< 2 -vK 1890 Freitag den 1. August fit. 176 Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gietzen. chratisöeitage: Gießener Jamilienölätter Lie 22. Feuilleton «W«-—— 1 — -- Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer dir vorm. 10 Uhr. seien Deutschland und England gleich bereit gewesen und da die Verhandlungen über die einzelnen Punkte ergebnißlo- verlaufen seien, habe man die gesammten Streitfragen von einem Gesichtspunkte aus behandeln müssen, um durch gegenseitige Zugeständnisse bei der Verschiedenheit der Interessen und des Werthes der einzelnen Gebietstheile für die beiden Contrahenten zu einer Verständigung zu gelangen. Alsdann geht die Denkschrift aus die verschiedenen Theile des Vertrage- näher ein. Zuerst wird der West- und Südwestafrika betreffende Abschnitt behandelt und hebt die Denkschrift hierbei die Vortheile hervor, welche sich für Deutschland aus einer Abgrenzung des Togo- und Kamerun-Gebietes ergeben und widerspricht weiter der Behauptung/ als ob die Walfisch- bay einen besonderen Werth habe, vielmehr liege die Wahrscheinlichkeit des Versandens der Bay vor. Auch das den Engländern überlassene Gebiet am Ngamisee in Südafrika besitze keinen erheblichen Werth. Alsdann bespricht die Denkschrift die Bestimmungen des Vertrages hinsichtlich des Witu- landes und weist nach, daß dasselbe für Deutschland keine Bedeutung mehr habe, nachdem letzteres auf die Inseln Patta, Manda und Lamu infolge älterer englischer Ansprüche verzichten mußte; doch seien die deutschen Privatrechte in Witu gewahrt worden. Sehr eingehend erörtert die Denkschrift den Haupttheil des deutsch-englischen Vertrages, die Abgrenzung der beiderseitigen Interessensphären in Ostafrika. Man erfährt hierbei, daß die deutsche Regierung schon im vorigen Jahre in London die amtliche Erklärung abgegeben hat, wonach Uganda, Wadelai und andere Gebiete des inner« östlichen Afrikas außerhalb der deutschen Colonisationsbestrebungen liegen. Dann wird auf die seit Jahren bethätigten. Bestrebungen Englands in den Ländereien südlich vom Tan- ganikasee und auf den keineswegs großen Werth des Gebietes zwischen dem Congostaat und dem Nyassasee hingewiesen. Für Deutschland seien dagegen die Gebiete am Nyassasee und am Victoria Nyanza ungleich werthvoller. Im Anschüsse hieran behandelt die Denkschrift die Notwendigkeit für Deutschland, den bis jetzt von der deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft gepachteten Streifen der Zanzibarküste dauernd zu erwerben, denn der Periode des Flaggenhissens und VertragsschließenS müsse nunmehr die Periode des Nutzbarmachens der erworbenen Gebiete folgen. Hinsichtlich der Frage der englischen Schutz- Herrschaft in Zanzibar legt die Denkschrift vom wirtschaftlichen wie militärischen Standpunkte aus dar, daß Deutschland mit dem Zugeständnisse dieses Protectorats an England kein besonderes Opfer gebracht habe, während England schon seit 50 Jahren materiellen Einfluß in Zanzibar ausübe. Auch wird an eine amtliche Erklärung des Vertreters der deutschvierttljähriger JMontteomrtwtt** 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pf,. Redactton, Expedition und Druckerei: -chntstrntze Ar-, Fernsprecher 5L Amtlicher Theil Bekanntmachung, _ . " -JL.i-. 1L.-- II .1 . ■■■■!_.— Alle Annoncen-Bureaux de- In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsches Reich. Berlin, .30. Juli. Die längst angekündigte Denkschrift des Reichskanzlers v. Caprivi über den deutsch-englischen Vertrag ist nunmehr vom „Reichsanzeiger" veröffentlicht worden und gewährt sie ein klares und auschauliches Bild der Beweggründe, die zum Abschluß des Vertrages führten. Vor Allem wird durch die Denkschrift die Annahme bestätigt, daß Erwägungen allgemein-politischer Natur mit maßgebend bei Abschluß des deutsch-englischen Vertrages gewesen sind, denn die Denkschrift betont in der Einleitung, die deutsche Colonialpolitik habe im Zusammentreffen mit der englischen Colonialpotttik zu verschiedenen Verwickelungen geführt, die schließlich Versümmungen zwischen den beiderseitigen Regierungen hätten bewirken können. Diese Verstimmungen zu beseitigen und sich in den Bestrebungen zur Aufrechterhaltung des europäischen Friedens zu unterstützen, zu verbinden. Grobherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Ver- loosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 5000 Loose ä 1 ausgegeben werden dürfen und mindestens <60% des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose in der Provinz Ober- heffen gestattet worden. Gießen, den 30. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost. Der atme Joseph. Scizze von Erich zu Schirfeld. (Nachdruck verboten.) Joseph Hlovacek war Arbeiter in einer großen Fabrik, wie viele andere. Er fing früh an und hörte spät auf, erhielt ein kärgliches Tagelohn und führte ein elendes Leben. Aber er lebte doch und brauchte nicht gerade zu hungern. Freilich eine Familie zu ernähren, — daran konnte Joseph nicht denken, es reichte ja kaum für ihn selbst. Er hätte auch gar nicht den Muth gehabt, irgend einer Schönen zu sagen/ „Ich bin Dir gut und möchte Dich zur Frau haben." Dazu war er viel zu schüchtern und viel zu scheu. Das Gefühl seiner Armuth drückte ihn nieder. Seine Kameraden — ja, die verdienten mehr, viel mehr als er. Das waren „fixe Kerle*, die schlugen einen Posten Arbeit zusammen. Er war nie ein Licht gewesen, weder in der Schule, noch in der Lehre, er hätte sonst sein Handwerk nicht an den Nagel hängen und Fabrikarbeiter zu werden brauchen. Still und fleißig arbeitete er vor sich hin, und was er machte, war Hut. Aber viel zu schaffen vermochte er nicht, und das war schlimm. Der stille, bescheidene und schüchterne Gesell wurde zur Zielscheibe manches Witzes gemacht, nichts aber vermochte ihn in Wuth oder auch nur in Aufregung zu bringen, er war und blieb eine passive Natur. Ja, wenn er irgend «inen Freund gehabt hätte, dessen starker Hand er sich hätte anvertrauen können! Aber er besaß nicht einmal Verwandte und der Freund eines so stillen, schwachen Menschen zu sein — lieber Gott, so viel Selbstverleugnung war in dem Kreise seiner Genossen nicht zu erwarten. Er war zu arm, der arme Joseph, er nannte rein nichts sein Eigen. Das sociale Elend der unteren Klaffen — da- vermeintliche und da- wahre — stand schon längst am Himmel Der Oie-ever Anzeiger erscheint täglich, ■Hl Ausnahme de- ♦ Montags. Die Gießener A««ttteu-rsiter «erden dem Anzeiger «Achentlich dreimal h eigelegt. ^rwerbenl^. p Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Groß- herzogthums betreffend. Der Ortsvorstand zu Hungen beabsichtigt mit dem am September l. I. daselbst stattfindenden Viehmarkte eine Verloosung von Thieren und landwirthschastlichen Geräthen besetzt, und es kam ihm fast vor, als ob der Werkmeister froh wäre, ihn mit guter Manier los geworden zu sein. Hier war nun keine bleibende Stätte für ihn und enttäuscht und betrübt griff er zum zweiten Male zum Wanderstabe. Ihm bangte nicht sehr um die Zukunft, Arbeit gab es ja woht überall. Des Lebens Noth — die eigentliche große Noth hatte er ja nicht kennen gelernt, er hatte sich noch immer satt essen können. Wer die Gefahr nicht kennt, fürchtet sie nicht, und so zog auch Joseph leichten Herzens, wenn auch erfüllt von einer gewissen Wehmuth, wie sie das Abschiednehmen erzeugt, seine Straße. Er nahm seinen Weg auf die Hauptstadt des Landes zu, in deren Umgebung auch sein Heimathsdorf lag. Ein bestimmtes Ziel hatte er nicht, er folgte nur einem instinctiven Drange seines Herzens. Sollte er unterwegs in irgend einem Orte Unterschlupf finden, — gut, so war er zufrieden. Wenn nicht — nun in der Hauptstadt mußte er auf alle Fälle zu einem Unterhalte kommen. Hu, wie kalt der Wind weht aus der Landstraße! Rauh fegt er daher über die öden, schwarzen Felder und pfeift in den kahlen Zweigen der Obstbäume, die die beiden Seiten, der Chauffee säumen. Ein eisiger Regen rieselte sachte und unaufhörlich hernieder und bald fühlte Joseph die feuchte Kälte aus der Haut seines Körpers. Die eine Seite war ihm fast erstarrt. Er barg die Hände in den Taschen — umsonst, ihn fror, daß ihm die Zähne klapperten. Ach, wie warm und trocken saßen seine Kameraden jetzt in der Fabrik unb zu Mittag hatten sie ein warmes — wenn auch fein reiches — Mahl. Wer würde ihn heute zu Mittag speisen, wer ihn in der Nacht beherbergen? — Ein fernes dumpfes Rausche« ließ ihn um sich blicken. Die Eisenbahn! In geringer Ferne flog brausend und schnaubend der Zug an ihm vorüber. Die dicken Rauch- und Dampswolken fielen schwer zur Erde, um dann vom Winde zersetzt und verweht zu werden. — AuS- gestoßen, zerrissen, verweht in nicht- aufgelöst — und bcc FßreinM""- muh ein * der staatlichen und gesellschaftlichen Verfassung wie ein dunkeles Fragezeichen, aber es war lange unbeachtet geblieben. Und wie über Nacht wuchs es an wie eine Gewitterwolke im Juni und unheimliche Schwüle lagerte auf allen Ge- müthern. Wie fernes Wetterleuchten warf die Kunde über vereinzelte Arbeitseinstellungen ihr grelles Licht über die Lande und bald mehrten sich die Anzeichen eines heranziehenden schweren Gewitters. Ueberall traten die Arbeiter zusammen, gründeten Vereine und Verhände und ein dumpfes Grollen erschütterte den Boden. — Eines Tages — er wußte selbst nicht, wie es geschah — war der arme Joseph arbeitslos. Der Strike war in aller Form über die Fabrik hereingebrochen und die Arbeiter gingen spazieren. Joseph ging auch spazieren, — warum sollte er nicht? Er bekam so gut wie die anderen aus der Strikekaffe seinen Zuschuß und das Leben gefiel ihm recht gut. Ob er das gewollt hätte? Gewiß nicht, aber die Kameraden hatten gesagt: „Morgen wird die Arbeit eingestellt, und wer nicht mitthut, ist ein Lump." Es fehlte auch nicht an Drohungen, noch viel weniger aber an Versprechungen. Nun sollte ja ein anderes, besseres Leben kommen, es sollte alles ganz anbcrS, werden. Joseph war ein armer Mann, aber ein Lump mochte er doch nicht sein, und wenn er durch sein Feiern die allgemeine Lage verbessern konnte, nun, so hatte er zweifellos die Pflicht, es zu thun. Jawohl, es sollte ganz anders kommen — und es kam anders. Die unverheiratheten Arbeiter wurden ausgesordert, im Interesse der Familien den Ort zu verlassen. Auch Joseph sollte wandern. Er bekam sein geringes Wegegeld und wanderte. Wohin? Ja, wohin? Er ging aufs nächste Dors und besah sich die Umgegend. Es war im Grunde genommen doch ein ganz nettes Leben — so lange das Geld reichte. Leider reichte es aber nicht lange, weder bei Joseph uoch bei den Kameraden, die nach wenigen Tagen die Arbeit wieder ausnahmen. Als Joseph davon hörte, kehrte er zurück, um gleichfalls seinen alten Platz wieder eivzunehmen. Zu seiner großen Verwunderung fand er ihn aber bereit- ichmer Anzeiger Genemt-Mnzeiger. '«Mstian MDL 7—11 '".vermtethtt?—7^? Ä"' Frankfurterstraße 1 werden. ’ 1-OÄbnzuvemL forMage Ederftraße 5 J. Mti> N* Tin braves KA Aucht —"A-iahrr Gießen, am 29. Juli 1890. Betr.: Die bei Jahrmärkten, Kirchweihen und sonstigen Volksbelustigungen vorkommenden Glücksspiele. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien und die Großh. Gendarmerie des Kreises. Die Glücksspiele, zu denen das Stoßkegelspiel, das Kugelspiel, das Drehscheibenspiel, Plattenschießen und Ringwerfen zu zählen sind, sind mit Rücksicht auf § 360, Rr- 14 des Reichsstrafgesetzbuches, wenn sie unbefugt stattfinden, strafbar. Da dieselben als gemeinschädlich anzusehen sind, so weisen wir Sie hierdurch an, die Veranstaltung von solchen Spielen auf Märkten sowie bei Kirchweihen nicht zu gestatten- ______________________I. V.i Jost. _____________________ Bekanntmachung. Nachdem zu Eberstadt die Maul- und Klauenseuche erloschen ist, heben wir die über die verseuchten Gehöfte ver- Mgte Sperre, sowie die über die Gemarkung Eberstadt und die angrenzenden Gemarkungen Holzheim, Dorf-Gill und Hof- Gill verhängten Sperrmaßregeln wieder auf. Gießen, den 30. Juli 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost. ' kleines Mansardenlogi?» Näheres Nordmlage N, l-Etage per sofort zu m- Zimmer, Badezimmn W> ügen. ltohr I., Ludwigsplah'^. m Nebenhaus an eine ruh vermiethen. Dr. Ptoch, Werwe- 8. rosdorsechrche 17 smd zn imwn verwiegen. durch Versetzung des frrr Mers von Riefel ist h age meines Hauses zum eck nderweit zu vermiethen. < Dr. Hanpt, Asterweg 2W rne"Mne MnfarbenwohU Hinem Nebenbau eine fc >u Eickm Lovis Pein । «t MödU »l!i»Kr-be 2S M trsnsräiwv iu oermieM^.--7-ck then. 2Ä?*e 3' segmübn ft*» I« W *t9iLbon Ü 5 bis 6 mit Wasserleitung uru ■Wt, per sofort L. Feidel, -emveg 39 ist der dritte SW nebst Zubehör und WA fofort zu vermiethen. Lovis Petri I. Wtvr, Bekanntmachung, betreffend gemeinschafllichen Bezug von künstlichen Düngern. Rach Beschluß des Ausschusses des landwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen sollen für die Mitglieder der landwirth- schafllichen Ortsvereine und des landwirthschastlichen Bezirksvereins und auch für sonstige Landwirthe des Kreises Thomas- schlackenmehl, Kainit und Chllisalpeter gemeinschaftlich bezogen werden. Ueber die Ausführung der eingelaufenen Bestellungen wird der Ausschuß des landw. Bezirksvereins auf Grund der eingelaufenen Offerten rc. später beschließen. Die bestellten Dünger sind bei Empfang alsbald baar zu bezahlen. Diejenigen Landwirthe, welche sich an diesen Bezügen bethelligen wollen, werden ersucht, ihre Bestellungen bei dem Unterzeichneten oder der betr. Gr. Bürgermeisterei alsbald anzumelden. Gießen, den 30. Juli 1890. Der Director des landwirthschastlichen Bezirksvereins. Jost, Regierungsrath. Gießen, den 30. Juli 1890. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien deS Kreises. Unter Bezugnahme auf vorstehend abgedrucktes Ausschreiben empfehlen wir Ihnen, die einlaufenden Bestellungen der Landwirthe auf Lieferung der genannten künstlichen Dünger entgegenzunehmen und alsbald an uns einzusenden. I. V.: Jost. ostasrikanischen Gesellschaft erinnert, wonach sich dieselbe im Falle einer Wahl zwischen dem Protectorat Englands und 'der englischen Interessensphäre einerseits und der deutschen Küsteninteressensphäre anderseits für letztere entschieden haben würde. Die Ausführungen der Denkschrift über Ostasrika werden mit einer Begründung der weiteren Vertragsartikel, betr. die freien Verkehrswege und die Religionsfreiheit, abgeschlossen. Der letzte Abschnitt der Denkschrift ist dem Erwerbe Helgolands gewidmet und schildert sie eingehend die nationale wie militärische Bedeutung dieses Erwerbs für Deutschland. Die letztere^ipfele darin, daß das deutsche Helgoland die Vertheidigung^der deutschen Nordseeküste und des deutschen Meeres erleichtern, dem Feinde aber die BlokZde sehr erschweren würde und betont noch die Denkschrift, daß der Nord- Ostsee-Canal erst durch ein deutsches Helgoland seinen vollen Werth für den Kriegsfall erhalte. Ohne Zweifel wird die Caprivische Denkschrift mit ihren sachlichen und klaren Darlegungen der Beweggründe und politischen Bedeutung des deutsch-englischen Abkommens in den weitesten Kreisen des deutschen Volkes den günstigsten Eindruck machen und Manchen noch Widerstrebenden mit der Ueberein- kynst aussöhnen, durch welche im Wesentlichen erreicht worden ist, was überhaupt aus dem Wege friedlicher Verhandlungen zu erreichen war. Die Denkschrift wirft zugleich ein charakteristisches Licht auf die Weite des Gesichtskreises, der die Colonialpolitik des deutsches Reiches beherrscht und giebt der letzteren eine wesentlich vertiefte Bedeutung, welcher sich auch die energischsten Gegner der deutschen Colonialpolitik nicht gänzlich verschließen werden können. Berlin, 29. Juli. An hoher Stelle soll man, wie der „Saale-Ztg." durchaus glaubwürdig berichtet wird, von dem Verlauf der Schloßfreiheit-Lotterie nichts weniger als erbaut sein. Jetzt erst, wo das Geschäft unter Dach und Fach gebracht worden, sieht man doch ein, daß man schon aus Gründen der Pietät davon hätte Abstand nehmen sollen. Das höhere Jobberthum, das dem alten Kaiser (für dessen Monument der durch die Lotterie gewonnene Platz doch bestimmt ist) so tief verhaßt gewesen, hat dabei einmnglaublich „fettes" Geschäft gemacht. Wie unzweifelhaft feststeht, haben die bei der Emission beteiligten Bankhäuser die Bagatelle pon 3 Millionen Mark vorweg als ä conto des zu erzielenden Gründergewinnes eingestrichen. Etwa 7 Millionen sind für Betriebskosten und fernere Gründergewinne verausgabt. Eine Lotterie, welche bei 40 Millionen Kosten der Loose nur 271I2 Millionen Mark Gewinne bot — bei welcher jeder Spieler gleich mit dem Ankauf seines Looses 24pCt. seines Geldes von Hause aus verlor, ist freilich als Basis für ein derartiges hochpatriotisches Denkmalproject ein tolles Stück. Um 51/2 Millionen Mark sur die abzureißenden Häuser aufzubringen, hat man nach unverfälschtem Gründerrecept 40 Millionen, also säst die achtfache Summe in Bewegung gesetzt und den Jobbern, die sich heute schmunzelnd die Hände reiben, die Bagatelle von ca. 10 Millionen Mark in den Schuß geworsen. Unter diesen Umständen ist es fürwahr begreiflich, wenn man an hoher Stelle jetzt mit dem Gefühl tiefen Bedauerns aus diese etwas anrüchige Manipulation ^urückblickt. Ausland. Brüssel, 30. Juli. Das Programm für den Empfang Sr. Majestät des deutschen Kaisers steht jetzt fest. Der Kaiser trifft mit Sr. Kgl. Hoheit dem Prinzen Heinrich am Samstag Mittag vor Ostende, Beide auf der „Hohen- zollern", ein; „Irene" bleibt außerhalb des Hafens, weil dieser nicht genug Tiefe hat. Se. Majestät der König empfängt den Kaiser an der Landungsstelle, die Ehrenwache wird von der Infanterie gestellt. Am Chalet, dem Sommerschloß aus der Höhe, stehen gleichfalls zwei Bataillone, die Ehrenescorte stellen die vierten Lanciers. Die Truppen stehen theils in Ostende, theils in Brügge. Der König bezieht das Palais in der Stadt, das Gefolge das Hotel de la Place. Am Samstag ist Banket im Casino, dem Festlocal der Stadt; Zug rollt weiter, immer weiter. Isis nicht mit dem Menschen genau ebenso? Joseph denkt nach, er ptzjtosophirt. Als er ausblickt, ist vom Zuge nichts mehr zu sehen und zu hören. Nur er, ein hungriger, frierender Wandersmann, zieht einsam seinen Weg, von Wenigen gesehen, von Keinem gekannt, von Niemandem geliebt. Wenn er auch hätte mit der Eisenbahn fahren können! — Ja, wenn! Wenn das kein Geld kostete, so viel Geld, und wenn der arme Joseph nicht gar so arm wäre! Armer Joseph! Er erinnerte sich, daß das Rauchen ein gutes Mittel gegen die Unbehaglichkeit der Witterung und schwerer Gedanken ist, und holte seine kurze Pfeife hervor, um sie zu stopfen. Aber als er sie anzünden wollte, versagte ein Streichholz nach dem andern, der Wind wehte die schwache Flamme aus, so sehr er sich auch bemühte, sie mit den steif gefrorenen Händen zu schützen. Da kam ihm ein Wanderer entgegen, dessen Pfeife lustig qualmte. „Grüß Gott, Kamerad!" „Schönen Dank! Wohin des Wegs?" „Nach der Hauptstadt." „So! — Um Arbeit?" „Ja, um Arbeit!" „Biel Glück auf den Weg. Komme just eben daher." „So? Daher?" Joseph wunderte sich, wagte aber nicht weiter zu sragen. Der andere fuhr jedoch ungefragt fort: „Nichts los dahinten, kannst Dir den Weg sparen." Joseph hatte mit den Rathschlägen Anderer so viele Löse Erfahrungen gemacht, daß er ihnen nicht mehr traute. In einer so großen Stadt mußte unbedingt Arbeit zu finden sein, wenn man nur arbeiten wollte. (Fortsetzung folgt.) 80 Personen, die beiderseitigen Umgebungen, die belgischen Minister, Generale sind geladen. Dann ist Zapfenstreich mit Fackeln. Was am Sonntag vorgenommen wird, ist noch unbestimmt. Die Abreise erfolgt Mittags wegen der Fluth. Die Ankunft Montag früh 9 Uhr vor Osborne. Zum Empfang des Kaisers in Ostende ist nur der König anwesend, die Königin ist noch in Spa; der Graf von Flandern ist noch leidend, Prinz Balduin ist im Lager. — Aus der Digue in Ostende hört man nur deutsch, so voll von Landsleuten ist der Ort. Der kaiserliche Gesandte Gras Alvensleben wird sich mit dem Baron v. Mensingen und dem Grasen Schmettau nach Ostende begeben. Ne«efte Nachrichten. WolffS telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 30. Juli. Der Kaiser empfing gestern Nachmittag an Bord des „Hohenzollern" die Vorträge des Chefs des Civil- und Militärcabinets und des Reichskanzlers und arbeitete heute mit dem Ches des Civilcabinets und dem Staatssecretär des Marineamts, Admiral v. d. Goltz. Berlin, 30. Juli. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge läuft der Kaiser bei der Rückkehr aus England in Helgoland an. — Die „Nordd. Allg. Ztg." constatirt gegenüber der Meldung der „Allgemeinen Reichscorrespondenz" von einer beabsichtigten Erweiterung des Reichsversicherungsamtes zu einer selbständigen Reichsbehörde, daß bei dem sensationellen Character dieser Correspondenz man sich nicht damit abgeben könne, derartige von vornherein als unwahrscheinlich erkennbare Meldungen einer ernsten Erwägung zu unterwerfen. Berlin, 30. Juli. Die Enthüllung des G er lach - Denkmals fand heute in würdigster Weise im Vorgarten der thierärztlichen Hochschule statt. Es wohnten bei als Vertreter des Ministers der Landwirthschast der Geheimrath Beyer, Major von Keller von den achten Ulanen, als Universitäts-Vertreter Hinschius, der Sohn des Gefeierten, Major Gerlach vom 129. Regiment, zahlreiche Professoren und ehemalige Schüler der Hochschule, die studentischen (Korporationen. Putz-Halle hielt die Festrede und würdigte die Verdienste Gerlachs und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Der Rector Schütz übernahm das Denkmal, bei welchem zahlreiche Kränze deutscher und preußischer thierärztlicher Vereine niedergelegt wurden. Bremen, 30. Juli. Reichskanzler v. Caprivi traf gestern von Wilhelmshaven hier ein und stieg in Hilmanns Hotel ab. Er besichtigt heute die Landesausstellung. Bremen, 30. Juli. Nachdem Caprivi Vormittags den Bürgermeister Buff besuchte, begab er sich in die Ausstellung und machte einen Rundgang durch sämmtl.iche Ausstellungsgebäude. Er sprach sich besonders lobend aus über die Handelsausstellung. Beim Frühstück sprach er seine Freude über den Besuch Bremens aus. Er reiste um 1 Uhr Nachmittags nach Berlin zurück. Wilhelmshaven, 30. Juli. Der Kaiser verblieb auch heute tagsüber an Bord der „Hohenzollern" und arbeitete mit den Chess des Militär- und Marine - Cabinets. Die Admirale waren zur Tafel besohlen. Außerdem widmete sich der Kaiser einige Zeit auch Abänderungsarbeiten aus Deck der Kaiseryacht. Kisfingen, 30. Juli. Fürst Bismarck trifft Samstag Nachmittag hier ein und bezieht seine alte Wohnung in der oberen Saline. Vom Münchener Hof sind die Equipagen heute aus München angekommen. Die telegraphischen Einrichtungen sind wie früher. Dresden, 30.Juli. Die Generalversammlung des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen wurde Vormittags 10 Uhr in der Aula der technischen Hochschule eröffnet. Geheimerath Mensel hielt die Begrüßungsansprache. Hervorragende Vertreter deutscher, österreichischer, ungarischer, niederländischer und anderer fremdländischer Eisenbahnverwaltungen wohnten den Verhandlungen bei, welche zwei Tage dauern werb en X Wien, 30. Juli. Erzherzog Carl Ludwig stattete nach seiner Rückkehr von der Nordcap-Reise Kaluoky einen längeren Besuch ab. — Die „Wiener Abendpost" feiert in einem längeren Artikel die Vermählung der Erzherzogin Marie Valerie mit dem Erzherzog Franz Salvator. Sie sagt u. A.: Die Familienfeste des Kaiserhauses werden nach dem Beispiele des Kaisers selbst stets durch Werke der Wohlthätigkeit gefeiert. Die Erzherzogin Marie Valerie habe vom Kaiser als Gunst erbeten, die reiche Brautgabe der Stadt Wien zur Erweiterung des Spitals für arme Kinder bestimmen zu dürfen. Pest, 30. Juli. Aus allen Theilen des Landes laufen Berichte über schon heute anläßlich der Vermählung der Erzherzogin Marie Valerie veranstaltete Festlichkeiten ein. Die meisten Städte prangen im Flaggenschmuck, viele Orte haben illuminirt, Militärcapellen durchziehen klingenden Spiels die Straßen. Ischl, 30. Juli. Im Laufe des heutigen Tages trafen die meisten Erzherzoge und Erzherzoginnen hier ein. Erzherzog Franz Salvator kam Vormittags an und begab sich sofort zur Kaiservilla; Nachmittags traf die Kronprinzessin- Wittwe Stefanie mit Tochter ein und wurde vom Kaiser am Bahnhof herzlichst begrüßt. Als der Kaiser den Bahnhof verließ, erblickte er den Ministerpräsidenten Taaffe, welcher, wie Szapary, Nachmittags eingetroffen ist. Der Kaiser ließ halten und begrüßte Taaffe huldvollst. Auch Prinz Leopold von Bayern mit Gemahlin, Prinzessin Gisela und Kindern, Herzog Adolf von Nassau und andere Fürstlichkeiten sind eingetroffen. Die Kaiserin und das Brautpaar besuchten sofort die Prinzessin Gisela. Bei der Festvorstellung im Theater wird nach einem Prologe die Volkshymne intonirt und von den Anwesenden stehend angehört. — Abends fand die prachtvolle Erleuchtung sämmtlicher Ischl umgebender Berge sowie- der Traunufer und der Brücken statt. Paris, 30. Juli. Der ehemalige Ackerbauminister, Depu- tirte Barbe, ist gestorben. Paris, 30. Juli. In politischen Kreisen verlautete, bak Ribot unb Salisbury bie Absicht hätten, den Abschluß der Verhandlungen über das französisch-englische Ueber- einkommen bis zum Schluffe der beiderseitigen Parlamente- hinzuziehen, um auf diese Weise unangenehmen Kammerzwischenfällen vorzubeugen. Gutem Vernehmen nach nehmen die Kammerkreise dies größtentheils ungünstig auf. Es heißt, Ribot werde in der Kammer heftige Angriffe erfahren. — Das Manövergeschwader ist heute von Cherbourg dislocirt. Eine Abtheilung des Mittelmeergeschwabers geht nach Spezzia, um den König Humbert zu begrüßen. Paris, 30. Juli. Nach einem Telegramm des Ministers des Auswärtigen aus Buenos Ayres von heute ist der Ausstand beendet. Die Insurgenten haben sich unterworfen. London, 30. Juli. Nach dem Hofbericht erhielt die Königin höchst beruhigende und befriedigende Nachrichten über das Befinden der Kronprinzessin von Griechenland und deren Sohn. — Dem bevorstehenden Besuche des Deutschen Kaisers widmet der „Standard" einen sympathischen Leitartikel. Nach einem Hinweis aus die besonderen Gründe,- warum bie Ankunft bes Kaisers augenblicklich eine besonders herzliche Begrüßung und Befriedigung veranlasse, betont der „Standard" die Identität der Interessen und Anschauungen. Englands und Deutschlands. Deutschland habe das größte Landheer, England bie größte Flotte. Es sei undenkbar, daß. beide widersprechende Zwecke verfolgten, leicht denkbar hber, daß sie für einen gemeinsamen Zweck zusammenwirkten. Loudon, 30. Juli. Nach einer Meldung des Bureau Reuter sind die Verhandlungen zwischen England und Portugal zwar weit vorgeschritten, aber noch nicht so weit, um das Datum der Unterzeichnung des Abkommens festsetzen zu können. Man hoffe jedoch, in nicht ferner Ztzit ein günstiges Resultat zu erzielen. Manchester, 30. Juli. Der Binnenschiffs ahrts- C 0 n g r e ß nahm fast einstimmig den von Prof. Schlichting. vorgelegten Bericht der internationalen Commission für die Verbesserung der Binnenschifffahrtsstatistik an. - Ostende, 30. Juli. ■ Die Minister Beernaert, Chimay, Pontus und Devolder treffen hier zum Empfange des Deutschen Kaisers ein. Zum Ehrendienst bei dem Kaiser sind der Commandant von Antwerpen, Baron Jolly und die Generale Streitz und Dönoff befohlen. Zwölf Militärcapellen werden an dem großen Zapfenstreiche mit Fackelzug theil- nehmen. Der Zufluß von Fremden ist jetzt schon ein sehr bedeutender. Washington, 30. Juli. Präsident Harrtson ließ dem (Songreffe eine Botschaft zugehen, in welcher er auf die den Lotterie-Agenten durch die Post gebotenen Vortheile hin- weist. Der Präsident bezeichnet die Benutzung der Post zn Lotterie-Zwecken als eine Prostitution der Verkehrsanstalt„ welche nur gesetzlichen Handelszwecken zu dienen bestimmt fei— Er beantragt gesetzgeberische Maßregeln, durch welche die Postverwaltung in den Stand gesetzt werden soll, die Correspondenz der Lotterie-Agenten von der Postbeförderung auszuschließen. — Im Senat hat bei der Tarifd ebatte Senator Plumb ein Amendement eingebracht, wonach in allen Fällen, in welchen die Fabrikation einheimischer Artikel, welche mit importirten Artikeln derselben Art concurriren, von einer einzelnen Gruppe ober einer Firma beherrscht wirb unb diese somit ein willkürliches Vorrecht besitzt, die Importeure solcher concurrtrenber Artikel und Maaren nur die Hälfte des gesetzlichen Einfuhrzolles entrichten sollen. Buenos Aires, 30. Juli. In Folge der durch die Regierung erfolgten Unterdrückung der Revolution hat die Börse die Geschäfte unb gewohnte Thätigkeit wieder begonnen. Die MMärrevolulion in Argentinien. Die wiberspruchsvollen Melbungen über die politischen Unruhen in der Republik Argentinien sind nunmehr durch, verschiedene sich zum Theil ergänzende Nachrichten aus den. letztenTagen dahin aufgeklärt worden, daß in dem genannten südamerikanischen Staatswesen in der That die schon längst drohende Militärrevolution gegen den Präsidenten Celmann und seine Regierung zum Ausbruch gekommen ist und anscheinend einen siegreichen Verlauf nimmt. Die aufständische Bewegung ging von der Bürgerwehr der Hauptstadt aus„ mit welcher sich ein Theil der Garnison und sogar das Cadettencorps verband, zwischen dieser Streitmacht der Aufständischen unter den Generälen Campos und Arredontic unb den der Regierung des Präsidenten Celman treugebtiebenen Truppen kam es in Buenos Ayres zu heftigen Straßen- kämpfen, wobei viele Häuser zerstört wurden und es auf beiden Seiten zahlreiche Todte und Verwundete gab. Die Marine, welche sich ursprünglich neutral verhielt, hat sich nach den jüngsten Meldungen auf die Seite der Aufständischen geschlagen unb die Regierungstruppen bombarbirt. Da. außerdem Präsident Celman in das Innere des Landes geflüchtet ist, indeß die Leitung der Präsidentschaftsgeschäfte vom bisherigen Vicepräsidenten Pellegrine übernommen worden ist, so kann an dem Siege der Revolution nicht länger gezweifelt werden, auch haben die Regierungstruppen bereits eine Waffenruhe erbeten. Allerdings fehlt es noch an beglaubigten Nachrichten über die Ursachen dieser neuesten Umwälzung in Argentinien und ebenso darüber, welche Stellung die Provinzen des . die argentinische Republik bildenden Staatenbundes zu den Vorgängen in der Hauptstadt einnehmen, aber jedenfalls sind die Ereignisse in Buenos Ayres wieder einmal ein Beweis für bie noch immer nicht normalen Verhältnisse in den Staaten Local«, 6®*1'.' 8!rge"«n,‘ di-ses * n°-h i‘inet ®SbaW 5*e P < batte, W le« ' die g-'°" I"6* gedeM". sich ’SHanewW* FÜta®n*e" 0 würde * Reihe d- 1886 im W befind triebe in die «mW» ibechch, als °b d ehrgeizige» und unzust General ihre eigenen Pl°»e b4 Die weitere Cntwt bleibt noch abzuwarten, ier Revolution in derH ist aber nicht ausgeschloj nunmehr wieder eine li Erschütterungen begönnet He int letzten Jahre ton der anscheinend so aujb - zu ihnen gehört aud chun, dem ferneren Gai irischen Staatswesen mt — Herr Provinz einen vierwöchigen Uri - Merthums- u die im Schlöffe zu Mc Jubelfeier der Erfindu rluSftellMg hksßschti Dl d. h. bis zum Donner? — 18. Kreisturnl Nr die Festbesucher ' kwäßiMg bei einer & Abfahrt von Gießen Sc fahrt mit jedem belieb, and Rückfahrt 4.70 M Teilnehmer wollen sich lm Bahnhofe einsinden. ’XX Trotz der er Identischen Feier, wel durste sich die ^efangverein am $ MWje MvfilauMn erfreuen, jedenfalls en ru-^reger Sinn für «;* S„?* £j 016 h 8c] von 5 JW Mo 3253 Be * >« 1. .M» » ÄwS** W» e Cft * Dcn/ den 21 vom Seltersweg Kr. 39. daß Medic BerbandttüNr,! Bad<-Jngredtenzien, Medictuische Weine, Pastillen, und die Parfümerien und 6365 6347 Spiel empfiehlt 6070 3253 Toiletlemitlel, Echt chinestsche Thees. Kinder-Nährmittel, DeStnfeetions- und Räucherartikel, C. Roth II Wallthorstraße 5- Zacke, Zarbea, * Material« aoren, Specialität: Drogerie. Klßb,iirllallstrichk. Gewürze, Spirituosen, Essenzen, ©eit.________ Schwämme, Putzmittel, Wäschearl ikel, BeleuchtungSartikel, Zuckersabrikate. Verzinsung derselben mit dem 31. December d. I. aufhört. Gießen, den 27. Juli 1890. Grcßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. — Für sämmtliche Sendungen mit lebenden Thiereir, welche mit der Post verschickt werden sollen, tritt mit dem 1. August eine vom Standpunkte der Thierschutzbestrebungen durchaus zu billigende Bestimmung in Kraft, nach welcher der Absender bestimmen mutz, was zu geschehen hat, wenn die Sendung am Bestimmungsort nicht in wünschenswerth kurzer Zeit ausgeantwortet werden kann. Zu diesem Zweck soll unter allen Umständen einer der nachbezetchneten drei Vermerke auf der Sendung niedergeschrieben werden; 1) „Wenn nicht sofort abgenommen, oder, wenn nicht sofort bezogen zurück." 2) „Wenn nicht sofort abgenommen, oder, wenn nicht sofort bezogen, verkaufen!" 3) „Wenn nicht sofort abgenommen, oder, wenn nicht sofort bezogen, telegraphische Nachricht auf meine Kosten!" Hiernach hat die Bestimmungspost zu verfahren, wenn der Empfänger nicht binnen 24 Stunden nach geschehener postamtlicher Benachrichtigung die Sendung in Empfang genommen hat. Für poftlagernde Thier- sendungen tritt die Bestimmung des Absenders zweimal 24 Stunden nach der Ankunft in Vollzug. Temperatur der Lahn und der Lust am 31. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17i/3, Luft 23^ Gr. Rübs amen. Heinrich Hochstätter Schlossgasse 19. Neue holl. Vollhäringe, Neues Grünkorn, Neues Sauerkraut Fabrikation chemisch-technischer Präparate für Haushaltung, Landwirtschaft und Gewerbe. Gießen, den 1 August 1890, Der Großherzogliche Oberbibliothekar Dr. Haupt« Die neuesten und schönsten Muster in grosser Auswahl ZU äusserst billigen Preisen. Reste von 5—20 Rollen gebe ich unter Fabrikpreisen ab Südamerikas. Dies tritt jetzt gerade durch die Militärrevolution in Argentinien besonders characteristisch hervor, denn nachdem dieses nächst Brasilien größte Staatswesen Südamerikas nach seiner Abschüttelung der spanischen Herrschaft zahlreiche äußere Verwickelungen wie innere Wirren durchzumachen hatte, trat für daffelbe in den 70er Jahren endlich eine größere Ruheperiode ein, feste und geordnete Zustände begannen sich in der argentinischen Bundesrepublik zu bilden und die gesammte Entwickelung des Landes gestaltete sich immer gedeihlicher. Um so überraschender kommt die jetzige Militärrevolutron, sie bekundet, daß selbst in Argentinien trotz seiner äußerlich so vielversprechenden Entwickelung die staatlichen Grundlagen noch keineswegs sehr gefestigt sind, denn sonst würde eben der jetzige Bürgerkrieg nach einer Reihe von Friedensjahren kaum möglich gewesen sein. Als die eigentliche Ursache der Vorgänge am La Plata kann man wohl die langjährige Ueberschuldung des Landes und die infolge deffen in der Verwaltung eingerissene Corrumption betrachten und gegen diese Uebel vermochte der seit 12. October 1886 im Amte befindliche Präsident Celman nicht erfolgreich anzukämpsen. Offenbar spielen aber auch politische Jntriguen und Umtriebe in die revolutionäre Bewegung hinein und scheint es überhaupt, als ob die financielle Nothlage des Landes von ehrgeizigen und unzufriedenen Militärs, vor Allem vom General Campos, nur zum Vorwand benutzt worden ist, um ihre eigenen Pläne besser durchführen zu können. Die weitere Entwickelung der Vorgänge in Argentinien bleibt noch abzuwarten, namentlich wie sich die Provinzen zu der Revolution in der Hauptstadt stellen werden. Jedenfalls ist aber nicht ausgeschlossen, daß für die argentinische Republik nunmehr wieder eine längere Periode innerer Wirren und Erschütterungen begonnen hat und diejenigen Auslandsstaaten, die im letzten Jahre immer engere Handelsverbindungen mit der anscheinend so aufblühenden Republik angeknüpft hatten — zu ihnen gehört auch Deutschland — werden gut daran thun, dem ferneren Gange der Dinge in jenem südamerika- nischen Staatswesen mit Aufmerksamkeit zu folgen. SamStag den 9. August L 3, Nachmittags V/2 Uhr, soll die diesjährige Weidennutzung in der früheren ca. ein Morgen großen Baumschule an der Staatsstraße Gießen-Hersfeld in Abth. 39—40, Gemarkung Großen-Buseck, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Gießen, den 30. Juli 1890. Großh Kreisbauamt Gießen. I. V.: 6352 Zimmer, Kreisbau-Affeffor. ObttheMe Eisenbahnen. Die Lieferung von kiefernen Brückenschwellen und Dielen soll vergeben werden. Bedingungen und Verzeichnisse liegen in unserer Registratur dahier, sowie auf dem Geschäftszimmer des Großherzoglichen Eisenbahnbaumeisters in Alsfeld zur Einsichtnahme auf. Angebote, verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen, sind bis zum 4. August d. I, bei uns einzureichen. Gießen, den 24. Juli 1890. 6243] Großherzogliche Direction. Verkehr, £awö« und Vstkrwtrthscbafr. Limburg, 30. Juli. (Fruchtmarkt). Rother Weizen JL 19.50, weißer Weizen 19.30, Korn Jt 13—, Gerste Jt —, Hafer 9.30, Erbsen X —, Kartoffeln JL —. Harrison ließ dem welcher er auf bit tuen WoTtfjtile hin- chung der Post zu. tx Berkchrsanftalt, neuen bestimmt jeu , durch welche die den soll, die Corre- iostbesörderung ausläßt, wirklich zu Ihrer Gattin machen, dann nehmen Sie sich in Acht, denn sie ist eine unmoralische Person! Auf Grund Ihres Geständnisses übrigens verurtheile ich Sie zu fünfzehn Dollar Geldbuße". Mr. Hammond Gordon, ein reicher Engländer, der von dem Strafrichter in Montreal in Kanada zu dieser Sirafe verurtheilt wurde, nahm nach dieser Urteilsbegründung eine regelrechte Boxerpositur an und ging aus den Richter los. Erst als dieser seine^absprechende Meinung über die Verbote des Mr. Gordon mit einigen tüchtigen Faustschlägen gebüßt hatte, gelang es den Gerichtsbeamten, den erzürnten Engländer festzunehmen und |in sicheren Gewahrsam zu bringen. Am Abend vor dem Tage, an welchem diese Scene sich ereignete, war in dem schattigen Parke von Montreal ein Liebespaar gewandelt. Die Dämmerung war hereingebrochen, still und einsam lag der weite Garten da, die Wipfel der Bäume bewegte^ sich leise und ein leichter Windstoß warf duftige Blüthen hinab aus die Häupter der beiden Liebenden, die allein zu sein glaubten mit ihrer Jugend und ihrem Liebesglück! „Wenige Wochen noch", flüsterte er der lieblichen Braut zu, „und du- bist mein auf ewig!" Und da neigte sie erröthend das Köpfchen und auf ihren Lippen brannte heiß der Kuß des Bräutigams. Ob sie ihn erwidert hatte, das konnte er nicht entnehmen, denn in demselben Augenblick fühlte er sich am Arme ergriffen und wurde aufgefordert, sofort mit zur Polizei zu kommen. Denn Mondeslicht und Waldespunkel haben zwar nichts gegen den Kuß der Liebe einzuwenden, wohl aber die Polizei zu Montreal in Canada. Und da half es dem Engländer nichts, als er den Strafrichter darauf aufmerksam machte, daß der Kuß seiner Braut und künftigen Gattin gegolten habe; „im Gegentheil, um so schlimmer", meinte der Richter; „wenn Sie eine Braut erwählt haben, welche sich von Ihnen küssen läßt, so ist das eine unmoralische Person und Ihre Wahl ist eine unbedachte". Mr. Gordon will sich nicht damit zufrieden geben, daß er den Strafrichter geboxt hat- er will eine feierliche Genug- thuung, daß seine Braut deswegen, weil sie sich von ihm küssen ließ, keine unmoralische Person sei!" Cocote» «n» provinzielles. Gießen, 31. Juli. — Herr Provinzial-Director Freiherr von Eagern hat einen vierwöchigen Urlaub angetreten. — Altcrthums- und Kunstfreunden theilen wir mit, daß die im Schlosse zu Marburg aus Anlaß der 450jährigen Jubelfeier der Erfindung der Buchdruckerkunst veranstaltete Ausstellung hessischer Drucke um 8 Tage verlängert wurde, d. h. bis zum Donnerstag den 7. August dauert. — 18. Kreisturnfest in Cobleuz vom 2.-5. August. Für die Festbesucher ab Gießen sind 50pCt. Fahrpreisermäßigung bei einer Betheiligung von 30 Personen bewilligt. Abfahrt von Gießen Sonntag Morgen 5 Uhr 5 Min., Rückfahrt mit jedem beliebigen Personenzuge. Preis für Hin- und Rückfahrt 4.70 Mk., Gültigkeitsdauer 3 Tage. Die Theilnehmer wollen sich !/2 Stunde vor Abgang des Zuges am Bahnhofe einfinden. X X Trotz der großen Hitze und der vorausgegangenen akademischen Feier, welche selbstredend viel Interesse absorbirt hatte, durste sich die vom evangelischen Kirchengesangverein am 30. Juli in der Stadtkirche veranstaltete geistliche Mufikauffuhrung eines recht zahlreichen Besuchs erfreuen, jedenfalls ein Zeichen, daß in der hiesigen Bevölkerung reger Sinn für religiöse Musik vorhanden ist. Nicht unwesentlich unterstützt wird die Betheiligung an dem Concert wohl auch der Umstand haben, daß sich Herr Dr. Haym, bevor er nach seinem größeren Wirkungskreise Barmen- Elberfeld abberufen wird, an diesem Tage noch einmal seinen vielen Freunden und Verehrern in der Ausübung seiner Dirigententhätigkeit zeigte. Es ist sattsam bekannt, was der Kirchengesangverein an seiner tüchtigen, von wahrhaft künstlerischem Geiste beseelten Leitung gehabt hat, und wie ungern wir ihn scheiden sehen. Sowohl das Choralvorspiel „Komm heiliger Geist" (S. Bach), mit welchem Herr Dr. Haym das Concert würdig eröffnete, wie auch die zweite von ihm gleichfalls vorgetragene Bach'sche Composition „An den Wafferbächen Babylons" bekundete eine mit edelster Auffassung gepaarte Virtuosität. Das reichhaltige Programm bot außerdem eine Fülle vocaler und instrumentaler Genüsse und es erfüllt uns mit Genugthuung, feststellen zu können, daß jede Nummer in ihrem musikalischen und religiösen Voll- werthe erschien. Von ganz besonderer Wirkung war entschieden der von Schubert für Frauenchor und Orgel gefetzte 23. Psalm und das Händel'sche Largo für Violine und Orgel. Das Concert dauerte an 2 Stunden. — Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Todt- geborenen, betrug in der Woche vom 6. bis 12. Juli in Mainz mit Castel 31, in Darmstadt 10, in Offenbach 7, in Worms 12 und in Gießen 6, zusammen 66, darunter 20 im ersten Lebensjahre. — Die Todesursache anlangend, verstürben an Rachenbräune 2 (Mainz), an Diarrhoe und Brechdurchfall 9 (Mainz und Worms je 3, Offenbach 2, Darmstadt 1), an Wochenbettkrankheiten 1 (Mainz), an Lungenschwindsucht 13 (Mainz 6, Worms 4, Offenbach 2, Darmstadt 1), an entzündl. Krankheiten der Athmungsorgane einschließlich Influenza 5 (Mainz 2, Darmstadt, Offenbach und Gießen je 1), an Gehirn-Apoplexie 2 (Mainz und Offenbach je 1), gewaltsamen Tod 1 Person (in Darmstadt). veoMischtes. * Darmstadt, 30. Juli. Die Tagesordnung für den in den Tagen vom 19. bis 22. August d. I. in Darmstadt abzuhaltenden VI. Allgemeinen Vereinstag der Vereinigung deutscher landwirthschaftlicher Genossenschaften wird eine Reihe der wichtigsten einschlägigen Fragen umfassen, deren Behandlung von allgemeinstem Interesse fein dürfte. So hat Herr Professor Dr. Paul Wagn^x, Director der landwirthschaftlichen Versuchsstation Darmstadt, das Reserat über die Position: „Die zukünftige Gestaltung des Handels mit künstlichen Düngemitteln in Beziehung auf das landwirthschastliche Genossenschaftswesen" übernommen. Wir bezweifeln nicht, daß schon diese Zusage des berühmten Agriculturchemikers und Forschers eine große Anziehungskraft hinsichtlich des Besuchs des Vereinstages auszuüben geeignet ist. Die definitive Tagesordnung für den Vereinstag werden wir demnächst mittheilen. — Um einen trefflichen Verlauf des „Tages" zu sichern, sind die Arbeiten der einzelnen Commissionen des Localcomit4s in vollem Gange. Eine größere Anzahl von Genossenschaften an der Bergstraße waren am Sonntag den 27. Juli in Auerbach versammelt behufs Berathung über das schon erwähnte, von den letzteren den Theilnehmern des Vereinstages darzubietende Burgfest auf dem Auerbacher Schloß am 22. August. Bei diesem Feste sollen u. a. auf einem besonderen Buffet die von den einzelnen festgebenden Genossenschaften gestifteten Producte des Landes Aufstellung finden. Sinniger und practischer dürfte das Princip der Selbsthülfe wohl kaum verkörpert werden können, als eben dadurch, daß die eine Genossenschaft das selbst- gebackene Brod, die andere das Bier, eine Molkerei Käse und Butter 2C. liefert. Diese Idee fand in der erwähnten Versammlung lebhaftesten Anklang und ein sofort gewählter engerer Ausschuß wird die Ausführung derselben aufs Sorgfältigste durchzuführen suchen. Auch die Theilnahme von Damen an dem Genossenschaftsfeste ist in Aussicht genommen. So wird sich dasselbe voraussichtlich in dem ganzen deutschen Vaterlande als höchst genußreich bekannt gewordenen Festen in der herrlichen Bergstraße in würdigster Weise anreihen. * Eia Kuß in Canada. „Sie gestehen, diese Dame geküßt zu haben- es ist Ihre Braut, wie Sie behaupten- Nun gut, ich kann Ihnen nur den Rath geben, überlegen Sie es sich wohl, bevor Sie zu dieser Verbindung schreiten, und sollten Sie diese Dame, welche sich von Ihnen küssen Wegen Geschäftsaufgabe verkaufe ich mein gut affortirtes Lager in Handschuh- und Weißwaaren zu äußerst billigen Preisen und empfehle daffelbe einem geehrten Publikum. Frau Julie Braubach, Bahnhofstraße 39. Wir bringen dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, die Einlösung dieser Stücke bei der Stadtkaffe Gießen erfolgt karten, sogenannte französische Piquetkarten (Oeldruck, 32 Blatt) in prima Qualität mit runden Ecken, marmorglatt, kosten bei mir nur 10 gestempelte Spiele 4 Mk. Dieser Preis Ist nur für meine auswärtigen Kunden, welche die Karten per Post beziehen. 1 Probespiel kostet 50 Pf. frei in’s Haus. Briefmarken nehme ich in Zalüung. Versandt nur gegen vorherige Einsendung des Betrages. H. Mehles BERLIN W. ISO Friedrich-Strnneie 150. enschisfsahrts- n Pros. Schlichting. Immission für die an. öeernaett, Chimay, im Empfange des eich bei dem Kaiser non Joüh unb die oölf Mstäreapellen mt Fackelzug theil- setzt schon ein feljr der Rest der Schuldverschreibungen des städtischen Anlehens L 4% Jahr 1846 auf den 31. December d. I zur Rückzahlung, nämlich Lit. A., Nr. 10. 17 und 25 über je 1714 29 H, „ B., „ 11 und 28 über je 857 JL 14 Großh. Universitätsbibliothek. Alle von Nichtstudireudeu entliehenen Bücher find bis spätesten- 13. Augnst d. I. zur Revision einzuliefern. Bom 13. August bis 23. Oetober ist die Universitätsbibliothek täglich von 9—1 Uhr geöffnet. Schiffsnuchvichten. Bremen, 30. Juli. (Per transallantischen Telegraph-! Der Schnelldampfer Kaiser Wilhelm II., Eapt. L. Störmer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremm, welcher am 19. Juli von Bremen und am 20. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 2 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Postdampfer „Friesland" der „Red Star Line" in Ant- werpen ist laut Telegramm am 29. Juli wohlbehalten in Newyork angekommen. Reutin«”- im» nun* w Ws ,l t n Sela«»» Pr-s'd^ unb w- w«>, 1#.W lii«" J btt «»!' ’ un^r,siebenen W trC n u es t der 'M n b-°>< d-S f r ne" * * ‘w sKr sdebatte Senator ach in allen Fällen, Artikel, welche mtt :urriren, von einer nicht wird und diese- Importeure solcher die Hälfte des zesetz- e der durch die Re- wieder W Bekanntmachung. In Gemäßheit des Schuldentilgungsplans der Stadt Gießen kommt bErl«utete b ■ ’Wifdj u.V" 'fff erfaßten. ’■ b* v°° fe. ‘ 8“ b-griibm. 7 6on Stute jst 9tnte« s,h .e*1 die 'Nachuchten über D-ütsche« Nat^tn &its Monberen Amde, kine besonders- twilQj[e, betont der unö Anschauungen, w ,habe das größte- sei undenkbar, dch leicht denkbar ^ber, ammenwirkten. Meldung des Bureau n England und aber noch nicht so >g des Abkommens- n nicht seiner M Mk-mual und technische Drogen, Cchkmikoiikll. Adler- 1 SRt. Gießener Zilherclub nähme offerirt [6369 zu vermietben. Seltersweg 31. An Dresden, Maxstraße 6. [5998 bMgst zu haben. [6353 zu vermietben. Schillerstraße 9. 5981 H. Scherf, Glaser- •n 6354 zeichneten Agenten: die Exped. d. Bl. erbeten. [6309 isitenkarten 9 pfuhlen. Schllltzeourse 1 Uhr 15 Mikl. 6370 Tendenz: fest. Telegraphischer Lnattericht bei Berliner Birsk »am 31. 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Darmstadt, 31. herzogliche Regien Verordnung, die Verordnung über d 18. Januar 1882 bt Mn, 31. 3u(i Helm nach Beendigen, Küste gehalten, denn l zum Besuche der tön der Reise nach Englan des 2. August in Oste Paares ein und wirt Mherst schlichen Empj des belgischen Cabinet Gastes in Ostende ( «mier während sch Kommandant von Aw Kreitz und Donot l Met in Ostende de M Äckelzug stE. ein sehr u , Me am engliffa Scho„j Giessen Herr Perd. Hoffmann. Alt-Buseck „ W. Körber II. Ettingshausen„S. Löwenberg. Emil Schmall, zum frankfurter Hof. Ch. A. Pasteurs Essig-Essenz von Max Elb, Dresden zur augenblicklichen Selbstbereitung des besten Speise-Essigs und zuverlässigsten Einmache- Essigs ; empfohlen von den höchsten Autoritäten als der gesündeste Essig In abgetheilten Original- Flacons zu 10 Literflaschen Essig | Mark. 4383 ä Pestragon I Mk. 25 Pf., auxflnes herbes I Mk.50 Pf. KsT Man hüte sich vor Nach- Dir Gepvrr .L * w*i Meister für Cigarrenfabrik gesucht. 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