Nr. 169. Mittwoch den 24 Juli 1889. ^jivi^viu i (VnijjV tyvv Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. vurcäin^Schulstraße 7. Erschein. Ausnahme des M-nt-gs. W Amtkicher Hhei 5. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Ausschlags von Fünf vom Hundert, pro Monat Juni für den Lieferungsverband Gießen pro 100 kg betragen: Hafer Jt 16.30, Heu «X 6.30, Stroh «X 6.30. Gießen, am 20. Juli 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ________________________I. V.: Jost, Regierungsrath.__ Betreffend: Die Berichtigung der Forst- und Feldstrasen von der III. Periode 1889/90. Gießen, den 20. Juli 1889. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglicherr Bürgermeistereien des Kreise». Wir beauftragen Sie, alsbald und jedenfalls noch vor Ende dieses Monats in Ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der im Monat Juli 1889 gerichtlich erkannten Forst- und Feldstrafen in den ersten 25 Tagen des Monats August 1889 und zwar mit Ausschluß des 12., 13. und 14. an die betreffenden Districtseinnehmereien stattzufinden hat und daß nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist gegen die säumigen Schuldner das für sie mit Kosten verbundene Beitreibungsverfahren eingeleitet wird. ____________________________________________________________I. V: Jost, Regierungsrath.____________________________________________________________ Bekanntmachung. .Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz unter der Bedingung, daß die Locomobilen mit Steinkohlen und Coaks geheizt werden und mit das Funkenwerfen wirksam verhindernden Funkenfängern versehen find, es für zulässig erklärt hat, daß die Polizeibehörden die Genehmigung zur Aufstellung von Locomobilen der Dampsdreschmaschinen in einer Mindestentfernung von drei Metern von Gebäuden und feuerfangenden Gegenständen, Waldungen und öffentlichen Wegen erthellen. Nach § 10 der Verordnung vom 4. August 1857, „die Anlage und den Gebrauch von Dampfkesseln betr.", ist zur Aufstellung von transportabeln Dampfmaschinen in jedem speciellen Falle die Genehmigung der Polizeibehörde einzuholen Die Großherzogliche Gendarmerie und das Polizeipersonal ist angewiesen worden, sich bei gegebener Gelegenheit von der ordnungsmäßigen Beschaffenheit der Funkenfänger, sowie davon zu überzeugen, daß Stroh und sonstige leicht feuersangende Gegenstände nicht in einer Entfernung von weniger als 3 Metern von der Locomobile gelagert werden, sowie daß beim Betrieb nur mit Brennöl und nicht mit Petroleum gespeiste Laternen angebracht werden. Gießen, den 22. Juli 1889. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. * I V.: Jost, Regierungsrath. Politische Rundschau Sieben, 23. Juli. Kaiser Wilhelm wird am 27. Juli in Wilhelmshafen von seiner norwegischen Reise zurückerwarlet; doch ist es noch unbeftimmt, ob sich der erlauchte Monarch von da noch auf einige Tage nach Berlin begiebt oder ob er die Zwischenzeit bis zum Antritt der Reise nach England noch in Wilhelmshafen verbringt. Zu den bevorstehenden Kaisermanövern des 7. und des 10. Armeekorps wird gemeldet, daß der Kaiser anläßlich der Manöver des erstgenannten Armeekorps vom 10. bis 15. September sein Hauptquartier in Minden und anläßlich derjenigen des 10. Armeekorps vom 18. bis 21. September in Springe aufschlagen werde. Die Berufung deS Professors Schweninger nach Varztn hat hinsichtlich des Befindens des Fürsten Bismarck Besorgnisse erweckt, die glücklicherweise unbegründet sind. Der Reichskanzler erfreut sich gegenwärtig einer guten Gesundheit. Dagegen heißt es, daß die Frau Fürstin unwohl sei, indessen könnte es sich nur um ein so unbedeutendes Unwohlsein handeln, daß deßwegen Dr. Schweninger wohl kaum nach Varzin berufen worden wäre. Warscheinlich ist seine Berufung durch den Wunsch des Fürsten Bismarck veranlaßt worden, sich mit seinem Vertrauensarzt zu verathm, um eine endgilttge Entschließung über eine etwaige Badereise nach Kissingen zu treffen. Vor wenigen Wochen hatte die Pariser »Nouv. Rev.^ eigenhändige Briefe, welche König Leopold von Belgien an den ihm persönlich nahestehenden Staats- mmister Baron von Lerndremont gerichtet halte, veröffentlicht; jetzt veröffentlichte sie die vertraulichen Berichte des Gouverneurs des Hennegau, des Herzogs von Ursel, einen Bericht des belgischen Gesandten am Berliner Hofe, des Barons Greindl, und andere vertrauliche Schriftstücke. Allseitig fragte man sich, auf welche Weife diese Schriftstücke den Hintermännern der Frau Adam zugegangen sind. Die Erklärung des halbamtlichen Blattes, des „Brüsseler Journal", die Veröffentlichung könne nur durch unehrenhaften Vertrauensbruch erfolgt sein, genügte nicht; mit Recht forderte die unabhängige Presse volle Klarstellung. Aus den Berichten sei noch erwähnt, daß sich der Herzog von Ursel entschieden gegen alle Truppensendungen nach dem Hennegau ausfprach, und als das Ministerium trotzdem wiederholt Truppen sandte, erst durch die Androhung seines Rücktrittes die Einstellung der Truppensendungen erreichte Der belgische Gesandte in Berlin, Baron Greindl, berichtet Über eine Unterredung mit dem Herrn Staatssecretär, Grafen von Bismarck. Der Letztere klagte über die fortdauernden Arbeiterbewegungen in Belgien, welche tmmermehr Belgien in den Verruf bringen, „der Schlupfwinkel aller Anarchisten Europas zu sein." Graf von Bismarck thetlte ihm einen Bericht des deutschen Gesandten in Paris mit, welcher mehrere französische Agenten, die in den belgischen Kohlenbecken schürten, namhaft machte. Wie inzwischen aus Brüssel gemeldet wird, ist der Ursel'sche Bericht wie die Greindl'sche Unterredung erfunden. Die von Crispi angeordnete Schließung des „ComiteS für Triest und Trient" stellt sich als ein Vorgang dar, der noch einer weiteren Aufklärung zu seiner vollen Beurthetlung bedarf. Indessen, schon jetzt läßt sich doch nicht verkennen, daß hier ein energischer Schlag der italienischen Regierung gegen die irrede.'.tistischen Bestrebungen im Lande vorltegt und beweist hiermit das Ministerium Crispi, wie sehr ihm die Erhaltung eines guten Einvernehmens mit Oesterreich trotz verschiedener unliebsamer Zwischenfälle der letzten Zeit am Herzen liegt. Der Berufung des italienischen Botschafters in Wien, Ritter Nigra, nach Rom hängt oermuthlich mit der Auflösung des trredentistischen Cornitä's in Rom zusammen und wird anderseits letztere Maßregel augenscheinlich noch ein weiteres Vorgehen Crispi's gegen die irredentisttschm Bestte- bungen zur Folge haben. Bereits sind alle Präfecten Italiens angewiesen worden, auch die geringste irredentistische Kundgebung zu verbieten. — Der italienische General- consul Durando in Triest, seinerzeit in die Angelegenheit der Triestiner irredentistischen Verhaftungen verwickelt, wurde nach Liverpool versetzt, an seine Stelle tritt Malmusi, bisheriger italienischer Consul in Liverpool. Der von der Pforte nach Kreta entsandte Specialcommissar Dschellalcddin Pascha ist bekanntlich vor Kurzem nach Konstantinopel zurückgekehrt, um dem Sultan persönlich über die Lage auf Kreta Bericht zu erstatten. Wie nun Dschellalcddin dritten Personen gegenüber sich äußerte, sind die Forderungen der unzufriedenen christlichen Bevölkerung auf Kreta derartige, daß sie in jeder Beziehung als unannehmbar erscheinen; zugleich versicherte aber der Abgesandte des Sultans, daß die griechische Regierung mit den auf Kreta heroorgetretenen Zeichen der Unzufriedenheit nichts zu thun habe. Diese Wahrnehmung ist auch von anderen Setten bestätigt worden und die Zurückhaltung des officiellen Griechenlands gegenüber der kretensischen Bewegung prägt derselben ■ offenbar einen nur localen Charakter auf. 1 ■ ---------- ■ '----- Mey, 20. Juli. Der Abbö Delles, der an Stelle Laniques feine Candidatur für den erledigten Reichstagssitz des Herrn Antoine aufgestellt hat, erläßt folgenden Aufruf an die Wähler: Die Weigerung des Herrn Lanique, die Wahl anzunehmen, hat den Metzer Wahlkreis in eine besonders schwierige Lage versetzt. Am Vorabend der neuen Wahl dringt man von verschiedenen weiten in mich, meine Candidatur aufzustellen. Als Kind des Landes, beider Sprachen mächtig und seit 17 Jahren mit dem inneren und öffentlichen Leben der etabt und des Landkreises Metz verknüpft, würde ich im Stande sein, einige Dienste zu leisten. Das ist der einzige Gedanke, der mich bei dem schweren Schritt, den ich in letzter Stunde thue, leitet. Wähler! Ich bin Überzeugt, daß Sie die Lage verstehen, und am nächsten Mittwoch, den 24. Juli, alle an der Wahlurne erscheinen und Ihre Zettel für den katholischen und lothringischen Candidaten abgeben werden. Französische Blätter betonen, daß der Wahlaufruf des Abbö Delles in den Kreisen der Einheimischen mit einem Gefühle der „Erleichterung" aufgenommen worden fei. Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Korrespondenz-Bnreatt* Berlin, 22. Juli. Der heimkehrende Ablösungstransport Sr. M. Kreuzer- corvette „Carola" (ganze Besatzung, jedoch ausschließlich Commandant und Officiere), hat unter Führung des Capttän-Lieutenants Hobein am 22. ds. von Aden aus die Heimreise mittels des Deutschen Reichspostdampfers „Hohenzollern" angetreten. Berlin, 22. Juli. Der „Reichsanzetger" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, batirt Drontheim, 14. Juli, an Borb bes „Hohenzollern", welche bie Einfuhr lebender Schweine aus Rußland, Oesterreich - Ungarn und aus den Hinterländern ÄC!u:gUeftatto. ®£C 9tei^§fanjUr ist -rmSchtigt, Ausnahmen von dem Effen a. d. R», 22. Juli. 9kach einer Meldung der „Rhein.-Wesif Rta * Sn ^Ä^Eranlaswng des Landraths zwei Versammlungen von Bergarbeitern der Zechen „Rheinelbe , „Alma und „Hivernia" in Gelsenkirchen aufgelöst sein __ 9Iuf && D-bibusch fuhren heute Morgen 274, heute Nachmittag 154 Mann an, , . . ^E»rlSr«he, 22.Jult. Das Allgemeinbefinden des Erbgroßherzogs war gestern ist gestern" gArben. 3““' Reichst-,S-bg-ordnet- Professor Baumgarten ltscher Äbk2r2'i^®ern.3n ®rinb£lB,aIb f,arb »• C' Adams, von 1882-1888 eng- Hotel Brtts°k'°2gest3gE ®W °°" ®tie £' K-»l Schlag; Dollenoierer für Juniors. Wetzlarer Ruder-Club. Goebek?m°yer.^ ' ^enKönig, 3) Kuhn; Schlag: Block; Steuer: m t Gießener Ruder-Gesellschaft. Schlag®Rud.^7lbstetsch?Sleu7^ChO"Zimmer,' $ 2BalICnf£l8' 3) «• E-'-st-r; (iprrpnfnbc! Donnerstag Abend im Clublokal, Cafä Ebel, statt. Herren, welche nicht Mitglieder eines Ruderoereins sind und an den Rennen in Grön- thetlzunehmen wünschen, wollen sich bis spätestens Donnttstag Insekt) Bootshaus ober bei Herrn Ernst Balser, Mäusburg, m7lbm (sieh? w 23.Jult. Soeben erfahren wir, baß bieHerren Gebrüber Röürle ^p?rtirT^n?SmHr^at h‘ “uf der Ausstellung für Kochkunst rc. mit ber golbenen ^e?raiQe per“m ^vrden sind, auch letzt wieder auf der „Internationalen Aus- „It®? durste dies doch Bei der bedeutenden daselbst vertretenen (Soncurrem der Fi?m?und wte «Wd'NoiSl». iUr®£nÜ9£ b£roetf£n- ml£ '-'stungsfähig die Vermischte-. k. *. b 9 V 20. 3uli. Letzte Nacht wurde hier in einem Uhrenladen ein Cin- hJm^?fprrUbiit p^? ber ^/genthümer die Vorsicht gebraucht, seine Sachen ^Nachts aus dem Erker zu entfernen, so war die Ausbeute für den Dieb gleich Null. za : 4V 22. Juli. Der Gießener Lieberkranz machte aeftern in Mpdprm^sd gleichnamigen hiesigen Gesangverein einen Ausflu/nach dem Ntäwwalb. Der Greßener Verein wurde bei seiner Ankunft hier oon ben biefiaen Srfiibebnten ba= Herzlichste begrüßt unb nach einer Ansprache flro6^^ebn?e^^reVber einem Erfrischungstrunk in bie Sa c? ? utrma Schlitz geleitet, beren Inhaber bie Gießener Gäste auf das ^^enSwurbrgste bewirthete. Nach dem tm Casino „Zum Kölherhof" eingenommenen gemeinschaftlichen Mittagsmahl ging es um 12V» Ubr iu ©Aiff nnh nn» n un.°rMusikbKlLung n^ch"d7m NiLrwal? wo o.z Tine^b« H elgen Gesangesfreunde bie Bedeutung des Denkmals geschildert wurde unb hierauf b - Musik die „Wacht am Rhein" unb „Deutschlanb übe" Alles" intonirte beider H" rtsBeit zu rasch unb konnte ein Theil ber Gießener Gäste, bie noch mit dem Ä*me0 " en' 8Ut ^',cFret1e ba§ Schiff nicht mehr denutzen^nd mußtt ,, Marburg In einem Artikel über bie „StrafrechtSvfleae in Dei-tl^nnh« schreiben die Münchener Neuesten Nachrichten" u. A.: „Aus ber deutschen 12t?af- WpnfA b Beantwortung einer interessanten Frage: wievielte Mensch im deutschen Reiche ist bestraft? Herr Professor v. Liszt babier bat diese urteilten uuierzogen. Währenb 6 Jahre betrug bie Zahl ber Der- 33 ^ahrp nn ^prn/hV \ als Durchschnittsziffer bes menschlichen Lebens Jahre an, so ergibt sich, ba die Zahl der Verurtheilungen für 33 Jah^ nach den - Nicht weniger als 4500 Arten Blumen werden jetzt in Eurova aeioaen Davon baden nur 420, also 10pCt., irgend einen Geruch. Die weißen Blumen ünd die gewöhnlichsten; es gibt davon 1194 Arten, darunter 187 mit D»f? Blumen gibt es 951 Arten, darunter 77 mit Duft öon rotben^^^fPnhnr.ntpr 84 mit Duft, von den blauen 594 Arten, öarunter 31 mit $hift nnn h^n blauen ^08 Arten, darunter 13 mit Dust unb außerdem sind 240 mit verschiedenen Farben vorhanden, von denen nur 28 duften. v vnnyieoenen n ^oack's Reisebureau, Berlin, Passage, veranstaltet wäbrend der ^iiausstellung in Paris allwöchentlich Gesellschaftsreisen dorthin. Ebenso werben H^renb be§ Sommers fortgesetzt Gesellschaftsreisen nach dem Rhein, nach bmKar^athem Tatra, Bubapest, Wien, Prag, nach Rügen, Riesengebirge, Harz rc. veranstaltet Sammtl che Touren werben von gebilbeten, orts- unb sprachkunbigen Führern beale et Sm ra r!? T1 W Reisegesellschaft können sich frei von allen Reifesorgen hem Gefühle der Behaglichkeit bingeben. Dabei ist der Preis ein bedeutend niedrioerer als ihn der Einzelreisende aufwenden müßte. veoemeno niedrigerer Universttät-'Ghrontk. Maani^,"/a»"hiP9s'' S?»*, ^i ber gestern stattgehabten Wahl bes Rector 1889-90^gewählt ^Ddb^uIc rourbe $crr Professor Dr. v. Lexer für bas Jahr GEngesandt. bnnhrpr^CSüI19hn4aC^ri.7prn"SsÄ^/^ blcr möglich sein? Die Eisenwaarenhandlungen sind ia schon mit gutem Verspiel borangegangen. E . . I H . . . er. Handel und Ber^ehr. de« verabsäumen nicht auf bie im Jnseratentheil enthaltene Bekanntmachung ?H§mfl*P9r0hI®CntenfC 20n Donnersmarck hinzuweisen. Der Termin, bis e ^"Ü^b?ung »ur Conoersion angenommen wird, ist nur noch sehr kurze RniftpbC?^ en AUnb ba .^^silben jedenfalls die Rückzahlung zu gewärtigen fein rt'm m n "che" 'vrr hiermit die Obltgatioiikn-Besitzer noch besonders aufmerksam, bic Anmeldungen zu den Originalbedingungen bei der Bank- tirma Schulhof & Comp. vorgenommen werden können. u 4 nMK3' ^;Uli4 rSuI bem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, pr. Pfd. e^r1'i1oZ- jl5^prne e^f^t 57~l' Enteneier 1 St. 6- ^,2 St. ^Gäuse. oft1U ^ose pr. St. 4—7 Kasematte pr. St. 3 Erbsen vr Liter 18 6aBnen Tiir U @t28 0 ßfl6'o qo ‘Ä 0'53-°-60- Hühner pr- ®t. Jf. 0,80-1,^ Avynen pr. St. JC. 0,60—0,90, Enten pr. St. JL 1.50—180 DcbfenfTptfrh nr mfh 50—66 A ^0 bfICi^4875^ A'r Schweinefleisch'60-70 Hammelfleisch oer ^?nÄ'prÄlI67 Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00-8,00, Zwiebeln per -Centner JL 7,00—8,00, Mrlch pr. Liter 12—18 H, Weißkraut pr. St. — 38 . ^Piehvrarkt). Angetrieben waren 405 Ochsen, Die NreUP »pnN und Rinder 246 Kälber, 63 Hämmel, 260 Schweine. 2 rs11 ?nf mPi?° ^0 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual- JL 66—68, 58—60, Bullen 1. Qual. JL 46—48, 2. Qual JL 42—44, Kühe Stiere ^rn*iAbCr;^ £UaL*^o58T62, 2. Qual- JL 53—55, Kälber 1. Qual, pro Pfund A 2- Qual. 50—54 H, Hammel 1. Qual. 58—60 X 2 Qual. 40—45 H, Schweme 1. Qual. 65—68 2. Qual. 62—64 jf'fÄXlÄÄKö} Landwirthschaftliche Nachrichten. (Nachdruck verboten.) — [Ranzige Butter wieder gut zu machen.) Hierzu bedient man sich der frischen Milch, mit der man die Butter tüchtig durchknetet; wenn di.s geschehen ist, knetet man sie nochmals mit frischem Wasser und gibt ihr die ursprüngliche Form wieder. So behandelte Butter soll so gut wie ganz frisch bereitete schmecken. Der Grund dieser Erscheinung liegt darin, daß die Buttersäure, welche sich in der ranzigen Butter gebildet hat und den üblen Geschmack und Geruch verursacht, in frischer Milch sich leicht auflüst. Das nochmalige Kneten in irischem Wasser hat den Zweck, die vielleicht noch in der Bulter zurückgebliebene Milch zu entfernen. Ungleich sicherer kommt man zum Ziele, wenn man die Butter mit Wasser durchknetet, dem etwas gereinigte Potasche, auf 1 Pfund Butter l Loth Potasche, zugesetzt ist. Wenn dies geschehen, mutz man die Butter 4 bis 5 Mal mit ganz reinem Wasser durcharbeiten, um die Potasche, welche die Buttersäure ausgenommen bat, wieder zu entfernen. Man erhält dann eine Butter, die weder ranzig ’.tecbt noch schmeckt, und um ihr nun den vollständigen Charakter einer frischen Butter wiederzugeben, knetet man sie noch mit frischer, nicht abgerahmter Milch tüchtig durch m d lägt etwas Kochsalz hinzu. Das beste Nahrungs- und Stiirkungsmittcl ist für Gesunde u. II©mmericli’s Fleisch-Pepton. 3i00 Ip allen Hospitälern einfleHJhrt, von Aerzten empfohlenI ' fXhtfnrRfoil Herr C. Retter in München übergab mir ein „Haarwasser" mit XS/UlUU/lvH* dem Gesuche, dasselbe zu prüfen und gutachtlich darüber zu berichten. Die angestellte Analyse ergab durchaus keine den Haaren nachtheilige Materien, ihre Bestandtheile sind vielmehr solcher Art, daß von dem Gebrauche des Mittels eher ein wohlthätiger Einfluß auf das Wachsthum der Haare zu erwarten ist und steht daher ihrer Anwendung keinerlei Bedenken entgegen München, 7. IX 67. (L. 8 ) Dr. G- C- Wittstein. Zu haben um 40 H u. 1.10 bei I. H. Fuhr, Sonnenstraße. 2172 Wöchentliche Neberstcht der Todesfälle in der Stadt Gießen. 29. Woche. Vom 14. Juli bis 20. Juli 1889. Einwohnerzahl: 19 001 (tncl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 41°/«. Es starben an: Zusammen: Erwachsene: Kinder im vom Gehirnschlagfluß 1 1 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr: Lungenentzündung 1 — _ 1 Rippenfellentzündung 1 (1) 1 (1) — Lungenschwindsucht 3 (1) 2 _ 1 (1) Eiterbrust 1 (1) 1 (1) _ Bauchfellentzündung 1 (1) 1 1 _ __ Eierstockscyste 1 (1) 1 (1) _ _ Akutem Gelenkrheumatismus 1 1 _ _ Blasenausschlag 1 — 1 _ Atrophie 2 — * 2 _ Starrkrampf 1 — 1 Altersschwäche 1 1 — Summa : 15 (5) 9 (4) 4 2 (1) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit ans von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Wärmegrade der Lahn und der Luft gemessen nach Reaumur am 23. Juli zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 15Vz Grad, Luft 14 Grad. L. Cbr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. A k t g e m e i K e r A n z § i $ e t. Nachlaß-Versteigerung. Mittwoch den 24° er., Nachmittags von 2 Uhr an, werden die Mobilien aus dem Nachlaß der Frau Generalmajor Hoffmann, Neuenweg Nr. 41 T, meistbietend versteigert. Dabei bestnden sich- 1 Plüschgarnitur (Sopha und 6 Sesselstühle), 1 Garnitur (Phantasiestoff), Herrenschreibtisch, Ausziehtisch, großes Etagere (schwarz), l modernes Sopha Etagäre für Speisezimmer, 1 runder Tisch, Spieltisch, Sopha und 2 Seffel, Kommode mit Glasaufsatz, große Spiegel, Consolchen, Eisschrank, Pfeilerschrank, kleine Tischchen, mehrere Belten, Waschtisch mit Mtrmorplatte, Nachttische, ein- und zweithürige Kleiderschränke, Nähmaschine, Stühle, Tische, 1 Fahrstuhl, Pendule, Parthie Kisten. Ferner: 1 Tafelaufsatz mit passenden Lampen (cuivre poli), sowie schöne Nippsachen, Bilder, feines Liqueurservice, Toilettespiegel, Brandkiste, Weiß- ze.rg, große Badewanne, Bügeltisch, Leinenschrank, Vorhänge, Küchen- geräthe, Bütten, Haushaltungsgegenstände, Tischzeug u- s- w. Im Auftrag: Louis Rothenberger, 5848 Gerichtstaxator. AeUgevvteuev. Junge Dänische Doggen, 6098 stahlblau, reinste Race, zu verkaufen. Schwetzerhsus Bad-Nauheim Weizen und Mehl. Jfldor Würzweiler, Mannheim (etablirt 1872), commstsionsweiser Verkauf an Cassa- ______________Abnehmer._________[6ü96 Mittwoch früh: frische Schellfische, Eablia« (Eis), Hechte, SoleS, Rheinsalmen, frischen Räucherlachs, Geleeal Eaviar, Neunauge«, neue Rollmöpse, martnirte neue Häringe re. empfiehlt A. Koch Nacht. 6105 Hamburger Fisch- u. Delicatessen-Handl. 6111] Schönes Kornstroh verkauft Martin Müller, Seltersweg 14. Salz rwn der Großherzogl. Saline Bgd-Naabelm cuö prabirter Soole bargefteU\ ausge- ^•idmet durch feine Schärfe und Leicht- V i‘Viehsalz, Bade- !■?*?.* Ero.alz, Mutterlauge, letztere in foalincmannen, alles bester Qualität ivie ullgemeiu anerkannt, ist stcis vorräcküa und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann Cai’l auf dem Kreuz in Gießen. Grossh. Salinen- und Bergamt Bad-Haub etm. I. ger. [ Photographie liefert billigst [181k *gei-fc ChemkaDeBfenthäfi Echten Fromage de Brie, Ist Neuschateler-, Edamer-, Namadour-, Ichloßkase, sowie vorzüglichen vollsaftigen Emmenthaler Käse smpfiehlt 5871 Ohr. ff/h die. Thomas 23. Wallthorstraße 23. W Äusserst wirksam u. schleimlösend, bei Altu> Jung beliebt.— In allen IN Apotheken zu haben. — W Bonbons 20 u, 4oPf.,Extract 1 Mk. Man verlange stets »Loeflund’s«. »■-T 1 ................. n> j ächtes HW | Malz-Extract-Bonbons äsind keine Geheimmittel, sondern ä vollkomen reelle, seit 20 Jahren be- 8 währte, d. Magen wohlbekömliche 'vtut Senffsaat wieder eingetroffen. 6140______H. F. Nassauer. Kem Husten mehr! Es gibt kein besseres Linderungsmittel gegen alle Krankheiten der Athmungs- organe, wie die Zwiebelbonbons 0. Emil Eick & Co. in Herford i/W. Verkäuflich in Packeten ä 25 und 50 in Gießen bei den Herren 1515 Eberh. Dort, Wallthorstraße 45, Aug. Roll II», Bahnhofstraße 53. : Hypothek. 4l|äproc. mit 105% riick- \ zahlbare Anleihe des Grafen Hugo Henckel von Donnersmarck vom Jahre 188T. Die Konvertirung obiger 4Vzprocentigen Anleihe in eine 4procentige findet bis zum 1. August d. I. bei der Dank für Handel und Industrie in Berlin statt- Bei der Einreichung der zu konvertirenden 4Vrproc. Titel wird deren Inhabern eine Konvertirungspramie von V2 pCt., sowie für die Zeit vom 1. October 1889 bis 1. April 1890 die Zinsdifferenz zwischen 4*/r und 4 pCt. mit V4 pCt., zusammen also 3/4 pCt- vom Nominalbeträge baar gezahlt. Für die konvertirte 4proc. Anleihe bleiben die Anleihebedingungen der 4V2proc. Anleihe unverändert bestchen. Es tritt daher auch weder ttt dem Termin und der,Dauer der Amortisation der Anleihe, noch in der Rückzahlung zum Kurfe von 105 pCt. irgend eine Veränderung ein. Carlshof bei Tarnowitz, im Juli 1889. Hugo Graf Henckel von Donnersmarck. Wir nehmen Anmeldungen zur (Konversion unter den vorgenannten Bedingungen entgegen. 6103 Schulhof & Comp. amer. JjQit 6co7f(n.gtpationen von 9n genau 75 Itfeftrungen jnm wohlfeilen Preise von 60 Pfennig. Lurch ol> ®udiOnnbluno'“ zu bczlehcn — c dtetzgerei mit Nestauratiou in einer sehr verkehrsreichen Kreis- und Fabrik-Stadt in Oberhessen, mit sehr wohlhabender Umgegend, altes renommirtes, wirklich im besten Rufe stehendes Geschäft, sehr praktischer Einrichtung, ist mit sämmtlichem Inventar per 1. October oder 1. November d. I. übernehmbar, Familienverhültniffe wegen sofort auf längere Jahre zu verpachten. Nur verheiratheter Reflectant kann Pächter werden- [5962. Anfragen unter J. 6. A. Nr. 19 an die Expedition dieses Blattes. Auffahrt Mettsahrten UJafferfpiere. Giessener Inder- Gesellsciiafi. Sonntag den 28. Mi, Nachmittags 3Vr Nhr: Sonnnerfest - Weltrudern. (Eoncert Preisoerttjeilimg Jkfttiuration. Fr. Noack’s Gefellfchüfsreifen. 1) Nach Paris am 1., 12., 21., 30. August, je 10 Tags. Preis 300 X, ab Köln 250 JL 2) Nach den Karpathen, Tatra, Pest, Wien, Prag am 15. August, je 772 resp. 14 Tage Preis 180 resp. 350 3) Nach dem Rhein 31. Juli, 9., 20., 29. August, je 8 Tage. Preis 175 JL 4) Nach dem Harz 27. Juli, 10., 24. August, je 572 Tag. Preis 65 at 5) Nach Rügen 3., 17., 31. Augast, je 5 Tage. Preis 65 6) Nach dem Rkesengebirge 5-, 19. August, 4V2 resp. 8 Tage. Preis HO v4L resp. 60 Im Preise einbegriffen: Bahnfahrt, vorzügliche Verpflegung, Logis, Führung, Trinkgelder rc. (nur Getränke sind extra zu bezahlen). Damen unb Herren betheiligen sich. Vorzügliche Referenzen. Keine Reisesorgen. Näheres Prospecte. . Fr. Noack's Reisebureau, 6ioi__Berlin, Passage 1 Tr. Neuester Plakat-Fahrplan aller in Gießen ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge in der Expedition des „Gießener Anzeiger", sowie bei de« Zeitungsträgern zu haben. Preis 20 Psg. Gießener Ruder Gesellschaft. Herren, welche an den Rennen in Grönländern und Jvüen für Nichtmitglieder, fofoie an dem Wettschwimmen gelegentlich des Sommerfestes theilzunehmen wünschen, wollen sich bis zum Donnerstag Abend am Bovtdau» oder bei Herrn Grvst Balser melden. [6095 Ev.Aüchengchmgverein Unsere inaktiven Mitglieder werden hiermit zur Theil- nahme an dem Ausflug zum Marburger Kircheis- gesangstag eingeladen. Abfahrt Mittwoch Aachiu. 1 Uhr TL Miu. Rückkehr 11 Uhr 23 Miu. 6H2 Iermietyungen. 6097 Eine Stube mit Küche zu ver- miethen Bölter, Maigasse 12. 6113 Ein Famtlienlogis zu oermiethen Frankfurterstraße 23. 5017] In meinem Hause, Asterweg 2, und L-chillerstr.-Ecke, ist die mittlere Etage mit Zubehör und Wasserleitung, Badeeinrichtung, auf 1. October zu oermiethen. __Dr. Haupt, Arzt 5469] Schillerstraße 9 ist der 2. Stock, 5 Zimmer u. s. w., wegzugshalber per 1. October zu oermiethen 5875 Ein kleines Logis im Hinterhause zu oermiethen Leopold Schlatter. 6047] Familienwohnung zu oermiethen. ______________________Wolfstraße 9 II. 604?J In einem Neubau, Nordanlaae, ist der 2 Stock, 4 Zimmer nebst Zubehör, per 1. September zu oermiethen. Nähere Auskunft bet K. Tteller, Schillerstr. 9. 5729] Der 1. Stock, 3 Zimmer und Küche mit Wasserleitung und sonstigem Zubehör, ist zu oermiethen- Seltersmeg 65. 5497] Der von Herrn I. Happel bewohnte 3. Stock meines Hauses, Steinstraße 7 (Nordanlage), bestehend aus fünf Zimmern, Küche, Bodenkammer mit Wasserleitung und allen Bequemlichkeiten, ist zum 1. October l. I. anderwärts zu oermiethen. Andreas Euler» 5919] Frankfurterstratze (Chausseehaus) ein Familienlogis zu oermiethen. Näheres im Hause selbst. 5520] Mansardenzimmer zu oermiethen. Bahnhofstraße 34. Gartenstraße 21: mittlerer Stock ju oermiethen. mi 6050 Ein möblirtes Zimmer an einen anständigen Herrn zu oermiethen. __Neuenweg 40. 5854] Schöll möbl. Zimmer zu oer; miethen. Altcestraße 19, Nebenhaus. 5495] Schönes möblirtes Zimmer zu oermiethen, ganz nahe den Unioersitäts- gebäuden, Post und Eisenbahn. Liebigstraße (Rtegelpfad) Nr. 41. 5713] Gartenstraße 2l r möbltrte Zim- mer zu oermiethen.______________________ 5794] Schön möbl. Zimmer mit Kab. per 1. August zu verm. Flügelsgasse 5. 6(94 Ein braver Junge aus achtbarer t Familie mit schöner Handschrift wird in ein gemischtes Waarengeschäft in der Nähe . von Gießen als Lehrling gesucht. Kost : und Logis im Hause. ' Offerten an die Exped d. Bl i 5000 Ein Logis von zwei, event. auch drei Zimmern, mit Küche und Zubehör, per Anfang oder Mitte . September zu miethen gesucht. Offerten mit Preisangabe unter : O» 30 an die Exped« d» Bl. erbeten. j 6102 Ein zahmer Storch entflogen. Abzuliefern gegen Belohnung im ____Hotel Prinz Carl. 6104 Eine Krau sucht Beschäftigung im Kochen oder Waschen und Putzen, auch . wird AushÜlftzstelle angenommen. { Näheres Grüubergei flraße 18. Gntlaufen. - Ein grauer Wolfshund, auf den Namen „Fidel" hörend, ist Sonntag Vormittag entlaufen. Wiederbringer Belohnung. — Vor i Ankauf wird gewarnt. 6099 Hammstraße 4. 684] Ankauf von altem Zinn Kupfer, Messing, Blei, Zink, Eisen, Akten. Papierabföllen, Lumpen zu höchsten Tagespreisen. Neuenweg 82. 5026 Ein Lehrmädchen von auswärts für ein Coloni'flwaarengeschäft gesucht- Gefl. schriftliche Offerten unter L. E. 100 befördert die Exped. o. Bl. | Schlachtete heute ein fettes Pferd. 6088 Keßler, Pferdemetzger. 6078] Ein Zimmermädchen wird gesucht Hotel Lenz. 6037] Pferdeknecht gesucht. ____________________ Riegelpfad 12. 6056 Ein anständiges Mädchen kann das Bügeln erlernen. Neuenweg^O. Entflogen vier fünfte Kanarienvögel. Gegen Belohnung abzugeben Zimmer, Nr. 15 der Zeughaus-Kaserne- (6106 Vermischte Anzeige«. 6114] Tüchtiges Dienstmädchen sofort gesucht. L. Löwenstein. Schloßaasse 9. Gesucht " wird für ein junges anständiges Mädchen eine Stelle in kleinerem Haushalt. Näheres in der Exped d. Bl._________ 6093] Gesucht möblirtes Zimmer oder möblirtes Zimmer mit Eabinet mit separatem Eingang. Offerten unter Nr. 6093 an die Exped. d. Bl. erbeten! 6109 Einige kräftige Arbeiter gesucht von Andreas Euler. 37 Als alleiniger Vertreter einer der größten Hypothekenbanken vermittele ich die Beleihung von Immobilien zu günstigen Bedingungen. 3835 HL Katzenateiii, Schillerstr. 27. innigsten Dank. Für die innig bewiesene Theilnahme, sowie die reichen Blumenspenden bei unserem herben Verluste sagen wir hierdurch unseren 6108 Fr. Krogwann und Frau. Statt jeder besonderen Meldung. Heute wurde uns unser innigst geliebter Sohn Faul im Alter von fast 10 Jahren durch den Tod entriffen. Professor Laspeyres und Frau. Gießen, den 21. Juli 1889. Die Beerdigung findet Mittwoch den 24. Juli, Morgens 9 Uhr, vom Friedhof aus statt. 6110 von E. Wasserschieben, KmkMschäfl- frankfurter Börse vom 23. Juli 1389. Tendenz: still. Schlußcourse 4 pCt- Reichsanleihe 108.20 3‘/2 vCt. do. 104.25 4 pCt. Preuß. Consols 107.00 3Vr pCt. do. 105.25 4 pCt. Ungar. Goldrente 85.70 4Vs pCt. Oesterreich. Silberrente 72.70 1 Ulrr 15 3»tri. 5 pCt. Italiener Rente ult. 94.20 4 pCt. Griechen 78 70 4 pCt. 1880er Russen 90.00 Russische II. Orientanleihe 64.10 4 pEt. unif. Egyoter 89.70 6 pCt cons. Mexikaner, große Stücke 9410 Disconto-Commandit-Anth. 228.60 Darmstädter Bank-Act. 162.70 Oesterreich. Credit 259.75 20 Franc8-Stücke 16.27—16.31 10 do. 16.24—16.28 Oesterreich. Staatsbahn-Actien 189.75 Lombard. Eisenbahn- „ 103-50 Galizische do. „ 165 50 Engt. Souveretgn; 20 34—20.39 Dollars in Gold 4.16 -4.20 TelekrnphWtt LovrSkrrW »rr Bttimer Börse vor« 23. Juli 1889. 4% (Siebener Obl. —| 5 o/0 Buderus Obl- Reichsbank-Disk. 3°/«. — Franks. Bank-Disk. 3o/n. Oefterr. Creditactien 163.25 Ditzcouto-Com.-Änt-eUe 228 90 OefterT. Staatsbahn-Actien 95.50 Lombarden 51.90 Dortmunder Union-Actien 92 40 Ostpreußen 104 75 Darmstädter Bankactien 162.40 Tenden Bochumer Gußftahlactien fest. 212.30 Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die hentige Nummer enthält 1 Blatt un& 1 Beilage. Zeilage zu Ar. 169 öes „Achmer Anzeiger" Vermischtes. Stuttgart, 20. Juli. Der Verein deutscher Pomologen und Obstzüchter, welcher alle drei Jahre eine Hauptversammlung abhält, hat als Vorort für seine diesjährige — zwölfte — Zusammenkunft Schwabens Hauptstadt, Stuttgart, erwählt und als Zeit hierfür die Tage vom 22.-26. September bestimmt. Wie die früheren Versammlungen, so wird auch die diesjährige wieder zahlreich besucht werden; es finden sich die ersten Pomologen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus anderen Ländern zusammen und die bei diesen Versammlungen gehaltenen Fachvorträge sind stets von größtem Interesse. Zu der gleichzeitig zu veranstaltenden Ausstellung von Obst, Obstbäumen, Obsterzeugnissen, Maschinen und Geräthen für Obstverwerthung, Obftverpackungsarten u. a. sind die Vorarbeiten in vollem Gange. Die Ausstellung, deren Arrangement dem Württembergischen Obstbauveretn übertragen ist, findet in der städtischen Gewerbehalle statt, einem für solchen Zweck ganz besonders geeigneten Gebäude. Für die Versammlung selbst ist der Zeitpunkt sehr günstig gewählt. Am 28. September wird in Cannstatt (nur 3 Kilometer von Stuttgart entfernt) das land- wirthschaftliche Landeshauptfest abgehalten, das dieses Jahr zu Ehren des 25jährtgen Regierungsjubtläums des Württembergischen Königs besonders glanzvoll gefeiert werden wird. Der Württembergische Obstbauveretn, welcher auch die Vorbereitungen zu dieser Hauptversammlung besorgt, wird Alles aufbieten, um den Theilnehmern an derselben ihren Aufenthalt in Stuttgart zu einem angenehmen zu machen. Das Programm für die Ausstellung ist fertiggestellt und wird an alle Interessenten, welche dasselbe wünschen, von dem Schriftführer des Württembergischen Obflbauoereins, Kaufmann Ferdinand Groß in Stuttgart, gratis versendet. Es ist in 6 Abthetlungen und 83 Nummern gegliedert. Als Veretnspreise sind 4 goldene, 49 große silberne, 49 kleine silberne, 76 broncene Medaillen und 79 Diplome ausgesetzt. Außerdem sind bis jetzt schon verschiedene Ehrenpreise verwtlligt worden, von denen wir zunächst nur die goldene Staatsmedaille von Seiner Majestät dem deutschen Kaiser und König von Preußen, 3 silberne und 3 broncene Staatsmedaillen von der Kgl. preußischen Regierung nennen. Elberfeld, 15. Juli. Einer Notenfälscher-Gesellschaft, welcher mit der Herstellung von Fünf-, Zwanzig- und Hundertmarknoten sich beschäftigte, ist der „Magd. Ztg." zufolge durch die hiesige Polizei das Handwerk gelegt worden. Die Bande, die ihr Geschäft im großen Stil zu betreiben beabsichtigte, hatte in einer Wirthschaft zu Deutz eine Zusammenkunft mit Personen, die sich für den Betrieb der falschen Noten tnleressirten und sie zu einem Viertel des Nennwerthes fest übernehmen sollten. Ein von hier nachgereifter Commissar deckle die Fäden auf und bewerkstelligte die Verhaftung eines der Schuldigen in Köln. Ein zweiter, erst kürzlich aus dem Zuchthause entlasser, schon wegen Münzverbrechens vorbestrafter hiesiger Schlosser wurde in Elberfeld festgenommen. Weitere Verhaftungen stehen bevor. — Ka.iser Friedrich hat, wie man weiß, alsHerrscher nur ein einziges Mal seine Truppen gesehen; es war am 29. Mai 1888, als Kronprinz Wilhelm dem schwer- kranken Fürsten seine Infanterie-Brigade im Schloßparke zu Charlottenbmg vorführte. Dieser Moment soll nun, wie eine hiesige Correspondenz erfährt, durch Künstlerhand im Bilde festgehalten werden, und zwar auf Veranlassung Kaiser Wtlhelm's. Der Monarch hat den Maler Georg Koch mit der Herstellung jenes Gemäldes betraut. Der Künstler hat zu diesem Behufe schon Skizzen entworfen, welche die Zustimmung des Kaisers gefunden haben. Der leidende Herrscher wird im Wagen sitzend dargestellt; hinter ihm hält auf seinem Goldfuchs Kronprinz Wilhelm. Einem Major — wenn wir nicht irren, war es Herr v. Berenhorst — der an der Spitze seines Bataillons defiltrt, reicht der Kaiser freundlich die Hand, welche der Officier voll inniger Rührung an die Lippen zieht. Der Maler Koch hat bereits mit der Ausführung des Bildes begonnen. — sThorwaldsen unter Grenzcontrole.j Der dänische Consul in Moskau Staatsrath Thor Lange, hat sich veranlaßt gesehen, die dänische Industrie darauf auf- merksam xu machen, daß ein in Rußland bestehendes Einfuhrverbot von biblischen Gegenständen aller Art kürzlich mit besonderer Schärfe erneuert worden sei Es daher der reich entwickelten Thorwaldsen-Jndustrie abzurathen, des Meisters bekannte Christus-Figur, seinen Taufengel, ja selbst die allbekannten Basreliefs .Tag und Nacht' nach Rußland zu senden. Die Absender solcher Kunstgegenstände hätten xu erwarten, daß ihre Sendungen confiscirt und sie selbst mit einer Geldstrafe beleat mürben. 1 ® o ,, - Zu Nutz und Frommen der Vogel erläßt I. Trojan in der „Nat.- Zettung folgende Bitte und Warnung: „Damen, welche mit ihrer Handarbeit im Garten oder sonst im Freien sitzen, seien gebeten, Zwirn und Seide oder sonfttaes Fadenwerk, das bei der Arbeit abfällt, nicht auf den Boden zu werfen. Es sieht schon nicht gut aus, wenn solcher Abfall auf sauber gehaltenem Boden liegt, aber auch etwas anderes kommt noch in Betracht. Die Vögel tragen dergleichen zu Nest und leicht geschieht es bann, daß die junge Brut in den Fäden die Füßchen sich verstrickt, deßhalch nicht ausfliegen kann und elendiglich zu Grunde geht. In einem Garten auf dem Lande, von wo ich eben herkomme, wurde der Wein beschnitten. Da fand der Gärtner hinter dem Laube ein Fliegenschneppernest und darin zwei todte Vögel. Die Todesursache wurde bald erkannt; die Füßchen der armen Thierlein waren mit Hwtrn an das Nest gefesselt, so daß sie nicht hatten ausfliegen können, die Alten aber die sonst sehr besorgt um ihre Jungen sind, hatten sie endlich doch verlassen. So mußten sie verhungern. Aehnltches kommt, wie ich höre, nicht selten vor. Auch sagte man mir daß Tauben sich mit ben Füßen in das Fadenwerk verwickeln und dadurch Qual haben." — Die Ernte ist in vollem Gange und für alle Mühen und Sorgen eines langen Jahres steht jetzt der Landmann vor seines Schweißes Lohn Wohl geben schon vom Spätfrühjahre an immer allerlei Hoffnungs- ober Klagelteber burcb die Presse, halb gebetht es hier so recht sichtbarlich gesegnet, balb vernichtet bort ein ungeeignetes Wetter schöne Aussichten, aber bas alles ist unfruchtbare Conjektur — Zukunftsmusik möchte man sagen — J>a§ wirkliche „Ist" der Rechnung wird erst offenbar, wenn die Ernte geborgen. So manche Hoffnung war dann trügerisch so mancher Schade aber auch überschätzt und das Fazit, wie wir's in diesem Jahre feststellen können, zeigt sich dann noch als ein mittelgutes. Freilich, wo Waffersnotb Hagelschlag ober schließlich bie Juni-Dürre gewaltet haben, wirb es häßlich genug um ber harten Arbeit Lohn aussehen. — Unb wo auf ben Feldern die Sensen klingen und die Garben fallen, da geht eine gar tief einschneidende Veränderung in der landschaftlichen Physiognomie vor sich. Ueppig und voll prangten soeben noch die Flächen in dem Aehrenmeer wallte und wogte der Wind, durch die Lüfte zog jener eigenartige Duft des reifenden Halmes, da plötzlich sinken die Schwaden und wenn die hoch- gepackten Fuder heimwärts geschwankt sind, bleibt das leere nackte Stoppelfeld zurück Welch ein anderer Anblick. Gleich als wäre das Schmuckgewand einer künstlich ae-' putzten Schönen ausgezogen worden und alle Falten, Ecken und Härten eines bisher bewunderten Körpers präsentiren sich dem enttäuschten Auge. In Rissen und Furchen sehen wir wieder unsere alte Mutter Erde und sie schreitet abermals aus sommerlicher Fülle und Kraft zu herbstlichem Welken. Das Stoppelfeld ist die erste deutliche Mahnung, baß ber Vegetationshöhepunkt erreicht ist, baß es von nun an abwärts geht Doch jebes zu seiner Zett, zur jetzigen Freube über bas Gelingen unb wenn sich die Frucht der Ernte erst in kundiger Hand zu all dem Leckeren gewandelt hat, das heule aus Mehl bereitet wird, schmeckt auch den darob sentimental Gestimmten gar köstlich was heute gemäht wurde, unb was sie nicht genössen, wenn nicht zu rechter Stunbe die scharfe Sense in das Schmuckkleid der Mutter Erde gesaust wäre. Mittwoch den 24. Inti l. I., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Alett'schen Hofraithe gegen Baarzahlung versteigert: Möbel aller Arten, 2 Pferde, 1 Kuh, Wagen, Stoßkarren u. v- A. Geißler, 6075 Gerichtsvollzieher. Möbel-Nersteigerung. Donnerstag den 25. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause des Herrn Kaufmann Fr. Müller, Neustadt 41,1. St., Möbel, als: Tische, Stühle, Bettladen, Äom. «roden. Schränke, 1 Küchen- schrank, Weißzeug, Kleider, Porzellan, Küchengeräthe, Bücher re. »ersteigert. 6090 I. A.: F. Hoffmann. Verlag von Becker & Laris, Gießen und Berlin W. Soeben ist erschienen und durch die Verlagsbuchhandlung sowie durch jede in- unb ausländische Buchhandlung zu be-- ziehen: Beiträge zur Statistik der Forsten des europäischen Rußlands. Von II. K. Henko. Petersburg 1888. Aus dem Russischen, mit einem Vorwort von Gase, König!. Oberforstmeffter. Durch diese höchst interessante Schrift, in welcher die neuesten Untersuchungen und statistischen Erhebungen über die russischen Waldverhältniffe niedergelegt sind, werden die überraschendsten Auf- - fchluffe über die bisher für unerschöpflich gehaltenen russischen Wälder gegeben. Preis Mk. 1.60. 6115 Allgemeiner Anzeiger. A Fangmann. k. Slilckraili •gl MEDAILLE Fertige Betten. KWWMLtUM! IS 65 Traaerhüte in Capott und runde, Armletts - Trauerflor S 3K Spiegel, Teppiche, Gardinen. empfiehlt in großer Auswahl 4310 s v fl L) 5 x ■■ e r- X -- M S W - © W g 9 (v A Möbel aller Art. Ederstr. 8. Möbelfabrik u. -Lager Für Massiren u. Frottiren empfehlen sich Heinr. Kraushaar und Frau Krankenpfleger, SelterSweg SO. 6016 stz/ FREIS I Sonnenschirme, Zommermüherr, Ztrohhüte und Ipazierstocke verkaufen, um damit zu räumen, zu jedem annehmbaren Preise. [5785 Schmidt & Repp, Bahnhofstraße 29. Regenschirme in großer Auswahl zu billigsten Preisen empfiehlt 2386 ____A. Fangmann. Einmachkessel in Kupfer und Messing, sowie Mesfing-Cafferollen in feiner Ausführung bei Chr. Zimmer, 5659] Bahnhofstraße 12. Die Fabrik-Niederlage von Gebr. Kaufmann (Inhaber E. Hanau, Kirchenplatz) empfiehlt: Stearinkerzen in großer Auswahl, nur vollwichtige Pfundpakets von 50 Pfg. an Hoffmann-Stärke- Mack'S Doppelstärke, Nielsen-Stärke, garantirt reine Kernseifen, Schmierseifen, sammtliche Waschpräparate, Toiletteseifen in allen Preislagen, Parfümerien, sowie alle sonstigen Toiletteartikel. 5985 Heute Abend vor 6 Uhr entschlief sanft nach kurzer Krankheit unsere gute Mutter Louise Vizelins. geb. Gros, Pfarrers- Witt we, im 77. Lebensjahr, wovon wir Freunden und Bekannten auf diesem Weg Kenntniss geben. Giessen, den 22. Juli 1889. Namens der Geschwister: Carl l igelliis. Schuldirector. Diel Beerdigung findet Mittwoch den 24. Juli, Vormittags 11 Uhr, statt. 6100 l Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.