Nr. 119. Erstes Blatt. Donnerstag den 23. Mai 1889. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße?. ftnoMiv. —'-TxnxöHeeee Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagA» Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlobrr« Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf« Amtlicher HHeil. BetÄNtttmachung. Betreffend: Das Mitnehmen von Hunden in Felder und Wälder. Nachdem die Wahrnehmung gemacht worden ist, daß die Bestimmungen über das freie Umherlausenlassen von Hunden in Feldern und Wäldern vielfach unberücksichtigt gelassen werden, sehen wir uns veranlaßt, aus den im Abdruck nachstehenden Artikel 25 des Jagdstrafgesetzes unter dem Ansügen hinzuweisen, daß die Polizeiorgane beauftragt worden sind, Übertretungen derselben unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, am 20. Mai 1889. Großherzogliches Kreisamt Gießen. i (Sagern. Artikel 25. Wer einen Hund in fremdem Jagdgebiete bei sich hat und denselben außerhalb der erlaubten Verbindungswege über 100 Schritte von diesen entfernt frei herumlausen läßt, sowie Derjenige, dessen Hund, ohne von Jemanden mitgenommen worden zu sein, allein in der angegebenen Weise frei herumläust, wird mit einer Geldstrafe von 1 bis 5,20 Reichsmark bestraft. Der in der ersten Abteilung dieses Artikels enthaltenen Strafbestimmung sind jedoch Hirten in Beziehung auf ihre Hunde bei der Herde nicht unterworfen.____ Betreffend: Wie oben. Gießen, am 20. Mai 1889. Das Großherzoglichr Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Polizeibehörden nnd die Großh. Gendarmerie des Kreises. ' Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, Uebertretungen ftaglicher Art unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen Soweit Ihnen Feldschützen und Polizeidiener unterstellt sind, wollen Sie diese entsprechend bedeuten- v- Gagern- König Humbert in Berlin. Am Dienstag Vormittag hat König Humbert von Italien, in Erwiderung des vorjährigen Besuches^ Kaiser Wilhelms II. in Rom, seinen festlichen Einzug in die deutsche Reichshauplstadt gehalten, und wenn die Bevölkerung derselben den königlichen Gast jubelnd begrüßte, so machte sie sich hiermit nur zum Dollmetscher der freudigen Gefühle, welche ganz Deutschland dem Besuche des italienischen Monarchen entgegenbringt. In den weitesten Kreisen unseres Volkes würdigt man vollkommen die ei," etliche Bedeutung dieses Ereignisses und weiß man, daß in dem zur erfreulichen That- sache gewordenen Gegenbesuche des Königs Humbert in Berlin die enge Freundschaft, welche Deutschland und Italien zum Heile unseres Erdtheils verbindet, abermals zum bestimmten Ausdruck gelangt. Speziell springt das politische Moment dieser italienischen Königsreise nach Norden durch den Umstand vor Augen, daß sowohl Kronprinz Victor Emanuel, der Erbe der italienischen Königskrone, als auch Signor Crispi, der leitende Staatsmann des Apenninenstaates, König Humbert nach der deutschen Hauptstadt gefolgt sind. Zum ersten Male weilt jetzt Humbert I. seit seiner Thronbesteigung wieder am Berliner Hof, den er vorher als Kronprinz schon drei Mal besuchte — in den Jahren 1867, 1872 und zuletzt 1875 — und daß er es für gut befunden hat, sich bei seinem erstmaligen Erscheinen als Souverän in der Kaiserstadt an der Spree von seinem ältesten Sohn und Nachfolger, sowie von seinem vornehmsten politischen Be- rather begleiten zu lassen, läßt den politischen Character dieses jüngsten Monarchenbesuches am Berliner Hofe genügend hervortreten. Bis mit nächsten Samstag gedenkt König Humbert mit seiner Begleitung der Gast Kaiser Wilhelms in Berlin zu sein und ist es bezeichnend, daß die militärischen Festlichkelten unter den sonstigen Festlichkeiten in der Reichshauplstadt zu Ehren der italienischen Gäste bei Weitem heroorragen. Den eigentlichen Glanzpunkt derselben wird die am heutigen Tage aus dem Tempelhofer Felde bet Berlin stattfiadende Parade des Gardecorps vor Kaiser Wilhelm und seinem königlichen Gaste bilden, die wohl einen geradezu glänzenden Verlauf genommen haben wird, während am Donnerstag die Potsdamer Garnison im Lustgarten zu Potsdam einer Besichtigung durch den kaiserlichen Kriegsherrn und König Humbert unterzogen wird; am Freitag gedenkt der König Gefechtsübungen von Truppentheilen der Berliner Garnison auf dem Tempel- Hofer Felde beizuwohnen. An den Aufenthalt des Königs in Berlin dürfte sich ein Ausflug nach Kiel zur Abnahme einer Flottenparade anschließen und wenn das maritime Schauspiel, welches Kaiser Wilhelm seinem erlauchten Freund und Verbündeten an den Gestaden der Ostsee zu bieten gedenkt, auch nicht an die Großartigkeit jener Flottenreoue heranreicht, welche König Humbert zu Ehren des deutschen Kaisers in Neapel, inmitten einer wundervollen Scenerie, veranstaltete, so wird doch wenigstens die Flottenschau in Kiel dem Herrscher Italiens Gelegenheit geben, sich von der Tüchtigkeit auch der deutschen Marine und von dem sie beseelenden schönen Geiste zu überzeugen. Es ist zweifellos, daß der gegenwärtige Besuch des italienischen Monarchen am deutschen Kaiserhofe erneuerten Anlaß zum Austausch hochbedeutsamer Kundgebungen zwischen Kaiser Wilhelm und seinem königlichen Gaste an festlicher Tafel geben wird. In ihnen wird sicherlich nicht nur das innige persönliche Freundschaftsbündniß zwischen den beiden erlauchten Fürsten, sondern auch der enge Bund ihrer Völker und Regierungen wiederum zum beredten Ausdruck gelangen und ganz Europa wird von Neuem von allerhöchster Stelle die feierliche Versicherung hören, daß die Friedensallianz zwischen Deutschland und Italien so manchen feindlichen Gegenströmungen zum Trotz unerschütterlich weiter besteht. In diesem Sinne ist König Humbert bet seinem Erscheinen auf deutschem Boden einstimmig von der öffentlichen Meinung begrüßt worden und auch die von jenseits der Alpen vorliegenden Meldungen zur Berliner Reise des Königs lassen erkennen, daß auch die italienische Nation in ihrer großen Mehrheit dieser bedeutungsvollen Nordlandsfahrt ihres Souveräns begeistert zustimmt und deren Beweggründe und Bedeutung vollständig zu würdigen weiß. So mögen sich denn die Hoffnungen erfüllen, welche die Völker Deutschlands und Italiens, welche die Friedensfreunde der ganzen Welt auf den jetzigen Besuch des italienischen Herrschers in der Residenz des deutschen Kaisers setzen — zum Heil und zum Segen aller auf die Erhaltung des kostbaren Gutes des Völkerftiedens gerichteten Bestrebungen! Darmstadt, 21. Mai. Dem Vernehmen nach wird Seine König!. Hoheit der Großherzog zu Ende dieser Woche sich auf einige Tage nach Mainz begeben. Die Betbetliqung des Großherzogs an dem Festmahle in Oppenheim, sowie die beabsichtigte : Einladung zu einem Frühstücke auf der Frohwetn'schen Villa sind aus Veranlassung . des Ablebens der Königtn-Wtttwe von Bayern aufgegeben. Dagegen wird der Groß- ; Herzog dem Festgottesdienste am Vormittag in der Katharinenkirche beiwohnen. (F. J.> Darmstadt, 21. Mai. sZweite Kammer der Stände.^ Die Zweite Kammer der euanöe trat heute Vormittag unter dem Vorsitz des Herrn Präsidenten ■ Kugler zu einer voraussichtlich bis Ende dieser Woche dauernden Session zusammen» Nach Verkündigung einer Reihe neuer Einläufe, worunter der Antrag Osann- Schröder und Genossen wegen gemeinsamen Vorgehens mit Preußen behufs Verstaatlichung der Hessischen Ludwigsbahn, sowie einer Reihe von Berichtsanzeigen trat die Kammer in die Berathung einiger kleinerer Vorlagen und zwar zunächst die Vor- ; läge Großh. Ministeriums der Finanzen, Bewilligung von 88 000 JL an Stelle des früher eingestellten Betrags von 30 000 JL für Herstellung einer Wegunterführung für : Fußgänger an dem Main-Neckarbahnübergang über die Straße von Darmstadt nach 'j Griesheim. Nachdem sich durch angeftellte Ermittelungen herausgestellt hat, daß die vorgesehene Breite von 2,5 M. nicht genüge, wurde die Breite auf 6,6 M. ausgedehnt. * Die König!. Preußische und Großh. Badische Regierung haben ihre Zustimmung za - diesem erweiterten Project bereits gegeben und nimmt die Kammer die Vorlage ein- j stimmig an. | Die Vorlage des Finanzministeriums wegen Bewilligung von 14 300 JL zum y Zweck des Anschlusses der zur Bade-Anstalt Bad-Nauheim gehörigen fiskalischen Gebäude ; an das städtische Wasserwerk, ruft insofern eine kurze Debatte hervor, als der Abg. ; Kugler es für wünschenswert erklärte, daß man die Errichtung von Sprudelbäde.n k in's Auge fasse und für richtige Instandhaltung der Spazierwege Sorge tragen möge. Abg. Weith schließt sich diesen Ausführungen voll und ganz an. Mintsterial-Präsident Weber erklärt hierauf, das Project wegen Herstellung eines r neuen Badehauses und somit eine Vermehrung der Zellenbäder sei bereits in Arbeit • begriffen. Im Uebrigen gibt er die Versicherung, daß die Großh. Staatsregierung dem ! Emporblühen Nauheims stets ihr höchstes Interesse zuwenden werde. Abg. Rackö wünscht, daß die Gemeindeverwaltung Nauheims etwas mehr für die Annehmlichkeit der Badegäste sorgen möge. Man müsse derselben daher anheimgeben, sich etwas mehr in Fühlung mit den Organen Großh. Regierung zu halten. (Mintsterial-Präsident Weber: Sehr richtig.) Der angerorberte Betrag wird hiernach einstimmig genehmigt. Die Vorlage Großh. Ministeriums, Bewilligung von 42 300 «tt behufs Er- j Weiterung der Station Mücke, findet einstimmig Annahme. Von Seiten des Abg. Arnold war ein Antrag auf Aufhebung des Wasser- j fallzinscs gestellt worden und stand derselbe heute zur Debatte. Der Antragsteller führt aus, daß eine Anzahl Mühlen des Großherzogthums mit Wasserfallzins belastet seien. Meist seien es aber die kleineren Mühlen, welche schon unter der Concurrenz der großen in neuerer Zeit entstandenen Dampfmühlen sehr stark zu leiden hätten. ES sei an ein Aufblühen jener kleinen Mühlen nicht zu denken, sondern ein steter Rückgang zu conftatiren. Die Großh. Staatsregierung hegt Bedenken gegen die Aufhebung, da es nicht ausbleiben werde, daß durch eine im Widerspruch mit dem Geist und Inhalt der Ablösungsgesetze des Großherzogthums erfolgte Freigebung einer bestimmten Gattung von Belastungen es außerdem zu unangenehmen Eonsequenzen führen könnte, da gleiche Beschwerden demnächst von anderer Sette zu erwarten seien, in der stillen Hoffnung demnächftiger gleichmäßiger Aufhebung. Der Ausschuß beantragt, Großh. Regierung zu ersuchen und zu ermächtigen, in solchen Fällen, in welchen die an Großh. Fiscus zu leistenden Mühlenabgaben nicht nachweisbar auf privatrechtltchen Titeln beruhen, eine Aufhebung derselben eintreten zn lassen und beschließt das Haus demgemäß. Von Seiten des mittelrheinischen Zweigverbandes deutscher Müller war über die gleiche Sache eine Vorstellung an Großh. Regierung gelangt. Ebenso finden ein Antrag der Abgg. Schröder und Haas, Herstellung einer geeigneten Ufererhöhung an den Anfahrtsstellen der „fliegenden Nähe" bei Gernsheim, sowie Vorlage Großh. Finanzministeriums, Bewilligung der Kosten für den Selbstbetrieb des Verkaufs von Mutterlauge der Saline Theodorshalle, fast ohne Debatte Annahme nach den Ausschuß-Anträgen. Ein Antrag des Abg. Osann, die Verordnung vom 10. November 1886, den Betrieb von Wirtschaften und den Kleinhandel mit Branntwein und Spiritus betr., ruft lebhafte Debatten hervor. UN- "der (dfr.) den Antrag, i Db,s AnL? b l (nl^ beantragten redactlanell Telegraphische Depeschen. Wolff's telcgr. rrorrespondenz - B«rea«. Die Krise des Königs von Italien nach Deutschland. mittags lO^r S? ^önig und der Kronprinz von Italien sind Vordem Reichskanzler und allen MnisLn b aLt"" Der M K°«s°r, allen'Prinzen, -MMWWM ■.....8=a-i=»«»-” - - -ZMUMMMsMZ । ZLWZLWMZMD nur thunlichste Berücksichtigung gerechter Wünsche 3 Uebti8en versprech- er zede I ' Aonpri”*n^beffrö Stuber” ?Äe "^men auch der deutsche den Oberbürgerm-tst>r und St^btveror'dneftnvorsfthe^r bearübt^'bet Äöni8 A i>er Garbe-du-Corps mit dem Bande des SDHtitärorLn^ »n« & ^er Ä?l^er_tru0 die Uniform des preußischen 13. Husarenreaiments mit bpm der König die Uniform Kronprinz von Italien ebenfalls die Uniform der 13 AdlerordenS, der Don dem Gardefüfilierreaiment aestollt hns sm.tr« = V ^UcLaren" ®ie iZhrenkompagnie war des Zuges die iUimisch Wn AL beim MMrm lpie,‘e bei d» Einfahrt ÄiÄiSÄÄSÄ? SWÄ hohen Persönlichkeiten. Der Reichskanzler sak^mi? ’• ^rauf folgten die übrigen », e«;i*».»s .»s s s sar ”• - *™ Akademie und anderer Äorpor^ti^neT0^^ baoTn^e^fi ^ta.nben.bie Vertreter der ftömen, Landsknechte mit Hellebarden' linksq? Künstler m mittelalterlichen Koder Nähe des Pavillons befanden sich die Sänaercb^r^b?Itbcut$cm Kostüme. In sä ästös '"SÄ*?“.“ Li?" "*■ der Sl«Mp.mbnXnoorM?rleX.n BurtTsri Seiden. [ Bahnhof von diesem mit den Worten bearükt- cxrfi nrnt ? Kaisers auf dem I der Straßen; es ist Alles herrlich qelunaen " ^nrf? h, 9? rU fb.etJ^onen ^fömütfung I ÄSÄÄta* »ÄS .222^™-' SÄS'XSÄ- Deutscher Reichstag. 72. Plenarsitzung. Dienstag, den 21. Mai 1889 11 Uhr Jrt unb M^m,tEb^Sp-ei'^achÜn7°üb°r^?!'Unb Jn°°«den-V-rficherung stand der Versicherung handelt S L roeId?er öom Umfang und Gegen- «w..ßhä^eLkV^nt^^ra^ DrU^i"uk7dsr^^ ÄÄ ffiä nomnten, der Antrag Dr. Witte abgetchnt 9' $ ® b beantragten Fassung ange- brocheve Absttmmmig ü'bcr'die Wahlv"üfuna9drs des Hauses un.er- Die Wahl wird mi? 1TÄÄmJ9 W . w-... ... '®ebrCt977irt m<6r eln Drittel des ortsübliche^Tag^n/o?r7e7/n °bet 9clft*6er Schrader (ds7)97echeilige7 wich ^3 mit dem AntragsBu^l7^""""' (nL) unb r s s bbämiä.»« - irr von dem Adg Gebbard. (r-t.) b-kämptt wird 9^ ®*' .Heraus wird S 3a in einer vum Abg. Bubt (i veränderten Fassung unter Ablehnung des AnIraaesStromb^ "° - V b^audelt die besonderen Kussenetnrichtungen angenommen. sonderen Kassen zuzulassm,9 welch?ein7 Se?$^ die be- l.ch-n S 'nen bedenkbaren Folgen sei. 8 ’ ^eietzes bedeute und von ganz uniib-rseh- ^7mirdmtte,nä abÄ>nt wurde. angenommen “ z.nu- oeantragten redactionellen Aenderung auch Dnungs?°ss^/^^b si^Äwbffm^nford-?una-nN)enü" cifnff^eR' wodurch von Versicherten zug-lassen werden soÜcn. ^nrorbetun0cn S-nÜgcn, ftfr di- Aufnahme . «■Mei st-Rchö^undAck-rm während ! heilt, was auch der Aba. Biebl *(ßvr \ ebenfalls und das ganze Geseü S 5 will d-mlsundesrath? de^lfugußlselea-n R^^trag Metzn-ratg-V ^Elgung angestellt sind, sowie MiMeder । ^nDa 9r^a^nF1D0m Versicherungszwange zu befreien. "^tstaatlicher Alters- und Kasten die Aushebung^ezNP7sicherungs7wanges ausjuschSn u°d d".nichtstaattichm Antrag mit dem Hinweis auf die VerüältmllK h7r 0 “nb befürwortet diesen »• «" lu^rie^n sein, wenn die bei ihnen belebten Knap?schaf^^ass^ 2trbcivCr würden nicht ^dd 8 5 ausgeschlossen würden. PP stskasien von der Vergünstigung strebenden ll^inungen^tn^den^^"5 den Mü tragt zur Vermittelung der wider- Bundesraths nur ,?auf Antrag" erfolgen kann aufiunel?men' wonach der Beschluß des -ubg-'-tzb Tsb“0,6 5‘Ä SÄ S J- 7., 7a a und 7b -v-rd-n Zweidrtlt-l tn Nalurattcn gewährt w-rdm fann f7n.b ^-"-rn die Rente bis zu -b» l™ SÄ.Ä" -«i*K4Ä5a‘j; dArbeiter ^eg-nüb?'d-n' B-sch,üssm'>w-ite°'°P b*C Safle ber land- b°rl find die Naturalrentcn von der Zustimmuna dt^er"dirÄP"^ verschlechtere, denn »«MdL"b,m""-b“ »ä"S K'ÄMÄfÄ, 9ICfi^eftim^Un8' wonach"die Gewährun^der Naturattente b^sUbe angenommen, auch Arbeiters abhängig ist, (wie tn zweiter Lesuna befAlniiPn1 b/r -Zustimmung des 8 9 wird debattelos genehmigt. 11 “t,: 8"'" : Strikes^Erliche Ichruh-n stMt^^ '?"b°" 87tern in F°'ge des Agrar- w» » i5ä Ssu^Fi'S» - M-drch Ti b^'b^u°^g9p°d.,^n.e^-tt^-1s-°n9wE U"b traf 31beilb8 in den Besitz Gibr'alt ar^°'^ D^Mniste?'der A"eubem°e7wib' 7 V- Ä Spaniens auf »ergäbe seine Mcht, eine Losung der Gibralta?fra7 -u u»^' 7" 7“nif*er Diplomat "b°r derartige, daß Spanien sich resigniren muffe 9 D,e Ä. u b'8 Schwtetigkeiten seien großer Aufmerksamkeit und mit lebhaftem Beifall lufn-nn,« Atmisters wurde mit °°a d°u diplomatstchen Beziehungen Spaniens^ändere7N?.ian'°''s ”inif‘cc boß die Königin-Regentin bei ihrem Auientbalt? in bte ßiebe seines Landes zu verdienen- Beide Reden wurden häufig von stürmischem Beifall unterbrochen- Bukarest, 21. Mai. Die Kammer wurde heute mit einer Botschaft eröffnet, welche besagt, die Session werde nur von oterzehntägtger Dauer sein; die Deputtrten werden sich mit dem Budget und einigen finanziellen Gesetzentwürfen beschäftigen. Wegen Beschlußunsähtgkeit wurde keine Sitzung abgehalten. San AranciSco, 21. Mai. Der Dampfer „Rockton" ist von Apia mit 20 Osficicren und 200 Mann der gescheiterten amerikanischen Kriegsschiffe hier angekommen. San Aranci-co, 21. Mat. Der Kapitän des hier von Samoa etngetroffenen Schiffes „Rockton" berichtet, Tamasese und Maiaafa hätten in Erwartung der Be- schlüffe der Berliner Eonferenz ihre Krieger beurlaubt. In Folge des den Erndten durch den Orkan vom 15. März -ugffügten Schadens herrsche Hungersnoth unter den Eingeborenen. Admiral Kimberly suchte bet seiner Regierung um die Ermächtigung mach, Nahrungsmittel an die Eingeborenen veilyetlen zu dürfen. Der Strikt in den deutschen Kohlengebieten. Aachen, 20. Mat. Die strikenden Arbeiter der Grube „Nordstern" verlangen die Herabsetzung der Arbeitszeit auf 8 Stunden einschließlich der Ein- und Ausfahrt- ferner einen Schichtlohn für Hauer von 3.50 vtt pro Tag ober 4 JL im Geding, für Schlepper eine Lohnerhöhung von 20 pCt., ferner bei begründeten Versäumnissen Herabsetzung der Strafe auf 20 H. Die Grubenoerwaltung will nur mit den bisher nicht Strikenden verhandeln. Aachen, 20. Mai. Gestern war Alles ruhig. Kleinere Versammlungen sind bedeutungslos. Heute haben auf Grube Maria 48 Arbeiter wieder angefahren. Morgen tft Löhnungstag bei der Vereintgungsgesellschaff: die Tagesarbeiter der oberirdischen Betriebe werden sämmtlich weiter beschäfligt. Aachen, 21. Mat. Die gelammte Belegschaft der Zeche „Nordstern" ist heute einaesahren, nachdem die verlangte Lohnerhöhung und achtstündige Schicht bewilligt worden. Dortmund, 21. Mai. Der „Rheim-Wests. Ztg." zufolge sind die Belegschaften sämmtlicher Zechen des Oberbergamtsbezirks Dortmund mit wenigen Ausnahmen heute voll angefahren. Eine Ausnahme machen nur die hiesigen Zechen „Tremonia" „Minister Stein" und „Hardenberg"; da auf diesen die Belegschaft vorherige Lohnerhöhung forderte, die Verwaltung sich aber auf Weiterungen nicht einliefe, gingen die noch nicht eingefahrenen Bergleute ruhig wieder nach Hause. Im Bochumer Revier arbeitet Alles, auch auf den Zechen „Hannover" und „Königsgrube", wo entgegen anderweitiger Berichte gestern und heute Alles ruhig war. Im Essener Revier ist ebenfalls die Arbeit vollständig wieder aufgenommen, auch auf den Zechen des der Leitung des Assessors Krabler unterstellten Kölner Bergwerksvereins. Dortmund, 21. Mai. In sämrntlichen Zechen des Oberbergamtsbezirks Dortmund sind mit sehr wenigen Ausnahmen heute bte Belegschaften voll angefahren, ebenso im Bochumer und Essener Bergwerksrevier. — Die „Rheim-Westfäl. Ztg." meldet: Die Zahl der Arbeitenden betrug heute 73 995; die Wagengestellung im Kohlenrevier beziffert sich auf 4688 Doppelwagen; für morgen wurden 5850 leere verlangt. In Folge Mißvel stehens des Bochumer Beschlusses vom 19. d. M. fordern die Bergleute achtstündige Schicht einschlietzlich Ein- und Aus- ® Lohnerhöhung; zur Aufklärung der Leute wurde vom Bergmann Bunte eine Versammlung der Belegschaften des Dortmunder Reviers einberufen Mo qeftern ist. der Strike in aller Form proklamirt nur der Arnim scheu Werke haben sich nicht daran betheiligt. ' hpr Sestern Abend ist durch einen Wolkenbruch der Verkehr auf Schönbormchen-Zwickau gestört worden. Als ein Güterzug die Eisen- bahnbruäe passtrte, stürzte letztere em. Die Lokomotive sowie der Packmeister und ein Guterwagen stürzten den Effenbahndamm hinunter, der Lokomotivführer sowie der ^euer- ma”n f’Hb todt. Auch zwischen Gößnitz und Crimmitschau ist das Geleise durchweinen wolkenbrucharttgen Regen unterwaschen und in Folge dessen unfahrbar Ueber Aauckau hinaus ift jeder Verkehr bis auf Weiteres gesperrt. 9 ^"auchau ,, ~J\ar5 hier vorliegenden Meldungen sind in Folge des gestrigen Wolkenbruchs auck zahlreiche Ortschaften von Crimmitschau bis Werdau überschwemmt, viele Häuser einaestünt In Crimmitschau steht der ganze östliche Stadttheil unter Wasser 9 ' in t>au^a6O9^erfon™n'Crtrunr*?n.Cm aBolfenbrud’ in Crimmitschau 2, Lokales. bafe im Sinne des Jubilars alle Weihnachten von bin Stufen beS 1294 Tbe JXn- ! Unflroapilald ^dürftige Ktuber gekletbet werden. Das Lehrercolleaium über- Slnf! Regulator, die beiden oberen Elasseu der Mädchenschule die Büsten Kaiser WUHelms I und II auf Postamenten, die 3. Elasse einen prächtigen Slumenftrau? @ine Anzahl Freunde des Jubilars, mit denen derselbe allabendlich verkehrt widmeten ein prächtiges Photographie-Alburn. Der Ztichen der Aufmerksamkeit die dem Jubilar können" E dieselben eben noch nicht alle verzeichnen allerseits erfreuL^” Zeuguiß, welcher Beliebtheit sich Herr Eurschmaun Schi ff-nachrichte«. (S- r, E^^bn, 18. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer E' dichter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. IDlai von Breiuen und am 9. Mai von Southampton abgegangen wat ift gestern 2 Uhr dlachmittags wohlbehalten in Newyork angeFommen. ' Telegraphischer «chifstbericht der „Red Star Line" Antwerpen. Mitgethkilt durch Agent Ehr. Wallenfels in Gießen. D« Postdampscr „Pmnsvlvania" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Seit, gramm am 20. Mai wohlbehalten in 9tewyork angekommen. Wärmegrade der Lahn und der Luft gemessen noch Reaumur am 22. Mai zwischen 11 und 12 Uhr Mittaas- Wasser 14»/, Grad, Lust 21 Grad. 3 L« Ehr. Rübs am en, Turn- und Schwimmlehrer Allgemeiner Anzeiger. empfiehlt in reichster Auswahl billigst [4389 S. 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