1890 Sonntaa bett 2. November Erstes Blatt Rr. 256 ei* gültiger unb fut* bto ICwts ösefjeiu Hkatiskeitage: Kichener KamikimMtter ^tteftifen *» ' i >chaaf, Drogenhandluna. Gießen ein. Wahl. Feuillstsn eignet. D. R. « Tv.Scont idictinb l'Elrasger »«nähme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Brühl. dem Buche: (Wiesbaden, 691° 00 78 bO 79.00 Die Gießener M«»ltte«ßtäito, werden dem Anzeiger T-chentlich dreimal beigelegt. Der HK-neer Aa-rige; erscheint täglich, 8stt Ausnahme deS Montags. 429 S7 210.00 iS'iSO 143-50 117° 6150 14850 Gefunden: 1 Petroleumkännchen, 1 Vorstecknadel, 1 wollene Decke, 1 Dreifuß, 2 Münzen, 1 Rechenheft Formu- larien, 1 Paar Handschuhe, 1 Portemonnaie ohne Inhalt. Gießen, am 1. November 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. diesmal die Regentschaft im Großherzogthum Luxemburg vorläufig von auswärts führt oder sich wiederum nach Luxemburg begibt. Die sehr schwankend gewordenen Aussichten für die neuliche colonialpolitische Verständigung zwischen England und Portugal in Südostafrika sind in den letzten Tagen wieder etwas günstigere geworden. Der neue portugiesische Minister des Auswärtigen hat der englischen Regierung einen „modus vivendi" unter sehr annehmbaren Bedingungen Vorschlägen lassen, wie das officiöse Lissaboner Journal „Dia" versichert, und werden dieselben gegenwärtig in London berathen. Andere portugiesische Zeitungen berichten, daß die portugiesischen Vorschläge in der Anordnung der freien Schifffahrt auf dem Zambesi gipfeln, wogegen England sich verpflichten solle, keinen Verträgen mit Häuptlingen zuzustimmen, deren Gebiete innerhalb der Interessensphäre Portugals liegen, bevor nicht die Abgrenzung der beiderseitigen afrikanischen Besitzungen end- giltig festgestellt sei. Die in diesen Vorschlägen bekundete Haltung Portugals ist eine so maßvolle, daß man wohl erwarten darf, es werde jetzt auch die englische Regierung in dem Streite mit Portugal mehr Entgegenkommen zeigen. Der Oberhäuptling des unter deutscher Schutzherrschast stehenden Damaralandes in Südwestafrika, Kamaherero, ist gestorben, wie eine Meldung aus Capstadt besagt. Kamaherero hatte in letzter Zeit den Deutschen gegenüber eine ziemlich zweideutige Haltung eingenommen. :NS BENED1CTINS FE CAMP (France) . den Appetit und t befördernd. Man achte Vierteljähriger KkonnemeuttPrrL». 2 Mark 20 Psg. vrk Bringerlohn. Durch die Post bezog» 2 Mark 50 Pf,. Redaktion, «fpebttU® und Druckerei: Kchnkstraße M.r, Fernsprecher 5L D e s Malers Rache. Eine wahre Begebenheit. Erzählt von A. I. Mordtmann. (Nachdruck verboten.) Vor 30 Jahren fing der belgische Maler Antoine Wiertz an, durch seine originellen und phantastischen Gemälde Aufsehen zu erregen und es wurde Mode, sich von ihm por- trätiren zu lassen. Doch ließ er diese Gunst nicht Jedermann zu Theil werden, sondern nur Solchen, deren Physiognomie seinem aus das Excentrische mehr als auf das Schöne gerichteten Sinne zusagten. Eines Tages erhielt er den Besuch eines gewissen Herrn van Spach, eines Notars, der das Gelüste verspürte, seine Züge von dem berühmten Künstler verewigen zu lassen. Meister van Spach, dessen trockenes runzeliges Gesicht einen Ausdruck von Schlauheit und Wichtigthuerei zeigte, war einer der reichsten Männer in Brüssel, dabei aber ebenso geizig wie er reich war, eine Eigenschaft, welche ihm den Spitznamen Meister Harpago eingetragen hatte. Obgleich Wiertz diese Schwäche seines Besuchers kannte, ging er doch ohne Zögern auf dessen Gesuch ein. Die Sache war die, daß ihn der malerische Kopf des alten Notars beim ersten Blick gefesselt hatte. Dieser Kops mit dem kahlen Schädel, der runzeligen Stirn, den struppigen Brauen, den kleinen, stechenden Augen, der Habichtsnase und den dünnen Lippen war ein wahrer Schatz für einen Künstler. Wiertz war bezaubert und während der Besuch pomphaft seine^Wünsche auseinandersetzte, prägte sich der Künstler jede Linie, jeden Zug seines Gesichtes ein. „Wie viel wird das Porträt kosten?" fragte der Notar vorsichtig. „Mein Preis ist zehntausend Francs, Monsieur," lautete die Antwort. Der Alte stutzte, zuckte die Achseln und sagte trocken, indem er seinen Hut nahm: „Dann habe ich die Ehre, Ihnen guten Morgen zu wünschen." Alle Annoncen-Bureaux der In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeg«. SS SO 15125 Hinauf zu des Himmels urewigem Saal, Und tröstend bringt sie in seligen Höh'n Dereinst, dereinst ein Wiederseh'n Am Tage aller Seelen. Schulte vom Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 31. October. Im „Reichsanzeiger" macht der Minister des Innern bekannt, daß die Eröffnung des Landtags am 12. November, Mittags 12 Uhr, durch den Kaiser im „Weißen Saale" des Königsschlosses erfolgen wird. Berlin, 31. October. Das „Militärwochenblatt" veröffentlicht die Ernennung des Generallieutenants v. Linde- quist (bisher in Frankfurt als Commandeur der 21. Division) zum Generaladjutanten des Kaisers und Königs und die Commandirung Lindequists zur Uebernahme des Commandos der 26. Division (ersten württembergischen), sowie die Versetzung des Generalmajors Nückisch-Rosenegk (34. Brigade) zum Offizier ä la suite der Armee und die Commandirung desselben nach Württemberg behufs Uebernahme der Führung der 27. Division (zweiten württembergischen). Berlin, 31. October. In dem Speicher der Allgemeinen Deutschen Handels-Gesellschaft, Neue Friedrichstraße 48, be- Allerseelentsg.*) Die Fluren sind kahl und entlaubt ist der Wald, Die Blumen des Sommers verbleichten so bald, Die lieblichen Sänger sind alle entfloh'n, Schon reift es im Thale und Stürme droh'n Am Tage aller Seelen. Doch draußen, wo Hügel an Hügel sich reiht, Wo sie ruhen, die Schläfer, nach Freuden und Lerd, Da strahlt es von Kerzen in flimmerndem Glanz, Da leuchten die Blumen, da duftet der Kranz Am Tage aller Seelen. Und funkelt im Lenze die grünende Au — Hier schimmerts von Thränen wie funkelnder Thau — O, preist sie, der Liebe unsterbliche Kraft, Die im Herbst, bei den Gräbern, den Frühling noch schafft Am Tage aller Seelen. Sie bauet die Brücke vom irdischen Thal Pottttsche ttebersicht. Gießen, 1. November. Der König von Belgien stattete während seiner Anwesenheit in Berlin am Mittwoch Nachmittag u. A. auch dem Reichskanzler v. Caprivi einen Besuch von etwa einstündiger Dauer ab. Welche Fragen der europäischen Politik hierbei vielleicht mit zur Erörterung gelangt sind, entzieht sich natürlich noch der Kenntniß weiterer Kreise, jedenfalls kann aber der lange Besuch König Leopolds bei unserem leitenden Staatsmann als ein Beweis gelten, welcher Werthschätzung sich Herr v. Caprivi auch seitens des belgischen Monarchen erfreut. Als Termin für den Wiederzusammentritt des Reichstags» Plenums wird neuerdings anstatt des 18. November der 25. November genannt. Nach wie vor hängt indessen die Entscheidung in dieser Frage von der Fertigstellung des neuen Reichsetats im Bundesrathe ab. Eine Verfügung des sächsischen Kriegsministers beruft die Reservisten und Landwehrleute des sächsischen Armeecorps zu einer 10tägigen Uebuug mit dem für das rauchlose Pulver construirten Gewehre ein. Die Einberufungen sollen in den ersten Novembertagen beginnen und bis in den December hinein währen, die Uebungen würden also in eine Zeit fallen, welche für viele Handels- und Erwerbszweige den lebhaftesten geschäftlichen Verkehr des ganzen Jahres zu bringen pflegt. Dem Vernehmen nach beabsichtigt man in den betreffenden Jnteressenkreisen, an maßgebender Stelle die Verlegung dieser Uebungen auf die Monate Januar und Februar zu erbitten, da sonst Handel- und Gewerbestand durch den Zeitpunkt dieser Maßregel, wie ihn das sächsische Kriegsministerium festgesetzt hat, empfindlich üenachtheiligt werden würde. . Die Ruhe im Canton Tesfin ist nach einer osficiösen Meldung aus Bern jetzt vollständig hergestellt und konnte daher das aufgebotene 42. Infanterie-Bataillon vom Bundes- Commissar Künzli wieder entlassen werden. Ueber die bekannten Vorgänge in der Stadt Lugano hat Oberst Künzli einen ausführlichen Bericht an die Bundesregierung eingesandt. Auch im Canton Freiburg, wo eine Nachahmung des Putsches der Tessiner Liberalen drohte, herrscht wieder Ruhe, freilich erst, seitdem dort einige Compagnien regulären Militärs ausgeboten wurden. Der luxemburgische Staatsminister Eyschen hat sich nach Schloß Hohenburg in Bayern begeben, um daselbst mit dem Herzog von Nassau wegen der Negentschaftsfrage zu con- feriren. Vermuthlich handelt es sich bei diesen Conferenzen in erster Linie um die Entscheidung darüber, ob Herzog Adolf *) Dies stimmungsvolle Gedicht entnehmen wir Lieder - Smnvbonieen" von Schulte vom Brühl , ^ Schellknbng'sche Hof-Buchdruckerei). Preis 4 Der dichterisch hochstehende Inhalt und die prächtige Ausstattung des reich illustrirten Werkes machen dieses zu einem sinnigen Festgeschenk besonders ge- Aber Wiertz, der fürchtete, dies vielversprechende Modell zu verlieren, beeilte sich, hinzuzufügen: „Das ist mein gewöhnlicher Preis, aber da Ihr Gesicht mich interessirt, so bin ich nicht abgeneigt, zu Ihren Gunsten eine Ausnahme zu machen. Wie wäre es mit fünftausend Francs?" Aber Herr van Spach sand auch diese Forderung für ein „Stück bemalter Leinwand" übertrieben. Endlich nach vielem Handeln und Ueberlegen willigte er ein, dreitausend Francs für das Porträt, einschließlich des Rahmens, zu bezahlen, und dann verabschiedete er sich mit der Frage: „Wann soll die erste Sitzung stattfinden?" Der Maler, welcher hinsichtlich dieses Portraits seine eigenen Ideen hatte, erwiderte: „Es eilt nicht, ich bin gerade jetzt stark beschäftigt und werde es Sie wissen lassen, wenn ich einen Morgen frei habe. A revoir!“ Kaum hatte der Notar das Atelier verlassen, als Wiertz Pinsel und Palette ergriff, eine frische Leinwand auf seine Staffelei spannte und die Umrisse des Bildes aus dem Ge- dächtniß zu malen begann. Wiertz konnte erstaunlich schnell arbeiten und als der Abend anbrach, war das Bild so gut wie fertig. Aus demselben war der Notar dargestellt, wie er, das Gesicht voll dem Beschauer zugewendet, an einem mit Papieren und Documenten bedeckten Tische saß. Der Kopf hob sich von einem dunklen Hintergründe vortrefflich ab und war in der besten Manier des Meisters ausgeführt. Die Ähnlichkeit war eine schlagende und gab nicht allein die Züge, sondern auch den Character und Ausdruck des Urbildes wieder. Kurz, die Leinwand schien zu leben. Am folgenden Morgen that Wiertz die letzten Pinselstriche, spannte das Gemälde in einen Rahmen und schickte es an van Spach; der Ueberbringer sollte auf Antwort warten. Wiertz rieb sich die Hände vor Vergnügen, wenn er sich das Entzücken und Erstaunen des alten Herrn und das Aussehen vorstellte, welches diese wunderbare Leistung in Künster- kreisen Hervorrufen würde. Aber eö kam anders. Der Bote. L.-Äct- ldcrL darauf, dass sich auf jed. Flasche die viereckige Etiquette m.der Ufenlcim, • ÄSffiS eetor« be&* W* Eh«S ei- llaSLrNäch.h-«»5ode,r pflichteten, ^40 WkgeldD- ^tOrN 31. C*rl25o eSaiustH und Di,».. »’ ei S5 1 Theil. Bekanntmachung, die Maß- und Gewichtsrevision betreffend. Wir machen die Besitzer von festfundamentirten Brückenwaagen und Waagen über 2000 kg Tragkraft auf die Bestimmung des § 68 Ziffer 7 der Aichordnung vom 27. De- cember 1884 (Reichsgesetzblatt von 1885 Rr. 25) aufmerksam, wonach diese Waagen im öffentlichen Verkehr nur bis zum Ablauf von drei Jahren nach Schluß desjenigen Kalenderjahres angewendet werden dürfen, in welchem die Aichung oder eine Wiederholung der Aichung laut der aufgestempelten Angabe der Jahreszahl derselben erfolgt ist und wonach daher bei solchen Waagen die Aichung alle drei Jahre zu wiederholen ist. Gießen, den 25. October 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen- v. Gagern._________________ Gießen, den 25. October 1890. Betr-: Wie vorhergehend. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen u verlausen. die Exped. d. Bl, chw. Aron Narktstrch 32 n ihre Neuheiten in in, Regenschirmen, i, Hemden, Nacht- Neinklelderu u s w. in er QuMhzMbWen ____m Wollene lusmhl W bei Wittich 11., Sattler, heuftabt 6. legen, brach heute Nachmittag 5^ Uhr eine große Feuersbrunst aus, die bisher noch nicht bewältigt werden konnte. Es sind bedeutende Vorräthe vernichtet- der Schaden wird auf eine halbe Million Mk. geschätzt. Ein Feuerwehrmann wurde schwer verletzt. Weitere Unfälle sind nicht bekannt. Berlin, 31. October. Die „Nordd. Allg. Ztg. schreibt: An dem Frühstück, welches gestern im Neuen Palais stattfand, nahmen außer dem belgischen Gesandten Baron Greindl, und dem Staatssecretär des Auswärtigen Amts Freiherrn von Marschall auch der Dirigent der Colonial-Abtheilung Dr. Kayser, der Geh. Legationsrath Lindau, Major v. Wißmann und Dr. Peters Theil. — Se. Majestät der König der Belgier zeichnete Major von Wißmann und Dr.Peters durch längere Ansprachen aus und verlieh Dr. Kayser das Commandeurkreuz des Leopold-Ordens. Berlin, 29. October. Dem Vernehmen nach werden bei verschiedenen wirthschastlichen Corporationen Erhebungen darüber angestellt, ob es für angemessen erachtet wird, - die Invalidität s- und Altersversicherungspflicht auf Betriebsunternehmer, welche nicht regelmäßig wenigstens einen Lohnarbeiter beschäftigen, sowie auf Hausgewerbetreibende auszudehnen. Bekanntlich ist im § 2 des Gesetzes vom 22. Juni 1889 dem Bundesrath die Befugniß übertragen, die Versicherungspflicht auf die vorher bezeichneten Betriebsunternehmer und auf die Hausgewerbetreibenden auch dann auszudehnen, wenn sie die Roh- und Hülssstoffe selbst beschaffen, sowie auch für die Zeit, während welcher sie vorübergehend für eigene Rechnung arbeiten. Potsdam, 31. October. Heute früh 9 Uhr brachte die Capelle des 1. Garde-Regiments zu Fuß dem Könige der Belgier eine Morgenmusik dar. Der König hörte dieselbe am Fenster stehend an und sprach nach Beendigung derselben dem Dirigenten seinen Dank und seine Anerkennung aus. Um 91/4 Uhr traf Se. Majestät der Kaiser im Stadtschlosse ein. Se. Majestät begab sich darauf mit dem Könige der Belgier in einem offenen vierspännigen Wagen mit Spitzenreitern nach dem Offiziercasino des Leib-Garde-Husaren- Regiments, wo die Majestäten von dem Major v. Moßner an der Spitze des Offiziercorps empfangen wurden. Die Allerhöchsten Herrschaften verweilten mit Sr. K. H. dem Prinzen Heinrich, welcher ebenfalls daselbst eingetroffen war, i/z Stunde im Casino. Potsdam, 31. October. Se. Majestät der Kaiser und Se. Majestät der König der Belgier fuhren Mittags 12 Uhr in einem Vierspänner nach der Caserne des 1. Garde- Regiments zu Fuß, besichtigten deren Einrichtung und begaben sich alsdann nach dem Lustgarten, wo auch Ihre K. H. die Prinzen Heinrich und Friedrich Leopold eintrafen. Einer Uebung des 1. Bataillons des 1. Garde-Regiments im Feuergesecht folgte Parademarsch der gesammten Garnison, erst in Zug-, dann in Compagnie-Front. Der König der Belgier besichtigte eingehend die feldmarschmäßige Ausrüstung eines Unteroffiziers des 1. Garde-Regiments, sowie die eines Leib-Garde-Husaren. Se. Majestät der Kaiser stellte sodann dem erlauchten Gaste die neue Fahne des 1. Bataillons des 1. Garde-Regiments und die neue Standarte des Regiments der Garde du Corps vor und gab Allerhöchstselbst die Erklärung dazu. Hierauf fuhren die Majestäten unter brausenden Hochs des zahlreich versammeltem Publicums nach dem Regimentshause des 1. Garde - Regiments zum Frühstück. Potsdam, 31. October. Nach dem Frühstück im Regimentshause des 1. Garde-Regiments zu Fuß fuhren die Majestäten nach dem Neuen Palais, wo sich der König der Belgier von Ihrer Majestät der Kaiserin verabschiedete. Hierauf begaben sich Ihre Majestäten der Kaiser und der König nach der Wildpark-Station, wo die Abfahrt des Königs der Belgier um 3 Uhr 10 Min. erfolgte. Der Abschied der beiden Monarchen war überaus herzlich, ebenso auch die Verabschiedung Sr. K. H. des Prinzen Heinrich von Sr. Majestät dem König der Belgier. Außer dem preußischen Ehrendienst, der den König bis Köln geleitet, waren auch die Generaladjutanten und die Flügeladjutanten, kehrte, das Bild in der einen, einen Brief in der anderen Hand, zurück. Der Brief aber lautete wie folgt: Mein Herr! Ich bin so frei, Ihnen Ihr außerordentliches Machwerk zurückzuschicken, welches doch wohl nicht für mein Portrait gelten soll, da es nicht die geringste Aehnlichkeit mit mir hat. In der Kunst, wie in allen anderen Dingen, will ich meinen Preis heraushaben und es fällt mir nicht ein, Ihnen für die Arbeit eines Nachmittags dreitausend Francs zu bezahlen. Da Sie es nicht der Mühe werth erachten, mich ernstlich zu malen, so muß ich weitere Verhandlungen mit Ihnen ablehnen und verbleibe Ihr ergebenster Peter van Spach. Als der Künstler sich von dem ersten Erstaunen über diesen sonderbaren Brief erholt hatte, brach er in ein schallendes Gelächter aus und rief: „Seinen Preis, ha, ha, ha! Diesmal hat der alte Geizhals sich selbst betrogen! Er hätte es für das Fünffache dessen, was cs ihn selbst kostet, verkaufen können, der einfältige, alte Pfahlbauer!" Wiertz wußte, was sein Bild werth war, und daraus gründete er seinen Racheplan. Er setzte es wieder auf die Staffelei, griff zu Pinsel und Palette und in unglaublich kurzer Zeit hatte er eine erstaunliche Veränderung zu Stande gebracht. Ohne die Porträtähnlichkeit zu vernichten, änderte er das Gesicht, indem er alle characteristische Züge übertrieb und carricirte, die eingesunkenen Augen erhielten einen lauernden hämischen Blick, die dünnen Lippen eine boshaftere Krümmung, die buschigen Brauen einen grollenden Ausdruck. Ein stoppliger Bart bedeckte das Kinn, die Haltung wurde gebückter und hinfälliger. (Schluß folgt.) der Stadtcommandant, sowie die belgische Gesandtschaft und der belgische Generalconsul Goldberger auf dem Bahnhofe anwesend. Potsdam, 31. October. Der König von Belgien hat Nachmittags 3 Uhr die Rückreise angetreten. Die Verabschiedung der beiden Monarchen war sehr herzlich. München, 31. October. Der Prinzregent ernannte den Commandeur des 1. Corps Parseval und den Comman- deur der 1. Division Prinzen Arnulf zu Generalen der Infanterie, den General-Auditor Fleschüz zum General der Cavallerie. München, 31. October. Geheimrath Professor v. Nußbaum ist heute Morgen 4 Uhr gestorben. Frankfurt a. M., 31. October. In dem Prozesse des römischen Bankhauses Gatto ui, Silo u. Co. gegen die „Frankfurter Zeitung" und deren Correspondenten Grün e- wa ld wegen Zahlung von 120,000 Mk. Entschädigung, weil Grünewald am 5. April dss. Js. irrthümlicher Weise die Zahlungseinstellung genannten Bankhauses gemeldet habe, erließ das Gericht ein Zwischenurtheil, nach welchem Kläger als Ausländer eine Sicherheit zur Deckung der Kosten von 4400 Mk. zu leisten hat. Gleichzeitig beraumt das Gericht einen neuen Termin auf den 30. Januar d. I. an. Bern, 31. October. Der Bundescommiffar Künzli trifft morgen hier ein, um mit dem Bundesrathe zu conferiren. Nach seinem Berichte hat das Militär bei den Vorgängen in Lugano corrcct gehandelt. Paris, 31. October. Dem „Figaro" zufolge ist der frühere brasilianische Gesandte in Paris, Jtajuba, zum Nachfolger des brasilianischen Gesandten in Berlin, Piza, bestimmt. Petersburg, 31. October. Einer Meldung aus Usunada zufolge, kauften französische Wollenzeugfabrikanten große Quantitäten mittelasiatischer Wolle- sie werden im Bezirke Karakul und in Pcndevase Schafzüchtereien errichten. Warschau, 31. October. Die polnische Emigration nach Brasilien dauert fort, trotz aller Warnungen der Behörden. Neulich wollte eine Partie Auswanderer im Gouvernement Kalisch die Grenze ohne Erlaubniß überschreiten, dabei wurden 270 Personen von der Grenzwache zurück- gehalten, 100 entkamen aber über die Grenze. Newyork, 31. October. Der Dampfer „Vizcaya", auf der Fahrt von Newyork nach Havannah begriffen, stieß in der Nähe der Küste von New-Iersey mit einem Schooner zusammen; beide gingen unter. Der Capitän und zahlreiche Personen von der „Vizcaya" ertranken. Newyork, 31. October. Der Postmeister von Newyork gibt bekannt, daß die Congreß-Acte, nach welcher Lotterie- Sachen von der Beförderung durch die Post ausgeschlossen sind, auch Zeitungen betrifft, welche Lotterie-Annoncen enthalten. Der gerichtliche Beamte im Postbureau entschied, daß das Gesetz sich ebenfalls auf Annoncen, betr. Prcimien- scheine europäischer Regierungen erstrecke. Melbourne, 31. October. (Meldung des Bureau Reuter.) Von der gesetzgebenden Versammlung der Colonie Victoria wurde der Regierung ein Mißtrauens-Votum ertheilt. Das von Gillies gebildete Ministerium hat demissionirt. Ursache der Niederlage der Regierung ist der Abfall einer Anzahl von Arbeiterdelegirten, welche von den Leitern des Strikes beeinflußt worden sind. CocaUs rrnd KronZnzietter. Gießen, 1. November. Nene Kliniken. Nachdem in den letzten Wochen die Einrichtung der neuen klinischen Institute sich allmälig vollzogen hat, findet Montag den 3. November die endgültige Uebersiedelung der Kranken der Medicinischen Klinik in die neue Klinik (Frankfurterstraße 75) statt. Die Verlegung der Frauenklinik geschah bereits am heutigen Tage. Zur Orientirung des Publikums sei bemerkt, daß in dem alten akademischen Krankenhaus nunmehr nur noch die chirurgische und Augenklinik verbleiben, während die innerlich Kranken von diesem Tage ab nur in der neuen medicinischen Klinik Aufnahme finden, ebenso die Poliklinik für solche Kranke nur noch in dieser von 10—12 Uhr Vormittags abgehalten wird. Diejenigen Kranken, welche in ihrer Wohnung poliklinischer Behandlung bedürfen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Bestellungen während der Tagesstunden von 8 Uhr früh bis 8Uhr Abends bei dem Portier der neuen Kliniken, während der Nachtstunden von 8 Uhr Abends bis 8 Uhr früh in der Wohnung des poliklinischen Assistenzarztes Dr. Honigmann, Bismarckstraße 14, zu machen sind. In sehr dringlichen Fällen können während der Tagesstunden Bestellungen auch bei dem Portier der alten Klinik gemeldet werden, der sie dann nach der neuen Klinik telephonirt. Diejenigen Personen, welche die Hülfe der geburtshülflichen Poliklinik bedürfen, können dieselbe bereits vom 1. November ab durch Meldung beim Portier der neuen Frauenklinik einholen. — Schließlich seien die Dienstboten, welche in der Klinikskasse aboimirt sind bezw. deren Herrschaften darauf aufmerksam gemacht, daß die Abonnement s q u i 11 u n g e n in die poliklinische Sprechstunde mitgebracht werden müssen. — Sämmtliche Arzneimittel für die klinischen und die stadtarmen und abonnirten poliklinischen Patienten werden von jetzt ab nur noch in der neuen klinischen Apotheke im Verwaltungsgebäude der neuen Institute verabfolgt. — Theater. Arn Sonntag gelangt die famose Gesangs- poffe „Auf eigenen Füßen" zur Aufführung. Herr Director Reiners und unsere Soubrette Fräulein Martin werden wieder vorzügliche Rollen haben. Wir können den Besuch der sicherlich höchst genußreichen Vorstellung nur dringend empfehlen. Aus Oberheffen, im October, wird den „N. H. V." geschrieben : Bekanntlich wird bei Gießen und angrenzenden Provinztheilen die Gewinnung und Zurichtung von Kalksteinen sehr schwunghaft betrieben. Interessenten finden die chemische Zusammensetzung dieser Kalke, von Chemiker Dr. A. Chr ist, an der chemischen Prüfungs-Station für die Gewerbe in Darmstadt ermittelt, in der neuesten Nummer des „Gewerbeblattes". Darnach sind die Marmorkalke wegen ihrer Reinheit (99,3% kohlensaurer Kalk) außer zur Mörtelbereitung und zum Weißen und Putzen der Häuser in vorzüglicher Weise in der chemischen Industrie zur Darstellung von Aetzalkalien, Ammoniak, Chlorkalk, Soda rc. geeignet. Als das bedeutendste Geschäft der Branche erscheinen die Lahn - Kalkwerke von A. Gabriel jun. in Gießen, deren Steinbrüche solche Mächtigkeit besitzen, daß sie auch bei stärkstem Betriebe nach Hunderten von Jahren nicht auszubeuten sind. Das Brennen der Steine geschieht in einem 400 cbm fassenden Zwanzig-Kammerringofen, der mit Geleisverbindungen 2c. versehen ist. Bei gleichmäßigem. Sommer- und Winter-Betrieb beträgt der tägliche Versandt 20 000 kg. b Alsfeld, 31. October. Die Ackerbauschule ist mit 28 Zöglingen eröffnet worden. E. Echzell, 31. October. Das hiesige Kaiserliche Postamt wird am 1. November in das neue Postgebäude in der Lindengasse verlegt. Ulfa, 28. October. Eine fröhliche Jägerschaar brachte heute einen prächtigen Hirsch (Zehnender) unter Zulauf der Ortsbewohner als Jagdbeute hier ein. Derselbe wurde im Jagdbezirk des Johs. Schneider 8. dahier, in der Nähe von Einartshausen, District Windheck, erlegt. Da viele Schuß auf denselben abgegeben wurden, so weiß man nicht, welchem Jäger die Ehre als ,,Jagdkömg" gebührt. Das Thier wiegt 222 Pfund. Der Hirsch wurde von Herrn Heinrich Rullmamr in Nidda gekauft und zum Verkauf im Kleinen ausgeschlachtett E. Lauterbach, 31. October. Auf eine diesbezügliche Bekanntmachung hin haben eine große Anzahl Grundbesitzer sich zum Bezug von Ob st bäumen durch Vermittelung, des Gr. Kreisamts Lauttrbach gemeldet. Die Obstbäumchen, im Ganzen 4350 Stück, treffen im Laufe der kommenden Woche in Lauterbach ein und sollen den Bestellern unentgeltlich zugestellt werden. — Warnung. Da die Maul- und Klauenseuche durch Personen, welche mit krankem Vieh mittelbar oder unmittelbar in Berührung gekommen sind, sehr leicht verschleppt werden kann, empfiehlt das Gr. Kreisamt Büdingen mit Rücksicht auf die bei Händlern vielfach bestehende Gewohnheit, in Abwesenheit des Besitzers dessen Vieh zu besichtigen, allen Vieh- besitzern, ihre Stallungen während ihrer Abwesenheit verschlossen zu halten, sowie auch sonst die größte Vorsicht obwalten zu lassen. Dermifd^teso * Darmstadt, 31. October. Zum CH esr edacteur der „Darmstädter Zeitung" wurde Herr K. G g. Becker, welcher seither schon in der Redaction thätig war, ernannt. * Darmstadt, 31. October. Bei 4% Grad Wärme badete gestern eine junge Dame im Woog, gewiß ein Zeichen außerordentlicher Abhärtung. * Ein hessischer Gratulant bei der Moltkefeier. Berliner Blätter berichten: Die bescheidenste und zugleich rätselhafteste' in der ernennen Masse der Ehrengaben, welche man die Tische im Conserenzzimmer bedecken und zwischen denselben ausgestellt sah, war ohne Zweifel em Sträußchen aus bereits halb verwesten Erdbeeren. Begleitet war es mit einer Postkarte, welche den Stempel eines bei Darmstadt gelegenen Dorfes und über der Schrift das einfach gravirte Abbild eines Waldwirthshauses „Zum kühlen Grunde" trug. Den Raum darunter bedeckte eine nicht unterzeichnete Zuschrift, in welcher „der kühle Wilhelm" dem Jubilar seine besten Glückwünsche aussprach und mittheilt, daß er diesen Strauß Erdbeeren als Zeichen seiner Verehrung übersende. * Erste Berliner Roßfleisch-Speiseanstalt. Nach Berliner Blättern ist unter dieser Firma im Norden der Stadt von einer Actiengesellschaft ein neues Institut gegründet roorben.. Rothe Zettel, welche in jener Stadtgegend zur Verkeilung gelangen, laden zum Besuche ein. Die Speisekarte weist folgende Gerichte und Preise auf: Filets mit Kartoffeln 35 Pfg., Sauerbraten 25 Pfg., Sauerfleifch 25 Pfg., Beefsteak 25 Pfg., Gulasch 25 Pfg. Speisezeit von Morgens bis Abends. * Düffeldorf, 30. October. Der Samstag gemachte Versuch, den Frankfurt-Holländer S ch n e l l z u g Nr. 113 zwischen Düsseldorf und Benrath mittels Dynamit in die Lust zu sprengen, liegt noch in geheimnißvollem Dunkel. Die durch eine versprochene Belohnung von 1000 Mk. verstärkte Unter» uchung hat, soviel man bis heute weiß, noch keinen Anhalts- )uvkt bezüglich der Urheber gegeben. Es ist wahrscheinlich^ daß diese es auf die Beraubung der diesem Zuge zuge- theilten Frankfurt-Holländer Post abgesehen hatten. Ein ähnlicher Versuch, vcrmuthlich zu gleichem Zwecke, ist zwischen Düsseldorf und Duisburg vor etwa 6 Jahren schon einmal gemacht worden. Die Thäter blieben auch damals unbekannt, obgleich hohe Belohnungen für ihre Entdeckung ausgesetzt worden waren. Was den neuesten Fall anbetrifft, so bleibt zu bemerken, daß der Frankfurter Schnellzug einer um so größeren Gefahr glücklich entgangen ist, als die „Mine" auS mehreren Dynamitpatronen bestanden hat und als dessen Fahrgeschwindigkeit auf dieser geraden Strecke bis Duisburg 70 bis 80 Kilom. in der Stunde beträgt. * Neuwied, 31. October. Aus dem Hammergraben bei Irlich wurden heute früh die zusammengebundenen Leichen eines Mannes und einer Frau, die anscheinend den besseren Ständen angehörten und in älteren Jahren standen, gelandet. Im Mantel der Frau befand sich ein Bries und ‘ am Hut des Mannes ein Zettel, woraus hervorgeht, daß - beide Unbekannte freiwillig den Tod suchten. •’WJtrÄ'* brehbünf; M*1 * 41 - Neue Eistvv Mer erbauten W ”plane8 -ni bm > Mied 6«t wetben, mitten W«.1“ e, ton ändert* «feilen. J-dtr W», bmtn cier R-d iürlfe in d-r flW dnrWune Sagen Strtitllt mi Mangin üto ««t unter den Fachmänner den Eisenbahntechnikern gewicht der Wagen ir größeres sein und bar werden wird. * Mbm- 1,1 , t teil* 1 ßuflb (i i6e66tbc al das in 1 «tuutf f 3>' Sckbtt- b > A Gießen, 1. Novi Wochmrmrtt kostete: 1 St. 7-8, 2 St. - «se pr.St.4-8H, l Asm pr. Liter 28 H, WX 0,85-1.00, { * 1,40-1,60, Ochsens 60—644, Schweinefle fleisch 60-64 H, Katt pr. St- 4-8 H, Zwi Liter 12-18 H. Gän Marktpreise in des Königlichen Polizei 19,50-19,00 Mk., mii Mit dem 1.9 und Fronhausen erri Gepäckverkehr eröffn, SMfaufen eingefä Daselbst werden in dn Aichtung von «der Richtung M Eine Stoibern auf ben § N nicht ein. Eine direkte il S«n Sneb,^ U°ch, Cchl, Q GroßeN'Lin Mr» Tr'-y, Wre ist bis, den: ll* be te ; __ vorn ^Avransq ^iden, am Groß Zitier'"1 ®r°6$er J Zlnich ^ y M bie to11“* 9W Mailtet “'“«W " °"d P„A°"i-r 5m nl*n Mitm" >wf, M,' , ° i«' D°r- Geschäft bet !C- S(- Gabriel tr: Mächtigkeit beftmV? $ Hunderten «iien der m Äft tu ut. N-i “°ren/ der 1% bet $ U Me Verwandt iMb«*l^t«it285äg, in der L brachte , . _ xz-.auf der ,r Jln;, Derselbe wurde im ' M»«/ in der Nähe von . eckgt. Da viele Schuß o weiß man nicht, welchem )ebiihrt. Das Thier wiegt n Herrn Heinrich Rullmam l im Kleinen nusMachtek- • Aus eine diesbezügliche große Anzahl Grundbesitzer lumen durch Vermittelung meldet. Die Obstbäumchen, im Lause der kommenden i den Bestellern unentgeltlich ml- und Klauenseuche durch ) mittelbar oder unmittelbar hr leicht verschleppt werden Büdingen mit Rücksicht aus -ohliche Jägerschaar ahnender) unter * Marburg, 25. October. Für den Umfang des Regierungsbezirks Kassel tritt am 1. December d. I. eine neue Polizeiverordnung in Kraft, betreffend die öffentlichen Lustbarkeiten. Letztere sind 24 Stunden vorher bei der Ortspolizeibehörde anzumelden, zugleich ist ein Programm, Las in sicherheits-, sitten- oder gewerbepolizeilicher Beziehung zu prüfen ist, einzureichen. * Breslau, 31. October. Der über 50 Jahre alte Ge- treidemakler Scheffler erstach heute Nachmittag hier seine Geliebte, die ihn verlassen hatte, nachdem er sich fortgesetzt geweigert, sie zu heirathen. £anb« unb L>*lk»u»irthfch oft. — Patente von im Grotzherzogthnm Hessen wohnenden Erfindern. Patent-Anmeldungen. Kl. 49, M. 7512. Faron- drehbank; Carl Mosche! in Offenbych a. M., Domstraße. Patent- Ert hei langen. Kl. 45, F. 54520. Obstdrechcr; A. Kambeitz in Hof-Güll, Eberstadt, Kreis Giehen; vom 15. Mat 1890 ab. Kl. 70, 9Zr. ,54519. Ttntenfiltrirsatz für Buch- und Coptrtinte getrennt in einem Glase; H. Müller in Groß-Gerau; vom 7. Februar 1880 ab. — Neue Eisenbahnzüge mit großen, nach amerikanischem Muster erbauten Wagen sollen mit Beginn des nächsten Sommerfahrplanes auf den Linien des preußischen Staatsbahnnetzes in Betrieb gesetzt werden, um die Resultate eines solchen Betriebes auf unseren Bahnen zu erproben. Die einzelnen Wagen sind sämmtltch von außergewöhnlicher Größe und laufen auf sogenannten Drehgestellen. Jeder Wagen ruht auf zwei solchen Drehgestellen, von denen jedes vier Räder hat. Die innere Einrichtung der Wagen dürfte in der ersten Zeit verschieden sein, da sowohl die Abtheilungs- einrtchtung der Wagen wie die Einrichtung von Durchgängen tm Wagen Vorthetle und Rachthetle mit sich führt. Während die Meinungen über die Zweckmäßigkeit der neuen Wagenconstruction unter den Fachmännern noch auseinandergehen, ist darüber unter den Eisenbahntechnikern Einstimmigkeit vorhanden, daß das Eigengewicht der Wagen tm Verhältniß zur Zahl der Sitzplätze ein größeres sein und damit ein stärkerer Materialverbrauch bedingt werden wird. Gießen, 1. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. Jü 0,90—1,00, Hühnereier 1 St. 7-8, 2 St. — H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. — 4, Käse pr. St. 4—8 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 16 4, Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar JL 0,50—0,70, Hühner pr. Stück JL 0,85—1.00, Hahnen pr. St- JL 0,60-1,00, Enten pr- Stück X 1,40—1,60, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 4, Kuh- und Rindfleisch 60-64 4, Schweinefleisch 70-80 4, Hammelfleisch 62—68 4, Kalbfleisch 60—64 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00—8,00, Weißkraut pr. St- 4—8 4, Zwiebeln per Centner JL 5,00—0,00, Mich per Liter 12—18 4. Gänse pr. Pfd. 50—60 4. Marktpreise in Berlin, am 28. October, nach Ermittelungen des Königlichen Polizei-Präsidiums. Wetzen per 100 kg guter von 19,50—19,00 Mk., mittlerer von 18,80—18,40 Mk., geringer von 18,20—17,80 Mk. Roggen per 100 kg guter von 17,70—17,50 Mk., mittlerer von 17,40—17,20 Mk., geringer von 17,10—16.90 Mk. Gerste per 100 kg gute von 20,50—17,60 Mk., mittlere von 17,20 bis 15,80 Mk., geringe von 15,60—14,00 Mk. Hafer per 100 kg guter von 15,40—14,80 Mk., mittlerer von 14,60—14,20 Mk., geringer von 14,10-13.80 Mk. Stroh, Richt- per 100 kg von 4,90-4,60 Mk. Heu per 100 kg von 6,40—4,60 Mk. Erbsen per 100 kg von 40,00 bis 22,00 Mk. Speisebohnen, weiße per 100 kg von 40,00—22,00 Mk., Linsen ver 100 kg von 56,00—26,00 Mk. Kartoffeln per 100 kg von 7,50—5,00 Mk. Rindfleisch von der Keule per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Bauchfleisch per 1 kg von 1,40-1,00 Mk. Schweinefleisch per 1 kg von 1,80—1,20 Mk. Kalbfleisch per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Hammelfleisch per 1 kg von 1,60—1,20 Mk. Butter per 1 kg von 2,80-2,00 Mk. Eier per 60 Stück von 4,80-3,00 Mk. Selbst ein verwöhnter Raucher dürste nach einmaligem Versuch ein treuer Kunde des VersandtGeschüflS Mey & Edlich, Leipzig'Plagwitz, werden, was sich einfach schon daraus erklärt, daß die bekannte Weltfirma ausschließlich mit den anerkannt ersten Fabrikanten Deutschlands in Verbindung steht. Zu einem Versuche ist nur zu rathen; näheren Aufschluß über die reiche, jeden Anspruch befriedigende Auswahl gtebt der illnstrirte Special' Catalog über Cigarren, der neben einer Menge billigster bis hochfeinster Tabak- und Cigarren - Sorten eine besondere Auslese von Pfeifen und Cigarren-Spitzen aufzählt. Den Catalog erhält man auf Verlangen unberechnet und portofrei. 7187 — Nach der Mahlzeit sollst Dn ruh'n, oder 1000 Schritte thnn. Der ersten Hälfte dieses Spruches wird wohl Jeder gern beipflichten, der die erleichternde Wirkung einer schlafend oder wachend verbrachten Ruhepause nach tüchtiger Mahlzeit an sich empfunden hat. Nichtsdestoweniger hat der obige Spruch, zumal in seiner zweiten Hälfte, seit der Entdeckung des Kemmerich'schen Fleischpeptons eine wesentliche Einschränkung erfahren. Wer nämlich dieses vorzügliche Präparat zur Bouillon beim Miltagstisch oder zum Frühstück genießt, der braucht weder tausend Schritte zu thun, noch sich ermüdet aufs Lager hinzustrecken, sondern kann nach jeder Mahlzeit ruhig seiner Beschäftigung nachgehen, weil das Fleischpepton leicht verdaulich ist und ohne Weiteres in die Säfte des Körpers übergeht. 9150 Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgases. Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen. Monat October 1890: 14J/2 Kerzen. Buchner. Auszug aus den Standesaint-vegistsvn der Stadt Bietzen. Aufgebote. October: 24. Gerhard Martin Schepers, Schlosser dahier, mit Amalie Regine Klingenmeier von Amorbach. 27. Georg Wink, Schuhmacher dahier, mit Elisabeth Leib hierselbst. MH— Eheschließungen. October: 28. Liborius Brandenburg, pract. Zahnarzt zu Köln, mit Luise Friederike Cullmann, geb. Wille, IWtttwe des Kaufmanns Philipp Ernst Cullmann zu Gießen. 29. Christoph Reinhardt, Gast- wtrth dahier, mit Maria Katharina Kraft von Staufenberg. Geborene. October: 23. Dem Tapezier Wilhelm Johann Jacob Schuldt eine Tochter, Ottilie Dorothea Katharine. 24. Dem Gastwirth Johann Seibel ein Sohn, Hugo Anton. 26. Dem Rechtsanwalt Eduard Holzapfel ein Sohn, Hermann Ludwig. 26. Dem Bahnarbeiter Philipp, genannt Johannes Henß ein Sohn. Gestorbene. October: 29. Caroline Dem, geb. Atzbach, 65 Jahre alt, dahier, Wittwe des Forstwarts Heinrich Dern. 29. Therese Rompf, geb. Franz, 28 Jahre alt, Ehefrau von Landmann Heinrich August Rompf zu Uckersdorf bei Herborn. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Siebe«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 26. October. Christoph Gans, Taglöhner in Gießen, und Katharine Lepper, ledige Tochter des Ackermanns Justus Lepper in Alten-Buseck. Den 28. October. Liborius Brandenburg, Zahnarzt in Köln, und Luise Friederike Cullmann, geb. Wille, Wittwe des verstorbenen Kaufmanns Philipp Ernst Cullmann. Den 29. October. Christoph Reinhardt, Gastwirth dahier, und Marie Katharine Kraft, Tochter des verstorbenen Landwirths Friedrich Kraft II. in Staufenberg. Getaufte. Den 26. October. Dem Bahnarbeiter Johann Gilbert eine Tochter, Anna Elisabeth, geboren den 26. August. Denselben. Dem Taglöhner Ernst Kratz ein Sohn, Heinrich Ludwig,^geboren den 26. September. Denselben. Dem Schlosser Wilhelm Franz Spuck eine Tochter, Emilie Elisabeth Katharine Helene, geboren den 14. September. Denselben. Dem Geldschrankfabrikanten Friedrich Krogmann eine Tochter, Paula, geboren den 7. September. Denselben. Dem Schaffner Heinrich Hof ein Sohn, Richard, geboren den 21. September. Denselben. Dem Jnspector Julius Wilhelm Löbermann eine Tochter, Katharine Marie Henriette Anna Juliane, geboren den 21. September. Den 30. October. Dem Sergeanten Friedrich Hohmeier ein Sohn, Wilhelm Karl, geboren den 12. October. Beerdigte. Den 31. October. Karoltne Dem, geb. Atzbach, Wittwe des verstorbenen Forstwarts Heinrich Dern in Annerod, alt 65 Jahre, gestorben den 29. October. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde. Donnerstag den 6. November, Abends 8 Uhr: Mrssionsstunde in der Kirche: Prüfungszeiten für die ost- afrikanische Mission. Pfarrer Dingeldey. hende Gewohnheit, in Ab- h zu besichtigen, allen Viehmd ihrer Abwesenheit ver- jonft bie größte Vorsicht tes. AM khev^etem it Hm S. ®S- ction thätig mr, ernannt. Bei 4>/3 Grad Sännt ante im Soog, geivife ein m’btt »mitt. Berlin« e and zugleich räch-lM ' brengaben, welche man bit ftn and zwischen bene» km SträMen ans dm - tiii wes mit** i T-rmst-dt * “'“Kn Den Stan» Grunde jn weld)tl Ktr°nß Erbde-«° •« «• Rach Berlin« ** ber ©tobt von im bet „grien. Jchwt 9t ™n^eiW -'°^§S tisek-r-e taj ein. ry Kartoffeln iuf- Beehteat p.er (Mia113 MS s1 ‘ 6 Jahre" bekannt/ "r0 J bamai^ W anbetr ^e utn i° “r SH$■*' t SM-1 ,nrflbcn dene" . 1 die ' 11 n E"! und ttt'" " ■„ Brie! “, ' fid) e>" ,llt d-r ".„varS-»'' in»""' Bekanntmachung. Mit dem 1. November d. I. wird der zwischen den Stationen Lollar und Fronhausen errichtete Haltepunkt Friedelhausen für den Personen- und Gepäckverkehr eröffnet- Reisegepäck wird jedoch nur im Verkehr nach Friedelhausen eingeschrieben. Daselbst werden bis auf Weiteres die Züge Nr. 94 ab 558 Ortszeit früh „ 96 „11" . . . vorm. „ 104 „ 736 . . . abends in der Richtung von Caffel, Nr. 91 ab 824 . . . vorm- „ 93 „ 12°i . . . Mittags „ 97 „ 456 . . . nachm. in der Richtung nach Caffel anhalten. Eine Aenderung des Fahrplans hinsichtlich der Abfahrt und Ankunft der Züge auf den Stationen der Strecke Caffel—Frankfurt a. M. tritt hierdurch nicht ein. Eine directe Personen- und Gepäckabfertigung wird eingerichtet: zwischen Friedtlhausen einerseits und Allendorf MWB., Bockenheim, Bonames, Butzbach, Caffel, Cölbe, Dortelweil, Frankfurt a. M., Friedberg, Fronhausen, Gießen, Großen-Lmden, Gr. Karben, Hanau N., Hanau O., Kirchhain, Lang-Göns, Lollar, Marburg, Nauheim Bad, Neustadt MWB., Niederweimar, Niederwöllstadt, Treysa, Vilbel, Wabern, Wilhelmshöhe andererseits. Das Nähere ist bei den betreffenden Stationen zu erfahren. Hannover, den 28. October 1890. 9187 Königliche Eisenbahn-Direktion. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Inkreiden für 1891/92 liegt vom 4. November an 8 Tage lang zur Einsicht aller Betheiligten auf unserem Bureau offen. Inheiden, am 30. October 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Inheiden. _______________________________Reitz.___________________________9153 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Burkhardsfelden für 4891/92 liegt vom 3. bis 11. November d. I. auf unserem Bureau zur Einsicht der Betheiligten und Entgegennahme von Einwendungen offen. Burkhardsfelden, den 31. October 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Burkhardsfelden. Hoffmann. 9152 Montag und Dienstag trifft auf dem Brandplatz eine Ladung Weißkraut, Rothkraut, gelbe Rüben, Wirsing und sonstige Gemüsesorten dn. Billigste Preise. [9131 Michael Seih, BibliS. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Etadt Grünberg für 1891/92 liegt vom 3. bis 12. November auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Ein- ficht der Betheiligten und Entgegennahme von Einwendungen offen. Grünberg, den 31 October 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Grimberg. Mehrere Wagen Pferde- wist zu verkaufen 9183 Bleicdstraße 13. 364] Die berühmten WieSbadenerHanS- macher Nudeln 0. C. Weiner feine soa Fabriknudeln, empfehlen W. Schomber, Neuen Bäue 10 u E. Roth, Wallthorftr. Bekanntmachung. Die Erlöschung der Firmen: 1. Friedrich Henzel zu Arnsburg, 2. Heinrich Bechtel zu Birklar, 3. F. L. Förster zu Lich, 4. A. Bock zu Lich, wurde heute im Handelsregister gewahrt. Lich, 31. October 1890. Großherzogliches Amtsgericht. Langerman n. 9158 Arbeitsvergebung. 40 90 850 — 3560 1165 210 656 763 2718 277 40 50 1360 — 4320 - Steinhauerarbeit Zimmerarbeit Dachdeckerarbeit Schreinerarbeit Schlosserarbett Schmiedearbeit Eisenlieferung Glaserarbeit Weißbinderarbeit 3778 40 2602 40 5475 30 1477 - Spenglerarbeit „ Lieferung von Mauersteinen „ „ Russensteinen „ „ Schwarz- und Weißkalk 9180] Samstag den 8. November, Vormittags um L Uhr, sollen im „Gasthaus zum Berliner Hof" zu Wohnbach die bei dem Neuba« eines Schulhauses vorkommenden Arbeiten und Lieferungen öffentlich durch mündliches Gebot in Accord gegeben werden: Mk. Pf Erdarbeit laut Kostenüberschlag 640 70 Maurerarbeit „ Schlacken und Grubensand 980 — „ Cement 40 — » „ Mainsteinplatten 222 — Zeichnungen, Voranschlag und Bedingungen liegen auf den Büreaus der Großh. Bürgermeisterei Wohnbach und des Unterzeichneten von Montag den 3. f. M zur Einsicht offen Butzbach, den 31 October 1890. I. A-: Metzger, Bezirksbauaufseher. Montag den 10. November d. I, Nachmittags 1 Uhr, soll die den Erben Jakob Weimer gehörende, an der Bahn gelegene und noch im Betriebe befindliche Dampfschneidemühle nebst Wohnung erbvertheilungshalber an Ort und Stelle versteigert werden. Ehringshausen, 31. October 1890. (Kreis Wetzlar). 9147 3. Weimer Wittwe. DiiiUdjeii fiofliioc (ä Liter 2 Mark) In ganz vorzüglicher Qualität empfiehlt Ferd. Diebes, 8629 21 Marktplatz 21. Spar- und Leihkaffe zu Laubach. Wir bringen hiermit zur Kenntniß der Bewohner der den Sparkaffebezirk Laubach bildenden Orte, sowie derjenigen von Münster, Ettingshausen, Ober- und Niederbessingen und Hattenrod, daß vom 1. Januar 1891 der Zinsfuß für Darlehen gegen Bürgschaft aus 4 pCt. herabgesetzt ist. Bei Erwerb von Güterkaufgeldern verlangen wir keinen Bürgen, wenn das erste Ziel bereits gezahlt ist und im andern Fall einen solchen nur für Vz Theil des gesammten Cessionsbetrages. Lau buch, den 1. November 1890. Die Direction der Spar- und Leihkasse. ____________________ Weber.____________ 9160 Bekanntmachung. Die verehrlichen Mitglieder des hiesigen Spar- und Leihkaffe-Vereins werden zu einer Hauptversammlung auf Samstag dcn 15 November 1890, Nachmittags 3 Uhr, in den Saal des alten Rathhauses auf hiesigem Marktplatze eingeladen. Tagesordnung: 1) Vorlage der vorgeprüsten Rechnung für das Jahr 1889. 2) Erstattung des Verwaltungsberichts für dasselbe Jahr. 3) Bewilligung von Unterstützungen. 4) Die Psennigsparkaffe betreffend. 5) Gesuch des Sparkaffedieners um Gehaltserhöhung. 6) Neuwahl von Ausschußmitgliedern. Gießen, am 17. October 1890. Die Direction des Spar- und Leihkaffe-Vereins. Langsdorfs. PelzwaareNj aller Art. als: Muffe, Baretts, Boas» Mützen, Kragen rc. offtrirt billigst Heinrich Repp, 5 Lindenplatz 5. Gleichzeitig bringe mein wohlaffortirtes Lager in: Filz- «nd Seidenhüten, Winter mütze« für Herren und Knaben, Regenschirme, Winterhandschnhe, Weitz und farbig, Glacehandschuhe, Kragen und Manschetten, Binden «nd Cravatten, Hosenträger rc. in empfehlende Erinnerung. Reparaturen werden prompt und billigst besorgt. 9177 Gußkuchen (oder Streußel. kuchen), Radankuchen, KäS> Suchen, Apfelkuchen w Apf.l- lö.tchen, Windbeutel und ver- schiedenes kleines K»ff«eaebä«k täglich frisch, sowie To.ten und Confeet empfiehlt Friedr. Noll jm Stern 9189 Mäusburg. 9145] Circa 350 leere Cigarren- Kistchen billigst avzugeden bei Jean Häuser, Mäusburg 1. Hirschbraten. Ich verkaufe das Pfund Hinterbraten zu 70 Vorderbraten zu 60 Ziemer im Ganzen oder auch getheilt 9161 Wildprethändler Ebel. mit LUK Monogramm^ o und Couverts 9/44] Ein großer runder Tisch, zwei Otterfallen, zwei Fischnetze (Hamen), zu verkaufen. Wilbelmstraße 1, Mans. ■I liefert die Brühl’sche Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) 7. Schillstrasse 7. Fernsprecher 51. . Briefpapier Air Freiheitspserde u- s- w. Hochachtungsvoll ü Alpenröschen Zilheröerein Eom tag den 2 November, Abends 8 Uhr: Mühle 9157 Freiskegeln «»tzlich.rH-«.hatt«vgSg-«.nst»nde Betriebe g°°ign7t, ist zu °-r> Höfl. Einladung. C. Dräbing. pachten oder zu verkaufen 156 Näheres bei der Exped. d. Bl. [Afitweroew nach Schutzmarke: Adam Reiners. Rettungsstern! C Schulze II., Schillerstraße 7. 1124 Disconto-Command.-Anth. Mitwirkende: Frau Julia Uzlelll, Herr Programm 143.31 in Harpener 5. Violinsolim. Clavier- begleitung . Reichsbank-Dtscont 5’/e pCt. — Frankfurter Bank-Dtscont 5*/8 pCt. Joh. Brahms. 168.60 109.20 v. R. Volkmann. „ W. A. Mozart. „ J. B Viotti. („ Franz Schubert \ „ Joh. Brahms. L Ant Rubinstein. 90.00 93,00 78.50 80.00 19891 92 8» 154.2) 6. Akademische Fest- Ouverture op. 80 . Georg Fritzschler. Richard Goullon. Karl Schreiner. Karl Rupp. Hans Rudolf. Worbb. Lloyb-Act. Wiener Bankver.-Act- Oest. Crebit-Act. 1 Oest. Staatsb.-Act. 3^2 % Gießener Gelsenk- Bergw.-Act. 218.00 157.20 155.50 149.00 105.00 269.50 217.50 Adelheid Martin. Rudolf Biebrach. Heinrich Winolt. Elisabeth Bischoff. Oesterr. Crebit Act. Oesterr. ^>taatsbahn-Act. Dortmunber-Union-Act. Darmstäbter Bank-Act. 132.75 429.75 210.00 158.00 143.90 117.40 6050 Otto, Budiker Fr. Otto Kühling Faselkopp Kassenötfnung „Idomeneo“ . 3. Violin - Concert A-inoll Nr. 22 Emma Rellstab. Fritz Mai. Wilhelm Meder. Ida Unger. Adolf Krüger. Rudolf Biebrach. Antonie Roland. Heinrich Winolt. Hans Rudolf. Offerten sub I K L an dieses Blattes. Fritz Lony, Dammstraße 34. Rod. Stuhl, Neustadt 23. Carl Möser, Alicestraße 20. C Lehrmund Ww«., Neuenweg. Adolf Griffe, Seltersweg 2. Adolar Böseler, gen. Matsch Lieschen Spröde, Kellnerin Pinkert, Schlächter Glattbein, Küster vermischte Anzeigen. 9178 Sehützenhof. Hasenhut, Hauswirth Ede, Kellnerjunge Reich, Geheimrath Krabbenstrecker, Socialist Fr. Weidenhammer Markull, Seiltänzer 4. Lieder mit Clavier- begleitung . . . Pfannenschmidt v. Schranken Röthclmann Liebnitz Wörner nahe bei Frankfurt a. M- an einer Eisenbahnstation, mit starker Wasser- kraft und gut eingerichtet, auch zu Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E- B.-Act- Elbthal-Bahn-Act. Gottharb-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. Mothe Stern Linie König. Belg. Postdampscr von 9175] Einen Lehrling sucht auf sofort PH. Kreiling. Schmied in Heuchelheim. Eine btutfi in 9002] Em fleißiges braves Mädchen alsbald gesucht.Seltersweg 19. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 87OO I 40/0 Ung. Gold-Nente 98.8015 0/0 Jtal. Rente 87.001 4 Vs % Oest. Silber-Rente 98.90150/0 Ruff. Hl. 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Neuenbäue 17. Hch. Hansel, Bleichstraße. Rob. Hecker, Brandgaffe 4. I. Hengst Licherstraße 19. C. Noth II-, Wallthorstraße 5. Wm. Schomber, Neuenbäue 12. Eintrittskarten zu Mk. 2,50 (Sperrsitz Mk. 3,50), sind bei Herrn Ernst Challier Dienstag den 4. November 1890: „O, diese Männer“. Betreffend.' Herb Das GrHer, an die G'-ßh- ’ Nachstehende Beb Weise zm öjfentlidjen Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 1 November 1890. Der Börsen-Wochenbericht de» He^rn Waffersch- leben mußte wegen Raummangel für die nächste Nummer zurück b leiben. Directoren. NB. Nistete sind von Morgens 10 Uhr an an der Circuskaffe zu haben. AM- Der Circus ist geheizt» 9167 - «rud B«U, b« »r»hl,ch°. ton.** «Sc »*“«♦> Hummer umfatzi 10 ®eiU«. ----------------------- , . -i ! Darmstädter Bank-Act. Professor Hugo Heermann und das dmch Dresdener Bonk-Act. »» . ■ ■■ •• ■ i i '* Llzi i/avAino. ... . .1 „ Franz Schubert | „ H. W. Ernst. !L**»** |. M. Gülich „Zwikbeldonlioils". 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Au-g-boten werden: 2 Sophas, S Kommoden, 1 Spieltisch, 1 Schaukel- seffel, 3 vollständige Betten Bettwerk, 2 runde Tesche, 12 Stuhle, 2 ovale Tische 2 Pendules, je 3 ein- und zweithürige Kleiderschränke, 2 Sessel, 1 Toilettenspiegel, 4 hohe Figuren mit Postamenten, Zierpflanzen in Kübeln, dabei 2 große Aloe in gußeisernen Postamenten, 1 Korkarbeit in Glaskasten (Marienburg), 2 Fenster und 1 Portiere grüne Rips-Ueberhitnge nebst Vorhängen, 1 ovaler ; und 2 längliche Spiegel, 3 gute Gemälde, verschiedene Jagdbilder, 3 Läufer, ausgestopfte Thieie, Gläser, Vasen, Teppiche, Vorlagen, Weißzeug, Porzellan, 1 Küchenschrank, Küchengeschirr rc. re. Mittwoch den 3. November, Nachmittags von 2 Uhr an: 1 Nähtischchen, 1 vollständiges Bett, 1 Console, 1 Stellleiter, Vetroleuinherd, großer Tabakskasten, 1 runder Tisch, 1 Tivoli, Bücherreale, Bücher (dabei Shaksipeare), Weißzeug, Haushaltungssachen, 2 Bütten, 1 Grasmaschine u- s. w. Voraussichtlich Schluß der Versteigerung. Im vormundschastl. Auftrag: LouiS Rothenberger, Gerichtstaxator. Dienstag den 4. d. M., Vormittags von 9 Uhr an, können die Gegenstände besichtigt werden.9136 Todes-Anzeige. Teilnehmenden Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser innigst geliebtes Töchterchen Mlaaim nach kurzem schweren Leiden im Alter von 23/4 Jahvn zu sich zu rufen- , ,, Um stilles Beileid bitten . 9173 Louis Noll und Frau, Gießen, 1. November 1890. Soulft geb. Schmkhl- Danksagung. Für die so zahlreichen Beweise herzlicher Tbeilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste unserer innigst geliebten Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Caroline Dem Wwe., geb. Atzbach, sagen den herzlichsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen und Mainz, den 31. October 1890. Margarine FF L Berlw denselben Nährwerth und Geschmack besitzt, als gute Natur, butter empfehlen bei jetzigen hohen Butterpreisen als vollständigen Ersatz für feine Butter, sowohl um auf Brod gestrichen zu werden, als zu allen Küchenzwecken, ESr31 pr Pfund 80 Wegzugshalber ist das Hau- Westanlage 21 zu verkaufen oder der untere Stock zu vermiethen. [8226 9154] H^Morgen gutes Ackerland im Neuenweger Felb ist zu verpachten. V. Soos Giünbergerstrahe 13. srb m=«'neu nb‘n ,ät feit erfg6./ut^en nQt - L? «'fertigt s,^fe Lts 5t »ent unb d bot Telegraphischer Coursbericht der Berliner BSrse vom 1. November 1890. Disconto-Com.-Anth. 217-5I) K? • Wo Ä? • S Montag Abend 8 Uhrr Arnold. nSMariilier 100 Me!! sind meine selbstgefertigten Haar- «hrketten, ArmvLnder- BouqnetS- unb Perrücken. ASpfe werben für Mk. 1 angefertlgt. Gg. Petri Wtw. Nachfolger, 9182 Seltersweg 43,___________ Neues Theater, Giessen. (Direction: Adam Reiners). Sonntag den 2. November 1890: „Auf eigenen Füssen“. Gesangsposse in 6 Bildern von Pohl und Wilken. Personen: [9169 M |d)neile Fahrten, gute 1 Verpflegung, billigste Preise 1 Auskunft ertheiley: von der Becke & Marsily, AntWrpen F. J. Bothof, Generalagent, Mainz, W. Klippatein in Langsdorf. [371 Giessener Concertverein. Erstes Concert (99. Vereinsjahr). (9162 Sonntag den 9. November 1890, Abends 5 Uhr, im Saale des Gesellschaftsvereins. Dirigent: Herr Univ. - Musikdirector Ad. Felchner. Lonys Bierkeller» Sonntag den 2. Novcmber: G-rossea CONCERT der ^eit Jahren hier bekannten und bestrenommirten Barivtv-Gesell schäft oi0f. Weiß. — Erstes Auftreten der Frau Kathr Weiß, Lieder und Walzersängerin, sowie des Münchener Gesangshumoristen Jost Mamma. - Programm neu und besonders sür Famflien geeignet. ^^^G«Ällschaft. WohnuRgs -Veränderung Mein Ladrn nebst Wohnung befindet sich jetzt 22 WaSithorstrasse 22. Empfehle alle in- und ausländischen Sorten Obst und Gowüse. sowie frisch gefchoff«n-s Wild. 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