Samstag den 5. Juli Nr. 153. 1890 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener AuntkierrSlLtter werden dem Anzeiger »Lchentlich dreimal heigelegt. ießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Vierteljährige» Avonnementspreis. 2 Mark 20 Pfg. mK Bringerlohn. Durch die Post bezogrr 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchntstraße Ar.». Fernsprecher 51 Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für dm folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamikienökätter. Alle Annoncm-Bureaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgcgeh. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, die Maul- und Klauenseuche zu Eberstadt betreffend. Nachdem zu Eberstadt unter den Viehbeständen des Heinrich Bender und des Karl Kuhl II. der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche amtlich seflgestellt worden ist, ordnen wir hiermit die Sperre der verseuchten Gehöfte an. Es gelten hiernach für die betreffenden Besitzer die Bestimmungen unter I und für die Gemarkung Eberstadt die Bestimmungen unter II unseres Ausschreibens vom 24. Juni l. I. — Kreisblatt Nr. 146 — mit Ausnahme der Gemarkungssperre. Die Bestimmung unter III tritt für die Gemarkungen Holzheim, Dorf-Gill und Hof-Gill in Kraft. Gießen, den 3. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gag ern. Bekanntmachung, die Maul- und Klauenseuche zu Ober-Hörgern betreffend. Nachdem zu Ober-Hörgern unter den Viehbeständen des Heinrich Schmidt, Joh. Georg Müller und Johs. Boller II. der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden ist, ordnen wir neben der Sperre der genannten Gehöfte Sperre der Gemarkung Ober- Hörgern hiermit an. Es gelten hiernach für die betreffenden Besitzer die Bestimmungen unter I und für die Gemarkung Ober-Hörgern die Bestimmungen unter II unseres Ausschreibens vom 24. Juni l. Js. — Kreisblatt Nr. 146. — Gießen, den 3. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Zu Deckenbach und Gontershausen im Kreise Alsfeld, ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Gießen, den 3. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Ein Heimstättengefttz für das Deutsche Reich. Die bereits gemeldete Einbringung eines Heimstättengesetzes im Wesentlichen nach amerikanischem Muster ist nach ziemlich langwierigen Verhandlungen von Mitgliedern der Reichspartei und den Deutsch-Couservativen — Graf v. Dönhoff, Graf Douglas, Gehlert, Lutz, Menzer und Graf Moltke erfolgt. Der Gesetzentwurf enthält zunächst nur die Grundzüge für die Errichtung einer Heimstätte, die nur in gewissen Ausnahmesällen der Zwangsvollstreckung unterliegen soll und die nur bis zur Hälfte des Ertragswerthes mit amortisir- baren Renten belastet werden darf. Derselbe lautet: § 1. Jeder Angehörige des Deutschen Reiches hat nach vollendetem 24. Lebensjahre das Recht zur Errichtung einer Heimstätte. S 2. Die Grütze einer Heimstätte darf die eines Bauernhofes nicht übersteigen. Sie muß wenigstens einer Arbeiter- oder Bauernfamilte Wohnung gewähren und die Production der nothwendigen Nahrungsmittel ermöglichen. Nothwendtges Zubehör einer jeden Heimstätte sind: 1. die Wohnung des Hetmstätten-Etgenthümers, 2. die nothwendigen Wirtschaftsgebäude, 3. das zum Wtrthschaftsbetriebe unentbehrliche Geräth, Vieh und Feldinventartum, sowie die landwirthschafiltchen Erzeugnisse, welche zur Fortsetzung der Wirthschaft bis zur nächsten Ernte unentbehrlich sind. S 3. . a _ Der zur Heimstätte festzulegende Besitz darf nur bis zur Hälfte des Ertragswerthes mit Renten, welche durch Amortisation zu tilgen sind, verschuldet sein. Die Errichtung ist bedingt durch Umwandlung der den Grundbesitz zur Zett belastenden Hypotheken und Grundschulden in amorttsirbare Renten. Höher verschuldeter Besitz kann von den durch die Landesgesetzgebungen zu errichtenden Landes-Heimstättenbehörden zur Gründung von Heimstätten zugelassen werden, wenn der Besitzer die Verpflichtung übernimmt, die über die Hälfte des Ertragswerthes htnausgehenden Hypotheken und Grundschulden mit IpEt. für das Jahr zu tilgen und die Tilgung nach Ermessen der Landes-Hetmstättenbehörden gesichert erscheint. Verstärkte Amortisation ist gestattet. 8 4. ««.x Schulden dürfen auf Heimstätten ntcht eingetragen werden. Mit Bewtlliaunz der Heimstättenbehörde können btS zur Hälfte des ErtragSwertheS Rentenschulden mit einer dem Zweck entsprechenden Amorttsationr Periode eingetragen werden 1. im Falle einer Mißernte, 2. zu nothwmdtgen Meliorationen, 3. zur Abfindung von Mtterben. 8 5. Die Heimstätte unterliegt der Zwangsvollstreckung nur in folgenden Fällen: 1. wenn die Forderungen aus der Zeit vor Errichtung stammen und nicht drei Jahre nach Veröffentlichung der Hetmstätten- qualität verflossen sind, 2. auch nach Errichtung wegen rechtskräftiger Ansprüche aus Lieferungen, die zur Errichtung und zum Ausbau der Heimstätte verbraucht sind, 3. wegen rückständiger Renten und Steuern. In den Fällen zu 2 und 3 ist als Vollstreckungsmaßregel nur die von der Heimstättenbehörde zu vollziehende Zwangsoerwaltung der Heimstätte zulässig. 8 6. Die Heimstätte ist uniheilbar und — vorbehaltlich des Nießbrauchsrechts der Wtttwe des letzten Besitzers — durch Erbgang, im Falle des Vorhandenseins mehrerer Mtterben, nur auf einen derselben übertragbar. Behufs Zusammenlegung von Ländereien kann mit Genehmigung der Hetmstättenbchörden Umtausch von Ländereien ftattfinden. 8 7. Die Veräußerung der Heimstätte unter Lebenden ist nur mit Genehmigung der Ehefrau des Heimstättenbesitzers zulässig. Niemand darf mehr als eine Heimstätte erwerben. 8 8. Der Landesgesetzgebung bleiben alle näheren Bestimmungen überlassen und spectell: 1. die Bestimmungen der Maximal- und Minimalgrößen der Heimstätten innerhalb der in § 2 angegebenen Grenzen, 2. die Abgrenzung der Steuerfreiheit der kleinsten Heimstätten, 3. die Regelung des Ntetzbrauchrechts der Wtttwe des verstorbenen Hetmstättenbesitzers an der Heimstätte, 4. die Errichtung der Heimstättenbehörde, 5. die Errichtung der Heimstätten-Rentenbanken, 6. die Ordnung des Heimftätten-Erbrechts. Dem Gesetzentwurf ist keine Begründung beigegeben; der Versuch, auf diesem Wege dem schon bedrängten Bauernstand zu helfen, bedarf an sich keiner Begründung, er findet dieselbe in den Verhältnissen, unter welchen die Landwirthschaft im Allgemeinen des Lohnes für ihren sauren Schweiß nicht froh werden kann, weil sie durchgehends mit wachsender Verschuldung einen der Sysiphusarbeit vergleichbaren Kamps zu bestehen hat. Der deutsche Bauer ist unter den ^Landleuten aller Nationen der fleißigste und in der Mehrheit auch der einsichtsvollste,- in manchen Ländern wird allerdings aus dem Grund und Boden mehr, als bei uns herausgeschlagen, aber dieser Raubbau, der nicht an die Zukunst denkt, ist sür die Land- wirthschast das Gefährlichste. In Nordamerika und Rußland sind jetzt Tausende von Landleuten dadurch an den Bettelstab gebracht. Wenn nun bei uns mancher Landmann mit dem drohenden Gespenst der Verschuldung kämpfen muß, so ist der Grund davon nur äußerst selten unbesonnene Wirthschaft. Am meisten fehlt es von vornherein an den genügenden Baar- mirteln oder es wurden durch Erbschaststheilung schwere Lasten auserlegt, hohe Zinsen machen dann die Schuld anwachsen, eine ungünstige Ernte that ihr Theil und dann war die Schuldenlast bis zur Unerträglichkeit angeschwollen. Der Landmann verfügt in Deutschland vielfach über zu geringe Baarmittel, mit denen er seinen Betrieb erweitern, feinen Grund und Boden verbessern, neue Einnahmen erwerben könnte! Sein Vermögen ist die Hosstelle, der Acker- aus den jährlichen Einnahmen größere Capitalien anzusammeln, das glückt schon selten. Es kommen verschiedenerlei Gründe zusammen, die die Ansammlung eines angemessenen Betriebs- capitals trotz aller Sparsamkeit verhindern, und einer der wichtigsten ist die theuere Production. Der Preis der ländlichen Produkte steht nur schwach im Verhältniß zu dem, was Wirthschaft, Lebensweise und Abgaben verschlucken. Auch der Landmann kommt nicht mehr so billig durch, wie früher- die Kinder sollen und müssen auch mehr lernen, die Löhne des Gesindes haben eine ganz respectable Höhe erreicht und die Abgaben sind im Verhältniß zu dem, was der Grund und Boden gibt, reichlich hoch. Der Grund und Boden ist sehr hoch belastet, vielleicht zu hoch, wenn sein Werth heute nicht minder ein sehr bedeutender ist, so ist die Rente, die er jährlich abwirft, doch eine minimale. Die Erhöhung der Getreidezölle hat der Landwirthschaft im Allgemeinen theurere Kornpreise gebracht, aber der in gedrückter Lage befindliche Landmann ist nicht ost im Stande, gute Conjuncturen abzuwarren oder zu benützen. Er muß losschlagen, wenn er Geld braucht und Geld braucht er immer. Es ist bedauerlich, ohne alles Verschulden in eine gedrückte Lage zu gerathen, bedauerlicher noch, wenn diese Lage einen Stand betrifft, der zu den Grundpfeilern eines Staatswesens gehört. Höhere Getreidepreise herbeizuführen, kann angesichts der obwaltenden allgemeinen wirthschaftlichen Verhältnisse auch der wärmste Freund der Landwirthschaft nicht rathen- denn solche Preise wären beim besten Willen nicht dauernd aufrecht zu erhalten und dann ständen die Dinge nur noch etwas schlechter, als bisher. Unter solchen Umständen ist es begreiflich, daß conser- vativ denkende Männer den Versuch machen, mit anderen Mitteln der Landwirthschaft zu helfen. Mögen sich dem Versuch aus den ersten Blick auch noch so große Schwierigkeiten entgegenstellen, mag die mitgrundlegende Bestimmung, daß bei der Errichtung der Heimstätte die Umwandlung der den Grundbesitz zur Zeit belastenden Hypotheken und Grundschulden in amortisirbare Renten, aber ohne Zustimmung des Hypothekenbesitzers erfolgen soll, einen Eingriff in das Privat- eigenthum bedeuten, der mit Nothwendigkeit zu einer Erschütterung des Credits des Grundbesitzes und demzufolge zu einer weitgehenden Entwertung desselben führen muß, so bedeutet der Gesetzentwurf doch einen Anstoß zur Erörterung einer für die Zukunft Deutschlands noch wichtigeren Frage als es die Arbeiterfrage ist- und aus Rede und Gegenrede wird wohl auch hier das Rechte ans Licht gebracht werden. Deutsches Reich. nn. Darmstadt, 3. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog wird sich am nächsten Dienstag von Romrod, wo augenblicklich sich das Hoflager befindet, mit der gesammten Großherzoglichen Familie nach Schloß Wolfsgarten bei Darmstadt begeben und bis Ende Juli dort verbleiben. Prinzessin Ludwig von Battenberg wird sich mit ihren Kindern zum Sommeraufenthalr nach Schloß Jugenheim begeben. Am Ende d. Mts. wird das Hoflager in Wolfsgarten voraussichtlich aufgelöst und wird Se. Königl. Hoheit der Großherzog nach Darmstadt zurückkehren. Prinzessin Alix wird sich zunächst nach Erdmannsdorf i. Schl, zur Prinzessin Heinrich von Preußen und von dort nach England begeben. Neueste Nachrichten. Wolff? telegraphisches Correspondcnz-Bureau. Berlin, 3. Juli. Dem „Reichsanzeiger" zufolge übermittelte der Reichskanzler dem Kaiser telegraphisch den Beschluß des Reichstags in Betreff des Kaiser-Wilhelm-Denkmals. Der Kaiser drückte telegraphisch seine Genugthuung darüber aus, mit dem Hinzufügen, daß er es sich angelegen sein lassen werde, das Denkmal des Heldenkaisers würdig herzustellen, die Kosten aber innerhalb der durch die Finanzlage gebotenen Grenzen zu halten. — Nach einem bei dem deutschen Emin-Pascha-Comite eingegangenen Telegramm ist Dr. Peters mit seiner Expedition in Usugara eingetroffen. Berlin, 3. Juli. Um 123/4 Uhr rückten drei amerikanische Schützencorps mit Fahnen und Musik in Krolls Garren ein- die Newyorker Independent-Schützen trafen um 1V4 Uhr ein. Stadtrath Schreiner hieß sie im Auftrage des Magistrats willkommen. Generalconsul Schönlank begrüßte die Amerikaner in englischer Sprache- er betonte die feste Freundschaft beider Nationen und brachte ein Hoch auf Amerika und Deutschland aus. Namens des Fest-Ausschusses begrüßte Oberlehrer Birkner die Gäste. Nach Einnahme eines Empfangstrunkes erfolgte die Abfahrt und der Abmarsch durch die geschmückten „Linden" nach dem Rathhause. Vor dem Rathhause stellten sich die Mannschaften auf, die Fahnenträger brachten unter Musikklängen die Banner nach den Empfangsräumen, die Schützen folgten. Daselbst begrüßte Oberbürgermeister Forckenbeck sie Namens der Stadt. Er wies aus die Opfer und die Mühe, welche die Amerikaner durch die Reise zu überwinden gehabt hatten, hin, wünschte dem Feste einen glücklichen Verlauf und hob die innigen Bande beider Nationen hervor, die Bestrebungen beider zur Erhaltung des Friedens. Mit den Wünschen, daß der rege Verkehr beider Nationen immer weiter gedeihe zur Förderung der Cultur und der Humanität und daß die amerikanischen Gäste von Berlin die freundlichste Erinnerung an das zehnte Bundesschießen, an die deutschen Schützenbrüder und an Berlin mitnehmen möchten, schloß der Redner. Herr William Weber antwortete in längerer Ansprache, dankte sür den Empfang, betonte die engen Beziehungen zum Mutterlande und schloß mit einem Hoch aus Forckenbeck. Daraus wurden die Fahnen nach dem Stadtverordnetensaale gebracht, wo sie während des Festes verbleiben. Stettin, 3. Juli. Bei der heute Nachmittag aus der Oder stattgesundenen Pionierübung lösten sich zwei verbundene Pontons und die Mannschaften stürzten in die Oder - wie verlautet, sind zwei Leute ertrunken. Prenzlau, 3. Juli. Bei der hiesigen Reichstags- e r s a tz w a h l erhielten Landrath Winterfeld (cons.) rund 10000, Rohland (sreis.) 4000, Wildberger (Soc.) 1300 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. Colmar, 3. Juli. Der Reichstagsabgeordnete Karl Grad ist in der vergangenen Nacht gestorben. Grad war 1842 in Türkheim bei Colmar geboren. Er widmete sich der Technik, verfaßte viele volkswirthschastliche Arbeiten und war ein hervorragendes Mitglied des Landesausschusses, seit 1877 auch Reichstagsabgeordneter. Leeds, 3. Juli. Die Stadt ist noch immer ohne Gas. Die wiederholten Conserenzen des Gascomites mit den feiernden Arbeitern verliefen erfolglos. Kopenhagen, 3. Juli. Der „Berlingske Tidende" zufolge wird Deutschland den Schweineexport, sowie den Export von Schweinefleisch, Speck, Würsten aus Dänemark unter bestimmten Bedingungen wieder zulassen. London, 3. Juli. Die Fisch er eiconseren z faßte gestern eine Resolution zu Gunsten einer internationalen Con- ferenz der europäischen Seemächte behufs Abfassung einer Convention, wonach das Laden und der Verkauf kleiner Fische verboten werden soll. Hierauf vertagte sich die Conserenz aus unbestimmte Zeit. Christiania, 3. Juli. Der Kaiser empfing um 1 Uhr eine Deputation der Deutschen. — Der Kronprinz von Schweden ist Mittags eingetroffen. Rom, 3. Juli. Die Kammer setzte die Berathung des Gesetzentwurfs betr. die frommen Stiftungen fort. Der Art. 78 wurde in der Fassung des Senats, für welche Crispi eintrat, angenommen, desgleichen Art. 87 nach dem Commissionsantrage, welcher einen Ausgleich bildet zwischen dem Beschluß der Ersten Kammer und demjenigen des Senats. Ferner nahm die Kammer eine Resolution an, in welcher die Regierung ausgefordert wird, den Art. 18 des Garantiegesetzes zur Ausführung zu bringen und für den niederen Clerus vorzuforgen. Die übrigen Artikel wurden in der Fassung der Vorlage angenommen. Belgrad, 3. Juli. Nach einer Depesche des serbischen Consuls in Ueskueb ist der serbische Consul in Prischtina, Marinkovic, aus dem belebten Marktplatze, 150 Meter vom Regierungspalaste, ermordet worden. Die Leiche lag eine Stunde aus dem Platze. Einige Zigeuner sind verhaftet worden. Die Pforte sicherte dem serbischen Gesandten die strengste Untersuchung zu. Näheres ist der Regierung noch nicht zugegangen. Belgrad, 3. Juli. Die Regenten, die Mitglieder der Regierung und der hohe Clerus brachten dem Könige Alexander anläßlich des gestrigen Jahrestages seiner Salbung ihre Glückwünsche dar. — Die „Agence de Belgrade" dementirt die Nachricht auswärtiger Blätter, daß die Regierung bei der Regentschaft gegen Milan gerichteteMaßregeln beantragt habe. Weder die Regierung habe irgendwelche Anträge dieser Art gestellt, noch habe die Regentschaft Veranlassung gehabt, dem König irgendwelche Vorstellungen zu machen, da die vielbesprochene Auslassung Milans durchaus als persönliche Meinungsäußerung anzusehen sei, welche den gesetzlichen Gang der Staatsgeschäfte in keiner Weise beeinflussen konnte und auch nicht hierauf berechnet war. Madrid, 3. Juli. In der gestrigen Sitzung der Kammer unterstützte Mar tos einen Antrag auf Erlaß einer Amnestie für politische Vergehen und Begnadigung für Militärpersonen, welche sich eines Vergehens schuldig gemacht haben. Sagasta erklärte, die Regierung würde die Amnestie zu einer ihr passenden Zeit beantragen- derartige Maßregeln dürfen allein von der Regierung vorgeschlagen werden. CocaUs und ^provinzielles. Gießen, 4. Juli. — Sitzung der Stadtverordneten am 3. Juli. Anwesend : Herr Bürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Langsdorff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Georgi, Grüneberg, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Hey- ligenftaedt, Hoch, Homberger, Jughardt, Keller, Löber, Petri, Dr. Ploch, Scheel, Schiele, Schopbach, Simon, Pros. Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Dem Eintritt in die Tagesordnung ging eine kleine, aber bemerkenswerthe Feier voran. Am 1. Juli waren es 50 Jahre, seit Herr Bürgermeisterei-Secretär W. Demuth in städtische Dienste getreten. Herr Bürgermeister Gnauth beglückwünschte Namens der Stadtverordneten Herrn Demuth, indem er hervorhob, daß derselbe während 50 Jahren in städtischen Diensten geblieben, theils im Bureau, theils bei der Stadtkaffe. Die Stadtverordneten-Versammlung könne deß- halb diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne ihren formellen Glückwunsch in dieser Sitzung darzubringen und sich dabei selbst zu beglückwünschen, daß sie in Herrn Demuth einen Diener gefunden, der sechs Bürgermeistern zur Seite gestanden, der namentlich in den letzten Jahrzehnten bei den mannigfachen Neuerungen in der städtischen Verwaltung das stabile Element derselben gewesen. Um dem Glückwünsche für den Jubilar auch äußerlich Ausdruck zu geben, ersuchte der Herr Bürgermeister die Stadtverordneten, sich zu erheben- nachdem dies geschehen, überreichte er Herrn Demuth, dem Beschlüsse der Stadtverordneten gemäß, als Andenken einen silbernen Becher. Herr Demuth, dessen Pult, an dem er seit langer Zeit das Protocoll über die Stadtverordnetensitzungen führt, mitGuirlanden undBlumen geschmückt war,dankte sichtlich bewegt für die ihm erwiesene Ehre, er sei stolz aus diese Zeichen der Anerkennung, er gebe die Versicherung, daß er auch ferner bestrebt sein werde, die Zufriedenheit der Stadtverordneten zu erwerben. Herr Demuth theilte hierauf noch mit, daß bei seinem Dienstantritte im Jahre 1840 Bürgermeister Schneider an der Spitze der städtischen Verwaltung stand, ihm folgte im Jahre 1842 Bürgermeister Reiber, 1849 Bürgermeister Ferber (während welcher Zeit Herr Demuth bei der Stadtkasse thätig war), 1852 Bürgermeister Ebel, 1862 Bürgermeister Vogt, 1875 Bürgermeister Bramm und 1889 Bürgermeister Gnauth. Es folgt Berathung der beiden ersten Gegenstände der Tagesordnung: Ausbau der Schiller st raße und Trottoirpflasterung im Asterweg, wobei es sich um infolge erhöhter Eisenpreise nöthig gewordene Mehrbewilligung für Lieferung von eisernen Trottoirrinnen handelt- die Mehrforderung wird bewilligt. — Betr. Anfrage der Verwaltung des Garnisonlazareths, ob die Stadt in der Lage sei, zur Lagerung von ca. 55 000 Kilogr. Kohlen einen passenden Raum zu überlassen, wird beschlossen, hierfür die Keller des alten Hofgerichtsgebäudes oder die im nächsten Frühjahr frei werdende Stallmeister-Wohnung für solange, als über diese Gebäude nicht anderweitig verfügt wird, in Vorschlag zu bringen. Herr Heyligenstaedt bemerkt, daß die Stadt sich selbst einen geeigneten Lagerraum sichern und dem Beispiele der Garnison folgen möge und ebenfalls einen eisernen Bestand an Kohlen für die städtischen Anstalten anlegen solle, weil die Kohlen im Sommer billiger seien. Herr Bürgermeister Gnauth erwidert, daß die auf Grund von Abschlüssen gelieferten Kohlen am Orte ihres Verbrauches gelagert würden, ein besonderer Lagerraum also nicht nöthig sei- es könnten höchstens die an die Stadtarmen zur Ver- theilung gelangenden Kohlen in Betracht kommen, hierbei sei es aber fraglich, ob der Stadt ein Vortheil aus dem Bezüge von Kohlen in der warmen Jahreszeit erwachse, wenn dieselben z. B. nach dem Lagerraum im alten Hofgerichtsgebäude gefahren und zur Vertheilung an die Armen dann nach dem Hospital verbracht werden müßten, denn mit der Vertheilung könne sich wohl nur der Hospitalverwalter befassen. — Infolge von Gesuchen um Trottoirpflasterung in der Goethe- straße wird auf Antrag der Baudeputation beschlossen, erhöhte Trottoirs in der Goethe- und der Bl eich st raße anzulegen und die Kosten hierfür in das nächstjährige Budget einzustellen. — Herrn Weißbinder L. Hellmold soll ein in Folge Verlegung eines von der Steinstraße nach der ver- > längerten Schillerstraße führenden Fußweges ihm züfallender Streifen städtischen Geländes von 13 lH Mtr. zum Preise von 4 Ml. per lD Mtr. überlassen werden. — Dem Uebergang des zwischen der Stadt und Herrn G. Franz über die an der Franz'schen Badeanstalt gelegene Wiese bestehenden Pachtverhältnisses auf Herrn Friedr. Seibel wird Genehmigung ertheilt. Wegen der bereits früher von Herrn Scheel zur Sprache gebrachten Userabschwemmungen an sragl. Wiese wird es von dem noch einzufordernden Gutachten über die Ursachen dieser Abschwemmungen abhängen, inwieweit eine Verpflichtung des Pächters zur Ausbesserung der Schäden in den betr. Pachtvertrag aufzunehmen ist. — Herr Löber empfiehlt, auf dem Auskleideplatz des Volksbades an der unteren Mühle aus Sittlichkeitsgründen einen Bretterverschlag zu errichten. Herr Bürgermeister Gnauth will Erhebungen über die Nothwendigkeit eines entsprechenden Verschlages anstellen. — Herr Scheel macht auf die von den Bewohnern der Neustadt beklagte Verschlechterung des Wassers in dem Brunnen vor dem Gail'schenHause aufmerksam und empfiehlt Untersuchung über deren Ursache event. Schließung des Brunnens. Herr Bürgermeister Gnauth bemerkt, daß die in Folge früheren Hinweises hierauf erfolgte Untersuchung ergeben habe, daß die Verunreinigung des Wassers nicht, wie angenommen, in Folge der Schadhaftigkeit eines städtischen Canals herbeigesührt sei, wahrscheinlich aber von einem durchlässigen Privat-Canal her- rühre. Er werde bis zur Klarstellung der Sachlage an der Pumpe eine Tafel anbringen lassen. — Die Punkte 8 und 9 der Tagesordnung, betr. Gesuch von Bewohnern des Selterswegs um Wiederherstellung des Brunnens im Bürgerhospital, und Anbau der Hochbehälter werden ausgesetzt, da eine dieserhalb nöthige Sitzung der Deputation für das Gas- und Wasserwerk nicht abgehalten werden konnte. — Ue6er die Erbauung einer Kühlanlage im städtischen Schlachthause legte Herr Bürgermeister Gnauth ein von einer Wiesbadener Firma ausgearbeitetes Project vor, nebst Kosten- und Rentabilitätsberechnung. Danach würden sich die maschinellen Arbeiten einer 240 HIMtr. Kühlfläche mit 140 lüMtr. Zellenfläche haltenden Kühlanlage, vermittelst deren Fleischtheile bls zu 6 Wochen aufbewahrt werden können, aus 27 170 Mk. berechnen, die Bausumme der hierzu noch noth- wendigen Gebäude (ausschließlich aller Nebenkosten) aus 38 700 Mk., Alles in Allem genommen ca. 77 000 Mk. Die jährlichen Kosten der Anlage, Betrieb, Abschreibung, Verzinsung u. s. w. sind mit 9920 Mk. angenommen, so daß sür den lüMtr. Zellenfläche, vorausgesetzt daß sämmtliche Kühl- zellen vermiethet würden, 70 Mk. Miethe pro Jahr erhoben werden müsse. Die Schlachthaus-Commission hat sich in Anbetracht der Höhe der Anlagekosten dahin ausgesprochen, daß [ von der Erbauung einer Kühlanlage bis auf Weiteres abge- , sehen werden möge. Aehnlich hat sich die Fleischer-Innung । geäußert, die eine neue Belastung ihres ohnehin schwer belasteten Gewerbes für bedenklich erklärt, und sich für Anlage t einer Kühleinrichtung höchstens aussprechen könne, wenn die ; jährliche Zellenmiethe vielleicht 30 Mk., entsprechend den Be- , triebskosten eines Eisschrankes, betrage. Wie aus den Er- ' läuterungen des Projektes hervorgeht, würden sich die An- ' lagekosten um annähernd die Hälfte reducirt und infolge dessen eine Herabsetzung der Zellenmiethe ermöglicht haben, wenn J die Kühlanlage bei dem Neubau des Schlachthauses mit aus- x geführt worden wäre. Es wird beschlossen, im Hitzblick auf ; die hohen Kosten, von der Einrichtung einer Kühlanlage zur , Zeit abzusehen. — Die Tur n hal le für die Realschule soll c nach einem von Herrn Architect Haas entworfenen Plane er- ■ baut, der Kostenanschlag demnächst vorgelegt werden. — An- ’ läßlich der Regulirung der Arbeitslöhne im städtischen c Gaswerk hat sich die Frage ergeben, inwieweit ein Bediirsniß ) vorliege, die Löhne der übrigen städtischen Arbeiter einer , Regelung zu unterziehen und ob die gegenwärtige Methode einer r augenblicklichen Deckung des Bedarfs an Arbeitern entspricht. t Die städtischen Taglöhner (ausschließlich der Straßenkehrer) , wurden seither nicht von der Stadt angenommen, sondern r von Unteraccordanten, die für den Mann in der Zeit vom 15. März bis 15. October bei zehnstündiger Arbeitszeit r 2 Mk., vom 15. October bis 15. März bei achtstündiger b Arbeitszeit 1.60 Mk. pro Tag erhielten, wobei Ausschläge n bis zu 80 Pfg. pro Tag hinzukamen, wenn Arbeiten im g Wasser rc. vorgenommen werden mußten. Daß diese Umstände den Einfluß der Stadt bezw. des städtischen Bauamtes auf diese von Unternehmern angenommenen Leute erschwerten, hat Anlaß zu einer Aenderung gegeben, nach welcher fortan die Taglöhner in directes Verhältniß zur Stadt treten und vom Stadtbauamt angestellt werden sollen. Es hat deshalb die Baudeputation beantragt, unter Beibehaltung der Vorarbeiter,. für welche ein Tagelohn von 2.10 Mk. im Sommer, 1.90 Mk. im Winter und 80 Pfg. mehr bei Wasserarbeiten festgesetzt wurde, die Löhne der Tagearbeiter um den seither ihnen entgangenen Unternehmergewinn zu verbessern, so daß die Arbeiter im Sommer 2 Mk., im Winter 1.80 Mk. und den Zuschlag von 80 Pfg. bei Wafferarbeiten erhalten. Die Baudeputation hofft damit eine größere Stabilität in dem Bestände der Taglöhner zu erreichen, so daß auch im Sommer, wo im Allgemeinen die Möglichkeit besseren Verdienstes die Arbeiter veranlaßt, ihr Arbeitsver- hältniß zu lösen, der Stadt ein Stamm geschulter Arbeiter erhalten würde. Weiter hat die Baudeputation beantragt, denjenigen Taglöhnern, die während des ganzen Sommers in ihrem Arbeitsverhältniß zur Stadt geblieben, im Herbst eine Art Gratifikation bis zu 20 Pfg. für jeden Arbeitstag zu gewähren, so daß beispielsweise ein durch volle 7 Monate thätiger Arbeiter 35 Mk. erhalten könne. Herr Heyligen- taedt würde sich gegen eine Gratifikation, eher für eine mäßige Lohnerhöhung aussprechen, da die Arbeiter ja nach Leistung bezahlt würden. Herr Bürgermeister Gnauth bemerkt, daß diese Gratifikation nicht als Prämie für gute Arbeit und bewiesenen greife, sondern für die Ausdauer im Arbeitsverhältniß gezahlt werden solle, eine Abstufung nach Leistungen werde sich schon von selbst ergeben, denn es sei selbstverständlich, daß ein junger Mensch nicht denselben Lohn- atz erhalte, wie ein älterer, eingearbeiteter. Jedenfalls würden die städtischen Arbeiter eines augenblicklich anderwärts gebotenen Vortheils willen ihre Arbeit nicht verlassen, wenn sie sicher seien, daß sie im Herbste einen Betrag ausbezahlt erhielten, der ihnen die Beschaffung ihres Winterproviants ermögliche. Die Herren Löber und Petri sprechen sich ebenfalls für Gratifikationen aus. Es wird dem Anträge der Baudeputation entsprechend beschlossen: das Accordverhältniß mit den Vorarbeitern Gräs und Bellof zu lösen, dieselben als Vorarbeiter beizubehalten, die Taglöhne nach den oben angeführten Sätzen zu erhöhen und die empfohlenen Gratifikationen zu bewilligen. Die Arbeitsgeräte haben sich die Arbeiter selbst zu stellen. — Gegen den Wirthschastsplan der Stadt Gießen über deren Waldungen pro 1891/92 findet die Stadtverordneten - Versammlung nichts zu erinnern. — Der kürzlich verstorbene Metzger Philipp Schmidt hat neben einigen Legaten zu öffentlichen und mildthätigen Zwecken, zu Gunsten des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege, des Diakonissenhauses, der Kleinkinderschule u. s. w. der Stadt 2400 Mk. mit der Bestimmung vermacht, daß die Zinsen von 2000 Mk. am Todestage des Stifters an arme Waisenkinder vertheilt, die Zinsen von 400 Mk. zur Unterhaltung seines Grabes verwendet werden sollen. Herr Bürgermeister Gnauth bemerkte, daß, sofern die Annahme des Vermächtnisses staatlich genehmigt sei, für die Stadt wohl kein Grund vorliege, dasselbe abzulehnen, die Stadt vielmehr allen Grund habe, dem Stifter für die bewiesene Fürsorge zum Besten der Armen von Herzen zu danken - er bitte um die Ermächtigung, diesen Dank den Hinterbliebenen des Ph. Schmidt abzustatten. Das Stiftungscapital soll mit 3^0/0 verzinst werden. — Das Jahresfest des Oberhessischen Vereins für innere Mission wird am 23. Juli d. I. dahier in Gießen gehalten werden. Die Festpredigt hat Herr Pfarrer Frohnhäuser übernommen. Bei der daranschließenden Jahresversammlung sollen die Anregungen, welche die von dem Centralausschuß für innere Mission in Berlin veranstaltete Versammlung und der evangelisch-sociale Congreß gegeben haben, für die Vereinsarbeit fruchtbar gemacht werden. Herr Pros. Dr. Gott sch ick, der beide Versammlungen besucht hat, wird darüber berichten, der neue Reiseprediger Wagner über die dem Vereine aus der gegenwärtigen Lage erwachsenden Aufgaben Thesen stellen. — Wie wir erfahren, wird der berühmte Cornet-ä- Piston-SSirtuofe Hugo Türpe in einem demnächst in Steins Garten stattfindenden Concerte auftreten. Herrn Türpe stehen eine große Anzahl Kritiken zur Verfügung, von denen wir eine in der „National-Zeitung" veröffentlichte hier mittheilen : „Im „Königsbau" hat sich der Besuch in den ersten 10 Tagen, die seit der Eröffnung vergangen sind, stetig gehoben. Die Gesammtzahl der Besucher wird uns auf 22 000 angegeben. Am Sonnabend und Sonntag bildete eine besondere Anziehungskraft das Auftreten des Cornet-Virtuosen Hugo Türpe, der feit langer Zeit zum ersten Male wieder in Berlin aufgetreten ist, nachdem er auf feinen künstlerischen Wanderfahrten Rußland, Amerika, Australien und Westindien besucht hat. Türpe, der früher der Bilse'schen Capelle angehörte, hat feine bedeutende Fertigkeit auf dem Cornet noch erheblich gesteigert. Er hat sich mit glücklichem Geschmack den Künsteleien, zu denen das Virtuosenthum nur allzu leicht verführt, ferngehalten. Höher als seine hochentwickelte Technik ist noch der weiche, discrete Ton zu rühmen, den er dem Instrument entlockt, welches unter seinen Händen nicht schmettert, sondern singt. Reicher Beifall begleitete alle feine Nummern." — Wie auswärtige Blätter von hier berichten, ist, nachdem erst vor Kurzem ein gefährlicher Einbrecher entflohen, am 30. Juni der zu einer Gesängnißstrafe von 1 Jahr 9 Monat wegen Wilderns verurtheilte Jagdpächter Jäckel aus dem hiesigen Provinzial-Arresthaus entflohen. — Gestern Abend wurde in der Marburgerstraße ein Fechtbruder abgefaßt, der seine Aufwartung sogar bis zu im Keller beschäftigten Leuten ausdehnte. E. Eberstadt, 3. Juli. Der hiesige Kriegerverein hat eine Fahne angefchafft, die bei Gelegenheit des am 13. und 14. Juli hier stattfindenden Bezirksfestes des Verbandes Butzbach-Bad-Nauheim geweiht werden soll. ’M* 80 tat ne bei »i’S'" ontmer 2'S" .8“ 80 Pfg. 6,j t damit eine mat‘ »- 5ft , ' $ Arbeitsver- 9‘taet Arbeiter beantragt, y S-mmers fr im Herbst **■> Arbeitstag te* »°"e 1 Mo^te verT Hehligen- Ä?? eine )lc ^beiter ja nach nei|ter Gnauth be- ? Prämie für gute är die Ausdauer im eine Abstufung nach rgeben, denn es sei nicht denselben Löhner. Jedenfalls wür- blicklich anderwärts icht verlassen, wenn 1 Bettag ausbezahlt es Winterproviants hetri sprechen sich itb dem intxay der das AceordverMM i zu lösen, dieselben ilöhne nach den oben ie empfohlenen Grat/- zeräthe haben sich die Witthfchaftsplan der pro 1891/92 findet stS zu erinnern. — ipp Schmidt hat mldthätitzen Zwecken, Armen- und Aanken- mlinderschule u. v w. inij vermacht, daß die )es Stifters an arme 400 Mk. zur Untersollen. Herr Arger- n die Annahme des für die Stadt wohl ren, die Stadt viel- ir die bewiesene Für- , zu danken ; er bitte a Hinterbiiebenen d-s .tapital joC mit 3*,i”/o j|tn Stitini für <»««* tt in Men «,' r?JQ be^CIte ist, na^ *?#<« * li“ %**$$• rt«”‘ 13- ’u aö1 a t E. Butzbach, 3. Juli. Die erste Kammer der Stände hat das Gesuch unserer städtischen Vertretung, die hiesige, 130 Schüler zählende Realschule vom 1. April n. I. ab zu einer Staatsanstalt zu erheben, angenommen. Dieser Beschluß wurde hier sehr freudig ausgenommen. Bad Nauheim, 3. Juli. Dem Medicinalrathe Dr. Wilh. Bode hier wurde von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog der Character als „Geheime Medicinalrath" verliehen. -e- Lich, 3. Juli. Der hiesige Ortsbürger K., in dessen Hofraithe es vor einigen Wochen gebrannt hatte, wurde heute wegen Verdachts der Brandstiftung gefänglich eingezogen. Dermifd?tes* * Heppenheim a. d. Bergstr., 3. Juli. Wir sind in der Lage, auch heute nur Gutes von der im August dahier stattfindenden Ausstellung von Erzeugnissen der Industrie und des Kleingewerbes berichten zu können. Man hofft, nach den eingelausenen und noch ausstehenden Anmeldungen zu schließen, daß die Anzahl der Aussteller die für die Verhältnisse stattliche Ziffer von 300 erreichen wird. Alle gewerblichen Zweige werden vertreten sein, darunter namentlich die Odenwälder Granit- und Syenit-Industrie in glänzender Weise. Die elektrische Beleuchtung des Ausstellungsplatzes kann als gesichert betrachtet werden. Neben einer großen Anzahl von gewerblichen und landwirthschastlichen Maschinen sind auch die für den Kleinbetrieb so wichtigen Benzin- und Petroleum-Motoren angemeldet. In den nächsten Tagen wird die Errichtung von zwei geräumigen Ausstellungshallen aus dem Submissionswege vergeben. * Berlin. Der berüchtigste Taschendieb Berlins, der Schneider August Doepse, wurde vor Kurzem der Strafkammer abermals vorgesührt. Doepke, der jetzt 52 Jahre alt ist, hat außer vielen Gefängnißstrafen nicht weniger als 27 Jahre Zuchthaus hinter sich. Kaum in Freiheit gesetzt, hat er stets sofort wieder sein gemeingefährliches Gewerbe ausgenommen. Die letzte Strafe hatte er am 12. März verbüßt und jetzt stand er wiederum unter der Anklage zweier vollendeter und 12 versuchter Taschendiebstähle. Der Angeklagte suchte seine Opfer nur unter den Damen, weil dieselben ersahrungsmäßig ihr Geld in wenig vorsichtiger Weise in ihren Kleidertaschen auszubewahren pflegen. Der Gerichtshof verurtheilte den Unverbesserlichen zu einer Zuchthausstrafe von 10 Jahren untf den üblichen Nebenstrasen. Univerfitäts - Nachrichten. — Aus Breslau, 1. ds. Mts., wird der „Franks. Ztg." geschrieben: Dem ordentlichen Professor an der Universität Gießen. Dr. Freiherr von der Ropp, wurde das bisher vom Professor Dt. Lenz innegehabte Ordinariat für die Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit erthetlt. Zugleich wurde derselbe mit der Mit- dtrection des historischen Seminars an der historischen Universität beauftragt. Dr. Freiherr o. d. Ropp, ein Schüler von Georg Waitz, ist 40 Jahre alt. verkehr, Cawö* und Vstkru>ir1hschaft - »arotten (MSHrer.) «ach fra«,SMche« R«c«pt. Man schneidet die Mooren in dünne Scheiben oder Streifen, kocht sie mit Pfeffer, Salz und einem Kaffeelöffel Liebigs Fletschextract, läßt sie abtrocknen und dünstet sie an recht lebhaftem Feuer mit einem Stich Butter und feinen Kräutern (Petersilien, Schalotten, Champignons u. dgl.). Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst 5. Sonntag nach Trinitatis, 6. Juli. Frühgottesdienst in der Kirche: Vormittags 78/* Uh*r Pfarrer Dingeldey. Vormittags 9V* Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 8V2 Uhr in der Friedhofscapelle: Pfarrer Schlosse r. (Zugleich Christenlehre für die confirmirten Realgymnasiasten und ^^^KatÄsmuslehre für die Gymnasiasten und Stadtschüler Vormittags 11 Uhr in der Kleinkinderschule Pfarrer Dr. Naumann. Katechismuslehre für die Mädchen Vormittags 11 Uhr in der Friedhofscapelle. Pfarrer Dingeldey. Statt der Nachmittagsgottesdienste werden im Laufe des Sommers ArühgotteSdienste um 78/4 Uhr gehalten. Am Sonntag den 13. Juli: Feier des heiligen Abendmahls; Beichte am Samstag vorher, Nachmittags 2 Uhr. Am Sonntag den 13. Juli wird nach den Gottesdiensten eine Collecte erhoben für die evangelische Gemeinde zu Weisenau bei Mainz. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 6. bis 12. Juli besorgt Pfarrer Dr. Naumann. ’ Katholische Gemeinde. 6. Sonntag nach Pfingsten, 6. Juli. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenheit zur Hb Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenhett zur hl. Beichte; um w Uhr Austheilung der hl Communion; um V»8 Uhr hl. Messe; um 8/<10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Vi3 Uhr Christenlehre und Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. 5. Juli. Freitag Abend 7»o Uhr, Samstag Morgen 8« Uhr, Samstag Mittag 4« Uhr, Samstag Abend 910 Uhr. von 4902 5686 täglich frisch, empfiehlt Aug. Guhr, Bahnhofstraße 12- Tletzes 8$ [5641 Gettersweg 39 h. Kalkhof 5642 [4994 SetterSweg 39 Großh. Gerichtsvollzieher. 5653 Neuenweg 15. 5342 3 1 1 1 1 sofort schmerzlos zu machen und sicher zu entfernen, erreicht man unbedingt am bequemsten durch das weltbekannte Boxbergers Hühneraugenpflaster aus der Hofapotheke »ad «tsfingen. Röllchen ä 0,50 zu haben in Gießen n den Apotheken. [5251 Versteigerung Auf Antrag des Herrn Kaufmanns August Voigt in Gießen versteigere ich Montag, den7. Juli e., Nachmittags 2 Uhr, im Gasthaus „zum Adler" dahier, Marktplatz 20: 1 goldene Herrenuhr, 1 goldene Damenuhr, 1 goldenes Medaillon mit Kette, »2 Tischtücher, Tafellücher, Herrenüberzieher, Damenkleid, Umhang und Damen-Wtntermantel. Die seit Jahren I bewährten Specialitäten von Robert Hoppe, Halle a. 8., wie: „Flüssigen Leim“ für Comptoire und Haushalt, zum Kitten und Kleben aller Gegenstände. Flaschen 30 und 50 H.! + Möbel-Politur mit welcher jede Hausfrau sehr leicht polirte und lackirte Möbel reinigen und neu auf- poliren kann. Fl 40 Pf. empfiehlt 4567 Heinrich Wallach, Marktplatz. tendste Blumen- u. Fantaste-Gerüche ä Fl. vH. 1,—, JL 1,25 und .M. 1,50: 5134 Benner & Krumm. la. Butter zum Einkochen, soweit der Vorrath reicht, das Pfund 78 Pfg. H. F. Nassauer, Triumph- Klappstühle Mk. 2.25 an bei Tb. Brück, Schlotzaafse 16. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 4. Juli 1890. Born, gelegenen Immobilien: Flur 40 Nr. 1618/1O — 691 Meter Hofraithe im Gartfeld bei der Stadtmühle, Flur 40 Nr. 162Vio — 2163 Meter Acker daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 19. Juni 1890. Großherzogltches Ortsgericht Gießen. I. A: B o g t. 5270 Brennholz. 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Bergmanns ♦ [5246 Sommersprossen-Seife zur vollständigen Entfernung der Sommersprossen, bestes Schutzmittel zur Verhütung der so schädlichen Einwirkung des Sonnenbrandes auf den Teint, ä Stück 50 H bet Benner & Krumm. Aecht franz, und bester deutscher Eognac, Citronenestenz, ächt ital., aus frischen Citronen, Himbeersaft und Himbeer esstg aus Gebirgshimbeeren bereitet, Brauselimonadebonbons, Brausepulver, stärkstes, Doppelkohlensaures Natron und Weinstetnsänre. Drogengeschäft von Otto Schaaf* Heute eiiilreffeud neue holl. Vollhäringe. Versteigerung. GamStag de« 5. Anli er., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Gasthaus „zum Adler", Marktplatz 20: 1 Verttcow, 1 Sptegelschrank, 1 Sopha, 6 Sessel, Betten und anderes Haus- mrbtltar, sowie goldene und silberne Uhren und Damenschmucksachen. 5652 Born, Großh. Gerichtsvollzieher in Gießen. Keilgeöolenes. 5632] Neue Frühkartoffel« sind zu haben_____________Lindengasse Nr. 6. 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Juli 1857 zu Hausen, zuletzt wohnhaft zu Gießen, jetzt mit unbekanntem Aufenthalt abwesend, wird beschuldigt, als Unteroffizier der Landwehr ersten Aufgebots ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein. Uebertretung gegen § 360 Nr. 3 des St.G Bs. Derselbe wird auf Freitag den 29. August 1890, Vormittags 8Va Uhr, vor das Gr. Schöffengericht Gießen zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach § 472 der St.P.O. von dem Kgl. Bair. Bezirks - Commando zu Paffau ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Gießen, den 29. Mai 1890. Der Großh. Amtsanwalt. Dr. Zimmermann. [4915 Ssmstag den 16. August, Nachmittags 4 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die der Jacob Wacker Ehefrau Susanne, geb. Schmall, in Gießen zustehende ideelle Hälfte an nachbezeichneten Immobilien: Flur I Nr. 32 — 94 Meter Hofraithe in der Mühlgasse, Flur IV Nr. 14 — 19' 0 Meter Acker am Krosdorfer Weg öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 4. Juli 1890 Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. 5650 Zuspruch entgegensetze, zeichne Achtungsvoll 5512 Geschäfts-Eröffnung- Hierdurch zeige ergebenst an, daß ich an hiesigem Platze, Damm« stratz- 34, ein Colomalwaaren-, Tabak-, Cigarren- und Flaschenbier-Geschäft eröffnet habe. , . . Indem ich unter Zusicherung bester und bMgster Bedienung geneigtem Meine HuFzwaaireii -Handlung und Wohnung befinden sich jetzt in meinem erkauften Hause Bahnhofstraße 39 und halte mich bei Bedarf aller in das Fach einschlagenden Artikel bestens empfohlen. 5572 J- Mendelsohn. MUCHEIN! < _________________________ WM das Vorzüglichste gegen alle 3 Insecten, ? “ wirkt mit geradezu frappiren- 'H der Kraft und rottet das vor- gp q handene Ungeziefer schnell — und sicher derart aus, dass ® gar keine Spur mehr davon * * übrig bleibt. [4698 Man beachte genau rothe Beutel (Germania - Marke). „Mucheln“-Speolalltät ä 10, 25 und 50 Pfge. zu haben bei Herrn A. Noll II. 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Krämer, Agent für Immobilien, Ludwigstraße 24. 5634] (Sine Kleidermacherin empfiehlt sich in und außer dem Hause. Wodeftraße 29, III. Stock. Gin solides Dienstmädchen von einer kleinen Familie per sofort gesucht. Nähere- 5640] Bibmarckstraße 11 II. 5644] Ein zuverläss. Dienstmädchen für Hausarbeit ges. Ludwigstraße 64. Wagenlackirer finden dauernde Beschäftigung, sowie ein TaglShner gesucht- 556 t] Earl Leib, Burggraben 15. 5548] Einen Gesellen sucht Emil Beil, Schreinerm-, auf der Bach. Gesucht ein Betriebssichrer für eine elec- trische Beleuchtungsanlage, der durch gute Zeugniffe seine Befähigung für Wartung von Dampfmaschinen, Keffeln und electrischen Beleuchtungseiürich- tungen nachzuweisen vermag. Eintritt 1. September 1890. Meldungen sind an die Directton der medicinischen Klinik in Gießen bis längstens 18. Juli dö. IS zu richten. [5589 Verkaufsstelle Giessen: Heb, Wallach, Markt 8. Goldene Medaille. Silberne Medaille. Iersuchen Sie gefl. 455 Schusters Caffee. Höchste Auszeichnung I Cöln 1889 | HÜHNERAUGEN Gestern Nachmittag entschlief sanft nach kurzem Krankenlager im 55. Lebensjahr unsere liebe Mutter Mathilde Lang, geb. Dieterichs Um stille Theilnahme bitten im Namen der Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Samstag den 5. Juli, Vormittags 11 Uhr, von der akademischen Klinik aus statt. Wilhelm Lang, Hauptmann, Ludwig Lang, Gerichtsassessor. 5628 Jegptah auf Oswalds Karten. Sonntag den 6. Juli <*■•-• von Nachmittags 8 Uhr ab: Jur ilacbfetev des Säugerfestes Grosses Militär-Goncert ausgeführt von der Capelle des 1. Hess. Husaren-Rgmts. Nr. 13 unter _____ Leitung des Hrn. Stabstrompeter Hecht. ____ 5ÄC** Grosse Voiksbelustigung. Von 8 Uh^Abends ab : Tanzvergnügen. Bengalische Beleuchtung. 5627 Entree 20 Pfennig. 5414 i ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ = Ausverkauf — ♦ > in Manufactnr-, Mode-Waaren, f ♦ Damen-Confection ♦ von Docter, Seltersweg 57. Aermiethungen. 5382] Ein Logis, 5 Zimmer nebst Zubehör, bis zum 1. Octbr. zu vermieden. 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Zimmer an eine einzelne Dame sofort zu vermiethen.___________ 4760] Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. «. Wallenfels Wwe., Krrchenplatz 21. Zu miethen gesucht ein Logis von 3—4 Zimmern in schöner Lage von einer ruhigen Familie per 15. August oder 1 September. Offerten mit Preisangabe sub A. C. an die Exped. d. Bl. [5647 □4 /7. 8‘/2 A. Gbl I.«r.sÄo Einladung. Zu dem Sonntag den 6. Juli -. I., von Nachmittags 2j/4 Uhr an, in Kirchberg stattfindenden Iahresfeste des Gießener Zweigvereins der Gnstav-Adois-Stiftnng, zu welchem alle Gemeinden des Decanats Gießen mit Ausnahme von Kirch- und Pohl-Göns gehören, laden wir hiermit freundlichst ein. Aus jeder Gemeinde bitten wir 2 Vertreter besonders entsenden zu wollen. Im Gottesdienst wird Herr Pfarrer Adolph von Watzenborn predigen und Herr Professor Stamm von Gießen den Rechenschaftsbericht mittheilen, worauf eine kurze Nachfeier im Freien stattfinden wird. Für den Vorstand des Gießener Zweigvereins der Gustav-Adolf-Stiftung: ___Wahl._________,_____________5638 Turnverein Heuchelheim Sonntag den 6. Juli: III. Stiftungsfest bei Wirth Ludwig Brock X. wozu ergebenst einladet 5637 Der Vorstand. Ausstellungs-Berloofung veranstaltet vom Gewerbeverein zu Heppenheim a. d. B. 640 Gewinne i. W. v. ca. Mark 15,000. Erster Hauptgewinn i. W. Mark 12001 Ziehung 17. Sept d. I. Rückkauf der ersten Gewinne gegen Nachlaß. 1 Loos 1 Mark. Generalvertrieb der Loose: 5639] Hch. Hilsdorf in Darmstadt, Ernst-Ludwigstraße 9. ■ Todes Anzeige. I Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige I Mittheilung, daß gestern Abend nach längerem Leiden unser lieber ■ Gatte, Vater, Sohn, Schwager und Bruder Heinrich. Schraner im Alter von 39 Jahren sanft verschieden ist. [5637 I Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 4. Juli 1890. Die Beerdigung findet statt Samstag den 5. Juli, Nach- ■ | mittags 3 Uhr, vom Sterbehause (Rodheimerstraße, Feldschlößchen) aus. I Eomesbertcht von E. Wasserschleben, Bankgeschäft. IttWwtUt BSrf- ÖOW 4. JtUi 1880. Schlußeourf- 1 Uhr 15 Min. 4 pCt. Reichsanleihe 107.40 3Vi • ■ 4 , Preuß. Consols 100 95 106 50 3Vi , 100 95 DiSconto-Comm. 22100 Darmstädter Bank-Act. 157-80 Dresdener Bank-Act. 156.00 Berliner HandelSaes. Oesterr. Eredtt-Act. 166.03 263 25 Wiener BankvereinS-Act. 103.25 Oesterr. StaatSbahn 203.25 Lombard. Eisenbahn 11925 4 pCt. Ungar. Goldrentr 8930 5 , Italiener Rente 94 30 Oesterr. Silberrente 77 60 Ruff. Orient m. 7290 Buschtherader 405 75 Elbethal-Bahn-Act. 205 75 Gotthard-Bahn-Act. 163.20 Schweizer Nordost 13760 , West 3990 Gelsenkirchener 166.80 Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. 14380 Oesterr. Alpine-Montan 83.50 nz: ruhig. «edacttou: Ä. Schetzda. — Druck und Verlag der Brühl'schar Druckerei (Fr. Thr. Pietsch) in Sießm.