Nr. 94. Erstes Blatt. Sonntag den 21. April 1L89 Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vurearrr Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlobn^ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Ostern. Lokales. Gefunden: 4 Taschenmesser, 3 einzelne Handschuhe, 1 Pinsel, 3 Brillen, 1 Korallenkette. Gießen, am 20. April 1889. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresen i u s. Das herrliche doppelte Triumphfest Ostern, welches uns sowohl die Auferstehung der Natur nach starrem, tobten Winterschlafe als auch die Wiedererweckung des Hei- landes aus dem Todesschlafe und die Unsterblichkeit des Geistes verkündet, begehen wir dieses Jahr mit besonders hoffnungsfreudigem Herzen. Ein ungewöhnlich langer Winter hat sich mit feinen Nachwehen bis in die jüngste Zeit fühlbar gemacht und den Frühlings- Hoffnungen manche herbe Enttäuschung bereitet, aber es tritt der Lenz trotz des Winters doch immer deutlicher mit seinen ersehnten Spuren hervor, und das hehre Osterfest prangt bräutlich im ersten Frühlingsschmucke der Natur. Doch verkündet uns auch bereits zu Ostern die Natur die Allmacht und Güte des Schöpfers und erfüllt uns mit neuem Hoffen und Vertrauen für die Zukunft, so ist und bleibt des Osterfestes höchste und schönste Bedeutung doch die Auferstehung des gekreuzigten Heilandes, der Steg des Göttlichen über das Irdische, der Triumph des heiligen Idealismus über die vergänglichen Leiden und Freuden dieser Welt. Ostern ist das höchste Fest und über- haupt das eigentl'.che Triumphfest der Christenheit, denn es ist der Erinnerung an die große Letdenszert des Begründers der christlichen Religion, sowie dem aus dieser Leidens- zett heroorgegangenen Stege über die Schrecken des Todes und die Tücke dieser Welt 6/weiht. Ohne Christi Leiden und Kreuzestod konnte es auch kein Ostern, kein christ- ^^Triumphfest geben. Ostern enthüll deshalb für alle empfänglichen Herzen Trost und Mahnung für alle Tage des menfchlichen Lebens, denn dieses Fest verkündet uns "*** "ur die Auferstehung der Todten, sondern es zeigt uns auch die ewige Wahrheit, daß ohne Prüfung, ohne Kampf kein Sieg, kein herrliches Emporsteigen aus niedrigem verirrtem Dasein zu einem höheren, besseren Leben möglich ist. Welch' ein Trost liegt doch in dreier Verkündigung des Osterfestes für all- Leiden dieses Lebens und welch' eine Mahnung predigt die Osterseier, daß wir in Prüfungen und Heimsuchungen stand- hast -ush-rren ollen auch w^n unser Herz dabei bricht. Denn mußte der Erhabenste, km lft- und Beste unter den Menschen, mußte J-sus Christus um Gottes Liebe und Allmacht der in Ftnsterniß wandelnden Menschheit zu zeigen, die Schmach erdulden, w - ein gemeiner Verbrecher noch mißhandelt und barbarisch hingerichtet zu werden so wir wohl kein sündiger Mensch es im Ernst wagen dürfen, vor Gott jemals fein ""'h « L^enszeit tft Prüfungszeit und Prüfungen führen den Treuen und Beständigen zu einem edleren, selbstlosen Leben, geleiten ihn zu Gott selbst. Muth und erßört Die Urheber des Verbrechens sind bis jetzt nicht ermittelt. 3 r|1DrL c. m 20 April. J.K. Hoheiten der Großherzog, der Erbgroßherzog und die Prinzessin Alix reisen heute nach Muinz zur Eröffnung der Blumenausftellung. Keuischland. ,, derlin, 18. April. Der Kaiser und die Kaiserin und die Meininger Lerr- Mtm nahmen heute Mmgen in Gemeinschaft mit der Kaiserin Augusta in$ der fpenbefe ^^"s^^fchkn Palais das Abendmahl, welches der Hofprediger Kögel Arankreich. ?J^a?na<; .unö ilem ®enerQl Dnbarail haben, ttie' Ls rbin?i96F ^Haussuchungen stattg-sunden. Dagegen wurden f.ben ^n“ri^*ften und Soudep vorgenommcn. Beide waren abwesend^ routben mit Beschlag belegt. Auch in den Provinzen sind Haus-' Buchungen vorgenommen worden. J @ouOer7eu?nnnUS«c5r«85aU,§^u6(r£§ Stadtgerichtshoss hat heute Nachmittag den Ksouoerneur von Paris, General Saussier, vernommen. c Paris, 18. April. Präsident Carnot ist von seinem Unwohlsein vollständia iur erinntruna änLfe’w, bet Eröffnung des historischen Museums zur Erinnerung an die Revolution beiwohnen. Ton und Ausdruck, überall wird uns die eigenste Art deS Komponisten, sei es seelenvolle Aumuth, träumerische Innigkeit oder neckischer Humor, tn ursprünglich, c Unmittelbarkeit offenbart. Es würde zu weit führen, wollten wir in Einzelheiten über die überreichen Programme eiugehen oder auch nur annähernd dn Bild des Geleisteten entwerfen. Wir sagen nur, was zur Genüge gesagt worden ist: daß Frau Joachim eine Sängerin ist in der höchsten Bedeutung des Wortes. Sie versteht es, wie reine Andere, durch ihre wohlklingende Stimme, welche sie, Dank ihrer trefflichen Schule, in erstaunlicher Weise zu conseroiren weiß, durch die meisterhafte Verbindung von Wort und Ton, die Feinheit der Auffassung, sowie die Zartheit der Voriragschattirungen die Zuhörer zu begeistern und die Herzen zu rühren. Daß die berühmte Sängerin nach Gebühr gefeiert wurde, ist selbstverständlich. Auf nicht endcnwollenden Applaus wiederholte sie unter Anderen auch das letzte reizende Lied: „Verbotener Weg" von Bohm. Bei solch' herrlichen Leistungen, wie die der Frau Joachim, ist der Egoismus des Publikums verzeihlich und kann man es den Zuhörern nicht verdenken, wenn sie so viel wie möglich von ihr zu profitiren suchen. * Gießon, 20. April. Während der gestrigen Beerdigungsfeter wurde der Friedhof polizeilich abgesperrt. Wer Gelegenheit hatte, zu beobachten, in welcher Weise namentlich bet größeren Beerdigungsfeierlichkeiten sich die Neugierde geltend macht, wie sie unter Hintansetzung aller Rücksicht auf die benachbarten Ruhestätten oft, wenn nicht störend, so doch mindestens unangenehm die Leidtragenden berührt, der wird es vollkommen billigen, wenn, ohne gerade verletzend für Angehörige auf dem Friedhöfe ruhender Tobten zu sein, die Polizei Vorkehrungen traf, die unnöthigen Zuschauer, namentlich aber Kinder, während der Beerdigungsfeier von dem Betreten des Friedhofes ausschloß. Vermischte-. A Mainz, 19. April. Im Laufe der letzten Tage wurde dem hiesigen Volksschulpersonal von dem Ortsschuloorstand ein Circular zugestellt, wodurch die im verflossenen Jahre in verschiedenen hessischen Schulfachblättern zum Austrag gebrachten Reibereien zwischen einzelnen Lehrern der Mainzer Volksschule einen scharfen Tadel finden. Der Schulvorstand erklärt dieses Vorgehen der einzelnen Lehrer als unvereinbar mit einer guten Schulzucht und spricht die bestimmte Erwartung aus, daß ähnliche Vorkommnisse für die Folge vermieden werden. — Dem Mainzer Ruder-Verein wurde zu seiner diesjährigen Regatta vom deutschen Ruderoerbaud ein werthooller Ehrenpreis gestiftet. A Mainz, 19. April. Morgen Nachmittag findet die feierliche Eröffnung der Jubiläums-Ausstellung des hiesigen Gartenbauvereins statt. Die Eröffnung wird unter Anwesenheit des Großherrogs stattftnden, der nach den getroffenen Dispositionen morgen Nachmittag 2 Uhr 44 Mtn. mit Familie auf dem Centralbahnhof eintreffen wird. Durch die Mitglieder des Ausstellungscomitäs wird dem Großherzog auf dem Bahnhof ein feierlicher Empfang bereitet werden. Wie hiesige Blätter mittheilen, wird die Kaiserin Friedrich die Ausstellung auch besuchen. — Der oft genannte betrügerische Juwelier ist gestern zur Verbüßung seiner dl eijährigen Zuchthausstrafe nach Marienschloß verbracht worden. Als Curiosum sei bei dieser Gelegenheit erwähnt, daß an demselben Tage, an welchem Boleg verurtheilt wurde, seine geschiedene Frau feierlichst mit einem anderen Manne den Bund der Ehe schloß. Köln, 18. April. Der Kölner Mannergesangverein hat heute, 160 Mann stark, eine Sängerfahrt nach Mailand, Florenz, Rom und Neapel angetreten. Eingesandt. Gießen, 20. April. Die Verbindung der inneren Stadt, insbesondere der Neustadt und des Seltersweges mit dem südlichen Theile der Außenstadt ist eine Nothwendigkcit, welche von allen Seiten hiesiger Einwohnerschaft schon wiederholt anerkannt worden ist. Die Südanlage nebst den dahinter liegenden Bauquartieren der Stephansmarl können zur Zeit nur vom Neuenweger- und vom Seltersthor aus, also für einen großen Theil der Bewohner Gießens nur auf Umwegen erreicht werden, die seit Erbauung der neuen Realschule und der neuen Aula besonders lästig empfunden werden. Das einzige zur Zeit bestehende Mittelglied zwischen SelterSthor und Neuenweger Thor, die Plockstraße, ist für den Fuhrwerksverkehr geschlossen, kann auch dem- felben nicht eröffnet werden, ohne gleichzeitige schwere Schädigung des schönsten Theiles ber städtischen Anlagen, welche fast einer Vernichtung derselben gleichkäme. Die Verlängerung der Löwengasse über die Grundstücke von den Herren Metzger Meister, Gärtner Georg und Otto Schmidt bis zur Göthestraße ist daher der allein richtige Weg, um eine gar nicht mehr länger zu entbehrende Verbindung zwischen den wichtigsten inneren und äußeren Stadttheilen herzustellen. Die Ausführung dieses bereits in den Stadtbauplau eingezeichneten Projektes bietet auch gar kein^ erheblichen Schwierigkeiten, da die zu erbauende neue Straße nicht lang und Gebäude nur von wenigen Grundeigenthümern zu erwerben ist. Von diesen Grundeigenthümern hat aber Herr Otto Schmidt schon vor längerer Zeit Propositionen gemacht, die für die Stadt vortheilhaft sind, und welche er, dem Vernehmen nach, auch heute noch aufrecht erhält. Herr Gärtner Georg wird mäßige Forderungen stellen und was den Herrn Metzger Meister anbelangt, so ist der jetzige Zeitpunkts nur mit ihm in Verhandlungen zu treten, detzhalb besonders geeignet, weil er, wie man vernimmt, einen Neubau an Stelle seines jetzigen Hauses aufführen will. Würde Herr Meister aber erst einen Neubau an fraglicher Stelle aufführen, so würden dem neuen Straßenbau daraus besondere Schwierigkeiten erwachsen. Falls hochverehrlicher Stadtvorstand dieser Frage nähertreten und dieses Projekt 9 zur Ausführung bringen würde, fehlte ihm die Zustimmung der gejammten Einwohner- | schäft sicher nicht. R Handel und Verkehr. Gießen, 20. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, pr. Pfd. 10—1,20,Hühnereier 1 St.—.2 St. 9—11 Enteneier 1 St. 5^,2 St. — H, Gänseeier 10—11 H, Käse pr. St. 4-8 Kasematte pr. St 3 H, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 30 Tauben pr. Paar 0,70—0,80, Hühner pr- St. JL 1,00—1,30, Hahnen pr. St. JL 1.80—2,20, Enten pr. St. JL 2,20—2,50, Ochsenfleisch pr. Pfd v0—68 ji, Kuh- und Rindfleisch 45—54 H, Schweinefleisch 50—60 Hammelfleisch 54—64 H, Kalbfleisch 50— H, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 6,00—7,50, Zwiebeln per Centner JL 8,00—0,00, Milch pr. Liter 12—18 H, Weißkraut pr. St. — Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen- Nvfgtbste. April: 13. Christian Ludwig Leonhard von Wirtz, Bremser zu Betzdorf, mit Katharine LeiS dahier. 13. Dr. Julius Lang, Chemiker zu Griesheim a. M., mit Laura Rosine Kolb zu Frankfurt a. M. 16. Wilhelm Kettner, gebürtig von Klein-Linden, ' Schlosser dahier, mit Barbara Lämmer von Angersbach, wohnhaft dahier. 16. Wilhelm J Carl Haibach, Schlosser dahier, mit Karoline Henriette Johannette Wendling zu Weil- burg. 17. Johann Jonas Ritter, Rentner zu Grünberg, mit Bertha Anna Eleonore Eifert dahier. 17. Friedrich Christian Wilhelm Ludwig Tepel von Corbach, Bäcker dahier, mit Marie Becker von Rödgen. 18. Wilhelm Eisenhauer, Sparkasse^Gehülfe dahier, mit Marie Katharine Margarethe Löffler von Gönningen, wohnhaft dahier. M Eheschließungen. April: 13. Johann Georg Friedel, städtischer Buchhalter zu Mainz, mit Henriette Christiane Auguste Zimmermann von hier. 17. Georg Karl Schütz von Holzhauscn, Kreis Hofgeismar, Schneider dahier, mit Anna Margarethe Elisabethe Daubert von Staden. 17. Konrad Wagner, Lackirer Hierselbst, mit Caroline Marie Adolfine Luise Laudon von hier. 17. Johannn Wilhelm Barthel, gebürtig von Geiß- Nidda, Schreiner dahier, mit Marie Wilhelmine Catharine Wiesemann von Vöhl. 17. .Hermann Wilhelm Poppelsdorf, gebürtig von Offenbach a. M., Buchhalter dahier, mit Marie Caroline Georgine Katharine Noll von hier. Geborene. April: 9. Dem Schaffner Heinrich Roth IV. ein Sohn. 9. Dem Taglöhner Konrad Maus ein Sohn, Wilhelm. 10. Dem Wirth Friedrich Schieß eine Tochter, Bertha Katharine. 12. Dem Taglöhner Karl Becker ein Sohn. 12. Dem Taglöhner Friedrich Bechthold ein Sohn, Friedrich. 12. Dem Brauer Johann Wilhelm Kraushaar eine Tochter, Anna Wilhelmine. 13. Dem Melalldreher Emil Schußler ein Sohn. Gestorbene. April: 12. Kaspar Heinrich Ernst Schmidt, 3 Jahre alt, Sohn von Schuhmacher Wilhelm Schmidt dahier. 13. Elisabethe Spreng, geb. Becker, 40 Jahre alt, Ehefrau von Eisenbahn-Aisistent Jacob Spreng dahier. 13. Luise Leffler, geb. Köroer, 27 Jahre alt, Ehefrau von Wagner Ferdinand Leffler dahier. 15. Friedrich Leo Bernhard Kockerbeck, 2 Jahre alt, Sohn von Architect Heinrich Kockerbeck dahter. 15. Elisabethe Mer, geb. Freund, 59 Jahre alt, Wittwe von Taglöhner Wilhelm Killer dahier. 15. Clara Schneider, geb. Becker, 59 Jahre alt, Wittwe von Feuermann Friedrich Schneider dahier. 15. Elisabethe Möhl, 13 Jahre alt, Tochter von Metzger- meister Georgs Möhl dahier. 15. Christian Schmidt, 46 Jahre, Taglöhner dahter. 16. Johann Kölzer, 52 Jahre alt, Bergmann von Honigessen. 16. Wilhelmine Schäfer, 45 Jahre alt, ledig, Näherin von Darmstadt. 17. Luise Petri, geb. Sitzmann, 46 Jahre alt, Wittwe von Friseur Georg Petri dahier. 17. August Bramm, 59 Jahre alt, Oberbürgermeister dahter. 18. Philipp Kitz, 73 Jahre alt, Oeconom dahier. 18. Carl Friedrich Schleuning, 61 Jahre alt, Kaufmann von Friedberg (OberHessen). 19. Margarethe Paul, geb. Pfeiffer, 60 Jahre alt, Wittwe von Taglöhner Emil Paul dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 13. April. Johann Georg Friedel, städtischer Buchhalter in Mainz, und Henriette Christiane Auguste Zimmermann, Tochter des Schreinermeisters Karl Zimmermann zu Gießen. Den 14. April. Eine uneheliche Tochter, Anna Christine, geboren den 10. Februar. Den 17. April. Dem Heizer Philipp Wißner ein Sohn, Willy, geboren ben 24. März. Beerdigte. Den 14. April. Katharine Plank, geb. Friebel, Wittwe des Metzgermeisters Wilhelm Plank, all 71 Jahre, starb den 12. April. Den 15. April. Luise Löffler, geb. Körber, Ehefrau des Wagners Ferdinand Löffler, alt 27 Jahre, starb den 13. April. Den 16. April. Elisabeth Spreng, geb. Becker, Ehesrau des Stationsassistenten Johann Jakob Spreng, alt 40 Jahre, starb den 13. April. Den 17. April. Klara Schneider, geb. Becker, Wittwe des Heizers Friedrich Schneider, alt 59 Jahre, starb den 15. Avril. Denselben. Elisabeth Möhl, Tochter des Metzgermeisters Georg Möhl, alt 13 Jahre, starb den 15. April. Den 19. April. Luise Petri, geb. Sitzmann, Wittwe des Friseurs Georg Petri, alt 46 Jahre, starb den 17. April. Denselben. August Bramm, Großherzoglicher Oberbürgermeister, Mitglied des Kirchenvorstandes, alt 59 Jahr, starb den 17. April. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Eoangklischk Stmeinde. Gottesdienst. 1. Osterfeiertag, 21 April: Vormittags 91/2 Uhr in der Kirche: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 9r/2 Uhr in der Friedhofskapelle: Pfarrer Schlosser. _ „ £n Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kollekte für die Armen der Gemeinde. 2. Osterfeiertag, 22. April: Vormittags 9!/i Uhr in der Kirche: Pfarrer Dingeldey. Vormittags 9Va Uhr in der Friedhofskapelle: Pfarrer Dr. Naumann. m _ Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vorstellung und Prüfung der zu confirmirenden Gymnasiasten und Stadtschüler. Kollekte für die Kirchenkaffe zur Vermehrung des Kapitalvermögens der Gemeinde. rxnr Sonntag den 28. April, Confirmation der Gymnasiasten und Stadtschüler, in Verbindung mit derselben Feier des heiligen Abendmahls; die Beichte findet am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr statt. . „ Die Psarrgeschäfte in der Woche vom 21. bis 27. April besorgt Pfarrer I Dr. Naumann. Allgemeiner Anzeiger. Die Wirllisclinft Textor’s Hardt eröffnet Restauration zum Chausseehaus. Am 2. Feiertage. Grosse Zither-Concerte, Anfang Uhr Nachmittag- und 8 Uhr Abends. Am 3. Feiertage. Grosses Streichconcert. Anfang ö Uhr Es ladet ergebenst ein 3372 P- Jnrmel, Restaurateur. Gesangverein Eintracht, Gießen. 8 Am zweiten Ostertag: Ausflug mit Tanz auf den Westfälischen Hof. 33 „ Dee Vorstand. __________ r. 50 Pfg. an der Kasse. -------- 3380 Einen Pferdeknecht und «inen Arbeiter sucht August Schiesst tiger. I 3395'1 ”ün ivalth, Strauch. Vorzug!. 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Westanlage 21. 3389 Ein junger Mann uns guter Familie mit Gymnasial - Bildung, guter Handschrift und Kenntnih der englischen Sprache in Wort und Schrift, welcher seiner Militärpflicht als Einjährig - Freiwilliger Genüge geleistet hat, Familtkmoerbältotsse halber aber genöthigi ist, uch tine andere Lebensstellung zu erwerben, sucht Teilung in einem Bank- oder sonstige« größeren Geschäft am hiesigen Platz als Dolontair zu seiner weiteren Ausbildung. Gef. Offerten beliebe man unter L. I , an die Expedition des Blattes gelangen zu lassen. Zur öffentlichen Vergebung folgender Arbeiten und Lieferungen ist Termin auf Mittwoch den 1 Mai d. I., Vormittags ll!/2 Uhr, int Geschäftszimmer der unterzeichneten Bau-Jnspection anberaumt: 1) Umdeckung des Schieferdachs auf dem Mittelbau des Maschinen- hauses auf Bahnhof Treysa einschließlich Lieferung der Materialien. 2) Umdeckung des Schieferdachs auf hem Beamten-Wohnhause zu Fronhausen einschließlich Lieferung der Materialien, ausschließlich der Schaalung. 3) 120 Cbm. Basalt- oder Grünstein- Kopfsteine zur Pflasterung des nördlichen Ladeplatzes auf Station Kirchhain. Verschloßene und mit der betreffenden Ausschrift für jede Arbeit bezw. Lieferung versehene Angebote sind bis zum genannten Tage unter Beifügung emes Probe-Pflastersteines hierh.r frei ein* zus-nden. Verdingungsformulare können bei der unterzeichneten Bau-Jnspection eingesehen ober von derselben gegen freie Einsendung von 0,5 JL für jedes Angebot bezogen werden. Marburg, den 18. April 1889. 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Osterfeicrtag i Grosses Gottcerl ; ausgeführt von der Capelle des 2. Großh. -Hess. Jns.-Regts. Nr. 116 : unter Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn C. Krautze. Entre« 30 Pfg. [3348] Anfang 8 Uhr. Bier- Sm Glas vägtSF Don heute ab Salvatorbier im Zapl Brauerei Förtsch: Jean Arnold. Verkauf auch in Flaschen. 32g7 RestauraOon Sebnell 2lm 3. Feiertage: 3371 l'rüh - Concerl Zum Lahnstein. Wahrend der Osterfeiertage: * Slreich-Concerle ausgefllhrt von der hiesigen Civilkapelle. 3394 Am s. Feiertag Nachmittags 4 Uhr: Entree 20 Pf. Am 3. Feimag V rmitta^s iO Uhr: Entree frei. Nachmittags von 4 bis H Uhr: Entree 20 Pf. —- ■ Badenburg. Am 3. Osterseiertag Gut besetzte Tanzmusik. MI__________________Jacob Duill. — Am 3. Dsierfeirrtagr: 3377 Tanzmusik. Anfang a UKr^Bourgeois. Die Wirthschaft im Ritter SMfc» neu eröffnet auf eigene Rechnung. Export-Bier »er Actien-Brauerei Gießen und der Brauerei Henninger in Frankfurt a. M. Es ladet ergebenst ein j Rompel. Mittagstisch ä 50 Kf. 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Jns.Rgts. (Großherzog» Nr. 116, unter Leitung des Grotzh- Musikdirektors Herrn C. Krautze. Anfang 3 Uhr. Entree 30 Pfg. heute Morgen 5 Uhr nach schwerem Leiden zu sich zu rufen. Um stille Theilnahme bitten tief betrübt Wies eck, 20. April 1889. 3338 Lehrer Spahn and Fran. Töchterchens - Elisabeth sagen herzlichen Dank Georg Mühl und Frau, geb. Busch. I Danksagung Für die zahlreiche Theilnahme und die vielen I Blumenspenden bei dem Begräbnisse von I Fran Louise Petri I sage ich meinen besten Dank. 3334 Einen Lehrling sucht E. Trautmann, Kupferschmied. Alle Tapezier- und Polster- arbeiten in und außer dem Hause werden prompt und billig ausgeführt. 3154 Paul Friese. Sonnenstr. 23. 3353 Einen tüchtigen Dachdecker- gesellen sucht KM h anks ag ung. Für die überaus zahlreichen Beweise liebevollster Theilnahme bei dem Tode des Oberbürgermeisters Bramni sagen auf diesem Wege ihren allerherzlichsten Dank die trauernden. 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General- Versammlung de« HagelverficherungS-Berbandes „Mittel. "fr*'1*" 3396 Alle, lwclche noch Forderungen an den Nachlaß des H-inr. Wagenbach VI. in Alien-Buseck zu bilden haben, werden ersucht, dieselben binnen »Tagen bei mir geltend zu machen. Alten-Buseck, 20. April 1889. 3323__________Friedrich Schwalb. Lagerräume (etwa leer stehende Scheune) in möglichster Nähe des Bahnhofes per Juni oder Juli zu miethen gesucht. Gefl. Offerten Chiffre R. W. an die Exp. d. Bl. 3302 Aermietyungen. Wilhelmstraße 2 die untere Wohnung, 5 Zimmer mit Zubehör, eventuell auch getheilt, zu ver- miethen. [3054 3153 Ein unmöblirtes Zimmer zu ver- miethen. I. Arnold Wwe., Asterw. 23. 3392 Eine freundliche Mansardenwohnung mit Zubehör auf Anfang Juli oer- miethbar.________________Alicestraße 27. 3393] Schöne Wohnung, 2—3 Zimmer zu vermiethen. Krofdorferstraße 17. 3391 Ein ordentlicher Junge kann in die Lehre treten bei Karl Hahn, Schreinermeister, Katharinengasse 12.