- 1889. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Gttreau r S ch u l st r a ß e 7. ' Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. KreiS vierteljährlich 2 Mark M Pf. mit SrlngerloM ........... Durch die Post bezogen vierteliährlich 2 Mark 50 M Amtlicher Theil. 5213 ^Q$bem sämmtliche betheiligte Grundeigenthümer bei der am 15. Mai l. I. vorgenommenen Abstimmung sich für die Feldbereiniaung und die ah^fp&°fi:^rdC-t7 «n Baumstucken rn der Gemarkung Steinbach erklärt haben, nachdem ferner Einwendungen gegen die Zulässigkeit und ftecfiteMänbia* Vollzug Phöben worden sind, hat bie Großh. LandeLkommission für Feldbereinigung den Beginn der Arbeiten angeordnet und mich zum Wl« »“M***” s’SSbÄ? hl* * I“1* '** d„ in «stellte«. 16 te fMMiente 6 3•“ '■ 3- »-'"»W « Ul». <» »-» ,u «t.lnl.«» Die Versammlung hat: " 9eSerbeUt ^'^°nang°ben, ober ob die durch eine Vermessung zu ermittelnden Mächen- 2) Minimen, wie die Bereinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlaq auf den Mckenaefialt oder den ^fifffififcittm&mprtfi £■ -> VÄS* LL SW tt 3)öwtekr$8un8Se”mifrtOn $U betufenbsn Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stell- Außerdem können Wünsche und Anträge Seitens der Betheiligten vorgebracht und berathen werden- o^ser Versammlung hat jeder anwesende betheiligte Grundeigenthümer eine Stimme: die Beschlüsse erfordern ru {fiter ßtürfmM -in- bieier $orauäfe6un8 °uch für die nicht erschienenen Betheiligten verbindlich^ zu 1 die Ermittelung des Flächengehalts der Grundstücke durch Vermessung zu erfvlaen zu 2 die Vollzugskommission die erforderlichen Beschlüsse zu fassen, c ru 3 die Landeskommission die Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Gießen, am 19. Juni 1889. Der VollzugS-Kommiffär: ___ Nebel, Großherzoglicher Amtmann. Betreffende Zurückstellung unabkömmlicher Beamten, hier von Lehrern und Schulverwaltern im Falle eimr^Mobilmachung 1839' Die Großhcrzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen «m die Schulvorstände des Kreises. Z„ ~.n. Lchrer oder Schulverwalter einklassiger Schulen, welche mllitärpflichtig sind, darauf aufmerksam machen, daß Gesuche um Zurückstellung im Falle ^ner^M^bünmchung innerhalb 8 Tagen ber uns ernzureichen sind. Später einlaufende Gesuche können nicht berücksichtigt werdem 1) Civilstcllung, 2) Vor- und Zunamen, 3) Militärcharge und Truppengattung, 5) BeziaudwehrbatailloiisCompagnie rc., bei welchem der Eintritt erfolgt ist, und Datum de» letztere«. Meldung Se$mn °bet Schulverwaltern, welche bereits früher bei uns reclamirt haben, bedarf es der Angaben 1-5 nicht, eä genügt hier einfache Abwesende Lehrer oder Schulverwalter, die als alleinstehende Lehrer zur Reclamalion berechtigt sind, wollen Sie sofort benachrichtigen ______________________________________________________ v. Gagern. ________________________________ Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach. " “ Politische Rundschau. Gießen, 27. Juni. ^le infolge des Wohlgemuth-Falles angeregte Reform des Fremdenpolizeiwesens in der Schweiz ist nunmehr zum parlamentarischen Beschluß erhoben worden. Gleich -oem Standerath hat auch der Nationalrath das Gesetz, betr. die Einsetzung eines ständigen Bundesstaatsanwaltes zur obersten Beaufsichtigung des Fremdenpolizeiwesens, Unstimmig angenommen, nachdem in der vorangegangenen Debatte von sämmtlichen Rednern eine strengere Handhabung der Fremdenpolizei gefordert worden war. Es k lcmnc CDI Beschlüsse eine indirecte Genugthuung für die deutscherseits anläßlich der Wohlgemuth-Afsaire gegen die Schweiz erhobenen Beschwerden und so wird man denn wohl von weiteren Schritten und Maßregeln gegen die Eidgenossenschaft abschen, obwohl die „Nordd. Allg. Ztg." noch immer gegen die schweizerische Neutralität loswettert. e>r1.„£2nl»er Dienst-gssitzung des ungarischen HeereS-AnSschuffeS begründete Miegsmtnister v. Bauer die Mehrforderungen des Armeebudgets. Im Marine-Aus- schusse kam die Frage der Donau-Monitore zur Sprache und erklärte hierbei Admiral v. Sterneck, daß nach Rcgulirung des Eisernen Thores die Erbauung einer Donau- Flotille nothwendtg sei. r n bedeutungsvollen Auslassungen des Kaisers von Oesterreich über die Welt- b^ Eröffnung der Delegationen haben durch die vom Grafen Kalnoky im Budget- ausschusse der österreichischen Delegation abgegebenen Erklärungen eine werthvolle Ergänzung gefunden. Dieselben sind offenbar bestimmt, die Besorgnisse und Befürchtungen, welche der im Ganzen ernste Ton der kaiserlichen Rede in weiten Kreisen auf's Neue erweckte, zu zerstreuen, denn die Aeußerungen des Leiters der auswärtigen Politik Oesterreich-Ungarns klingen geradezu überraschend friedlich und hoffnungsvoll. Wohl findet auch Kalnoky die Lage schwankend und leicht veränderlich aber er erklärt trotzdem bestimmt den europäischen Frieden als nicht gefährdet und führte er dies in vortrefflicher Rede des Näheren aus. Speciell nahm der Minister Bezug auf Rumänien und Serbien und trat er der Meinung, daß das jetzige rumänische Cabinet Catargiu russenfreundlich und demnach antiösterreichisch gesinnt sei entschieden entgegen. Auch die Aufregung in Serbien nahm Kalnoky keineswegs sehr ernst, ^obei es ironische Seitenhiebe auf die großserbtschen Phantastereien absetzte. Kaltblütig erklärte er, Serbien verfüge zu aggressiven Zwecken nicht über genügende Machtmittel und werde Oesterreich-Ungarn im Uebrigen ein scharfes Auge auf etwaige Wühlereien in Serbien haben. Jetzt aber gelangte Kalnoky zum Kernpunkte seiner gesammten Darlegungen, indem er als den wahren Grund des allgemeinen Gefühls der Unsicherheit die Unzufriedenheit einiger Völker mit dem bestehenden europäischen Rechtszustande und die systematische Erweckung der nationalen Leidenschaften bezeichnete; worauf diese Worte zielen, bedarf wohl keiner näheren Erläuterung! Demgegenüber betonte der Minister den festen Willen aller Monarchen und auch der Regierungen, den Frieden zu erhalten, schon wegen der ungeheuren Dimensionen heutiger Kriege. Zum Schluffe wieS Kalnoky auf das fortdauernde vollständige Einvernehmen Oesterreich-Ungarns mit Deutschland wie mit Italien hin und zuletzt versicherte er noch, daß Oesterreich-Ungarn Überhaupt zu allen Staaten mit Einschluß Rußlands in freundschaftlichen Beziehungen stehe. — Wie Graf Kalnoky selbst versicherte, hat er diese Erklärungen hauptsächlich abgegeben, um Klarheit und Beruhigung in die allzu pessimistischen Auffassungen der all- g-meinen Lage zu bringen und es steht zu hoffen, daß dieser Zweck auch allseitig erreicht worden ist. An die Erklärungen des Grafen Kalnoky knüpfte sich in der österreichischen Delegation noch eine längere Debatte, indem an Kalnoky und an den Finanzminister Kallay Anfragen über die serbischen Vorgänge, über die in Belgrad beschlagnahmte aufrührerische Proclamation an die österreichischen Slaven, über Bosnien und über das österreichisch-italienische Verhältniß gerichtet und von den Ministern beantwortet wurden. Hierauf genehmigte die Delegation das Budget des Auswärtigen Amtes.— In Frankreich machen sich die ersten Anzeichen der Wahlbewegung anläßlich der allgemeinen Kammer-Neuwahlen bemerklich, welche schon im August stattfinden sollen. Das Manifest, welches die vereinigten Gruppen der Rechten an ihre Wähler erlassen haben, kann als der Beginn der monarchistischen Wahlagitation bezeichnet roer°cn und die politische Bedeutung der Kundgebung ist unverkennbar, denn^aus ihr erhellt daß die monarchistischen Parteien geschlossen in den Wahlkampf eintreten werden. Auch Prinz Victor Napoleon hat sich in einem Schreiben an den Deputaten Mirckau zustimmend zu dem conseroativen Manifest erklärt; die Einigkeit int monarchistischen Lager ist also eine vollständige und die republikanischen Gruppen Frankreichs werden sehr gut thun, sich hieran ein Beispiel zu nehmen. Zwischen England und Arankreich scheint sich in der egyptischen Frage eine kleine Spannung erheben zu wollen. Nach einer Meldung des „Neuter'schen Bureau's" will die französische Negierung ihre Zustimmung zu der Umwandlung der privtlegirten egyptischen Staatsschuld so lange verweigern, bis die englische Regierung ihre Truppen aus Egypten zurückzieht. Daß dies aber nicht geschieht, weiß man in Paris so gut wie in London und so läuft das ganze Manöver der französischen Regierung darauf hinaus, England in der egyptischen Frage wieder einmal Schwierigkeiten zu machen. Für den einstweiligen Verbleib seiner Truppen im Pharaonenlande hat aber England gerade jetzt einen recht plausibeln Vorwand, denn eine starke Streitmacht der Mahdisten rückt gegen Ober-Egypten heran und General Greenfuhl, der englische Oberstcommandtrende in Egypten, hat sich darum schleunigst nach dem zunächst bedrohten Grenzpunkte Wady Halfa begeben, während zugleich die englische Garnison von Kairo Befehl erhielt, sich marschbereit nach Wady Halfa zu hallen. In den Belgrader Regierungskreisen soll die Thronrede Kaiser Franz Joses's einen „vortrefflichen" Eindruck gemacht haben, was freilich einigermaßen verwunderlich klingt, denn die Rede enthielt ja eine deutliche Verwarnung an die Adresse der jetzigen Machthaber in Belgrad. Jedenfalls werden dieselben nun aber etwas zurückhaltender auftreten und soll namentlich bei der Kossaer-Feier jede politische Kundgebung vermieden werden. Anläßlich derselben reiste König Alexander, begleitet von den Regenten Protic und Belimarkooic und allen Ministern nach Kruschewatz. Im türkischen Verwaltungsbezirke Novibazar, der stark von Serben bewohnt ist, sind Unruhm ausgebrochen. Es zeigen sich aufständische Bandm, gegen welche zwei türkische Bataillone entsendet wurden; nach einer weiteren Meldung sollen in der Stadt Novibazar sämmtliche Serben verhaftet worden sein; doch hat man es hierbei wohl nur mit einem übertriebenen Gerüchte zu thun, denn die Einwohnerschaft dieser Stadt besteht zu einem nicht geringen Thetle aus Serben. nn. Darmstadt, 26. Juni. Nach Rückkehr des Großherzogs von den Jubiläums- seierlichketten aus Stuttgart wird die gesammte Grobherzogliche Familie demnächst nach Schloß Fürstenlager bei Auerbach übersiedeln und dort einige Wochen zubringen. Auch Prinzessin Heinrich von Preußen wird nach Rückkehr ihres Gemahls nach Kiel einige Wochen im elterlichen Hause verweilen. — Augenblicklich finden in unserer Umgebung täglich größere militärische Hebungen der gesammten Garnison statt, wobei das neue Felddienstreglement practische Verwendung findet. Auch die Santtätsmannschaften werden mit zu diesen Hebungen herangezogen. Telegraphische Depeschen. Wolffs tclegr. Eorrespondenr-Bureark Berlin, 26. Juni. Der „Retchsan-eigec" veröffentlicht die Verleihung des Komthurkreuzes zum Hohenzolltrn'schen Hausorden an den Generaladjutantcn von Winterfeld, ebenso das Gesetz betreffend die Ueb^rlragung polizeilicher Befugnisse in den Kreisen Teltow, Niederbarnim und im Stadtkreise Charlottenburg an den Polizeipräsidenten von Berlin, ferner das Gesetz betreffend die Alters- und Invaliditäts- Versicherung und schließlich die Königliche Verordnung betreffend den Erwerb von Eigenthum und die dingliche Belastung der Grundstücke im Schutzgebiete der Marschall- Inseln. Berlin, 26. Juni. Der Bundesrath stimmte dem Anträge wachsens wegen erneuter Anordnungen auf Grund des § 28 des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratte (Verlängerung des kleinen Belagerungszustandes) für Leipzig und Umaegend zu. — Die „Nordv. Allg. Ztg." schreibt bezüglich der Beantwortung der Interpellation im Nationalrath in Bern durch Bundescath Droz dahingehend, die Schweiz sei nach Art. 2 des Ntederlassungsvertrags nicht verpflichtet, von einwandernden Deutschen Legittmattonspapiere zu fordern, daß die Frage des Asylrechts hiermit nichts zu thun habe, denn die deutschen Socialdemokraten seien nicht als politische Flüchtlinge nach der Schweiz gekommen, sondern sie halten sich dort auf, um vom fremden Boden aus die Heimath anzugreifen. Der Schweizer Bundesrath widerspreche sich selbst. Während er das Recht beansprucht, jedem Fremden die Niederlassung zu gestatten, behauptet er, an der Ausweisung der revolutionären Elemente durch den Niederlassungsvertrag verhindert zu sein. Beamte monarchischer Staaten glaubt der Bundesrath ohne Rücksichtnahme ausweisen zu können. Sigmaringen, 26. Juni. Der Prinz Georg von Sachsen ist mit der Prinzessin Mathilde und dem Prinzen Friedrich August angekommen. — Seine Majestät der Kaiser und Ihre Majestät die Kaiserin werden heute Abend 10 Uhr erwartet. Sigmaringen, 26. Juni. Der König und die Königin von Rumänien mit Prinz Ferdinand von Hohenzollern und Gefolge sind heute Mittag mittelst Extrazuges hier eingetroffen. Sigmaringen, 26. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin sind heute Abend 10 Uhr von Stuttgart hier etngetroffen und wurden von sämmtlichen Fürstlichkeiten auf dem Bahnhofe empfangen. Die Stadt ist prächtig illuminirt, der Jubel des Volkes groß. Metz, 26. Juni. Bei der Reichstagsersotzwahl erhielt Lanique 2768 von 3104 in der Stadt abgegebenen Stimmen. Das Ergebniß des Landkreises steht noch aus. Wien, 26. Juni. Im Heeresausschuß der ungarischen Delegation erwiderte der KriegSmtnister auf eine Anfrage bezüglich der Erhöhung des Rekruten-Eontingents, außer einer Vermehrung bei der Artillerie, dem Eisenbahn- und Telegraphen Regimente werde keine Erhöhung des Heeres-Contingents eintreten. DaS im Gesetz vorgesehene größere Contingent werde nur im Nothfalle in Anspruch genommen werden. Bern, 26. Juni. Der Ständerath ermächtigte den Bundesrath ebenfalls ohne Diskussion einstimmig zur baldmöglichsten Einführung des kleinkalibrigen Gewehres und zur Ausnahme der nöthigen Anleihe. Lokales. Oietzen, 26. Juni. sMilitärdienstnachricht.) Meier, Zahlmeister vom 3. Bat. 2. Großh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 116, bet seinem Ausscheiden aus dem Dienst mit Pension der Charakter als Rechnungsrath verliehen. Vermischtes. Griedel, 25. Juni. Ein recht trauriger Unglücksfall ereignete sich dahier. Gestern Vormittag wollte sich die junge, co. 6 Wochen verheirathete, aus Steinfurth gebürtige Frau des Schuhmachers Herrn H. Schmidt auf das Grabstück begeben, um dortselbst nothwendige Arbeiten zu verrichten. Als nun die Frau bis zum Mittag immer noch nicht nach Hause zurückgekehrt war, forschte man nach ihrem Verbleib und fand in der Nähe der Wetter die Geräthschaften, welche die Frau am Morgen mitgenommen hatte. Ein beängstigendes Gefühl beschlich den Mann, er suchte weiter und fand alsbald, daß seine bange Ahnung leider eine wahre Tbatsache werden sollte. Am Ufer der Wetter waren Baumzweige abgerissen, welche darauf schließen ließen, daß hier die Frau beim Wasserschöpfen ausgegltlten und in'S Wasser gestürzt war und so ihren Tod fand. Herzzerreißend soll der Anblick gewesen fein, als der junge Wittwer seiner nicht mehr lebenden Gattin ansichtig wurde. Offenbach, 25. Juni. Der am 13., 14. und 15. Juli dahier stattfindende 14. hessische Feuerwehrtag verspricht einer der besuchtesten, welche bis jetzt in unserem Lande abgehalten worden, zu werden. Die Vorbereitungen sind im Gange und wird es besonders die Ausstellung, für welche der Neubau im Stadthaushofe vorgesehen ist, sein, die eine große Anziehung ausübt. Die renommirtesten Fabrikanten dieser Branche, z. B. Metz (Heidelberg), Magirus (Ulm), Kurtz (Stuttgart), Lieb (Biberach) u. A. haben bedeutende Lieferungen angemeldet, so daß das Gebäude kaum für die kleineren Gegenstände reicht; die Spritzen, Leitern u. s. w. müssen in einer noch zu erbauenden Halle untergebracht werden. Auch ein vollständiges Feuerwehrhaus mit Steigerthurm aus Eisefi wird von einer Firma aus Remscheid ausgestellt werden. m , Osfenbach, 25. Juni. Bei dem gestern Nachmittag über unsere Stadt gezogenen Gewitter schlug der Blitz an verschiedenen Stellen, glücklicherweise ohne zu zünden, ein. Zuerst an dem Colonius'schen Hause am Markt, woselbst er in den Schornstein fuhr und diesen zerschmetterte, dann an dem Hause Bismarckstraße Nr. 24, dem Herrn Andreas Forster gehörig. Auch hier schlug der Blitz in den Dachschornstein, zerstörte den Kopf und fuhr durch den ganzen Schornstein hinab bis in den Keller, sprang von hier in die nebenan befindliche Waschküche, aus der die Strahlen herausfuhren. Die Wirkung dieses Blitzstrahles war bis im Nedenhause bemerkbar, wo theilweise der Verputz im Stiegenhaus herabfiel und wo es ziemlich stark nach Schwefel roch. Ferner schlug es im Hause des Herrn Daniel Weimar, Ludwigstraße Nr. 117, woselbst der Blitz den Schornstein und theilwetse auch das Dach zerstörte und die Balken des Dachstuhls zersplitterte und in den großen Fabrikschornstein von Collet u. Engelhardt ein. Der Blitz fuhr den Schornstein entlang bis nahe der Erde und übersprang bann in einen Arbeitsraum, woselbst der gerade dort anwesende Werkführer vollständig betäubt wurde, so daß er vom Arbeitsplatz getragen werden mußte. Der Mann kann zwar heute noch nicht an der Arbeit erscheinen, doch ist zum Glück keine Gefahr für sein Leben vorhanden. Die an dem Gebäude angebrachte städtische Laterne wurde, wohl durch den Luftdruck, zertrümmert. Weiter schlug es noch in einem bewohnten Häuschen im Lehmfelde ein, das am Dach und an Den Wänden sehr stark gelitten hat. Ein ganz in der Nähe des Häuschens befindlicher Stall wurde zertrümmert und 2 Ziegen, dem Werkmeister Eichhorn gehörig, erschlagen. Außerdem schlug der Blitz auch tn ba& Haus des Herrn Arnold, Fcankturterstraße 87, und beschädigte den Schornstein und- das Dach. Wunderbarer Weise ist in keinem einzigen der vielen Fälle ein Menschenleben zu beklagen, trotzdem alle Gebäulichkeiten, in denen es cinschlug, bewohnt sind. (Offenb. Ztg.) Mainz, 25. Juni. Die Anwesenheit des Großherzogs hat einer großen Anzahl Leute Gelegenheit gegeben, an den Landesfürsten Bettelbriefe abgeben zu lassen, in welchen um eine Anstellung oder um Geldunterstützung gebeten wird, ebenso wird der Großherzog ersucht, Personen, die sich im Gefängnitz befinden, die Freiheit wieder zu geben. Fast durchgängig rühren die Bettelbriefe von Personen her, die eine Berück- sichttgung gar nicht verdienen. △ inainj, 26. Juni. An dem hiesigen Hoflager werden den tommenben- Samstag Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen zum Besuch erwartet. Seitens der Verwaltung der Stadt Mainz ist beabsichtigt, zu Ehren der Anwesenheit des Prinzenpaares ein großes Nachtfest in der „Neuen Anlage" zu veranstalten, zu welchem von der Bürgermeisterei die Einladungen an die Spitzen der Behörden ?c. ergehen sollen. Um dem Feste einen recht volksthümlichen Charakter zu geben und hierdurch einem von dem Großherzog verschiedentlich geäußerten Wunsche nachzukommen, ist in Aussicht genommen, den Zutritt zu der Festlichkeit auch wetteren Kreisen gegen ein entsprechendes Enträe zu gestatten. Die definitive Feststellung des Programms wird erst nach der Rückkunft des Großherzogs von Stuttgart erfolgen. — Auf Veranlassung des preußischen Verkehrsministcrs hat das Eisenbahnbetriebsamt in Wiesbaden jüngst angeordnet, daß auf der Nassauischen Bahn, so weit solche hessisches Gebiet passirt, alle Barrieren, Laternenpsähle, Flaggenstangen 2C. für bie Folge nicht mehr schwarz-weiß, sondern in den hessischen Farben rothwciß angestrichen werden müssen. Ebenso ist bezüglich der Beflaggung der Bahngebäude auf dem angebeuteten Gebiete angeordnet, daß neben der preußischen immer eine hessische Flagge, sein muß. — Während Reclamationcn wegen Steuerbelastungen zu den Alltäglichkeiten gehören, ist jüngster Tage hier der gewiß sehr seltene Fall vorgekommen, daß sich Jemand zur Steuerzahlung meldete, von dem gar feine Abgaben verlangt wurden. Dieser sonderbare Schwärmer, der in den hiesigen Steuerlisten nicht zu finden war, aber absolut Steuer bezahlen wollte, wat ein sich nur vorübergehend hier aufhaltender Herr aus Norddeutschland und seine merkwürdige Liebhaberei für das Steuerzahlen erklärte sich dadurch, daß derselbe in einen Prozeß verwickelt ist, der es praktisch erscheinen liefe,, hier Domicil zu wählen und die damit zusammenhängenden Pflichten zu erfüllen. — Die hiesigen Steuerbehörden sind dem Ansinnen des Mannes alsbald bereitwilligst, nachgekommen. △ Bingen, 26. Juni. In einem Neubau In der Mainzergasse hier stürzte heute Morgen eine Mauer zusammen und vergrub drei Arbeiter unter den Trümmern. Einer der Arbeiter, aus Gaulsheim gebürtig, blieb sofort tobt, während die beiden anderen schwere Verletzungen an Arm und Beinen davontrugen. Hanau, 25. Juni. Aus Schloß Numpenheim meldet die „O. Ztg.": Nach mehr als 120jährigem Bestehen am hiesigen Platze wird am 1. Juli d. IS. die Land- gräflich Hessische Hauptverwaltung hier aufgelöst und nach Schloß Philippsruhe verlegt, bezw. mit der Verwaltung des Hofmarschallamtes horten vereinigt. Zur Zeit, als die hohen Herrschaften noch in Numpenheim refibirten, war hier stets offenes Haus und alle fürstlichen Verwandten, zu denen die hervorragendsten europäischen Dynastien gehörten, gaben sich jeden Sommer hier gern ein Rendezvous. So waren öfter im Laufe der Sommermonate 30 bis 40 fürstliche Personen in Rumpeuheim anwesend, hierzu kamen noch die Cavaliere, Hofdamen, Adjutanten und Dienerschaft und gab es ein Sprachengewirr in griechischer, dänischer, französischer, englischer und russischer Sprache. Jetzt wird voraussichtlich unser Schloß öde und leer und eine Wiederkehr der früheren Herrlichkeit nur noch ein frommer Wunsch bleiben. Frankfurt, 25. Junt. Ein Mädchen klagte heute auf Ebelichung oder Entschädigung wegen eines nicht eingehaltenen Eheoersprechens. Der Beklagte legte heute dem Gerichtshof eine Menge Briefe vor, aus welchen er deduclrte, daß die Klägerin von ihm gar nichts wissen wolle, unter Anderem hieß es: „Ich verzichte auf die Ehre, Deine Braut zu fein, sauberer Monsieur." .... „Ich stehe nicht an, Dich zu vernichten! Ich zertrete Dir den Kopf wie einer giftigen Otter! Haß und Liebe sind Geschwister, doch der Bruder ist stärker als die Schwester. Ich gebe Dir den Rath, schieß' Dich tobt, Du Kameel!" u. s. w. Trotz dieser Kraftausdrücke klagte das Mädchen auf Ehelichung, eoent. 10 000 Entschädigung. Die Auslassungen bezeichnete sie als den Ausdruck ihrer bis zum Wahnsinn gesteigerten Liebe und Eifersucht. Die Klage wurde abgewiesen. (Frkf. Ztg.) Berlin, 22. Juni, lieber eine muthige Lebensrettung berichtet die „Berl. Ztg." Folgendes: Dieser Tage sprang ein 19jähriaes Mädchen angesichts einer Menge Zuschauer von der Weidendammer Brücke in Die Spree; Alles schrie um Hülfe, doch Niemand wagte der Ertrinkenden nachzuspringen. Da kam ein Lieutenant eines Garde- Regiments, übergab seinen Säbel einem Soldaten und wagte den Sprung. Das Alles spielte sich in wenigen Augenblicken ab und als der muthige Netter mit dem Mädchen, das er mit Aufbietung aller Kräfte über Wasser hielt, einen zur Rettung herankommenden Nachen erkletterte, erscholl hundertstimmiger Jubel und Beifallrufen. Der brave Offizier schwang sich mit der Geretteten in eine Droschke und brachte das Mädchen nach einem Krankenhause, worauf er, ohne feinen Namen zu nennen, daosnfuhr. — Die „Kreuzzeitung" erzählt folgendes kleine Gefchichtchen von der kürzlichen Anwesenheit des Kaisers in Oldenburg: Der Kaiser besuchte auch den preußischen Gesandten, Grafen Eulenbura, der eine stattliche Zahl munterer Knaben besitzt. Da fragt einer der Kleinen: „Onkel Kaiser, wo hast Du denn aber Deine Krone?" — Antwort: „Ja, mein lieber Junge, die setze ich nur Sonntags Nachmittags auf." Osterode, 22. Juni. Der erste Liebhaber und Tenorist Geßner wurde gestern früh von dem durchreisenden Schauspieler Seidemann aus Trier in feinem Bette während des Schlafes durch einen Neoolverschuß in bie Schläfe ermordet. Hierauf jagte S. sich selbst zwei Schüsse in den Kopf und wurde nach dem Kreislazareth gebracht, wo er heute Vormittag starb. Der Mord wurde mit voller Ueberlegung aus Eifersucht begangen, da, dem Vernehmen nach, beide Männer die hiesige Schauspielerin D. liebten. S. kam birect nach Osterode, um den G. zu tobten. Berlin. Zu seinem neu eingerichteten Lokale in der Cottbuserstraße hatte der Wirth lange keine passende Bezeichnung finden können, weßhalb er nur feinen Namm auf das Firmenschild hatte setzen lassen. Unlängst verließ ihn heimlich seine Ehefrau und seitdem steht in großen Buchstaben auf dem Schilde: „Zum verlassenen Ehemann." Das Local soll jetzt vielfach von seinen Leidensgenossen besucht werden. — Von Neu-Ealabar kommen Nachrichten über gräßliche Menschenopfer. Bor einigen Monaten starb der alte König von Eboe und, wie es in jenen Ländern Sitte ist, kamen die Händler von Neu-Ealabar, um dem neuen Monarchen ihre Hochachtung zu bezeugen. Die Händler wußten sehr wohl, daß eine kurze Zeit nach dem Ableben des alten Königs die „Ju Ju"-Ceremonien abgehalten werden, glaubten aber, daß sie längst vorüber wären. Zu ihrem Schrecken aber war die Feier gerade auf der Höhe, als sie nach der Stadt Eboe kamen. Vierzig Leute waren schon abgeschlachtet worden, um die ,,Ju-Ju"-Gotter zu befriedigen. Der alte König lag in einem Grabe, das besonders für ihn hergerichtet war. Das Loch war groß und tief. Bei ihm lagen die jüngsten Weiber des Königs, welche aus's Grausamste getödtet worden wären. Ihnen waren die Arme und Knie gebrochen worden, worauf sie unter den fürchterlichsten Schmerzen neben ihren Gebieter gelegt wurden, um dort zu verhungern. Die Qualen der Unglücklichen dauerten vier bis fünf Tage. In anderen Theilen der Stadt wurden dem Aberglauben weitere Opfer gebracht. Verschiedene Männer wurden an Bäumen mit dem Kopfe nach unten aufgehängt, nachdem ihnen Löcher durch die Füße gebohrt worden waren. Durch diese Löcher wurden sie mit Stricken an die Bäume jestgebundm. Die Händler waren Zeugen eines weiteren schrecklichen Anblicks. Ein Eivgeboremr wurde mit Stricken in wagerechter Lage zwischen zwei Bäumen auf- gespannt, worauf der Henker ihm den Hals mit einem Beile abhieb. Der Kopf wurde m's Grab des Königs gelegt und der Körper von den Kannibalen gegessen. Die Weißen vermochten nichts zu thun, um diesem Wesen ein Ende zu machen. Jeder Versuch, gegen diese religiösen Gebräuche einzuschretten, würde ihr Leben gefährdet haben. Sie verließen deshalb eiligst die Stadt. In den nächsten zehn Monaten sollten in jedem Monat sieben Leute geopfert werden. — Ueber die Lofoten, jene Inseln, nach welchen sich der Deutsche Kaiser im Anfang des nächsten Monats begeben wird, Genaueres zu erfahren, dürfte vielleicht manchen unserer Le>er interessiren. Mit dem Gesammtnamen „Lofoten" bezeichnet man die größte reichgegliederte Inselgruppe Norwegens, welche nordwärts vom Polarkreis gelegen, durch dm ungefähr 140 Kilometer langen Westsjord vom Festlande getrennt ist und gegen 36 000 Einwohner zählt. Die Lofoten zerfallen in zwei Gruppen, in die südlich gelegenen, eigentlichen Lofoten und in die nördlicheren Vesteraalen, denen unter anderen die großen Inseln Audo, Hindö und Langö angehören. Allen sind w.l>- zeirisiene Küsten gemeinsam und hohe Berge, von denen sich mehrere bis in die Schneeregion erheben, wie z. B. Vaagekallan auf der Insel Oestwangö, der bis zu einer Höhe von 490 Metern aufragt. Zwischen den Inseln Moskenäs und Mosken befindet sich der berühmte Malstrom, ein Strudel, in früheren Zeiten von den Schiffern vermieden und gefürchtet. Die Bewohner treiben Viehzucht und Fischerei, bei welch' letzterer vor Allem der Fang des Kabeljaus und Dorsches ungemein ergiebig ist. Trotz der hohen, nördlichen Lage der Inseln ist die Temperatur eine verhältnißmäßig milde, indem das Jahresmittel noch + 3,60* C. beträgt. Es steht zu erwarten, daß unser Kaiser in der großartigen Natur die Erholung findet, welche er im Lärm der Hauptstadt und im Drange der Regierungsgeschäfte umsonst suchen dürfte. Handel und Verkehr. — sErmäßigte Rückfahrkarten nach 23erlin.] Zur Erleichterung des Besuches der Ausstellung für Unfall-Verhütung zu Berlin werden auf den Preußischen Stoarsbahnen besondere ermäßigte Rückfahrkarten wahrend der Dauer der Ausstellung an bestimmten Tagen nach Berlin ausgegeben werden. — Im Bezirke der Königlichen Eisenbahn-Direction zu Hannover gelangen auf den wichtigeren Stationen und Knotenpunkten an folgenden Tagen: am 29. Juni, 6. und 20. Juli, 3., 17. und 31. Ang ft und am 14. und 28. September d. I. besondere Rückfahrkartm 2. und 3. Wagenklaste zu ermäßigten Preisen zur Verausgabung. Diese Sonder-Rückfahrkarten berechtigen je nach Wahl der Bahnwege und der Züge zur Fahrt nach und von den Stadtbahn- Stationen ober dem Lehrter Haupt-Bahnhofe ober dem Potsdamer ober bem Anhalter Bahnhofe in Berlin, sowie zur Benutzung aller fahrplanmäßigen Züge, welche bie betreffende Wagenklasse führen. Die Gültigkeitsdauer beträgt zwei Tage mehr als die gewöhnliche Gültigkeitsdauer der Rückfahrkarten nach Berlin. Vor Antritt der Rückreise, welche an einem beliebigen Tage innerhalb der Gültigkeitsdauer angetreten werden kann, sind diese Sonder-Ruckfahrkarten der Billet-Expedition des betreffenden Abfahrt- Bahnhofes in Berlin zur Abstempelung vorzulegen. Eine einmalige Fahrtunterbrechung ist nur auf der Rückreise und zwar innerhalb der Gültigkeitsdauer gestattet. Auf jede Fahrkarte wird ein Gepäckfreigewicht von 25 Kgr. gewährt. Kinder genießen keine Fahrpreisermäßigung. Alles Weitere ist bei den Billet-Expeditionen zu erfahren. Frankfurt, 26. Juni. Erbsen ganze pr. Pfd. 12—18 do. geschälte 14—18H, Linsen 18—28 H, weiße Bohnen 16—18 Kartoffeln 100 Ko. uf 0,00—0,00, do. per Gescheit) 10-12 Butter per Psd. JL 1,10-1,20, Eier das Stück 5-6 H, Blumenkohl per Stück 40—80 H, Wirsing per Stück — H, Zwiebeln per Pfd. 8—9 4, Weißkraut per Stück — Gelberüben per Portion 6—8 Gchiff-naeprichten. Bremen, 25. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Fulda, Eapitän R. Ringt, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 15. Juni von Bremen und am 16. Juni von Southampton abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. , — Freudig begrüßen wir die warme Jahreszeit, aber der vielgeplagten Hausfrau wringt sie manche Unannehmlichkeiten. Nicht die kleinste ist im Sommer das Plätten und Bügeln: draußen tropische Hitze, drinnen die Glut des Ofens und das Hanttren mit glühenden Stählen. Wie eine Erlösung bietet sich da das Carbonplätteisen: genügend heiß für jede Wäsche macht es trotzdem Stähle und Ofenfeuer überflüssig und gestattet ein angenehmes Arbeiten frei von Hitze, Dunst und Geruch. Prosp. grat, in Gießen bei Gebr. Müller, Frankfurt a. M., Roeßler und Baumbach, Köln, Jac. Zieglcr, en gros durch die Ehern. Fabrik A. Nieske, Dresden. 4817 — Das Möbelfabril-Lager von Th. 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Freitag Abend 715 Uhr, Samsag Vormittag 800 Uhr, Samstag Nachmittag 4oo Uhr, Samstag Abend 9“ Uhr. B Wärmegrade der Lahn und der Luft gemessen nach Reaumur am 27. Juni zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 18 Grad, Luft 20 Grad. L. Ehr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Allgemeiner Anzeiger. Freitag den 28. Juni 1. J., Nachmittags 2 Uhr, werde ich in der Hosraithe — BiSmarckstraste 6 — dahier gegen Baarzahlung eine aller Art versteigern, namentlich polirte Parthie Kleiderschränke, Commode, Spiegel, Sopha's, Stühle, Tische, Waschtische, Nachttische, 1 Schreibtisch, 1 Taschenuhr u. s. w. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 5295_______________________________Bühner, Gerichtsvollzieher._______ Möbel-Versteigerungs Montag den 1. 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An die Großherzoglichen Bürgermeistereien der an der Räumung der Horloff interessirten Gemeinden des Kreises. ^au^ra9en im Jnseratentheil des heutigen Blattes erscheinende Bekanntmachung des Großherroalichen Kulturinaenieurs Wist mann oor dem ersten Vergebungstermm zweimal in Ihren Gem-inden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. ^mmrmgemeurs ^lymanrr Gießen, am 27. Juni 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. , ______________________________________v. Gagern.__ re« „n_n. r Nr. 13 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 26. d. M, enthält: " (Nr. 1838.) Gesetz, betreffend die Jnvalivitäts- und Altersmrsicherung. Vom 22. Juni 1889. .Q,n. m k L , Nr. 14 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 26. d. M., enthält: Vom 22 Juni 1889 $erorbnund' ^treffend den Eigenthumserwerb und die dingliche Belastung der Grundstücke im Schutzgebiete der Marschall-Inseln., Gießen, am 27. Juni 1889. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. ___________ v. Gagern. Politische Rundschau. Gießen, 28. Juni. Die Teilnahme an den verschiedenen Hoffefilichkeiten, welche sich in dieser Woche in Berlin, Stuttgart und Sigmaringen folgten, hat an unser Kaiserpaar nicht gewöhnliche Anforderungen gestellt und um so gerechtfertigter erscheint die nunmehr für die Kaiserlichen Majestäten gekommene größere Ruhe- und Erholungspause. Von den Berliner Hochzeitsfeierlichkeiten begaben sich der Kaiser und die Kaiserin direct nach Stuttgart, um hier am Dienstag und Mittwoch, inmitten eines glänzenden Kreises deutscher und auswärtiger Fürstlichkeiten, den Festlichkeiten anläßlich des 25jährigen Regierungs-Jubiläums deS Königs von Württemberg beizuwohnen und am Donnerstag nahm das erlauchte Paar an der Feier der Vermählung des Erbprinzen Wilhelm von Hohenzollern mit Therese von Bourbon in Sigmaringen Thetl. Da selbst waren aus gleichem Anlasse auch der König und die Königin von Rumänien nebst dem Thronfolger Prinzen Ferdinand, die Königin Karola sowie die Prinze.. -Georg und Friedrich August von Sachsen und noch andere fürstliche Gäste eingetroffen. Die JubULumsfeierlichkeiten am Stuttgarter Hofe haben mit dem Gartenfest, welches König Karl am Mittwoch Nachmittag feinen fürstlichen Gästen und den Vertretern der Stuttgarter Bürgerschaft auf Schloß Rosenstein gab, ihren Abschluß gefunden. Dieselben zeitigten wiederum eine bedeutsame Kundgebung des Kaisers, •in Gestalt des Trinkspruches, den der Kaiser auf dem Parade-Diner vom Dienstag auf den König Karl und die Königin Olga ausbrachte. In markigen Worten gedachte der Kaiser des innigen Verbundenseins in Freud und Leid der deutschen Stämme mit ihren Fürsten und namentlich hob er die oft erprobte schwäbische Treue hervor, die sich ja anläßlich des Regierungsjubiläums des wü-.ttembergischen Monarchen wiederum so erhebend äußerte. Aber auch auf die Solidarität der deutschen Fürsten wies der Kaiserliche Herr hin, die sich beim Jubiläum des Königs Karl aufs Neue gezeigt habe und es ist sicher nicht bedeutungslos, daß der Schirmherr des Reiches hiermit abermals an das die deutschen Fürsten umschlingende Band der Eintracht erinnerte. — Der Kaiser verlieh dem württembergischen Ministerpräsidenten v. Mittnacht den Schwarzen Adler-Orden, in weich' hoher Auszeichnung die Kaiserliche Anerkennung der Verdienste, die sich Herr o. Mittnacht nicht nur um das würllem- dergische Land, sondern auch um das Reich erworben, zum Ausdrucke gelangt. Die aus Washington gemeldete Ernennung William Walter Phelps' zum Gesandten der Vereinigten Staaten in Berlin besiegelt in erfreulicher Weise die Wiederherstellung der alten guten Beziehungen zwischen Deutschland und Nordamerika, die sich schon in dem glücklichen Abschlüsse der Samoa-Eonferenz erkennen ließ. Mr Phelps war einer der drei Delegirten der Unionsregierung auf der Samoa-Eonferenz, auf der er sich durch fein besonnenes, ruhiges Auftreten auszeichnete. Man darf daher smarten, daß er auch in feiner nunmehrigen Stellung bestrebt sein wird, die Beziehungen zwischen Berlin und Washington so freundschaftlich wie nur möglich zu gestalten. Ä re Die Thronrede zur Eröffnung der österreichisch-ungarischen Delegations- «esfion und die sie ergänzenden und umschreibenden Eiklärungen des Grafen Kalnoky in der österreichischen Delegation bildeten zusammen das hochpolitische Eretgniß der Woche. Klar und scharf ist in der Kundgebung des Kaisers Franz Joseph wie in den Darlegungen des Ministers Grafen Kalnoky die gegenwärtige Weltlage gezeichnet worden und zwar als eine solche, die trotz der fortgesetzten Unsicherheit der allgemein- politischen Verhältnisse Europas den hie und da befürchteten Eintritt kriegerischer Verwickelungen für die nächste Zukunft als unbegründet erscheinen läßt. Namentlich tonnen die Auslassungen Kalnoky's nur die im Allgemeinen beruhigende Wirkung der Rede seines Kaiserlichen Herrn verstärken und man darf annehmen, daß die aufgetauchten übertriebenen Besorgnisse hinsichtlich der Gestaltung der Weltlage nunmehr für eine Zeitlang wiederum zerstreut worden sind. Vermuthlich wird in der jetzigen österreichisch - ungarischen Delegationssession die auswärtige Lage wie das Verhältniß Oesterreich.Ungarns zu seinen Nachbarstaaten, namentlich denen der Balkanhalbinsel noch mehrmals berührt werden, daß jedoch hierbei noch etwas wesentlich Neues herauskommen sollte, ist nach den erschöpfenden Darlegungen der Thronrede und Kal- noky's kaum mehr anzunehmen. Das rumänische KönigSpaar weilte nebst dem Thronfolger Ferdinand an- Mßlich der Reise zu den Sigmaringer Hochzeitsfeierlichkeiten Anfang dieser Woche am Wiener Hose. Das Wiener „Fremdenblatt" schreibt in Bezug hierauf, dieser Besuch habe zum erneuten Austausche der Empfindungen jener aufrichtigen, Kaiser Franz Joseph und König Karl seit Langem verbindenden Freundschaft Gelegenheit geboten, I die in der gegenseitigen hohen Achtung und Werthschätzung der beiden Souveräne | beruhe. Das Regierungsblatt constatirt schließlich den äußerst sympathischen Eindruck, welchen Rumäniens Königspaar und Thronfolger in Wien hinterlassen haben. Darmstadt, 27. Juni. Die Sitzung der Ersten Kammer der Stände am Dienstag den 2. Juli hat u. A. folgende Tagesordnung. Berathung und Abstimmung über: Mittheilung der Zweiten Kammer über die Vorlage Großherzogl. Ministeriums des Innern und der Justiz, den Gesetzentwurf, die Feuerlöschordnung betr. Drittheilung der Zweiten Kammer bezüglich Oer Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, betreffend die Erhöhung des Credits unter Kapitel 84, Titel 3, Pos. 12 des Hauptooranschlags pro 1888 -91 um 2143 JL zu Lasten der Ueberschüsse der lausenden Finanzperiode zum Zweck der Unterbringung des hygienischen Instituts in dem Gebäude des alten chemischen Laboratoriums in Gießen. Mittheilung der Zweiten Kammer über die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, betreffend die Erhöhung der Baukosten für die Kliniken und das pathologische Institut in Gießen um 70,500 zum Zwecke der Einführung der elektrischen Beleuchtung. \ Mittheilung der Zweiten Kammer, den Antrag des Abgeordneten Herrn vr. Osann, die Verordnung vom 10. November 1886, den Betrieb von Wirthschaften und den Klemhandel mit Branntwein und Spiritus betr. Milthe.lung der Zweiten Kammer, den Antrag der Abgeordneten Herren Ulrich und Jöst auf bessere Behandlung der wegen politischer und Preßvergehen oerurtheilten Gefangenen, resp. auf Vorlage eines die Strafverbüßung im Großherzogthum unter besonderer Berücksichtigung der wegen politischer und Preßvergehen Verurtheilter regelnden Gesches. Mittheilung der Zweiten Kammer bezüglich: a. der Vorlage Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, die Anstellung eines zweiten Fabrikinspektors betreffend; sowie b. bezüglich des Antrags der Abgeordneten Herren Ulrich und Jöst, Einthellung des Großherzogthums in zwei Fabrikinspektionsbezirke und Bewilligung der erforderlichen persönlichen und sachlichen Ausgaben. Mittheilung der Zweiten Kammer über das Gesuch der Gehilfen bei den Groß- herzoglichen Landgerichten zu Darmstadt, Gießen und Mainz wegen Anstellmrg. — Die Tagesordnung der Sitzung vom 3. Juli weist u. A. folgende Gegenstände auf: Berathung und Beschlußfassung über: Mittheilung der Zweiten Kammer bezüglich der Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, den Gesetzentwurf, Oie Errichtung einer Landeskrebitkasse betreffend; sowie bezüglich der Eingabe des Vorsitzenden des Verbandes Oberhessischer Sparkassen in gleichem Betreff. Mittheilung der Zweiten Kammer bezüglich des Antrages der Abgeordneten Herren Ulrich und Jöst auf Vorlage eines Gesetzentwurfs, betreffend Gewährung von Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungs- oder Strafhaft. Mittheilung der Kweiten Kammer über die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, Bewilligung von 42,300 JL behufs Erweiterung der Station Mücke betr. Mittheilung der Zweiten Kammer bezüglich des Antrages der Abgeordneten Herren Ohly, Bergsträßer und Vogt, die Trankstener von Wein betr. Mittheilung der Zweiten Kammer bezüglich des Antrages der Abgeordneten Herren Ohly, Arnold und Bergsträßer, Neuregulirung der Hundesteuer betr. Das Gesuch des Districtseinnehmers Rendanten Peter Walther zu Gießen, seine Vordienftzeit betr. Mittheilung der Zweiten Kammer bezüglich des Gesuches der Steuercommissariats- G-Htlfen um Regelung ihrer Gehalts- und Pensionsoerhältnisse. Darmstadt, 26. Juni. lOrdensoerlcihungen.) Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht, dem Beigeordneten der Bürgermeisterei in Mainz Dr. ©offner den Rothen Adlerorden 4. El., dem Großh. Provinzialdirector Küchler zu Mainz den Stern zum König!. Kronenorden 2. El., sowie dem Großh. Kreisrath und Kammer- berrn v. Zangen zu Oppenheim und bem Oberbürgermeister Dr. jur. Oechsner zu Mainz den König!. Kronenorden 3. El. zu verleihen. Mainz, 27. Juni. Prinz Heinrich und Prinzessin Heinrich von Preußen treffen morgen Vormittag 11 Uhr mittelst Sonderzug hier ein. (Heute Morgen um 8$ Uhr (Sieften possirt.) Im Centralbahnhofsgebäude ist officieller Empfang, wozu die Spitzen ämmtlicher Behörden geladen sind; das 87. Infanterie-Regiment stellt die Ehren- compagnie. Am Abend findet eine große Fackelserenade von sämmtlichen Musikchören der Garnison statt. Berlin, 26. Juni. Die neuen Uniformen für die Reichsbeamten mit ihrer reichen Goldstickerei sind bei den Hochzeitsfeierlichketten im königlichen Schlosse hervorgetreten. Die anwesenden Staatssekretäre, soweit sie nicht Staatsminister sind ober Militär- oder Marineuniform tragen, erschienen in der neuen Uniform, nämlich die Herren Freiherr v. Maltzahn und v. Oehlschlager, ebenso eine Anzahl von Räthen erster und zweiter Klasse aus den Reichsämtern. Bei dieser Gelegenheit verlautet der „Kr.- Ztg." zufolge auch, daß die Verordnung über Aenderung der Uniformen für die preußischen Beamten abgeschlossen sei. Gegen frühere Angaben sei hierin insofern eine Aenberung erfolgt, daß die Kniehosen nicht elngeführt werben, sondern ebenso wie bei den Reichsbeamten lange weiße Beinkleider getragen werden sollen. ,, Berlin, 26. Juni. Die „B. P. N." melden: Nachdem der Geh. Oberregierungs- rath Gamp den ihm bezüglich des Ruhrkohlenrevters zu Theil gewordenen Auftrag erledigt, hat sich derselbe nach dem schlesischen Kohlenrevier behufs Anstellung der gleichen Studien begeben. Bet der großen Verschiedenheit sowohl der Betriebsverhältnisse als der sozialen und wirthschaftlichen Lage der Arbetterbevölkerung im Osten und Westen werden diese Erhebungen eine wichtige, vielleicht selbst nothwendige Ergänzung des im Ruhrkohlenrevier gesammelten Materials liefern und eine um so größere Gewahr bieten, daß aus dem Auftrage nutzbringende praktische Ergebnisse erwachsen. Auch nur die Richtung andeuten zu wollen, in welcher solche zu erwarten sein würden, wäre verfehlt. Lokales. in 28. Juni. Der „Verein Gießener und seiner Umgebung" Ä^wyork hat an Frau Oberbürgermeister Bramm eine recht gediegen ausgestattete Beileidsadreste gerichtet, in welcher das herzlichste Beileid über das Abscheiden ihres des Herrn Oberbürgermeisters A. Bramm, ausgedrückt wird. Des Weitere werden zu der Adrefie Erinnerungen an die ferne Hetrnath wachgerusen. Unterzeichnet k2r?nC ßnnfift? m a3"r^ei?bcn ®olbmann (wie man uns Mittheilt, einem Sohne ©fefeen rrn ^onsistorialprasidenten Goldmann zu Darmstadt) und Karl Löber aus -Heute Morgen mit dem Schnellzuge 8 Uhr 3 Mtn. passirte Prinz Heinrich von Preußen nebst Gemahlin auf ihrer Reise nach Mainz die hiesige Station. $ jn •<Ü5ellr 28‘ ^unt Wir erhielten nachstehende Zuschrift: Mit welchem Ernste unserer Schuljugend von Seiten der Schule entgegengetreten wird beweist das neuerdings wiederholt eingescharfte Verbot des leidigen Stetnwerfens die Verwarnung eo. Bestrafung jugendlicher Obstfreoler, des nicht selten lebensaefäbr- ^umspringens auf vorüberfahrende Wagen, des Beschmierens der Häuser des verderbens öffentlicher und privater Anlagen, des Aushebens L Vogelnester u 's w Man wird es den Lettern der städtischen Schulen Dank wissen, daß sie solchen Fre' veleten gegenüber aul's Unnachsichtigste vorgehen und jeden zur Anzeige gelangenden Fall gebührend ahnden. Indessen sollte man doch der Schule nicht zumutben^ hier ganz allem, ohne nachhaltige Unterstützung des Hauses, Remedur zu schaffen. ' Das c?1 ?"Meres Dafürhaltens die Pflicht, zur Abstellung dieses Uebelstandes die ölende Hand zu bieten. Eltern, denen solches Thun ihrer Kinder zu Uchcs W°rt",u "eben" 3Una*f* betufen fü^en' denselben gegenüber ein ernst- ^ir leben der Hoffnung, daß dieser Hinweis genügen wird, der Eltern Aufmerksamkeit auf einen Punkt gelenkt zu haben, dessen Beseitigung doch zuvörderst im eigenen Interesse liegt, behalten uns jedoch vor, den Gegenstand abermals öffentlifb ÄÄ iU bdn9£n' i06alb w'-d-rnm wte'berholtÄgen i“ Ä Gießen, 28. Juni. (Kammermusik.) Am 14. Juli Abends 5 iiftr ner^aftnHfiS bad sechste und letzte Eoncer't des hiesigen Eoncert- vereins fiattsinden. Mit dem Trio in Ee-dur op. 40 von Brabms eröffnet und d-n, Z 0-moU oP 102 von Raff geschlossen, wird es noch Solostück7fürPtanofmte von Schümann bringen.' °°" ßOt®C Unb Ciebcr °°" 3an Gall, Schubert und ™ ^^drenbe sind Lehrer am Raff-Canversatorium in Frankfurt bie Herren «Ä: Sä Ä.5«»-'” Ä 1-S.r.Ä Telegraphische Depeschen. Wolff s telcgr. Korrespondenz - Bureau. . e 27. Juni. Der Norbb Allgem. Ztg." zufolge trifft Sein- Majestät der Kai er Montag Morgen 8 Uhr in Kiel ein; ein osstcicller Empfang finbet nicht statt. An Borb be§ „Hohenzollern" wohnt der Kaiser um 5 Uhr Nachmittaas der Segelregatta der Marine bei und vertheilt die Preise, sodann tritt er die Reise nach Norwegen an. Der Aviso „Greif" begleitet den „Hohenzollern" behufs Post- verbindung. . _ derlin, 27. Juni. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Bekanntmachung des sächsischen Ministeriums in Betreff der Verlängerung des kleinen Belagerungszustandes über Leipzig und Umgebung. . Brr"" 27. Juni. Heute Vormittag wurde der deutsche Berufsgenossenschafts- tag im Ausftellungspalast für Unfallverhütung in Anwesenheit des Reichsversicherungs- prasidenten Bodiker und des Dtrectors des Reichsamt des Innern, Bosse, mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser eröffnet und über die Gestaltung der Unfallstatistik eingehend discuttrt. Gelegentlich der Besprechung der Krankenoerstcherungsnovelle erklärt Director Bosse, die Novelle sei fertig und nur wegen der Arbeit des Reichstages mit der Invalidenversicherung zurückgeftellt. Die Annahme sei falsch, daß die berufsgenossenschaftliche Organisation nicht mehr das frühere Interesse besitze die Regtnung halte dieselbe für den großen grundlegenden Gedanken der ganzen social- polilischen Gesetzgebung unb werbe auch baran festhalten. Die Versammlung im nächsten Jahre findet in Straßburg statt. , , 27, Juni. In dem Toast, welchen Se. Majestät der Kaiser heute bet der Galarafel auf das neuvermählte Paar ausbrachte, begrüßte Allerhöchst- derselbe die Braut als neues Familienmitglied des Hauses Hohenzollern und fuhr zu ihr gewendet fort: „Wir Hohenzollern sind immer gute Soldaten gewesen und Ich n ?ure Königliche Hoheit auch eine gute Soldatenfrau werden wird." Mit den besten Wünschen für das hohe Brautpaar schloß der Kaiser seinen Toast mit £°Aau baScIbc- Nach der Galatafel machten Ihre Majestäten mit'der Fürstin und der Erbprinzessin von Hohmzollern im offenen Wagen eine Rundfahrt durch die Stadt, von der Bevölkerung mit enthusiastischen Zurufen begrüßt. Wien, 27. Juni. Vor dem Ausnahmegericht fand heute der Prozeß gegen den ^ousgever des sistirten Socialtsten-Oraans „Gleichheit", Dr. Adler, und dem Redacteur des Blattes, Brettschneider, statt. Beide sind angeklagt, durch Zeitungsartikel zum hn?a™m-n Um/turze der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung, sowie auch gegen das Militär aufgeretzt zu haben. Die Angeklagten erklärten, nicht vor das „Aus- ^"bern vor die Geschworenen zu gehören, da sie keine Anarchisten Ede zu vier Monaten Arrest und zu 100 fl. Cauttonsverlust, Brettschneider wegen Vernachlässigung pflichtgemäßer Obsorge zu einer Geldstrafe von ov ji. verurlheilt. . der«, 26. Juni. Der Nationalrath ermächtigte btskussionslos unb einstimmig ? B-dur,n,bsall- b.e für 1891-92 vorgesehenen Anschaffungen non Krregs-Verpflegungsmatertal sofort vorzunehmen. Christiania, 27. Juni. Advokat Stange brachte im Storthing folgenden An- ^“9re.in: ^er Storthing betrachtet es für seine Pflicht, vor dem Auseinandergehen Äs seine Anficht auszusprechen, daß der gegenwärtigen Regierung das Ansehen wie die der Mtionaloersammlung und des Volkes fehle, um die Angelegenheiten des Landes in glückbringender Weise wahrzunehmen. 2?AuIli‘njS)Jer SammeF bet Finanzminister einen Gesetzentwurf Bot, welcher bie belgische Regierung aus bem Wege ber Subscriptton zur Bethetluna -m bem Bau ber Congobahn ermächtigt, beä Ferneren einen Gesetzentwurf, welcher bie ®efen»eftaft wegen Einrichtung einer beuischen Dampfer- linie nach Australien mit dem Anlaufshafen Antwerpen genehmigt. «vx.. ^nstantinopel, 27 Juni. Ein officteller Bericht der Sanitätsbehörde zu Mekka constattrt, daß keinerlei kontagiose Krankheit im Bedscha herrsche. S . ^Sanswar, 27. Juni. sReutermeldung.j Der Dampfer ..Reera" ist hier mit englischen Krtegsschaluppe „Mariner" gekaperten Schiffes angekommen. Die Einzelheiten der Confiscrrung sind noch unbekannt. ist mit seiner Kapelle zu zwei Concerten hier eingekehrt und erfreute, ja entrückte in dem ersten derselben am Montag die Hörerschaaren hi/ nn* Tin«g v waren und in gedrängten Massen die Musiktribüne 'umgaben^ Ist auch das^sik- gebret welches die Gäste pflegen, nicht das höchste, so leistensie dochaufdemib^ »ÄS' äS ^.P°'k°n "Telegraph,scher Bericht" unb „Mi. Dumps", sowie sÄL -h/Lunaen w ääs äa,ä beQtgeS Sufummenfptel vervollstänblgen Auch von Ebuarb Strauß kann man mit* bQ6 *6m bQ§ Cr^ir -°«'ss-rmaßkndbal Jnstrum7nt ist, fall Borträgen mit lautloser Theilnahme unb reicher $ei= U8U%Tn1^enmlt^^X77Sfe&bXn fb«§rf^ei^auVad,6erDmmtn a’Utbe' Vermischtes. △ 27. Juni. Während man bei Theaterbilanzen befanntHA immnr nur von Deftcits hort, ist der dermafige Leiter unseres Stadttheaters in der glücklichen h,a»n eT Q?r!*°ssenen Saison' einen nennenswerthen Ueberschuß aufzuweifin. Nach mriS nCVirferKn?e^ft ftd) ber Ueberschuß auf 19000 VÄ m S ? @tl8C Directors, welche sich derselbe auf 6000 Vnormitte Im ST.Ä fc’SJSÄÄ?»-* “ h Staatsanwaltschaft Untersuchung emgelettet worden. Binaen^ourck^Etnfinrr^inpI^m' 27‘ ä«ni. SJon ben gestern bei einem Neubau in ourch Einsturz ^iner Mauer verunglückten Arbeitern ist ein zweller bereits seinen ^brletzungenerlegen. Strafuntersuchung ist in der Sache etngeleitet ' r* n 0 26. Juni. In dem hiesigen Bahnhofsgebäude ist man soeben mit der SÄ iroC*,en äBattefMle5 L und 2. Cluff-' bae,chästig7°°7n nfch?g7rauchf §br°' 3uni* 0ro6em Andrang des Publikums haben heute Üa°X r^ki^^Sen Schwurgertcht die Verhandlungen gegen den des Gifturord- h r ^li 53et?U ^ m 3eitun0«bcri£bterflfltt£r Müller von Mainz b. gönnen Mller der geschloffen in den Gerichtssaal geführt wird, erscheint in eleganler Kleiduna mit meiner Halsbinde auf der Anklagebank. Vollnändtg unoerlcgen, fixtrt er durch das P^-ue- u i^ Publikum, Geschworene unb Richter unb ist'bubet eifrig bemüht, "7 .^'«01- hinwegzuwischen, bie von ber Kette, mit welcher er geschloffen war. zurückgeblieben. Die Ausscheidung der Geschworenen überließ Müller seinem Verthetdiger, Rechtsanwalt Wößner. Von der langen Reibe b“r au aerufemn stlbstredend die Gattin des Engländers, an welchem Müller den Mord- fin Atte?^o°?27^di?^ ^ereffe. Dieselbe, eine schöne, üppige Erscheinung h27 b § d(l ist in Heller eleganter Toilette und führt ihre beiden ^..-Mädchen von 5-6 Jahren, mit sich, die ebenfalls als Zeugen geladen sind. D^ ^"!,irtten der Dame ist ein sehr unbefangenes und ist deren ganzes Benehmen nnn h,™ nCn ä" man unwillkürlich die Ueberzeugung erhält, daß das ^,,s??,-?°?^chuldtgten Muller eingeschlagene Vertheidigungssystem, welches daraus t!' kb C ®J?0lönber§ als Urheberin des Verbrechens hinzustellen- 8f^USu ÄbLcn ist- Nach Ziehung der Geschworenen wird auf Antrag das ät nÄ ti» 6 Oestentlichkeit ausgeschlossen und zwar in solcher Ausdehnung A «SiäÄ eS SSÄ?*' '•««•IM»™ ubexfam ihn plötzlich eine unwiderstehliche Müdigkeit, er setzte sich auf das Geländer groben? mon eWte” “nb ftÜti'e rü,fHn68 mil bem Kopse voran in den Schlamm- Weilburg, 25. Juni. Veranlaßt durch die bereits seit mebreren fahren Witter"un?bat herrschende ungünstige und dasselbe beetnträchttgende b^ r^?0/.stand der „Burgergarde" unter Zustimmung des wohllöblichen in^ derösE ( n diesem Jahre zum ersten Male) die Kirchweihs in der ersten Halste des Monat ^zuli abzuhalten, damit der längere Aufenthalt im u Juli^e^ mmt^nnb di-sjährigen Kirchweihe fmb aus ben 10. und 11. Juli bestimmt und hoffen wir, daß der Himmel den Weilburgern und den das Fest von Nah und Fern besuchenden Freunden derselben gnädig sein und ein diesem allbekannten schonen Volksfeste würdiges Wetter senden wird. ^iffnburg, 26. Juni. In der Zett vom 1. dis 31. Juli d. I. findet Hierselbst zufolge eines Erlasses des Herrn Ministers v. Maybach eine Ausstellung^oon OTbt8imburarftat!Cn nb“ Ä8‘i Eisenbahy-Sauptwerkstälten Halle, Fulda rfl .Diese Ausstellung wird von 96 Lehrlingen beschickt sein und HAM? w ^^"igsachsten Gegenstände von dem Kunstsinn, dem Fleiß und der Geschick- Lehrlinge Zeugniß ablegen. Es wird der Speisesaal der hiesigen Haupt- lich sttn ^nutzt und diese gewiß interessante Ausstellung für Jedermann zugäng- Aus Furcht, „sitzen zu bleiben", hatte ein etwas ältliches Mädchen hiesiger Gegend ihren Taufschein gefälscht. Sie hatte damit ihren Bräuttaam tD°aen' bflVeq?L25xunb Nicht schon 30 Jahre alt sefi Die Trauung vor stF gegangen, die Fal cherin muß aber für ihre eigenmächtige Verjünguns 8 Tage ihrer Flitterwochen im Gefängniß zubringen. bcI m ögbl im Käfig erläßt der Vorstand des £&üringer (?« ift h^m ?n; ^"^lschutz folgende bemerkenswerte Bekanntmachung: „Es ist dem Vorstände ausgefallen, daß viele Käfigoögel ohne Schutzdach in's Freie oder, was noch schlimmer ist, auf das Fensterbrett gestellt und den ganzen Tag den ^nnensirahlen ausgesetzt werden in der irrigen Meinung, dies sei dem Voge? eine Cm ein großer Unterschied, ob ein Vogel in der Freiheit durch nua™ !fcpÖH°nne s Ä ober ob im Käfig sitzt und den Sonnenstrahlen nicht t™ -§^0 falsch ist es, den Vogel der Zugluft auszusetzen oder auch im Freien hangen zu lassen, denn alle Vögel suchen des Nachts einen geschützten Platz auf. Es ist daher kein Wunder, wenn Stubenvögel erkranken und hinsterben. Im Interesse der Vögel und deren Besitzer wird gebeten auf die Pfleae größeren Werth zu legen, auch frisches Wasser, namentlich in den heißen Tagen nickt zu vergessen und den Thierchen den Käfig nicht zum Kerker zu machen." ' rxr.ar, Sachsen, 25. Juni. sEntsendung von Arbeitern zur Unfalloerhütunas- Un?« nc. irn'-L verdient Anerkennung und 9tachahmung, daß eine Anzahl ^^^/„^''vßtbrikanten auf eigene Kosten ihre Werkführer und auserlesene Arbeiter n aÖöerMU Ausstellung nach Berlin senden. Es wäre in der Thal zu be- mN die Menge des nicht nur für Fabrikant und Techniker, sondern auch für den NpWiffenswerthen, welches jene Ausstellung bietet, diesem letzteren nicht ^bmacht werden sollte. Wo nicht, wie in der angegebenen Weise, ßEWSSÄ fc““lM «»"«•-»■“ "-ww n^.a5\^unkrxePjon als Lebensretter.) Ein cigenthümlicher Vorfall wird aus dem Osten der Stadt berichtet. Der in der Großen Frankfurter- straße Iiel ficb gestern Mittag mit dem in der Landsberger- He?r!n nrntetn m ? bekundeten Kaufmann F. telephonisch verbinden und beide Herrm plauderten mehrere Minuten geschäftlich mit einander, als plötzlich der Rentier dindurchrief, daß ihm sehr übel würde und er die Anzeichen eines Schlaganfalls ver- spüre. Auf die Frage des Freundes, ob er zu ihm kommen solle, hörte F. nur noch „Arzt holen!" F. eilte schnell zu seinem Hausarzt und fuhr mit demselben nach der Wohnung seines Freundes. Da aus mehrfaches Klingeln nicht geöffnet wurde, ließ Herr F. den Schlosser holen und nun fand man den Rentier bewußtlos und nur noch leise athmend neben dem Telephon liegend vor. Den ärztlichen Bemühungen gelang es nach Stundenfrist, den alten Herrn wieder in's Leben zurückzurufen und dürfte derselbe binnen einigen Tagen wieder hcrgestellt sein. Ohne Dazwischenkunft des Arztes würde H., welcher seiner Wtrthschafterin an diesem Nachmittag auszuaehen erlaubt und sich ganz allein in der Wohnung befand, hülflos gestorben sein. — Ein Falschmünzer, der seine „Kunst" in dem--Schwurgerichts- faale erlernt hat, kam am 21. d. M. vor dem Mainzer Schwurgertchr zur Adur- theilung. Der Angeklagte, Namens Häfner, über dessen Verurteilung wir schon berichteten, erzählte nämlich, daß er der Verhandlung gegen den Falschmünzer Frank betgewohnt habe, dabet habe er ganz genau vernommen, auf welche Weise Frank das Geld nachgemacht habe und gerade so habe er auch die von seiner Frau verausgabten Zweimarkstücke angefertigt. Aus diesem Grunde wurde die Verhandlung bet verschlossenen Thüren abgehallen und wurde Häfner zu der erwähnten Gesängntß- tzrafe von einem Jahre und dessen Ehefrau zu einer solchen von drei Monaten verurtheilt. Handel und Verkehr. . . ~ 3m Hinblick auf den bevorstehenden Beginn der Gerichts- und Schulferien wird das reisende Publikum durch die Bekanntmachung der Etsenbahnverwaltung darauf aufmerksam gemacht, daß die Bestellungen auf zusammen stellbare Rundreise- ’ beste ohne Beschränkung schon erhebliche Zeit vor Antritt der Reise gemacht werden rönnen und es sich dringend empfiehlt, dieselben so zeitig als möglich aufzugeben da unmittelbar vor dem Beginn der Ferien erfahrungsmäßtg ein so unverhältnttzmäßiger Andrang ftatlfindet, daß für die pünktliche Ausfertigung der Rundreisekarten innerhalb der regelmäßigen Bestellfrist eine Gewähr nicht übernommen werden kann Wir entnehmen dem General-Anzeiger zu Frankurt a. M.: Es mag wohl wenig Verbrauchsartikel geben, welche seither oft ohne jedes Verfchulden des Fabrikanten dem Publikum in so unreinem, unvollkommenem, die Gesundheit schädigenden Zustande geboten worden sind, wie Essig. Der aus der Fabrik von Ed. Stlbereisen in Gießen in versiegelten Korbflaschen zum Versandt kommende Doppel-Essig aber entspricht nach Form und Gehalt allen Anforderungen an reine und gesunde Lebensmittel, namentlich Abzug auf Haltbarkeit. Dabet kann man denselben bis zur Hälfte und mehr mit Wasser verdünnen, je nachdem man den Säuregehalt wünscht. 5411 Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 2. Sonntag nach Trinitatis, 30. Juni: m ui - Vormittags 9Vr Uhr in der Kirche: Pfarrer Schlosser Vormittags 8 /2 Uhr m der Friedhofskapelle: Gottesdienst mit Christenlehre lReal- gymnasiasten und Realschüler) Pfarrer D ngelben 9 1 Nachmittags 2'/, Uhr: Pfarr-r O^ Naumann Klnderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser $Ormttte6S 11 Uhr in beV Ki°inkin,d-r- °m NachmitL'^hr" Abendmahls, Beichte ec6IoTf1er*fatr6C|l6aft‘ in bcr wm 30' Juni bis 8. Juli besorgt Pfarrer Katholische Gemeinde. 3. Sonntag nach Pfingsten (30. Juni). hl. Beichtt.m^°a- Nachmittags um 4 Uhr und Abends um W Uhr Gelegenheit zur c Sonntag: Morgens 6 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Vo7 Ubr AuStbeiluna i/ 3^6rOmÄOnr Uhr Frühmesse «/.10 Uhr Hochamt mit Predigt Nachmittags mtt &ßt6 f k6rc Unb barauf Andacht. Abends '/-8 Uhr Herz-JesÄndächt Gottesdienst in der Synagoge. G*8. Juni). Samsta^NendÄ^Uhr^ W’ 6am§taß 2Ror0Cn 8°° Uhr, Samstag Mittag 4« Uhr, Wärmegrade der Lahn und der Luft gemessen nach Reaumur am 28. Juni zwischen 11 und 12 Uhr Mittags- Wasser I8V2 Grad, Luft 23 Grad. ____ L. Ehr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Steiib unö Kraun- Kohlen-Lieserung. Die Lieferung des Stein- und Braunkohlenbedarss der hiesigen städti- schenAnsialten für dasEtatsjahrl 889/90 soll unter den auf unserem Bureau zur Einsicht offen liegenden Bedingungen vergeben werden und zwar: 6 Doppelwaggons — 1200 Str. me- lirte Steinkohlen I. Qualität von 60—65% Stückgehalt; 15 Doppelwaggons 3000 Ctr.Nuß- kohlen II. Größe von 25/50 mm; IV2 Doppelwaggons — 300 Ctr. An- thracitkohlen I. Qualität; 790 Centner Braunkohlen I. Qualität aus der Grube „Hessenbrücker- hammer"; 200 Centner Briquetts von der Grube „Friedrich". Offerten, in welchen der Preis für die Steinkohlen per Doppelwaggon franco Bahnhof Gießen und für die Braunkohlen per Centner, lieferbar in die betr. Anstalten, anzugeben ist, sind bis zum 8. Juli d. Js., Vormittags 12 Uhr, mit der Aufschrift „Kohlenlieferung" versehen in unserem Bureau abzugeben. 5419 Gießen, den 28. Juni 1889. Gr- Bürgermeisterei Gießen. __________Gn auth.__________ Bauarbeiten. Die nachstehend verzeichneten, bei dem Neubau eines Kreisamtsgebäudes zu Schotten vorkommenden Arbeiten, wie veranschlagt zu 1) Dachdeckerarbeiten 2284 JL 20 H 2) Spenglerarbeit 928 „ 50 „ sollen zur Ausführung vergeben werden und es sind bezügliche Offerten bis zum SamStag den 6. Juli L I., Vormittags lo Uhr, schriftlich, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns einzureichen. Der Voranschlag, die Pläne und Bedingungen liegen bis zu genanntem Termine werktäglich während der Vormittagsstunden auf unserem Bureau zur Einsichtnahme offen. Nidda, 27. Juni 1889. Grobherzogliches Kreisbauamt Nidda ______ Schneider._____5398 ®!n ordentlicher Hausbursche gesucht. Näheres in der Exped d. Bl. Allgemeiner Anzeiger. Arbeits-Vergebung. Die Arbeiten für die erstmalige, gründliche Ausräumung der Horloff von Echzell ms Hungen sollen abtheilungsweise in einzelnen Loosen öffentlich an Ort und Stelle vergeben werden. Hierzu werden folgende Termine anberaumt: 3) Donnerstag den Juli für die Strecke von Echzell bis zum Abschlag bei Trais-Horloff. Zusammenkunft Norm. 8V2 Uhr am „Echzeller Abschlag". b) SamStag den 6. Juli für die Strecke von Trais-Horloff bis zur Hungemr Gemarkungsgrenze. Zusammenkunft Dorm. SV2 Uhr am Abschlag beim „Lehngraben". Die Uebernahmslustigen und räumungspflichtigen Interessenten werden emgeladen, sich wegen Bekanntgabe der näheren Bedingungen an den vor- S^annten Versammlungsplätzen zur festgesetzten Stunde insgesammt und pünktlich einzufinden. Gießen, am 27. Juni 1889. Der Großherzogliche Kultur-Ingenieur für Oberheffen: __Wißmann.__________________5412 Dberhesslscher Geschichlsverein. Ausflug nach Hermmrusieiu Sonntag, 30. Juni Abfahrt nach Wetzlar Nachmittags 4 Uhr 42 Min. (nicht 5 Uhr 5 Min). Gäste, namentlich Damen, sind willkommen. 5367 ••••••eeeeeeieieeeeeeeeeeee W ££££] 'Sfßorj HdßtjUQ sjdssBj ujoqansag uap d iiqdgduia ‘laiqouaSuid nau Sipu^sgoA fcjoqaqt$fl[ map uaqdu W J ‘T©sseo 2 MH—MH? Geschäfts Verlegung.^ ... SSÄWS gegenüber dem seitherigen — befindet. Achtungsvoll 5409____________ Bauer scher Gesangverein. Samstag den 29. d. Mts. 5415 Italienische Nacht bei Restaurateur L. Feldbaus („Zum Deuttcken Lailer-l. Jahreszeit Giessen. Meinige Niederlage fü gesunder u. trockener Wohnräume und Fabriklokale. In der afabem. Klinik zu Gießen ist baulicher Veränderungen wegen ein noch ganz neuer Glasabschluß zu verkaufen. Nähere Auskunft aus dem Bureau Gr. Kreisbauamts Gießen. I. 93.: Schnitzel. 5396 Zwiebelkuchen Montag, Mittwoch und Freitag, von Morgens 9 Uhr an bei 5414 Aug. Voll. Chemikalien iur Photographie liefeit billigst [1218: da»Drtfei-4 Chearikailwigwthäfli Otto Schaaf Seltersweg Sv. Grösstes Kölner Hänneschen- Theater Deutschlands. Direction: W. Millowitsch. In dem 400 Meter grossen Theaterba» auf Oswalds Garten. 5417 Freitag den 28. Juni, Anfang 8 Uhr. Zum 3. Male: Die Reife um die Erde in 80 Tagen. Samstag, Anfang 5 Uhr: Kinder- undFamilien-Vor- stellung zu halben Preisen Orientalische Abenteuer. Die Götterdämmerung. Anf. 8 Uhr. Zum 4. Male: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Montag den 1. Juli: letzte Vorstellung. 020000000 020000000 ! MA -wz 8 5399] Unserem lieben Collegen H I. G. Leib zu seinem 28jährigen q Wiegenfeste ein dreifach donnerndes X Hoch, daß der ganze Wißmarerweg wackelt! ix p» Krofdorf, den 29. Juni 1889. ö q K. Sch. I. K. H. L. R. 8 oooQxoamQoaoociOD Spengler gesucht. 5397] Sfr. Habenicht, Lampenfabrik. Kräftiger Hausburfche gesucht £5402] A. Kröll. Ein tüchtiges zuverlässiges Mädchen von hier sucht Stelle in einem Ladengeschäft und als Stütze der Hausfrau- Näheres 5401___________Grünbergerstraße 4 IV. 54uo] Mädchen für hier und auswärts erka'ten. sofort gute Stellen durch Frau Sparr, Marktstraße 8. ■ i. 4% Serie IX. Lit. P. Nr. 3526. 4677. B. Nr. 4819. XII. »fungssteL «fOt8t Bci Unferer E°s'-° cJunghofstraße 12), wie auch durch Vermittelung unserer auswärtigen Ein- Gießen Frankfurter Hypothekenbank. 5420 III. Volksturnfest des Lahn-Wetter-Gaues Der Vorstand. 5407 SJiufif von einem Theil der Gießener Regimentskapelle. Trlrgradhischrr LomkieriHi bet Brrltnr» Börse vow 28 Zuni Oefterr. Creditactien Tendenz: steigend. Das Fest-Comite. 4% Gießener O&L 5174 104 60. Redaction: A. Scher-da. n ir v 161.40 101.20 133 25 163.90 108.00 104.05 106.90 105.60 85.90 71.50 201.75 104.25 173 87 95.80 79.40 90.80 63.40 20.35—20.40. 4.16 -4.20- Nr. 1897. 3606. 6143. Nr. 7318. 9689. 12935. Nr. 4847. Nr 1668. 9367. Nr. 1517. 7886. 9102. 5 pCt. Italiener Rente ult. 4 pCt. Griechen 4 pCt. 1880er do. 5403 Ein braver Junge von auswärts kann m die Lehre treten bei 9f» Welcker, Barbier und Friseur. Neustadt 33. Mainz Worms Oesterr. StaatSbahn-Actien Laura-Actien Darmstädter Bankact ien DiSconto-Lom.-Antht zahlreicher Betheiliauuu aufgefordert. Uermischte Anzeige«. Wohnung gesucht von einer kleinen Familie zwei Zimmer und Kabinet, oder drei Zimmer per 1. October. Offerten mit Preisangabe unter B. lu in der Exped. d. Bl nieder- zulegen [5416 - Druck und Verlag der Brühl >chen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) In Gießen " ----------- H^tige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. Russische 11. Orientanleihe 4 pCt. unif. Egyvter 91.90 6 pCt. cons. Mexikaner, große Stücke 94 53 Behufs Theilnabme an dem Fest.^uge ver ^Concordia^ werden die Mitglieder gebeten sich Sonntag Nachmittag Y 2 Uhr auf dem OSwald'I Garte« einiufivden. — Die Festkarten für die Mitglieder werden daselbst ansgegeben. Aermtetyungen. y08] Nordanlage 31 ist ein schönes, geräumiges, moblirtes Zimmer vor dem Eorridor zu vermiethrn. ^54041 Ecke Ludwigs- und Bleichstraße Nr. 46 freundliche Wohnung mit 7 Zim- mern per Oct ober zu oermiethcn. Näheres im ersten Stock. 4 pCt« Ungar. Goldrente 4% pEt. Oesterreich. Silberrente «> . 103 20 | 5% Buderus Obl. ReichSbank-Disk. 3"/g. — Frankf. Bank^Disk. 3o/n. Lombard. Eisenbahn- 257.75 Galizische do. fn Darmstadt bei der Bank für Handel und Industrie, (»iofion bei Herrn Aron Heichelheim, bet Herren Schmitz, Heidelberger <& Co., bei Herrn B Nummern: 20038. 20442. 20482. i0529. 2(687. 20724.