„Nettes Benehmen von Soldaten gegen junge Damen," rief er. „Gott sei Dank, daß ich Sie treffe, mein Herr, ich kann Ihnen dech nun wenigstens Ihr Eigenthum zurückerstatten!" entgegnete ich, auf ihn zutretend. „Sie warfen mir neulich ein Visitenkartentäschchen mit einer Photographie in Kreuzdorf aus dem Coupe zu, ich werde es Ihnen noch heute übergeben." „Potztausend!" rief der alte Herr sichtlich erfreut, „sind Sie mein Helfer aus der Noth? Wahrhaftig, hätte Sie fast gar nicht in der Uniform wieder erkannt." Wir machten uns bekannt und ich erfuhr, daß er der Gutsbesitzer Wolf sei, der mit Frau und Tochter einige Tage bereits hier im Bade verweilte- er stellte mich dell jungen Damen vor und Fräulein Ilse meinte: „Ja, Papa, war sehr in Sorge, wo mein Bild geblieben und wi^ er nun Ihren Namen erfahren könne." Als wir nach dem Schießstande abmarschirten, mußte ich versprechen, den Abend in Jlgenburg zuzubringen. Bald war ich ein gern gesehener Gast im Wols'schen Hause und einige Tage vor meiner Entlassung erhielt ich aus Ilses Händen das Vlsitenkartentäschchen mit ihrem Bilde wieder zurück mit der Versicherung, daß auch das Original mein sein werde für immer." „Bist ein Glückspilz," meinte Stumpf, „wenn mir nur auch einmal solche fünf Minuten Aufenthalt würden." Junges Mädchen: „Ich möchte mich zum Verheirathen anmelden." — Schreiber: „Haben Sie denn Ihren Taufschein?" — Mädchen: „Nein." — Schreiber: „Komm mit Deinem Scheine, süßes Engels bild!" * Mutter: „Aber, Else, mit dem Hute aus dem Kopfe willst Du zu Bette gehen?" — Else: „Gewiß, Mama, wenn ich dann morgen aufstehe, habe ich mir die schönste neue Hutsatzvn herausgedrückt." “ deshalb Nm s verlaufe Vaaren 5488 töger. Holl der innljafttr Mit w a mderremmmkteßm •t Sroßbra««- it eitter geeigneten •Midjleit ben Ser- tiereä für Gießen Umgegend zu über- I ater M. S. U an! n bi. $1. erbeten. [jeher Theil- Verluste sagt oAbftett iucbt Arbeit- LolkMsse Nr. 2b- necM lM' Loldrentr L »ft «9 60 9480 7780 7300 A.S0 1Z920 40 50 167.10 145 00 8560 201'5 1890 Freitag den 4. Juli Nr. 152. Meßmer Anzeig er Kenerat-Mnzeiger Redaktion, Expedittrv und Druckerei: KchulstrateZlr.H. Fernsprecher 51. Vierteljähriger AvonnementspreiKS 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener MamtttenötLtter »erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigclegt. Der Oießenrr Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- Montags. Amts- «nd Anzrigeblatt ffit den Hwii Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. . III—II Hill HIIHII1 IIMHII—Hihi1 I IUI il TTir i ■ inW,Ut.l BaBMMMiHI 11 i ^TW HraiisKeikage: Hkßener Iamilienökatter. I, w— — M. ■.». ' ."Ul J i Alle Annoncen-Burcaux deS In« und AuSlaredeS nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. —WM—————————WM——kj- Anrttichrv Theil. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach § 12 des Regulativs vom 26. Februar 1875 der Provinzialausfchuß während der Zeit vom 21. Juli bis 1. September Ferien hält. Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen. Auf den Lauf der gesetzlichen Fristen sind dieselben ohne Einfluß. Gießen, den 3. Juli 1890. Der Provinzial-Ausschuß der Provinz Oöerheffen. v. Gagern, Provinzial-Director. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach § 10 des Regulativs vom 26. Februar 1875 der Kreisausschuß während der Zeit vom 21. Juli bis 1. September Ferien hält. Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen, dagegen wird der Lauf der gesetzlichen Fristen dadurch nicht unterbrochen. Gießen, den 3, Juli 1890. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, die Maul- und Klauenseuche zu Bettenhausen betreffend. Nachdem zu Bettenhausen unter den Viehbeständen des Georg Kammer, Konr. Adam Fritz, Johs. SteulHI. und Joh. G g. Steul der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden ist, verfügen wir neben der Sperre der verseuchten Gehöfte die Sperre der Gemarkung Bettenhausen. Es gelten hiernach für die vorangeführten Besitzer die Bestimmungen unter I und für die Gemarkung Bettenhausen diejenigen unter II unseres Ausschreibens vom 24. Juni l. I. — Kreisblatt Nr. 146. — Die Bestimmung unter III tritt für die Gemeinden Bellersheim, Birklar und Muschenheim in Kraft. Gießen, den 2. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. politische Uebevsicht. Gießen, 3. Juli. Kaiser Wilhelm ist an der Spitze des deutschen. Geschwaders in den Nachmittagsstunden des 1. Juli in Christiania eingetroffen und bat der erlauchte Monarch in der Hauptstadt Norwegens eineiA außerordentlich festlichen und begeisterten Empfang gefunden. Bereits einige Meilen vor Christiania wurde das kaiserliche Geschwader von einer Abtheilung der norwegischen Flotte und etwa 50 Lustdampfern eingeholt und nach dem Häfen geleitet, woselbst Hunderte von Kuttern und Booten Spalier für die deutsche Flotille bildeten. Kanonendonner und Militärmusik begrüßte dieselbe. Noch an Bord der „Hohenzollern" sah sich Kaiser Wilhelm vom König Oscar begrüßt, worauf der schwedisch-norwegische Herrscher sich wieder an Land begab, um hier seinen kaiserlichen Gast officiell zu empfangen. Dieser officielle Empfang ging nach erfolgter Landung des Kaisers in dem am Landungsorte „Pipervigs- bryggen" erbauten Pavillon vor sich, wo auch der Bürgermeister und der Bischof von Christiania, der Commandant, die städtischen Behörden, die höheren Hofbeamten u. s. w. versammelt waren. Im offenen Wagen begaben sich nun die beiden Majestäten, gefolgt vom Prinzen Heinrich von Preußen, dem Herzog von Mecklenburg und dem Prinzen Eugen von Schweden, durch die herrlich geschmückten Einzugsstraßen und fortgesetzt vom Jubel der dichtgedrängten Volksmassen umbraust nach dem Schlöffe. Hier fand die Begrüßung des Kaisers durch die Königin statt, ferner waren daselbst die Präsidenten der parlamentarischen Körperschaften, die Vertreter der Negierung, die Mitglieder des höchsten Gerichts und die Herren vom persönlichen Dienst anwesend. Abends war im Schlosse Familientafel. — Alle Blätter Christianias widmen dem deutschen Kaiser enthusiastische Begrüßungsartikel und feiern in denselben überwiegend den ofsiciellen Besuch des Kaisers in Norwegen als ein Ereigniß von historischer und politischer Bedeutung. Die in voriger Woche begonnenen Landtagswahlcn in Oesterreich-Schlesien, Mähren und Steiermark haben in dieser Woche ihr Ende erreicht. Es ist bei denselben den Deutschliberalen gelungen, im Allgemeinen ihren bisherigen parlamentarischen Besitzstand in den genannten Kronländern gegenüber den theils von den Czechen und Slovenen ausgegangenen Angriffen zu wahren. Allerdings gingen den Deutschen bei den Wahlen in den schlesischen Landgemeinden zwei Sitze verloren, doch haben sie diesen Verlust dadurch wieder vollauf wettgemacht, daß sie bei den Landtagswahlen in den mährischen Städtebezirken und Handelskammern drei neue Mandate gewannen. Das hervorstechendste Characteristicum dieser gekämmten Wahlen bleibt jedenfalls der Sieg der neugegründellu jungczechischen Bauernpartei in Mähren über die dortigen Altczechen, welche an die Jungczechen sechs Sitze verloren. In Hinblick auf die im nächsten Jahre bevorstehenden allgemeinen Reichsraths-Neuwahlen verdient dieser abermalige Erfolg des radicalen Elements unter den Czechen volle Beachtung. Die zwischen Frankreich und England wegen des englischen Protectorats über Zanzibar eingeleiteten Verhandlungen lassen dem Vernehmen nach ein befriedigendes Ergebniß erwarten, da auf beiden Seiten der beste Wille zu einer Verständigung vorhanden ist. Die Verhandlungen betreffen hauptsächlich die Frage, ob der englisch-französische Vertrag vom Jahre 1862 über die Unabhängigkeit des Sultans von Zanzibar durch die Beschlüsse der Berliner Congo-Conferrnz völkerrechtlich hinfällig geworden sei. Außerdem beziehen sich die zwischen London und Paris schwebenden diplomatischen Erörterungen auf die Frage, ob sich England und Frankreich durch den erwähnten Vertrag nur einen gewaltsamen Angriff auf die Unabhängigkeit des Sultans von Zanzibar gegenseitig untersagen wollten oder zugleich auch jedes gütliche Abkommen mit dem Sultan über zeitweilige oder dauernde Uebertragung seiner Hoheitsrechte. Schließlich sollen sich die Verhandlungen auch auf die Untersuchung der Frage erstrecken, ob das Berliner Protocoll auf die Jnselherrschaft Zanzibar anwendbar sei. — Wie man sieht, betreffen die französisch-englischen Verhandlungen über Zanzibar Punkte, die noch einer völligen Klarlegung bedürfen, zweifellos wird indessen hierüber eine Verständigung erzielt werden, denn wollte Frankreich den Engländern in der Zanzibarfrage ernstliche Schwierigkeiten bereiten, so würde es vermuthlich ganz anders auftreten. Deutscher Reichstag. 32. Plenarsitzung. Mittwoch, 2. Zuli 1890, 10 Uhr. Die Vorlage, betreffend die Consulargerichtsbarkeit in Samoa, wird in dritter Lesung debattenlos angenommen. Ueber den Antrag der verbündeten Regierungen, betr. die Errichtung eines Nationaldenkmals für Kaiser Wilhelm I., referirt Abg. Freiherr v. Unruhe-Bomst (Reichsp.). Er empfiehlt den Antrag der Commission zur Annahme: Die Entscheidung 1. über den Platz, 2. über die Gestaltung des Standbildes und 3. über die Art des vom Reichskanzler auszuschreibenden Wettbewerbs, wird der Entschließung Seiner Majestät des Kaisers anheimgegeben. — Der Commissionsantrag wird ohne weitere Debatte an- Feuilleton. Fünf Minuten Aufenthalt. Von Alexander von Degen. (Schluß.) Nach zweistündiger Fahrt langte ich in R. an und begab mich sofort nach der Jnfanteriekaserne, wo ich der elften Compagnie überwiesen iwb sofort eingekleidet wurde. Ein Gefreiter, Wohlgemuth mit Namen, führte mich zu diesem Zwecke auf die Compagniekammer, woselbst mich der Kammerunterosfizier Tobe mit brummiger Miene empfing. „Der Reservegesreite soll bessere Sachen haben!" sagte Wohlgemuth. „Das glaube ich!" schalt Tobe, „für die Kerls möchte man immer etwas Besonderes haben." Er griff in einen Stoß Röcke und reichte mir einen ziemlich himmelblauen mit den Worten: „Da, der ist gut genug für Sie!" Ein etwas fadenscheiniges Beinkleid folgte, eine verschossene Mütze, Seitengewehr und Leibriemen. „Die anderen Sachen muß ich erst heraussuchen, schicken Sie nur in einer halben Stunde Ihren Putzer her." Ich war entlassen und so glücklich, bald in der Nähe der Kaserne eine mir zusagende Wohnung zu finden, in welcher nach einiger Zeit mein Putzkamerad Hornist Tüller mit den übrigen Montirungsstücken anlangte. Die nächsten vierzehn Tage vergingen mir aus dem Exercierplatze wie im Fluge. Von der Stadt und ihrer nächsten Umgebung hatte ich so gut wie nichts gesehen, denn nach dem anstrengenden Dienste war man froh, wenn man Abends zu Hause bleiben konnte. „Na, morgen gehts Schießen los!" meinte Hornist Tüller eines Abends, als er meine Kleidungsstücke reinigte. „Dann ist doch wenigstens mal etwas Abwechselung," entgegnete ich. «a— „Ja, wenn der Weg nur nicht so weit wäre, wir müssen fast zwei Stunden bis zu den Schießständen marschiren." „Recht angenehm," dachte ich. Tüller hatte nicht zu viel gesagt. Es war am andern Morgen ein anstrengender Marsch auf der Chaussee nach den Schießständen hinaus, und ich war froh, als wir an dem Gasthof des Dorfes und Bades Jlgenburg ein Viertelstündchen rasten dursten. Wir waren recht bestaubt und mancher Schweißtropfen rann über die sonnenverbrannten Gesichter. Ich saß bei einem Glase Bier unter einer schattigen Linde, als mich der Ausruf eines Soldaten: „Seht mal, sind das nicht hübsche Mädchen!" ausblicken und der Richtung folgen ließ, nach welcher der Soldat zeigte. Dort kamen durch den schattigen Badepark, der unmittelbar an das Wirthshaus stieß, vier junge Mädchen in Hellen Sommergewändern auf uns zu. Die eine der Damen, eine schlanke Blondine, kam mir recht bekannt vor. Wo nur hatte ich die Dame bereits gesehen? Ich grübelte und grübelte, die Gesellschaft kam immer näher. Jetzt ging es wie ein Blitz durch meine Seele, das war die junge Dame, deren Wld ich auf so eigenthüm- liche Weise erhalten hatte. Ich sprang vom Tisch auf, trat zu den Damen, die jetzt in unmittelbarer Nähe waren, und sagte: „Gestatten die Damen, mich Ihnen bekannt zu machen, Referendar Heyne!" Die Damen sahen mich verwundert an. Die schlanke Blondine zuckte die Achseln und meinte: „Kommt schnell ins Haus, daß wir nicht weiter von diesen Soldaten belästigt werden!" Die Soldaten lachten, während ich stotterte: „Aber, mein gnädigstes Fräulein — ich besitze Ihr — Bild." Die Dame sah mich verwundert an und schien etwas entgegnen zu wollen, als in diesem Augenblick mein Reisebegleiter aus der Thür des Gasthofes trat. genommen gegen die Stimmen des Abg. Richter und einiger seiner Freunde, sowie der Socialdemokraten. Die Etatsübersicht pro 1888—89 wird debattelos in dritter Lesung den Anträgen der Rechnungs-Commission gemäß erledigt. Es folgt die dritte Berathung des Nachtragsetats, betr. die Militärforderungen (65 Millionen). Die Vorlage wird mit einem formellen Anträge v. Huene-Fritgen (Ctr.), wonach die Ausgabe von etwa 12 Millionen zur Ausbildung der Infanteristen und Jäger des Beurlaubtenstandes mit dem neuen Gewehr aus dem außerordentlichen in den ordentlichen Etat eingestellt werden, ohne wesentliche Debatte angenommen, schließlich auch in der Gesammtabstimmung die Vorlage bewilligt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Staatssecretär v. Boetticher verliest die Allerhöchste Verordnung, durch welche der Reichstag bis zum 18. November vertagt wird. Der Präsident wird ermächtigt, die nächste Sitzung anzuberaumen und die Tagesordnung festzusetzen. — Mit dreimaligem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser schließt die Sitzung um 11 Uhr 5 Minuten. De«t-che» Ueicy. Berlin, 2. Juli. Das nahe bevorstehende Erlöschen des Socialistengesetzes kündigt sich bereits an. Am 30. Juni ist in Leipzig der sogenannte kleine Belagerungszustand zu Ende gegangen, der seit 1881 alljährlich erneuert wurde. Eine Erneuerung für das noch lausende Vierteljahr des Bestandes des Socialistengesetzes war nicht beantragt worden. Es wird sonach für zahlreiche Ausgewiesene fortan die Rückkehr gestattet sein. Von irgendwelchem Ersatz für das Socialistengesetz kann jetzt, nachdem der Reichstag bis in den November vertagt ist, vor Ablauf dieses Gesetzes nicht mehr die Rede fein; vom 1. October an werden sich die Regierungen lediglich auf die Abwehrwaffen des gemeinen Rechts angewiesen sehen. Man muß jetzt die practische Probe machen, inwieweit man damit ausreicht. Nerrefte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Lauterberg am Harz, 2. Juli. Reichscommissar Wi ß- mann ist gestern hier eingetroffen und von der Einwohnerschaft herzlich begrüßt worden. Straßburg, 2. Juni. Zwei deutsche Forstbeamte ertappten am 28. Juni im Waldbezirke Voyement bei Saales vier französische Holzdiebe, die mehrere Bäume angesägt hatten- sie versuchten, den Dieben den Weg zu^ verlegen. Diese, unter denen einer von deutscher Seite gerichtlich verfolgt wird, flohen der Grenze zu. Einer, Namens Claude aus Houssot, als Holzdieb bekannt, drehte sich gegen die Forstbeamten um. Der Förster Hipp schoß aus weiter Entfernung mit dünnem Schrot, dann aus der Nähe. Claude wurde leicht verletzt, floh mit dem Genossen über die Grenze und beschimpfte die Forstleute. Eine genaue Untersuchung ist eingeleitet. Leeds, 2. Juli. Die durch den Strike der Gasarbeiter veranlaßte Heranziehung fremder Arbeitskräfte hat ernste Ruhestörungen hervorgerufen. Die Strikenden griffen die fremden Arbeiter an, ebenso die Schutzleute und Militärabtheilungen, welche die fremden Arbeiter nach der Gasanstalt geleiteten. Bei einem Handgemenge gab es aus beiden Seiten zahlreiche Verwundungen. Infolge des Gasmangels herrschte gestern Abend völlige Finsterniß. Leeds, 2. Juli. Die Mehrzahl fremder Arbeiter hat die Stadt verlassen. Die heutige Conferenz zwischen den feiernden Arbeitern und dem Vorstand der Gasgesellschast -verlief resultatlos. Christiania, 2. Juni. Der Deutsche Kaiser wurde zum Ehrenadmiral der norwegischen Marine ernannt. Prinz Eugen erhielt den Schwarzen Adlerorden. — Der Kaiser und der König begaben sich Vormittags nach Frognersätteren und dejeunirten in einem mit deutschen und norwegischen Fahnen geschmückten Zelte. Alsdann suhren sie auf dem neu angelegten Wege nach Holmen- kollen, welcher den Namen „Kaiser Wilhelms Vei" erhielt, und kehrten sodann nach dem Schlöffe zurück. Christiania, 2. Juli. Bei dem Dejeuner in Frognersätteren erwiderte der Kaiser auf die Begrüßung des Stadtvorstandes, er danke den Bürgern Christianias für die schöne Begrüßung. Schon gestern freundlichst empfangen, wosür er innigst danke, habe man heute die Aufmerksamkeit hinzu- gesügt und hier im schönen Norden einer Straße seinen Namen beigelegt. Mit des Königs Genehmigung bewillige er die gewählte Bezeichnung und hoffe, daß noch in fernster Zukunft viele deutsche Landeskinder diesen Weg wq.ndeln möchten. Er trinke auf das Wohl der Stadt und der Bürger. Christiania, 2. Juli. Bei der heute Abend im Königsschlosse stattgesundenen Galatasel hob der König in seinem Toast auf den Kaiser hervor, daß der Kaiser nicht zum ersten Male Scandinavien ausgesucht habe; schon im Vorjahre habe er die Westküste und die Ostküste des Landes besahren und dadurch die Werthschätzung der Naturschönheiten Norwegens und Schwedens bewiesen. Das norwegische Volk habe in diesen Tagen den Gefühlen Ausdruck gegeben, welche es für den Kaiser und-auch für Deutschland beseelt. Der Kaiser dankte für die Ausnahme in der Hauptstadt. In seiner Jugendzeit sei er nicht gereist, so wolle er jetzt als Kaiser sich durch Reisen ausbilden und als Herrscher j)ie Nachbarn kennen lernen; dieses Land habe er aus Liebe zu dem kernigen Volke ausgesucht, das durch steten Kamps sich durchgearbeitet habe zu einem Volke voll Mannestreue und Königstreue, die auch den Germanen eigen seien. Er sei überzeugt, daß das Volk in Zeiten der Gefahr für den König einstehen werde, er fordere auf, auf das Wohl des Königs zu trinken. Budapest, 2. Juli. Dem „Nemzet" zufolge schloß Fejer- vary heute mit der Waffenfabrik Steyr einen Vertrag wegen Lieferung von Gewehren ab, deren wegen der Vertrag mit der ungarischen Waffenfabrik aufgelöst wurde. Die Lieferung von 80,000 Gewehren bis Ende März 1891 ist sichergestellt- wegen der Lieferung weiterer 75,000 Gewehre behielt sich der Minister eine Frist von zwei Monaten zur Option vor. Die ungarische Waffenfabrik wird an eiGm Theile der der Option vorbehaltenen Lieferung participiren können, wenn sie inzwischen ihre thatsächliche Lieferungsfähig- feit nachweist. Paris, 2. Juli. Die Textil-Commission des höheren Handelsraths sprach sich für den Seid en zoll aus. Die Plenarsitzung des Handelsraths hat für den gegenwärtigen Kohlenzoll gestimmt. Madrid, 2. Juli, Nach den letzten Nachrichten sind in Gandia vier, in Real de Gandia drei, in Montichelvo eine Erkrankung an Cholera vorgekommen. Cocate# «ttv Provinzielle». Gießen, 3. Juli. — Diejenigen, welche zu dem zehnten Bundesschießen nach Berlin fahren, seien darauf aufmerksam gemacht, daß dort seit Jahresfrist ein landsmannschaftlicher Verein der Hessen besteht. Derselbe versammelt sich an jedem Freitag um 9 Uhr Abends in dem Linden-Hotel (Unter den Linden, Kleine Kirchgasse 2/3). Landsleute find als Gäste stets willkommen. — Ueber den „Fechter von Ravenna", Är am nächsten Freitag eben 4. Juli, Abends 6x/2 Uhr, in der städtischen Turnhalle durch Frl. Natalie Köhler zum Vortrag kommt, berichtet der „Rhein. Curier" in Wiesbaden wie folgt: In der Aula der städtischen Realschule sand gestern Abend der angekündigte Vortrag der Recitatorin Frl. Natalie Köhler statt, die durch ihre wirkungsvolle Interpretation der Meisterdramen des Sophokles in den kunstsinnigen Kreisen unserer Stadt bereits vortheilhaft bekannt geworden ist. Diesmal wurde der vorwiegend aus Damen bestehenden Hörerschaar von Seiten der für ihre Kunst begeisterten Recitatorin keine altgriechische Tragödie, sondern ein deutsches Trauerspiel, Halms bei seinem Erscheinen mit rauschendem Beifall aufgenommener, jetzt etwas in Vergessenheit geratener „Fechter von Ravenna" vorgeführt. Daß dieser Wechsel im Programm kein unglücklicher Gedanke war, bewies der stürmische Applaus der Zuhörer am Schluffe der P/2 stündigen Reci- tation, bei welcher Frl. Köhler wieder eine bewunderungswürdige Kraft des Gedächtnisses, lebendige und auch bei den leidenschaftlichsten Stellen maßvolle Diction und tiefes Ver- ständniß der Grundgedanken der Dichtung bekundete. Besonders gelungen erschien die Wiedergabe der Caligula des Wütherichs auf dem römischen Kaiserthrone, und der unglücklichen Cheruskerfürstin Thusnelda. Die Vorführung der großen Scene am Lager ihres zum Römer gewordenen Sohnes, des Fechters von Ravenna, war von echtem dranatischen Leben erfüllt. — Wie aus dem Jnscratentheile ersichtlich, haben die Festwirthe des 18. Lahuthal-Simgersestes für nächsten Sonntag den 6. Juli eine Nachfeier arrangirt, bestehend in Concert der Bockenheimer Husaren - Capelle, Volksbelustigung und Tanzvergnügen. Ein Musik-Pavillon wird auf der Mitte des Festplatzes errichtet werden. — Die Capelle unseres 1. Großh. Hess. Inf.- (Leibgarde-) Regts. Nr. 115 aus Darmstadt beabsichtigt auf der Durchreise nach Hamburg — wohin dieselbe nach den vorjährigen großen Erfolgen abermals berusen ist — hier ein einziges Concert zu veranstalten. Der Recensent des Darmstädter Hoftheaters äußerte sich über die Concerte der Capelle wie folgt: „In der gegenwärtigen sang- und klanglosen Jahreszeit bilden die Donnerstags-Concerte der Capelle Hilge^n den reizenden Gartenanlagen des Saalbaues den Mittelpunkt unseres öffentlichen Musiklebens. Nicht nur die Reichhaltigkeit und Gediegenheit des gestrigen Programms war es, die Herrn Hilge als Musiker von Geschmack erscheinen ließ, sondern der wahrhaft künstlerische Schliff, welcher in der Ausführung der schwierigsten Werke von Beethoven, Wagner und Mendelssohn zu Tage trat und der Leistungsfähigkeit der unter feiner tüchtigen Leitung stehenden Corporation das rühmendste Zeugniß ausstellte. So übte denn auch die absolute Reinheit der Blechinstrumente in dem zweiten Satze der C-moll- Sinfonie von Beethoven und in dem Bruchstück aus Wagners „Parsifal" eine geradezu überraschende Wirkung, aber in noch höherem Maße gelangte dieser große Vorzug in der zweiten Abtheilung, die aus Werken von Mendelssohn für Streichorchester bestand, zur Geltung. Die Wiedergabe der Ouvertüre „Meeresstille" würde manchem ständigen Orchester, das unter weit größeren Pretensionen auftritt, zur Ehre gereicht haben! Mag man sich auch darüber ärgern, daß zuweilen ein unvorsichtiger Kellner Klänge mit denen des Orchesters mischt, welche nicht in der Partitur stehen oder daß die Unterhaltung der Anwesenden im Saal vielfach zu lebhaft gepflogen wird, gerade in dem populäret^lnstrich dieser Concerte, in der Geringfügigkeit der SumnM um die man sich wirklich ganz hervorragende Genüsse erkaufen kann, besteht deren größter Vorzug und seien dieselben denn auch jedem musikbedürftigen Ohr auf das Wärmste empfohlen." — Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Todt- geborenen, betrug in der Woche vom 15. bis 21. Juni in Mainz mit Castel 46, in Darmstadt 20, in Offenbach 13, in Worms 14 und in Gießen 10, zusammen 103, darunter 34 im ersten Lebensjahre. — Die To desursache anlangend, verstorben an Rachenbräune 7 (Mainz 3, Darmstadt 2, Offenbach und Worms je 1), an Halsbräune 1 (Mainz), an Keuchhusten 2 (Mainz), an Unterleibstyphus 1 (Mainz), an Diarrhoe und Brechdurchfall 14 (Mainz 8, Worms 3, Darmstadt 2, Offenbach 1), an Lungenschwindsucht 9 (Mainz 4, Darmstadt und Offenbach je 2, Gießen 1), an entzündl. Krankheiten der Athmungsorgane, einschl. Influenza 12 (Darmstadt 4, Mainz 3, Offenbach und Gießen je 2, Worms 1), an Gehirnapoplexie 6 (Mainz 3, Offenbach 2, Worms 1), gewaltsamen Tod 2 Personen (je 1 in Mainz und Gießen). U. Schotten, 1. Juli. Das achtzehnte Turnfest des Gaues Hessen wird bekanntlich am 19., 20. und 21. Juli hier abgehalten. Die Vorarbeiten Seitens der einzelnen Ausschüsse lassen auf ein gutes Gelingen des Festes schließen. Nach der soeben veröffentlichten Fest-Ordnung findet am Samstag, den 19. Juli Empfang der Vereinsvertreter, Turntag in der Turnhalle, Sitzung des Kampfgerichts und Fest-Commers in der Turnhalle statt. Sonntag, den 20. Juli: Weckruf, Empfang der ankommenden Turnvereine, Einzug derselben in die Stadt- Nachmittags Festzug. Au demselben nehmen folgende Turnvereine Theil: Alsfeld, Amöneburg, Anspach, Bad-Nauheim, Biedenkopf, Butzbach, Büdingen, Frankenberg, Gemünden a. Wohra, Gießen (Männer-Turnverein), Gießen (Turnverein), Hungen, Kirchhain, Klein-Linden, Krofdorf, Laasphe, Laubach, Lauterbach, Lich, Lollar, Marburger Turnverein, Marburger Academ. Turnverein, Marburger Hasso-Guestphalia, Marburger Philip- pina, Marburger Turngemeinde, Neustadt, Nidda, Ortenberg, Pfaffenwiesbach, Rodheim a. d. Bieber, Schlitz, Usingen, Wetzlar, Wieseck, Wölfersheim, Turnvereine anderer Gaue. Nach der Begrüßungs- und Festrede: Ordnungs- und Freiübungen, Wett-Turnen, Concert; später Tanz. Abends: Preisvertheilung, Feuerwerk. Montag, den 21. Jult: Weckruf, Turnen der Musterriegen, Früh-Concert; Nachmittags: Festzug wie am Tag vorher, Mittheilung des Ergebnisses des Musterriegenturnens - Kürturnen, Concert, Tanz und Volksbelustigung. Dienstag, den 22. Juli: Ausflug nach dem Hoherodskopf. Friedberg, I.Juli. Unsere Stadtkirche hat einen neuen Schmuck erhalten. Die seit Jahren zerbrochenen Fenster in der sogenannten Sacristei sind durch die Glasmalerei des Architecten Linnemann in Frankfurt a. M. vollständig wiederhergestellt worden. Die Malerei ist nach unserem Ermessen eine sehr schöne. Besondere Aufmerksamkeit erregt das breite große Fenster. Der Säemann im oberen Raume des Maßwerks mit der auffliegenden Lerche, die Teppichbeete in den unteren Theilen des Fensters werden gewiß jeden Besucher des stillen Raumes erfreuen. O. A. □ Vom Vogelsberg, 2. Juli. Es ist bezeichnend für die jetzige abnorme Sommerwitterung, daß man gestern, am 1. Juli, Feuer in die Oefen machte, um der naß-kalten Witterung zu begegnen. Daß die Heuernte unter dem tagtäglichen Regenwetter sehr Noth leidet, haben wir bereits berichtet. Unberegnetes Heu kommt eben in diesem Sommer nicht in die Scheune. Behält die Bauernregel Recht, welche vom Heutigen besagt: Wie das Wetter auf Maria Heimsuchung, so bleibt es 4 Wochen danach, dann sehen wir einem Sommer entgegen, auf den die Stoßseufzer des „Lahrer Hinkenden" vom Lenz von 1869 nicht unzutreffend wären, welche mit der Strophe beginnen: Ach, was war das für ein Lenze achtzehnhundertsechszigneun! — Eisbezapfte Blüthen- kränze, — Regen und kein Sonnenschein! O Altwiedermus, 2. Juli. Die geodätischen Beobachtungen, welche auf dem Thurme der Ronneburg vorgenommen wurden, haben sich kürzlich wiederholt und es wurde nach dem Hahnenkamm im Spessart operirt. Gegenwärtig wird eine Mauer in der Ronneburg wieder hergestellt, weil ein Stück ausgebrochen war und befürchtet werden konnte, die ganze Mauer möchte nachstürzen. Beim Aufräumen des ausgebrochenen Stückes fand man ein menschliches Scelett darunter. In früheren Jahrhunderten war der Aberglaube verbreitet, eine Burg sei uneinnehmbar, wenn ein Mensch in die Befestigungsmauer eingeschlossen würde. Da sich nicht gut annehmen läßt, daß ein Mensch zufällig einen so seltsamen Begräbnißplatz erhalten habe, liegt der Gedanke nicht ferne, der hierher Begrabene wäre möglicherweise das Opfer jenes Aberglaubens geworden. vermischt«-. * Darmstadt, 2. Juli. „Nur" etwas über 60 Candidaten hatten sich zu dem gestern und vorgestern stattfindenden Finanzexamen zweiter Kategorie gemeldet. Die seither benutzten Räume reichten natürlich für diese Anzahl nicht aus, weshalb man den Gartensaal des „Darmstädter Hofs" auf zwei Tage miethete. Fällt das Examen nur einigermaßen günstig aus, so wird auch in Zukunft an Pfandmeistern kein Mangel sein. * Em saurer Tod. Der Maurergehilfe Johann Pracher- storfer in Nußbach (Oesterreich) begab sich Sonntag Abend in den Keller, entkleidete sich bis auf das Hemd, bezeichnete den Essigbottich mit fff und I. P. und legte sich dann in denselben, wo er ertrank. Anderen Morgens wurde er tobt aus dem Bottich gezogen. Land« ttnd 2>olf»ti»trtb)cbaft AuS Oderhefferr, 2. Juli. Das Aufstutzen von Pferden und Vieh aller Art, von Getreide und Sämereien u. dgl. m., um diesen Erzeugnissen der Landwtrthschaft ein besseres Aussehen und dadurch einen höheren Preis zu verschaffen, ist eine bekannte Thatsache. Aber neu dürfte es für Viele fein, daß man auch alte Kartoffeln in so geschickter Weise zu verjüngen vermag, daß sie sich wenig von den neuen unterscheiden. Es geschieht in folgender Weise: Die alten Kartoffeln werden von den Augenaustriebe« befreit und längere Zeit ins Wasser gelegt. Das Wasser dringt in die runzelige Schale und diese wird nach und nach glatt und straff, wie bet einer neueh Kartoffel. Nun nimmt der Fälscher eine Wurzelbürste und bürstet die glatthäuttgen Kartoffeln, wodurch sich die Kartoffelschale zum Theil absplittert. Dadurch erhält die alte Kartoffel das Ansehen einer neuen und wer nicht vorsichtig ist, fällt „hinein". — Die Kartoffeln aus 1889 zeichnen sich durch viel Stärkemehl aus, haben sich bis jetzt gut gehalten und eignen sich daher sehr gut für die Fälschung. Einsender glaubt daher den verehrlichen Hausfrauen einen Dienst zu leisten, wenn er auf diese neueste Kartoffelverjüngungsmethode aufmerksam macht. )(Saure Kirschen einzrrmacherr. Eine neue, ganz vortreffliche und bisher als bewahrtes Famillengeheimniß gewiß nur sehr Wenigen bekannte Art, saure Kirschen einzumachen, ist folgende: In ein ganz neues eichenes Fäßchen thut man lagenweise mit der nöthigen Quantität von feingestoßenem Zucker und Gewürzen vermischt, die einzumachenden Kirschen, welche man zuvor trocken abgewischt, und von denen man, wie gewöhnlich, die Hälfte der Stiele mit einer scharfen Scheere abgeschnitten hat. Die beste hierzu zu wählende Sorte sind die großen schwarzen sauren Kirschen, unter dem Namen der „doppelten Ratte" bekannt. Indem man die Kirschen einzeln in das Fäßchen legt, versetzt man jeder mit einer Nadel 3—4 Stiche, jedoch nicht zu tief. Wenn das Fäßchen gefüllt ist, verschließt man es luftdicht, verpicht außerdem die Ritze der Dauben und läßt es so im Keller einige Zeit unberübrt stehen, wenigstens 2—3 Wochen. Der Saft, welcher durch die Nadelstiche aus den Kirschen fließt, löst den Zucker und bildet mit ihm vereinigt eine Flüssigkeit, deren Menge hinreichend ist, die Kirschen zu bedecken und erzeugt durch Gährung eine sehr liebliche Säure, gemildert durch den Zusatz von Zucker. Eben dieser Gährung wegen muß das Fäßchen mit einiger Vorsicht geöffnet werden; ist dies aber einmal geschehen, dann genügt während der Verbrauchung des Inhalts eine gewöhnliche Verschließung. £iteratm? unt Kwttft r — Die beiden diesjährigen Pariser Kunstausstellungen, der , "nd der „neue" Salon haben das Interesse des kunstlteöenden Publikums in allen Ländern in hohem Maße erregt. Eine ausführliche, illustrtrte Besprechung der beiden Salons bietet das eben ^schienene Heft 10 der ^Modernen Kunsts (Berlin, Verlag von Rich. Bong) dar. In demselben Hefte finden wir ein treffliches Porträt der gefeierten Münchener Schauspielerin Frau Conrad-Ramlo, deren Leistungen als Nora (Ibsen) und Marianne (Wilbrandts „Unterstaatssecretär") ja bekannt und berühmt sind. Ein weiterer interessanter Beitrag ist die Reproduction des „Münchener Kindls" von Hermann Kaulbach, eine Zeichnung, die der berühmte Künstler für das Goldene Buch der Stadt München angeferttgt hat. Eine Novelle von Oscar v. Krücken, eine literarische Studie über Ida Boy Ed von Paul Dobert, ein Berliner Musikbericht von Oscar Eichberg sind ferner noch zu erwähnen. Die Kunstbeilagen fesseln wie immer durch ihre künstlerische Vollendung; es sind ihrer sechs, darunter zwei große Doppelbilder: „Blumenfest in Nom" von L. Alvarez und „Salome tanzt vor König Herodes". Die anderen "Iudacht" von Jul. Schrader, „Treu bewacht" von A. Raud- nitz, „Tullia fahrt über den Leichnam ihres Vaters" von E. Hilde- brandt und „Der Liebesbrief" von Kleinschmidt Der Preis des in seiner Ausstattung vortrefflichen Heftes beträgt 1 Meys Stoffkragen, Manschetten und Vorhemdchen sind aus starkem, pergamentähnlichen Papier gefertigt und mit einem leinenähnlichen Webstoff überzogen, was sie der Leinenwäsche im Aussehen täuschend ähnlich macht. Jeder Kragen kann bis zu einer Woche getragen werden, wird aber, wenn unbrauchbar geworden, einfach weggeworfen und trägt man daher immer nur neue Kragen rc. Meys Stofftragen übertreffen aber die Leinenkragen durch ihre Geschmeidigkeit, mit welcher sie sich, ohne den Hals zu drücken, um denselben legen und daher nie das unangenehme, lästige Kratzen und Reiben von zu viel oder zu wenig oder zu hart gebügelten Leinenkragen herbeiführen. Ein weiterer Vorzug von MeyS Stoffkragen ist deren leichtes Gewicht, was ein angenehmes Gefühl beim Tragen erzeugt. Die Knopflöcher sind so stark, daß deren Haltbarkeit bei richtiger Auswahl der Halsweite ganz außer Zweifel ist. MeyS StoffwLfche steht daher in Bezug auf vorzüglichen Schnitt und Sitz, elegantes und bequemes Passen und dabei außerordentliche Billigkeit unerreicht da. Sie kosten kaum mehr als das Waschlohn für leinene Wäsche. Mit einem Dutzend Herrenkrage«, das 60 Pfennige kostet, (Knabenkragen schon von 55 Pfennigen an) kann man 10 bis 12 Wochen ausreichen. Für Knaben, die ja bekanntlich nicht immer zart mit ihrer Wäsche umgehen, sind MeyS Stoffkragen außerordentlich zu empfehlen, was jede Hausfrau nach Verbrauch von nur einem Dutzend sofort einsehen wird. Für alle Reisenden ist MeyS StoffwLfche die bequemste, da erfahrungsgemäß leinene Wäsche auf Reisen meist sehr schlecht behandelt wird. Weniger als ein Dutzend von einer Form und Weite wird nicht abgegeben. Meys StoffwLfche wird in fast jeder Stadt in mehreren Geschäften verkauft, die durch Plakate kenntlich sind; auch werden diese Verkaufsstellen von Zeit zu Zeit durch Inserate in dieser Zeitung bekannt gegeben; sollten dem Leser diese Verkaufsstellen unbekannt sein, so kann man Meys StoffwLfche durch das Ber- fsaud -GefchLft Mey & Edlich, Leipzig-Plagwitz beziehen, welches auch das interessante illustrirte Preis» verzetchniß von MeyS StoffwLfche gratis und portofrei auf Verlangen an Jedermann versendet, auch die Bezugs- quelle am Orte anqiebt.____________________________________2000 Buxkin, Kammgarn und Cheviots, reine Wolle, «adelfertig, a Mk. 1.95 per Meter bis 7.85 versenden direct an Jedermann das Buxkln-Fabrik-Depöt Oettinger &, Co-, Frankfurt a.M. Muster-Collect. umgeh, franco. 1168 ' Schwarze und farbige Seidenstoffe direkt ans der Fabrik von von Elten & Keussen, CrefeH, also aus erster Hand, in jedem Maas zu beziehen. Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten. Schrffsnaehviehten. Bremen, 1. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Eider, Capt. H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 21. Juni von Bremen und am 22. Juni von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. verkehr?, Land- uttö volkswirthschaft. Limbnrg, 2. Juli. (Fruchtmarkt). Rother Weizen JL 19.00, weißer Weizen JL 18 70, Korn JL 13.90, Gerste JL 12.00, Hafer v4L 9.10, Erbsen Jü —, Kartoffeln JL. — Temperatur in Gießen. Juni 1890. Niederste 4- 1,3 &B. (Am ersten Reif im Freien.) Mittlere 4-1315 Mittel früherer Jahre 4- 13,12 " Höchste 4- 24,8 „ Niederschlag an 17 Tagen 1,86 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 2,90 „ „ Die Entwickelungsstufe der Vegetation ist am Ende des Monats auf der Durchschnittshöhe angelangt, weder verzögert, noch verfrüht. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. Freitag Abend 7® Uhr, Samstag Vormittag 8<» Uhr, Samstag Nachmittag 4«) Uhr, Samstag Abend 9" Uhr. Temperatur der Lahn und der Lust am 3. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14, Lust 141/2 Gr. Rübsamen. Bekanntmachung. Montag den 7. Juli, Nach» mittags 1 Uhr ansangend, sollen im Bettenhäuser Markwald, District Vorderwald, versteigert werden: 1) circa 8 Festm. Eichen-Grubenholz, 2) „ 15 „ langes Hainbuchenholz. Zusammenkunft im Ort. Bettenhausen, 30. Juni 1890. Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen. Rückel. 5522 Ieilgeöotenes. la. Hecht, Zander, Seezungen, lebendes und geschlachtetes prima Mastgeflügel in größter Auswahl zu billigen Preisen in C. €r. HJeinhenns [5608 Delicatessen-, Fisch- u. Geflügelhandlung. GrosserAusverkauf wegen Geschäft-Verlegung in Corsetten, Sonnen-u. Regenschirmen, Stürzen u. s. w. Geschw. Aron, 5606 Kreuzplatz 5. 364] Die berühmten WieSbaderrerHarrS- SMdHrmtMttD. «.Weiner, keine sog Fabriknudeln, empfehlen W. Schomber, Neuen Bäue 10 u. C. Roth, Wallthorstr. 5. Slecht fran-ösifche« [3953 Cognac Iritzlarer Pferdeloose V. lZiehuna 17. Juli) 5489 bet Heinrich Wallach. ff tt Fritz Lony, Dammstraße 34. von Gve. Roy & Co., Cognac, empfiehlt Dmil Orbig, Bahnhofstr. 30. Badefalze, Mutterlaugen, Bade- extracte, medicinifch- Seifen, Schwämme DesinfeetionS- und RLucher^Artikel, medicinifche Ber- bandftoffe, Pastillen und Quellen- prodrrcte rc. rc. DrogengefchLft von Otto Schaaf. SelterSweg 39. [5064 5510] Empfehle aus der Brauerei Fr. Textor (Hardt): pr. Fl. ff. dunkle- Gxp Bier 22 X ff* helle- „ 22 f* helle- „ 20 frei ins Haus geliefert. la. Butter zum Einkochen, soweit der Vorrath reicht, das Pfund 78 Pfg. F Nassauer, 5342 Neuenweg 15. rüssMenanstriefie liefert die Lacke, Farben und Materialwaaren zu allen Zwecken in besten Qualitäten Drogenhandlung von Otto Schaaf, Selteis-^T-eg* 2D. Einladung. Siedes Spar- und Vorschuß-Vereins Beuern I. werden Zu einer Generalversammlung auf Douner-tag den 10. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, in die Wirthschaft des Carl Ranft dahier emgeladen. Tagesordnung: 1) Wahl von zwei Aufsichtsrathsmitgliedern, 2) Besprechung verschiedener Vereinsangelegenheiten. Beuern, den 1. Juli 1890. [5592 Der Vorstand de- Spar- und Vorschußvereins Beuern I E. G. mit unbeschränkter Haftpflicht. Der Director: Der Rechner: Der Controleur: C Ranft. I. Sommerlad. Wilh. Sommerlad IV. Arbeiterkleider empfiehlt in nur besten Aualitätrn und dauerhafter Arbeit 5201 Robert Stuhl, Neustadt 23. Londorf. Der Kriegerverein Rabenau zu Londorf feiert <*m 2«li ein Kriegerfefi nebst Fabnen- wethe. Aufstellung des Festzugs um 2 Uhr Rachmittags auf dem Festplatz. Es ladet dazu ergebenst eiu W W il Von jetzt an verkaufen wir unser bekanntes Pilsener pr. ^-Liter-Flasche 15 Pfg. 2739 frei insHaus gelieferl Der Vorstand 5366 C. Kockerbeck, Architect 5524 CrtoMis! CrlsliiHsl I y» vCB 11 Weinen werthen Kunden und Abnehmern von Cristall-Eis offerire I Hattenrod, den 3. Juli 1890. ür dieses Iabr mein von her ßtipfemipr t n t*irh *■ 5603] Am Dienstag ist auf dem Wege Schillerstraße - Marktplatz-Bahnhofstraße- Bahnhof ein goldenes Armband verloren worden. Der ehrliche Finder wolle dasselbe gegen Belohnung in der Schillerstr. 19 abgeben. Die Annonce in Nr. las de- GießenerAnzeiger- rührt nicht von mir her, da meine Frau schon im vorigen Jahre gestorben ist. auch für dieses Jahr mein von der Gießener Quellwasserleitung bezogenes Eis, ganz rein, auch zu medicinischen Zwecken, ebenso in den Eisschränken schmutzfre: und geruchlos. Heinrich Stein II., 5621] Maurermeister. . Mädchen auö anst. Fam. können I das Bügeln erlernen. Wetzsteingasse 40.1 Wotjnungsoerönöerung. Wohne jetzt Neustadt Nr. 78 (Oswalds Garte«). Meine Eiswagen fahren täglich zu jeder Zeit; die Preise werden je nach Bedarf äußerst billig gestellt. Die Liste wird in den nächsten Tagen nrculiren. E,skarten können jederzeit in Empfang genommen werden. *)le 2dagen tragen untenstehende Firma. 3540 Achtungsvoll H. Schmall, Hessischer Kos. Wohnungs - Veränderung. Wohne von heute ab Westanlage 19, eine Treppe hoeb. Gießen, 1. Juli 1890. 5530 Dr. Zinsser. Die Dame, welche am Mittwoch im Fangmann'schen Laden einen Regenschirm vertauschte, wird 5a» selbst um Rückgabe ersucht. 5614 5626] Eine »Fran sucht Laufdirnst. Näheres in der Erped- d Bl. 5591] Eine wasserdichte Pferdedecke vom Schlachthaus bis an Heuchelh- Weg verl. Abzug, b. Bäcker Lang, Neustadt 47. 5593] Ein Armband verloren- Gegen Belohnung abzugeben Marktplatz 1. 5596] Ein zuverlässiges Dienstmädchen sofort gesucht. Gartenstraße 13. 5602] Ein Mädchen empfiehlt sich im Kleidermachen in und außer dem Haese Näheres in der Exped. d- Bl. Ein Geschäftshaus in Wetzlar, beste Lage der Stadt, zu jedem Geschäft geeignet, steht unter sehr günstigen Bedin- gungen zu verkaufen (event. zu vermiethenl. Nähere Auskunft wird ertheilt 5598]^Bahnhofstraße 4, Wetzlar. , ^605] Ein junger 23jähriger Militär- freier Mann sucht, gestützt auf la. Zeugnisse und Referenzen, Stellung auf einem Comptoir in Gießen od. Nähe. Selbiger SS0! b- Seifen- u. Weinbr. thätig. Gef. Off, u. L. L. 8 an die Exped. d. Bl Lebensversicherung. c, alte deutsche, gut eingefübrte Lebens - Bersicherungs - Actten - Gesellschaft will bie Haupt-Agentur ®i‘6MX neu besetzen. Tüchliqe cautions- fähige Bewerber wollen ihre Offerte unter KH an die Expedition dieses Blattes baldigst einreichen. 5624 Tücht. Erdarbeiter sofort gesucht von 5566 Gärtner Becker. Zu melden: Klinik-Neubauten. .. Wagenlackirer finden dauernde Beschäftigung, sowie ein TaglShner gesucht. 556^] Earl Leib, Burggraben 15. h5552] Ein mSblirtes Zimmer wird für sofort bls zum 3. August gesucht. Offerten mit Preisangabe an die Exped. d. Bl. 5548] Einen Gesellen sucht Emil^ Beil, Schreinerm-, auf der Bach. 5531] Eine der renommirtesten Münchener Großbraue- reieu wünscht einer geeigneten solventen Persönlichkeit den Vertrieb ihres Bieres für Gießen und größere Umgegend zu übertragen. Offerten unter M. S. 11 an die Expedition ds. Bl. erbeten. Akademisitzrs Hospital. "“ sä; 55251 Größer«« Gebüsch, ebn. k,?»F«rb»«mesür Herbst n» Leihgestern sein Mjähriges Mungsftft, wozu er alle Freunde des Gesanges höflichst einladet. Der Vorstand. 5616] Ludwigsplatz 3 Wohnung von I 3 Zimmern (Wasserleitung, Garten und | sonst. Zub.) bis 15. Juli zu vermiethen. , 5617] Wohnung an ruhige Familie zu | oermiethen____________Schloßgasse 12. 5618] Ein Familienlogis zu oermiethen. H. Mühlich, Dammstraße. 56^9] Die mittlere Etage, Gartenstraße Nr 38, mit Gartenanthetl per 1 August d- I. zu oermiethen. Näheres E__Nordanlage 33. 2346] Kleines und ein größeres Logis zu vermietben-_________Seltersweg 31. 2440] Eine Mansarden-Wohnung, vier Zimmer mit Zubehör und Wasserleitung, zu oermiethen.____________Asterweg 6. 2664] Mehrere Logis von 3 Zimmern mit Wasserleitung u. s. w- zu oermiethen bei _ LouiS Hettmold, Steinstraße. 3928] Ein kleines Familtenlogis verm- Ehr. Noll III. Wittwe, Kanzleiberg 5. 4524] Logis im 2. Stock, bestehend aus 5 Zimmern mit Zubehör, per 1- August zu oermiethen. Schtllerstraße 9. 5070] Eine kl. Wohnung zu oermiethen- __________M. Kann, Kirchenplatz 8. 5086] Das von Herrn Boller be- wohnte Familien-Logis, Bahnhofstr. 55, ist per 15. Juli oder später anderweitig zu oermiethen.__ 5328] Wolfstraße 13 und Leihgesterner- weg 24 je ein kleines Logis von 2 Zimmern und Zubehör, zu oermiethen. Näheres________Leihgesternerweg 24. Zu vermiethen im 1. Sock 5 Zimmer, 3 Kammern; ' Wasserleitung, Bleichplatz im Garten, - eventuell auch Pferdestall mit Heuboden , und Burschenzimmer, per 1. October. A. Austerlitz, zu oermiethen. Näheres _________________ Neuenweg 15. 2615] Wegzugshalber der 1. u. 3. Stock, ein jeder mit 6 Zimmern, Küche und Zubehör, auf Wunsch auch Gartenanthetl, zu oermiethen. Frankfurterstraße 53. 3745] Parterre-Etage in meinem Hause, Westanlage Nr. 23, per 1. Juli zu oermiethen. Ang. Montanas. 4'39] Ein Logis von 4 Zimmern, Cor- ridor und Wasserleitung, zu oermiethen. ________________________Kanzleiberg 7 5536] Ein Logis zu oermiethen. __________________Katharinengasse 10. 4876] Stübchen (wenn gew. auch mit Kost) zu oermiethen- Kirchenplatz 4. 5620] Zwei gut möblirte Zimmer in der Nähe der Universität sind vom 1. August ab zu oermiethen. Frau C. Ehmke, Ludwigstraße 52. 562?] Zwei Zimmer m. Cabinet, Küche u. s. w., an ruhige Familie abzugeben. ______________Ar. Hetz, Lahnstraße 5. 5542] 2 Stuben mit oder ohne Betten zu vermieden._______ Tiefenweg 4. 3470] Ein einfach möblirtes Zimmer zu oermiethen. _______Mäusburg 1. 3499] Stallung für zwei Pferde zu oermiethen. Näheres'. Nordanlage 33. -gf Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß lvir 28,1111 Ft die Generalvertretung bezw. Hauptniederlage unserer rühm- [ ljchft bekannten und mehrfach prämiirten Quellen-Producte als Flik^lilh-Ollkllk Krystall-Tafelwasier, Medirinal-WMer ® *____ s;a Aits s»rr fonUprt Misiprs beraestellten Pastillen 4 pCt. Reichsanlethe 4 , Preutz. ConsolS 3V« , 1(7 401 ICO 80 106 60 101.05! 4 pCt. Ungar. GoldreMe 5 w Italiener ReMe Oesterr. Silberrente; Ruff. Orient W. 89 90 94 50 77 90 73 20 Disconto-Comm. 22140 Buschtherader 40587 Darmstädter Bank-Act. 158.00 Elbethal-Babn-Act. 20675 Dresdener Bank-Act. 156.10 Gotthard-Bahn-Act. 163.30 Berliner Handelsges. 166.00 Schweizer Nordost 137 80 Oesterr. Credit-Act. 263 87 „ West 39 80 Wiener Bankoereins-Act. 103 87 Gelsenkirchener 165.80 Oesterr. StaatSdahn 202 50 Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. 143 80 Lombard. Eisenbahn 120.10 Oesterr. Alpine-Montan 85 80 Oesterr. Erebttactien 167 401 DtLcontosEom.-Arttheile 22L40 Oesterr. StaatSbahn-Actien 102 001 Harper er 200-25 Dortmunder Union-Actien 93 501 Ostpreußev 98 50 Darmstädter Bankaktien 158.101 Bochumer Gußstghlactten Tendenz: schwach. 170.25