1890 Sonntag den 4. Mai Erstes Blatt Rr. 103 Hratisöeil'age: Hich-ner KamilienbkLtter. . ■■ IM MWn—TW ........... '* 1 Wl" '«W*-1"""J-11 J"—”■ I welche theilweise oder gänzlich den 1. Mai über feierten, im Vergleich mit derjenigen ihrer ruhig fortarbeitenden Kamera- Amtlicher Theil Gesunden: 1 Paar Kinderschuhe, 1 Portemonnaie, 1 Stiefelknöpfer, 1 Schraubenzieher, 1 Halstuch, 1 Messer, 1 Spazierstock, 1 Vorstecknadel, 1 Ledertäschchen. Gießen, den 3. Mai 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Vierteljähriger Abonnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Rcdaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar.7. Fernsprecher 51. politische Ueversicht. Gießen, 3. Mai. So zahlreich auch die Berichte aus den Jndustriebezirken Deutschlands wie des Auslandes über den Verlauf des 1. Mai vorliegen, so sind doch nur ganz vereinzelte unter ihnen, welche von ernsteren Ausschreitungen der feiernden Arbeiter zu berichten wissen. Speciell was Deutschland anbelangt, so kehrt in allen Meldungen die befriedigende und erfreuliche Versicherung wieder: „Alles ruhig!" uno wenn es hie und da zu Ansammlungen und zu kleinen Demonstrationen, wie das Ausstecken rother Fahneu, kam, so hatten diese Zwischenfälle doch keine weiteren Folgen. Auch ist die Zahl der Arbeiter, Anrts- und Zlnzeigebl«tt für den Areis Gieren Bekanntmachung, die Nachiuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst aus Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvoll- ständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commisscon nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. A-Ml"desselben Jahres zu erbringen. rr , , 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn die nähere Adresse angegeben rotrb. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; b) ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereit- Willigkeit den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien,, höheren Bürgerschulen •unb den sonstigen militärberechtigten Lehranstalten) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; r ä) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß m dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt fein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugniffe für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach dem Schema 18 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg. - Bl. Nr. 5 von 1889 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüsungs - Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. den eine verschwindend geringe gewesen; besonders bezeichnend ist die Thatsache, daß in einem so großen Jndustriecenlrum, wie Chemnitz, in 139 Fabriken, welche zusammen 30 818 Arbeiter beschäftigen, nur 3 Arbeiter ohne Entschuldigung fehlten. Verhaftungen machten sich, soweit die vorliegenden Nachrichten zu übersehen sind, lediglich in Danzig, wo junge Burschen die bei einem Festungsbau beschäftigten Erdarbeiter öum Ver- lassen der Arbeit ausstachelteu, nölhig und wurden deßhalb vier der Rädelsführer verhaftet. Auch der Abend des 1. Mai, wo in fast allen Industriestädten gesellige Versammlungen und Vereinigungen der Arbeiter stattfanden, scheint nn Allgemeinen ohne Ruhestörungen vorübergegangen zu sem. Gewiß ist diese musterhafte Haltung der Arbeiter aller Anerkennung werth, aber offenbar haben die getroffenen umfassenden polizeilichen und militärischen Vorsichtsmaßregeln das ihrige zu dem friedlichen Verlaufe des 1. Mai wesentlich mit beigelragen und ebenso sicher ist, daß die Zahl der feiernden Arbeiter eine weit größere gewesen wäre, wenn die Arbeitgeber nicht so ernstlich mit scharfen Gegenmaßregeln drohten. Abzuwarten bleibt auch noch, wie sich diejenigen der feiernden Arbeiter, denen die Wiederannahme an ihren bisherigen Arbeitsstätten aus eine gewisse Zeit oder auch für immer verweigert worden ist, verhalten werden. Was nun das Ausland anbelangt, so trug hier der ..Arbeiterseiertag" an vielen Orten insofern einen etwas bewegteren Charakter, als hier Umzüge der Arbeiter stattfanden , bei denen jedoch ebenfalls keinerlei Ruhestörungen vorgekommen sind. Jii den meisten Ländern war allerdings die Zahl der feiernden Arbeiter eine, sehr beträchtliche und namentlich in den Jndustriebezirken Frankreichs scheint die Behelligung an der Feier des 1. Mai fast eine allgemeine gewesen zu sein. In Paris selbst und in den Vororten hatte die Polizei noch am Vorabend des 1. Mai weitere Verhaftungen von Anarchisten und auch einzelner Socialistenführer vorgenommen und ferner eisenbeschlagene Knüppel, amerikanische Schlagringe und Revolvermesser in Maffe aufgefunden, welche angenehmen Werkzeuge bei dem beabsichtigten anarchistischen Putsch Verwendung finden sollten. Infolge dessen waren von der Regierung die Vorsichtsmaßregeln noch weiter ausgedehnt worden und verlies daher der 1. Mai in Paris verhältnißmäßig ruhig. In England, der Schweiz, Italien, Belgien scheint der 1. Atm gleichfalls ohne ernstere Ausschreitungen seitens der feiernden Arbeiter vorüber gegangen zu sein. Aus Holland wird ein vereinzelter Tumult gemeldet, der im Haag stattfand und bei welchem einige Personen, darunter ein Polizist, verletzt wurden. Auch in Oesterreich trug der 1. Mai ein ruhigeres Aussehen, als eigentlich zu erwarten stand; ein größerer Exceß ereignete sich indessen in Proßnitz in Mähren, wo 4 000 Arbeiter das Bezirksgericht stürmten und einige verhaftete Kameraden befreiten; auch aus Pest wird ein Arbeiter - Exceß gemeldet. In Wien fanden zwar zahlreiche Arbeiterversammlungen statt, doch verhielten sich deren Thell- nchmer durchaus ruhig; die übliche Praterfahrt wies freilich nicht den Glanz früherer Jahre auf, da die Betheiligung des Hofes nur eine schwache war. In Spanien und Portugal ist der 1. Mai trotz vielfacher Versammlungen der Arbeiter ebenfalls ohne Störungen der öffentlichen Ordnung vorüber- aeaanaen. So kann man denn im Großen und Ganzen sagen, daß der 1. Mai erfreulicher Weise ohne die vielfach gehegten Besorgnisse wegen bedenklicher Ausschreitungen der Arbeiter verlausen ist und hoffentlich werden auch keine hinkenden Boten nachkommen. Der hochverdiente Leiter der deutschen Reichspost Staatö- jecrctär Dr. v. Stephan, feierte am 1. Mai sein 20 jähriges Jubiläum als Ches der gesammten Reichspostverwaltung und gingen ihm aus diesem Anlasse zahlreiche Kundgebungen herzlicher Teilnahme an seinem Ehrentage zu. Was Herr v. Stephan in diesen 20 Jahren in seinem so wichtigen Reffort geleistet und mit welchem großartigen Erfolge er für die Hebung des Postdienstes im Besondern, in Weiteren aber auch des gesammten Verkehrswesens, gewirkt hat, das ist ja längst allen Zeitgenossen bekannt und bedarf keiner näheren Darlegung. Möge Herr Dr. v. Stephan noch lange zum Ruhnre und Segen unseres Vaterlandes an der Spitze fernes wichtigen Amtes verbleiben! Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Der Hietzcncr Anzeiger erschein! täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamitlenötätler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Alle Annonccn-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsche- Reich- Darmstadt, 2. Mai. Seine Königliche Hoheit der G r o ß h e r z o g haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom Heutigen den Generallieutenant und zweiten Inhaber des 3. Großh. Infanterie-Regiments (Leib-Regiments) Nr. 117, Nerrefte Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 2. Mai. Der Bundesrath erklärte sich in seiner- gestrigen Sitzung mit der bereits erfolgten Ueberweisung des Gesetzentwurfs, betreffend die Friedenspräsenzstärke des Heeres, an die Ausschüsse einverstanden. Berlin, 2. Mai. Nach einer glänzenden Festvorstellung im Berliner Theater, begleitet von enthusiastischen Kundgebungen für Barnay, sand ein Banket seiner Freunde im Gesellschaftssaale statt. Nach dem Toast aus den Kaiser feierte Redacteur Frenzel den Jubilar, welcher in thells ernster, theils launiger Rede tiefbewegt dankte und ein Hoch auf die deutsche Kunst ausbrachte. Hunderte von Telegrammen liefen in diesen Stunden ein. Der Kai s e r hat dem Jubilar mit eigenhändigem Schreiben den Kronenorden vierter Klasse verliehen. Potsdam, 2. Mai. Bei der Rückkehr vom heutigen Rennen des Berlin-Potsdamer Reitervereins stürzte ein Break um, worin sechs Offiziere des dritten Garde-Ulanen-Regt- ments saßen; vier erlitten leichte Verletzungen, Freiherr v. Hintze ist anscheinend schwer verletzt. Wien, 2. Mai. Sämmtliche Zeitungen sprechen sich anerkennend über die ruhige Haltung der Arbeiterin Wien und in Oesterreich-Ungarn am gestrigen Tage aus. Die Arbeiter hätten ihrer Sache damit Dienste geleistet, während die vorher vorgekommenen Exzesse ihrer Sache nur hätten schädlich sein können. Paris, 2. Mai. Aus Tourcoing von Vormittags 10 Uhr hier eingegangene Meldungen bezeichnen die Lage daselbst als ernst. In 26 Etablissements strikt die Arbeiterschaft. Aus Roubaix sind 5000 strikende Arbeiter nach Tourcoing gekommen nnd verbreiten sich in der ganzen Stadt. An mehreren Punkten ist es zu Ordnungsstörungen und zu Gewaltthätigkeiten gekommen. Die Einfriedigungen von mehreren Fabrikanlagen wurden niedergerissen. Die Behörden haben um Verstärkung der Truppen nachgesucht. Paris, 2. Mai. Die Verhaudlung gegen den Vorsitzenden und die Mitglieder des Administrationsraths der So- ciete des M6taux findet am 5. ds. statt. Paris, 1. Mai, Nachts 11 Uhr. Die Polizei hält den Place de la Concorde besetzt, Cavallerie säubert die Straßen in der Umgebung des Platzes und der Madeleine-Kirche von den äußerst zahlreichen Neugierigen, viele Personen wurden wegen Widerstandes verhaftet. Die Zahl der im Ganzen vorgenommenen Verhaftungen beträgt über 500. Bet dem Nachmittags in der Rue de Cirque zwischen der herbeige- rusenen Escadron Munizipalgarde und den Manisestanten stattgehabten Zusammenstoß wurden gegen 30 Personen verwundet. _ . Paris, 2. Mai. Das Hauptsactum des gestrigen ^ages ist die gewaltsame Besitzergreifung des Stadthauses durch den Seineprüfecten Poubelle auf Constans Befehl, trotz des heftigsten Protestes des Gemeinderathes, der in denselben Räumen eben zusammentrat. Um 3 Uhr tras der Präsect ein und ergriff vom Stadthause Besitz, indem er Besehl gab, Jfcie Thüren zu schließen. Das wichtige Faetum erregt die Wuth der radicalen Presse, die Constans einen „Staatsstreichler" nennt und ihn zugleich wegen der Brutalität seiner Beamten angreift. Thatsächlich gmg die Polizei gestern rücksichtlos und unterschiedslos, selbst wider die ruhigsten Spaziergänger vor. Die Crawalle in der Circusstraße werden übrigens der Polizei zur Last gelegt, die sofort auf die von den Champs Elysees kommenden 500 Manifestanten mit dem Säbel losging und die Cavallerie chargiren ließ. Die Asfaire war sonst unbedeutend und die Zahl der Verwundeten wird von den Blättern übertrieben.. Der Marschall MacMahon, der ruhig vor den Tui- lerien aus dem Trottoir spazieren ging, wurde von den. Polizisten grob angesahren und thätlich beleidigt und gestoßen. Der Redacteur des „Echo de Paris" und viele angesehene Bürger wurden verhaftet, sind aber seither sreigelassen. Turin, 2. Mai. Gestern Abend versuchte eine Anzahl. Arbeiter aus einem öffentlichen Platze eine Versammlung zu veranstalten. Als die Polizeimannschast dieselben auseinanderzutreiben versuchte, wurden von den Arbeitern Revolver - schlisse gefeuert und mit Steinen geworfen, wobei zwei Polizisten verwundet wurden. Das Militär gab eine blinde Salve ab, worauf sich die Menge zerstreute. Nachdem einige Verhaftungen vorgenommen wurden, war die. Ruhe um 10 Uhr überall hergestellt. Prinz Wilhelm von Hessen und bei Rhein, Großherzogliche Hoheit, zum General der Infanterie zu ernennen geruht. Annahm e von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Äorm. 10 Uhr. Marseille, 2. Mai. Einige Gruppen, welche sich auf den Straßen angesammelt hatten, wurden durch Militär zerstreut. Eine Oelsabrik wurde von einer Menschenmenge, worunter meist Fremde, geplündert. Die Gesammtzahl der in Marseille heute vorgenommenen Verhaftungen beläuft sich auf ungefähr 100. Bologna, 2. Mai. Im Laufe des gestrigen Abends wurden ungefähr 30 Personen verhaftet. Vor 11 Uhr herrschte vollständige Ruhe und die Truppen wurden zurückgezogen. Sofia, 2 Mai. Die Beerdigung des erschossenen Polizei- commissärs Krotew hat heute unter zahlreicher Betheiligung stattgesunden. Der Fürst, der Ministerpräsident und der Polizeipräsect sandten Kränze. Coeole« nnt» provinzielles Gießen, 3. Mai. A Ausnahmsweise wird der Concertverein diesmal sein fünftes und vorletztes Concert am Samstag den 10. Mai geben und darin die F8-dur-Symphonie von Mozart, Menuett aus der D-moll-(5uite von Franz Lachner und die Ouvertüre zum „Wasserträger" zur Aufführung bringen. Den solistischen Theil des Concerts hat Fräulein Lina Hilß aus Frankfurt übernommen, welche das „Gebet" aus Tannhäuser" mit Orchester und Lieder singen wird. Das sechste und letzte Concert für 1889/90 wird in der Kirche stattfinden und zwar im Juli. — Morgen, Sonntag den 4. Mai c., Vormittags 9y2 Uhr, findet in Frankfurt a. M. im „Restaurant zum Storch" der diesjährige Feldbergturntag statt. Der Gauausschuß Frankfurt a. M. hat das diesjährige Feldbergfest auf den 15. Juni festgesetzt. — Bei einer gestern vorgenommenen Durchsuchung verdächtiger Personen ist ein größerer Geldbetrag nebst Portemonnaies ermittelt worden. Es liegt der Verdacht vor, daß Geld und Portemonnaies entweder gefunden oder gestohlen sind. Wir werden ersucht, darauf hinzuweisen, daß alle diejenigen Personen, denen in letzter Zeit Geld und Portemonnaies abhanden gekommen sind, sich auf der Polizeiwache melden möchten. Vermischtes. A Mainz, 2. Mai. Die von der Lohncommission der Metallarbeiter ausgestellten Forderungen sind bis heute von 18 Firmen genehmigt worden, in Folge dessen in den betreffenden Geschäften am Montag die Arbeit wieder ausgenommen werden wird. Als Curiosum mag hierbei erwähnt werden, daß eine Schiffs- und Kettenschmiederei hier nicht nur sofort aus alle Forderungen der Lohncommission eingegangen ist, sondern der Commission sogar geantwortet hat, daß nach ihrer Meinung die geforderten Aufbesserungen noch viel zu gering seien. — Morgen und übermorgen finden wieder größere Arbeiter Versammlungen statt, wovon die eine von den Arbeitern der Lederbranche und die andere von der Vereinigung deutscher Maler, Tüncher, Lackirer und verwandter Berussgenossen einberufen ist. — Eine Anzahl in Schuh- und Confectionsgeschästen thätige Arbeiterinnen sind gestern zur Berathung ihrer Lage zusammengetreten und haben schließlich zur Wahrung ihrer Interessen einen Vereintgegründet. — Wie nachträglich bekannt wird, sind gestern, um etwaige Ausschreitungen niederzuhalten, die Truppen des 117. Regiments in den Kasernen zurückbehalten worden. A Vom Rhein, 2. Mai. Die Nheinreisenden wird es interessiren, zu vernehmen, daß die Landungsbrücke der Köln-Düsseldorfer Boote in Aßmannshausen jetzt fertig gestellt ist und demnächst daselbst die Boote landen werden. Die gefährliche Kahnstation fällt dadurch weg. * Straubing. Ein Postmarder schlimmster Sorte stand dieser Tage in der Person des Postboten Sebastian Lindhuber vor dem hiesigen Schwurgericht. Der Angeklagte hatte in siebzehn Fällen etwa 1000 Mark unterschlagen - weiter unterschlug er in zwei Fällen 166 Mark Postanweisungsgelder, fälschte Unterschriften und Vormerkscheine. Ferner öffnete er Packete und Briese, entnahm aus denselben Geld, zerriß und verbrannte Postanweisungen, deren Beträge er absenden sollte, er hielt Briefe zurück und sandte sie erst später ab, alles, um seine Unterschlagungen und Fälschungen zu verdecken. Das Urtheil lautete auf 2*/, Jahre Zuchthaus, 120 Mark Geldstrafe, 5 Jahre Ehrverlust. * Saarbrücken, 1. Mai. Die feierliche Uebertrag- ung der Gebeine der auf dem großen Exercirplatze hier beerdigten, in der Spicherer Schlacht am 6. August 1870 gefallenen Krieger nach dem Ehrenthal erfolgte gestern Nachmittag unter Betheiligung unserer Garnison, der Kriegervereine und fast der gesammten Bürgerschaft. Eine zahllose Menschenmenge von nah und fern wohnten dem ergreifenden Act, welche den würdigsten Verlauf nahm, bei. * Der berühmte Bassist Schn, hat in dem.Provinzialstädtchen K. ein einmaliges Gastspiel aus „besonderer Gefälligkeit" für seinen dort verpflichteten Kollegen Müller, der gerade Benefiz hatte, gegeben. Das Theater war brechend voll, Müller hatte ein gutes Geschäft gemacht und daher nach der Vorstellung ein kleines Trinkgelage seinem Freunde Schn, zu Ehren veranstaltet. Schn, hatte sich dabei einen gehörigen Rausch geholt, den er nun in Müllers Bude ausschlafen sollte. Arm in Arm gingen die beiden Freunde nach Hause und Schn, verfehlt nicht, durch den stimmungsvollen Vortrag der Sarastro-Arie seiner Bierseligkeit Luft zu machen. Das paßte aber dem Wächter der Nacht nicht, der den braven Künstler zu Rede stellte: „Herr! Wie können Sie sich erlauben, bei nachtschlafender Zeit derartig zu singen, daß die Fensterscheiben zittern!" — Und dem dumpsen Gewitterdonner gleich kam die Antwort zurück: „Herr! Kann ich denn dafür, wenn Ihr miserables Nest für mein Organ zu klein ist?" * Für Biertrinker. Vor einiger Zeit wurde über eine alle Biertrinker interessirende Entdeckung berichtet, die Herr Dr. Schulze in Liesing auf Grund eingehender Untersuchungen gemacht hatte. Herr Dr. Schulze warnte vor dem Gebrauche von Biergläsern, da das in diesen enthaltene Bleioxyd vom Biere ausgelöst werde. Zur Beruhigung etwa beängstigter Trinkgemüther wollen wir heute mittheilen, daß sie beim Trinken aus Gläsern trotzdem vor einer Bleivergiftung jedenfalls sicher sein können. Professor Dr. Linke (am chemischen Laboratorium des österr. Museums für Kunst und Industrie) hat untersucht, welches etwa die Masse des mit jedem Liter Bier verschluckten Bleioxydes ist. Das Ergebniß lehrt, daß ein Trinker, welcher täglich fünf Liter aus dem schlechtesten Glase (mit 4,57 v. H. Bleioxydgehalt) trinkt, etwa zwölf Jahre braucht, um ein Milligramm Bleioxyd in seinem Körper aufzunehmen, daß aber dieser Fall bei dem Durchschnittsglas (mit 1,28 v. H. Bleioxyd) erst in etwa vierzig Jahren ein- tretcn würde — wenn der Körper alles Bleioxyd aufspeicherte! 9cun ist aber dieses Quantum Blei an sich viel geringfügiger als das, was der Mensch z. B. aus bleihaltigen Zinngefäßen, Verschlußlothen, Staniolverpackungen n. s. w. in Speisen zu sich nimmt- da man diese oft tausend Mal größere Menge Blei ohne Schaden vertragen kann, weil eben „die Ausscheidung des Bleies aus dem Organismus durch die Nieren und wohl auch durch die Haut ziemlich schnell und ausgiebig, besorgt wird", so haben auch unsere Biertrinker nichts zu befürchten. * „Ach, kommen Sie rasch mit mir in die Nebenstraße! Dort kommt mein Arzt! So!" — „Haben Sie ihn noch nicht bezahlt oder haben Sie ihn abgeschafft?" — „Nein, das nicht — ich schäme mich nur vor ihm — ich bin so lange nicht krank gewesen!" * Richter: „Fahren Sie in Ihrem Bericht über die näheren Umstände fort." — Angeklagter: „Gelt, dös macht Ihnen halt G'spas!" UnivevfUöts«Nachrichten. Marburg, 2. Mai. Herr Gerichtassessor Dr. jur. Laß wird sich in der hiesigen juristischen Facultät als Privatdocent für den Lehrzweig des neueren Reichs-Privatrechtes und des Cioilproceß- Rechtes habtlitiren und morgen Mittag 12 Uhr die von ihm verfaßte Habilitationsschrift „Haftpflicht und Reichsversicherungsgesetzgebung" im Hörsaale Nr. 8 des Universitätsgebäudes öffentlich vertheidtgen. Literatur uttfc Nunft. — Im 11. Band 1. Heft der „Berliner Studien für classische Philologie und Archäologie" veröffentlicht der Büdtnger Gymnasiallehrer Dr. Otto Dingeldein unter dem Titel: .Habe« Theatermasken der Alte« die Stimme verstLrkN- eineStudie, welche eine Frage ihrer Lösung näher führt, die in der Ltteratur- und Alterthumsgeschichte bisher offen geblieben ist und die einer gründlichen Prüfung schon deshalb werth scheint, well sie auch wettere Kreise zu interessiren pflegt. In seiner mit gutem phllologischen Rüstzeug und gewissenhafter Herbetziehung der literarischen Ueberlieferungen geführten Untersuchung gelangt Dr. Dingeldein zu dem Ergebniß, daß man gut daran thäte, endlich den Wahn fahren zu lassen, daß in den Theatern der Alten Schallmasken und Schallgefäße die Verständlichkeit des Spiels bedingt hätten: daß auf Rechnung mehr oder minder fabelhafter künstlicher Mittel ein Erfolg zu setzen sei, den in Wahrheit die bauliche Anlage mit ihrer vorzüglichen Akustik und die Leistungsfähigkeit der Spieler möglich gemacht hat. E. — Nr. 18, V. Bd. der Naturwiffruschastlicheu Woche«, schrift, Redacteur Dr. H. Potontä, Verlag von Ferd. Tümmlers Verlagsbuchhandlung in Berlin, hat folgenden Inhalt: Felix Wahnschaffe: Unsere gegenwärtige Kenntniß über die Temperatur des Erd- innern. (Mit Abbild.) — Eigenthümliche Strandhöhlen im Kerguelenland. — Die Flora des Bernsteins. — Sammlung von schönen Modellen cultioirter Wurzeln, Gemüsepflanzen und Früchten. — lieber einen hemmenden Einfluß der Belichtung auf electrtsche Funken- und Büschelentladung. — Poetisches Gedächtniß-Mittel für die Zahl ir. — lieber die Sternenstrahlung. — Neue Planeten. — Jahres-Versammlung der Allgemeinen Deutschen Ornithologischen Gesellschaft. — Literatur. Verkehr, Land« nnd Volkswirthscbaft. — Die Fahrgeschwindigkeit aller auf den preußischen Bahnen fahrenden Personenzüae wird vom 1. Juni^d. I. an eine Erhöhung erfahren. Alle gewöhnlichen Personenzüge sollen in wirkliche Personenzüge d. h. ohne Mitnahme von Vieh, Gütern u. dgl. umgewandelt werden und durchweg eine Fahrgeschwindigkeit von 60 Kilometer erhalten. Gleichzeitig wird die Fahrgeschwindigkeit der Schnellzüge auf 90 Kilometer in der Stunde erhöht. Auszug aus den SLcrn-csanttsregiftern der Stadt Gießen. Aufgebote. April: 26. Johann Maximilian Sadowski von Graudenz Htlfsheizer bei der Main-Weser-Bahn dahier, mit Caroline Elisabeth Wegerle Hierselbst. 26. Franz Arnold Gustav Müller, Fabrikant dahier, mit Hubertine Juliane Schanzloh zu Köln. 28. Johann Ludwig Herptg von Coburg, Taglöhner dahier, mit Martha Becker zu Lützellinden. Eheschließungen. Mai: 1. Theodor Carl Georg Julius Schwaab, Kaufmann zu Halle a. S. mit Auguste Caroline Adolfine Franziska Textor hier- selbst. 2. Ernst Louis Christian Heine, gebürtig von Hannover, Bureaugehülfe dahier, mit Wilhelmine Rössel von Vöhl, wohnhaft dahier. Geborene. April: 22. Dem Locomotivführer Hermann Schindler eine Tochter, Marie Wilhelmine Adolfine. 26. Dem Taglöhner Heinrich Hopp ein Sohn, August Heinrich. 26. Dem Oeconom Friedrich Cost eine Tochter, Minna. 28. Dem Kaufmann Louis Frech eine Tochter. 28. Dem Hausburschen Johannes Rinn eine Tochter, Katharine Maria Elisabethe. 29. Dem Metzger Franz Schmidt ein Sohn. Gestorbene. April: 25. Anna Elisabethe Becker, 56 Jahre alt, Arbeiterin von Heuchelheim. 25. Auguste Minna Müller, 5 Jahre alt, Tochter von Landbriefträger Wilhelm Müller dadier. 26. Marie Hartmann, 2 Jahre alt, Tochter von Taglöhner Eckhardt Hartmann dahier. 26. Gustav WUhelm Eger, 4 Jahre alt, Sohn von Arbeiter Gustav Eger dahier. 26. Friedrich Wilhelm Heinrich Adolph, 6 Monate alt, Sohn von Feldwebel Heinrich Adolph dahier. 27. Heinrich Oestreich, 9 Jahre alt, Sohn von Taglöhner Heinrich Oestreich Wittwe zu Merkenfritz. 28. Ludwig ©paar von Ruttershausen, Musketier der 2. Compagnie Großh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 116. Mai: 1. Heinrich Emmerich, 74 Jahre alt, Schreiner dahier. Auszug aus -en Airchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 27. April. Hermann Nagel, Hutmacher und Karoline Rössel, Tochter des verstorbenen Taglöhners Georg Rössel aus Vöhl. Den 1. Mai. Theodor Karl Georg Julius Schwaab, Kaufmann zu Halle a. S., und Auguste Karoline Adolfine Franziska Textor, Tochter des Gastwirths Ludwig Emil Textor zu Gießen. Getaufte. Den 27. April. Dem Wirth Heinrich Schäfer ein Sohn, Heinrich Otto Jean, geboren den 3. April. Denselben. Dem Schlosser Bernhard Moritz ein Sohn, Friedrich Wilhelm Philipp, geboren d.n 27. Februar. Denselben. Dem Bahnarbeiler Kaspar Eisenbach ein Sohn, Karl Eduard Johann Martin, geboren den 27. März. Denselben. Eine Tochter des verstorbenen Bremsers Adam Weiß, Helene Johannette Marie, geboren den 27. März. Die letzten Neuheiten in Hüten, Bändern, Gazen, Tüllen, Spitzen, Blumen, Jedem etc. sind eingetroffen und empfehle solche in großer Auswahl zu billigsten Preisen. A. Fangmann, 1685 Bahnhofstraße 29. „Cöln 1889. Höchste Auszeichnung, Ehrendiplom mit Stern “ W Zito' g*. Jivi-Hato Mk. 1.70 (Wiener Mischung), 1.80,1.90, 2,00 das Pfund ist die beste und reellste Marke, in ganz Deutschland am meisten verbreitet. In Grieaaen bei Herrn J. M. Schulhof A. Zuntz sei. 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Mts. bestimmt, daß fürder bezüglich ihrer ehelichen Vermögensverhältniffe das in Muschenheim geltende Solmser Landrecht keine Anwendung mehr erleiden, vielmehr vollständige Gütertrennung zwischen den Ehegatten eintreten solle, so daß jeder Theil sein ^jhm nach Maßgabe der bereits er- ' folgten Auseinandersetzung gehöriges 4039] Eine Kleidermacherin, längere Zeit in Frankfurt in einem größeren Confectionsgeschäft thätig, sucht noch Arbeit in und außer dem Hause. Frankfurterstraße 103 Hl 4024] Ein reinliches Mädchen, das Hausarbeit gründlich versteht, tagsüber 401b] Ein Mädchen empfiehlt sich im [ - lt a----— HkWmHMkte Sdjmndjt ■ der Manner, Pollut., sämmtl. Ge- 4'12] Die Kleeernte meines den, schlechtSkrankh. beilt sicher n 25jähr. neuen Kliniken gegei^üder gelegenen Ackers । pract Erf. Dr. Mentzel, nicht appro- ru verpachten. i Mr ter Arzt, Hamburg, Kielerstraße 26. Earl Schwan «so. ^Ausw. briefl. [1836 4 47 Lehrling sucht __E. Euler, Schmiedemeister. 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Sonntag den 11. M»i r Die Actionäre und Mitglieder des weiteren Vereins des Rheinischen Bad Wildlingen Habe mich hier als Hebamme niedergelassen 4037 Riedhois-Flachrennen Frübjahrs-Hürden-Remien Veikauis-Hürden-Rennen Corps-JagdRennen Sandhof-Steeple-Chase JL 1003.— „ 10 iu.— „ 1200- „ 1600 — „ 3000.— Zweiter Platz r per Tag Stehplatz: „ „ 1.50 „ 0.50 in frischer Füllung zur Versendung, in 1889 waren es über 631600 Flaschen. — Anfragen über das Bad, über Wohnungen im Badelogirhause und Europäischen Hofe erledigt: Die Inspection der Wildunger Mineralquellen- Actien-Gesellschaft. (3351 miethew__Nordanlage Nr. 28. 3990] Gut möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. _________Marktplatz 2. 3717] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neuen Bäue 41 IU. Stock. Samstag den 10. Eröffnungs-Rennen Verkaufs Flachrennen Offiziers Hürden-Rennen Japd-Rennen Julie Faber Marktstraß- 27 II im Hause des Herrn S. Elsoffer. Renn-Vereins haben freien Eintritt. Erster Platz: SW Auftreten des berühmten Sängers und Schnellmalers "9G Signor Selmaro Traviesi aus Rom. Anfang 8 Uhr ■ Bier im GlaS ■ Entree SO Pf I. Abtheilung: Militärmusik. — II. und III. Abtheilung Streichmusik. Der rühmlichst bekannte italienische Opernsänger und Concertmaler Signor Selmaro TYaviesi wird u- A auch die Arie aus der Oper Lucia von Lämmer- moor von Donizetli in italienischer Sprache singen und während der Zeit ein 5lüFuß großes wirkliches Oelgemälde malen, darstellend die Ruine Kyffhauser in Äüringen (Stammschloß des deutschen Kaisers Barbarossa). Mit dem letzten Ton der Arie wird auch das Bild fertig sein, welches dann derjenige der verehrten Concertbesucher gratis erhält, der ein von der Bühne aus gegebenes Silben- räthsel löst. — Da diese großartige Doppelleistung des Signor Traoiesi (die eben so schwierig ist, als wenn Jemand einen Brief schreibt und zur selbigen Zeit em Gedicht mit lauter Stimme hersagt) noch von keinem Andern nachgemacht werden konnte, so verspricht der Abend ein recht genußreicher zu werden.3998 Große Sleeple-Chafe, Ehrenpreis, gegeben von 5r Maj dem Kaiser u. König, u. «X 1800.— Verein „Amicitia“. Samstag den 10. Mai GO Abend - Unterhaltung •• verbunden mit Theater und Tanz. Anfang 8 Uhr. Bier im Glas. Karten sind bei den Mitgliedern und Abends an der Kaffe zu haben. 4015 Der Verstand, Billete ä 35 Pfg. für Hin- und Rückfahrt, welche aber Stunde vor Abgang des Zuges gelöst werden müffen. 4032 Der Vorstand. 4(06] Eine Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen. Riegelpfad 2. Mair 4-:0— „ 1000.- „ 13'0.- „ 18t 0 — Fferde-Kennen des Rheinischen Renn-Vereins in Frankfurt a. M. am 10 u 11 Mai 1890, Nachmittags 3 Uhr, -rm Forsthaus Restauration „Zur Deutschen Einigkeit Sonntag den 4. Mai: TANZ-MUSIK. Liederkranz. Heute, Sonntag den 4. Mai er.: Mrlhie nach Stfliilmöerg Abfahrt mit Zug 1 Uhr 40 Minuten. — Rückfahrt 8 Uhr. 4034] Wegzugshalber Mansardenwohnung, zwei Zimmer, Küche und Zubehör i an ruhige Leute zu vermiethen. 4058 __________________Bahnhofstraße 39. 4027] Eine schöne Wohnung, 5 bis 6 ! Zimmer nebst allem Zubeh-, zu vermiethen. Tribüne (2. Platz) 50 Pf. Equipagen 6—, jede Person darin muß mit einem Bittet zu dem ersten Platz versehen sein. Reiter 5.—. Eintrittskarten zum Totalisator werden an die Besucher der I. Tribüne auf dem Rennplatz ü 5 per Tag abgegeben. 4001 SS* Eämmtilich- Karten find stchtbar zu tragen. An den Tribünen werden keine Karten ausgegei'en. Die Kassen befinden sich auf der Chaussee an -er Louisa, am Sandhof, bei Niederrad und am Worsthaus. Zur Bequemlichkeit des Publikums werden Eintri'tskartenverkauftbei den Herren F. Breul, Zeil 61, W. vuchs, Zeil y, C. Linder Roßmarkt 13, Chr. Ströhletn» Kaiserstr. 21, Universal-Reife Büreau Frankfurter Hof. Die Hessische Ludwigs- und Main-Neckar-Eisenbahn lassen an den vorbezeichneten Renntagen die auf den betreffenden Stationen zu ersehenden Züge an den der Rennbahn zunächst gelegenen Stellen ihrer Routen sowohl zur Hin- als Rück- fahrt anhalten. Im Auftrag des Director iums: Kappel. O \ Ludwigstraße 64 II. Die Hauptquellen: Georg-Victor-Quelle und Helenen-Quelle Sind seit; 3786] Flügelsgasfe 5 ist schön lange bekannt durch unübertroffene Wirkung bei Nieren-. Blasen- und Stein- ' möblirtes Zimmer sofort ZU Verm. leiden, bei Magen- und Darmkatarrhen, sowie bei Störungen der Blutmischung | ~2048] Gift niobh Zimmer zu ver- als Blntarmuth, Bleichsucht u. s. w. 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Ber- trand innegehabte Laven nebst Zim- mer, Wettergasse 3, per 1 Aug. ander- weit zu vermiethen.______Jnl. Buch. 4045] Ein geräumiger Pferdestall m. Zubehör sofort zu vermiethen Frankfurterstraße 11. Gonsenheimer Spargel I. Sorte 60 Vfg., II Sorte 35 Psg. bet C. G. Kleinhenn, 4061______________Bahnhofftr. 59. Reiskirchen. Die von mir am 17. März 1890 auf öffentlicher Straße erfolgte Beleidigung gegen Heinrich Hartmann Ehefrau erkläre ich für unwahr, nehme solche zurück. Reiskirchen, am 2. Mai 1890. ______Heinrich KlöS. 4021 Lahnstein. Kegelbahn eröffnet 4054______Rühl. 4030] Mittwoch Nachmittag von einem Kinde eine lederne Damentafche verloren. Abzugeben gegen Belohn. Schloßgasse 8. i Montag den 3. Mai e. r bei Scvarwann GosTrsDericht vo« E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Neankfneter Börse vo» 3. Mai 1690, 4 pCt. Reichsanleihe 3Va , 4 „ Preuß. ConsolS 3V> , Schlußcovrse 1 Uhr 15 Mim 107.20 101 60 106.30 10170 4 pCt. Ungar. Goldrente 5 „ Italiener Rente Oefterr. Silberrente Ruff. Orient in. 88 60 94 00 77 20 71 90 Disconto-Com». 216.80 Darmstädter Bank-Act. 157.50 Dresdener Bank-Act. 147.80 Berliner Handelsges. 162.10 Oefterr. Credit-Act. 257.25 Wiener Bankvereins-Act. 101,50 Oefterr. Staatsbahn 188 87 Lombard. Eisenbahn 103 50 Buschtherader 358 00 Elbethal-Bahn-Act. 191.00 Gotthard-Bahn-Act. 164 80 Schweizer Nordost 133.20 „ West 36 70 Gelsenkirchener 165 20 Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. 138 70 Oefterr. Alpine-Montan 77 90 Tendenz: sehr fest. Telegraphischer LourSdericht der Berliner Börse vom 3. Mai 1890 Oefterr. Erediractiev 3 60 901 DtSconto-Com.-Bnrhettk 215.90 Oefterr. StaatÜbähn«Aettcn 93 901 Harper.er 196.50 Dortmunder Union-Actien 91.251 Ostpreußen 9910 Darmstädter Bankaktien 156.501 Bochumer Gußftahlaetiev 168.00 Tendenz: fest. 4 pCt. Gießener Obligationen —15 pCt. BuderuS-Odligationen' 104.40 RächSbaick-Discont 4 pCt. — Frankfurter Bank-DiSkont 4 pCt. Redactiou: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gieße». Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.