Nr. 26. Donnerstag den 31. Januar 1889. Gießener Anzeiger Amts- und Anzcigcblatt für den Kreis Gießen. ”” TT TZ I Z • _ f.. Qr ~ \ L Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. SNreaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. $Urdj die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark50Pst Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Betreffend: Amtsivge des Großherzoglichen Kreisamts Gießen. Die unterzeichnete Behörde wird Samstag den 2. Februar d. I. bis 4 Uhr Nachmittags einen Amtstag im Rathhause zu Grünberg abhalten und wird den Kreis-Eingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirken Grünberg, Homberg und Laubach anheimgestellt, etwaige Anliegen in diesem Termine vorzubringen. Gießen, am 29. Januar 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutschland. Darmstadt, 29. Januar. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigst geruht: Am 23. Januar den Kreisbaumeister Carl Braun zu Darmstadt zum Rath bei der Oberen Bergbehörde und zum Vortragenden Rath bei dem Mmintstertum der Finanzen, Abtheilung für Forst- und Cameraloerwaltung, mit dem Amtstitel „Oberbergrath" mit Wirkung vom 1. Februar d. I. an. zu ernennen. Demselben wurden gleichzeitig die Geschäfte des Vorstandes der Aichungs-Jn- spektion übertragen. (Wiederholt, weil gestern verstümmelt als Telegramm gebracht.) Darmstadt, 28. Januar. Die Ncuregulirung des Dienstetnkommens der niederen Bedlenfteten des Landgestüts bezweckt eine von dem Ministerium des Innern und der Justiz an die Stände gebrachte Vorlage. Die dadurch beabsichtigte Aufbesserung der fraglichen Bediensteten war von den Ständen selbst bei Berathung des gegenwärtigen Hauptoovanschlags angeregt worden und werden hierfür 4378 JL mehr als bisher, mit Wirkung oom 1. April d. I., beansprucht. Bonn, 28. Januar. Der altkatholische Generalvtkar Professor Dr. Kno^t ist gestorben. Hamburg, 28. Januar. Die Kaiserin Friedrich trifft voraussichtlich am 22. Februar Mittags hier ein. Oesterreich. Budapest, 28. Januar. Unterhaus. In der Verhandlung über das Wehrgesetz hielt Graf Apponyt die Schlußrede. Er beschwor das Haus, die Vorlage abzulehnen. Zwischen einer vorübergehenden Regierung und den festen Bürgschaften der Verfassung könne die Wahl nicht fraglich sein. (Stürmischer Beifall bei der Opposition.) Der Ministerpräsident legte unter fortwährenden Zwischenrufen der Opposition die Sinnes- gleichheit des $ 11 des bestehenden Gesetzes mit § 14 der neuen Vorlage dar. Er ver- theidigte im Uebrigen die neuen Bestimmungen und forderte das Haus auf, die Vorlage anzunehmen, welche von den Rechten der Verfassung nichts preisgebe, im Interesse der ungarischen Sprache aber einen Fortschritt bedeute. (Begeisterter Beifall der Majorität.) Vor dem Schlüsse der Rede Ttsza's erregte die Linke einen Tumult, weil sich auf der Tribüne Geheimpolizisten befanden. Erst als der Präsident erklärte, er habe die fraglichen Personen entfernen lassen, trat Ruhe ein. Die Abstimmung ist auf morgen festgesetzt. Budapest, 29. Januar. Ministerpräsident Tisza war nach der Abstimmung über das Wehrgesetz im Abgeordnetenhause, wo er heute die größte Majorität seit dem Antritt seines Amtes erreichte, eine volle Stunde mit einigen Ministerkollegen im Parlamentshause bloktrt. Die Studenten demonstrirten vor demselben geradezu wie wahnsinnig und verlangten drohend, Tisza zu sehen. Seine Freunde und Collegen geftattetenjebod) nicht, daß er das Haus verlasse, da er sonst gewiß schwer insultirt worden wäre. Mehrere Abgeordnete der äußersten Linken baten die Studenten, denen sich der Pöbel beigesellt hatte, flehentlich, sie möchten sich entfernen; die Bitten waren ober fruchtlos. Nachdem der Krawall eine Stunde hindurch angehalten hatte, rückten 40 berittene Polizisten heran und säuberten mit blankem Säbel die Straße, so daß Tisza und die übrigen Minister die Fahrt nach Hause antreten konnten. Am Abend verwandelten sich die Demonstrationen in wüste Pöbel-Krawalle, die große Dimensionen annahmen, so daß Militär requirirt werden mußte, das die belebtesten Straßen durch Cordon absperrte. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen; von Seiten der Tumultuanten wurde auf die Polizisten geschossen. — Nach einer 10 Uhr 40 Min. auf- gegebenen Depesche erschien der Stadthauptmann vor den tobenden Massen und ließ Allarm blasen, indem er dieselben im Namen des Gesetzes aufforderte, sich zu zerstreuen. Da Widerstand geleistet wurde, rückte das Militär vor, attacfirte die Massen und drängte dieselben zurück; als die Ansammlungen sich wiederholten, wurden auch die Attacken erneuert. In der Stadt waren Gerüchte von Plünderungen verbreitet, die ober unbegründet sind. Der Pöbel zerstörte blos einige Gaskandelaber, schlug einige Scheiben und zwei Auslagekasten ein, in denen Photographien von Tisza ausgestellt waren, die herausgenommen und unter großem Geschrei zerrissen wurden. Die Krawalle, die gegen 10 Uhr erstickt waren, sind jedoch nur oom Pöbel und nicht von den Studenten infcenirt worden. Im Falle sie sich erneuern sollten, wird man mit der größten Energie gegen sie vorgehen.__(Franks. Ztg.) Deutscher Reichstag. 29. Plenarsitzung. Dienstag, den 29. Januar 1889, 1 Uhr. Die Vorlage betreffend die Ausübung des internationalen Vertrages vom 16. November 1887 zur Unterdrückung des Branntweinhandels unter den Nordseefischern auf hoher See wird in erster Lesung debattelos erledigt. Es folgt die zweite Berathung bet Ostafrika-Vorlage. Die Commission hat mit allen gegen 2 (freisinnigen) Stimmen beschlossen, im S 2 im Einverständniß mit der Regierung die Worte zu streichen: „welcher (Reichs- Eommissar) gleichzeitig nach der ihm ertheilten besonderen Instruction die dem Reichskanzler statutenmäßig zustehende Aufsicht über die deutsche ostafrikanische Gesellschaft und deren Angestellte in Ostafrika ausübt". In der Specialdebatte nimmt das Wort der Abg. Richter: Wer entschlossm war die Vorlage abzulehnen, kann durch die Ergebnisse der ersten Lesung in diesem I Entschluß nur bestärkt sein. Wer sich auch nur für eine Seite der Vorlage engagirt, I wird genöthigt sein, auch für alle sich daraus ergebenden Folgen einzutreten. Wir I Waffen für das Budget einen neuen Titel „Für Afrika", der bedeutende Summen I ] verschlingen wird. Die ostafrikanische Gesellschaft hätte die Pflicht, ihre letzte Mark ! aufzuwenden, um für die Ehre der deutschen Flagge, die sie aufgehtßt hat, einzutreten. ? Die umfangreichen maritimen Maßnahmen, welche der Kanzler infcenirt hat, dte See- blokade, hat sich als unzureichend erwiesen; sie haben den gesammten Handel vernichtet, die Flamme des Aufruhrs geschürt und die Missionen gefährdet. Während Herr Wißmann ein entschiedenes, militärisches Vorgehen empfiehlt, sind zahlreiche andere Reifende, die neuerdings von dort kommen, anderer Meinung und empfehlen gütliche Unterhandlungen mit den Arabern. Wer das arabische Element bekämpfen und unterdrücken will, wie Herr Wißmann, mutz damit auch in die Stellung des Sultans von Zanzibar eingreifen, denn bet diesem finden die Araber ihren Rückhalt. Die Congo- Acte kann man zur Begründung der Vorlage nicht heranziehen, man könnte sich nur auf dieselben berufen, wenn man das Zollsystem des Sultans von Zanzibar bekämpfen und bas ganze Vorgehen in Ostafrika als unzulässig barstellen wollte. Baumwolle, Kaffee, Cacao werben in den Missionsgärten nur in sehr geringen Massen gezogen, der Tabak von dort eignet sich mehr zum Rattengift als zum Rauchen, abgesehen davon, daß man sich gerade jetzt für einen besseren Schutz des heimischen Tabakbaues tnterefftrt. Die Colonisationsgesellschaft will zwar die günstigen Chancen für die Zukunft nicht aufgeben, aber jetzt keine Kosten aufbringen, sondern dies dem Reiche überlassen. Ein colonialer Enthusiasmus im Volke besteht bet uns nicht. Die Dirigenten der ost- 5Nischen Gesellschaft verstehen nichts von colonialen Dingen. .Ich will keine Personen angreifen, sondern nur das System. Der Reichskanzler ist in der Colonialpolitik wahrlich von der Mehrheit dieses Hauses nicht zu unfreiwilligen Schritten gedrängt worden. Mit der Verherrlichung des Majoritätsprincips ging der Herr Reichskanzler selbst mir viel zu weit. (Heiterkeit.) Wir haben nicht Luft, auf der Reichslocomotioe mitzufahren, Oie in die afrikanische Wildniß hinausfährt, um so weniger, als man streitet, wer eigentlich Locornotioführer ist. Man habe Herrn Wißmann als den Verantwortlichen bezeichnet, einen Herrn, den wir erst seit wenigen Tagen kennen. Die neuesten Nachrichten aus Paris erinnern uns an den Ernst der politischen Lage; unter solchen Umständen wollen wir keine Verantwortung für die Afrika-Politik übernehmen und werden deshalb die Vorlage ablehnen. (Beifall links.) Abg. Oechelhäuser (natl.) wirft dem Abg. Bamberger wegen dessen früheren Ausführungen lächerliche Ueberhebung vor. (Präsident ruft den Redner wegen dieses Ausdruckes zur Ordnung.) In der ostafrikanischen Gesellschaft haben die Beamten sich in ben, schwierigsten Lagen patriotisch und furchtlos benommen und ich habe keinen parlamentarischen Ausdruck, um die Art zu bezeichnen, in der man hier diese Leute krttisirt. Wir wissen aus zuverlässigen Quellen, daß der Boden in Ostafrika der beste für ben Plantagenbau ist. Die wirthschastliche Lage der Gesellschaft ist eine gute und ebenso sind ihre bisherigen Erfolge gut; ein Aufstand der Eingebornen ist gewiß ein nicht vorauszusehendes Ereignitz. Ich will mir noch überlegen, ob ich nicht in der nächsten Sitzung der ostafrikanischen Gesellschaft für die Herren Bamberger und Richter ein Dankesvotum beantrage. (Abg. Richter ruft: Dazu brauchen Sie allerdings fetn Geld!) Das nationale Vermögen vermehrt sich nicht, wenn man die Gelbfäcke ruhig nebeneinander stellt. Man sollte also große nationale Unternehmungen nicht fo diS- crebitiren. Abg. Gras Mirbach (conf.): Ich habe ber Vorlage auch sceptisch gegenüber; gestanden, nachdem aber ber Abg. Richter sich so entschieden gegen dieselbe ausgesprochen, habe ich doch geglaubt, es müsse an der Sache auch etwas Gutes fein. Ich sollte doch glauben, daß wir in großen nationalen Fragen vertrauensvoll der Führung unseres Kanzlers folgen können. (Bravo!) Abg. Dr. Virchow (bfr.): Wir stehen hier vor einer carbinalen Aenderung unserer bisherigen Colontalpolitik und ich weiß nicht, ob das den Gruppen des Reichstages genügend zum Bewußtsein gekommen ist. Ich gönne gern der ostafrikanischen Gesellschaft reiche Einnahmen, aber wenn man blos darnach strebt, die Zolleinnahmen des Sultans von Zanzibar in die Hand zu bekommen, so ist das doch keine Colonial- politik. Der dort in der Station Leba gewonnene Tabak soll ja sehr gut gewachsen sein, allein wie er qualitativ beschaffen ist, weiß man noch nicht. Der Aufstand der Eingeborenen ist eine Folge der in der arabischen Bevölkerung seit einigen Jahren bemerkbar gewordenen Widersetzlichkeit, die mit Arabi Pascha zuerst zum offenen Ausbruch kam. Erfreulich ist bei ber ganzen Sache nur, baß man keine regulären Truppen dort landen wolle. Herrn Wißmann gönne er alle Lorbeeren, doch sei jedenfalls die größte Vorsicht nöthig, um nicht das deutsche Prestige zu schädigen. Abg. Dr. Windthorst (Ctr.): Ich habe meine Ansicht bereits dahin ausgesprochen, daß wir dahin streben müssen, die verloren gegangene Position wieder zu gewinnen und es ist eine bekannte Erfahrung, baß man wilden Völler» gegenüber nur dann Erfolg hat, wenn man ihnen den Ernst ber Situation klar macht. Damit ist der Zweck verbunden, den Sklaoengräueln ein Ende zu machen. Ihnen (links) liegt das weniger am Herzen, weil Ihnen der Hauptzweck der Vorlage ein unangenehmer ist. Sind mit der Erreichung des Zweckes der Vorlage auch Vortheile für die ost- afrikanische Gesellschaft verbunden, fo kann mir dies nur lieb fetn. Wir sichen heute nicht vor der Frage, ob wir anfangen, sondern ob wir zurückgehen sollen, und zurück gehen wir nie! (Bravo!) * Hauptmann Wißmann: Gewalt soll nur soweit angewendet werden, als nöthig ist, um mit den Eingebornen zu verhandeln. Je schneller dies geschicht, desto roentger stört es alle damit in Verbindung stehenden Verkehrs-Verhältnisse. Die Debatte wird geschlossen und die einzelnen Paragraphen der Vorlage sodann ohne weitere Debatte und ohne Aenderung nach den Vorschlägen der Commission angenommen. Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Tages-Ordnung: Dritte Lesung der ost- afrikanischen Vorlage und Etat. Schluß 5V< Uhr. Lokales» ^0. Januar. fSitzung Großh. Handelskammer vom 25. Jan. 1889] Schirme" ^ren Koch, Gail, Katz, Klingspor, Kraatz, Scheel, ®l.e Bestätigung Großh. Ministeriums bezüglich der am 18. December v stattgehabten Handelskammerwahl liegt vor, und sind danach die Herren Heichelheim' Telegraphische Depeschen. Wolffs lelegr. Correspondenz-Bureau» Berlin, 29] Januar. Das Abgeordnetenhaus genehmigte eine lange Reihe der «ms der Tagesordnung stehenden kleinen Specialetats und Etatspositionen unverändert. Dem Abg. Rickert gegenüber hob der Minister v. Lucius hervor, daß die Erhöhung der Getreidezölle für die Landwirthschaft nicht ohne Erfolg geblieben sei. Der Minister wies aber ziffermäßig nach, daß der Preis des Weizens und des Roggens im letzten December noch gegen den Durchschnittspreis in den zollfreien Jahren zurückgeblieben sei; eine Vertheuerung der Brodpretse sei also nicht eingetreten. Für die Verpachtung der Domänen müsse das System des Meistgebots maßgebend bleiben. Eine Pacht- ermäßigung während der Pachtperiode erscheine als unzulässig. Berlin, 29. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt aus „durchaus zuverlässiger" Quelle, daß die Zettungsmeldungen, wonach die Einstellung des Strafverfahrens gegen Geffcken vom erften Strafsenat des Reichsgerichts in Leipzig einstimmig beschlossen worden sei, jeder Begründung entbehren. Berlin, 29. Januar. Das Mtlitärwochenblatt bestätigt die Commandtrung des Hauptmannes im Großen Generalstabe von Falkenhayn, bisher Militärattache in Parts, zum Militärgouverneur des Kronprinzen und Prinzen Ettel Friedrich. Der Kriegsii'tnister Bronsart von Schellendorf ist zum Chef des Grenadier-Regiments Nr. 5 ernannt worden. Der General von Voigts-Rheetz führt unter Stellung k la suite des ersten Garde-Feld-Artillerie - Regiments fernerhin den Titel General der Artillerie. Der Oberceremonienmeister Graf Eulenburg und der Oberhofmarschall von Liebenau sind mit dem Charakter eines Obersten zu den Offizieren von der Armee mit der Uniform des ersten Garde-Regiments versetzt. — Die Kreuzzettung bestätigt W Berufung des Grafen Waldersee in's Herrenhaus. Budapest, 29. Januar. Bei den heutigen Tumulten wurde ein Schulknabe schwer verletzt und ein Polizist mißhandelt. Ein Theil der Demonstranten, der nach der Festung Ofen ziehen wollte, wurde von Polizisten und Soldaten zurückgedrängt und beabsichtigte darauf eine Demonstration vor dem Clublokale der liberalen Partei, die jedoch durch die Vorkehrungen der Polizei verhindert wurde. — Das Kaiserpaar reift am Donnerstag hierher ab. Pari-, 29. Januar. Der Ministerrath beschloß, gelegentlich der Interpellation Jouoencel der Kammer Aufschlüsse zu geben, die Absichten des Ministeriums mitzu- Iheilen und alsbald den Entwurf betreffs die Einführung der Arrondissements-Abstimmung vorzulegen. Es verlautet, Floquet habe seine Ansicht dahin ausgesprochen, daß das Kabinet sich darauf beschränken müsse, am Donnerstag nur den Gesetzentwurf betreffs der Arrondissements-Abstimmung einzubringen: die Minister schlossen sich dieser Anschauung an. Die Frage der Kammerauflösung soll von etwa eintreten- dm Umständen abhängig gemacht werden. Die Absicht, gegen plebiscitäre Umtriebe eine Vorlage einzubringen, wird voraussichtlich aufgegeben, da dieser Gedanke in Parlamentskreisen nicht günstig ausgenommen wird. _ _ m Vari», 29. Januar. Es heißt, die Regierung wolle sich darauf beschränken, das Preßgesetz betreffs der Affrchage, Colportage und der Art und Weise der Rechtsprechung zu ändern. Pari», 29. Januar. In parlamentarischen Kreisen wird es für unrichtig erklärt, daß Floquet beabsichtige, einen Gesetzentwurf zur Unterdrückung boulangistischer Wahlumtriebe einzubringen oder die Auflösung der Kammer vorzuschlazen. Floquet werde vielmehr heute eine Vorlage wegen Wiederherstellung der Arrondissementswahlen einbrrngen, und Donnerstag die allgemeine Politik des Cabinets darlegen. Die Repub! 2M." verlangt von einer Regierung, die stark und fähig sei, die Freiheit zu rettens willkürliche freche Umtriebe zu ahnden und die Diktatur zu bekämpfen. Eine solche Regierung dürfe man nicht unter den Radikalen suchen. Dem „Matin" zufolge erklärte Boulanger er werde Donnerstaa den Antrag auf Auflösung der Kammer wieder ein- vringen. Bei der gestrigen Kundgebung von etwa 600 Studenten auf der Place Sorbonne wurde das Bild Boulanger's verbrannt. Als von anderer Seite Protest erhoben wurde, entstand ein Handgemenge. Andere Ruhestörungen fanden auf der Place Maubort statt. Die Studtrenden versuchten vor den Bureaus der „Presse" zu rnani- festlren, wurden aber von der Polizei daran gehindert. In den übrigen Theilen der Stadt herrschte Ruhe. x. Boulanger sagt in einem Briefe an die Pariser Wähler: Noch unter dem Eindrücke der tiefen Bewegung, welche mir die bewunderungswürdige Kundgebung verursachte, will ich nicht zögern in dem Ausdruck meiner Erkenntlichkeit gegenüber der Bevölkerung, welche so tapfer in geschlossener Colonne marschirte gegen die parlamentarische Coalition, welche aus allen Denjenigen zusammengesetzt ist, die in so kühner Weise die Republik für sich beanspruchen, die Republik, die durch ihre Fehler, ihre Ohnmacht und ihre Jntrigue so schwer kompromittirt worden ist. Noch unter keiner Regierung und bei keinem Wahlfeldzuge sind so officielle, nichtswürdige Angriffe, uoerlegte Lugen wie schmachvolle Drohungen, gegen den Candidaten in so schmählicher Werse geschleudert worden. Mit Ihrem Stimmzettel in der Hand fegten Sie mit einem einzigen Schlage alle Verleumdungen and Verleumder hinweg. Die Partei der Nationalrepublikaner, welche sich gründete auf die Rechtschaffenheit der Beamten, ist durch das allgemeine Stimmrecht von jetzt ab begründet. Die Kammer, welche dieselbe bekämpfte mir einer Wuth ohne Gleichen, hat nichts anderes mehr vor sich als die Auflösung, der sie auch nicht entgeht. Wähler des Seine-Departements, Ihnen, Ihrer Energie und Ihrem gesunden Verstände wird unser großes Vaterland es zu verdanken haben, daß es von den Schmarotzern befreit werden wird, welche an ihm nagen indem sie es entehren. Die Republik steht jetzt allen Franzosen offen, die einen guten'Willen A°gen in dieselbe eintreten, mögen jene Anderen aus derselben ausscheiden. Es lebe Frankreichs! Es lebe die Republik!" w Paris, 29. Jänuar. Die republikanischen Gruppen der Kammer traten heute SS? Cerz@JAun9 ili 28eh)red)ungett zusammen. Die äußerste Linke sprach sich sür Wiedereinführung der Arrondissements-Abstimmung aus; viele von dieser Partei sind für unverzügliche Vornahme der Wahlen und für einen Cabtnetswechsel. Die Gruppe der vereinigten Linken wünscht, daß der Interpellation Jouvencel's am Donnerstag die Einbringung eines Gesetzentwurfs betreffs Abstimmung in Arrondissements vorausgeben solle. Die radikale Linke sprach sich einstimmig dafür aus, daß bal" wütige Kabinet weiter im Amte bleibe. Wie verlautet, will die Regierung die Ein- bringung einer Vorlage gegen plesbiszitäre Umtriebe aufgeben und sich nur darauf beschranken d->s Pr-bg-setz betreffs der Anschlagezettel, der Verbreitung der Zeitungen und die Art und Werse der Rechtsprechung zu ändern. — Wie aus Hue gemeldet wird, ist der König von Annam am 27. d. M. gestorben. 2a ?anuarm M Kammer wählte in ihrer heutigen Sitzung mit 255 Stimmen Btancheri zum Präsidenten wieder, eine Wahl, die mit großem Beifall begrüßt wurde. 34 Zettel waren unbeschrieben. « A r Winterpalais fand gestern der erste große Hofball statt, wozu über 2100 Personen geladen waren. Nachdem das Kaiserpaar den einer $0!^onatJe croffnet.unb die Kaiserin die zweite Tour mit dem Thron- diesA/ den deutschen Botschafter von Schweinitz zur dritten Tour. Bei der Tafel saßen rechts von der Kaiserin der deutsche, links der türkische Botschafter. An der Kaisertafel speisten ferner der Minister Gftrs und Graf Jgnatiew. Petersburg, 29. Januar. Die Blätter besprechen den Wahlsieg Boulanger's Jntereffe behalten sich jedoch ein definitives Urtheil über die Tragweite desselben bis zum Eintritte werterer Ereignisse vor. Die „Neue Beit" und Nowosti" XfV s%. 2ßflWf°19 eine Qn biC Republik gerichtet Auffo7de'run7zum G-n-raWl°1ki7'Acha &V* bi= Errichtung eines j 6errn V«i.?f4VJrdhtmnitftf-rbCr b°e Handelskammer bestätigt worden, während LLwL stattstndm soll! “Uf ,b" 0efOUCne W°h- -blehn.e, demnächst -ine Er. sta.tfind^ soll ^^!,e,^^gÄ^Tfi6Un8 b£S b£u"ch-n Handelskammertags " der AÄtc?,^ ®e|£t,cntroulf8 über di- Alters- und Invalidenversicherung 2) die Errichtung deutscher Handelskammern im Ausland t Handelskammer Mainz aus ihre Anfrage das Einverständniß der Kammer zur Berufung eines hessischen Handelskammertags mitgetheilt werden vorgeschlagenen Tagesordnung für denselben, nämlich ' ' bCt Spkn('tf'6un» deutschen f n 22 ^bävberung des hessischen Handelskammergesetzes, beantragt werden. Gegen,tand derselben di- Besteuerung der Consumv-r-in- t.' Eingabe der Handelskammer, betreffend Mangel der telearavbiickkn Verbindung Gießens mit Köln, sowie zwischen dem Hauptpoftamte und der Stadlvoft Kui^rUche Postamt mit, daß das Reichspostamt die Herstellung emer unmittelbaren telegraphischen Verbindung zwischen Gießen und Köln sowie einer- zweiten lelegraphischen Verbindung zwischen dem Hauptpostamte und der Stadtvöft- anstalt Hierselbst für das nächste Etatsjahr bereits aenebmiat hnt nnS Ausführung dieser Verbindungen mit Anfang des nächsten ^tatsjahres vokaeäanaen 5tCr&f1Ifr.n,trb' &cr Einrichtung einer weiteren unmittelbaren telegraphischen Verbindung zwischen Gießen und Berlin werden gegenwärtig Erhebunaen^anaeftellt ob und inwieweit hierzu die Nothwendigkeit vorliegt. 0 yeoungen ange stellt. Die Königliche Eisenbahndirection Hannover benachrichtigte die Handelskammer davon, daß der Herr Minister der öffentlichen Arbeiten dft Berb?haltun^d7" rnn?bus Wetteres g^nehmig^I Hal.' 5debbCr8 Un» «*« be,w."°L°L?^?aus 9TnfrrtrtiInb^1.^d)n,inb?I^Ten in Tiflis gehen der Handelskammer Nachrichten xu- Anfragen darüber, ob sich gegen Geschäftsverbindungen mit destimmlen Firmen Bedenken ergaben, find zunächst an die Kammer zu richten. ber der Sitzung vorgenommenen Wahl des Vorsitzenden der Handelskammer und dessen Stellvertreters wurden Herr F. C. B. Koch ols Präsident und Herr C. Klingspor als Stellvertreter des Präsidenten einstimmig gewählt Netzen, 30. Januar. Unserem Bericht über die verschiedenen Festlichkeiten rur Feier von Kaisers Geburtstag haben wir noch die der hiesigen Rudergesellschaft nach- in r^Mn1?ro^C| flehentlich ihres zwölfjährigen Stiftungsfestes am Samstag Aben^ ^^eiv o Garten ebenfalls eine patriotische Feier veranstaltete. Der Vorsikende Herr ^ean Kirch begrüßte die Anwesenden, gedachte in tiefempfundenen Worten der beiden Heimgegangenen Kaiser auch als Hüter und Förderer des Rudersports und feierte als- dann unseren jetzigen Kalse^Wiihelm II. in beredten Worten Begeister stürmtm d e Anwesenden in das aus L-e Majestät ausgebrachte Htp hip, Hurrah ein, wählend Pas „Heil Dir tm Siegetkranz" intonirte. Ein von Herrn L Petri III 2? Eef lebendes Bild, eine Colossalbüste unseres Kaisers, umgeben von Ruderern allegorische Figuren, sowie „Krieg und Frieden", durch eine Wasserfontaine belebt' c.6*? DOun H^5x>Leiber verfaßter Prolog gesprochen wurde bildete d"i! Schluß der ebemo schonen als würdigen Feier. ' 0CIe ü2n (v. 30. Januar. Die in unserer gestrigen Nummer erwähnte Vorstettuna von Interessenten an der Erbauung einer Verbindungsstraße rwischen «Rnfinfinf ,7s Seltersberg an Großh. Kreisamt hat folgenden Wortlaut* a W°f Unb cdr. An Großherzoaliches Kreisamt Gießen. Gehorsamste Vorstellung von Seiten der Interessenten an der Erbauung einer Verbindungsstraße zwischen dem Person n" ^Bahnhof und dem Seltersberg, resp. den neuen Kliniken in Greßem + . Aon der Unterstellung ausgehend, daß die von Seiten Großherzoglicher Landes- Univerfitat an höchste Staatsbehörde gerichtete Vorstellung wegen Erbauung einer die neuen Kliniken mit dem Personen-Bahnhof direkt verbindenden Straße Gro^h. Kreis- zur Berichterstattung werde vorgelegt werden, glauben wir dem öffentlichen Jn- tereffe einen Dienst zu leisten, wenn wir die hier in Frage kommenden Verhältnisse selche zum ^eil schon einer lungern Vergangenheit angehören und seither tu einer Eenmaßigen Feststellung unseres Wissens nicht gelangt sind, zur Kenntniß oerehrlichen Kreisamtes bringen, wie dies hiermit geschehen soll. B ^reyrtichen ber oberen Frankfurter-Straße und dem Lahnfluß belegene jetzt bofs-Anlagen verwendete Gelände war früher zum größten Theile Garten- und Ackerland, welches nur durch Feld- und resp. Gartenwege von der Liebigstraße Uch war durch die Hollergasse von der Frankfurter-Straße aus zugäng- Als dann zu Anfang der 1850er Jahre der Main-Weser-Bahnhof erbaut wurde nMn„nan Ä•bR?1r?a,?OllßCsn Provinzial-Arrefthause und der Anatomie im rechten ME von der Liebigstraße aus eine Straße, ziemlich parallel mit der Frankfurter- ^^^^i?ufend, vach dem Empfangs-Gebaude eröffnet, welche, da sie eine Fortsetzung nach Süden nicht Hatte, sich m dieser Richtung als Sackgasse darstellte. Eine direkte mtt lener neuen Bahnhofs-Straße und resp. dem Bahnhofe bestand nicht., und so waren denn die Bewohner des oberen Stadttheiles^ sowie der in dessen Nahe belegenen Dorfschaften, zu einem großen Umwege genöthigt? wenn sie von ihren Wohnungen zum Bahnhof oder zurück gehen wollten ° ö 9 0 - T" voller Erkenntniß der bestehenden Mißstände und des Bedürfnisses einer mehrfachen Verbindung zwischen der Bahnhofstraße und der Frankfurter-Straße batte der G-m-inderath hiesiger Stad! schon zu End- der 1860er Jahre die Anlage zwettr B£,*Io,le» - w-A-, wenn zur Ausführung gekommen, allen Ansorderung-n ß-nügt haben wurden. Die eine dieser Straßen, di- nördlich gelegene welche sogar im Planum fast zur Vollendung gelangte, verlief zwischen dem Höt-l Kühne und der Restauration Lenz an der Babnhosstraße rechtwinkclig auf die Frankfurter-Straße welche st- in der Nahe der Wilhelmstraße erreichte, resp. kreuzte, sie blieb aber un- vollenhet, resp. uneroffnet, weil durch Anlage der Oberhessischen Bahnen das ganze ^'Etr°ß-und der Bahnhofstraße gelegene Terrain und insbesondere auch das für die neue Straß- bereits verwendete Gelände, für die neue Bahn in Anspruch genommen wurde. y in Mte zunächst eine Fortsetzung der Bahnhofstraße m südlicher Richtung sem und dann qu-ruber im rechten Winkel nach der Frankfurter- Straße und in diese zwischen den Häusern Ackermann und Wenzel - Hauser Nr. 36 und 40 dnmiinben. Auch das Gelände zu dieser zweiten Verbindungsstraße wurde von der Stadt erworben und ist heute noch von der Frankfurter-Straße bis an die Hollergasse m der Nahe des Eisenbahnterritoriums städtisches Eigembum Die unttrblieben" <51Xa^ lft Wenfalls durch die Anlage der Oberhessischen Eisenbahnen Wtt erkennen an, daß dtt Erbauung der erst erwähnten Straße durch die Existenz der Bahnhofsanlage der Oberhessischen Bahnen ein unübersteigliches Hinderniß Kunden hat; dagegen sind wir anderer Meinung bezüglich der Herstellung der zweiten bei Ackermann—Wenzel ausmundenden Verbindungsstraße. u 5 der 'n den letzttn Jahren immer größer gewordenen Zunahme des Verkehrs ^"d d r Ausdehnung der Stadt in südlicher und südwestlicher Rtchlung hat sich nun lenes Bcdurfniß einer Straßenverblndung in verstärktem Maße gellend gemacht und ist man bet dem Studium der Frage endlich zu einer sachgemäßen Losung des Pro- I-kts gelangt, indem man -in- Eisenbahn-Wegäbersührung an der südwestlichen Seite des HStel Len, und re,p. die Eröffnung der früher projekitrten oben bezetchneren $er= taadite98 tra6c *en ben H°u|crn 36 und 40 der Frankfurterstraße in Vorschlag Wir verstatten uns hochverehrltches Kreisamt auch aus folgend- Umstände ge- horsamft aufmerksam zu macken: . Als man Ende der 60er Jahre (also vor 21 Jahren) das Bedürf.riß zweier Straßenverbindungen mit dem Personen - Bahnhof, und resp. mit der «almhoistraßc anerkannte, war di- Bevölkerung aus dem Settersberg und resp. der Verkedr mit dem Bahnhof nicht halb so stark als heute; auch war damals der Veikehr zwischen der üranksurt-istraß- und der Liebigstraße nicht durch einen Eisenbahn. U-bergang und durch ständiges Rangiren von Eisenbahnwagen mit Lokomotiven erschwert. War also bei weit geringerer Bevölkerung und bei viel geringerem Verkehr, sowie bei der ungehinderten Verbindung durch die Liebigstraße das Bedürsniß zweier weiteren V-rbin- dunge-ftraßen, wie oben angegeben, anerkannt, so ist das Bedürsniß heut- in weitaus höherem Grade vorhanden. Hierzu kommt noch der Neubau der für die Universitätsstadt Gießen so hochuitchttgen Kliniken, die schon im Herbst dieses Jahres eröffnet werden sollen, und welche die Straßenanlage nach dem Personen-Bahnhof zu einem unabweisbaren Bedürfniß machen, und zwar nicht allein im Interesse der Bequemlichkeit, sondern auch im Interesse der Humanität. Endlich erlauben wir uns heroorzuheben, daß die geplante Verbindungsstraße nach dem Personen - Bahnhof und rcsp. die dadurch bewirkte Verbindung mit der Retchensand - Bahnhofstraße, welche direkt in die untere Stadt führt, die Frank- furterstraße und insbesondere den mißlichen Uebergang bei der katholischen Kirche bedeutend entlasten würde, sowie daß die Erbauung der mehrerwäbnten Straße weder schwierig noch besonders kostspielig ist, zumal das erforderliche Gelände, wie oben gesagt, bereits größtentheils der Stadt eigenthümlich gehört. Aus diesen Gründen gestatten wir uns die gehorsamste Bitte zu stellen: es wolle hochverehrliches Kreisamt das Gesuch hiesiger Landes-Universität wegen möglichst baldiger Herstellung einer direkten Verbindung zwischen dem Personen - Bahnhof und der oberen Frankfurter-Straße zu höchster Berücksichtigung geneigtest befürworten. Gießen, 24. Januar 1889. (Folgen 535 Unterschriften.) Gießen, 30. Januar. (Neues Theaters Bezugnehmend auf die Anzeige ,m Annoncentheil unseres Blattes empfehlen wir allen Theaterfreunden den Besuch der angekündtgten Extra-Vorstellung, umsomehr als in erster Linie eine der vorzüglichsten Novitäten der Neuzeit zur Aufführung kommt und zweitens, daß die Preise für diese Vorstellung ermäßigt sind. Der lustige Schwank „Der Sündenbock" hat sich überall eines rauschenden Beifalls zu erfreuen gehabt, er wird auch sicher |in Gießen seine Wirkung nicht verfehlen. Vermischt« S. ~ . Alsi-ld Am 28. Januar, Morgens P/. Uhr, brach in der Wohnung des Z-t??"«sch" kflte0U'r,^menb 5cucr au8- welches das ganze Gebäude in und Orchester zum Eintrittspreis von I JL stattfindet, so daß auch deren Besuch von -u ermöglichen ist Bemerkt sei noch, daß bet dem °°7he "gen gründlichen Otnstudie» en Wiederholungen in derselben nicht zu erwarten sind. zrH. ruJ 5*' 2f; $™uar- I" Lingen im östlichen Frieslande bat sich auf dem ereignet. Ein Lehrer lief mit 40 Schülern auf der Ems fettet wÄden^ W fünfen unter, und nur ein einziges Kind konnte mnrf ~ ^ner Zusammenstellung Seitens der Einwanderungsbehörde in New- Jahre 1888 dort gelandet: 1 h B sfagiere im Name der Gesellschaft woher Cajüte. Zwischendeck. Norddeutscher Lloyd . ... Hamburg Amerik. Pack. - Actien - Gesellschaft White Star Line..... Cunard Line ‘ Jnman Line ' Red Star Line ....'' General Transatlantic Co. . ' ' Guion Line...... Anchor Line National Line * ' State Steamship Co.. Union-Linie.....* Thingvalla-Linie . . * Niederländische Dampfschiff-Gesellschaft ' Niederländische Dampfschiff-Gesellschaft Bremen Hamburg Liverpool Liverpool Lioeipool Antwerpen Havre Liverpool Glasgow Liverpool Glasgow Hamburg Kopenhagen Amsterdam Rotterdam 14,840 3,190 6,926 16,723 6,777 3,438 7,496 6,245 6,323 2,784 2,981 3 978 1,210 1,740 52,926*). 39,376 35,018 30,946 24,944 24,432 22,976 20,615 18,577 15,254 14,010 12,651 10,601 8,293 7,617 *1 beförderte der Norddeutsche Lloyd nach Baltimore 421 Cajüts- und Landwirthschaftliche Nachrichten. (Nachdruck verboten.) ™ , ^.tDüngung der Obstbäume auf Rasen.) Bekanntlich bedürfen gerade die im ^en stehenden Obstbaume alljährlich einer möglichst guten Düngung, wenn sie gleich "^eren, im freien Lande stehenden Obstbäumen recht reichlich Früchte tragen sollen ?am?^Snhr ,man bcl ^u^9lr ?^ugung der auf Rasen stehenden Bäume die unlieb- bas Gras zu üppig an den obenauf gedüngten Stellen im^rhfA.m^ip0^ UntT ^rsaulte. Um diesem Uebelstand abzuhelfen, muß man um die Baume herum viele etwa V, Meter entfernte, spatenbreite Löcher ^ bet man den Rasen aber nicht ganz aushebt, sondern nur umklappt. Die lass/nb .^Lochern wird nun gelockert und durch Einstechen mit der Mistgabel durch- lafsend gemacht. Diese Löcher werden nun voll Mistjauche gegossen, welches Verfahren ^ufe des Winters ofter^wiederholt wird, weshalb die Löcher auch den ganzen imh1 hfpfpr ?^iben. I^ln Fruhsahr werden die Löcher wieder mit Rasen bedeckt hfiLn &tgeirC Ckr xi bAAVerfahren sehr zu empfehlen, da man damit auf beiden -Leiten, sowohl für die Obstbaume, als auch für den Rasen die gewünschte Düngung m der zweckmäßigsten Weise erhält. gcwunm-re Darmstadt, 29. Januar. (Militärdienstnachrichten.) v. Schleaell Major vom 2 Großh Hess. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 und beauftragt mrt den Functionen des etatsmaßigen Stabsoffiziers, unter Ernennung zum etats- maßigen Stabsoffizier zum Oberstlieutenant befördert; Unterarzt bei Reserve Wrbnt4Cn^aUCr ÖOm ^^bwehrbeztrk Gießen zum Assistenzarzt zweiter Elaste M)-, — ?a§r die von dem wegen Mordes verurtheilten Schuhmacher Muller eingelegte Revision vom Reichsgericht in Leipzig verworfen sei beruht auf Jrrthum. Die Verhandlung über die Revision findet erst am 31 Januar statt. ÖUf Marburg, 30. Januar. Nächsten Freitag, den 1. Februar, wird der academische Concertoeiein _hierselbst ttn tocuVbau als drittes Abonnements-Concert Mendelssohns Oratorium den „Elias" aufführen. Wie wir hören, hat, um eine nach xb U bi« würdige Ausführung zu ermöglichen, die sorgfältigste Einstudierung der Chore und des aus mehr als 50 Musikern be,sehenden Orchesters seitens des H ^err? UnQDrCrld^m^firfbircftD^ Richard Barth in unermüd- lichster Weise stattgefunden. Auch die Solls werden von hervorragenden Kräften vor- getragen. Ern Besuch dieses Concertes, den die Eisenbahnzüge leicht ermöglichen durfte zu empfehlen sein. Der genannte Verein hat fü/biefe§nial b e Errichtung I ^troffen, daß am Donnerstag Abend 7 Uhr die Generalprobe mit sämmtlichen Solls I 814 Sauber, Nachlaßverwalter. Versteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 31. d. M. werden im alten Rathhause dahier versteigert: Nachmittag» 2 Uhr: aus dem Nachlasse des Fräulein Caroline Möller: 1 vollständiges Bett, Kleider, u. Küchenschrank, Tische, Stühle, Kleidungsstücke und Weißzeug, 1 große Wheeler u. Wilson- und 1 Handnähmaschine (Singer) fast neu, und Haus- und sonstiges Küchengeräthe. Nachmittag» 3 Uhr: aus dem Nachlasse des Herrn Privat- docenten Dr. Ferdinand Müller Mobilien und Kleidungsstücke, sowie dessen Bibliothek, enthaltend eine größere Anzahl älterer u. neuerer wissenschaftlicher, insbesondere philosophische Werke »vn Kant, Ueberweg, Müller, Wüllner und Anderen. Gießen, 28. Januar 1889. Holzversteigerung. Freitag den 8 Februar l. J„ kämmt in den hiesigen Gemeinde- waloungen, Districten Kirschberg und Kriegwald folgendes Holz zur Versteigerung : 1) 38 Eichenst, 57,71 fm, 5—10 rn Länge, 40-97 cm Durchirr, 2) 21 Eichenst. 5,56 fm, 3) 21 Nadelst. 8,26 fm, 4) 43 rm E.-Sch., 8 rm Knüppel, 60 rm Stockh., 62 rm Reisig, 5) 22 rm E.-Rollsch., 52 rm dto. Knüppel, prima Qualität. Der Anfang beginnt Morgens 10 Uhr im Kirschberg bei Nr. 1. Roßbach, den 28. Januar 1889. °82 Frink, Bürgermeister. Gesucht ein tüchtiger braver Bursche. 892 I Laiher, Wallthorftraße 41. Allgemeiner Anzeiger. im 220 rm rm Buchen-Stöcke, Eichen- if I 2190 Buchen-Wellen, 770 Eichen- „ 50 Weichholz-Wellen, H Dr. Dieffenbach. ii H ii 4 4 142 33 5 1 2 2 2 83 29 .. Linden- Stück Fichten-Bauholz, 30 cm Holzversteigerung in der fürstlichen Gberförflerei Kch. den 4. Februar, von Vormittags 10 Uhr an, sollen Drstnct Hardt öffentlich versteigert werden: Buchen-Scheiter, Hainbuchen-Rundscheiter, Gichen-Werkscheiter, Buchen-Prügel, Eichen- „ । Durchmesser, 12 m Länge, " Mchen-Schnittholz von 71 u. 77 cm Dm u. 3,8 bzw. 4,4 m Länge " » 47 u. 51 „ „ u. 6 „7m Buchen- ,, „ 38 u. 43 „ „ u. 7 „4m Die Zusammenkunft tfl rm Walddistrict Hardt bei Kolnhausen w v Das Erchen, und BucheN'Schnittholz liegt im „Sensloch^ und wird von Nachmittags 1 Uhr ab versteigert. Lich, am 23. Januar 1889. 880 im ca. 24 fm haltend, 881 Dr. Dieffenbach. ii ii rm ii 83 8 2700 1050 100 rm Buchen-Stöcke, .. Eichen- „ Buchen-Wellen, Eichen- „ Weichholz-Wellen, „ Weichholz.Prügel, Stück Eichen-, Wagner- und Grubenholz, 2 fm Buchen- und Eichen-Stangen. Die Zusammenkunft ist am großen Teich. Lich, am 23 Januar 1889. 6 11 340 10 6 10 60 ca. Buchen-Scheiter, Nadel- „ Weichholz- „ Buchen-Prügel, Eichen- „ Nadel- Holzversteigerung in der Iiirstlichen Oberförsterei Mch. -Dienstag den 3. Februar, von Vormittags 10 Uhr an, sollen Drstrrct ^Konzebühl öffentlich versteigert werden: 98 aa"x" - * Braunkohlen-Briquets der Grube Friedrich offerirt zu den billigsten Preisen und macht namentlich die Landwirthe auf dieses Brennmaterial zum Kochen des Viehfutters aufmerksam, das für sie bequem und billiger ist als alles andere Brennmaterial 768 Fritz Hast, Agent, Gießen, Bahnhofstraße 56, Montag den 4. Februar d. J.„ Vormittags 10 Uhr, läßt die Ludwig Reeh III. Wwe. zur Kronenmühle bei Bieber: 2 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Pferd, 2 Kühe, 4 Schweine, Heu, Stroh, Gemüse, Kartoffeln / öffentlich freiwillig versteigern. Fellingshausen, 29. Januar 1889. Der Bürgermeister: \ 879 Wagner. | 878 Ein militärfreier Mann sucht Stelle i als Hausbursche ober Kutscher rc burch Frau Bärrn, Aster weg 7. zR vr c 3 N C ca _ ST * G CT CD =3 ist es, um wieviel besser ber Geschmack unb die Farbe bc§ Kaffee-Getränkes wirb, wenn man bei der Bereitung desselben bem Bohnen - Kaffee eine Kleinigkeit von Weber's Carls- bader Kaffee^ Gewürz zusetzt. Dieses vorzügliche Gewürz erhält man in Colonialwaaren -, Droguen - und Delikateß-Handlungen. [875 893 Ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen, das alle Arbeiten gut versteht, gegen sehr hohen Lohn auf sofort gesucht' ______Lahnstraße 5. 884] Mitleser zum »Bert. Tage- blatt" gesucht. 8 Näheres auf E, H. 91 postlagernd. werden für 1 Mark ange- fertigt. 803 ________H Plank, Kaplansgasse 2. Guten ftlittagstiscb von SO an. [399 3«m Lahnstetn. 895 Ein Mädchen ober Sauffrau zur Ausbülie gesucht. Maihilde Lotz, Kirchenplatz 9. W- Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Sit heutig« 9t«watet «»ttzitlt 1 Blatt «ab 1 Beilen«. Todes-Anzeige Familie Kemp ff. nachdem sie fast 40 Jahre unserer Familie mit seltener Treue gedient hat. Wir werden ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren. Giessen, den 30. Januar 1889. Gestern Nachmittag gegen 1 Uhr verschied sanft unsere liebe, gute Bettchen Schmidt Die Beerdigung findet Donnerstag den 31. d. M., Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause (Wallthorstrasse 24) aus statt. 898 Academischer Concert-Verein zu Marburg. . Freitag den I Februar, im Saalbau: Drittes Concert« Elias, Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy für Solis, gemischten Chor und grosses Orchester. Solisten: Fräulein l^oiiise Schneider aus Frankfurt a. M, Herr Grahl aus Berlin und Herr Ernst Htingar aus Leipzig, sowie hiesige Dilettanten. Eintrittskarten ä Mk. 3 für nummerirten Platz, ä Mk. 2 für nicht- nummerirten Platz, sowie Textbücher ä 10- sind in der E1 w e r fsehen Buchhandlung in Marburg zu haben. Kassenöffnung 7 Uhr. . Anfang präcis 7V2 Uhr. Während der Aufführung bleiben die Eingänge geschlossen. [883 Fermietyungen. 876] Fünf Zimmer, Zubehör, in der Bleichstraße zu oermiethen. Näheres _____________________Seltersweg 63 II. 889] Westend der Stadt, schöne freie gesunde Lage, 5 Zimmer, Küche, guter Keller, 2.- Stock, zu oermiethen, 1- April, auch früher, zu beziehen- _____________Ar» Hetz, Lahnstraße 5. 891 Ein FamiUenlogis zu oermiethen- ___________________WÄlthorstratze 33. 890 Zwei Zimmer, Küche und Kammer an ruh- Leute zu verm. I. Schmücker. 887 Ein möblirtes Zimmer zu oer- miethen.____________Marktplatz 18 Hl- 885] MövlirteS Zimmer mit Ca- dinet und separatem Eingang, av Mitte Mürz zu oermiethen. ___________Göthe st ratze 12. 5707] Freundlich möbl. Zimmer sofort zu oermiethen: Ltebigstraße 41, neben der Holzhandlung des Herrn S Katzenstein. ______• ft. Appel Wwe. 781] Einfach möbl Zimmer zu oer- miethen.___________ Sonnenstraße 22. 782 Ein möbl. Zimmer zu oermiethen mit oder ohne Kost. Lindenplatz 7. 515] Zwei kleinere ineinandergehende Himmer sind möblirt oder unmöblirt an einen ruhigen Herrn oder Dame per 1. März zu oermiethen- ________Frankfurterftraße 12, parterre. 466] Drei große ftruchtspeicher und ein großer Stall sofort zu oermiethen. __Wallthorstraße 5. _222] Laden mit anstoßendem großen Zimmer, mit oder ohne kleine Wohnung zu verm. W. fterber, Lindenplatz 5 I. Neues Theater zu Giessen. (Direction: Adam Reinere) Freitag den 1. Februar 1 889: Grosse Extra-Vorstellung zu ermässigten Preisen: Der Sündenbock. Schwank in 3 Acten von Carl Laufs. Verfasser ven: „Ein toller Einfall“. Personen: Alfred von Holkwart- Rinkendorf .... Josef Sternau. Louise, seine Gattin Hedwig Müller. Emilie von Bernburg . Anni Reiners. Graf Hohenfelden . . . Wilhelm Pieper. Karl von Rosen, Gutsbesitzer .....Eman. Taussig. Riemann, Rentier . . . Adam Beiners. Nosseck......Max Löwe. Emma Gerstenberg, Putzmacherin .... Jenny Friedrichs. Joseflne, Kammermädchen Mila Egkert. ------ 877 Preise der Plätze: Tag es verkauf: Sperrsitz JL 1.25, I. Platz 70 H, II. Platz 40 H. Abendkasse: Sperrsitz Ji. 1.50, I. Platz u4L 1-—, H. Platz 60 Kassenöffnung 7*/a Uhr. Anfang 8 Uhr nöoooaö'X) ooaaaaaan 8 Burg M ®raf | Q Unserem lieben Kneipwirth zukZ Q seinem 32. Wiegenfeste die Herz- n Q lidbften Glückwünsche. q Q 888 Heiterkeit, g ooooöooooaaoooooao 897 Ein Pelzkragen verloren; gegen Belohnung abzugeben Kreuz 2, im Laden. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 30. Javrrar 1889. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 4°/o Reichsanleihe 108 80 31/8% do- 103.50 4% Preuß. Consols 108.15 3V2°/o do. 104.10 4% Ungar. Goldrente 85 20 4«/6o/o Oesterreich. Silberrente 70 20 5% Italiener Rente ult 5°/( 1 H71/73er Russen 4°/o > 880er do. Russische II. Orientanleihe 4% unif Egypter 6°/o ons. Mexikaner, große Stücke 96.20 100.50 88.00 65.30 84.40 91.00 Disconto-Commandit-Anth Darmstädter Bank-Act. Oesterreich. Credit 233.30 171.20 1 260.50 Oester reich. Staatsbahn-Actien Lombard. Eisenbahn- „ Galizische do. „ 214 50 83.25 174.37 20 FrancS-Stücke 10 do. 16.16—16.20 16.12-16.16 1 Engl. Souoereigns 20.29 Dollars in Gold 416 -20.34 -4.20. Tendenz: schwankend. Telegraphisch» Loursdrricht du Berliner Börje vom 30. Januar 1889 Oesterr. Creditactien Oesterr. Staatsbahn-Actien 1880 4% Russen Oblig. Darmstädter BankactienI 168.40 107 60 87.75 175.10 Disconto-Com-Anthellr Lombarden 4% Ungar. Goldrente Bochumer Gußstahlactien 238 90 42 35 85.10 203 00 Tendenz: fest. 4°/o Gießener Obl. —.— | 5% Buderus Obl. 104 50 Die Beerdigung findet Freitag Mittag statt. Gießen, den 30. Januar 1889. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mit- theilung, daß heute Morgen um V28 Uhr unsere inmgst geliebte Tochter und Schwester im nahezu vollendeten 3. Jahre nach kurzem schweren Krankenlager verschieden ist. Um stille Thellnahme bitten die Hinterbliebenen: Ernst Haubach nebst Frau und Kind. Ein tüchtiger solider Schuhmacher, | welcher selbstständig arbeiten und zurichten kann, per sofort gesucht von Moritz Mayer Nachf., 896 Homberg a/O. ■ ■ II— — ■ Uiintoiiverls in allen Qualitäten mit Firmendruü e npfichlt zu billigen Preisen BrühPschB Druckerei Zöpfe, Tuffen, Dreher, ! sowie Hasrkstten 187 . werden zu bill. Preisen angefertigt. ! ». Melior9 Bahnhofstraße 18. es Kindes liebstes Spiel feineren Spielwaren-Gcschäflen. g® Man nehme nurKasten nritAnkcr I & Jlistr.PreiSbuchversenden franko Iw j F.Ad.RichterlCie.,Rudolstapt i. Th. U heißen mit Recht Uidrter:» Ankkr-StkinlilllllrBrn. Von 50 4. ab vorrätig in allen "" »» Piaulno’s, Llavierllimmen u- Reparaturen werben solid und billigst ausgeführt. 3135 G. D. Gebauer, Seltersweg 67. Montag den 4. Februar 1889, Abends 8 Uhr präcise: II. lösikalisclier Abend in der grossen Aula der Universität. 886 Message zu Jir. 26 des „fließener Anzeiger". eME* Unregelmäßigkeiten in der Zustellung des Anzeigers bitten wir sofort zu unserer Kenntniß zu bringen, damit wir in der Lage sind. Abhülfe schaffen zu können. Expedition deS „Gießener Anzeiger." enthalt$arwWabt' 28> Januar. Das Großherzogl. Regierungsblatt (Beit. Nr. 1) h.n Grotzh^rzogltchen Ministeriums des Innern und der Justiz, den Ausschlag der zur Bestreitung der allgemeinen Bedürfnisse der evangel. Kirche des Großherzogthums im Etatsjahr 1889—90 erforderlichen Steuern betr iation ber^UnafaUo^i4eruiigtbehe^enb/tCt*UtIlä Innern und der Justiz, die Organ.- des Großh. Amtmanns Freiherrn v. Wedekind ist der Großh. Amt- ae?M?fa jU T?Tnft-ÖJr zum Stellvertreter des Vorsitzenden des Schteds- ^-n-^?k"on II der Hessen-Nassauischen Baugewerks Berufsgenossenschaft rnm St ? .Großh. Amtmanns Nover der Großh. Amtmann Webel zu Gießen Ka^H*,öer®Cter bcÖ -?orsttzenden des Schiedsgerichts für die Sektion IV der Hessen- Ras, autschen Baugewerks-Berufsgenossenschaft ernannt worden. 5 "^?ur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß für das letztgenannte Schiedsgericht ar^Stelle des mit seinen Stellvertretern ausgeschiedenen Maurermeisters Politische Rundschau. Gießen, 30. Januar. Aus allen Theilen des Reiches liegen Meldungen über die freier von Kaiser- Gevirrt-tag vor, die erkennen lassen, daß das 30. Geburtsfest unseres Kaisers allerorten unter lebhafter Betheiltgung weiter Volkskretse glanzvoll und würdig begangen morden ist. Besonders festlich vollzog sich natürlich die Feier des Tages in der Reichs- Hauptstadt selbst und bildete ihren Mittelpunkt die große Gratulationscour beim Katser- paare, welcher auch der Reichskanzler Fürst Bismarck beiwohnte. Am Nachmittag des 27. Januar wurden die Fahnen und Standarten des Gardecorps, welche bislang im historischen Fahnenztmmer des Palais Kaiser Wilhelms aufbewahrt waren, durch eine Compagnie des 2. Garde-Regiments z. F. abgeholt und nach dem königlichen Residenz- schlosse übergeführt. Vor Abholung der Fahnen begab sich der Kaiser nach dem Palais und legte im Fahnenzimmer einen prachtvollen Lorbeerkranz nieder. Zugleich hat der Kaiser, anknüpfend an den erwähnten militärischen Act, einen Tagesbefehl erlassen, in welchem der oberste Kriegsherr in pietätvollster Weise das Gedenken feines Vaters und seines Großvaters feiert. Im ungarischen «bgeordnelenhause ist am Samstag die Generaldebatte über die neue Wehrvorlage nach mehr als etnwächentlicher Dauer beendigt worden, wobei der LandeSoertheidigungsmintster Baron Fejervary den Entwurf nochmals eingehend begründete. Am Montag folgte der Beginn der Specialberathung über den Entwurf und wenn sich dieselbe im gleichen Tempo und mit denselben Zwischenfällen vollzieht, wie die Generaldtscusston,' können bis zur entscheidenden Abstimmung noch fernere Wochen vergehen. Uebrigens herrscht unter der ungarischen Studentenschaft wegen der Mhroorlage eine starke Erregung, die am Sonntag in Pest zu einer von 3000 Studirenden besuchten Proteftversammlung führte, an welcher auch die oppositionellen Abgeordneten Jrany und Kaas theilnahmen. Rach dreistündigen lebhaften Verhandlungen genehmigte die Versammlung einstimmig eine aus 6 Punkten bestehende Resolution, welche sich gegen die Erhöhung der Dienstzeit der Einjährig-Freiwilligen und gegen die Ablegung der Offiziersprüfung in deutscher Sprache ausspricht und für Ungarn die Errichtung einer nationalen Armee wünscht. Die von der Stadt Wien eingesetzte Eommission zur Prüfung der für die österreichische Refidenzstadt hochwichtigen Fragen der Aufhebung der Ltntenwälle und der Reform der Wiener Verzehrungssteuer hat jetzt das von der Regierung gesammelte und in dem Entwürfe des kaiserlichen Rathes Benda niedergelegte Material hierüber entgegengenommen. Es würde hiernach die Steuerpflicht in Wien durch Aufhebung der Verzehrungssteuer auf die wichtigsten Lebens- und Jndustriemittel gegen jetzt um 35 o/o ermäßigt werden, dagegen die Steuerletstung der Vororte um 1,700,000 fl. wachsen. Das Opfer des Staates infolge Wegfalles der Wegmauth und Verzichtes auf die erwähnten Verzehrungssteuern würde 1,400,000 fl. betragen, welcher Ausfall thetlweise durch Erhöhung einzelner Verbrauchssteuern, namentlich der Luxussteuern, gedeckt werden soll. Die „Neue Freie Presse" legt der Erklärung des Fürstm Bismarck in seiner Reichstagsrede vom Samstag betreffs des Einverltändniffes Deutschlands mit England einen großen Werth bei und gesteht zu, daß der Widerstand der deutschen Opposition in der Colonialpolitik keinen großen Rückhalt im Volke habe. Die „Deutsche Zeitung" mahnt das deutsche Volk, des Satzes „Adel verpflichtet" (noblesse oblige) eingedenk zu bleiben und führe Deutschland nicht unklarer Thatcndrang, sondern reife Ueberleguna auf die Bahn colonisatortscher Arbeit. Der Wahlsieg Banlanger'S in Paris beherrscht jenseits der Vogesen vollständig das Tagesinteresse und hat auch außerhalb der Grenzen Frankreichs Bewegung hervorgerufen. Schon die Thatsache allein, daß Boulanger, der Vorkämpfer des Eae- sarismus, oder auch der Dictatur, in dem weit überwiegend als entschieden republikanischen Paris zum Deputirten gewählt worden ist, kennzeichnet die Bedeutung seines Wahlsieges, sie wird aber noch wesentlich erhöht durch den Umstand, daß Boulanger mit gewaltiger Mehrheit, mit mehr als 80,000 Stimmen, über seinen republikanischen Gegner Jacques siegte, während es der socialistische Candidat Boule in der Millionenstadt Parts gar nur auf kaum 16,000 Stimmen brachte. Die leitenden Pariser Kreise sind denn auch nicht wenig bestürzt ob des Boulanger'schen Wahlsieges und ein Mi- nisterrath jagt den andern, indeß schon Gerüchte über eine Cabinetscrisis umgehen. Einstweilen soll das Eabinet Floquet beabsichtigen, die Kammer aufzulösen und das Wahlgesetz schleunigst zu ändern, worauf im April Neuwahlen stattfinden sollen. Es wurde hiernach die Vorlage von Gesetzentwürfen zu erwarten sein, von denen der eine die Wiedereinführung von Arrondissementswahlen an Stelle des jetzigen Listenwahlsystems der andere die Unterdrückung von Umtrieben zur Herbeiführung eines Plebiscits vor- ^tgenannter Entwurf will, daß gewisse Handlungen und Manöver, wie sie zetzt Boulanger zur -ast gelegt werden, dem Senate zur Aburtheilung überwiesen werden und konnte die Strafbefugniß des Senats sogar das Aussprechen der Strafe der Deportation tu sich schließen. Also dieser nämliche Senat, den die radicalen Republikaner als „verrottete Institution" abgeschafst wissen wollen, soll jetzt denselben 5,?r.m °?..Schutz «-«en Boulanger dienen - wie lächerlich! Dem Vernehmen nach wärden beide Vorlagen der Kammer gemacht werden, um hierdurch der vom Deputaten Jouvencel beantragten Resolution betreffs Ergreisung krästiger Maßnahmen gegen den Boulangismus zuvorzukommen. Ucberhaupt kann sich jetzt die Reateruna vor Vorschlägen der republikanischen Gruppen, wie dem Boulangismus am besten de? Garaus ru machen sei kaum retten und Alles beweist doch nur di- groß- Rathl°sigk-it welche durch den Pariser Triumph Boulangers aus Seiten der Republikaner hervor- gerusen worden ist. Da «ndeffen die Monarchisten und die Boulangtsten beschlossen haben die weitere Entwickelung der Ding- noch ruhig abzuwarten, so sind entscheidende Ereignisse in Paris bis aus Weiteres wohl nicht zu erwarten. Uebrigens dementtrt ''"E Parier Depesche vom Morgen des 29. Januar, daß der Ministerpräsident Floaue, beabsichtige, die oben genannte Vorlage etnzubrtngen, die sich aus scharse Maßregeln gegen den Boulangismus bezieht und ebensowenig soll es ihm mit einer Kammer- auflosung Ernst sein. Lediglich würde Floquet der Kammer die Wiederetnsührung der Arrondiisementswahlen vorschlagen und am Donnerstag seine allgemeine Politik darlegen Philipp Größer zu Gießen der Weißbindcrmetstcr Louis Petri III. daselbst zum Beisitzer, der Maurermeister Heinrich Mootz zu Großen-Buseck zu deffen erstem Strll^- d-ss-lben g-wähtt 3aE°b iU fflar6utfl »weiten Stellvertreter betreffend Bekanntmachung, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen W«ium8 des Innern und der Justiz. 5. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz gepBhmigtm Kreises Erbach d-o"l88S^ b" ®ebür,niffc ber israelitischen R-ltgionsgemeinden°deS 6. Promotionen an der Großh. Landes-UnsversttSt Gießen. 7. Ordensverleihungen. §?beit, der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am S?cr 1M8 Heinrich Wilhelm zu Nieder - Ofleiden das a” hJm r ”11 « r^nJ
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 5. Januar dem Stadtverordneten Eugen Haffner zu Mainz die Erlaubniß zur 21ns und zum Tragen des päpstlichen Silbernen Kreuzes Pro Ecclesia et Pontifice, reipfcpü1 h ordentlichen Professor an der Landesuniversität Dr. Heß zu K ^RUl,&Ur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Hoheit Ui n Sachsen-Coburg und Gotha verliehenen Ritterkreuzes 1. Elaste de« $cr3O0hdj Sachsen-Ernestin sich en Hausordens, am 9. Januar dem praktischen Arzte 0r Rouge -u Hungen die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Durchlaucht dem Fürsten von Reuß verliehenen Ehrenkreuzes 3. Elaste, am im »r^m^to1 außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Königlich Preußischen Hofe, wirklichen Geheimerath Dr. Earl Neidhardt die Er- ?,ar(?i^i1*0TOUr -x un^ ^m Tragen des ihm verliehenen Großkreuzes des Herzoglich Braunfchweignchen Ordens Heinrichs des Löwen — zu ertheilen 8. Namensoeränderung. 9. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. G wurde der Gerichtsasscssor Dr. Salomon Oberndorf in Darm- ’To.£onb8£t‘d,t bcr Pwvinz Stark-nburg zug-l-ss-n. 11. Dienstnachrichten. ®KCC»btCt ^««wurden di-Brems-r bei den Ob-rh-sstschen Ets-nbabn-a S ^o^anne« Sänger zu Schaffnern bei diesen Bahnen, mit Wirkung vom 1. Januar 1889 an, am 5. Januar wurde der provisorische Lehrer an der höheren zu Heppenheim Dr. Earl Schmidt, unter Verleihung der Rechte eine« 1^nnI?nhpr0i«MtCn Dolksschullehrers, zum Lehrer an dieser Schule, mit Wirkung vom 16. October 1888 an, ernannt; an demselben Tage wurde dem Schullehrer Ludwia Herpel zu Kelsterbach eine Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Bickenbach, an dem- q ?CIlc^n0C rour5c Schulamtsaspiranten Philipp Schmidt aus Eberstadt die hpmCr(K*Cr Gem^ndeschule zu Breungeshain, an demselben Tage wurde 8a8pirranteü Schmidt aus Friedberg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Alten-Buseck übertragen; am 7. Januar wurde der von dem Fre^ % t^^DrOn unb^»u Steinfurth in Nieder-Florstadt auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Florstadt präsentirte Schulamtsaspirant Johannes Müller Hanie e bestätigt; am 8. Januar wurde dem Schulamtsaspiranten Jakob Blay aus Vendersheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dautenheim, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Jakob Lehr zu Arnshain die ^hrerstelle an der Gememdeschule zu Udenhausen und dem Schullehrer Eonrad Wahl zu Uvenhausen die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Arnshain über; ^f^n; am 9. Januar wurde der Schulverwalter an der höheren Mädchenschule zu KnifarT0rrftraub rum Lehrer an dieser Schule, unter Belassung in der Kategorie ber Dolksschul^hrer, ernannt ; am 12. Januar wurde dem Schulamtsaspiranten Georg Dorn aus Leihgestern eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Ohmen, am 17 Januar wurde der Schummtsaspirantin Maria Kühner aus Viernheim eine h,mreä*ncnflcae c?n bcr Gemeindeschule zu Mühlheim, an demselben Tage wurde M^B^nhe^imEü^ert^gen °^CV iU ^"öesheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule 12. Concurrenzeröffnung. hpr mit ^nem evangel. Lehrer zu besetzende erste Lehrerftelle a« ru Gambach mit einem nach dem Dienstalter sich bemessmden §-batte von 900 bis 1200 JC. Mit der Stelle ist Organiftendienft verbunden. Dem Herrn Fürsten zu Solms-Braunfels steht das Prasentationsrecht zu derselben zu. Lokales» „ c ?0> Januar. (Aus dem Rechenschaftsbericht über das städtische Gas- und ^^erwerk im Jahre 1887/88.J Der Gesammt-Gasverbrauch des Betriebsiabres nq^on* ?pril el?8/ \ ^pril 1888 betrug 635 625 cbm, gegen das Vorjahr mehr 89.680 D eser Verbrauch vertbeilt sich auf die einzelnen Verbrauchsgnrppen wie !?r0 ^.^d^oatbeleuchtung 401763 obm, Motoren- und Heizgas 32 396 cbm Slraßen- 47 278 Ucbm144^3p Cw“z fra§KUnb Wasserwerk 9735 obm, Condensation und Verlust 1 Avril ?888 ^617 $rer Gasflammen für Privatbeleuchtung betrug am ii TO?r [ Die Anzahl der Gaskraftmaschinen betrug 20 Stück mit befanhrnbber öffentlichen Gaslaternen betrug 400, hierunter n^n .^tchtungslaternen; daneben brannten noch 46 Petroleumlaternen Die Straßenbeleuchtung mittelst Gas erforderte einen Kostenaufwand von 18571 12 jl k^Ä0^.^"?lst Petroleum incl. Bedienung 2372.35 JL Die höchste Gasaba^e 24 Stunden betrug 3133 cbm, die geringste 590 cbm. — Nachdem schon in^der ersten, nur halbjährigen städtischen Betriebsperiode die Hauptleitung des Gasrobrneßes in verschiedenen Straßen um die Länge von 820 Meter ausgedehnt wordm ettubr 1887*8x »ne solche umfangreiche Ausdehnung, wie'sie seit neue* o b r e nVrf keinem Jahre statigefunden. Es wurden 2034 Meter neue ^ohre in oerschiedenen Werten gelegt. — Am 11. August 1887 aina die Ver- Wasserwerkes an die Direction des Gaswerkes über. Bei Cr<ÄA CäCrn«^me-ü0 bcr öffentlichen Brunnen 23, der Schulbrunnen 3 TO>m^aU^a j™0«? u^e ??2 Stück. Der Gesammtzufluß der Quellen belrua im in 24I(ShinhrJm mU0uft ^87 und Februar 1888 vor genommenen Messungen 519 obm .Gegenwärtig werden diese Messungen allmonatlich Dorgenommen sie iabres 1887/78^?,^^^^"^ °,°" ca. 550 cbm täglich. Am Ende des ^e^^nung^-' «npn8Q7r«?"fccr öffentlichen Ventilbrunnen 24 Stück, der Schul- die Anzahl der Straßm-Hydranten 83 Stück, die Zahl ber Waffer- U- August 1887 bis 31. März 1888 erfolgte Ausdebnuna Wn ^“P^°^n^^ber Wasserleitung hatte eine Gesammtlänge von 1910 25 Metern unb rSf nod) 21 Stück vorhanben. — Die Deputation für bas Gas- uno Wasserwerk breit im genannten Jahre 23 Sitzungen ab. Holzversteigerung. Freitag den 1. Februar l. I., Vormittags 10 Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewald nachverzeichneteS Holz versteigert werden: 27 Eichen-Stämme mit 10,07 Festmeter, 28 Raummeter Buchen-Scheit, 50 „ Eichen-Scheit, 53 „ Buchen-Knüppel, 97 „ EicheN'Knüppel, 1500 Buchen-Wellen, 2270 Eichen-Wellen, 90 Raummeter Eicher- und Buchen- Stockholz. Zusammenkunft ist in Abtheilung Vogelherd. Leihgestern, am 28. Januar 1889. Gr. Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. 863 Allgemeiner Anzeiger. Giessener Freiwillige Feuerwehr. General Versammlung Mittwoch den 6. Februar, Abends 8V2 Uhr, im oberen Saale der ^Bavaria6*. Tagesordnung. 1) Erstattung des Jahresberichtes für 1888, 2) Rechnungsablage und Abhör für 3 888, 3) Vorstandswahlen, 4) Streichung des § 29 der Satzungen, _____5) Verschiedenes._______________________________874 Siiiger-NlhmssGbiBten bestes deutsches Fabrikat mit allen Verbesserungen incl. Schutzkasten Jk 70. Maschine« neuester Construction stets vorräihig. 87 II. Kraft, Neuenweg 46. _______ Ncelle Garantie. — Eigene Reparaiurwerkstältr'. Cotes. Möbel-Versteigerung. Donnerstag den 31. Januar, Nachin'ttags 2 Uhr, werden Asterweg 3 9 ;ur Hinterlassen« schastdes Herrn I. Ph. Müller gehörige Möbel, als: Tische. Stühle, Sophas, Kommoden. 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Auch bin ich Willens, den ganzen ersten Stock meines Hauses, 6 Zimmer nebst Wasserleitung und sonstigem Zubehör, zu ver- miethen.______________Ludwigftraße 52. 767] Grünbergerstraße 1 ist der dritte Stock, fünf Zimmer mit Zubehör, an eine nihige Familie zu vermiethen._____ 716j In meinem neuerbauten Hause, Krofdorfernraße 15, ist der 2. Stock, bestehend aus vier Zimmern, Küche und abgeschlossenem Vorplatz, zu vermiethen- ______________Adam Bender. 709] Kleines Familienlogis zu vermiethen. Näheres ___Neuenweg 38 im Laden. 702 Der 2. Stock, bestehend aus fünf Zimmern nebst Zubehör, ist zu vermiethen und am 1. April beziehbar. W. Nusag, Frankfurterstraße 39. 326] Logis im mittleren Stock, fünf Zimmer mit Zubehör, per 1. April zu vermiethen.__Ludwigstratze 14. 214] Hammftraße 27: Wohnung im 2. Stock auf 1. Avril zu vermiethen. —Schlötzgaffe 17 ist ein AamilienlogiS von drei Zimmern zu vermiethen. 172 115 Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus 5 Zimmern, nebst allem Zubehör, ist zu vermiethen und den 15. März beziehbar. __ J.-Karl Steller, Schillerftraße 9. 83] Großer gewölbter Keller zu vermiethen. Näheres in der Exp. fc-JÖI- 75] Ludwigftraße 5, im 2. Stock Logis von 5 Zimmern u. f. w. zu vermiethen- ____L. Petri 11. 80t] Wohnung an ruhige Leute zu vermiethen. ______Krosdorftrstraße 17. 354] Logis im obersten Stock zu ver- miethew__Äi. Hoffmann. ”334 Ein größeres Logis im 3 Stock, nebst Wasserleitung und allem Zubehör, in meinem Hause, Bahnhofstraße 58, zu vermiethen und Anfang März zu beziehen. __Pb. Strack. 507] Grünbergerstraße Nr- 21: schone Mansardenwohnung mit Wasserleitung rc, per 1 April zu vermiethen. Christian Petri V., Ostanlage. 514] Grünbergerftraße 16 ist der dritte Stock mit Wasserleitung und allem Zubehör zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden.__________________________ 642 Die Wohnung im 2 Stock mit Zubehör und Wasserleitu-'g versehen, sowie die Mansardenwohnung zu vermiethen. ___W. Katz, Marktplatz 1. 748] Schönes Familienlogis in gesunder hübscher Lage an ruhige Leute sehr preiswerth zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. 832] Kl- Familienlogis im 2 St-, gleich bezieht», zu verm. Schützenstraße 19. 840 Ein großes und ein kleines Logis zu vermiethen. __P. Jmmel, Neuen Bäue 17 I. 407] Möblirtes Zimmer zu vermiethen- Weidengasse 8. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.