Nr. 49* Mittwoch den 27. Februar 1889. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. S«r-a»- Schnlstraß- 7.(Wdjeim tägti-tz mit Ausnahme d-S M"Ntagö. Amtlicher Hßeik. Bekanntmachung. Die Stelle eines Kaminfegers für den Bezirk Lich ist in Folge Ablebens des Kaminfegers Schwenk zu Lich neu zu besetzen. Bewerber um Ueber- tragung dieser Stelle haben sich innerhalb 14 Tagen unter Vorlage ihrer Zeugnisse bei unterzeichneter Behörde zu melden. Gießen, am 25. Februar 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Betreffend: Die Enteignung von Gelände in der Gemarkung Inheiden für den Umbau der Staatsstraße am Jnheider Berg. Bekanntmachung. beantragt hat, so wird der Plan nebst dem Antrag der Gemeinde Inheiden mit Anlagen in der Zeit Nachdem die Gemeinde Inheiden zum Zweck des Umbaues der Staatsstraße Gießen—Gelnhausen am Jnheider Berg die Enteignung des nach- verzeichneten Geländes: Besitzer Philipp Köhler zu Inheiden. Georg Philipp Kuhl daselbst. Heinr. Düringer Wittwe zu Trais-Horloff. Georg Reitz ll. zu Inheiden. Größe des ganzen Größe der ab- Ord-- Grundstücks zutretenden Fläche Nr. Flur Nr. Meter Meter Bezeichnung 1. IV. 304 2431 1106 Acker, die Scheibeläcker 2. IV. 305 969 295 desgl 3. IV. 306 1656 404 desgl. 4. IV. 307 775 124 desgl. von Freitag den 1 März bis Freitag den 13. März 1. I. auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Inheiden zu Jedermanns Einsicht offengelegt und wird Tagfahrt vor der Lokal-Commission auf : Freitag den 13. März I. I, Nachmittag- 1% Uhr aus das Rathhaus zu Inheiden zur Verhandlung über den Plan und die zu leistende Entschädigung hierdurch anberaumt. Die Eigenthümer der oben bezeichneten Grundstücke und etwaige Nebenberechtigte werden hierdurch aufgefordert: a. Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausschlusses und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung und Beschränkung, b, Erklärung auf die angebotene Entschädigungssumme bei Meidung ter Unterstellung der Annahme des Angebots, c- Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, d. Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, e. Anträge auf Einrichtung nnd Unterhaltung von Anlagen im Sinne des Art. 14 des Gesetzes vom 26. Juli 1884, die Enteignung von Grund- eigenthum betreffend, k. etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an das zu enteignende Grundstück, im Termin vorzubringen. Gießen, am 25. Februar 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Betreffend: Die land- und forstwirthschaftliche Berufsgenossenschaft für das Großherzogthum Hessen. Bekanntmachung. Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Vorstand der land- und sorstwirthschaftlichen Berufsgenoffenschaft für das Großherzogthum Hessen für den Bezirk des Kreises Gießen als Vertrauensmann Herrn Karl Geißler, Sohn des Bürgermeisters, zu Lollar und als Stellvertreter: 1) Herrn Gcmeindeeinnehmer Lang zu Wieseck, 2) Herrn Gutspachter Bornemann in Obbornhofen ernannt hat. Gießen, am 25. Februar 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v Gagern. Betreffend: Wie oben. Gießen, am 25. Februar 1889. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« das Großherzogliche Polizeiamt Gießen und die Großherzogliche« Bürgermeistereien des Kreises. Indem wir Sie beauftragen, die vorstehende Bekanntmachung auf ortsübliche Weife zur Kenntniß zu bringen, weisen wir Sie an, darauf zu wirken, daß Derjenige, der einen Unfall anzeigt, gleichzeitig dem Vertrauensmann Mitteilung macht. Zu den Unfalluntersuchungen haben Sie den Vertrauensmann stets rechtzeitig einzuladen, demselben auch auf Antrag Abschrift der Untersuchungs- Protokolle unter Beifügung der Kostenrechnung für die Abschrift zukommen zu lassen. v Gagern. Betreffend: Die Aufstellung der Jmpflisten für 1889. Gießen, am 26. Februar 1889. Das Großherzogliche Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Großherzoglichen Standesämter, Bürgermeistereien und Schulvorstände. «n ®ie 8ifien f“r die diesjährige Impfung werden demnächst von uns den Großherzoglichen Bürgermeistereien übersendet werden und ersuchen wir dieselben, die Wreder-JmpfungSlisten baldmöglichst den Herren Vorsitzenden der Schulvorstände zur Ausstellung zu übergeben. Bezüglich der Ausstellung der Listen bemerken wir Folgendes: I. In die Listen für Erst.Jmpfung werden von den Standesämtern unter B. alle Kinder eingetragen, welche in der betreffenden Gemeinde während des Jahres 1888 geboren sind und am Ende des Jahres noch am Leben waren, auch diejenigen, welche etwa mit ihren Eltern weggezogen oder an einen anderen Ort in Pflege gegeben sind. Kinder, die im Laufe des Jahres 18S8 bereits gestorben sind, werden nicht in die Liste ausgenommen. Nach vollendetem Eintrag roitb sodann die Liste von dem StandeSamte mit Datum und Unterschrift versehen. Hierauf sind unter C. von der «ürgerwetsterei die bi» jetzt zuaeio-enen Jmpfpflichtigen einzutragen, oder es ist, wenn solche nicht vorhanden sind, dus mit dem Vermerk anzugeben: C. zugezogen: Niemand. Erst dann ist die Liste auch von der Bürgermeisterei mit ihrem Namen und dem Datum der Msstellung za unterzeichnen. Die Spalte 27 ist freizulaffen und sind alle etwa nöthig scheinenden Bemerkungen (also auch die Angabe der Orte, wohin einzelne Pflichtige verzogen sind oder die Todestage der etwa in den ersten Monaten des Jahres 1888 gestorbenen Kinder) nur mit Bleistift einzuschreiben. Wir or Ebieder-Jmpfung sind unter 6 die Namen derjenigen Schüler aufzunehmen, welche im Laufe dieses Jahres das 12. Lebens» fahr erreichen, emerlet, welcher Klaffe sie angehoren, und haben diese Einträge nach dem debitier txetieicbiiiffe bet einieliien Älnfftn nfipr wf** b-m Kirchenbuche zu geschehen. Di- Gestorbenen und Weggezogenen, sowie Binder. w7che nicht?nZ°rHeim°th, Lern a" an!" m Orten SchZ! Reihenfolgeauszufiihren S Se,mot^orte «nzuschrelben. In größeren Schulen empfiehlt es fich, die Namen der Knaben und Mädchen in getrennter Die Unterzeichnung dieser Listen geschieht durch den Schulvorstand unter Beifügung des Datums der Ausfertigung anzufügen c" Zugepg°n ° Niemand. Eintrag der Zugezogenen zu erfolgen, oder es ist, wenn solche nicht vorhanden, di- Bescheinigung Die Spalte 28 ist frei zu lasten oder er find Bemerkungen in dieselbe nur mit Bleistift einzutragen Sie werden ersucht, die Listen bis längsten» 31. März an un» einzusenden. _____ ___________ _______ Dr- Köhler._______ Politische Rundschau Gießen, 26. Februar. Ueber den Tag des WiederzusarrrmentritteS des Reichstages ist in parlamentarischen Kreisen noch nichts Bestimmtes bekannt. Es dürfte dieser Zeitpunkt von der Erledigung des Nachtragsetats über die Artillerie-Vermehrung im Bundesrathe abhängen und soll die bezügliche Vorlage in der laufenden Woche in genannter Körperschaft eingebracht werden; die Nachricht von ihrer schon erfolgten Vorlegung im Bundesrathe war verfrüht. Wenn indessen ursprünglich verlautete, die Reichstagsverhandlungen würden wahrscheinlich in den ersten Tagen des März wieder beginnen, so erweist sich jetzt diese Annahme als nicht mehr zutreffend, da die Vorbereitung des weiteren Arbeitsstoffes, also in erster Linie der Arttllerievorlage und des Genossenschaftsgesetzes, zu dem gedachten Zeitpunkte noch nicht abgeschlossen sein wird; vermuth- lich tritt deshalb das Reichstag^plenum erst in der zweiten Märzwoche wieder zusammen. Uebrigens heißt es jetzt, das Altersoersorgungsgesetz solle doch in der gegenwärtigen Sesüon definitiv zur Verabschiedung gelangen, freilich müßte dann der Entwurf in der zweiten und dritten Lesung im Plenum förmlich durchgepeitscht werden, wenn man nicht will, daß das Retchsparlament bis weit in den Frühling hinein beisammen bleibt. Jedenfalls geben sich aber im Reichstage mehr und mehr Anzeichen kund, die darauf hindeuten, daß das Haus auf den Schluß der Session hindrängt und daß der Reichstag in einer solchen „Schlußstimmung" an die schwierige und zeitraubende Einzel- berathung eines der bedeutungsvollsten Gesetzentwürfe, die wir seit Jahren im Reiche gehabt haben, Herangehen soll, ist immerhin bedenklich. Kürst BiSmarck hat sich bei seinem am vorigen Freitag einer Anzahl von Mitgliedern des preußischen Landtages gegebenen parlamentarischen Diner u. A. auch über die Samoa-Angelegenheit ausgelassen. Der Kanzler betonte wiederholt, daß er eine Störung des alten freundschaftlichen Verhältnisses zwischen Deutschland rmd der stammverwandten nordamerikanischen Union durch die Samoafrage für gänzlich ausgeschlossen halte. Bei der Entlegenheit der Samoa-Inseln und ihren schlechten telegraphischen Verbindungen erachte er es für sehr schwer, die Verantwortlichkeit für jeden einzelnen Schritt der Vertreter an Ort und Stelle zu übernehmen, doch sei kein Zweifel, daß die vorhandenen deutschen Handelsinteressen bestens gewahrt würden. Inzwischen soll bekanntlich das deutsche Schulgeschwader aus den italienischen Ge- wäffern nach Samoa beordert worden sein, eine officielle Bestätigung dieser Meldung liegt indessen noch nicht vor. Nur soviel ist sicher, daß das Geschwader den Befehl erhalten hat, nach Port Said, dem nördlichen Ausgangspunkte des Suez-Eanals, zu segeln; ob alsdann das Geschwader wirklich nach Samoa oder aber nach Zanzibar zur Ablösung der deutschen Blokadeflotte geht, wie anderseits angenommen wird, bleibt noch abzuwarten. In Eisleithanien wendet man neuerdings der Arbeiterfrage eine größere Aufmerksamkeit zu. Hiervon zeugt auch der Vorschlag, Arbeiterkammern zu errichten und hat das österreichische Abgeordnetenhaus einen eigenen Ausschuß zur Prüfung dieser Frage niedergesetzt. Letzterer empfing nun am Samstag 25 Arbeiter - Sachverständige aller Nationalitäten des Kaiserstaates und legte ihnen zunächst die Frage vor, ob die Arbeiterkammern in der oorgeschlagenen Form überhaupt die richtige und wünfchenswerthe Vertretung der Interessen des Arbeiterstandes seien. Die Minderheit der erschienenen Arbeiter-Vertreter verneinte, die Mehrheit bejahte, doch unter Voraus- setzung, daß sich die Arbeiterkammern an den Abgeordnetenwahlen betheiligen könnten. Fast sämmtliche Redner forderten außerdem das allgemeine Stimmrecht, da das ^Wahlrecht der Arbeiterkammern doch nur ein Nothbehelf sein würde, in Anbetracht beö in Oesterreich tatsächlich bestehenden Systems der Interessenvertretung. Die parlamentarische Enquete über die Frage der Arbeiterkammern dauert fort. _ Das politische Programm, mit dem sich das neue französische Cabinet Lirard am Samstag im Parlament etnführte, hat seitens der Deputlrtenkammer eine ziemlich frostige Aufnahme gefunden; nur die Opportunisten und die mehr rechts stehenden Radicalen klatschten an einigen Stellen mäßigen Beifall. Frellich ist auch die ministerielle Erklärung mit ihrem Phrasengeklingel kaum geeignet, besondere Begeisterung zu erwecken und wenn Herr Tirard eine „energische und entscheidende" Action verheißt, welche die „Herrschaft des Friedens, der Gerechtigkeit und des Fortschritts" vertheidtgen und befestigen solle, so scheint das neue Ministerium seinem ganzen Eharakter nach das Zeug hierzu gerade nicht zu haben. Vorläufig werden aber die dem Ministerium Tirard feindlichen Parteien dasselbe wohl noch in Ruhe lassen, damit es sich erst ein bischen eingewöhnen kann, eine Gelegenheit zum Sturze des Ministeriums findet sich noch immer früh genug. Merkwürdiger Weise fällt das Jnslebentreten des neuen französischen Ministeriums gerade mit einer neuen Arbeiterbewegung in Frankreich zusammen. Arbeiterdelegationen begaben sich am Sonntag in Paris, Lyon, Marseille, Lille und Bordeaux zu den Präfecten, um sich die Antwort auf die von den Delegirten am 10. Februar aufgestellten Forderungen hinsichtlich Festsetzung einer Minimallohngrenze, des Normalarbeitstages u. s. w. zu holen. Der Bescheid der Präfecten lautete Überall ablehnend, doch kam es deshalb doch nirgends zu Kundgebungen. Die Gefangennahme und zwangsweise Verschiffung nach Suez der Expedition des »freien* Kosaken Atschinoff durch die Franzosen am Rothen Meere läßt die französisch-russischen Beziehungen vollständig unberührt. Wenigstens erklärt dies unumwunden der hochamtliche Petersburger „Regierungsbote" am Schlüsse einer längeren Darstellung des „Falles Atschinoff" und betont das russische Regierungsblatt, daß Atschinoff sich das Einschreiten der Franzosen gegen ihn durch sein Auftreten selber zugezogen habe. Von Suez aus wird die Expedition Atschinoffs durch einen russischen Marine-Offizier in Empfang genommen und nach Odessa weiter geleitet werden; was dann die Russen mit Atschinoff und seinen Leuten anfangen werden, bleibt abzuwarten. An den Hals wird es aber den freibeuterischen Kosaken schwerlich gehen, denn Atschinoff hätte sein nun verunglücktes abenteuerliches Unternehmen am Rothen Meere sicherlich nicht begonnen, wenn ihm die stillschweigende Zustimmung der russischen Regierung nicht gewiß gewesen wäre; jetzt freilich, nachdem die Sache schief gegangen ist, beeilt man sich in Petersburg, Meister Atschinoff zu verleugnen! König Milan von Serbien reiste am Sonntag Morgen, begleitet vom Kronprinzen Alexander, dem deutschen Gesandten Grafen Bray, dem Gesandten Rußlands Perstani und dem österreichischen Militärattache, Freiherrn v. Steinsberg, nach Kragujevatz im südlichen Serbien ab, um in dortiger Gegend größeren Jagden obzuliegen. Nach der Rückkehr des Königs nach Belgrad soll die Entscheidung in der Mi- nistercrisis erfolgen und glaubt man jetzt allgemein, daß Mijatooic, der Minister des Auswärtigen, mit der Neubildung des serbischen Cabinets betraut werden wird. Darmsiadt, 25. Februar. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Aller- gnabtgst geruht: m . ,2lm _5: Februar den Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Prof. Dr. Ludwig ytotre auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen mit Treue und Eifer geleisteten Dienste, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundhett mit Wirkung vom 1. April 1889 an, in den Ruhestand zu versetzen. Darmsiadt, 25 Februar Wie die „Neuen Hess Volksbl." aus zuverlässiger Quelle erfahren, hat sich Fürst Alexander am 6. Februar lfd. Js. zu Mentone mit Fräulein Johanna Lotsinger vermahlt und beabsichtigt, sich unter dem Namen Grafen Hartenau im Auslande niederzulassen. (Wie uns telegraphtrt wird, enthalt auch die „Darmst. Zeitung" eine die Vermählung des Prinzen Alexander bestätigende Localnotiz.) Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 25. Februar. Der Kaiser nahm gestern Abend bei Moltke am Thee und Wbistsvtel Thetl und fuhr heute zum Diner zu Bismarck. Berlin, 25. Februar. Dem heutigen Diner beim Reichskanzler wohnten bei der Kaiser, sämmtliche Minister, der Hausminister Lucanus und Generallieutenant Hahnke. . — Der Nachtragsetat, welcher die Vorlage über die Vermehrung der Artillerie und über Ostafrika enthält, ist jetzt fertiggestellt. — Heute Nachmittag fand eine Sitzung des Staatsminislertums unter dem Vorsitz des Fürsten Bismarck statt. Berlin, 25. Februar. Der vom Professor Gneist in der Streitsache der Pforte mit dem Baron Hirsch gefällte Schiedsspruch wurde heute Nachmittag zwei Vertretern der beiden Rhette in der türkischen Botschaft mitgetheilt. Gutem Vernehmen nach sind vom Professor Gneist die zur Entscheidung unterbreiteten sechs Streitpunkte drei zu Gunsten des Baron Hirsch und drei zu Gunsten der Pforte entschieden worden. Ersterer wird an die Pforte etwa 25 Millionen Francs herauszuzahlen haben, die Pforte hatte 50 Millionen gefordert, Baron Hirsch 20 Millionen angeboten. — Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet auf Grund competenter Mittheilunaen aus Konstantinopel die Meldung der Frankfurter und der Kreuzzeitung von angeblichen Aufstandsoersuchen der Sostas in Konstantinopel für unbegründet. Es ist daselbst absolut nichts vorgekommen, was den fraglichen Gerüchten eine Grundlage geben könnte. London, 25. Februar. Gutem Vernehmen nach wird die Zuckerprämien- conferenz am 1. Mai hier wieder zusammentreten. Haag, 25. Februar. Das Befinden des Königs ist ein weniger zufriedenstellendes, die Besserung macht nur geringe Fortschritte, namentlich hat sich der Kräftezustand noch nicht gehoben. < Belgrad, 25. Februar. Der zurückgekehrte bulgarische Delegirte Zwetkow erklärte dem Minister des Aeußeren, die bulgarische Regierung könne die von Serbien gestellte Bedingung betreffs der Viehetnfuhr erst annehmen, wenn die Vetertnärverhältnisse Bulgariens geregelt seien. Der serbische Minister Mijatowic nahm von dieser Entscheidung Kenntniß und bedauerte lebhaft, daß die im beiderseitigen Jntereffe hochwichtige Regelung der Handelsbeziehungen aufgeschoben sei. Athen, 25. Februar. Die Kammer ist auf den 10. März zu einer außerordentlichen Session einberufen worden. Alexandrien, 25. Februar. Der Hauptmann Wißmann ist hier eingetroffen. Lokales. Bietzen, 26. Februar. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag de« 28. Februar 1889, Nachmittags 4 Uhr. 1. Gesuch des Wtlh. Schomb er um Erlaubniß zum Verkauf von Branntwein über die Straße. 2 Gesuch des Gastwirths Karl Rühl von Wieseck um Octroirückvergütung. 3. Desgl. der E. Friedberger Söhne dahier. 4. Anschaffung von Subsellien für die Stadtschulen. 5. Stellung der Rechnung der Stadt Gießen für 1888/89. 6. Voranschlag über die sachlichen Bedürfnisse der höheren und erweiterten Mädchenschule pro 1889/90. 7. Reform der polizeilichen Milchcontrole. 8. Herstellung einer unterirdischen Telegraphenleitung. 9. Vermiethung der angekauften Ehr. Wagner'schen Häuser. 10. Die Landesflagge auf öffentlichen Gebäuden. 11. Herftellungsarbeilen am Friedhof. 12. Die sogen. Wodestraße. 13. Pflasterung einer Zufahrt nach der Dampfmolkerei. 14. Baugesuch des Metzgers Georg Möhl. 15. Ausbau der Wiesenstraße, hier Rohrlegung. Gietzen, 25. Februar. Die Gießener Glasergesellschaft feierte gestern auf Lony's Bierkeller ihr 2. Stiftungsfest, zu dessen Verherrlichung insbesondere die Gießener Civtlkapelle und das Gießener Zither-Quartett, sowie Mitglieder des Gesangvereins Harmonie beitrugen und bis 11 Uhr Abends abwechselnd concertirten; namentlich erntete der Dirigent des Zither-Quartetts, welcher sich als wirklicher Künstler auf der Zither bewies, stürmischen Beifall. Auch die Lieder der Harmonie-Mitglieder mürben sehr beifällig ausgenommen. Ein zum Schluff arrangirtes Tanzkränzchen hielt die Tbeilnehmer bis zum frühen Morgen versammelt. Vermischtes. * * In letzter Zeit treibt sich in der Umgegend ein gut gekleideter Bettler herum. Er besucht besonders die Pfarrhäuser und gibt vor, im Hause bekannt zu fein, da er in demselben als hessischer Soldat in Quartier gelegen habe und aufgefordert worden - ! sei, wenn er wieder in die Gegend komme, zuzusprechen. Er komme nun aus dem ! Spital in Darmstadt und habe kein Geld zur Heimkehr. Er bitte sich etwas Reisegeld \ aus, wolle aber jolches wieder zurückzahlen. Möge auch die Polizei auf solchen Betrüger aufmerksam fein. : /X Mainz, 25. Februar. Zu der Jubiläumsausstellung des hiesigen Gartenbauvereins hat neben der Kaiserin-Wittwe Augusta auch der Großherzog von Hessw einen Preis zugesagt. △ Aus Starkenburg, 25. Februar. Bei der am Samstag erfolgten Versteigerung der Mobilien des wegen des Aschaffenburger Postdiebstahls im Zuchthause befindlichen Rüsselsheimer Herbergswirths fanden sich, unter einem Strohsack versteckt, noch Briefmarken und Reichsstempelmarken im annähernden Werthe von 1000 vor. △ Aus Rheinhessen, 25. Februar. Sehr unerfreuliche Nachrichten über Frostschäden in den Weinbergen, welche durch die abnorme Kälte der jüngsten Tage hervorgerufen wurden, laufen von einer großen Anzahl der rheinhessischen Weinorte ein. Besonders haben die Weinberge in den Gemeinden Hahnheim, Sörgenloch, Niederolm,, Zornheim und Selzen gelitten, wo so ziemlich in allen Lagen der Frost gewirkt hat. In den unmittelbar am Rhein gelegenen Weinorten Laubenheim, Nackenheim, Nierstein und Bodenheim dagegen ist nur in den nieder getötzenen Weinbergen empfindlicher Schaden entstanden und hier haben wieder am meisten die Oesterretcher und Portugieser Trauben gelitten. Diese Frostschäden beeinflussen schon merklich das Wetngeschäft, indem in den letzten Tagen die Weinbauern vollständig mit Verkäufen zurückhielten und für die 1888er sehr hohe Preise verlangten. S. V. Aus Rheinhessen, 25. Februar. Der „Verein zur Unterstützung israelitischer Seminaristen im Grohherzogthum Hessen" (Sitz des Vorstandes: Mainz) versendet eben wiederholt Aufforderungen zur Anmeldung von jungen Menschen, welche stch dem Lehrberufe widmen wollen. Solche können von genanntem Vereine die Mittel zur vollkommenen Ausbildung erhalten, wenn sie in einer Lehrerbildungsanstalt des Landes Aufnahme finden. Es wäre erwünscht, datz wieder mehr Israeliten sich meldeten, damit die jüdischen Religionsgemetnden des Landes gut vorgebildete deutsche Lehrer anstellen könnten, die dann auch einen würdigen Beruf und angemessene Existenz finden dürften. — Frankfurt, 25. Februar. Zu dem Selbstmordversuch des Gymnasiasten sei noch nachgetragen, daß der Unglückliche im Abtturientenexamen stand und seine schriftlichen Arbeiten so gut ausgefallen waren, datz er glänzend durch das Examen gekommen wäre. Es scheint bet demselben ein krankhafter Ehrgeiz obgewaltet zu haben, der ihn mit dem Eriolg in einem Fach unzufrieden sein ließ. ES ist Hoffnung vorhanden, daß der junge Mann dem Leben erhalten bleibt, freilich wird er zeitlebens ein Krüppel sein. Von anderer Sette wird angenommen, der Unglückliche habe in einem Anfall von Geistesstörung gehandelt; nervös soll er gewesen sein und vor Jahren erst eine schwere Krankheit durchgemacht haben. — Auf dem Staatsrangtrbahn dahier gerteth gestern Nachmittag der Wagenaufseher Peter Kott ler von der Hessischen Ludwigsbahn zwischen die Puffer und wurde erdrückt. Der Verunglückte, welcher alsbald seinen Geilt aufgab, hinterläßt Frau und drei Kinder. Breslau, 23. Februar. Heute früh um 7 Uhr wurde der Mörder Josef Krahl im Hofe des Gertchtsgefängntsses durch den Scharfrichter Krauts htngerichtet. Krahl erschoß im Juli v. I. den Schutzmann Pötter während derselbe in der Sternftraße auf Posten stand. Die Motive dieser Mordthat sind nicht bekannt geworden. — [Eine entschlossene Künstlerin.) Die gefeierte Sängerin Marietta Alboni zeichnete sich durch besondere Kaltblütigkeit aus. Gelegentlich eines ersten Gastspiels in Triest kam ihr zu Ohren, daß man sie auspfeifen wollte. Sie ermittelte bald die Anstifter und wo sie zu finden waren, legte Männerkletdung an, wobei ihre kräftige hohe Gestalt und ihre kurzen Locken eine Entdeckung ziemlich ausschlossen und begab sich in das Kaffeehaus, wo die Verschworenen tagten. Dieselben waren gerade in voller Berathung. Die Sängerin hörte eine Weile zu und wandte sich dann an den Rädelsführer: „Mir scheint, daß Sie Jemand einen Streich spielen wollen. So etwas liebe ich - ich würde mich freuen, wenn ich mich an dem Unternehmen bethetligen dürfte.^ — „Mit Vergnügen", lautete die Antwort, „es soll beute Abend eine Sängerin ausgepfiffen werden." — „So, so, was hat sie denn verbrochen?* — „Daß sie in Wien und München gesungen und sich — eine Italienerin — von den Deutschen hat feiern lassen!" — „Das finde ich unerhört! Bestimmen Sie, bitte, was ich thun soll." — „Nehmen Sie hier dieses Pfeifchen. Auf ein Zeichen, welches nach der Arte der „Rosine" gegeben werden wird, geht der Lärm an, in den Sie bloß einzustimmen brauchen." — „Was bestens geschehen soll", versicherte die Alboni und empfahl sich. Am. Abend war das Theater voll besetzt. Der Anfang des „Barbiers von Sevilla" fand lebhaften Beifall. Dann erschien „Rosine", die Alboni, auf der Scene. In dem Augenblick, als sie den Vormund anredete, begann schon ein Thetl der Verschworenen mit dem Skandal. Die Sängerin verzog keine Miene, sie trat hart an die Lampen, zeigte das Pfeifchen, welches sie an einem Bande um den Hals trug und sagte schelmisch: „Meine Herren, ich glaube, Sie waren etwas voreilig, wir wollten doch erst mit dem Auspseifen beginnen, nachdem ich meine Arie gesungen." Todtenstille im ganzen Hause — dann ein donnernder Beifallsjubel, der von den Verschworenen selbst eröffnet wurde und kein Ende finden wollte. Konstantinopel, 19. Februar. Ein gräßliches Verbrechen wurde dieser Tage in Galata begangen. Ein in einer dortigen Bäckerei beschäftigter junger Grieche von nicht viel über fünfzehn Jahre hatte den Haupttreffer der Türkenloose im Betrage von 300,000 Frcs. gewonnen. Nachdem er sich bei der Ottomanbank seines Glücksfalles vergewissert hatte, kehrte er in seine Werkstätte zurück, wo er von dem Ereignisse Mit- theilung machte. Der Besitzer der Bäckerei und die übrigen Gesellen faßten daraufhin den Plan, sich das Loos anzueignen, und führten ihn derart aus, datz sie den armen Jungen knebelten und sodann in den Backofen warfen, wo er zu Asche verbrannte. Am nächsten Tage präsentirte der verbrecherische Bäcker die Promesse bet der Ottomanbank, aber der Beamte erinnerte sich zufällig, daß am Vortage eine andere Person dagewesen war; er forschte nach, der Bäcker verwickelte sich in Widersprüche, was zu seiner Verhaftung und zur Entdeckung der grauenhaften That führte. L. Beim Bezug von Oelkuchen aller Art ist ganz besonders zu beachten, daß man die betreffende Sorte rein und unoersälscht und in frischem, unverdorbenem Zustand erhält und daß für einen Mindestgchalr an Protein und Fett garamm wird. Der Bezug von Oelkuchen in Mehlform empfiehlt sich nur dann, wenn der Lieferant als ganz reell bekannt ist, weil hierbei eine Verfälschung mit minderwerthigen Stoffen leicht denkbar ist und öfters vorkommt. Im Uebrigen gelten die Bedingungen, wie sie für Sämereien angeführt wurden. (Ztschr. f. d. l. Vereine d. Gr. Hessen.) — [Neue Krankheit.^ „Aber, Aujust, wie siehste denn aus, Du bist ja braun und blau in de Visage." — B.: „Ja. rmeßle, rch leide an die Nikottnkrank- heit, ich werde nämlich alle Dage von meiner Ollen vertobakt." ~ (Neue Erfind ung.) A.: „Ich habe soeben im Kammergericht das Modell einer neuen Erfindung gesehen; ein sehr sinnreicher Apparat. Denken Sie nur, da hat Jemand einen juridischen Automaten erfunden; oben werden die Referendare bineingeworfen und unten ..." — B.: „Da kommen sie als Assessoren heraus." — A.: „Nein, unten fallen sie durch." — [Europäisches Sklavenleben.) Im „Altenburger Amts- und Nachrichtsblatt" ist folgende Anzeige zu lesen: „Stallmägde aus Böhmen und Bayern treffen bei mir Anfangs März bestimmt ein und kosten, größere oder kleinere, bis Bahnhof Altenburg an Reisegeld und Provision 25 JL, welcher Betrag mir bis zum 20. ds. durch die Post einzusenden ist. Guido Kratzsch, Zwenkau, amtlich geprüfter Fleichbeschauer." — [®tnc Häßlichkeits-Eoncurrenz.) Ein findiger Yankee schreibt eine Haßlichkeits Concurrenz aus. Als Preis für das häßlichste Weib setzt er 5000 Dollars aus. DaS Bildniß der preisgekrönten Häßlichkeit soll durch illustrirte Zeitschriften die weiteste Verbreitung erhalten. — Das ist doch 'mal etwas Neues! Gingesandt. Gießen, 26. Februar. Im Annoncentheil Ihres Anzeigers finde ich mit fetten Lettern eine sogenannte Wohlthätigkeits Vorstellung angezeigt; nun ersehe ich gestern unter den Nachrichten des Anzeigers die erstaunliche Mittheilung, daß der halbe Ertrag der erwähnten WohlthätigkeitsVorstellung als Beitrag zum Bau-Fond einer Tonhalle verwendet werden soll, es kann mir nicht recht begreiflich erscheinen, ob und wie es sich vereinbaren läßt, unter dem Firmenschild Wohlthätigkeit Beiträge für den Bau einer Tonhalle zu sammeln. l Handel und Verkehr. Gießen, 26. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, pr. Pfd. 0,95—1,00, Hühnereier, 1 St. 6—7 H, 2 St. 00- 00^, Enteneier 0-0 H, Ganseeier 00—00 H, Käse pr. St. 5-8 X Käsematte pr. St 3 H, Erbsen pr. Liter 17 -Ä, Linsen pr. Liter 28 Tauben pr- Paar JL 0,80—1,30, Hühner pr- St JL 1,. 0—1,60, Hahnen pr. St. JL 1,60-2,20, Enten pr. St. JL 2,00—2,30, Ochsenfleisch pr. Pfd. 60- 68 H, Kuh- und Rindfleisch 45—54 Schweinefleisch 50-60 H, Hammelfleisch 54—64 H, Kalbfleisch 50— H, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 6,00—6,00, Zwiebeln per Gentner JL 9,00—9,50, Milch pr. Liter 12-18 H, Weißkraut pr St. — Fr ankfurt, 25. Februar. (Viehmarkt) Angetrieben waren 328 Ochsen, 12 Bullen, 389 Kühe, Stiere und Rinder, 284 Kalber, 225 Hammel, 231 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. JL 61—63, 2. Qual JL 54—58, Bullen 1. Qual. JL 40—41, 2. Qual JL 37—39, Kühe, Stiere und Rinder 1 Qual. JL 51—53, 2. Qual. 42—48, Kalber 1. Qual- pro Pfund Schlachtgewicht 55—60 H, 2. Qual- 45—48 H, Hümmel 1. Qual. 58-60 2. Qual. 50—52 H, Schweine 1. Qual. 56—57 H, 2. Qual. 54—55 H. Frankfurt, 25. Februar. (Getreidemarkt». Weizen hiesiger JL 19,25—19,50, fremder JL 21,00—22,00, Roagen hiesiger JL 16,25—16,50, fremder JL 00,00-00 00, Gerste, Brauerwaare JL 16,00—lb,25, do. zu Mahlzwecken JL 0u,00, Hafer hiesiger JL 15,00-15,25, fremder JL 00,00-00,00. ' 8 MiichentUche Aeberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen- 8. Woche. Vom 17. Februar bis 23. Februar 1889. Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 ATann Militär). Sterblichkeitsziffer: 30,1 v/m Kinder eumma: 11 (3) 6 (1) 3 2 (2) 91 nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im 1. Lebensjahr: vom 2.—15. Jahr Lungenschwindsucht 3 (1) 3 (1) — Darmkatarrh 1 1 _ Eingeklemmtem Bruch 1 1 — _ Krämpfen 1 — 1 _ Lebensschwäche 1 — 1 _ Diphtherie 2 (2) — _ 2 (2) Selbstmord durch Erschoßen 1 1 _ Entzündung der Bronchien 1 1 — — Gedenket der hungernden Vögel! Allgemeiner Anzeiger. Mineralwasser - Apparate und Bierdruck-Apparate mittelst uatürl. fluffiger Kohlensäure liefert billigst unter Garantie für solide Ausführung die Fabrik von 1560 1Fleischer 4* Mühtich, Frankfurt er. M. Zur Stadt Caffel. Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich die Restauration zur Stadt Cassel übernommen habe und die darin von Anfang betriebene Restauration wie bisher weiterbetreibe. Vorzügliches Actien-Export-Bier stets im Zapf, reingehaltene Weine, warme und kalte Speisen zu jeder Tageszeit. Neu hergerichtetes Billard. 3MF* Aufmerksame Bedienung, billige Preise. "HGlL Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein 1518 JPetei* König. Aufträge an Fuhrmann Jung von Lich werden angenommen. 1578 Einige Grundstücke werden j 1572 Ein Hausknecht von 17 bis 18 W Mitn gesucht. Jahren wird gesucht. Näheres i« der Gxped. d. Bl. I Zu erfragen in der Exped. d. Bl- Generalversammlung der Neustädter Schäferei Gesellschaft Freitag den 1. März, Abends 7 Uhr. Abhör der Rechnung vom Jahre 1888 in der Restauration Haubach (an der Lahn). 1556 Warme Bäder bei Andreas Euler. Täglich geöffnet von 6 Uhr Morgen- bis 7 Uhr Abend-. Sonntag- bi- Mittag 12 Uhr. Die Zellest sind durch Dampf geheizt. [148 Außer verschiedenen Salzen und Mutterlaugen sind sämmtliche Bade° Extracte, als: Fichtennadel', Malz-, Loh- und Weizenkleie-Extracte zu haben- W Abonnements werden jederzeit entgegengenommen. Schuliunarke. Garantie! reine Ungar-Weine. Originalfüllungen der Weinhandlung 6g. Wllh. Weldlg, Wiesbaden Chemisch untersucht von Hrn Geh. Hofrath Prof. Dr. B. Fresenius in Wiesbaden und von ärztlichen Autoritäten allen schwäch!. Personen, Kindern und Reconvalescenten empfohlen. rother Wein 1876er Medicinal-Wein 1868er Cabinet, Medic -Wein. , Medic.- und Dessert-Wein rother „ Küster Ausbruch. Carlowitzer „ Menescher ,, Tokajer „ Fst.Tokayer „ Fst. Tokayer „ In Gießen zu _ . „ haben bei [304 Herrn Ferd. DrebeS, Marktplatz 21 u. Herrn <5. L. Kalkhof Wwe., Franks,irterftr 1. -berhesßsche Eiseudahllea. Am 1. März d. I. tritt der Nachtrag II Zum Ausnahmetarif für Eisenerz aus dem Lahn-, Dill- und Sieggebiet nach den Hochofenstationen dieser Gebiete ?c. (Noth- standstarif) in Kraft, welcher unter |An- derem ermäßigte Sätze für Station Fried- richshütte cntyält Gießen, den 23 Februar 1889. 1582________Großherzogliche Direktion. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 4 Marz 1889, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Districten Hochwart Abth. 80 und 84 nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A Bau-, Werk- und Nutzholz: 237 EicheN'Stämme mit 50,78 5m, 2 Nadel» „ „ 0,69 „ 1 Birkenstamm u 0,42 „ 10 Eichen-Stangen „ 0,67 „ 13 Nadel- „ „ 1,57 „ B. Brennholz: Scheith. Knüppelh Stockh Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Buchen 213,2 220,9 108 4510. Eichen 50,2 97,2 51,7 910. Aspen-Dorn 6 — 20. Die Zusammenkunft ist auf der Licher- straße 9. Schneise. Gießen, den 25. Februar 1889. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Keller, Beigeordneter. 1576 Dienslsg den 9. April l. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den AaSpar Schomber Eheleuten gehörigen Immobilien: Flur 3 Nr. 144 — 255'J Meter Acker auf dem Läufertsröderweg, Flur 8 Nr. 16 - 2825 Meter Acker auf dem Holzweg, hinter den Schießgärten, Flur 8 Nr. 16a - 2819 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 2o“/ioo — 847 Meter Wiese hinter den Schießgärten, an der Rodheimerstraße, Flur 8 Nr 26«/100 — 1339 Meter Hof-, raithe daselbst, Flur 8 Nr. 26‘8/100 — 123 Meter Grabgarten daselbst, Flur 8 Nr. 28-/,o - 2044 Meter Hofraithe daselbst, Flur 8 Nr. du2/^ — 4296 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 322/io — 6840 Meter Wiese daselbst, Flur 8 Nr. 35,6 — 1988 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 3b,1 - 2169 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 37,1 - 462 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 38,1 - 462 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 39 — 625 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 40 - 625 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr 41,1 - 1944 Meter Acker daselbst, Flur 9 Nr. 46 — 1350 Meter Acker auf der großen Weide. Flur 30 Nr. 17z, — 2631 Meter Wiese über der Erdkaute, auf dem Weg hinter dem Fluthgraben. Flur 3 Nr- 188 — 1869 Meter Acker auf dem Krofdorferweg, Flur 8 Nr. 24 — ItOO Meter Acker diesseits am Grasweg, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 26. Februar 1889. Großh. Ortsgericht Gießen. I- A.: _______Bogt, Ortsgerichtsmann. 1571 Mittwoch -en 27. Februar, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in der Flett'schen Hofraithe gegen Baarzahlung- 2 Sopha, 1 Kommode mit Glasschrank, 2 oo. Tische, 2 vollst. Betten, 1 Nähmaschine, Bilder, 2 Pferde, Wagen u a Geißler, 1574 Gerichtsvollzieher. Aeitgeöotenes. I» Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfund 30 Pfennig, j 1577 Neustrd' 48, rechts. Redaction: , I. Stuttgarter Serienloosgesellschaft. ’ Im abgelaufenen Rechnungsjahr hat sich der Mitgliederstand um 1000 Personen j vermehrt. . Die Gesellschaft beschafft für ihre Mitglieder nur solche StaatSarilehenSloose, \ welche in der Serie schon gezogen sind und daher in der Pramienziehung unvedingt gewinnen müssen. Jeden Monat findet planmäßig eine Prä.niensiehung statt- j Jahresbeitrag: 42 JL. vierteljährlich: 10 50 H, monatlich: 3 50 & Statuten versende auf Verl- gratis und franco. 289 W'. 7 umu usaJ 1373] In Houau «♦ M. finden junge Mädchen, die die König!. Zeichenacademie und Kunftstickschule besuchen oder sich im Haushalt verv llk. wollen, freund! Aufnahme und vollständige Familienzugehörig- keit bei Frau Kanzleirath Theiss. Nähere Auskunft erth. Herr Pfarrer Dr. Heuser oder Herr Pfarrer Nenver daselbst. Mr Cigarren-Mbrikm. Ein Fachmann, am hiesigen Platze fett Jahren als Buchhalter, Cor espondent und Reisender thätig, im Besitze feinster Referenzen, wünscht sich xu verändern. Offert, beförd. die Exped. d. Bl. unter Nr. 1414. [1414 Damen und Herren, welche sich noch an einem Englischen Sprachkursus betheiligen wollen, belieben ihre Adresse bei Mr. Ralph Doerr, 57 II Bahnhof-Str. gef. abzugeben. [k*45