schäft ~~ cn ’• ßrtobet >ffee »Ä'Ä 7882 (atz, LWM R. R User N ii ij Seilenlahrili, lsau. «icht r. 8030 ner, 1 Ltaveuhageu. laiaffcrflrt bestens empfohlen, tu bester Qualität, oll andgasse 6. sott l/eute ab meine W, Art, Strumps- ücke ic. ic. sämmt- ( 4720 Loos, tc. Kbirsckc 'iÄ^ [1751 ^Tly U< Oe°tiber”!^b- M'S« Rr. 231. Samstag de» 4. October 1890 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener KamirienSlätler «erden dem Anzeiger »Schentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger. Vierteljähriger AVonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutgraße 3it.1L Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt fSr den Nreis Gieren. _____________________ . . I. II. .IJ. I ■ 'W ■■■■'.?*« Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für deu folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. z.'.....KL - 11.1 "BggBBRggg Gratisbeilage: Gießener Jamikienökätter. Alle Annoncm-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. AnrLLLeher» Lheil. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß zu Mitgliedern der Zählungs-Commission für die diesjährige Volkszählung in der Stadt Gießen der Großh. Beigeordnete Langsdorf, sowie die Stadtverordneten Adami, Habenicht, Hoch, Keller, Schmall, Professor Dr. Thaer, Vogt ernannt worden sind. Vorsitzender der Zählungs-Commission ist der Großh. Polizeirath Fresenius. Gießen, den 2. October 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 3. October 1890. Betr.: Die Versicherung der Gebäude gegen Feuersgesahr. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien de- Kreises. Wir fordern Sie unter Bezugnahme auf Art. 11 des Gesetzes vom 6. Ium 1853 (Reg.-Bl. S 453) hierdurch auf, das Brandkataster Ihrer Gemeinden mit dem Gemeinderach zu durchgehen und, insoweit sich hierzu Anlaß bietet, die Gebäudebesitzer unter Hinweisung auf Art. 178 des Polizeistrafgesetzes zur Stellung von Anträgen aus Versicherung neuer Gebäude oder auf Erhöhung oder Herabminderung der Versicherungsanschläge solcher Gebäude, welche in chren Hauptdimensionen wesentlich erweitert oder verringert worden sind, zu veranlassen, auch diesen Anträgen entsprechend das gesetzliche Verfahren einzuleiten und uns die entstehenden Verhandlungen demnächst vorzulegen. Ueber das Ergebniß jener Durchgehung wollen Sie alsbald und, ohne die Erledigung des Drclarationsverfahrens abzuwarten, berichten, dabei aber zugleich angeben, inwieweit die Gebäudeeigenthümer Ihrer Aufforderung zur Stellung von Versicherungsanträgen Folge geleistet haben. v. Gagern. ______________ Hauptversammlung d-s landwirthsch. Verein- von Oberheffen. Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung des land- wirthschastlichen Vereins von Oberheffen soll am Montag den 20. October d. I., des Vormittags 11 Uhr, in Steins Garten zu Gießen abgehalten werden. Gegenstände der Verhandlungen werden sein: 1) Die Frage der Organisation des Viehversicherungswesens (vergl. die in Nr. 9, 10, 11, 12 und 13 der landw. Zeitschrift d. I. abgedruckten Gutachten). 2) Die Fragen wegen Maßregeln zum Schutz gegen Verlust durch Perlsucht beim Rindvieh, sowie wegen Einführung von Schlachthäusern und Erlasses von Schlachthausordnungen 3) Die Gründung von Viehzuchtvereinen und Genossenschaften- Der Unterzeichnete ladet die Vereinsmitglieder sowohl wie alle Freunde der Landwirthschaft zu dieser Versammlung hiermit ergebend ein. Laubach, am 28. September 1890. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins Oberhessen. Friedrich Graf zu Solms Laubach. Deutsches Neich. Darmstadt, 2. October. Telegraphischer Nachricht zufolge sind Seine Königliche Hoheit der Großherzog mit Seiner Königlichen Hoheit dem Erbgroßherzog, Ihren Großherzoglichen Hoheiten den Prinzessinnen Victoria, Prinzessin Ludwig von Battenberg, und Alix, sowie dem Gefolge heute Vormittag 11 Uhr 30 Minuten von Moskau abgereist. Allerhöchstdieselben werden über Warschau Weiterreisen, Sonntag früh in Berlin und Sonntag Abend (über Gießen) hier in Darmstadt eintreffen. D. Ztg. Darmstadt, 1. October. Das heute ausgegebene Groß- herzogliche Regierungsblatt Nr. 36 enthält: Bekanntmachung, den Verkehr zwischen dem Großherzogthum Hessen und den angrenzenden Vereinsstaaten mit steuerpflichtigen Getränken, sowie die zur Ausfertigung von Uebergangsscheinen ermächtigten Stellen betreffend. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachungen vom 9. December 1841 (Regbl. Nr. 39), vom 15. August 1867 (Regbl. Nr. 35) und 12. December 1873 (Regbl. Nr. 49) wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß mit Wirkung vom 1. October d. I. 1) die Ortsstraße zu Ober-Laudenbach bezw. die Straße von Laudenbach nach Ober-Laudenbach als Uebergangs- straße für den Verkehr mit übergangssteuerpflichtigen Gegenständen erklärt und ' 2) in Ober-Laudenbach als diesseitige Uebergangsstelle für den obigen Verkehr eine Ortseinnehmerei errichtet und derselben die Befugniß zur Eingangsabsertigung von Bier, Wein und Obstwein und zur Ausfertigung und Erledigung von Uebergangsscheinen über Bier, Wein und Obstwein ertheilt worden ist. Darmstadt, den 13. September 1890. Großherzogliches Ministerium der Finanzen. Weber. Weissenbruch. Berlin, 2. October. Am 1. October ist die in der letzten Reichstagssession beschlossene Verstärkung der Reichsarmee in Kraft getreten. An Truppentheilen zählt das gesammte deutsche Heer: 519 Bataillone Infanterie, 19 Jäger- Bataillone, 1 Lehr-Bataillon, 465 Escadrons Cavallerie, 387 fahrende, 47 reitende Batterien, 3 Lehr-Bataillone, 31 Fuß-Artillerie-Bataillone, 2 Lehr-Compagnien, 20 Pionierbataillone mit 83 Compagnien, 5 Eisenbahnbataillone mit 18 Compagnien, 2 Luftschiffer-Abtheilungen, 21 Trainbataillone mit 63 Compagnien. Die Friedensstärke der Armee beträgt von heute an bis 31. März 1894: 486 983 Mann. — Im nächsten Reichstage soll auch eine Aufbesserung der Pension der Militär-Jnv aliden vom Feldwebel abwärts in Anregung gebracht werden. Neueste Nachrichten. WoW telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Berlin, 2. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." sagt in einer Erörterung des begeisterten Empfanges Se. Majestät des Kaisers Wilhelm in Wien: Alle aus Oesterreich- Ungarn herübertönenden Stimmen sprechen aus: Wie beide Herrscher, so stehen auch beide Völker treu vereint im Bunde der Freundschaft. Wir mahnten vor wenigen Tagen auf Grund zuverlässigster Sachkenntniß im Hinblick auf die Tage von Rohnstock von sanguinischen Hoffnungen in der Richtung einer Gemeinsamkeit auch auf solchen Gebieten ab, wo eine gesonderte Pflege der Interessen durch die Verhältnisse geboten ist. Unter den bestehenden Verhältnissen aber kann das, was der Bund Deutschlands und Oesterreich-Ungarns im Verein mit dem italienischen Freundschaftsbündnisse den betheiligten Völkern bietet und gewährleistet, vollauf genügen, um überall die lebendigste Freude an der Gegenwart und das hoffnungsvollste Vertrauen auf die Zukunft zn wecken. Berlin, 2. October. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge begibt sich der Reichskanzler von Caprivi heute Abend nach Friedrichshafen, um sich dem König von Württemberg vorzustellen, sowie den Minister von Mittnacht zu besuchen. Aus dem Rückwege wird der Reichskanzler dem Großherzog Ferrrllstsn. Der Mann ohne Kopf. Novelle von Wo Idem ar Urban. (Schluß.) Dann machte er sich mit Feuereifer darüber, aus etwaige Druckfehler Jagd zu machen. Dabei fiel ihm die Zierlichkeit und Sauberkeit des Druckes höchst angenehm aus, „die Druckerschwärze roch so eigeuthümlich," das Format war elegant, das Papier nobel — kurz, alle selbstverständlichen Kleinigkeiten wurden zur besonderen Ursache seiner glücklichen Zufriedenheit. Noch nie in seinem Leben war Herr Schmalmann freudiger, erhobener aus seiner kleinen bescheidenen Hofwohuung gegangen als an diesem Tage — „zur Aufführung". Hinter ihm gingen Herr Sander und Traudchen. Er sprach nicht mit ihnen, drehte sich nicht einmal nach ihnen um, und Herr Sander hatte Zeit, mit Behagen das eigenthümliche Gesühl auszukosten, was sich nach einem gelungenen Streich einzustellen pflegt. Glücklich wie kein König in ganz Europa schritt Herr Schmalmann vor ihnen her. Der Erfolg von Herrn Sanders stets sprungbereiter, findiger List und auf- opferungsfähigcr Theilnahme einerseits und des Interesses, das Frau Commerzienrath Claasen von ihrer erhöhten Position aus bethätigt hatte, andererseits, war ein durchschlagender und sollte nun auch dauernder werden. Der Weg zur Unsterblichkeit lag frei. Der Saal war vollständig gefüllt. Ein summendes Tosen, ein wirres Stimmeildurcheinander klang auf das Orchester hinauf, wo die Musiker gemächlich ihre Jnstru- mente stinlmten. Da scheuchte Herr Schmalmann durch drei kleine Schläge mit dem Tactstock all daS wüste, unharmonische Gelärm hinweg. Er schien über den Erfolg seines TactstockeS selbst erschrocken nnd sah sich fast ängstlich nach den Musikern um. Da sah er Reinhold sitzen, der ihm eine ermuthigende Bewegung mit der Hand machte. Eine Thräne trat in seine Augen und mit einem Gefühl, als wenn er in einen Strom springen müsse, gab er das Zeichen zum Beginn zum „Erwachen der Natur". Die Musiker thaten ihre Pflicht und spielten entzückend. Jede Figur, jede Feinheit in der Composition, jede Steigerung kam in vollendeter Weise zur Geltung. Herr Schmalmann hätte jedem einzeln um den Hals fallen mögen. Das Violinsolo im Dreivierteltacte wurde meisterhaft gespielt und Reinhold brachte sein Flötensolo mit einer Hingabe und Zartheit zu Stande, die auch im Publikum Aufmerksamkeit erregte. Wie im Traume dirigirte Herr Schmalmann. Das war etwas ganz anders als zu Hause an seinem Klapperkasten, das waren die Geister, von denen er tief im Innern geträumt, leibhaftig und fest gestaltet, das war wirklich das übermächtige Brausen und Wehen einer allgewaltigen, erwachenden Natur. Voll und tief empfand der Componist die Wirkung dieser Geister, wie Niemand sonst, und vor diesem Augenblick schwanden die Jahre des Kummers und der versunkenen Verlassenheit wie ein Nebel vor der Sonne fort. Auch im Publikum hatte das immerhin wunderliche Tonstück einen gnädigen Sonntagserfolg. Man klatschte viel Beifall und Herr Schmalmann erntete ihn als eine „Anzahlung auf die Unsterblichkeit", wie Reinhold später sagte, ein. Aber zu vergleichen mit dem Eindruck, den das Musik- stück aus ihn selbst gemacht hatte, war das nicht. Wie eine Weihe, wie eine Versöhnung war es über ihn gekommen und hatte ihn gestählt und gekrästigt gegen die Unbill des Lebens. Als das Concert beendet war, wartete Frau Com- merzienrath Claasen mit ihrem Gatten und ihrer Tochter in einem Nebenraume auf den Componisten, um ihn zu beglückwünschen. Als Herr Schmalmann mit Herrn Sander und Traudchen eintrat, gab ihm der Eommerzienrath freundlich die Hand und sagte: „Sie sehen mich überrascht, mein lieber Herr Schmalmann, von Ihren Talenten! Nehmen Sie meine besten Glück-- wünsche zu ihrem heutigen Erfolg und für Ihre spätere (Saniere. Möge Ihnen der unvergängliche Ruhm eines großen Meisters bescheert sein." „Ich danke Ihnen, Herr Eommerzienrath, aber so hoch versteigt sich mein Ehrgeiz nicht. Halten Sie es für möglich, daß Jemand, der Schmalmann heißt, je ein berühmter Klassiker wird?" „Und warum nicht?" „Der Name eignet sich nicht und der Mann noch weniger, aber dankbar will ich ewig Denen sein, die mir zu den erlebten Stunden verhalfen haben, die mir mein verbittertes Leben in ein sonniges Dasein verwandelt, mein krankes Herz geheilt haben. Diese Thränen" — fuhr Herr Schmalmann schluchzend zu Frau Claasen gewendet fort — „diese Thränen gehören Ihnen, gnädige Frau. Möge Ihnen reichlich vergolten werden, was Sie an mir gethan haben." „Bitte, Herr Schmalmann," nahm Frau Claasen in glücklichster Laune das Wort, „bitte, keine Sentimentalitäten. Wir haben zu viel zu thun, um sentimental zu sein. Wie stehts mit dem Hochzeitsmarsch, Herr Schmalmann? Wie stehts mit Traudchens Hochzeitsmarsch?" „Gnädige Frau —" „Vater, leugne nicht, daß Du ihn in Arbeit hast. Ich weiß es! Der große Satz für Trompeten und Posaunen ist fast fertig," sagte Traudchen. „Die Sache ist noch in weitem Felde," bemerkte Herr Schmalmann hartnäckig. „Bitte recht sehr, Herr Schmalmann," sagte Frau Claasen wieder, „Sie dürfen Ihren Nachruhm nicht — sozusagen auf die lange Bank schieben. Die Nachwelt hat ein Recht auf Ihre Meisterwerke, und Traudchen und Herr Sander haben auch ein Recht darauf, Sie müssen sich also bestimmt erklären, wann der Hochzeitsmarsch — angetreten werden soll. Für daS Flötensolo stehe ich- nicht wahr, Herr Sander? Sie sorgen dasür. Haben Sie nur keine Angst, ich lasse meine von Baden seine Aufwartung machen. Der Besuch bei dem Prinzregenten von Bayern erfolgt erst bei dessen Wiederrückkehr nach München. Berlin, 2. October. Der Bundesrath überwies heute die ihm zugegangene Novelle zum Krankenversicherungsgesetz in die zuständigen Ausschüsse zur Vor- berathung. Berlin, 2. October. Zu D e l e g i r t e n für den Hallenser socialdemokratischen Parteitag wurden in den Reichstagswahlkreisen gewählt: I. Schuhmacher Metzner, Schneider Täterow, Conditor Mohrbach. II. Buchbinder Janiszewski, Cigarrenhändlcr Wilschke, Stadtverordneter Klein. III. Sattler Barth, Tischler Fritz, Gastwirth Gründel. IV. Tischler Franz Berndt, Clavierarbeiter Robert Schmidt, Schneider Adolf Scholtz, Schuhmacher Petersen. V. Kaufmann Albert Auerbach, Schlosser Fritz Berndt, Mechaniker Reinhold Jacubick. VI. Maurer Wernau, Schriftsetzer Ernst, Maurer Schwabe, Metallarbeiter Gießhoit. Hirschberg, 2. October. Auf dem Riesengebirge ist Schneefall eingetreten. Guben, 2. October. In dem Prozesse gegen die Gebrüder Wolff und Genossen wegen Betrugs, resp. versuchten Betruges, beantragte der Staatsanwalt gegen Sigismund Wolff als Gesammtstrafe achtjähriges Gesängniß, sünsjährigen Ehrverlust und 38,000 Mk. Geldbuße- gegen Louis Wolff fünfjähriges Gesängniß, fünfjährigen Ehrverlust und 23,000 Mk. Geldbuße- gegen Hoffmann 3^/z Jahre Gesängniß, dreijährigen Ehrverlust und 2000 Mk. Geldbuße. Bremen, 2. October. Die Rettungsstation Friedrichs- schleuse telegraphirt: Am 2. October von dem auf hiesiger Rhede gestrandeten Schiffe „Einigkeit", Capitän Haak, 3 Personen durch das Rettungsboot der Station gerettet. Helgoland, 2. October. Seit des Nachts herrscht hier schwerer Sturm, die See geht sehr hoch. Der dänische Schooner „Neptunus" ist auf der Sanddüne bei Helgoland gestrandet, die Mannschaft wurde gerettet. Der Dampfer „Freia" und der Postdampfer „Cuxhaven" ankern auf der hiesigen Rhede. Seit vorgestern ist keine Post eingetroffen. Es sind noch etwa 150 Badegäste anwesend. Bern, 2. October. Der Nationalrath hat nach viertägiger Debatte mit 97 gegen 35 St. die Maßnahmen des Bundesrathes zur Wiederherstellung der Ordnung im Canton Tessin gutgeheißen und die Ermächtigung zur Ergreifung allfälliger weiterer Maßregeln ertheilt. — Der Ständerath hat einen Antrag angenommen, wonach der Bundesrath die Grundsätze aufstellen soll, nach welchen zukünftig die Bewilligung von Concessionen für Bergbahnen erfolgen soll. Bern, 2. October. Der Bundesrath nahm den Antrag an, wonach er die Grundsätze ausstellen soll, nach denen zukünftig die Bewilligung von Concessionen für Bergbahnen erfolgen soll. Wien, 2. October. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm hat dem Bürgermeister I)r. Prix den Kronenorden 2. Klasse verliehen und dem Guardian des Kapuziner-Klosters 300 Fl. für die Armen überreicht. Wien, 2. October. Der Prinz von Wales trifft hier am Sonntag ein und reift alsbald zum Besuche des Grafen Tassilo Feftetic nach Keszthely weiter. Mürzsteg, 2. October. Das Wetter hat sich im Laufe des Nachmittags plötzlich zu Ungunsten der Kaiserjagden verändert. Es ist Regen und kalter Nordwestwind eiugetreten. Das Thermometer fiel rapid auf 10 Gr. Wärme. Die Schneealpe steckt in dichtem Nebel. In Folge dessen ist die Abreise der beiden Kaiser auf Sonntag Mittag festgesetzt mit der Route über Bruck und Leoben nach Radmer. Paris, 2. October. Nach Nachrichten aus Aden ist dort der Ausbruch der Cholera amtlich constatirt worden. Rom, 2. October. Der Papst empfing heute den von seiner Urlaubsreise zurückgekehrten preußischen Gesandten v. Schlözer in Audienz. Bundesgenossen nicht im Stich. Herr Schmalmann, wann also ist der Hochzeitsmarsch fertig ?" Herr Schmalmann sah zuerst auf Traudchen hin, die sofort die hübschen Augen verschämt niederschlug, dann auf Herrn Sander, der wie auf Commando zum Fenster hinaussah. „Gnädige Frau," sagte er ausweichend, „ich weiß noch nicht einmal, ob er in dur oder moll gesetzt werden muß." „In moll, selbstverständlich in moll. Alle Hochzeits- märsche werden in moll gesetzt. Wann also wird er fertig, Herr Schmalmann?" fuhr Frau Claasen nach einer kleinen Pause etwas [eifer und ernster fort, „fürchten Sie sich noch immer vor der eisigen Einsamkeit des Alters? Haben Sie noch immer kein Vertrauen in das menschliche Herz? Spiegelt Ihnen die Hoffnung noch immer nicht freundliche Gestalten in die Zukunft?" Statt aller Antwort nahm Herr Schmalmann die Hand Reinholds und sagte leise und innig zu ihm: „Gut, Reinhold, diesen Sommer wird der Marsch bestimmt fertig. Gut, nimm sie, mache sie auch glücklich, ich weiß, Du kannst es und wirst es." Traudchen und Reinhold fielen sich in großer Aufregung in die Arme und auch die Uebrigen zeigten sich sehr gerührt und gaben sich die Hände. Verdutzt stand die kleine Lisbeth dabei und sah zu. „Hurrah! Der Mann ohne Kopf soll leben!" schrie sie plötzlich laut. „Aber Lisbeth!" mahnte ihre Mama. Die fuhr jedoch unbekümmert darum fort zu rufen: „Vivat hoch, vivat hoch!" * Zeitgemäß. Der zehnjährige Paul in der Kinderstube zu seinen Geschwistern: „Brüder! Schwestern! Wir wollen uns nicht mehr vom Papa prügeln lassen. Striken wir!" Sidney, 2. October. Der Arbeitercongreß hat beschlossen, daß alle am 24. September zum Strike aufgeforderten Schaffcheerer und andere Wollarbeiter die Arbeit f o - fort wieder aufnehmen sollen. Generalversammlung des Vereins für Sacialpolitik. VI. = Frankfurt a. M., 27. September. Generalsecretär Dr.Rentzsch-Berlin wendet sich gegen Stötzels Aeußerung, daß eine große Verbitterung in Arbeiterkreisen herrsche. In Deutschland seien die Arbeiterverhältnisse im Allgemeinen so günstig wie in anderen Staaten. Die Gleichstellung, wie Professor Brentano sie wünsche, sei nicht durchführbar. Er ist gegen die drei Sätze Brentanos zur Gewerbenovelle und wünscht Alles der freien Entwicklung überlassen zu sehen. Chefredacteur Lensing-Dortmund vertheidigt die Schrift Dr. Oldenbergs gegen Dr. Baeumers Angriffe. Die Sachlage sei in dem Buche durchweg richtig geschildert und nur kleine Jrrthümer unterlaufen. Er müsse sich für die Organisation aussprechen, denn er habe practisch erfahren, wie ungünstig es sei, wenn keine Organisation bestehe. Die Bergarbeiter hätten übrigens, wie er Herrn Bueck versichern könne, Arbeiterausschüffe verlangt, seien aber von den Arbeitgebern schroff abgewiesen worden. Redner bespricht auch die Wahlbeeinflussungen durch die Arbeitgeber und fordert zum Schlüsse auf, die Kirche bei der Lösung der socialen Frage mehr mitwirken zu lassen. Das sei eines der ersten Erfordernisse. Professor Degenkolb-Tübingen findet, daß persönliche und wirthschastliche Freiheit zu sehr mit einander vermischt werden. Das trage zur Verwirrung des Rechtsgefühls bei und dagegen müsse er als Jurist protestiren. Dr. Reismann - Düsseldorf behauptet, die Arbeiter- ausschüsse hätten nirgends viel erreicht. Im Ruhrkohlengebiet wollten die Arbeiter die Ausschüsse nicht, da sie nicht die Wirkung hätten, die man von ihnen erhofft. Neben den Ausschüssen beständen Rechtsschutzvereine, auf welche der Arbeiter am meisten Werth lege. Redner wird übrigens so persönlich gegen Stötzel und Lensing, daß er vom Vorsitzenden zur Sache gerufen wird. Professor Dr. Sering-Berlin tritt mit großer Wärme für die Arbeiterausschüffe ein. Die Kernfrage fei doch eigentlich die: Wie stellen sich die Arbeitgeber zu der mit elementarer Gewalt andrängenden Organisation der Arbeiter? Den Standpunkt des Herrn Bueck beklage er. Derselbe erinnere an die Haltung des Adels vor der französischen Revolution. Auch dort starre Ablehnung, bis die Gewalt Alles niederriß. Mit Professor Degenkolb könne er nicht fragen, ob das Alles dem bestehenden Recht entspreche. Das seien Elementargewalten, mit denen man rechnen müsse. Herr Bueck erkläre, die Organisation liefere Alles in die Hände der Socialdemokratie, die in der Vereinsschrift niedergelegten Gutachten besagten das Gegentheil. Er bedauere die Arbeitgeber, die ihre Zeit nicht begriffen. Man müsse den Leuten entgegenkommen. Die Erziehung der Arbeitgeber, d. h. die Loslösung von dem beschränkten Standpunkt der Fabriksouveränität, sei ebenso wichtig, wie die Erziehung der Arbeiter. (Lebhafter Beifall.) Abgeordneter Caplan Dasbach- Trier erwidert zunächst Herrn Dr. Reismann, daß im Saarrevier der Rechtsschutzverein neben den Ausschüssen bestehen bleibe, weil bei der Ausschußwahl Wahlgeometrie getrieben worden sei. Die Ausschüsse würden auch schlecht behandelt. So kenne er einen Fall, wo die Arbeiter zu einer Ausschußsitzung gleich nach der Schicht geladen wurden und während der vierstündigen Sitzung stehen mußten. Er habe die Sache erforscht und gehört, den Arbeitern habe man keine Stühle angeboten, weil sie bei der ersten Sitzung keine gewollt hätten. In Wirklichkeit habe der Fall aber so gelegen, daß die Bergleute bei der ersten Sitzung Stühle hatten, beim Eintreten des Directors höflich aufstanden und stehen blieben, da man sie nicht wieder zum Sitzen einlud. Wenn so etwas passiren könne, sei es schon weit gekommen. Er bedauere nur, daß der betreffende Director noch in Amt und Würden sich befinde, der verdiene abgesetzt zu werden. Redner erhebt noch weitere Klage über die schlechte Behandlung der Arbeiter in den Kohlenbezirken. Er fordert, daß in den Ausschüssen die Lohnsrage mit dem Arbeiter besprochen, daß er veranlaßt werde, wie viel er gebrauche rc. So müsse der Arbeiter gestellt werden, daß er ein menschenwürdiges Dasein zu führen vermöchte. Damit ist die Discussion geschlossen und es erhalten die Referenten das Schlußwort. Abgeordneter Stötzel constatirt, daß im Allgemeinen das Bestreben, fördernd mitzuarbeiten, zu Tage getreten sei. Der von ihm erwähnte Vorfall mit der Dynamitpatrone fei in einer Grube des Kölner Bergwerksbezirks am 22. März 1878 passirt. Er schließt mit dem Ausspruch, daß der egoistische Zug der Unternehmer nur an der Hand der zehn Gebote bekämpft werden könne. Generalsecretär Bueck wendet sich in erregter Weise gegen feine Gegner. Professor Munroe habe sehr warm für die Trades Unions gesprochen, aber seine Ausführungen in keiner Weise widerlegt. Daß es den Herren lieber wäre, wenn er das Material über England nicht hätte, glaube er schon. (Au!) Den Abgeordneten Stötzel, der mit den Socialdemokraten sympathisire, obgleich diese für den Massenaustritt aus der Landeskirche agitirten, begreife er nicht. Den Äußerungen Dr. Oldenbergs über Lensing und die ultramontane Presse stimme er zu. (Der Vorsitzende ruft den Redner zur Sache.) Die Unternehmer verständen ihre Zeit sehr wohl, es seien hochintelligente Leute darunter. An der französischen Revolution seien die unklaren Ideen Schuld gewesen, die ins Volk geworsen worden seien. Im Interesse der Zeit wolle er schließen, er wisse ja doch, daß man ihn noch ordentlich verarbeiten werde. (Große Heiterkeit.) Geheimer Hosrath Professor Dr. Bre ntano berichtet zunächst verschiedene Mißverständnisse. Für die englischen Gewerkvereine sehe er eine officielle Anerkennung darin, daß einer ihrer Generalsecretäre zum Staatssecretär und 11 andere Secretäre zu Amtsrichtern ernannt wurden. Herr Bueck sei entrüstet über die Aeußerung, der angemessene Lohn sei der, welcher dem Capital nach Lage der Machtverhältnisse abgezwungen werden könne. Er frage, ob er auch entrüstet sei, wenn die deutschen Eisenindustriellen denjenigen Eisenpreis als den angemessenen bezeichneten, den sie nach der Marktlage den Consumenten abnöthigen könnten. (Bravo!) Die Thorheiten der Gewerkvereine wolle er nicht vertheidigen. Wenn aber Herr Bueck sage, unter den Fabrikanten gebe es räudige Schafe, so sei die Frage wohl erlaubt, ob die Gewerkvereine nur Engel zu Mitgliedern haben sollen? (Heiterkeit.) Professor Degenkolb erwidere er, daß das Gesetz die Freiheit des Arbeitsvertrags festsetze, die practische Verwirklichung fehle nur noch. Professor Neumann bemerke er, daß er so lange als gewöhnlicher Mensch im Staube kriechen und sich nach der Marktlage richten werde, bis man ihm zeige, wie die Privilegien der absoluten Gerechtigkeit practisch bei der Lohnfestsetzung anzuwenden seien. College Schmoller entgegne er, daß er in der Mannigfaltigkeit der Industrie kein Hinderniß für die Entwicklung der Gewerkvereine erblicke. Sie sollten local entstehen, die Localverbände, würden sich nach Bedürfniß ausbreiten und aneinander schließen. Was dem Buchdruckergewerbe möglich sei, würden doch auch andere Gewerbe können. Daß nicht gleich alle Arbeiter von den Gewerkvereinen umfaßt würden, sei klar- die Sache gehe so vor sich, daß eine Schicht nach der anderen abgehoben werde. Das habe er bei den Docks in London gesehen. Helfe das nicht allen Uebelftänden ab, so bitte er um Nachsicht, nur ein Schuft gebe mehr, als er habe. (Bravo!) Nach persönlichen Bemerkungen der Herren Bueck, Stützet, Schmoller und Lensing giebt Herr Geheimrath Gierke, welcher während der letzten Stunden Herrn Prof. Schmoller in der Leitung abgelöst hatte, das übliche Resume, welches im Wesentlichen dahingeht, daß in der Frage des Arbeitsvertrags zwei Meinungen schroff gegenüber standen, von denen die eine nichts, die andere Berufsverbände mit Corporations- rechten und Einigungsämtern haben will. Ziemlich einstimmig sprach man sich für Arbeiterausschüffe aus. Die englischen Gewerkvereine würden in ihrer Wirksamkeit im Allgemeinen als wohlthätig anerkannt. Für Deutschland liege die Frage so: Wie sollen Staat und Unternehmer sich den Gewerk- vereinen, falls sie entstehen, gegenüber stellen? Der Wunsch des Zurückdrängens derselben wurde nicht laut, indeß hoffte die eine Seite von denselben Alles, während die andere das Schlimmste von ihnen befürchtete. Eine Einigung wurde nicht erzielt. Keine Meinung hatte die Mehrheit für sich. Als eine Nothwendigkeit für das Wohl des Staates wurden genossenschaftliche Verbände der Arbeiter mit Selbstbestimmung und Gleichberechtigung neben den Unternehmern von allen Seiten anerkannt. Professor Schmoller dankte den Anwesenden für die Theilnahme an der bedeutungsvollsten und belebtesten Sitzung des Vereins und bedauerte, daß Grillenberger am Erscheinen verhindert war (Grillenberger hatte sich telegraphisch entschuldigt) und Arbeiter an den Debatten noch nicht Theil nehmen. Geheimrath Blenck sprach dem Bureau und Professor Schmoller den Dank der Versammlung aus, dem diese durch Erheben von den Sitzen Ausdruck gab. Darauf erfolgte der Schluß der diesjährigen Generalversammlung. Die Theil- nehmer vereinigten sich im „Frankenbräu" zu einer gemächlichen Zusammenkunft. $mö protHttjUa#». Gießen, 3. October. — Wir hören aus zuverlässiger Quelle, daß Se. Köuigl. Hoheit der Großherzog sich von Rußland aus nach den Verhältnissen der durch das jüngste Brandunglück in Staufenberg Betroffenen hat erkundigen und die Summe von 300 Mk. für dieselben hat anweifen lassen. — Die Adresse, welche von den deutschen Städten dem Geueralfeldmarschall Grafen v. Mollke am 26. October überreicht werden soll und die auch aus einem Blatte die sämmt- lichen Unterschriften der hiesigen Stadtverordneten (einschließlich Oberbürgermeister und Beigeordnete) enthält, hat folgenden Wortlaut: „Ew. Exeellenz! Die flammende Begeisterung, mit welcher ganz Deutschland vor 20 Jahren seinem Moltke entgegenjubelte, erneuert sich heute am Schluß des neunten Jahrzehnts der geschichtlich so bedeutungsvollen Periode, während welcher Ew. Exeellenz unserem Vaterland angehören, und dieser Jubel klingt nicht minder in dem erhebenden Gefühl der errungenen Weltstellung, als seinerzeit in den Tagen des Kampfes und der Siege. Deutschland bewundert in Ew. Exeellenz den Denker der Schlachten, der die Heere von Sieg zu Sieg führte, den genialen Feldherrn, dessen hervorragende Bedeutung seines Kaisers Scharfblick erkannte, und den gewaltigen Heros der Kriegskunst. Dank Ew. Exeellenz so erfolgreicher Mitwirkung vermag Deutschland nunmehr seine gewaltige Kraft dem Dienste des Friedens und den Aufgaben der Cultur zuzuwenden. Im hohen Norden und au den Gestaden des Bosporus, in der Fremde und in der Heimath, in ftrieg und Frieden, wo immer Ew. Exeellenz sich zu be- thätigen hatte, gab es nur den einen Leitstern: die unverbrüchliche Pflicht, Treue dem Kaiser, Treue dem Reiche, Treue dem Volke und Treue gegen sich selbst. Aber auch das deutsche Volk hält Ew. Exeellenz Treue um Treue. Es dankt seinem Feldherrn, es verehrt seinen Helden und es liebt den Mann, der auf einer gewaltigen Höhe auch dem Geringsten im Volke menschlich nahe geblieben ist. Ew. Exeellenz! Mit diesen wenigen Worten, die von Herzen kommen, nahen wir, die Vertreter der Städte des geeinten Reiches, uns Ihnen heute an diesem bedeutungsvollen Tage. Möge Ew. Exeellenz in ungebeugter Kraft, ein Jüngling an Herz und 0 8qO." Ctl* -er Mk £fferte £ .*&*■«!* ""T 6in hier sehr WMMeh"" > (:) Spotte», 2. C Schon« zu den Ich°» treten lafien. 6t6 Gesetzes ootn H-J Met Ueb-lihät-r m Helsen will, stellt sich P Decanat, bie * unter einen gewissen Grad m ober aus irgend welchen *im zu fallen, m eva christlicher Erziehung biet, und Besserungsanstalten drohenden Verderben zu k der evangelischen Gesellst evangelischen Kinder, die die die Erziehungskosten eine Vermittelungsstelle Familien zu bieten- c. I Konfirmation bei chriM schagenen Herrschaften ü = Aus dem ttre schüttelt das Laub vm Octobers hat sich die T sommerwetter desSe-te Platz gemacht. Gleich October seinen Eintritt vallen heute noch uni Obst von den Bäumer zuvorgekommen und - Obstlegen ist ein ändern nichts an diesen mben not Äugen gesi übftbaiMjiify ift. In eine ganz erkleckliche Ein hat längst das Vorurthe sich nicht für die Obstba Sorten recht gut lohr gutem Beispiel voraus. Pappeln, Vogelbeerbäu' strchen säumten, pslan man pflanzt sie nicht i Strasteiuvärter die a Lohn wird nicht pstanzen daneben viele mit Obstbäumen ein LA bit vbs'bM» ® ’c daran, hinget "> lch-n 6er $rae m J®** rU Ä tr' rc9m- n “'“i oudi *tteerben kam, Verdi» WÄ a"f Wer Jl^uto 1,50 W, f Nteie § Looz ir &08 r ^°r dezo^U'O-ren a. in Neustadt 56. 6948 Borne mann. 8201 7851] Täglich frische Hefe bei Ph. Bod, Bahnhofstraße 11. Neustadt 6. 532] 80 24 2. 3. 4. 5. 6. 7. welchen Segen eine gute Obsternte für die Haushaltung mit sich bringt. 8212] Stalldünger verkauft Jungvlut, PromenadehauS. Die Bedingungen liegen in der Ge- schaftsstube unterzeichneter Behörde zur Einsicht offen und sind die Angebote, versehen mit der Aufschrift „Vergebung auf Häringe rc.-Lieferung", kostenfrei bis zu obigem Tage einzureichen. Von Ord-- Nr. 6 ist ein Muster oorzulegen. Angebote, welche den Bedingungen nicht entsprechen, finden bei der Vergebung keine Berücksichtigung. Marienschloß, den 2. October 1890. Großh. Landeszuchthaus-Directton. Stück wollene Bettteppiche. „ Dienstmützen für Aufseher. begründeten echten Volksbuches. Der Inhalt ist ein überaus reicher (24 Erzählungen und Gedichte), die Ausstattung eine prächtige. Rosegger eröffnet den unterhaltenden Theil mit einer anmuthigen Erzählung aus dem Volksleben, und in einer weiteren Arbeit widmet er seinem verstorbenen Freunde Anzengruber einen ergreifenden Nachruf. Geres bringt eine reizend geschriebene Erzählung aus dem Schwarzwald, Barack glänzt in einer witzfprühenden Pfälzer Humoreske, „Eine Schweizer Rees'", sowie einer schöngeschri^enen Erzählung. Diesen folgt eine volksthumlich geschriebene Darstellung der französischen Revolution 1789-92 in ihrer ersten Halste. In einer neu aufgefundenen Hebeltana wird die Erinnerung an den beliebten alemannischen Dichter aufgefrischt. Den Schluß bildet eine reich Allen Freunden einer gesunden Volksliteratur sei dieser schöne Kalender aufs Wärmste empfohlen. Keitgeöotenes. 7752] Ueberzahlige Weinfässer von ca. 600 Liter Inhalt verkaufen Gedrüder Mayer in Gießen. H feder Zeughaus-Kaserne meistbietend gegen Baarzahlung verkauft. 8192] Garnison-Verwaltung. garanttrt frisch, 2 Stück 13 Pfg., 25 Stück 1.50 Mk., 50 Stück 3.00 Mk., 100 Stück Ü.OOMk. empfiehlt [6660 Hch. Arnold II., Schloßgasse 5. Bekanntmachung. Donnerstag de« 9. Oetober l. I., Vormittags 9 Uhr, werden dahier: 1600 Ctr. auserlesene Eßkartoffeln, 50 „ untererdige Kohlrabi zur Anlieferung für Großh. Landeszuchthaus versteigert. Sodann werden an demselben Tage, Vormittags 11 Uhr, durch schriftliches Angebot vergeben: Dermifd?tes. * Aus dem Manöver. In Hmtervillmgen in Bayern konnte eine Familie der dringenden Feldgeschäfte wegen die angekündigte Einquartierung nicht abwarten- der Landwirth ließ die Hausthüre offen und schrieb an dieselbe: „Wir sind im Feld, das Essen steht im Herd!" — und richtig, als die Soldaten Mittags einrücklen, war der Tisch gedeckt, das Essen fand sich noch warm vor und die Soldaten aßen mit bestem Appetit, ohne ihren Quartiergeber noch zu kennen. Aechte Frankfurter Würstel empfiehlt [8217] E. G. Meinheim. AM- Meine Würstel trag, a- d- Umschlag den ächten Stempel von Frankfurt a- M. Seele, noch lange unter uns wandeln, der Gegenwart ein Stolz, den kommenden Geschlechtern ein Vorbild. Am 26. October 1890." — Ai/z procentige Gießener Stadt Anleihe. Laut Beschluß der gestrigen Stadtverordneten-Versammlung wurde der ge- meinschastlichen Offerte des Bankhauses E. Wasserschleben hier und der Deutschen Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius L Co. Commanditte, Frankfurt a. M. auf 1 Million 3*/? proc. Gießener Stadt-Anleihe der Zuschlag ertheilt. — Bei der am 1. December d. I. stattfindenden Volks- z'ählung sollen nach einer seitens des Kriegsministeriums ergangenen Bestimmung die Militärbehörden in derselben Weise ausgenommen werden, wie die Civilpersonen. Für die militärischen Anstalten (Kasernen, Lazarethe, Magazine re.) liegt die Eintheilung der Zählbezirke den Commandanten, den Garnisonältesten ob, welchen die erforderlichen Formulare und sonstigen Mittheilungen von den Civilbehörden zugehen werden. — Ein hier sehr bekannter Mann wurde von der Gensdarmerie wegen eines heute Vormittag begangenen Sitt- lichkeitsvergeheus verhaftet. (:) Schotten, 2. October. Die Decanats-Synode des Decanats Schotten zu Rainrod am 24. September beschloß, den schon lange geplanten Erziehungs-Verein ins Leben treten zu lassen. Der Verein, der die wohlthätigen Absichten des Gesetzes vom 11. Juni 1887, „die Unterbringung jugendlicher Uebelthäter und verwahrloster Kinder betr.", fördern Helsen will, stellt sich zur Aufgabe: a. diejenigen Kinder im Decanat, die nicht unter jenes Gesetz fallen, aber doch schon einen gewissen Grad von Verwahrlosung an den Tag legen ober aus irgend welchen Gründen in Gefahr sind, denselben anheim zu fallen, in evangelischen Familien, die die Garantie christlicher Erziehung bieten, ober in evangelischen Erziehungs- unb Besserungsanstalten unterzubringen unb so vor dem ihnen drohenden Verderben zu bewahren und sie zu nützlichen Gliedern der evangelischen Gesellschaft heranzubilden- b. für diejenigen evangelischen Kinder, die unter jenes Gesetz fallen und für die die Erziehungskosten aus der Kreiskasse bestritten werden, eine Vermittelungsstelle zur --Unterbringung in geeigneten Familien zu bieten - c. die vorbezeichneten Kinder nach ihrer Confirmation bei christlich gesinnten Lehrmeistern oder rechtschaffenen Herrschaften in Dienst oder Lehre zu geben. == Aus dem Kreise Alsfeld, 2. October. „October schüttelt das Laub vom Baum". Mit dem Eintritt des Octobers hat sich die Witterung geändert, das schöne Spätsommerwetter des September hat einem rauheren Herbstwetter Platz gemacht. Gleich «it einem heftigen Sturm kündete der October seinen Eintritt an. Dieser Sturm tobt mit Intervallen heute noch und schüttelt das noch hängen gebliebene Obst von den Bäumen. Allerdings ist man meist dem Sturm zuvorgekommen und hat das Obst zeitig gepflückt. Der Obstsegen ist ein allgemeiner, einzelne Ausnahmen ändern nichts an diesem Ergebniß. Evident wirds den Gemeinden vor Augen gesührt, wie sehr lohnend eine rationelle Obstbaumzucht ist. In den meisten Gemeinden hat man Heuer eine ganz erkleckliche Einnahme für Obst zu verzeichnen. Man hat längst das Vorurtheil überwunden, daß unsere Gegenden sich nicht für die Obstbaumzucht eignen und weiß, daß passende Sorten recht gut lohnen. Namentlich geht der Staat mit gutem Beispiel voraus. Während früher nur wenig nützende Pappeln, Vogelbeerbäume, Kastanien, Linden n. a. die Staatsstraßen säumten, pflanzt man jetzt nur Obstbäume. Aber man pflanzt sie nicht nur, man läßt ihnen auch durch die Straßenwärter die aufmerksamste Pflege zu Theil werden. Der Lohn wird nicht ausbleiben. In löblichem Wetteifer pflanzen daneben viele Gemeinden die Kreisstraßen gleichfalls mit Obstbäumen ein. Namentlich ist in unserem Kreise sehr viel für die Obstbaumzucht geschehen und von maßgebender Seite darauf hingewirkt worden, daß der eminente Schaden, welchen der harte Winter 1879 der Obstbaumzucht brachte, wieder durch Neupflanzungen ausgemerzt wurde. Auch in den Kreisen der Landwirthe ist der Sinn für den Obstbau ein gesünderer, regerer geworden und das zu ihrem Heil. Denn wenn auch weniger bei ihnen auf klingenden Erlös gerechnet werden kann, fo weiß man doch wohl zu schätzen, 900 Stück Wirsing, 7 Ctr. Zwiebeln, 400 „ Kornstroh, Burkin, ttint Wolle, nadelfertig, 1168 ca. 140 cm. breit, ä Mk. 1.95 Pfg. per Meter, versendet dtrect jedes beliebige Quantum das Buxkin-Fabttk Depot Oettinger&Co-, Frankfurt a. M. — Musterauswahl umgehend franco. Spdfe'Kartoffetii Eine vorzügliche Magnuiw bonuni zu verkaufen bei Friedrich Textor, 8131 Hardt._________ Jagdutensilien vorzüglicher Auswahl und Qualität. Gußwaaren. Füllregulrrofen, Requiir- kochofett, Wirthschafts- ofen, Herde rc. re. empfiehlt zu billigsten Preisen Verding. Loo- I der Erd-, Maurer- und Steinhauerarbeiten einschließlich Materiallieferung. Loos II der Anfertigung und Aufstellung des eisernen Ueberbaues zum Bau einer Wegeübersührung bei Bahnhof Nieder-Wöllstadt. Termin: Samstag, den 18. October 1890, Vormittags 10 Uhr in unserem Geschäftslocale. Zeichnungen, Bedingungen u. f- w. können bei der Königlichen Eisenbahn- Bauinfpection Marburg und dem Bahnmeister Gülke zu Friedberg eingefthen oder gegen kostenfreie Einsendung von 1,50 Mk zu Loos I und 2 Mk. zu Loos II durch unseren Bureau-Vorsteher bezogen werden. Zuschlagsfrist 2 Wochen. 8206 Königliches Eisenbahn-Betriebs-Amt tMaitt'Weser-Bahuj zu Gaffel. ""LL o H e n e Schlaf-u. Vserdettppiche in großer Auswahl billigst bei Louis Wittich II., Sattler, Ganz besonders erlaube mir, die verehrlichen Herren Jäger aus meine unübertroffenen geladenen Patronen von Saldier «fe Bellot, welche zu Fabrikpreisen verkaufe, aufmerksam zu machen A. Obmges* (L Senners Nacht), 7072 Selterswe g 19. ""''"nunn b Wn wurden a "an- e der W sei 7 ’änntel S E et Nt bM v6o!) •« «Ä,9en' erlaubt nR es ' daß das ©eiet v fr«* mQnn bemerke pr s t frgubc kriech..' J X man ihm »eiae ‘Nteit ?’a'9' Schm-ller ent fr« Industrie ten etWiie- wMt.tttoen stch nanbei gjjag »tte Arbeiter vm t>w “r; dte Suche gelje j, ™tren nbzehobm werde ln FW«. Helfe te r um ^nchsicht, nut ein abo!) r Herren BuechStötzel, Geheimrath Gierke, Herrn Prof. Schmoller bliche Resumö, welches der Frage des Arbeits- über standen, von denen tinbe mit Corporations» vill. Ziemlich einstimmig fse aus. Die englischen kjamkeit im Allgemeinen ttschland liege die Frage chmer sich den Gewerker stellen? Der Wunsch nicht laut, indeß hoffte während die andere das ine Einigung wurde nicht Mehrheit für sich. Als )es Staates wurden ge- er mit Selbstbestimmung Unternehmern von allen len Anwesenden für bie und belebtesten Stznng nberger am Erscheinen sich telegraphisch env atten noch nicht Theil Bureau und Professor a aus, dem diese durch i. Darauf erfolgte der mnmtung- Die Thell- bräu" zu einer gemüty- 1. ungefähr 16 Tonnen holl. Voll-Häringe, 75 Ctr. Weißkraut, Loose (^öcto&rt). 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Stephan, Bürgermeister. Tüt die Abgebrannten In Stanfenberg gingen weiter bei uns ein: Uebertrag 158 X , von A. H. 5 Xt zusammen 163 X Davon übersandtm wir Herrn Bürgermeister Stephan in Staufenberg per Post-Anweisung 150 X, Porto 30 H, verbleibt Rest X 12,70. Weitere Gaben nimmt entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeigers". ßitfit», 3. OU°b». r Duette, tat, aus den ie Summe von oU l,et s-'«",7°euM Ich] N btL* änollen veTl ,Lpn, und uterl°nd ,n dem ;inetieitin i rt i« ®®- dtlaiib w“tt «oit Steg w* * tnb den g weW8 tau w ilorde» unbbet yN ” ’ in tu be- ’N Excetteni 5, — Publikum ist vielfach die Ansicht verbreitet, daß für die an die PostbehSrden gerichteten Schreiben Porto nicht zu zahlen sei Dm Oberpostdtrectoren und dm Postanstalten gehen daher häufig aus den Kreisen des Publikums Schreiben und Eingaben -u, welche unfranktrt in die Briefkästm gelegt worden sind, für welche^die Absender dann nachträglich das höhere Porto für unfranktrte Briefe zu zahlen haben. Es wird daher im allgemeinen Interesse darauf aufmerksam gemacht, daß auch für alle an die Postbehörde gerichteten Smdungen, welche in die Postbriefkasten gelegt werden, das volle Porto zu entrichten ist. Wer diese Ausgaben ersparen will, muß die betreffenden Sendungen im Bureau der Postdtrecttonen oder im Amtszimmer der Postanstalten abgeben. AlSfeld, 1. October. Auf dem heutigen Viehmarkt wurden aufgetrieben 43 Stück Rindvieh und 1683 Stuck Schweine. Der Handel in Rindvieh ist still, in Schweinen beffer. Ferkel wurden das Paar von 20-40, 40—65 X, Läufer das Paar von 65-90, 90-150, 150-190 X verkauft. — Der nächste Vtehmarkt wird dm 19. November abgchalten. Bntzbach, 1. October. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund X 1,05-1,10, Käse per Pfund 45-46 H, Eier zwei Stück 13 H. Trankfnrt, 1. October. Marktpreise. „Heu pro 100 Ko. X 5.60-7.00, Stroh X 4.40-5 60, Kartoffeln X 3.00 bis 3.50, Butter per Pfd. X 1X0-1.25, Eier per St. 4-8 4, Roggenbrod 4 Pfd. 45 do- feines 48 gemischtes b Pfd- 86 H. Trankfnrt, 1. October. Viehmarkt. Es warm ange- trieben 371 Ochsen, 38 Bullen, 360 Kühe, Stiere und Rinder, 352 Kälber, 95 Hümmel und 269 Schweine. Die Preise stellten sich für Ochsen 1- Qual, auf X 71—74 pr. Ctr Schlachtgewicht, 2. Qual. X 65—67, Bullen X 55-58, Kühe und Rinder 1. Qual. X 60-64, 2. Qual. X 52-58, Kälber 1 Qual. 72-76 4,2. Qual- 62—66 H, Hämmel 1. Qual. 66-68 H, 2. Qual. 50—55 per Pfd^ Schweine 1. Qual 67—69 H, 2. Qual. 65—66 pr. Pfd- Htttborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 2. October. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 650 Ochsm, Kühe und Rinder, und 1125 Schweine. Der nächste Markt ist am 17. November l. I., zugleich Flachsmarkt. Marktpreise in Berlin, am 1. October, nach Ermittelungen de« Königlichen Polizei-Präsidiums. Wetzen per 100 kg guter von 19,50—19,20 Mk., mittlerer von 19,10—19,00 Mk., geringer von 18,90—18,50 Mk. Roggen per 100 kg guter von 17,50—17,30 Mk., mittlerer von 17,20—17,00 Mk., geringer von 16,90—16,70 Mk. Gerste per 100 kg gute von 20,50—18,30 Mk., mittlere von 17,50 bis 16,00 Mk., geringe von 15,80—14,60 Mk. Hafer per 100 kg guter von 15,40—14,00 Mk., mittlerer von 14,70—14,20 Mk., geringer von 14,00—13,60 Mk. Stroh, Richt- per 100 kg von 4,80—3,80 Mk. Heu per 100 kg von 6,60—3,60 Mk. Erbsen per 100 kg von 30,00 bis 22,00 Mk. Spetsebohnen, weiße per 100 kg von 40,00—20,00 Mk., Linsen ver 100 kg von 56,00—26,00 Mk. Kartoffeln per 100 kg von 7,50—4,80 Mk. Rindfleisch von der Keule per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Bauchfleisch per 1 kg von 1,40-1,00 Mk. Schweinefleisch per 1 kg von 1,80—1,20 Mk. Kalbfleisch per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Hammelfleisch per 1 kg von 1,60—1,20 Mk. Butter per 1 kg von 2,80—1,80 Mk. Eier per 60 Stück von 5,20—2,80 Mk. — Vorsicht beim Ankanf von Thomasmehl. Das Thomasmehl, welches als billiger Phosphorsäuredünger nur zu empfehlen ist, wird neuerdings häufig mit einem anderen Phosphat, „Redonda-Phosphat" genannt, vermischt oder wie die Speculanten es nennen, „angereichert". Wenngleich dieses Phosphat einen hohen Gehalt an Phosphor säure besitzt, so ist diese doch in unlöslicher Form vorhanden. Nebenbei enthält das Redonda-Phosphat große Mengen von Eisenoxyd und Thonerde, so daß auch ein Lösltchmachen der PhoSphorsäure mit Schwefelsäure nichts nützt, weil erstere sich sehr bald wieder mit der löslichen Phosphorsäure zu unlöslichen werth- losen Verbindungen vereinen. Man beziehe daher nur garanttrt reines unversetztes Thomasphosphatrnehl von Firmen, die als reell erprobt sind. Citeratur uM Kuttft. — Hebels StheinlLnbischer HanSfrennv 4891 (Preis 30 Pfg., Verlag von I. Lang in Tauberbischofsheim) liegt uns vor. Auch dieser Jahrgang des echten Hebelkalenders rechffertigt dm alten Ruf des vor 87 Jahren durch den allemannischen Dichter I. P. Hebel Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst- Samstag den 4. October: Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Schlosser. 18. Sonntag nach Trinitatis, 5. October: Vormittags 9V, Uhr: Pfarrer Schlosser. Feier des heiligen Abendmahls im Vormittags- ^""ÄndZ^tz uhr: Pfarrer Dingeldey- Nach den Gottesdiensten Collecte für die deutsche Jerusalem-Stiftung und für die deutsche evangelische Kirche 3U ^Kinderk?rche'Vormittags 11V< Uhr: Pfarrer Schlosser. Der Confirm andenunterrickt für die im Jahre 1891 zu confirmirenden Kinder unserer Gemeinde beginnt in nächster Woche. Es sollen sich versammeln die Gymnasiasten am Freitag den 10. October, Nachmittags 21/» Uhr im Gymnasium, die Stadt- schüler am lDonnerstag den 9. October, Vormittags 11 Uhr, im Schulhause auf Oswalds Berg Pfarrer Dingeldey. Die Realgymnasiasten und Realschüler am Montag den 6. October, Nachmittags 3 Uhr, in der Realschule. Pfarrer Dr‘ Mädchen aus allen Schulen am Dienstag den 7. October, Nachmittags 4 Uhr, in der Stadtkirche. Pfarrer Schlosser. Die Bibelstunden beginnen wieder in nächster Woche. Dieselben werden nicht wie im vorigen Winter und wie im Kirchen- Kalender verzeichnet ist, am Mittwoch, sondern wie in früheren Jahren am Montag gehalten werden, Abends 8 Uhr in der ^^^Die^erste sfbelflunbe findet statt am Montag den 6 October, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; in derselben wird zunächst behandelt der Brief des Jakobus. Pfarrer Dr. Naumann- Die Pfarrgefchäfte in der Woche vom 5. bis 11. October besorgt Pfarrer Schlosse^ Katholische Gemeinde. 19. Sonntag nach Pfingsten, 5. October: Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V-8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl Beichte; um W Uhr Austheilung der hl. Communion; um V»8 Uhr Frühmesse; um 0/4O Uhr Hochamt mit Predigt- Nachmittags um Vj3 Uhr Christenlehre und Andacht. Abends um 6 Uhr Rosenkranzandacht- Donnerstag und Freitag: Abends um 6 Uhr Rosenkranzandacht. _____________ Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, 4. Oc'kober. Freitag Abend 515 Uhr, Samstag Morgen 8“> Uhr, Samstag Mittag 4°° Uhr, Samstag Abend 618 Uhr. Mittwoch den 8. October, Abends 8'/r Uhr: IV. ordentl. Generalversammlung pro 1889/90 im Locate des Kerrn Kemr. Schnell. Tagesordnung: 1) Bericht über Gau und Verein, 2) Rechnungsablage, ^196 3) Vorstandswahl. Der Vorstand. Ermitttte SandmerKtrslhule des Gernerbvereins. Beginn des Winterftmesters 1890/91. I. Sonntags-Schule: am S. Oktober, Morgens um 8 Uhr. II. Tag-Schule: am 7» Oktober, Morgens um 8 Uhr. III. Abend-Schule: am 13 Oktober, Abends um V28 Uhr. Anmeldungen für die verschiedenen Abtheilungen nimmt der Hauptlehrer, Herr Aug. Hug, Sonntag den 5. October, Vormittags 8 Uhr, und Montag den 13. October, Abends 7 Uhr, im Schullocal am Asterweg entgegen. Nach dem 26. October können Anmeldungen für I und III nicht mehr angenommen werden. ____________________________8059 Schweizerische Rentenanstalt. Wir bringen hiermit zur Kenntmß, daß wir im besten Einvernehmen mit unserem bisherigen Herrn Vertreter nunmehr die Geveral-Agentur für die Provinz Heffen-Naffau, sowie für das GroHherzogthum Hessen dem Herrn Alfred Jonas hi Frankfurt a. M- Klapperfeldstraße Nr. 10, übertragen haben, der in dieser Stellung den Jncaffo der Prämien, die Auszahlung von Renten und Versicherungssummen, sowie den Abschluß neuer Versicherungsanträge besorgen wird. . [8199 Zürich, den 17. September 1890. Die Direction: C. Widmer. Bis zum 1 Beehr. 1890 1846 müssen meine siimmtlichen Iocalitiiten geräumt sein, da dieselben theils vermiethet, theils verkauft find. Möbel werden ?u jedem annehmbaren Preise abgegeben. ISrnst Lotz, 6552 Neustadt 11t Meine» Ausverkauf | in Kleiderstoffen | und Mänteln | mß dis illiilt ©doliet 6.1. fortsetzen., | A. Doeter, SeUnswez. I Pianos zy Monatliche Mietpreise: 3, 4, 5, 6 Mk. und höher. Freie Stimmung. Auf einzelne Tage ZU Hoftheeiten, Concerten, TanzuntorhAltunggg^Ä. 6, 7, p, y Mk und höher (einschliesslich der Transportkosten). 143 Wi$k.iliitiolph, Pianohandlung, Meuenweg 9. Vermietungen. 8193] Der II. Stock meines Hauses, 5 Zimmer mit Zubehör, neu hergerichtet, ist sofort zu vermieden. , Ehr. Zimmer, Bahnhofstraße 12. 8204] Grünbergeestratze IS schönes Mansardenlogis mit Wasserleitung oet? setzungshalber per 1. Noo. zu vermiethen. 68767" Der Parterre- «nd dritte Stock meines HanseS, Gonnenstratze Nr. 3, mit Wasserleitung und allem Zubehör- sofort zu vermiethen. _______________________L. Aeidel. Ö218] In meinem Nebenbau ist eine Wohnung von drei Zimmern, Küche, zwei kleinen Stübchen im oberen Stock u. Kammer incl. 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Katz, Asterweg 10. 8122] Möbl. Zimmer sofort zu vermiethen. Grünbergerstraße 29, 2. St. Mr EtuiLhrtg'Nreiwillige. Möblirte Zimmer zu vermiethen in 8145_____________Steins Garten. 8086] Fein möblirte Zimmer miHder ohne Cabinet zu vermiethen. _______Ludwigstraße 22 II. 8211] Ein schön möblirtes Zimmer vermiethen._________Schillerstraße 7 II. Mr Einjährige: Z gut möblirtes Zimmer zu vermiethen. 38 Schiffenbergerweg, _____________yis-h-vis Steins Garten. 8196] Zwei fein möbl. Zimmer vermiethet Carl Hryer, ________Wodestraße, Ecke der Ostanlage. 8191] Zwei elegant möblirte Zimmer, zusammen oder getrennt, zu vermiethen. Bleichstraße 4. Sonntag den S. Oktober: IV. grosses Preiskegeln (ein Regulator, ein Kleiderschrank, ein Spiegel). Es ladet ergebenst dazu ein [8194 Phil. Rühl, „zum Lahnstein". Zahnarzt Hoddes Marktplatz 21 7157 Sprechstunden: 9—12 u- 3—6 Uhr. 8189] Gesucht zum 1. November: LogiS von 4—5 Zimmern, wovon zwei etwas größer, womöglich in Garten. 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Nickel, Licherstraße 5- 8216] Lehrling für ein hiesiges feineres Detail-Geschäft gesucht- Selbgeschr. Off. unter Z. 25 postlagernd Glessen erbeten. MODES. GinezweitePutzarbeiterin auch als Verkäuferin, sucht Stellung auf gleich oder später- Schristl- Offerten unter M. 380 an die Exp. d- Bl- [8219 8213] Junge Leute finden Beschäftigung bei Friede» Habenicht, Kirchenplatz 5. 8129] Ern jüngeres Mädchen gesucht. Ludwigsplatz 5, Hinterhaus. 99” Hausbursche. MA 8215 Ein braver stadtkundiger Junge f. leichte Arbeit gesucht von G. Kleinhenn. Maurer und Handlanger finden Arbeit. 8207 Bausteller verlängerteGoethestratze. Maurermeister Schleenbecker. ■ rufS placirt schnell SieutersBurea«, W DreSden, Maxftraße 6- [8203 Tüchtige Eigarrerr^ machee werde« angenommen. Näheres in der Exped. d. Bl.________§210 TöchligeErdarheiler finden lohnende Beschäftigung bei der Wafferleitung in Oberursel» [8200 8012] GL« tüchtiger solider, mit der Branche bekannter Weisender in ein Colouial- waaren-Geschäft gesucht und schriftliche Offerten erbeten an die Gxped. dieses Blattes unter Z.___ Hausbursche von 16—18 Jahren gesucht. 8 78____________Chr» Wallenfels. Pferdeknecht auf sofort gesucht» 8057 August Schlesfinger. Schuhmacher» 8148] Guter Arbeiter gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 8149] Ein Junge, der das Schuh- machergeschäft erlernen will, gesucht- Näheres in der Exped. d. Bl-________ Ein tüchtiges gewandtes Mädche« für Küche und Haus gesucht von Frau Profefsor Birnbaum, 7880]___________Alicestraße 11 II. Ladenmädchen gesucht. In ein frequentes Colonialwaaren- ! Geschäft wird ein nicht mehr sehr junges Mädchen gesucht und schriftliche Offerten, nebst Angabe seitheriger Beschäftigung unter A an die Exped- d. Bl- erbeten. — Ein solches, das schon in ähnlicher Stellung gewesen, wird bevorzugt.[8 82 Gesucht mehrere tüchtige Mädchen sofort für hier und auswärts. Frau Schneider, [8166 Stelleuverm., Bad-Nauheim. „Windhof“. Sonntag den S. Oktober: [8208 ^Tanzmusik.^ 8214 Hinterbliebenen : Im Namen der Carl Müller. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 4 übr vom Sterbehause (Asterweg 50) aus statt. Freunden und Bekannten zur Nachricht, dass heute Morgen 5 Uhr meine Mutter Frau Louise Müller im 79. Lebensjahre verschieden ist. Giessen, den 3. October 1890. Zur Herbst-Saison bieten wir eine reichhaltige Auswahl hochfeiner Neuheiten in soliden Fabrikaten. Louis Treff & C^- 8109 Tachhandlung. 8209] Zimmer mit Cabinet sofort zu vermiethen. Wolkengasse 26. 82/2] Möbl Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Ederstraße 2 III (Nordanl) 8080] Ein Lade« miUWohr-uug und mehrere kleine Logis Asterweg 7 zu vermiethen- Näheres durch die Erped- d. Bl. zu erfahren. 8205] Lade« mit oder ohne Logis, auf Wunsch mit Lagerraum, sofort oder spater preiswürdig zu vermiethen- Näheres Westanlage 28 HI- Vermischte Anzeigen. 8190] Die Beleidigung gegen den Vorsteher Pfaff und seinen verstorbenen Bruder Johannes nehme ich hiermit als unwahr zurück und erkläre ich hierdurch öffentlich, daß ich die beiden nur als Ehrenmänner kenne. Kinzenbacher Mühle, 2 October 1890. Albert Mater«. H e ute: ~ 8198 Schellfische im „Rebffvck", Westanlage. GoUKSIKKicht V08 E. UZMSkWÄEhW, KMkgeschM MMMsntzer G^L-fÄ 3. October tSV0. SchluZLovri- 1 Lhr 15 Mi» 9100 94.30 8010 8230 4^ pCt. Reichscmlei^s 4 » Preu^. ConsolS 8Vi , , , 106.2^1 99 65 i 106 20 99.90 4 pCt. Ungar. Goldrente 5 Italiener Rente Oesterr. Silberrente'. Ruff. Orient ÖL DiSconto-Comm. 22900 Buschtherader 44150 Darmstädter Bank-Act. 1^290 Elbethal-Bahn-Act. 217 50 Dresdener Bank-Act. 154 40 Gotthard-Bahn-Act. 161.90 Berliner HandelSgef. Oesterr. Credit-Act. 171.90 278 37 Schweizer Nordost , West 149.00 99 80 Wiener Bankoereins.'Act. 108 87 Gelsenkirchmer 184.20 Oesterr. Staatsbahn 224 25 Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. 153 00 Lombard. Effenöahn 13670 Oestrrr. Alpin«Miontan 8960 Tandeuz: fest. Teleruchhisch« EmrrWE fett »erltoet »Sri« vo« 3. Oktober 1890. 174501 162.401 Bocknwer Sußstahlsetten 228 50 228-50 101.90 170.40 Oesterr. EtastSbuhnsÄLt? rs Dortmunder Union-Aktien DerEdter Bsntsctien : matt- iMactum: Ä. Scdrvsa. — uao toctluy der Drühk^scheu Dcuckcrri (Fr. Lhr. Pietsch) « Gieße» bd ..5(5^ An iInF'»1 A Wi-gen WN ber M« W "Tm" U, M Reiter und Bchr Gießen, am 4. L Großherzog Gesunde«: 1R mit Inhalt, 1 Dorstttki 1 Merkleidchen, 1 La band, 1 Packet lgez- W Zugelaufen: 1 Gießen, am 4. i Großherjogl politi Der BuRdrtzrath t Atzung nach Maus bt bie Tagesordnung dies« Doch waren die zu er • orbneter Matur unb nu über das Aersahren vor vMitätsverßcherungsgei detr. das Gesetz wegen Krankenversicherung der Davon den preuß Faldaer Conserenz bei« W ist nunmehr zu S ^-he Kundgebung bchch ^irachtungen, denen s dn Rialen Fraze qe *6en. Strter tiör M ben Einfluß bt «Ehrlicher Wkise u„ bet S"f»««erbe5@;59- s°"'- Don £ bereit XXa-erS SSZS! nrf,? *6 «f bit fi* bejeii d°?° 7 l“6it a 18 ä: Budget für des k ,aui> in Ä. "Mor H > ^5 r», tTh.'