Nr. 298. Samstag den 21. December 1889. Der $iefcener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montag-. Die Gießener M«»ittenvtLt1er werden dem Anzeiger »Lchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Avonnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutftratze Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Corrn. 10 Uhr. Hratisöeitage: Hießener Jamilienölätter. Alle Annoncen.Bureaux de- In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Gießen, den 19. December 1889. Betreffend: Die Erthellung von Bescheinigungen gemäß § 54 des BahnpolizelreglementS vom 17. December 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an GroßherzoaltcheS Pol»zeianrr Gießen und die Großherzoglichen Bürgerm-iftereien der Land- geweinden deS leises alS Ort-polizetbehörden. Nach § 54 des Bahnpolizeireglements muffen sich Polizeibeamte, welche in Ausübung ihres Berufes die Bahnanlagen betreten, wollen, sofern sie nicht durch ihre Uniform als solche kenntlich sind, durch eine Bescheinigung ihrer vorgesetzten Dienstbehörde auswersen. Zur Beseitigung von in dieser Beziehung hervorgetretenen Zweifeln bemerken wir Ihnen, daß in Ansehung der Feldschützen wir selbst die fragliche Bescheinigung auszustellen haben. Sie wollen sich hiernach bemeffen und die Feldschützen entsprechend bedeuten. v- Gagern. Deutsches Neich. Darmstadt, 18. December. Der den Ständen zugegangene Gesetzentwurf, betreffend die Einführung des Verwaltungsstrafbescheids bei Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle im Sinne der §§ 459—469, ist bestimmt, eine zweckmäßige Aenderung des dermaligen Zustandes herbeizuführen. Bei der 1879 in Kraft getretenen neuen Justizgesetzgebung hatte man in obiger Richtung das alte Verfahren beibehalten, welches nur bei Gewerbsteuer-Contraventionen der Inländer (Hessen) >in dem Strasbescheid ähnliches Verfahren kannte, in allen übrigen Fällen aber dem Zuwiderhandelnden ohne Präjudiz die gütliche Erledigung lediglich binnen Frist anheimstellte. Diese Art der Behandlung ist aber schon wegen der Zweitheilung, aber auch sonst höchst verbesserungsbedürftig und hat deßhalb die großherzogliche Regierung aus Veranlassung eines Antrags des Abg. Hemzerling jetzt den Weg beschritten, den das Großherzogthum Baden schon 1879 mit Erfolg betreten hat. Zu bemerken ist, daß der Entwurf, von der durch die Reichsgesetzgebung gegebenen Befugniß Gebrauch machend, dem Zuwiderhandelnden alternativ neben der Beschreitung des Rechtswegs die Beschwerde an das betreffende Ministerium freistellt. Im letzteren Fall soll von Kosten im Wesentlichen abgesehen werden. Feuilleton. Mas soll ich schenken? WethnacklSplauderei von Dr. E... M .. I. (Nachdruck verboten.) „Was soll ich Mama zu Weihnachten schenken? Ich weiß mir keinen Rath! Bitte, lieber Papa, sei so gut und schenke mir etwas Geld, damit ich einkausen kann." Mit diesen Worten tritt eines Morgens mein kleiner Robert zu mir ins Studirzimmer. Wir haben gerade noch zwei Wochen bis zum Christfest. „Gemach, mein Junge? Damit, daß ich Dir ein paar Mark gebe und Du in irgend ein Geschäft gehst, um einen Luxusgegenstand einzuhandeln, damit ist eS nicht gethan. Bei Deiner Weihnachtsüberraschung für Mama mußt Du schon etwas selbstthätig und mitschaffend zu Werke gehen." „Wie kann ich! Schwester Franziska, die hat es bei einer solchen Gelegenheit gut, die kann 'eine Menge feiner Handarbeiten auf den Tisch legen. Was sollen wir Buben basteln? Seitdem Du mir meiner Brust halber die Beschäftigung mit der Laubsäge untersagt hast, weiß ich gar riichts mehr zu fertigen." „So schlimm steht es nun doch nicht, mein Lieber", erwiderte ich. „Freilich, ich muß es Dir sagen, hast Du Dir die Frist etwas kurz gestellt. In Euren jungen Jahren sollte man schon bei Zeiten an die Christüberraschung denken. Das erhöht den Werth der Gabe und bereitet dem Geber selbst Tage und Stunden höchster Freude. Sorgfalt und fleißiges Aufmerken auf die kleinen Wünsche und Bedürfnisse unserer Lieben, die sich tagtäglich Herausstellen, führen uns sehr bald aus ein Geschenk, das für Geber und Empfänger gleich passend ist. Ein Kind, das mir sagt: „Ich weiß nicht, was ich Mama schenken soll, sie hat ja alles!" — ein Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 19. December. Die „Nordd. Allg. Ztg" hört, daß ein Unwohlsein den Kaiser zum Aufgeben der Reise nach Hummelshain veranlaßte, obgleich der Extrazug am Bahnhof zu Potsdam bereit stand und alle Jagdgäste schon versammelt waren, darunter auch der Generalarzt Leuthold. Dieser fuhr mit den übrigen Herren nach Berlin zurück, was ein Beweis dafür ist, daß die Indisposition des Kaisers von keinerlei Bedenken ist. Berlin, 19. December. Der Vorsteher - Stellvertreter Langerhans eröffnete die heutige Stadtverordnetensitzung, wozu die Stadtverordneten in Amtstracht erschienen waren, mit einer Ansprache, worin er auf die im Sitzungssaale nunmehr aufgestellten lebensgroßen Marmorbüsten der beiden Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. hinwies. In seiner Rede hob er die Tugenden und Verdienste der beiden Kaiser mit warmen Worten hervor und gedachte rühmend ihrer Theilnahme an der Entwicklung Berlins. Indem er noch an das feste Band der gegenseitigen Liebe und Treue, welches Fürst und Volk umschlingt, erinnerte, schloß er seine Rede mit einem dreifachen Hoch auf Kaiser Wilhelm II. Die socialistischen Stadtverordneten waren der Sitzung ferngeblieben. Berlin, 19. December. Aus Lagos wird telegraphisch berichtet: I)r. Zintgraff, welcher Ende des vorigen Jahres von Kamerun ausbrach und im Monat Mai Suedadamaua und Jbi am Benue erreichte, reiste von dort über Bakundi, Gaschka nach Jola am oberen Benue. Gegenwärtig befindet sich Zintgrasf aus dem Rückwege über Gaschka und Aschaku nach der von ihm auf der Ausreise gegründeten Station. Das letzte Schreiben des Afrikaforschers ist von Gaschka den 12. August datirt. Cuxhaven, 19. December. Der holländische Dampfer „Leerdam", auf der Fahrt von Amsterdam nach Buenos Ayres, collidirte Sonntag Nacht mit dem englischen Dampfer „Gaw Quan Sia", welcher von Japan nach Hamburg fuhr, bei Nordhinder- beide Dampfer sanken. Der französische Dampfer „Emma", auf der Fahrt von Havre nach Hamburg, brachte heute sämmtliche Passagiere, etwa 400, und je 25 Mann der Mannschaft der beiden gesunkenen Dampfer hierher. Hamburg, 19. December. Die Zwischendeckspassagiere der beiden bei Nordhinder gesunkenen Dampfer „Leerdam" unb „Gaw Quan Sia" sind mittelst Extrazug von Cuxhafen hier angekommen- dieselben wurden in Logirhäusern untergebracht und mit Kleidungsstücken und Schuhwerk versehen. Die Mehrzahl der Angekommenen bc'.cht aus Frauen, außer- dem befinden sich dabei mehr als hundert Heine Kinder. Der Director der Niederländischen Dampfergesellschast trifft Abends hier ein, um weitereHBestimmungen zu treffen. Saarbrücken, 19. December. Bei der heutigen Frühschicht ist Alles ruhig und vollzählig angefahren zu den Gruben König, Kohlwald, Wellesweiler, Goettelborn, Heinitz und Dechen. In Grube Maybach fehlen nur noch 50, in Friedrichöthal einige Mann, in Von der Heydt noch 440 Mann, ebenso sind auf Grube Reden etwa 50, auf Grube Jtzenplitz 250 und auf Grube Schmalbach 200 Mann nicht angefahren. In Louisenthal sind 1257 Mann, in Dudweiler und Camp- Hausen mehr Leute angefahren als gestern. In Jägersfreude striken nur noch 4 Mann, in Sulzbach ein Viertel, in Altenwald zwei Drittel, in Kreuzgraben ein Fünftel der unterirdischen Belegschaft. Breslau, 19. December. Auf Grube „Centrum" in Karsten sind heute früh sämmtliche Schlepper angesahren. Der Ausstand ist damit beendigt. München, 19. December. Die Kammer der Abgeord ne len genehmigte den gesummten Forstetat sowie den Ban der Zweigbahn Offstein—Grünstadt und empfahl den Bau der Bahnen Landstuhl—Thaleischweiler und Kaiserslautern— Biebermühle. Stuttgart, 19. December. Der König und die Königiil empfingen gestern anläßlich des Jubiläums als Chefs ihrer Regimenter Deputationen derselben, sowie Gratulationen, worauf große Galatafel zur Feter des Erinnerungstages stattsand. Theilnehmer waren sämmtliche Mitglieder des Königshauses. Die Königin hatte zum ersten Male das neuverliehene Dienst ehrenzeichen erster Klasse angelegt. Der König trank auf seine Regimenter, die treue Tapferkeit rühmend, welche dieselben stets bewiesen. Ebenso brachte die Königin daS Wohl ihrer Regimenter aus. Prinz Wilhelm dankte Namens der Regimenter und brachte ein dreimaliges Hoch auf das KöNigspaar ans. Karlsruhe, 19. December. Der Kaiser beglückwünschte den Prinzen Wilhelm von Baden anläßlich seines gestrigen Geburtstages und theilte demselben zugleich mit, daß ^er, in Erinnerung an die kriegerischen Ereignisse der Jahre 1870/71, woran der Prinz so ruhmvollen Antheil genommen habe, ihn ä la suite des ersten Garde Feldartillerie-Regiments, welchem der Prinz früher angehörte, gestellt habe. Wien, 19. December. (Herrenhaus.) Der Präsident Graf Trantmannsdorf theilt mit, daß laut Zuschrift deS Ministerpräsidenten der Kaiser mit Handschreiben vom 16. October d. I. die freiwillige Verzichtleistung des Erzherzogs Johann Salvator auf seine Rechte als Mitglied des kaiser- solches Kind — davon bin ich fest überzeugt — hat nie sonderlich darauf geachtet, was Mama hat oder nicht hat. — Doch, um auf Deine Angelegenheit zu kommen, mein Junge. Sag', hast Du nicht bemerkt, daß Mama des Oefteren darüber klagt, daß ihr Modejournal, das sie zwei Mal in der Woche erhält, immer wieder und wieder in die für das „Tageblatt" bestimmte Mappe geräth und ihr auf diese Weise verschiedene Nummern verloren gehen? Wie wärs nun, wenn Du Dich dran machtest, ihr eine eigene Mappe zu kleben?" „Herrlich, Papachen, herrlich!" ruft Robert und klatscht fröhlich in die Hände. „Du wirst diese Arbeit, damit Mama auch nicht das Geringste davon merkt, in meinem Zimmer fertigen, der Vorsicht halber werden wir sogar zuschließen!" setze ich mit wichtiger Miene hinzu. Ein heißes Roth der Freude schießt in meines Jungen Wangen. In Papas Studirzimmer! Arbeiten bei verschlossener Thüre! Welch köstliches Geheimniß! Wie wird die Mama sich den Kopf über diese Dinge zerbrechen. Muß sie das unerhörte Vorkommniß nicht in Beziehung zu dem nahenden Feste setzen!? Wie sie sich abmühen wird mit Sinnen und Rathen! Aber sie muß warten, warten auf die Enthüllung des großen Geheimnisses, genau so, wie klein Robert wartet, bis das heiß ersehnte Glockenzeichen tönt, die Thüre auffliegt und im Glanze desTannenbaums alles offenbar wird. Mein Junge stürmt fort mit heißem Herzen und brennendem Kopfe. Er will die nöthigen Vorbereitungen für seine Arbeit treffen. Ich bin überzeugt, er vernimmt es jetzt ganz deutlich: das heilige Flügelrauschen des Weihnachtsengels. Ich bin wieder in meinem Studirzimmer allein und ver- । sinke bei dem Rauch der Nachmittagscigarre in angenehmes I Träumen. Vor mir liegt ein ziemlich umfangreicher Brief von Schwester Luise. Aus der norddeutschen Provinzialstadt, wo sie mit meiner Mutter und meiner anderen Schwester Auguste lebt und wohin auch meine Kindheitserinnerungen gehen, schickt sie mir den allmonatlichen pünktlichen Bericht über Befinden und Ereignisse. Da heißt es auf der letzten Seite unter Anderem: „Mit Weihnachten wollen wir es dies Mal kurz machen. Wir werden keinen Baum putzen. Weß- halb auch? Das ist doch nur für Kinder? Ebenso haben wir Schwestern die Einstellung des gegenseitigen Beschenkens beschlossen. Man hat damit doch nur unnöthige Mühe und Sorge. Jedes von uns wählt sich im Lause des Jahres ja doch selbst, was es nöthig hat oder ihm gefällt. Man weiß wirklich nicht, was man sich zu Weihnachten Besonderes anthun soll . . . ." Recht eigentümlich wirkt diese Stelle auf mich ein! Bin i ch trotz meiner dreißig Jahre denn noch so jung oder bin ich bereits zu alt, um solchen „Fortschritt" mitmachen zu können! O, ob der grauen, grämlichen Weisheit, die sich um die schönsten und reinsten Freuden aus purer Trägheit bringt. Wie ist denn das nur so bei meiner Schwester gekommen, daß ihr das Leben das Verständniß geraubt hat für den süßen Weihnachtszauber, der sich mit Kerzenflimmer und Tannenduft in unsere Herzen schleicht? Es war nicht immer so! Nein, bei uns zu Hause, da war es ganz anders! In vollen Zügen haben wir dazumal genossen, was man Weihnachtsfreude unb Weihnachtslust heißt. Bei ihr ist diese allgemach der nüchternen, bleischweren Prosa zum Opfer gefallen, bei mir hat sie sich bis hinüber in die Mannesjahre gerettet. Laßt mich für einige Augenblicke zurückdenken! Ich werde mein Thema: das Weihnachtsgeschenk, dabei doch immer im Auge behalten. lichen Hauses und aus seine Militärcharge, sowie die Annahme des Namens Johann Orth genehmigte. Diese Mittheilung wird mit dem Zusatze zur Kenntniß genommen, daß Erzherzog Johann nicht mehr in der Liste der Mitglieder des Herrenhauses aufzuführen sei. Das Haus nahm hierauf die Gesetze über das Rekrutencontingent und über das Budgetprovisorium, sowie das Markenschutzgesetz ohne Debatte an. Zur Vor- berathung der Regierungsvorlage betreffs einiger Abänderungen des Volksschulgesetzes wurde eine 21gliedrige Commission gewählt. Rom, 19. December. Nach einer hier eingetroffenen Meldung ist in dem Steinkohlendepot der Schiffswerft aus Maddalena, worin sich 40,000 Tonnen Kohlen befinden, Feuer ausgebrochen. Marinesoldaten, Arbeiter und Sträflinge sind mit den Löscharbeiten beschäftigt, die voraussichtlich mehrere Tage dauern dürsten. Das Wetter ist ruhig. Turin, 19. December. Die der Gesellschaft Grattoni gehörigen Mühten in Collegro sind vergangene Nacht abgebrannt. Der Schaden beträgt zwei Millionen. Es ist kein Menschenverlust zu beklagen. Athen, 19 December. Hier eingegangener Nachricht zufolge hat der Dampfer „Marco Minghetti" durch Sturm Havarie erlitten, weshalb das Panzerfahrzeug „Psara" demselben von hier aus zu Hülfe geeilt ist. Von den Passagieren haben sich 80 aus ein Segelschiff gerettet. Zanzibar, 19. December. (Meldung des „Bureau Reuter".) Emin Pascha ist jetzt außer Gefahr, doch leidet er noch immer an geringem Ausfluß aus den Ohren. — Gestern sand eine Versammlung indischer Geschäftsleute statt, welche Stanley eine Adresse in einer Silbercassete überreichten. In der Adresse werden die großen Verdienste Stanleys um die Eröffnung des Handels in Centralafrika gepriesen. Stanley dankte und wies auf die Nothwendigkeit hin, eine Eisenbahn von Mombassa nach dem Victoria Nyansa zu bauen, angesichts der starken Bevölkerung der Nachbarprovinzen und deren großen Empfänglichkeit für europäische Erzeugnisse. Loyale» ttnfr provinzielles. Gießen, 20. December. * In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten, der letzten in der gegenwärtigen Zusammensetzung, theilte Herr Bürgermeister Gnauth eine in der Klagesache des Ortsarmenverbandes Gießen gegen den Landarmenverband Cassel erlassene Entscheidung des Bundesamts für Heimathwesen mit. Danach hat die Stadt Gießen in dem Proeeffe, in welchem es sich um Rückerstattung von 28 Mk. für im hiesigen akademischen Krankenhause im Jahre 1885 erfolgte Verpflegung eines gewissen Dinkelsberg handelt, und nachdem die Stadt einmal gegen den Ortsarmenverband Marburg, woselbst D. in der Klinik verpflegt worden, das andere Mal gegen den Landarmenverband Cassel geklagt, aber beidemale abgewiesen wurde, ein obsiegendes Urtheil erreicht. Die in den beiden ersten Instanzen der Stadt auferlegten und nun von dieser auch zu tragenden Kosten übersteigen allerdings die streitigen 28 Mk. bedeutend, so daß das obsiegende Urtheil nur rechtlichen Werth hat. — Das Gesuch des Herrn Peter Dürr um Ertheilung der Concession zum Wirth- schastsbetrieb im Schützenhause soll, soweit es sich um das Bedürfniß zum Ausschank von Spirituosen handelt, befürwortet werden. — Die fertiggestellte Rechnung der Stadt Gießen vom Jahre 1889 soll nach der erfolgten Einsichtnahme durch die Stadtverordneten der Finanzdepu- tahon zur weiteren Prüfung vorgelegt werden. — Die Versammlung erklärt ihr Einverständniß, entsprechend den Revisionsbemerkungen der Großh. Oberrechnungskamnier in Betreff der Rechnung des Gas- und Wasserwerks für 18 86/8 8, damit, daß für das erste Halbjahr des Betriebs durch die Stadt, October 1886 bis April 1887, die Rechnungen als durch den Director des Gas- und Wasserwerks zur Anweisung gebracht worden, anstatt durch den Bürgermeister. — Dem Gesuche des Herrn Hermann Katz um Erlaub- niß zum Bauen eines Hinterhauses an der Steinstraße soll Befürwortung ertheilt werden, wenn Gesuchsteller sich unter Stellung einer Caution von 500 Mk. verpflichtet, innerhalb dreier Jahre ein Vorderhaus zu erbauen. — Ein von den Vorarbeitern der Straßenkehrmannschaft Namens der letzteren eingereichtes Gesuch um Bewilligung einer Lohnerhöhung für die Stunden, in welchen sie mit Schneeabräumen beschäftigt werden, und demgemäße Gleichstellung mit den nur nach Schneefall beschäftigten Arbeitern, wird genehmigt. Die ständige Kehrmannschaft erhält 20 Pf. pro Arbeitsstunde, während für Schneearbeiten 25 Pf. für die Stunde an die nicht ständigen Arbeiter bezahlt werden. — Eine längere Debatte veranlaßt ein Schreiben Großherzogl. Polizeiamts in Betreff der Schneeentfernung aus der Stadt. Danach sollen die Hausbesitzer gehalten sein, den Schnee von Trottoirs nicht in die Gosse, sondern über dieselbe hinaus aus den Straßendamm zu schaffen, auch die Gosse auszuräumen, ferner sollen die städt. Trottoirs, die Plätze um die Brunnen und die Straßenübergänge bei Schneefall rascher gereinigt werden. Im Anschlüsse hieran sollte über die Frage der Schneeentsernung von den außerhalb des Schoorgrabens gelegenen Straßen entschieden werden. Die Baudeputation hat daraufhin beantragt, die Hausbesitzer an den in der Altstadt belegenen Straßen um Entfernung des aus den Trottoirs liegenden Schnees über die Gosse hinweg auf die Fahrbahn zu ersuchen- städtische Wegübergänge und die Umgebung der Brunnen sollen frühzeitig gereinigt, die Schneeabfuhr auf die Straßen der Innenstadt und die gepflasterten Straßen der Außenstadt beschränkt werden. Der Antrag der Baudeputation wird angenommen, mit dem Zusatze, daß weniger frequentirte gepflasterte Straßen der Außenstadt, z. B. die Westanlage, auch von der Schneeabfuhr ausgeschlossen bleiben sollen. Ueber das Angebot der gegenwärtigen Besitzer der Schüler'schen Besitzung, dieselbe gegen Zahlung von 60,000 M. an die Stadt mit dem Vorbehalt abzutreten, daß die Stadt das Anwesen ungetheilt zu unterhalten und für die nächsten 15 Jahre einer sich etwa gründenden Saalbaugesellschast gegen Rückgewährung des Kaufpreises zur Verfügung zu halten hat, hat die vereinigte Bau- und Finanzdeputation berathen. Dieselbe hat das Resultat ihrer Berathung, in welcher unter Anderem für Ankauf des Besitzthums zum vollen Werthe, d. h. ohne Verzicht aus die 25 Procent der Nominalgarantie Seitens Dritter gesprochen wurde, in dem Anträge zusammengesaßt, bis zur Klärung etwa noch hervortretender Gesichtspunkte weitere Be- rathungen und Beschlußfassungen bis nach Neujahr zu vertagen, inzwischen aber das Besitzthum einer eingehenden Besichtigung zu unterziehen. Herr Homberger will Erhebungen über die Bau- und Unterhaltungskosten des Anwesens angestellt haben, die sich für den Anfang und für die nächsten 15 Jahre ergeben- desgleichen hält er die Vorlage eines ziffernmäßigen Verzeichnisses über den Zustand des Besitzthums, sowie über die Gartenunterhaltungskosten für geboten, ehe bestimmte Beschlüsse gefaßt werden sollten. Herr Bürgermeister Gnauth will Voranschläge über Unterhaltung der Gebäude und die Umwandlung des Gartens in einen Stadtgarten ansertigen lassen. Herr Georgi schließt sich den Ausführungen des Herrn Homberger an - er wünscht ein vollständiges Bild über die Anforderungen, die der Stadt mit Uebernahme der Schüler'schen Besitzung in baulicher wie gärtnerischer Hinsicht erwachsen. Herr Wallenfels schließt sich den vorigen Rednern an, wünscht aber, daß die Besichtigung nicht schon am 27. December, sondern erst nach Neujahr stattfinden solle, damit die neugewählten Stadtverordneten, die darüber nun mit zu beschließen haben, an der Besichtigung theilnehmen können. Es wird in dem von den verschiedenen Rednern angedeuteten Sinne beschlossen, d. h. es soll in der ersten Sitzung der neu zusammengesetzten Stadtverordneten- Versammlung der Tag der Besichtigung der Besitzung festgestellt, inzwischen alle, die finanziellen Gesichtspunkte über die Anlage und Instandhaltung des Besitzthums berücksichtigenden Voranschläge aufgestellt werden. * Daß die Stadt Gießen mit der Zahl ihrer Fernsprechstellen dem an Einwohnerzahl bedeutend größeren Offenbach „über" ist, ist aus einer Notiz der „Offenb. Ztg." ersichtlich, wonach dort erst 44 Stellen in Betrieb sind, während die Zahl der augenblicklich hier in Betrieb befindlichen Anschlußstellen bereits 55 beträgt. — Die zur Zeit infolge der Witterung mit Reis belegten Drähte der Fernsprechleitung machen übrigens auf den Beschauer einen Eindruck, der ihn eher an Waschleinen denn an Telephondrähte erinnert, selbst ein schwächeres Auge kann die hoch in der Lust schwebenden Drähte noch bei Dunkelheit wahrnehmen. — Der kürzeste Tag im ganzen Jahr ist der 21. December, der Gedächtnißtag des heiligen Thomas, desjenigen Apostels, der am Längsten zweifelte und von welchem der bekannte Ausdruck „ungläubiger Thomas" deshalb herstammt. — Im Uebrigen wird der Tag von St. Thomas, besonders aber der Abend und die Nacht, von der zukunstsbegierigen und heirathslustigen Jugend ähnlich so gefeiert, wie Andreas und St. Lucia. „Lieber Thomas, ich bitt' Dich, laß' mir erscheinen den Herzallerliebsten meinen!" ruft voll gläubigen Hoffens manch ein rosig Lippenpaar Nachts um die zwölfte Stunde dem verehrten Heiligen zu, oder es wird anderes Orakelspiel betrieben, um der Zukunft dunklen Schleier zu lüsten und einen indiscreten Blick hinein zu thun. Auch das Schreiben von Buchstaben aus einzelne Zettel, unter das Kopfkissen gelegt, um Nachts einen davon hervorzuziehen, soll von großer Wirkung sein, indem dies den Anfangsbuchstaben „seines" Namens, das heißt des erhofften Bräutigams ver- räth — ebenso ist für Heirathslustige das am Thomasabend übliche und beliebte Schuhwerfen zu rathen, nämlich das Wersen der Schuhe oder Pantoffel über den Kopf, nachdem man sich aus dem Fußboden häuslich niedergelassen hat. Stehen die Schuhe mit den Spitzen nach der Thür zu, so winkt der Ehering zum Verlassen des Hauses, — umgekehrt jedoch bleibt man noch ein Jahr zu Hause — sitzen! — Der fromme, ländliche Vater hält seinerseits gar viel von dem „Thomas-Gebet", zur Abwendung von allerlei Gefahren für Mensch und Vieh und sogar die unverbesserlichste Gattung von Patienten: die Faulenzer und Langschläfer soll der heilige Thomas curiren können, als allerbester Doctor, wenn sie Abends vor dem Schlafengehen ihn darum bitten, ebenso wie ehedem in guter alter Zeit Derjenige, welcher am Thomastag als der Letzte aus dem Schul-Schauplatz erschien: „Thomas- Esel" titulirt ward. — Das freilich sind vergangene Zeiten! heut zu Tage gibt es höchstens noch sogenannte „Faulpelze", die an St. Thomas die Zeit verschlafen, doch keine „Thomas- Esel" mehr, — indessen der allerkürzeste Tag im Jahre ist und bleibt trotzdem der 21. December, welcher aber dessenungeachtet oder gerade deshalb die tröstliche Gewißheit in sich trägt und mit sich bringt: „Mehr Licht!" Schotten, 18. December. Die hiesige Turnhalleistwährend der Weihnachtsseiertage mit Wirthschaft geöffnet. Der Vereinigte Turn- und Gesangverein hält am 24. December eine Weihnachtsverloosnng, am zweiten Feiertage Concert und Ball in derselben. — Ueber den vor kurzem zwischen Höckersdorf und Ober-Ohmen verübten Mord wird dem „Schott. Anz." aus Ulrichstein u. A. berichtet: Der in dem unweit von hier gelegenen Bobenhausen wohnende Spengler Kretschmar wurde gestern Morgen zwischen Höckersdors und Ober-Ohmen ermordet aufgefunden. Die Leiche trägt zahlreiche Spuren von einer entsetzlichen Mordwuth des Thäters an sich, mehrere Stiche im Kops und Hals waren unbedingt tödtlich, außerdem rührt eine Wunde in dem nur noch schwer erkenntlichen Gesichte anscheinend von einem Schüsse her. Dem Morde scheint ein entsetzlicher Kampf auf Leben und Tod vorausgegangen zu sein, woraus die weit ausgedehnten Blutlachen im Schnee, der abgerissene Hcmdenkragen und die am Wege liegende Mütze Hinweisen. Es scheint versucht worden zu sein, den Körper in den nahen Wald zu schleppen, da er eine ziemliche Strecke vom Kampfplatz entfernt unter einem Baume liegend gefunden wurde. Blutige Haare an einem Aste des Baumes schließen die Vermuthung nicht aus, daß beabsichtigt war, die Leiche aufzuhängen. Als vermeintliche Thäter sind der leibliche 17jährige Sohn und ein Stiefsohn des Ermordeten — zwei gewaltthätige Burschen, von denen letzterer schon längere Zeit im Zuchthaus zugebracht hat — verhaftet worden, mit welchen derselbe am Abend zuvor in einer Wirthschaft zu Ober-Ohmen Streit gehabt hatte und die in der Nacht ohne ihren Vater nach Hause gekommen waren. Am andern Morgen waren sie dieselbe Strecke wieder nach Ober- Ohmen gegangen, wo sie, als der Mord ruchbar wurde, festgenommen wurden. Bei der heute vorgenommenen Haussuchung wnrde ein frisch ausgewaschenes Hemd mit noch deutlichen Blutspuren aufgefunden. Als eigenthümliches Zusammentreffen mag erwähnt werden, daß der letzte vor mehreren Jahren zu Höckersdorf auf einer Mühle ausgeführte Mord im Vogelsberg von einem Bruder des Ermordeten verübt worden war. Als Motiv der ruchlosen That wird die schlimme Behandlung der Frau des Ermordeten Seitens ihres Mannes angenommen, für welche dieser von seinen Söhnen hergenommen werden sollte, da sie eigens zu diesem Zwecke von Höchst a. M., wo sie in Arbeit stehen, hierherkamen. vermischtes. A Mainz, 19. December. Der Regens des hiesigen Priesterseminars, Domcapitular Dr. Christoph Mousang, beging heute sein 50jähriges Priesterjubiläum. Aus diesem Anlaß gingen dem Jubilar aus den weitesten Kreisen Glück-H wünsche und sonstige Beweise der Anhänglichkeit zu. Neben dem Bischof und der höheren katholischen Geistlichkeit erschienen Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden zur Gratulation bei Dr. Moufang. Mit Rücksicht aus den leidenden Zustand des Dr. Moufang, der im 77. Lebensjahr steht, wurde von einer größeren Feier abgesehen. — Wie uns von einem Techniker mitgetheilt wird, wurde jüngst die Centralweichenstelle des Frankfurter- Bahnhofs auf eine eigentümliche Art teilweise in ihrer Function behindert. Nämlich in die unter der Erde befindlichen Schieber und Verbindungen hatten sich Ratten in großer Anzahl eingeniftet, die aus den umliegenden Magazinen Knochen und Waarenabsälle haufenweise an verschiedenen Stellen der unterirdischen Anlage zusammengetragen haben. Es bedurfte einer ziemlich großen Arbeit, um den ganzen complicirten Mechanismus der Centralweichenstelle wieder in Ordnung zu bringen. Aus Rheinheffen, 19. December. Der am Sonntag in Worms mit Rücksicht auf die rheinhessischen Nebenbahnen gebildete Ausschuß war gestern in Darmstadt, um geeigneter Stelle die jetzt in der Hauptsache geeinten Wünsche der rheinhessischen Bevölkerung bezüglich der Richtung der Nebenbahnen in unserer Provinz zu vertreten. Frankfurt a. M., 19. December. Wir haben sie! so schreibt der „Gen.-Anz.", natürlich die Influenza, die einer unserer Reporter glücklich aufgestöbert hat. Wie er uns versichert, aus den zuverlässigsten Quellen, schöpft erfolgenden Krankheitsbericht: 8 Gepäckträger des Hauptbahnhofs, 17 vom Personal der Restauration des Hauptbahn Hofes Gebrüder Weinbach, sowie 16 gewerbliche Arbeiter, ferner Schutzleute von verschiedenen Revieren sind an der Influenza erkrankt, außerdem ist dieselbe unter dem Fahr- personal der Eisenbahn und in verschiedenen Privathäusern ausgebrochen. — Von anderer Seite hören wir, daß auch in einem Geschäft in der Kaiserstraße ein Dutzend Mädchen an der Influenza erkrankt sind. Hoffentlich vermehrt diese Statistik die Jnfluenzasurcht im Publikum nicht, die bei weitem schlimmer ist, als die harmlose Krankheit selbst. Frankfurt a. M., 19. December. Elektro-tech - nische Ausstellung. Wie aus Berlin gemeldet wird, sind dort Bestrebungen im Gange, welche darauf abzielen, die internationale Ausstellung für Electricität nicht in Frankfurt, sondern in Berlin, und zwar 1891, abzuhalten. Ein erster Schritt in dieser Richtung ist im Berliner electro-technischen Verein erfolgt, wo der Wunsch geäußert wurde, Frankfurt möge die Ausstellung um ein Jahr verschieben. Marburg, 19. December. Nach einer der „O. Ztg." gewordenen Mittheilung hat der Herr Minister für Land- wirthschast, Domänen und Forsten sich bereit erklärt, zu den Kosten der Lahn-Regulirung im Weichbilde der Stadt Marburg statt der erbetenen 100 000 Mk. eine Beihilfe von 600 000 Mk. aus Staatsfonds zu gewähren, und werden die städtischen Behörden, welchen seitens des Herrn Landesdirectors aus communalständischen Fonds zu demselben Zwecke eine Beihilfe zu diesen Bauten und zur Neuerbauung der Weidenhäuser Brücke in Höhe von 80 000 Mk. gesichert ist, demnächst über diese Angelegenheit in Verbindung mit den Wegeprojecten Bahnhof—Krummbogen—Lingelgasse und die der Brücke zu gebende Richtung sich schlüssig zu machen haben. Eine Entscheidung, welche für die künftige Entwickelung der Stadt von der allergrößten Wichtigkeit und Tragweite sein wird. Limburg, 18. December. Heute Nachmittag ertrank der 15jährige Sohn des Arbeiters Hahn in der Lahn zwischen hier und Eschhofen. Derselbe war auf der zugefrorenen Lahn Schlittschuhe gelaufen und dabei in eine offene Stelle gerathen. Nahezu eine Viertelstunde lang suchte sich der Junge auf festes Eis zu schwingen und dadurch zu retten, jedoch vergebens, denn das Eis brach stets nach, bis den Armen die Kräfte verließen und er unter der Eisdecke angesichts seiner Kameraden verschwand. Die von diesen herbeigerufenen Leute kamen zu spät. Berlin, 18. December. Die Nachricht der „Börfen- Zeitung", Herr Dr. Hammacher habe am 16. d. Mts. eine Audienz beim Kaiser gehabt, wird von der „Post" mit dem Bemerken als unbegründet bezeichnet, Herr Hammacher sei an einem Lungenkatarrh erkrankt und seit Montag bettlägerig. — DaS Derhältniß der adligen zu den bürgerlichen Offiizeren stellt sich nach einer Statistik der „Magdeb. Ztg." nach der neuesten Rangliste folgendermaßen: Es befinden sich in der Garde-Infanterie 2,86 bürgerliche und 97,14 pCt. adelige Offiziere - in der Provinzial-Jnfanterie 59,13 bürgerliche und 40,87 pCt. adelige Offiziere- in der Garde Cavallerie 1,68 bürgerliche und 98,32 pCt. adelige Offiziere - in der Provinzial- Eavallerie 20,90 bürgerliche und 79,10 pCt. adelige Offiziere- in der Artillerie 76,84 bürgerliche und 23,16 pCt. adelige Offiziere - bei den Eisenbahn-, Pionier- und Traintruppen 89,41 bürgerliche und 10,59 pCt. adelige Offiziere. Univerfitäb - Nachrichten. Marburg, 17. Dccimber. Herr Professor Dr. Max Lehmann hterselbst bat einen wiederholt und in ehrenvollster Weise an ihn ergangenen Ruf als Profesior der Geschichte an die Universität Straßburg abgelehnt. Wir können unserer Universität Glück wünschen, daß ihr .eine so tüchtige Lehrkraft, wie der Genannte, erhalten bleibt. — In Bezug auf die Zugehörigkeit von Studtrenden zu mehreren Facultäten hat sich der Cultusrnintfter auf Grund der eingegangenen Berichte zu der Bestimmung veranlaßt gesehen, daß An- ttäge von Studtrenden, welche gleichzeitig bet zwei oder mehr Facultäten eingeschrieben zu werden wünschen, grundsätzlich als unstatthaft zurückzuweisen sind. Nur hinsichtlich der gleichzeitigen Einschreibung bei der pbtlosovbtschen Facultät und einer anderen Facultät behält es, soweit eine solche statutarisch vorgesehen ist, hierbei sein Bew-nden. und der Cultusmtntster hat die Euratoren ermächtigt, diese, soweit sie bisher gewohnheitsmäßig zugelasien war oder avgemesfcn erscheint, auch sonst nach Lage des Etnzelfalls auf Antrag zu gestatten. Leipig, 10. December. Heute feierte der angtsehc.e .if<> Geheimrath und UntoersilälSprofcssor Dr. phil. Wilhelm Hankcl ui Leipzig sein fünfzigjähriges Doctorjubiläum. P ofesior Hankel, der seit 1859 auch Ehrendoclor der medtctntschen Facultät der Leipziger Hochschule ist, erwarb sich die philosophische Doctorwürde 1839 an der Universität Halle. e — In der medicinischen Facultät der Universität Berlin haben sich zwei neue Prlvatdocenten hadllttirt: Herr Dr. Maximlltan Nitze und Herr Dr. Georg Klemverer. Nach dem neuen Zuwachs bat die Facultät nunmehr 110 Lehrer und zwar 15 Ordinarien, 1 ordentlichen Honorar-Professor, 30 außerordentliche Professoren und 64 Prtvaldocenten. Weiße Seidenstoffe von 95 Pfge. : bis 18L0 p. Met. — glatt gestreift und gemustert (ca. 150 ver- | schied. Qual.) — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik D4pSt G. Henneberg (K. u. St Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Porto. 7926 Schwarze und farbige Seidenstoffe direkt ans der Fabrik ron von Elten & Keassen, Crefeld, also aas erster Hand, in jedem Maas zu beziehen. Man ▼erlange Muster mit Angabe des Gewünschten. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 4. Advent, Sonntag, 22. December Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. I Ktnderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. | Dienstag, den 24 December, Nachmittags 3l/i Uhr: LWethnachtsfeier der ^inderkirche; Pfarrer Schlosser. L8ll.»Eshristffe.iertag4 Mittfwoch, dstjn 25. December: Vormittags 9Vb Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Collecte für die Kleinktnder-Bewahranstalt. 2. Ehristfeiertag, Donnerstag, den 26. December: Vormittags 9V, Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Liturgischer Gottesdienst: Pfarrer Dingeldey. Collecte für die Armen. Die Pfarraeschäste in der Woche vom 22. bi» 28 December besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 4. Adventssonntag, 21. December. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Vs8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um */>7 Uhr Austheilunp der hl. Communion; um '/»8 Uhr Frühmesse; um tyJO Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr Andacht. Abends um */i6 Uhr Christbescheerung Gottesdienst in der Synagoge. 21. December. Freitag Abend 400 Uhr, Samstag Morgen 8* Uhr, SamStag Mittag 3® Uhr, Samstag Abend 4*8 Uhr. Gedenket der hungernden Vögel im Schnee! Samstag den 21. Derbr. I. I, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in der Restauration Älin* genberg — Neustadt — gegen Baar- zahlung: 1 vollst Ladeneinrichtung,, verschiedene Gold- und Silbersachen, 1 Drehbank, 1 Metzgcrwagen, 6 Wirthstische, 1 Bieropparat mit Zubehör, 7 Bänke, 12 Stühle, t Sopha, 1 ovaler Tisch, 1 Regulator u a. m. Geißler, 10089 Gerichtsvollzieher. Aeilgeöotenes. Hasen, per Stück 2—3 JL, bei 10095 Wildprethändler Ebel. Beste Sorten Tafelobst ^ verkauftSg. Schäfer, Grünbergerstr. 13. 10099 Ein noch sehr guter Alügel bill. zu verkaufen. Westanlage 15, part. liefert in k VISHk»r‘*;nJ von *J '*'• i Gratulationskarten \ kihnachts-d Ch'isthaumkerzen, Lichtyalier und Täglich frische Hefe empfiehlt [9327 Philipp Bob Bahnhofstraße 11. Honigkuchen. Die so berühmten und mit sieben Preisen und Diplomen prämiirten Honigkuchen sind zu haben hei den Herren Ferd. Drebes (vormals Gg- W Weidig), Ch. Lud. Thomas, Wallthorstraße. 10018 Ziegelhausen, im December 1889. Ludwig Runz Bäcker und Bienenzüchter. 98l 6] Wollene und wasserdichte Pferdedecken empfiehlt billigst LouiS Wittich II«, Sattler Neustadt 6. Zu Weihnachtsgeschenken paßend empfehle: Tiscbläufer, Decken, Schoner, Reiserollen, Journal. Halter, Betttafchen, Difites, Uhrkalter usw. in großer Auswahl. Gestickte Schuhe von 85 H an. 9499 Das Neueste in Besatzartikeln, Knöpfen, spottbillig. Conr. Jos. Keller, Marktstr. 18. X X | Jur Öeu UJei()iwc6Lsofrßcmf * x habe einen großen Posten Dawenkleiderstoffe im Preise X 4» bedeutend herabgesetzt, ebenso eine Partie Wintermäntel, 2 5 Abendräder und Regenmäntel, welche unter Einkaufs- S x abgeb-, g Weimer sh eirn Nachfolger. J Gasbeleuchtungs Gegenstände, GaS- Koch- u. Heizapparate bewährtester Construction empfiehlt bestens 10074 Städtisches Gas« und Wafferwerk Gießen. o o 8 o 8 Sämmlliche Wäsche - Artikel empfiehlt in gediegener Arbeit zu bekannt billigen Preisen Frits 10032 Seltersweg. Nürnberger Lebkuchen aus der Fabrik von J. C. Renck, in allen Sorten und Größen, in hochfeinen Qualitäten, in feinst fortirten Marzipan-, Makronen-, Glisen-, Choeolade-, dickgemandelien Braune-, dickgemandelten BckSler , Weiße-, Magen-, Kön gS Lebkuchen, sowie alle anderen Sorten empfiehlt die alleinige Niederlage: Eberhard Dort, Wallthorstraße 45. Wiederverkäufe!: erhalten Rabatt. 9836 Kopulär-llalorwiffkuschlistl. Derlng von Otto Weisert, Stuttgart. u 60 Pf. 9258 Heb, Pros. Dr. W., Spezielle Zoologie, Bd. I., br. M. 4., geb. M. 5. Ledebur, Die Metalle, br. M. 3.50, geb. M. 4.50. Glarus, Die rationelle Ernährung, Rahmet, Physiologie, broschiert M.5.— gebunden M. 6.— Alsberg, Anthropologie,drosch. M. G.— gebunden M. 7.— Roßmahler-Engel, Die Geschichte der Erde, 4. Aufl., br. M. 6, gcb.M. 7. Roßmäbler, Die vier Jahreszeiten, <>. Ausl., br. M. 5, geb. M. 7. Glarus Sterne, Die allgem. Weltanschauung, br. M. G., geb. M. 7.50. Klein, Allgem. Himmelskuude, 2. Aufl. br. M. 5.—, geb. M. G.—._______ Hübner^ G., Pstanz-natlsö, 6. Aufl., ivne AnSg., tari. M. 4.50. von MarteuS u. Kerawler, Flora vou Württemberg und Hohcnzollern, Band I u. H., drosch. M. 10.50. Totas-Äusoerbaus! Schmidt S Nepp, Bahnhofstraße 29 machen auf ihren großen Ausverkauf wegen Auflösung der Firma in Hut-, Schirm« und Pelzwaare« (Selbstkostenpreis) aufmerksam und empfehlen zu und unter Einkaufspreis: Pelzmäntel, Muffe, Pelzkragen, Baret-, BoaS, Fuß« und Jagdtaschen rc., nur eigenes Fabrikat in hochfeiner Ausführung. 9209 Ftaf chenbier Niederlagen von unserem vorzüglichen dunklen Exportbier bei C. Rorn II., Wallthorstraße 5, „ D. Georg, Ederstraße, „ W. 'Schomber, Neue Bäue 10, 3084 „ G. Bötz Brandgaff „ Jacob Hauser, Ludwigstraße 36, v Wilhelm Semm er, Settersweg 16, „ H. Hansel, Aster weg 12, " H Jipp, Ostanlage 9. Freiherrlich Riedesel'sche Brauerei-Berwaltung Lauterbach. Zur Ballsaison einpjehle: Tülle, Spitzen, Bänder, Handschuhe, Rüschen etc. in bekannt großer Auswahl und billigsten Preisen. 9500 Conr Jos Keller, Marklstr. 18. Chrislbanm-Confecl! i (delicat im Geschmack und reizende Neu- j • heilen für den Weihnachtsbaum). I Kiste enthält ca. 440 Stück, versende gegen MT.3 Mark Tß® Nachnahme. | Kiste und Verpackung berechne nicht. | Wiederverkäufern sehr empfohlen. [92^1 I Hugo Wiese, Dresden, Pillnltzerstr 47b Cbocolade mit und ohne Vanille von 1 JL an per Pfund aus der Fabrik der Herren Zoh. PH- Wagner & Eo. in Mainz empfiehlt 9884 Emil Fischbach. Zur Weihnachtssaison bringe ich mein wohlassortirtes 2 Korbwaaren-Lager s in empfehlende Erinnerung. « Größtes Lager in eleganten Pup- r- penwagen, Kordseffetn, Kinder- d stützten, Blumentrschen, Stän« s dern, Damenkorben, Markttör- 5 den, Papier- und Arbeitskörven = u s. w. zu Fabrikpreisen. L F. Partliier, a- Korbftechteret, N 1(019] Kaplansgasse Nr. 10. Schürzen für Dam» n und Kinder in großartiger Auswahl in allen möglichen Stossen und Fayons, HäushaUungsschür^en (neue Deff.) empfiehlt 9672 Robert Haas, Seltersweg 18. NB. Wie alljährlich von heute bis Weihnachten dedeutevd er» mäßigte Preise. Cocasnussbutter = aus der Fabrik von JP. Müller u. Söhne, Mannheim bei Emil Fischbach, Seltersw.24 Ferd. Drebes, Marktpl. 21, L. Kalkhof, Seltersthor, C. Roth II., Wallthorstr- 5. Ehristbaum- und Marzipan- Confeet, AniS- und Buttergebackenes empsiehlt Emil Orbis, 10027 Bahnhofstr. 30. Wachstuch-Tischdecken, weiße und farbige in allen Größen, Tafel- u. Wandschoner, Unter sähe, Spinödolden, Mnoteum-Vortagen, Wachstuch u. Jedertuch empfiehlt Henrich Hochstäder, 9880 Schloßgasse 19. Pferdedecken in aroßer Auswahl zu billigsten Preisen empfiehlt [8601 Heinrich Wallach. Handtücher, abgepaßt und am Stück, Betttücherleinen, Halbleinen und Baumwolle, Bett- damast, Piguv, Alockpiauü, gestreifter Satin Chiffon- und Hemdentuch, Hausmacher Leinen undHalbleinen, leinene Taschentücher u. s. w. empfehlen billigst Greschw. Heerz, Neuen weg 7. Das Sticken von Taschentüchern wird rasch und billigst besorgt. [9481 Toilette-Abfall-Seife, per Pfund 60 Pf.. (9801 Glycerin - Transp. - Seife, per Pfund 70 Pf. in vorzüglicher Qualität empfiehlt: Gg. Petri Wtt»e. Nachf., H. Tichy. Brennholz. Buchen- und Tannenholz, tu guter trockener Waare, per Meter und oer Centner, billigst bei 8223 Andreas Fluter. Jagd-Mronen, Cal. 16, per Hundert JL 6.50, empfiehlt A. Dickere, 10068 Bahnhofstraße 50. (Stell nS'fat 2 Möbelfabrik 0 Durch Ersparnis» der Ladenmiethe billigste Preise. 0 Spiegel, Teppiche, Gardinen. Asterweg 47. — Ederstr. 8 Möbel aller Art. taiu 1879 - 1 ar! Betreffend: An tu Sie v laßen, daß befindet. Ma Samstag je mehr statt. Gieß an die M1 1887 M Ges Pseisenrein 1 Schürze band, 1 $ Gie Mausseher weise zu bei sind. Diesen Auslage n, sendung de 8 Tagen e Die Gics A-«tlteu tüttben dem bcigf,( Berlii wlS sicher, mit einem b>e Trun! bereits @itf| ^^i'urma Annahme folgenden Jnfll nachtsfch, Hinterei } Berlin zus- ^ch lmme. ^Üeni die beiein, ^'Ppe ob ^nennt, c ^,eieniger w 9ö6 «Men. ä s bc ^nd ihr winbet ma, denn e Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Geschäfts - Eröffnung 11 Neuen Baue 11. Einem geehrten Publikum Gießens und der Umgegend die ergebene Anzeige, daß ich am heutigen Tage im Hause des Herrn Photographen Orth, Neuen Bäue 11, ein Lotonialwaaren-Mchäfl röffnet habe. Es wird mein Bestreben sein, durch preiswerte, reelle Bedienung das Vertrauen des verehelichen Publikums zu erwerben und bitte um geneigten Zuspruch. Hochachtend 10092 Louise Stlerle. Gegründet 1787. Telephon Nr. 15. Ernst Balser — Keßen, Buch- und Papierhandlung. Weihnachts - Ausstellung, enthaltend das Neueste für 9942 Schreibtisch! Schule! Comptoir! Spielflube! besonders reiche Auswahl ui sehr billigen Preisen: Lederwaaren jeder Art — Schreib- und Mufik- Mappe» — Jugendschriften — Spiele — feine Luxusbriefpapiere — Gesangbücher re. — Bilder in allen Formaten! Große Parthie feiner Photographie-Albums unter Kostenpreis! WlLH. BÖGER 6 Seltersweg 6 Mein Lager in Uhren jeder Gattung ist auf das Beste ausgestattet. — Durch Uebernahme von Fabrikvertretungen bin ich in der Lage, solide Waare zu den billigsten Preisen verkaufen zu können. Die noch vorhandenen Gold- und Silber- Waareu habe ich, um damit nunmehr vollständig zu räumen, einer abermaligen Preisreduction unterzogen. Ganz besonders mache ich hierbei auf mein noch reiches Lager in Granaten und Corallen aufmerksam. [91] 9829 Günstige Gelegenheit für Weihnachten. Wegen Ausgabe des Artikels verkaufe zum Einkaufspreis sämmtliche Teppiche und Läufer-Stoffe, sehr geeignet zum Belegen ganzer Zimmer, gänzlich aus. C» Deisler, Möbelhandlung, 9905 Neuenweg, Gcke der Weidengaffe. MHWHK'S Gegen Baar oder Raten. Pianinos von Mk. 350.— an. Flügel on Mk. 1000.— an, Harmoniems von Mk. 70.— an. B Alle berühmten Fabrikate. Gespielte Klariere von Mk. 50.— an. — Umtausch alter Klaviere. Bedeutende Auswahl. Langjährige Garantie. Freie Lieferung. 7945 Willi. Rudolph, Pianomagazin, Neuenweg 9. Vermietungen. 10091] Kleine Wohnung an eine ruhige Familie zu vermiethen. Näheres bei Frau Kalkhos, Seltersthor. 2116] Mehrere Logis, gleich beziehbar, zu vermiethen bei Martin Lenz, Marktplatz 22. 9414] Eine Wohnung von 3—i Zimmern mit Wasserleitung und allem Zubehör, sogleich beziehbar, an eine ruhige Familie zu vermiethen. W. Ferber, Buchhändler. 8482] Südanlage 23, Nebenhaus: zwei Zimmer und Küche au ein älteres kinderloses Ehepaar oder einzelne Frau zu vermiethen. 10056] Die von Herrn vr. weck. Aoell iunegehabte Wohnung, Alicestraße 13, ist vom 1. Januar ab wieder zu vermiethen. Frau Dr. Kranz Eckstein. 9966] Ein Logis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. L. Bogt, Neuenweg 19 Vermischte Anzeigen. Unterzeichnete empfiehlt sich zum Aus- und Ankleiden der Todten. Leichenfrau Dürr, 9900__________Flügelsgafse 4. 9429] Im Unfertigen von Costümen aller Art, von den einfachsten bis zu den elegantesten, empfiehlt sich Jetta Stein, Goethestraße 15. Neue Fracks in allen Größen billig zu verleihen eo- auch zu verkaufen bei D. W. Karnbach, 9164]__________Kirchenplatz 18, 1 Tr. Gesucht 10064 für mein Flaschen - Bier- und Wein- Geschäft ein braver Bursche, der Kenntnisse für solches Geschäft besitzt und gute Zeugnisse hat. Nur solche wollen sich melden. H. Schmall- „Hess. Hof", Gießen. Gesucht ein Neisender für den Kreis Gießen zum Besuche von Privatkundschaft. — Offerten besorgt die Expedition dieses Blattes.9950 10098] Möbl. Zimmer, Nähe Minik, womöglich Aussicht Gleiberg, gesucht. Offerten eub 11 an die Exped. d. Bl. Entlaufen ftSÄ Dem Wiederbringer eine Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt. Näheres in der Exped- d. Bl. 10094 Holländische- Notbkraut, Zwiebeln u.soustigeSGewüse wird Samstag auf d. Linden- platz billig abgegeben. 10096 Ingredienzien zur feinen Bäckerei in anerkannt besten Qualitäten empfiehlt billigst Karl Bieler, 9813 Kreuzplatz Nr. 6 914o] Hinterhaus, enth. 4 Zimmer mit Zubehör, ist sofort zu vermiethen- ____Löberftraße 23 I _ 6634] Mein Nebenhaus ist an eine ruhige Familie zu vermiethen. Br. Ploch. 8199] Ein gut möblirtes Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. Asterweg 47. r Frankfurter Schuhlager 27 Marktstr. Giessen Marktstr. 27 ♦ empfiehlt alle erdenklichen Sorten Winterschuhe u. -Stielel in Ailz, Melton, Double, Tuch und Leder für Herren, Damen ▲ und Kinder; ebenso Gummischuhe Holzschuhe und Einlage- X sohlen. 9732 SW Die Preise find streng fest, aber T . auch sehr billig. Garantie für solide Arbeit. «eparat>«nprobir,immer für Dame«. X CT. Reiss, Marktstr. 27. Arrac, Rum, Cognac, Arrac-Punfcheffenz, Rum- „ Burgunder-,, Benedictine, ädbt, sowie große Auswahl in fernen Ligienr« i, empfiehlt 9885 Emil Fischbach. XX Schwarze Seidenzeuge in allen modernen Geweben unter Garantie billigst. 9585 S* Weimersheim Nachfolger NfleniÜir W eihnaclits- geschmken stets vorräthig bei Theodor Brück Neuheit ersten Ranges! ''rmntphstuhl i"rit übertroffen durch elZZ/Zl/ Wir laden hierdurch freundlichst ein zu der Weihnachts -Bescheerung -er Kleinkinder-Bewahranstalt, die am näcksten Sonntag den 22. December, Nachmittags 8 Uhr, in der städtischen Turnhalle ftattfinden soll. Eintrittsgeld zum Besten der Anstalt für den Saal unten 20 H, für die Gallerien 10 H. Eingang von der Südanlage aus. — Eintrittsgeld für die besonders abgeschloffenen nummerirten Plätze im Saal 50 H, Eingang vom Hof der Turnhalle aus; die Karten zu diesen Plätzen wolle man bei den Schwestern in der Kleinkinderschule oder bei dem Unterzeichneten abholen lasten, auch sind sie, soweit der Platz ausreicht, am Sonntag an der Kaste zu haben. Für die Angehörigen unserer Kinder werden gleichfalls besondere Plätze hergerichtet, Eingang vom Hof der Turnhalle aus. Die Turnhalle wird um £ Uhr geöffnet. Gießen, den 18. December 1889. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt r Dr. Naumann, 1. Pfarrer. Familie Heck 10093 Für die vielen Beweise herzlicher Theil- nahme bei unserem schweren Verlust sagt innigsten Dank 102 90 103 15 Ruff. Orient III. Tendenz: fest. Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 20. December 1889. 1'350 248.40 180.60 342 00 18900 173-20 13400 38.10 218 00 80 00 87.10 94.10 7450 66 50 248 50 304 40 89 70 275 25 172 00 Otütvitlo-Eom-«LnN-Ltl« 100 80 Harp^er 135.40 Ostpreußen 181.75 Bochumer Gutzstahlactren Teurem: fest. -15 vCt. Buderus-Obi igationcn ■ Frankfurter Bank-Diskont 5 pCt. Buschtherader Eisenbahn-Actien Elbethal-Bahn-Actten Gotthard- „ Schweizer Nordost-Bahn-Attien „ West- Gtlsenkirchener Bergwerks-Actten Oesterr. Alpine-Montan- „ Disconto-Commandit-Antheile Darmstädter Bank-Actien Dresdener „ „ 186,50 Berliner Handelsaesellsch -Antheile 203.50 Oesterr. Credit-Actien 273.50 „ Staatsbabn-Actien 200 00 Lombard. Eisenbahn- „ 11987 Conrsvericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft ffrontfarltt Börse vo« 20. December 188»» 4 pCt. Gießener Obligationen Reichsbank-Discont 5 pCt. Oesterr. Eredttactien Oesterr. Staatsbabn-Actien Dortmunder Union-Acttcn Darmstädter Bankactten Schlußcours'- 1 Uhr 15 Min. 106.80 4 pCt. Ungar. Goldrente 102 90 5 „ Italiener Rente 105 30 Oesterr. Silberrente 4 pCt. Reichsanleihe 3V8 4 „ Preuß. Consols 3V» . 8813 Neuheiten in: Theegedecken, Tischdecken, Frühstücksdecken in großer Auswahl wieder eingetroffen. Fritz No wrack 9 10031________________Seltersweg______________ Schloßgaffe 16. J^cin/n. u/bhönqen der Belns.Hifzo! 9958