Nr. 172, Samstag den 27 Juli 1889. Meßmer Anzeiger Amts- und Anzergkblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf . Amtlicher Hheit. Nr. 15 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 22. d. M., enthält: (Nr. 1860.) Verordnung, betreffend das Verbot der Einfuhr von lebenden Schweinen aus Rußland, Oesterreich-Ungarn und den Hinterländern Oesterreich-Ungarns. Vom 14 Juli 1889 (Nr. 1861.) Bekanntmachung, betreffend die Führung des Genoffenschastsregisters und die Anmeldung zu demselben. Vom 11. Juli 1889. Nr. 16 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 23. d. M., enthält: (Nr. 1862.) Bekanntmachung, betreffend den Aufruf und die Einziehung der Einhundertmarknoten der Hannoverischen Bank in Hannover. Vom 16. Juli 1889. (Nr. 1863.) Bekanntmachung, betreffend den Antheit der Reichsbank an dem Gesammtbetrage des steuerfreien ungedeckten Notenumlaufs. Vom 16. Juli 1889. Gießen, den 26. Juli 1889. Grobherzogliches Kreisamt Gießen- I. V.: Jost, Regierungsrath. Wolitisehr Rundschau. Gießen, 26. Juli. Kaiser Wilhelm kehrt nach den neuesten Meldungen am Sonnabend oder Sonntag von seiner norwegischen Reise nach Wilhelmshafen zürück, woselbst bereits ein stattliches Geschwader, aus den Kriegsschiffen „Kaiser", „Deutschland", „Friedrich der Große", „Preußen", „Baden", „Sachsen", „Oldenburg" und „Irene", sowie dem Aviso „Ziethen" bestehend, eingetroffen ist, um den allerhöchsten Kriegsherrn zu begrüßen und demnächst nach England zu geleiten. Auch die Kaiserin wird zur Begrüßung ihres heimkehrenden erlauchten Gemahls am Sonntag in Wilhelmshafen erwartet und gedenkt das Kaiferpaar Hierselbst bis zum 31. Juli zu verweilen. An letzterem Tage schifft sich der Kaiser an Bord der Nacht „Hohenzollern" ein, um auf derselben die Reise nach England anzutreten, begleitet von den genannten Kriegsschiffen. Der Kaiser wird also nicht erst nach Berlin kommen, sondern bis zum Antritt der englischen Reise in Wilhelmshafen verbleiben und hier die dringendsten Regierungsgeschäfte erledigen. An dem bevorstehenden Gegenbesuche -es Czaren Alexander in Deutschland, welcher fast zum politischen Sommermulhus zu werden drohte, kann nun nicht mehr gezweifelt werden, nur über Zeit und Ort desselben scheint noch stnmer nichts Authen- ti'ches bekannt zu sein. Namentlich hinsichtlich des letzteren Punktes lagen auch aus der abgelaufenen Woche einander widersprechende Meldungen vor, denn während die €ine ganz bestimmt zu berichten wußte, daß der Gegenbesuch des russischen Herrschers bei Kaiser Wilhelm in Berlin erfolgen werbe, behauptete eine andere Nachricht ebenso bestimmt, daß die Begrüßung zwischen beiden Monarchen entweder in Danzig oder in Stettin stattfinden werde. Es scheint fast, als ob diese fortgesetzt widerspruchsvollen Meldungen absichtlich verbreitet würden, um aus gewissen Gründen den Ort der bevorstehenden Kaiserzusammenkunft möglichst bis zur zwölften Stunde geheim zu halten. Auf dem Gebiete der inneren Politik pulsirt das Leben andauernd nur sehr schwach und wäre da aus dieser Woche höchstens die tu Metz ftatlgefundene anderweitige Reichslagswahl zu erwähnen. Bei derselben wurde der einzig aufgestellt gewesene Candtdat, Abd6 Dellös in Metz, bei nur schwacher Bethetligung der Wählerschaft gewählt. Der neue Retchstagsoertreter für Metz gilt als der gemäßigten und versöhnlichen Richtung unter der einheimischen Bevölkerung von Stadt- und Landkreis Metz angehörig. Zwei nationale deutsche Feste wurden in dieser Woche gefeiert, in^Nünchen Las VII. deutsche Turntest und in Plauen i. V. das XII. mitteldeutsche Bundesschieben. Beide Festlichkeiten versprechen unter regster Betheiligung aus nah und fern den besten Verlauf. Die deutsch-schweizerischen Verwickelungen haben mit der Kündigung des zwischen Deutschland und der Schweiz am 27. April 1876 abgeschlossenen Niederlassungs- Vertrages durch die deutsche Regierung eine abermalige Verlängerung erfahren. Nachdem sich beide Theile über die Auslegung des vielerörterten Art. 2 des Vertrages nun einmal nicht zu verständigen vermochten, war die Kündigung desselben vorauszusehen, womit freilich die Verständigung über die gesummten zwischen Deutschland und der Schweiz schwebenden Streitfragen auf's Neue in's Ungewisse hinausgerückt erscheint. Ob an Stelle des bisherigen, am 21. Juli 1890 ablaufenden Niederlassungsvertrages ein neues Abkommen zwischen beiden Vertragsmächten abgeschlossen wird oder ob dann wieder der Zustand etntritt, wie er vor Abschluß des Vertrages war, läßt sich vorläufig durchaus noch nicht beurtheilen. Die seit längerer Zeit offen gewesene Stelle des Landespräsidenten von Oesterreich- Schlesien ist jetzt in der Person des Ritter Dr. v. Jäger, Mtnisterialraths im Mtni- slerial-Präsidium, wieder besetzt worden. Das Wiener „Fremdenblatt" hält Herrn v. Jäger eine große Lobrede, bemerkt, daß er gleich seinen Vorgängern, de Bacquehem und Graf Herveldt, dem Verwaltungskörper entnommen fei, lange Jahre in der nächsten Umgebung des Ministerpräsidenten Grafen Taaffe gearbeitet habe und dessen Absichten genau kenne und reiche Erfahrungen mit strenger nationaler Unparteilichkeit vereine. Unbeschadet letzterer Eigenschaften steht von dem neuen Lanbespräsidenten von Oesterreich- Schlesien wohl zu erwarten, daß er den sich auch schon in diesem kleinsten österreichischen Kronlande bemerklich machenden Verstößen der Czechen gegen das Deutschthum kräftig entgegen treten werde. Für die französische Regierung und Republik markiert sich der Uebergang von ; der alten zur neuen Woche diesmal durch einen „kritischen Tag erster Ordnung", um mit Herrn Falb zu reden. Denn der Ausfall der Generalrathswahlen am 28. Juli wird auf die politische Stimmung in Frankreich bis zu einem gewissen Grade einen Schluß gestatten und sieht man natürlich mit besonderer Spannung dem Ausfälle des Plebiscitsversuchs für Boulanger entgegen. Sollte er gelingen, was allerdings noch keineswegs sicher ist, Vn könnte Boulanger freilich kaltblütig dem zuhören, was der am i 8. August zusammen'relende Staatsgerichtshof über ihn und seine Mitangeklagten ■ beschließen wird. — Nach einer Erklärung des Cardinals Lavigerie ist der für den 4. August beabsichtigt gewesene Zusammentritt des Antisclaverei-Congresses in Luzern I verschoben worden, da eine Anzahl hervorragender französischer Persönlichkeiten wegen ' - der bevorstehenden allgemeinen Wahlen in Frankreich am Kongresse nicht theilnehmen t könnte. König Milan weilt seit Mittwoch Morgen wiederum in seiner ehemaligen - Hauptstadt Belgrad, aber nur zu vorübergehendem Aufenthalte. Bet der Ankunft । auf dem Bahnhofe wurde Milan vom König Alexander, dem Regenten Protic, dem ! Metropoliten Michael, den Ministern, den höheren Beamten und Offizieren, sowie den ! diplomatischen Vertretern Deutschlands, Oesterreich-Ungarns, der Türkei und Rumäniens empfangen. König Alexander umarmte seinen Vater mehrmals und zeigte sich durch das Wiedersehen tief erschüttert. Den Metropoliten Michael begrüßte Milan sehr freundlich und dankte ihm für die Salbung des jungen Königs, sowie die hierbei geäußerten Segenswünsche für die Dynastie Obrenowitsch; ja, er äußerte schließlich, daß alles Vorgefallene von früher vergessen sein solle. Unter herzlichen Zurufen der Bevölkerung fuhren dann Milan und König Alexander nach dem Schlosse. Deutschland. ][ Darmstadt, 25. Juli. In Ergänzung unserer telegraphischen Nachricht von der heule Nachmittag 5 Uhr 26 Min. erfolgten Abreise Sr. König!. Hoheit deS Grotzherzogs nach England fügen wir noch an, daß sich im Gefolge Allerhöchstdeffelben der Flügeladjutant Major Freiherr v. Grancy befindet. Der Großherzog wird voraussichtlich schon Montag Abend oder Dienstag früh hierher zurückkehren, also nicht, wie ’ von anderen Blättern gemeldet wurde, der Flottenrevue bei Spidhead beiwohnen. ; Ebenso unrichtig erweist sich die Meldung, daß die Prinzessin Heinrich von Preußen * während der Abwesenheit des Großherzogs nach Jugenheim übersiedele. Die Prinzessin verbleibt vielmehr mit ihrer jüngeren Schwester in Seeheim, woselbst sich das Groß- ! herzogliche Hoflager auch noch ferner befindet. Darmstadt, 25. Juli. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der s Justiz bat unter dem 12. Juli 1889 folgendes Ausschreiben an die Großherzoglichen \ Kreisämter, betreffend den Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und i Plätzen, erlassen: „Mit Rücksicht darauf, daß das Velocipedfahren in neuester Zeit an Bedeutung ’ gewinnt und das Velociped nicht allein zu Sportszwecken, sondern auch als ein schnelles i und leichtes Verkehrsmittel zur Befriedigung wtrthschaftlicher Bedürfniffe allgemein benützt wird, halten wir es für angemessen, daß bezüglich des Verkehrs der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen polizeiliche Vorschriften getroffen werden, ' welche geeignet sind, ebenso sehr das Publikum vor Ausschreitungen der Radfahrer zu i bewahren, als auch die letzteren vor Uebergriffen des ersteren auf den öffentlichen Verkehrswegen zu schützen. Im Hinblick auf die größeren, oft eine Reihe von Kreisen berührenden Ausflüge und Reisen der Radfahrer erscheint es uns geboten, daß diese Bestimmungen, soweit nicht lokale Verhältnisse, z. B. verkehrsreiche enge Ortsstraßen besondere Vorschriften bedingen, thunlichst einheitlich im Anschluß an die in benachbarten Staaten getroffenen ähnlichen Bestimmungen gestaltet werden. Wir theilen Ihnen deshalb nachstehend den Entwurf einer Polizeioerordnung über das Fahren mit Velocipeden mit der Ermächtigung mit, vorbehältlich der Zustimmung des Kreisausschusses diese Vorschriften für Ihren Kreis zu erlassen. Von der hiernach in Ihren Kreisen zur Publikation gelangenden Polizeiverordnung wollen Sie je zwei Abdrücke an uns einsenden. Finger. B e st. Der dem Ausschreiben beiliegende Entwurf einer Polizeiverordnung behandelt in 9 Paragraphen die betr. Vorschriften, nach welchen u. A. das Fahren mit Velocipeden nur auf Fahrwegen gestattet, beim Fahren stets die rechte Seite der Fahrbahn zu benutzen, entgegenkommenden Fuhrwerken zc. rechts, überholten dagegen links auszuweichen ist. Durch Ortschaften ist mit mäßiger Geschwindigkeit zu fahren, desgl. an Straßenwendungen und Kreuzungen. Den Verkehr hemmende Bewegungen sind verboten. Aehnliche Vorschriften sind in dem Entwurf enthalten über das Ausweichen der Fuhrwerke zc. bei Begegnungen mit Radfahrern, alle Handlungen, welche de» Radfahrer am Fahren muthwillig verhindern oder ihm solches erschweren, sind verboten. § 9 enthalt die Strafandrohungen für Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften. (Der vor einiger Zeit der Gießener Stadtverordneten-Versammlung oorgelegte Entwurf einer Verordnung, den Verkehr der Radfahrer in der Stadt Gießen betr., hat ähnlichen Wortlaut und enthält etwas pracifere, den örtlichen Verhältnissen angepaßte Bestimmungen.) Berlin, 24. Juli. Eine von der „Nat.-Ztg." gebrachte Nachricht über eine ' beruhigende Auslassung des Genera >s Bronsart o. Schellendorff lautet: Den Besorgnissen, welche in Ostpreußen nach Mittheilung der „Ostvreußischen Ztg." herrschen, daß der Friede in Gefahr stehe, ein UeberfaU von Osten befürchtet werden müsse und daß im Verfolg unberechenbarer Ereignisse eine Preisgebung der Provinz bis zur Weichsel der deutschen Heelessührung — wenn auch nur vorübergehend — werde auf: genöthigt werden können, ist am Samstag der seitherige Kriegsminister und neuerdings commandirende General Bronsart v. Schellendorff in einer Toastrede auf die Provinz Ostpreußen entgegengetreten. Er hat in der Tischrede sich dahin geäußert, daß von dergleichen Besorgnissen ihm bei seinen Reisen in der Provinz Kenntniß geworden sei; er versichere aber, daß dieselben unbegründet seien und eine Störung des Friedens überhaupt nicht in Aussicht stehe, daß er und das 1. Armeecorps aber, wenn ein solcher Fall wider Erwarten eintreten sollte, mit dem eigenen Leibe bis auf den letzten Mann die Grenzen verteidigen würden und daß er die Heimath zu schützen wissen werde. Er spreche dies mit dem besonderen Wunsche aus, daß seine Worte zur vollkommenen Beruhigung dienen und Beruhigung heroorbringen möchten. Yorwegen. Bergen, 24. Juli, Abends. Kaiser Wilhelm ist hier am Nachmittag bei kurz vor der Einfahrt eingetretenem leichten Regen eingetroffen. Der Kaiser, welchem die Reise vortrefflich bekommen ist, blieb an Bord. Bei der Abendtafel brachte der Kaiser einen Toast auf das Wohl der Erbprinzessin von Sachsen - Meiningen aus, deren Geburtstag heute ist. Bon hier erfolgt die directe Ueberfahrt nach Wtlhelmshafen. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Korrespondenz-Bureau. Berlin, 25. Juli. Dem Vernehmen nach wird Staatsminister v. Bötticher demnächst wieder hier eintreffen und bis Mitte August hier verbleiben. Die „Berl. Polit. Nachr." bemerken dazu: Um dieselbe Zeit würden vermuthlich auch die Chefs der Ministerien und Reichsämter in Berlin anwesend sein und da auch die Hierherkunft des Reichskanzlers gelegentlich der Kaiserzusammenkunft zu erwarten sei, liege die Annahme nahe, daß über Angelegenheiten der inneren Politik, namentlich über die parlamentarische Campagne Beschlüsse erfolgen werden. Ueber die Einberufung des Reichstages, wie des Landtages, ferner über die Reichstagswahlen sei bisher keine Entscheidung getroffen, Köln, 25. Juli. Nach aus Rigi Kaltbad hier eingetroffener Nachricht ist Geh. Regierungsrath Dagobert Oppenheim, langjähriger Vorsitzender der Streetton der Köln- Mindener Eisenbahn, heute früh daselbst verstorben. Schweidnitz, 25. Juli. Von fünfzehn weiteren, wegen der Excesse im Waldenburger Slrikegebiele auf Landfriedensbruch Angeklagten verurtheilte das Schwurgericht heute einen zu vierjährigem Zuchthaus, dreizehn zu halbjährigem bis zweijährigem Ge- sängniß, einer wurde fretgesprochen. Hamburg, 25. Juli. Der von der deutsch - australischen Dampfschifffahrts- Gesellschasl abgesandte erste Dampfer „Elberfeld" ist gestern Abend via Antwerpen nach Adelaide. Melbourne und Sidney abgedampft. Bergeborbeck, 25. Juli. Der Strike auf der Zeche Dahlbusch scheint beendet zu sein. Heute früh sind 480 Mann angefahren. Karlsruhe, 25. Juli. Der gestrige Tag verlief im Befinden des Erbgroß- herzogs mit Nachmittags mäßig ansteigendem Fieber, ohne andere störende Erscheinungen als Hustenanfälle. Letztere gestalteten auch in der zweiien Nachthälfte keinen anhaltenden Schlaf. Heute ist das Fieber mäßig, die örtlichen Erscheinungen sind links zurückgegangen, das Allgemeinbefinden ist befriedigend. München, 25. Juli. Generallieutenant Horn ist gestern in Murnau gestorben. — Dem gestrigen Preiswettturnen der 3000 Turnknaben wohnte das Prinzenpaar Leopold an. — Die oberbayerische Handelskammer nahm eine Resolution an, wodurch der Reichskanzler ersucht werden soll, durch internationale Verhandlungen das Verbot des Kaffeetermingeschäfts, sowie angesichts des jüngsten Zuckerkrachs eventuell das Verbot des Termingeschäfts in allen nothwendigen Lebensmitteln zu veranlassen. Paris, 25. Juli. Dreißig Beamte des Oktrois und der Armenverwaltung wurden wegen ihrer Verbindung mit den Boulangisten entlassen. — Rochefort erließ einen Aufruf an die Wähler von Belleville, wo er die Candidatur für die Deputirtenkammer annimmt. — Andrieux gibt bekannt, daß er die Gehälter der im Arondiffement Forcalquier entlaffenen Beamten bis zur Wiedereinsetzung derselben in ihre Stellen bezahlen werde. Lokale-, Gießen, 25. Juli. In der heutigen Sitzung des Sparkasse-Vereins wurde Herr OberamlSrichter Langsdorff mit 18 von 25 abgegebenen Stimmen zum Director der Sparkasse gewählt. Gießen, 26. Juli. Der Bischof von Mainz, Dr. Haffner, trifft heute Abend 10 Uhr, von Grünberg kommend, hier ein. Von dem geplanten Ehrengeleite zu Wagen ist mit Rücksicht auf die späte Abendstunde abgesehen worden, dagegen wird ein Empfang durch den Kirchenvorstand und eine größere Anzahl Herren der katholischen Gemeinde am Bahnhof stattfinden. Gießen, 26. Juli. Das nächsten Sonntag stattsindende Sommerfest der Rudergesellschaft dürste diesmal in sportlicher Beziehung der Glanzpunkt aller bis jetzt hier abgehaltenen wassersportlichen Festlichkeiten werden. Abgesehen davon, daß den Mitgliedern und Besuchern Gelegenheit geboten sein wird, die seit Monaten im strengsten Training befindlichen Rennmannschaften in verschiedenen Rennen gegen den Wetzlarer Ruderclub kämpfen zu sehen, werden sich dieselben in dem von den Herren Wilfon und Fernie gestifteten vorzüglichen englischen Bootsmaterial auf ihrem heimatlichen Wasser präsentiren. — Um eine Überanstrengung der Ruderer, welche bei den Rennen be,heiligt sind, zu umgehen, wird das Programm mit den Rennen eröffnet, an welche sich die Parade-Ausfahrt anschließt; dieselbe wird von den Wetzlarer und Gießener Ruderern gemeinschaftlich gefahren und dürste einen interessanten Vergleich zwischen Material und Mannschaften beider Vereine gestatten; es werden sich ca. 15—20 Boote daran beteiligen. Der musikalische Theil des Festes liegt in Händen der hiesigen Regimentsmusik; außerdem werden Wasserspiele, Preisvertheilung und Restauration 2c. auch denjenigen Besuchern Unterhaltung bieten, welche ein specielles Interesse am Sport nicht haben. Das Amt der Zielrichter haben in liebenswürdigster Weise Herr Oberstlieutenant von Schlegel! und Herr Bürgermeister Gnauth übernommen, während als Schiedsrichter Herr Bardorff von Frankfurt fungirt. Nach der Preisvertheilung findet für die Mitglieder der Rudergesellschaft und ihre Gäste Reunion im Hotel Einhorn statt und soll ein Tänzchen den Schluß der Festlichkeit bilden. Die für die verschiedenen Rennen gestifteten Ehren- und Werthpreise sind im Laden des Herrn Wilh. Reiber am Seltersweg ausgestellt. * Gießen, 26. Juli. sSpor LI Wie wir vernehmen, wird sich an dem großen Nennen der Radfahrer in Mainz auch der hiesige Radfahrverein betheiligen. Die Erfolge, die derselbe bei den Rennen in Darmstadt und Offenbach errungen, lassen hoffen, daß der Verein auch in Mainz mit Ehren bestehen wird. Vermischtes. Darmstadt, 26. Juli. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hohett des Großherzogs dem Mitgliede der freiw. Feuerwehr zu Friedberg, Melchior Boll daselbst. Darmstadt, 25. Juli. Glänzend gewonnen hat gestern ein hiesiger Hofkutscher die von ihm eingegangene Wette, einen Schuhmacher N. auf einem eisernen Schubkarren in 35 Minuten nach Arheilgen fahren zu wollen. △ Mainz, 25. Juli. Bei den Streckenarbeitern der Hessischen Ludwigsbahn droht eine allgemeine Arbeitseinstellung auszubrechen. Einem von den Arbeitern des Bahnbezirks Frankfurt ausgegangenen, von der Bahnoerwaltung aber abgelehnten Gesuch um Erhöhung des Lohnes auf JL 2.50 pro Tag, haben sich die Streckenarbeiter des Bezirks Mainz jetzt angeschlossen und den Bahnmeistern im Falle der Ablehnung mit Niederlegung der Arbeit gedroht. Wie wir hören, wollen die Arbeiter, bevor sie -u diesem Mittel schreiten, in Abwesenheit des Specialdirectors bei dem Präsidenten des Verwaltungsraths, Commerzienrath Werner, mündlich vorstellig werden. . 25. Juli. Ein von den hiesigen Schweinemetzgern jüngster Tage gefaßter Beschluß, die besseren Wurstsorten in keinen kleineren Quantitäten als für 15 Psg. zu verabfolgen, hat einen für die Schlächter sehr unerwünschten Erfolg gehabt. In den ihren Hauptabsatz in den großen Fabriken habenden Wurstgeschäften blieben nämlich nach Bekanntwerden obigen Beschlusses wie auf Verabredung plötzlich alle Käufer fern und von den ganzen Wurstvorräthen war fast nichts verkauft. Aehnlich war es in den Geschäften, welche viel Militär zur Kundschaft haben, wie auch selbst die von dem sogenannten besseren Publikum frequentirten Metzgereien die Wabrnebmuna machen mußten, daß die Zahl ihrer Käufer sich bettächtlich verringert hatte. Diese unerwartete Abnahme der Consumenten hat nun bewirkt, daß ein großer Theil der Metzger sich an den gefaßten Beschluß nicht mehr hält und um die Kundschaft nickt zu verlieren, sich beeilt, die früheren Verhältnisse wieder einzufüAn 1 $ r. . tbeilroeifen Deckung des bei dem 11. Mittelrheinischen Musikfest entstandenen Defictts von 5000 JL ist der Vorstand der Liedertafel jetzt die städtische niCcfat)afnX6rnnf?pC9hn0e?1, b!!are?lDerlan9t die Liedertafel von der Stadt 1'nJri^^«Mprucht nur den Erlaß der Hallenmiethe und des Betrages für das verbrauchte Gas, was zusammen einen Betrag von 2000 ausmacht. In der Stadt äußern ° Stimmen laut, welche sich gegen diese Bewilligung Seitens der 24. Juli. Der Tübinger Privatdocent Dr. Leukart, von dem berichtet wurde, daß er in Leipzig im Hause seines Vaters, des dortigen Professors der Zoologie, auf entsetzliche Weife durch einen Sturz vom Balkon verunglückt sei, ist heute nach etwa 15tagrgem schmerzhaftem Krankenlager gestorben. — Der älteste und Stenograph, Professor Dr. Zeibig in Dresden, der sowohl hn deutschen Reichstage, wie auch im sächnsHen Landtage lange Jahre hindurch als Stenograph thatig gewesen ist, feierte am 22. d. M. seinen 70. Geburtstag. a /= 7 & »,n kritischen Tage nach Dr. Falv sind der 29.Juli, 11. August. 9. September und 24. October. Der 29. Juli ist ein kritischer Tag zweiter Ordnung die übrigen dagegen solche erster Ordnung. 0 8 ^onung, c ~ lKampf mit Wilderern.) Der Gutsbesitzer Freiherr v. Pfetten erschoß. auf der Jagd, wie aus Nürnberg unterm 24. Juli berichtet wird, zwei Wilderer, welche aus tyn anschlugen. ' der berühmte Wiener Operateur, erläßt in einem Schreiben folgende Warnung: „Es sind mir innerhalb der letzten Monate h - „nNnnin-^kommen, in welchen Finger mit ganz unbedeutenden Verletzungen durch sCf^n?C?$.un0 Earbolsaure brandig geworden sind; in allen vier $anvJ £ es sich um Kinder, deren Eltern die Verordnung eines Carboloerbandes w-il die Carbolsäure gut für die Wundheilung sein soll. Die Ä ?jOnra1£fH in der Chirurgie eine wett beschränktere Anwendung als früher, wir haben die Gefahren, welche dieselbe herbeiführen kann, erst nach und nach (nnhfnt mtrft hitrrh /r o ®ntjünbun{jen und erzeugen, innh^ncÄ«U? ?UsrCF ^"tvergiftung todtcn. Es entfaltet seine guten Eigenschaften nur -kn Arztes. Ich widerrathe hiermit aus's Dringendste, ohne ^LOnUm9rCLnCd Ar^-Cmtwlsäure anzuwenden. Als das beste Umschlagmittel bei stischen Verletzungen rathe ich das in den Apotheken käufliche Bleiwasser an." - Als Gegengift bei Carbolsaure-Vergiftungen bewährt sich nach der „Med. Presse" gewöhnlich Seife, wenn fre sofort und wiederholt bis zum Verschwinden aller Vergiftungserscheinungen emgegeben wild. ,, . Hamburg, 22. Juli. Der siebente allgemeine deutsche Handwerkertag wird hier in den Tagen vom 4. bis 7. August abgehalten werden. Nach der provisorischen Tagesordnung stehen Verhandlungen über folgende Gegenstände in Aussicht: Die all- gemetne deutsche Handwerkerbewegung, ihre bisherigen Erfolge und deren Ziele; der Befähigungsnachweis; die §§ 100e und 100f der Reichsgewerbeordnung; Verleihung .G-orporatton§red)te an die Jnnungsausschüsse; Revision d-s Krankenversicherungs- gesetzes mit befonderer Bcruckfrchtigung der Jnnungskrankenkassen; die Ausdehnung der 1f auf das gesammte deutsche Handwerk; die Alters- und Jn- xr§DCiTld?erunö; die Legittmattonspflicht der Arbeiter; Submissionswesen, Bau- fchwindel, Vorzugsrecht für Forderungen der Bauhandwerker an Neubauten; Hausir- handel, Wanderlager, Wanderauctionen und Abzahlungs-Geschäste. ^*cr „Monatsschrift für deutsche Beamte" finden wir oon Dr. jur. Jj. Bosse, Kaiferl. Director im Reichsamt des Innern, einige treffliche Worte, die ver- dtenen, weiter bekannt zu werden. Herr Bosse schreibt: „Wir erkennen rückhattslos an, daß es Beamte ohne akademische Bildung gibt, deren Bildung und sociale Bedeutung mit derjenigen von akademisch gebildeten Beamten auf gleicher Linie steht und daß es dringend zu wünschen ist, den Unterschied der akademischen Bildung nicht m die Frage nach dem Ansehen, dem Verdienst und der socialen Werthschätzung der Beamten geflisfentlich hineinzutragen und damit eine Schärfung der Gegensätze herbei^ c1!' « ,?enA Archen des Beamtenstandes im Allgemeinen nur schaden würde» hier steht die Rücksicht auf Ausgleichung und Einigung weit höher, als die ; Betonung der Unterschiede und der Trennung. Ein Beamter, der ohne akademische i r xtlbun dcrichtel: Die neue sie und vollkommenste Sämaschine ist unstreitig die patentüte Berolina von der Act.-Ges. H. F. Eckert in Berlin O., Weidenweg. Man kann )ie als eine bebeuteno verbesserte Saxonia betrachten, denn sie hat bereit iämmlliche Vorzüge und dabei noch zahlreiche sehr wichtige Verbesserungen und Neuerungen. Alle Früchte, Rüben, Raps, Mais, Bohnen, Erbsen u. s. w. werden mit ein und derselben Säwelle ohne Aenderung gesät^ — Rur tin einziges Rad ist bei verschiedenen Saatmengen auszuwechseln. — Sie hat Kasten-Entleerung, bedarf keiner Regulirung, hat bedeutend verbesserte Stahlschccren. Die Fahrräder, nut eisernen Naben verletzen, können nicht lahm werden u. s. w. Lanb.virthe, welche eine Sämaschine anschaffen wollen, mögen sich eine Berolina anseben ober sich eine solch" aus V obe geben lassen. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießens Evangelische Semriadk. Gottesdienst. Samstag, den 27. Juli: Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Schlosser. 6. Sonntag nach Trinitatis, 28. Juli: Vormittags 9'/, Uhr in der Kirche: Pfarrer Dingeldey. Feier des heiligen Abendmabls. Vormittags 8V2 Uhr in der Friedhofskapelle: Pfarrer Schlosser (Christenlehre für die confirmirten Gymnasiasten und Stad, schiller). Nachmittags ‘z1/» Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche, Vormittags UV* Uhr, Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 28. Juli bis 3. August besorgt Pfarrer Dingeldey. Eottesdieust in der Synagoge. (26. Juli). Freitag Abend 7'5 Uhr, Samstag Morgen 800 Uhr, Samstag Mittag 4* Uhr, Samstag Abend 840 Uhr. ßottcsdicllü der israklitischea Keligivllsgeskllschgst. . Freitag Abend 710 Uhr, Samstag Vormittag 800 Uhr, Samstag Nachmittag i 400 Uhr, Samstag Abend 840 Uhr. Wärmegrade der Lahn und der Luft , gemessen nach Reaumur am 26. Juli zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: I Wasser 14 Grad, Luft 13>/2 Grad. I L. Ehr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Bekanntmachung. Polikarbus Dorseld's Wittwe und Kinder von Staufenberg haben in dasiger Gemarkung Flur I Nr. 294 Hofraithe und Nr. 295 Grabgarten an Ludwig Dorseld daselbst verkauft, der am 19. Marz 1853 darüber bestätigte Kaufbrief ist aber verloren gegangen. Wer noch irgend Ansprüche aus dem Verkaufe hat, muß solche binnen 2 Monaten hier geltend machen, sonst wird die zur Löschung der Beschränkung des Eintrags erforderliche Verfügung ertheilt werden. Gießen, den 23. Juli 1889. Grobherzogliches Amtsgericht- Langsdorff. 6173 Montag den 29. ds. Mts«, Mittags 1 Nhr, soll aus dem Rathhaus zu Watzenborn veranschlagt zu 1) Pflasterarbeit 530,40 2) Chaussirarbeit 247,77 „ in Accord gegeben werden. Steinberg, am 26- Juli 1889. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn- Steinberg. Heß. 6186 Montag den 29. d. M, Nachmittags 2 Uhr, in der früher Bramm'schen Hofraithe zu Gießen sollen gegen Baarzablung öffentlich versteigert werden: 1 Parthie Bohlen, 2 Hobelbänke, 2 Schweine, 1 Handwägelchen, 1 Cassa- schrank, 1 Nähmaschine, 2 Sophas, 1 Buffet, 2 Verticows, 2 Commoden, 1 Parthie Wirthstische und Stühle, 1 Ladeneinrichtung u. s. w. Versteigerung voraussichtlich theil- roeife bestimmt. Engel, 6185 Gr. Gerichtsvollzieher. Montag den 29. Juli, Nachmittags 2 Uhr, wird auf Antrag des Vormundes der Job. Bellos' s Kinder: die Ernte eines Triebviertels in der Nähe des Bruchbäuser'schen Hauses, bestehend in Kartoffeln. Bohnen ufw-, und um 3 Uhr im L. Schafer'schen Hause, Schiffenberger Weg, Mobiliar, als: Tische. Stühle, Betten, HanS- und Küchengeräthe versteigert. Hoffmann, 6194 Ortsgerichtsmann. Keilgeöotenes. Frisches reines Kornbrod zu haben bei [6160 Fr. Lepel, Bäcker, Neustadt 24. la. lebende Hummer, Rheinsalm, lbechte, Seezungen, Schellfische, Back- fische, Steinbutten, Forellen, junge ELnse Enten, Hühner, Hahnen re., heute wieder große Extra-Sendung in Ql. G. Kleinhenn's Delicatesien-, Fisch- und Geflügel- . Handlung — Bahnhofstraße 59. W Prachtvolle Pfirsiche. Mache speciell auf eine bedeutende heutige Zufuhr wirklich feinster Hechte aufmerksam. 6151 Allgemeiner Anzeiger. Nachlaß - Versteigerung. Montag den 29. Juli, Nachmittags von 2 Uhr an, werden die noch übrigen Mobilien aus dem Nachlaß der Fran Generalmajor Hoffmann, meistbietend versteigert; es befinden sich dabei: Tischzeug, 2 schöne Kolter, Teppiche, Vorhänge, 1 Regulator, 1 kl. Dejeuner, 2 Spiegel, 1 Kaffeeservice in Alfenide, 1 Sessel, Trümeautisch, Waschkonsolchen, 1 schwarze- Stand-Etagöre, Brandkiste, Stellleiler, neue Brodschneidmaschine (Pat.), 1 Wringmaschine, 1 Parthie Kisten, Schabrakke, Lampen, Bettwerk. Im Austrag: Louis Rothenberger, 5848 Gerichtstaxator. EvangeU schc Gemeindevrrtrrlung. Die Mitglieder der Gemeindevertretung der evangelischen Gemeinde Gießen lade ich, vorbehältlich der den einzelnen Herren noch besonders zugehenden Einladung, hierdurch ein zu einer Sitzung, die am Dienstag, den 30. Juli d. I., Nachmittags 3 Uhr, in der Kirche stattfinden soll mit der Tagesordnung: ^Jahresbericht des Kirchenvorstandes über den kirchlichen und sittlichen Zustand der Gemeinde im Jahre 1888; 2) Neuwahl von 3 Mitgliedern des Kirchenvorstandes an Stelle der verstorbenen Herren Oberbürgermeister Bramm, Bauunternehmer Anton Petri und Landgerichtsdirektor Dr. Stammler. Unter Hinweis auf die §§ 13, 18 und 38 des Kirchenverfassungs-EdiktS wird bemerkt, daß wählbar in den Kirchenoorstand nur solche stimmberechtigte Männer unserer Gemeinde von bewährtem kirchlichen Sinn und ehrbarem Lebenswandel sind, die das 30. Lebensjahr überschritten haben; 3) Neuwahl von einem Mitglied, eintretendenFalls von vier Mitgliedern der Gemeindevertretung an Stelle der in den Kirchenvocstand gewählten Gemeindevertreter; 4)NeuwahleinesweltlichenAbgeordnetenzurDekanats- Synode an Stelle des verstorbenen Landgenchtsdirektors Dr. Stammler. Betreffs der gesetzlichen Erfordernisse der Wählbarkeit wird auf § 66 des KirchenversassungS'Edikts verwiesen. 5)Bau einer zweiten evangelischen Kirche. Gießen, den 26. Juli 1889. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes: ______________________Dr. Naumann. 6183 „Union“ Allgemeine Versicherungs - Actien - Gesellschaft ?u Berlin. Von obiger Gesellschaft zu Agenten ernannt, halten wir uns zur Ueber- nahme von Feuer- und Glasverficherungen zu billigen festen Prämien bestens empfohlen. Juli 1889. Christ. HaaS, Sparkassen-Gehülfe in Gießen, Bahnhosstr. 8, Phil. Gorr IV., Heuchelheim bei Gießen. [6172 Neues ^cater in Gießen (Cafe Leib). Montag den 29. Juli: Gastspiel des Nauheimer Operetten-Ensembles unter der Direction August Widmann und Gastspiel der I. Operettensängerin Frl. Sophie König von Frankfurt a. M. unter Mitwirkung der Kapelle des Infanterie-Regiments Nr. 116. Der Bettelstudent« 6150 Große Operette in 3 Akten von Millöcker. Bestellnngen nimmt Herr Gustav Gerhardt, Lindenplatz, entgegen. Die Direction. Gesucht 6170 ein braves Hausmädchen auf Michaeli. _____________________Ostanlage Nr. 4. 6161] Tüchtiger Pferdeknecht sofort gesucht. B. Strauch, Bleichstraße 15. Dienstmädchen gesucht für 1. August. 6163 Ludwigstraße 10 I. 6190 Einen Behülfen sucht K Kähler, Schreinermeister. 6168] Besten, frisch ausgeschleuderten > Bienenhonig, das Pfund neunzig Pfg. ; Marburgerstraße 9. Neue holl. Vollhäringe empfiehlt billigst [6195 F. Nassauer. ÜCorsctts l! i in allen Weiten und Fayons, garan- , tirt gut paffend, empfiehlt von den ; billigsten bis zu den feinsten. \ Extra-Weiten und Fa^onS werden \ schnellstens besorgt. J. II. Fahr, ; 6191 Sonnenstraße 25. ] 6192] Schönes Kornsiroh verkauft G. Hammel, gr Mützlgasse 6. i " 6193] Mehrere Ziegen preiswürdtg zu | verkaufen.^ G. Hammel, gr. Mühlg. 6. i ISSUr Incarnat- Kleesaat eingetroffen. i H. F- Nassauer, 6196 Neuenweg 15. 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Juli, von Nachmittags 2 Uhr an, Dienstag den SO. Juli, Morgens von 9—12 Uhr und Nachmittags 2 Uhr anfangend, die Restbestände seines Lagers in Tuch, Buckskins. Kleiderstoffen, wie sonstigen Manufacturwaaren aller Art, darunter auch viele Artikel für Landleute. Es sei bemerkt, daß nur gute fehlerfreie Waaren zum Verkauf kommen. 6i67 Jsaae Rothenberger, Gerichts-Taxator. Uieflen Ausgabe hrs Geschäfts werden sämmtliche Schuhwaaren zu bedeutend herabgesetzten Preisen ausverkauft. 6146 S. Elsoffer. Laden ic. sobald oder später zu vermiethen. -vsEMWWWWWWWWWWWWWWWWM>WWWW>WlWWWW>WWWMWWWWWWW^WMWW8e Sonntag den 28. Juli, Nachmittags 3^ Uhr, auf der Mn --WiiirinliTii zwischen Wetzlarer Ruderclub und Giessener Ruder-Gesellschaft (Wasserspiele, Wettschwimmen, Auffahrt, Nreisvertheilung.) Während des Festes 6182 — COHCERT — der hiesigen Regimentskapelle. Abends 8 Uhr: Reunion mit Damen im Saale des Hotel Einhorn. Unsere activen und passiven Mitglieder nebst Familienangehörige haben freien Zutritt. — Für Nichtmitglieder Entree rum Festplatz 30 Pfg. Der Vorstand. Sonntag den 28. Juli: SÄ* Tanzmusik *38« । wozu ergebenst einladet | 6162 Heinrich Rau. i 6177] Wohnung von 5 Zimmern sammt allem Zubehör mit Gartenantheil in den neueren Stadttheilen sucht aus Auftrag auf 1. September A. Gri^uih^ Ludwigsplatz 1. Stein s Gorte«. I 6133] Zurückgebliebene Gegen- stünde r 2 Sommerüberzieher, Schirme, ■ Stöcke, Hausschlüssel, Taschentücher, Armbänder, Handschuhe, Pantoffel und Gummischuhe Niddaer Herbftmarkt. j Auf den am 9. September d. I. abgehalten werdenden Krämer-undVikh-(beM.Msel-)Markt erlaubt man sich das Handel treibende Publikum aufmerksam zu machen. Bemerkt wird noch, daß der Markt auch von Original Simmen- ; thaler Bullen und Kalbinnen befahren wird. 6188 _____________________ Das Marlrtcomitö. 5 Todeß-Anzeige. I Nach längerem Leiden verschied heute Morgen 8 Uhr unsere ■ liebe Mutter, Großmutter und Schwiegermutter ■ Frau Elisabeth Prell, g S geb. Wirtz, B H im Alter von nahezu 81 Jahren, was wir Verwandten und Bekannten I I mit der Bitte um stille Theilnahme tiefbetrübt mittheilen. ■ Gießen, den 26. Juli 1889. ■ P. Prell und Familie. I Die Beerdigung findet Samstag den 27. Juli, Nachmittags ■ I 5 Uhr, vom Sterbehause (Stadt Mainz) aus statt. 6197 W .?■!!" ,1'■ ,..i ■ | > ■ Für die so herzlich bewiesene Theilnahme, sowie für die zahl- W H reiche Betheiligung bei der Beerdigung unserer nun in Gott ruhenden I H Mutter, /rau Poistkidiknrr Kari Vogel Wwe. I S sagen herzllchsten Dank Gießen, den 25. Juli 1889. M—6181 Die trauernden Hinterbliebenen. M 6176] Die verehelichen Leser unserer Zeitung machen wir hierdurch darauf aufmerksam, daß der heutigen Nummer unseres Blattes für bh Stadtauflage ein Prospeet über daS berühmte Nademann'S Kindermehl beilie^t Redaction: A. Scheyda. — Druck unb Verlag der Brüht''.den Druckerei (Fr. Ch r. Pietsch) in Eichen Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. Mflfle zu Jir. 172 des ,Achmer Anzeiger" Allgemeiner Anzeiger. 5993 Bahnhofstraße 30. Cor selten Aeikgeöotcnes. Oliven-Oel, ist. Excelstor von Port Maurice, Marke Ferrari, empfiehlt Emil Orbig, empfiehlt in bekannter großer Auswahl, Extra-Weiten und Fayons, stets am Lager Robert Haas, 2506] Seltersweg 18. Die Dampf-Kaffee-Brennerei von 147 A. ZUNTZ sei. Wwe. Hoflieferant Sr. Majestät des Deutschen Kaisers und Königs von Preussen, sowie mehrerer anderer fürstlicher Hofhaltungen. W Gegr. W 1837. Bonn, Berlin, Antwerpen, empfiehlt ihre rühmlichst bekannten Spezialitäten: la. gehr. Java-Kaffee ä «A 1.90 Ha. gehr. Java-Kaffee ä 1.80 Gut gehr. Haush.-Kaffee ä v4L 1.70. Niederlage in Giessen bei Herrn J. M. Schulhof. 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