Nr. 99. Dienstag den 30. April M8S. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. »ur.au, Schulstraße 7.Erscheint läglich «nahm- des M-Ut-gS. W Amtlicher Aß eil. Betreffend: Die Gebühren der Hebammen, hier den Erlaß einer neuen Taxe für dieselben. Gießen, am 23. Aprll 1889. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglicherr Bürgermeistereien des Kreises. * Mit nächster Post lasten wir Ihnen eine dem Bedürfnisse Ihrer Gemeinde entsprechende Anzahl von Exemplaren der neuen Taxe für die Hebammen mit dem Auftrage zugehen, jeder Gemeinde- und Privathebamme Ihres Dienstbezirkes ein Exemplar derselbe« zuzustellen. __v. Gagern.________________________________________________________ Betreffend: Gesuch des Pferdemarktcomitö's zu Fritzlar, Reg.-Bezirk Cassel, um Erlaubniß zum Vertrieb von Loosen einer von ihm im Juli 1889 z« veranstaltenden Verloosurrg im Großherzogthum. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem mbricirten Comitö die Erlaubniß erthellt, die Loose einer von demselben am 11. Juli d. Js. in Fritzlar zu veranstaltenden Verloosung von Pferden, Wagen, Fahr- und Reit-Requiflten und sonstigen Gegenständen in den Kreisen Gießen, Alsfeld und Lauterbach zu vertreiben. Nach dem von dem König!. Preuß. Oberpräsidenten der Provinz Hessen Nassau genehmigten VerloosungSplane dürfen 7000 Loose ä 3 JL ausgegeben werden und müssen 14900 JL zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden. Gießen, am 26. April 1889 Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________________v. Gagern._________________________________________________________ Betr.: Die Verminderung die Raben. Gießen, 26. April 1889. Das Großhcrzogliche Kreisamt Gießen an bU Grobherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises» Indem wir diejenigen von Ihnen, welche unserer Verfügung vom 5. März l. I., Kreisblatt Nr. 59, noch nicht entsprochen haben, an baldige Erledigung erinnern, bemerken wir, daß in den Gemarkungen, in welchen die Jagdpächter sich seither um die Verminderung der Raben bemüht haben und sich verpflichten, während der jetzt beginnenden Brutzeit die Raben auf den Resterü abzuschießen, von einem Ausnehmen der Nester abzusehen ist. -v. Gagern. politische Rundschau. Gießen, 29. April. Die parlamentarische Lage nach Ostern wird durch den an diesem Dienstag stattfindenden Schluß deS preußischen Landtages eine überraschende Vereinfachung erfahren. Zweifellos ist dieser plötzliche Abschluß der parlamentarischen Thätigkett in Preußen, in welchen die Osterferien des Landtages so unvermittelt übergehen, in erster Linie durch die Schwierigkeiten hervorgerufen worden, welche sich dem Steuerreform; projecte des Finanzmtnisters von Scholz entgegenstellen und die Herrn von Scholz zur Zurückziehung seines Steuergesetzentwurfes veranlaßten. Infolge dessen konnten auch die beiden andern neuen Vorlagen, welche den preußischen Landtag noch nach Ostern beschäftigen sollten, diejenigen betr. Verwendung der sogenannten Sperrgelder und betreffs der Bergwerkssteuer, nicht mehr vorgelegt werden, da sie mit dem Einkornrnen- steuergesetzentwurfe in einem gewissen Zusammenhänge stehen und es stand somit dem Landtage kein weiteres Arbettsmaterial mehr zur Verfügung. Außerdem ist aber für die preußische Regierung noch ein anderer Grund für die beschleunigte Beendigung der Landtagsarbeiten maßgebend gewesen, die Rücksicht auf das Altersversicherungs- gesetz im Reichstage und hofft man, daß es den Reichsboten doch noch gelingen werde, das hochwichtige Gesetz in der laufenden Session zu erledigen, wenn sich die Concurrenz der preußischen Volksvertretung nicht mehr fühlbar macht. Vorerst steht aber diese Hoffnung noch auf ziemlich schwankendem Grunde, da sich selbst in conser- vativen Kreisen die Kundgebungen zu Gunsten einer Vertagung der Alters- und Jn- validitatsoersicherung mehren, während es daneben auch nicht an gewichtigen Stimmen von conservativer Seite fehlt, die sich überhaupt gegen das ganze Gesetz erklären. Im Landesausstellungspalaste zu Berlin findet an diesem Dienstag in Gegenwart des Kaiserpaares die feierliche Eröffnung der deutschen allgemeinen Ausstellung für Unfallverhütung statt. Es bedarf wohl kaum eines besonderen Hinweises darauf, daß man es hier mit einem äußerst zeitgemäßen Unternehmen zu thun hat, denn dasselbe bildet ein fast unentbehrliches Glied in unserer social - politischen Entwickelung. In 22 großen Gruppen gewährt die Ausstellung einen orientirenben Ueberblick über sämmtliche Erfindungen auf dem Gebiete der Unfallverhütung aller beteiligten Betriebe und Gewerbe und legt klar, was überhaupt für eine solche Vorbeugung in den versicherten Betrieben bislang geschehen ist. Diese Gruppen zerfallen wiederum in drei große Abteilungen, von denen die erste alle Gegenstände aufweist, die mehr oder weniger von gemeinsamen Interesse für die versicherten Betriebe sind, während die zweite diejenigen Gegenstände umfaßt, welche vorwiegend einzelne Gewerbe ober Gewerbegruppen angehen; bte britte Abteilung enthält die auf bie Unfallverhütung bezügliche Literatur, also gewissermaßen bie Ausstellungsbibliothek. Das Unternehmen verspricht in jeher Beziehung ben schönsten Erfolg. Am Samstag erfolgte von Swinemünbe aus bie Probefahrt bes auf der Werft des „Vulkan" in Stettin erbauten ersten deutschen Doppel - Schrauben- Schnell-Dampfers „Augusta Victoria", zu Ehren unserer Kaiserin so genannt, die Fahrt verlief in befriedigendster Weise. Das schone Schiff ist auf Rechnung der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actien-Gesellschaft erbaut worden. Im Auswärtigen Amte zu Berlin dürste am heutigen Tage die Eröffnung der Samoa-Conferenz stattgefunden haben, falls diefer Act nicht durch irgendwelche Zwischenfälle noch verzögert worden ist. Man glaubt jetzt allseitig an einen befriedigenden Verlauf der Samoa-Conferenz und wird angenommen, daß dieselbe in zwei Wochen beendigt sein werde; Staatssecretair Graf Herbert Bismarck führt den Vorsitz. Die Wiener Blätter ziehen das Facit der jetzt beendigten Krawalle in der österreichischen Hauptstadt Im Ganzen sind 460 Personen verhaftet und soweit sich iM'S ermitteln ließ, 206 verwunde! worden, unter letzteren befinden sich 40 Polizisten j und 20 Soldaten; die Gesammlzahl der Vcrletztm ist jedoch noch erheblich größer,, de | sich zahlreiche Verwundete sofort in Privatpflege begaben. Die von den Lumultuanteu j verursachten Eigenthumsbeschädigungen werden auf allermindestens 10000 Gulden veranschlagt. Der Betrieb der Wiener Pferdebahn befindet sich seit Freitag wieder in vollem Umfange und hat der Verwaltungsrath den Kutschern die Einrichtung einer 12ftündigen täglichen Dienstzeit und Erhöhung der Löhne zugesagt, die Strikenden haben also im Wesentlichen ihre vollauf berechtigten Forderungen durchgesetzt. Zu bedauern bleibt nur, daß diese Nachgiebigkeit der Gesellschaft so post festum kommt, denn hätte sie die Forderungen der Kutscher gleich anfangs bewilligt, so wäre es auch nicht zu dem revolutionären Straßentreiben gekommen, welches sich aus dem Strike entwickelte. Der empfindliche Einnahme-Ausfall, welchen die Wiener Tramway-Gesellschaft infolge der Betriebsstockungen gerade während der Dfterfeiertage verzeichnen mußte, kann daher als eine wohlverdiente Lection für die Gesellschaft bezeichnet roerbeit unb ebenso bie Eonventionalftrafe von 50,000 Gulden, zu welcher sie laut Beschluß des Wiener Gemeinderathes verurtheilt worden ist. Kevtschlanb. Berlin, 27. April. Die Eommission des Herrenhauses genehmigte die Gesetzentwürfe über bie Ausbehnung bes Amtsbezirks des Polizeipräsibenten von Berlin auf Eharlottenburg unb die Kreise Teltow unb Nieberbarnim, sowie über bie Zu- ftänbtgfett ber Verwaltungsbehörben ber Provinz Posen in ber vom Abgeorbneten- hause angenommenen Fassung unb lehnte mit großer Majorität bas Polizeikoften- gesetz ab. — Der zweite Secretär der türkischen Botschaft, Mehemed Bey, ist geftorben; der dritte Secretär, Nazmi Bey, überführte die Leiche beffelben heute nach Konstantinopel. Berlin, 27. April. Eine heute von 90 Vertretern von Hanbelskammem, Magistraten, Gemeindebehörden unb wirthschaftlichen Vereinen besuchte Versammlung im Slänbehause zu Hannover beschloß bie Wiederaufnahme der Agitation zu Gunsten der Ausführung des Rhein-Weser-Elbe-Eanals in größerem Maßstabe unb mit der Absicht eines möglichst raschen Vorgehens. — Nach dem „Posener Tageblatt" hat das HülfscomitS für die Ueberschwemmten der Stadt Posen in Gemeinschaft mit sieben weiteren Städten der Provinz an das preußische Abgeordnetenhaus eine Petition gerichtet, in welcher nachgesucht wird, die Bestimmungen des Nothstandsgesetzes vom 13. Mai 1888 auf bie in biefem Jahre von ber Überschwemmung heimgesuchten Gebiete ausdehnen unb bie zur Erhaltung ber Betroffenen im Haus- unb Nahrungsstande erforderlichen Geldmittel bewilligen zu wollen. Berlin, 27. Aprll. Der schleswigsche Lehrer, deffen Schulkinder im März 1888 bei der Mitt Heilung der Nachricht von dem Hinscheiden Kaiser Wilhelms ein Hurrah anstimmten, ist vom Kultusminister seines Amtes entsetzt worden. (F. I.) Hamburg, 27. April. Das Entmündigungsverfahren gegen Geffcken wurde eingestellt. Die Aerzte erklärten seinen Geisteszustand für durchaus normal. (F. I.) Eisenach, 27. April. Seine Majestät der Kaiser erlegte heute früh einen Auerhahn. — Um halb 9 Uhr erfolgte die Ankunft Seiner Majestät in der glänzend geschmückten Stadt. Seine Majestät wurde am Bahnhof von dem Großherzog, dem Erbgroßherzog und der Stadtoertretung festlich empfangen, sowie von den Krieger- vereinen, den Schulen und der überaus zahlreich herbeigeströmten Bevölkerung begeistert begrüßt. Se. Majestät reichte dem Oberbürgermeister dankend die Hand, schritt die aufgestellte Ehrencompagnie ab und fuhr mit dem Großherzog und dem Erbgroßherzog auf die Wartburg, wo dasFrühstück eingenommen öirb._ München, 27. April. Der Verfall der Kräfte der Königin-Mutter hat weitere Fortschritte gemacht. Den „Neuesten Nachr." zufolge wird die beabsichtigte Punktirung ' vorerst unterbleibend Hesterrcich. Wien, 27. April. Sämmtliche Tramwaykutscher bis auf zwölf haben die Arbeit wieder ausgenommen. Der Verwaltungsrath der Tramway-Gesellschaft hat seine Entlassung eingeretcht. Der Polizeterlaß wegen frühzeitiger Schließung der Hausthore ’ und Wtrthschaftslocale ist nunmehr wieder aufgehoben worden. | Triest, 27. April. Heute Nacht sind durch Einbruch in das Postamt aus der Kasse desselben 53,000 fl. entwendet worden. Stollen. Rom, 27. April. Die gestern Abend zu Ehren des Kölner Mannergesangvereins im Concertsaale des Theaters Eostanzi veranstaltete Festlichkeit nahm einen glanzenden Verlaus. Anwesend waren der deutsche Botschafter Graf Solms, der preußische Gesandte v. Schlözer, alle hervorragenden Persönlichkeiten der deutschen Colonte, sowie der hiesigen Musikwelt. Beim Erscheinen wurde der Kölner Gesangverein mit Rufen: „Es lebe Deutschland! es lebe Italien!" begrüßt. Nach dem Vortrage von Gesängen wurden lebende Bilder gestellt, von denen einige das deutsch - italienische Bündniß repräsentirten. Heute Abend veranstaltet der Kölner Gesangverein ein Concert. Kugland. London, 27. April. Einer jetzt ergangenen amtlichen Bekanntmachung zufolge wird zu Ehren des Besuches Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm etwa am 16. Juli eine große Flottenschau auf der Rhede von Spithead stattfinden, an welcher 109 Kriegsschiffe theilzunehmen haben. Afrika. Attckland, 27. April. (Telegramm des Reuter'schen Bureaus.] Die amerikanische Corvette „Nipsic", welche von Samoa nach Auckland abgegangen war, mußte, weil sie sich als nicht seetüchtig herausstellte, nach Apia zurückgeschleppt werden. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Buream: Viseuach, 28. AprU. Seine Majestät der Kaiser erlegte heute Morgen 3 Auer- hähne und traf um 7 Uhr 30 Min. auf der Wartburg ein. Wien, 28. April. Das „Fremdenblatt" hält die Meldung der „Capitale", daß die italienische Regierung ihren Botschafter in Paris, Grafen Menabrea, aufgefordert habe, auf seinen Posten zurückzukehren und der Eröffnung der Pariser Ausstellung beizuwohnen, für unwahrscheinlich, und bemerkt dazu, die Stellung, welche fast sämmtliche Staaten, Italien etngeschlossen, der Pariser Ausstellung gegenüber eingenommen haben, indem sie die offictelle Betheiligung abgelehnt, schließe wohl die offictelle Be- thelligung ihrer Vertreter an dm Eröffnungsfeierlichkeiten von selbst aus. London, 28. April. Das Reuter'sche Bureau meldet aus Derbau vom 27. ds., der zur Untersuchung der letzten Unruhen im Zululande eingesetzte Gerichtshof hat nach mehrmonatiger Berathung die Anführer der Zulus bei dem letzten Aufstande Undabuko -u 15, Tschingaan zu 12 und Dtutzulu zu 10 Jahren Gefängntß ohne Zwangsarbeit wegen Hochverraths verurtheilt. Rom, 28. April. Die Königin und der Kronprinz, sowie eine größere Anzahl hervorragender Persönlichkeiten der römischen Gesellschaft und der Fremdencolonie wohnten gestern Abmd dem von dem Kölner Männergesangverein im Theater Eostanzi veranstalteten Concerte bei. Der Verein errang einen ungeheuren Erfolg und erntete wiederholte Beifallsbezeugungm. Nizza, 28. April. Als die Königin von Württemberg gestern Nachmittag in einem Landauer von Nizza nach Monaco fuhr, gingen die Pferde durch, übersprangen Ae Brustwehr und zerriffen die Zügel; der Wagen blieb auf dem Wege. Die Königin konnte den Wagm unbeschädigt verlassen; der Diener wurde leicht am Fuße verletzt. Lokales. Gießen, 29. April. Am 1. Mai feiert einer der geschätztesten früheren Lehrer unserer Hochschule die fünfzigste Jahresfeier seiner Doctorpromotton. Es ist der Herr Professor Dr. Heinrich Will, der erst vor wenigen Jahren den Lehrstuhl der Chemie verlassen hat. In der langen Zeit seiner Lehrthätigkeit hat derselbe eine große Anzahl von Schulern tn die Wissenschaft etngeführt; jetzt sind sie über die ganze Erde zer- f?reut Alle aber gedenken mit herzlichem Dank an die ausgezeichnete Lehrgabe des Herrn Will, an seine überaus große Freundlichkeit im Umgang mit den jungen Leuten und an die Klarheit seines Vortrags. Sein Lehrbuch der chemischen Analyse und seine analytischen Tabellen waren in der Wissenschaft bahnbrechend und haben eine große Anzahl von Auflagen erlebt. Seine Schüler wurden unter Wtll's Leitung an genaue und sorgfältige Arbeiten gewöhnt, und war er ohne Unterlaß bemüht, den Schwächeren mit Rath und That beizusteben. Möchte Herr Professor Will noch recht lange in der gewohnten Frische und Gesundheit sich im Kreise seiner Familie der wohlverdienten Ruhe erfreuen. Gießen, 29. April. (Turnerisches aus dem Lahn-Wetter-Gau.] Gestern wurde dahier tm ^Wiener Hof" ein Gauturntag unter Theilnahme sämmtlicher Vertreter der zum Gau gehörigen Vereine und einer großen Zahl hiesiger und auswärtiger Turner, abgehalten. Aus der Berichterstattung des Gauvertreters Uhl-Gießen ist msbesondere das Referat über den tn Mainz stattgefundenen Kreisturntag und die hierbei tn Frage kommende Abgrenzung des Lahn-Wetter-Gaues heroorzuhcben, an welch' letztere sich eine längere Debatte anknüpfte. — Die von dem Rechner abgelegte Abrechnung, welche mit einem erheblichen Ueberschuß abschloß, wurde genehmigt.— Bezüglich der Abhaltung eines Gau- und eines Lolksturnfestes wurde beschlossen, die beiden Feste für dieses Jahr ausfallen zu lassen und statt derselben bet Gelegenheit des Stiftungsfestes, verbunden mit der Fahnenweihe des Heuchelheimer Turnvereins etn Wettturnen, bestehend in Gerätheturnen sowie volksthümltchen Turnübungen, zu veranstalten. — Weiter wurde angenommen, tn diesem Jahre eine Turnfahrt auf den Dunsberg und eine desgleichen nach Arnsburg resp. Münzenberg auszuführen. — Einer Einladung der Marburger Turngemetnde zu ihrer in nächster Zeit stattfindenden Turnsaal-Einweihung soll entsprochen und zu einer möglichst zahlreichen Bethetligung der zum Gau gehörigen Vereine hingewirkt werden. — Zu dem in München stattsindenden Deutschen Turnfest wird beabsichtigt, wenn eine genügende Betheiligung stattfindet, eine Gau-Musterriege zu entsenden. — Schluß */» 5 Uhr. § Vermischtes. O. Bad-Nauheim, 29. April. Die Bewohner in der Umgegend von Bad- Nauhetm, be anders auch die an der Eisenbahn gelegenen Nachbarstädte gebrauchen vielfach die hiesigen Thermen, ohne hier Domicil zu nehmen. Wenn dies auch aus dem Grunde weniger rathsam ist, weil nach dem Bade eine längere Ruhe im Belte oder auf dem Sopha rathsam und bei der durch das Bad empfindsam gewordenen lU hüten ist, so ist doch für gar Manchen aus finanziellen oder geschäftlichen Gründen es sehr wünschenswerth, die hiesige Kur ohne Domicil- wechsel zu gebrauchen. Derartige Personen erhalten unentgeltliche Berechtigungskarten nun Ankäufe von Badebillets. Desgleichen werden für dergleichen Personen zum Besuche der Lese- und Gesellschaftsräume des Kurhauses, sowie der gewöhnlichen Concerte der Kurkapelle, der Reunions und Bälle berechtigende Kurkarten zu dem Preise von 6 jl für eine Person oder eine Familie für die Dauer der Saison aus- gegeben. Als zur Familie gehörig werden Ehegatten, deren minderjährige Kinder oder Pflegekinder, sowie die zum Haushalte derselben zählenden unverhetratheten Töchter angesehen. Uebrigens sind in Folge der zahlreichen Neubauten in den letzten Jahren besonders zu Anfang und gegen Ende der Saison auch hier Wohnungen in Prtvat- hausern stets in größerer Auswahl zu billigen Preisen zu haben. Die officielle Saison beginnt den 1. Mai und endigt den 30. September; es werden dann sämmtliche Säle des Kurhauses geöffnet und finden täglich drei Concerte des Kurorchesters statt. Für den Bau eines fünften Badehauses mit 54 Zellen für Thermalsool- und moussirende Sprudelbäder werden dermalen die Pläne angefertigt und soll noch im Laufe dieses Jahres mit dem Bau begonnen werden. Oppenheim a. Rh., 26. April. (Fest zur Feier der Wiederherstellung der Katbarinenkirche.j Unser sonst so ruhiges Städtchen nimmt allgemach einen festlichen Charakter an. Auf dem Markte — denselben ganz überdeckend — erhebt sich bereits die Festhalle, welche Sitzplätze für 500 Personen bieten soll. Küche und Buffet des Restaurateurs Bruch in Mainz befinden sich mit der Festhalle in unmittelbarem Zusammenhang unter dem Rathhause in einem Raume, der seither als Turnsaal diente. Verschiedene Privatgebäude, an denen der Zahn der Zeit sichtbare Spuren hinterlassen hatte, bekommen ein anderes Gewand und auch am Bahnhofe sind die Bauhandwerker thätig, um verschiedene als nothwendig erkannte Aenderungen auszuführen. Ob unser Pflaster, wie gesagt wurde, einem besseren Platz machen wird, muß in Anbetracht der kurzen noch zur Verfügung stehenden Zeit bezweifelt werden. In Kürze werden die von Sr. König!. Hoheit dem Großherzog, dem verstorbenen Prinzen Alexander, dem Prinzen Wilhelm von Hessen, den Herren Frowetn aus Elberfeld, Abg. Dr. Schröder in Darmstadt und den Baumeistern DDr. v. Schmidt aen. und jun. gestifteten gemalten Fenster zur Aufstellung gelangen. Das Fenster des Freiherrn v. Heyl in Worms, das bekanntlich in künstlerischer Weise aus 34 gemalten Scheiben, die für ca. 13000 JL aus der o. Zwierlein'schen Kunstsammlung In Geisenheim s. Z. erworben worden waren, hergestellt ist, wie die 12 aus früherer Zeit noch vorhandenen gemalten Fenster, ziehen täglich viele Bewunderer an. Wie wir hören, würde die Bauhütte in den nächsten Tagen zum Abbruch kommen und damit auch äußerlich dokumentirt werden, daß die Restauration zu Ende gekommen ist. Die Einladungen zum Feste sollen nächstens ergehen und es wird sich am 31. k. Mts. eine glänzende Versammlung in unseren Mauern zusammenfinden. Das bereits ausgestellte Programm umfaßt für den Hauptfesttag folgende Punkte: Empfang der Gäste, Feftzug, Feftgottesdienst, Festmahl, Kirchenconcert, Militärconcert, bengalische Beleuchtung der Katharinenkirche. Festkarten ä 3,50, welche zur Theilnahme am Festmahl und am Militärconcert berechtigen, sind bei portofreier Einsendung des Betrages nebst 10 $ für Porto vom Festcomilö zu beziehen, welches ferner auch auf Verlangen Einlaßkarten zum Festgottesdienst rc. mitbesorgt. Zuschriften sind zu richten an den Präsidenten des FestcomitS's, Herrn Bauunternehmer C. Amendt hier. — Der Feldwebel Hauck vom 1. Garde-Regiment z. F. ist jetzt, wie uns aus Potsdam geschrieben wird, durch ein zweites kriegsgerichtliches Urtheil endgiltig frei- gesprochen worden. Der Kaiser hatte das Urtheil des ersten Kriegsgerichts, demzufolge Hauck zu 1 Jahr 3 Monat Festungshaft und Degradation, sowie zu 3 Wochen Haft verurtheilt war, nicht bestätigt und die Einsetzung eines neuen Kriegsgerichts angeordnet, das dieser Tage in Potsdam zusammentrat und Hauck, mangels überzeugender Beweise, freisprach. Hauck wurde sofort aus dem Untersuchungsarrest entlassen und thut bereits wieder Dienste bei der 2. Compagnie des 1. Garde-Regiments. Eingesandt. Gießen, 29. April. Seit einer Reihe von Jahren wird allgemein anerkannt, daß die Verhältnisse auf den hiesigen Wochenmärkten, mit Bezug auf Lage und Ausdehnung der Plätze, nicht so sind wie sie fein sollten. Es wurde deshalb von allen Seiten mit Freuden begrüßt, als vor drei Jahren die Walther'sche Hofraithe vom Stadtverordneten-Collegium angekauft wurde behufs Niederlegung, zur Erweiterung des Lindenplatzes und Verbinden desfelben mit dem Brandplatze. Durch die Ausführung dieses Projectes würden die jetzt bestehenden und für die Dauer unhaltbaren Marktverhältniffe den jetzigen Ansprüchen vollständig genügen. Die Walther'sche Hofraithe umfaßt eine Fläche, welche größer ist als der jetzige Lindenplatz, und wenn man sich diesen mit dem Brandplatz verbunden denkt, so wird dadurch ein Platz hergestellt, welcher für Gießen zu obigem Zwecke groß genug wäre. Die Markteinkäufe besorgende Hausfrau hätte dann nicht mehr nöthig, wie dies jetzt der Fall ist, vom Brandplatz zum Marktplatz, von da zum Oswald'schen Garten und dann weiter zum Lindenplatz zu eilen, um endlich die nothwendigsten Nahrungs- bedürfnisfe glücklich zusammen zu bringen. Sollte das Hofgerichtsgebäude vom Staate vorerst nicht abgegeben werden, so dürfte doch wohl bestimmt Communication über den angrenzenden Hof und Garten gestattet werden. Einem umlaufenden Gerüchte zufolge soll nunmehr aber der Staat gesonnen sein, das Hofgerichtsgebäude in städtischen Besitz übergehen zu lassen. Seltsam contrastirt mit den von der Majorität der Bürgerschaft gehegten diesbezüglichen Wünschen der Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung, die in baufälligem Zustande befindliche Walther'sche Hofraithe auf weitere sechs Jahre zu verpachten und zu renooiren. Man sagt sich, wie ist es möglich, daß die Ausführung eines vor Jahren wohlerwogenen Beschlusses so lange verschleppt wird, und welches sind die Gründe dafür. Daß eine Verlegung des Wochenmarktes in den Oswald'schen Garten ganz ausgeschlossen ist, liegt wohl klar zu Tage, denn es kann nicht in der Absicht unserer Stadtverordneten liegen, den in's Centrum der Stadt gehörigen Markt nach der Außenseite derselben zu verlegen, es würde dies sämmtliche Geschäftsleute der Stadt empfindlich schädigen. Die Vorzüge obigen Projectes sind allseitig anerkannt, es ist die Zusammm- fassung und der Ausfluß des Willens der Einwohnerschaft und der Marktbesucher. Die verspäteten Einwände Einzelner, sei der Grund, welche er wolle, sind nicht stichhaltig und können den mehrberegten Beschluß eben seiner Sachgemäßheit wegen nicht untergraben; und man dürfte wohl behaupten, daß eine Opposition, wenn wirklich eine solche besteht, in gegebenem Falle nur das seitherige Vertrauen in die Leitung städtischer Angelegenheiten zu schwächen geeignet erscheint. Hande» und Verkehr. _ n 27. April. (Fruchtpreise). Weizen Jl 19,00, Korn JC. 16,50, Gerste JL 14,40, Hafer 13,80. Erbsen JL 19,80, Samen JL 00,00, Wicken 18 00. Kartoffeln JL 6,30, Linsen JL 00.00. ' Farbige Seidenstoffe von Mk. 1.33 bis 12.55 p. Met. — glatt u. gemustert (ca. 2500 versch. Farben und Dessins) — vers. roden- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-Döpöt G. Henneberg (K. u. K. Hof- lief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 259 Emland ba8 Land der Patentmedicin, das sich unendlich zähe der Ein- T"*®*®****** fuhrung ausländischer Heilmittel verschließt, das alle fremden Heilprodukte streng verpönt, England hat der Wahrheit Reckt widerfahren lassen denn es hat nach den peinlichsten Untersuchungen sich überzeugt, daß gegen die Erkrankungen der Atbmungs- und Verdauungsorgane in der That die Sodener Mineral- Pastillen das bestwirksamste Medikament des gejammten Flach- und Jnsellandes, das unübertrefflichste Heilprodukt sämmtlicher Mineralquellen der Erde sind, daß kein anderes Medicum ihnen ebenbürtig zur Seite gestellt werden kann und keines nur annähernd von dem wunderbaren und nachhaltigen Erfolge gekrönt ist. Diese Anerkennung des Auslandes spricht doppelt laut für die Güte dieses unübertrefflichen Quellenprodukts, das in allen Apotheken, Droguerien und Mineralwaffer - Handlungen ä 85 per Schachtel zu haben ist. 80 3625] Der Satz, daß in der ganzen organischen Welt, wo sich thierisches Leben entwickelt Die LevenSerscheinutigen an Die Gegenwart DeS BlnteiweitzeS geknüpft finD, hat sich längst die allgemeine Anerkennung erworben. Und Eiweißstoffe unserem Körper zuzuführen, ist die wichtigste Aufgabe der Ernährung. Alle einfachen Dpeisen werden aber bezüglich ihres Nährwerthes bei Weitem übertroffen ourch das »A!?"ich'sche Fleisch-Pepton, ein Präparat, welches etwa 60 pCt. Eiweißkörper i «7 ,u?? ?roar *n bereits gelöster Form. Ohne dem Körper also die oft |o schwie- rige Arbeit der Verdauung, der Lösung der Eiweißstoffe, noch zuzumuthen, stellt es sich uns als ein ebenso nahrhaftes wie wohlschmeckendes Zusatzmittel zu Speisen oller Art, wie Bouillon, Saucen u. s. w., dar. Ho. 2565 Literarische-. — Heute haben wir über eine Erweiterung zu berichten, welche das im Verlag von W. Kohlhammer in Stuttgart erscheinende Journal für moderne Möbel (Renaissancestil), herausgegeben von praktischen Fachmännern, durch Ausgabe des 4. Heftes der 6. Abtheilung erfahren hat. Der Inhalt — Secretär, Bücherschrank, 2 Buffets, Pfeilerschrank mit Spiegel, Wandkästchen — reiht sich würdig dem früherer Hefte an und läßt das ganze Werk als ein nicht zu unterschätzendes Hilfsmittel für unsere Möbeltischlerei erscheinen. Kirchliche Anreizen der evangelischen Gemeinde. Bibel stunde: Montag den 29. April, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, 1. Mos. Kap. 35; des Erzvaters Jakob Haus ein Bild christlichen Familienlebens. Pfarrer Dr. Naumann. -berhks-sche Eisenbahnen. Am 1 Mai d. I. tritt der Nachtrag HI zum Lokal-Gütertarif in Kraft. Derselbe enthält ein anderweites Artikel-Verzeichniß des Ausnahmetarifs Nr. 1 für Holz. Gießen, den 26. April 1889. 3606________Großherzogliche Direction. Oessentliche Zustellung. Der Gastwirth Heinrich Philipp Zipp zu Gießen klagt gegen den unbekannt wo abwesenden Kaufmann Heinrich Kehm von Gießen aus Darlehen mit dem Anträge auf Ver- urtheilung des Beklagten durch vorläufig vollstreckbares Ürtheil zur Zahlung von 110 Mark und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großherzogl. Amtsgericht zu Gießen den 1»* Juni 1889, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Gießen, am 27. April 1889. Strauch, Hilfs-Gerichtsschr-'iber des Großherzog- _________lichen Amtsgerichts. [3604 Holz-Versteigerung. Es werden versteigert: I. Montag den 6. Mai I. I. aus den Districten Beltersheimer- wald unö Breiteloh: Stämme: 36 Eichen mit 13,11 fm, 63 Fichten Kiefern mit 37,42 fm, Derbstangen: 106 Fichten mit 6,42 fm, Reisstangen : 670 Fichten mit 2,48 fm, Scheiter rm: 2 Buchen, 38 Eichen, 68 Radel, 1 Aspen, Knüppel rm: 2 Buchen, 83 Eichen, 272 Radel, Reisig rm: 8 Buchen, 330 Eichen, 190 Radel, Stöcke rm: 42 Eichen, 19 Radel. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im Beltersheimerwald bei Stamm Nr. 1 und um 11 Uhr im Distrikt Breiteloh bei Brennholz Nr. 153. II. Dien-tag den 7. Mai l. I» aus dem District Judeneiche: Stämme: 43 Eichen mit 21,19 fm, 23 Fichten mit 4,93 fm, Derbstangen: 8 Fichten mit 0,87 fm, Scheiter rm: 22 Nadel, Knüppel rm: 2 Eichen, 49 Nadel, Reisig rm: 2 Buchen, 132 Eichen, 298 Nadel, Stöcke rm: 8 Eichen, 67 Nadel. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im District Judeneiche bei Stamm Nr. 429. 3617 Grünberg, am 28. April 1889. Großherzogl. Obersörsterei Grünberg. I. E. Schallas, Forst-Affeffor. Verfteigerimg von Jenstern ü. Thüren. SamStag den 4. Mai, Mittags 1 Uhr, werden Abbruch halber in der 2. Schule dahier: 9 Fenster ä 1,50m hoch, O,9O rn breit, 2 Füllungsthüren ä 2,00 m hoch, 1,00 m breit versteigert. Fenster und Thüren sehr gut erhalten. Wißmar, den 27. April 1889. Der Gemeinde-Vorsteher: 3619 tyaufä. Großer Fang fr. Maififche, deßhalb billiger Preis bei C. G» Meinhenn. ar Schellfische nnd Geflügel soeben auch eingetroffen. 36U9 Allgemeiner Anzeiger. Holzversteigerung in der Ireiherrlichen Oberförsterei Rabenau. Es werden versteigert: Donnerstag den 9- Mai 1889, Vormittags 9 Uhr, in dem Saale des Gastwirths K. Ranft zu Beuern aus den Districten: Eichwald, Krebskops und Ammenhäuserhecke, Forstwartei Allertshausen : Stämme: Eiche 23 Stück — 8,18 fm Birke 1 „ = 0,79 „ Buche 5 „ = 6,37 „ Nadelholz 3 „ — 0,50 „ Derbstangen: Nadelholz 135 Stück — 6,90 fm. ReiSftangen: Nadelholz 522 Stück = 8,81 fm. Scheiter rm Knüppel rm Reisig rm Stöcke rm Buche 299 128 452 69 Eiche 32 58 736 115 Nadelholz 6 121 446 6 Kesselbach, den 26. April 1889. Freiherrliche Obersörsterei Rabenau. __Schlotterer._____________________3601 Holzversteigerung in der Ireiherrlichen Obersörsterei Rabenau. Es werden versteigert: Montag den 6, Mai 1889 aus den Distrikten Noll, Forstwartei Odenhausen, Stämme: Eiche 14 Stück — 5,00 fm, Scheiter rm Knüppel rm Reisig rm Stöcke rm, Buche 235 102 260 32 Eiche 6 22 4 6 Nadelholz 3 132 332 83 Die Zusammenkunft findet statt Vormittag 9 Uhr auf der Straße von Appenborn nach Weitershain an der Abfahrt nach dem Distrikt Noll. Kesselbach, den 26. April 1889. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. 3602 Schlotterer. Auszug aus dem Genossenschaftsregister. Durch Gesellfchaftsvertrag vom 18. April 1889 hat sich unter der Firma: RüddingShaufener Spar- und DarlehnSkaffenvereiu, eingetragene Genossenschaft zu Riwdingshausen eine Genossenschaft gebildet. Gegenstand des Unternehmens ist Beschaffung von Geldmitteln für Mitglieder, sowie von Gelegenheit, Gelder verzinslich anlegen zu können. Die zeitigen Vorstandsmitglieder sind 1. Peter Schmidt, Vorsitzender. 2. Heinrich Kraft, Stellvertreter, 3. a) Heinrich Braun II b) Heinrich Ranft c) Heinrich Becker sämmtlich zu Rüddingshausen. Die Bekanntmachungen erfolgen mit Unterzeichnung des Vorsitzenden oder des Stellvertreters. Zur Veröffentlichung bedient sich die Genossenschaft des Gießener Anzeigers. Das Verzeichnis der Genossenschafter kann jeder Zeit auf der Gerichts- fchreiberei eingesehen werden. Homberg, den 25. April 1889. 3615] Grobherzogliches Amtsgericht. Loh-Verkauf. Der diesjährige Lohertrag im Gemeindewald von O b e r k l e e n, geschätzt auf 320 Ctr., ist zu verkaufen. Schriftliche Gebote sind bis zum 4. Mai er. an den Unterzeichneten einzureichen. Bedingungen wie bisher, auch hier einzusehen. Gr. Rechtenbach, 27. April 1889. 3616 Das Bürgermeister-Amt. 3628] Solide selbstgefertigte moderne Beitladen, X"“»" mattirte, empfiehlt sehr preiswürdig Chr. Schopbach, Möbelschremer. Bei- fifier, Jeilgeöolenes. 3627] Schöne Erbsenreiser zu ver- I kaufen-___________________Mühlgasse 6 l Moire, । i Moireliand, I O -2 ’m in alle« Farben ” C/2 . . - § wieder L eingetroffen. i : 3636 Soeben erschien im unterzeichneten Verlage: Ercurstons-Ilora der Blüthen- und höheren Sporenpflanzen mit besonderer Berücksichtigung des Groß- herzogthums Hessen und der angrenzenden Gebiete von L- D o s ch, Schulratb in Worms und Dr. I. Scriba, Professor an der Klinik zu Tokio in Japan- | 3. vermehrte und mit Abbildungen ver- : sehene Auflage, neu bearbeit»t von L. D o sch. ; 46 Bogen Preis JL 5.—, in sehr schönem ' und praktischem Orig -Einbd- JL 6. -. Die altbekannte Dosch'sche Flora liegt hier in 3 umgearbeiteter Auflage vor und wird sowohl dem erfahrenen Botaniker ein treuer Helfer im kritischen Momente, wie auch dem angehenden Pflanzenfreunde eine mächtige Stütze sein. Durch Beigabe einer Zusammenstellung der gebräuchlichsten botanischen Kunstausdrücke und von Tafeln, die in erschöpfender Weise ein Bild über Blüthen- und Fruchttheile überhaupt vor- sühren, erhält das Werk erhöhten Werth. Wer die Wunder unserer heimathlichen Flora genau kennen lernen will, dem sei das Dosch'sche Werk empfohlen. Gießen.__________Emil Roth. Rechte frankfurter Würstel i und sämmtliche Gothaer Wurst- und Fleischwaaren 3610] empfiehlt C. G. Kleinhenn. JMT Meine Franks. Würstel, tragen den ächten Stempel von Frankfurt a. M- Zu haben in allen Papier- und Schreibwaarenhandlungen. 3599 Täglich frische Maikräuter und vorzügl. Borsdorser Apfelwein 3608 empfiehlt C. G. Kleinhenn. Wir warnen vor gefährlichen Imitationen unseres Original- Sfr worüber allein wissenschaftliche Arte ten erschienen. Zur Heilung und Verhütung ansteckender Krankheiten ärztlicherseits empfohlen. Man fordere nur plombirte Flaschen (60 Pf.) von [1723 William Pearson & Co., Hamburg. Wegen Raummangelß verkaufe ich meine vorräthigen Polstermöbel zu denkbar billigsten Preisen, darunter einige feinere Garnituren in Seide und Halbseiden Stoff Auch sind noch eine Anzahl Spiegel billig abzugeben. Pani. Möllmann, Neuen Baue 6. Dienstag früh: lebendfrische Angelschellfische und Eabliau iElspackung), Hechte, Seezungen, fst. frischen Maifisch, lebende Spiegelkarpfen, ächte Kieler Sprotten und Bücklinge, neue schottische Matjeg-Häringe. A. Koch Nacht., 3633 Hamb. Fisch- u. Delic.-Handlg. Für Bäcker. Von einem Hofe 20—40 Liter prima Vollmilch täglich franco Station Gießen, pro Liter 13,5 H, abzugeben, gegen Zurücknahme von 4—5 Ctr. Schwarzbrot per Monat. 3618 Offerten E. 12 an die Erped d- Bl. Daheim «a s Jahrgang XXV. 3« bilä« ms-Band. Die Nr. 30 enthält u. a.: «*■*» rrs^. S= Die weiße Dame von Blumeck. Forts. Roman von A. von Freydorf— Strandidylle unter dem Frühlingshimmel Italiens. Nach dem Bilde von R. Falkenberg. — Syvaris. Ein zweites Pompeji. Von Th. Trede- Roons letztes Bild. (Zu seinem Geburtstage 30. April). Von A. von Debschütz. Mit Graf von Roons Porträt. — Von der Leipziger Messe. Von Adolf Preuß. Mit sieben Illustrationen. — Altes und Neues für Zeit und Ewigkeit. II. Von Carl Meinhof. — Am Familientisch: Generalstabsarzt Dr. v. Lauer f. Mit Dr. von Lauers Porträt. — Des Lebens Wendepunkt. Gedicht von Harriot Wolff. — Merkwürdige Huldigungen. — Aus der Redaktion. — In unserer Spielecke. 1. Blatt: Aus der Zeit — für die Zeit. 2. und 3 Blatt: Frauen-Daheim. Probenummern gratis durch alle Buchhandlungen ober von der Daheim-Expedi- tion in Leipzig. 3613 Ein Mädchen von auswärts, 17 Jahre alt, welches noch nicht gedient hat, sucht Stelle; es wird mehr auf gute Behandlung, als auf hohen Lohn gerechnet. Näheres bet Frau Keßler, Frankfurter- straße 5._____________________________________ 3631] Ordentliche Arbeiter können Kost und Logis erhalten.______Neuenweg 33. 3629 Ein Schuhmachergeselle gesucht E. Engeler, Tiefenweg 13. Frau lienlmajor IliilTiiim Wwe geb. Labroisse nach langem Leiden zu sich abzurufen. tiiessen, 29. April 1889. 3623 Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Neuenweg 41, aus statt. 3621 Zwei Logis und eine Stube zu vermiethen. Wetzsteingasse 10. S3 miethen- Seltersweg 31. 4) Stiftungsfest. Uhr 15 Min. 4% Reichsanleihe 3^?/o do- Xrlklira-Hischer iourlberW »er Berliner Börse vom 29. April 1889. rerr. Creditactien Ostpreußen 177.50 Bochumer Gußstahlactien Tendenz: steigend. 105L0 20.37—20.42 4.17-451. 241.90 45.00 111.50 210.60 159.50 104-80 139 3) GEGR: 1846 | ö % Buderus Obl. . — Franks. Bank-Disk.'I «/„. Oefterr. StaatSbahn-Actten Laura-Actien Darmstädter Bankaclien Dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigst geliebte Mutter, Schwester, Schwägerin und Grossmutter Disco nto-Eom-Antheile Lombarden 3635 Ein angehender Kellner gesucht. Restauration Busch. Die besten Deklamationen u. komische Vorträge für frohe Menschenkreise. 9. Aust. — Preis 1 JL 50 Akademischer Gesangverein. Donnerstag den 2. Mai, 7*/z Uhr Abends, Probe für den ganzen Frauenchor zum Jubilate von Händel. Von 8V2 Uhr an Probe für den Mäunerchor, einschließlich aller Hospitanten, zum Coriolan von Lux. Montag den 6. Mai, 8 Uhr Abends, gemeinschaftliche Probe für das mittelrheinische Musikfest in Mainz. (3626 Der Vorstand. Vademecum für Dilettanten. Eine theoretisch praktische Anleitung zum öffentlichen Auftreten. Von Max Traustl. Geh. Preis 1 JL 20 Der Gesangs-Komiker. Ausgewählte Couplets, Duette, Soloscenen rc- mit Pianoforte-Be- gleitung. Bände (Bd. 20—22 neu) h 93b. 1 JL Jnhaltsverzeichniß gratis und franco. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Die Bauchrednerkunst von Gustav Lund. Mit Illustrationen- Geh. Preis 50 H. C. A. Koch K Verlag, Leipzig. Disconto-Commandit-Anth. Darmstädter Bank-Act. Oesterreich. Credit 20 FrancS-Stücke 10 do. mebacHon: A. Sch-yda. - Druck und Verlag der Brühl'ichen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) In Gießen. Die heutig« Nummer enthält 1 Blatt und l Beilage Generalversammlung Mittwoch den 1. Mai d. I.. yräcls 9 Uhr Abends, in der Restauration Schnell Tagesordnung: 1) Bericht über Kreis, Gau und Verein, 2) Deutsches Turnfest, 3) Ersatzwahl des Vorstandes, [3483 Der Vorstand 3614 Mit Beginn des neuen Schuljahres bin ich wieder in der Lage, Schüler deS Gymnasiums zur Ueberwachung in ihren Arbeiten und zur Förderung ihrer Gesammtkenntnisse, zumal in den alten Sprachen, anzunehmen. Insbesondere richte ich wiederum, wie seither, einen Kursus für solche schwächeren Schüler der Unterfecunda ein, die in einem Jahr das Klassenziel erreichen sollen. Die Vorbereitung und Unterweisung erfolgt ausschließlich im steten Hinblick und Anschluß an den Schulunterricht und genau nach der im Gymnasium befolgten Methode. Dr. Böse, Gymnasiallehrer, Löberstraße 5. 4°/o Gießener Obl. — Reichsbank-Disk. 3% Frankfurter Börse vom 29. AprU 1889. Schlußcourse 1 " 16.18—16.22 I Enal. Souvereign^ 16.17-16.21 | Dollar« in Gold Tendenz: fest. 3612 In meinem Hause, Brandgasse Nr. 6, ist eine Wohnung, fünf Zimmer mit Zubehör, sowie ein kleines Familienlogis anderweitig zu vermiethen Näheres __Frau Hudeler, Brandgasse 8. 3620 Ein freundlich möblirtes Zimmer ist zu vermiettien und kann sogleich bezogen werden. F. Appel Wwe, Riegelpfad, Liebigstraße 41, neben der Holzhandlung des Herrn S. Katzenstein.___________ 3622 Ein möblirtes Zimmer in der Nähe der UnioersitätSgebaude mit separatem Eingang zu vermiethen. Ludwig- Straße 5, parterre, Hausthüre zunächst der Realschule.____________________________ 3624s Gut möblirtes Zimmer zu ver- 4o/o Preutz. Consols 3V2% do. 4% Ungar. Goldrente 4V6°/o Oesterreich. Stlberrente vermischte Anzeigen. 3598 Für mein Aussteuer- und Wäschegeschäft suche zum sofortigen Eintritt einen Lehrling aus achtbarer Familie __Fritz Nowack. 3603] Mehrere gut geübte Cigarren- macher mit Wickelmacher gegen guten Lohn und dauernde Arbeit nach auswärts gesucht. Näheres in der Exped. d Bl- 3611] Mö blirtes Zimmer zu vermiethen _____________________Bahnhofstraße 24. 3600] Möbl. Zimmer zu vermiethen. __________________Frankfurterftraße 23. 3630] Ci« gut möblirtes Zimmer, nach der Straße gelegen, für einen besseren Herrn zu vermiethen. Näheres Asterweg 12, im zweiten Stock, direkt zu erfahren.__________ 3605] Möblirtes Zimmer zu vermiethen- _________________________Marktplatz 21. 3418 Ein neu hergerichteter geräumiger Lade« mit LogiS per 15. Mat, eventuell später, zu vermiethen. _____August Voigt, Seltersweg 46. 3632 Der Laden, welchen eben Herr F. Nowack inne hat, ist per Anfang November, event. auch früher, anderweitig zu vermiethen- Friedrich Leo. 10890 5% Italiener Rente ult 9720 104.15 5% ld71/73er Russen 103.00 10610 40/0 1880er do. 95 80 104.60 Russische U. Orientanleihe 67.40 88 30 4% unif Egypter 93 20 73 00 6°/o :ons. Mexikaner, große Stücke 96 50 242.00 Oester reich. Staatsbahn-Actien 208 00 174 90 Lombard. Eisenbahn- „ 90.00 254.37 Galizische do. „ 176 50