11)90 Sonntag den L Zum Zweites Blatt Mr. TU Amts- unb Anzeigeblatt für den ‘Kreis Gieren | chratisöeitage: chichener JamilienLlätter^ Amtlichem Theil in Polizeiamts erfolgen. Feuilleton Diensteiu« tritt und Dienst« austritt. Alle Annoncen-Burcaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 10) Wer ein ortsfremdes Kind in Pflege aufnimmt, binnen vierundzwanzig Stunden nach erfolgter Aufnahme (Art. 86 des Polizeistrafgesetzes). Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. Vierteljähriger Aöonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckereir Schutstraße Zlr.7. Fernsprecher 51. III. Form der Meldung. 1) In Gesindedienst Eintretende haben sich beim Eintritt in jeden neuen Dienst persönlich zu melden und falls sie nicht bereits im Besitze eines Gesindedienstbuches sind, die Ausfertigung eines solchen zu erwirken, andernfalls dasselbe vorzuzeigen. Bei Dienstaustritt ist das Dienstbuch persönlich zur Visirung oder Abstempelung vorzulegen. 2) Mit Ausnahme der den Dienstboten obliegenden Meldungen (siehe III, 1) können die vorgeschriebenen Meldungen sowohl persönlich als schriftlich geschehen. Zu den schriftlichen Meldungen werden zweckmäßig die hierfür eingeführten Formularien verwendet, welche in dem Meldebureau des Polizeiamts auf Erfordern verabreicht werden und aus wAchem zugleich dasjenige zu entnehmen ist, was die Meldung, auch wenn das Formular nicht dazu verwendet wird, zu enthalten hat. Die Meldungen der Gastwirthe haben in einem, den Rubriken des von ihnen zu führenden Fremdenbuchs entsprechenden Verzeichnisse zu bestehen. 3) Ueber die erfolgten Meldungen von Zuzügen und Wegzügen (I, 1—3) werden von der Meldestelle schriftliche Bescheinigungen ertheilt. Dienstboten erhalten solche durch Visirung oder Abstempelung der Dienstbücher. Für andere Meldungen wird schriftliche Bescheinigung auf Verlangen ertheilt. IV. Fremdenbücher. 1) Jeder Gast- und Herbergswirth ist verbunden, alle bei ihm einkehrende Fremden ohne Unterschied des Standes und ohne Rücksicht darauf, daß ein Fremder einen Tag oder längere Zeit logirt, jeden Tag in ein Fremdenbuch einzutragen, das folgende Rubriken enthalten muß: II. Ort der Meldung. Alle nach I, 1—10 angeordneten Meldungen müssen dem Meldebureau des Großherzoglichen das Local mag zum persönlichen Aufenthalt oder nur zum Geschäftsbetrieb verwendet sein, unter Angabe der früheren, beziehungsweise künftigen Wohnung des Ein- oder Ausziehenden binnen 8 Tagen nach dem Ein- oder Auszuge. Zu gleicher Anzeige sind Hauptmiether ganzer Häuser oder einzelner Theile derselben verbunden, wenn sie Wohnungen wieder an Untermiether abgeben. Bei unter obrigkeitlicher oder sonstiger Verwaltung befindlichen Gebäuden ist der Verwalter statt des Eigenthümers für die Anzeige verantwortlich (Art. 85 des Polizeistrasgesetzes). 5) Wer innerhalb der Gemeinde Gießen feine eigene oder gemiethete Wohnung verändert unter Angabe der verlassenen, sowie der neubezogenen Wohnung, insofern die Meldung nicht bereits durch den nach 4) zunächst Verpflichteten erfolgt ist, binnen 10 Tagen nach der Wohnungsänderung (Art. 7 des Gesetzes vom 4. De- cember 1874). B) Diejenigen, welche andere bei sich in Schlafstellen aufnehmen, von jeder Aufnahme binnen vierundzwanzig Stunden (Art. 85 des Polizeistrafgesetzes). 7) Jeder D 1» Alleinverkauf für Giessen u. Umgebung^ in Beuern statt- Mai 1890. Der Rentmeister: Schmidts Holzgeldern in Herrn Ranft finden. Londorf, 30. 4726 d. ff tf ff Aug. Kilbinger (L Senners Nachf.) Beil. Hepp, Lind'.n?lütz 5. der Export-Cie. fttr Deutschen, Cogrute Köln a. Rh., Saiierring 55, ^bei gleicher Güte bedeutend billiger als französischer. Mm verlange riete Etikette, mit unserer Mnu Mwter Verkeim ar alt Wlederverkixierx. Ledebur, Die Metalle, br. M. 3.50, geb. M. 4.50. Clarus, Die rationelle Ernährung, b. 60 Pf. 122 Hübner, Z. G., Pfluuzeuatlas, 6. Aust., neue Ausg., kart. M. 4.50. Gießen, 30. Mai 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1 Gnaut h. Berfteigerung. Samstag den 7. 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FHedr* Leo in Giessen. eine Woche danach. ..... . _ , 1CQO „„ Jmpspstichtig im laufenden Jahre find d>e un ^>ahre ISoJ ge- borenen Kinder, sowie die rückständigen aus früheren Jahren. Es dürfen jedoch auch Kinder, welche erst in 1890 geboren find, zur Jur^fung gebracht werden, und auch Erwachsene werden auf ihren Wunsch geimpft. Es kommt nur Kälberlymphe aus dem Landes-Jmpf- Jnstitnt zur Verwendung. ~ Wir laden die hiesigen Einwohner zur Benutzung dieser vermine ein, mit dem Bemerken, daß alle in demselben vorgenommenen Impfungen für den Einzelnen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß auf eigene Kosten die Impfung vornehmen lasten. Kinder, deren Zurückstellung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können in den Terminen gleichfalls dem Jmpfarzt vorgestellt werden. Alten-Buseck. Die Zusammenkunft ist Montag den 9. Juni am Reustädterthor und Dienstag den 10. Juni in den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, vor- iehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu lasien. Gießen, 30. Mai 1890. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen Gnauth. 4724 von Martens u. Kemmler, Flora von h Württemberg und Hoheuzolleru, | Band I u. II., drosch. M. 10.50. L Deutsche Fahrräder aus der berühmten Fabrik t)Dtt Frankenburger und Ottenstein, Nürnberg (Lieferanten der Kaisers. Deutschen Reichspost, der Kaisers. Königs. Ocster.-Ungar. Armee, der Königs. Prenß. Armee u. s. ro.) halte stets aus Lager. Da mir der Alleinverkauf obiger Räder für Großherzoglhum Hessen, die Provinz Heffen-Nassou und Kurhessen über« traqen worden ist, bin ich durch günstigen Abschluß in der Lage meine lverthen Abnehmer preiswürdig und gut zu bedienen und halte mich bei etwaigem Bedarf bestens empfohlen. Hochachtungsvoll (2931 Fr. Krogmann, Wetzsteingasse 33. Gänzlicher Ausverkauf in Herren-, Knaben-, Damen- und Mädchenflrohhütkn (garnirt) wegen Aufgabe des Geschäftes. 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D«utschen Verein« - Paraffinkrrze als Normal- oder Versuchskerze zu geschehen und es soll eine Garflamme von 150 Liter stündlichem Gasverbrauch die Lichtstärke von 13 bis 15 genannter Äßticn bcfifcßu. Veranlassung zu dißser Festsetzung gab der Wunsch, an Stelle her früher hier in Gebrauch gewesenen, nicht mehr in der erforderlichen Gleich- mäßiakeit erhälttichen Versuchskerzen die vielerorts eingesührte „Deutsche Vereiu-Paraffinkerze", welche unter Ausstcht des Vereins von Gas- und Wasiersachmännern Deutfchlands eigen» für die Lichtweffung in stet- gleichbleibender Beschaffenheit hergestellt wird, als Normalkerze zu verwenden. _ , Das Werthverhältniß der Lichtentwickelung zwischen der seitherigen und der künftigen Normalkerze ist durch eine große Reihe von Versuchen von uns festgestellt und von dem amtlichen Sachverständigen, Herrn Professor Dr. Buchner, geprüft und bestätigt worden. Danach hatte die Lichtstärke des Gases seither bei o englischen Cubrk- suß = 141,60 Liter stündlichem Gasverbrauch zu betragen: 18 bis 20 vertragsmäßige alte Normalkerzen, welches bei ISO Liter rundlichem Gasverbrauch einer Lichtstärke von 12,67 bis 14,08 Deutschen Vereins- Paraffinkerzen entspricht. Statt besten soll unter Erhöhung unserer Leistung für die Folge die vorgeschriebene Lichtstarke einer Gasflamme von 130 Liter stündlichem Verbrauch 13 bis 15 Deutsche Vereins-Paraffiukerzen betragen. Gießen, den 31. Mai 1890. Städtisches Gas und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. 4722 । Placat-Fahrpläne r H in der § Expedition des „Giessener Anzeiger“. $ WflklVUSk«, 1 Meter lang, horizontal u. vertical, per Glück -A 2.70. Liebnchs Nachf. Gebe. Schmidt, 4386 Reuenw g 16. Heugras- Bersteigerung bei der Stadt Gießen Montag den 9. und Dienstag den 10 Juni d. I., jedesmal von Vormittags 9 Uhr, soll das Heugras von den städtischen Wiesen versteigert werden und zwar: Montag den 9. Juni: von den Wiesen vor der Neustadt, am Neuenwegerthor, am Fürstenbrunnen, Wieseckthal und im Heegstrauch. Dien-tag derz 10. Juni: von den Ochsenwiesesh den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch; Nachmittags 2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; Nachmittags 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Novular-uaturUffenschaftt. Serlag von Vtt^Weisert^Stuttünrt. --- = ' I Hetz, Prof. Dr. W., Spezielle Zoologie, Bd. I., br. M. 4., geb. M. 5. 17. „ 24. „ Ieitgeöotenes. Die Grasnutzung im Plock schen Garten (Wilhelm- straße), circa IVa Morgen, ist billig abzugeben durch 4727] Rechtsanwalt Labroisse. Kartoffeln Äuft * 4731 Dickore, Grünbergerstraße. tf ff 1» 3nli f, tf jedesmal Nachmittags 3 Mr im alten Nathhause abgehalten werden, und die Nachschau, zu welcher die geimpften Kinder nochmals erscheinen müffen, MMZWM li i i e i * (i iiiiDi iniujpniin GIFs- E> GEGR: 1846 En gros Ga für Dm M Lagerbi, do. Export! Minen n KSl JOW ' <• circuttten. J; Die W°ge" " 8 ? $a6h,f,ti L^L-ra | I ^t=|, <^ere§ Seltersweg 22. 2743 Giessen Seitenbau links 4482 Verkaufsstelle n M. I. Heinv. Wallach, Marktplatz, Weiler, Schulstraße, R. C Windecker, Seltersweg. [2947 4688 Laden der Die Selbsthilfe GkumbebuK |i Sikßk» 1124 4672 Näheres in der Exped^ d. Bl. 3078 Nordanlage 28. Redaction: A. Sch ei-da. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. »troiiiiute werden gewaschen, gefärbt und fayontrt bei C. L. Gail, Hutmacher, Nidda am Friedhof. Joseph I. ««lch. R. 4-141 8u zwei Damen wird ein zuverlässiges Mädchen gesucht für , Küche und Hausarbeit. Gute Zeugnisse erforderlich. Näheres in der Exped. d- Bl. bauausfüdrung. Der Vorstand. 3659] Wohnung zu vermieden. Bleichstraße 5. mit angrenzendem großem Comptoir und schöner geräumiger Wohnung, sowie Wasserleitung, per sofort zu vermiethen. I. Klein, „zur Stadt Berlin". I. 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Nicht unbedeutendes Geschäft entwickelte sich tn den vor Kurzem eingeführten Otto- man-Bank-Actten, die man Freitag Abend auf deren Bethetligung an der Egyp- tischen Conversion volle 4% hinaufsetzte. Der Jndustrie-Actien-Markt ist still. Größere Gewinne zeigen nur Scheideanstalt und Türkische Tabakactien, in welch letzteren auch ein lebhaftes Geschäft sich entwickeln konnte. Gelsenkirchener bleiben reichlich 2<>/0 hinter dem vorwöchentlichen Cours zurück. Etwas besser sind Alpine Montan, die von Paris aus begünstigt werden. BSrfeuwochevberieht von E. Wasserschlebeii, Bankgeschäft. Die Börse hat eine Woche lebhaft steigernder Tendenz hinter sich. Renten, Bahnen und Banken wurden tn gleicher Weise begünstigt und alle Reserve, welche die vergangenen Monate hindurch mit gutem Grunde geübt wurde, schien aus dem Verkehr entschwunden. Die Bewegung tft nicht von dem Publikum ausgeaangen, und auch heute noch ist dessen Bethetligung nur gering. Träger derselben sind tn erster Linie die großen Ftnanzinstitute, in deren Interesse es liegt, für die Abwickelung ihrer schwebenden Geschäfte einen günstigen Markt zu erhalten. Hier wird die Reclametrommel eifrig gerührt, man geizt nicht mit Informationen, zu Dutzenden erscheinen die Projecte und werden an Der Börse dtscuttrt, ohne Rücksicht auf das Stadium der Reife, in welchem sie sich befinden. Das ist natürlich nicht ohne Eindruck auf die Course der Banken. Bisher war man einig in der Ansicht, daß die Verdienste der verflossenen Monate gering geraden sind, heute wird das Gegen- theil behauptet, bei einzttnen Instituten soll sogar der Gewtnnsaldo des Vorjahres wieder erreicht werden, ganz abgesehen von den großen Gewtnnvorträgen aus dem letzten Abschlüsse. Solche Informationen, verbunden mit der Aussicht auf kommende Emissionsgewinne, geben mächtige Anregung, und es ist nicht zu verwundern, wenn die Course pcocentwetse steigen. Es ist das alte Spiel. — Illusionen werden er weckt, die nicht zu befriedigen sind, und zu Enttäuschungen fuhren, deren Wirkung für die Börse selbst am schmerzlichsten ist. An und für sich betrachtet erscheint es unverständlich, warum die Börse nach den tausend Erfahrungen, die sie im Lause der Jahre gesammelt hat, immer ivieder denselben Weg, der so zweifellos zu Enttäuschungen führt, einschlägt. Die Lösung des scheinbaren Widerspruchs liegt darin, daß die Bewegung selbst dcr Börse Endzweck ist, und daß sie daher, selbst auf die Gefahr hin, unter den Folgen des Rückschlags leiden zu müssen, sich derselben nicht entgegenstemmen kann. Ader die Erfahrungen, die für die Börse nicht vorhanden, muß der Capitalist verwerthen, er mutz sich klar werden, daß reale Gründe den geringsten Antheil an den wechselnden Comsdewerthtmgen haben, daß,sie zwar immer den Anstoß geben, daß aber die Börse in deren Werthschätzung stets wett über das berechtigte Maß hinausschteßt. Die mächtige Förderung, welche die Hausseinteressen von so kräftigen Händen erhalten, drangt die Balssespeculanten aus ihren Positionen, und diese Deckungen bilden einen zweiten gewichtigen Factor in der gegenwärtigen Coursentwicklung. Der Ultimo hat gezeigt, daß das bestehende D.couoert bedeutend größer ist, als bisher angenommen wurde. Schon diese Wahrnehmung führte zu Deckungen, die seitdem ständig an Umfang zugenommen haben, da mit den steigenden Coursen mehr und mehr die Aussicht auf einen Rückfall schwindet. Namentlich bei Banken, für welche in der Liquidation ein bedeutender Stückemangel heroortrat, fällt dieser Factor ins Gewicht und seine Wirksamkeit wird allem Anschein nach noch einige Zeit dauern. Wirkungslos erweist er sich nur auf die Course der Montanwerthe, obgleich auch hier das Decouoert bedeutend ist, aber die Enttäuschungen über die Lage des Montanmarkles, welche fortgesetzt einander folgen, wirkendem entgegen. Eine zuverlässige Nottrung von Kohlenpreisen ist kaum zu erhalten, und bei dem Mangel einer StandardmarkewtrddieöffenttcheMeinungin unverantwortlicher WeisemitNotirungen oerschiedenwerthiger Producte irre geführt. Hier wird nach der einen wie nach der anderen Seite gesündigt, und man wird sich gewöhnen müssen, in Zukunft keinem der Berichte mehr Glauben zu schenken, oder aus allen das Mittel zu ziehen, um auf diese Weise der Wahrheit nahe zu kommen. Fest steht gegenwärtig nur, daß ein Stillstand der Preise im Kohlenmarkt nicht elngetreten ist, daß die Cckespreise thatsächlich stark im Weichen begriffen sind und daß die Zechen sich genöthigt sehen, Feierschichlen einzulegen, um die Production mit dem Consum tn Einklang zu bringen. Geld bleibt knapp, obgleich ja die diesmaligen Reportsätze nicht hoch genannt werden können. Der Mangel äußert sich aber in dem Privatdiscontsatz, der sich auf der ootwöchentlichen Höhe behauptet. Für eine Zeit schien es, als ob größere Goldzufuhren von England zu erwarten seien, und thatsächlich »st auch ein Posten verschisit worden, seitdem ist aber die englische Valuta über Den Goldpunkt gestiegen, sodaß sich wettere Zusendungen verbieten. Angesichts dessen ist es bemerkenswerth, daß der Rentenmartt seine feste Haltung so vollkommen behaupten kann und täglich weitere Fortschritte in bet Höherbewerthung seiner Objecte macht. Namentlich erscheinen Ungarn und Italiener wieder bedeutend höher, aber auch Türken, Russen und Egypter, die gegen Schluß der Vorwoche stark rückgängig wurden, haben sich kräftig erholt. Orient sind aoermald ein volles Procent Höher in Sympathie mit dem Cours der russischen Noten, der Tag für Tag weiter steigt. Die Nachfrage scheint thatsächlich von Rußland auszugehen, denn in der Liquidation entwickelte sich ein bedeutender Deport, ein Beweis, daß die inländiiche Speculation in Bianco verkauft hat. Wahrscheinlich liegt diesen Verkäufen die Erwägung zu Grunde, daß, j günstiger die heimische Ernte sich gestaltet, um so weniger auf einen starken Import russischen Getreides zu rechnen ist, auf welche Aussicht allein die Steigerung der Valuta Platz gegriffen hat. Diese Erwägung hat zweifellos feine Berechtigung und sollte Beachtung verdienen, namentlich auch mit Bezug auf die Course der Bahnen. Die Börse ist nur zu geneigt, über so unbestimmten Aussichten, rare vermehrte Getreidefrachten, jeglichen Maßstab zu verlieren, weil sie solche in weiter Ferne stehende Ereignisse täglich von Neuem discontirt, ohne zu beachten, daß derselbe Grund auch gestern und oll die Tage vorher für die Steigerung angeführt wurde." Bevorzugt waren namentlich Buschtherader, die, trotzdem der höchste Cours nicht behauptet wurde, 12 fl. aoancirten, Duxer mit 11 fl., Nordwest mit 2 ft und I Eibthal mit 4 ft. Gewinn. Staatsbahn schließen reichlich 7 fl. höher, zu welcher Steigerung zweifellos Deckungen ein bedeutendes Theil beigetragen haben. Lombarden gewannen 6 fl, Prag Duxer 3Vs fl-, ebenso wie Die erstgenannten auf Transportaussichten. Schweizer Bahnen lagen fest, ohne jedoch große Erfolge za erzielen. Auf dem Bankenmarkt sind die leitenden speculativen Werthe sämmtlich erd heblich besser. Handelsgesellschatt 4v/g, Disconto 3V2°/o, Dresdener 5o/g, Credit4fl ,I Course der Frankfurter Börse Staatsanleihen. - 31./V. > 93.80 4°/0 Pfälz. Ludwigsbahn (Bexbach) . . . „ Hessische Ludwigsb. 68/69 garant. . „ Elisabethb. steuerfrei Gold . . . . 5% Oestr. Staatsbahn. 4% do. do. 3°/o do. do. I.—VIII. Erniff. 3% do. Ergänzungsnetz 5% Nordwestbahn Gold Cours vom 24./V. 31./V. Cours von 24./V 4% Hessische Obligation. 105.30 105.70 4'/rv/oPortug.-A.88u.89 93 60 „ Bauern .... 106.— 106.05 5% amort. ©erb. Gold- „ Baben..... 103.95 104.— Rente .... 87.10 3% Sächsische Rente. . 3V3°/o BremerStaatsanl. 1 I 1 1 93.50 5o/vSerbischeEisenbahn Hyp.-Obl. B. . 4% Schweb. Oblig.l880r 89.30 „ Hamb.Staatsrente — — 100.30 102.90 4o/o Oestr. Goldrente . 95.20 95.25 lo/v Türken cono. . 18.70 „ GriechischeMonopol- Anleihe . . . 79.55 79.60 5o/o priv. Egypter . . . „ Argent. Gold-Anl. 105.20 5o/o Rumänische Rente . 88.85 98.85 v. 1887 ... 87.50 4Vs0/o Russische Anl.. . 102.60 102.60 5% Südbahn Lombarden 104.45 102 95 102.70 4% do. do. 3% do. do. 98.50 65.50 —.— 102.65 4% Prag-Duxer Gold . „ Rudolf Gold (Salzk.) 100.95 101.— 101.30 107 — 101.60 107.05 n Franz-Josef Silber 30/0 floatl. garant. Jtal. 84 50 100.90 101 20 Eisenbahn . . 3% Ltoorneser . . . 58.80 64.90 83.45 83.50 4o/g Russ. Südw Eisend. 94.40 80.20 80.20 4o/o Wladikawkas garnt. 94.10 107.60 108.— 4% gar. Sardin.Sec.stfr. 87.20 Ludwigshafen-Bexbach. 227.— 225.50 Lübeck-Büchner . . . 173.20 167.70 Hessische Ludwigsbahn. 118.60 119.10 Mecklenburger . . . 164.05 164.20 Pfälzische Nordbahn . 118.80 118.80 Gotthardt..... 169.30 168.80 Martenburger-Mlawka. 62.55 62.95 Jtal. Mittelmeer . . 114.50 115.30 vankAetien. Deutsche Reichsbank . Berlin. Handelsgesellsch. 139.95 140.95 Dresdener Bank. . . 150.40 155.20 166.10 169.20 Mitteldeutsche Creditb. . 110.85 111.20 Deutsche Bank . . . DeutscheGenoffenschftsb. 168 — 169.10 Wiener Bank-Verein . 101 «/4 IO21/4 Württemb. Veremsdank 124 80 125 20 o.Soergel,ParristusLCo. 129.80 129.90 Industrie »Papiere. Binding-Brauerei . . 166.50 167.10 Deutsche Verlagsanstatt 273.90 278.20 Stern- do. (Oberrad) 133.50 133.90 Farbwerke,vorm.Meister, Bad. Anilin- u. Soda- Lucius & Brüning. 270.— 269.80 sabrik .... 271.25 270.80 Riebeck'scheMontanwerke 184.50 183 95 4% Franks. Hyp.-Pfdbr. Pfandbriefe. 102.— 4o/oDeutscheGrundschld.- d. 86 ab . . . 102.— Bk.-Pfandbr. 101.60 101.60 3'/20/sFrnkf.Hyp.-Pfdbr. 98.— 98.— 31/20/0 do...... 98.— 98.— 4o/oPreutz.Hyp.-Act.-Bk.- 3V2% Rhein. Hyp.-Bank- Pfandbr. . . . 101.70 101.70 Pfandbr. . . . 96.20 96.20 31/2°/o do. ..... 4% Preuß. Centr.-Bod.- 99 80 98 — 4o/o Meininger Pfandbr. 101.50 101.50 Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... 101 40 101.40 Oestr. 1860rfl.50l)-Loose Loose. 124.20 125.70 Braunschweig. 20 Thlr.- „ 1854r fl. 250= „ 120.80 121.50 Loose .... 105. - 105.55 4% Meininger Prämien- 3% Oldenburger Loose. 132.25 131.95 Pfandbr. . . . 131.55 131.55 3V,o/oKöln.Mtndn.Loose 140.10 140.10 #mtriranif Buderus-Obiiga:. . 104.— 104.20 I 4VL0/oGrafHenkelv.Don- Fernsprecher 51. Mark. Die reichhaltigste alter 4IIok)en-Zeiwngen Fernsprecher 51. Das Loos kostet Schttistrasse 7. 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