Nr. 28. Erstes Blatt. Sonntag den 2. Februar L8W Der Eichener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener AnmitienVtLiter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Kießmer Anzeiger General-Anzeiger. Vierteljähriger AöonnementspreiO» 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchutßraßeAr.7. Fernsprecher 5L Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. GraLisöeikage: Gießener Jamikienbkätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. IWMWill rfHHIMW TC—I ' Aintlichev Theil. Gefunden: 1 Brille, 1 Taschenuhr, 1 Regenschirm, 1 Spielball, 1 Hut, 1 Peitsche, 1 Halstuch, 1 Damenkragen, 1 Fingerring, 1 Taschentuch, 1 Paar Handschuhe, 1 Erkerstange, 1 Broche, 1 Zuckerzange. Gießen, am 1. Februar 1890. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 31. Januar. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser hat den Fürsten Bismarck auf Ansuchen von seinem Amte als Minister für Handel und Gewerbe entbunden und den Oberpräsidenten der Rheinprovinz Freiherrn von Berlepsch zum Minister für Handel und Gewerbe ernannt. Berlin, 31. Januar. Das parlamentarisch e Diner beim Reichskanzler findet erst am Dienstag statt. Berlin, 31. Januar. Dem Magistrat Hierselbst ist das nachstehende Allerhöchste Handschreiben zugegangen : „Die Glückwünsche, welche Mir der Magistrat Meiner Haupt- und Residenzstadt Berlin zu meinem Geburtstage dargebracht hat, habe Ich als den Ausdruck treuer Anhänglichkeit und zuversichtlichen Vertrauens gerne entgegengenommen. Deni Magistrat sage Ich für die Mir von Neuem erwiesene Aufmerksamkeit von Herzen Dank. Berlin, den 29. Januar 1890. gez. Wilhelm R. An den Magistrat zu Berlin. Köln, 31. Januar. Wie die „Köln. Ztg." vernimmt, sollen die Befugnisse des Ministeriums für Handel und Gewerbe durch Zutheilung der Bergabtheilung des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten an das Handelsministerium vermehrt werden. Hamburg, 31. Januar. Die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft und der Norddeutsche Lloyd haben in einem gemeinsamen Schreiben dem österreichischen Ministerium des Innern mitgetheilt, daß sie angesichts der fortgesetzten Angriffe, welche sie in einem Theile der österreichischen Presse ausgesetzt seien, vorzögen, auf die ihnen ertheilten Concessionen Verzicht zu leisten. Beide Gesellschaften haben ihre Bureaus in Wien bereits geschlossen. Pest, 31. Januar. Graf Andrassy verbrachte eine ruhigere Nacht- sein Befinden hat sich etwas gebessert. Paris, 31. Januar. Die gestrige republikanische Wahlversammlung des 13. Arrondissements nahm einen tumul- tuarischen Verlauf. Während der Rede des Republikaners Fourniere drangen die Anhänger des invalidirten Boulangisten Mery in den Saal. Im Handgemenge wurde Mery verwundet, eine Person durch Messerstiche gefährlich verletzt, mehrere andere Personen wurden theils leichter, theils schwerer verwundet. — Die Blätter melden, in Nizza habe eine große russische Demonstration während der Aufführung der Oper „Das Leben für den Czar" startgesunden. Nach dem dritten Act mußte die russische Hymne wiederholt werden unter Rufen „Vive la Russie“. Hierauf wurde die Marseillaise gesungen, während alle Zuschauer standen. Paris, 31. Januar. Dem „Figaro" zufolge wurde der Kosakenpope At sch in o f f zum Archimandrit eines der reichsten Klöster in der Krim ernannt. Rom, 31. Januar. Dem heute in der Kirche Santa Maria dell'Anima dem Andenken Franckensteins celeb- rirten Requiem wohnten Schlößer, der bayerische Gesandte beim Vatican, der Cardinal Schönborn, sowie Verwandte und Freunde des Verstorbenen bei. Brüssel, 31. Januar. Die Compagnie Lens lehnte die Forderung der Ausständigen, die verabschiedeten Grubenleute wieder auszunehmen, ab, und drohte Denen, welche nicht einsühren, mit der Entziehung der Arbeitsbücher. In Folge dessen haben von 3800 Arbeitern 1500 bie Arbeit wieder ausgenommen. Swansea, 31. Januar. Eine heute hier abgehaltene große Versammlung von Walzblechfabrikanten und Vertretern des Arbeitervereins beschloß, um die gegenwärtigen Preise zu behaupten und bezw. zu erhöhen, die Production durch zeitweise Einstellung der Arbeit einzuschränken und zunächst von der ersten Woche des März ab den Betrieb auf 14 Tage einzustellen. Belgrad, 31. Januar. Der Abgesandte des Fürsten von Montenegro, Vukowic, überreichte heute Mittag dem ersten Regenten in feierlicher Audienz ein Handschreiben des Fürsten und wurde sodann vom König empfangen. Morgen findet zu Ehren desselben ein Diner statt, an welchem sich die Regenten und Mitglieder des Cabinets betheiligen. Die Nachricht einiger Blätter, Vukowic werde den bevorstehenden Besuch des Fürsten in Belgrad ankündigen, wird von unterrichteten Kreisen nicht bestätigt. Pera, 31. Januar. Der Exgroßvezir Chaireddin Pascha ist heute gestorben. Konstantinopel, 31. Januar. Die „Agence de Konstantinopel" meldet, die Nachricht von einem Auf st an de in Teheran und von der dadurch veranlaßten Abreise des englischen Gesandten Drummond Wolff in Tebriz sei erfunden. Wolff telegraphirte in dieser Angelegenheit an den Botschafter White, daß es sich dabei um eine Sensationsnachricht handle, deren Ursprung ihm unbekannt sei. Washington, 31. Januar. Die Bill, welche seidene Bänder mit einem Cingangszoll von 50 Procent belegt, wurde vom Senat mit einem Amendement genehmigt. In Folge dessen muß die Bill noch einmal an das Repräsentantenhaus zurück. — Der Gesandte der Vereinigten Staaten Nordamerikas in Brasilien, Adams, wurde als solcher bei der dortigen republikanischen Regierung ernannt. Locales und provinzielles. Gießen, 1. Februar. k. Theater. Nächst dem Regisseur liegt dem Capell- meister bei Theateraufführungen die undankbarste Aufgabe ob. Auf ihm ruht die Hauptlast der Arbeit, wenn ein Stück mit Musik vorbereitet wird, und seine Mühe ist eine besonders große, wenn er wie hier, mit meist nicht Prosessionsmäßigen Sängern zu studiren hat. Bei der Aufführung tritt er dann gegen die übrigen Mitwirkenden unverhältnißmäßig zurück. So ist es auch in unsere Besprechung gekommen, daß die Verdienste des Herrn Richard Lerch um die Aufführungen im „Neuen Theater" nicht nach Gebühr gewürdigt worden sind, und wir holen nur ein Versäumniß nach, wenn wir heute nachdrücklich die Aufmerksamkeit auf seine ersprießliche Thätigkeit richten. Zu seinem Benefiz fand gestern die Vorstellung statt und zwar erfreulicher Weise vor gut besetztem Hause. Flott ging die Aufführung des Rosen'schen Schwankes: „DesNäch st e n Hausfrau" von Statten, besonders gefiel das famose Spiel von Frau Jaskowsti. In dem daraus folgenden „Versprechen h i n t e r m Herd" war es natürlich die Gästin Frl. Toni Tusch, der sich die Aufmerksamkeit zuwandte. Die Dame verfügt über eine stattliche und hübsche Erscheinung, die vortheilhaft durch ihr gewandtes und sympathisches Spiel unterstützt wird. Ihre Stimme ist ansprechend und aus giebig, ihr Gesang bekundet gleich nennenswerthe technische Fertigkeit. Mit lebhaftem Beifall wurden ihre wirksamen Vorträge ausgenommen. Für Herrn Sieg mann, der in letzter Stunde abschreiben mußte, war Herr Reiners eingesprungen und trug, wie auch die Herren Frank und Ullrich, das Seine zum Gelingen der Vorstellung bei. Hungen, 1. Februar. Auch in diesem Winter ist wieder, wie im verflossenen Jahre, eine Wohlthätigkeitsvor- st e l l u n g zum Besten der Ottilienstiftung, welch letztere die Anstellung einer Diakonissin in unserer Stadt bezweckt, in Aussicht genommen, und steht deren Ausführung in Mrze bevor. Die Rollen der beiden Theaterstücke sind in dankens- werther Weise von bereits bewährten Kräften unserer Stadt und deren nächsten Umgebung übernommen worden, wie'auch anderer Seits der musikalische Theil kunstgeübten Händen anvertraut ist. So verspricht denn der bevorstehende Abend ein in jeder Hinsicht genußreicher zu werden. Wir verfehlen deshalb nicht, schon jetzt auf denselben aufmerksam zu machen. Auch um der guten Sache willen, die gefördert werden soll, wünschen wir einen recht guten Erfolg. Bad Nauheim, 30. Januar. Zu der Notiz bezüglich Ablehnung des Dampfstraßenbahnprojects wird im „Oberh. Anz." mitgetheilt, daß in einer zu diesem Zweck einberufenen Versammlung sämmtliche hiesige Aerzte, nicht nur mehrere, nach langer Berathung und objectiver Erwägung aller in Betracht kommender Factoren sich einstimmig gegen das Project als ungeeignet für einen Kranken-Badeplatz ausgesprochen haben, wie dies die Hausbesitzer an den drei Hauptstraßen, durch die die Bahn geführt werden sollte, gleichfalls fast ausnahmslos in einer wohlmotivirten Eingabe gethan haben. Es ist deshalb nicht zu bedauern, sondern nur freundlichst zu begrüßen, daß die Staatsregierung einem Privatunternehmen die Genehmigung verweigert, das die mühesam errungene Entwickelung unseres Bades gefährdet und die glücklicherweise von Jahr zu Jahr steigende Frequenz ernstlich in Frage stellt. Friedberg, 31. Januar. Es wird von einigen Capita- listen beabsichtigt, eine geruchlose Entleerungsmaschine zu kaufen und diese einem hiesigen Fuhrmann in Pacht zu geben. Es ist dies umsomehr mit Freuden zu begrüßen, als einmal dann der Dung den Friedberger Aeckern zu gute kommt, der jetzt in fremde Gemarkungen gefahren wird, und zweitens die hiesigen Einwohner nicht mehr von Fremden abhängig sind, die dann wenn man sie braucht, trotz aller Boten und Briefe bekanntlich ^niemals kommen. Es sind dies seither kaum erträgliche Zustände gewesen. — Am Sonntag den 2. Februar, Nachmittags 3 Uhr, findet im hiesigen Saalbau eine Wähler-Versammlung statt, in welcher Herr Dr. Gutfleisch aus Gießen, der Can- didat der deutsch-freisinnigen Partei, zu seinen Wählern sprechen wird. Der Candidat der nationalliberalen Partei des 2. hessischen Wahlkreises Friedberg-Büdingen, Graf Oriola, wird am Sonntag den 2. Februar Nachmittags in Büdingen, Abends in Düdelsheim sprechen. Derselbe sprach bereits am 26. Januar in Butzbach, am 29. Januar in Langenbergheim. Nieder-Rosbach, 28. Januar. Heute stellte sich der Candidat der nationalliberalen Partei, Graf Oriola aus Büdesheim, in den Orten Ober- und Nieder-Rosbach seinen Wählern vor. Beide Versammlungen waren stark besucht. Lauterbach, 28. Januar. In der Wegner'schen Hutfabrik in dem benachbarten Blitzenrod entstand gestern Abend kurz vor Feierabend Streit, welcher einen Mutigen Aus gang nahm. Einige Hutmacher hatten den Tag über ein Fäßchen Bier getrunken- dieselben haben wohl den Geburtstag Sr. Maj. des Kaisers gefeiert. Gegen Abend kamen zwei Arbeiter — ein Hutmacher aus Oesterreich und ein Lehrling von Mainz — in Streit. Nach kurzem Wortwechsel kleidete sich der Mainzer an und verließ auf einige Augenblicke seinen Arbeitsplatz - er hatte sich nach Haus begeben, um ein Messer zu holen. Scheinbar ruhigen Blutes kehrte er zurück und nahm seine Arbeit wieder auf. Einige Worte des Oesterreichers genügten, den Mainzer wieder so in Aufregung zu bringen, daß er das bewußte Messer hervorzog und seinem Gegner einen Stich beibrachte. Bei dem nun entstehenden Tumulte stach der sich wie wüthend Geberdende weiter auf sein Opfer zu. Nach kurzem Ringen der Mitarbeiter wurde dem Thäter das Messer abgenommen. Der Verletzte hatte drei Stiche, einen auf der Stirn, einen auf der Wange und einen aus der Brust. Mit welcher Wucht die Stiche ausgeführt wurden, geht daraus hervor, daß sich die Klinge des Messers verbogen. Die Wunden sind glücklicherweise nicht gefährlicher Natur. Der Thäter hat sich der Bestrafung durch die Flucht entzogen. Ober-Breitenbach, 30. Januar. Eine entsetzliche M ordth at setzt die Bewohner unseres Ortes und der Umgegend in nicht geringe Aufregung. Hier hat eine Frau ihre fünfjährige Stiefenkelin vergiftet und ihr dann die Pulsadern durchschnitten. Das arme Kind fand man tobt in seinem Bette. Die Mutter des ermorbeten Kindes, welche dieses mit in die Ehe gebracht, ist vor einiger Zeit gestorben und die Stiefgroßmutter sah in der «Waise ein Hinderniß zu einer anderweitigen Heirath ihres Sohnes, des Kindes Stiefvater. Nachdem die Mörderin die That vollbracht, die nicht ungehört geschehen war, sprengte sie das Gerücht aus, das Kind sei plötzlich gestorben und ließ sogar den Leichenbeschauer rufen. Bald aber entdeckte man die Spuren des Verbrechens. Die Thäterin ist inzwischen verhaftet worden. Fr. G.-A. vermischter. * Dillenburg, 29. Januar. Mit dem Bau der längst geplanten und wiederholt abgesteckten Bahn durch dasDietz- hölzthal, von Bahnhof Dillenburg nach Straßebersbach, wird nunmehr vorgegangen. Das Eisenbahnbauamt hat mit zahlreichem Personale bereits hier seinen Sitz genommen und unter Leitung des Königl. Eisenbahnbaumeisters Hrn. Grimm auch bereits eine Verdingung auf die Beförderung von Baumaterial vom Bahnhose Dillenburg nach einzelnen Stellen der Baustrecke ausgeschrieben. Dem Vernehmen nach sollen die Verhandlungen wegen Erwerbung des erforderlichen.Grund- eigenthums bis jetzt noch nicht ganz beendet sein, sie werden sich aber wohl aus gesetzlichem Wege ohne Weiterungen erledigen. * Frankfurt a. M., 29. Januar. Gestern Mittag hatte das Dienstmädchen des Metzgermeisters Köllisch in der Dreikönigsstraße einen Eimer mit siedendem Wasser gefüllt unb- auf den Boden der Küche gestellt. Das 2jährige Töchterchen des Köllisch kam in diesem Augenblicke in die Küche gelaufen, stürzte hin und wollte sich an dem Eimer wieder ausrichten- Der Eimer fiel um und das siedende Wasser ergoß sich über bcb3 Kind, welches derartig verbrüht wurde, daß cs trotz ärztlicher Hilfe gestern Abend verstarb. 36 500 Gulden geraubt. Ans W i e n, 29. Januar, wird berichtet: Der Scontist der Firma Adolf Ignaz Mauthner & Söhne, Wilhelm Leirer, der sich schon seit einigen Tagen unwohl fühlte, fand sich heute Bormittag um 11 Uhr im Vestibüle des Giro und Kaffenvereins ein. Hier fühlte er sich plötzlich unwohl und stürzte ohnmächtig zusammen. Als Leirer wieder zu sich gebracht worden war, bemerkte er mit Entsetzen den Abgang eines großen Geldbetrages, den er vor seinem OhnmachtsanfaÜe in einem Umschlag von blauem Papier in der Hand gehalten hatte. Die Summe des Geldes, welches er bei sich getragen, belief sich auf 36500 st. Weiter hatte er in demselben Umschlag eine Acrie der Oesterreichisch- Ungarischen Bank verwahrt. Der Geldbetrag bestand aus 24 Stück Tausendern und 12 500 st. in Fünfzigern. Ein Gauner hatte die Ohnmacht Leirers benützt, um demselben das Packet aus der Hand zu nehmen und sich mit seiner Beute auS dem Staub zu machen. * Ein Dampfer aus New "gork macht seine dreizehn Knoten die Stunde, als sich vorn ein Schrei hören läßt: „Ein Mann über Bord!" — „Halt!" ruft Ler Kapitän. Darauf wendet er sich zum Rechnungsführer: „Hat er seine Ueberfahrt bezahlt?" — „Ja!" — „Vorwärts!" ruft der Kapitän. Und das Schiff setzt seine Fahrt fort. Universitäts - Tlad?rid?tcn. — Herr Dr. Karl Eckstein hat sich unter Betdehallung seiner Stellung als Affistent am Zoologischen Institut der Forst-Akademie Eberswalde daselbst als Prioatdocent habilitirt. Literatur und Aunft. — »Der Stein der Weisen." Das soeben ausgegebcne 3. Heft dieser mit ungeteiltem Beifalle aufgenommenen populärwissenschaftlichen Halbmonatschrift enthält die folgenden bemeckens- werthen Aufsätze: 1. „Die Straußenzucht" von E. Montanas, mit 5 Illustrationen; „Das electrische Clavter" von Dr. R. Etsenmann; „Die größte Drehbrücke der Welt" mit großem Vollbilde; „Jntensüäi und Dauer der Ltchtempfindung"; „lieber Hlmmelsphotographte" Ton Eugen v. Gebhard mit 6 Illustrationen (sehr interessant!); „Zur vergleichenden Anatomie des Kehlkopfes", mit einer Tafel, 13 Figuren enthaltend; Phonograph, Graphophon und Grammophon von G. van Muyden, mit einem Vollbilde und 5 Tixtillubrationen; Henry M. Stanley und Emin Pascha vom Redactem der Zeitschrift, mit 2 Porträts. Der Notizentheil („Kleine Mappe") enthält eine ganze Menge technischer und naturwissenschaftlicher Mittheilunaen, darunter die hübsche Arbeit des Pros. Franz Müller über Den „Wunderbau der Bienenzelle" (mit 10 Figuren). Auf dem Umschläge ist ein sehr übersichtliches astronomisches und landwirthschast- liches Kalendarium enthalten. Bei solcher Gediegenheit und Reich haltigkeit wird es dem „Stein der Weisen" an verdientem Erfolg gewiß nicht fehlen. Die Zeitschrift kann sowohl vom Verleger (A. Hartlebens Verlagsbuchhandlung, Wien) oder von jeder Buch' Handlung und zwar zum Preise von 50 Pfg. das Heft bezogen werden. Ein Mahnwort an Guts- und Gartenbesitzer. Von I. Beez in (Stuttgart. Bei der steten Bevölkerungszunahme des deutschen Reiches ist es von höchster national-oconomischer Bedeutung, die Menge der Genußmittel und die Zahl der Erwerbsquellen zu vermehren. In dieser Beziehung verdienen alle Producte der Natur, welche bisher noch zu wenig berücksichtigt wurden, einer besonderen Beachtung. Hierzu gehören vor Allem die bei uns einheimischen Beerenobststräucher, von denen wir Millionen mehr und reiche Ernten haben könnten. Für die Mehrheit unseres Volkes aber ist Obst noch ein Luxusartikel und wir erfahren durch die Statistik zu linserer Beschämung, daß jährlich für über 5 Millionen Mark an Beerenobsterzeugnissen eingesührt werden, während dem Deutschland in seinem Klima und Boden einen Schatz besitzt, herrliche Früchte im Ueberfluß hervorzubriugen, wie kein anderes Land der Erde. Von einer Beeren-Obstcultur im Großen ist bei uns noch kaum die Rede. Manche Farmer in Amerika haben 50 bis 100 Hectar Feld der Erdbeercultur eingeräumt, in England werden große Flächen mit Johannis-, Stachel- und Himbeeren angelegt, deren Früchte zu Conseroen und Weinbereitung verwendet werden und der Erdbeerertrag in nächster Umgebung von London wird jährlich auf einige Millionen Mark geschätzt. In Frankreich bepflanzt man nicht nur die von der Reblaus zerstörten Felder, sondern auch zwischen den Wcinstöcken massenweise Johannisbeeren und verwendet namentlich die schwarzen (Cassis) dazu, dem Tranbenwein ein angenehmes Bouqnet zu geben. Wir kennen diese Fruchtpflanzen kaum mehr als dem Namen nach, welche der Amerikaner erst von Deutschland beziehen mußte, um sich in derselben Vermögen zu sammeln. Wo man dieselben im Garten duldet, sind sie vernachlässigt, unartigen Kindern preisgegeben, zerrissen und ihrer unreifen und deshalb wcrthlosen Früchte beraubt, obgleich die wenigen gut gepflegten Pflanzungen Deutschlands reiche Ernten liefern. Aus den alten Jnvaliden- anlagen des großen Kurfürsten in Werder bei Potsdam werden jährlich ca. 150 000 Liter Erdbeeren und 500000 Liter Johannis- und Himbeeren im Werthe von 200000 Mk. nach Berlin geliefert und die Gemeinde Stanffenberg in Baden hat es dnrch ihre ausgedehnten Erdbeerculturen zu einer Wohlhabenheit gebracht. Wir lassen, gestützt aus eigene Erfahrungen und Kosten, eine ungefähre Kosten- und Ertrags- bercchnung folgen von 8 Ar Feld mit Obst und Beerenobst angelegt. Ausgabe. Für 40 Obstpyramiden ä 1 Mk. 40 Mk. „ 200 Johannisbeerpflanzen 25 „ „ 2000 Erdbeerpflanzen 50 „ Summa 115 Mk. Einnahme. Ertrag an Früchten jährlich: Für 10 Ctr. Johannisbeeren 100 Mk. „ 5 „ Erdbeeren 150 „ Summa 250 Mk. Ertrag bei Weinbereitung: 200 Johannisbeerpflanzen geben mit dem nöthigen Wasser- und Zuckerzusatz 1000 Liter Wein ä 50 Pfg. 500 Mk. 2000 Erdbeerpflaiizen geben 300 Liter Wein ä 80 Pfg. 240 „ Summa 740 Mk. Hiervon ab für 4 Ctr. Zucker 130 „ Ertrag 610 Mk. Bei dieser Ausstellung tst der geringste Fruchtertrag, der geringste Verkaufspreis und ein Ertrag der Obstpyramiden gar nicht berechnet. Letztere tragen vom zweiten Jahre an in gut gewählten Sorten reichlich Früchte und stellen nach 5—6 Jahren ein werthvolles Obstgut dar. Keine Cultur- pflanze liefert einen ähnlichen Ertrag, jährlich sicher, indem ungünstige Witterung weder auf Qualität noch Quantität der Ernte erheblichen Einfluß hat. (D. A. Z. s. Landw.) verkehr, Land- und <>olk»»virth|chaft. — Die französische Kochkunst ist im Allgemeinen nicht so cornplicirt, wie man bei uns annimmt; sie zeichnet sich im Gegentheil vielfach durch Einfachheit aus. Das zeigt z. B folgendes Recept, mit welchem man die Suppe ä la Julienne, deren Zubereitung viel Zeit und Aufmerksamkeit erfordert, oortheilhoft ersetzt: Carotten (Möhren), Steckrüben, Zwiebeln, Kohl und Lauch werden in kleine, möglichst gleiche Stücke geschnitten, so daß man zusammen etwa zwei Pfund davon hat. Mit 200 Gramm Butter werden diese Gemüse in einer Kasserole gedünstet, bis sie sich leicht färben; dann gibt man drei Liter Wasser und 35 Gramm ^alz daran Man kann auch noch eine Hand voll gut gereinigten Saueramphers binuifügen. Die Gemüse läßt man an langsamem Feuer gar werden, überzeugt sich, ob hinreichend Salz daran ist und gibt etwas Liebigs Fleischextract (einen Kaffeelöffel auf fünf bis sechs Personen) hinzu. Diese Suppe wird an jeder Tafel Beifall finden. 8. Gießen, 1. Februar. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wocherrmarkt kostete: Butter pr. Pst. a. 0,95—1,00, Hühnereier 1 St. 8—0, 2 St- — H, Enteneier 1 Sb 9 H, 2 St. — Gänse eier 13—14 H, Käse pr- St. 4—7 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen vr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar JL 0,70—0,00, Hühner pr. Stück JL 1,50—1.70, Hahnen pr. St. vM 1,60-2,00, Enten pr. Stück JL 2.00—2,20, Gänse pr. Pfd 50—fO H, Ochsensleisch pr. Pfd 66—72 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 60—70 H, Hammelfleisch 50—66 H, Kalbfleisch 56—60 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 4,00—4,50, Weißkraut pr. St. 6—8 4» ZwiebÄn per Centner JL 9,00—10,00, Milch vr. Liter 12—18 Alle, die zu Halsleiden disponirt sind, sollen bei ungünstiger Witterung, fcharsen Wmden, ’Jteoei rc. nie ausgehen, ohne eine der Fay'schen Sovener Minei al Pastillen tm Munde zu haben. Durch Die Heilkraft der mineralischen Satze dieser Pastillen wird die nachthetlige Wirkung der austrocknenden Winde, der Rebel rc. aufgehoben und catarrhalische Erkrankung im Keime erstickt. Wem seine Gesundheit lieb, schütze sich durch dieses treffliche Mittel, das in allen Apotheken und Droguen ä 85 Pfg. erhältlich ist. 65 Schwarze und farbige Seidenstoffe direkt anw der Fabrik von von Elten & Keussen, Crefeld, also aus erster Hand, in jedem Maas zu beziehen. Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten. 118 Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgases. Januar 1890: 19 Kerzen. Buchner. Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gietzen. Eheschließungen. Januar: 31. Otto Rühl, Posthilfsbote dahier, mit Maris Koch Hierselbst. Geborene. Januar: 18. Dem Hüttslademeister Heinrich Christ eine Tochter, Hedwig Wilhelmine Luise. 20. Dem Fuhrmann Heinrich Schleuntng eine Tochter, Lina Bertha Elise. 23. Dem Diensiknecht Heinrich Lotz ein Sohn. 25. Dem Schuhmacher Karl Müller X. ein Sohn, Karl Georg Heinrich. 27. Dem Conditor Ludwig Döll em Sohn, Wilhelm Ferdinand Hermann. 28. Dem Uhrmacher Fritz Scharmann ein Sohn. Gestorbene. Januar: 23. Christine Roll, 82 Jahre alt, Prioatin dahier. 25. Philipp Müller III., 58 Jahre alt, Weißbinder dahier. 25. Dora Sophie Wolff, 1 Jahr alt, Tochter von Schriftsetzer Albert Wolff dahier. 27. Alfred Ignatz Clemens Carl Willmaser, 1 Monat alt, Sohn oon Küisckner Alfred Willmaser dahier. 27. Elise Kumpe, 67 Jahre alt, Lauffrau dahier, Wittwe von Georg Kumpe. 31. Heinrich Marlin Ludwig Rusag, 11 Jahre alt, Sohn von Weichensteller Heinrich Rusog dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gietzen. Evangeltscbe Gemeinde. Getaufte. Den 26. Januar. Dem Weichensteller Karl Ulm ein Sohn, Hermann Wilhelm Gustav, geboren den 15. December 1889. Denselben. Dem Lehrer Ludwig Schaaf ein Sohn, HanS Conrad Friedrich, geboten den 22. December 1889. Den 30. Januar. Dem staoitschen Slraßenkehrer Ludwig Scherer Zwtllingssöhne, Hermann und Friedrich, geboren den 15. Januar. Beerdigte. Den 26. Januar. Louis Rinn, Schreibgehife, alt 16 Jahre, gestorben den 23. Januar. Denselben. Ludwig Jung, Hausbupche, alt 42 Jahre alt, gestorben den 24. Januar. Denselben. Christine Noll, alt 82 Jahre, gestorben den 24. Januar. Den 27. Januar. Philipp Müller III., Weißbinder, alt 58 Jahre, gestorben den 24. Januar. Broopreise vom 2. bis 16. Februar 1890. 1 Kgr. (2 Pfd. '4 P d.' 2 (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 3 2 P '4 P '2 P 2 1 2 1 58 27 54 25 24 50 48 bei K. Lenz Wwe. bei K. Lenz Wwe. Bei den Bäckern. Weißbrod...... Weißbrod...... Schwarzbrod 1. Sorte Schwarzbrod 1. Sorte Schwarzbrod 2. Sorte d.' b. fd. (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. ©ort; bei I. Lein, K> Haas, L. Keil 75 Bei den Brodverkänfer«. 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod.......... ... 29 2 „ (4 „ ) 58 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte.........27 2 r (4 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte.........54 3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte........— 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte..... 25 2 „ (4 , ) Schwarzbrod 2. Sorte....... .50 3 - (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte.........— Gießen, den 1. Februar 1890. Großh. Polizeiamt Gießen. Fresenius. Geschäfts nzeige. Einem verehr!, hiesigen und auswärtigen Publikum zur Nachricht, daß ich das seither unter der Firma Schmidt <$? Repp dahier betriebene Hut-, Schirm- und Pelzwaaren-Geschäft in Folge freundschaftlichen Uebereinkommens mit meinem Affocie, Herrn Fr. Schmidt, mit dem heutigen Tage für eigene Rechnung übernommen habe und dasselbe in meinem neuen Locale lAnd^ttptals; TVo. 5 fortführen werde. — Bei Bedarf mich bestens empfohlen haltend, zeichne 963 Hochachtungsvoll Heinrich Repp. PLATIN-ANSTRICH-FARBEN Von Rometfch 8t Co. in Kitzmgen bieten vollständigen Schutz gegen Rost und Einflüsse von tßinb und Wetter. Garantie für größte Haltbarkeit und außergewöhnliche Deckkrast. Unentbehrlich für Giseu ba hnzwecke, Maschinen-, Zu cker- und Ga-fabriken, Brauereien und Brennereien. Alleinverkauf für Glessen und Oberhessen bei 526] Emil Fischbach, Gießen. Elegante Herren- und Damen Stiefel sowie gewöhnliche Sorten habe eine Parthie 726 zum Ausverkauf übernommen. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. Neue und gebrauchte Federbetten billig tu verkaufen. - 727 Neuenweg 22. | Placal-Fahrpläiie I || in der jg § Expedition des „Giessener Anzeiger“. § seit 50 Jahren 691 als angenehmes Linderungs-Mittel bei Husten, Heiserkeit und Athmungsbeschwerden bewährt; bei Uebertreten von warmer in kalte Luft ist es besonders empfehlenswerth, einen Bonbon zu nehmen? In Paketen zu 25 und 40 Ffg. überall vorräthig. Slollwerck’* BnistMoos, gefertigt nach der Vorschrift des Kgl. Universitätsprof. Geh. Hofraths Dr. Harless, Bonn, enth. 9 verschiedene wohlthätige Kräuter-Extracte u. haben sich Versteigerung. M ntag den 3. Februar l. IS., Nachmittags 2 Uhr. versteige'e ich in der Restauration Klingenderg (früh er® ramm): 1 Sckrcibtlsch. 2 Labensch'änke, 2 Spiegel, 1 Sopba, 1 Commode, 1 Waschtisch, 1 Nachtschrank, 1 vollständiges Belt und 1 Tisch gegen Baarjahlung. Born. 931 Gerichtsvollzieher in Gießen. Seikgeöoienes. Fische und Geflügel heute große Auswahl zu billigen Vreisen. Qualität: hochprima in C. G. Hleinhenns [971 Delicatessen-, Fisch- u Geflügel-Handlung- 164] Ein gebrauchtes Tafeiklavier vittig zu verkaufen. Schützenstraße 14 Ausverkauf. Wegen Ausdehnung meines I*ii1zgeseiiaf<£N werden sammtliche übrigen Artikel meines Lagers, wie Herren» und Knaben» Filzhüte, Oberhemden, Kragen, Manschetten. Lhlipse, Regenschirme, Damen» und ttinderschürzen, Weitz» zeug, wollene Damen» in d Herrenuntersachen rc- zu spottbilligen Preisen abgeaeben und müssen bis 1. März geräumt sein- [yt>l Albert Bchrend^ Marktstraße 32. Mischer Kopfsalat Radieschen, Saiatkartoffeln, gute Dpeisekartof» ftln empfiehlt 974 H. Klotz, MLuSburg 17. 57] Für eine kleine kinderlose Familie in Herborn wird auf März ein tüchtiges, ruhiges Dienstmädchen auf dauernd gesucht, welches alle Küchen- und Haus- arbei'en und die Pflege der kranken Frau pünktlich besorgen kann Erfahrene Krankenpflegerin bevorzugt- Offerten unter Nr. 9 7 an die Exped. d- Bl- 968] Eine gesunde kräftige Amme, welche häusliche Arbeiten mit verrichten kann, wird für ein 12 Wochen altes Kind gesucht._______Mar bürg« rstraße 13 l 967] Eine Frau zum AuStragen von BrSdchen gesucht. Näheres in der Exped d. Bl. Hausbursehe Ein braver Junge, möglichst stadtkundig, per sofort als Hausbursche gesucht von 370] C. G. Kleinhenn. 978] Eine gebildete, junge Wittwe sucht Verhältnisse halber Stellung nach Auswärts als Haushälterin, Gesellschafterin oder zu größeren Kindern durch Frau Hüttenberger, Leiters- weg 52, Nebenhaus rechts- Ausgabe Billigste Unterhaltungs-Zeitschrift. Einladung zum Abonnement auf die Grossguart- für das vierxebntägige Heft. Jährlich eine M ganze Reihe von rj Romanen und El Novellen der ersten f] Schriftsteller. Ein geistvolles, ,1 abwechslungsreiches Feuilleton. M D:e „Deutsche Ron anbibliothek* bietet ij gediegene lüterhaituiigsieit tiire U für den ungemein billigen Preis von H nur 2 Mark vierteljährlich y für 13 Wochen-Nummei n oder L 945] Zum 1. April suche ich für die Hirschapotheke zu Gießen, sowie für einen befreundeten Kollegen je eine« jungen Mann ans guter Familie al8 Lehrling. A. Freundt, Apotheker, Marktplatz 11. ——« Ankauf ISL alter Bücher u. Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die [579 J. Rickcr’sche Buchhandlung Giessen. BWilhWIM Giessener Anzeigers elegantesten Luxus druck mit Entwürfen, Mustern »äggfS9‘ Giessen einfachsten Schwarz- bis zum Wir liefern alle Drucksachen, vom ____________ dieser oder in ähnlicher in die Angen fallender wir auch behufs cknng in auswärtige Zeitungen an; Abgüsse ^Stereotypen) werden ÄÜg berechnet. i « aiatreteadem Bedarf an Drnoksaehen halten \ unsere mit den neuesten Schriften, Masohinen^d^^^ <..*?..'AU£U£mnäHffs I ’reisaufetellunge n stehen wir Diensten c5 ■na ■■■ aoaee Deutsche Einigkeit. Sonntag den S. Februar: Tflmsmtesäk. Anfang 5 Uhr. 972 Ed. Riemer. — MWl«WW^»»»»WW«WMWWM«W»WWWWWWchtnng zu verfolgen, gänzlich verloren gegangen ist. Damik ist auch die innere Festigkeit der Börse verschwunden und dieselbe sieht sich haltlos den tausend Gerüchten gegenüber, welche sie bald nach dieser, bald nach jener Richtung beeil flussen. Von einer einheitlichen Tendenz kann nicht mehr gesprochen werden. Dieselbe ändert sich fast stündlich und oft ohne erkennbaren Grund. Die Glasgower Eisenpreise werden ängstlich beobachtet und jedes Zurückweichen derselben rüst drängendes Angebot hervor, obgleich unsere Producenten, unter dem Schutze der hohen Zollschranke, längst darauf verzichtet haben, diesen Nottrungen eine gebührende Berücksichtigung zu schenken. Dabet ist man außerordentlich empfindlich geworden gegen weichende Course. Häufig genügen einige auffallende Verkäufe von Monlanactien, um den ganzen Markt zu vei flauen, und es ist zum großen Theil nur dem süddeutschen Publikum zu danken, welches bet weichenden Coursen immer wieder kaufend eilst greift, wenn die Course nicht weiter gefallen sind als bisher. Wie außerordentl'ch empfänglich die Börse gegen äußere Beeinflussung geworden ist, beweist bet Verlauf der Donnerstagsbörse. Man wollte wissen, daß in der Budgetcommission des Landtags eine Aeußerung des Ministers von Maybach gefallen sei, welche besagt, daß die preußischen Staatsbahnen bis zum Juli mit Kohlen o-rsorgt seien, und man sich in btr Ermattung billigerer Kohlenpreise mit weiteren Anschaffungen nicht übereilen wolle. Daraufhin fielen in Berlin die leitenden Kohlenwerihe 10—150,0 und doch liegt auf der Hand, daß diese Aeußerung, welche übrigens, wie sich herausgestellt hat, gar nicht von Seiten des Ministers erfolgt ist, nur dessen subjectrve Anschauung wtedergiebt, der in diesem Falle wohl kaum ein erhöhtes Gewicht beizülegen ist. Als vor einem halben Jahr in derselben Weise zwei he, vorragt nde Vertreter der deutschen Montanindustrie in scharfen Worten öffentlich die Btwegung oerurtheilten und davor warnten, den Kohlen- preisen Stabilität beizumessen, antwortete die Börse mit steigenden Coursen. Man muß diese Gegensätze aneinander halten, um die veränderte Stimmung im richtigen Lichte erscheinen zu lassen. Die Liquidation ist in dieser Woche glücklich ohne Zwischenfall beendet worden. Geld blieb teicht und die Prolongationen vollzogen sich in den letzten Tagen zu 5 und 4*/a%. Trotz dieser Flüssigkeit des Geldmarktes aber wurden in Berlin an mehr als einem Tage umfangreiche Verkäufe und Executionen öoroenommer, weil die Schiebung der betreffenbin Engagimenls nicht möglich war. Die In ben Februar übertragenen Positionen sind jedenfalls weit geringer als im vorhelge- gangenen Monat, und auf der anderen Serte ist das Decouoert beträchtlich gewachsen, aber die Krisis ist roch keineswegs überstanden, weil bet weiter fallenden Coursen noch ein bedeutender Theil des von dem Publikum aufgenommenen Materials zur Veräußeiung kommen wird. Die Befürchtungen über einen neuen allgemeinen Arbeiter-Ausstand, welche in der Vorwoche die Börse beängstigten, sind, seitdem die Arbeiterführer sich gegen einen Strike erklärt haben, gewichen, aber, wie schon früher angedeutet wurde, muß man diese Eventualität immer im Auge behalten, denn wie gegenwärtig die Dinge liegen, ist nicht anzunehmen, daß die Wirkung eines neuen Ausstandes derjenigen des Vorjahres ähneln wirb. In ben ersten Tagen der Woche hat die Coursbewcgung ber Siaatsbahn- Actien einen ungünstigen Einfluß auf ble Börse ausgeübt. Schon bei Gelegenheit der 1888er Bilanz ber Gesellschaft war von b r Regierung wegen ber V-rbuchung einzelner Posten als Activa Einspruch erhoben worden. Jetzt erschien in einer Wiener Fachzeitunfl ein heftiger Artikel, welcher auf Grund des der Regürrwg zustehenden Ankaufsrechtes Richtigstellung der beanstandeten Polen forderte und im Weigerungsfälle Dividendenfpcrre in Aussicht stellte. D.r Ton des Artikels ließ befürchten, daß derselbe biiect von der Regierung infpirtrt ei, und da Angaben über die Höhe Der beanstandeten Punkte fehlten, fielen die Actien bis auf 182. Auch jetzt, nachdem bekannt geworden, baß ber b treffend«' Artikel nicht von der Regierung herrührte, daß aber dieselbe Vorschläge für die Aufstellung der 1889er Bilanz eingefoiderl hat, gehen die Schätzungen über die Höhe der nöthtgen Ab- schseibungen noch auseinander. In jedem Falle werden sich aber die Aktionäre auf eine geschmälerte Dividende gefaßt machen müssen. Der Com sadschlag dieser Actien hat sich in Den letzten Tagen zum Theil verflüchtigt und beträgt heute am Freitag noch 71/» fl- Die anderen österreichischen Bahnen sind durch diesen Rückgang meist etwas in Mitleidenschaft gezogen worden, namentlich Lombarden, BulchtberaDer, Duxer und Böhmische Noidbahn, aber nur bei den beiden Ei stgenannten sind die Verluste noch von einigem Belang. Von deutschen Bahnen erscheinen Lübeck-Büchener und Mainzer nach anfänglich ziemlich bedeutendem Rückgang gegen die Vorwoche etwas gebessert. Recht fest lagen schweizer Bahnen wegen der in diesen Tagen zur Sub- fcriplton kommenden Prioritätsaktien ber fufiontrten Bein Jura- unb Westbahn, trotz nicht besonders günstiger Einnahmeausweise für ben Monat December. Die Bewegung ber Banken schließt sich eng an bie Der Montanwerthe an, dochsinb wegen ber oerhaltnißmäßiggeringerenPositionenbieSchwankungen entsprechend kleiner. Die meisten deutschen Actien haben gegen die Vorwoche Bruchtheile verloren, nur Nationalbank besserten sich um co. 2®/0 wegen des nunmehr endgültigen Beschlusses der Kapitalerhöhung. Wiener Banken halten sich besser, weil der dortige Markt große Ausnahmefähigkeit für seine heimischen Werthe zeigt. Credit schließen unverändert, Länberbank gewannen fl. 4 auf Ankünbigung ber beoorftebenbea Cmsision der Allumininm-Fadrik-Actien; Oest-rreichisch-Ungarische Bank sinb auf Veröffentlichung ber 1889er Gewinnziffern 5*/» fl. höher. Renten bilben bas einzige Gebiet, welches fortbauernb fest liegt unb dessen Course unter dem Einfluß des flüssiger werdenden Geldstandes sich ständig besser,-. Als besonbers bevorzugt sind Ungarn unb Italiener zu nennen, von welchen die erfteren beinahe 1 % gewonnen haben. Der Jnbustrieactienmarkt bietet mit Ausnahme der Montanwerthe wenig Bemerkenswerthes. Von diesen verloren Laura 8° o, Gelsenkirchener nur 2°/0, obgleich dieselben Schwankungen verzeichnen, welche 10% umfassen. Course der Fraiikfurter Börse. Coars vom 24./I. ktaal-anteihen. 31./I. CoarH vom 24./I. 31./I. 4% Hessische Obligation. 105 75 105.85 4'/s%Portufl.-A. 88 u.89 95.80 96.— „ Bauern .... 106.45 106.70 5% amort. Serb. Golb- „ Baden..... 104.25 104.10 Rente .... 84.40 84 25 3% Sächsische Rente. . 94.20 —.— 50/vSerbischeEisenbahn- 3*/2% BremerStaatsanl. —.— — — Hyp.-Obl. 1^. k. . 87.— 86 95 „ Hamb.Staatsrente 102.10 —.— 4o/ySchweb.Oblig.l880i 102.90 103.— 40/y Oestr. Goldrente . 94.95 95.25 1% Türken cono. . 17.75 17 65 „ GriechischeMonopol- 5% prio. Egypter. . . 104.25 104.— Anleihe . . . 75.60 75.80 „ Argent. Golb - Anl. 5o/g Rumänische Rente . 98.15 98.15 v. 1887 . . . 90.35 9030 4%% Russische Aul.. . 101.40 101.55 Msenvahn-Prloritäterr. 4% Pfälz. Ludwigsbahn 5% Sübbahn Lombarden 102.30 102.50 (Bexbach) . . . 104.10 103 95 4% bo. bo. 100.15 99 80 „ Hessische Ludwigsb. 3% bo. do. 64.— 64.25 68/69 garant. . 103.25 103.10 4% Prag-Duxer Golb . 101 45 101.45 „ Elisabethb. steuerfrei „ Rubols Gold (Salzk.) 101.30 101 50 Gold .... 101.90 101.65 „ Franz-Josef Silber 84.— 84 05 50/0 Oestr. Staatsbahn. 106.80 106.15 3o/o ftaatl. garant. Jtal. 4o/o do. do. 101 20 100.55 Eisenbahn . . 58.10 58.10 3°/o do. do. 3% Livorneser . . . 65 25 65.15 Vl.—VIII. Emiss. 83.70 83.— 4% Rufs. Südw Eisend. 92.30 92 90 3o/o do. Ergänzungsnetz 80.90 80.60 40/0 Wladikawkas garnt. 92.— 92 45 5% Nordwestbabn Gold 107.75 107.60 40/0 gar. Sa> bin.Sec.stsr. 87.65 87 70 Giserwahn-Aetjen. Ludwigshafen-Bexbach. 233.— 233.50 Lübeck-Büchner . . . 170.40 171 50 Hessische Ludwigsbahn. 118.50 120 80 Mecklenburger . . . 163.70 164 40 Pfälzische Nordbahn . 125.10 125.40 Gottharbt..... 166.60 168 10 Marienburger-Mlawka. 52.70 52.40 Jtal. Mittelmeer . . 107.60 10.3.60 Bank-Aetien. Deutsche Reichsbank . 137 40 138.60 Dresdener Bank. . . 183 90 182 50 Berlin. Hanbelsgesellsch. 193.60 193 20 Mitteldeutsche Creditb. . 11650 116 10 Deutsche Bank . . . 174.90 174 90 Wiener Bank-Verein 106.55 107i,8 DeutscheGenossenschstsb. Württemb. Vereinsbank 127.— 127 — v.Soerael.ParrtsiusLCo 134.50 133.90 Jndvftrte-Papiere. Binbing-Brauerei . . 166.50 166.50 Deutsche Verlagsanstalt 280.— 280 35 Stern- do. (Oberrab) 133.10 138 70 Farbwerke, vorm.Dteister, Bob. Anilin- u. Soba- Lucius & Brüning. 273.— 271 70 »abrif . . 279 50 .76 50 Riebeck'icheMontanwerk»' 200 — 199 — Pfandbriefe. 4o/o Franks. Hyp.-Pfdbr. 4"/^DeutscheGrundsch!d. 0. 86 ab . . . —.— —.— Bk.-Psandbr. . 101 50 101 60 3%%Frnkf.Hyp.-Psbbr. 98.60 98 60 3V2°/o bo...... 98 50 98 50 40/1,Preutz.Hyp. Act.-Bk.- A'/rO/oRhein.Hyp.-Bank- Pfauddr. . . . 101.60 101.70 Pfandbr. . . . 97.40 97 40 3*/2°/o bo...... 98 50 98 50 4o/o Meininger Psanbbr. 101 50 101 50 4% Preuh. Centr.-Bod.- Creb.-Pfanbbr. bis 1885 102 10 —.— Loose. Oestr. 1860r fl.500-Loose 124.70 124 25 Braunschweig. 20 Thlr.- „ 1854rfl. 250- „ —.— 118.50 Loose .... 107.50 107.10 4o/gMeininger Prämien- 3°/(, Olbenburfler Loose . 133 35 133 50 Psanbbr. . . . 132.20 132.80 3> Ifr. fi. ö in; Mii idn.Loole 139 30 140 — Amerikanische «isenvahn-Bonv». 6o/l)Chic.Diilw.f.St.Paul 4% Chicago Burlington * Pet., rückzahld. 1910 . 116.20 116.40 Nebraska 1927 . . 91.— 92 — 5o/oChic.MUw.f.St.Paul 4V2°/o California Pacif. Prt., rückzahld. 1921 . 105.05 105.45 I. DL, rückzahld. 1912 105.60 105 60 6"/v Centr. Paris. I.Mr tg. 6n/vPacif.ofMissoun con- rückzahlb. 1896 . . 111.— 111.85 foltbateb l. DL r 1920 108.10 108.-10 Diverse Obligationen. bo/o Buderus-Obligat. . 104.05 I 104.35 I 4Vj/r/o Gr afHenkelv.Don- 1 1 nersmark, rückz. A 105 I 105.30 | 105.30 Todes-Anzeige. Herrn Dr. med. W. Giunbel pract Arzt zu Hohensolms, nach kurzem Leiden heute Nacht 10'4 Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen. Hohensolms, Rodheim, Krofdorf, 31. Januar 1890. Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Montag den 3, Februar, Nachmittags 2 Uhr statt. Der Vorstand Anfang 7^2 Uhr [947] Kirchenplatz 18. Personen: 103.00 103.10 Ruff. Orient HI. dem 116.40 Tendenz: fest. Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 1. Februar 1890. 9ö5 Montag Abend: Riemer. Linchen Treuwald. Moritz Treuwald. Martin Treuwald. 243.00 17660 184.50 249.00 257.25 87.00 240.50 Struwelpeter Paulinchen mit Feuerzeug Suppencaspar Daumen-Conrad Paul v. Gallas. Franzis Martin. Friedrich Treuwald. Marie Jaskowski. Luise Neuschilling. Helene Pauli. Luise Maas. Albert Ullrich Otto Frank. Anni Reiners. Max Jaskowski. Oefterr. Creditactten Oesterr. StaatSbahn-Actien Dortmunder Union-Actien Darmstädter Bankactten Disconto-Commandit-Antheile Darmstädter Bank-Actien Dresdener „ „ pCt. Reichsanleihe I n h „ Preuß. ConsolS „ StaatSbahn-Actien Lombard. Eisenbahn- , Karten für Nichtmitglieder sind za haben bei den Herren Ph. Bob, vahnhos- itrafee, P. König, „Stadt (SaHel" unb Witzner, Sonncnstratze. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsern lieben Gatten, Vater, Bruder, Schwiegersohn und Schwager 4 | 3V2 4 Buschtherader Eisenbahn-Actien Elbethal-Bahn-Actien Gotthard- „ „ Schweizer Nordost-Bahn-Actien „ West- „ „ Gelsenkirchener Bergwerks-Actten Oesterr. Alpine-Montan- , 89 90 95.00 77 00 70 30 Sonntag den 2. Februar, Nachmittags 4 Ahr Ausflug zum Schützenhaus, wozu sämmtliche Mitglieder nebst Familien sreundl. Ungeladen sind ;[959 Verloren halbwüchsig, mit schwarzem Kopf, auf den Namen „Pucki" hörend. Abzugeben gegen Belohnung [980]Ostanlage 33. 36300 195.00 170.90 136 50 38 00 15050 89 50 Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere liebe Schwester und Tante Louise Währum nach kurzem Krankenlager, heute Abend 6 Uhr sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Namens der Hinterbliebenen Karl Währum. Gewerbebank-Diener. Gießen, den 31. Januar 1890. Die Beerdigung findet Sonntag den 2. Februar, Nachmittags 4 Uhr vom Sterbehause, Neustadt Nr. 3, aus statt. 969 Neue Fracks in allen Grötzen billig zu verleihen, ev. auch zu verkaufen bei D. W. Karnbach, 180 50 DtSconto-Eom.-AntheUe 94 40 Harper er 119.75 Ostpreußen 180.50 Bochumer Gußstahlacttev Tendenz: sehr fest. 956] Ein Acker am NahrungSberg ist m verpachten, eoent auch zu verkaufen. Näheres bei Fr. Aülch Wwe. Bezirksverein Seltersberg. Montag den 3. Jebruar c. Zwanglose Zusammenkunft im Rheinischen «Pof (im reservirten Zimmer), wozu Mitglieder und Freunde eingeluden werden. Gesang Verein Germania. Sonntag den 9. Februar: T anzunterhaltung im Saale des Hotel Einhorn. Beginn Abends 8 Uhr. 949 Karten im Vorverkauf sind bei unsern Mitgliedern Herrn Riemer (Deutsche Einigkeit). Herrn Se-ger (Kühlen Grund), Herrn Kliugenberg (Bramm'sche Wirthschaft) und Abends an der Kaffe zu haben. Der Vorstand. GorrrMericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vo« 1, Februar <890. Schlußcourie 1 Uhr 15 Mtn. 966] Rroet kleine Logis vermiethet ___C. Best, Flügelsgasse 16. 977] 3. Stock. 6 Zimmer mit allem Zubehör und Gartenantheil zum 1. April zu vermiethen. Fravkfurterstraße 53. 973] Möblirte Zimmer zu vermiethen. Grünbergerfiraße 27, parterre. Aauer'scher Hesang-Aerein. Sonntag den 9. Fedruar in Steins Garten: Abcnd-Untcrhaltuug HL bestehend in Concert, Theater und Tanz. 107.75 4 pCt- Ungar. Goldrente 5 „ Italiener Rente 106.75 Oesterr. Silberrente Grasgrüne, Jägersmann Meister Valentin. Der grosse Nicolaus Der Dorfschulze. Zappel-Philipp Auguste Pfeil. Kohlpechrabenschwarze Richard Lerch. Hans Guck in die Luft * * * Für Erwachsene: Im Abonnement — Vereinekarten gültig. Fran Treuwald Linchen , Friedrich f., , \ ihre Kinder Martin i Moritz ' Der Dorfschulze Die Weihnachtsfee Der Teufel Meister Valentin, Flickschuster Barbara, seine Frau Hurrrrrrra! - Z ITff gepasst! Giessener Zither-Club (Wohlthätigkeitsverein). Grosser Naskenball -ZHM im Saale des Cafe Leib Sonntay den 9 Jebruar 1890 8M Anfang 7 Uhr 63 Minuten. " 958 Der Vorstand. NB. Herrenkarten 1 *L, Damenkarten BO sind zu baden bei Herren Friseur Conrad (Mausburg), D. Heil (lttndenplatz) und Handschuhfabrikant Wirfig (Seltersweg). An der Kasse Herrenkarten 1.20 JL, Damenkarten 50 Dominos in verleiben» 979 B. Belior. Bahnhofstraße 18» Hausdursche gesucht. 975] Pelikan-Apotheke, Kreuzplatz. Neues Theater, Giessen (Direction: Adam Reiners). 983 Sonntag den 2. Februar: Extra grosse Kinder- und Schüler- Vorstellung. (Anfang Nachmittags 4 Uhr). Neu! „Der Struwelpeter“. Neu! Kinder - Märchen in 4 Bildern von Dr. G. Braun Berliner Handelsaesellsch.-Antheile 194.50 Oesterr. Credit-Actien 281.00 ~ ~ ” 187.00 Nedaction; A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen D.uckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieße» Die heutige Rümmer umfaßt 8 Seite«.