Nr. WL Dienstag den 25. Juni 1889. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. r ■ Buttaut Schulstraße 7. ' Erscheint täglich mit Ausnahme des Prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BringerlohA Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 M ohnfehlbar hierher einsenden. Gießen, am 24. Juni 1889. Grobherzogliches Steuer-Commiffariat Gießen. Süssert- Das Großhcrzogliche Stcaer-Commiffarmt Gicße» an die Großberzoglichen Bürgermeistereien des Landbezirks Unter Bemanabme auf die Ausschreiben in Nr. 126 und 132 des Gießener Anzeigers ersuchen wir ©ie unter @inföäfcung5» Commissionen diejentaen zu ermitteln, welche bisher Kapitalrentensteuer noch nicht bezahlt haben, zur Zeit jedoch hierzu verpflichtet erscheinen, oder die einen um 100 Mk. gegen das Vorjahr höheren Zinsenbetrag muthmaßlich beziehen dürsten, aber nichtsdestoweniger eme Kapttalrentensteuer - Erklärung fee - Wi“s zum 29. l. Mts. au das Ausstellungscoweta tu Btlbel gelangen zu lassen, werten , °-e °°sMstge nm r°ung raugz t ^„^irthschasüichen Vereins von Oberheffen: Friedethausen, am i->. ^um rsvv. bQt6ett Freiherr Nordeck zur Rabenau. Arvtschland. Darmstadt. 22. Juni. Das Grotzherzogl. Regierungsblatt (Beilage Nr. 16) 1. Bekanntmachung Großherzoglicken Slaatsministeriums, die Ausführung der Poltzeiordnung für die Schifffahrt und Flößerei auf dem Rhein, hier insbesondere die Untersuchung der Floße betreffend. c ... ... . 2. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1869—90 genehmigten Umlagen zur Bestreitung oon Communalbedurfnffsen m den Gemeinden des Kreises Schotten. t . ... . _ 3. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1889—90 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfuissc in den Gememdeil des Kreises Heppenheim. t . .. r 4. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Darmfiadt, die Erhebung einer Umlage zur Bestreitung der Eommunalbedürfntsse in der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt betreffend. Dresden, 22. Juni. Die Prinzessin Louise Sophie von Schleswig-Holstein ist heute früh nrntafl Extrazuges in Begleitung ihres Bruders, des Herzogs Ernst Günther und des Hofmarschalls von Buddenbrock nach Berlin abgereist. Zur Verabschiedung waren der preußische Gesandte Gras von Dönhoff, der Legationssecretär Fürst von Thurn und Taxis und zahlreiche Mitglieder der Aristokratie anwesend. Berlin, 22 Juni. Se. Majestät der Kaiser empfing heute, von sämmtlichen königlichen Prinzen umgeben, die Prinzessin Braut am Portal des Schlosses Bellevue, während Ihre Majestät die Kaiserin vom Fenster des Erdgeschosses aus Ihrer ankommenden Schwester lebhaft zunickte. Der Kaiser trat an den Wagenschlag, begrüßte die Prinzessin und geleitete dieselbe zu dem Hohen Bräutigam. Ihre Majestät die Kaiserin kam Ihrer Schwester bis auf den untersten Treppenabsatz entgegen und geleitete dieselbe durch das Spalier der Obersten Hof- und Hof-Chargen, General- und Flugel- adjuianten nach dem Runden Saal, wo in engstem Familienkreise ein Frühstück von 18 Gedecken stattfand. — Der Einzug der Prinzessin-Braut Luise Sophie fand heute Nachmittag 4 Uhr unter Entfaltung großen Prunkes von Schloß Bellevue aus statt. Die Garnison der Stadt bildete im Paradeanzuge Spalier, die Cavallerte bis zum Brandenburger Thor, die Infanterie bis zum Schloß. Beim Passiren des Brandenburger Thores gab eine im Lustgarten aufgestellte Batterie einen Salut von dreimal 24 Schuß ab. Die goldene Stautskarosse hielt sodann auf dem Pariser Platz vor der Tribüne, auf welcher die Deputation des hiesigen Magistrats Platz genommen hatte. Der Bürgermeister Dunker hielt eine kurze Ansprache, in welcher er die Prinzessin, die Berlin nicht fremd, herzlichst und ehrerbietigst willkommen hieß. Die Prinzessin dankte mit kurzen Worten und setzte darauf die Fahrt bis zum Schloß fort, von dem nach Tausenden zählenden Publikum enthusiastisch begrüßt. Die Häuser waren in Flaggenschmuck. Als die hohe Braut auf dem Schloßplatze angelangt war, präsenttrte die von der Letbcompagnie des ersten Garderegiments gestellte Ehrenwache. Se. Majestät der Kaiser in der Uniform der Garde-du Corps begrüßte die Prinzessin am Portal, umarmte und küßte sie herzlichst. Die Prinzessin, welche ein hellblaues Seidenkleid mit reicher Silberstickerei trug, grüßte unaufhörlich durch Kopfnicken nach allen Setten. Die Prinzessin Friedrich Karl saß während des Einzuges neben der Braut ihres Sohnes. Magdeburg, 22. Juni. Die Generalversammlung der deutschen Landwirih- schafts-Gefellschaft beschloß, die nächste Ausstellung in Straßburg i. E. abzuhalten und wählte den Statthalter Fürsten Hohenlohe zum Präsidenten. Kesternich. Wien, 22. Juni. Die Vorlagen, welche heute den Delegationen vorgelegt werden, umfassen: das gemeinsame Budget von 1890; die Vorlagen des Auswärtigen Amtes, betreffend die Nachtragskredtte für 1889 zum Ankauf des neuen Botschafterpalais in Berlin (750,000 fl.) zur Deckung der ersten Rate, Reparaturkosten für den Palazo Venezia in Rom; die Nachtragsforderungen des Kriegsamts zum Ordinarium von 1888, das Ordinarium und Exttaordinarium von 1889 und die für Fortsetzung der 1887 begonnenen militärischen Vorsichtsmaßregeln bewilligten außerordentlichen Crediie; ferner Vorlagen, betreffend die Erstreckungs- und Verwendungsdauer der letzterwähnten und anderer militärischer Credite, endlich die Schlußabrechnung pro 1887. Die Steigerung des Heeresordinariums entspringt hauptsächlich der Aufstellung von 14 schweren Batterien, wofür pro 1889 440,909 fl. gefordert sind; das Eisenbahnregiment erhält ein drittes Bataillon. Die Hauptposten des Exttaordinariums sind die diesjährige Nate für die Repetirgewehre, 6.00,000 fl. einmalige Kosten; für obenerwähnte vierzehn schwere Batterien 2,000,000 fl., für Completirung von 27 Infanterie- Regimentern auf normalen Frtedensstand werden 693,000 fl. gefordert, und zwar mit der Mottoirung, daß die Verhältnisse, welche im vergangenen Jahre zu der gleichen Maßregel drängten, unverändert fortbcstehen; das gleiche gilt von der Forterhattuns übercompleter Caoallerie- und Artilleriepferde und Mannschaften. Für die diesjährige zweite und letzle Rate für die Unterkunftsbaracken in Przemsyl werden 662,100 fl. gefordert. Der Hauptposten des Rachtragscredits des Kriegsministers, 2,674,000 fl.-. wird für Barackenkasernen in Galizien verwendet, deren Gesammtkosten 7,372,200 fl. betragen. Wie«, 22. Juni. Nach einer Meldung der „Presse" aus Belgrad wird in Folge eines überaus zuvorkommenden Schreibens des Fürsten von Montenegro an die Regentschaft Serbien bei der Hochzeit der Prinzessin Militza durch den Regenten Bettmar kovic vertreten werden. — Demselben Blatte zufolge tritt die Redaktion be& „Vroelo" der Behauptung entgegen, daß einer ihrer Mitarbeiter die bekannte beschlagnahmte aufrührerische Proklamation in einer bortigerfJprutferet übergeben habe. KranLreich. Paris, 22. Juni. Die Parlaments-Commission zur Prüfung des Vorschlags, die Hauptbauten der Ausstellung zu erhalten und den übrigen Theil des Marsfeldes in Squares umzuwandeln, besteht aus Mitgliedern, welche dem Vorschläge durchaus günstig sind. — Auf der ersten Plattform des Eiffelthurmes wurde heute von Eiffel den amerikanischen Ingenieuren ein Dejeuner gegeben, an welchem 300 Personen, theilnahmen. Holland. Haag, 22. Juni. Der Schah von Persien und sein Gefolge verweilten gestern Nachmittag hier, woselbst sie officiell empfangen wurden. Am Abend fand ein Galadiner statt, bei welchem der Präsident des Hohen Adelsrathes, Graf Schimmelpenninck, im Namen des Königs und der Königin den Toast auf ben Schah ausbrachte, worauf ber Schah mit einem Toast auf bie Gesundheit des Königs und der königlichen Familie erwiderte. Nach dem Diner besuchte der Schah Scheveningen. Auf der Rückfahrt von dort gingen die Pferde des königlichen Wagens, durch ein Feuerwerk erschreckt, durch, wurden aber glücklicherweise bald zum Stehen gebracht. Der Schah verließ den Wagen und setzte die Fahrt in der Equipage des Bürgermeisters fort. Arlgie». Antwerpen, 22. Juni. Der Schah von Persien traf heute Nachmittag 41/4 Uhr hier ein und wurde am Bahnhofe, auf welchem eine Ehrenwache ausgestellt war, von dem Bürgermeister und der Generalität empfangen. Die Truppen bildeten Spalier bis zum Palais, wo die Ankunft um 5 Uhr erfolgte. Abends findet in dem Hotel de Ville ein Festessen statt. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Korrespondenz-Bnrea«. Dresden, 23. Juni. Der König ist heute Vormittag nach Berlin abgereistt Die Königin reist heute Nachmittag mit dem Grafen und der Gräfin von Flandern und dem Prinzen Balduin nach Sigmaringen. m 4 Wien, 23. Juni. Das „Fremdenblatt" bespricht das gemeinsame Budget und betont, es sei keine solche Aenderung der Weltlage eingetreten, welche Oesterreich-Ungarn ber Nothwcndigkcit überheben könnten, seine Heeresmacht auf eine immer breitere und stärkere Basis zu stellen. So lange bie internationalen Verträge, für Oesterreich-Ungarn der Berliner Vertrag, für Deutschland der Frankfurter Friedensvertrag, noch so vielfache heftige Gegnerschaft wider sich Haden, sei an einen idyllischen Weltfrieden nicht zu denken. Oesterreichs Devise müsse sein: „Stark für uns und unsere Bundesgenossen !" Wien, 23. Juni. Beim Empfang der Delegationen durch den Kaiser drückte der Präsident der österreichischen Delegation, Fürst Windifchgrätz, bie zuversichtliche Hoffnung aus, daß der Friede in Europa auch ferneren ungestört bleiben möge, daß den Völkern der österreichisch-ungarischen Monarchie Gelegenheit geboten werde, die Bahnen friedlicher Entwickelung zu wandeln und schloß mit dem Ausdrucke unauslöschlicher Dankbarkeit, unerschütterlichen Vertrauens, treuester Hingebung für den Kaiser, welcher die Segnungen des Friedens dem Reiche bisher gewahrt, und mit dem Wunsche: „Gott schütze, segne und erhalte Ew. Majestät!" Der Präsident der ungarischen Delegation, Graf Ztchy gab zunächst der unerschütterlichen Unterthanentreue Ausdruck, wies auf die zur Fortsetzung der Kulturarbeit nicht sehr günstigen Verhältnisse in Europa hin, für welche die Erhaltung des Friedens unbedingt nöthig sei. «Vchon von diesem Gesichtspunkt sei die Entwickelung und Kampfbereitschaft der Kriegsmacht nothwendig. Das Heeresbudget in diesem Geiste zu prüfen sei patriotische Pflicht. Redner gab sodann der Hoffnung Ausdruck, die Regierung werde die bisherige, als richtig erwiesene auswärtige Politik fernerhin verfolgen, welche die Erhaltung des Friedens auf jegliche mit den Interessen und dem Ansehen der Monarchie verein- barliche Weise bezwecke, die Handels- und Verkehrsinteressen der Monarchie fördere. Gtne solche auswärtige Politik werde die Völker der Monarchie zur Begeisterung und Opferwilligkett entflammen, um den Thron der Monarchie jederzeit und gegen Jedermann erfolgreich zu schützen. Das durch die neue Wehrorganisation entwickelte intime Derhältniß zwischen der Ration und dem Heere werde bet einer hereinbrechenden Gefahr die Ration begeistern, daß sie die Armee zu Thaten übermenschlicher Kraft entflamme. Der Präsident schloß mit dem Wunsche, Gott möge das nur auf die Beglückung der Völker bedachte Leben des Kaisers bis zu den äußersten Grenzen des menschlichen Alters erhalten. Wien, 23. Juni. Der Kaiser hat die Ansprachen der Präsidenten der beiden Delegationen bei dem heutigen Empfange folgendermaßen beantwortet: „Mit aufrichtiger Befriedigung nehme ich die Versicherungen treuer Ergebenheit entgegen, welche Sie soeben an mich gerichtet haben, und gedenke gerührten Herzens der zahllosen Kundgebungen unerschütterlicher Treue und Anhänglichkeit an mich, die Kaiserin und mein Haus, die, von allen Völkern der Monarchie ausgehend, uns Trost und Stärkung in unserem tiefen Schmerze gewährten. Weder in unseren Beziehungen zu fremden Mächten noch in der allgemeinen Richtung unserer auswärtigen Politik ist eine Veränderung eingetreten. In voller Einigkeit mit unseren Verbündeten steht meine Regierung für eine friedliche Entwickelung der fortdauernd unsicheren europäischen Lage ein, sie hält fest an der Hoffnung, daß uns auch ferner die Segnungen des Friedens werden erhalten bleiben können trotz der allerorts fortgesetzten Steigerung der Kriegsmacht, welche auch uns zwingt, in der Vervollkommnung unserer Wehrfähigkeit nicht innezuhalten. Der bedauerliche Entschluß des Königs Milan von Serbien, dem Throne zu entsagen, hat während der Minorennität des Königs Alexander die Macht in die Hände einer Regentschaft gelegt, von welcher mir in förmlichster Weise die Versicherung gegeben wurde, die bisherigen freundschaftlichen Beziehungen zu Oesterreich-Ungarn fortsetzen und pflegen zu wollen. Von wohlwollenden Gefühlen für das benachbarte Königreich erfüllt wünsche ich dieses auch meinerseits und hoffe, daß die Klugheit und der Patriotismus der Serben das Land vor ernsten Gefahren bewahren werden. In Bulgarien herrscht Ordnung, Ruhe, und es ist erfreulich, die stetigen Fortschritte zu konstatiren, welche dieses Land trotz seiner schwierigen Lage macht. In der vollen Würdigung der finanziellen Verhältnisse der Monarchie war meine Regierung bestrebt, das gesammte Erforderniß für das stehende Heer und die Kriegsmarine auf das Roth- wendigste zu beschränken. In Folge der außergewöhnlichen Anforderungen ist zunächst die gebotene Fortsetzung jener militärischen Vorsichtsmaßregeln nicht zu vermeiden, für welche im verflossenen Jahre außerordentliche Kredite bewilligt wurden, ferner folwe unaufschiebbare Maßnahmen, die zur Kräftigung und Erhöhung der Kri.gstücht'gkett des Heeres unerläßlich sind. Die Einnahmen d den Wochentagen, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr, eingesehen werden. Offerten sind verschlossen und mit entsprechender Ausschrift versehen, bis zum 28. Juni 1889, Vormittags 12 Uhr, auf genanntem Bureau einzureichen. Gießen, den 21. Juni 1889. Großherzogliche Direktion des academischen Hospitals. Riegel. 5265 Arbeitsversteigerung. Donnerstag den 27, L M», von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathhause versteigert werden: veranschlagt zu Steinhauerarbeit (aus Sandstein) . ... JL 2088,88 Desgleichen (aus Lavabasalt) 3512,02 Schlosserarbeit - . . „ 81,50 Gußeisenlieserungen . . „ 1079,79 Pflasterarbeiten . . . „ 3295,62 Cementarbeiten - . . „ 3548,24 Gießen, den 24. Juni 1889. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.5316 Dienstag den 16. Juli l. I., Nachmittags 21/« Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Kaspar Schomber Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 3 Nr. 144 — 2550 Meter Acker auf dem Leufertsröderweg, Flur 8 Nr. 16 - 2825 Meter Acker auf dem Holzweg hinter den Schießgärten, Flur 8 Nr. 16a — 2819 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 26«/100 - 847 Meter Wiese hinter den Schießgärten an der Rodheimer Straße, Flur 8 Nr. 2616/ioo — 1339 Meter Hof- raithe daselbst, Flur 8 Nr. 26*8,100 - 123 Meter Grabgarten daselbst, Flur 8 Nr. 282/t0 - 2044 Meter Hof- raithe daselbst, Flur 8 Nr. 3' -/>a - 4296 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 322/i0 — 6840 Meter Wiele daselbst, Flur 8 Nr. d5,6 - 1988 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 36,, — 2169 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 37,i - 462 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 38? - 462 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 39 - 625 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 40 — 625 Meter Acker daselbst, Flur 8 Nr. 41,i — 1944 Meter Acker daselbst, Flur 9 Nr. 46 — 1350 Meter Acker auf der großen Weide, Flur 30 Nr- IW/to — 2634 Meter Wiese über der Erdkaute auf dem Weg hinter dem Fluthgraben, Flur 3 Nr. 188 — 1869 Meter Acker auf dem Krofdorferweg- Flur 8 Nr. 24 - 1600 Meter Acker diesseits am Grasweg öffentlich unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden 5306 Gießen, 24. Juni 1889. Großh. OrtHgericht Gießen. I- A.: Bogt, Ortsgerichtsmann. Entlaufen. Heute wurde ein entlaufenes Stierfalb, etwa 3 Wochen alt, von rother Farbe, Vogelsberger Raffe, im Feld hiesiger Gemarkung etngefangen. Der Eigenthümer kann dasselbe gegen Erstattung der entstehenden Kosten in Empfang nehmen. Leihgestern, am 23. Juni 1889. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. 5293 2.6180] Kartoffeln zu haben- Neuenweg 33. Th. HillWl, Bahnhofstrasse 40. Alleinvertretung der Kteyer'schen UelocipedsabriK und Niederlage der renommirtesten englischen Firmen. Besonders heroorzuheben das Bicyclett „Swift“, bestes existirendes Tourenrad, über dessen leichten Gang, vorzügliche Coustruetion und dauerhafte Arbeit die besten Zeugnisse auch von vielen hiesigen Fahrern oorliegen. Fahrunterricht gratis; ebenso stehen Lernmaschinen Interessenten zur Verfügung. ^52 Freitag den 28. Juni 1. J., Nachmittags 2 Uhr, werde ich in der Hosraithe — Bismarckstraße 6 — dahier gegen Baarzahlung eine aller Art versteigern, namentlich polirte Parthie Kleiderschränke, Commode, Spiegel, ' Sopha'S, Stühle, Tische, Waschtische, Nachttische,, 1 Schreibtisch, 1 Taschenuhr u. s. w. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 5295 Bühner, Gerichtsvollzieher. Möbel-Bersteigerung. Montag den 1. Mi, Nachmittags von 2 Nhr an, werden Grünbergerstraße 4111. wegzugshalber nachbenannte Möbel versteigert, nämlich: 1 Garnitur, bestehend in Sopha, 6 Stühlen, ovalem Tisch, Spiegel, Teppich; 1 Secretair 1 Spiegelschrank, Regulator, Kommoden, Nipptisch, Sopha, Waschtisch mit Marmorplatte, Nachttisch, großer runder Tisch und andere Tische, Stühle, großer Kleiderschrank, 4 Betten mit dreitheil. Sprungfeder-Matratzen, 1 Kinderbett, dreitheilige Brandkiste, Küchenmobiliar, dreiarmiger Leuchter, j Hängelampe, Haushaltungs- und Küchengeräthe t Im Auftrag: Louis Rothenberger, Taxator. Sämmtliche Möbel sind gut gehalten. 5285 Spar- und Mhkaste Gießen. Freitag den 28. l. M.. Nachmittag- S Uhr, findet in dem Sparkaffegebäude dahier eine Generalversammlung statt, zu welcher die verehrlichen Mtglieder des Spar- und Leihkaffe - Vereins ergebenst eingeladen werden. Tagesordnung. a) Wahl zweier Ausschußmitglieder, b) die Penfionsverhältniffe des jeweiligen Rechners rc., c) Wahl des Directors. Gießen, am 22. Juni 1889. Die Direction des Spar- und Leihkassevereins Gießen. I. V.: ____L y n ck e r.______________________________________ Hochfeine Weinessige per Liter 15, 18 und 24 Pfg 4868 G. t . Windecker, SelterSweg 2, Ecke am Kreuz. k - i i Tranerhute in Capott und runde, Arinletts - Trauerflor L «SS empfiehlt in großer Auswahl 4310 ___ A Fangmann. Große Auswahl achter Schweizer Stickereien ohne Appret in Stücken von 4,20 Meter zu Fabrikpreisen bei 2689 J. Kaan jun.. 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Juni, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett'schen Hofraithe dahier gegen Baarzahlung versteigert: Sophas, Kommoden, Kleiderschränke, Secretäre, Spiegel, Bilder, Tische, zwei Garnituren feinerer Möbel, 23 Wirthstische, 1 Buffet, 3 Ladenschränke und 1 Theke, 1 Drehbank, 1 Kassaschrank, 1 Hobelbank, 1 Stoß- karren, 1 Pferd, 1 Kuh u- a. Geißler, 5313 Gerichtsvollzieher. Dienstag den 25. d. M, Nachmittags 2 Uhr, werden in meinem Bureau versteigert: Tische, Stühle, Spiegel, Kleiderichränke Sophas, Uhren, Nähmaichinen, Secre- täre, 1 Billard, 4 Pferde, 2 Schweine. Gießen, den 24. Juni 1889. Bühner, 5294 Gerichtsvollzieher. Möbel-Persteigerung. Mittwoch den 3. Juli c., Nachmittags von 2 Uhr an, wird der Mobiliar-Nachlatz von Fra« Forstmeister Schmitt, Frankfurter- stratze 53, versteigert. Besonders kommen zum Ausgebot r 2 Sophas mit je 6 Stühlen, 2 Sophas, runde u. andere Tische, Stühle, Belten, 3 Kleiderschrünke, 2 Kommoden, 3 Bücherreale, 1 großer Schreibtisch, mehrere grotze und kleine Sp.iegel, Waschtische, Nähtisch, Bütten, Mägdebett, HausyaltungS- u. Küchengeräthe, 1 Hängelampe rc. Im Auftrag: Louis Rothenberger, Taxator. 53CO Jeitgeboienes. 5315] Mehrere gut erhaltene Fenster sind noch billig zu verkaufen. Julius Schulze, Kreuzplatz. Saccharin (neuer Süßefioff). Verkaufsstellen bei den Herren: Emil Orbig, Bahnhofstraße, Carl Petri, Marktzllatz, Carl Sehwaan, Seltersweg, Chr. L. Thomas, Wallthorstraße, [5292 und dem Hauptvertreter: Otto Schaaf. 5304] Gemüsepflanzen verkauft K Gutbub, Schuhmacher, Neustadt 10. Prima Ofenbrand- Backsteine können jederzeit abgefahren werden. Leihgestern. 5305 Carl Haas. 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