Nr. 278. Zweites Blatt. Donnerstag den 28. November 1889. Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montag-. Die Gießener Aamikienbkälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal betgelegt. ießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Aßonncmfntsprcis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction. Expedition und Druckerei: Schutsirahe Zlr.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. Hnobm. °°n Anz.ig.n zu d« Nachmittag, für bm | ^ralisbeikaqe: Gießener Jamikienölatten I ^,7n )ür^'i' b ° _____ 1 - --------------------- II--- «rrichtung von Unfall-WcldksscUen in den Landgemeinden des Srohherjogthums Hessen. Die Frage der Errichtung von Unfall-Meldestellen in denjenigen Landgemeinden, in welchen Telephonanstalten bestehen , beschäftigt zur Zeit eine erhebliche Anzahl von Gemeinde-Vertretungen. Die „Dannst. Ztg." schreibt hierüber in einem längeren Artikel: ^L-chon vor mehreren alpen fanden mehrfache Anregungen statt, die Telephonanlagett im allgemeinen Jutereffe kleiner Landorte, welche bei Unglücksfällen u. s. w. vielfach aus die Mithilfe benachbarter Ortschaften angewiesen sind, zu sofortigen Meldungen nach auswärts bei Feuers- und Wassergefahr oder sonstigen Unfällen auch außerhalb der Telegraphen - Dienststunden, insbesondere während der Nacht nutzbar zu machen. In Folge dessen hat das Neichspostamt bereits 1885 und 1886 versuchsweise einzelne Telegraphenanstalten unter Verwendung geeigneter Weckvorrichtungen neben deni Fernsprecher als Unfall-MelDc- stellen einrichten lassen. Die durch die Einrichtungen der angegebenen Art erwachsende!, kosten werden von der Reichs- post- und Telegraphen-Berwaltung insoweit übernommen, als es sich hierbei um Umänderung der in Betracht kommenden Ueberweisungsanstalten, Ausrüstung mit Weckern :c. und Herstellung der für den Weckbetrieb etwa erforderlich werdenden zweiten Schleifendrähte handelt. Die Kosten dagegen, welche durch die Ausrüstung der Telegraphenanstalten, bezw. Hilfsstellen mit Weckvorrichtungen ?c. erwachsen, sind, soweit die betreffenden Dienststellen nicht bereits im Inter esse des gewöhnlichen T^legraphenbetriebs mit Weckvorrichtungen versehen sind oder noch versehen werden, mit je aO Mk. a fonds perdu für jede Stelle von den betheiligten Gemeinden zu tragen. Die Unfallmeldestellen können nicht nur bei Brandausbrüchen, sondern auch in Krankheitsfällen, bei nächtlichen Diebstählen, bei Wassersgefahr und sonstigen Un fällen insoweit in Wirksamkeit treten, als die vorhandenen Betriebsmittel zur rechtzeitigen Uebermittelung der betreffenden Nachrichten ausreichend erscheinen. Im Ucbrigen erstreckt sich die Mitwirkung der Reichs - Telegraphenanstalten bei Uebermittelung der Unfallmeldungen, wie bei telegraphischer Nachrichtenbeförderung überhaupt nur auf die Uebermittelung und Bestellung der betreffenden Meldungen. Zur selbstständigen Abfassung und Absendung von Unfallmelduugen sind die Tele- * graphenbeamten nicht in der Lage, ebenso wenig können die Beamten der angerufenen Anstalten damit beauftragt werden, Ort und Umfang des Feuers :c. am Apparat festzustellen und das Erforderliche an die geeignete Stelle mündlich weiter zu melden. Eine derartige Thätigkeit liegt außerhalb des Wirkungskreises der Berkehrsanstalten und es kann ihnen eine bezügliche Verantwortlichkeit nicht auferlegt werden. Den betheiligten Gemeinden mnß es vielmehr überlassen bleiben, durch Benutzung des Telegraphen gegen Bezahlung der für die betreffenden Telegramme entfallenden tarifmäßigen Gebühr rechtzeitige Hilfe herbeizurufen, bezw. soweit es sich um die Orte handelt, an welche die Hilferufe ergehen, Die ein- gegangenen Unfall-Meldungen in geeigneter Weise zur Kennt- niß der Ortsbewohner zu bringen. Auf Grund dieser Grundzüge konnten 188« Unfall- Meldestellen eingerichtet werden zu Ober-Ramstadt, Roßdorf, Langen, Sprendlingen, Dreieichenhain, Götzenhain, Dietzenbach, Offenthal, Urberach, Trebur, Astheim, Bauschheim, Ginsheim, Wallerstädten, Groß-Gerau, Nordheim, Goddelau, Erfelden, Leeheim, Geinsheim, Biblis, Wattenheim,^ Friedberg, Wölfersheim, Södel, Melbach, Dorheim, Berstadt, Fauerbach, Ossenheim, Nieder- und Ober-Florstadt, staden, Nieder-Mockstadt, Ober-Mockstadt, Ranstadt, Lauterbach, Grebenau, Rodheim v. d. H., Nieder-Wöllstadt, Assenheim, Bönstadt, Altenstadt, Lindheim, Düdelsheim, Büdingen, Ober- Jnaelheim, Groß-Winternheim, Sauer-Schwabenheim, Elsheim, S/adecken, Jugenheim i. Rheinhessen, Ruppertenrod, Ermenrod, Groß-Felda, Kestrich, Windhausen, Storndors, Vadenrod, Wallenrod, Bad Nauheim, Steinfurth, Ober- Mörlen, Wörrstadt, Schornsheim, Undenheim, Köngernheim, Dexheim, Oppenheim, Bischofsheim (Hessen), Nauheim (Kreiv Groß-Gerau), Alsfeld, Romrod, Homberg, Fürfeld, Wöllstein, Finthen, Gonsenheim, Laubenheim, Weisenau, Osthofen, Bechtheim, Monsheim, Pfeddersheim, Framersheim, Odernheim, Bretzenheim, Westhofen, Bürgel, Rumpenheim und. Eberstadt. — Zum Theile konnte bei Einrichtung dieser Unfall-Meldestellen mit Rücksicht darauf, daß die für die Zwecke des gewöhnlichen Telegraphenbetriebsdienstes vorhandenen technischen Einrichtungen zur Wahrnehmung des Unfall-Meldedienstes genügen, bezw. einer Erweiterung durch Einschaltung besonderer Weckvorrichtungen nicht bedurften, von der Einziehung eines Kostenbeilrags abgesehen werden. — Die Einrichtung hat sich bisher für die Bekämpfung von Feuersgefahr, insbesondere aber beim Eintreten des Frühjahrs- und Herbsthochwassers für die Anwohner der Wasserläufe als in hohem Grade zweckdienlich erwiesen und zur Erhaltung von Gut und Leben in zahlreichen Fällen nicht unerheblich bei- [ getragen. Wenn gleichwohl die Einrichtung der Unfall-Meldestellen noch nicht überall die gebührende Würdigung gefunden hat, o ist der Grund dieser Erscheinungen in erster Linie darauf zurückzuführen, daß bei der Neuheit der Einrichtung die betheiligten Gemeinden, in welchen solche noch nicht erfolgt ist, noch kein volles Verständniß dafür besitzen, welchen Nutzen die Unfall-Meldestellen zum Zwecke der Herbeiführung schneller Hilfe in Gefahren aller Art gewähren, und daß andererseits diejenigen Gemeinden, welche zu den Kosten der Einrichtung einen Beitrag von 50 Mk. ä Fonds perdu zu leisten haben, zur Zahlung dieses an sich geringfügigen Betrages sich bisher theilweise nicht bereit finden ließen. Die Kenntniß des Werthes der Einrichtung überhaupt und der durch dieselbe gebotenen Vortheile in möglichst weite Kreise zu tragen, ist der Zweck dieser Zeilen. vermischtes. Frankfurt a. M., 24. November. Voriges Jahr kamen dem Freiherrn v. Oetinger Werthpapiere im Betrage von 300,000 Mk. abhanden, auf deren Wiederbeschaffung die Staatsanwaltschaft einen Preis von 10,000 Mk. ansetzte. Zwei Monate nach der That ivurden in einem ganz unverdächtigen Hause zwei der gestohlenen Actien gefunden, und man nahm an, daß sie der Thäter dort niedergelegt habe, um den Verdacht von sich abzulenken. Weitere Spuren waren absolut nicht aufzufinden. Nunmehr hat, wie man uns mittheilt, der Anwalt des Hauses unter Zuziehung von Vertrauenspersonen dasselbe einer gründlichen Durchstichung unterzogen und aus dem Boden unter Schutt und Schmutz Werthpapiere im Betrage von 214,000 Mk. gefunden, von denen die Coupons zum Theile abgetreunt sind. Die Staatsanwaltschaft wurde sofort von dem Funde benachrichtigt und hat die Untersuchung eingeleitet. München, 22. November. Militärischer Sprachunterricht. In Folge höherer Anordnung sind im Lause des Winters bei den einzelnen Offiziercorps Unterrichts- und Conversationsstunden in der französischen Sprache abzuhalten, wozu Civillehrer engagirt werden dürfen. Wo geeignete Lehrkräfte im Offiziercorps selbst vorhanden sind, kann dieser Unterricht auch auf andere Sprachen ausgedehnt werden. In der hiesigen Garnison wird neben Französisch auch Englisch nnd Russisch getrieben. Nürnberg, 22. November. Der Verlust einer Sehenswürdigkeit unserer Stadt steht bevor. Die jedem Besucher Nürnbergs wohlbekannte, aus der Burg befindliche Sammlung von Folterwerkzeugen aus der „guten alten Zeit", sowie die gleichfalls auf der Burg untergebrachte culturhistorifche Sammlung) die gar manches interessante Stück enthält, ist von einer auswärtigen Gesellschaft (deren Vertreter Herr I. Jchenhäuser in London ist) angekauft worden. Die Gesellschaft bringt die culturhistorifche Sammlung im Frühjahre zu Köln zur Versteigerung. Die Sammlung der Folterwerkzeuge wird vorerst in den größeren Städten Europas zur Ausstellung gebracht. — Verkommene Genies. Im Volksmunde hört man häufig die Worte: „Der 3E. ist ein äußerst tüchtiger Mann in seinem Fache, schade, daß er sich dem Trünke ergeben hat. Aber unter den genialen Leuten findet man ost Säufer." Daß Gott erbarm! Ein Genie, das zum Sauser geworden ist, das wird nicht viel Geniales mehr leisten. Es können wohl noch etliche lichte Augenblicke eintreten, in denen der Arme die alte Kraft und das alte heilige Feuer des Genius spürt, aber etwas wirklich Vollendetes wird er kaum noch zu schaffen im Stande sein. Es mögen solche Leute wohl ehemals zu den genialen Geistern gezählt haben, aber der Wein, das Bier und am Ende der Schnaps haben ihnen die geistige Kraft genommen. Man wird einen solchen Unglücklichen umsomehr bedauern, als man sich doch immer fragen muß: Was ist er jetzt und was könnte er sein? Wenn er in Folge des Trunkes so weit gekommen ist, daß auch die körperliche Kraft zu Ende geht, daß er zehn Jahre und mehr zu stüh in die Grube fährt, da sag' man: Wieder einer, der sich selbst getödtet, der sich zu 4-obc getrunken Hut. Ja, unter den 45 Millionen Deutschen gibt es eine große Zahl solcher, die ehemals zu den besten Hoffnungen berechtigten, die das ihnen anvertraute Pfand dem Volke viel mehr hätten nutzbar machen können, aber der leidige Alkohol stellte sich ihnen wie ein Dämon in den Weg. Dichter, Maler, Musiker und sonst Künstler und große Geister zählen unter sich solche, von denen es schließlich heißt: verdorben — gestorben. Der Alkohol hatte sie in seiner Gewalt und ließ sie nimmer loS. Was können wir nun von diesen Bedauernswcrthen lernen ? Zunächst, daß die geistigen Getränke heimtückische und deßhalb um so gefährlichere Feinde mb. ES haben wohl solche „verkommene Genies" zuerst geglaubt, sich etwas vor anderen Leuten hcrausnehmen zu ollen und zu dürfen. Sie meinten wohl, ihre höheren Gaben berechtigten sie auch, des öfteren „über die Stränge zu chlagen". Von dem „öfteren" kam es zum „oft" und endlich so weit, daß der Trunk sein Opfer rettungslos in seiner Gewalt hatte. Von Stufe zu Stufe ist's gegangen, die Gewohnheit ist ja eine ungeheure Macht. Wenn von den geistig Hochstehenden unseres Volkes schon so viele häufig nicht der dämonischen Macht des Trinkens widerstehen können, wie viel weniger wird es bei vielen aus den Ständen der Fall sein, die auf einer nicht so hohen Stufe stehen. Und auch sie könnten doch nützliche Gesellschaftsglieder werden. Der Trunk ist ein gräßlicher Feind. Ohne ihn bliebe viel häusliches Glück bestehen, viele begabte Leute würden dem Gemeinwohl erhalten bleiben und die Zahl der „verkommenen Genies" und die der verkommenen Leute überhaupt würde eine immer kleinere werden. — Ein urwüchsiges Burschlein mit den unbefangensten Anschauungen ward jüngst in die Quarta eines ostpreußischen Gymnasiums ausgenommen und erhielt seinen Platz aus der letzten Bank, vor welcher ein freier Zimmerraum sich aus breitete. In einer der ersten Stunden nahm der Lehrer Stilübungen in der lieben Muttersprache vor, er ließ über bestimmte Hauptwörter Sätze bilden. So erging auch an den neuen Ankömmling die Aufforderung „Mach einmal einen Satz über den Tisch !" Augenblicklich schnellte der Ausgeforderte in die Hohe, machte einen kühnen Sprung und überschlug sich gewandt auf dem Fußboden. Bleich und starr vor Staunen und Schrecken stand der Lehrer da und ein Schrei des Entsetzens ward ringsum gehört. Alsdann aber löste sich der Banp und eine reichliche Lachsalve lohnte die „stilvolle" Leistung. — Der württembergische Strafanstaltsdirector E. Sichart hat dic persönlichen Verh'ältnisie von 3181 Zuchthäuslern untersucht, die von 1877—1888 seiner Aussicht unterstellt waren. Er hat gesunden, daß Müßiggang und Trunksucht die ergiebigsten Quellen der Verbrechen sind. Von den erwähnten 3181 Sträflingen waren 939 gewohnheitsmäßige Trinker, von ihnen waren 516 wegen Diebstahls, 197 wegen Sittlich keitsverbrechen, 98 wegen Betruges, 67 wegen Brandstiftung und 61 wegen Meineids verurtheilt. In Procenten ausgedrückt befanden sich unter je 100 Brandstiftern 34.2 Gewohnheitssäufer, „ „100 Sittlichkeitsverbrechern 36.3 „ „ „ 100 Dieben 28.0 „ „ „ 100 Betrügern 25.7 „ „ „ 100 Meineidigen 24.0 „ Solche Mittheilungen sind nun von berufenen Männern der Praxis schon wiederholt gemacht- wann werden sie endlich Resultate haben? Unwerfitäts - Nachrichten. — Der Prioatdocent Dr. Hans Virchow, ein Sohn von Rudolf Virchow, ist zum außerordentlichen Professor an der Universität Berlin ernannt worden. Der junge Professor, ein Anatom von bestem Rufe, war früher in Würzburg thatig und habiiitirte sich in Berlin vor etwa 5 Jahren. Die Forschungen und Vorlesungen des Professors Hans Virchow erstrecken sich vorzugsweise aut die feinere Anatomie, insbesondere auf die der Sinnesorgane und des Central-Nervensystems. m c ,r — In Königsberg ist eine Professur für Geschichte neu begründet und dem bisherigen Privatdocenten Dr. Gg. v. Below (früher in Marburg) übertragen worden. — Den im deutsch französischen Kriege gefallenen Burschenschaftern soll ein Denkmal gesetzt werden. Der allgemeine Burschenschafter - Convent hat zunächst einen Ausschuß von drei Herren mit der Ausarbeitung von Vorschlägen betraut. Ferner wurde beschlossen, im nächsten Jahre zu Eisenach das 75lahrige. Bestehen der deutschen Burschenschaft gebührend zu feiern. Die Vor- bereitungen wird der Jenenser D. C. übernehmen. Literatur »nö ««nst. — Unter dem Titel „Die Zeitkrankheit Neurasthenie^ erschien vor einiger Zeit in der illustrirtm Familienzeitschrift »Universum ein Aussatz von Dr. Lahmann, welcher berechtigtes Aussehen erregte. Hatte der Verfasser hier treffend die Ursachm des allgemeinen Leidens unseres „nervösen Jahrhunderts^ nachgewiesen, so hat er sich m- zwischen durch viele Stimmen aus dem Publikum veranlaßt gesehen, auch aus die Heilung und Vorbeugung Neurasthenie in allgemein verständlicher Weise einzugehen. Er thut dieses in, dem Auff^e „Ueber Diät und Küchenreform", der soeben in Hest 7 des „Universum erschienen mad)t tn bem vorliegenden Artikel unsere landläufige Kochweise und Ernährung für das Grundubel unserer Zeit Donnersii Nach werben bie Herrn An WeOmber- Rüsi Klo- Eime fon) Farbe Rvhr^ Fachi Mr Gew' inabejt kleiner Geschö versteigert. Das 9 Vormittags "gitnstag M MS d!s 5lur 2d Nr-1 v am Char * 25 5&1 gtassy versteigert. ©robb- Seht in «len 3, nid billigste. Ad. 9191 9042] Vorzüi ^'e la. rHfiehlt H «br. 2- $> ZMsM DienStaS smitiWO® DonmrsM Samstaa Dienst^ Donve^i^ SaivslaS Mtag Dienstag Die Einleger A«° 61'»« -Ä gegeben und i roerden- Die Gr- r-ßib-M« NekünnUnachu aagE Kennwß ru l Gießen, am Der Rechner i Cwj 3“ 2^8 •ÄQlwI 3. ziehen. Es starben an: Zusammen 1 Summa: 9 (1) die [9465 halte bestens empfohlen. zu 8813 3. El. Mk. 0.20 0.30 0.45 0.55 1 1 (1) 1 (1) 1 2 2 1 1 Ripp.nsellenizündung Lungenschwindsucht Ledensschwäche Atrophie Krebs Masern Unbekannter Ursache Meine rühmlichst bekannten Thees 1889, Ernte, Chocoladcu Cacaos und Eostümen empfiehlt fich Fran Mook, Reuen BLue 39 Schutz der Obstbäume gegen Frost und Hasen. Einen höchst deachtenswenhen Aussatz von Regterungeraiy Strobel in Ellwangen bringt das „Württemb. Wochenbl. f. Landw," über diesen Gegenstand, dem wir Folgendes entnehmen: „Im vergangenen Winter, in welchem lange Zeit tiefer Schnee lag, sind viele junge Bäume von Hasen angenagt, nicht wenige derselben ganz zu Grunde gerichtet worden. Ader auch der Frost hat ihnen in manchen Theilen des Landes Schaden gebracht; die jungen Birnbäume, welche noch glatte Rinde hatten, bekamen rings um den Stamm herum, besonders aber auf der Sommerseite, braune Frostflecken, welche die Sastbewegung und dadurch das fernere Wachsthum derselben hindern. Diese braunen Frostflecken fanden wir zwar an jungen Aepselbäumen nicht; dagegen haben diese theilwetse die sogen. Brandröthe am ganzen Stamme bekommen, d. h. die früher frische graue Farbe der Rmde bat sich unter dem Einfluß der Winterkälte in eine gelb-röthliche verändert, welche auf schädliche Einflüsse hinweist. Es ist nun viel leichter, solche ungünstige Einflüsse zu verhüten, als, wenn sie eingeh eten sind, ihre ost erst in 5 bis 6 Jahren so recht zu Tage tretenden Folgen zu beseitigen. Gegen Hasenfraß schützt man die jungen Obstbäume sicher, indem man sie mit Schwarzdornen möglichst hoch am Stamm hinauf etnbinbet. Wird der Schwarzdorn mit einigen Drahtbändern (sogen. Gypserdraht) umwunden, so hält dieser Schutz gegen die Hasen 4 bis 5 Jahre aus; nur darf man die Dornen nicht sparen und hat darauf zu achten, daß der Draht nicht mit der Baumrinde in Berührung komme. Spalierbäume werden an den unteren Aesten mit Dornen behängt oder werden diese um die Spaliere herum in den Boden gesteckt. Dem Wechsel zwischen der strengen Kälte bei Nacht und der Wärme, welche an hellen Wintertagen die Sonnenstrahlen verbreiten, ist der Frostschaden an den Obstbäumen zuzuschreiben. Es kann deshalb den Obstbaumbesitzern nickt eindringlich genug empfohlen werden, frisch gesetzte und überhaupt jüngere Obstbäume, welche noch glatte Rinde haben, vor Winter am ganzen Stamm, vom Boden bis zur Krone, mit Tannenreis einzubinden. Das ist das beste und sicherste Schutzmittel gegen Frostschaden, gegen Brandröthe der Rinde, gegen Krebs und Ungeziefer. Die Stämmchen bleiben gesund und frisch, behalten eine glatte, moosfreie Rinde und ihr Wachsthum wird nicht gestört. Die Frostschäden an jungen Obstbäumen sind viel häufiger und schädlicher als man gewöhnlich glaubt. Sie treten erst nach Jahren zu Tage in verkümmerten brandrothen Bäumen, die trotz aller Düngung nickt mehr wachsen wollen, die jahrelang als Krüppel stau gesunder wüchsiger Bäume den Platz einneymen und den Besitzer ärgern, die sogar vielfach zu der falschen Ansicht führen, der betreffende Standort, das Klima rc. sei für den Obstbau nicht günstig und die dadurch der Ausdehnung des Obstbaues überhaupt hinderlich sind. Nimmt man einen solchen durch Frost beschädigten jungen Obstbaum endlich heraus und sägt den Stamm entzwei, so zeigt sich deutlich der rot-braune Frostreifen, der Baum ist, wie die Leute sagen, „auf dem Kern roth". Die Schuld des Nebels wird dann allen möglichen anderen Einflüssen statt dem Frost beigemessen. Auch die Lieferanten der Bäume werden zuweilen beschuldigt. Das Tannenreis ist um den Stamm herum in den Boden zu stecken, darüber werden etliche Dornen gelegt und diese untere Schichte wie die obere bis zur Krone reichende mit etlichen Drahtbändern umwunden. Auf diese Weise wird die beste Schutzvorkehrung gegen Haseniraß und zugleich gegen Frostschaden geschaffen. Auch gibt diese Umhüllung in trockenen Jahreszeiten einigen Schutz gegen Austrocknung. Jeden Herbst sollte das Reisig, wenn die Nadeln abgefallen sind, zweckmäßig erneuert werden; doch wird dies nicht gerade nothwendig sein, wenn das zum Einbinden verwendete Tannenreis möglichst dicht um den totamm gelegt wird, so daß es diesen auch nach Abfall der Nadeln gegen den Einfluß der Sonnenstrahlen noch zu decken vermag. Die Bezirksund die Gemeindebehörden, wie die Obstbau- und land wirk hschaft- lichen Vereine würden sich gewiß um die Förderung der Ausdehnung des Obstbaues ein entschiedenes Verdienst erwerben, wenn sie jedes Jahr vor Eintritt des Winters in geeigneter Weise die Besitzer von jungen Obst bäumen zur Anbringung dieser Schutzvorkehrung veranlassen würden. Die Gemeindebehörden sollten bezüglich der Allmend- bäume mit gutem Beispiel vorangeben und das nöthige Tannenreis und Draht den übrigen Obstgutsbesitzern unentgeltlich oder um billigen Preis zur Verfügung stellen." — Zur Herstellung einer feinen Winterbutter. (Nach druck verboten.) Von einer feinen, die höchsten Preise beanspruchenden Butter verlangt man auch im Winter eine nicht ganz weiße Farbe und keine krümelige Beschaffenheit. Wenn die Butter im Winter häufig diesen Fehler hat, to liegt meistens die Schuld daran, daß, um den Rahm oder die Milch zum Buttern aus dm richtigen Grad zu erwärmen, heißes Wasser zu dem Butterungsmaterial gegossen wird; je heißer nun das Wasser ist, desto mehr wird die Butter bereits im Rahm oder in der Milch entfärbt und man gewinnt sie nur in krümeliger, ununsehnlicher Beschaffenheit. Man sagt dann, die Butter ist verbrannt. Man gieße deshalb nie heißes Wasser zum Rahm, sondern zwecks Erwärmung setze man das Gefäß — am besten ein blechernes — mit demselben in ein anderes größeres, welckes mit warmem Wasser cmgffüllt ist. Auf diese Weise erwärmt sich der Rahm allmälig und controllirt man die richtige Temperatur durch ein Thermometer. Man kann auch ein kleines, blechernes Gefäß mit warmem Wasser füllen und dies in den Rahm hineinsetzen, wodurch betfelbe auch die zum Buttern nöthige Temperatur erhält. Zu letzterem Verfahren hat man eigens conftruirte Gefäße, die sich in der Praxis sehr gut bewährt haben sollen. — Die Aufbewahrung der Rofenedelreifer während deS Winters. (Flachdruck verboten.) Als ein sehr empfehlens- werthes Verfahren zur guten Aufbewahrung der Rosenedelreiser während des Winters verdient das folgende bezeichnet zu werden. An einem Ort beim Hause, der den ganzen Tag von der Sonne wenig beschienen wird, gräbt man eine Kiste ein und zwar so tief, daß dieselbe mit der Erdoberfläche gleich ist. Zuvor bereitet man Flußsand durck sorgfältiges Waschen vor, erdige Theile darf derselbe keinesfalls mehr führen. Man bringt nun auf den Boden der Kiste eine dünne Schicht Sand, schichtet eine Anzahl Bunde Rosenedelreiser darauf, bringt wieder Sand auf, bann wieder Edelreiser, bis die Kiste gefüllt ist. Auf dieselbe wird schließlich ein Deckel aufgebracht und bet Frost ein ganzer Haufen trockene Moosstreu, Laub u. bergt aufgelegt. Zum Schutz gegen Mäuse verschließe man die Kiste gut und wähle überhaupt eine solche mit starken Brettern. Diese Edelreiser kann man zu jeder Zeit herausnehmen; sie halten sich dabei ganz ausgezeichnet, treiben namentlich nicht aus, was bei dcr Ueberwintcrung in Kellern, Erdgruben u. bergt nicht zu ver- meiben ist. Die Maul- unb Klauenseuche in Beerfelben im Kreise Erbach, in Dietzenbach im Kreise Offenbach, in Bingenheim im Kreise Büdingen, in Einartshausen unb Busenborn im Kreise Schotten, in Wallerstädten, Berkach und Büttelborn irn Kreise Groß- Gerau unb in Münster im Kreise Dieburg ist erloschen. In Hungen im Kreise Gießen, wo die Seuche schon im vorigen Monat aufgetreten war, ist sie im October auf 2 weitere Gehöfte mit 9 Stück Rindoieb übergegangen. In Londorf im Kreise Gießen, wo sie im September bereits in 2 Gehöften mit 44 Stück Rindvieh * festgestellt war, bat sie sich auf weitere 14 Gehöfte mit 103 Stück Rindvieh und 81 Schweinen, sowie auf eine Heerde von 300 Schafen verbleitet und in Kesselbach im Kreise Gießen ist sie in einem zweiten Gehöfte mit 4 Stück Rindvieh unb 2 Schweinen aufgetreten. Neue Seuchenausbrüche wurden ermittelt in Pfisfli"heim, Kreis Worms, am 2. October in einem Gehöfte mit 14 Stück Rindvieh, in Mendorf, Kreis Gießen, am 4. October in einem Gehöfte mit 8 Stück Rindvieh unb 13 Schweinen, in Stockhausen, Kreis Lauterbach, am 7. October in 2 Gehöften eines Besitzers mit 87 Sluck Rindoieb, in Gießen am 20. October in 2 Gehöften mit 18 Stück Rindvieh und 4 Schweinen, in Weinheim, Kreis Alzey, am 22. Oct. in 1 Gehöfte mit 2 Stück Rindvieh, von dem eines krepirte, in Rod- beim, Kreis Friedberg, am 23. und 30. October in 5 Gedösten mit 48 Stück Rindvieh, unb in Laubenheim, Kreis Mainz, am 29. October in 1 Gehöfte mit 2 Stück Rindvieh und 1 Schaf. Am 8. October ist die Seuche auf dem Viehbofe in Mainz bei einem Thier eines aus Dieburg angekommenen Transports von 6 Stück Rindvieh ermittelt worden. ' Ter ganze Transport wurde abgeschlachtet und konnte deßhalb der Seuckenausbruch alsbald für erloschen erklärt werden. In Pfisfl'-gheim ist die Seuche ebenfalls wieder erloschen. Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh in Ober- Breidenbach unb Münchleusel im Kreise Alsfeld ist erlofchen. In Udenhausen, in demselben Kreise, besteht die Seuche noch fort. . Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Reiskirchen, Kreis Gießen; in Gleimenhain und Liederbach, Kreis Alsfeld; in Gelnhaar, Eckartshausen unb Bergheim, Kreis Büdingen, und in den Olten des Kreises Lauterbach: Eifenbach, Altenschlirf, Schlechtenwegen, Steinfurt, Nieder-Moos und Bermuthsha n. 7486] Im Anfertigen von Kinder-1 kleidchen jeder Art. Hauskleidern I Um dies zu können, wmden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben au Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u. dergl., besonders aber auch an Ib, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der «achbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Fräulein Amalie Bansa (Nordanlage 41), Frau Oberbürgermeister Bramm (Grünbergerstraße 1), Frau vr Brüel (Neuenbäue 41), Frau Amtsrichter Gebhardt (Garten- straße 15), Fräulein Emilie Langermann (Südanlage 21), Frau Pfarrer Naumann (Südanlage 8), Frau Louise Ottens (Bismarckstraße 11), Frau Auguste Schwan (Seltersweg 64), Fräulein Louise Wortmann (Asterweg 16). Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 11. November 1889. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. verantwortlich unb weist deren Nachtheile überzeugend noch. Er begnügt sich aber nicht mit bleiern negativen Resultat, fonbetn stellt auch einen ganz neuen, auf wissenschaftlicher Basis begrünbeten Küchenzettel auf unb gibt Anleitung zur rationellen Herstellung ber Speisen. Wir möchten jedem an Neurasthenie Leidenden bie Lectüre bes fesselnd getriebenen Aufsatzes empfehlen. Das Heft des „Universum", welches denselben enthält, ist für 50 Pfg. durch jede Buchhandlung zu beziehen. Das Hest zeichnet sich übrigens in jeder Weise durch seinen vielseitigen Inhalt aus. Es finden sich spannende und unterhaltende Romane unb Novellen unserer ersten Autoren, wie R. v. Gottschall, Euf. Gräfin Ballestrem, Ernst Eckstein, daneben interessante unb fessclnb geschriebene Artikel aus allen Gebieten des Wissens. Unter den vielen prächtigen Kunstbeilagen bringt das vorliegende Heft wirkliche Treffer, wie den boppelftitlaen Lichtdruck nach dem Gemälde „Eine Verhaftung" von Eh. L. Bokelrnann, oder H. Kaulbachs reizendes B'ld „Was Hänschen nicht lernt". Durch Eleganz und Anmuth zeichnet sich F. A. Bridgemans „Ball beim Gouverneur" und des berühmten Polen H. Slernieradzkys Bild „Im Bade" aus. betragen: Von jeder Station aus je bis zur 1. Station tt ti H 2. „ Das Vorkommen von Viehseuchen in Hessen. während des Monats Oct ob er 1889. Milzbrand wurde festgestellt am 2. October in Groß- Karben im Kreise Friedberg und am 19. October in Echzell, Kreis Büdingen, bei je einem freplrten Rinde. Am 17. October wurde in Eichelsachsen im Kreise Schotten bei einem kreppten Rinde Rauschbrand festgestellt. Rotz. Die über je 1 ber Ansteckung verbächtiges Pferb in Seligenstadt im Kreise Offenbach unb in Sprendlingen im Kreise Alzey ungeordnete polizeiliche Beobachtung wurde aufgehoben. Arn 11. October wurde in Offenbach ein mit Rotz behaftetes Pferd auf polizeiliche Anordnung getöbtet. Aus berfelben Stallung stehen 1 Pferb wegen Verbachts der Seuche isolirt unter Stallsperre, drei weitere Pferde wegen Verdachts ber Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung. Arn 24. October würbe bei einem Pferde aus Habitzheim, Kreis Dieburg, welckes in Roßdorf, Kreis Darmstadt, unter den Erscheinungen eines Nierenleidens krepirt unb auf bie Abbeckerei in Ober-Ramstadt verbracht worben war, bei ber Section Lungenrotz diagnosticirt. Das Pferd war erst kurz zuvor auf dem Frankfurter Markte von einem Pferdebesitzer aus Meisenheim a. GlW angekauft worden. Drei mit demselben in Berührung gewesene Pferde sind wegen Verdachts ber Ansteckung unter polizeiliche Beobachtung gestellt. ChrWefcheerung der Kleinkinder * Bewuhrunstalt. Am 4. Adventssonntag, den 22« Deeember d« I., soll Christbescheerung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben in diesem Jahre für 200 Kinder den Christbaum schmücken und den Tisch mit Gaben zu decken. Wöchentliche Nebersicht der Todesfälle in Gießen. 47. Woche. Vom 17. November bis 23. November 1889. Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsztffer: 24,5 %0. Ä. Kinder : Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: in ein Colonialwaaren-Geschäft gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 9352 R. Schmidt Buchbinderei 3T ST empfiehlt zum bevorstehende Weihnachtsfeste fein reichhaltiges Lager sämmtlicher Schreib- und Zeichcnmaterialien, Papierausstatt- ungs-, Holz-, Galanterie- und Luxuswaaren, als: Rauchservice, Tabak- uub Cigarrenkasten und -Schränke, Schmuckkasten, Garderobehalter, Zeitungsmappen, Schreibzenge rc. in größter Auswahl. Besonders mache aufmerksam aus die größten Neuheiten in Photo" graphie- und Schreibalbums, Reise-Taschen-Toiletten und Handarbeits" Necessaires und -Kasten, Brieftaschen, Cigarren - Etuis, Visttes, Porte" monnaies, Damen-Ring- und Handtaschen, Schultaschen und -Tornister, Schreibmappen, Photographie-Rahmen und -Ständer von den einfachsten bis zu den feinsten. 21 Billigste Preise. — Reelle Bedienung. Rademanrrs Kindermehl, ber goldenen Medaille, unerreicht i. 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Die Vorträge des Verfassers Dr. Perrot gehen dahin, bis zur 4. ober 5. Station die gegenwärtigen Tarife in ber Hauptsache bes!eben zu lassen und von da ab den Zonentarif anzuschlteßen. Rach diesem würden die Fahrpreise Für alle übrigen Stationen Für die Courlerzüge 50pCt. Zuschlag (0.53) Für längere Strecken würde noch eine 2. unb _ . , Betreffs des Reisegepäcks schlägt Dr. Perrot vor, für jedes Stück, ohne Rücksicht auf Die Entfernung, bis zu 25 Kar. 1 Mk., von 26' bis 50 Kgr. 2 Mk. unb von 51 bis 100 Kgr. 4 Mk. zu erheben. Freigepäck würde dann gänzlich Wegfällen, abgesehen von dem Handgepäck, welches in die Wagen mitgenommen werden kann. Rückfahrttarten würden etwa bis zur 4. Station in Kraft bleiben, von da ab aber wegfallen. Es liegt auf bet Hand, daß dieser Zonentarif den Reifenden außerordentlich große Vortheile bieten würde. Nachdem die ungarische Staatseifenbahnoerwaltung den Zonentarif für bie nächstgelegenen Stationen eingeführt und mit der neuen Einrichtung sehr gute Erfahrungen erzielt hat, ist es sehr wohl möglich, daß auch die deutschen Eisenbahnverwaltungen dieselbe in nähere Erwägung 2. El. 1. El. Mk. Mk. 0 30 0.45 0.45 0.60 0.60 1.00 100 2.00 1.50 3.00 Zone hinzutreten. Bekanntmachung 1889, ersucht, Die Einleger werden deßhalb 9448 9370 Geschäft geeignet, Marktstraße 14 9491 9042] &WÄX 3vocMxuiv. 2558 Emil Orbfff, Bahnhofstr. 30. I V-: Hoffmann. Bettfedern, Daunen, Warchent und Federleinev in bester Qualität und zu billigsten Preisen empfiehlt 6atl Ltückrath, Möbelfabrik u. Lager- 1=03] Asterweg 47 — Ederstr. 8. Dienstag den 3. 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Zur Empfangnahme oder Beischreibung der Zinsen pro 1889 für Einlagen zur hiesigen Spar- und Leibkasse sind folgende Zahltage festgesetzt worden: Donnerstag den 28 November 30- 3. December 4. 5 Täglich frische Hefe empfiehlt [9327 Philipp Bob Bahnhofstraße 11. Königs-Reisstärke uhvv(hi£zx>^<:cFa&tvfuit &um dct Uebernahme ganzer Ausstattungen. Willi. KuMrM Kaplansgasse 27, empfiehlt zu billigen Preisen 6651 5 © s S g = i « Ä Z s f = ® • r- Höbet, polirt und lackirt. Die Eröffnung unserer In ganz besonders reicher Auswahl empfehlen: Gekleidete Puppen, * . Baukasten in Stein n. fjolj. Militärrequisiten. für Kinder. Velocipedes, Fahr-, Reit- und Sdjnnktlpftrbt, Kasten- und Leiterwagen, Ziminerschaukeln und Turnapparate, Festungen, Sampsmalchinen, Selbstbeschäftigungs- und Gesellschaftsspiele, Reiche 2(u~waM allev 50 pfennig-Avtikel. Besondere Meufieit: Nickende und verneinende Puppen Großartigen Weihnachtsausstellung zeigen ergebenst an. Moritz Gregori & Sohn. 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