1890 Sonntag den 2. Mär Nr. 52 Erstes Blatt Hüt Kenerat-Mnzeiger Anits- und Anzeigeblatt für den Atrris Grefzen Gratisbeilage: Gießener Aamikienötätter. Amtlichem TheU 7728841 ei'eiii Ed. Scho. Bersrod, Gemeinde Dr. Gutfleisch Dr. Böcke! « 1. r-l-ctieo em für d- lct- >st Die Gießener AKmikiesStätter »erden dem Anzeiger mSchentlich dreimal beigelegt. 4 aus »teiu loncert naus“ ir vier , Ch. QoW _ RMiw. oldrentr Atente ntt Der KKHener Anzeiger «scheint täglich, mit AuSnahnie deS Montag-. 10. die Appell Vormittags 9 Uhr 30 Minuten: Reservisten und Wehrleute I. Aufgebots, sowie die zur Disposition der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlaffenen Mannschaften aller Waffen. Gefunden: 1 Paar Handschuhe, 3 Portemonnaies, 1 Wagenkapsel, 1 Knabenhose, 1 gold. Kreuz, 1 silberner Ring, 1 Armstauchen, 1 Peitsche, 1 Fingerhut, 1 Brille, mehrere Schlüssel. Zugelaufen: 1 Pudelhund. Gießen, am 1 März 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. 3N. I 16953. 755931? Wi?" ■äs Wo ^56100 fW-ta eine hjG WditM d. U Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 1 15< «f illgOA 1890. Renton «u — 1 ...... Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den fslgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. B 191 I67 16' 36 1$ F S Gießen, den 27. Februar 1890. Betreffend: Frühjahr-Controlversammlungen des Hauptmeldeamts Gießen. Das Großherzogliche KreisamL Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises» Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentichen Kenntniß bringen. von Gagern. s §1 ite «ähre»d btt M, SchwiM- ir bie** 1755 Todt, Canäle verbunden war, führte nach nur unerheblicher Dis- cussion zu dem Beschlüsse, auch die zweite Lesung der genannten Gegenstände im Plenum vorzunehmen. In erster und zweiter Lesung wurde sodann die Vorlage über die Kirchengemeindeordnung für einige evangelische Kirchengemeinden im Regierungsbezirke Wiesbaden cm eine besondere Commission verwiesen und schließlich erledigte das Haus debattelos noch einige kleinere Entwürfe. Auch die französische Regierung hat nunmehr, wie die neuesten Meldungen aus Paris bekunden, die Einladung Deutschlands zur Berliner Arbeiterschuhconferenz in aller Form angenommen und somit steht dem Zusammentritte derselben nichts mehr im Wege. Von verschiedenen Seiten wird denn auch übereinstimmend gemeldet, die Confereuz werde am 15. März zusammentretcn und sollen die officiellen Einladungen für diesen Tag an die Negierungen Oesterreich-Ungarns^ Frankreichs, Italiens, Englands, der Schweiz, Belgiens, Hollands, und der scaudinavischen Reiche bereits abgegangen sein. Die Verhandlungen der Confereuz werden in französischer Sprache und unter Vorsitz des preußischen Handelsministers v. Berlepsch geführt werden. Da die Conferenz keinen diplomatischen, sondern nur einen wirthschaftlichen Charakter tragen soll, so werden die einzelnen Staaten neben Mitgliedern ihrer Arbeitsministerien lediglich Sachverständige nach Berlin entsenden, wie hervorragende Industrielle, Kaufleute und sonstige Männer der Praxis. — In der Sitzung der französischen Deputirtenkammer am 4. März wird von boulangistischer Seite eine Interpellation über die Absendung der französischen Delegirten zur Berliner Conferenz eingebracht werden. Die kleinen Häkeleien zwischen Bulgarien und Serbien scheinen einstweilen wieder beigelegt zu sein, da die bulgarische Regierung erklären läßt, es sei ihr weder eine Beschwerde Serbiens über den bulgarischen Vertreter in Belgrad zugegangen, noch sei dessen Abberufung begehrt worden. Immerhin ist eine gewisse Spannung zwischen Belgrad und Sosia kaum zu verkennen, sie hat sich in letzter Zeit in verschiedenen Fragen gezeigt und es muß als ziemlich wahrscheinlich bezeichnet werden, daß Rußland seinen Einfluß in Belgrad dazu benutzt, fortgesetzt gegen Bulgarien zu intriguiren und Serbien gegen seinen bulgarischen Nachbar aufzuhetzen. lieber die Lage auf Kreta sind kürzlich im englischen Unterhause vom Unterstaatsseeretär Fergusson Mittheilungen gemacht worden, aus denen erhellt, daß die namentlich in den „Daily News", dem Organe Gladstones, colportirten Gerüchte über den angeblich bedenklichen Zustand der Dinge auf Kreta bedeutend übertrieben sind. Nach den 'Erklärungen Fergussons, die sich auf Berichte englischer Beamte auf Kreta stützen, herrscht daselbst im Allgemeinen Ruhe und scheinen Gewalttstaten und Plünderungen nur noch vereinzelt vorzukommen. Speeiell wird in den Mittheilungen Fergussons hervorgehoben, daß den politischen Flüchtlingen die unbehelligte Rückkehr nach Kreta freistehe, mit Ausnahme von 16, die von dem Amnestie-Firman des Sultans ausdrücklich bezeichnet worden sind. Immerhin wird die christliche Bevölkerung der Insel noch durch politische Agitatoren aufgereizt und dürfte die türkische Negierung gut rhun, durch loyale Durchführung der Versprechungen des großherrlichen Firmans diesen Wühlereien den Boden zu entziehen. Leihgestern, Watzenborn und Steinberg, Hausen. B. Zu Lollar April 1890 neben dem neuen Bahnhossgcbäude Bewohner von Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Beuern, Climbach, Däubringen mit Heibertshausen, politifd?e Ueberftcht. Gießen, 1. März. Der Kaiser präsidirte am Donnerstag wiederum der Abtheilungs-Sitzung des Staatsrathes im Neichsamte des Innern. Die Sitzung währte mit einigen kleinen Pausen von 10 Uhr Vormittags bis in die siebende Abendstunde, erst dann begab sich der Kaiser nach dem Residenzschlosse zurück. Ueber die vom Staatsrath gefaßten Beschlüsse ist noch nichts Zuverlässiges bekannt. Die Frage des Rücktritts des Fürsten Bismarck vom Vorsitz im preußischen Staatsministerium ist, falls sie wirklich bestanden haben sollte, jetzt vertagt worden. Wenigstens wird von verschiedenen Seiten bestätigt, daß von einem derartigen Rücktritt keine Rede mehr sei und darf man wohl annehmen, daß Fürst Bismarck, sollte er sich in der That mit der Absicht getragen haben, die Leitung der preußischen Angelegenheiten abzugeben, sich angesichts der durch den Wahlaussall drohenden inneren Schwierigkeiten zum Bleiben entschlossen hat. Von dem staatsmännischen Genie und dem oft erprobten Patriotismus des Kanzlers steht zuversichtlich zu hoffen, daß er auch ferner allen etwaigen ernsten Verwickelungen, welche sich aus der gegenwärtigen inneren Lage im Reiche und in Preußen ergeben könnten, zu begegnen wissen wird. Das preußische Abgeordnetenhaus vertagte sich am Schluffe der Donnerstagssitzung wegen der Stichwahlen zum Reichstage bis diesen Montag, nachdem es in genannter Sitzung eine ziemlich reichhaltige Tagesordnung erledigt hatte. Zunächst wurde die Vorlage, betr. die Unterhaltung der nicht schiffbaren Flüsse in Schlesien, nach längerer Debatte, die meist von technischen Gesichtspunkten beherrscht war, einer besonderen Commission von 21 Mitgliedern zur Vorberathung überwiesen. Die sich hieran schließende erstmalige Lesung des Entwurfes über die Abänderung des Gesetzes vom 6. Juni 1888, betr. die Verbesserung der Oder und Spree, mit welcher die erste Berathung eines hierauf bezüglichen Antrages des Abgeordneten Letocha, sowie des Entwurfes, betr. die Abänderung des Gesetzes vom 9. Juli 1886 über den Bau neuer Schiffsahrtscanäle und über die Verbesserung vorhandener , Job. Brak ff» el von Blüthner ist a errn W Rudolph, zu JL 2.50 (Sperrt leite zu 10 4 dlong des Herrn Ernst phs Nacht) n haben. rvtg. Beide Compagnien bilden zusammen das den ganzen Kreis Gießen umfassende „Hauptmeldeamt Gießen". Bei den diesmaligen Frühjahr-Controlversammlungen des Hauptmeldeamts Gießen haben zu erscheinen: 1) Alle Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr I. Aufgebots. 2) Alle Reservisten, sowie die zur Disposition des Truppen- theils und der Ersatzbehörden Entlassenen. 3) Alle Wehrleute I. Aufgebots, die vom 1. October 1877 ab eingestellt worden. 4) Alle Ersatz-Reservisten, geübte und nicht geübte. Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit die Eontrolpflichtigen anzutreten haben: A. Zu Gießen am 9. April 1890 im Oswald'schen Garten für dieBewohner von Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffenberg und Herrn- wald, Heuchelheim, Kleinlinden, Oppenrod. 1. Appell Vormittags 9 Uhr: Reservisten der Infanterie, sowie sämmtliche zur Disposition der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Vormittags 10 Uhr: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve und Landwehr I. Aufgebots sowie die Wehrleute 1. Aufgebots der Infanterie. 8. Appell Nachmittags 2 Uhr: Reservisten und Wehrleute 1. Aufgebots der übrigen Waffen. 4. Appell Nachmittags 3 Uhr: Ersatz-Reservisten. 5. Appell Nachmittags 4 Uhr und zwar für die Bewohner von Allendorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Langgöns, Vierteljähriger ASon«eme«tspretA» 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchntstraKe HU.1. Fernsprecher 5L Concertvereh, > Concert Harz 1890,5 Uhr Abea^ les Gesellschaftsvereii! ihrende: M Frau Hahn (Ai; ■enor), Herr Dr. Kri Uzielli (Pianoforte; s Frankfurt a, M. g r a m in. erspiel i und i von B. Schumans nr | , Paganini- wo- Schumann, •te f , F, Chopin. und Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe, Wieseck. 1. Appell Vormittags 8 Uhr 30 Minuten: Reservisten sowie die zur Disposition der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlaffenen Mannschaften allerWaffen. 2. Appell Vormittags 9 Uhr 15 Minuten: Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen. 3. Appell Vormittags 10 Uhr: Ersatz-Reservisten. C. Zu Grünberg em 10. April 1890 an dem Bahnhofe für die Bewohner von Allertshausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle, Hattenrod, Harbach mit der Kolbenmühle und Sommermühle, Keffelbach mit der Icibenau'schen Papiermühle, Lauter mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgenhammer, Strelles-Mühle und Walk-Mühle, Lmdenstruth, Londorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Lchmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte, Lumda (Groß- md Klein), Odenhausen mit Appenbörnerhof, Queckborn, Ziemhardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Lollenbach, Veitsberg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen', ZZeikartshain, Weitershain mit dem Hainerhof, Winnerod. 1. Appell Mittags 12 Uhr 30 Minuten: Reservisten, sowie die zur Dispositon der Truppentheile und der Ersatz- behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. Appell Nachmittags 1 Uhr 30 Uhr: Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen und Ersatz-Reservisten. D. Zu Hungen am 11. Apnl 1890 am Friedhof für die Bewohner von Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof-Güll, Nonnenroth, Obbornhofen, Habertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof-Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen. Neichstagswahl. Resultat der Stichwahl am 28. Februar 1890. Aus den noch fehlenden Orten lag das Ergebniß bis heute (1. März) Mittags 2 Uhr, noch nicht vor. 1) Kreis Gießen. Bekanntmachung. Mit dem 1. April fällt die Bezeichnung 1. Compagnie Gießen 2. „ Lich | 2. Appell Vormittags 10 Uhr 30 Minuten: Ersatz-Reservisten. E. Zu Lich am 11. April 1890 am Bahnhose für die Bewohner von Albach, Birklar, Dorf-Güll, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Garbenteich, Grüningen, Holzheim, Lich mit Albacher- Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen, Münster, Nieder»Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach. 1. Appell Nachmittags 3 Uhr: Reservisten, sowie die zur Disposition der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Nachmittags 4 Uhr: Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen sowie Ersatz-Reservisten. Besreiungsgesuche sind bis längstens 8 Tage vorm Appell auf dem Dienstwege durch das Hauptnieldeamt einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterei beglaubigt sein — werden aber nur im dringendsten Nothfalle genehmigt. Die Leute treten in bürgerlicher Kleidung an: Stöcke, Schirme, Pfeifen und Cigarren sind vorher abzulegen. Die Militärpapiere (Paß und Führungsattest) müssen zur Stelle sein. Sämmtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Controltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Gießen, den 26. Februar 1890. Cas pari), Oberstlieutenant z. D. und Bezirks-Commandeur. Albach........ 17 37 Allendorf a. d. Lahn . . . 24 70 Allendorf a. d. Lda..... 28 208 Allertshausen...... 1 36 Alten-Buseck...... 147 34 Annerod....... 17 87 Bellersheim..... . 39 67 Beltershain....... 52 1 Bersrod mit Winnerod . . . 20 55 Bettenhausen...... 34 46 Beuern........ 17 170 Birklar........ 47 27 Burkhardsfelden..... 20 87 Climbach ....... — 43 Däubringen mit Heibertshausen — — Dorf-Gill....... 1 86 Eberstadt mit Arnsburg . . 11 106 Gemeinde Dr. Gutfieisch Dr. Böekel Ettingshausen...... — — Garbenteich....... 46 53 Gellshausen...... 19 77 Gießen mit Schiffenberg . . 2287 292 Göbelnrod....... — — Großen-Buseck...... 209 125 Großen-Linden..... 107 100 Grünberg....... 276 54 Grüningen....... — — Harbach........ 73 * — Hattenrod....... 38 56 Hausen........ — — Heuchelheim....... 280 17 Holzheim....... 18 209 Hungen........ 107 98 Inheiden....... 13 65 Kesselbach....... 12 61 Klein-Linden ...... 87 76 Langd........ 3 137 Lang-Göns....... 15 248 Langsdorf ....... 124 78 Lauter........ 28 38 Lechgestern....... 95 113 Lich mit Hof Albach, Colnhaufen und Mühlfachfen.... 201 159 Lindenstruth...... — — Lollar ........ 41 270 Londorf........ 46 105 Lumda........ 25 40 Mainzlar....... 13 83 Münster........ 6 45 Mufchenheim mit Hof-Güll. . 70 37 Nieder-Bessingen..... 32 46 Nonnenroth....... 26 34 Obbornhofen...... 55 64 Oder-Bessingen..... 12 62 Ober-Hörgern...... 1 85 Ovenhausen mit Appenborn . — 63 Oppenrod....... 4 57 Queckborn....... 98 11 Rabertshausen mit Ringelshausen 1 41 Reinhardshain...... 18 41 Relskirchen....... 77 21 Rodheim mit Hof-Graß - . . — 74 Rödgen........ 59 31 Röthges........ 2 51 Rüddmgshausen..... 10 109 Ruttershausen mit Kirchberg . — — Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirrberg..... 33 39 Stangenrod ....... 37 24 Staufenberg mit Friedelhausen 5 102 Steindach....... 35 136 Steinheim....... 9 101 Stockhausen....... 21 13 Trais-Horloff...... 15 35 Treis a. d. Lda...... 44 141 Trohe........ 16 7 Utphe........ 67 12 Vtllmgen........ 42 115 Watzenborn mit Steinberg . . 157 69 Welckardshain...... 39 16 Weitersham....... 8 72 Wiefeck........ 435 4 2) Kreis Alsfeld. Atzenhain....... 17 55 Bernsfeld....... 3 62 Ermenrod....... 5 70 Flensungen....... 37 25 Ilsdorf........ 12 12 Lehnheim....... 10 32 Merlau mit Kirschgarten . . 30 23 Nleder-Ohmen ...... 31 136 Ober-Ohmen...... 98 10 Ruppertenrod...... 32 108 Wettjaasen....... — — Zellbach........ — — 3) Kreis Schotten. Eichelsdors....... 67 31 Gedern........ 298 53 Glashütten....... 14 52 Groß-Eichen...... 58 67 Klein-Eichen...... 19 7 Mittel-Seemen...... 30 11 Rlever-Seemen...... 16 15 Ober-Lais....... — — Ober-Seemen...... 144 3 Oder-Schmitten..... 74 4 Stemberg....... — — Unter-Seibertenrod .... — — Volkartsham...... 22 11 4) Kreis Büdingen. Bellmuth....... 32 1 Bergheim....... 69 6 Berstadt........ 101 62 Bingenheim....... 27 55 Bisses mit Berstädter Markwald 15 48 Blerchenbach....... 101 36 Blos ld....... — — Bobenhausen I...... 39 7 Borsdorf mit Harbwald . . — 101 Dauernheim mit Dauernh. Hof 118 48 Echzell mit Echzeller Markwald 76 206 Eckardtzborn...... 49 1 Effolderbach...... 70 1 Fauerbach....... 45 44 Gecs-Nidda....... 47 83 Gelnhaar sJsenb. u. Doman ) 28 51 Gesammtergebniß: 8719 7798 Gemeinde Dr. Gutfleisch Dr. Böcf Gettenau ....... 46 25 Heuchelheim...... —. — Hirzenhain....... 20 79 Kohden........ 46 57 Leidhecken....... 30 11 Lißberg ........ 47 16 Michelnau....... 5 39 Nidda........ 162 193 Ober Widdersheim .... 16 74 Ortenberg....... 112 45 Ranstadt........ 124 1 Schwickartshausen..... 11 48 Selters mit Conradsdorf . . 45 27 Unter-Schmitten..... Unter-Wtddersheim mit Grund- 72 12 Schwalheim..... 1 53 Usenborn ....... 59 23 Wallernhausen...... — — Wippenbach ...... — — Stichwahl-Resultate. Friedberg (Hessen). Gutfleisch (Dfr.) ist gegen Gras Oriola (Nl.) gewählt. Darmstadt. Osann (Nl.) ist mit 12,141 Stimmen gegen Müller (Soc.), welcher 8897 Stimmen erhielt, gewühlt. Offenbach. Ulrich (Soc.) mit etwa 1800 Stimmen Majorität gegen Böhm (Nl.) gewählt. Einige Landorte aus dem Kreise Dieburg flehen noch aus, sie werden aber das Resultat wesentlich nicht ändern. Frankfurt a. M. Schmidt (Soc) 18,085, Oswald (Nl.) 10,565 Stimmen. Schmidt ist sonach gewählt. Lüde». Schwarz (Soc.) 7253, Brehmer (Nl.) 6988 Stimmen. Scvwarz gewählt. Leipzig. Götz (Nl.) 17,465, Bebel (Soc.) 14,681 Stimmen. Götz pewahlr. Pirna. Gewählt Eysoldt (Dfr.) gegen Grumdt (K.). Plauen (Votgtland). Die Wahl Hartmanns (K.) gegen Kaden (Soc.) tchelnt gesichert zu sein. Reichenbach. Kurz (Dfr.) gewählt. Eaffel. Weyrauch (Eons.) gewählt. Homburg. Funk (Dsr.) gewählt. Stuttgart. Das Endresultat des Stuttgarter Wahlkreises stellt sich u)x< folgt: Siegle (Nl) 16 247, Kloß (Soc.) 13,459 Stimmen. Im Eßlinger Bezirk ist bis jetzt Ehni (Dem.) im Vorsprung, ebenso in Ludwigsburg Cannstadt Schnaidt. Heilbronn. Härle (Dem.) ist mit ca. 2000 Stimmen Mehrheit geaen EUrrchshausen (K) gewählt. Balingen (Württ.) Hausmann (Dem.) gegen Eble (Nl.) gewählt. Ulm a. d. D. Hähnle (Dem.) hat mit etwa 1100 Stimmen Mehrheit über o. Fischer (Nl.) gesiegt. Göppingen. In Gmünd Göppingen ist der Steg Speisers (Dem.) gegkn Bareiß (Nl.) gesichert. «arlbruhe. Pflüger (Dfr.) ist mit 2-3000 Stimmen Mehrheit gewävlt. Mannheim. Dreesbach (Soc.) ist mit circa 3000 Stimmen Mehrheit gegen Dtffenö (Nl.) gewählt. München. Birk (Soc.) 10,427, Sedlmayr (Nl.) 9204 Stimmen. Btrk gewählt. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Berlin, 28. Februar. Aus Allerhöchsten Befehl sind die Botschafter in London, Paris, Rom und Wien, sowie die Gesandten in Bern, Brüssel, Haag, Kopenhagen und Stockholm angewiesen, die Regierungen, bei welchem sie beglaubigt sind, zu einer Conserenz Behufs Regelung der Arbeit in industriellen Anlagen und Bergwerken einzuladen. Die den betreffenden Ministern der Auswärtigen Angelegenheiten übergebenen Schriftstücke haben folgenden Inhalt: „den Februar 1890. Auf Befehl seiner Regierung beehrt sich der Unterzeichnete re., unter Bezugnahme auf die mündliche Mittheilung vom...... zur Kenntniß seiner Excellenzrc. zu bringen, daß Se. Majestät der Kaiser vorschlägt, es solle eine Versammlung statt- sinden von Vertretern der Regierungen, welche sich dafür interessiren, das Loos der Fabrik- und Minenarbeiter zu verbessern, damit diese Delegirten über die Fragen von internationaler Bedeutung berathen können, welche auf der Anlage verzeichnet sind. Da jene Fragen ohne politische Tragweite sind, so erscheinen dieselben geeignet, in erster Linie der Prüfung von Fachmännern unterworfen zu werden. Um die Eröffnung und den weiteren Verlauf der Be- rathungen zu erleichtern, hat die Kaiserliche Regierung ein Programm entwerfen lassen, dessen Text dieser Note bei- gesügt ist. Der Unterzeichnete beehrt sich, Se. Excellenz 2c. zu bitten, ihn wissen lassen zu wollen, ob die.......Regierung geneigt ist, an der in Aussicht genommenen Conferenz theil- zunehmen, welche in Berlin am 15. März 1890 zusammentreten wird. — Der Unterzeichnete gestattet sich hinzuzufügen, daß eine gleichlautende Einladung gleichzeitig abgegangen ist an die Regierungen Ihrer Majestäten des Kaisers von Oesterreich-Ungarn, des Königs der Belgier, des Königs von Dänemark, der Französischen Republik, Ihrer Majestät der Königin von Großbritannien, der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Ihrer Majestäten des Königs von Italien, des Königs der Niederlande und des Königs von Schweden und Norwegen. Der Unterzeichnete ergreift re." Programm für die Beratungen der internationalen Conferenz, betr. Regelung der Arbeit in industriellen Anlagen und Bergwerken. I. Regelung der Arbeit in Bergwerken. 1) Ist die Beschäftigung unter Tage zu verbieten: a. für Kinder unter einem bestimmten Lebensalter? b. für weibliche Personen? 2) Ist für Bergwerke, in denen die Arbeit mit besonderen Gefahren für die Gesundheit verbunden ist, eine Bc schränkung der Schichtdauer vorzusehen? 3) Ist es im allgemeinen Interesse möglich, um die Regelmäßigkeit der Kohlenförderung zu sichern, die Arbeit in den Kohlengruben einer internationalen Regelung zu unterstellen ? II. Regelung der Sonntagsarbeit. 1) Ist die Arbeit an Sonntagen der Regel nach, und Nothsälle Vorbehalten, zu verbieten? 2) Welche Ausnahmen sind im Falle des Erlasses eines solchen Verbots zu gestatten? 3) Sind diese Ausnahmen durch internationales Abkommen , durch Gesetz oder im Verwaltungswege zu bestimmen ? III. Regelung der Kinderarbeit. 1)'Sollen Kinder bis zu einem gewissen Lebensalter von der industriellen Arbeit ausgeschlossen werden? 2) Wie ist das Lebensalter, bis zu welchem die Ausschließung stattfinden soll, zu bestimmen? Gleich für alle Industriezweige oder verschieden? 3) Welche Beschränkungen der Arbeitszeit und der Beschäftigungsart sind für die zur industriellen Arbeit zugelaffenen Kinder vorzusehen? IV. Regelung der Arbeit junger Leute. 1) Soll die industrielle Arbeit jugendlicher Personen, welche das Kindesalter überschritten haben (I 2), Beschränkungen unterworfen werden? 2) Bis zu welchem Lebensalter sollen die Beschränkungen eintreten? 3) Welche Beschränkungen sind vorzuschreiben? 4) Sind für einzelne Industriezweige Abweichungen von den allgemeinen Bestimmungen vorzusehen? V. Regelung der Arbeit weiblicher Personen. 1) Soll die Arbeit verheiratheter Frauen bei Tage oder bei Nacht eingeschränkt werden? 2) Soll die industrielle Arbeit aller weiblichen Personen (Frauen und Mädchen) gewissen Beschränkungen unterworfen werden? • 3) Welche Beschränkungen empfehlen sich in dem'Falle? 4) Sind für einzelne Industriezweige Abweichungen von den allgemeinen Bestimmungen vorzusehen und für welche? VI. Ausführung der vereinbarten Bestimmungen. 1) Sollen Bestimmungen über die Ausführung der zu vereinbarenden Vorschriften und deren Ueberwachung getroffen werden? 2) Sollen wiederholte Conferenzen von Vertretern der betheiligten Regierungen abgehalten werden und welche Aufgaben sollen ihnen gestellt werden? Wien, 28. Februar. In dem Ausschüsse des Abgeordnetenhauses für das Anarchisten-Gesetz erklärte Ministerpräsident Graf Taaffe, die Regierung behalte sich angesichts ■ des ruhigen Charakters der socialdemokratischen Bewegung die theilweise Aufhebung der Ausnahmsversügungen vor, indem sie voraussetzte, daß das Anarchistengesetz zu Stande komme. Die gänzliche Aufhebung sei derzeit unmöglich, da die fortdauernde socialistische Bewegung immerhin die Gefahr eines Ausschreitens in anarchistischer Richtung befürchten lasse. Bern, 28. Februar. Der Bundesrath hat zu Delegirten bei der internationalen Conferenz in Berlin den Landamman Blümer in Schwanden und Dr. Kaufmann, ersten Se- cretär des schweizerischen Jndustriedepartements, ernannt. Paris, 28. Februar. Einer Blättermeldung zufolge wurde in Nizza angeblich ein höherer Offizier, Della- : er o ce, unter dem Verdacht der Spionage verhaftet. Paris, 28. Februar. Dem „Temps" zufolge wird in der Angelegenheit des Actendiebstahls beim Sraats- gerichtshof dem Anklageantrage gegen Warrion, Kerviche und Merneix Folge gegeben. Die Angeklagten sollen vor das Schwurgericht kommen. — Aus Lille und Dünkirchen werden Stürme und starker Schneefall signalisirt. Paris, 28. Februar. Wie verlautet, würden dex De- putirte Burdeau, Generalberichterstatter des Budgets pro 1889 und der Botschafter Herbette die Vertreter Frankreichs bei der Berliner Conferenz sein. Als der dritte Delegirte werde der Deputirte Charmes, der ehemalige Director der politischen Angelegenheiten im Auswärtigen Amte, bezeichnet. London, 28. Februar. Die „Times" meldet aus Zanzibar vom gestrigen: Gerüchtweise verlautet, Banaheri wolle mit Deutschland Frieden schließen. London, 28. Februar. Im Unterhause fragte Graham heute an, ob es richtig sei, daß die britischen Delegirten zu der Berliner Arbeiterschutzconferenz angewiesen worden seien, über die internationale Beschränkung der Arbeitszeit der erwachsenen Arbeiter nicht zu discutiren, während andere Vertreter des Auslandes dazu ermächtigt worden sein. Fergusson erklärte, ein Abkommen, wie es Graham vermuthe, gebe es nicht. Der Inhalt der Antwort Englands auf den vorläufigen Vorschlag Deutschlands sei bereits mitgetheilt. Nunmehr sei auch das detaillirte Programm der deutschen Regierung eingelaufen. Sobald dasselbe erwogen sei, werde der gesammte Schriftwechsel vorgelegt werden. — Bei der Berathung des Ausgabebudgets beantragte Labouchere die Herabsetzung der darin enthaltenen Credite, um eine Action gegen diejenigen Behörden behufs eines Tadelsvotums einzuleiten, welche angeblich die jüngsten Scandale in der Westendstreet dadurch begünstigten, daß sie den Schuldigen zur Flucht verhalfen. Redner klagte Salisbury der Mitschuld an dem Complot zur Vereitelung der Justiz an. Webster widerlegte die vorgebrachten Anschuldigungen. Labouchere erklärte, er schenke Salisbury keinen Glauben. Der Präsident verlangte die Widerrufung dieser Aussage. Labouchäre verweigerte diese und wurde mit 177 gegen 96 Stimmen suspendirt. £oc< — Bei her schulralh Soldat ! Prüfung bet Mi i einer vorher zim — Herr Obersä i zur heute stansiw । Gymnasiums ab. - E.H. ' i Bericht über die I für Armen- und thum untergelau^ ' hat der Verein i ! Jahresbeitrag bi 1 als den statutem statt statutenmäf 1 durch der Umsta i Zeichnet werden j IM doch wahrlic — Der ges i?ulda ist bei Ni 1 dessen erst um 1 'der Unfall chi, Bad Nauhkir ttttter der Staats des Dramas, ba 'Weiche abspielt Alpers •>». i Gnad'" 28. ", ei Hä* bit 28 1 il. Mi ° ■ bvs IW eine W 2». : fichtig-, auswärtige Gm Anerkennung um dem geg.enw Haie si-h »artigen Berhat Sofia, 28. i! i teilte ine W !Kank angewiesen lOceupationsr :Mich auszuzmle i und Munition ei l bezüglichen Rechn 'Petersburg, । erkrankten deutsi • | seit gestern keim Nevyork, 2 l bruch in Pre, - um den Bewohn 'Dammes mitzut : Wege ausgehalte: Ein zweiter nach selbst von der F , 'M Mr?r ^"«»erstag; Nmit ! £ '™ Mre, Eiche« , e 8 < $o8o r|>t @tn6;be" 28. W* «irqen '“"W t«s teril«iona[eä z, "•», t H *> !?L arbeit ir 6 eit. lctlie Sef^ränfunge« hreiben? Abweichungen von cher Personen, luen bei Tage oder weiblichen Persom wngeu unterworfen 'ich in dem Kalle? Abweichungen Dor mb für welche? Bestimmungen. Ausführung der zn ^rwachung getroffen von Vertretern -er n und welche Mif« hujse des Abgeck-- 'lütte Äfterpw alte sich angesichts ctischen Bewegung vor, in« engesetz zu Sicke :zeit unmöglichen nmerhin die GG ng befürchten lch i) hat zu Delegirten (in den Landamman mann, ersten Segments, ernannt, termeldung zufolge Offizier, Della- ie verhaftet. zufolge wird tn ,15 beim Staats- rrion, Arviche us •n sollen vor W en Stürme unh t würden Kr ^des Budgets ck )ertreterg«ntori Als der dritte „6 der ehmckl« " im W** Äflfl «ftl )t8 6ai“ mit f ft? «“Ä* "*;*»»** 0“1’ 6t* en'h°ll " "» (i«f jrM" Tjiirf? M n ■ Lr klaglc l-ebkl-^Ik, 1 E Stockholm, 28. Februar. Das Entlassungsgesuch bcs schwedisch-norwegischen Gesandten in London, Grasen Piper, ist heute genehmigt worden. Madrid, 28. Februar. Die Königin unterzeichnete einen Gnadenerlaß zu Gunsten des Herzogs von Sevilla. Lissabon, 28. Februar. Ein heutiges Decret setzt den Eingangszoll für Weizen aus 16 Reis per Kilogramm herab. Bukarest, 28. Februar. Der Senat lehnte den Antrag ^levas aus ein Mißtrauensvotum ab und nahm mit großer Majorität eine einfache Tagesordnung an. Der Ministerpräsident hatte die Regierung gegen die Anschuldigung, daß sich die Verwaltung in die Wahlen eingemischt habe, energisch oertheidigt. Bukarest, 28. Februar. Die Kammern wurden bis zum z7. März verlängert. Die zweite Kammer nahm mit 68 gegen 34 Stimmen den Antrag an, wonach die De- putirten zwischen besoldeten Aemtern und dem Deputirten- mandat optiren müssen. Die Kammer begann die Berathung über die Einführung der Goldwährung. Der Finanzminister hielt eine sehr beifällig aufgenommene Rede. Sofia, 28. Februar. Es heißt, die Regierung beabsichtige, mit Rücksicht auf die in der Panitza-Affaire constatirte auswärtige Einmischung bei den Mächten Schritte wegen Anerkennung des Prinzen von Coburg zu thun, um dem gegenwärtigen Zustande ein Ende zu setzen. Es Hube sich evident herausgestellt, daß, so lange die gegenwärtigen Verhältnisse sortdauern, auch Thür und Thor- geöffnet seien, um Verwirrungen im Lande anzuzetteln. Sofia, 28. Februar. Der „Agence Balcanique" zufolge theilte btc bulgarische Negierung mit, daß die bulgarische Bank angewiesen worden sei, die rückständigen russischen Occupatio nsko st en bis incl. 1. Januar 1890 unverzüglich auszuzahlen. Bezüglich der Lieferungen von Waffen und Munition erbat die bulgarische Regierung vorerst die bezüglichen Rechnungen. Petersburg, 28. Februar. Im Zustande des ernstlich erkrankten deutschen Militärattaches Oberst Villaume ist feit gestern keine Veränderung cingetreten. Newyork, 28. Februar. Am Tage vor dem Damm- bruch in Prescott sandte der Oberausseher einen Boten, um den Bewohnern des Thales den gefährlichen Zustand des Dammes mitzutheilen. Der Bote wurde jedoch aus dem Wege aufgehalten und konnte den Auftrag nicht ausführen. Em zweiter nachgesandter Bote aber kam zu spät und wurde selbst von der Fluth überrascht und ertrank. jWWW——————■—■ II ■ j"l Locales »tnfc provinzielles. Gießen, 1. März. — Bei der gestern unter dem Vorsitze des Herrn Ober schulrath Soldan von Darmstadt abgehaltenen mündlichen Prüfung der Abiturienten des Realgymnasiums mußte leider einer vorher zurückgestellt werden. Die übrigen 9 bestanden. — Herr Oberschulrath Soldan reiste noch gestern Abend zur heute stattfindenden Abiturienten-Prüfung des Laubacher Gymnasiums ab. — E. H. Wie uns mitgetheilt wird, ist uns in unserem Bericht über die Jahresversammlung des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege in Nr. 50 ds. Bl. ein Jrr- thum untergelaufen, den wir hierdurch berichtigen. Allerdings hat der Verein eine Anzahl Mitglieder, die über 10 Mk. als Jahresbeitrag bezahlen, und auch noch eine Anzahl, die mehr als den statutenmäßigen Minimal-Beitrag (so muß es heißen statt statutenmäßigen Beitrag) entrichten. Doch wird hierdurch der Umstand, daß noch viel mehr größere Beiträge gezeichnet werden könnten, nicht geändert; • die Ziele des Vereins find doch wahrlich solche, die Jedermann nur billigen kann. — Der gestern Abend 10 Uhr hier fällige Zug von Fulda ist bei Niedergemünden entgleist und traf in Folge dessen erst um 1 Uhr Nachts ein. Glücklicher Weise verlies der Unfall ohn^ besonderen Schaden. Bad Nauheim, 26. Februar. Gestern war ein Ver- ireter der Staatsanwaltschaft von Gießen hier, um bezüglich des Dramas, das sich am vorigen Samstag auf dem Kur- sarkteiche abspielte, Ermittelungen vorzunehmen. Von Seiten des immer noch sehr bewegten Publikums wurde das Eingreifen der Staatsbehörde in die verhängnißvolle Affaire mit allgemeiner Befriedigung ausgenommen. Friedberg, 26. Februar. Gestern wurde hier die Leiche des Fräulein Minna Deike unter allgemeiner Theilnahme der städtischen Bevölkerung dem Schoße der Erde übergeben, wobei Decan Meyer die ergreifende Grabrede hielt. Gedern, 26. Februar. Der plötzlich am Gehirnschlag verstorbene Cantor Drehwald ist fast 50 Jahre lang als Lehrer hier thätig gewesen; fast sämmtliche Gemeindeangehörigen sind bei ihm in die Schule gegangen. Als Gründer und Leiter des Männergesangvereins hat er gleich Tüchtiges wie als Lehrer geleistet. Büdingen, 27. Februar. Einige hiesige Herren beabsichtigen für Büdingen und Umgegend einen Pf er de-Versicherungs-Verein ins Leben zu rufen. Sie richten deßhalb an alle Interessenten das Ersuchen, zu einer Besprechung über diesen Gegenstand sich recht zahlreich Sonntag den 2. März, Nachmittags 3 Uhr, in der Wirtschaft von L. Treser in Büdingen einfinden zu wollen. Lauterbach. Unser seitheriger Reichstagsabgeordneter, Herr Fritz Kalle-Wiesbaden, hat an Herrn Fabrikant Laug Heinrich in Schlitz, folgendes Schreiben gerichtet: Geehrter Herr Langheinrich! Für Ihre beiden Depeschen besten Dank! Die Energie, die die Schützer Herren, Ihr trefflicher Bürgermeister an der Spitze, entfaltet, hätte einen besseren Erfolg verdient; verglichen mit den anderen Bezirken ist das Resultat ja allerdings noch immer günstig. Indem ich — vielleicht aus immer — Abschied von Ihnen nehme, bitte ich, den dortigen politischen Freunden meinen Dank zu übermitteln für das mir während der verflossenen 6 Jahre geschenkte Wohlwollen. Mit hochachtungsvollem Gruß ergebenst F. Kalle. Wiesbaden, 22. Februar 1890. vermischtes. A Mainz, 28. Februar. Unter überaus zahlreicher Be- theiligung Leidtragender aller Stände fand heute Nachmittag die Beerdigung des Domeapitulars Dr. Moufang statt. Um 3j/2 Uhr wurde die Leiche von der Wohnung des Verstorbenen nach dem Dom überführt, wo die feierliche Einsegnung erfolgte. Nach derselben wurde der Sarg von Bauhandwerkern des Domes durch das Hauptportal zu dem reich mit Gänzen geschmückten Leichenwagen getragen, durch welchen die sterblichen Ueberreste nach dem Friedhof verbracht wurden. An dem langen Leichenconduet betheiligte sich die gesummte Geistlichkeit, die Professoren und Zöglinge des bischöflichen Seminars, der Provinzialdirector mit den hier domieilirten Regierungsräthen, der Oberbürgermeister mit den Beigeordneten, Repräsentanten der Handelskammer, des Stadtverord- neteneollegiums, sowie eine unabsehbare Reihe Leidtragende aus allen Kreisen und Classeu der Bevölkerung. Auf dem Friedhof wurde die Leiche sofort in das Grab beigesetzt. — Der hiesigen Polizei machen in der letzten Zeit die Hotel diebe viel zu schaffen. In wenigen Wochen sind in feinen Hotels hier mehrere Diebstähle bei Fremden ausgeführt worden. In der verstossenen Nacht wurden einem Fremden, der unvorsichtiger Weise die Thüre nicht verschlossen, wieder seine Wertheffeeten gestohlen. Trotz den eifrigsten Nachforschungen hat die Polizei bis jetzt noch keine Spur von den Dieben, doch glaubt man, es mit einer weitverzweigten Bande zu thun zu haben, weshalb im Allgemeinen den Reisenden Vorsicht anzurathen. Auszug aus ven Starrdesarntsregksterm der Stadt Gietzerr. Aufgebote. Februar: 24. Johann Georg Knothe, Taglöhner zu Ronshausen, mit Anna Maria Funk daselbst. 24. Jacob Karl Ulrich, Pfarrverwalter zu Berdenkirchen, mit Christine Srdonie Elise Bertha Stock dahier. 26. Karl Löwer, von Laubach, Lacktrer dahier, mit Dorothea Dörr von Fränkisch Crumbach, wohnhast dahier. 28. Jacob Karl Beier, Poftbedtensteter zu Offenbach a. M., mit Luise Baller I zu G-etzen. Geborene. Februar: 17. Dem Gasthossbesitzer Anton Weigand eine Tochter, Toni Rosa Franziska. 20. Dem Schneidermeister Heinrich Velten ein Sohn. 21. Dem Fuhrmann Christian Bepperling eine Tochter. 23. Dem Spengler Georg Bayer ein Sohn, Joseph. 23. Dem Maschinist Wilhelm Balser ein Sohn. 23. Dem Friseur Hermann Plank ein Sohn, August Theodor Hermann. 23. Dem Taglöhner Konrad Schmidt III. ein Sohn, Karl Wilhelm. 24. Dem Professor Dr. Gustav Krüger eine Tochter. 27. Dem Feldwebel Johanne- Henkel ein Sohn. Gestorbene. Februar: 23. Sophie Römer, geb. Pfannmüller, 73 Jahre alt, Ehefrau von Lehrer i. P. Johannes Römer dahier. 23. Kiroline Elisabeth Heil, geb. Arnold, 42 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Carl Heil dahier. 25. Johann Weber, 42 Jahre alt, Gastwirth dahier. 25. Eduard Vigelius, 68 Jahre alt, Oberförster i. P. dahier. 25. Katharine Todt, geb. Schäfer, 64 Jahre alt, Wittwe von Postillon Johannes Todt dahier. 25. Regine Katz, geb. Strauß, 37 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Wolf Katz dahier. 26. Adolph Wagner, 16 Jahre alt, Sohn von Christoph Wagner Wittwe dahier. 26. Marie Meta Ochs, 1 Jahr alt, Tochter von Schutzmann Johannes Ochs dahier. 26. Caroline Roll, geb. Zorn, 29 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann August Noll II. dahier. 27. Helene Zöller von München, 7 Jahre alt, Tochter von Professor Dr. Philipp Zöller. 27. Luise Weber, 7 Monate alt, Tochter von Bierbrauer Joseph Weber dahier. Auszug aus -en2Cird?enbiid?erit der Stadt Gietzeu. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 23. Februar. Dem Fabrikarbeiter Eduard Lind ein Sohn, Theodor Martin, geboren den 11. December. Denselben. Dem Fußgendarm Johann Philipp Sturmfels ein Sohn, Philipp Wilhelm, geboren den 10. Januar. Denselben. Dem Schlosser Bernhard Weidenhaus eine Tochter, Marie Luise Katharine, geboren den 17. Januar. Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich Schleuning eine Tochter, Lina Bertha Elise, geboren den 20. Januar. Denselben. Dem Bremser Johann Heinrich Thiel ein Sohn, Tobias Rudolph, geboren den 16. Januar. Denselben. Dem Hilfslocomotiosührer Johannes Wagner ein Sohn, Ernst Georg Heinrich, geboren den 10. Januar. Denselben. Dem Kaufmann Johann Heinrich Hof ein Sohn, Johann Heinrich Konrad Gottfried, geboren den 12. December. Denselben. Dem Landwirth Karl Euler eine Tochter, Marie Hermine Rosine Karoline, geboren den 2. Januar. Denselben. Dem Postsecretär Karl Kaus eine Tochter, Emllie Josefine, geboren den 2. November. Denselben. Dem Mechaniker Karl Hatz ein Sohn, August Wilhelm, geboren den 2. Januar. Beerdigte.' Den 23. Februar. Friedrich Eduard Winter, Bürstenfabrikant, alt 57 Jahre, starb den 21. Februar. Den 25. Februar. Sophie Römer, geb. Pfannmüller, Ehefrau des Lehrers i. P. Johannes Römer, alt 73 Jahre, starb den 23. Februar. Denselben. Elise Heil, geb. Arnold, Ehefrau deS Buchhalters Karl Heil, alt 42 Jahre, starb den 23. Februar. Den 26. Februar. Jean Weber, Gastwirth, alt 42 Jahre, starb den 24. Februar. Den 27. Februar. Katharine Todt, geb. Schäfer, Wittwe des Postillons Johann Todt, alt 64 Jahre, starb den 25. Februar. Den 28. Februar. Ludwig Eduard August Vigelius, Oberförster i. P., alt 68 Jahre, starb den 25. Februar. Denselben. Karotine Noll, geb. Zorn, Ehefrau des Kaufmanns August Christian Noll, alt 29 Jahre, starb den 26. Februar. Denseloen. Adolf Wagner, Sohl» des verstorbenen LackirerS Christoph Wagner, alt 16 Jahre, starb den 26. Februar. Brodpreise vom 2. bis 16. März 1890. Bei den Bäckern. A 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrot»..............29 2 „ (4 Pfd.) Weißbrot»........... 58 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrot) 1. Sorte.........27 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrot) 1. Sorte .........54 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrot) 2. Sorte.........25 bei K. Lenz Wwe. 24 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrot) 2. Sorte.........50 bei St. Lenz Wwe. 48 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrot) 2. Sortr bei I. Lein, K- Haas, L. Keil 75 Bei den BrodverkLnfer«. A 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrot»..............29 2 , (4 „ ) ...............58 1 „ (2 „ ) Schwarzbrot» 1. Sorte.........27 2 , (4 , ) Schwarzbrot) 1. Sorte.........54 3 „ 16 „ ) Schwarzbrot) 1. Sorte.........— 1 „ (2 „ ) Schwarzbrot) 2. Sorte.........25 2 „ (4 „ ) Schwarzbrot» 2. Sorte.........50 3 e (6 , ) Schwarzbrot) 2. Sorte.........— Gießen, den 1. März 1890. Grotzh. Polizeiamt Gießen. Fresenius. Holzversteigerung im Foiiarer Gemmdcwald. ' tonrrerstag den 6. März er., von Nachmittags 1 Uhr an, fott im Lollarer Gemeindewald in üden Districten Kopf und Pfaffenilrauch nachverzeichnetes Holz ver- Agert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 75 NadelMmme mit 22,01 Festm., (bis zu 35 Ctm. Durchmesser und 16 Meter Länge), 88 Derbstangen mit 5,28 Festm., 79 Nadel-Neisstangen mit 0,88 Fstm. B. Brennholz. Scheiih. Knüppelh. Reish. Stockh. Rm. Rin. Wellen Rm. buchen 20,2 51 4180 13,9 Eichen 10 7 100 — Met 58 45,1 1330 13,2 Die Zusammenkunft ist im Pfaffenstrauch nächst der Holzmühle und kommt das Bau-, Werk- und Nutzholz zuerst zur Versteigerung. Lollar, den 28. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Lollar. 1782 C. Geißler. Holzversteigerung. Im Daubringer Gemeindewald kommt in versch'edenen Districten nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung: 1. Donner-tag den 6. März: 46 Eichenstämme bis zu 48 cm Durchmesser und 14 m Länge mit 24,74 fm, 85 Nadelstämme bis zu 42 cm Durchmesser und 15 m Länge mit 23,48 fm, 247 Nadelderbstangen mit 17,16 fm, 2. Freitag den 7. März: Scheit- Knüppelholz holz rm rm Buche 30 6 Eiche 10 16 Nadel 132 190 Stock- Reis- holz holz rm Welle 6 900 11 950 22 5430 Der Anfang ist jedesmal Morgens 9 Uhr im Buchender^. Daubringen am 27. Febr. 1890. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 1775 1809] Ein Wohnhaus, in Mitte der Stadt, mit geringer Anzahlung zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. Dienstag den 4, d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bramm'schen Hofraitbe dahier sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 1 Wagen, 2 Schweine, 1 Eisschrank, 1 Pianino, 1 Nähmaschine, 1 Com- mode mit Aufsatz. 1 Buffet, 1 Secretär, 2 Verticows. 1 Garnitur Polstermöbel, 1 Ladeneinrichtung, 1 Cafsa- schrank, 1 Anzahl Regulateure und Schwarzwälder Uhren, 1 Waage rc rc. Versteigerung voraussichtlich thetlweise bestimmt. Gießen, den 1. März 1890. Engel 1816 Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Dienstag den 4. März d. IS., Nachmittags 2 Ubr. versteigere ich im Gasthaus ^zum mittler* Marktplatz 20: eine große Parthie Corsetten, Barben- Tüll, Kiausen, Damen-Kragen, Damen-Schürzen, gestickte Schuhe, Tricottaillen, Sblipse, Tischdecken, Läufer, Schoner und Sammelreste. Versteigeruna bestimmt. Gießen, 1. März 189 Born, 1787 Gerichtsvollzieher in Gießen- Reiner Bienenhonig empfiehlt [1784 Friedrich Müller jr«, Neustadt 41. Bekanntmachung. Das 6. Ziel Gemeindesteuer pro 1889/90 kann innerhalb 8 Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag ohne Kosten zur Stadtkasse bezahlt werden. Hierbei wolle man die noch rückständigen Nachlässe in Empfang nehmen bezw. verrechnen. Gießen, den 1. März 1890. Der Stadtrechner: 1801 Enders. Versteigerung Dienstag den 4. Märr, Vormittags 11 Uhr, werden im Pfandlocal l Sopha, 1 Stoßkarren, 18 eichene und 10 kieferne Bohlen, 6 Wirthst-sche, 20 Slühle, 1 Regulateur, 1 Comrnode und 1 Bücher Handrlslehre öffentlich gegen Baarzahlurg versteigert. Die Versteigerung ist oorauksichtlich bestimmt. [1813] Horn. Die größte Auswahl in fischen und Geftugel, nur d^fte Qualitäten und billigste Preise in C. G. Kleinhenns [1789 Delicateffen-, Fisch- und G^flügel-Handlg, Bahnhofstraße n9. AN" Lieferungen zu Gesellschasts.Essen übernehme unter Zusicherung prompter Bedienung.____________________________ 364] Die berühmten WieSvadeuerHauS» macher Rudeln v C. Weiner, keine sog. Fabriknudeln, empfehlen W. 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