Nr. 280 Samstag den 30. November 1889 Der Hießever Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- Montags. Die Gießener AamitieuStälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Vierteljähriger Abonnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstrahe ^r.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. | chratisöeikage: chießener Aamitienölätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, Die Westanlage von der Frankfurterftraße bis zur Bahnhofstraße ist bis auf Weiteres für Fuhrwerke gesperrt. Gießen. am 29. November 1889. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsches Reich. Darmstadt, 28. November. Die hessische Regierung hat beim Bundesrathe beantragt, zu beschließen, daß die staatlichen Tiefbaubetriebe des Großherzoglhums aus der Tiefbau -Berussgenossenschaft auszuscheiden seien, und daß vom Beginn des Jahres 1890 ab die Versicherung bezüglich dieser Betriebe durch den hessischen Staat zu erfolgen habe. Deutscher Reichstag. 25. Plenarsitzung. Donnerstag den 28. November 1889, 1 Uhr. Die zweite Bcrathung des Etats wird mit dem Spccialetat deS Auswärtigen Amtes fortgesetzt- Titel „Süd- westasrikanisches Schutzgebiet" im Ordinarium und „Zuschuß zu den Verwaltungsausgaben 268,800 M." im Extraordi- narium. — Die gestern begonnene Debatte über beide Titel wird fortgesetzt. Abg. v. K a r d o r f f (Np.): Der rein rechnerische Standpunkt des Abg. Bamberger ist für Colonialpolitik kein maßgebender- auch Columbus hatte schon seine Bamberger. (Heiterkeit.) Vor den Steuerzahlern werden wir uns wohl rechtfertigen. Daß die Colonialausgabcn jetzt schon 20 Mil lionen betragen, dürfte dem Abg. Bamberger zu beweisen schwer werden. Wir glauben, daß die Colonialpolitik, vor sichtig in den bewährten Händen deS Reichskanzlers geführt, mit der Zeit zum Wohle und zur Bereicherung des Landes gereichen wird. Jede Culturmacht hat die Pflicht, an der Colonisirung Theil zu nehmen. Das deutsche Volk würde auf seine Culturmission verzichten, wenn es seine Colonien aufgeben wollte. Abg. Barth (dfr.): Ideale Auffassungen der Colonialpolitik können nicht maßgebend sein für die geschäftliche Behandlung derselben im Parlament. Die parlamentarische Kritik werde man sich nicht nehmen lassen, wenn auch darüber irgendwo ein Pferdchandel in der Welt zu Grunde ginge. Die Zahlcnangaben des Abg. Woermann sind unrichtig und zwar sowohl bezüglich deS hamburgischen Exports nach Westasrika wie auch bezüglich des englischen Exports nach den englischen Colonien und des holländischen Exports nach Java. In Portugal und Frankreich und auch in England ist die Ausfuhr nach den Colonien dieser Länder viel geringer als die Kosten, welche diese Colonien dem Mutter lande verursachen. Für Frankreich wäre es ein Glück, wenn es seine Colonien mit einem Schlage los werden könnte. Auch wir werden durch Ablehnung des Extraordinariums bekunden, daß wir die baldige Beseitigung der deutschen Colonien wünschen. Wir wollen zurückkehren zu dem bewährten Princip der Pflege überseeischer Beziehungen, wo wir sie finden. Abg. Woermann (nl.) hält dem Abg. Barth gegenüber seine Zahlen über den Export nach Wcstafrika aufrecht. Palmöl und Palmkerne, die aus Westafrika eingeführt werden, sind seit 1884 um die Hälfte im Preise gefallen- für die gleiche Geldziffer werde heute also das doppelte Quantum dieser Waare eingeführt. Holland habe durch seine Colonien die Industrie im Mutterlande gehoben. England wolle nur nicht vorgehen, wie es Frankreich gethan. Trotz der Zahlen des Herrn Barth wird keine der europäischen Colonialmächtc seine Colonien ausgebcn. (Sehr richtig.) Mit den Zahlen über Export und Import, die man hinter den Büchern- studirt, beweist man gegen die Colonialpolitik gar nichts. Herr v. Kardorff hat Recht, die Colonialpolitik als eine Culturmission Deutschlands zu bezeichnen. Das Volk lacht nicht über die Colonialpolitik, sondern über Diejenigen, welche sich fürchten, so geringe Ausgaben für so große Zwecke zu bewilligen. Schon in 20 Jahren werde man ganz andere Resultate der Colonialpolitik sehen. Es wäre eine große Verkehrtheit, jetzt die Position in Südwestafrika aufzugeben. Abg. Dr. Barth (dfr.): Plantagen werden von deutschen Rcichsangehöngen sehr oft in tropischen Gegenden angelegt, ohne daß man daraus gleich ein nationales Unternehmen macht. Wenn wir uns mit einem Ruck von dieser Colonialpolitik loSmachen könnten, sa würden alle Völker anerkennen, daß das eine verständige That sei. (Lachen rechts.) Die Debatte wird geschlossen. Beide Titel werden bewilligt, das Extraordinarium gegen die Stimmen der Freisinnigen und eines Theiles des Centrums. Bei der Position „Schutzgebiet der Neu-Guinca Com- pagnie" macht der Abg. Dr. Bamberger (dfr.) seine Bedenken gegen die Colonialpolitik von Neuem geltend. Neu- Guinea sei die letzte hohe Säule der früheren Colonialpolitik des Reichskanzlers, auch dies Gebiet solle jetzt verstaatlicht werden. Die Eingeborncn werden schwerlich unterscheiden können, ob der Commissar von der Gesellschaft oder vom Reich angestellt ist. Jetzt zahle allerdings noch die Gesellschaft bedeutende Zuschüsse - es werde nicht lange dauern und das Reich werde allein bezahlen müssen. Abg. Dr-Ham mach er (nl.): Bei dieser Position handelt es sich nicht um die Interessen der Steuerzahler, denn die Gesellschaft trage die Lasten allein und habe nur den Wunsch geäußert, das Reich möge die Beamten anstellen. Die Gesellschaft sei mit genügenden Mitteln ausgestattet, so daß eine Belastung des Reiches nicht zu fürchten ist. Abg. Richter (dfr.): Die Potenz der Neu-Guinea- Compagnie ist nicht bezweifelt worden - sie besteht aus Bankiers, deren Erwerb nicht hauptsächlich aus der Gesellschaft bezogen wird. Es ist aber leicht möglich, daß die Gesellschaft sich einfach auflöst, wenn die Erträge nicht mehr genügend erscheinen, wie das bei derLüderitz-Gesellschaft der Fall war. Die Neu-Guinea-Compagnie würde so bürcaukratisch regiert, daß man sich nicht zu wundern braucht, wenn sie nichts einbringt. Pcnsionirte Staatssecretäre oder Admirale werden sich genug finden, die von Berlin aus das Schutzgebiet für ein Billiges regieren - freilich wird es auch danach sein. Der Reisende Zöller berichtet über Kaiser Wilhelms-Land sehr ungünstig - wir fürchten daher, daß später noch ^große Ausgaben nöthig sein werden. Abg. Dr. Bamberger (dfr.) hat garnichts gegen die Neu-Guinea-Compagnie- die gefalle ihm so gut, daß er sie möglichst so erhalten zu sehen wünscht, wie sie ist, deßhalb stimme er gegen die Position. Diese Position wird bewilligt. Bei der Position „Subvention an der zoologischen Station des Prof. Dr. Dohrn in Neapel, 40000 Mk." regt der Abg. Gras Holstein (cons.) die Errichtung einer ähnlichen (Station an der schleswig- holstein'schen Küste an und bittet, die Mittel in den nächsten Etat einzustellen. Die Position und der Rest des Etats des Auswärtigen Amtes wird genehmigt. Es folgt der Nachtrags-Etat 1950000 Mk. für Maßregeln zur Unterdrückung des Sclavenhandels in Ostafrika und zum Schutze der dortigen deutschen Interessen. Staatssecretär Graf Bismarck gedenkt der Verdienste Wißmanns in Ostafrika. (Lebhaftes Bravo!) Was wir erreicht haben, verdanken wir der englischen Unterstützung in Ostasrika. Es ist möglich gewesen, den Sclavenhandel dort zu unterdrücken und dieser Handel wird jetzt auch durch die Mitwirkung des Sultans und des Schahs in Arabien und Persien lahmgelegt. In Ostafrika kommen jetzt die Eingeborenen dem Major Wißmann freundlich entgegen, der Verkehr in Ostafrika sei ruhig und gesichert. Major Lieber motivirt die Nachforderung. Die Schiffsausrüstung und die Anwerbung der Truppe haben sich theurer gestellt als vorangeschlagen war. Wißmann habe seine Aufgabe mit Sachkenntniß, Ruhe und Besonnenheit - erledigt. Aus allen Theilen des Reiches gehen dem Redner Gesuche um Verwendung in den Colonien zu. (Aha! links.) Wenn man die Mittel für Ostafrika nicht bewilligt hätte im April d. I., wie würde es heute mit Stanley, Emin und anderen Reisenden stehen? Sie würden vielleicht in dem heuttgen deutschen Schutzgebiete erschlagen worden sein. Die Scham- röthe steigt mir bei diesem bloßen Gedanken ins Gesicht. Abg. Richter (dfr.): Die Schilderungen über Ostasrika seien übertrieben. Was ein Neger an Besoldung erhalte, das reiche für drei kleine Familien bei uns. Emin und Stanley haben sich quer durch ganz Afrika durchgeschlagen - es ist Hypothese, anzunehmen, daß gerade auf deutschem Schutzgebiete ihre Situation gefährlich geworden wäre. Abg. v. Kardorff (Np.): Der Standpunkt des Abg. Richter ist ein sehr vereinzelter- die Bevölkerung theilt ihn nicht. Erfreulich sei, daß sich die Vorlage betreffend eine Dampserlinie nach Ostafrika bereits im Bundesrathe befindet. Abg. Dr. Windthorst (Ctr.): Der Zweck der Wiß- mann'schen Expedition ist nur theilweise erreicht. Aber wir können uns, da die Expedition einmal begonnen ist, nicht weigern, die geforderte Summe zu bewilligen- wir müssen uns in das Unvermeidliche fügen. Die Regierung möge recht umsichtig Vorgehen und die Dinge nicht weiter treiben als nöthig ist- besonders sei Vorsicht bei Abmachungen mit der ostafrikanischen Gesellschaft nöthig, damit das Reich sich keine zu großen und unnöthigen Lasten austade, Herrn Wißmann und den Führern unserer Schiffe spreche er öffentlich Herz lichen Dank aus. (Bravo!) Abg. Hobrecht (natl.) widerlegt die gegen die ost- afrikanische Gesellschaft laut gewordenen Beschwerden. Es wird sofort in die zweite Berathung des Nachtrags etats eingetreten mib derselbe nach kurzer Debatte angenommen. , t , Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr. Bankgesetz (zweite H^athung). Schluß 53/4 Uhr. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 28. November. Anläßlich des heutigen amerikanischen Feiertages sand im Hotel Kaiserhof ein großes Festessen statt, welchem die Mitglieder der hiesigen amerikanischen Colonie und zahlreiche deutsche Gäste, im Ganzen gegen 450 Personen, beiwohnten. Den Vorsitz führte der amerikanische Gesandte Phelps- zu seiner Rechten saß Staatsminister Graf Herbert Bismarck. Bochum, 28. November. Auf der Zeche „Konstantin der Große" fand eine Explosion durch schlagende Wetter statt- 14 Bergleute sind tobt und 4 verwundet. Pleß, 28. November. Der Kaiser ist um 8 Uhr Morgens hier angekommen und wurde von dem Fürsten Pleß, dem Landrath Schröder, dem Rittmeister v. Jerin und dem Bürgermeister Hübner empfangen. Die Jagdgäste wurden in der Fasanerie begrüßt. Vormittags war Jagd aus Fasanen und Hasen. Das Frühstück fand im Jagdzeit statt. Abends um 7 Uhr ist Jagddiner. ? Pest, 28. November. Anläßlich der jüngsten Tumulte im Reichstage hielt heute Abend die liberale Partei eine vertrauliche Confereuz ab und erklärte die Solidarität der ganzen Partei mit dem Cabinetschef und den Mitgliedern der Regierung. Die Versammlung sprach sich dahin aus: Zum Schutze gegen die rohen persönlichen Angriffe und zur Aufrechterhaltung der Ruhe die ganze (Strenge der Geschäftsordnung des Hauses anzuwenden und den Präsidenten dazu auszufordern". Fiume, 28. November. Das deutsche Geschwader dampfte heute Morgen ab und zwischen den Inseln Cherso und Veglia durch nach Lissa, wo es sich zum Zwecke von Hebungen einige Tage aufhält. Bern, 28. November. Das Landwirthschaftsdepartement des Bundesraths ordnete die Rückweisung aller an der Schweizer Grenze anlangenden, für Frankreich bestimmten Viehtransporte aus Oesterreich-Ungarn und Deutschland an. London, 28. November. Ein Telegramm aus Mysor bringt folgende Mittheilung: Als Prinz Albert Victor beim Fesseln der am vorhergehenden Tage in die Umzäumung getriebenen wilden Elephanten zuschallte, stürzte ein Elephant auf den Prinzen los. Oberst Sanderson griff sofort ein und verhinderte durch seine Geistesgegenwart ein Unglück. Der Prinz erreichte die ihn schützende Tribüne, die zur Besichtigung der Elephantenjagd errichtet war. Rom, 28. November. Die Kaiserin Friedrich hat sich mit den Prinzessinen-Tochtern nach dem Dejeuner in der Villa des Senators Lacaita in Tarent an Bord des Aviso „Surprise" begeben, welcher in der Nacht nach Neapel abgehen wird. Der Contreadmiral Nicastro, der Präfect und die Spitzen der Behörden waren zur Verabschiedung bei der Abreise ihrer Majestät anwesend. Briiffel, 28. November. In der Kammersitzung kündigte Bara an, daß er die Regierung über die Einsetzung des Chefs der öffentlichen Sicherheitsbehörde, Gauthier de Rasse, interpelliren werde, und verlangte die Vorlegung der auf diese Angelegenheit bezüglichen Acten. Der Justizminister nahm die Interpellation an, welche auf Dienstag anberaumt wurde. — Die von dem Anti-Sclaverei-Congresse zur Prüfung der Fragen betreffs Unterdrückung des Sclavenhandels zur See eingesetzte Commission hielt heute ihre zweite Sitzung ab und nahm die Vorschläge des englischen Gesandten entgegen, welche die Sicherung der Unterdrückung des Sclavenhandels zur See bezwecken. Die Commission beschloß, diese Vorschläge zum Gegenstand einer Vorprüfung durch die technische Subcommission zu machen, welche das Ergebniß ihrer sbezüglichen Verhandlungen sodann der Commission unterbreiten soll. Bristol, 28. November. In Folge einer Warnung hiesiger Kaufleute an die Holzträger im Hafen, daß sie entlassen werden würden, wenn sie sich weigern sollten, mit auswärtigen Arbeitern gemeinsam zu arbeiten, legten heute sämmtliche Dockarbeiter von Bristol und Avonmouth, etwa 4000 Mann, die Arbeit nieder. Es zieht dieser Strike auch den Ausstand der Lichterlcute und anderer Hafenarbeiter nach sich. Die Löscharbeiten sind vollständig eingestellt. Petersburg, 28. November. Der „Regierungsbote" pu- blicirt, daß auf Bericht des livländischen Gouverneurs das 'Rigaer Stadthaupt, Staatsrath Oethingen, wegen unzuverlässiger Handlungen und unpassender Erörterungen im Stadtrathe auf kaiserlichen Befehl einen strengen Verweis erhalten habe und von dem Communaldienst fernerhin ausgeschlossen sei. — Der „Rufs. Invalide" meldet die angeordnete For- mirung zweier fliegender Mo rtic r-Arti llerieparks, aus denen im Kriegsfälle eine Brigade von vier Parks gebildet werden kann, und zweier mobiler und zweier localer Mortierparks. Belgrad, 28. November. Die letzten 1500 nach Serbien einwandernden Montenegriner verließen heute Cettinje und treffen am 30. dss. Mts. auf der serbischen Grenze ein; insgesammt wanderten 6360 Montenegriner in Serbien ein. Bukarest, 28. November. Die Deputirtenkammer hat bei der heutigen Präsidiumswahl sämmtliche von der Regierung befürwortete Candidaten gewählt. Der Candidat der Conservativen, Cantacuzene, wurde mit 85 Stimmen zum Präsidenten gewählt. Catargiu erhielt 54, Bratianu 23 Stimmen. Po gor, Trianeafil, der Bukarester Bürgermeister Protopescou, Holban wurden zu Vicepräsidenten gewählt. Newyork, 28. November. Die Bremer Barke „German i a" ist gestern bei Long Branch gescheitert. Der Capitän und acht Matrosen sind ertrunken; der erste Steuermann und vier Matrosen sind an das Land gekommen. Boston, 28. November. Heute brach im hiesigen Geschäftsviertel eine große Feuersbrunst aus, welche das Schuh- und Lederlager der Firma Jordan Marsch u. Co., ein Manusacturwaarenlager, sowie zahlreiche andere Gebäude einäscherte. Der Schaden wird aus fünf Millionen Dollars geschätzt. Darmstadt, 29. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog wird heute Abend 10 Uhr hierher zurückkehren. Locales uttfr provinzielles. Gießen, 29. November. * Die Einführung der am 6. November neu gewählten Stadtverordneten wird, nachdem die Wahl bestätigt, auch Einwendungen gegen dieselbe nicht vorgebracht worden, am Donnerstag den 2. Januar 1890 in öffentlicher Sitzung der Stadtverordneten stattflnden. * Das neue Knabenschulgebäude an der Nordanlage, dessen Pläne gestern im Sitzungssaale der Stadtverordneten ausgestellt waren, wird, was sein Aeußeres betrifft, der Stadt zur besonderen Zierde gereichen, ohne daß man zu besorgen braucht, daß das Gebäude dadurch wesentlich theurer in der Ausführung wird, als die schon bestehenden, gleichen Zwecken dienenden Neubauten. Nach den in der gestrigen Stadlverordnetensitzung von Herrn Bürgermeister Gnauth gegebenen Erläuterungen sind für das Hauptgebäude 830 Quadratmeter bebaute Fläche vorgesehen, die Baukosten für dasselbe sind auf 195000 Mk. veranschlagt. Das Hauptgebäude der Stadtmädchenschule an der Westanlage hat bei 722 Quadratmeter bebauter Fläche 150000 Mk. gekostet. Das Mehr von 45000 Mk. wird ausgeglichen mit 20000 Mk. durch über 100 Quadratmeter mehr bebauter Fläche, die noch verbleibenden Mehrkosten von 25000Mk. Vertheilen sich in drei Hauptpunkten auf Fundamentirungskosten mit 7600 Mk., Legen von eichenen Riemenböden mit 4000 Mk. und Mehrkosten für die vorgesehene Centralheizung und Ventilation mit 15000 Mk. Mit Rücksicht auf die Bodenbeschaffenheit (es muß bis 11/2 Meter tief gegangen werden, um auf feste Kiesschichtcn zu gelangen) war der Mehraufwand von 6000 Mk. gegenüber demjenigen bei dem Mädchenschulgebäude, dessen Fundamentirung 1600 Mk. kostete, geboten. Was den Fußbodenbelag betrifft, so hat man sich zu dem Mehraufwand von 4000 Mk. für Eichenriemenböden an Stelle der bisherigen weichen Holzböden entschlossen, weil diese Bodenbelegung für besser und dauerhafter bezeichnet worden. Die auf 20500 Mk. veranschlagte Centralheizung und Ventilation, auf welch letztere aus sanitären Gründen besonders Gewicht gelegt wird, bietet gegenüber der seither üblichen localen Heizung, deren Einrichtung an 5000 Mk. kosten würde, solche Vorzüge, daß in Anbetracht eines solch bedeutungsvollen Bauwesens nicht davon abgesehen werden konnte. Die durch einen gedeckten Gang mit dem Hauptgebäude verbundene Turnhalle wird 25 700 Mk., der gedeckte Gang und die Abvrtanlage 15000 Mk., die Einfriedigung, Anlage des Spielplatzes, Canalisation ca. 13000 Mk., die Trottoiranlage 3300 Mk. kosten. Es belaufen sich sonach die Gesammtbaukosten auf 252000 Mk. Wie wir bereits friiher mittheilten, sind für die neue Knabenschule vorgesehen 16 Schulsäle, 1 Zeichnensaal, 1 physikalischer Lehrsaal, die uöthigen Räume für Aufbewahrung der Lehrmittel, 1 Con- ferenzzimmer, Wartezimmer, Directorzimmer, Wohnung für den Schulboten, sowie eine Badeanstalt. Die Pläne sind von Großh. Kreisamt bereits genehmigt; die Arbeiten für den Rohbau sollen noch in diesem Jahre vergeben und der Bau tm Herbste 1891 seiner Bestimmung übergeben werden. Der Bau der Turnhalle soll indeß so beschleunigt werden, daß dieselbe bereits im Jahre 1890 in Benutzung genommen und somit die städtische Turnhalle an der Südanlage der ausschließlichen Benutzung durch die Realschule überwiesen werden kann. Das Hauptgebäude kommt mit der Front nach der (neuen) Nordanlage und bildet in seinem südlichen Theile die Ecke der in der Flucht des Kreiling'schen Hauses (Gambrinus) anzulegenden verlängerten, bis auf die 'Nordanlage durchgeführten Wetzsteinsgasse. Die Anlage dieser Straße, sowie die Art der Einfriedigung und die Herstellung des Schulhofes wird indeß noch späterer Berathung Vorbehalten bleiben, aber zweifelsohne bald nach Fertigstellung des Schulgebäudes erfolgen, denn die Herstellung einer so kurzen und bequemen Verbindung zwischen Nordanlage und der Innenstadt kann nicht lange auf sich warten lassen. * Am Bürgermeistereigebäude soll jetzt, nach Art der am Enders'schen Hause („Stadtkasse") angebrachten Aufschrift, die Aufschrift „Bürgermeisterei" angebracht werden. Damit wird einem längst fühlbaren Bedürfniß, namentlich im Interesse der Fremden, die das ehemalige Realschutgebäude für alles andere als für ein Stadthaus ausehen, abgeholfen. Zu einem neuen Stadthaus wird die Stadt Gießen wohl auch sobald noch nicht kommen, denn obwohl die in demselben befindlichen Räume im Vergleich zu anderen gleich großen Städten, z. B. Worms, sehr beschränkt sind, will man sich, wie Herr Bürgermeister Gnauth in gestriger Stadtverordnetensitzung unter Hinweis auf feine in Worms gemachten Wahrnehmungen mittheilte, mit den vorhandenen Räumen noch recht lange behelfen, da vor der Hand wichtigere, ,ber Ausführung harrender Beschlüsse vorliegen. — Der Kriegerverein Gießen hat in einer außerordentlichen Generalversammlung beschlossen, an der Kaiser begrüßnug in Darmstadt Theil zu nehmen. Eine größere Anzahl Vereinsmitglieder hat ihre Betheiligung zugesagt. Der Verein mit Fahne wird voraussichtlich Freitag den 6. Dccernber, früh 5 Uhr 14 Min. mit dem Zuge in Gießen abfah.en und Abends wiederzurückkehren. Fahrpreisermäßigung ist zugesichert, ebenso ist für einen gemeinschaftlichen einfachen Mittagstisch in Darmstadt Sorge getragen. Eine große Betheiligung von Kriegervereinen aus der Provinz Oberheffen ist bereits angemeldet. Die hessischen Krieger vereine scheinen demnach ihren Kameraden in Bayern, Sachsen, Württemberg und Baden bei Begrüßung ihres obersten Kriegsherrn nicht nachstehen zu wollen. — Bei der in der jetzigen Jahreszeit früh eintretenden Dunkelheit wollen wir wiederholt darauf Hinweisen, daß die Hausbesitzer gesetzlich verpflichtet sind, während der Abendstunden, so lange das Haus geöffnet ist, für Beleuchtung der Hausfluren und Treppen Sorge zu tragen, damit nicht Postboten, Zeitungsträger 2c. durch Fallen zu Schaden kommen. Für allen ans Unterlassung der Beleuchtung den betr. Personen entstehenden Schaden haben die Hausbesitzer resp. deren Stellvertreter aufzukommen, verfallen auch außerdem noch der gesetzlichen Strafe. t Das gestern Abend in Steins Garten veranstaltete Concert der auf einer Kunstreise nach Thüringen und Sachsen begriffenen Pionier-Capelle aus Coblenz hatte sich leider eines nicht so zahlreichen Besuches zu erfreuen, wie dies in Anbetracht der guten Leistungen dieser Capelle wünschenswerth gewesen wäre. Die einzelnen Nummern des gutgewählten Programmes gelangten zu recht e^acter Wiedergabe, und reicher Beifall lohnte die Künstler. Hervorgehoben zu werden verdienen die meisterhaft vorgetragenen Solos des Herrn Urban (Piston) „Une perle de Focean“, sowie „Souvenir de Bellini“ des Herrn Wild (Violine). * Eine auch für die hiesige Station bedeutungsvolle Schnellzugs-Verbindung mit Berlin tritt nach einer vom Vertreter der Kgl. Eisenbahn-Direction Frankfurt a. M. im Bezirkseisenbahnrath abgegebenen Erklärung mit dem 1. Juni nächsten Jahres in Kraft. Der hier Mittags 1 Uhr 17 Min. eintreffende und 1 Uhr 21 Min. über Cassel-Nordhausen abgehende Schnellzug wird 20 Min. früher in Frankfurt a. M. (also 11 Uhr 40 Min.) abgehen und so beschleunigt werden, daß er bereits 10 Uhr 30 Min. Abends (anstatt 12 Uhr Nachts) Berlin erreicht. Dadurch erhält der Zug bequemen Anschluß an die Nacht-Schnellzüge nach Danzig-Königsberg- Petersburg, Posen-Warschau, Breslau und Stettin. Auch die frühere Ankunft in Berlin selbst ist sehr willkommen. Die Neuerung ist für den internationalen Verkehr von großer Wichtigkeit; außer für Frankfurt und Umgebung ist sie auch für die Lahn- und Mofelgegend von erheblichem Interesse, da auch für diese die wesentliche Verbesserung und Beschleunigung des Tages-Schnellzuges nach Berlin durch den Anschluß in Gießen geschaffen wird. t Wie verlautet, steht die Auslieferung des in Antwerpen verhafteten Commis Emil Koch von hier dieser Tage bevor. — In die hiesige Klinik gebracht wurde gestern Abend ein Arbeiter aus Rödgen bei Nauheim, welcher in der Nähe des Nauheimer Bahnhofes zwischen zwei mit Schutt beladene Rollwagen gerat!)en war. Dem jungen Mann wurde hierbei der Unterschenkel des rechten Beines total zerquetscht. * Der November scheint vor seinem Scheiden noch daran erinnern zu sollen, daß wir dem Winter entgegengchen, denn heute Mittag gab es einen tüchtigen Schnee, der den Straßen und Dächern rasch ein winterliches Aussehen verlieh. Schotten, 27. November. In dem 3/4 Stunde von hier gelegenen Rüdingshain verunglückte vorgestern ein fünfjähriges Kind auf schreckliche Weise. Die Eltern hatten dasselbe zu ihrer Arbeit (Steinmeffen) mit hinausgenommen; da das Kind bei der stürmischen Witterung sehr fror, wurde ihm gesagt, daß es sich an das jedenfalls zum Kochen von Kaffee angezündete Feuer setzen sollte. Bei dem Feuer befand sich ein Strohschutzschirm, wie ihn die Steinklopfer gebrauchen; unter diesen stellte sich das Kind. Wahrscheinlich ist nun durch den starken Wind der Schirm um- und auf das Kind gefallen. Der Strohschutzschirm fing Feuer und das unter dem Schirm liegende Kind erhielt entsetzliche Brandwunden. Das Unglück wurde leider auch nicht gleich bemerkt. Am folgenden Morgen ist das arme Wesen seinen Qualen erlegen. (Schott. Anz.) vermischtes. Alspreiswerthespractisches Weihnachtsgeschenk empfehle ich: Mooserd. Bastroben (ganz Seide) Mk. 16.80 p* Nobe, sowie Mk. 22.80, 28—, 34.—, 42—, 47 50 nabel- sertrg. Es ist nicht nothwendig, vorher Muster kommen zu lassen; ich tausche nach dem Fest um, was nicht conoenirt. 6 Muster von schwarzen, farbigen und weißen Seidenstoffenumgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. Seidenfabrik D6pöt G. Henneberg (K- u. K- Hofltef.) Zürich. [9409 △ Mainz, 28. November. Das hiesige Kreisamt hat eine Verfügung erlassen, wonach sämmtliches Vieh, welches aus der Umgegend hierher gebracht wird, mit einem Gesund- heitsschem versehen sein muß. Hervorgerufen ist diele Maßnahme durch die verschiedenen Krankheitserscheinungen der letzten Zeit, doch dürfte deren Durchführung bei dem starken Verkehr auf ziemliche Schwierigkeiten stoßen. △ Ans Rheinhessen, 28. November. In dem Gonsen- heuner Walde kam es gestern beim Baumfällen zwischen Arbeitern zu einem Wortwechsel, der schließlich dahin ausartete, daß einer der Arbeiter einem streitenden Colleaen einen Axthicb auf den Kopf versetzte. Die Wunde, die der Getroffene erhielt, ist lebensgefährlich. — In Nierstein hat man letzter Tage einen interessanten Votivstein entdeckt, welcher die Inschrift trägt: J. D. Deo Apoiinis et Sirona Julia Frontina. A. S. L. L. M. Dieser Stein fand sich an einer von den Römern gefaßten schwefelhaltigen Quelle, Sironabad genannt. Von den Römern wurde dieses Bad welches sich bis in diese Zeit erhalten har, Aquae neri qe- nannt. Aus dieser Bezeichnung soll der Name Nierstein (Nerostein, Nerenstein) abgeleitet sein. A Aus Rheinhessen, 28. November. In den letzten Tagen fanden in der diesseitigen Provinz mehrere große Treibjagden statt, die sümmtlich ein sehr gutes Ergebniß hatten. Die meisten b:r erbeuteten Hasen sind an Händler nach Metz gegangen. A Aus dem Rheingau, 28. November. Bei der eben begonnenen Versteigerung der Mobilien aus dem bekannten Peez'schen Gut in Oestrich hat man beim Aufräumen der zur Versteigerung bestimmten Gegenstände einen werthvollen Fund gemacht. Unter einem alten Kasten fand man auf dem Speicher eine schwere, mit großen Schlössern versehene eiserne Kiste, bei deren Oeffnen durch einen Schlosser man Gold- und Silbersachen aller Art, nebst alten Münzen, im Werthe von vielen Tausend Mark wahrnahm. Da das Peez'sche Gut ehedem einer Kurmainzer Familie gehörte, hat man die Gegenstände wahrscheinlich zur Zeit, der Herrschaft der Klubbisten in Mainz hierher zum Verwahr gebracht Welche grosse Aufmerksamkeit von Seiten der Herren Aerzte dec Letchtoerdaultchkett eines Nährmittels aeftfienff wird, beweist die Mtttheilung des Herrn Host. FrhrP?ofDr Don Dusch, Heidelberg: „Ihr mir zugesandtes Nährmittel ^venaoia habe ich versucht und dasselbe als ein leicht verdauliches, recht wohlschmeckendes Pravarat aefunden, welches sich ohne Zweifel mit Vortveil zur Ernährung von Kranken, deren Verdauungsorgane der Schonuna bedürfen, venvenken läßt." Franks Avenacia wird von keli.cm anderen Nährmittel an Nährkraft, Letchtoerdaultchkett und Wohlae- schmack erreicht, geschweige denn übertroffen. Franks Avenacia ist zu Mk. 1.20 die Büchse erhältlich in Gießen bei Emil Fischbach. __________________ 9428 Wenn -inst -in großer Physiologe in Bezug am ttn beliebtes Genußmiltel schrieb: „Es ist wahr, es haben Tausende von Millionen Menschen gelebt, ohne Kaffee und Thee und Fleiscb^trott b!Ltä0l<$e ®rrfa^runfl leh.t, daß sie unter Umständen für die blos thierischen Lebensiunctionen entbehrt werden können - aber es ist sehr falsch daraus zu schließen, daß sie überhaupt entbehrlich seien, und es ist sehr die Frage, ob, wenn wir keinen Thee und keinen Kaffee hatten, der Volksinstinkt nicht Mittel aufsuchen und finden würde sie ru ersetzen" - so ist dies einer großen Verallgemeinerung fähig und trifft empstndlich diejenigen, welche die Fortschritte der Physiologie unberücksichtigt lassen wollen, weil sie unter den alten Verhältnissen auch gesund bleiben. Ganz besonders thörig ist aber der, welcher sich nicht von den Wohlthaten überzeugen will, wie sie nach körperlichen und geistigen Anstrengungen eine geringe Menge von Kemmerichs Fleisch-Pepton zu gewähren vermag. 9607 -------- Das Vogtl. B-rsandharrSViuceuL Keller, Plarr-n i. B. liefert: Gardinen, Congretz-Stoffe, Stickereien, Spitzen, Kinder-Con- fections-Arttkel, Schürzen, Corsetten, leinene Taschentücher, Tüll- Decken, Waffel-Bettdecken, PiguS-Bettdecken u. s. w. Als schönste Festgeschenke werden echte vogtl. Perlmutterwaaren (prachtvollste Schmuck-Gegenstände) empfohlen. ■ Vom 25. November biS 21. December eingehende WeihnachtS-Aufträge erhalten 4 Procent Rabatt. ■■ Man verlange illustr. Pr-iSbücher, welche kostenlos gesandt werden. 9504 Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. G 0 t t e s d i e n st. 1. Advent, 1. December Anfang des neuen Kirchenjahres. Vormittags 9>/r Ubr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittags- g 0 t t e s d i e n st. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nach den Gottesdiensten Collecte für die Kirchrnkasse zur Vermehrung des Kapitalvermögens der Gemeinde. Kinderkirche, Vormittags 11% Uhr, Pfarrer Schlosser. Bibelstunde am Mittwoch den 4 . December, Abends8 Uhr, in der Kleinkinderschule, Pbilipper-Brief Kap. 3, von Vers 12 an, demüthiges Streben nach Vollendung; arge Christen und rechte Christen. Pfarrer Dr. Naumann. Adoentsabendgottesdienstam Donnerstag den 5. Decbr., Abends 8 Uhr, in der Kirche; Text Offenb. Johannis Kap. 3, Vers 14—22, Sendschreiben an die Gemeinde zu Laodicea. Pfarrer Dr Naumann. Die Pfarrgeschäkte in der Woche vom 1. bis 7. December besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 1. Adventssonntag, 1. December. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um st,7 Ubr Austheilung der hl. Communion; um Uhr Frühmesse ; um 3/40 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um V»3 Uhr Christenlehre und Predigt. Gottesdienst in der Synagoge. 30. November. Freitag Abend 400 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3«) uhr, Samstag Abend 445 Uhr. SberMche Eiskubahma. Im Verkehr der Stationen der Oberhessischen Bahnen mit Stationen der Gsenbahndirectionsbezirke Hannover und Frankfurt a. M. werden vom 1- De, cember d. I- ab für Holzwaaren aller Art, wie solche im Specialtarif II des deutschen Eisenbahn-Gütertarifs Theil 1 aufgeführt sind, für Stäbe und Brett- chen bis zu 1,25 m Lange und 20 mm Dicke, unbearbeitet, sowie für Schachteln aus Holz, neu. ausgenommen Satzschachteln, sofern diese Artikel als Frachtstück- gut zur Auflieferung gelangen, die Frachtsätze und Vorschriften des „Ausnahme- tarifs für bestimmte Stückgüter" zu Grunde gelegt. Nähere Auskunft ertheilen die Gütererpeditionen. Gießen, den 27. November 1889. 9584 Großherzogliche Direktion • Oeffkutliche Aufforderung. Die Erbschaft des kürzlich dahier verstorbenen Schneiders Heinrich Buchenau aus Wallen rod ist unter der Rechtswohlthat des Erb- verzeichnisies angenommen worden. Es werden daher Alle, welche Forderungen an fraglichen Nachlaß zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche binnen 14 Tagen dahier anzumelden, anderenfalls sie bei Ordnung des Nachlasses Berücksichtigung nicht finden können. Gießen, 23. November 1889. Großherzogliches Amtsgericht. Stammler. 9581 Bekanntmachung. In unserem Genoffenschastsregister ist eingetragen, daß der Spar- und Vorschußverein zu Daubringen in seine Firma den Zusatz: „eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht" ausgenommen und laut Beschluß vom 17. November 1889 in folgenden Punkten Statutenänderung beschlossen hat: 1. Gegenstand des Unternehmens ist: Betrieb von Bankgeschäften behufs gegenseitiger Beschaffung der in Gewerbe und Wirthschast nöthigen Geldmittel für die Vereinsmitglieder aus gemeinschaftlichen Credit; 2. der Vorstand zeichnet durch Bei- sügen der Namensunterschriften mmdestens zweier Vorstandsmitglieder zu der Firma des Vereins oder zur Benennung des Vorstandes. Gießen, den 22. November 1889. Gr- Amtsgericht Gießen Kullmann. 9582 Bekanntmachung. In unserem Genoffenschaftsregister ist eingetragen, daß die Spar- und Leihkaffe zu Wieseck laut Beschluß vom 19. October 1889 in folgenden Punkten Statutenänderung beschlossen hat: 1. der Verein führt nunmehr die Firma: Spar- und Darlehenskasse zu Wieseck, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht; 2. Gegenstand des Unternehmens ist: der Betrieb eines Sparund Darlehnskassengeschästes zum Zwecke der Gewährung von Darlehen an die Genossen für ihren Geschäfts- und Wirth- fchaflSbetrieb, sowie zur Erleich- terung der Geldanlage und Förderung des Sparsinnes; 3. Bekanntmachungen der Genossenschaft ergehen in der „Deutschen landwirthschaftlichen Genossenschafts-Presse". Gießen, den 22. November 1889. Gr. Amtsgericht Gießen. Kullmann. 9580 Arbeitsversteigerung. DieuStag den 3* Deeeurber L I., Vormittags 9 Uhr. sollen im alten Rathhaussaale dahier versteigert werden: veranschlagt zu Maurerarbeit 36,00 JL Zimmerarbeit 187,67 „ Dachdeckerarbeit 48,75 „ Weißbinderarbeit 205,73 „ Gießen, den 29. November 1889. Großh. Bürgermeisterei Gießen. G n a u t h. 9604 9534 Umzugshalber zu verkaufen: ein gut erhaltenes Schlafsopha. ein Echülerprrlt und ein großer Sinder- wagen. Schillerstraße 9 I. Holzversteigerung im Gießener Sladtwalde Monrag den 2. Deeewber 1889, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem District Neuheege nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 193 Fichtenstämme mit 76,20 Festmeter, 54 Fichten - Derbstangen mit 4,50 Festmeter. B. Brennholz. Echeith Knüppel- Stockh. ReiSH. Rmtr. Nmtr. Rmtr. Wellev. Eichen — — — 1605; Nadel 41 162,7 96,6 4300 Die Zusammenkunft ist beim Schützenhaus an der Grünbergerstraße. Gießen, am 25. Novbr. 1889. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 9501 Bekanntmachung. Zur Empfangnabme oder Beischreibung der Zinsen pro 1889 für Einlagen zur hiesigen Spar- und Leihkasse sind folgende Zahltage festgesetzt worden: Samstag d en 30. November 1889, Dienstag 3. Deeember Mittwoch 4. ff Donnerstag u 5 ff Samstag * 7. Dienstag ff 10. ff ff Mittwoch ff 11. ff n Donnerstag ff 12. ff ■ Samstag ff 14. ff ff Dienstag ff 17. Mittwoch ee 18. Donnerstag . i 19. ff ff Samstag ff 21. .1 ff Montag ff 23. ff ff Dienstag ff 24. ff ff Die Einleger werden detzhalb ersucht, ihre Zinsen an einem der oben genannten Tage unter Vorlage der Scheine in Empfang zu nehmen oder beiscbreiben zu lassen. Die Vorlage der Scheine ist diesmal um so nothwendiger, als mit dem 1. Januar k. I. Einlagebüchelchen ausgegeben und die alten Scheine eingezogen werden. Die Gr. Bürgermeistereien des Sparkassebezirks werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung im Interesse ihrer Ortsangehörigen auf geeignete Weise zu deren Kenntniß zu bringen-, Gießen, am 11. November 1889. Der Rechner der Spar- u. Leihkasse Gießen. Doering. Jeilgeöotenes. Neu und vorzüglich ist Liebigs Fflanzengelee zur einfachen, Herstellung von durchsichtigen Gelees, Cremes, Eis etc. „Misslingen ist ausgeschlossen“. Das Poquet für 12 Personen 25 Pfg. Lie-1 Puddingpulver, Paq. 20 X bigs j Backmehl, Vs Ko- 40 H „Kochbücher gratis“. 9597 DaDaDOOD3QQODOOOOO Feinere Cigarren und Weine empfiehlt in großer Auswahl 9--77 Friedrich Leo. oooDoaooooaooooaaa Grosses Möbellager Gießen, Neustadt 11. 20 verschiedene Sorten Stühle aus Lager- [9600 Ernst Lotz. Nützlicher Fortschritt in der Behandlung alles Leder- und SchubwerkS durch das gänzlich geruchlose Malta - Vaselin - Lederfett der Firma Th. Voigt, Würzburg. Ueberraschender Erfolg, große Er- sparnitz bei Kinderschuhwerk, für Arbeiter, Landleute, Soldaten. Offiziere Jäger, Schiffer, Gutsbesitzer, Fabriken rc Wegen vieler schlechter Nachahm. genau aus obige Firma zu achten und nur in den annoneirten Verkaufsstellen zu kaufen. Prospecte daselbst gratis. Zu haben in Dosen und lose nach Bedarf in Gießen bei Herd. DrebeS, Eberh. Metzger, Herd. Seibel, Friedrich Kühne sen„ Louis Wittich II. [176t Ledcr-Treib-Riemen in allen Breiten in bester Qualität und billigsten Preisen empfiehlt Adam Heß, Sattler, 9491 Marktstraße 14 Sft. Schlesisch. Kümmel-Käse, vorzüglich im Geschmack, empfiehlt Ferd. Drehe«. 9243 2t Marktplatz 21. Schwarze Seidenzeuge in allen modernen Geweben unter Garantie billigst. 9585 8. W'eimersheim Nachfolger. ♦ Fehsenfeids Univ.-BuchhandL, ♦ ♦ Kunsthandlung u. Antiquariat | ♦ Seltersweg 53 M. BaltZ Seltersweg 53 ♦ a eröffnete ♦ Sonnabend den 30. November ♦ ihre 9589 r WeilmacNs-Ausstellung r von ♦ T Büchern und Bildern jeder Art, J für Geschenke bestens geeignet. > Prachtwerke, Geschenk-Literatur, X ♦ Classiker, Jugendachriften etc., ♦ ▼ sowie Photographien jeder Grösse mit und ohne ▼ ♦ Rahmen, Emaillebilder, Verrotypien, Stiche, Chromo- ♦ ▼ bilder etc. liegen in grösster Auswahl vor. ♦ ▲ Die Ausstellung ist geöffnet bis Weihnachten jeden ▲ Tag von 8 Uhr früh bis 7 Uhr Abends. rfür Öen lüetTjnfldjlsoerRaiif habe einen großen Posten Damenkleiderstoffe im Preise bedeutend herabgesetzt, ebenso eine Partie Wintermäntel, Abendräder und Regenmäntel, welche unter Einkaufs- pre.s abgebe, $ Weimer sheim Nachfolger. Geschäfts - Uebergabe. Meinen werthen Kunden theile ergebenst mit, daß ich meine seit mehreren Jahren betriebene Metzgerei an Herrn Gustav Trinkaus mit dem Heutigen übergeben habe. Indem ich für das mir geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich dasselbe auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. . Hochachtungsvoll H. Feusser. Auf Obiges Bezug nehmend, empfehle ich einem hiesigen und auswärtigen Publikum prima Ochsen-, Kalb- und Schweinefleisch, sowie alle Sorten Wurstwaaren. Unter Zusicherung streng reeller Bedienung halte mich bei Bedarf bestens empfohlen. 9606 Hochachtungsvoll Gustav Trinkaus, Asterweg Nr. 3 D.O.M. fr Verkable Liqueur BeirädMe der Benedictiner Mönche der Abtei zu Fecamp (Frankreich). Vortrefflich, tonisch, den Appetit und die Verdauung befördernd Man achte darauf, dass sich auf jeder Flasche die viereckige Etiquette mit d.Unterschrift des Getieraldirec- tois befindet. Nicht allein jedes Siegel, jede Etiquette, sondern auch der Gesammteindruck der Flasche ist gesetzlich eingetragen und geschützt. * Vor jeder Nachahmung oder Verkauf von Nachahmungen wird mithin ernstlich gewarnt VERITAELE LIQUEUR BENEDICTINE Marques deposees en France d ä 1 Eiranger und zwar nicht allein wegen der zu gewärtigenden gesetzlichen Folgen, sondern auch hinsichtlich der für die Gesundheit zu befürchtenden Nachtheile. Man findet den echten Benedictiner Liqueur bei Nachgenannten, die sich schriftlich verpflichtet haben, keine Nachahmung zu verkaufen. Emil Fischbach, 479 Hr. Kinkel, Conditor; Carl Schwaab. Hans Hottenroth, General-Agent, Hamburg. 9535 Ein gewandter junger Mann, welcher sich als Verkäufer eignet, auf sofort gesucht Näheres bei Chr. Duill, neue Kaserne- 9189 Ein ordentliches Mädchen wird in eine kleine Familie zu miethen gesucht. Wallthorstraße 44, 2. Stock. 9552 Ein solides Mädchen für sofort gesucht. Gasthaus »zum Adler". 9551] Geräumiges Kneiplocal mit separatem Eingang abzugeben. Gasthaus »zum Adler". Ein ächt englisches Mutter schwein mit 4 Ferkeln zu verkaufen. 9577 Näheres in der Expedition d. Bl. Ost-Indische Theehandlung Georg A. Adich Wiesbaden direct Import., ausgezeichnete frische und sehr preiswerthe Thees in Paketen von %, y3, »/4 Pfund zu v4L 2.50, 3.—. 3 2U und 4 — per Pfd. bestens empfohlen Niederlage in Gießen bei F. Lachiimniit 9150] _ ^üdanlage 15 I bilden und i-Handlungen. Gleiten mit unbeschreiblicher rkeit über jede» Papier, Gutkvchende Heller Linsen . . . Pfd. 22H, bei 10 Pfd..... 20 „ Mittel-Linsen . . „ 17 „ bei 10 Pfd. ... . „ 15 „ Thur, weihe Bohnen „ 16 „ bei 10 Pfd..... 14 „ gelb.Victoria-Erbsen „ 16 „ bei 10 Pfd. ... . „ 14 „ gesch Victoria- Erbsen,, 18 „ bei 10 Pfd.....„ 16 „ empfiehlt 919R Fr, Seibel. Cocosnussbutter i aus der Fabrik von I*. Müller ii. Nöliucs Mannheim bei Emil Fischbach, Seltersw.24 Ferd. DrebeS, Marktpl. 21, L. Kalkhof, Seltersthor, E. Roth II., Wallthorstr. 5. Mosel-Cognac aus nur Wein gebrannt, ohne den geringsten Spritzusatz, in Brüssel mit der silbernen Medaille gekrönt, empfiehlt die Eognac-Destillerie von A. L. Elfen, Trier a/Mosel. Niederlage für Gießen bei Herrn Ph. Bauer II., 5096]__Bahn h ofstraße. flechte Frankl. Würstchen, M Gothaer Cervelatwurst, \ = M Braunschw. L-berwurst,l§ Zungen- und Zalamiwurst, I Z Howf. Zchinkenroulaüe, / la Corneü Bees (Büchsen!« fleisch) )s empfiehlt Emil Orbig, 8874 ____Bahn Hofstr. 30. ____ Wst. Emmenthaler, Schweizer«, Holländer-, Edamer«, Rahm- und Schloß «Käse, Neufchateler und Fromage de Brie rc., empfiehlt Emil Orbig, 91"4 Bahnhosstr. 30. Täglich frische Hefe empfiehlt [9327 Pbtlipp Bob Bahnhofstraße 11. Wollene und wasserdichte Pferde- dcckrn billigst bei Adam Hess«, Sattler, 9490 Marktstraße 14. Pferdedecken in aroßer Auswahl zu billigsten Preisen empfiehlt [8601 Heinrich Wallach. 8813 Ausverkauf einer Parthie wollener Tücher und Caputzen. Blumen. Hüte Bänder, federn. Pelüsch u Lammt, Strick-, Stick- und Häkelwolle usw. zn sehr billigen Preisen. 9572 L. Mühlhausen, Westanlage 15 Danksagung Der Vorstand. [9445] Ansann Pracis 8 Uhr. zu vermiethen- Westanlage 15. Familie Denn 9601 gedecke rc. empfiehlt in schönster Auswahl D. O 9591 an. tiefbetrübt mittheilen Die trauernden Eltern. Bedeutende Auswahl Sterbehause, Kaplansgasse 5, aus statt. 9602 Langjährige Garantie. Freie Lieferung. 7945 Willi. Riulolpli, Pianomagazin, Neuen weg 9 Arme und Beine, Schuhe und [9235 Puppmsachm Launsbach, den 29. November 1889. 9590 102.40 Gotthard- Dresdener „zum Litidenhuf * 944 Handelsgesellsch -Antheile 209.70 Schweizer Nordost-Bahn-Actien Credtt-Actien! 270.25 „ West- . ,, Berliner Lombard. Eisenbahn- Tendenz : sehr fest. 37 Darmstädter Bankactien 1(500 ' Redgctton: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tn Gießen. 205.87 11000 ,— 15 pCt. BuderuS-Obligationen - Frankfurter Bank-DiSkout 5 pCt. 245.60 182.30 180.00 24480 309.75 92.25 252.25 Strümpfe, sowie sämmtliche 335 00 18975 175.50 133 8>> 38 00 223.( 0 7970 86.40 93 60 78.20 93.80 Wngekieidete Puppen, Puppengestelle in Stoff und Leder, Gelenkpuppen in allen Größen, Puppenköpfe in Patentmasse, Holz und Porzellan, mit und ohne Frisuren. Gießen, den 29. November 1889. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 3 Uhr, vom 105.50 4 pCt. Griechen 102 9514 pCt. Egypter Buschtherader Eisenbahn-Actien Elbethal-Bahn-Actien Für die vielen Beweise herzlichster Theil- nahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste, für die zahlreichen Blumenspenden und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dingeldey sprechen wir unseren tiefgefühlten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag den 1. December, Nachmittags 2 Uhr statt. Oesterr. Credil — . „ Staatsbahn-Actten 169 901 DtSconto-Gom.-Antheile 104101 Harper er 141.701 Ostpreußen 182.401 Lochumer Gußstahlactiev Tendenz: fest. Gelsenkirchener Bergwerks-Actien Oesterr. Alpine-Montan- w nebst Kochkorde in schönster und größter Auswahl. 5 Italiener Rente Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagt innigsten Dank 9592 Familie Prell. üotaCflusoerhauf! Schmidt L>' Repp, Bahnhofstraße 29 machen aus ihren großen Ausverkauf wegen Auflösung der Firma in Hut-, Schirm- und Pelzwauren (Selbstkostenpreis) aufmerksam und empfehlen zu und unter Einkaufspreis: Pelzmäntel Muffe, Pelzkragen, BarelS, BoaS, Fuß- und Jagdtaschen rc.' nur eigenes Fabrikat in hochfeiner Ausführung. 9202 J. H. Fuhr, Sonnenstrasse 25 empfiehlt in großer Auswahl: Flügel von Mk. 1000.— an, Harmoniums von Mk. 70.— an. Alle berühmten Fabrikate. Gespielte Klaviere von Mk. 50.— an. — Umtausch alter Klaviere. Todes-Anzeige. Gestern entschlief nach kurzem schweren Leiden unser innigst geliebtes Söhnchen RiadoBf Unverzagt im Alter von 11 Monaten, was wir Verwandten und Bekannten Gonrsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Ararrikfurter Börse vom 29. November 1889. DaS feinste englische hohlgeschliffene Silber- stahl-Rafirmesser verkaufe m.Garantie ä Jt 2.15. Dasselbe nimmt den stärksten Bart mit Leichtigkeit. Umtausch innerhalb 8 Tagen gestattet. Elastische Abzieher 2 Mk. 15 Psg. [1611 C. Fr. Conrad, Friseur, Gießen. Freiwillige flatHdje Feuerwehr Samstag den 30. November: 34. Stiftungsfest (lebende Bilder, Theater und Tanz) im Leibwachen Saale. Eintrittskarten für Freunde von Mitgliedern sind im Laden des Kameraden PH. Mootz, Neustadt, sowie Abends an der Kaffe zu haben. vermischte Anzeigen. 8640] In Buchbinder- und Ga- lanteriearbeiten. sowie im Bilder- einraymen empfiehlt fich Paul Richter, Buchbinderei, _________12 Kaplansgasse 12. 9429] Im Änfertigen von Costümen aller Art, von den einfachsten bis zu den elegantesten, empfiehlt sich Jetta Stein, __Goethestraße 15. Neue Fracks in allen Größen billig zu verleihen, eo auch zu verkaufen bei D. W. Karnbach, 9154] Kirchenplatz 18, 1 Tr. Georg iföarx, Spengler, Marktstr. 12 empfiehlt alle Arten Kinderspielwaaren für die Puppenküchen Todes-AiyeM. Verwandten, Freunden und Bekannten h'ermit die schmerzerfüllte traurige Nachricht, daß heute Nacht unser lieber Gatte und Vater Herr Gaflnnrth Friedrich Pfaff int Alter von 52 Jahren nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenen Leiden sanft entschlafen ist. Schlußcourie 1 Uhr 15 291 in. 107.2014 pCt. Ungar. Goldrente MihnachkWMmgm für Augaast Willi Bielefeld Gadderbaum, auf Herren- und Damenwäsche, fowie alle sonstigen Bielefelder Artikel erbitte rechtzeitig, um solche mit gewohnter Sorgsalt ausführen zu können. Nur allerbestes Fabrikat bei billigen Preisen! Iran Anna Both, 9289 Neuenweg SO, neben dem „Löwen." Arttkel zum Besticken, Taschentücher, Kommoden- und Tischtücher, Thee- Reingehaltene Exemplare des „Gießener Anzeiger" Nr. 239 vom 6. November c. werden zurückgekaust 4 pCt. Gießener Obligationen in der Expedition Schulstraße 7.ReichSbank-DiScont 5 pCt. „Stordjailirftir Ausschank des üorpigl. allgemein beliebten bayxrislhen CXportbieres von der Brauereigkskllschaft „?um Storchen", vorm. Chr. Sick, Speyer a. Kh. per Krug 13 Pfg. bei Frau O. Hess Zittierclub (Wohithätigkeitsverein). Sonntag den 1. December r Iamitienabend mit Zitherconcert im „Wiener Hof". Anfang TVz Uhr. Anfang 7Vr Uhr. [9595] Piaaiiiaos von Ulk. 350.— 7754] Ein freundliches rnöblirtes Rimmer per sofort zu vermiethen. _________________________Neustadt 21. 8199] Ein gut rnöblirtes ßtmmer mit Kabinet zu vermiethen. Asterweg 47. 8470] Zwei große ineinandergehende gut möblirte Parterre-Zimmer mit Piano Ein tüchtiger Obersteiger auf Eisenstein findet dauernde Stellung. Offerten G. V. 12 an die Expev. dieses Blattes._______________9590 959> 1 Ein junger Spenglergehülfe auf sofort gesucht. näheres in der Exped. d. Bl. 9596 Gesucht rür Weihnachten oder Neujabr ein tüchtiges Mädchen, welches selbslständig kochen kann. ... Frau I. Schulze, Kreuzplatz. 9605 Ein ordentlicher Hausbursche per sofort gesucht. Steins Marten. Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 29. November 1889. Oesterr. Sredttactten Oesterr. StaatSbahn-Actten Dortmunder Union-Actten Ein« Frau, tüchtig im Waschen und Putzen, wird gesucht. Näheres bei der Expedition dieses , Blattes.__ 9583 4 pCt. Reichsanleihe 9548] Große Kellerräume 4/2 " Preutz. Consols WSt Wohnung per 1. April 3«/r „ 18S0 gesucht. Offerten unter "We an die Erp. d. BlatteA. Disconto-Cornmandit-Antheile - ——-------------- Darmstädter Bank-Actien Die Selbsthilfe, treuer Rathgeber für alte und junge Personen, übler Jugendgewoynheiten sich geschwächt fühlen. Eß lese es auch Jeder, der an Rervofitat, Herzklopfen, Berdauungsbeschwerden, ^omorrhoiden leidet, seine aufrichtige Belehruna bilfl jährlich vielen Tausenden zur Gesund- neit und Kraft. Gegen Einsendung von 1 Mark in Briefmarken zu begehen von Dr. L. Ernst. Homoopath, Wien, tiiselaetrasse ftr. 11.— Wird in Couvert verschlossen überschickt. Wermietßungen. 2116] Mehrere Logis, gleich beziehbar, zu vermiethen bei __Marlin Lenz, Marktplatz 22 8482] Südanlage 23, Ncbenhaus: zwei Zimmer und Küche an ein älteres kinderloses Ehepaar oder einzelne Frau zu ver- miethen.__ 9414] Eine Wohnung von 3—. Zimmern mit Wasserleitung und allem Zubehör, sogleich beziehbar, an eine ruhige Familie zu vermiethen. W. Kerber, Buchhändler. 6634] Mein Nebenhaus ist an eine ruhige Familie zu vermiethen- Dr Plath. 9587] Zwei gut möblirte Zimmer in schöner Lage per sofort zu vermiethen. Verlängerter Asterw < p H Gesangverein Eintracht. Samstag den 30 November, Abends 8 Nhr 15» S t i f < m n g s - F e s t mit Tbester und Tanzunterhaltung in Steiras Garten. Zur Aufführung kommt: Die Schweizer in Amerika. Karten für Mitglieder und ihre Freunde ä 1 Mark bei Herrn Thoma, Bahnhofstraße und Herrn Orbtg, Ritter gaffe- [9473] Das Comite. 9192] Ein Zimmer zu vernliethen. ____________________Bahnhofstra ße 11. 9 571] Zwei ineinandergehende freundlich möblirte Zimmer zu vermietben __Ludwigsstraße 28 III. 7775] Zwei gut möblirte Zimmer zu vermiethen. Heinrich Kiefer, Neuenweg 32. Erklärung. Die im September l. I. über Anna Maria Schön zu Reiskirchen gethanenen beleidigenden Aeuße- rungen nehme ich hiermit zurück. Reiskirchen, 28. November 1889. 95Christiane Da mm. 9413] Mein Geschäft befindet sich Lievigstraße Nr. 65. Achtungsvoll Kari Müller, Schuhmacher. 9694] Chaise, ein- und zweisp., wird lechweise abgegeben: auch übernehme Loynsuyren zu billigen Preisen. ____K. Euter, Hammstraße 5. 9598] Als Kutscher sucht ein junger Mann mit guten Zeugnissen Stelle auf Weihnachten. Offerten unter W. 295 an Haasenstein & Bögler, A.-G., Marburg a. d. L.