Der Htcheirer K»-eig-r «scheint täglich, zak Ausnahme deS MontagS. Die Gießener N««rtie«dtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal btigtftgL ener Anzeiger . Kenerat-Mnzeiger. 1890 vierteljähriger AöonuementspretOr 2 Marl 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. ' Redaction, Expedition und Druckerei: SchutßratzeKr.H. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. ____________ - -- ■ ___........ ' «»nahm. Bon Anz.ig.n zu bot Nachmittag, für ben i^kelrener ^amifienkfäller zae «nnoncm.Sur.auf b-r In- unb «u-lanb., nehm« fntgmbcn Tag nschnn.nb.» Nummer bi, «orm. 10 Uhr. Dransoenage. Gießener ^amilienoitltler.Anzeigen für bm „Gleßcn.r Anz.ig.r -nlgegm. Aintttchev Theil. Bett.: Das akademische Hospital, hier: Bestimmung der Pfleggeldsätze in demselben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen L« Vie Großh. Bürgermeistereien, die Vorstände Krankenkaffen und der BerufSgenoffeu- schaften im Kreise. Wir theilen Ihnen hierdurch mit, daß Großh. Ministerium des Innern und der Justiz laut Verfügung vorn 19. Februar j 18 90, nachdem die neuen Kliniken an der Landes-Universität so weit fertig gestellt sind, daß deren Eröffnung im Herbst dieses Iachres zu erwarten ist, es für angezeigt gehalten hat, die Vergütung für die Verpflegung und die Behandlung im akademischen Hospital und in der Frauenklinik neu zu regeln und die Pfleggeldsätze mit dem tatsächlichen Kostenaufwand und bei an anderen Hospitälern bestehenden Sätzen mehr in Einklang zu bringen. Auf Grund der stattgehabten Ermittelungen sind nunmehr dir Pfleggelder für die I. Classe auf 6 II U H' M I! II II ii ii m» H ii i ii HO ii ii ii • ii ii u 70 „ fiic jeden Tag mit Wirkung vom 1. April 1890 an mit der Maßgabe festgesetzt worden, daß der Satz von 70 H auch für die aus Kosten von Gemeinden, Krankenkaffen und Berufs- geioffenschasten aufgenommenen Kranken zu zahlen ist.. Zugleich ist bestimmt worden, daß die Kranken bei ihrer Aufnahme entsprechenden Vorschuß zu leisten und jeweils zu erneuern, oder eine schriftliche Einweisung Seitens der Gemünden, Krankenkassen und Berussgenoffenschaften. vorzulegen haben, welche genau angiebt, bis zu welchem Zeitpunkt die betreffenden Verbände die Pflegekosten übernehmen. Gießen, am 26. Februar 1890. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. ----- Bekanntmachung, die Bildung der Kreisschulcommissionen betreffend. Es wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der Kreisausschuß des Kreises Gießen in seiner Sitzung vom 15, d. Mts. gemäß § 76 des Gesetzes vom 16. Juni 1874 ölt Stelle des verstorbenen Kirchenraths Dr. Strack zu Feuilleton. unter seines setzte, migeziindet, kurz, alles Nöthige besorgt. Ertönte die Klingel des innersten Gemachs, so war das- ,jcn Vorhang bewegte sich schwer dazwischen,- die äußere Thür jedoch war offen und der Diener konnte die Mahlzeiten so- lroht Herrichten, als auch Hinwegräumen. Während der Dauer iet Mahlzeiten wurde der junge Herr von Niemand bedient. Auf dieselbe Weise wurden Lampen oder das Feuer im Kamin Si'ulie des erquickenden Schlafes sich erfreute. Nur im tiefsten Dunkel der Nacht wagte er sich hinaus .unb Niemand gelang es, ihm dann zu begegnen. In dieser bangen Einsamkeit nun, niemals eines Müschen Antlitz schauend, nie die Stimme eines Mitgeschöpses nehmend, niemals selbst gehört oder gesehen, lebte der Gebieter dieser prächtigen Häuser fast zwanzig Jahre. B Man stelle sich das vor, man male sich solche Einsam- ifv solch Leiden für eine Woche, verlängere diese dann — jii einem Jahr und dann — zu zwanzig Jahren — um niöeß diesen Begriff vollständig zu erfassen und die nieder- drückende Bürde solchen Lebens völlig auszudenken, ziehe man Lang-Göns den Herrn Decan Wahl zu Wieseck zum Mitglied der Kreis-Schulcommission des Kreises Gießen gewählt hat. Gießen, den 26. Februar 1890 Der Vorsitzende Großh. Kreis-Schulcemmission Gießen, v. Gagern. Deutsches Reich. nn. Darmstadt, 27. Februar. Vierte Evangelische Landessynod e. In der heutigen letzten Sitzung der Landessynode wurde zunächst die zweite Lesung des Budgets für den Central-Kirchenfond vorgenommen und ohne Aenderung, conform den Beschlüssen der ersten Lesung zur Erledigung gebracht. Dabei nahmen einige Abgeordnete Veranlassung, mit besonderen Wünschen hervorzutreten, welche jedoch Seitens des Kirchen-Regiments in ablehnendem Sinne entschieden wurden. Hiernach entwickelte sich eine lebhafte Debatte über den Antrag Hallwachs-Darmstadt, betreffend die Durchführung eines besseren Orgeldienstes und die Fürsorge für solchen. Allgemein wurde eine Reform in dieser Beziehung für nöthig erachtet und wurde einstimmig dem Antrag des referirenden Ausschusses entsprechend dem Ober - Consistorium für gedachten Zweck 4 000 Mark zur Verfügung gestellt. Zum Schluß wurden noch verschiedene Wahlen vorgenommen, insbesondere zum Disciplinar-Gerichishof und wurde an Stelle des ausschei- denden Pfarrer Römheld der Abgeordnete Stromberger mit großer Majorität gewählt. Weitere Stimmen fielen auf Weisfenbach, Müller-Alsfeld, Pullmann und Stamm. Als Ersatzmänner bestimmte die Synode durch Zuruf W e i f f e n b a ch und S t a m m. Nachdem gab der Präsident Herr Heinzerling der 'Synode Kenntniß von dem Hinscheiden des früheren Prälaten Schmidt-Mainz und widmete demselben einen ehrenden Nachruf, indem er die hervorragenden Verdienste des Dahingeschiedenen um die evang. christliche Sache her vorhob und dessen Hinscheiden aufs Tiefste bedauerte. Hierauf vertagte sich die Synode aus unbestimmte Zeit. Berlin, 26. Februar. Die Berliner internationale A r b e i t e r s ch u tz c o n s e r e n z rückt ihrer Verwirklichung weit rascher näher, als ursprünglich zu erwarten stand. Wie aus Bern amtlich gemeldet wird, hat der schweizerische Bundes- rath, nachdem ihm seitens der deutschen Regierung osficiell die Absicht, für Mitte März eine internationale Arbeiterschutz- conferenz nach Berlin einzuberufen, kundgegeben und hierbei der Wunsch geäußert worden war, die Schweiz möchte die von ihr angeregte gleiche Conferenz im Interesse der Sache verschieben, überaus entgegenkommend geantwortet und erklärt, daß die Schweiz auf die für Mai in Bern geplante Conferenz zu Gunsten Deutschlands verzichte. Der endgiltige Verzicht der Schweiz auf die Berner Conferenz fördert das deutsche Con- ferenzproject erheblich und da jetzt zugleich bekannt wird, daß sowohl die belgische wie die englische Regierung die Conserenzeinladung des deutschen Kaisers angenommen haben, so kann an der Eröffnung der Berliner Conferenz zu dem angegebenen Zeitpunkt kaum mehr gezweifelt werden. Nur ist hierbei englischerseits erklärt worden, die englische Regierung werde an der Conferenz in Gemäßheit der in England geltenden Grundsätze der Gesetzgebung theilnehmen und Belgien stellt einige Vorbehalte in Aussicht, welche aber die Mitwirkung der belgischen Negierung an den Conferenzarbeiten nicht hindern werden. Eigentlich herrscht nur noch über die Stellung Frankreichs gegenüber der Berliner Conferenz einigermaßen Unklarheit, indessen läßt sich nach den aus Frankreich hierüber bis jetzt vorliegenden Aeußerungen annehmen, daß sich auch die französische Regierung an der Berliner Conferenz schließlich betheiügen wird. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 27. Februar. Der Kaiser verließ die Staatsrathssitzung um 6 Uhr Abends. Berlin, 27. Februar. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung wurde mit großer Majorität der bisherige Ober-- bürgermeister Forckenbeck für fernere zwölf Jahre zum Oberbürgermeister gewählt. — Die „Berl. Polit. Nachr." können versichern, daß Major Liebert keinerlei militärische Aufgaben in Ostasrika zu lösen hat. Sie bemerken gegenüber den abenteuerlichen Meldungen über einen geplanten großen Eroberungszug Emins, daß es sich dabei weder um die Eroberung Wadelais, noch des östlich des Tanganijka-Sees gelegenen Gebiets, sondern lediglich um den gewiß berechtigten Wunsch handle, Emin, welcher große Erfahrungen in den centralafrikanischen Angelegenheiten besitze, für die deutschen Interessen in Ostafrika zu gewinnen. Berlin, 27. Februar. Die „Berl. Pol. Nachr." vernehmen über den äußeren Gang der gestrigen Verhandlungen der Staatsrathsabtheilungen, daß der Kaiser mit bewundernswerther Umsicht und strengster Objectivität das Präsidium führte und dem Gange der Discussion mit großem Ernste folgte. Nach dem Referat Miquels und dem Cor- referat Jenckes folgte eine eingehende Debatte. Am Frühstück im Nebensaale nahm auch der Kaiser theil, wobei er sich mit einzelnen Mitgliedern unterhielt. Der Reichskanzler das frühere Leben dieses Mannes in Betracht, seine verzärtelte, hochmüthige Natur und seine peinliche Empfindlichkeit in jeder Hinsicht. Hieran denkend und an die Last des zu tragenden Geheimnisses der neugierigen Welt gegenüber, welche ihr Ideal vermißte und nun den Grund dieses lebendigen Todes zu wissen begehrte, können Sie sich einen ungefähren Begriff machen von der andauernden und fast unerträglichen, entsetzlichen Qual dieser zwanzig Jahre. Endlich kam die Zeit, wo die Mahlzeiten noch kaum mehr berührt wurden — später fand man gar keine Befehle mehr unter der verschlossenen Thür, bis eines Tages ein Stückchen Papier dort lag, auf welchem der sehnliche Wunsch ausgedrückt war, einen Prediger baldigst herbeizurufen. Der Vicar war damals so alt als ich jetzt bin — und er war es auch, der mir diese Geschichte ebenso mitgetheilt, wie ich sie Ihnen jetzt eben erzählte. — Dieser kam und betete, wie ihm aufgetragen war zu thun, knieend an der äußeren Thür. Er wußte, daß die Thür zum Schlafzimmer geöffnet war, woselbst der Herr saß, aber ihm wurde untersagt, hinter den zugezogenen Vorhang zu treten, und nicht im Traum wäre es ihm beigefallen, dem Wunsche des Aermsten entgegen zu handeln. Er erhob seine Stimme und betete mit feierlichem Ernste- doch erreichte sein Ohr keine Antwort durch die schweren Wandbekleidungen, und wenn nicht noch zuletzt ein geschriebenes Wort des Dankes gekommen wäre, hätte er geglaubt, der Herr sei verschieden. Des nächsten Tages kam der Vicar wieder, fand aber keinen Einlaß, denn man hatte nicht nach ihm gesandt. In derselben Nacht jedoch schickten die bestürzten Diener abermals nach ihm. Sie erklärten insgesammt, daß sie nicht einen einzigen Laut innerhalb der Gemächer ihres Gebieters vernommen 'hätten, und sagten weiter aus, daß er auch Niemand von ihnen schriftlich verlangt oder eingelassen hätte. Holet den Arzt, gebot der Vicar, und wir wollen aus irgend eine Art hinein zu gelangen versuchen, er und ich. — Ihr hingegen müßt seiner Befehle und Eures Eides Euch erinnern. Der Arzt kam und man erbrach das Schloß der ersten Thür und der Prediger trat leise ein. Diese Thür, die zum Schlafzimmer führt, war offen und mit einem Blick erschauten sie jetzt die Lösung dieses furchtbaren Geheimnisses. Der Edelmann lag vollständig angezogen auf dem Bett, in der abgemagerten Rechten noch immer sein geladenes Pistol, seine Linke dagegen nach den Gardinen des Bettes ausgestreckt, als ob er sichern dieselben habe hüllen wollen, als das Ende kam. f Die Pistole hatte er nicht gebraucht, obgleich, weiß Gott, wenn jemals die Versuchung, Selbstmord zu begehen, entschuldigt werden konnte, es hier der Fall war. Nein! in dieser traurigen Oede, dieser Pein, diesem grausenhasten Leiden hatte er seiner Erlösung entgegengeharrt. Der Arzt bedeckte leise das einst so stolze schöne Angesicht, damit der gräßliche Anblick nicht andere Augen beleidigen^ möge — und das geschah nie. — Die treuen alten Diener erinnerten sich und gehorchten selbst jetzt noch den Befehlen ihres todten Herrn. lieber zwanzig Jahre hatten sie mit ihm gelebt, ohne sein Gesicht gesehen zu haben. Sogar noch während dieses einen Tages, an welchem sie Zutritt hatten zu seinem Gemach, hielten sie ihren Eid heilig und ließen die weiße weiche Decke auf seinen Zügen, die sie in ihrer entsetzlichen Entstellung doch nie erkannt hätten. Das ist die Geschichte. Ich hatte eigentlich nicht gewünscht, hier in diesen Räumen dieselbe zu erzählen. Es ist kein Wunder, daß Ihre Nerven aufgeregt sind, doch da Sie. es wünschten, that ich es. Lassen Sie uns gehen--" Hatte anderweitiger dringender Geschäfte wegen währenddessen daS Ministerium verlassen. Berlin, 27. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Meldung, daß die durch Versetzung des Professors Robert nach Halle freigewordene archäologische Professur an der Berliner Universität in eine rein philologische umgewandelt und dem Göttinger Professor von Wilanowitz- Möllendvrss übertragen werden solle, ist aus der Luft gegriffen. Wien, 27. Februar. Rach einer Meldung der „Poltt. Corr." aus Sofia hat das bulgarische Cabinet keinerlei Beschwerde über den bulgarischen Vertreter in Belgrad, Mirtschowitsch, seitens der serbischen Negierung erhalten, auch ist dessen Abberufung nicht verlangt worden. Die bulgarische Regierung soll die beabsichtigte Ernennung eines diplomatischen Agenten in Belgrad verschoben haben. Paris, 27. Februar. Nach dem heute Vormittag stattgehabten Ministcrrathc empfing Spuller den Grafen M ü n st c r und theilte ihm mit, daß die französische Negierung die mündliche Einladung zur Theilnahme an der Conferenz im Prinzipe annehme. Spuller wird diese Antwort am Samstag in einer vfficiellen Note an Herbette in Erwiderung der schriftlichen Einladung der Reichskanzlei bestätigen und denselben beauftragen, die Note zur Kenntniß der deutschen Regierung zu bringen und auf Wunsch eine Abschrift zu hinterlassen. Spuller wird in der Note die Ansichten der französischen Regierung bezüglich der durch die Betheiligung Frankreichs und durch das Programm angeregten Fragen auSeiuandersetzen. Die Conferenz wird voraussichtlich am 15. März eröffnet. Betreffs der Zahl und der Eigenschaften der Vertreter Frankreichs werden später nach erfolgter Verständigung mit anderen Mächten Bestimmungen getroffen. London, 27. Februar. Lord Salisbury empfing heute Nachmittag den deutschen Botschafter Fürst Hatzseldt, welcher die formelle Einladung zur Arbeiterschutz - Conferenz in Berlin überreichte. — Im Unterhause theilte Fergusson heute mit, die neuesten Berichte der britischen Beamten über Kreta besagten, daß der Zustand aus der Insel im Allgemeinen ruhig sei. In den Dörfern kämen nur noch die auch sonst gewöhnlichen Klagen bor; dagegen schienen die Plünderungen und Gewalt- thaten aufgehört zu haben. In den Städten wurden wohl zuweilen noch aufreizende Berichte verbreitet, einige Klagen über die Grausamkeit der Truppen hätten sich jedoch als unbegründet herausgesteüt. Die aus Griechenland zurückgekehrten Flüchtlinge würden von den Behörden nicht behelligt- alle Flüchtlinge, 16 Personen ausgenommen, könnten frei zurückkehren. Wenn der Firman den Erklärungen des Vali gemäß ausgeführt werde, biete derselbe nach der Ansicht des britischen Consuls keinen Anlaß zur Beschwerde. Das Volk werde jedoch durch die Thätigkeit der Politiker ausgereizt. Immerhin sei der allgemeine Zustand hoffnungsvoll. Rom, 27. Februar. Die „Agenzia Stesani" meldet aus Paris, die italienische Regierung habe der Ernennung Billots zum französischen Botschafter beim Quirinal zugestimmt. Rom, 27. Februar. Ein heute veröffentlichtes Grünbuch über die Besetzung von Keren und Asmara enthält eine Depesche vom 15. Juli 1889, aus welcher hervorgeht, daß der italienisch-äthiopische Vertrag das Recht Italiens aus Keren und Asmara anerkennt. Brüssel, 27. Februar. Die über die Zwischenfälle beim Brand des Schlosses L a e k e n angestellte Untersuchung ergab, daß der Bericht des Bürgermeisters von Laeken Ungenauigkeiten enthalte, wonach das Verhalten des Generals Van- dersmissen in anderem Lichte dargestellt wird. Nichtsdestoweniger erhält der General für sein damaliges Vorgehen eine Verwarnung. Liffabon, 27. Februar. In die vorgestern aufgelegte Liste sind bereits 80,000 Pfund für den V e r t h e i d i g u n g s- fond gezeichnet worden. Sofia, 27. Februar. Es heißt, daß die Regierung beabsichtige, mit Rücksicht aus die in der Panitza-Affaire con- staürte auswärtige Einmischung bei den Mächten Schritte wegen Anerkennung des Prinzen von Coburg zu thun, um dem gegenwärtigen Zustande ein Ende zu setzen. Es habe sich evident herausgestellt, daß, so lange die gegenwärtigen Verhältnisse fortdauern, auch Thür und Thor geöffnet seien, um Verwirrungen im Lande anzuzetteln. Locales und provinzielles. Gießen, 28. Februar. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Montag den 3. März 1890, Nachmittags 4 Uhr: 1. Gesuch um Ueberlassung von Holz u. s. w. für das am 29. und 30. Juni 1890 stattfindende Fest des Lahnthal- Sängerbundes. 2. Gesuch des Local-Gewerbevereins um Bewilligung eines höheren Beitrags. 3. Gesuch der Brüder Schmidt um Bauerlaubuiß; hier Beschwerde der Peter Gerhard Wittwe. 4. Gesuch des Liebmann Reiß um Erlaubniß zur Ueberwölbung des Stadtbachs neben seinem Eigenthum. 5. Gesuch des W. Seipp um Erlaubniß zum Bauen am Steinweg. 6. Gesuch des Gg. Otto um Erlaubniß zur Erbauung einer Werkstätte. 7. Gesuch des Johs. Dern um Erlaubniß zur Errichtung einer prov. Bretterhalle. 8. Erhöhung des Trottoirs vor dem Hause des W. Kinzenbach. 9. Gesuch des E. Klinkel um pachtweise Ueberlassung eines Holzlagerplatzes. 10. Die Prüfung der Rechnung des Gas- und Wasserwerkes für 1888/89. 11. Voranschlag über die Vorschule des Gymnasiums. 12. Vertilgung der Blutlaus- hier die Wahl von Sachverständigen. 13. Gesuch um Ueberlassung des Saales des alten Rathhauses. — Die hiesige Staatsanwaltschaft hat Klage erhoben gegen 56 Personen, dahin: daß dieselben als Wehrpflichtige in der Absicht, sich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlassen oder nach erreichtem militärpflichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebietes aufgehaltcn haben, — Vergehen gegen § 140 Abs. 1 Nr. 1 Str.-G.-B. § 10 des Reichsmilitärgesetzes. Die Angeklagten werden auf Dienstag den 22. April 1890, Vormittags 11 Uhr, vor die Strafkammer des Großh. Landgerichts der Provinz Oberhessen zu Gießen zur Hauptverhandlung geladen. 8. Gestern Mittag fand die Turnprüfung der Schüler des Realgymnasiums und der Realschule unter Anwesenheit eines zahlreichen Publikums statt. Es war eine Lust zu verfolgen, wie bei den Freiübungen und den Hebungen an den Geräthen von den Schülern durchschnittlich Vorzügliches, ja im Einzelnen Außerordentliches geleistet wurde. Man konnte deutlich erkennen, mit welcher Sicherheit und Freudigkeit die Herren Jnstruetoren den Unterricht leiten und toft die Schüler bei gutem Willen und angewöhnter Disciplin sehr anerkennenswerthe Leistungen erreichen können. — „Darum frei Turnerei stets gepriesen sei!" — Gleich wie am 20. Februar werden sich auch heute (Freitag) Abend die Wähler des Herrn Dr. Gutfleisch im Saale des Cafe Leib versammeln, um die Verkündigung der eingehenden Wahlresultate anzuhören. — Im Anschluß an unsere gestrige Notiz, betr. die Betheiligung der Gesangvereine Liederkranz und Sängerkranz an dem Sänger-Bundesfest wird uns mitgetheilt, daß der Quartett-Verein-Dirigent, Herr Zahlmeister Kronbauer, von einer Betheiligung zwar absehen muß, daß dagegen eine stattliche Minorität aus dieser Vereinigung als Hospitanten bei anderen Vereinen mitwirken wird. — Zum Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Gießen ernannt wurde der Garde - Unteroffizier Gümblein in Darmstadt. — Bezeichnet ein Produeent oder Handeltreibender seine Waare mit einem fremden Waarenzeicheu im guten Glauben, daß es nicht gesetzlich geschützt sei, erfährt er sodann, daß das fremde Waarenzeichen durch Eintragung geschützt sei, und läßt er trotzdem seine mit dem fremden Zeichen bezeichnete Waaren im Verkehr, so ist er nach einem Urtheil des Reichsgerichts I. Strafsenat, vom 12. December 1889 wegen wissentlichen Inverkehrbringens widerrechtlich bezeichneter Waare aus § 14 des Markenschutzgesetzes zu bestrafen. — Der russische Minister des Innern hat verfügt, daß von jetzt ab unfrankirte und auch unzureichend frankirte Briefe in Rußland zur Beförderung zugelassen werden. Bisher wurden derartige unfrankirte Briefe einfach vernichtet. Für unfrankirte Briefe ist das doppelte Porto zu entrichten. — Zn Amerika verstorbene Hessen. Die Nr. 27 der in New-Dork erscheinenden „Hessen-Darmstädter Zeitung" bringt folgende, in Amerika verstorbenen Landsleuten gewidmete Nachrufe: Herr Adam Ast Heimer, ein bekannter Hessen-Darmstädter, verstarb am 15. d. M. in No. 187 Norfolk Street, New-Dork. Derselbe war am 6. Juni 1830 in Bischofsheim, Kreis Groß-Gerau geboren und seit k32 Jahren im Lande. Im Frühjahre verflossenen Jahres bekam er eine Herzkrankheit, an welcher er schwer zu leiden hatte und der er auch erlag. Er war Mitglied zahlreicher Vereine, so des landsmannschaftlichen Vereins Gießen und Umgegend, des Humboldt K.-U.-V., der Social-Reformer 1. Division, des Deutsche Einigkeit K.-U.-V. und des Martha Washington Zirkels Nr. 2, W. A. G. D. Herr Astheimer erfreute sich in seinem großen Bekanntenkreise eines trefflichen Rufes und großer Beliebtheit. Der Verstorbene hinterläßt eine. Frau, einen Sohn von 16 und eine Tochter von 13 Jahren. Wilhelm Schmitt. Schon wieder ist ein in den weitesten Kreisen bekannter Landsmann gestorben. Schmitt war in Gießen geboren, 49 Jahre alt und gelernter Buchhändler. Seit 15 Jahren führte er die oberste Leitung des Sortimentsgcschästs der Buchhändlerfirma E. Steiger & Co., New-Dork, und bekleidete seit einigen Jahren den Posten eines Bibliothekars der „Harmonie". Herr Schmitt wurde vor ca. zwei Wochen von der Influenza ergriffen, zu der sich Lungenentzündung gesellte, welcher er erlag. Er hinterläßt eine Wittwe und sechs Kinder. Port Chester hat den Verlust eines seiner angesehensten Bürger zu beklagen, nämlich unseres Landsmannes Georg Mertz, bekannt als der Gründer der angesehenen Firma Mertz & Sons, der das Zeitliche gesegnet hat. Er war 1832 in Bettenhausen, Kreis Gießen, geboren, kam frühzeitig nach Amerika und hat sich durch seine Thatkrast, durch Fleiß und Strebsamkeit von Mittellosigkeit zu einem behäbigen Wohlstand emporgearbeitet. Seine Characterfestigkeit, sein Sinn für das Gemeinwohl, den er bethätigte, sowie seine Liebenswürdigkeit haben ihm zahlreiche Freunde erworben und haben indirect viel dazu beigetragen, das Ansehen des Deutschtums in Port Chester zu heben. Um die Förderung einer anständigen und gemüthvollenckGeselligkeit hat sich Herr Mertz sehr verdient gemacht; er gab die Initiative zur Gründung von Gesangvereinen, ist Vater aller hiesigen musikalischen Vereine und hat, zumal er selbst sich activ daran beteiligte, den Sinn für musikalische Genüsse sehr geweckt. Im Ganzen war Mertz ein deutscher Mann, der seine Nationalität, sowohl durch die That als auch durch seine guten Eigenschaften bestätigte. Grimberg, 27. Februar. Der hiesige Vorstand des liberalen Vereins ersuchte alle Wähler, bei der Stichwahl für die Candidatur des Herrn Dr. Gutfleisch thatkräftig mitzuwirken. Schotten, 24. Februar. Bei den Telegraphen- Stationen des Kreises Schotten sind während des Jahres 1889 in Freienseen öufgegeben 12 und angekommen 17 Telegramme, Gedern n 424 f! M 381 // Laubach t> 641 V u 710 // Schotten n 637 tr // 676 // Ulfa n 45 u // 40 // Ulrichstein n 296 // // 422 // Friedberg, 27. Februar. Bei der Verloosung des Friedberger Pferdemarktes am 19. d. Mts. erhielten Hauptpreise (Pferde) Nrn.: 760, 1876, 2181, 3778, 4026, 6111 6801, 7104, 7195, 7233, 8171, 8408. vermischter. *△ Mainz,' 27. Februar. Nach längeren Leiden üer starb heute Morgen im Alter von 74 Jahren der ehemalige Reichstagsabgeordnete, Domcapitular und Regens des bischöf- lichen Priesterseminars hier, Dr. Christoph M ousang. Der Verstorbene, der als Vertreter des Bischofs der ersten hessischen Kammer angehörte, vertrat abwechselnd die Wahlkreise Mainz-Oppenheim, Mayen-Ahrweiler und Mühlheim im Reichstage. An den politischen und religiösen Fragen in Wort und Schrift lebhaften Antheil nehmend, genoß Mousang durch seine volksthümliche Sprache hier eine bedeutende Popularität. — In dem hohen Alter von 87 Jahren verstarb gestern der erste evangelische Pfarrer und Superintendent von Mainz, Prälat Dr. H. Schmitt. Der Verstorbene war 50 Jahre Geistlicher der Gemeinde Mainz - seit dem Jahre 1885 befand er sich in Pension. *△ Mainz, 27. Februar. Eine größere Volksversammlung als die gestern Abend von den Socialdemokraten abgehaltene, sand hier noch selten statt. Die geräumige „Stadthalle" war mit ihren sämmtlichen Gallerien Kopf an Kops gedrängt. Nach allgemeiner Schätzung waren mindestens 6000 Personen anwesend, von denen etwa ein Drittel nicht zur socialistischen Partei zählten. Hauptredner war Bebel, der sich in zweistündiger Rede über die Ziele und Wege der Socialdemokratie verbreitete. Bei Beleuchtung der Gegner wandte sich Bebel zwar sehr sachlich, aber mifr besonderer Schärfe gegen das Centrum, das mit seinen, hetrogenen Elementen heute nur noch eine reaktionäre, volksfeindliche Partei sei. Nach Bebel sprach noch der Candidat Jöst, der auf das Entschiedenste dagegen protestirte, in Bingen die franzosenfreundliche Aeußerung gethcut zu haben, die ihm von gegnerischen Blättern in den Mund gelegt worden. Er habe nur die Annexion von Elsaß - Lothringen als einen politischen Fehler bezeichnet, der für Deutschland von den nachtheiligsten Folgen begleitet gewesen. Die Versammlung verlies ohne die geringste Störung. * Marburg, 27. Februar. Herr Dr. Otto Böcke! hat die auf ihn gefallene Wahl als Reichstags-Abgeordneter des Wahlkreises Marburg-Kirchhain-Frankenberg angenommen. * Marburg, 26. Februar. Arn letztvergangenen Freitag mußte auf hiesiger Eisenbahnstation ein junger Mann ausgesetzt werden, welcher auf der Fahrt von Gießen hierher wiederholt versucht hatte, aus dem Zuge zu springen. In ärztliche Untersuchung genommen, wurde festgestellt, daß derselbe geistig gestört und seine Üebertoeifung an eine Irren- Heilanstalt erforderlich sei. Es ist ein 19jähriger Mechaniker aus Stuttgart, welcher zuletzt in Wetzlar in Arbeit stand. * Frankfurt, 27. Februar. Selbstmord. Gestern Abend 63/4 Uhr fuhr der Droschkenkutscher Nr. 344, Joh. Eugen Wolff, in Bockenheim wohnhaft, über die Untermainbrücke, stieg vom Bock und sprang von der Brücke aus in den Main. An eine Rettung war nicht zu denken, da keine Schiffe in der Nähe und die Dunkelheit bereits eingetreten war. Die Leiche konnte noch nicht aufgefunden werden. * In Verbindung mit dem X. internationalen medicini- schen Congreß, welcher vom 4. bis 9. August dieses Jahrein Berlin tagen wird, soll eine internationale mediciuisch' wissenschaftliche Ausstellung stattfinden. Von den Vertretern der medicinischen Facultäten und der größeren ärztlichen Gesellschaften des Deutschen Reiches ist ein Organisations- Comit6, bestehend aus den Doctoren Virchow, v. Bergmann, Leyden, Waldeyer und Lassar, mit dem Auftrage betraut worden, die Vorbereitungen für diese Ausstellung zu treffen. Auch haben sich in den Herren Commerzienrath Dörffel, H. Haensch, Director I. F. Holtz, Director L. Loewenherz und H. Windler technische Autoritäten zur Mitarbeit bereit gefunden. Die sehr großen Schwierigkeiten, welche die Beschaffung geeigneter Räumlichkeiten gemacht hat, sind erst jetzt gehoben worden und es wird nunmehr zur Beschickung der Ausstellung eingeladen. Wir heben zunächst hervor, daß der Character derselben, der Gelegenheit und dem zur Verfügung stehenden Raume entsprechend, ein ausschließlich wissenschaftlicher sein wird. Folgende Gegenstände sollen, soweit der Platz reicht, zur Ausstellung gelangen: Neue oder wesentlich verbesserte wissenschaftliche Jnsttumente und Apparate für biologische und speciell medicinische Zwecke, einschließlich der Apparate für Photographie und Spektralanalyse, soweit sie medicinischen Zwecken dienen — neue pharmacologisch-chemische Stoffe und Präparate — neueste pharrnaceutische Stoffe und Präparate — neueste Nährpräparate — neue oder besonders vervollkommnete Instrumente zu operativen Zwecken der inneren und äußeren Medicin und der sich anschließenden Specialfächer, einschließlich der Electrotherapie — neue Pläne und Modelle von Krankenhäusern, Reconvalescentenhäuseru, Desinfections- und allgemeinen Badeanstalten — neue Einrichtungen für Krankenpflege, einschließlich der Transportmittel und Bäder für Kranke, — neueste Apparate zu hygienischen Zwecken. Alle Anmeldungen oder Anfragen sind an das Bureau des Congresses (Dr. Lassar, Berlin NW., Carlstraße 19) mit dem Vermerk „Ausstellungsangelegenhekft zu richten. _________________________ _ Universität- - Nachrichten. — Aus München meldet ein Telegramm der „Franks. Ztg." den am 25. d. Mls. erfolgten Tod des bekannten P osissors der Geologie und Geognosie Kail Emil von Schafhäuti im eben vollendeten 87. Lebensjahre. Deis Ibe war am 16. Februar IW» zu Ingolstadt geboren, studirte Medtctn und mineralogische C-bemte und beschäftigte sich daneben mit Vorliebe mit der Verfertigung matbemauscher und physikalisch, r Instrumente. Noch als Student veröfftn'Uchte er unter dem Namen Pelltww einige acusttschö Av- handiurgm und die Ergebnisse seiner Forschungen über ötagi und Eisen. L.JS! ifW* foa.X i gark W Ver( ;ll >“01 i tujent«tn « IIWO'Wß den 9 'Uni*«Äer st" Pflanz' [Sfwiö - ler S8<'W“V-V jtötPtr« » 5 Welchen sich. frarfamen W-W M bi« W ; la talto 3"W I Erhaltungsfutter, un in DieMe: - meist sonst ii ©tuten m ö 1 2. Rindvieh uni Milchvieh un' 3. Schafe vor d der Mast obi 4, Schweine wc Ferkeln 20° 5. Geflügel zm M- und Hchmj Saw-tag der Nachmitt sollen die Aurpus anlage, Ostanlac und am Ständer steigert werden- Zusammenkunft Gießen, den 2\ Großherzogliche Bi Gnt Montag den von Lormittc sollen im Men- lvakd in den T btruth und Seer Holzsortimente tn werden: 53 Eichenstämm! Liinae, von , Durchmesser, 13* FichtenstänM Ege, von Dmchmßn, 72 Ai"ge, von Mmefjer, * "llchenftämnu 42Witbta Men-Bustä, 2: Mi Bürgern« ----Kri Hotzvers 'm"® 'M« 117^,25.= ** Ä Nab; ’8,4026, 9tttl1 8eib,„ cen bet rt kgniS beg uS schoss J 7» ' ;■• 58t ** ''«e ä ° Erstarb :n6cnt »oit «° h>ar 50 2 * iSSö ?,£ Äre Bolkz bt” Coiich Dil P. «Men SaUetiti, Sch°ku«g im» b£"eh etwa eit 1£"7,Hmptredmi be "b" die Ziel- • B« B-lech,m, RH «6er mh d°s mit feiltet ^actionare, vM nod) der Candida: glitte, in Bingen haben, die iha elegt worden, tzi gingen als einen ^utschland von den Die Veffauiuilunj vevkehe, Land- nnd volkswiethschafL. — Linsen. Eine in Frankreich sehr beliebte Zubereitung Uder nahrhaften Hülsenfrüchte ist die folgende: Sie werden mit foltern Wasser zum Kochen ans Feuer gestellt; man fügt Feit oder kalter bei und gießt etwas heißes Wasser daran, in welchem man Kebigs Fletschexlract aufgelöst hat. So zubereitet passen sie vor- freffhd) zu sog. „verlorenen Eiern" und bildm mit diesen ein sehr sübiches Gericht. L. — Wann fallen wir Erdbeerbeete anlegen? (Nachdruck »erboten.) Der G>und warum die Meinungen über diese Frage so stark auseinandergehen, ist allein in den verschiedenen Verhältnissen |ii suchen. Im Herbst angelegte Beete haben im Frühjahr stets iiöhere Verluste zu verzeichnen, denn viele der frisch gefetzten Pflanzen linnen den Unbilden des Winters nicht widerstehen, dagegen de- fommen diejenigen unter ihnen, welche gut durchwintern, im nächsten Sommer bald den Vorzug vor den im Frühjahr gepflanzten, sie werben auch eher fruchttragend. Wo man somit hinreichenden Vor- roth kräftiger Pflanzen hat, da setze man im Herbst und pflanze die auss,ewinterten im Frühling nach, will man sich aber neue Sorten anlchaffen, welche stets ziemlich hoch im Preise stehen, oder wenn die Pflanzen überhaupt hoch im Preise stehen, lasse man sich die Pflanzen im zeitigen Frühjahr kommen. Jetzt ist es Zeit für dm, der seinen Nutzgarten noch durch schöne Erdbeersorten erweitern will. — Neber Stalltemperatur. (Nachdruck verboten.) Die Stallwärme wird von den Tyieren selbst erzeugt auf Kosten des gereichten Futters, dieselbe mutz daher sorgsamst vor dem Entweichen gejchützt werden (jedoch darf dieses nicht auf Kosten der Qualität fcr Lust geschehen). Bei nur 10° E. beginnt schon ein auffallender Verbrauch und »war in der Art, daß für einen Grad gegen den Gefrierpunkt hin dcr Verbrauch an Futtermitteln zum Zweck der Erwärmung des Körpers um 5—6pCt. sich steigert. Für jeden Grad aber, um welchen sich die Slallwärme der Normaltemperatur von 16° C. nähert, sinkt der Futterbedarf um 2-3pEt. Ein Thermometer ist ilio in jedem Stulle von großer Wichtigkeit und nothwendig für den sparßqmen Viehbesitzer. Nach den bis jetzt gemachten Erfahrungen brauchen während der kalten Jahreszeit, bet vorausgesetzt ausreichendem Mast- oder ichLltungsfutter, um sich im Stalle kö perlich wohl zu befinden^ 1. Die Pferde: Reit- oder Wagenpferde 20° C., langsam arbeitende, meist sonst im Freien befindliche Pferde 16° C., säugende Stuten und junge Foblen 20° E. 2. Rindvieh und zwar Arbeitsochsen 15° C., Jungvieh 20° C, Milchvieh und Kälber 20° C., Mastvieh 12—14° C. 3. Schafe vor der Schur 12° C., nach der Schur 20° C., während der Mast ohne Wolle 12-14° E. 4. Schweine während der Mast 12—14° C., Mutterschweine mit Ferkeln 20° E. 5. Geflügel zur Zucht 18—20° C., während der Mast 12° C. Zu hohe Stallwärme wirkt erschlaffend auf dcn ganzen Organismus; die Neroenkraft nimmt ab und damit auch die Leistungsfähigkeit. In allen Fällen, wo es sich somit um Arbeitsthiere handelt, ist eine über das angegebene Optimum hinausgehende Stalltemperatur zu verwerfen, ebenso verhält es sich bet Milchvieh, nur beim Mastvieh, wo es auf dauernde Leistung nicht ankommt, ist eine Temperaturerhöhung weniger nachtheilig. — Kolik deb PferdeS. (Nachdruck verboten.) Wenngleich eine jede besondere Kotitalt eine specielle Behandlung vora-^ssetzt, so empfiehlt sich doch bei jeder Kolik folgendes: 1. Tüchtiges Frottiren des ganzen Körpers mit Strohwischen und Drücken der Bauchgegend. 2. Einpacken in nasse Leinentücher und darauffolgendes vorsichtiges Etnwickeln in Wolldecken (sog. Prießnitzer Umschlag). 3. Von meist baldiger vorzüglicher Wirkung ist die Einführung größerer Wassir- mengen mittelst eines Klystteischlauches. Mit einer Klystier svritze kann man das Wasser nicht tief genug in den Darm bringen. Vorstehende Mittel kann jeder Landwirth leicht und ohne Schaden an- wenden und führen meistens und tm Allgemeinen besser zum Ziel als Arzneien. — KeimfLhigkeitSdarrer unserer Getreidearterr. (Nachdruck verboten.) Die Zelt, wo man an die Beschaffung des Saatgutes denken muß, rückt näher; vielerorts wird man in Verlegenheit um gutes Saatkorn sein, weil die vorjährige Ernte nur zu traurig ausgefallen ist. Wo noch überjähriges gutes Saatgut vorhanden ist, da wende man event. dieses an. Wie weit dieses zulässig, das hängt von Keimfähigkeitsdauer und Aufbewahrungsart ab. Werden die Getreidekörner in der gewöhnlichen Weise auf einem trockenen Boden aufbewahrt, fo verliert Roggen nach zwei Jahren, Weizen nach fünf Jahren, Gerste nach vier Jahren die Keimfähigkeit; werden dieselben aber künstlich bei einer Temperatur von 50 bis 6O3 R. getrocknet und in geschlossenen Glas- oder verzinkten Eisenblech-Gefäßen aufbewahrt, so dauert die Keimfähigkeit länge,: Von 100 Körnern haben gekeimt Auf schüttboden- ähnliche Art aufbewahrt Künstlich getrocknet und luftdicht aufbewahrt 1 2 13,4,6 jährig 1,2,3 (4,5,6 jährig 7 8 9 10 Weizen . . . 96 84 60 73 4 99 99 99 96 8696 98 100 70(16 Roggen . . . 100 48 0 0 0 98 99 99 80 49,94 94 72 10 0 Gerste.... 89 92 33 48 0 99 96 99 99 99,96 86 100 52.88 Hafer .... 96 80 32 72 48 100 99 100 96 94198 86 100 96192 Mais . / . . 971100 1 77 0 56 99 100 97 0 9899 1 100 100 0 84 Aus diesen Zahlen geht nicht allein hervor, wo eine Benutzung älterer Saat noch von Vortheil, sondern auch um wieviel die Einsaat ungefähr im Verhältniß zu der gewöhnlich benutzten Menge frischer Saat zu verstärken ist. Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 27. Februar. Auf den heutigen diesigen Markt wurden gebracht: 381 Ochsen, Kühe und Rinder, und 444 Schweine. Der nächste Markt ist am 27. März l. I. Schiff-nachrichten. Bremen, 26. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Ems, Capt. R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 15. Februar von Bremen und am 17. Februar von Southampton abgegangen war, ist heute 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newport angekommen. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst Sonntag Reminiscere, 2. März. Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Dingeldey. Bibel stunde am Montag den 3. März, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, Offenbarung Job. Cap. 3, von Vers 1 an, Sendschreiben des Herrn für die Gemeinde zu Sardes. Pfarrer Dr. Nau mann. 3. Passionsandacht am Mittwoch den 5. März, Abends 6 Uhr Pfarrer Dingeldey Am Sonntag den 9. März: Beichte und heiliges Ab end mahl tm Vormittagsgottesdienst. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 2. bis 8. März besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 2. Fastensonntag, 2. März. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um y«8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um Vs' Uhr Austheilung der bl Communion; um V»8 Uhr Frühmesse; um 3/t10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um V,3 Uhr Christenlehre und Andacht. Abends um 6 Uhr Fasten- predigt. Mittwoch: Abends um 6 Uhr Fastenandacht. Gottesdienst in der Synagoge. 1. März. Freitag Abend 516 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3°° Uhr, Samstag Abend 6*° Uhr. »•''il. S-M , »ii >r. Otto Böcke! stags-Abgeordnele: iberg angenommen ergangenen Freitag junger Mann au& Jon Gießen hierher ■ zu springen. Za jestgestellt, daß der tng an eine Jrm 'jähriger Mechaniker in Arbeit stand, ftmorb. Gestern ’.r Nr. 344, Joh. er die Untermain: ier Brücke ans in \i k ttwi bereits eingetW funben werden, nationalen mebic jguft dieses JaP lationale mtbW Von den Vertretern größeren ärztlichkir ein Organisation^: -chow, v. Bergmann^ n Auftrage Wit isstellung ’5u*; D°* •ctor L. W* 'm Mitarbeit bereit en, * die v |t H M her«°r, hli-ßlich * urh W«* t tmaC°S -r&t zlich be iu hyg'k «»>“■ ,‘m« Holzversteigerung. Donnerstag den 6. und Freitag den 7* März e Immen in den Winneröder Waldungen, Districten „Neuhof, Lange- dllchen, Bauer Heid, Burg und Walpers- brrg" zur Versteigerung: Buchenscheitholz 79 Rm., Buchen- stügel 169 Rm, Eichenprügel 26 Rm , dachen- und Eichenstöcke 87 Rm., skdelprügel 71 Rm., Nadelstöcke M Rm., Buchen-, Erchen- und Nadel- leiser 1192 Rm. und Nadelstangen- jol$ 26,91 Festmeter. Zusammenkunft am Hofe. Anfang SUHr. Winnerod, 25. Februar 1890. 1729 Zimmer'sche Försterei. Waschbütten li großer Auswahl empfiehlt billigst Wilh. Kohl-rmann, Küferei, Neustadt 15. [1360 Holzversteigerung. SamStag den 1. März er., Nachmittags 3 Uhr Mn die Ausputzreifer in der Süd- ünlsge, Ostanlage, Friedhofsanlage vnd am Steinbergerweg öffentlich ver- settzert werden. Zusammenkunft am Neuenwegerthor. Gießen, den 27. Februar 1890. VroHherzogliche Bürgermeisterei Gießen Gnauth. 1725 Bau- und Nutzholz- Versteigerung. Miontaa den 3. März d. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Alten - Busecker Gemeinde- vald in den Districten Geisberg, ktruth und Seewald nachverzeichnete Holzsortimente meistbietend versteigert werden: 53! Eichenstämme von 5 bis 15 Mir. Län-ie, von 20 bis 55 Ctm. Durchmesser, 137 Fichtenstämme von 15 bis 20 Mir. Länge, von 20 bis 47 Ctm. Durchmesser, 72 Kiefernstämme von 14 bis 20 Mtr. Länge, von 20 bis 25 Ctm. Durchmesser, 2 Buchenstämme von 5 Mtr. Länge, von 55 Ctm. Durchmesser, 37 Eichenderbstangen, 42 Nadelderbstangen. Alten-Buseck, 25. Februar 1890. tzroßh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Krämer. 1681 Holzversteigerung in der Ireiherrlichen Odersörflerei Rabenau. Es werden versteigert: Freitag den 7. März 1890 aus den Districten Ammenhäuserhecke und Antrefferkops: Stämme: Eiche 17 Stück — 12,06 fm, darunter Schnittholz. Scheiter rm Knüppel rm Reisig rm Stücke rm Buche — — 1268 — Eiche 941.61,811. GL 6 928 44I.Cl.,5II. Cl. Nadelholz 2 20 240 Die Zusammenkunft findet Vormittags 9 Uhr am District Ammen- häuserhecke in den AllertShäuser Wiesen statt. Das im District Ammen- häuserheck 4. 5. 7 sitzende Eichenbrennholz wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt und wollen Steigliebhaber sich dasselbe vorher einsehen. Im Falle ungünstiger Witterung findet die Versteigerung im Gemeindehause zu Allertshausen statt. Kesselbach, den 27. Februar 1890. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Schlotterer.1741 Holzversteigerung. Mittwoch den IS. März d. I., Vormittags 10 Uhr anfangend, kommt im hiesigen Mark- und Gemeindewald folgendes Gehölz zur Versteigerung : 3 Eichen-Stämme, 17 bis 20 Ctm. Durchm., 5 bis 7 Mtr. Länge, 24 Fichten-Stämme, 12 bis 24 Ctm. Durchm., 11 bis 15 Mtr. Länge, 373 Fichten-Derbstangen, 24,73 Fm. haltend, 85 Fichten-Reisstangen, 1,96 Fm. haltend, 14 Kiefern-Stämme, 13 bis 20 Ctm. Durchm., 6 bis 13 Mtr. Länge, 24 Rm. Buchen-Scheitholz, 80 „ Buchen-Knüppcl, 16 „ EicheN'Knüppel, 3 „ KirscheN'Knüppel, 268 „ Buchen-Reisig, 128 „ Eichen-Reisig, 56 „ Fichten-Reisig, 10 „ Kiesern-Reisiq, 25 „ Buchen'Stockholz, 52 „ Eichen-Stockholz. Der Anfang ist im Hinterwald am Markweg. Muschenheim, 27. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim. ___________Roth.________1740 Versteigerung. Samstag den 1. März d. IS., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Gasthaus »zrrrn Udler" Marktplatz 20: 1 Ladcntheke, 5 Ladenschränke und 1 Spiegel. Born, 1749 Gerichtsvollzieher in Gießen. Wachstuch und Ledertuch in den besten Qualitäten empfiehlt billig st Heinrich Hochstätter, 30) Schloßgaffe 19. Holzverkauf. SamStag den 8. d. MtS., von l1/« Uhr ab, wird im Locale der Wirth Pfaff Wwe. in Kinzenbach nachverzeichnetes Holz aus dem Kinzenbacher Gemeinde-Walde verkauft: 1) Stämme, a) Eicken: 16 St. 3 Kl, 13,60 Fftm, b) Fichten und Kiefern: 49 St 4 Kl, 6,12 Fftm ; 2) Stangenr Nadelh.258 St 1., 2., 3. Kl., 13,92 Fftm.; 3) Nutzholzr Kiefern 1 rm; 4) Brennholz, aj Eichen- Derbh. 6,5, Reiser b6 rm, b) 9tadelholz- Kpl. 7Vr, Stöcke 4,75, Reiser 106 rm, c) Weichholz 440 rm Reiser und 2i0 rm Ginster. Crofdorf, den 1. März 1890. 1744 Das Bürgermeisteramt. Aeitgeöotenes. K Schönheit der Zähne ALODOIT Neue amerikanische GLYCERIN-ZAHN-CR^ME (sanitätspolizeilich geprüft) das beste Zahn- und Mundreinigungsmittel m Tuben 65 Pfff. u Mk. 1.— pr. Stück Zu haben bei [1730 ______Fr» Seibel» Giessen. Ausverkauf. Sämmtliche im Geschäft des Herrn Chr. Ludw. Thomas vorhandenen Delieateffen, Weiue, Cigarren u. s. w. werden zu ermäßigten Preisen ausverkaust. F. Hoffmann, 1611]_______Concursverwalter. 2 Frankfurter 5W g Würstel ar < empfiehlt Carl Schwaabs 1323 DelicateffenhaMung. Erbsen in 4 Qual., j £ Prinzess- und Kern-/ S bohnen, \ : Dicke Bohnen, extrafein, / Erbsen und Carotten, i i Champignons etc. J § Die Firma Moitrier liefert in obigen Artikeln anerkannt das Beste, was in Deutschland fabricirt wird. Stangen- und Bruch-\ 1» Spargel | Schnitt- und Wachs-) bohnen l CD « Steinpilze etc. / |“ Die Spargelconseroen der Firma Lampe haben sich einen sehr guten Ruf erworben und werden dieselben von keiner Firma Braunschweigs übertroffen- Apricosen, Birnen, Kirschen, Erdbeeren, Ananas, Mirabellen, Reineclauden, Pfirsiche, Melange, Quitten, Pflaumen etc. in Gläsern und Büchsen aus der Oppenheimer Eons-Fubrik von Monzlinger und Heer lein, Hoflieferanten. Essig-, Salz-, Pfeffer- und Senfgurken, Preiselbeeren Rotherüben u. s w. 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Quartett, Op. 18, Nr. 1, F-dur von Beethoven. — Kyrie und Christe eleison aus der Messe „Assumpta est Maria“ von P a 1 e s t r i n a — Largo für Streichquartett von Haydn — Sanctus und Benedictus aus derselben Messe — Quartett, A-moll von Fr. Schubert. Programme mit dem Text der Gesänge sind ä 10 Pfg. an der Kasse' zu haben. — Nummerirte Karten ä 3 Mk., nichtnummerirte ä 2 Mk., sind in der Elwert’schen Buchhandlung zu haben. 1726 Unsere Wohnung befindet flch Bahnhofstrasse 61. 1746 Gebrüder Weinberg. mS A IW LL 8 «ä — S * 316 GROSSES CONCERT der Sänger - Gesellschaft Jos. Weiß.________ Bairischer Hof (J. Thoma, Bahnhofstr.) Wegen eingetretener Verhältnisse findet da- angesagte Concert heute Abend statt. [1768 Familie Müller. Warme Bäder bei Andreas Euler. Täglich geöffnet von 6 Uhr Morgen- bis 7 Uhr Abends Sonntags bi- Mittag 12 Uhr. Die Zellen sind durch Dampf geheizt. [121 Außer verschiedenen Salzen und Mutterlaugen sind sämmlliche Bade' Extracte, als: Fichtennadel', Mäh', Loh- und Weizenkleie'Extracte zu haben, aor Abonnements werden jederzeit entgegengenommen. H. NESTLE’S KINDERMEHL SOJähriger Erfolg. 32 Auszeichnungen, worunter 12 Ehrendiplome und 14 Gold. Medaillen. Zahlreiche ZEUGNISSE der ersten medicinisohen Autoritäten. Vollständiges Nahrungsmittel für kleine Kinder. Ersatz bei Mangel an Muttermilch, erleichtert das Entwöhnen, leicht und vollständig verdaulich, desshalb auch ERWACflSEÄEN bei ItlAlwEN- LEIDEN bestens empfohlen. Zum Schutz gegen die zahlreichen Nachahmungen führt jede Büchse die Unterschrift des Erfinders Henri Nestle. Verkauf in allen Apotheken und Droguen-Handlungen. 66 Das Haus Nestle hat an der Pariser Weltausstellung 1889 die höchsten Auszeichnungen, einen GROSSEN PREIS und eine GOLDENE MEDAILLE erhalten. D.CVt JL Veritable Liquenr llcbßtlicfe der Benedictiner Mönche der Abtei zu FeCamp (Frankreich). 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Silberrente Mark. 113 >37.50 25004.34 4299.34 1312680.36 432337.76 220731.16 25147.85 1353.15 3861 11 150829.92 48473.09 24662.05 153533.75 755931.79 3272183.17 107.10 4 pCt. Ungar. Goldrente 102.35 ' 4 pCt. ReichSanleihe 3V- „ 4 „ Preuß. ConsolS 3V» , 550] Südanlage 23, Nebenhaus, zwei Zimmer mit Küche, an kinderlose Leute zu vermiethen. 1689] Ein kleines Logis zu vermiethen. __________Weidengasse 10. 1133] Eine neu hergertchtete Wohnung', 4 Zimmer, Wasserleitung u. sw, per sofort an ruhige Leute zu vermiethen. M. Levi. Seltersweg. 1601] Möbl. Zimmer zu vermiethen. - Sonnenstraße 25 "1602] Ein Zimmel für" 1—2 anständige Arbeiter zu vermiethen. Lindengasse 1. "1609]"Ein fein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Asterweg 47. 1685] Möbl. Zimmer zu vermiethen bis 1. April. - Uarl Köhler, Schremer, Dammstraße. 1673] Zwei gut möblirte Zimmer M vermiethen. Südanlage 22 II- "1618] Ein Zimmer zu vermiethen. Ktrchenplatz 3. 231] Mäusburg 1 ist der Laden mit oder ohne Logis per 1. April zu verm^ 1742] Gut möbl. Zimmer zu vermiethen. iAlicestraße 19, Nebenhaus. Telegraphischer EourSbericht der Berliner Börse vom 28. Februar 1890. 3000.- 15000.— 1500.— 772885.45 Wermielyungen. 1727] Ein kleineres Logis per sofort oder 1. April l. I. an ruhige Leute zu vermiethen. , r , Näheres bei der Expedition ds Blattes. 1745] Ein Mansardenlogis zu verm-^ sogl beziehb. 13 Grünbergerstraße 13. 1750] Ecke der Ludwigs- und Bleicht straße Nr. 26 ist der mittlere Stock, 7 Zimmer mit Zubehör, per 1. April zu vermiethen- Näheres 4 . Frankfurterstraße Nr. 4 im 1- Stock. * 1747] Em Logis zu vermiethen. __Marktplatz 19. 745] 2. Stock, 4 Zimmer m- all. Zub., Gartenantheil, per 1. Avril preisw- zu vermiethen. Pfaff, Steinstraße 55. 601] Hammstraße 12 ein freundliches Familien-Logis von 3 Zimmern und Zubehör zu vermiethen. Näheres Lahnstraße 11. 17510 DiSeomü-tzom.-AnHeile 95 80 Harperer 100.10 Ostpreußen 168.50 Bochumer Gußstrhlaettev ; Lenden,: fest. Gewinn- und Verlust-Conto Debet. per 30 Juni 1889. Credlt. vermischte Anzeigen. 1736] Eine ältere Frau sucht eine Wohnung, Stube, Cabinet und Küche. Offerten an Herrn A. Bangmann. 1753] Ein Student sucht freundl. möbl. Zimmer mit Cab. sofort- Offerten unter St. an die Exped d. Bl. abzugeben.____ 1627] Zwei nnmöblirte Zimmer, am liebsten parterre, innerhalb der Stadt, per 1. Mai zu rrrietherr gesucht. Offerten unter S- P. 1000 an die Expedition dieses Blattes erbeten. 1757] Gesucht an einigen Stunden des Tages für leichte Hausarb. ein reinl. Mädchen ob. Fea«. Wo? s d. Exped- 1735] Mehrere tüchtige' Schreiner' geselle« werden auf sofort gesucht bei Georg A. Heiner, Neustadt 55. Miihrkne-bt Z* 1783] Eichgärten Nr. 19. Seinem verehrten Prästanten gratulirt bestens zum Geburtstag § der Julchen-Verein. 4 pCt. Gichener Obligattonen —.— |5 pCt. BuderuS-Obligationen ReichSbank-DtScont 4 pCt. — Frankfurter Bank-DiSkont 4 pLt. 1743] Einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich mit dem heutigen Tage Rittergasse Ufr. 11 im Hause des Herrn Wildprethändler Ebel wohne und halte mich im Setzen und Reinigen von Oefen bestens empfohlen. Bestellungen werden in der Wohnung jederzeit entgegengenommen. Achtungsvoll __Karl Rin«, Ofensetzer. SC* Vorbereitungsschule für Vostgel,Ulfen i. Wetzlar. Beginn des Sommersemesters Anfangs April. Gründliche und schnelle Ausbildung. Honorar mäßig. Näheres der Unterzeichnete. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. !♦ Mit dem 1 Hießet W brigtleg^ ivra. Seine W Kreis Gietzett ur Bei der d !des HauMlliei 1) Alle Gz Reserve w 2) Alle Reser theils mit 3) Alle Weh ab singest 4) Alle Ersal Nachstehend ^Controlpflichtige, .am 9. April 189 ' Annerod, Buch wald, . 1. Appell Lom sowie und t aller S 2. Appell Dormi und $ zedotss 3. Appell Nachm 1. Au 4. Appell Nachu ! Appell Nachu Allend Leihge '«ni 10. April :fnr die Bewahr -Bersrod, Beuern '^roßen-Buseck, s '^rchberg, ctm 11. Appell Boruri wie die -AM Sormitl ö m gebots c Appell Vormit HlNl 10. ^|hvi| ic>s ™ f d-r $iie[6m ^bere imd Untere L»-)» lö.ti ,,e iur j -d°rf, D ;3i» eru jSitl