ter Börse. Coan vom 23./Vin. 30./VIU. 9490 94.501 86.80 1102.10 18.75 18.90 84.45 84.40 ortuz.--.88u.89 irt tzerb. Gold- tate . . . . biichetziftnbahn- )9P^DbL L. A.. vtb.Cbliß. 1880r Ärcono.. nt M'M 1887 . . ■ ? we» bitgaf. J4Se" ?“ Srül-i auf ** h'«tai fett jum Jrg ritten haben. SE)ufer fenb etoab *>'(<$« West weiter Bessert. «™« “f den anberen (Mieten t Sornfe meijt gut behauptet, 12 weiter gebelfert. ' ötljti'ntdjtntr aehen nur uni u«. Brauereien find behauptet, lentabriten in besserer Stimmung Preußischen Staatsbahnen. mmmetgras iu verkaufen, tot««, Schnlstrai, JhsÄ’Hs SBSÄl- n Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für dm folgenden Lag erscheinmden Nummer di- vorm. 10 Uhr. Hratisöeikage: Gießener Jamikienökätter. WIMI IWIB|i|IMW»BBm»gBMMWWWMaBBW8toW«l WMMMIWiMliiWII BHIFÜIHIII Illi.....IIWIIM^N«« Alle Annoncen-Bureaux de- In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. »»MMW»WSW^W»«WM»WWW!«WS»«W«»S» Amtlicher Theil. Bekanntmachung. In Folge Umbaues der Brücke über den Dorsgraben in Bersrod kann die Kreisstraße daselbst von Montag den 1. September l. I. bis aus Weiteres nicht befahren werden. Gießen, am 30. August 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: I o st, Regierungsrath. Betr.: Die Feldbereiuigung in der Gemarkung Saasen. Bekanntmachung. Die Verhandlungen über die Aufstellung des allgemeinen Meli oratio nsplanes für die Gemarkung Saasen liegen zur Einsicht der Betheiligten vom 25. August bis 8. September l. I. auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei Saasen offen, nämlich: 1) die Karte mit Einzeichnung des neuen Wege- und Grabennetzes; 2) die Erläuterungen dazu mit den Beschlüffen der Vollzugscommission in einem Hefte; 3) das Protocoll über die Prüfung dieses Meliorationsplanes durch die Landescommission vom 4. Juni l. I.; 4) die Acten über die geplante Regulirung der Gemarkungsgrenze von Saasen mit: a. Lindenstruth, b. Göbelnrod, c. Harbach, d. Reinhardshain; 5) die Acten wegen Anlage verschiedener Waldthelle zu Feld und umgekehrt. Am 10. September l. I., Vormittags 9 Uhr, wird der Unterzeichnete mtt der Vollzugscommission aus dem Bürgermeistereibureau in Saasen zur Auskunftserthellung und Entgegennahme von Anträgen anwesend sein. Etwaige Einwendungen gegen die vorgenannten Arbeiten müssen bei Meidung späterer Nichtberücksichtigung entweder während obiger Frist schriftlich bei der Bürgermeisterei Saasen überreicht oder in der erwähnten Tagfahrt den 10. September eingebracht werden. Darmstadt, den 11. August 1890. Der Vollzugscommissär: Nover, Regierungsrath. Bekanntmachung. In Folge Etats-Erhöhungen der Unteroffizier-Schulen Potsdam, Biebrich, Ettlingen und Marienwerder können zum 1. October d. I. noch Freiwillige zur Einstellung bei denselben gelangen und hierzu Anmeldungen bei dem unterzeichneten Bezirks-Commando stattfinden. Gießen, den 30. August 1890. Großherzogliches Bezirks-Commando Gießen. Casp ary, Oberstlieutenant z. D. und Commandeur des Landwehrbezirks Gießen. Zur Sedanfeier! Victoria! Gestern übergab sich Napoleon dem Könige Wilhelm. Gleichzeitig capitulirteu 80 000 Mann der Mac Mahon'schenArmee unter General Wimpffeu, der an Stelle des verwundeten Mac Mahou commandirt. Mit diesen Worten konnte am 3. September 1870 in einem Extrablatte der Gießener Anzeiger seinen Lesern Kunde geben von dem einzig in der Weltgeschichte dastehenden Ereignisse, das König Wilhelm damals seiner Gemahlin, der Königin Augusta durch folgende Depeschen mittheilte: Sedan, den 2. September, halb 2 Uhr Nachmittags. Die Capitulation, wodurch die ganze französische Armee in Sedan kriegsgefangen, ist soeben mit dem General Wimpffen geschlossen, der an Stelle des verwundeten Marschalls Mac Mahon das Commando führte. Der Kaiser hat nur sich selbst mir ergeben, da er das Commando nicht führt und Alles der Regentschaft in Paris überläßt. Seinen Aufenthaltsort werde ich nach dem Rendez-vous, welches sofort stattfindet, und nachdem ich ihn gesprochen, bestimmen. Welche neue Wendung durch Gottes Führung! Wilhelm. Varennes, den 4. September, 8 Uhr Vormittags. Welch ein ergreifender Augenblick, den der Begegnung mit Napoleon! Er war gebeugt, aber würdig in seiner Haltung und ergeben. Ich habe ihm Wilhelmshöhe bei Cassel zum Aufenthalt gegeben.*) Unsere Begegnung fand in einem kleinen Schlößchen vor dem westlichen Glacis von Sedan statt. Von dort beritt ich die Armee um Sedan. Den Empfang durch die Truppen kannst Du Dir denken. Un- *) Kaiser Napoleon pasftrte am 5. September, Nachmittags 4 Uhr auf der Fahrt nach Wilhelmshöhe die Station Gießen. beschreiblich! Beim Einbrechen der Dunkelheit 1/28 Uhr hatte ich den fünfstündigen Ritt beendigt, kehrte aber erst um 10 Uhr hierher zurück. Gott helfe weiter! Wilhelm. In gehobener Stimmung und ganz besonders dankbarer und weihevoller Erinnerung begeht in diesem Jahre das deutsche Volk die Sedanfeier, denn zwanzig volle Jahre sind es nun am 2. September, daß die denkwürdige und unvergleichlich ruhmvolle Schlacht bei Sedan geschlagen wurde und zwanzig Jahre sind es auch, seitdem die auf blutgetränktem Boden errungene deutsche Einigkeit dem großen, geliebten Vaterlande gehört und das Deutsche Reich blühend und mächtig gemacht und als ein gewaltiges Bollwerk des Friedens für Europa hingestellt hat. Mit von heißem Danke erfüllten Herzen feiert daher jeder Patriot das diesjährige Erinnerungsfest an die große nationale That vom 2. September 1870, mit innigem Danke zu Gott, daß er das heiße Sehnen unserer Nation nach Einheit endlich erfüllt und die Helden gesandt hat, welche das Riesenwerk der deutschen Einheit mit dem Schwerte vollbrachten, mit weihevollen Dankesgefühlen aber auch gegenüber den Helden selbst, die für die deutsche Einheit kämpften und bluteten, und mit hoffnungsfreudiger Zuversicht, daß das so ruhmvoll gegründete Deutsche Reich wie in den beiden vergangenen Jahrzehnten so auch in der Zukunft seine hohe Mission erfüllen, den deutschen Stämmen ein Schutz und Schirm bei ihrer Wohlfahrtsentwickelung und den befreundeten Nationen ein treuer Freund in guten und bösen Tagen sein möge! In diesem Sinne ist es auch das gute Recht und die heilige Pflicht des deutschen Volkes am 2. September seinen großen nationalen Ehrentag zu feiern, denn nicht Ehrgeiz und prunkendes Triumphgeschrei sind es, die an diesem Tage in Alldeutschlands Gauen zum Ausdruck kommen, sondern es ist ein Danksest und eine Freudenfeier edler, berechtigter Art über nationale Großthaten und bleibende gute Errungenschaften für das ganze deutsche Volk. Kein Streit der Parteien am häuslichen Herde, wie ihn das politische Leben naturgemäß mitbringen muß, keine bitteren Erfahrungen, die vorübergehend jede Nation machen muß, und keine Gefahren, die uns in Zukunft drohen können, dürfen uns die Freude an dem nationalen Gedenktage und das unerschütterliche Vertrauen auf das in seinen Fürsten und Stämmen, in Kaiser und Reich geeinigte Vaterland vergällen, denn dieses Fest begehen wir nicht nur aus Dank für die dahin geschiedenen und noch unter uns lebenden Helden der älteren Generation und aus dem Freudengefühle des gegenwärtigen Geschlechts, sondern der große nationale Ehrentag wird auch gefeiert zur Nachahmung und Aufmunterung für die Heranwachsende junge Generation, Feuilleton. Pie verlorene Perle. Novelle von I. Dedekind, Vers, der „Achten-Ltni". (Fortsetzung.) „Wir wissen aber, Sie und ich, daß der arme Graf, -genau wie der gemeine Mann, ärztlichem Befehle folgen und das Liebste, was er hatte, von sich geben und unter Aussicht stellen mußte." „Woher? Möchte ich Sie bitten," fragte Antonie, bleich bis zur Stirn und mit entfärbten Lippen. „Mir diese Kunde wurde? Von einem armen Lehrer, Durchlaucht, der den unschönen Namen Knotenhauer führt, und nebenbei ein verrückter Poet war, den man, als eine Species seltener Art, in dieselbe Anstalt brachte, die das Glück hatte, ihn zu curiren. Er war der Frau Gräfin dort begegnet, sie waren derselben Station zugetheilt, weil beide .Äon derselben fixen Idee bis zur Raserei gepeinigt wurden." „Welcher?" „Sie glaubten beide, eine Seele besessen und verloren zu haben, die sie bis an der Welt Ende suchen müßten." Eins von Antoniens Perlenarmbändern fiel klirrend zu Boden,- er hob es auf und dabei berührten sich ihre Hände, -er fühlte, die ihre zitterten und hatte beinahe Mitleid mit ihr. Aber der Sturm mußte erst austoben. „Knotenhauer erlebte den Tod der Gräfin in der An- Italt, und, wie er mir sagte, fand sich seine verlorene Seele in der Stunde wieder, in der die der Frau Gräfin in die Ewigkeit einging. Zum Begräbniß sang er ihr sein letztes Lied nach; bald darauf konnte er entlassen werden." „Sie sind ein großer Componist," sagte nach einiger Zeit, in der sie schweigend dagesessen, Antonie mit schwergehendem Athem, „wie und wo haben Sie da- alles zulammengetragen ?" „Vorigen Winter, in Wien, habe ich diesen durchaus wahren, unentstellten Thatbestand ausgefunden. Zwischen meinen Concerten hatte ich Zeit, Nachforschungen anzustellen. Was konnte mich anders in Wien reizen, als Schattenbildern nachzujagen?" „Knotenhauer hatte ich nie vergessen, ich suchte den Ehrenmann auf und er ließ sich finden. Uebrigens ein schöner, ehrwürdiger Greis, der sich jetzt ganz vernünftig benimmt und zu beschäftigen versteht. Aber das Dichten hat er ausgegeben. Wir verstehen uns sehr gut, nur in einem Punkte nicht: er steht die Ursache seines verfehlten Daseins in der Poeterei und dem, was damit zusammenhängt- ich in seinem Namen Knotenhauer. Den Eindruck hatte mir ein Gespräch im Palais Gallas, unser letztes, hinterlassen,' es ist wohl zu lange her, als daß Durchlaucht sich daran erinnern sollten." Er stand langsam auf, im Glauben, sie tödtlich beleidigt, tiefer getroffen zu haben als er gewollt hatte. Sie litt unsäglich unter seiner Härte, aber sie beugte sich und sah ihn bittend an, als er gehen wollte. Der Blick hätte ihn entwaffnen sollen, er fühlte sich wie verzaubert- und doch ging er, ging, um in einer anderen Sprache zu sagen, was sich in Worte nicht fassen läßt. In seinem „Bacchanale" entfesselte sich der Sturm einer lange schlummernden Leidenschaft. Mitten in die gluthvolle Ueppigkeit der Orgie erklang eine leise Klage, die rührende Bitte der Unschuld, sie schwoll an bis zum Gebet, aber ein Wehrus gebot Einhalt und weckte die unreinen Geister, die, der Tiefe entsteigend, ihren Höllenreigen begannen und die Stimme des guten Engels, so oft sie mahnte und durchzudringen versuchte, fanatisch niederjubelten. O, dieses Chaos! „Armer Georg, wie weit ab hast Du Dich verirrt," seufzte Antonie unter der Wucht des bösen Gewissens. Wer anders als sie, als ihr Verrath, hatte den Dämon geweckt, die sein Leben und seine Kunst beherrschten. Ein Enthusiasmus ohne Gleichen machte sich Luft. Fürst Schreckenstein drängte sich vor, um das erste Wort zu haben. Er bemerkte nicht einmal, daß sein königliches Weib so still und bleich wie eine geknickte Lilie dastand. Sie lehnte sich an eine Säule und hätte am liebsten die Augen geschlossen. Ein alter kunstsinniger Herr bemitleidete sie und meinte, „bei einer Migräne würde ihr etwas zu viel zugemuthet, dies übersteige ja alle Grenzen, es hieße die Hölle und ihre Schaaren heilig sprechen und hoffähig machen. Er hätte, zu seiner Zeit, Pagamni gehört, von dem man sagte, daß er einen Pakt mit dem Bösen geschlossen- bei diesem Meister Georg käme man auf den Gedanken, er sei Luzifer selbst in seiner ganzen düsteren Majestät. Herrlich, haarsträubend schön!" rief er aus, indem er sie verließ, um seine Ansichten weiter zu verbreiten. Es ging dann bald zu Tisch, wo Antonie, wie es die Stellung des Fürsten forderte, ihren Platz an der Seite des regierenden Herzogs erhielt. Ihr Gatte, neben der Herzogin, saß Georg gegenüber, ein Vorzug, den er aus jede Weise auszubeuten wußte. Antonie hörte seine und Georgs Stimme wie in fortwährendem belebtem Austausch aus der Ferne herüberschallen. Allmählich fühlte sie sich mit den Augen magnetisch hingezogen, sie wollte widerstreben und glaubte genug an der letzten Kränkung gehabt zu haben. Aber als sie fühlte, daß Georgs Blicke, dunkel und feuersprühend, wie berauscht von seiner eigenen Kunst, von Beifall, edlem Wein und unsterblicher Liebe, sie verfolgten und suchten, da gab sie nach und ließ ihre vernachlässigte, durstende Seele aus dem Becher, der ihr gereicht wurde, Begeisterung und DaseinS- sreude trinken. Der Herzog, der an solchen kleinen Musikabenden sich darin gefiel, den Zwang der Etikette zu erleichtern, ließ sich von der blendenden Persönlichkeit des berümten Gastes so weit hinreißen, daß er aufstaud und, das Champagnerglas in der Rechten, in wenigen, warmempfundenen Worten daL Wohl des Meisters ausbrachte. 169.30 172- 10 165. 113.90 M 105.05 68.40 101.20 101.05 81.30 58.- 6520 95 40 94.80 85.90 105.40 99.10 68.- 100.10 101.(5 81.80 51.95 65.25 95.60 94.70 85.80 * Büchner • tiäurgtr * rbt • • • Welmeer tu. )d)n£ouMt>tn o. do. o. do. ölt Gold (W) w-w nL garant 3tflL HseMn • • oorneser • * • ifi.Südv Elseck ..Saldtv.Sec.stft. 268.45 184.50 , . 162.50IW90 :(r Sank . • 113.40 |1H'7 iikiche Crebitb.. q-m/jä g»\“\l" Dienstag den 2. September 1890 ießmer Anzeiger General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. Rebaction, Eppebttta« unb Druckerei: Lchnkstraße Ar.-« Fernsprecher 51. vierteljähriger JHatt«eme«fsyrdi4 2 Mark 20 Pfg. mft Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pf«. Die Gießener «erden dem Anzeiger lyHchentlich dreimal beigelegt. Der $Ufe«er Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme de- MontagS. die dereinst berufen ist, auch eine Trägerin der Größe und Macht des geeinigten Vaterlandes zu sein. Deutsches Reich. Darmstadt, 30. August. Das heute ausgegebene Großh. Regierungsblatt (Beil. Nr. 24) enthält: I. Verzeichniß der Vorlesungen, Hebungen und Praktika, welche im Wintersemester 1890/91 in den sechs Fachabthei- lungen der Großh. Technischen Hochschule zu Darmstadt gehalten werden. II. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Offenbach, die -für das Rechnungsjahr 1890/91 zur Bestreitung der Bedürfnisse der Gemarkung Philippseich zu erhebende Umlage betreffend. Berlin, 31. August. Nur eine kurze Frist der Erholung und Ruhe hat sich K a i s e r W i l h e l m im Kreise seiner Familie nach den Anstrengungen seiner russischen Reise und der Manövertage in Ostpreußen gegönnt. Bereits an diesem Dienstag gedenkt der erlauchte Monarch seine Sommerresidenz, das Neue Palais bet Potsdam, wiederum zu verlaffen, um neuen, an ihn als den obersten Kriegsherrn herantretenden militärischen Pflichten zu genügen. Denn es ist nunmehr die Zeit der großen Kaisermanöver in Schleswig-Holstein herangekommen, welche durch die Theilnahme der Flotte eine besondere Bedeutung erlangen werden und sich darum zu einem außergewöhnlich fesselnden Schauspiele gestalten dürsten. Die Manövertage in Schleswig-Holstein werden ihre Einleitung durch die große Flottenparade erhalten, welche am 3. September in der Kieler Bucht vor dem Kaiser stattfindet und an welcher auch das in Kiel eingetroffene österreichische Geschwader, aus drei Panzerschiffen und einem Aviso bestehend, Theil nehmen wird. An die Flottenschau reiht sich am folgenden Tage die Kaiserparade des 9. Armeecorps bei Flensburg an, am 5. September folgt das Corpsmanöver des genannten Armeecorps, am 6. September die Besichtigung der Manöverflotte durch den Kaiser und die Tage vom 8. bis 10. September werden durch die Divisionsmanöver des 9. Armeecorps gegen einander ausgesüllt werden, welche an der Ostküste von Schleswig, Ler historischen Stätte von Düppel, vor sich gehen und bet 3-enen die Geschwaderabtheilungen der Manöverflotte in hervorragender Weise mitwirken werden. Berlin, 30. August. Der „Reichsanzeiger" schreibt im nichtamtlichen Theile: Die am 25. August vorgekommenen Ausschreitungen beider socialdemokratischen Versammlung im Friedrichshain haben, da wegen der Herbstmanöver des Gardecorps sich in Berlin nur schwache Wach- commandos befinden, Anlaß gegeben, die Jnfanteriebrigade des dritten Armeecorps zur Aushilfe in den Garnisonsdienst vorübergehend nach Berlin zu ziehen. Kiel, 30. August. An der Tasel bei dem Prinzen Heinrich und Gemahlin zu Ehren des österreichischen Geschwaders nahmen der Erzherzog Carl Stephan, die Admirale und Offiziere des Geschwaders, Oberst Steininger, ferner Staatssecretär Hollmann und die deutschen Admirale und Capitäne z. S., Theil. Abends fand eine gesellige Zusammenkunft int Marineoffizier-Casino statt. In Sahlmanns Tivoli geben heute Abend die Unteroffiziere der deutschen Marine ihren Kameraden des österreichischen Geschwaders ein Fest mit Ball. Kiel, 30. August. Nack dem nunmehr sestgestellten offiziellen Programm für den Tag der großen Flottenrevue wird am 3. September, Morgens 8 Uhr, die Kaiserstandarte auf der „Hohenzollern" von der Flotte salutirt. Am Großtopp wird gegen 9 Uhr von allen deutschen Schiffen die österreichische Flagge gehisst. Um 9 Uhr schifft sich der Kaiser auf der Stationsyacht zur Fahrt um die vereinigte Flotte ein. Beim Passiren paradiren die Mannschaften der Schiffe. Nach Beendigung der Fahrt begibt sich der Kaiser an Bord der „Hohenzollern" und geht alsbald mit der ver- Flotte nach Flensburg, wo gegen 7 Uhr Abends werden soll. Georg erhob sich, und als beim Umkreisen der Tasel einige Umsitzende sich anschlossen und dadurch die Reihen gelockert wurden, konnte er, nachdem er seinen Dank den Herrschaften dargebracht, unbeachtet vor Antonie stehen bleiben. Sie hatte sich halb umgedreht, ihre Köpfe berührten sich beinahe, als er sich zu ihr niederbeugte- sie fühlte seinen Athem an der Stirn. Er hielt ihr sein gefülltes Glas entgegen: „Diese Tropfen der Fürstin Schreckenstein," sagte er, kaum die Lippen benetzend, „und jetzt aus das Wohl der Hohen, Einzigen," flüsterte sein zuckender Mund, und er stürzte den Inhalt des Glases hinunter. „Georg 1" sagte sie, mit der alten Stimme. Und wenn er, wie er jetzt vor ihr stand, sie an sich gezogen und mit sich genommen hätte, sie würde alles verlassen haben und mit ihm gegangen sein. Rascher wie ein electrischer Funke zog das Trugbild vorüber. Als er von ihrem Sessel zurücktrat, war er ihr wieder der fremde Künstler, der ehrerbietige Freund, und sie die große Dame, die mit dem gewesenen Lehrer ein freundliches Wort austauscht. Die Tasel wurde bald aufgehoben und der ungezwungene animirte Verkehr zwischen dem Hos und seinen Gästen schien sich noch eine geraunte Zeit fortsetzen zu wollen. Ganz unvorbereitet sah sich Antonie Plötzlich, von den andern abgesondert, mit ihrem Gemahl und Georg, die in lebhafte Unterhaltung vertieft waren, zusammenstehen. (Schluß folgt.) * Das Geburtstagsgeschenk. Herr (neckend): „Aber, mein Fräulein, haben Sie aber ein unschönes Stumpfnäschen!" — Fräulein: „Leider ja. Die Form gefällt mir auch nicht, aber es ist einmal ein Geburtstagsgeschenk und da muß man es auch behalten." einigten geankert An-lMtv. Wien, 30. August. Das „Fremdenblatt" beglückwünscht die italienische Regierung zu den gegen die i r r e d e n t i st i s ch e n Vereine getroffenen energischen Maßregeln, welche auf die gegenseitigen Beziehungen der Völker die günstigste Einwirkung haben würden. — Die „Wiener Zeitung" publicirt eine Reihe von Ministerialverordnungen, betr. das V erbot der Ein- und Durchfuhr von Hadern, alten Kleidern, gebrauchter Leibwäsche, Bettzeug aus ganz Asien und Egypten wegen Choleragefahr. Ragaz, 30. August. Nach mehrtägigen heftigen Regengüssen sind alle Bergbäche stark angeschwollen. Der Rhein kam bei Reichenau aus die seit 1872 nicht mehr erreichte Höhe von 26 Fuß. Die letzten Winter neu erbaute Brücke zwischen Mastrils und Landquart wurde gestern Abend fortgertffen; eine Frau und ein Knabe sind umgekommen. Bei Churwalden wurde ebenfalls eine Brücke fortgeschwemmt - der Verkehr ist dort unterbrochen. Paris, 30. August. In hiesigen diplomatischen Kreisen verlautet, der Nuntius Rotelli würde beim nächsten Con- sistorium zum Cardinal ernannt und der hiesige Poften durch den Münchener Nuntius Agliardi ersetzt werden. — Das Kontingent pro 1891 für Tongking wird aus 600 Offizieren und 24000 Mann bestehen. London, 30. August. Das große Kohlendepot der Firma Rey and Sons auf Olg San Wharf Ratcliff im Osten Londons ist gestern Abend gänzlich niedergebrannt. Mehrere Tausend Tonnen Kohlen sind verbrannt. Die anstoßende Oporto-Werst und mehrere Magazine wurden beschädigt. Fast die ganze Feuerwehr war aufgeboten. Rom, 30. August. Die im Lager von Montichiari vor dem Königspaar und dem Kronprinzen stattgehabte Revue der beiden an den Manövern theilnehmenden Armeecvrps verlies unter großem Andrang des Publikums und lebhaften Kundgebungen für das Königspaar in glänzendster Weise. Newyork, 30. August. Der Friedensvertrag zwischen Guatemala und San Salvador bedingt die völlige Unabhängigkeit San Salvadors, sowie die Zurückziehung der Truppen beider Staaten von der Grenze binnen achtundvierzig Stunden. Newyork, 30. August. Am Montag findet ein Arbeitsfest statt. Der Tag gilt als allgemeiner Feiertag. Washington, 30. August. Der Senat hat bei der Dis- cussion der Taris-Vorlage ein Amendement der Finanz- Commission verworfen, welches sich gegen eine Ausfuhrprämie für Salz ausspricht, das bei der Zubereitung des Exportfleisches verwendet wird. Angenommen wurden Amendements, welche die Zölle für Cognac, Liqueure, Champagner, nichtschäumende Weine, Porter, Bier und Malzextracte erhöhen, für Mineralwasser dagegen herabsetzen. Sherman sagte, die Finanz-Commission werde wahrscheinlich die Abschaffung der Zölle für ausländische Kunstgegenstände empfehlen. Washington, 30. August. Der Vertreter der Vereinigten Staaten Nordamerikas in Centralamerika bestätigt die Unterzeichnung des Friedens zwischen San Salvador und Guatemala, wodurch überall in Centralamerika der Friede wieder hergestellt ist. Chicago, 30. August. Alle Strikes der Weichensteller an den Eisenbahnen nach den großen Viehhöfen (Stockyards) scheiterten. Buenos Ayres, 30. August. Die Senatscommission nahm den Antrag des Finanzministers an, Schatzbillets bis zum Betrage von sechzig Millionen Dollars auszugeben. — Die Liquidation an der Börse führte bedeutende Verluste herbei,- in Folge der Goldbaiffe wurden mehrere Zahlungseinstellungen angekündigt. — Die Truppen werden vorsichtshalber Nachts unter Waffen gehalten. In der Stadt besteht große Abneigung gegen die Mitglieder der „Union Civica", welche den Ministern Roca und Lavalle Opposition macht. Die Bevölkerung vertraut im Allgemeinen der Regierung. Die Aufregung in den Provinzen legt sich, die Geschäfte gehen besser. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 31. August. Die angekündigten Massenansammlungen von Ausflüglern anläßlich des Todestags Lasalles sind nicht eingetreten. Der Verkehr auf den Bahnhöfen nach den bet solchen Ausflügen beliebten Vororten war kaum stärker als in früheren Jahren. Hier und da machten sich Passagiere in rothen Cravatten oder Nelken bemerkbar, aus der Fahrt hinaus wurden auch vereinzelt rothe Federn an den Hüten befestigt. Heber Friedrichshagen, das der Sammelplatz von 40 Vereinen sein sollte, begaben sich verschiedene Trupps unauffällig in die Umgebung. Potsdam, 31. August. In Gegenwart des kaiserlichen Paares, des Fürsten von Hohenzollern und des rumänischen Thronfolgers wurde heute Mittag die Tochter des Erbprinzen von Hohenzollern aus die Namen Auguste Victoria Wilhelmine Antonie Mathilde Elisabeth Ludovika getauft. Die Kaiserin hielt den Täufling über die Taufe. Kiel, 31. August. Bei der gestern von dem Prinzen Heinrich zu Ehren des österreichischen Geschwaders im weißen Saale des Schlaffes gegebenen Festtafel toastete der Prinz, der die Uniform eines österreichischen Linienschiffs- Capitäns angelegt hatte, auf das Wohl des Kaisers Franz Joseph und des gesammten kaiserlichen Hauses. Erzherzog Carl Stephan antwortete mit einem Toaste auf den Kaiser Wilhelm und die Mitglieder des preußischen Königshauses. Der Tafel wohnten auch der Herzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg und der Lieutenant z. S. Prinz Reuß XXVI. bei. Eisenach, 31. August. Die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung hielt hier ihre diesjährige Jahresversammlung ab. Nach geschäftlichen Mittheilungen wurde heute über Hauswirthschafts-Unterricht verhandelt. Mtiint io Wir bringe, -aß sich das < Mittwoch den < Ttock des Biii straße Nr. 1 - der Lüdanla, ans dem birhe Ttadtksffe nach und 2 Teptem Den ©mfäetj p( Lauterberg a. H., 31. August. Der Reichscommiffar Major v. Wißmann begibt sich heute in Begleitung seines Adjutanten Dr. Bumiller nach Brüssel und Ostende, um daselbst dem König von Belgien einen Besuch abzustatten. Von dort geht er nach Bremen, Hamburg und Köln und gedenkt am 16. September in Berlin einzutreffen. £®calc$ und provinzielle». Gießen, 1. September. — Behufs Bildung der Spruchliste für die am 22. September 1890 beginnende Sitzungsperiode des Schwurgerichts wurden die Namen sämmtlicher Hauptgeschworenen aus der Jahresliste für 1890 in die Urne gelegt und von dem Vorsitzenden folgende Namen für die Spruchliste gezogen:: 1) Bücking, Johannes VIII., Alsfeld; 2) Rau, Heinrich III.,. Wieseck; 3) Brück, Karl, Gießen; 4) Dietz, Johann, Gießen / 5) Leopard,Georg, Melbach- 6) Breidenbach, August, Dorheim- 7) Henkel, Johannes, Landenhausen- 8) Nikolai, Karl II., Blofeld - 9) Ludwig, Heinrich Karl, Ulfa - 10) Pröscher, Wilhelm IV., Schotten - 11) Schaub, Balthasar Christian, Büdesheim- 12) Keller, Wilhelm II., Melbach - 13) Diegel, Eckhard II., Maulbach - 14) Lutz, Karl, Elpenrod - 15) Rupp,. Konrad Jakob, Dortelweil- 16) Quanz, Heinrich IV., Eichelsachsen- 17) Grüninger, Jakob, Butzbach - 18) Blecher, Philipp II., Ober-Mosbach- 19) Fauerbach, Ludwig, Nieder- Wöllstadt- 20) Jung, Kaspar IV., Klein-Linden - 21) Lang, Wilhelm, Nieder-Bessingen- 22) Finger, Heinrich Karl, Laubach- 23) Bausch, Hermann, Nieder-Wöllstadt - 24) Boldt, Hans, Butzbach - 25) Koch, Heinrich I., Frischborn - 26) Dietz, Heinrich, Stumpertenrod - 27) Groos, Franz, Gießen- 28) Neeb, Konrad, Windhausen- 29) Hoch, Julius, Gießen- 30) Heß, Hermann, Schotten. — Wie aus einer in vorliegender Nummer befindlichen Bekanntmachung ersichtlich, läßt die Kgl. Eisenbahn-Direction Hannover wieder am 11. und 18. September c. je einen Sonderzug von Frankfurt a. M. über Cassel, Hannover nach Bremen, behufs Erleichterung des Besuchs der Nord- westdeutschen Gewerbe- und Zndustrie-Ausstellung abgehen. Die hierzu auch auf Station Gießen zur Verausgabung gelangenden Fahrkarten haben bei freier Rückfahrt eine achttägige Gültigkeitsdauer und berechtigen bei einem Ausschlag von 1 Mk. zum Eintritt in die Ausstellung. Die Züge treffen gegen 4/a10 Hhr Vormittags in Gießen ein, so daß die Reisenden um 7 Hhr 52 Min. Abends Bremen erreichen. — Den verehrt. Eltern, deren Kinder sich am morgigen Festzuge betheiligen, sei hier mitgetheilt, daß sich die Kinder Nachmittags */23 Uhr in ihren Schulen einzufinden haben. — Das 2. Bataillon Magdeburgischen Fuß-Artillerie- Regiments Nr. 4 traf heute Vormittag per Fußmarsch von Wetzlar hier ein. Die Weiterfahrt der Mannschaften erfolgt morgen Nachmittag. — Die an dem Exercieren der 49. Ju^ fanterie-Brigade theilnehmenden Truppen (ausschließlich unserer 116er) haben in der Umgebung von Lang-Göns Quartier bezogen. ____________ lqj Lich, 31. August. Bei dem starken Gewitter am 27. d. M. gegen Abend schlug der Blitz in einen Baum, welcher neben dem Schloßgartenteich stand. Wahrscheinlich fuhr der Strahl in den Teich, denn am anderen Tage schwammen eine Menge Fische todt aus demselben. Unter den Fischen befand sich ein colossaler Karpfen, der an 30 Psd. wog und ganz grün auf dem breiten Rücken war. Der Karpfen ist gewiß viele Jahrzehnte alt geworden. Es wäre intereffant, wenn Sachverständige sich darüber vernehmen lassen wollten, ob die Fische durch die Electricität oder durch den in die Wassermasse verübten Schlag, oder durch Beides getödtet worden sind. Von Laien wird das Eine oder das Andere behauptet, ohne daß man zu einem Schluffe gelangen kann. Grünberg, 28. August. Die Herstellung des hie- sigenWartthurmes, x/4 Stunde in nordwestlicher Richtung von unserer.Stadt, links von der Marburger Straße gelegen, hat in letzterer Zeit bedeutende Fortschritte gemacht. Dieses Bauwerk war in den letzten Jahren sehr schadhaft geworden. Man beabsichtigt, es jetzt zu einem Aussichtsthurme herzurichten, welcher Plan bereits vor einigen Jahrzehnten von dem Grün- berger Verschönerungsverein gefaßt worden war, aber aus Mangel an Geldmitteln nicht zur Aussührung gelangte. Jedoch war bereits damals eine steinerne Treppe gebaut worden, die in einer Windung um den Thurm zum ersten Stockwerk führt und noch wohl erhalten ist. Besonders verderblich für den Bau war der Einbruch einer Schießscharte (Schlüffel- schießscharte) im zweiten Stock. Durch weitern Nachrutsch der Steine war eine große Lücke entstanden. Jedes der beiden Stockwerke des Thurmes hatte drei solcher Schießscharten. Leider hat man die eingebrochene Schießscharte im zweiten Stockwerke nicht nach dem frühem Stile, wozu die übrigen Scharten als Muster hätten dienen können, wiederhergestellt, sondern an ihrer Stelle ein geschmackloses viereckiges Loch angebracht. Ebenso ist eine geschmacklose hellschimmernde Tünche verwandt worden, so daß jetzt der Wartthurm, wie die Kirche im benachbarten Röthges, oder wie die bekannte „Weiße Rübe" auf dem Otzberg bei Hering i. O., weithin „durch die Lande glänzt". Ein dunkler Anstrich wäre zweifellos paffender. Leider ist auch der noch wohl erhaltene runde Wall, der in einer Peripherie von etwa 150 Schritten und einer Höhe von etwa P/2 Meter das alte Bauwerk umschließt, bei der neuerlichen Wiederherstellung auf der Südseite stark beschädigt worden. Die Kosten der Wiederherstellung werden durch die Ergebniffe musikalisch'dramatischer Aufführungen hiesiger Dilettanten und durch Sammlungen aufgebracht. Auch wurde die finanzielle Hnterstützung des Vogelsberger Höhen-Clubs in Anspruch genommen. Der Dank aller Freunde der Geschichte und der Natur aber gebührt Denjenigen, die dieses Hnternehmen angeregt und gefördert haben. Laubach, 29. August. Im Mai d. I. hatte sich dahier ein Turnlehrer-Verein für Laubach und Hmgegenb gebildet - derselbe umfaßt jetzt bereits 13 Mitglieder. Gleich Sei Die Einwohr I« Erinnerung - tember die Häusl Gießen, den Grvßher;vs Be Die hiesigen M *■ I. m Anlasi der W» wie an gonn. Eiags bis 5 Uf Drtä. und Landbesiell umfRe statt, wie Sc Netzen, den: 'Ne n |eff*n 1 o6 A»! s“inenÄ^t8£t Serben, । h-r«" gnteteffc« |ii erfiltt" Agrtrag । M dah'° . Herrn 6 «MMN 2 9 Saubach gehauen s w 1,1 Auswanderung Passion Oferammergauer P'I laben °W ®«( ■* "S SuU ffanbte «nb »efannt Glück ebenfalls zu verf (:) Am Vogelsberk ter Halmfrüchte H Ä; *«n» MonbtKft* NoS^tt > ?"echtignA'^ her s0, Franks SV? Aller Ma«» A«"*1 7181 7260 nach Drogenhandlung. 7217a] Drogenhandlung. 7217b] 7246 7071 Gießen. Sprrrck, Schulstraße- 7255 Gietze«. 7160 382 JleuesSauerftraut 7178 I Mittwoch Abend bei Scharmann. empfiehlt L. Kalkbof. Hloihe Siern Linie König. Belg. Postdampfer von Glaser- oder Schreinergesellen sucht [7006] H. Scherff, Löwengasse. 7242] Eine hiesige Cigarrenfabrtk sucht für eine Filiale einen durchaus tüchtigen zuverlässigen soliden Wortführer bet hohem Lohn und dauernder Stellung. Offerten unter K. 150 an die Expedition dieses Blattes.___________________________ 7259] Korallenchrmvand verloren. Gegen Bel. abzug. Ludwtgsplatz 6 III 7037] Gute Säcke für Frucht und Kartoffeln zu 40 und 50 H bei L. Mühlhansen, Westanlage 15. 7151] Tüchtiges Dienstmädchen, welches kochen kann, gesucht. Näheres Kreuzplatz 6. Hannover, den 30. August 1890. Königliche Eisenbahn-Direction. zarantirt frisch, per Stück 6 Pfg., 2 Stück 11 Pfg., 25 Stück 1.30 Mk., per 100 Stück 5.10 Mk. empfiehlt [6660 Hch. Arnold II , Schloßgaffe 5. Temperatur der Kahn und der Lust am 1. September, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 11*/8Z Lust 12 Gr. Rübsamen. Bengalische Klammen, Pulver, vollkommen gefahrlos, roth und grün, vorräthig bei Otto Schaaf) Bengalische Klamme«, Pulver, -1 vollkommen gefahrlos, roth und grün, vorräthig bet Otto Schaaf« den anderen Vereinen in Darmstadt, Gießen, Mainz erstrebt derselbe Anregung der Mitglieder durch gegenseitige Belehrung in Theorie und Praxis. Der Verein beabsichtigt, demnächst dem hessischen Turnlehrer-Verein gleichfalls beizutreten. Ulrichstein, 26. August. Behufs Erhaltung der Ruinen unseres Bergschlosses ist neuerdings durch die hiesige Sektion des Vogelsberger Höhen-Clubs ein Ausschuß von drei Herren gebildet worden, welcher seine Ausgabe durch weitere Anregung des Interesses für unsere altehrwürdige Burgftätte zu erfüllen eifrigst bemüht ist. Zu dem Zwecke wird demnächst dahier ein Vortrag über die Geschichte des Bergschlosses Ulrichstein durch Herrn Gymnasiallehrer Dr. Röschen von Laubach gehalten werden. D. Ztg. == Aus der Wetterau, 31. August. Seit einiger Zeit macht sich unter unserer Bevölkerung wieder ein lebhafter Auswanderungstrieb nach Amerika bemerkbar. Die großen Schützen- und Sängerseste zu Wien und Berlin, das Oberammergauer Passionsspiel und andere Veranlassungen haben viele Deutsch-Amerikaner in das alte Vaterland gelockt und erwecken durch ihre Schilderungen das Verlangen unter jungen und ' selbst älteren Leuten, jenseits des Ozeans, wo Verwandte und Bekannte Unterkunft gesunden haben, ihr Glück ebenfalls zu versuchen. (:) Vom Vogelsberg, 31. August. Die Aberntung der Halmfrüchte schreitet allenthalben ihrem Ende zu Bekanntmachung. Die Einwohnerfch oft wird freundlichst ersucht, zur Erinnerung an den Tag von Sedan am 2. September die Häuser zu schmücken. Gießen, de« 29. Augnst 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen GnaUth. 7226 Wild. Ich bezahle für Rehe, Hasen «nv Feldhühner stets den höchsten Preis. Wildprethändler Ebel, vernaschte». △ Mainz, 31. August. Heute ist hier die Probenummer eines neuen socialdemokratischen Organs ausgegeben worden, das vom nächsten Monat alltäglich erscheinen soll. Dasselbe betitelt sich „Mainzer Volkszeitung" und wird in Offenbach bei M. Jahn gedruckt. Als verantwortlicher Re- dacteur zeichnet ein Specereihändler Namens Sprenger von hier. Eingesandt. H. Gießen, 31. August. Die Vorfeier unferes großm SedarrtageS wurde heute auch in unserer Stadlkirche in erhebender Weise begangen. Professor Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß -aff ffch das Geschäftslocal der Stadtkaffe vom Mittwoch den 3. September l. I. ab in dem unteren Stock des Bürgermeisterei-Gebäudes — Gartenstraffe Nr. 1 — befindet und seinen Eingang von der Südanlage aus hat. Wegen des UeberzugS aus dem bisherigen in das neue Local bleibt die Stadtkaffe nächsten Montag und Dienstag, den 1. und 2, September l. I-, geschloffen. Gieffeu, den 30. August 1890. Groffherzogliche Bürgermeisterei Gkeffen. Gnauth 7225 und läßt in keiner Beziehung etwas zu wünschen übrig. Vielen Landwirthen ist es gar nicht möglich, ihre.Erträge alle unter Dach zu bringen, weshalb sie sich genöthigt sehen, auf dem Felde dreschen zu lasten und das Stroh daselbst an- zuhäusen. Es wäre jetzt nur gutes Wetter zu wünschen, damit die Kartoffeln, die ohnedies schon arg Schaden genommen haben, nicht weiter zu leiden hätten und die Grummeternte ihren Ansang nehmen könnte. — Zu einer wahren Landplage sind die Sperlinge geworden. Dieselben haben sich in großen Schaaren versammelt und fallen über das noch ausstehende Getreide her, um ihr Vernichtungswerk zu betreiben. Abhülfe wäre dringend nöthig. Behufs Theilnahme am Lampion-ug Zusammenkunft V28 Uhr, zum Festzug i/23 Uhr auf dem »Lahnftein". Generalversammlung am Samstag, 13. September er., Abends V«9 Uhr im „Vereinslocal". • « Sonntag den 7.*September r AnS- fiug nach Annerod l.zur Krone"). Der Vorstand. Bekanntmachung. Die am 3. Jauuar 1879 wegen Verschwendung erfolgte Entwün- digung des Johanne- Kreiling von Heuchelheim ist durch rechtskräftiges Urtheil Gr. Landgerichts der Provinz Oberheffen vom 1. Mai l. I wieder aufgehoben worden, so daß der Genannte seine Selbstständigkeit wieder erlangt hat, was man hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt. Gießen, den 30. August 1890. Großh. Amtsgericht. Fresenius. 7243 Bekanntmachung. SoudeyM von Frankfurt a. M. nach Kremen über Cassel-Kanuover. Zur Erleichterung des Besuchs der Nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrie-Ausstellung in Bremen soll am 11. und 18. September I. je ein Sonderzug von Frankfurt a. M. nach Bremen über Eastel-Hannover befördert werden. Hierzu gelangen auf den Bahnhöfen Frankfurt a. M., Hanau N, Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach, Gießen, Marburg, Kirchhain, Treysa, Wabern, Wildungen und Guntershausen besondere Rückfahrkarten II. und III. Klaffe mit achttägiger Gültigkeitsdauer zur Verausgabung. Dieselben sind zum einfachen Personenzughinfahrtpreise, jedoch mit 1 Mark Ausschlag berechnet und berechtigen detzhalb zum einmaligen unentgeltlichen Besuche der Ausstellung. Abfahrt der Sonderzüge: von Frankfurt a. M. 8 Uhr 34 Min. Vormittags von Cassel 1 Uhr 22 Min. Nachmittags von Hannover 5 Uhr 32 Min. Nachmittags. Ankunft in Bremen 7 Uhr 52 Min. Abends. Alles Nähere ergeben die auf den betreffenden Bahnhöfen aushängenden Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Die hiesigen Postschalter sind am Dienstag den 2 September d. I. aus Anlaß der Feier der zwanzigjährigen Wiederkehr des Sedan- lages wie an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 9 Uhr Vormittags bis 5 Uhr Nachmittags geschlossen; ebenso findet der Orts- und Landbesielldienst an diesem Tage in demselben beschränkten Umfange statt, wie Sonntags. Gießen, den 30. August 1890. Kaiserliches Postamt I. V.: Schreiber.__ im Metzger Ptrr scheu Hause, x H. lirlvb. * Kellgeöotenes. Gute Gst u. Kochbirneu 7248_____________SelterSweg 86. Herbstfettbücklinge, 3 Stück 20 Pfg., empfiehlt 7266 Gmil Orbig. M-Mmn (hl. 16, E-ntralfener und Lefaucheur, sora- fältigst geladen, in Packung ä 10 Stück, per Hundert 6.50, empfiehlt [6728 Mittwoch, den 3. September, Nachmittags 5 Uhr, soll das Grummelgras von den früher KaSpar Gchomber'schen Wiesen, sowie von einigen Bäumen die Birnen «nd Zwetschen freiwillig versteigert werden. Znfammenknnft am städtischen Schlachthaus. Gießen, 30. August 1890. 7227 Vogt Ortsgerichtsmann. Unserer mrtheuKneipmrihin zu ihrem heutigen Wiegenfeste die besten Wünsche. Wer ist es, der uns reich begabt Gar mannigfach den Magen labt? Die Wirthin ist es, deutsch und brav, Die Keiner je nachlässig traf. Drum lasset uns das Glas erheben: Hoch soll heut' unsere Wirthin leben. 7262 E. M. 8. 8 Mein Cigarrcugeschäft be» * X findet sich jetzt X x Neuen Baue 12 8 dem fraxtm M dn Wtz m-'M d°M, «M stand. WaPch-M 14) dem am ander« T-I- e tobt auf dMl-ibm- UM -ß-l-r Kayl«, d-r m E ™ breiten »n « ® eim-e alt gerooröen. ES »« ' i e sich darüber dern- M ttn *118 ■tunbe m nor > V 4«n sehr n JahrM" ” aber ««’ -saht w-'dw " Aussthrnnz ge ■nerne gtoW Thnrrn jnm i ff n-t. iSchlH ■ j benafr S-SÄ •> wir- )” bt jüji ***wä<» iCasSss *,*«*$«#*' Ist 300 mal so süss wie Zucker, jedoch kein _ m ■ ■ ■ Zucker, sondern nach dem einmüthigen ür- H I ■ H ■ ■ l BI theile der Wissenschaft ein vollkommen un- W ■■ ■ I ■ ■ IJ ■ Al schädliches Gewürz. Man verwende nur die ■ ■ I I ■ ■■ leicht lösliche oder die Tabletten-Form. Zu ■ 1M| ■ ■ ■ ■ I WM ■ ■ ■ ■ ■ haben in jeder besseren Droguerie, Apotheke, IW VI ■■ II Bll W Spezereihandlung. Alleinige Fabrik: Fihl- berg, List & Co., Salbke-Westerhüsen a. E Haupt-Wiederlage bei Otto Schaaf in Giessen. Gummi- Paris. Feinste Specialitäten. 4447 Zollfr. Versandt durch W. H. Mielck, Frankfurt a. M. Special-Preisliste in verschloss. Couvert ohne Firma geg. Eins, v. 20 Pfg. in Briefm. Textors Terrasse Montag de« 1. September: i Concert. - Aufaug Uhr AbeudS. schnelle Fahrten, gute Verpflegung, billigste Preise. Auskunft ertheilcy: von der Bccfco & Harsily, Antwerpen F. J. Bothof, Generalagent, Mainz. W. Klippatein in Langsdorf[371 7- in > unb o ei ”«9 feil« "tn5!N “m be= b“Tä »>'d So« "nb S-d-A Schliß,@t|,te®6tr. "7'icher,6a„p ' > Urne ff*** . W ^e SprnL Unb »°» W; 2) Fnschborn; 26) Diet o^5ranj,@ieta;28)M - äulms, ©reßen; 30) Hetz, tgfflber Summer befindlichen oie Kgl. EisenbahkbDireclion 18. September c. je einen L über Cajjel, Hannover Iternng des Bchchs btt M ssrit'Allssttllnng abgehen. Die eben zur Verausgabung ge- ei freier Rückfahrt eine acht- ^rechtigen bei einem Aufschlag, die Ausstellung. Die Züge ittags in (Sieben ein, so datz tin. Abends Bremen erreichen. )eren Kinder sich am morgigen ütgetheilt, daß sich die Kinder ' i schulen einzusinden haben. Ragdtblltgijchtn W-Artilleiii- Sormittag per Futzmarsch Don 'ahn der Mannschasten erfolgt i bem (ferneren der 49. > truppen unfern , g von Lang'Aöns Quartier , 7258] Für einen elfjährigen Gymnasiasten wird gute Pension und Aussicht gesucht. Gefällige Offerten unter Nr. 7258 befördert die Exped. d- Bl- Fahrbursche, kräftig und solid, findet bei gutem Lohn dauernde Stellung im 7204 Krankfurter Hof. Maurer im Accord oder Tagelohn gesucht. Kr. Schneider, Maurermeister, 7199 Wetzlar 7256| Ein reinliches Mädchen für die Küche gesucht. 16 JL monatlich. Zu erfragen in der Exped- d- Bl- 7249] Ein zuverlässiges in Handarbeiten geübtes Kindermädchen mit guten Zeugnissen sucht Frau Profeffor Bosstu-, Ludwtgsplatz 9, 1 Tr. Gesucht 7263 ein braves Mädchen für Küche und Hausarbeit zu einer einzelnen Dame-s Näheres Ludwigstraße Nr. 5, 2. St- Tüchtiger Modelltischler und tüchtige Maschinen- schloffer finden dauernde und lohnende Beschäftigung. Msschinenfsbrik Menges, Zur Nachricht! 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September jedem Christenhaus unserer so zahlreichen, in der Einen Kirche leider nicht Raum findenden Gemeinde dargeboten werden. Auch die anwesend gewesenm'Hörer würden mit Freude sie nochmals lesen, da der etwas zu leise und rasche Vortrag gewiß Manchem das volle Verständniß erschwert hat. Der verehrte Herr Festredner sei um solche Veröffentlichung hiermit gebeten. Wir sahen unsere Erwartung getäuscht, da wir weder unsere treffliche Mtlitärmustk, noch unsere evangelischen Kirchengesangvereine zu dieser hochpatriotischen Feier herangezogen sahen. Wirze M smbW StitoMe , direkt aus der Fabrik von von Elten & Keuffeu, Crefeld, S Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten. IÖOOÖO OCX)©aaOOOC3OOCX3C2©©OOaOOÖOOOOOOOO0OOroOOd-stens ®emei"»tt«t6UL®tl,nb leR btt bettn* Wtttt# in 11,6 binnen Sun '"t'iibE-ein,,,, M dir Usenet! y N eint; ? W zu f S'fenbete„ L, i>jc ? Db'r bie t ®e,tl'ägc h " n%J"ta«8erf.fCI N »Urte “‘St bjet *r beft; hattet „5e trb.°v bi"