1890 Sonntag den 1. Juni Erstes Blatt. Nr. 124 Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Webaction, Expeditt«» und Druckerei: KchulstrLtze Jr.J. Fernsprecher 61. vierteljähriger JkOonnementspreUa 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Mamtttevötätter »erben bem Anzeiger tvSchentlich breimal beigelegt. Der Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme beS Montags. Amts- uitb Anzeigsbltttt für den Kreis Gieren. | chratisöeikage: Gießmer Iamilienökätter d. nn. Darmstadt, 30. Mai. anstellen. Alle Annoncen-Bureaux beS In- unb AuSlanbeS nehme» Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu ber Nachmittags für bett felgenben Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Brigade stellen: a. betr., fort. Heute steht zunächst Abschnitt V, die Umlagen und das Vermögen der Anstalt zur Discussion. Art. 49 bestimmt, daß der Gesammtbedarf der Anstalt zur Deckung aller derselben obliegenden Leistungen nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit von den Mitgliedern bestritten und alljährlich für das zunächst vorausgegangene Jahr auf das Umlage-Capital der versicherten Gebäude ausgeschlagen wird. Art. 50 setzt die Tarife fest, welche unter Berücksichtigung der Bauart und Bedachung gezahlt werden sollen und je nach der Höhe der Feuersgefahr Vio bis Vao der Versicherungssumme beträgt. Gegen diese Art der Tarifisirung der Gebäude wenden sich die Abgg. Vogt und Dr. Schröder, welche eine Ein- theilung in Gefahrenklassen herbeigeführt wünschen, um etwa entstehenden Ungerechtigkeiten vorzubeugen. Ministerialrath Rohde kgnn die Bedenken der Abgg. Vogt und Schröder nicht für gerechtfertigt halten, denn die Großh. Regierung habe auf Grund jahrelanger gründlicher statistischer Erhebungen die Tarifisirung in der in der Gesetzesvorlage eingestellten Weise am Besten gehalten. In gleicher Weise spricht sich auch Abg. Hechler aus. Die beiden Artikel gelangen sodann zur Abstimmung und werden nach der Regierungsvorlage angenommen. Hiernach gelangen Artikel 51 bis 73, sowie nach erfolgter Abstimmung das ganze Gesetz gegen 2 Stimmen zur Annahme. Bezüglich des Gesetzentwurfs, die Aufhebung des Gesetzes vom 22. November 1872, die Mitwirkung der Forensen bei der Festsetzung des Gemeindevoranschlags betr., beschließt die Kammer, den Gesetz-Entwurf, worin die Außerkraftsetzung des Forensengesetzes zum Ausdruck kommt, ohne Debatte anzunehmen. Einer Vorstellung des Privatlehrers Maul zu Bruchenbrücken wegen Rechtshilfe, sowie einer gleichen des Bauunternehmers I. R. Breitenstein zu Schotten wegen Entschädigung wird keine Folge gegeben. Der Antrag des Abg. Osann u. Gen. wegen Verstaatlichung der Hessischen Ludwigsbahn wird wegen Abwesenheit des Antragstellers von der Tagesordnung abgesetzt. Hierauf vertagt sich das Haus bis zum 17. Juni. die für dauernd untauglich befundenen Militärpflichtigen; soweit denselben eine besondere Ladung zugeht ; die zum Landsturm I in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen, soweit denselben eine besondere Ladung zugeht; die zur Ersatz-Reserve in Vorschlag gebrachten Mili- Nerreste Nachrichten. WolffS telegraphisches Corresponbenz-Bureau. Berlin, 30. Mai. Der „Reichsanzeiger" meldet: Die Wiederherstellung des Kaisers macht weitere erfreuliche Fortschritte. Der Kaiser hörte heute Vorträge des Reichskanzlers und des Hausministers. — Die Vertreter der deutschen Innung s- und Handwerker-Verbände, sowie die Jnnungsausschüsse der Vereinigten Innungen halten vom 1. bis 3. Juni Versammlungen ab. Sie werden berathen u. A. über den Entwurf einer Immediateingabe an den Kaiser, betreffend die gegenwärtige Lage des deutschen Handwerks, und ferner Beschluß fassen über eine Petition an den Reichstag und den Reichskanzler, betreffend eine Abänderung des Krankenversicherungs-Gesetzes. Der Berliner Jnnungsausschuß hofft, durch Vermittelung des Handelministers eine Audienz bei Sr. Majestät dem Kaiser zur Ueberreichung der Immediateingabe zu erhalten. Posen, 30. Mai. Der Generalinspector Prinz Georg von Sachsen beendete heute die Jnspicirung der hiesigen Garnison mit einer Parade auf dem Exerzierplätze in Glowno und reiste Nachmittags gegen 4 Uhr nach Breslau ab. Auf Land stände. Nach Erstattung eines mündlichen Berichts Seitens des Abg. Theobald setzt die Kammer die bis Art. 48 gestern gelangte Berathung über den Gesetz-Entwurf, die Brandverficherungs-Anstalt für Gebäude tärpflichtigen; die von der Ersatz-Commission als tauglich und einstellungsfähig erkannten Militärpflichtigen, einschließlich derjenigen aus früheren Jahrgängen; e. die von den Truppentheilen zur Disposition der Erstattfinden. Es haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Grobherzoglichen Ober-Ersatz-Commission im Bezirk der 49. Jnsanterie- in sarrrmtlicherr Aushebungsorten zu ge- Amtliche* Theil. Betreffend: Das Ober-Ersatzgeschäst für 1890. Bekanntmachung. Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1890 wird im Kreise Gietzcn Freitag den 13. Juni im Rathhause zu Sich, Bormittags 8>/r Uhr, Samstag den 14. Juni in dem früheren Hofgerichtsgebäude (Brandplatz) zu Gietzen, Vormittags 8 Uhr, Montag den 16. Juni daselbst, Vormittags 8 Uhr, Dienstag den 17. Juni im Gasthaus „Zum Rappen" zu Grünberg, Vormittags 8 Uhr, satz-Behörden entlassenen Soldaten; f. die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen. , , r Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden besondere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, welche den Betreffenden unverzüglich zuzustellen sind. Der Vollzug der Ladungen ist innerhalb 5 Tagen anzuzcigen. Die Sbiu litärpflichtigcu sind außerdem anzuweiscn, ihre Loosungsschcine mit zur Stelle zu bringen. . . Die zur Bcurthcilung von Rcclamattonen in Betracht kommenden Personen haben ebenfalls zu erscheinen. Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden könne», so ist der Grund hiervon berichtlich anzuzcigen und ist, wenn rin Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weg- gezogen ist, zugleich anzugcbeu, wohin derselbe verzogen ist. Die Großherzoglichen Bürgermeister haben bei dem Ober- Ersatz-Geschäfte selbst anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die Militärpflichtigen rechtzeitig zur Stelle sind. Gießen, am 24. Mai 1890. Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission des Kreises Gießen. Jost, Regierungsrath. Bekanntmachung, die Abgabe der Kapitalrentensteuererklärungen behufs der Veranlagung für das Steuerjahr 1891/92 betr. Nach Art. 14 des Gesetzes, die Einführung einer Kapi- lalrentensteuer betreffend, vom 8. Juli 1884, erfolgt die Heranziehung zu dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welcher , jeder nach den einschlägigen Bestimmungen Steuerpflichtige über den Jahresbetrag seiner Zinsen, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Lasten bei der hierzu berufenen Einschätzungscommission schriftlich abzugeben hat. Zu diesen Erklärungen ist das von Großherzoglichem Ministerium der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben, je nach der Wahl des Steuerpflichtigen, offen oder verschlossen, jährlich spätestens bis zum L Juli, ohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnorts abzuliefern. Von der Verpflichtung zur Steuererklärung sind nach Art. 15 des Gesetzes, insofern nicht im einzelnen Fall besondere Aufforderung der Einschätzungscommission ergeht, diejenigen Steuerpflichtigen entbunden, welche im unmittelbar vorausgegangenen Steuerjahr bereits zur Kapitalrentensteuer zugezogen waren, auch inzwischen ihren Wohnsitz nicht gewechselt und keine den Betrag von 100 Mk. jährlich erreichende Einkommensverbesserung aus Kapitalzinsen erlangt haben. Inhaltlich des Artikel 16 des genannten Gesetzes haben die Kapitalrentensteuererklärung abzugeben: 1) für minderjährige, vermißte oder unter Vormundschaft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter; 2) für moralische Personen (Gemeinden, Körperschaften, Stiftungen, Anstalten), ferner für Gesellschaften, Genossenschaften, Gantmassen, Erbmassen, soweit eine Steuerpflicht hier überhaupt in Betracht kommt, die bestellten Vorstände oder Verwalter; 3) in allen anderen Fällen der Steuerpflichtige selbst und zwar hinsichtlich des gesummten Zinsenbezuges, welcher, sei es au£ eigenem Vermögen oder aus dem Vermögen seiner nicht selbstständig zur Kapitalrenten- I Berlin, 30. Mai. In der Frage der Errichtung steuer gezogenen Angehörigen, ihm in Steueransatz eines Kaiser-Friedrich-Denkmals ist dem Berliner zu kommen hat. Magistrat folgendes Handschreiben des Kaisers zugegangen: Unter Bezugnahme auf die obigen Bestimmungen richten ber Jmmediatvorstellung vom 8. Mai 1889 habe Ich wir an die hiernach zur Einreichung von Kapitalrentensteuer- ersehen, daß der Magistrat den Wunsch hat, Seiner Majestät erklärungen verpflichteten Bewohner unserer Bezirke hiermit bem hochseligen Kaiser und König Friedrich im Zusammen- die Aufforderung, ihre Erklärungen unfehlbar bis zum ge- ^ange mit dem Umbau der Friedrichsbrücke aus Mitteln der nannten 1, Juli d. I. an die betreffenden Bürgermeistereien Berliner Bürgerschaft ein Denkmal errichten zu dürfen. Es gelangen zu lassen, von wo sie, und zwar insoweit verschlossen, $at Meinem Herzen wohl gethan aus dieser Kundgebung von uneröffnet, an die Vorsitzenden der betreffenden EinschätzungS- Neuem zu entnehmen, welche Treue und Anhänglichkeit Meme commissionen übersendet werden. Haupt- und Residenzstadt Berlin dem unvergeßlichen Monarchen Das Formular zu den Kapitalrentensteuererklärungen, widmet. Ich spreche deßhalb Allen denen, welche diesen Plan welchem ein Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere gefaßt und gefördert haben, Meinen Königlichen Dank und Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Meine volle Anerkennung aus. Gleichwohl vermag Ich zur Bürgermeisterei des Wohnorts zu beziehen. Ausführung desselben meine Genehmigung nicht zu erthetlen; Gießen, Grünberg, Hungen, Nidda, den 1. Juni 1890. beim Ich kann Mir nicht versagen, Meinem in Gott ruhenden Die Großherzoglichen Steuercommissariate. Herrn Vater und Vorgänger in der Regierung in der Haiipt- Suffert. Bähr. Snell. Psannmüller. stadt des Reiches selbst ein Denkmal zu errichten. Ich habe __ Meine Minister der öffentlichen Arbeiten und der geistigen Angelegenheiten mit den erforderlichen Einleitungen beauf- Drofchkenbesitzer Johannes Pitzer dahier Hai unter Hinblick auf die Frage, welcher öffentliche Rechts- dem Heutigen bte Erlaubrnß erhalten, emc Droschke mit der .urtanb naA Ablauf des Socialistengesetzes eintreten Nr. 2 nachMaßgabe des Droschkenreglementswerde, wird mehrfach die Meinung geltend gemacht, daß Hauptstadt Gteßen vom 3 August 1878 in Betrieb zu setzen. bedenklich sei, eine Waffe zur Vertheidigung der öffentlichen Gießen, den 30. Mai lo3U. Ordnung und Sicherheit aus der Hand zu geben, ohne einen Großherzoglches PolizeiamL Gießen. Ersatz für dieselbe zu haben. Es ist aber nicht vollkommen __, rlrei enius.__richtig, anzunehmen, daß mit. dem Aufhören des Socialisten- Gefuuden: 1 Peitsche, 1 Hutnadel, 1 Handschuh, gesetzes etwaige Bedrohungen der Sicherheit des Staates und 2 Brochen, 1 Spazierstock, 4 Taschentücher, 1 Messer, 1 gold. der Gesellschaft nicht mehr gesetzlich bekämpft werden können. Rina, 1 Kämmchen, 1 Münze, 1 Halskettchen, mehrere Schlüssel Man ist vielmehr mit gutem Grunde zur Annahme berechtigt, und Hundeblechmarken. daß gegebenen Falles die Landesgefetzgebung an die Stelle Gießen , am 31. Mai 1890. des Socialistengesetzes zu treten haben wird. Die locialisttsche Großherzoaliches Polizeiamt Gießen. Agitation, welche nach Aufhören des mit dem 30. September Fresenius. dieses Jahres ablausenden Socialistengesetzes in $er)cintm= _ hingen, in Vereinen, u. s. w. betrieben werden wird, unter* Reick. liegt zunächst den Vereinsgesetzen und Verordnungen der ~ . ~ s I einzelnen Bundesstaaten. Würden jene sich als lückenhaft Zweite Kammer der | so hätte zunächst die Landesgesetzgebung für Ersatz zu sorgen. Es steht fest, daß hinsichtlich des Vcreinsrechtes in den einzelnen deutschen Staaten eine große Verschiedenheit existirt, und es wird zunächst den Erwägungen der Landesregierungen anheimgestellt werden müssen, ob und inwieweit sie mit den bestehenden Gesetzen und Verordnungen nach Wegfall des Reichsgesetzes der socialistischen Agitation gegenüber glauben auskommen zu können. — Die Verfügung betreffs Ermittelung über die jüdischen Schüler an höheren Lehranstalten in Preußen scheint generaler Natur zu sein, denn nicht nur das Pro- vinzialschul-Collegium in Schlesien, sondern, wie jetzt gemeldet wird, auch das von Ostpreußen läßt derartige Ermittelungen dem Bahnhofe waren beim Abschiede anwesend Generallieutenant Seeckt, Oberpräsident Gras Zedlitz-Trützschler und die Generalität. Posen, 30. Mai. Erzbischof Dinder ist Vormittags gestorben. Breslau, 30. Mai. Heute st arb hier der Professor der Zoologie Schneider, Director des hiesigen Zoologischen Museums. Wiesbaden, 30. Mai. Die Nachricht, daß der Statthalter von Elsaß-Lothringen, Fürst Hohenlohe, zum Besuche der Kaiserin Eugenie in Wiesbaden gewesen sei, entbehrt der Begründung. Der Statthalter verweilte gestern in Privatgeschäften hier; er begibt sich heute nach Schillingsfürst und von dort nach Straßburg. Braunschweig, 30. Mai. Der 20. Braunschweigische Landtag wurde durch Rescript des Prinzregenten geschlossen, nachdem der Staatsvertrag mit Preußen, betr. den Bahnbau Jlsenburg-Harzburg, genehmigt worden war. Karlsruhe, 30. Mai. Der Großherzog empfing heute den spanischen Botschafter, Grafen Rascon, in feierlicher Audienz zur Entgegennahme des Beglaubigungsschreibens. Der Botschafter wurde darauf von der Großherzogin empfangen. Später fand ihm zu Ehren große Hoftafel statt. Wien, 30. Mai. Kaiser Franz Joses stattete heute dem Prinzregenten Luitpold von Bayern einen Abschiedsbesuch ab, welchen der Prinzregent bald darauf erwiederte. Später machte der Prinzregent auch bei den übrigen Mitgliedern der kaiserlichen Familie Abschiedsbesuche. Pest, 30. Mai. Einer Deputation der Arbeiter der Staats-Maschinenfabriken gegenüber erklärte der Minister Baroß, unter den gegenwärtigen Verhältnissen könne er weder eine Lohnerhöhung noch eine Reduction der Arbeitszeit zusagen. , . Sofia, 30. Mai. Im Panrtza-Proceß wurden Panitza zur Todesstrafe, vorbehaltlich der Begnadigung, Katukow zu neunjährigem, Lieutenant Rizow und Arnaudow zu sechsjährigem, Patew, Tschawdarow, Mollow, Kessimow zu je dreijährigem, Stefanow zu 5 Monaten Gesängniß verur- theilt. Die Uebrigen wurden freigesprochen. Petersburg, 30. Mai. Der Kronprinz von Italien ist heute Nachmittag drei Uhr hier eingetroffen und wurde vom Kaiser Alexander in Generalsunisorm, mit dem Bande des Anunziatenordens, aus bem Moskauer Bahnhose empfangen. Die Großfürsten und Generäle, die italienische Gesandtschaft, sowie der portugiesische und dänische Gesandte waren anwesend. Der Empfang trug einen sehr herzlichen Charakter. Der Kaiser küßte den Kronprinzen wiederholt. Man fuhr dann in offenen Wagen durch den mit italienischen und russischen Farben geflaggten Newski-Prospect zum Winterpalais, wo der Gast von der Kaiserin begrüßt wurde. Abends fand im Anitschkowpalais ein Familiendiner statt. und Gießen, 31. Mai. — Der mit dem morgenden Tage in Kraft tretende Sommerfahrplan weicht, von geringfügigen Zugverschiebungen und während des Sommers regelmäßigen Aufenthalten einzelner Schnellzüge abgesehen, in folgenden wichtigen Aende- rungen von dem bisherigen Wintersahrplan ab: Neue Züge werden gefahren bezw. neue Anschlüsse hergestellt: Außer den bestehenden Tages-Schnellzügen aus der MaimWeserBahn: a) zwischen Hamburg und Frankfurt a. M. wird für den Sommer eine neue Schnellzugsverbindung über Cassel eingelegt. Der Zug von Hamburg nach Frankfurt (Nr. 74) fährt: ab Hamburg 12 Uhr 12 Min. Mittags, Hannover 3 Uhr 14 Min. bis 3 Uhr 26 Min., Cassel 6 Uhr 18 Min. bis 6 Uhr 28 Min., Gießen 8 Uhr 51 Min. bis 8 Uhr 58 Min., Frankfurt an 10 Uhr 3 Min. Abends und findet daselbst Anschluß an die Nachtschnellzüge nach Basel, München u. s. w. b) In der Richtung von Süden wird die Verbindung mit Hamburg bezw. Bremen dadurch verbessert, daß im Anschluß an den bestehenden (künftig um 11 Uhr 40 Min. Vormittags von Frankfurt a. M. fahrenden) Schnellzug (neue Nr. 55) ein neuer Schnellzug (Nr. 73) von Cassel bis Hamburg verkehrt mit Abfahrt von Gießen 12 Uhr 54 Min., von Cassel 3 Uhr 40 Min., in Hamburg 10 Uhr 40 Min. Der Zug nimmt in Frankfurt a. M. die Anschlüsse von Wiesbaden, Heidelberg (bezw. Basel)?und Mannheim aus, erhält in Hamburg unmittelbare Fortsetzung bis Kiel bezw. Kopenhagen und in Hannover nach Bremen. Der Localzug zwischen Friedberg und Fronhausen (früher Lollar) trifft Morgens schon um 5 Uhr 40 Min. (seither 6 Uhr 21 Min.) in Gießen ein. Der hier seither um 1 Uhr 16 Min. Mittags von Frankfurt eintreffende Schnellzug trifft von jetzt ab bereits 12 Uhr 49 Min. hier ein und fährt anstatt seither um 1 Uhr 21 Min. bereits 12 Uhr 54 Min nach Cassel weiter. Der seitherige Personenzug 11 Uhr 44 Min. Mittags trifft bereits 11 Uhr 36> Min. hier ein und geht dementsprechend um 11 Uhr 45 Min. (seither 11 Uhr 54 Min.) nach Cassel. Der seither um 8 Uhr Vormittags von Cassel eintreffende Personenzug trifft schon um 7 Uhr 53 Min. hier ein und fährt 9 Minuten früher wie seither, also 7 Uhr 59 Min., nach Frankfurt werter. — Aus der Bahnlinie GießenCoblenz trifft der seither Morgens 6 Uhr 56 Min. von Weilburg ankommende Personenzug 6 Uhr 40 Min. von Diez ein, der seitherige Schnellzug 1 Uhr Mittags bereits 12 Uhr 44 Min., sowie der seither 8 Uhr 29 Min. von Coblenz eintreffende Schnellzug schon nm 8 Uhr 11 Min. Der seither Morgens 5 Uhr 21 Min. nach Coblenz abgelassene Personenzug geht schon um 5 Uhr 5 Min., der Schnellzug 8 Uhr 13 Min. schon 8 Uhr 8 Min., der Abend-Personenzug 7 Uhr 35 Min. schon 7 Uhr 15 Min. — Aus der Linie Gießen-Deutz fährt der seither nach Deutz um 12 Uhr 25 Min. Mittags abgelassene Personenzug um 12 Uhr 10 Min. von Gießen ab, wogegen der Abends 7 Uhr 47 Min. seither hier eintreffende Personenzug um 20 Minuten früher (also 7 Uhr 27 Min.) eintrifft. — Aus den Oberheffischen Eisenbahnen bleibt die Ankunstszeit mit Ausnahme des Morgens 8 Uhr 57 Min. (seither 8 Uhr) aus der Linie Gießen-Fulda eintreffenden Personenzugs dieselbe. Dagegen ist auf der Linie Gießen-Gelnhausen ein 11 Uhr 17 Min. Abends hier cintreffendcr Personenzug eingelegt, der aber nur Sonntags verkehrt. Ebenso bleibt, mit Ausnahme des seither Morgens 6 Uhr 40 Min. nach Fulda fahrenden Personenzugs, der vom 1. Juni ab 2 Minuten früher abgelassen wird, die Abfahrtszeit auf den Oberhessischen Linien dieselbe. Dagegen ist ein Abends 8 Uhr hier abgehender, bis Stockheim dnrchgeführter Personcnzug eingeschoben, der Anschlüsse nach Laubach, Schotten mib~ Gedern findet. Der nur Sonntags verkehrende, 8 Uhr 55 Min. Abends von Gießen abgolaffene Personenzug geht bis Nidda uüd hat noch Anschluß nach Schotten. — Die Zahl der täglich aus Station Gießen abgehenden, dem Personenverkehr dienenden Züge beträgt 45. — Der Plakatfahrplan über die aus Station Gießen verkehrenden Züge ist aus der Expedition des „Anzeigers" zu haben. E. M. Neues Theater in Gießen. Gastspiel des Wid- mann'schen Ensembles vom Kgl. Opernhaus in Bayreuth. Freitag den 30. Mai: „Die Ehre". Es gehört entschieden zu den Merkwürdigkeiten, daß das kunstliebende Publikum Gießens, obwohl hier kein stehendes Theater ist, in kurzer Zeit mit dramatischen Werken bekannt gemacht wurde, deren Eigenart aus lange hinaus das Gesprächsthema der literarischen Kreise Deutschlands beeinflußt hat,dieJbsen'schen „Gespenster" u. a. deßhalb, weil nur wenige Bühnen ihre Ausführung wagen konnten und wollten, und die Sudermann'sche „Ehre" nicht zum geringsten aus dem Grunde, weil die ersten heimischen und auswärtigen Theater sich beeilten, das zugkräftige Stück ihrem Spielplan einzuverleiben. Es trifft sich in der That höchst selten, daß der ideelle und finanzielle Erfolg eines Theaterstücks Hand in Hand wandeln. Bei Hermann Sudermanns „Ehre" ist dies wunderbarer Weise der Fall gewesen. Dies Drama entspricht all' den Anforderungen^ die man an ein modernes Stück, an ein treues Spiegelbild der Anschauungen und Kämpfe der Menschen unserer Zeit zu stellen berechtigt ist. Da tritt uns vor allem ein vortrefflich dramatischer Ausbau entgegen, getragen und bedingt von lebensvollen Charakteren und echten, unverfälschten Wirklichkeitsconflicten, eine fesselnde Handlung, eine kraftvolle Sprache, und vor Allem auch das, was der Deutsche nun einmal am wenigsten entbehren will, die siegende Macht einer itt liehen Idee. Was ist Ehre? Nächst den Fragen: „Was ist Wahrheit?" „Was ist Recht?" wohl eine der wichtigsten! Sie empfängt durch den Gang der Handlung ihre Beantwortung dahin, daß der sogenannte Ehrbegriff, den Hunderte im Munde führen und der, eine Art von Luxusgefühl, ost nur dazu da ist- an Stelle der Pflicht zu treten, etwas grundverschiedenes ist von dem inneren, sittlichen Leben eines Menschen, der wahren Ehre, die nicht abhängig ist von gesellschaftlichen Zufälligkeiten und daher ihrem Besitzer ebensowenig geraubt werden kann wie etwa seine Herzensgüte oder sein Gerechtigkeitsgefühl. Die zweite Wahrheit, auf welche die Vorgänge des Dramas hinsteuern, ist die, daß die Ehre auch zu den Dingen gehört, die eine Entwicklung verlangen. Sie ist nichts fertiges, nichts feststehendes. Der Mensch, welcher Jahre lang in gesitteter, gebildeter Umgebung gelebt hat, die im Stande war, ihm Herz und Geist zu bilden, wird für die meisten Verhältnisse eine ganz andere Auffassung, ein viel verfeinertes Empfinden haben, als diejenigen, welche ihm zwar durch Blutsbande verbunden, stets im alten Geleise geblieben sind. Der junge Robert Heinecke, der in der Fremde in eiserner Arbeit und edler Selbstzucht zum tüchtigen Manne herangereift ist, kann die Sprache und Tonart, die in seinem Elternhause herrscht, wo alles auf öde, gedankenlose Genußsucht hinausläuft, weder verstehen, noch ertragen. Aber man braucht nicht nach Indien zu gehen, um den Seinen fremd zu werden. Die junge, feinfühlende Commerzienrathstochter Leonore hat, wenn auch stiller, un- merklicher, ein ähnliches Schicksal durchzukämpfen. Der tiefen Herzensgüte dieses Mädchens ist die Gesinnung von Eltern und Bruder, die Alles nur nach seinem Geldeswerth abschätzt, unerträglich. Durch die Loslösung von der Familienzugehörigkeit müssen Robert und Leonore sich also ein neues Leben erringen. Die Darstellung des Stücks ließ im Hörer ein volles Gefühl der Befriedigung aufkommen, da die Vertreter der Haupt- und Nebenrollen im Einzel- und Zusammenspiel die Absichten des Autors in Allem erreichten. — Lebensmittel-Preise Ende April 1890. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik kosteten: 1 Ochsenfleisch per Pfund Rindfleisch per Pfund Kalbfleisch per Pfund Schweinefl. per Pfund Hammelfleisch per Pfund Gemischtes Brod Roggen- Brod Butter per Pfund Milch 1 Liter Eier 1 Stück | Städte mit Oclroi Darmstadt 70 64 70 72 66 12 111—121 17 6-7 Mainz 72 50 70 70 65 15 13 113-121 19 5-6 Offenbach 70 60 70 70 65 15 14 122-172 22 5-7 Worms 70 64 74 72 60 13 12 120-129 15 6—7 Gießen 70 62 60 68 66 14 12,5 104-114 17 5—6 Städte ohne Octroi Bingen 70 65 65 70 70 13,5 13 114-130 5-7 Bensheim 66 60 66 70 60 14 11,5 80-100 17 6—7 Alzey 65 60 70 70 70 15 12 96-104 17 6-7 Friedberg 70 60 60 64 50 14 13,5 ,100-110 16 5-6 Alsfeld 60 55 55 60 — 14 12 90-100 14 0 Lauterbach 60 60 50 64 50 15,5 12 | 100 14 4 K Friedberg, 30. Mai. Nach der gestrigen Vorversammlung sand hente im Hotel Trapp die Hauptversammlung des Hess. Unterverbandes der Deutschen E r w e r b s - u n d W i r 1 h s ch a f t s g e n o s s e n j ch a s t e n statt, in welcher von 24 (nicht wie gestern irrthümlich angegeben 23) dem Verbände angehörenden Vereinen 20 Vereine durch etwa 60 Delegirte vertreten waren. Dem Verbände sind die Vereine von Homberg (Reg.-Bez. Cassel), Neukirchen b. Ziegenhain, Ober-Mockstadt und Rotenburg a. d. Fulda neu beigetreten. Aus dem Bericht des Verbandsdirectors Diehls ist hervorzuheben, daß die Mitgliederzahl der Verbandsvereine Ende 1889 bis aus 16,694 gestiegen ist. Der Gesammt- umsatz erreichte die Höhe von JL 181,796,000 gegen JL 143,204,000 in 1888. Vorschüsse wurden gewährt gegen Schuldscheine, Wechsel einschließlich der Discontwechsel und im Conto-Correntgeschäst im Gesamnnbetragc v. 40,640,000. Das eigene Vermögen der Vereine an Reservefonds und Geschästsguthaben hat sich gegen das Vorjahr um 289,000 vermehrt und betrug Ende 1889 Jl. 5,439,639. Der Berichterstatter hob rühmend hervor, daß in allen Vereinen das Streben nach Erhöhung des eigenen Vermögchrs, der Grundlage der Creditwürdigkeit, ersichtlich sei. Sämmtliche Vereine haben die frühere unbeschränkte Hastart beibehalten, bis auf einen kleineren sehr gut situirten Verein, der aber nur einen beschränkten Mitgliederkreis hat. Die Mittheilungen der Vertreter jedes einzelnen Vereins in alphabetischer Reihenfolge, ferner die Besprechungen über die Unterscheidung und die Bedeutung der nach dem neuen Genossenschaftsgesetz zugelassenen Hastordnungen, über die Revisionspflicht u. s. w. boten viel des Interessanten und sicherlich hat ein jeder Theilnehmer an der Verhandlung, die einschließlich einer kurzen Ruhepause 6y2 Stunden währte, auss Neue die Erfahrung gemacht, daß. der gegenseitige Austausch der gemachten Erfahrungen, die Belehrung und Anregung durch den Leiter des Verbandes owohl wie der Anwaltschaft und des Vertreters der Deutschen Genossenschaftsbank nur segenbringend wirken können. Herr Kreisrath JDr. Braden von Friedberg, welcher mehrere Stunden lang den Verhandlungen mit Aufmerksamkeit und Interesse gefolgt war, hob dieses in einer kurzen Rede ebenfalls hervor. Nach der anstrengenden Sitzung, in welcher zum Schluß die Vereine von Reichelsheim und Rotenburg durch das Loos zur Beschickung des demnächst in Freiburg i. B. stattfindenden allgemeinen Verbandstags aus Verbandskosten bestimmt waren, vereinigte ein ausgezeichnet gutes Mittagessen die Genossen- chafter für einige Stunden zu fröhlichem Beisammensein. ** Herbstein, 30. Mai. Das große Bezirks-Krieger- f est des Bezirks Herbstein wird dies Jahr hier abgehalten und zwar Sonntag den 15. und Montag den 16. Juni. Es wird schon jetzt die Frage in Erwägung gebracht: was ist zu thun, um den auswärtigen Vereinen einen würdigen Empfang zu bereiten. Der Bezirk besteht aus den Vereinen Lanzenhain, Grebenhain, Crainfeld, Salz, Freiensteinau, Nieder- Moos, Stockhausen und Herbstein. Das Programm für das Fest ist folgendes: Samstag den 14. Ium: Zapfenstreich. • Sonntag den 15. Juni: Tagreveille, Empfang der fremden Vereine, Frühschoppen, Mittagstafel, Bezirkstag, Festzug. Aus dem Festplatz: Begrüßungsrede, Musikvortrag, Festrede- Restauration und Tanzvergnügen- Feuerwerk, Illumination des Festplatzes. Montag den 16. Juni: Frühschoppen in der Brauerei von C. Suppes. Concert aus dem Festplatz. x Ober-Roßbach, 29. Mai. Gestern geriethen zwei junge Leute in Streit. Dabei kam der Daumen des Einen in den Mund des Andern, der denselben in seiner Wuth fast ganz durchbiß. x Aus der Wetterau, 29. Mai. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Die Hoffnung aus eine ausgezeichnete Obsternte ist sehr herabgedrückt worden. Es gibt wohl Obst, aber nicht sehr viel, denn die Bäume haben, wie die Landleute sagen, falsch geblüht- Aepfel und Birnen sallen massenhaft ab. Besonders schlecht steht es um die Kirschen, denen der Frost und die Jnsecten viel geschadet haben. Dermifd^tes. * △ Mainz, 30. Mai. Wie das „Mainzer Journal" mittheilt, ist der Versuch, ein Local-Comite für Errichtung eines National-Denkmals für den Fürsten Bismarck zu bilden, bei der hier herrschenden Abneigung, Lebenden Denkmäler zu setzen, gescheitert. Mit Rücksicht hieraus soll ein Landes- comite constituirt werden, zu welchem Zwecke von dem Grasen Oriola (Büdesheim), Dr. Osann (Darmstadt), Commerzien- rath Michel (Mainz) und Frhr. Heyl zu Herrnsheim (Worms> auf kommenden Sonntag eine Versammlung nach Darmstadt einberusen ist. *== Frankfurt, 30. Mai. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten - Versammlung wurde u. A. auch über die gewünschte Beseitigung der Schaustellungen aus dem sog. Juxplatz während der Messe berathen. Es entspann sich eine lange Debatte, in welcher sich mit Ausnahme des Herrn Oberbürgermeisters, welcher zunächst einen Bericht des Rechneiamtes über die Zustände aus dem Juxplatz (namentlich in sittlicher Hinsicht) abwarten will, bevor eine althergebrachte Einrichtung ausgegeben und damit aus eine hübsche Einnahme verzichtet werden soll, nur eine Stimme für die Beibehaltung dieser Schaustellungen erhob. Es wurde dem Magistrat vorgehalten, daß nur die Hefe der Bevölkerung den Juxplatz in den Abendstunden besuche und eine finanzielle Einbuße von 10000 Mk. gegenüber den be* stehenden Uebelständen und den Nachtheilen, welche den anliegenden Hausbesitzern zugesügt würden, nicht ins Gewicht fallen könne. Aus den Reihen der Stadtverordneten fehlte auch der Hinweis auf die Schädigung der ansässigen Geschäftsinhaber durch das Meßwesen nicht. Die Angelegenheit wurde gestern nicht zum Abschluß gebracht, sondern die auf Abschaffung des Juxplatzes hinzielende Petition dem Eingabe- Ausschuß überwiesen. — Ferner entspann sich eine lange Debatte über die Vergebung der städtischen Drucksachen, eine Frage, die schon viel Staub aufgewirbelt hat. Bekanntlich haben die Buchdrucker mehrere Versammlungen in dieser Angelegenheit abgehalten und schließlich eine Eingabe beschlossen, m welcher gebeten wird, nur sog. tariftreue Buchdrucker zu beschäftigen. Dr. Rößler befürwortete die Eingabe mit dem Bemerken, daß es sich gleichsam um eine Prämie für gutes Einvernehmen zwischen Arbeitgebern und e i CH Bremen, 30. Mai. [$er transatlantischen Telegraph-! Der - I Schnelldampfer Lahn, Capitän H. Hellmers, vom Norddeutschen - 1 Lloyd in Biemen, welcher am 21. Mat von Bremen und am x 22. Mar von Southampton abgegangen war, ist gestern 8 Uhr 22. Mat von Southampton abgegangen war X folgende Oberhessen — Im Monat Juni 1890 finden in Den Den Den Den Den Den Den alt, Bergmann von Neunalt, Tochter von Taglöhner 30. Marie Margarethe Wutwe von Wirth Johann 25 15 10 25 15 15 10 10 10 25 15 15 15 10 10 10 10 5 Temperatur der Lahn und der Lust am 31. Mai, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Lust lP/a Gr. Rübs am en. Fasel: Gebrüder Schuck, Hof Schlerfeld . Karl Bopp, Reichelsheim . . . . Reinhard Mtckel, Ober-Mockstadt . G. L. Schwab, Ober-Mockstadt Kühe: Bürgermeister Conrad, Blofeld Gebrüder Hahn, Wenings . . . Gebrüder Schuch, Hof Schleifeld W. Strauch, Borsdorf .... Georg Emmerich ML, Bleichenbach Theodor Aßmus, Wallernhausen . Rind er: Gebrüder Hahn, Wenings . . . Gebrüder Schuch, Hof Schleifeld . Philipp Schultheiß HL, Echzell . . Gebrüder Hahn, Wenings . . . Scheuermann, Echzell . . • • . Bürgermeister Weiß, Borsdorf Alter, Berstadt....... Philipp Mutd, Echzell . . - . C. L. Lind, Geiß-Nidda . . . . Julius Siesel eine Tochter. Gefiorvene. Mat: 26. Heinrick Flick, 42 Jahre kirchen. 26. Eltiadethe Schmidt, 4 Jahre Konrad Schmidt zu Münchholzhausen. Schmidt, geb. Haag, 71 Jahre alt, dahier, Wilhelm Schmidt. titeratnr und sinnst. An der Neubearbeitung von BrehmS Thierlehen betbetligen sich, wie wir hören, neben dem bekannten Reisenden und Naturforscher Pechuel-Loesche noch der Dtrcctor des Frankfurter Thiergartens Dr. Haacke sowie Professor E. L. Tasckenberg (Halle) und Professor W. Marshall (Leipzig), während die Neugestaltung des illustrativen Thetls in den Händen der als hervorragende Künstler bekannten Thiermaler Friedrich Specht, W. Kuhnert, G. Mützel u. a. liegt. Ehrenpreis. I. II. III. I. II. II. III. in. in. Rid-a, 30. Mai. Bei der gestern hier stattgehabten Thier- schau der „Zuchtgenossenschaft Büdingen" war viel und sehr schönes Vieh ausgestellt. Auch wurden einige Verkäufe zu guten Preisen abgeschlossen. Die Prämien oertheilen sich wie folgt: Schiffrnacv richten. Der Postdampfer „Noordland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 29. Mai wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 30. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Fulda, Capttän R. Rtngk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 20. Mat von Bremen und am 21. Mai von Southampton abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. II. II. II. III. III III. III. IV. Arbeitnehmern handle. Oberbürgermeister Dr. Miquel erklärte, die Stadt müsse aus gute und billige Arbeit sehen und sich eines directen Eingreifens in das Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer enthalten. Die Folgen eines ersten Schrittes in dieser Richtung seien unabsehbar. Nicht einmal das ganze deutsche Buchdruckergewerbe stehe in der Vereinigung, Rheinland und Westfalen habe sich ausgeschlossen. Ein Redner theilte mit, daß von 3800 Druckereien in Deutschland 1323 der Vereinigung angehören, darunter 40 in Rheinland und Westfalen. Ueber die- Eingabe wurde schließlich auf Antrag Dr. Geigers zur Tagesordnung über gegangen. *= Frankfurt a, M., 30. Mai. Am Mittwoch fand im Zoologischen Garten Hierselbst die Gründung einer Deutschen Zoologischen Gesellschaft statt, deren Zweck fein wird, einerseits die Pflege der Wissenschaft durch Vorträge und gemeinsames Arbeiten, andererseits die Förderung der persönlichen Beziehungen und gemeinschaftlichen Interessen. Von den meisten deutschen Universitäten waren Professoren und Docenten der Zoologie erschienen, auch Wien und Graz waren vertreten. Den Vorsitz führte Professor Bütschli-Heidelberg. Der vorliegende Statutenentwurf wurde berathen und die Gesellschaft durch Annahme deffelben und Namensunterschrift constituirt. Leipzig wurde als Ort der nächstjährigen Versammlung und als Zeit die Ostersenen bestimmt. Eine gemeinschaftliche ^Besichtigung des hiesigen Zoologischen Gartens bildete den Schluß. * Von einem Eisbären buchstäblich aufgefressen wurde am ersten Feiertag im Zoologischen Garten zu Frankfurt der Hut eines hiesigen jungen Mannes. Derselbe stand mit dem Hut in der Hand, den er nicht etwa wegen des Eisbären, wohl aber wegen der allzu großen Hitze abgenommen haben wird, vor dem Behältnisse des Thieres, wobei ihm der Hut durch einen Zufall aus der Hand fiel und dem Bären zuflog, welch' letzterer denn auch die Kopfbedeckung mit großem Appetit verzehrte. Wohl oder übel mußte der junge Mann, welcher der Mahlzeit des Bären mit sehr getheilten Gefühlen zugesehen haben mag, nunmehr unbedeckten Hauptes zu dem nächsten Hutladen wandern, um die Reise in die Heimath nicht barhäuptig machen zu müssen. * Echternach, 29. Mai. Ander S pr i n g P r o ce s si o n betheiligten sich in diesem Jahre nach amtlicher Erhebung 63 Geistliche, 4050 Sänger, 7072 Springer und 1200 sonstige Pilger. • Doppelbriefe zu vermeiden suchen. Bis jetzt kosten frankirte Briefe I mit Nachnahme bis 5 Mk. in 1. Zone 30 Pffl., auf weitere En - fernunflen 50 Pffl., künftig als einfache Briefe 20Pfg., alS Doppelbriefe 30 Pfg., jedoch ausschließlich der Geldübermtttelungsgebuhr (s. unter 2). 2) Ferner hat künftig der Absender, wenn die Sendung frankirt wird, nicht die Kosten des ganzen Verfahrens bet der Absendung zu entrichten, sondern nur die Vorzeigegebuhr von lO Ptg- Die Geldübermittelungsgebühr (bis 5 Mk. 10 Pffl., über 5 bis lOO Mk. 20 Pfg. u. s. w.) wird von dem Betrafle der Postnachnahme in Abzug gebracht. ES liegt also im Interesse des Absenders, der z. B. 1 Mk. durch Nachnahme als Reineinnahme erheben will dreiem Betrage die Geldübermittelungsgebühr IO Pfg. und die Bestellgebühr 5, nach Landorten 10 Pfg. zuzuschlagen, mag die Sendung frankirt 3 in Langgöns Rindvieh- und Schweinemarkt. 1Ö. in Laubach Vieh- und Krämermarkt. 19. in Grünberg Vieh- und Krämermarkt. 23. und 24. in Her ch en ha in Vieh-, 25. Kramermarkt. 24. und 25. in Gießen Vieh- und Kramermarkt. 25. in Ortenberg Vieh- und Krämermarkt. 25. in Friedberg Vieh- und Krämermarkt. Gießen, 31. Mai. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. 0,95-1,00, Hühnereier 1 A. , 2 St. 9—11 H, Enteneier 1 St. 5—6 H, 2 St. — Gäuseeier IO- H, Käse pr. St. 5—6 Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen vr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar JL 0,60—0,90, Hühner pr. Stück X 1,30—1.60, Hahnen pr. St. 1,50-1,80, Enten pr. Stück X 2,00—2,30, Gänse pr. Pfd 50—60 Ochsenfleisch pr. Pfd. 68—72 H, Kuh- und Rindfleisch 60—62 Schweinefleisch 60—70 Hammelfleisch 56—68 H, Kalbfleisch 52-60 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 3,30—3,80, Weißkraut nr. St. 6—8 H, Zwiebeln per Centner X 17,50—00,00, Milch per Liter 12—18 H, Kirschen per Pfd. 40—50 H Lingcsandt. Gießen, 31. Mai. Am 28., 29. und 30. Juni ds. Js. findet dahier das XVIII. Lahnthal-Längerfest statt. Zahlreiche Gäste von auswärts werden an demselben theilnehmen, und da gilt es vor Allem, die fremden Sangesbrüder unterzubringen. Zu dtefem Zweck wird das Wohnungs- comiiä, im Auftrag des GesamnucomltLs, tn den nächsten Tagen eine Liste bet der Einwohnerschaft unserer Stadt tn Umlauf fetzen, in welcher gebeten wird, den fremden Sängern freie Quartiere zu gewähren oder em Scherflein deizusteuern zu dem Fonds, welcher dazu dienen soll, die allenfallsigen Kosten für die Unterbringung tn ntchtfreten Quartieren zu bestreiten. Wir sind überzeugt, daß das Comttö in dieser Beziehung dasselbe freundliche Entgegenkommen finden wird, welches sich früher bei ähnlichen Gelegenheiten bethätigt und den Ruf unserer Stadt als einer stets gastfreien begründet Hal. Am 8. Juni feiert der Gießener Zither-Clnd (Wohlthüttg- reitS-Berei«) sein diesjähriges Sommer fest in StemS Garten. Von 4 Uhr an findet Concert, ausgeführt von einem Theile der hiesigen Regimentsmufik, statt, Abends Illumination des Gartens, Feuerwerk mit darauffolgendem Ball. Da der Vorstand bemüht ist, dem verehrlichen Publikum etwas schönes zu vielen, so wäre es zu wünschen, daß dieses schöne Fest recht zahlreich besucht wirb; besonders, da der Ueberschuß zur Kle.dung hiesiger armer Kinder, ohne Unterschied der Confession, verwendet wird. An die Redactton des „Gießener Anzeigers"! Sollte der Einsender des Artikels „Aus dem Vogelsberg" denn wohl einen Begriff davon haben, wreotel Wasser dazu gehört, um eine nur kleine Muhle nur einen Tag zu treiben Die Kühnheit seiner Behauptung, „daß der im^ Vogelsbergi vorhandene Schnaps einen grofeen, wochenlang fließenden Strom bilden konnte, der im Stande fein würde, manche Muhle zu treiben »laßt zwar auf eine starke Phantasie schließen, dürfte aber auch um fo stärkere Zweifel bezüglich der Objectiotlät seiner Beobachtungen Hervorrufen, wenn er nicht beweist, daß der Schnaps auch auf das Treiben der Mühlen ganz besonders anregend wirkt. Auch durfte eine Berechnung der Größe des Stromes von besonderem Interesse fein. Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 30. Mai. [$er transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Dresdm, Capitän H. Bruns, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 15. Mai von Bremen abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore an- gekommen. _____ — Die diesjährige Generalversammlung der Lebeusverfiche- rnngs« «nd Erfparnitz Bank tn Stuttgart findet.am 28 Mai statt. Solcher wird nicht nur der recht günstige Jahres-Abschlutz pro 1889, sondern auch der Vorschlag einiger Statuten-Aenderungen zur Vorlage gebracht werden. Der wichtigste Vorschlag ist der, daß im Selbstmordssall künstig die versickerte Summe anstandslos ausbezahlt werden soll, wenn die Versicherung 5 Jahre in Kraft war oder wenn innerhalb dieser Karrenzzeit die Thal nachweisbar infolge von Geistesstörung oder schwerer körperlicher Krankheit begangen wurde. Durch die Annahme dieses zeitgemäßen Vorschlags werden die sonst sckon sehr liberalen Versicherungsbedingunaen der Bank derart vervollständigt, daß ihr unter den deutschen Gesellschaften unstreitig der erste Rang zukommen wird. Ein weiterer Vorschlag besteht darin, daß die Dividenden nicht mehr vom 1. Juli bis 30. Juoi des nächsten Jahres, sondern per Kalenderjahr ausgeschieden werden sollen. Die Vertheilungsgrundsätze erleiden hierdurch weder princi- piell noch materiell eine Aenderung. Die weiteren Propofttionen sind mehr redactioneller Form. Arrszng aus den Standesanrtsregistevn der Stadt Gießen. Aufgebote. Mai: 28. Ferdinand Wilhelm Ludwig Balthasar Carl Heinrich Johannes Dauernheim, Heizer zu Laubach, mit Wilhelmine Katharine Weinhardt dahier. 29. Georg Martin Ernst Carl Otto Fischer, Schlosser zu Gießen, mit Elisabeth Schneider daselbst. Eheschließungen. Mai: 24. Heinrich Theodor Kaspar Max Hebstreit von Sonneberg, Schlosser dahier, mit Elisabeth Christiane Wilhelmine Müller von hier. 28. Wilhelm Philipp Friedrick Schuppert, Kaufmann zu Laasphe, mit Luise Marie Adolfine Hermine Schröder dahier. Geborene. Mai: 21. Dem Wagner August Führer eine Tochter, Lmse. 21. Dem Arckitect Caspar Kockerbeck ein Sohn, Ernst Heinrich Kaspar. 23. Dem A beiter Johann Bernhard Weftbrock eine Tochter, Christine Elisabeth. 23. Dem Kaufmann Heinrich Konrad Metz eine Tochter. 23. Dem Former Friedrich August Schmidt eine Tochter, Clara Wilhelmine Sophie. 23. Dem Großh. Staatsanwalt Carl Theobald eine Tochter, Marie Emilie Caroline. 24. Dem Kaufmann Friedrich Wilhelm Heimer ein Sohn, Adalbert Oscar. 25. Dem Metzgermeister Friedrich Schreiner II. eine Tochter, Emma. 27. Dem Taglöhner Werner Horn eine Tochter. 29. Dem Kaufmann Entscheidungen des Reichsgerichts. — Wichtig für Gastwlrthe ist folgende Entscheidung des Reichsgerichts: In der Vermischung des in dem Tags zuvor cmge- zapften Fasse befindlichen und schal gewordenen Bieres mit frischem Bier von gleichem Fabrikat ist eine Verfälschung zu finden, wenn dieses dadurch verschlechtert wird, und der Thäter zum Zweck der Täuschung dte Vermischung oorgenommen Hal. Ob bte Verschlechterung nur so geringfügig war, daß die Gäste sie nicht bemerkt haben, ist nur für die Höhe der Strafe erheblich. — Wird vom Käufer einer Waare wegen vertragswidriger Beschaffenheit der gelieferten Waare rechtzeitig Schadenersatz beansprucht, so hat, nach einem Urthetl des Reichsgerichts, L Ctorl- i-nats vom 1. December 1888, Verkäufer behufs Befreiung von der Schadenersatzpflicht das von ihm behauptete Nichtver schulden hinsichtlich der vertragswidrigen Lieferung zu beweisen. _ Lehnt der Miether einer Wohnung nach dem Ablauf seines MiethvertrageS die Räumung derselben ab, so machen sich Ver- miether und der neue Miether dieser Wohnung, nach einem Ur- theil oes Reichsgerichts, HL Strafsenats, vom 6 Junr 1889 des Hausfriedensbruchs und der ftnrfbaren Nöthigung (88 p3' 240 Str.-G.-B.) schuldig, wenn ste gegen den Willen des bisherigen Miethers tn die Wohnung bringen und die Räumung derselben durch Gewalt erzwingen. Die trrthümliche Meinung der Thäler, zu den von ihnen verübten vermeintlichen „Nothwehr"-Handlungen als solchen berechtigt zu sein, schliefet ihre Strafbarkeit nicht aus. Dertebr, £anO* und Dolfsivirt^fc^aft. — Postalisches. Bel dem neuen Postnachnahmeoerfahren, welches mit Dem 1. Juni In Kraft tritt, sind mehrere Veränderungen der Beachtung des Publikums dringend zu empfehlen: 1) Bei Nachnahmebriefen ist künftig das Gewicht zu beachten, da das Porto für den einfachen Brief (bis 15 Gr.) 10 Pfg., für schwerere Briefe 20 Pfg. beträgt. Bisher war nur die Entfernung zu beachten, da Briefe tn 1. Zone 20 Pfg., in 2. Zone 40 Pfg. kosteten. Es wird daher sich empfehlen, daß Pfarr- und Standesämter und andere Behörden, welche vielfach Gebühren durch Nachnahme erheben, Auszug aus den lCird?enbfid?ern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 26. Mai. Heinrich Theodor Kaspar Max Hebstreit, Schlosser zu Gießen, und Elisabeth Christiane Wilhelmine Müller, Tochter des Schreiners Carl Müller zu Gießen. Den 28. Mai. Wilhelm Philipp Friedrich Schuppert, Kaufmann zu Laasphe, und Luise Marie Adolfine Hermine Schröder, Tochter des Kaufmanns Christian Julius Schröder zu Newyork. Getankte. Den 25. Mal. Dem Schneider Johannes Ehrhard ein Sohn, Johann Martin Kaspar, geboren am 22. März. Denselben. Dem Glaser Georg Hofmann eine Tochter, Luise Auguste Minna Emilie, geboren am 1. April. Denselben. Dem Schlosser Albert Franz Otto eine Tochter, Bertha Henriette Margarethe, geboren am 9. März. Denselben. Dem Fuhrmann Ludwig Hofmann ein Sohn, Carl Jakob Martin, geboren am 31. März. Denselben. Dem Landwirth Friedrich Cost eine Tochter, Minna, geboren am 26. April. Demselben. Dem Werksührer Wilhelm Werner eine Tochter, Minna Henriette Friederike Elise, geboren am 19. April. Denselben. Dem Werkführer Valentin Werner eine Tochter, Johanna Maria, geboren am 15. April. Denselben. Dem Uhrmacher 'Martin Vogt ein Sohn, Wilhelm Emil Ludwig, geboren am 5. Mai. Dewelben. Dem Bureaugehilfen Louis Althoff eine Tochter, Helene Anna Margarehe Theodore, geboren am 29. April. Denselben. Dem Metzger und Wirth Georg Ki ast eine Tochter, Elisabeth Ida Chrittine, geboren am 7. Mai. Denselben. Dem Dienstmann Heinrich Münker ein Sohn, Carl, geboren am 4. Mai. Denselben. Dem Kaufmann Adolf Geiße ein Sohn, Adolf Eduard, geboren am 31. März. Denselben. Em außerehelicher Sohn, Heinrich Adam, geboren am 9. März. Denselben. Eine außereheliche Tochter, Marie, geboren am 14. Llpril. Den 26. Mai. Dem Taglöhner Ludwig Rosenbaum ein Sohn, Johann Wilhelm Friedrich, geboren am 31. März. Denselben. Dem Heizer Philipp Wifener ein Sohn, Carl Johann, geboren am 7. April. Denselben. Dem Gärtner Georg Noll ein Sohn, Wilhelm, geboren am 8. März. Denselben. Dem Gärtner Wilhelm Gerhard ein Sohn, Carl Wilhelm Heinrich, geboren am 15. März. Denselben. Dem Maschinist Wilhelm Balser ein Sohn, Julius, geboren am 23. Februar. Denselben. Dem Eisenhändler Wilhelm Häuser eine Tochter, Marie, geboten am 2. Mai. Denselben. Dem Schreiner Carl Hofmann eine Tochter, Minna Magdalene Katharine Marie, geboren am 22. April. Denselben. Dem Lack rer Jakob Ritsert eine Tochter, Wilhelmine Elisabeth, geboren am 1. April. Den 28. Mat. Dem Professor Dr. Eugen Bostroem eine Tochter, Aanes Caroline Minna, geboren am 11. März. Denselben. Dem Wirth Johannes Arnold eine Tochter, Elisabeih Susanna Dorothea, geboren am 16. April. Amtliche Prüfung oct Lichtstärke des Leuchtgases. Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen. Mai 1890: W/2 Kerzen. B uchne r. werden oder nicht. — Der Tarif für Druckfachensenduugen ist wie folgt abgeändert: Drucksachen müssen frankirt sein. Das Porto betragt auf alle Entfernungen : bis 50 Gr. einschließlich 3 Pf., Über 50 bis 100 Gr. einschließlich 5 Pf., über 100 bis 250 Gr. einschließlich 10 Pf., übet 250 bis 500 Gr. einschließlich 20 Pf., bei 500 Gr. bis 1 Kgr. einschließlich 30 Pf. Vorstehende Abänderung tritt mit dem 1. Juni 1890 in^Kraft. W______ Patente von im Grotzherzogthnm Hesten wohnenden Erfindern. Patent-Anmeldungen. Anlegeootrichtung für Buch- und Steindruckschnellpressen. I. M. Lutz in Offenbach a. M. Cl. 15, L. 5767. — Verfahren zur Darstellung eines wasierloslichen beizenfärbenden Baumwollfarbstoffes aus Indulin; Zusatz zu 1194. S. Seiler in Offenbach o. M. Cl. 22, O. E?- FlafchenfW- apparat; I. Georg Bayer und Karl Fehmel m Pfeddersheim (Rheinhessen). Cl. 64, B. 10302. — Korkenwaschmaschine. Karl Fehmel in Pfeddersheim (Rheinhessen). Cl. 64, F. 4685. —, P^/nt- Ertheilungen. Athmungsregeler für Lungengymnastik. A. E Gerdts in Bingen o. Rh., Villa Gerdts; vom 21. September 1889 ab. Cl. 30, Nr. 52418. _______ - Regeln für die Heuernte. (Nachdruck verboten) 1. Je jünger bad Grün, desto reicher ist es an Nährstoffen, desto leichter werden diese verdaut und desto schmackhafter sind sie. 2. Je früher die Pflanzen geschnitten werden, desto belfer ist ber Nachwuchs. ^jtiges Mähen wirb bas Reifen von Unkcaut- sämertter^verhutet.^ der Blüthe zu mähen, Kleearten Mitte der Blüthe, nur Luzerne etwas f'üher, Seradclla erst in voller Blüthe. Baumlaub muß im Juli, spätestens Anfangs August geerntet wer en. . Witterung richte man sich nach ber alten Regel: „Bei nassem Wetter mähen, bei trockenem Wetter heuen . Ist das Wetter andauernd ungünstig, so warte man mit dem Schnitt, denn ein Verholzen der Pflanzen ist bei nasser Witterung : nicht zu befürchten; die Regel heißt dann: „Bei schönem Wetter lieber zu früh, bei schlechtem Welter lieber zu spät mähen. 6. Die Pflanzen dürfen nicht zu kurz abgemäht werden, weil das Herz der Pflanzen dadurch zerstört und somit der Nachwuchs geschädigt^ nHrb.$ Dürrheubereitung auf der Stoppel am besten, für Klee die Dürrheubereitung auf Gerüsten (Kleerentern), für sehr wasserreiche Pflanzen ober bei anhaltend nasser Witterung I ist die ©auerfutterberettung am Platze. Mit der Preßfutterbereitung hat man namentlich tn jüngster Zeit gute Erfahrungen gemacht. 4719 Gr- Gerichtsvollzieher. 4763 Ernst Haubach vermiethen. Lehleitner, Friedrich Anfang 5 Uhr. [4749] Anfang 5 Uhr- 4 101 00 iTendenz: fest S, Telegraphischer Lourttericht der Berliner Börse vom 31. Mai liAntwerneiu 1C4.20 nach e. dooooooocooooooooooooooooo 90.10 96.10 77 90 73 60 337 CO 204 75 168 40 140.50 38 80 163 50 14230 83 80 224 50 16130 156.60 170.20 266.75 103.37 199 00 114 25 Mothe Stern Linie König. Poftdampfer von 1890 22425 189.00 10410 170.60 106.50 Oesterr. Silberrente 10110 Rufs. Orient III. Mittwoch de« 4. Juni bei Scharmann. hl' schnelle Fahrten, gute jlr Verpflegung, billigste Preise. 'W Schlußcovrie 1 Uhr 15 Min. 107.40 4 pCt. Ungar. Goldrentr Dienstag den 3. Juni, Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bramm'schen Hofraithe dahier sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 2 Schweine, 1 Wägelchen, 1 Handwagen, 1 Nähmaschine, 5 Betten, diverses Weißzeug, 1 Ladeneinrichtung 1 Verticow. 2 Secreläre, 2 Plüschsessel, 1 Pianino, 2 Sophas, 2 Commoden, 1 Spiegelschrank, 2 Kleiderschränke, diverser Gold- und Stlberschmuck rc- Versteigerung voraussichtlich thetlweise bestimmt; betr. der Betten, des Weißzeugs wie diverser Möbel jedenfalls. Gießen, den 31. Mai 1890. Engel, Disconto-Comm. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Berliner Handelsges. Oesterr. Credit-Act. Wiener Bankvereins-Act- Oesterr. Staatsbahn Lombard. Eisenbahn Oesterr. Credttactiev Oesterr. HtecckSbabn-Aetieo Dortmunder Unton-Actieo Darmstädter Bankactiev Buschtherader Elbethal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost „ West Gelsenkirchener Ver. Kön.- und Laurahütte-Act. Oesterr. Alpine-Montan verbunden mit Concert und Ball. Abends Illumination des ganzen Gartens und großes Feuerwerk. Anfang 4 Uhr. • Eintritt zum Concert 50 zum Concert und Ball 1 «X Mtglieder frei. NB. «arten im Vorverkauf für Concert 30 L, Concert und Bclll 1 JL, sind zu haben bei Friseur Conrad, Mäusburg, D. Heil, Lindenplatz, Handschuhfabrikant Wirsig, Seltersweg, und Max Rüger, Wettergasse. Die Musik wird ausgeführt von einem Theil der hiesigen Regnnentscapelle. Bier im Glas. [4751] Der Vorstand. Gesucht 2—3 gut möblirte Zimmer in schöner Gegend, womöglich in der Südanlage. Offerten mit Preis unter J. Z. an die Exped. d. 93L 4754 Ich empfehle mich hiermit im Anfertigen meiner neu patentirten Eisschränke nach amerikanischem System, welche sich durch Ersparuiß und große Leistungsfähigkeit vor allen ähnlichen Fabrikaten vortheilhast auszeichnen. , , 3296 Innere Einrichtung nach Wunsch und Bedürfnis. 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Der Betrieb der Anstalt erleidet durch den Tod meines Mannes keinerlei Veränderung, und bitte ich, wie bisher das freundliche Wohlwollen meiner Anstalt bewahren zu wollen. Le Chr< Bübsamen Wwe. Lehrer !• P.? im Alter von 83 Jahren, was wir Verwandten und Freunden mit der Bitte um stille Theilnahme tiefbetrübt mittheilen. Die trauernden Hinterbliebenen. Grossen-Buseck, am 31. Mai 1890. Die Beerdigung findet Dienstag den 3. Juni, Nachmittags 2 Uhr statt. [4758 5 „ Italiener Rente Wermielßungen. 4748] Ein neu herger. Logis, 3—4 ger. Z. n^Zub., a. r. L. gl. z. verm. Neustadt 41. 4753] In meinem Hinterhaus ein Logis, zwei Stuben, Küche, Corridor, mit Werkstatt (auch getrennt) per 1. August zu Auskunft erthcileu: von der Becke & Marsily, Antrfbrpen F. J. Bothof, Generalagent, Mainz, W. Klippstein in Langsdorf. [371 Nur Vorsicht ^allein kann bet dem täglich größer werdenden Heere Hi der Nachpfuscher die Hausfrau in den Besitz einer gnten M/Waare bringen und bitte ich deshalb besonders darauf zu fy achten, daß jedes Paket meiner weltberühmten Amerikanischen Glanz-Stärke meine Firma und nebenstehenden GlobuS al- Schutzmarke trägt, ä Paket 20 Pfg. käuflich an allen Orten in den meisten Colonialwaaren-, Drogen- und Seifen-Handlungen. 4720 Fritz Schulz jun., Leipzig. Alleiniger Erfinder der Glanz-Stärke. o Coupons per 1. Juli 1890 o 0 werden von heute ab ohne jeglichen Abzug eingelöst. O 9 4716 Schulhof & Comp. jj pCt. Reichsanleihe 4 w Preutz. Consols «Vi , Wher-Ciub. Verein). den 8. Juni 1890: Ä’steins Garten Danksagung. I Für die vielen Beweise herzlicher Thellnahme bei ddm uns I betroffenen Verlust unseres unvergeßlichen Vaters, Schwiegervaters I und Großvaters, Peter Althaus, für die reichlichen Blumenspenden, für die trostreichen Worte des ■ Herrn Pfarrer Deicheri am Grabe des Verstorbenen sagen ■ tiefgefiihltesten Dank trauernden Hinterbliebenen Großen-Buseck, den 31. Mai 1890. [4742 | □ooooooooooooooooooooooooq Ausverkauf. Wegen Geschäftsaufgabe verkaufe ich von heute ab meine großen Waarenvorräthe, . bestehend in Manufacturwaare» aller Art, Strumpf- waaren und Trjcotagen, Kleidungsstücke 2c. 2c. sämmt- lich zll Fabrikpreisen. 4723 Friedr. Emil Loos, Mäusburg 5. Neues Theater in Giesten (Cafö Reib). Sonntag den 1. Juni 1890: [4654 Gastspiel des Widmann'schen Ensembles Vom Kgl. Opernhaus in Bayreuth. aer Zum zweit«« Mal«! W Zum »weiten Male! Rep-rt-irstück sämmt- nU Kfeg.® licher Bühnen! usuiiii v« kicher Bühnen! Schauspiel in 4 Acten von Hermann Sudermann. Repertoirstück fämmtlicher Bühnen Mit sensationellem Erfolg aufgeführt in Hamburg (Thalia-Th.), Stettin lStadtth.), Frankfurt a. M. (Stadtth.), Leipzig (Stadtth.), Riga (stadtth.), Caffey(Hofth.), Berlin (Lesfinath), New.York (DalyTH.), Wien (kgl. HoMrgth.), Dresden (Hofth.), Darmstadt (Hofch.), Dessau sHofth.), Köln(Stadtth.), Wremen (Stadtth.), Mannheim (Hofib-), Oldenburg (Hofth.>, Lübeck sSiadtth.), München (kgl. Th. am Gärtnerpl.), Nürnberg (Stadtth.), Stuttgart (Hofth.), Bamberg, Fürth, Mainz, Homburg Worms. __ SMT Näheres besagen die Theaterzettel. W Restauration M Deutschen Cmigkeit, ®eÄ?er’ Sonntag den 1. Juni: 16710 DtSconto-Com-NnrheNc 10M0 Hoi per er 92 50 Ostpreußen 161.40 Bochumer Gutzftuhlactteu Tenden?: fest. 4 pCt. Gießener Obligationen^ —.->5 pCt. BuderuS-Obligationen^ ReichSbank-DtScont 4 pCt. — Frankfurter Bank-Diskont 4 pCt. §eIicns»erfilher«WS uni> Echmiß-KlnK in Stuttgart Berstcherungsbesta«- Mk. 314,125,300» Zugang von 1885/89 Mk. 119,824,640. Ausbezahlt: Versicherungssummen 49 Millionen Mark, Dividenden 25,5 Millionen Mart. Dividendenzahlung pr. 1890 Mk. 2,454,233. Nach Dividendenplan II werden vom 1. Juli ab 39% der lebenslänglichen Prämien und weiter extra 19°/o der alternativen Zusatzprämien — ca. 40—70% der lebenslänglichen Prämien Nach Dividendenplan B, steigende Dividende, ist solche gegen das Vorjahr um 3% hoher. Pr. 1889: Einnahme 14,5 Millionen, Extra-Reserve 14,67 Millionen, Ueberschnß Mk. 3,451,32b. Verwaltnngsaufwand 5%. Bankfonds pr. 1888 — 72,1 Millionen, pr. 1889 — 78,7 Millionen, znr Zett 81 Millionen Mark. Meöernalime der Kriegsgefahr für Wehrpflichtige unentgeltlich. Der Rechenschaftsbericht pr. 188!) wird den Versicherten durch die Agenturen zugestellt werden. Zu weiterem Beitritt laden ein die Vertretern 4<29 H. Flick, Gocthestraße 14. E. Fischbach., Seltersweg. Vermischte Anzeigen. Ein Hausmädchen, das waschen und bügel« kann, gesucht. Director Wilson, 4757________Wilhelmstraße 22. Ein braves tüchtiges Mädchen mit guten Zeugnissen wird auf 1. Juli für die Küche gesucht. Frau Marie von Röder, 4683] Wilhelmstraße 16. N uUtche Lauffrau oder »Mädchen auf sofort gesucht- 4750]________Bleichstraße 15 II. Stock. Aceor-ant | für Backsteinfabrikation sucht I. Dern, Frankfurterstraße 86. 4755] Der Mansardenstock Westanlage Nr. 17 ist zum 15. August d- I. zu ver- miethen. Näheres Westanlaae 21. 4762] Mehrere kleinezu vermiethen.__Schloßgasse 9. 4761] Ein kleines frdl- Familienlogis, pari., zu verm. Frankfurterstraße 82. 4759] Ein scbönes kleines Familten- logis zu vermiethen. Martin Vogt, Wallthorstraße 8. 476 ] Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. A. Wallenfels Wwe., Kirchenplatz 21. 4741] Eine Stube möbltrt oder un- möblirt zu vermiethen. ______________Fr. Zülch Wwe. 47d8] 1—2 Zimmer möblirt zu vermiethen. Zu erfragen ______________Liebtgstraße 17, parterre. 474u] Ein schöner Laden mit oder ohne Logis preisw. zu vermiethen. _ Hch' Schmidt, Wallthorstraße 46. 4756] Zwei anständige Arbeiter ^können Logis erhalten (eventuell ein möblirtes Zimmer.) Wallthorstraße 71. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Rümmer umfaßt 10 Seiten.