1890 Dienstag den 1. April Nr. 77 Kenerat-Mnzeiger Amts- Anzeigeblatt fih? den "Kreis Gieren HratisSeil-ge: Hießmer Kamilienölätter Amtlichrv Theil vom SIM SSM 95.40 UL 101 irden 150.- i 150 90 n 122^ dank 124-- M 270-- Bcr, 274. tag- r gtoN I 90,35 ä'A i«1'6 1912 |M- i*- 1920 «end. irnt. 102.35 98.40 63.50 100.30 101.30 82.20 56.60 63 80 91.90 91.45 85.30 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Vorm. 10 Uhr. 101.60 98.50 96.70 101-50 Alle Annoncen-Burcaux de- In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 266' 27^ 188.« 101.« 98.« 96.« 101.« 1003 W 8!' 18.- 18.0i t(i4.6 olM 85- 8U Ib . ») über M. 95.21 82.il 85.31 101.« 189 -ld- W- ibr zölk- ibbr. 565 so 91) 91.ii 82«' nochmals zum erhebenden Ausdruck gelangen, da man an vielen Orten unseres Vaterlandes Ovationen für den zurück» getretenen Kanzler zum 1. April geplant hat. Dieses Dankgefühl des deutschen Volkes, wie auch der Dank und die so ehrende Anerkennung seitens seines Kaisers und endlich die Bewunderung aller Zeitgenossen, sie sind dem Fürsten Bismarck in die Stille des Sachsenwaldes gefolgt und wenn er nun dort, entrückt seinem bisherigen weltumfassenden Wirkungskreise, seinen Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt feiert, so darf der Einiger Deutschlands gewiß sein, daß ihn die tiefgefühltesten und herzlichsten Glückwünsche aller patriotischen Deutschen hierbei geleiten. Fürst Bismarck begeht seinen 75. Geburtstag in be- wundernswürdiger geistiger Frische und in erfreulichstem körperlichen Wohlbefinden und beides läßt erhoffen, daß der in Millionen Herzen lebende Wunsch, daß Deutschlands größter Staatsmann seinem Volke und seinem Lande noch lange erhalten bleiben möge, in Erfüllung gehen werde. Wohl ist die politische Thätigkeit des Gefeierten äußerlich nunmehr abgeschlossen, aber auch außerhalb derselben wird sich für ihn noch oftmals Gelegenheit finden, seinen erprobten Rath dem Vaterlande zur Verfügung zu stellen und hierzu wird der greise Kanzler noch jede Stunde bereit sein, dafür bürgt sein ganzer Charakter, sein über jeden Zweifel erhabener Patriotismus! In dieser lebhaften Hoffnung begrüßt das deutsche Volk seinen Otto von Bismarck zum 1. April 1890 — möge dem sondergleichen verdienten Greise auch in dem neuen Lebensjahre und noch lange, lange fernerhin Frische des Geistes und Heiterkeit der Seele wie Wohlsein des Körpers beschieden sein! 1172,25 169.!' 164.- IW* 162.- IN* 105.10 105)* vierteljähriger Avoxnementspretsr 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Webaction, Expeditt« vnb Druckerei: Zchntstraß-Ar.H. Fernsprecher 6L I 82.85 86.- 102- Dcr 'Ktrtzener geiget etfdvu.i räglid), »it Ausnahme deS Montags. Die Gießener W««trie»ötätter werben dem Anzeiger roöchentlich dreimal beigelegt. Hem. ÄSE mu 4$* ''-ich'--- 2 N s'nd gierig “äanä<0. namens ft ui' iluim), ?^ermig nut ÄW Welchen, mell sanglichen Cm- SäI-0un0' 11)en' hort man ja en vorläufig btenb ^eanlelhe ein ia * Betiags ^Eeben. Bei dich ger Titel sochusetza .agen ist der Finaq lnleihe zu emittlra *er, Io werden ck Coursstand zurüi die Coursverlch lagsactien niedrig, r am Freitag m jedes Land als nothwendig erachtet. Ferner wurde angenommen, daß es wünschenswert!) sei, der Ruhetag für alle Industriearbeiter sei der Sonntag. Hierbei enthielt sich Frankreich der Abstimmung. Heber die zweite Frage des Programms, welche Ausnahmen sind zulässig, falls eine Einigung betreffs der Sonntagsruhe erziehlt wird, stimmten alle Anwesenden, England ausgenommen, für folgende Ausnahmen. „Alle Betriebe, welche aus technischen Gründen oder weil sie Gegenstände unbedingter Nothwendigkeit liefern, einer ununterbrochenen Produetion bedürfen; alle nur auf eine bestimmte Jahreszeit beschränkten oder von der Wirkung elementarer Kräfte abhängenden Betriebe; auch in diesen Betrieben müssen die Arbeiter auf zwei Sonntage einen frei haben." Betreffs der dritten Frage, wie die Ausnahmen festzustellen seien, traten England, Frankreich und Italien dem belgischen Vorschläge bei, daß die Mittel, die Ausnahmen festzustellen, jedem Staate zu überlassen seien, ebenso die Mittel, die Beschlüsse der Con- serenz zu verwirklichen. Die übrigen Mächte stimmten dem Vorschläge Luxemburgs zu: „Es ist wünschenswert!), daß die Ausnahmen für alle Contrahenten dieselben seien und durch eine internationale Vereinbarung festgestellt werden." Berlin, 29. März. Der erwartete Wechsel auch in der Leitung des Staatsseeretariats des Auswärtigen ist nunmehr zur vollzogenen Thatsache geworden. Der Kaiser hat dem Staatsseeretär Grasen Herbert Bismarck die erbetene Entlassung in gnädigster Form, von welcher namentlich die seltene Verleihung des'Sterns der Großeomthure des Hohen- zollerischen Hausordens an den Grafen Zeugniß ablegt, gewährt und den seitherigen Bevollmächtigten Badens beim Bundesrathe, Freiherrn von Marschall, zu seinem Nachfolger ernannt. Der neue Staatsseeretär des Auswärtigen steht im 48. Lebensjahre und trat 1865 in den Staatsdienst feirred HennenhlcmdrS Baden ein, woselbst er die richterliche Laufbahn wählte. 1875 wurde Herr von Marschall in die erste badische Kammer berufen und 1878 wurde er vom Wahlkreise Karlsruhe-Bruchsal in den Reichstag gewählt, dem er bis 1881 als Mitglied der eonservativen Fraetion angehörte. 1883 wurde Herr von Marschall an Stelle des Freiherrn v. Türckheim zum Bevollmächtigten Badens beim Bundesrathe und Gesandten in Berlin ernannt und in dieser Eigenschaft hat Herr von Marschall besonders an den socialpolitischen Be- rathungen im Bundesrathe wie im Reichstage regen Antheil genommen. Die Ernennung Herrn von Marschalls, als eines Süddeutschen, zum Staatsseeretär des Auswärtigen, ist in Süddeutschland dem Vernehmen nach mit besonderer Genug- rhunng begrüßt worden. Hebrigens bestätigt es sich, daß die oberste verantwortliche Leitung der deutschen Auswärtigen Politik vom Reichskanzler v. Caprivi geführt werden wird. Berlin, 29. März. Die „Post" bezeichnet die Meldung, daß Fürst Bismarck den Herzogstitel abgelehnt habe, , als unrichtig. — Die internationale Arbeitersch utzconserenz wurde heute geschlossen. Berlin, 29. März. Heute Abend war noch eine Anzahl Delegirter der Arbeiter schütz-Eons er enz beim Kaiser zu einem Herrenabend geladen. Auch Botschafter Herbette sieht einzelne Delegirte bei sich. Berlin, 29. März. Die „Nordd. Allgem. Ztg." theilt heute mit, dem Fürsten Bismarck seien anläßlich seines Scheidens aus dem Dienste so zahlreiche theilnehmende Kundgebungen zugegangen, daß es ohne amtlichen Beistand im Drange des Umzuges nicht möglich sei, dieselben einzeln zu beantworten. Fürst Bismarck bittet, seinen Dank auf diesem Wege entgegenzunehmen. Nachdem Fürst Bismarck gestern am Sarge des Kaisers Wilhelm einen Kranz niedergelegt hatte, verabschiedete er sich heute bei allen königlichen Prinzen. Vor dem Palais in der Wilhelmstraße hat sich eine tausend- köpfige Menge eingefunden, die Abfahrt der fürstlichen Familie erwartend. Berlin, 29. März. Fürst Bismarck fuhr Nachmittags 5 Uhr im offenen Wagen in Cürassierunisorm aus dem Kaiserpalais nach dem Bahnhofe. Im zweiten Wagen folgte die Fürstin rc. Eine vielsausendköpfige Menschenmenge brachte stürmische Hurrahs auf den Kanzler aus, welche sich bis zum Bahnhofe fortsetzten. Alle Fenster in den Straßen, die der Fürst passirte, waren dicht besetzt und unausgesetzt wehten Tücher. Der Wagen konnte nur langsam fahren, da er von der ihn begleitenden Menge dicht umdrängt wurde. Auf dem Perron war eine Schwadron Garde-Cürassiere zu Fuß mit der Regimentsmusik ausgestellt. Sämmtliche i Minister, das ganze diplomatische Corps, die Hof- und i Staatswürdenträger und die Hofgesellschaft waren anwesend. Es herrschte ein immenser Andrang des Publikums. In den. : festlich geschmückten Wartesälen waren Berge von Bouquets t*b ‘ 110.20 109.« b‘ ' 101.85 101> • . 109 Deutsches Reich. Darmstadt, 29. März. Sein- Ktöni & Sä- 2 34 6 50 1 Gemeinde Allendorf a. d. Lahn . . Climbach Eberstadt mit Arnsburg . Klein-Linden Odenhausen mit Appenborn Rabertshausen mit Ringelshaus Röthges Trohe Ober-Lais Unter-Seibertenrod . . . Bellmuth Blofeld Bobenhausen I Effolderbach . . . • Selters mit Conradsdorf . — — 1 29 4 4 6 — 96 5 13 3t 25 40 17 — 9 — 52 — 1 — — 40 — — — — 51 — 3 2 12 6 42 1 — 50 — — 2 — 46 —. 27 — — 2 — 1 5 — 25 — 29 — — 19 — 63 5 — — • — 30 6 — 27 — Gesammtergebniß: 4715 2100 1335 7145 428 Bei 15723 abgegebenen Stimmen fehlen an der absoluten Majorität (7862) Herrn Pickenbach noch 717 Stimmen. Sonach hat Stichwahl stattzufinden. Cocales und provinzielle Gießen, 31. März. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Mittwoch den 2. April, Nachmittags 4 Uhr: 1. Gesuch des Martin Schenk um Erlaubniß zum Betrieb einer Gastwirthschast. 2. Gesuch des Karl Empting um Er- theilung der Concession zum Wirthschastsbetrieb. 3. Desgl. des Fritz Lony. 4. Gesuch der Louis Stierle Wwe. um Erlaubniß zum Verkaus von Branntwein über die Straße. 5. Gesuch der Firma Gebr. Weinberg um Fixirung der Octroiabgabe von Brod. 6. Gesuch um Ueberlassung von Holz sür das dahier stattfindende Fest des Lahnthal-Sängerbundes. 7. Gesuch der Chr. Rübsamen Wwe. um Ueberlassung von Kieslagerplätzen. 8. Entwässerung des Friedhoss. 9. Herstellungen an den Kriegergräbern. 10. Herstellung erhöhter Trottoirs in der Südanlage. 11. Umbau eines Theils der Bahnhofstraße event. mit Erhöhung der Wieseck- brücke. 12. Uebernahme der Wege und Gräben in dem zusammengelegten Theile des Neustädterfeldes. St. Bismarckfeier des S. C. Da bei der voraussichtlich sehr zahlreichen Betheiligung an der Feier — es haben bis jetzt über 70 Herren ihr Erscheinen zugesagt — die Kneipe des Corps Teutonia, die in erster Linie in Aussicht genommen war- evenmerr nicht ausreichend sein bürfte, nnrv Dte "^eter im Saale des Hotel Einhorn stattfinden. — Am 29. d. M. wurde ein 59 Jahre alter Arbeiter aus Nieder-Ohmen an seinem Vorsatz, sich in der Lahn am Heßler zu ertränken, durch hinzugekommene Leute verhindert und zur Polizeiwache verbracht. Der Mann gab an, er habe den Selbstmord aus Noth und weil ihm sein seitheriger Arbeitgeber, em Oeconom, seinen Lohn einbehalten, begehen wollen. — Zwei Gymnasiasten und ein Realschüler von hier, im Alter von 12, 11 und 8 Jahren, welche am Samstag Nachmittag im Philosophenwald Maikäfer (?!) suchten, zündeten Streichhölzer an und verursachten dadurch einen nicht unbedeutenden Waldbrand. m. Altenstadt, 30. März. Gestern brach in dem Gräfl. Solms-Laubach'schen Wald, Gemarkung Engelthal, in einem vierjährigen Bestände Feuer aus, das sich aus eine Fläche von etwa 4 Morgen ausdehnte und nur durch das rasche Eingreifen Seitens des Dienstpersonals zu Engelthal, auf diesen Herd beschränkt wurde. Das Feuer soll dadurch entstanden sein, daß ein mit seiner Mutter Holz holender 13jähriger Knabe aus Heldenbergen auf einem Stück Holz ein „Feuerchen" anzündete. Butzbach, 29. März. Der diesjährige Geburtstag des Fürsten Bismarck wird, wie man allenthalben in den Zeitungen liest, in vielen Städten des Reiches festlich begangen werden. Auch in unserer Stadt hat es der Schützenverein unternommen, einen gemüthlichen Abend dem Gedenken der großen Verdienste Bismarcks zu weihen. Es werden alle Gleichgesinnten hierbei freundlichst willkommen sein und haben auch schon die hiesigen Gesangvereine, gutem Vernehmen nach, ihre Theilnahme zugesagt, um durch fröhliches deutsches Lied diese Feier würdiger zu gestalten. Alsfeld, 28. März. Am Abend des 1. April findet im Saale des „Deutschen Haus" Hierselbst ein Feste ommers zu Ehren des Geburtstages des Fürsten Bismarck statt. vermischte». *△ Mainz, 30. März. Bei der militärgerichtlicherseits vorgenommenen Durchsuchung der Wohnung des Premierlieutenants Stoll ist ein Schriftstück gefunden worden, das jeden Zweifel darüber beseitigt, daß die unselige That mit vollem Vorbedacht geschehen ist. Dieses in Form eines Briefes abgesaßte und die Aufschrift „Mein letzter Wille" tragende Schriftstück ist an die Wirthsleute des Selbstmörders gerichtet und enthält neben Dispositionen über die Hinterlassenschaft genaue Angaben über das mörderische Vorhaben, sowie über die Gründe desselben. Ohne eine besondere Sentimentalität an den Tag zu legen, bekundet Lieutenant Stoy in dem Schreiben, daß das Leben für ihn werthlos geworden, da auch seine letzte Hoffnung, eine Hauptmannstelle bei der Infanterie zu erhalten, jetzt dahin sei. Für diesen Mißerfolg in seiner militärischen Laufbahn macht Stoll Hauptmann Salm allein verantwortlich. Aus dem Schreiben geht unzweifelhaft hervor, daß Stoll, ehe er den Racheact an seinem vermeintlichen Feind ausgeübt, mit seinem eigenen Leben bereits abgeschlossen hatte. In Osfizierskreisen hier berührt das Vorkommniß begreiflicher Weise sehr peinlich, doch fehlt es nicht an Stimmen, die ein großes Mitleid für den Selbstmörder bekunden. * Offenbach, 29. März. Bei dem Wettbewerb zur Erlangung voll Entwürfen sür das Museumsgebäude in Düsseldorf wurde der 2. Preis gemeinschaftlich den Architecten Karl Wiegand von hier und Jakob Lieblein von Frankfurt, beide Lehrer an der Bauabtheilung der Kunstgewerbe- und gewerblichen Fachschule zuerkannt. Wir wünschen den Herren von Herzen Glück und weiteren guten Erfolg. (O. Ztg.) * Koblenz, 31. März. M i t t e l r h e i n i s ch e s T u r n f e st. Bei der gestern hier stattgehabten Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses mit Mitgliedern des Kreis- und technischen Turnausschusses wurden als Tage für das 18. Kreisturnfest für dieses Jahr die Tage vom 2.—5. August bestimmt. Festbeitrag der Turner 2 Mk. Außer dem satzungsgemäßen Schau-, Wett- und Musterriegenturnen wird ein großes Wettfechten und Ringen stattfinden, sowie ein großes Schülerturnen und großer Fackelreigen sämmtlicher Turner von Coblenz. Die Leitung der Geschäfte liegt in den bewährten Händen des Herrn Oberbürgermeisters Schüller. * Berlin, 30. März. Ein von Berlin nach Schnmm bestimmter Ballon der Lustschifferabtheilung ist verunglückt. Ein Gefreiter ist todt, ein Hauptmann hat beide Berne gebrochen. (F. I.) — Für den Landeshilfsverein (vom rothen Kreuz) für die Krankenpflege der Soldaten im Felde und Unterstützung der Invaliden, sowie der Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen sind in dem Jahre 1889—90 bei dem Unterzeich- neteii eingegangen: - Pfg-, 1. aus Bettenhausen 1 Mk. 2. „ Birklar 9 „ 60 „ 3. „ DorfiGill 5 „ 30 „ 4- „ Eberstadt 20 „ n 5- „ Grüningen 9 „ 90 „ 6. „ Hattenrod 3 „ 35 ,, 7- „ Langsdorf 5 „ // 8- „ Lich 33 „ 20 „ 9. „ Muschenheim 10 „ 60 „ 10. „ Nieder-Bessingen 13 „ 90 „ 11. „ Ober-Bessingen 10 „ 10 „ Summa 121 Mk. 95 Pfg. Auslagen 1 „ 35 „ Rest 120 Mk. 60 Pfg. abgeliefert an Herrn Schatzmeister Hechler zu Darmstadt. — Gesuche um Unterstützung sind unter Vorlage der nöthigen 'Bescheinigungen der Militärbehörden und der Bürgermeistereien kostenfrei bei dem Unterzeichneten pinzuveichen. Lich, 29. März 1890. Langermann, Oberamtsrichter. Verfälschte schwcrrze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidenfabrik-Depöt von G. Henne- berg (K. u. K. Hoflief) Zürich versendet gern Muster von seinen echten Seidenstoffen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und zollfrei ins Haus. 1873 Athemnoth und Luftmangel Verschleimung hervorgerufen, machen Tausenden von Menschen das Leben zu einer fast unerträglichen Last. In diesen Fällen werden Fays achte Sodener Mineral-Pastillen, gewonnen aus den Salzen der zur Kur gebrauchten berühmten Gemeinde-Quellen Nr. III. und XVIII., mit besonderem Ersolge angewandt, weil sie durch ihre intensive Schleimabsonderung, durch ihren wohlthätigen Einfluß auf die afficirten Organe der Brust die nachhaltigste Wirkung verschaffen. Zu beziehen durch alle Apotheken u. Droguen i 85 die Schachtel- 65 — Was schöne Hände nicht Alle- fertig bringen! Feenhände, so müßte man glauben, sollten es sein, die alle diese geschickten Handarbeiten zu Stande bringen, die von Zeit zu Zeit in der Frauenwelt aufkommen. Und merkwürdig: die kleinsten Hände bringen die größten Weltwunder der Frauenarbeit fertig. Den Damen bietet sich jetzt wieder Gelegenheit, ihre Fertigkeit in feinen Handarbeiten durch eine ebenso originelle, wie schöne Kunst zu erweitern. Es ist die erst in den letzten Jahrzehnten von Italien aus bei uns eingeführte Filigranarbeit in Gold- und Silberdraht, Wollfaden rc. Diese Kunst ist überraschend leicht zu erlernen und bietet den Damen und selbst Kindern Gelegenheit, sich und Andere mit den manigsaltigsten Schmucksachen für Toilette und Zimmeroerzierungen, Blumenkörbchen^ Bouqnetts, Spangen, Kettchen, Nadeln u. s. w. zu versehen, wobei die Freude an all' den hübschen Sachen ohne Zweifel durch die Selbstanfertigung noch wesentlich erhöht wird. Fräulein Josepha Theben, Btsmarckstraße 6,1, eine fertige Lehrerin dieser Kunst, hat sich kurze Zett hier niedergelassen, um Unterricht zu erthetlen. Die Dame hat Unterricht gegeben in Köln, Bonn, Aachen, Düsseldorf, Wiesbaden, Kreuznach, Frankfurt, Heidelberg u. s. w. Beiläufig bemerkt fei, daß Fräulein Josepha Theben bei der Anwesenheit des Kaisers in Frankfurt a. M. demselben in der Hauptpost mehrere von ihr in Filigran hergestellte Gegenstände zum Geschenke überreichte, nämlich einen großen Ofenschirm aus künstlichen Blumen, einen Drahtblumenkorb, einen Wollblumenkorb und Schmucksachen. Frl. Theben motioiite ihre Bitte, das Geschenk anzunehmen, mit dem Hinweis, daß die Kaiserin sich sehr für derartige Arbeiten interefstre. Der Kaiser nahm das Gebotene mit freundlichen Dankesworten an- Die junge Dame hat eine große Anzahl ihrer Handarbeiten zur Zeit bei Herrn Julius Schulze am Kreuz ausgestellt. Die Arbeiten werden sich bald den allseitigen Geschmack der Damenwelt abringen und — Gnade uns Gott! — zum nächsten Weihnachtsfeste wird es Filigranhandarbeiten regnen. II 60 30 ii H R II II 20 60 90 10 90 35 °tyn Kreuz) ft lud Unterstütze t M Kriege (j* i dem Unterzeic •Ä «t«A I I i e ebr k “I „tt6e'«etb j SW; >$» j? ^reis- y Tage jür / ^nen tvird { )oh)te ein Qr0i, Etlicher U "egt in denk ter§ Schüller. m aach SchM, n9 ist beru 'trnaim hat br »•3J 95 Psg. 35 , 60 W i Darmstadt, - ge der nöthigu Nrgermeistereieü in. iramtsrichter. e Jeid n dem man kat : zu Tage: M verlöscht bald £ er Farbe. - jt) brennt langte ter (wenn sehr^ braune Asche,» 1 fonbera M* zerstäubt sie, W DonG.Hennb gern Muster» nd liefert emB i durch vttB el ww ,d.S-°bM°L S’Ä w*kÄ« gg s«?. WH ititi* b‘na2eiöitii bei 1852] M. Lchomber u. L. Stierte L Co. Hinderschürzen verkaufe, um damit zu räumen, zu jedem Preis, Kinder-Damenkragen, Rüschen re. empfiehlt in großer Auswahl J. n. Fuhr, 2628 Sonnen-ratze 25. 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Doooooooooooa 2897] Ein armer Arbeiter hat am Sonntag Morgen ein Portemonnaie von Tnch mit 51 Mark 40 Psg< verloren. Gegen gute Belohnung ab; zugeben Licherstraße 5. 2580] Ein goldener Ring verloren von der Wolkengasse bis Afterweg. G gen Belohnung abzugeben Wolkengasse 22. 2915] Im Hause des Allgem. Ver. f. A - u- Krpfl, Kirchenplatz 2, ist der untere Stock, 3 Stuben, Mche und Zubehör, ganz oder getrennt, zu vermiethen. Auskunft ertheilt Herr Metzgermstr. Klein, Brandgasse. _________________________ 2859] Grünbergerstratze 12: Logis, 3 Zimmer und allem Zubehör, auch Garten, alsbald zu vermiethen._________ 28811 Ein Logis zu vermiethen, beziehbar 1. Juni oder sofort. Ph. Weller, Wolkengasse 24. 2886] Zwei Familienlogis im ersten und zweiten Stock meines Hauses, Sonnenstraße Nr. 3, bestehend aus je fünf Zimmern, Küche und allem Zubehör, per 1. Juni, bezw. 1. Juli zu vermiethen L. Feidel. 2884] Der 2. Stock meines Neubaues (Westanlage 27) sofort zu vermiethen. Ernst Hanbach. 2878] Schöne Mansarde, 2. Stock, vier gerade Zimmer, zwei Cabinete, Küche und Zubehör, an eine ruhige Familie zu ver- miethen.____________Bahnhofstraße 38. 2900] Kleine Familienwohnung zu ver- miethen. Neu ft adt 48. 2668] Durch Versetzung des Herrn Major v. Kaminietz ist der 1. Stock meines Hauses, bestehend aus acht Zim- mern, Pferdestall, Remise rc., Garten mit Vorgarten nach Wunsch per 1. Juli, eo auch früher, zu vermiethen. Letzterer könnte auch jetzt schon übergeben werden Carl Wenzel, Frankfurterstraße 40. 201] Sandgasse 46 ein Logis zu uer; miethen. Näheres Schützenftraße 11 !L 2089] Der mittlere Stock, 5 zimmer mit allem Zubehör (neu hergerichtet), Wasserleitung, großem Bleichplatz u. s. w. ist zu vermiethen. Heinrich Ruckstuhl H., Asterweg 50. 2757] Ein Logis oon 3 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. I. Unverzagt, Steinstraße. ~ 2346] Kleines und ein größeres Logis zu vermiethen. Seltersweg 31. 1696] Der untere Stock, vier Zimmer, Cabinet und Zubehör, per 1. Juni zu vermiethen. Josef Herz, Neuen Bäue 25. ~ 913] Ein Familienlogis, 4 Zimmer nebst Zubehör, per 15. April zu vermiethen- Hch. Bourgeois, Kirchenplatz 18. 2775] Durch die Versetzung des Herrn Prof- Benneke ist der 1. Stock meines Hauses anderweitig zu vermiethen. Frau W. Limpert, Afterweg 34. 2711] Ein kleines Familtenlogis zu vermiethen. Wallthorftraße 51. 2615] Wegzugshalber der 1. u. 3. Stock, ein jeder mit 6 Zimmern, Küche und Zubehör, auf Wunsch auch Gartenantheil, zu vermiethen. Frankfurterstraße 53. 1766] Mansardcn-Lvgrs zu"vernMhen per sofort. Marktplatz 18. ~ 2359] Wegzugshalber eine schöne Wohnung, 4 Zimmer mit Wasserleitung rc. zu vermiethen. Grünbergerstraße 27. 2472] In meinem Hause, Alicestr. 16, schöne Wohnung, 8 Zimmer, 3 Kammern, Gas- und Wasserleitung Gartenantheil, event. Pferdestall und Burschenstube, per 1. Juli zu vermiethen. Commerzienrath Silbereisen. —2572]"Wohnung von 4—5 Zimmern mit Zubehör preisw. zu vermiethen, sowie auch schön möbl. Zimmer für Einjährige Hch. Schmidt, Wallthorftraße 46. 2891) Vier ineinandergehende Zimmer mit Zubehör vermiethet Chr. Rott 111. Wittwe, Canzleiberg 5. 2890] Möblirte Zimmer zu vermiethen. ____________Gartenstraße 21, 2. St- 2766] Freundl. möblirtes Zimmer zu verm. Grünbergerstratze 31. Für Einjährige. Zimmer mit Cabi et, forme einzelne Zimmer zu vermiethen- «Nächste Nähe der neuen Kaserne). 1985] C. Loth. Licherstraße 21. 2531] Ein möbl. Zimmer sofort zu vermiethen. Bahnhofstraße 11. 82] Zwei möblirte Zimmer im Nebenhause zu vermiethen. Louis Petri !. Wwe., Neuenweg 39. 2816] Em hübsch möblirtes Zimmer zu vermiethen, passend für Einjährige. Eichgärten Nr- 12. Für Einjährige. 2827] Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen.________Sonnenstraße 9 2821] Möbl. Zimmer zu vermiethen. C. Dteuervagel, „Schützenhof". Zichener Kilder-Mktsschass Zu der Dienstag den l. April, Abends 6 Uhr stattstndenden Grundsteinlegung unseres Boothaus s beehren wir uns, unsere activen und passiven Mitglieder hiermit freundlichst einzuladen. 2*76 Der Borstand. Fä!i^rao-Ärbesi(hie!selbstv.lO.Aprilan) Herstellung von Uhren und Halsketten, Armbändern, Broschen, Haar- und B \ schmuck, Kleider-Einsätzen, Verzierung von Wand- und Bürstentaschen, Sopha- kissen rc., nebst Blumenkörbchen, aus farbigem Draht und Wolle gefertigt Zeige hiermit an, daß ich Hierselbst für kurze Zeit einen Unterricht in Fi'i- gran-Arbeit eröffnet habe, und lade die geehrten Damen zur Besichtigung derselbe in meiner Wohnung Bismarckstratze 6,1 ergebens] ein- 282 Die Arbeit ist nicht nur fe’or interessant, sondern auch ä ßerst 1 selbst Anfängerinnen können gleich in den ersten Stunden Schmack stellen. Der Unterrichtspreis .ur Erlernung sämmilicher A beiten be. ,X 1.50, für Kinder