Ar. 166 Sainstag den 20 Juli 1889. (fließend* Anzeigei Amts- und Anzeigkblait für den Kreis Gießen. W '«>« -«»“■ “ ÄÄÄXmMÄÄS Amtlicher Hßeil. Betreffend: Die Zeitschrift für Staats- und Gemeindeverwaltung im Großherzogthum Hessen. Gießen, am 13. Juli 1889. Das Großherzogliche Meisamt Gießen an di- Grotzherzoslichen Bürgermeistereien des Kreises. Für die Großherzoglichen Bürgermeistereien muß es von Wichtigkeit sein, von der Rechtsprechung der Kreis- und Provinzialausschüffe, sowie der übrigen verwaltungsgerichtlichen Organe fortlaufend Kenntniß zu erhalten. In den letzten Jahren wurde diese Kenntnißnahme durch die hier in Gießen im Verlage der Brühl'schen Druckerei erschienenen „Verwaltungs- Llätter" vermittelt. Nachdem jedoch diese Monatsschrift mit Ende des letzten Jahres eingegangen ist, bleibt einzig die „Zeitschrift für Staats- und Gemeinde-Verwaltung,im Großherzogthum Hessen", welche im Verlage von I. Diemer in Mainz erscheint und Mittheilungen obiger Art enthält. Wir empfehlen Ihnen, namentlich den Bürgermeistern der größeren Landgemeinden, aus diese Mainzer Zeitschrift, welche zweimal monatlich erscheint und etwa 7 JC. im Jahr kostet, auf Kosten der Gemeinde zu abonniren. __v. Gagern.________________________________________________________ Bekanntmachung. * Wegen Vornahme von Pflastererarbeiten wird die Bahnhofstraße zwischen der Westanlage und Liebigstraße für den Fuhrwerks- und Reiterverkehr bis auf Weiteres gesperrt. Gießen, den 18. Juli 1889. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Wolitische Rundschau. Gießen, 19. Juli. Kaiser Wilhelm langte auf seiner NordlandSfahrt, die dem hohen Reizenden fortgesetzt die großartigsten Naturscenerien in abwechslungsreicher Reihe entfaltet, am Mittwoch Vormittag 10 Uhr in Tromsö an, der auf einer Insel gelegenen Haupt stadt des gleichnamigen nördlichsten Stiftes Norwegens. Die Fahrt nach Tromsö war von Bodö aus an den Lofoten entlang gegangen, jener größten, sich durch ihre pittoresken, wild zerrissenen Felsenküsten auszetchnenden norwegischen Inselgruppe, welche mit das Reiseziel des Kaisers bildete. Am Nordcap erreicht die Reise ihren nördlichstm Punkt und tritt alsdann der Kaiser die Rückreise an, auf welcher er am 28. d. M. in Wtlhelmshafen einzutreffen gedenkt, um hierauf am 1. August seine politisch bedeutsame Reise nach England anzutreten. Die anhaltende sommerliche Stille in der inneren Politik läßt jeden sich von dem Niveau der Alltäglichkeit nur einigermaßen adhebenden Vorfall als ein „Ereigntß" erscheinen und macht ihn zum Gegenstand der Tagesdtscussion. Dies galt für die abgelaufene Woche auch von der im Wahlkreise Halberstadt Afchersleben stattgefundenen Reichstagsersatzwahl, welche nicht zum wenigsten wegen der in den tnnerpolttischen Angelegenheiten herrschenden Ruhe die Aufmerksamkeit auf sich zog, dann allerdings auch wegen der bei dieser Nachwahl sich offenbarenden Rivalität zwischen Conservativen und Nattonalltberalen. Letztere, welche den genannten Wahlkreis über 20 Jahre im parlamentarischen Besitze haben, forderten bekanntlich von den Conservativen unter Hinweis auf das Cartell von 1887, mit für den nattonalltberalen Candtdaten, den Berliner Stadtrath Weber, etnzustehen, die Halberstädter Conservativen erklärten indessen das Cartell als für sie nicht mehr verbindlich und stellten in der Person des Bürgermeisters a. D. John einen eigenen Candidaten auf. Diese Kraftprobe zwischen beiden sonst befreundeten Parteien ist nun zu Gunsten der Conservativen ausgefallen, denn ihr Kandidat erhielt ca. 5300, der nationalltberale Candtdat dagegen nur ca. 4600 Stimmen. Außerdem waren noch als socialtsttscher Candtdat Bürftenfabrtkant Dahlen, welcher 3000 Stimmen erhielt, und als freisinniger Candtdat Rittergutsbesitzer Rohland, auf welchen ca. 1400 Stimmen fielen, auf dem Plane erschienen. Es wird hierdurch eine Stichwahl zwischen John und Weber erforderlich, welche oermuthltch zu Gunsten des letztgenannten Herrn ausfallen wird; aus diesem vereinzelten Vorgänge indessen einen Schluß auf die nächsten Rctchstagswahlen, und namentlich auf das Derhältniß zwischen Nattonalltberalen und Conservativen, ziehen zu wollen, wäre jedenfalls verfrüht. Den bet Erstürmung des befestigten Lagers des Rebellenführers Buschiri bei Bagamoyo in Ostafrtka bethetligt gewesenen Offizieren, und ebenso einer Anzahl Mannschaften der Kriegsschiffe „Leipzig", „Carola" und „Schwalbe" sind vom Kaiser für ihr tapferes Verhalten "Auszeichnungen verliehen worden. In Frankreich ist mit dem am Montag erfolgten Schlüsse der Kammersession eine höchst unerquickliche Episode aus der jüngsten parlamentarischen Geschichte des Landes beendigt worden und Regierung wie Wählerschaft sind gleichermaßen froh, daß die unerhörten Scandalscenen in der Deputirtenkammer nunmehr ihr Ende gefunden haben. Nunmehr beginnt die Periode der Wahlvorbereitungen für die vielleicht schon im August stattfindenden Neuwahlen zur französischen Volksvertretung und der Partei- Haß jenseits der Vogesen läßt vermuthen, daß hiermit eine neue Epoche schwerer innerer Beunruhigungen für Frankreich ihren Anfang nimmt. Vorerst wendet sich aber dort das Tagesintereffe erhöht dem Processe gegen Boulanger, Rochefort und Dillon zu, nachdem jetzt die Anklage gegen Boulanger wegen Attentats und Complottes gegen die Sicherheit des Staates, sowie wegen Unterschlagung öffentlicher Gelder erhoben worden ist. Nach den Versicherungen der meisten Pariser Blätter soll indessen die Begründung der Anklageschrift eine unerwartet schwächliche sein und General Boulanger deshalb erklärt haben, sich persönlich dem Staatsgerichtshof stellen zu wollen. — Das wird sich indessen der tapfere Degen wohl noch zwei Mal überlegen'. Von den beiden Anfang der Woche in Paris zusammengetretenen Gocialisten- | congreffen gibt es bislang noch wenig zu berichten und muß demnach erst abgewartet I werden, waS auf ihnen eigentlich zu Tage gefördert werden wird. I In Oberegypten ist demnächst der entscheidende Zusammenstoß zwischen den eingedrungenen Derwischen und dem engltsch-egypttschen Heere und General Grenfell zu erwarten. Letzterer ließ die Derwische bereits zur Ergebung auffordern, was jedoch Wad el Njami, ihr Führer, zurückwies. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. (Korrespondenz-Brrrean. Berlin, 18. Juli. Der Vorschlag der strikenden Bäcker, in einer heute unter Vorsitz des Stadlsyndikus Eberly abzuhaltenden Versammlung eine Einigung herbei- zuführen, wurde von den Meistern abgelehnt, weil der Strike durch den Zuzug fremder Bäcker beendet sei. Die Versammlung fand deßhalb nicht statt. Fulda, 18. Juli. Es heißt, die am 20. August hier stattfindende Bischofs- Conferenz werde über einen Protest gegen die Giordano - Bruno - Feier in Rom und Über die Besetzung erledigter Bischofsstühle berathen. Karlsruhe, 18. Juli. Der Erbgroßherzog hatte durch Husten unterbrochenen Schlaf; die Temperatur ist heute früh vermindert, während sie gestern Nachmittag gestiegen war. Der Katarrh ist etwas mehr verbreitet, die Lungen sind aber unbetheiligt. Das Allgemeinbefinden ist befriedigend. Wien, 18. Juli. Die „Polit. Corr." berichtet aus Belgrad: König Milan verschob feine Abreise von Konstantinopel auf nächsten Montag. — Das Gerücht von der Ankunft russischer Officiere in Belgrad ist unrichtig, und darauf zurückzuführen, daß eine Anzahl in Rußland studirender Serben in ihrer Schuluniform nach Belgrad in Ferien gekommen sind. Brünn, 18. Juli. Der Strike der Texttl-Arbeiter ist nahezu beendet. Alle Fabriken, ausgenommen sechs, sind in vollem Betrieb; jene sechs sollen Montag wieder in Betrieb gesetzt werden. Hammerfest, 18. Juli. Nach der Abfahrt aus Tromsoe gestern Vormittag um 11 Uhr wurde der 70. Breitegrad Nachmittags um 5 Uhr in gehobener Stimmung passtrt. Das Befinden des Kaisers ist vortrefflich. Die Ankunft in Hammerfest erfolgte um 9 Uhr Abends und es wurde sofort weitergefahren nach dem Nordcap, welches gegen 3 Uhr erreicht werden soll. Hammerfest, 18. Juli. Vormittags wurde die Fahrt von Hammerfest bis zum Nordcap bei klarem Wetter und bewegter See zurückgelegt, in frühester Morgenstunde das Nordcap umschifft und dann angesichts desselben die Heimreise angetreten. Der Kaiser verbrachte im besten Wohlbefinden und der heitersten Stimmung den Morgen an Deck. Temperatur 5 Gr. R. Paris, 18. Juli. Die Anklageakte gegen Boulanger besprechend, bemerkt das „Journal des Debats": Die Staatsanwaltschaft werde vor dem obersten Gerichtshof alle angeführten Thatsachen zu beweisen haben. Sollte dies gelingen, so würde es nicht gestattet sein, eine so schwere Anklage leichtfertig zu behandeln, noch die Einleitung des Processes zu bedauern. — Nach einer Meldung des „XIX. Sidcle" beschloß gestern das in London versammelte Boulangisten - Eomt16, daß Boulanger die Anklageakte mit einem neuen Manifest beantworten solle. Paris, 18. Juli. Der König von Griechenland wird hier am Montag erwartet unb an einem von dem Präsidenten Carnot gegebenen Diner theilnehmen. Carnot beglückwünschte telegraphisch den Kaiser von Brasilien, dem Attentate entgangen zu fein. — Eine allgemeine Vereinigung der Pariser Studenten lud die Studenten der ganzen Welt ein, den Festlichkeiten zur Jubelfeier der Sorbonne am 5. August beizuwohnen. London, 18. Juli. Im Unterhaus theilt Stanhope mit, General Greenfell zeigte telegraphisch an, daß er auf die Proklamation mit der Aufforderung, sich zu ergeben, von Wadeljume die Antwort erhielt: „Euere Streitmacht gilt mir nichts; ich bin gesandt, die Welt zu erobern und fordere Euch auf, Euch zu ergeben, ich werde Euch dann schützen. Erinnert Euch an Hicks Pascha und General Gordon." . _ Rom, 18. Juli. Der König von Italien, ebenso der Papst beglückwünschten den Kaiser von Brasilien zu seiner Errettung gelegentlich des Attentats. Cardinal Rampolla besuchte den brasilianischen Gesandten beim päpstlichen Stuhl, um seine Glückwünsche auszusprechen. Lokale-. * Gießen, 19. Juli. Der gestern von der Studentenschaft ihrem derzeitigen Rector Herrn Prof- Dr. Boftroem gebrachte Fackelzug gestaltete sich zu einem so imposanten, wie ibn Gießen lange nicht gesehen. Man kann wohl sagen, daß dieser Zug, der gegen 9 Uhr sich von Oswalds Garten aus in Bewegung setzte und die ganze Stadt durchzog, bis er gegen 11 Uhr seinen Abschluß fand, äußerlich als Zeichen der hohen Frequenz und des vorzüglichen Standes unserer Universität gelten konnte. Nachdem der Zug, in welchem 4 Musikcorps vertheilt waren, vor der Wohnung des Herrn Rectors an der Frankfurter Straße angekommen, hielt stad. med. Vornhecke (Markomannia) folgende Ansprache: Hochverehrter Herr Rector 1 Im Namen der Commilitonen stehe ich vor Ihnen, um den Gefühlen Ausdruck zu verleihen, welche unser festliches Erscheinen am heutigen Abend veranlassen. Magnrficenz! seit langen Jahren ist es an unserer alma mater nicht mehr oorgekommen, daß dem scheidenden Rector eine besondere Ovation dargebracht wurde, heute aber bewegen uns zwingende Gründe, von dieser Gewohnheit abzuweichen und Ihnen, ehe Sie die Würde und die Bürde Ihres Amtes niederlegen, noch einmal unsere Liebe und Verehrung zu beweisen. Zu lebhaft steht es in unserem Gedächtnisse, mit welcher Freundlichkeit und Aufopferung Sie sich den Interessen der Studentenschaft gewidmet und welch' leutselige Herzensgüte Sie jedem Bürger unserer alma mater entgegengetragen haben- Zwar haben wir Ew- Magnificenz nichts zu geben als Worte des Dankes und die Versicherung unserer Zuneigung, aber eine Freude ist es ja für den verdienstvollen Mann, wenn er sein Streben anerkannt sieht, wenn er sieht, daß ihm als Lohn für seine Mühen die Herzen derjenigen warm entgegenschlagen, für welche er gestrebt und gearbeitet hat. Diesen einen Lohn genießen Ew. Magnificenz in reichem Maße; es ist keiner unter den Commilitonen, der nicht mit begeisterter Verehrung an Ihnen hinge- Doch schauen Sie nieder auf das wallende Feuermeer zu Ihren Füßen, überblicken Sie die vielhundertköpfige Versammlung, alle beseelt von dem Gedanken, Ew. Magnificenz ihre Zuneigung zu beweisen! Dieser Anblick redet lauter als meine schwachen Worte vermögen! Commilitonen! In nächtlicher Stunde, umwoben vom gluhrothen Scheine der Fackeln, stehen wir hier, um den Dankesgefühlen in unserer Brust unserem verehrten Herrn Rector gegenüber auch öffentlich einen würdigen Ausdruck zu verleihen. Wie die Fackeln aufleuchten und flammen, also durchflammt begeisterte Liebe zu unserem Rector unsere Herzen und flammt auf unter den rauschenden Klängen der Musik zu einem donnernden Hoch. Commilitonen! Seine Magnificenz unser allgeliebter Rector Herr Professor Dr. Boftroem, er lebe hoch! Nach dem begeistert aufgenommenen Hoch ergriff Herr Prof. Dr. Boftroem das Wort, um den Studirenden für die dargebrachte Ovation zu danken; am Schluffe seiner Ansprache brachte er ein ebenso begeistert aufgenommenes Hoch auf die Universität und die Studentenschaft aus. Nach Beendigung des Zuges hielten die einzelnen Corps und Verbindungen in verschiedenen Lokalen die übliche Festkncipe ab- (Der Verband wissenschaftlicher Vereine begab sich von Oswald's Garten nach Stein's Garten zum Concerte und beehrte später Se- Magnificenz denselben mit seinem Besuche). * Gießen, 19. Juli. Denjenigen Einwohnern, welche noch besonderer Beschleunigung bedürfende Eingaben an die Stadtoerordneten-Versammlung zu richten haben, sei hier mitgetheilt, daß die nächste Sitzung am Donnerstag den 1. August statt findet. Nach dieser Sitzung tritt, sofern unvorherzusehende Anlässe nicht die Abhaltung außerordentlicher Sitzungen nöthig machen sollten, eine bis in den September reichende Pause in den Stadtoerordneten-Verhandlungen ein. Gießen, 19. Juli. Durch Verfügung des Königlichen General-Commandos in Cassel ist Herr Premier-Lieutenant d. L. Busch zum Control-Offizter für das hiesige Hauptmelde-Amt ernannt worden und hat seine Stellung bereits angetreten. — Nach einer Bekanntmachung Großh. Directton des Landeszuchthauses Marien schloß sind, soweit dies nach der diesbezüglichen Instruction zulässig, von den Acten dieser Anstalt zur Vernichtung ausgeschieden: Die Personalacten entlassener, pensionirter und verstorbener Beamten und Bediensteten; die Personalacten entlassener Strafgefangener von 1811 bis 1853; alte Instructionen; Rescripte und Berichte, sowie allgemeine Correspondenzen, das Mckitärwesen betr., und spectell das Wacht-Commando zu Martenschloß; ältere Verfügungen, das Rechnungswesen betr.; ältere Acten, das Bauwesen betr.; alte Submissionsacten' ältere Acten über Seelsorge im Landeszuchthause; alte Acten, betr. die Anstaltsschule; alte Acten, betr. das Sanitätswesen im Landeszuchthause rc. rc. .Diejenigen, welche an der längeren Aufbewahrung einzelner dieser Acten ein Interesse haben, können dasselbe binnen vier Wochen bei Großh. Directton des Landeszuchthauses melden. Gießen, 19. Juli. (Turnerisches.) Nächsten Sonntag den 21. Juli wird der hiesige Turnverein, einer Einladung folgend, sich an dem in Herborn ftatt- findenden X. Turnfest des Lahn-Dill-Gaues betheiligen. Nach den bis jetzt etngegangenen Anmeldungen zu urtheilen, wird die Zahl der Theilnehmer fettens des Vereins eine recht ansehnliche sein; an diejenigen Mitglieder jedoch, welche sich noch hieran betheiligen wollen, dürfte die Aufforderung am Platze sein, sich schleunigst anzumelden, was in der Turnhalle, sowie bei dem Schriftwart Otto Schmidt, Marktstraße, geschehen kann, woselbst auch Wünsche bezüglich der Quartiere vorgebracht werden können. Betreffs Erlangung von Fahrpreisermäßigung sind bereits die nöthigen Schritte geschehen. Die Abfahrt erfolgt Morgens 6^. § Gießen, 19. Juli. (Victualien-Preise Ende Juni 1889.] Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik kosteten: Ochsenfleifch per Pfund Rindfleisch per Pfund Kalbfleisch per Pfund Schweinefl. per Pfund Hammelfleisch per Pfund Gemischtes Brod Roggen- Brod Butter per Pfund Milch 1 Liter Eier 1 Stück Städte mit Octrot: Darmstadt 70 64 66 66 66 13 12 122-131 17 5-6 Mainz 68 54 64 60 60 14 12 106-118 19 5-6 Offenbach 66 55 56 65 65 14 13,5 118-130 22 5-8 Worms 70 64 64 66 60 12,5 11,5 110-128 15 5-7 Gießen Städte ohne Octroi: 65 53 49 60 60 13 11 101-109 17 5-6 Bingen 65 60 60 70 55 13 12,5 106-120 18 5-6 Bensheim 60 56 56 60 60 12,5 10 90-110 17 6 Alzey 56 52 70 70 70 14 11 99-111 17 6 Friedberg 68 58 50 52 50 14 12,5 110 16 6-7 Alsfeld 60 45 50 50 —. 12,5 11 90-100 14 5 Lauterbach 56 56 50 56 50 15 11,5 HO 14 5 Vermischtes. △ Mainz, 18. Juli. Durck gestern erfolgten Stadtoerordnetenbeschluß wird das hiesige städtische Hospital eine bedeutende Vergrößerung erfahren, die eine Mehraufnahme von etwa 50 Kranken ermöglicht. Die Vergrößerung geschieht durch Zuziehung eines angrenzenden größeren, von der Stadt vor Jahresfrist erworbenen Hauses, dessen Um- und Anbau 130 000 JL erfordert. Bei der Bewilligung dieser Summe wurde in der Stadtverordnetenversammlung von verschiedenen Setten auf die Unzulänglichkeit der hessischen Irrenanstalten hingewtesen und betont, daß es als eine dringende Nothwendtgkett erscheine, bet der Regierung um Abhülfe Schritte zu thun. Der Landtagsabgeordnete Wasserburg, der gleichzeitig Stadtverordneter ist, glaubte tn seiner ersteren Eigenschaft der Stadtverordnetenversammlung die beruhigende Versicherung geben zu könnm, wenn eine diesbezügliche Vorlage an den Landtag käme, solche auf eine Annahme Seitens der Stände sicher rechnen könne. — In jüngster Zelt hat der Gouverneur der hiesigen Festung verschiedene Anordnungen getroffen, welche in Offizierskreisen nicht gerade großen Anklang finden. So ist den Offizieren auf das Strengste verboten worden, ohne größeren Urlaub in Ctoilkleidung zu gehen. Selbst bet Ausflügen tn die Umgegend darf die Uniform nicht abgelegt werden. Ein ferneres Verbot richtet sich gegen die Ausübung der Jagd und Fischerei in den Festungswällen und Gräben, was von den Offiziere« seither vielfach zu ihrer Unterhaltung betrieben wurde. Mainz, 17. Juli. Der Transport von lebenden Fischen vom Rhein nach Wien wird mit gutem Erfolg betrieben. Gestern kam wieder ein Fischkasten, einem mittelgroßen Schiffe ähnlich, hier an, welcher mit 6000 Pfund Fischen angefüllt war. Diese riesigen Fischkästen sind mit Löchern versehen, damit das Wasser hindurchströmen kann, wodurch sich die Fische immer in frischem Wasser befinden. Die Fische kommen von Holland, werden tn ihrem Behälter rhetnaufwärts geschleppt, durchfahren alsdann dm Main und den Donau-Main-Canal und von da aus die Donau bis Wim. Von ZeU^zu^Zeit werden die Kästen geöffnet, um etwa zu Grunde gegangene IFische zu △ Bingen, 18. Juli. Bei einer Besichtigung der Trümmer der durch den Brand zerstörten Rochuskapelle durch Sachverständige und durch den Jnspector der Landesbrandkasfe, bei welcher das vernichtete Bauwerk zu 17 000 JL versichert war, hat sich ergeben, daß eine vollständige Niederlegung der Umfassungsmauern geschehen muß, so daß von der ursprünglichen Kapelle nichts mehr verbleibt als ein Thetl der Fundamente. Erfreulicher Weise regen sich zur Beschaffung der Mittel für den Wiederaufbau allerseits Hände, so daß vielleicht schneller als erwartet, die Kapelle aus dm Trümmern neu erstehen durfte. Zur Abhaltung einer Hauscollecte ist bereits die Genehmigung ertheilt und wird solche zur Veranstaltung einer Lotterie Seitens der Regierung auch nicht lange auf sich warten lassen. Eben ist man damit beschäftigt, das Metall der geschmolzenen - G'ocken zu sammeln, um daraus Erinnerungsmedaillen zu prägen, die zu Gunsten der Baukasse verkauft werden sollen. r . = Frankfurt, 18. Juli. Die Lohnbewegung hat zwar an Intensität bedeutend verloren, was zweifelsohne zum Thetl der Jahreszeit zuzuschreiben ist, tndeß regt es sich immer noch. Gestern Abend hielten die Bäcker abermals eine öffentliche Versammlung ab, in welcher u. A. mitgetheilt werden konnte, daß die Bäckermeister- Genossenschaft erklärt, die Forderungen der Gesellen seien ihr zu spät bekannt gegeben worden, um noch eine General-Versammlung vor der öffentlichen Versammlung der Gesellen etnberufen zu können. Da ein Gehülfe bezüglich seines Meisters mitthetlm konnte, derselbe stehe den Forderungen der Gesellen sympathisch gegenüber und die Genossenschaft werde sich voraussichtlich denselben ebenfalls geneigt zeigen, wurde eine Resolution angenommen, welche lautet: „In Anerkennung der gefälligen Antwort, gibt die heutige Bäckeroersammlung der Genossenschaft kund, daß in 14 Tagen eine neue Versammlung stattfinden soll, bis zu welcher eine entscheidende Antwort erwartet: wird; andernfalls stehe es derselben frei, mit der Lohncommission innerhalb dieser Frist in Verhandlung zu treten." Bemerkt mag noch sein, daß mehrere Bäckergesellen gemaßregelt worden sind, weil sie an der Bewegung Thetl genommen haben. Man glaubt eben hier wie anderwärts noch vielfach, mit Maßregelungen lasse sich die Magenfrage — etwas anderes^ist es ja doch nicht — aus der Weit schaffen. — Die Stukkateure hielten gestern ebenfalls eine Versammlung ab. Die Frage, um die es sich namentlich drehte, war die, ob man nicht eine 14tägtge Kündigung, die das Gewerbegesetz bekanntlich vorschreibt, die im Stukkateurfach wie in vielen anderen (man denke nur an die Schneider) aber nicht etngehalten wird, durchzusetzen versuchen wolle. Man einigte sich schließlich dahin, den Princtpalen ein Schreiben zuzustellen, worin die Bitte ausgesprochen wird, gegebenen Falles soweit als thunlich eine Kündigung der Entlassung oorangehen zu lassen und den eoent. Eintritt eines Arbeits- mangels so frühzeitig als möglich dem Fachverein anzuzeigen. — Unsere Stadt wird sich, dem Vernehmen nach, bald eines zweiten Volks- brauscbades zu erfreuen haben. Derselbe Herr, welcher das erste derartige Bad' auf dem Mertansplatze hterselbst der Stadt schenkte, Herr Stadtverordneter Theodor Stern, will in einem anderen, ebenfalls sehr bevölkerten Stadttheil ein zweites, aber bedeutend größeres Bad erbauen lassen. Das jetzt bestehende Brausebad erfreut sich einer außerordentlichen Frequenz. Ein Bad kostet einschließlich Wäsche nur 10 Trinkgeldernehmen ist den Angestellten bet Strafe sofortiger Entlassung verboten, so daß also auch durch diese Unsitte das Baden nicht oertheuert wird. Da die wohl- thätige Wirkung dieses hochherzigen Geschenkes eine allgemein anerkannte ist, muß man den Entschluß des Gebers, eine zweite solche nützliche Anstalt zu errichten, mit lebhafter Freude begrüßen. Das neue Bad soll alle Verbesserungen erhalten, welche die Erfahrung als nützlich und nothwendtg gezeigt hat, namentlich sollen auch die Bade- und Ankleideräume größer werden. Das jetzt bestehende Brausebad hat 20,000 JL gekostet. Das Geschenk ist also gewiß ein recht ansehnliches. — Der oder die Diebe, welche verflossenen Sonntag einen hiesigen Geschäftsmann um ca. 8000 JL erleichterten, haben dem Bestohlenen das Sparkassenbuch und die Obligationen von Darmstadt aus durch die Post zugestellt. Das baare Geld hat der Spitzbube natürlich behalten. Von dem frechen Einbrecher fehlt bis heute jede Spur. Frankfurt, 16. Juli. Heute Abend 6 Uhr wurden durch 8 Feuerwehrmänner und zwei Gensdarmen neun Russenarbeiter geschlossen von Heddernheim nach dem hiesigen Gefängniß transportirt. lieber den Grund der Verhaftung wird berichtet: Circa 50 Russenarbeiter in Heddernheim hatten sich heute einen freien Tag erlaubt und beabsichtigt, denselben in der Wtrthschast Kastor zu verbringen. Vor dem Lokale wurden zwei Mann mit Nassauer Gewehren und aufgepflanztem Bajonett aufgestellt. Der Gensdarm und der Ortsdiener, sowie der Bürgermeister wollten gegen diesen Unfug einschretten, worauf die zwei Wachtposten „Raus" riefen. Die tn der Wirthfchaft sitzenden Arbeiter sprangen nun heraus und brachten dem Gensdarmen einen Stich bei, während der Bürgermeister und der Ortsdiener mit Steinen geworfen wurden. Schließlich mußte Alarm geblasen werden und die Feuerwehr ausrücken, welcher es gelang, die Haupträdelsführer zu fassen und hinter Schloß und Riegel zu bringen. — Die deutschen Jäger bemühen sich seit einiger Zeit mit Nachforschungen über den Verbleib des Steppenhuhns in den verschiedensten Gegenden. Voriges Jahr nistete der fremde Vogel mehrfach auf deutschen Feldmarken und hielt sich bis zum Spätherbst hinein in Deutschland auf. Der Winter scheint indeß die Thiere fortgetrieben oder getödtet zu haben. Alle Unterfuchungen haben, wie von Jagdkundigen gemeldet wird, Hefen Sommer noch fein einziges Exemplar des Vogels entdecken lassen. Man nimmt an, daß die gewünschte Acclimatisirung vollständig mißlungen ist und bedauert, im Vorjahr den Fremdling nicht als Jagdbeute ausgenutzt zu haben. Burgsteinsurt, 15. Juli. Das heutige Schützenfest der Allgemeinen Bürger- Schützengesellfchaft nahm ein trauriges Ende. Der Aufsicht zweier Schlofferlehrlinge hatte man die Gewehre, darunter ein geladenes, welches versagt hatte, anvertraut. Einer der Jungen legte damit ahnungslos auf einen Knaben an und schoß denselben nieder. Das Kind war sofort tobt. Ohne Sang und Klang ging die Festoersammlung auseinander. Niedermendig, 12. Juli. (Schrecklicher Tod.) Ein mit der fallenden Krankheit behafteter Mann in Niedermendig stand im Begriff seine Sense zu wetzen. In diesem Augenblick Überfiel ihn die Krankheit, er stürzte mit dem Unterleib tn die Sense, sodaß der Tod sofort erfolgte. Handel und verkehr. — (Neue deutsche Briefmarken.] Gegenwärtig arbeitet die Reichsdruckerei, wie die „Köln. Volksztg." meldet, an der Herstellung neuer Postwerthzeichen, welche am 1. October d. Js. zur Ausgabe gelangen. Für die oerfchtedenen Gattungen von Briefmarken unter und über 10 H ist nur je eine Zeichnung angefertigt und nach Ausführung geringfügiger, auf die Form des Reichsadlers und der Kaiserkrone bezüglicher Aenderungen dem Schnitte der Stempel zu Grunde gelegt worden. Die technische Ausführung der neuen Postwerthzeichen entspricht in der Hauptsache der früheren Herstellungsweise. Nur für das Gummiren, Trocknen und Zähneln der Postwerthzeichen sind neue mechanische Vorrichtungen eingesührt worden, welche sich bis jetzt durchweg gut bewährt haben und als Verbesserungen gegenüber dem bisherigen Verfahren zu erachten sind. Wärmegrade der Lahn und der Luft gemeffen nach Reaumur am 19. Juli zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser W/2 Grad, Luft I6V1 Grad. L. Ehr. Rübs am en, Turn- und Schwimmlehrer. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Soaogrlischr Skweiude. Gottesdienst. 5. Sonntag nach Trinitatis, 21. Juli: Vormittags 9Vr Uhr in der Kirche: Pfarrer Schlosser. Vormittags 8V2 Uhr in der Friedhofskapelle Gottesdienst mit Christenlehre (Realgymnasiasten und Realschüler), Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2Vs Uhr: Candidat Wolf aus Friedberg. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. Am Sonntag den 28.,Juli: Feier des heiligen Abendmahls; Beichte am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr- Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 21. bis 27. Juli besorgt Pfarrer Schlosser. Die am 14. Juli erhobene Kirchenkollekte für die Filialgemeinde Helm Hof betrug 20 J4 13 H. Katholische Gemeinde. 6. Sonntag nach Pfingsten (21. Juli). Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens 6 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte- Vr7 Uhr Austheilung der hl. Communion- V28 Uhr Frühmesse. 8/<10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags Vi3 Uhr sacramentalische Bruderschaftsandacht mit Predigt. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Abends um 8 Uhr Predigt zur Vorbereitung auf die Firmungsfeierlichkeiten. Gottesdienst in der Synagoge. (19. Juli).! Freitag Abend 7‘s Uhr, Samstag Morgen 800 Uhr, Samstag Mittag 4°° Uhr, Samstag Abend 850 Uhr. Einträge in bas Firmenregister Gr. Amtsgerichts Gießen vom 18. Juli 1889. 1) August Michel in Gießen ist am 1. b. M- aus der Firma „Gebrüder Michel" daselbst ausgeschieden und führt Adolf Michel das Geschäft unter Uebernahme der Activen und Passiven unter der seitherigen Firma weiter 2) Die Firma „Fehsenseld'sUni- versitätS-Buchhandlung und Antiquariat von M. Baltz" zu Gießen ist erloschen. 3) Franz Th0mas zu Gießen führt das vorerwähnte Geschäft seit dem 1 b. M unter der Firma „Feh- senfeld's Universitäts- Buchhandlung und Antiquariat (Franz Thomas)" ohne Uebernahme von Activen und Passiven fort. Neidhart, 5996 Gerichtsschreiber. Steinkohlenlieferung. 400 Gentner Stückkohlen, 1600 Gentner beste Anthracitkohlen (gewaschen, gesiebt und gries- frei; der sich im Keller ergebende Gries ist von d-m Lieferanten zum Vergebungspreis zurückzu- nehmen), sollen für das Justizgebäude zu Gießen für 1889/90 wiederholt öffentlich vergeben werden. Die früheren Anbieter bleiben vorerst an ihr Gebot gebunden, insofern sie nicht niedere Angebote einlegen. Angebote mit verschloffenen Proben der Anthracitkohlen können bis zum 7. August L I. aus der Gerichtsschreiberei des Gr. Landgerichts zu Gießen eingereicht, daselbst auch die Bedingungen in Empfang genommen werden. Gießen, 17. Juli 1889. Der Großh. Landgerichts Secretär: Loew er. 5995 flusltfjmfjimg. Die Lieferung der Bedürsniffe für die Unteroffizier- und Mannschafts- Speise - Anstalt des unterzeichneten Bataillons soll vom 1. October d. I. ab aus die Dauer eines Jahres vergeben werden. Bedingungen liegen aus Stube Nr. 71 der Kaserne 1 zur Einsicht offen. Bewerbungen unter der Adresse des Bataillons bis zum 15. August d. I. Gießen. 5997 1. Bataillon Jnf.-Regiments Nr. 116. Versteigerung. | Montag den 22. und Dienstag den 23. Juli. Nachmittags 4 Uhr, sollen im Pfandlokal: eine Kommode, ein Kleiderschrank, eine Uhr, ein Wagen, zwei Pferde, ein Sopha, ein Tisch, eine Stand- nhr gegen Baarzahlung versteigert werden. Allgemeiner Anzeiger. Durchsichtiges Fruchtgelee. Koche in V2 Liter Apfelwein oder Weißwein [5815 1 Pag. Liebig s Pflauzeugelße füge Va N- Himbeersaft zu, fülle in eine Form und stürze nach dem Erkalten. Erfrischendste Delicateffe der warmen Jahreszeit. ä Paq. 25 H. Receptbücher zur Herstellung von Gelöe's, Eis rc, mit Liebig's Pflanzengelöe gratis bei Carl Schwaab, Chr. Ludw Thomas. 5925 besten sowohl chinesischen als indischen, liefern Thee-Importeure, Berlin, Dresden. In Originalpacketen zu haben bei: C» <*• Klelnhenn« Niederlagen werden in allen Städten errichtet. 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N., der für ein Mitglied der Strautz'schen Kapelle zwei Paar Beinkleider auS- gebessert hat, wird höflichst ersucht, seine Adresse gütigst in der Exped. d. Dl. zu hinterlegen. NB. Das letzte der auSgebesserten Beinkleider wurde durch den Lehr- king deS Herrn N. N. am Abend de» 17. Juli im »Russischen Hof" abgegeben. 6001 Laden, in welchem seither Papierhandlung betrieben wurde, ist mit Wohnung rc. zu vermielhen. C. Steinhäuser, Buchbinder, 5756 Weidengasse.___________ 6002 Ein schöner Pferdestall für drei Pferde, nebst Heu- und Strohbodenraum, per 1. October d. I- zu vermiethen. Ehr. Lony. Zither, noch neu, ist wegen Todesfall zu verkaufen, näheres in der Exped. d. Bl- [6004 ( /[ Hoflieferant Sr. Majestät des Kaisers und (W Königs Wilhelm II., sowie mehrerer j anderer fürstlicher Höfe, [147 Dampf-Kafiee-Brennezei in Bonn u. Berlin. empfiehlt ihre seit 50 Jahren rühmlichst bekannten: Gebr. Java-Kaffees ä JL 1.90, 1.80, 1.70 pr. Pfd. In Giessen bei Herrn J M. 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M., Nachmittags 3 Uhr, ein. Zusammenkunft im Eichwald neben dem Neuhof. Es findet die Besichtigung der Wirtbschaften des Neuhofes und der Ludwiqs- höhe statt. Abfahrt von G-eßen 1.47 Uhr Nachmittags. 5999______________ Der Vorstand. aSr Große Gewinnchance! 3g r Die Erste Stuttgarter Serienlcos-Gcsellschaft ist die älteste und solideste Gesellschaft Deutschlands, welche ihren Mitgliedern die größte Gewinnchance biet-t ^eben Monat findet eine Pr.-mien-Zielmng statt, wobei jedes Loos unbedingt mit einem Treffer gezogen w rden mutz. Nächste Ziedung am 1. August 1889 Haupttreffer : Ml. 300,000, 165,000, 150.000, 96,000, 75,000, 60,000, 30,000 rc. rc. Jahresbeitrag Mk. 42, vierteljährlich Mk. 10.50, monatlich Mk. 3.50. Statuten versendet ftr. I. Stegmeyer, Stuttgart. ___________ 5863 Metzgerei mit Restauration in einer sehr verkehrsreichen Kreis- und Fabrik-Stadt in Oberheffen, mit sehr wohlhabender Umgegend, altes renommirtes, wirklich im besten Rufe stehendes Geschäft, sehr praktischer Einrichtung, ist mit sämmtlichem Inventar per 1. October oder 1. November d. I. übernehmbar, Familienverhältnisse wegen sofort auf längere Jahre zu verpachten. Nur verheirateter Reflectant kann Pächter werden. ' [5962 Anfragen unter J. G. A. Nr. 19 an die Expedition dieses Blattes. Samstag de« 20. Juli: Generalversammlung. | ]Mro(eum= -föffer kauft jedes Quantum mit oder ot)tu Declaration zu hohen Preisen Ferd Faber, Duisburg, Petroleum-Jmport-Geschäft. [4561 Schlußcourse 4 pCt. Reichsanleihe 108.35 3Vr pCt- do. 104.30 4 pCt. Preuß. Consols 107.00 3Vr pCt. do. 105.25 4 pCt. Ungar. Goldrente 85.70 4l/s pCt. Oesterreich. Silberrente 72.80 Uhr 15 Min. 5 pCt. Italiener Rente ult. 95.30 4 pCt. Griechen 78 90 4 pCt- 1880er do. 89.80 Russische IL Orientanleihe 63.50 4 pCt. unif: Egyoter 90 30 6 pCt cons. Mexikaner, große Stücke 93 90 Disconto-Commandit-Anth. 228.00 1 Darmstädter Bank-Act. 162.30 ! Oesterreich. Credit 259.75 20 Francs-Stück* 16.25—16.29 10 do. 16.24—16.28 Oesterreich. Staatsbahn-Actien 189.12 Lombard. Eisenbahn- „ 103.75 Galizische do. „ 16375 Eagl. Souvereigns 20.34—20.39, Dollars in Gold 4.16 -419. Trlesrchhifchrx ler B Oesterr. Ereditactten 162.50 Oesterr. Staatsbahn-Actiev 94 90 Dortmunder Union-Actien 90.00 Darmstädter Bankacrten 161.90 Tendenz: g 4°/0 Gießener Obl. — ReichSbank-Disk. 3%. — srlwer Börfe vom 19 Zuli 1889 Disconto-Eom-Antheilr 227.60 Lombarden 52 25 Ostpreußen 103 80 Bochumer Gußstahlactien 208.80 eschäftslos. 5% BuderuS Obl. 104 30. Franks. Bank-Disk. 3%.