"N. Nr. 283. Donnerstag den 4 December 1890 Der ♦Mtnet Z«rei-er erscheint täglich, nit Ausnahme des Montags. Dir Gießmer M<«rrre«ötLtter »erden dem Anzeiger 2-chentlich dreimal beige!egt. Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. Bierteljähriger Avounementspreist 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kch«tstr-KeNr.H. Fernsprecher 51. «Ä Qbe i“ i* *1«. 10019 ch Söfint, Franlsurta/A. «K-glM-SksW^ Kleiderstoffe kaufspteitz zum verkauf n nur reellen Qualität Mene Stoffe ü. 60 M Mene Stoffe ü. 90^ an, rabei biütßc Weihnacht-- geschenke. [9672 liethungen. ing im mittleren W,' lutm ßiMoru. Wasser- ‘ rt ju vermiett/en. inlagt Zderstrshe 51. e Korbanlage 29 ist bü allen BequemUchleitc :, auf Wunsch auch mb rmiethen und gleich br- W. Truling. -3 Zimmer nebst Zu! verm. Eelterßweg 31, Stock meines Häufel je zc, per sofort w oei- S SchttlN, m Lreu^ kleinere isamilienlogis zu eres Nordanlage 33. mg mit 1-3 We" H > 50 del Ing. 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Sie wollen die Lehrer oder Schulverwalter einklassiger Schulen, welche militärpflichtig sind, daraus aufmerksam machen, daß Gesuche um Zurückstellung im Falle einer Mobilmachung innerhalb 8 Tagen bei uns einzureichen sind. Später einlaufende Gesuche können nicht berücksichtigt werden- In den Gesuchen ist anzugeben: 1) Ctvilstellung, 2) Vor- und Zunamen, 3) Militärcharge und Truppengattung, 4) Genaue Angabe des Truppentheils, Regiment, Compagnie rc., bei welchem der Eintritt erfolgt ist, und Datum des letzteren, 5) Bezirk des Landwehrbataillons. Bei Lehrern oder Schulverwaltern, welche bereits früher bei uns reclamirt haben, bedarf es der Angaben 1—5 nicht, es genügt hier einfache Meldung. Abwesende Lehrer oder Schulverwalter, die als alleinstehende Lehrer zur Reclamation berechtigt sind, wollen Sie sofort benachrichtigen. __________________v Gagern._________________ Bekanntmachung. Die Einträge in das Handelsregister des hiesigen Gerichts sollen im Jahre 1891 in der „Darmstädter Zeitung", in dem „Gieß 'n- Anzeiger" und in dem „Licher Anzeiger" veröffentlicht Uheiviei. Lich, den 1- December 1890. Großherzogliches Amtsgericht. Langermann. Deutsches ÄeLctz. Darmstadt, 2. December. Donnerstag Abend begeben Sich Seine Königliche Hoheit der Großherzog nach Char- lottenburg, um, einer Einladung Seiner Majestät des Kaisers folgend, an den Hosjagden in der Göhrde tyeilzunehmen. Darmstadt, 1. December. In Nachstehendem führen wir ein Berzeichniß der bedeutenden Posten aus, welche der den Ständen vorgelegte Etatsentwurf an außerordentlichen Ausgaben fordert. Es sind vorgesehen: für Regulierung des Landgrabens und Entwässerung des Rieds 257 000 Mk., außerordentliche Beiträge zur Erbauung von Kreisstraßen 105000 Mk., zur Erwerbung eines Bauplatzes (des Zeughausgrundstückes) und zur Bestreitung der Kosten der Vorarbeiten des Bauentwurfs für ein neues Museum in Darmstadt 135 000 Mk., für Erbauung einer Turnhalle für das Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt und in Verbindung damit Erbauung von 6 Lehrräumen für die Vorschulklassen der Gymnasien 191000 Mk., für Herrichtung eines Dienstgebäudes der Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbeverein 170000 Mk., für Erweiterung des Arbeitshauses zu Dieburg 106 000 Mk., als erste Rate für Erweiterung des Landeshospitals Hofheim 1025 000 Mk., für Ergänzungs- und Umbauten bei den alten und neuen Kliniken in Gießen 13 9 8 0 0 Mk., Staatszufchuß für die Restauration der Stadtktrche zu Friedberg als erste Rate 50000 Mk., Staatszufchuß für die Restauration des Domes zu Worms als erste Rate 75 000 Mk., für Errichtung eines Neubaues für jugendliche Verbrecher bei dem Provinzialarresthaus in Darmstadt 252 000 Mk., für Erbauung eines Amtsgerichtsgebäudes in Schlitz 57 000 Mk., für Erbauung eines Amtsgerichtsgebäudes und Hastlocals in Nieder-Olm 94 500 Mk., für Erbauung eines Hastlocals in Worms 54400 Mk., für Errichtung eines östlichen Zwifchenbaues von dem nördlichen nach dem südlichen Collegiengebäude zu Darmstadt 117 500 Mk., für Errichtung eines Dienstgebäudes auf dem Gelände der früheren Großh. Münze 152 500 Mk., für Errichtung eines Dienstgebäudes in Bingen 125000 Mk., für Errichtung eines Dienstgebäudes in Offenbach 70000 Mk., für Erweiterung des Güterbahnhofs Darmstadt 250 000 Mk., für Erweiterung von Bahnhofs- und Geleisanlagen der Main-Neckar-Eifenbahn 300000 Mk., für den Bausand derOberhessischen Eisenbahnen (Gelände er werb) 3 0 000 Mk., für Erneuerung des Innern der Schloßkirche im Großh. Nesidenz- schloffe 25000 Mk., für Staatsstraßen 130 400 Mk., worunter 20000 Mk. für Vorarbeiten zur Erbauung einer Brücke über den Rhein bei Worms, für Territorial-, Fluß- und Dammbau 2146 000 Mk., worunter: für Fortsetzung der Main-Canalisation von Frankfurt bis Offenbach 1356 000 Mk., für Erbauung eines Hafens bei Bingen 440 000 Mk., für Erbauung eines Hafens bei Oppenheim 220000 Mk. Weiter sind unter diesem Capitel noch^vorgesehen die Grunderwerbskosten für neue Amtsgerichtsgebäude in Fürth und Osthofen, sowie Beiträge für Erweiterung des Gerichtsgebäudes in Mainz (25 000 Mk.) und der Haftlocale in Fürth, Höchst und Groß-Umstadt. Die Gesammtsumme der außerordentlichen Ausgaben beziffert sich auf rund 14 640 000 Mk. Deutsche» Reichstag. 33. Plenarsitzung. Dienstag, 2. December 1890, 2 Uhr. Das Präsidium des Reichstages hat dem Kaiser die Glückwünsche des Hauses zur Vermählung der Prinzessin Victoria mit dem Prinzen Adolf zu Schaumburg-Lippe dargebracht und auch der Kaiserin-Mutter diese Glückwünsche ausgesprochen. Dem Grafen Moltke hat das Präsidium zum 90., dem Reichs- gerichtspräsidenten Simson zum 80. Geburtstage die Glückwünsche des Hauses ausgesprochen. Das Haus genehmigt nachträglich diese Maßnahmen seines Präsidiums. Das Andenken der in der Zwischenzeit verstorbenen Mitglieder ehrt das Haus durch Erheben von den Sitzen. Es folgt die erste Berathung des Gesetzes betr. die Vereinigung von Helgoland mit dem Deutschen Reich. Staatösecretär des Innern v. Bo etlicher: Es darf als ein günstiges Omen gelten, daß die Wiederaufnahme der Arbeiten dieses hohen Hauses mit der Berathung dieser Vorlage beginnt. Meine Hoffnung auf eine günstige Aufnahme stützt sich auf die freudige Aufnahme, welche die Nachricht von der Erwerbung der Insel hervorrief. Die Furcht, welche vor deutscher Militärpflicht und vor deutschen Stellern im Auslande besteht, ist heute, nach zwei Monaten, auf der Insel geschwunden und die Bevölkerung ist gern und freudig in den neuen Cours eingesegelt. Den Dank der Reichsregierung habe ich auszusprechen an die Preußische Staatsregierung für die Aufstellung des Programms und für ihr wohlwollendes Entgegenkommen und Eingehen auf die deutschen Wünsche, so daß die Reichsregierung sofort in ihre Thätigkeit etntreten konnte. Es handelte sich nm zwei Fragen: 1) sollte die Insel vom Reich übernommen werden und 2) sollte dieselbe zu einem selbstständigen Staatswesm erhoben oder einem bestehenden Staatswesen angeschloffen werden. — Die Reichsregierung hat die erste Frage bejaht, da ste glaubt, daß eine Insel, die vor der Mündung eines deutschen Flußlaufes liegt, auch zu Deutschland gehören mutz. Bet der zweiten Frage hat sich die Reichsregierung für die Angliederung an Preußen entschlossen und ist von der Bereitwilligkeit Preußens zur Uebernahme überzeugt. Von der Einbeziehung der Insel in das Reichszollgebtet konnte abgesehen werden. Di« Frage der Kriegsbefestigung der Insel ist noch nicht spruchreif. Die bisher erlassenen Vorschriften sind lediglich bau- und seepolizeilicher Natur. — Redner geht dann auf die einzelnen Bestimmungen der Vorlage ein, dieselbe empfehlend. — Hoffen und wünschen wir, daß die Entwicklung Helgolands unter deutscher Flagge eine recht glückliche sein werde. (Bravo!) Abg. v. Benda (ntl.) spricht sich für die Vorlage aus und bittet, die Gehälter der Verwaltungsbeamten nicht zu kärglich zu bemessen. Abg. Dr. Windthorst (Ctr.) wünscht, daß die Gewohnheiten und berechtigten Eigenthümlichketten der Bevölkerung der Insel ge- Fenilleton. Aus Furcht vor Strafe. Scizze von Hedwig Erltn. (R-chdrvck verboten.) Es war an einem Spätherbstabcud. Ein kalter Wind riß unbarmherzig die letzten welken Blätter von den Bäumen und strömender Regen verdunkelte selbst die electrifche Straßen- belenchtung der Großstadt. Wie beneidenswerth waren doch bei solchem Wetter Diejenigen, die im warmen Stübchen des eigenen Heims geborgen und geschützt waren! So mochten auch wohl die beiden jungen Damen denken, die, eng aneinander geschmiegt, eine der Hauptstraßen durcheilten, denn sie hüllten sich fester in ihre Mäntel und beschleunigten ihre Schritte. Ein gewisses Etwas im Aussehen und Benehmen der größeren von beiden ließ leicht die Künstlerin erkennen, während die kleinere Gefährtin Mut nichts die Anhängerin der Alltäglichkeit verleugnete. — „Kausen Sie Schwefelhölzer? O, bitte, nur ein Schächtelchen nehmen Sie mir ab!" Diese wenigen, von einer schwachen Kinderstimme ausgerusenen Worte waren es, die die erstgenannte junge Dame plötzlich stehen bleiben ließen. „Ach, komme doch, Mara, eS gehen ja noch mehr Leute vorbei, mögen die kaufen, wir brauchen keine Zündhölzer!" drängte die Freundin. Kaum hatte jedoch Mara dem zarten, frierenden Kinoe in das blaffe Gesicht geblickt, als sie mit dem leisen Ausruf: „Welch schöner Knabe!" auf ihn zueilte iittd ihm den ganzen Rest Schwefelhölzchen abkaufte, während ftc sich theilne(mend nach den näheren Verhältniffen des kleinen erkundigte. Ein Bild herzzerreißenden Elends enthüllte sich bei den Worten des Kindes den Augen der jungen Malerin. Voller Mitleid sagte sie ihm endlich: „Ich werde Dir meinen Namen und meine Wohnung aufschreiben, willst Du da wohl morgen ■MPgfaagr zwischen 11 und 12 Uhr einmal zu mir kommen?" — „Wenn ich aber vorher nicht alle Schwefelhölzer losgeworden bin, darf ich nicht nach Hause kommen, da schlägt mich der Stiefvater," wandte ängstlich das Kind ein. „Armer Knabe, komme nur getrost, ich kaufe Dir alle Deine Waare ab," beruhigte ihn Mara, und nachdem sie ihm auf einem Kärtchen Namen und Wohnung vermerkt hatte, folgte sie mit eiligen Schritten ihrer bereits vorangegangenen Freundin, von der sie nichts weniger als freundlich empfangen wurde. „In solchem Wetter sich bei jedem Bettelkinde aufzuhalten, ist mehr als lächerlich. Uebrigens, als ob solche Wesen nicht von klein auf an das Straßenleben gewöhnt wären!" Ruhig entgegnete die Künstlerin den spöttischen Worten der Begleiterin : „An Hunger und Kälte, liebe Elsa, gewöhnt sich der ^Mensch nie und nimmer; übrigens interessnt mich der Knabe und wird mir morgen Modell stehen." In dem Atelier der schon erwähnten jungen Malerin Mara Delius stand schüchtern ein ärmlicher, etwa 13jähriger Knabe und bewundene mit strahlenden Blicken die nie gesehene, fremde Umgebung. Bei jedem neuen Bilde, das er sah, steigerte sich sein Entzücken, und als er vernahm, daß die liebenswürdige Dame, die ihn umherführte, selbst die Schöpferin all dieser Kunstwerke war, blickten seine schönen, ausdrucksvollen, dunklen Augen in unbegrenzter Ehrfurcht auf in das feine, durchgeistigte Antlitz seiner Beschützerin. Leichter Wein und allerhand Naschwerk hatten den Knaben auch bald lebhafter gestimmt, ein liebes Kinderlächeln lag auf feinen Lippen, die sonst so blassen Wangen glühten; nur die großen Augen konnten nicht ganz den Ausdruck des Leidens verleugnen, und das machte Harry, den Bettelknaben, in diesem Augenblicke schön und ließ ihn zum Modell für Mara Delius werden. „Halte Dich ruhig in der Stellung, Harry, die ich Dir angab, und lehne Dich etwas fester gegen die künstliche Felswand. So, mein kleiner italienischer Hirte, nun sieh hierher zu mir und bald wirst Du von Dir selbst eben solch schönes Bild sehen, wie ich Dir vorhin deren viele zeigte." So redete ihm Mara zu und er schaute sinnend, ohne seine Stellung zu verändern, zu ihr hinüber und im Taumel seiner aufgeregten Phantasie hielt er die Malerin bald für eine schöne, gute Fee, die ihn verzauberte. Als Harry nun am Schluß der Sitzung reich beschenkt nach Hanse entlassen wurde, gab er der Malerin ba§ Versprechen, am nächsten Tage wiederzukommen und er kam wieder, von da ab alle Tage. Zweimal schon hatten die Bäume ihre Blätter gewechselt und Harry ging noch immer zuweilen in das Atelier Mara Delius. Sie war für ihn noch immer die gute, schöne Fee und er für sie der kleine, arme Bettelknabe, ja, kaum bemerkte sie cs, daß Harry inzwischen größer und kräftiger geworden war. Auch heute hatte sie ihm eine passende Stellung auf dem Divan, zwischen Palmen versteckt, angewiesen, und er träumte, glücklich im Anschauen der schönen Malerin versunken, von einem lieblichen, sonnigen Lande, wo er immer, immer in ihrer Nähe weilen durste und nicht zurückkehren mußte in das bittere, entsetzliche Elend, dem er nur entrissen war in den Stunden, die er bei ihr verlebte. Plötzlich öffnete sich eine Thür des Nebengemachs. Ein eleganter junger Mann trat heraus; nachdem er einige Worte mit Mara gewechselt, legte er seinen Arm um sie und sie küssend, sagte er im zärtlichsten Tone: „Nun, ich will Dich nicht mehr stören, Mara, aber bitte, arbeite nicht mehr allzu lange, denn wenn Du wüßtest, wie ich mich nach Deiner lieben Gegenwart sehne —" Lächelnd versprach die Malerin, seinen Wunsch zu erfüllen, darauf entfernte sich der junge Herr wieder auf demselben Wege, den er gekommen. Mara malte weiter und Harry—? Seine Gesichtszüge hatten sich plötzlich auffallend verändert, ein tiefer Schmerz lag in den schönen, dunklen Augen. Nicht mehr lange und Mara legte Pinsel nnd Palette beiseite und Harry ging, um sich umzuziehen, bann suchte er Mara wieder auf, um ihr Adieu zu sagen. Lange und sonderbar schaute er sie heute an. „Was hast Du, Kind?" fragte deßhalb lächelnd die Malerin. „Ach, Fräulein^" antwortete der Knabe und seine Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Berlin, 2. December. Der Kaiser wird nicht nur die Schulenquete-Conferenz eröffnen, sondern auch noch an der Sitzung und dem vom Cultusminister dargebotenen Frühstück theilnehmen- die „Nordd. Allg. Ztg." meint, der Kaiser dürste sich dabei in freierem Gespräch über seine Ansichten betreffs der Schulreform äußern." Berlin, 2. December. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Reichskanzler hat die E i n f u h r l e b e n d e r S ch w e i,n e aus Rußland in die öffentlichen SchLachthöfe von Thorn, Beuthen und Myslowitz unter gewissen Bedingungen widerruflich und versuchsweise gestattet. Berlin, 2. December. Die Gewerbeschutz-Con- serenz nahm folgende Resolutionen an: daß das bisherige Vorprüfungsverfahren des Patentamts aus die Neuheit des Gegenstandes zu beschränken sei- daß für als neu anerkannte formell richtige Gesuche vorläufiger Schutz, auf Antrag sechsmonatige Geheimhaltung gewährt, und dieselben sodann zu sechswöchiger öffentlicher Prüfung ausgelegt werden, daß gegen Beschlüsse auf Ertheilung oder Zurückweisung des Gesuches a* eine gemischte Instanz (Juristen und Techniker) Berufung sreistehe, sowie daß Klagen aus Richtigkeit, Zurücknahme und Uebertragung der Patente zunächst bei dieser Instanz, im Falle der Berufung beim Reichsgericht zu verhandeln, endlich daß die Patentgebühren herabzusetzen seien, so daß sie keine Einnahmequelle bilden. Berlin, 2. December. Zur Feier des 200jährigen Bestehens des französischen Gymnasiums war heute Festact in der reich geschmückten Aula, dem der Kaiser, der Cultusminister, Ministerialdirector Bartsch und Oberpräsident Achenbach beiwohnten. Berlin, 2. December. Die Arbeiterschutzcommission nahm heute die weiteren Bestimmungen betreffend die Sonntagsruhe ohne wesentliche Aenderungen nach den Beschlüssen der ersten Lesung an- desgleichen diejenigen betreffend die Arbeitsbücher bis § 114. In tz 113 wurde ein schont werden. Man habe dies den Hannoveranern auch versprochen, aber das Versprechen wurde schlecht erfüllt. In der Verwaltung empfiehlt sich Sparsamkeit. Herr v. Benda hatte wohl kaum Gründe, sich gegen die königliche Gehaltsbcmeffung zu wenden. Auch mit einer etwa nöthigen maritimen Befestigung der Insel wird man Schritt für Schritt vorgehen müssen. Der Uebergang der Insel an Deutschland hat überall in meiner Hetmath die freudigste Genug- thuung hervorgerufen. ' , „ Abg. Richter (dfr.) schließt sich Wtndthorst an. Es wäre sehr gut, wenn sich noch irgendwo ein Inselchen fände, gegen das wir unsere Schutzgebiete mit Anstand loswerden könnten. Abg. Frhr. v. Manteuffel-Crossen (conf.) stimmt der Vorlage bei und spricht namentlich seinen Beifall der kaiserlichen Pro- clamation aus. Abg. Stadthagen (Soc.) wünscht die staatsrechtlichen Grundlagen des Abtretungsvertrages in einer Commission zu prüfen. Unter anderen Bestimmungen wird man auch die gewerberechtlichen Vorschriften prüfen müssen für den Betrieb des Lootsen-Gewerbes, welche den Helgoländer Lootsen sehr unbequem sein dürften. Die geschichtliche Vergangenheit der Insel spricht jedenfalls mehr für den Anschluß an Hamburg oder Dänemark, als für den Anschluß an Preußen. Auch sollte man die Meinung der Bevölkerung hören und den Helgoländern die Möglichkeit geben, für England zu opttren. Staatssecretär v. Bo etlicher: Einer Commissionsberathung wird es kaum bedürfen. Eine namentliche Abstimmung darüber, ob die Helgoländer zu Deutschland oder zu England gehören wollen, ist praktisch schwer durchführbar, es liegt aber auch gar kein Bedürfniß hierfür vor. Den Helgoländern ist thatsächlich das Recht gewahrt, bis zum 1. September 1892 die Erklärung abzugeben, daß sie für England opttren. Was die geschichtliche Vergangenheit der Insel anbelangt, so hat dieselbe zu Hamburg nie gehört. Wir können auch hier nur über ein Provisorium beschließen, weitere Beschlüsse müssen im preußischen Landtage gefaßt werden. Wenn aber von dem Vorredner auch auf Dänemark htngewiesen ist, so bedauere ich, daß dieses hohe Haus den Anschluß der Insel an Dänemark nicht beschließen kann. , Der Antrag auf Commissionsberathung wird gegen die Stimmen der Socialdemokraten abgelehnt. Sodann werden die Etatsrechnungen der Oberrechnungskammer pro 1887—89 an die Rechnungscommisston verwiesen und das elsaß- lothringische Etats-Controlgesetz pro 1890/91 in erster Berathung erledigt. — Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Tagesordnung: 1) Wahl eines Schriftführers, 2) Rechnungssachen, 3) Wahlprüfungen. — Schluß 33/* Uhr. Stimme bebte, „ich hatte geglaubt, immer bei Ihnen bleiben zu dürfen, immer zu Ihnen kommen zu können!" „Nun und warum sollte das denn auf einmal anders sein, Harry?" „Der junge Herr, der vorhin bei Ihnen war, wird mich wegschicken," antwortete der Knabe. „Aber Harry, warum denn?" „Ich weiß es nicht. Ist er Ihr Bräutigam?" „Ja, Kind, aber wie fragst Du?" „Wird er immer bei Ihnen bleiben?" „Ja, natürlich, Du kleiner Quälgeist." „O," seufzte Harry in komischem Schmerze, „bann muß ich doch noch einmal fort, zurück in die arme, kalte Hütte, die nie, nie mein „zu Hause" sein tann. Hier war mein „zu Hause." Thränen perlten bei diesen Worten über des Knaben blasse Wangen. Mitleidig nahm ihn Mara deßhalb in ihre Arme und redete ihm tröstend zu. Plötzlich umschlang er leidenschaftlich den Hals der jungen Dame und flehte leise: „Küssen Sie mich nur einmal, noch Niemand hat mich im Leben geküßt!" Sonderbar von dem seltsamen Wesen Harrys berührt, beugte sich die Malerin nieder und drückte einen warmen, innigen Kuß aus seine Lippen. Mit einem „Leben Sie wohl!" riß sich der Knabe hierauf los und stürmte, ohne sich umzusehen, hinaus. Mara schaute ihm nach. „Was hatte er nur?" murmelte sie gedankenvoll. Doch bald hatte die Malerin in Gesellschaft ihres Bräutigams die kleine Scene mit dem Bettelknaben vergessen. — — —--—--— —---- Am nächsten Tage war groß gedruckt in der Zeitung zu lesen: „Schon wieder fand in unserer Stadt ein Selbstmord eines Kindes statt. Heute Mittag fand man in den Anlagen der Promenade die Leiche des 15jährigen Harry Melarß mit durchschnittenen Pulsadern vor. Wahrscheinlich hat der Knabe „an8 Furcht vor Strafe" seinem Leben ein Ende gemacht. Compromißantrag angenommen, welcher den Arbeitgebern die Kennzeichnung der Arbeitsbücher mit aus dem Gesetz nicht ersichtlichen Merkmalen untersagt. Zu den die Lohnzahlung betreffenden §§ 115 bis 119 wurde der Compromißzusatz angenommen, wonach die Lohnzahlung in Wirthschasten ohne Genehmigung nicht erlaubt ist. Ferner wurde bestimmt, daß Arbeitgeber zu Lohneinbehaltungen infolge Contractbruchs nur bis zu 1I4 des fälligen Lohnes, niemals aber über den Wochenbetrag hinaus berechtigt sind. Alsdann wurde beschlossen, daß durch Gemeindestatut festgesetzt werden kann, daß Lohnoder Abschlagszahlungen in festen Fristen nicht über einen Monat oder unter einer Woche erfolgen dürfen, und daß der Lohn der Minderjährigen an deren Eltern, Vormünder oder mit deren Genehmigung unmittelbar an die Minderjährigen zu zahlen ist, sowie daß die Gewerbetreibenden verpflichtet sind, die Eltern und Vormünder der Minderjährigen zeitweilig von den gezahlten Lohnbeträgen zu benachrichtigen. § 120 (Gemeinde-Fortbildungsschulen) erhält einen Zusatz, wonach der Unterricht Sonntags nie vor und während des Hauptgottesdienstes gestattet ist, und daß der Besuch von Jnnungs- oder Fach- oder anderen staatlich anerkannten Fortbildungsschulen von der Verpflichtung des Besuches der Gemeindefortbildungsschule entbindet. In der Debatte betonte der Handelsminister Freiherr von Berlepsch die hohe Bedeutung der Fortbildungsschulen als Uebergang vom Handwerk zum Kunsthandwerk und erklärt es für dringend wünschenswerth, den Besuch der Fortbildungsschulen obligatorisch zu machen. — Der „Nationalzeitung" zufolge hätte Professor Dr. Koch die Annahme einer Dotation als eines äußeren Zeichens der nationalen Anerkennung abgelehnt. Köln, 2. December. Der Landschaftsmaler Alexander Hoppe in Düsseldorf büßte in vergangener Nacht durch Sturz aus dem Fenster sein Leben ein. Wien, 2. December. Dem „Fremdenblatt" zufolge hob Kalnoky anläßlich der heute erfolgten Eröffnung der Vorverhandlungen über den deutsch-österreichischen Handelsvertrag die Wichtigkeit der Verhandlungen für die wirthschaftlichen Interessen der betheiligten Länder, sowie für die weitere Gestaltung der handelspolitischen Situation Europas hervor. Er hoffe, daß die Verhandlungen zu einem gedeihlichen Ergebnisse führen würden aus dem Gebiete der Handelsbeziehungen und diese eine erfreuliche Ergänzung der bestehenden politischen Freundschaft zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn bilden werden. Die strengste Geheimhaltung der Verhandlungen sei allerseits zugesagt. Die Berathung wird morgen fortgesetzt. Genf, 2. December. Die Stadt Genf erläßt heute eine amtliche Mittheilung, laut welcher der Prozeß . wegen der 18 Millionen-Erbschaft seinen Abschluß gefunden hat durch Entscheid des Gerichts Braunschweig in Sachen der angeblichen Erben des verstorbenen Herzogs (Familie Civry), gegen den König von Sachsen einerseits, Stadt Genf und Herzog von Cumberland andererseits. Paris, 2. December. Folgende diplomatische Veränderungen werden bekannt: Der diplomatische Agent in Cettinje, Gerard, ist zum Gesandten in Rio de Janeiro ernannt, der Botschaftsrath in Konstantinopel, Jmbert, in gleicher Eigenschaft für Lima und Laugiers Villars für Konstantinopel ernannt. Ferner ist der erste Secretär in Stockholm, Bourgarel, für Konstantinopel, Gery zum zweiten Secretär in Stockholm und Maurouard zum zweiten Secretär in Athen ernannt. nnö provinzielle». Gießen, 3. December. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 4. December 189 0, Nachmittags 4 Uhr: 1. Gesuch des Fritz Leuning zu Gießen um Concession zum Wirthschaftsbetrieb. 2. Desgl. der Peter Hubeler Wwe. 3. Desgl. des Karl Jäger. 4. Die Rechnung der Vorschule des Gymnasiums pro 1889/90. 5. Gesuch des Feierabend für Lehrlinge um Ueberlassung des Saales im alten Rathhause. 6. Unterhaltung des Liebigdenkmals. 7. Herstellung einer Straße vom Seltersweg gegenüber der Löwengasse nach der Südanlage. 8. Gesuch des Ferdinand Burk um Erlaubniß zur Erbauung eines Lagerhauses. 9. Trottoiranlage in der Ludwigstraße. — Theater. Aehnlich, wie in dem voriges Jahr hier ausgeführten französischen Schwanke: „Nervöse Frauen" wird in dem neuen Moser'schen Lustspiele „Nervös" in ergötzlicher Weise die Heilung einer Anzahl von Damen, die sich mit der angedeuteten Modekrankheit behaftet fühlen, geschildert. Die Aufführung des erheiternden Stückes sand ein Mal ausnahmsweise vor einem etwas größeren Kreise statt und wird sicherlich bei allen Anwesenden den Eindruck hinterlassen haben, daß unser Theater trotz dem geringen Entgegenkommen, das ihm gerade in dieser Saison zu Theil wird, alles nur Mögliche leistet. Ausgezeichnet war vor Allem das Spiel des Herrn Reiners als Rentier Hempel, dem durch die Nervosität der Damen seines Hauses jede frohe Stunde ruinirt wird, bis er endlich sein Gewaltmittel gegen jenen Störer seiner häuslichen Freuden gefunden hat. Eine reizende Meta stellte Frau An ni Reiners vor, frisch und voll Laune in allem ihren Thun. Sehr gewandt und erheiternd bewegte sich Herr Rudolf Biebrach in der komischen aber nicht ganz wahrscheinlichen Partie des Geschäftsreisenden Ochs. Besonders wollen wir die Scenen mit dem alten Hempel als gelungen hervorheben. Herr Goullon war als Paul Horn im Allgemeinen gut- nur schien er gestern wieder, wie in der ersten Aufführung der „Ehre" nicht gewandt genug, namentlich in Bezug auf seine Bewegungen. Wir wissen aber doch, daß Herr Goullon keineswegs ungewandt und hölzern ist, sondern sich sehr gefällig zu bewegen weiß. Seine Zurückhaltung scheint demnach beabsichtigt zum Zwecke der Characteristik, war aber sicherlich in den beiden angeführten Fällen nicht am Platze. Frl. Unger und Frl. Martin waren ganz au fait, ebenso characterisirte Herr Winolt seinen alten Oberst Bardua besonders in der Maske trefflich. Liebenswürdig spielte Frl. Bischofs ihre Laura, recht wirksam war Frl. Ro land. Herr Schreiner hätte seine Stimme nicht gar so sehr mißbrauchen sollen, war jedoch sonst vollkommen befriedigend. — Auch in dieser Woche überrascht das Kaiserpanorama durch eine neue und hochinteressante Bilderreihe. Wir werden nach den königlichen Schlössern Babelsberg und Glienicke geführt. Ersteres war bekanntlich ein Lieblingsausenthalt des Kaisers Wilhelm L, Glienicke vornehmlich der Aufenthalt des jagdliebenden Prinzen Friedrich Karl. Unter den Ansichten von Babelsberg wird besonders interessiren das Schlafzimmer des greisen Kaisers. An der Wand steht das Feldbett mit der einfachen Wolldecke und der festen Matratze. Nahe dem Bette, aus einfachem Holze gezimmert, befindet sich ein Stuhl - „unser Fritz", der ja die Tischlerei gelernt hatte, hat ihn gezimmert. Auf dem Tische liegen allerhand Andenken, die dem Kaiser verehrt worden sind, oft große Kleinigkeiten, welche aber alle wohlverwahrt wurden. In einem anderen Zimmer ist eine ganz schottische Einrichtung, ein Geschenk der englischen Königin an ihre Tochter, die dadurch an den schönen, in Schottland belegenen Königssitz Balmoral erinnert werden sollte. Schloß Glienicke enthält kostbare Geweih- und Waffensammlungen. — Die Trauerzüge der Kaiser Wilhelm und Friedrich stellen sich uns in ihrer ganzen ergreifenden Großartigkeit dar. Man erkennt — so deutlich sieht man jede Einzelheit — die Fürsten, die Generäle, die Minister, welche ihren todten Kaisern das letzte Geleite geben. Da diese hochinteressanten Bilder, welche die Erinnerung an eine bewegte, ereignißreiche Zeit der jüngsten Vergangenheit lebhaft erwecken, in Gießen zum ersten Male ausgestellt werden, darf man erwarten, daß der Besuch des Panoramas der Bedeutung dieser Kunstwerke und des Dargestellten entsprechen wird. — Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Todt- geborenen, betrug in der Woche vom 16. November bis 22. November in Mainz mit Castel 27, in Darmstadt 17, in Offenbach 11, in Worms 6 und in Gießen 12, zusammen 73, darunter 17 im ersten Lebensjahre. — Die Todesursache anlangend, verstarben an Masern und Rötheln 2 (Mainz und Gießen je 1), an Scharlach 1 (Gießen), an Rachenbräune 4 (Gießen 2, Darmstadt und Offenbach je 1), an Halsbräune 1 (Mainz), an Keuchhusten 1 (Mainz), an Diarrhoe und Brechdurchfall 1 (Gießen), an Wochenbettkrankheiten 2 (Mainz und Darmstadt je 1), an Lungenschwindsucht 7 (Mainz 3, Darmstadt 2, Offenbach und Gießen je 1), an entzündlichen Krankheiten der Athmungsorgane 6 (Mainz 3, Offenbach 2, Darmstadt 1), gewaltsamen Tod 4 Personen (in Mainz 2, in Darmstadt und Gießen je 1). — Nachdem der evangelische Pfarrvereiu für das Groß- herzogthum Hessen am 13. November ins Leben getreten ist, versammelte sich am 26. November der in jener Versammlung erwartete engere Ausschuß zur Wahl des Gesammtvorstandes und zur Besprechung der Gründung des Hessischen Kirchenblattes als Vereinsorgan. Es wurden in den Gesammt- vorstand gewählt für Starkenburg Heß-Crumstadt, Dietz- Messel- für Oberhessen Dr, Naumann-Gießen, Weber- Londorf- für Rheinhessen Wundt-Pfiffligheim, Decker-Wattenheim. Zum Vorsitzenden des Gesammtvorstandes wurde Heß gewählt. Ferner wurde beschlossen, daß das Hessische Kirchenblatt vom 1. Januar 1891 an erscheinen solle und die Redaction desselben Pfarrer Dr. Naumann übertragen. (D. Z.) — Hesfischer Feuerwehrlag. Die 7061 Mitglieder zählenden 101 Feuerwehren des Großherzogthums Hessen hielten am 30. November unter der Leitung ihres Vorsitzenden, Herrn Kreisfeuerwehr-Jnspectors Justus aus Darmstadt, im „Storch" in Frankfurt a. M. eine Abgeordneten Versamm- lung ab. In der Berichterstattung über den Stand des Löschwesens in Hessen constatirte der Vorsitzende, daß derselbe ein befriedigender sei. Nach vieler Mühe fei endlich ein Gesetz über eine einheitliche Landesfeuerlöschordnung zu Stande gekommen. Man dürfe hoffen, daß sich dadurch die Brandschäden auf ein Minimum verringern werden. Die freiwilligen Feuerwehren seien berufen, dem neuen Gesetz Leben zu verleihen- in erster Linie müßten nun geeignete Persönlichkeiten für die Stelle der Kreisfeuerwehr-Jnspectoren gewählt werden. Der Kassenbericht über die Verbandsunterstützungs- kasfe pro 1889 ergab eine Einnahme von 797.06 Mk., eine) Ausgabe von 277.34 Mk. Zur Anmeldung gelangten 6 Unfälle- in diesem Jahre sind bereis 18 Unfälle angemeldet. Die Versammlung beschloß dann, daß mit dem demnächstigen Inkrafttreten der städtischen Unterstützungskasse, also vom nächsten 1. 'Januar an, Beiträge Seitens der Mitglieder vorerst nicht mehr zu zahlen sind. Als Abgeordnete für die Verwaltung der staatlichen Unterstützungskasse wurden gewählt: Weil-Offenbach, Feller-Lollar, Keller-Mainz. Die von Lollar beantragte Prüfung von Löschgeräthen, die bei Feuerwehrtagen zur Ausstellung gelangen, wurde abgelehnt. Verschiedene Abänderungen der Verbandßsatzungen wurden einer Commission zur Berathung und Berichterstattung überwiesen. Gewählt wurden zu diesem Zwecke: Müller-Offenbach, Schaub- Seligenstadt, Anthes-Langen, Regen-Bretzenheim, Mayer- Ober-Jngelheim, Bruck-Mainz, Hieronymus-Friedberg, Vetz- berger Ortenberg, Feller-Lollar. Die Frage der Errichtung von Musterlagern für Feuerwehr-Requisiten durch den Verband soll der Landesausschuß prüfen. Schließlich kamen noch technische Fragen zur Besprechung, in der die gegenseitigen Erfahrungen ausgetaujcht wurden, u. A. auch die Frage, ob eine Laterne existire, die bei Sturmwind nicht erlischt und mit Sicherheit beim Betreten von Räumen, welche mit explo« direnden Gasen angefüllt sind, benutzt werden kann. Während von einer Seite kleine elektrische Lampen empfohlen werden, war der Director der Frankfurter Berufsfeuerwehr, Herr Schappler, der Ansicht, daß in allen Fällen Vorsicht geboten sei, Lampen mit absoluter Sicherheit gäbe es einstweilen noch nicht. Die Versammlung wurde gegen 2 Uhr von dem Bor- OeMiche L ..it ein»“ N'L” , d-r F wA «U vere»H n, (.ten »■•'SS । 0 Bom W gegangen- n eben »ur 3« w Preise haben Preise für bas Sch L denM. Pm Büdingen, 1- ralversammlu Büdingen soll mittags 3 W/ in Nidda abgehc Lauterbach, 1 Herrn vr. Wolf feier abgelebnt, bereits Stadtvorstandes, t schäft von Lauterbc sammelten sich gec quartettverein utr Lampions tragend Einwohnern unsere brachten dem Her einem brausenden tief bewegt für d den Stempel der Maar, 30. N der Lehrer i. P. aus 91 Jahre gebr Wallrnrod. Ein selbst znm Lehrer tin$ge(egnete6. I Hastigkeit konnte e versah er den ge Tchuü zählt gec arbeitsreichen An verdienten Ruhe, der Gnade seines Kreuz Phiüipps Vertreter der Ge We[ ® >5 2tC( Nett unter Nsvlgt. ^nttQ! -___8a«9et Die A W wib - »ettetm d ür- Jung ehe1 men den Jako Schreiner und Ho! N, jetzt untere M m »Muff Hchmuren mit Mruriheilungdez u”8 «m 228,53 . «t dem 1. Im he”Migtoi zu lOKblung des Ne, ämtsgetiä ^mrtag d,u ’ fJUm Zwecke de t&ÄF Ä tztz-tz *• fjjyj •tl. His/d." der I ünttt h1 *l d°s „,te S-ldbm „ “"*• Nahe dm ™ StU^l; ? ?°»e, ha, jh * «nbenEen, £ c?^ ftieinigfeiten, /" ««em anderen ° d°d«ch B den ) .7tmora( erinnert to|tbare Geweih- und e der Kaiser Wilhelm ganzen etgreifenben 0 deutlich sieht man neräle, bie Minister/ Geleite geben. Da Erinnerung an eine Vergangenheit lebhaft ögestcllt werben, darf ramas der Bedeutung entsprechen wird. -schließlich ber Tobt- Ronember bis 22. No- stabt 17, in Ossenbath tsammen 73z barunter Ursache anlangend, tainz und Gießen je 1), e 4 (Gießen 2, Dann- äune 1 (Mtj), an unb Am-durchsall 1 tainj und Darmfladi Darmstadt 2, Offenen Krankheiten ber j 2, Darmstadt 1), iz 2, in Darmstadt verein für bas Groß- s Leben getreten ist) 1 jener Versammlung i Gesammtvorstandes s hesffschen Kirchen- en in den Gesammt- -eß-Crumstadt/ Dietz- an n-GießeN/ Weber- ^gheiM/ DelkerÄatten- vorstandes wurde Heß j das Hessische Kirchen- ien solle und die Re- n übertragen. (D. Z-i 061 Mitglieder zählen- gthums Hessen Helten res Vorsitzenden, Herrn mg Darmstadt, m 16qeorbntfen-8er[«» über Hin ©o"6. ‘8 igr^enlt, »aß derselbe I * fei «W 7 äf/ortaunji“®1* hd-du-ch bi«»* s werden. J, ass** 18Ä*' mit be» ü0„ Mli-d« Seiten* m, di« Ti^rt «tbe JtW einet 1 «r-S-L-rg, * t W I de« lifne"?."^ f«®1" «olt Schließ ellfeiti9 n der ° «. A 8 ..lischt “#l ‘ h itttM 1 erttlö* meiie«,0(nnhUn»etM 5* n • fitzenden mit einem Hoch aus den Grotzherzog von Hessen, den Protector der Feuerwehren, geschlossen. Die Theilnehmer vereinigten sich alsdann zu einem gemeinschaftlichen Mittagessen und folgten nach 3 Uhr einer Einladung zum Besuch der Centralstation der hiesigen Berufs-Feuerwehr, die alarmirt würbe und verschiedene Hebungen machte. Bei dieser Gelegenheit sührte die Fabrik von I. G. Lieb in Biberach einen Nauchschutzapparat mit Luftzuführung vor, der ein stundenlanges Verweilen in den mit Rauch gefüllten Räumen zuläßt, sofort aber ein Signal gibt, wenn dem betr. Mann irgend ein Unfall passirt ist. □ Vom Vogelsberg, 2. December. Die seitherigen hohen Schweinepreise sind in letzter Zeit bedeutend herabgegangen. Während man zu Beginn dieses Herbstes noch 50 Pfg. für das Pfund Lebendgewicht bezahlte, gilt dasselbe eben nur 38 bis 40 Pfg. Trotz diesem starken Sinken der Preise haben sich die Metzger noch nicht bequemt, mit dem Preise für das Schweinefleisch abzuschlagen, dasselbe gilt eben noch denselben Preis wie in der theuersten Zeit. Büdingen, 1. December. Die dritte ordentliche Gene- ralversamm tung der Zuchtvieh-Genossenschaft Büdingen soll Freitag den 12. December, Nachwittags 3 Uhr, in der Wirthschaft „zum Gambrinus" in Nidda abgehalten werden. Lauterbach, 1. December. Unserem scheidenden Kreisrathe Herrn Dr. Wolf wurden gestern, obwohl er jede Abschieds- seier abgelehnt, verschiedene Kundgebungen dargebracht. Nachdem bereits am Vormittage Deputationen des hiesigen Stadtvorstandes, des hiesigen Kriegervereins und der Lehrerschaft von Lauterbach und Umgegend Adreffen überreicht, versammelten sich gegen Abend der Musikverein, der Männerquartettverein und der Liederkranz, begleitet von dem Lampions tragenden Krieger- und Turnverein und vielen Einwohnern unserer Stadt vor dem Kreisamtsgebäude und brachten dem Herrn Kreisrathe ein Ständchen, gefolgt von einem brausenden Hoch. Der Herr Kreisrath dankte sichtlich tief bewegt für die ihm bewiesenen Aufmerksamkeiten, die den Stempel der Aufrichtigkeit trugen. Maar, 30. November. Am 24. d. Mts. verschied dahier der Lehrer i. P. Valentin Köhler, welcher sein Leben aus 91 Jahre gebracht hat. Er stammte aus dem Nachbardorf Wallenrod. Ein Seminar hat er nie besucht, sondern sich selbst zum Lehrer vorbereitet. Trotzdem war sein Wirken ein^gesegnetes. In Betreff seiner Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit konnte er manchen beschämen. Von 1825 bis 1856 versah er den gesummten hiesigen Schuldienst allein. Die Schule zählt gegen 300 Kinder. Nach einer 50jährigen arbeitsreichen Amtszeit trat er in den Stand der wohlverdienten Ruhe. Es war dies am 31. Mai 1875. Von der Gnade seines Landesfürsten ward er mit dem silbernen Kreuz Phillipps des Großmüthigen ausgezeichnet. Auch bie Vertreter der Gemeinde ehrten ihn an genanntem Tage. Unioerfitäts - Nachrichten. — Der ordentliche Professor ber Psychiatrie an der Universität Dorpat, Dr. Rraepelin, ist an die Universität Heidelberg berufen worden und hat den Ruf angenommen.^ Literatur mmS lümft — Wie reichhaltigen, werthvollen und fesselnden Lesestoff eine gut geleitete Familtenzettschrift selbst in einem einzigen Hest zu vereinigen vermag, das zeigt so recht deullich Heft 7 des .Universum" (VII. Jahrgang). Dasselbe enthalt: „Dombrowsky", Roman von Ernst Eckstein (Fortsetzung), „Wanderung durch das untere Ktnzig- thal im Schwarzwald" von Prof. L. Neumann, mit prachtvollen Illustrationen von W.Hasemann, „Die Bekämpfung der Tuberkulose" aus sachverständiger Feder, „Das deutsche Lied", Erzählung von Eduard Rabe, „Militärpflicht und Militärungehorsam" von Landgerichtsrath Fr. Helbig, „Ludwig Leichhardt" von Wilhelm Stoß, „Der Schech el-beled im Museum von Gizeh bei Kairo" von Heinrich Brugsch-Pascha, „Preciada", eine novellistische Skizze von Clara Biller, „Der erste Schnee", reizvolles Gedicht von A. Nicolai, „Im gothischen Hause", Novelle von Wilhelm Jensen, „Hermann Sudermann" von Otto Neumann-Hofer, „Moltkes 90. Geburtstag" von Max Horwitz, „Der neue deutsche Kriegsminister" von W. von Reiswitz. Dazu nicht weniger als fünf treffliche Kunstbeilagen: „B'hüt di Gott" von Mathias Schmid, „Unerwartete Begegnung" von E. Brack, „Am Kamin" von A. V. Renouf, „Blauer Montag" von Fr. Ortlieb und „Erstes Liebeswort" von L. Jmenez. — Eine Zeitschrift als Prachtwerk. Vor uns liegen drei weitere Hefte der »Modernen Kunst" (Berlin W., Verlag von Rich. Bong), welche unser erstes Unheil über diese Zeitschrift voll bestätigen. Die „Moderne Kunst" bietet in der Thal durch die Pracht der Bilder, die Güte des Papiers und der Ausstattung, die künstlerische Feinheit des Arrangements, die Verwendung eines an- muthig wirkenden Farbendruckes eine bisher unerreichte Leistung, so daß man mit Recht von ihr sagen kann, daß jeder Abonnent in der „Modernen Kunst" ein Prachtwerk ersten Ranges erhält, das einen bauernden künstlerischen Werth besitzt. Zudem ist der Preis ein so überaus billiger (Preis des Vierzehntagsheftes 60 Pfg., des Monatsheftes 1 Mk., der Extranummern ebenfalls 1 Mk.), daß die Anschaffung allen Kreisen des Publikums ermöglicht ist. Die „Moderne Kunst" beweist durch ihre Leistungen, daß das deutsche Buchgewerbe mit seinen Erzeugnissen den vielgerühmten Arbeiten Frankreichs und Englands ebenbürtig zur Seite steht, während der Preis dieser ausländischen Arbeiten das drei- und vierfache beträgt. — Was man in Paris über das Koch'sche Heilverfahren der tuberkulösen Krankheiten denkt, darüber gibt „Le Monde lllustre” die beste Auskunft. Diese als vörzüglich bekannte große illustrirte Zeitung enthält in ihrer dieswöchentlichen Nummer zunächst einen höchst anerkennenden wissenschaftlichen Artikel „Das Geheimniß ber Klosterstraße" aus der Feder Emil Gautiers, ferner mehrere ganz vorzügliche Holzschnitte (ganz- und halbseitige) „Koch in seinem Laboratorium", „Bergmann und Pfuhl die Jnjection vollführend", sowie die berühmte erste „Darstellung des Verfahrens in der Chirurgisch-Medicinischen Gesellschaft", mit begleitendem Text, sowie ein treffendes Port'ät Professor Bergmanns. „Le Monde IllustrS“ war das erste ftanMsche Blatt, welches Kochs Verdienste würdigend, besten Erklärung auf dem Aerzte-Congreß dieses Jahres zu Berlin mit vollem Vertrauen begrüßte, Koch als größten Mann des Jahr- ' Hunderts freimüthig pries. Man kann „Le Monde Illuatrß“ als die I beste und billigste illustrirte Zeitung Frankreichs empfehlen. £auö» uu6> — WaS soll man mit den durch Hasenfratz entstandenen Wunden der jungen Ovstdäume machen? Sind d e jungen Obftdäume ringsum benagt, so ift ein Rettungsversuch vergeblich, man schneide ft* unterhalb der verletzten Stelle ab und pfropfe sie mit einer starkwüchsigen Sorte in die Rinde. Ist die Beschädigung nur einseitig ober stellenweise, so schneide man die zerfetzten Wunden glatt und bedecke sie mit Baumwachs. Sind viele Bäumchen angenagt, sodaß die Verwendung von Baumwachs zu theuer wird, so mache man einen Brei aus reinem Kuhdünger und Lehm, bestreiche hiermit die Wunden recht dick und umwickele die Stellen des Baumes mit Sackleinen oder einem ähnlichen billigen Stoff, damit der Anstrich sich hält. Die Ueberwallung der Wunden wird durch solches Verfahren ungemein beschleunigt. — Behandlung süß gewordener Kartoffeln. Nach den ausgezeichneten Untersuchungen von Prof. Müller-Thurgau ist die Ul fache des Süßwerdens der Kartoffeln nicht ein Erfrieren, sondern ein längeres Verweilen bei einer Temperatur, die zwischen 4- 5° und — 2° C. liegt. Es wird bei dieser Temperatur mehr Stärke in Zucker verwandelt als durch den Athmungsproceß verbrannt und in Form von Kohlensäure und Wasser ausgeschieden werden kann. Werden Kartoffelknollen, die infolge der genannten Umstände süß geworden sind, nachträglich einige Tage höheren Temperaturen ausgesetzt, so steigt der Athmungsproceß bedeutend, der vorher im Ueber- maß gebildete Zucker wird mit verbrannt und die Knollen werden wieder rein von Geschmack. — Weihnachten, das liebliche und herrliche Fest, steht vor der Thür. Gar emsig sind unsere Hausfrauen mit Jnspicirung der mit den herrlichsten Auslagen geschmückten Schaufenster beschäftigt, während daheim (ine fröhliche Kinderschaar Weihnachtsmärchen erzählt, jauchzend vor Freude, daß nun endlich halb der so lang ersehnte Abend herannaht. Doch um Vieles ernster ist gerade in dieser Zeit der gestrenge Hausherr; will er all' die vielen Wünsche seiner Lieben erfüllen, so barf er mit Geld — dem perfectum mobile — nicht kargen. Fortuna, das holde Weib, ist es, die ihn tröstet, ein Blick in die Zeitungen: «rotze Weihnachtsziehung der Lotterie au Weimar, Loose nur 1 Mk. kündet die GeneralAgentur von Osca,r Bräuer & Co., Berlin W., Leipzigerstratze 103, noch an. Welch' herrliche Aussicht, für nur 1 Mk. Gewinne dis zur Höhe von 50000 Mk. noch vor Weihnachten zu erzielen. Darum schnellstens noch ein solches Loos verschafft. Fort sind alle Sorgen, kommt erst Stephans Bote mit der Freudenbotschaft, welche dem glücklichen Spieler den ersten Hauptgewinn anmeldet. f Man kann bei den sich massenhaft mehrenden Mitteln ♦ gegen Haarleiden nicht genug auf das bereits 22 Jahre sich bewährende, staatlich geprüfte und begutachtete Haarwasser von Retter in München aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht: Reinigung von Schuppen, Conseroirung, Weich- und Glänzendmachen der Haare nebst Festhalten des Scheitels. Zu haben um 40 $ u. AL 1,10 bei I. H. Fuhr, Sonnenstraße 25 in Gießen. 6983 Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde. Donnerstag den 4. December: Adventsandacht Abends 8 Uhr. Pfarrer Schlosser. Briefkasten. Zwei Abonnenten, hier. Obwohl wir uns zum Grundsatz gemach', anonyme Einsendungen und Anfragen nicht zu berücksichtige«, theilen wir Ihnen doch ausnahmsweise mir, daß die Sudermann'sche „Ehre" hier am 30. Mai d. I. durch daS I Widmann'sche Ensemble gegeben wurde. Qeffentliche Zustellung. Die Firma Jakob Happel, Holz- und Kohlenhandlung zu Gießen, — vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jung ebendaselbst — klagt gegen den Jakob Weigel, früher Schreiner und Holzhändler zu Garbenteich, jetzt unbekannten Aufenthaltsorts, aus verkäuflicher Lieferung von Holzwaaren mit dem Anträge auf Berurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 228,53 AL nebst 6% Zinsen leit dem 1. April 1890 und ladet ven Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großh. Amtsgericht zu Gießen auf Donnerstag den 22. Januar 1891, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Der Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. I. V.: Bauer- 10068 Bekanntmachung. KaSpar Wiegel zu Ober- Bessingen betreibt daselbst einen Handel mit Specerei-, Kurz- und Eisenwaaren unter der Firma seines Namens — Eintrag im Firmenregister ist erfolgt., Lich, am 29. November 1890. Großherzogliches Amtsgericht. Langermann. 10076 Aeilgeöotenes. ■ Verbesserte ■ NrisinMhekrschmlkl-Skift Allein echtes und ältestes Fabrikat in Deutschland, garantirt weiss schäumend umd eicht schmutzend, anerkannt vorzüglich und allbewährt geaen alle Hautun- relnlgkelte», rote Mitesser, Flechten, Fln- jbs, R. Flecke, Hautjucken rc k St- 50 H lei H. Tichy, Wwe. Petri Nachf. 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Die Mitglieder des Kunstvereins mit ihren Familienangehörigen haben gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten freien Zutritt zu der Ausstellung. Für Nichtmitglieder betrügt der Eintrittspreis 50 H. Eine Liste zum Einschreiben von Beitrittserklärungen liegt offen. 10079 Der Au-schutz. Leise Anfrage. 10077) Wo bleibt das Ein- quartirungSgeld für die diesjährige Ein quartirung für Krofdorf? 10074] Eingebr. Jagdschlitten, ein; unb zweispännig zu fahren, zu kaufen gesucht. Offerten an Carl Hoffman« in Herborn 10082] Ich nehme die Beleidi« gung gegen die Familie Reitz M von DormittagS 9 Uhr ab: Wellfleisch 10099 Restaurant Mstkeller empfiehlt feinen ÄÄ* Mittagstisch. Abonnement 85 [10067 Aus einem grossen Kunstlager sind mir Stahlstiche, Photographien und Farbendrucke zum Ausverkauf übergeben worden, welche ich zu denkbar billigsten Preisen abgebe. _ Werd. Drebes, Marktplatz 21, Adolf Geitze, Seltersweg 2, L. «alkhof, Frankfurterstraße 1, Aug. 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Vortrag: Herr Dr, @. Heuser über eine Episode au» der Gießeuer Franzosenzeit 1107. 10050 Ortskrankenkaffe Gießen. Qur Vornahme der Wahl der neuen Vertreter, § 37 des Krankenversicherungs-Gesetzes, sowie § 48 des Kaffenstatuts, und Wahl bes Aus- schuffes für die Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres, sowie Ersatzwahl des Vorstandes findet Dienstag den 9. December d. J., Abends 8Vr Uhr, 10080 Generalversammlung in der Restauration „Postkeller" statt. Sämmttiche Arbeitgeber und Arbeiter werden gebeten, an derselben Theil nehmen zu wollen.___Der Borstand. Bekanntmachung. Den ber Hauptagentur Gießen zugewiesenen Rentenbeziehern der Renten- unb Lebensversicherungsanstalt zu Darmstadt zur Nachricht, daß bie Jahresrenten im Laufe des Monats December b. I. dahicr erhoben werden können. 9960 Gießen, den 29. November 1890. Luckhardt, Oswaldsgarten 19, II. hart M 'llst tbwr. 1 Passend: e, icfetcten, ötttten, re. ««« 10098 urscht mit guten Zeug- Exped. d. Bl. zebot. r. 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Unter Hinweis auf die Bestimmungen über Anlage der Hauswafser- leitunaen zu Gießen machen wir darauf aufmerksam, daß, um dem Ginfrieren deS WafferS in den Han-wsfferleitungen bei eiutretevder Kälte vorzubeugeu, es erforderlich ist, die HauS. wafferleitungen -e- Abends für die Dauer der Nacht zu entleeren. Das Verfahren des Entleerens selbst haben wir s. Z. allen Wasser- 1 Abnehmern in einer gedruckten Anleitung mitgetheilt, welche auch wiederholt I veröffentlicht wurde. — Erforderlichen Falls sind wir zu weiterer desfallsiger j Auskunftserthellung bereit. 1 . Wafferweffer sind während des Winters mit Stroh, Säcken , ?der ähnlichen Schutzmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellerfenster geschlossen zu halten. ! Wir empfehlen diese Vorsichtsmaßregeln allen Betheiligten zur besonderen Beachtung, um sowohl Beschäoigungen an Leitung und Gebäuden fern zu halten, als auch die Lieferung des Wasser» «öglichss zu fichern. Gießen, den 27. November 1890. 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