Rischer Verein. Recitation ?8CW Z«eft, Nax Und 8eine j 7 B°d-f Bau J"’ 7« 30.3r0Tb,. 4 Abends 8 Uhr, ' tdee Hötel „Einhorn- 7° UDS> die hochgeechätzten 4 Herren der Stadt n- *** einzuladen Ä ' 1° Pf9- «i°d Inder er sehen Bachbandlang end de^a75Pfg. Abe' 6r haben Damen freien ■nsühj ^'"hey ""irr«L 1 L'MS n . 9524 Osr Vorstand. hl lonWdft svemder Mv. Mn. ngar. Goldrrnte 86.29 laliener Rente 93.20 Sllberrente 7340 ient III. SS 60 bet ßiftnbaljn^ctitn 33200 !ahn-Actien 18875 „ „ 177« Nordch-BLhn«en 13590 West- . 38jO jener Bersiverltz-Acken 21640 Äpme-Msntan- , 80 5S rjt >om 26. RoveOer 1889. -LoD.-Ämvcke W» 9330 c Gußstahloctien ^eruS-Oblig-ckm lc5e0 ter Bank-DiM^ Ch.er-til*- ’ewinn fO Mk. haben, iuoh 9230 mar. m 14.-17, Keine icembtr 1889. Ziehung«- I Verlegung-^ 11 Loose für I 10 Mark^J Nr. 278. Erstes Blatt Donnerstag den 28. November 1889. Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AckmikienötLIler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger. Vierteljähriger AvonncmenlspreiF: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchutstratzeAr.7. Fernsprecher 51. l Amts- uitb Anzeigeblatt fiiv den "Kreis Gieszen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, die Abhaltung landwirthschaftlicher Vorträge betreffend. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Sonntag den 1. Decewber 1. I., Nachmittags 3 Uhr, Herr Landwirthschastslehrer Leit Higer in Alsfeld einen Vortrag „über Schweinezucht" in dem Saale des Herrn Gastwirths ChristianWagnerin Grün« berg abhalten wird. Alle Mitglieder des landwirthfcbaftlichen Vereins und der landivirthsch Etlichen Localv?reine und alle Freunde der Land- wirthschaft werden zu diesen Versammlungen hierdurch ergebenst eingeladen Die Herren Bürgermeister der Gemeinden, in welchen die Vorträge adgehalten werden, sowie die der benachbarten Orte werden hierdurch ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlungen hinzuwirken. Gießen, den 19. October 1889. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Jost, Negierungsrath. -politische Nebersicht. Gießen, 27. November. Aus dem Bundesrathe ist als bemcrkenswerth zu melden, daß der NeichstagSbeschluß, berreffeud die Vorlegung einer Militär Strafproceßordnung, deil zuständigen Ausschüssen zur weiteren Erörterung überwiesen worden ist. Man darf hieraus wohl den Schluß ziehen, daß endlich auch bei den verbündeten Regierungen die Erkenntnis; zum Durchbruche gelangt, wie dringend in der That die reichsgesetzliche Regelung dieser Materie ist. Von Emin Pascha und Ltanley sind soeben neue Briefe nach Europa gelaugt, die mau gewissermaßen als Vorboten des in den nächsten Monaten zu erwartenden Wieder- rr scheinens der beiden Afrikahelden auf europäischem Boden betrachten kann. Von Ersterem ging dem Afrikareisenden Dr. Schwcinsurth ein Brief zu, der noch vom Victoria-See datirt ist und in knapper Form die Lage Emins bis zur Ankunft Stanleys in Wadelai schildert. Aus dem Schreiben geht hervor, daß Emin nicht von den Mahdisten, sondern von seinen eigenen Leuten gefangen genommen worden war. Was Stanley anbelangt, so hat derselbe zwei Schreiben, datirt vom ä. August und 3. September, an das Emin-Pascha-Comite in London gerichtet, die ein überaus fesselndes Bild von der Stanley'schcn Expedition entrollen und die zum Theil auch den erwähnten Brief Emins ergänzen. Hiernach hatte Stanley mit Emin im April 1888 vereinbart, Letzterer sollte Wadelai mit seinen Getreuen verlassen und am Victoria-See die Rückkunft Stanleys erwarten, welcher seine am Aruwimi zurück- gelassenen Vvrräthe nachholen wollte. Inzwischen brach unter den Offizieren Emins eine Meuterei infolge des Gerüchtes aus, Stanley und Emin hätten einen Plan abgekartet, die Aequatorial-Provinz dem Mahdi in die Hände zu spielen. Emin wurde abgcsetzt und zum Gefangenen gemacht, er würde auch sein Leben vorlorcn haben, wenn er nicht so beliebt gewesen wäre. Mittlerweile sielen die Mahdisten in's Land und Emin Pascha wurde wieder in Freiheit gesetzt, nachdem seine schlimmsten Wiedersacher im Kampfe gegen die Mahdisten ge fallen waren. Er vermochte jedoch feine frühere Autorität nicht wiederherzustellen und nach langem Zögern beschloß er auf Dräugen Stanleys, mit seinen treu gebliebenen Leuten die Aequatorial-Provinz zu verlassen und sich Stanley zum Wcitermarsch nach Osten anzuschlicßen, was am 13. Februar d. I. geschah. Die weiteren Mittheilungen Stanleys beziehen sich auf seine und Emin Paschas Ergebnisse auf dem gemein- sanieu Vormärsche nach Osten. — In Bagamoyo erwartet der Reichscommissar Major Wißmann das Eintreffen der beiden vielgeprüften Afrikahelden spätestens für Anfang Dezember. Die beiden Häuser des schweizerischen Parlaments sind am Montag zu ihrer Wintersession zusammengetreten. Im Ständerath hielt Präsident Hoffmann hierbei eine Rede, welche namentlich deS Gesetzes über den Bundesanwalt gedenkt und das Scheitern des socialdemokratischerseits unternommenen Versuches, eine Volksabstimmung über das Gesetz herbeizuführen, als ein Vertrauensvotum des schweizer Volkes für die Bundesregierung bezeichnet. Schließlich versicherte Präsident Hoffmann, dieselbe würde auch fernerhin die Erfüllung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz sichern, wie auch jeden Angriff auf die Freihei^und^Selbstständigkeit^des Landes turückweisen.I Egypten wird durch einen abermaligen Vorstoß des Mahdi bedroht. Derselbe soll bei Chartum ein Heer sammeln, mit welchem er einen neuen Einfall in Obcrcgypten machen will, um die Niederlage seines Heeres bei Toski zu rächen. Auch unternehmen die Mahdisten neue Strciszügc nach Südosten, nach Abyssinien und der grüßte Theil der Acquatorial-Pro- vinz befindet sich angeblich in ihren Händen. Deutsches Reich. Darmstadt, 26. November. Für den Abend des zweiten Tages des Besuches Seiner Majestät des Kaisers ist ein großer Fackelzug mir Serenade in Aussicht genommen. Nach vorläufigen Feststellungen dürfte sich die Zahl der Fackelträger auf über 2000 belaufen. Die Gesangvereine allein stellen über 1000 Teilnehmer. Die Ausstellung dieses von verschiedenen Musikkapellen begleiteten Zuges erfolgt auf dem Kapellplatz, alsdann bewegt sich der Zug durch verschiedene Straßen der Stadt nach dem Paradeplatz. Dortselbst kommen einige Lieder und Musikstücke zum Vortrag, eine Ansprache und Toast auf Se. Majestät den Kaiser folgt und der Zug setzt sich wieder in Bewegung, um theils in das Rummelbräu (Studenten-Commers), theils in den Saalbau zur festlichen Vereinigung abzuzichen. Sämmtliche Vorbereitungen sind im besten Gange. Deutscher Reichstag. 23. Plenarsitzung. Dienstag bin 26. November 1889, 1 Uhr. Der Abg. Clauß (natl.) für 16. Sachsen ist gestern Abend gestorben. Die zweite Etatberathung wird fortgesetzt und zwar mit dem Specialetat des Auswärtigen Amtes. Bei dem Titel „Gesandtschaft in Bern" war am Freitag die Berathung wegen Beschlußunfähigkeit des Hauses abgebrochen, nachdem von dem Abg. Bock-Minden (cons.) der Schluß der Debatte über die deutsch-schweizerischen Beziehungen und den Fall W o h l g e m u t h beantragt worden war. Staatssecretär Graf Bismarck: Deutschland sei nicht abgeneigt, wegen eines neuen Niederlassungs-Vertrages mit der Schweiz in Verhandlung zu treten. Die Kündigung sei nöthig geworden wegen der Zweifel über die Auslegung des Vertrages- man würde die Bestimmungen künftig präciser formuliren. Auch habe man ja bis zum Jahre 1877, bis wohin kein Niederlassungsvertrag bestand, mit der Schweiz in ganz guten Beziehungen gestanden. Durch die Rede des Staatssecretärs ist die Debatte wieder eröffnet. Abg. v. Ka rd o rff (Rp.): Ucber die Angelegenheit ist von freisinniger Seite nichts gesagt worden, was nicht schon in sreisinnigen Zeitungen gestanden hat. Ein erneuter Schlußantrag wird angenommen und der Titel bewilligt. Bei Tit. 15, „Botschaft in London", meint Abg. Richter (dsr.), daß die gegen die Zollerhebungen der Niger- Compagnie erhobenen Beschwerden nicht begründet erschienen. Die Abgg. Dr. Hammactfer (natl.) und Woer- in a n n (natl.) vertreten die entgegengesetzte Meinung. Die Zollerhebungen seien ganz willkürliche. Es werde sich vielleicht die Errichtung eines neuen Consulats bei den Niger- Mündungen empfehlen. Staatssecretär Graf Bismarck: Der Frage einer Consttlats-Errichtung soll näher getreten werden, wenn der Gouverneur von Kamerun, Herr v. Soden, hier angckommen sein wird, von dem noch Auskunft eingeholr werden soll. Abg. Richter (dsr.): Die hohen Zölle der Niger- Gesellschaft seien vermuthlich bedingt durch den Schnapshandel und da sei cs ganz richtig, daß von Leuten, welche die Neger durch Schnaps rutniren, eine hohe Steuer erhoben werde. Die Abgg. v. Kardorff (Rp.) und Gras Mirbach (cons.) bekämpfen die Auslassungen Richters- man sei ja gewöhnt, von jener Seite Alles angefeindet zu sehen, was an Erfolgen in' der Colonialpolitik erreicht ist. (Sehr richtig!) Abg. Dr. H ammacher (natl.): Im englischen Parlament würde sich kein Redner finden, der in der Colonialpolitik ähnlich gegen die Regierung auftrete, wie es hier geschieht. (Sehr richtig!) Abg. Dr. Bamberger (dsr.): Nationale Politik sei, dafür zu sorgen, daß das Geld der Steuerzahler nicht vergeudet werde für Chimären. Abg. v. Kardorff (Rp.): Die Weltstellung Deutschlands erfordert es, daß wir bis zum gewissen Grade Colonial- macht werden. In vielen Punkten der Colonialpolitik gehe die Regierung zu langsam vor. Man habe Colonien Und nicht einmal eine Dampferlinie dorthin. (Sehr richtig!) Abg. Richter (dsr.): Wenn die Regierung Millionen übrig hat, die zu Colonialzwecken verwendet werden, dann wird sich das Volk sagen, daß diese Millionen besser im Lande angewendet werden können, zum Nutzen kleiner Leute. Abg. Dr. v. Bennigsen (natl.): Die freisinnige Partei liebt es allerdings, die Interessen des Auslandes gegen die Interessen deutscher Reichsangehöriger zu vertreten- fie hat das auch heute wieder gethan- es wird ihr das nicht von Nutzen bei der Bevölkerung sein. Abg. Graf v. Mirbach (cons.): Sparsamkeit ist sehr schon- sparen Sie nur bei der Reichsbank- die könnte mehr abwerfen, als die ganze Colonialpolitik kostet. Abg. Dr. Windthorst: Der Enthusiasmus für die Colonien ist zurückgegangen, da sie sich für die Auswanderung nicht eignen. Der Reichskanzler möge die Sache fest in der Hand behalten und sich von keiner Seite drängen lassen, auch nicht von den Herren v. Kardorff und Gras Mirbach - nament lich dürfe die Colonial-Politik keine Vermehrung der Flotte nöthig machen. Der Titel wird bewilligt. Bei dem Titel „Consulat in Apia" fragt Abg. Richter (dfr.), ob man dem Hause etwa durch ein Weißbuch Kenntnis; von dem Ergebniß der Samoa-Conserenz geben wolle. Die Dampfer-Linie Sidney-Samoa scheine sehr wenig rentabel. Vielleicht empfehle sich auch eine Schmälerung der Consulatskosten für Apia. Staatssecretär Gras Bismarck: Eine Erörterung dieser Angelegenheit liegt nicht im politischen Interesse. Ich würde mich auf diese Bemerkung beschränken, wenn das nicht möglicher Weise Veranlassung gäbe, die Sache nun recht breit zu treten. Es waltet kein Bedenken ob, sobald die Dinge soweit gediehen sind, darüber dem Hause Mittheilung zu machen. Abg. Richter (dfr.): Der Staatssecretär hat kein Recht, unserer Partei zit iusinuiren, sic würde die Sache breit treten, wenn dies nicht im politischen Interesse läge. Staatssecretär Graf Bismarck: Ich habe Niemand gemeint. Qui s’excuse s'accuse. Abg. Richter: Der Vorwurf war deutlich gegen meine Partei gerichtet. Was würde der Herr Staatssecretär dazu sagen, wenn ich behaupten wollte, es gäbe Minister, die unfähig sind, eine sachliche Debatte zu führen, aber den Herrn Staatssecretär habe ich nicht gemeint. Der Titel wird genehmigt. Bei dem Titel „Consulat in Basel" spricht Abg. Richter den Wunsch aus, daß der neue Vertrag mit der Schweiz ein Niederlassungs- und kein Ausweisungsvertrag werden möge. Der Titel wird genehmigt. Bei dem Titel „Consulat in Zanzibar" fragt Abg. Richter (dsr.), wie es mit der neuen Flaggenhissung im Witugebiete stehe. Abg. Dr. Hammacher (natl.): Es ist das lediglich ein Act einer Privatgesellschaft, in welche sich das Reich nicht einzumischen hat. Der Titel wird bewilligt. Bei dem Titel „Gouverneur von Kamerun" regt Abg. Richter an, ob nicht die Einnahmen und Ausgaben der Schutzgebiete budgetmäßig festzustellen- er beantragt: den Reichskanzler zu ersuchen, im nächsten Etat die Local-Etats der Schutzgebiete dem Beschlüsse des Hauses zu unterbreiten. Zugleich nimmt er den im vorigen Jahre vorn Abg. Stocker gegen den Branntweinhandel gestellten Antrag auf. Geh. Leg.'Rath Krauel: Dem Branntweinhandel widme die Regierung ihre Aufmerksamkeit- doch liege kein Grund vor zu neuen gesetzgeberischen Maßregeln. Das Haus vertagt sich. Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Etatberathung. Schluß 41/» Uhr. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 26. November. Der Kaiser, der von einem zweitägigen Jagdausflug nach Liebenberg (Mark) heute ^Nachmittag znrückgekehrt ist, hörte Vorträge. Um 5 Uhr begibt er sich zur Mittagstafel beim Kriegsminister, wohnt mit der Kaiserin Abends 8 Uhr einer Vorstellung der „Perser" im Augusta-Gymnasium zu Charlottenburg bei und kehrt dann nach dem neuen Palais zurück. Karlsruhe, 26. November. In Veranlassung des Zusammentritts der badischen Kammern fand heute im Schlosse große Hostasel statt, wobei der Großherzog die Landesvertreter begrüßte. Der Präsident der ersten Kammer, Sergcr, brachte bei der Tasel das Hoch auf den Großherzog aus, während der Präsident der zweiten Kammer, Lamey, auf die Großherzogin und das Großherzogliche Haus toastete. Der Großherzog dankte und schloß mit einem Hoch aus das Heimathland. Fiume, 26. November. Der vom Gouverneur Graf Zichy zu Ehren der deutschen Offiziere veranstaltete Festabend ist auss Glänzendste verlausen. Heute besuchten die Offiziere die Torpedosabrik, woselbst Gras Hoyes ein Frühstück gab. Nachmittags soll ein Diner bei Admiral Hollmaun aus dem „Kaiser" stattfinden- es ist dasselbe jedoch fraglich, da ein starker Sirocco eingetrcten ist. Paris, 26. November. Das auswärtige Amt empfing Depeschen aus Brasilien, des Inhalts, daß bisher keine Regierung die Republik anerkannte. Die Regierung Brasiliens wartet übrigens den Beschluß der demnächst zusammentretenden constituirenden Versammlung ab, um alsdann für die von der Versammlung beschlossene Regierungsform die Anerkennung nachzusuchen. Die französischen Vertreter in Brasilien erhielten Instructionen, die bisherigen guten Beziehungen zwischen Frankreich und Brasilien ausrecht zu erhalten. — Der „Temps" dementirt das Gerücht, Frankreich habe der Conversion der egyp tisch en Staatsschuld zugestimmt. London, 26. November. Die amtliche Zeitung veröffentlicht eine Note Salisburys vom 21. November an den englischen Gesandten Petre in Lissabon- dieselbe protestirt energisch gegen die Anspruchnahme von Rechten über Ma- shonaland und das Land nördlich vom Zambesi durch Portugal und weist den Gesandten an, den Protest vom 13. Aug. 1887 zu erneuern. London, 26. November. In der Clev e l a nd street- Scandalassaire wurde heute vor dem Polizeigericht in Bow-Street die Ehrenbeleidigungssache des Lord Euston gegen den Redacteur Parke von der „North London Preß" verhandelt. Parke, der sich seine Vertheidigung vorbehielt, ist vor die Assisen verwiesen, jedoch gegen Caution aus freien Fuß gesetzt worden. Belgrad, 26. November. Nach authentischen Berichten reducirt sich der angebliche Uebersall auf das Kloster Detschani darauf, daß zwischen dem Kloster und den Arnauten Ländereistreitigkeiten bestanden, welche die Behörden schlichteten, dessenungeachtet verließen die Mönche das Kloster und zogen in das Kloster Jpck. Konstantinopel, 26. November. Der Ayrnestieerlaß für Kreta wird verzögert, weil er in feierlicher Form mittelst Firmans erfolgen und von einem besonderen Abgesandten nach Kreta gebracht und verkündet werden soll. Newyork, 27. November. (Privatdepesche.) Die Stadt Lyon im Staate Massachusetts «-ist gestern größtcntheils durch Feuer zerstört worden. Zwölf Häuserblocks mit großen Schuhfabriken, der Ccntralbahnhof, mehrere Banken, Kirchen, Schulen, Zeitungsclubs sind eingeäschert. Auch mehrere Menschen sind bei dem Brande umgekommen. Der Schaden wird auf 10 Mill. Dollar geschätzt. Locales »»nd Krovinzielies. Gießen, 27. November. — Vor dem Beginn der morgigen Stadtverordnetensitzung sind die Pläne für das neue Knaben-Schulhaus an der Nordanlage im Sitzungssaale der Stadtverordneten ausgestellt. Interessenten steht die Besichtigung derselben frei. f Vor der Strafkammer standen gestern wieder einmal zwei berüchtigte Wilderer, Georg Karl Sperling und Heinrich Velten von Bleichenbach, ersterer der gewerbsmäßigen Wilderei, letzterer der Beihülse dazu angeklagt- außerdem noch der sonst nicht schlecht beleumdete Fuhrmann Georg Friedrich Berg von Rodenbach bei Altenstadt, wegen Hehlerei. Letztgenannter wurde Ende August d. I. von dem Gendarmen Krebs in Altenstadt im Besitze eines geschossenen weiblichen Rehs betroffen, welches er nach seiner Angabe von den ersterwähnten Personen zum Wiederverkauf angekaust hatte. Eine bei Sperling und Velten vorgcnommene Haussuchung fiihrte zur Entdeckung eines geladenen Jagdgewehrs, blutbefleckten Kleidungsstücken u. s. w., welcher Umstand in Verbindung mit ihrem sonstigen sehr verdächtigen Treiben keinen Zweifel darüber auskommen läßt, daß die Beiden die Wilderei gewerbsmäßig betreiben. Das Gericht erkannte gegen Sperling 6 Monate, gegen Velten wegen Beihülfe 5 Monate und gegen Berg wegen Hehlerei 14 Tage Gefängniß, sprach auch bezüglich der beiden Ersteren die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht aus und verfügte die Einziehung des dem Velten gehörigen Gewehrs. — Der bis jetzt noch in Haft gehaltene Angeklagte Sperling wurde aus freien Fuß gesetzt. T Ein unbedeutendes Schadenfeuer entstand gestern Abend in einem Hause der Wallthorstraße dadurch, daß das Dienstmädchen den Fcnstervorhängen mit dem Lichte zu nahe kam. Das Feuer war bald gelöscht. — Theater. Das am vorigen Freitag mit so vielem Beisall aufgejührte Lustspiel „Die beiden Leonor en" kommt morgen Donnerstag den 28. November zum letzten Male hier zur Ausführung. Wer daher das vortreffliche Werk des geistreichen Schriftstellers Paul Lindau noch nicht gesehen hat, versäume diese Gelegenheit auf keinen Fall. — Freitag den 29. November endlich kommt der so lange und mit vieler Sehnsucht erwartete Schwank „Madame Boni- vard". Wir entnehmen der Masse von Referaten, welche vor uns liegen, eins der „Kieler Zeitung", welches lautet: „Mcht oft haben die Wände unseres Stadttheaters von so donnernden Lachsalven getobt, nicht ost ist einzelnen Scenen bei offenem Vorhang so lauter Beifall gezollt worden, wie bei diesem Stück." k. Theater. Leider war der Schreiber dieser Zeilen verhindert, der Vorstellung des Putlitz'schen Lustspiels „Spielt nicht mit dem Feuer" beizuwohnen. Den uns zugemessenen Raum erlauben wir uns darum zu einem Hinweis auf die Donnerstag stattfindende Wiederholung der „beiden Leonorcn" im Anschluß an die Besprechung unseres Vorgängers in der Kritik zu benutzen, der in seinem Referat darauf aufmerksam gemacht hatte, daß das pikante Stück des berühmten Autors im Interesse derer, die die etwas spät erschienene Ankündigung übersehen hatten, noch einmal auf- gcführt werden müsse. Die beiden Leonoren erinnern in etwas an die Sardou'sche Cyprienne. Hier wie dort wird eine Frau gezeichnet, die in ihrem Eheleben die gesuchte Befriedigung nicht findet und sich darum auf leichtfertige Beziehungen zu jungen Hofmachern einläßt, bis dann schließlich in dem psychischen Krankheitsproceß eine Krisis und Wendung zum Besseren eintritt. Aber während diese in der Cyprienne durch den Gatten selbst hcrbeigeführt wird, ersolgt sie hier mit und infolge der in frischer Land- und Gebirgslust aufgewachscncn, an Leib und Seele kerngesunden Tochter. Der außerordentlich schon zur Geltung gebrachte Gegensatz zwischen Lorchen — übrigens eine Glanzrolle von Frau Anni Reiners — und ihrer Mutter drückt sich besonders treffend in den beiden Schlußscenen der zwei ersten Acte aus: Hier schläft die blasirte Frau bei der Lectüre eines französischen Krastromans, dort die Tochter mit einem Gebet sür Mutter, Vater und ihren Geliebten ein. Der erste Grundgedanke ist der Leichtigkeit und Heiterkeit, die wir in einem Lustspiel erwarten, nicht hinderlich gewesen, sondern diese kommen in reichem Maße zu ihrem Rechte. Nach seinen geistvollen Feuilletons war von Paul Lindau nichts anderes zu erwarten, als daß er sein Lustspiel mit zündenden Witzen und wirkungsvollster Komik ausschmückte. Namentlich die Figur des alten Wichberg, den Herr Reiners neulich trefflich wiedergab, ist in dieser Beziehung reich bedacht und eine Quelle unerschöpflicher Heiterkeit. Ebenso hat Frau Marie Jaskowski als heirathslustige alte Jungfer (Viena Vollheim) Gelegenheit, ihr bedeutendes komisches Talent zu entfalten, wie denn auch sonst die Nollen des Stückes ihren Vertretern im „Neuen Theater" gut liegen. * Nachdem die Nekruteneinstellungen erfolgt sind, wird aus die bezüglichen Bestimmungen über Soldatenbriefsendungen aufmerksam gemacht. Jede Sendung, sei es Postanweisung, ein einfacher Bries oder eine Packetsendung, muß, sofern auf Ermäßigung oder Portofreiheit Anspruch gemacht wird, den Vermerk: „Soldatenbrief! Eigene Angelegenheit des Empfängers!" tragen- in diesem Falle und vorausgesetzt, daß die Sendung wirklich die eigene Angelegenheit des Empfängers betrifft, beträgt das Porto für eine Postanweisung bis zum Betrage von 15 Mk. nur 10 Pf., gewöhnliche Briefe bis zu einem Gewicht von 60 Gramm werden portofrei befördert. Pallete ohne Werthangabe werden bis zum Gewicht von 3 Kilogramm (6 Pfund) ohne' Rücksicht auf die Entfernung für 20 Pf. befördert. Stadtpostsendungen und Sendungen aus dem Landbestellbezirk der Postaufgabestation, sowie alle Sendungen über 60 Gramm, Postanweisungen über 15 Mk., Geldbriefe, Kreuzbandsendungen, sowie Packere über 3 Kilogramm und solche mit Werthangabe müssen nach dem allgemeinen Portotarif frankirt werden. t Herbstein, 25. November. Der aus den 21. December angekündigte Thomasmarkt ist auf Donnerstag den 19. December verlegt worden. * Ulrichstein, 24. November.' Die hiesige Sparkasse hatte im Jahre 1888 eine Einnahme von 190467.50 Mk., eine Ausgabe von 160 786.89 Mk. und erzielte einen Ueber- schuß von 29 680.61 Mk. Der Rescrvefond von 23 570.18 Mk. im Jahre 1887 hat sich im Vorjahre um 668.33 Mk. vermehrt. Altwiedermus, 24. November. Folgende Schweineschlachtgeschichte hat kürzlich unseren sonst so ruhigen und friedlichen Ort in lebhafte Bewegung gebracht. Ein Bauer hatte sein fettes Schwein verkauft, es sollte angeblich 219 Pfund gewogen haben, ein fremder Metzger behauptete, das von letzterem bei einem Nachbarn gekaufte Schwein sei schwerer, wogegen der erste Verkäufer erklärte, er wette um 1000 Mk., daß sein Schwein das schwerere sei. Der Metzger rief: Glück dazu! und schlug ein, was den Bauer nicht wenig erschreckte. Wie der Blitz verbreitete sich die Wette im Dorf, überall standen Gruppen und debattirten auf das Lebhafteste. Der Metzger lief von eineiü Haus in das andere und bot zuletzt 20 Mk., wenn ein Bauer sofort Wasser heiß mache, damit das Schwein geschlachtet imi) gewogen werden könnte.- Die Altwiedcrmuser hielten aber fest zusammen und weigerten die Beihilfe, drohten auch Demjenigen, der die 20 Mk. verdienen wollte, mit einem Buckel voll Prügel. Endlich zog der fremde Metzger unverrichteter Sache ab, gab jedoch die Parthie nicht verloren, denn das Schwein wurde in einem benachbarten Dorfe geschlachtet und gewogen, wobei es sich herausstellte, daß es zwar keine 219, sondern nur 212 Pfd. wog. Es war aber immer noch schwerer als dasjenige des Bauern, welches nicht 219, sondern nur 201 Pfund wog. Der Metzger hätte also die Wette gewonnen und man glaubt, daß es ein gerichtliches Nachspiel geben wird. Ob viel dabei herauskommt, ist zweifelhaft. Die Leute mögen aber daraus lernen, daß man bei solchen Wettspäßchen recht unsanft hineinfallen kann. Vermischtes. Mainz, 25. November. In unseren! neu zusammengesetzten Stadtverordneten-Collegium sind jetzt folgende Berufsarten vertreten: 8 Fabrikanten, 5 Rechtsanwälte, 4 Aerzte, 3 Bauunternehmer, je 2 Weinhändler, Colonial- waarenhändler, Privatleute und Zimmermeister und je 1 Director, Bankier, Landgerichtsrath, Gymnasiallehrer, Gymnasiallehrer i. P., Architect, Schriftsteller, Müllereibesitzer, Spediteur, Kaufmann, Rentner, Mechaniker, Schreinermeister und Schriftsetzer. Frankfurt, 25. November. Bei einem kürzlich in einem benachbarten Orte ausgebrochenen Brande befand sich ein Landmann unter den Zuschauern. Von einem Gendarmen aufgefordert, sich am Löschen zu betheiligen, weigerte er sich mit den Worten: „er sei kein Feuerwehrmann". Zur Anzeige gebracht, wurde er wegen verweigerter Noth- hülfe bei einem Brande, die er nachgewiesenermaßen ohne erhebliche eigene Gefahr hätte leisten- können, von dem zuständigen Amtsgericht mit Bezug auf § 360, 10 des R.- St.-G.-B. zu 3 Tagen Haft und Tragung der Kosten ver- urtheilt. — Ueber die Pensions- und Krankenkassen der preußischen Staatsbahnarbeiter für 1888 wird im „Archiv für Eisenbahnwesen" Bericht erstattet. Danach sind gezahlt worden Ruhelöhne, Wittwen-, Waisen-, Sterbegeld und Unterstützung andauernd erwerbsunfähig gewordene Arbeiter 743000 Mark (int Vorjahre 635 000 Mark), Krankheitskosten 2 964000 M. (2 860000 M. im Vorjahre), auf Grund der Unfallversicherungsgesetze und der Haftpflichtgesetze 1629000 V?. (1402 000M- im Vorjahr). Am Schlüsse des Jahres waren einschließlich der von Unternehmern bei Eisenbahnbauten beschäftigten Personen 177 603 Arbeiter bei Eiscnbahnkrankenkassen und darunter 78 786 Arbeiter bei den Pensionskassen betheiligt, während in den unfallversicherungspflichtigen Eisenbahnbetrieben ausschließlich der von Unternehmern bei den Eisenbahnbauten beschäftigten Personen im Jahre 1888 durchschnittlich täglich 164255 Arbeiter thätig waren. Laufende Beiträge waren von den Arbeitern zu den Pensions- und Krankenkassen, und zwar durchschnittlich für das Jahr, soweit sie nur der Krankenkasse angehörten, 13,28 M.- (13,25 M.), und soweit sie sowohl der Pensionskasse als auch der Krankenkasse angehörten, 35,36 Mark (34 M.) zu entrichten, während die Eisenbahnverwaltung einen Baarzuschuß in Höhe der Hälfte der Mitgliederbeiträge zu den Pensions- und Krankenkassen beisteuerte, die Kosten der Rechnungs- und Kassenführung, trug und die Haftpflicht- und Unfallentschädigungen neben den Aufwendungen an Unterstützungen und Beihülfe aus den eigenen Mitteln zu bestreiken hatte. Am Schlüsse des Jahresverfügten die Peitsions- und Krankenkassen der Eisenbahnarbeiter über ein Vermögen von insgesammt mehr als- 14l/4 Millionen Mark. — Das neue Repetiergewehr ist am Samstag in der Budget-Commission gezeigt worden. Die „Hamb. Nachr." theilen darüber Folgendes mit: Düs Gewehr hat ein Kaliber von 7,8 mm, doppelten Lauf zum Schutze gegen Erhitzung nach einer von Ming erfundenen Methode, ein Magazin für fünf Patronen und ist um 1 kg leichter als das bisherige Gewehr. Es ist so zierlich, daß man meint ein Kindergewehr vor sich zu haben. „Besta", Lebens-BerficherirrrgSbank auf Gegenseitigkeit zu Posen. In dem uns vorliegenden Geschäftsbericht über daS Jahr 1888 sind die Ergebnisse als durchaus befriedigende bezeichnet und wir werden wohl nickt fehl gehen, wenn wir den bemerkens- werthen Aufschwung der Geschäftsentfaltung dieser Gesellschaft auf Rechnung der gegenwärtigen Leitung setzen. Im Laufe des Jahres 1888 gingen bei der Anstalt 1220 Anträge aus 2 536 750 Mk. Versicherungssumme ein, so daß während des Berichtsjahres mit Einschluß der aus dem Jahre 1887 übernommenen 58 Anträge aus 186 250 Mk. im Ganzen 1278 Anträge auf 2 723 000 Mk. Kapital zu erledigen waren. Auf Grund dieser Anträge wurden 979 neue Policen über 2 058 400 Mk. Versicherungssumme ausgefertigt und hob sich der Gesammtversicherungsbestand am Ende 1888 auf 5565 Policen über 10 890 725 Mk. Versicherungssumme. Der reine Zuwachs an Versicherungen betrug 124 Policen mit 291230 Mk. Kapital. Die Sterblichkeit blieb auch im Jahre 1888 sowohl hinsichtlich der Zahl der Sterbefälle als auch hinsichtlich der Höhe der Versicherungssumme hinter der rechnungsmäßigen zurück, obwohl 9000 Mk. mehr als im Jahre 1887 zur Auszahlung gelangt sind. Nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung waren nämlich im Jahre 1888 76 Sterbesälle mit 151721 Mk. Kapital zu erwarten, wohingegen nur 125850 Mk. für 62 Todesfälle gezahlt worden sind. Dieses Resultat liefert einen Beweis von der normalen Entwickelung der Versicherungen der „Vesta", sowie von der Vorsicht, mit welcher von der Direction bet der Prüfung und Annahme der Versicherungsanträge verfahren wird. Was das Ergebniß des finanziellen Umsatzes anlangt, so haben sich die auf das Jahr 1888 entfallenden Einnahmen an Beiträgen, Zinsen :c. um über 16 000 Mk. gehoben, trotzdem in Folge des sinkenden Zinsfußes und der durch die starke Ausloosung der 4proc. Posener Pfandbriefe erlittenen Ausfälle auf dem Zinfenconto nicht nur keinen Zuwachs, sondern eine geringe Abnahme zu verzeichnen waren. Die Gesammteinnahme des Jahres 1888 betrug 408 595 Mk., wogegen die Ausgaben für sämmtliche laufende Unkosten :c. um 68162 Mk. angewachsen, insgesammt 395 543 Mk. ausmachten. Es verbleibt dann ein Reingewinn von 13 052 Mk., der zur Tilgung des Organisations-Conto, welches den zur Gründung nn> Onganisation der Anstalt besonders hergegebenen und vorhandenen Gründungsfonds von 600,000 Mk. bisher noch belastet, verwendet. Das Vermögen der Gesellschaft weist im Rechnungsjahre einen Zuwachs von über 100 000 Mk. auf und erreichte Ende 1888 die Höhe von 1 341490 Mk. Diese Activa bilden eine überschüssige Deckung für die Beitragsrcseroen, welche 976 053 Mk. betragen, sowie andere aeringe noch nicht erhobene laufende Forderungen. Am Ende des Jahres 1888 bestand das Bankvermögen außer 286 575 Mk. Solawechsel, 32 597 Mk. Eassabestand und diversen anderen größeren Werthposten, welche in der Bilanz specificirt sind, unter andern auch aus 304 000 Mk. pupillarisch sicheren Hypotheken, 179 029 Mk. 4 und 3V2Procentigen Posener Pfandbriefen und andern Effecten, 173 430 Mk. Darlehnen auf eigene Policen und 108 825 Mk. 5procntigen AntheisiCertificaten der „Vesta". 9538 £in Nährmittel ersten Banges muß außer seinen qualitatioen und practischen Eigenschaften auch medicinisch gutgeheißen, chemisch als werthvoll befunden und bacteriologisch untersucht sein aus absolute Reinheit von krankheiterzeugenden Bacterien und Schimmelpilzen. 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Angebote sind bis spätestens Dienstag den 3 Deeewber, Vormittags 11 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Die Lieferungsbedingungen liegen im Bürgermeistereigebäude — Zimmer Nr. 3 — zur Einsicht auf, woselbst die Ärbeittzverzeichniffe aus Verlangen abgegeben werden. Gießen, den 26. November 1889. Großherzozliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________Gnauth-___________________9539 Bekanntmachung Die Schreinerarbriten zur Veränderung und Neubeschaffung von Mobiliar im Sitzungssaal des Bürgermeistereigebäudes dahier sollen im schriftlichen Submissionswege vergeben werden. Angebote sind bis spätestens Dienstag den 3. December, Vormittag» 11 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Die Zeichnungen und Bedingungen liegen im Bürgermeistereigebäude — Zimmer Nr. 3 — zur Einsicht auf, woselbst Arbeitüverzeichniffe aus Per- langen abgegeben werden. Gießen, am 26 November 1889. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth 9540 Mosel-Cognac aus nur Wein gebrannt, ohne den geringsten Spritzusatz, in Brüssel mit der silbernen Medaille gekrönt, empfiehlt die Eognac-Destillerie von Ä. Elfen, Trier a/Mofel Niederlage für Gießen bei Herrn Ph. Bauer II., 50-16]NaKnliofstraste. A Hrrrenhembrn nach Maas;. B y o 3 p - -1 e ö Anfertigung 6934 g sämmtlicher Wäsche. 181] Selbstgefertigte lackirte Möbel aller Art sind stets zu haben bei Schreiner Steller, Schillerstr. 9. Steins Garten. Wegen dem am Donnerstag Abend stattfiaden- dev Concert der Pionier-Capelle fällt doS Abonue« mentS Concert der hiefigen Regiments Mufik vor- läufig SUS.__9547 Aktien - Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim. Kiiufschiillzel werden nicht mehr abgegeben. Stockheim, den 25. November 1889. 9532 Vor Hai d drr Actiin-Zuckerfabiik Büdingen in Äockhrim. H. Huhn7 Schulstrasse 10, empfiehlt fein reichhaltiges Lager in: 7301 Gold-, Silber-, Granat- und Corallwaaren, goldenen u. silbernen Damen- u. 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Mit tiefem Schmerze machen wir hierdurch statt besonderer Anzeige Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, dass es dem Herrn über Leben und Tod gefallen hat, heute Nachmittag 3^4 Uhr unseren unvergesslichen Gatten, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Pfarrer Friede*. Siebener zu Ai^eiridorf n. «I. Lumda im Alter von 66 Jahren nach kurzem, aber schwerem Leiden zu sich abzurufen. Allen dorf a. d. Lumda, den 26. November 1889. Fünfzehnte Bilanz der „Vesta“, Lebensversicherungs-Bank auf Gegenseitigkeit zu Posen P ' "Passiva " " Activa JL 30 5,212.50 49 360,503 50 13 98 20 50 07 50 49 41 62 42 03 70 90 78 .