 wurde Herrlein als Vertrauensmann nach Berlin berufen und vertrat von da an bis 1879, also während der 1., 2., 3. und 4. Legislaturperiode, den Wahlkreis Fulda-Schlüchtern-Gers- feld im Reichstage, ebenfalls während der gleichen Zeit den Wahlkreis Fulda im preußischen Abgeordnetenhaus. Im Jahre 1879 legte er mit Rücksicht aus persönliche Verhältnisse beide Mandate freiwillig nieder. Zunehmende Altersschwäche nöthigte ihn auch, vor etwa 2 Jahren seine anderen öffentlichen Aemter und Ehrenstellen niederzulegen. Er ruhe in Frieden! * Berlin, 29. Juli. Eine unsinnige Wette gelangte am Sonntag Abend in einem Charlottenburger Concert- etabliffement zum Austrag. Eine lustige Gesellschaft gerierh in demselben darüber in Meinungsverschiedenheiten, ob ein gesunder erwachsener Mann in der Lage sei, 30 Cognacs in kurzen Zwischenräumen zu trinken, ohne dabei sinnlos betrunken zu werden. Man machte diese (Streitfrage schließlich zum Gegenstände einer geringfügigen Wette und zwar mit der Bestimmung, daß der Verlierende die Zeche zu bezahlen habe. Ein noch junger Mann, Namens H., erklärte sich bereit, die 30 Schnäpse zu trinken, unter der Bedingung, daß man ihm auch noch hinter jedem fünften Cognac ein Glas Bier zum „Hinunterspülen" der Schnäpse gebe. Unter beifälligem Jubel wurde das Geforderte bewilligt, der Kellner gerufen und bald begann der Austrag der Wette. Beim zwanzigsten Cognac wurde der Trinker aber plötzlich so trunken, daß er in eine Art von Delirium verfiel und nur mit Mühe aus dem Local und nach einem Wagen geschafft werden konnte, in welchem man ihn nach seiner Behausung fuhr. H. liegt seit gestern früh, wo ihm die Besinnung wiederkehrte, schwer krank darnieder. . * Neber das Schlafen des Hirsches theilt die „Oesterr. Forst-Ztg." Folgendes mit: „Der Hirsch schlummert mit halbgeschlossenen Lichtern- man kann es nicht als „Schlafen" bezeichnen, weil die Lauscher dabei fortwährend in Bewegung find. Er liegt mit untergeschlagenen Läusen. Bein? Aufstehen streckt er den einen zum Aufsprung. Bei seinem „Schlummer" hält der Hirsch, wenn er sich ungestört fühlt, t)a§ Haupt gesenkt zur Erde, so daß sein „Windfang" mit derselben in Berührung kommt. * Humoristisches. Aus der Jnstructionsstunde. Nachdem der instruirende Unteroffizier weitläufig bett Dienstweg bei vorzubringenden Beschwerden erklärt hatte, stellt er die Frage: „Nun, Müller, was haben Sie zu thun, wenn ich Ihnen in der Ruhezeit, ohne jede Veranlassung, meine Stiesel an den werfe?" — „Ich habe die Stiesel sofort zu putzen, Herr Unteroffizier!" Schiff-nachrichten. Bremen, 2. August. [Per transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Aller, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. Juli von Bremen und am 24. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Ve-kehr, Land- ttnö Volkrwirthschasr. 2. August. (Fruchtpreise). Weizen M 20.-, Korn 18.60, Gerste JL 16.90, Hafer JL 18.20, Erbsen JL 20.-, Linsen —Lein —, Wicken —, Samen 27.—, Kartoffeln 4.50 Gummi- Paris. Feinste Specialitäten. 4447 Zollfr. Versandt durch W. H. Mielck, Frankfurt a. M. Special-Preisliste in verschloss. Couvert ohne Firma geg. Eins, v. 20 Pfg. in Briefm. Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheaterr Opernhaus. Dienstag den 5. August: Meistersinger. Große Preise. Mittwoch den 6. August: Der arme Jonathan. Hierauf: Puppenfee. Große Preise. Donnerstag den 7. August: Don Juan. Große Preise. Freitag den 8. August: Mikado. Hierauf: Puppenfee, Große Preise. Samstag den 9. August: Der fliegende Holländer. Große Preise. Sonntag den 10. August: Der Prophet. Große Preise. Schauspielhaus» P Dienstag den 5. August: Der Bibliothekar. Gewöhnliche Mittwoch den 6. August: Die Fremde. Gewöhnliche Preise. Donnerstag den 7.August: Die Ehre. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Freitag den 8. August: Kaufmann von Venedig. Gewöhnliche Preise. Samstag den 9. August: Neu einstudirt: Ein Fallissement. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 10. August: Ein Fallissement. Gewöhnliche Preise. Temperatur in Gießen. Juli 1890. Niederste ....... + 5,0 »B. Mittlere.......+ 13 «0 „ Mittel früherer Jahre.....4- 14,46 „ Höchste........4- 24,0 „ Niederschlag an 20 Tagen.....2,61 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 2,81 „ , Temperatur der Kahn und der Lust am 4. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17, Luft 18 Gr. Rübs am en. Briefkasten. Einen für Mehrere. Ihr Eingesandt ist nicht verwendbar. Bitten über die beigelegten Briefmarken zu verfügen. Frankfurter Hof. Heute am 1. August übernehme ich den Betrieb meiner Wirtschaft wieder selbst und halte ich mich einem geehrten Publikum, sowie meinen werthen Freunden und Gönnern bestens empfohlen. Emil Schmall, 6370 zum Frankfurter Hof. Karlsbader Kaffee MaxThürmer, Dresden, In Originalpackung. Q c o ca Q r*«1» 5 zs.i Giessen : Carl Schwaab. Grossfelda u Ehringshausen: C. Weiffenbach II. Grünberg: Carl Haberkorn Naehf. Homberg: R. Schweisgut. Kirtorf: Wilh. Dürbeck, Laubach: F. R. Kratz. Lollar: Aug. Zimmermann. [6463 64811 Eine noch gute Nähmaschine Preiswürdig zu verkaufen. Asterweg 2 >. Ost-lndischeTheehandlung Georg y. Abich W ies baden direct Import-, ausgezeichnete frische und sehr preiswerthe Thees in Paketen von Vi, V2, V4 Pfund zu JL 2 50, 3.—, 3.20 und 4.— per Pfd. bestens empfohlen. Niederlage in Gießen bei F. Bachmann, 422]________Südanlage 15 I. Feinster Kümmel-Käse wieder eingetroffen bei JPerd. Drebe 6477 2t Marktplatz 21. 6334) Dreiviertel Morgen Hafer ist zu verkaufen. Wilhelmstraße 16. Gebrannte Kaffees, rein und kräftig, empfiehlt k Pfd. 1.60, M 1.80 und Jü 2.— 5776 Robert Stuhl, Neustadt 23. primMepselwein im Zapf bei [6399 <7. Wallthorstraße 5. Lanolin Huf- und Ledersalbe ist die beste und einzige von Thierärzten empfohlene Salbe für gesunde und kranke Hufe, von überraschender Wirkung Zu haben in der [6384 Drogenhandlung von Otto Schaaf. Die früher KaSpar Dchornber'fche Besitzung an der Rodheimerstraße, nächst dem städtischen Schlachthause, ist ganz oder getheilt freihändig und unter den günstigsten Zahlungsbedingungen zu verkaufen. Näheres bei Ortsgerichtsmann Keller in Gießen. [6367 Bier zu haben bei [5777 Robert Stuhl, Neustadt 23. 40C0] Ein großer Oleander und zwei große Feigen - Bäume zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Thonofen. Der Verkauf von Thonofen (sog. Porzellauofen) ist mir von einer bedeutenden Firma übertragen worden. Ich liefere dieselben in verschiedenen Größen, Farben und Mustern fix und fertig hingesetzt zu billigen Preisen. Ein Musterofen ist in meinem Geschäftslocale ausgestellt und lade ich verehrliche Interessenten zur Besichtigung desselben höflichst ein. 6328 A. Kröll, Selterswtg 12. la. Qual, ä Hk. 2.—, lla.^Qual ä Mk. 1.90 Haushaltskaffee ä Mk. 1.80, Wiener Mischung ä Mk. 1.70 per Pfd. W empfiehlt sich durch feines Aroma, absolute - - Reinheit und hohe Ergiebigkeit als die beste und reellste Waaro. Zu haben bei: J. M. Schulhof. $t. 18? Äi Giessen, den 4. August 1890. 6485 ä Veteranenverein Giessen, xw Sämmtliche, welche sich noch an der Reise nach Hw [6482 5770] Eine schöne Mansardenwohnung Bekannwachung. Dammslraße 29- zu vermiethen- 6462 Langermann. Zanger mann. o-ioxi Geitzler, Tyx * " 7 7 ! 6479 Großh. Gerichtsvollzieher- BelaNNlUillchUNA. ^entag den 15. September, Nachmittags 2*/2 Uhr, Die erledigte Stelle eines Streit? f*>«- «•£s* “«Ä '"L:L""«LK “E Hattenrod mit dem Sitz in Lich oder Gießen gehörige Hofraithe: Schloßgasse Großh. Ortsgericht Gießen. 6475 I- A-: Bogt G. Schmidtborn 6472 6461 Keller. 6392 zu vermtetben. Schillerstraße 9. Näheres Leihgesternerweg 24. Gr. Gerichtsvollzieher. 6407 Tendenz; fest. Mittwoch Abend bei Scharmann. 220 30 15750 15610 166.10 269 50 105 12 210.75 124 50 106 30 Oefterr. Silberrente 99 90 Ruff. Orient in. 412 CO 211.75 166.90 145 80 9'50 169.10 14420 83.70 220.40 201.00 99 50 164.90 8980 94 40 78 70 75.20 und seitheriger Beschäftigung, sowie Beifügung etwaiger Zeugnisse über frühere Arbeitsleistungen ähnlicher Art ' schriftlich bei dem Bezirksbauausseher List mann in Hungen, welcher über die Dienstobliegenheiten und die Dauer der Beschäftigung weitere Auskunft ertheilt, bis längstens 10 August d. I. zu erstatten. Gießen, am 28. Juli 1890. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen. sowie für die überaus reichen Blumenspenden sagen wir unseren innigsten Dank. I. V. Jost. Bekanntmachung. Das Reinigen der Krankenwäsche für die Universitäts-Augenklinik soll auf dem Wege der Submission vergeben werden. Die Bedingungen können auf unserem Bureau an den Wochentagen, Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, emgesehen werden. Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 5. d. M., Mittags 12 Uhr, dahier abzugeben. Gießen, den 1. August 1890. Gr. Verwaltung des akadem. Hospitals. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Verluste unseres innigst geliebten Söhnchens und Enkelchens Disconto-Comm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelsaes. Oefterr. Credit-Act. Wiener Bankvereins-Act. Oefterr. Staatsbahn Lombard. Eisenbahn j 646-1 Ein Fräulein aus besserer Familie s a -U als Stütze der Hausfrau Stell« uDieselbe ist in allen häuslichen, ute in Handarbeit durchaus erfahren Offerten niederzulegen in der Exped. d. Bl. subES.______________ Die Firma Wilhelm Bücher von Eberstadt ist in Folge Geschäftsaufgabe erloschen. Lich, 1. August 1890. Großherzogliches Amtsgericht. werden im „Adler" dahier gegen Baarzahlung versteigert: oersch. Möbel, 1 eich. Buffet, 1 Plüschgarnitur, 1 Wirthschaftsbuffet,Wirths - tische, 2 Hobelbänke, 60 Strohhüte, 1 Pferd, 2 Kühe, 2 Wagen, 2 Stoßkarren u. a. Dienstag dm 5. August, Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bramm'schen Hofraithe sollen durch den Unterzeichneten öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden: 1 Pferd, 2 Schweine, 11 Gänse, 1 Stoßkarren, 1 Eisschrank, 1 pho« tographischer Apparat IPianino, 1 Pappscheere, 1 Anzahl Wirthstische, 2 Secretäre, 2 Verticows, 2 Ladenschränke, 2 Sophas, 3 Kommoden, i Nähmaschine, 2 Kleiderschränke, 1 Album, 1 silb- Taschenuhr mit do- Kette u. s- w- Versteigerung voraussichtlich theilweise bestimmt, betr- des photogr. Apparats bestimmt- Gießen, den 28. Juli 1890. Engel, Metz betheiligen wollen, müssen sich längstens bis Mittwoch Abend wegen Lösung der Eisenbahn- Billete angemeldet haben. Msenbahnfahrt 18 Mark 33 'Dfg. Herzlichen Dank allen, welche mir bei meinem so schmerzlichen Verluste so grosse Theilnahme bewiesen haben. zum Beste« des „Jnvalibeu-ank" ausgeführt von der Capelle des 2. Großh. Hess Jnf.-Regts. Nr. 116 unter Leitung des Großh. Musikdirektors Herm C. Krauße- Anfang *7 Uhr. Entree 50 Pfg., ohne der Wohlthätigkeit Schranken zu setze«. Zur Aufführung kommt unter Anderem: Ouvertüre zu „Tell" (Rossini), Vorspiel zu „Parsival" (Wagner). Zum Schluß: „Unseres Kaisers Ge- burtstag" (großes patriotisches Tongemälde von Lewe). [6486 Die tiefgebeugten Eltern und Grosseltern Familien Dern und Grösser. Be Unter der Schaf! iß die Räude ausgebr Gießen, den 4. Großherz 169101 LiLconre-Lom.-Antheik --»Harper, er 93 401 Ostpreußen 157.801 Bochumer Gußstahlaüiev Tendenz fest. Fahrplan der auf Station Gießen verkehrenden Eisenbahnzüge. 4 pCt. ReichSanlrihe 31/» tr , 4 „ Preutz. ConsolS o /i , , , Telegraphischer Lvurttericht her Berliner Börse vom 4. August 1890. Oefterr. Eredttacrivr ----- Oefterr. StüatsbLbrr-Actieo Dortmunder Unton-Acttev Darrnftüster Banketten Freitag den 8. dtz. Mts., Nachmittags von 4 Uhr ab, werden alle beim Abbruch des alten Pfarrhauses zu Hochelheim gewonnenen Gegenstände, wie Fenstern, Thüren, Bekleidungen, Dielen, Ziegel, Latten, sowie sämmtliches Holz, alter Lehm u. s. w, an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Groß-Rechtenbach, 2. August 1890 6458 Das Bürgermeister-Amt. ***cttw: - Druck uni) Berit, d-r 5 , Italiener Rente Gonrsbericht von E. Wasserschleben, Bankgeschäft. WusettttitUt Bötie vsW 4. August Echlußcourse 1 Uhr 15 Mtn. Steins Garten. Dienstag den 5. August: Grosses Extra-Concert & DarHadt, 2. A an dem Realzymnasn Weis auj jein Nach Eifer und Treue gele Aülp aus sein Nach Eiser unb Treue ge 1. October l. I. ar das Ritterkreuz 1. , Großmütigen bertii Lehrer an bent Real Dr. Friedrich Scri Lehrern an dem Rec Lehrer an der Realsä )Um Lehrer an dem (i fämmltid) mit Wirkun — Der Amtsrichter Lorenz wurde zum. mit Wirkung vom 6. Berlin, 4. Augu NrN welcher La Mrden ist, hat die irbeitersreunbliche bet Belgien erfreut, zum zcisterten Ovationen Aufenthaltes in bem' ^rgebracht wurden, sich. Die Brüssel geisterten Empfang b unb betonen b Wa. bas stets Mtungen gegen b W bet Nser Verabschied^ mit ^*n9önigährai 2 fort. ! Npen ( ©ie Nachtzeiten von 6 Uhr Abends bis bbS Uhr früh sind durch Unterstreichen der Minutenzahlen ausgezeichnet. Die fetten Zchern bezeichnen die Schnellzüge. Die mit * bezeichneten Züge führen nur 1. und 2. Kaffe" 107.10 4 pCt. Ungar. Goldrente 99 90 " Der mit ' 5070] Eine kl. Wohnung zu vermiethen _________M. Kann, Kirchenplatz 8. 5328] Wolfstraße 13 und Leihgesternerweg 24 je ein kleines Logis von 2 Zimmern und Zubehör, zu vermiethen. Ein nach ber%c' oenn i)iefelben » ’e(c I d-schiistig,^ iet Si miitä iib[ ar«n de, "’!Ä die d f jl e r Lacke, Farben und russboaenanstriefte v v ww^ww zu ^lltzn Zwecken in besten liefert die Qualitäten Dreg^nhandlungf von Otto Schaaf, Seltersweg* 3®. 6323] Ein freundlich möblirtes Zimmer ist auf nächstes Semester zu vermiethen. ________Frankfurterstraße 43, 2. Stock. 3499] Stallung 'ür zwei Pferde zu vermiethen. Näheres Nordanlage 33. 5523] In den Neubauten am Oswalds Garten sind zwei Wohnungen von je 5—6 Zimmern zu vermiethen. Näberes bei Architect C. Kockerbeck und Maurermstr. G. Pfaff, Oswalds Garten. __________________________ 56:9] Die mittlere Etage, Gartenstraße Nr 38, mit Gartenantheil per sofort d. I. zu vermiethen. Näheres ___________________Nordanlage 33. 6109] Ein kleines Familienlogis per sofort zu vermiethen. __E. H. Müller, Schillerftraße. 64^7] Eine kleine Wohnung, bestehend aus zwei Zimmern, Küche rc-, an eine rubige Familie zu vermiethen _ Näheres in der Exped d. Bl.________ 574 ] Durch Versetzung des Herrn Kreisbaumeisters von Riefel ist die zweite Etage meines Hauses zum ersten October anderweit zu vermiethen. Dr- Haupt, Aster weg 29. 6095] In meinem Nebenbau eine kleine Familienwohnung zu vermiethen. Louis Petri III. Buschtherader Elbethal-Bahn-Act.1 J Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordoft , West Gelsenkirchener Ver. Kön.- und^Laurahütte-Act. Oefterr. Alpine-Montan einem der nächst gelegenen Orte soll Flur i Nr. 797 — 37 Meter in der auf 1. September d. I. besetzt werden, j Schloßgasse Bewerber haben ihre Meldungen । öffentlich meWetenb uerfteißert werden. unter Angabe von Alter. Wohnort «Men. Mein Bureau bestndet sich jetzt iu meinem Hause Loder st raste 6. 6460 Gießen, den I August 1880. IVlssnvr, Gr. Geometer I. Klasse. Die Hammelschlächterei von Johann Koch in Bischofsheim am Main beginnt Anfangs August. Es werden stets Hämmel per Stück oder Schlachtgewicht anyekauft. 6304 Werunetyungen. 6459] Kleines Logis zu vermiethen. _______________________Seltersweg 3. 6464] Schönes geräumiges Mansardenlogis an ruhige Leute gegen Herbst zu vermiethen._____________Westanlage 28. 6476] Mansardenwohnung an ruhige Familie zu vermiethen. Hammstr- 13. 64801 Wohnung von 3 Zimmern, Küche, Wasserleitung und sonst. Zubehör, per 1. September zu vermiethen. __K. Hamel, Asterweg 46. 6467] Ein Logis zu vermiethen. ____Wallthorftraße 13. 5412] Im M. Heichelheim'schen flause, Seltersweg 20, ist die Wohnung 6er dem Laden mit^Garten zu vermiethen auf 1. October Näheres bei flf» Hoffmann, Seltersweg 33. 6003] Ludwigstratze 22, Parterre - stock, sechs schöne Zimmer nebst Garten- antheil rc., zu vermiethen. ________________I. Bernhardt. 2346] Kleines und ein größeres rrogiS zu vermietben.__Settersweg 31. 2440] Eine Mansarden-Wohnung, vier Zimmer mit Zubehör und Wasserleitung, zu vermiethen^ __Afterweg 6. 2664] Mehrere Logis von 3 Zimmern mit Wasserleitung u. s. w. zu vermiethen bei___Lonis Hellmold- Steinstraße. 3981] In meinem Hause, Attcestratze Nr. 26, ist der 3. Stock, 6 Zimmer, Küche mit Wasserleitung und Zubehör, sofort zu vermiethen. Frau Professor Tasche Wwe. 4524] Logis im 2. Stock, bestehend aus 5 Zimmern mit Zubehör, per sofort 6393] Familienwohnung zu vermiethen. ________________Emil Menget. 6478] Unmöblirte Stube an einzelne anständige Person sofort zu vermiethen. __________Westanlage 27, Nebenhaus. 6465] Gut möblirtes Zimmer zu vermiethen. L. Bastert Wittrve, Settersweg 31, 2. St., Vorderhaus^ 6473] Möbl. Zimmer zu vermiethen. __________________Löberstraße 7, 2. St. 6470] Mehrere Arbeiter können Kost! und Logiö erhalten. Kaplansgasse 10. Vermischte Anzeigen. 6483] Ein Päckchen mit Druckzeug und Futter liegen geblieben auf dem Markt- platz bei________Frau Sommerlad. Ueberrheiner Ginmachgurken treffen morgen Dienstag auf dem Marktplatz ein. [6474 Jakob Mohr von Darmstadt. Hausvmsche gesucht. 6484______Steins Garten. Cm tüchtiger Arbeiter gesucht; Straßenwalze bei Rodheim a. d. Bieber. [6466, Jeckel. 6469] Eine geübte Kleidermacherin hat noch Tage ttei. Seltersweg 10. 64 1] Mädchen, die kochen können, suchen Stellen, durch ____Frau Magen, Neuen Bäue 10. 6457] Tüchtige Schloffergesellen ge^ sucht. C. Wigandt, Löberstraße 5. Tüchtige Arbeiter werden an den Abbruchsarbeiten auf Main-Weser-Bahnhof Gießen ange- nommen. [6454] I. Winn. 6452] Ein tüchtiges Dienstmädchen mit guten Zeugnissen wird per sofort gesucht Wo? sagt die Exped. d Bl. 6449] 3 biS 4 Maler und An« streicher nach Weidenau (Sieg) gesucht. — Fahrgeld wird vergütet. — Dauernde Arbeit zugesichert. I. I. Schleifenbaum, ____Maler und Anstreicher. 6435] Pferdeknecht gesucht. _____Licherstratze 6. 6422] Ein tüchtiger Gartenarbeiter für eimge Tage in der Woche gesucht Buchhändler Roth, _____Marburgerstraße Nr. 20 6346] Ein Pferdeknecht für gleich oder m 14 Tagen gesucht. __August Schlesfinger. Werkmeister s. eine Cigarrenfabrik nach auswärts zum bald. Eintritt gesucht. Derselbe muß selbstständige Einrichtungen und Einkäufe ausführen können; überhaupt allen Anforderungen entsprechen, die an einen tüchtigen Meister gestellt werden- Guter Gehalt, freie Wohnung. Schrift!. Angebote mit Angabe der seitherigen Beschäftigung rc. befördert die Exped. d. Bl. unter J. B. 1890. ________________6400 Gin Junge Dom Lande für leichte Hausarbeit gesucht. _______Gebrüder Scheel. Ankunft. 1 Abfahrt. 112 800 940 1136 1 249 204 ■432 615 728 8£7* 1057 1157. Frankfurt 237 435 459 623 ß04* 950 H41 147 442 7O6 759 855. 540 (führt 2.-4. maste). Friedberg (Localzua) 62? (führt 2.-4. Klasse). 222 454 ?58* 1131 431 ß 58 753 351 1123, Caffel 1202 127 347 809 951 1145 12^4 440 8»3*. 222 454 616 ?58* H31 431 ($58 753 Z51 1123. Marbrrrg 1202 127 347 809 901 1145 1254 440 8&3* 9N. (führt 2 —4. Klasse). Fronhausen (Localz.) 630 (führt 2.-4. Klasse). 64U 7-)6 941 1127 1244 330 433 636 727 $1_1 1124 1151. Wetzlar 50o 62o 806 949 1000 H59 1210 441 505 715 857 H05. 941 1244 330 638 «11 1124. Ems—Coblenz 50o 808 949 1159 441 715. 625 1000 1210 505. 1127 433 727 H51. Deutz—Cöln 757 130 425 1000. Fulda 642 H50 500 bi<5 2U5relb, 730. 980 307 606 1117. Gelnhausen 700 1210 442. ßib£n. v. Nidda), 9^0 3076^2 11J2- Schotten bizw. Nidda 705 1210 120 442 8^0 8to. 930 307 606 1117. Gedern. Zaubach dezw. Stockheim 705 1210 442 822 8^-